Indiana Tribüne, Volume 18, Number 239, Indianapolis, Marion County, 19 May 1895 — Page 9

Zndiana Tribüne.

etlaas. JJie mexikanische Kaiser Tragödie. ViS zum Iahn 1821 war Meziko eine spanische Kolonie gewesen, durch den Vertrag von Aquala, am 21. August 1821, wurde eZ ein unabhängiges Chaos. Nach langer Knechtschaft plötzlich seiner Fesseln entledigt, wußte es nicht, was es mit seiner Freiheit an. langen soff!?. Vom Mai 1822 diS zum März 1823 versuchte es sich untei dem Kaiser Jturbide als Monarchie; das Experiment schlug kläglich fehl, und nun erging sich das Land in einer Reihe von Revolutionen und Staatsstreichen, wie solche in ähnlicher An zahl noch kein anderes Volk fertig gebracht hat, denn die Geschichte Mezikos hat innerhalb der ersten sechzig Jahre nach dem Vertrage von Aquala nicht weniger als zwelyunoer:iecyzig Insurrektionen! und Pronunciamentos aufzuweisen. In all diesem Wirrwarr behielt die katholische Kirche allein noch ein festes Regiment in den Händen, denn wäh rend der Zeit ihres dreihundertjährigen Bestehens in Mexiko hatte sie auch ihre weltliche Macht nicht außer Augen gelassen. Wohl war auch eine Armee vorhanden, allein, wie die Landesregie rung sich weder auf ein System, noch auf eine Konstitution zu stützen dermochte, so hatte die Armee, weder eine Fahne, noch eine Geschichte, noch Traditionen. So war sie bald dahin g kommen, sich dem besten Zahler zu ver kaufen, dieser aber war die Kirche oder, mit anderen Worten, die kleri kalt Partei. Kirche und Armee übten eine absolute Gewalt aus und schufen dadurch so viel unerträgliche Uebelstände, daß 1856 daS gefammte Volk .sich in Empörung gegen diese Tyrann nei erhob. - Zwei Jare lang kämpfte die schnell .und nothdürftig organisirte liberale Armee nur mit vielfältigen Verlusten, dann aber wendete sich daS Blatt, und im Januar 1861 zog sie als Siegerin in die Hauptstadt Mexiko ein. Benitv Juarez. der mexikanische Washington, hatte sein Volk endlich in Wahrheit unabhängig gemacht. Die klerikale Partei lag am Boden, ihr gesammteö Besitzthum wurde ihr genommen, und ihre Führer mußten in die Verban nung wandern. In dieser Noth ging sie daS Ausland um Hilfe an. . Man hatte daher bereits, im Jahre 1854 die Blicke nach Europa gerichtet. Der damalige Präsident von Mexiko, Santa Anna, trat mit den Kabinetten von .Paris, London, Wien und Madrid in Verbindung, üm sich von diesen el nen europäischen Fürsten als 'Thron kandidaten für Mexiko vorschlagen zu lassen. . Die. Verhandlungen zogen sich hin, bis im Jahre 1859 Napoleon III. den Erzherzog Ferdinand Maximilian von Oesterreich als den geeignetsten Kandidaten für einen mexikanischen Karserthron namhaft machte. Wie vor ihmTalleyrand, so erkannte auch Napoleon in der schnellen Entwi ckelung .und. gewaltigen Machtentfaltung 'der Vereinigten Staaten eine 0e fahr für das monarchische Princip. Auch hatte er die Zeit seines Eingrei fenS in die mexikanischen Angelegenheiten klug gewählt, denn soeben war der amerikanische-. Bürgerkrieg ausgebrochen, so daß ihm von seiten der Verei nigten Staaten kein Hinderniß in den Weg gelegt werden konnte. Benito Juarez zeigte sich, wie vor auszusehen war, nicht im geringsten geneigt, einem europäischen Thronkandidaten seinen Präsidentenstuhl zu opfern: Napoleon mußte also -einen Vorwand finden, mit Heereömacht in Mexiko einrücken und -fernen Plan mu Gkttalt durchsetzen zu können. Die Republik Mexiko hatte gegenüber den fremdländischen Inhabern ihrer Schuldverschreibungen die . Zahlungen eingestellt, infolgedessen waren ihre di plomatischen, Beziehungen zu England und Frankreich unterbrochen. Napoleons Gesandter in Mexiko war M. Dubois de Saligny. Dieser gewitzte Diplomat bedürfte nur einiger Andeu. tungen seines Souverains, um zu erkennen, worauf es diesem zunächst an kam. So erfolgte denn auch prompt am 17. August 1861, einem mexikani schen nationalen Feiertage,- die Beschlmpfung der französischen Trikolore; außerdem berichtete M. de Saligny in höchster Entrüstung nach Paris, daß man auf ihn geschossen habe, während er friedlich auf der Terrasse des Ge sandtschaftsgebäudes saß, und daß man ihn schließlich am Abend desselben TageS noch durch eine Katzenmusik und durch daS Geschrei: Nieder mit Frankreich!" auf das schwerste beleidigt habe., . Die mexikanische Regierung ließ die Sache sofort sorgfältig untersuchen, konnte aber nur konstatiren, daß an M. de SallgnyZ Angaben sein wahreZ Wort sei. Napoleon aber schenkte se: nein Gesandten mehr Glauben als je ner; er trat sogleich mit London und Madrid in 'Unterhandlung, und das Resultat derselben war, daß eine de wasfnete Intervention seitens der drei Mächte beschlossen und auch ausgeführt wurde. - Am 8. Januar 1862 landeten die vereinigten ! Streitkräfte unter dem Kommando des spanischen Generals Prim im Hafen von Vera Cruz, 800 Engländer, 2600 Franzosen und 6200 Spanier, zusammen 9600 Mann. Am 13. kam das von Napoleon aufgestellte Ultimatum in Vera Cruz zur VerZndlung. Dasselbe, welches uner

schwingliche Summen von Mexiko ttt langte, erschien nicht nur Juarez' 29evollmächtigen, sondern auch den Vn tretern Spaniens und. Englands so possenhaft extravagant, daß die letzte ren unverhohlen ihr Mißfallen darüber äußerten. Demzufolge wurde in dem Vertrag, von La Soledad weiter nichts festae setzt, alö daß alle Ansprüche an Mexiko auf diplomatischem Wege erledigt wer. den sollten. Hierbei wurde Juarez zum erstenmal als Präsident von Mexiko officiell anerkannt. Eine so! che Wendung der Dinge paßte jedoch nicht in Napoleons Plan. In g'änz licher Nichtachtung des soeben geschlos senen Vertrages entsandte er in mög lichster Eile weitere 4500 Mann unter General Lorencez nach Mexiko. Unter solchen Umständen konnte der Dreibund nicht von Dauer sein; U reits am 9. April löste er sich wieder auf, nachdem er der mexikanischen Re gteruna. noch mitgetheilt hatte, daß die franzdiischen Truppen die Feindselig keiten .beginnen würden. So war der Krieg erklärt, und General Lorencez machte sich mit' seinen 6000 Mann an die Eroberung von Mexiko, eines Lan des viermal so groß als Frankreich und bevölkert von neun Millionen Menschen. Die Klerikalen hatten ihm von seiten der Bewohner einen Empfang mit BluZ men und Jubelgeschrei verheißen; al lein statt der Blumen schmetterten ihm Kugeln entgegen, und überall stieß er auf einen so wüthenden Widerstand, daß er. nach einer schweren Niederlage vor Puebla am 5. Mai 1862, bis zur Küste zurückweichen mußte. Jetzt gingen ihm die Augen auf, und er erkannte die mexikanischen Verhält nisse, wie sie in Wahrheit lagen. Er erging sich in scharfen Aeußerungen über die Leute, die die Sachen unwahr dargestellt hatten, vor allem über M. de Saligny. Diese Offenherzigkeit kostete ihn sein Kommando; Napoleon rief ihn als unfähig zurück und ersetzte ihn durch General Forey, dem er zu-

Pms IX reicht Maximilian das Abendmahl gleich noch weitere 25,000 Mann mit gab. Forey war ein braver Soldat, aber ein Zögere?. Es vergingen lange Mo rrate, ehe er alles organisirt und vorbe reitet hatte. Am 16. März 1863 er. schien er endlich vor Puebla, und am 17. Mai fiel die Stadt in seine Hände. Einige Wochen später zog er in die Hauptstadt Mexiko ein. Napoleon suchte sich in dieser As faire in den Augen Europas bai An sehen zu geben, als sei er lediglich de: Schützer des Rechts gegen das Unrecht; de Saligny und Lorencez aber glaubten, ihr Souverain wünsche nichts als einen Krieg mit Mexiko, und unter die sem Gesichtspunkte hatten sie gehandelt. Um fernerhin sicher zu gehen, hatte Napoleon den General Forey unterm 3. Zuli 1862 mit der folgenden Instruktion versehen: ... Stellen Sie sich mit allen Par ieien auf guten Fuß, bis die Hauptstadt in Ihrer Gewalt ist unld das Volk seinen Wünschen bei den Wahlen Aus. druck gegeben hat. Werben Sie rnexl" kanische Hilfstruppen und stellen Sie dieselben in'ö Vortreffen. Schonen Sie die Empfindungen btx Eingeborenen, vermitteln Sie, wo nur irgend möglich, aber nehmen Sie die Hauptstadt und versichern Sie sich Pueblas. Nach Ernnahme der Stadt Mexiko ist es nöthig, idaß alle uns wohlgesinnten Notabeln zusamnienkoimnen, und zwar unter dem Vorsitz deS General Almonte (des Gegenpräsidenten von Juarez), und daß dieselben veranlaßt werden, über die neue Regierungsform im Namen der Nation abzustimmen. Lautet der Entscheid zu Gunsten einer Monarchie, so ist S selbstverständlich, daß die Wahl des Thronkandidaten unseren Interessen entsprechen muß. Sie haben foa Maximilian vorzuschlagen. Wird eme andere Regierungsform gewünscht, so muß dieselbe Garantieen ihrer Dauerihaftigkeit geben und auch imstande sein, mit unserer Hilfe alle Forderungen zu befriedigen, die Frank, reich an Mexiko zu stellen hat.Forey war solchen diplomatischen Anforderungen nicht gewachsen. Er fiel sogleich mit der Thür in's HauZ. Wenige Tage nach seinem Einzüge in Mexiko erließ er ein Dekret, welches den kaiserlichen Gesandten anwies, sünfmiddreißig Mexikaner namhaft zu machen, die zu einer Junta zusammenzu. treten hätten. Diese Junta sollte drei Bürger wählen, denen die Exekutwgewalt zu übertragen sei. Ferner sollte dieses Triumvirat, im Verein mit der Junta, die Delegirten zu einer Notabelnversammlung von zweihundertfünfzehn Köpfen auswählen, welche Versammlung sich dann sogleich über die ittiie. Resirumform' schlüssig zn machen habe. ES braucht nicht erst hervorgehoben zu werden, daß die Junta ausschließlich auS Anhängern der ilerikalen Partei gebildet wurde; mit einer einigen Ausnahme waren die Mitglieder außerden, Eimvobner der Stadt 'Mexiko, so daß daS eigentliche Land aar .nicht .verjretenvar. ,kku?

Die (FZekutlvgewalt wurden General

Almonte, General Stlas und der Erzbischof von Mexiko, Labastida, ge wählt. Der nach demselben Muster zusammengesetzte Kongreß derNotabeln faßte nun ldie nachstehenden Resolutionen : 1. Die Nation wählt als Form der Regierung die erbliche Monarchie. 2. DerSouverän soll den Titel eines KaiserZ von Mexiko führen. 3. Die Kai. serkrone von Mexiko soll S. K. H. dem Erzsherzog Ferdinand Maximilian von Oesterreich, für sich und seine Nachkommen, angeboten werden. 4. Sollte der Erzherzog Ferdinand Maximilian verhindert sein, den Thron anzunehmen, so stellt die mexikanische Nation dem Wohlwollen S. M. des Kaisers Napoleon III. anheim, ihr einen anderen katholischen Fürsten, als Empf'änger der Krone zu bezeichnen." Nichts konnte politisch' .thörichter sein, als diese letzte Resolution. Napoleon wollte alsBefreier erscheinen und nicht als Vormund. Selbst im eigenen Lande mußte er Worte vernehmen, die ihn, demüthigten. Wuthentbrannt Tiefer de Saligny vom Gesandt schaftS dosten ab, auch .Forey enthob er seines 'Kommandos. Foreys Nachfolger wurde der General Bazame. Ehe der selbe noch die volle Gewalt in seiner Hand zu vereinigen vermochte, hatte sich die provisorische Negierung den Namen Kaiserliche Regentschaft" zugelegt, unter dem Zusätze, im Namen Maximilians I., Kaisers von Mexiko, zu regieren. Der Mann aber, auf den es hierbei doch am meisten ankam, Maximilian selber, erklärte, von den Resolutionen des Kongresses in Kenntniß gesetzt, daß er die-Memungsaußerungen einer beschränkten Anzahl von Einwohnern der Städte Mexiko. Puebla, Vera Clz, Cordova u. s. w. nicht als Ausdruck der Gesinnung der gesammten Nation ansehen könne; er verlangte eine allgemeine Volksabstimmung, ein Plebiscit. Die Herbeiführung einer solchen Abstimmun aber war in dem wilden, nur wemg civilisirten und noch weniger controlllrbaren Lande ganz unmöglich. Trotzdem suchte man dem Throncandidaten den Willen zu thun. Man theilte daS Land auf dem Papier in Distrikte, verschaffte sich aus jedem Distrikt die Unterschriften einiger dem Kaiserthum gewogener Männer und ließ dieselben, amtlich beglaubigt, im Regierungsblatt veröffentlichen, zugleich mit Angabe der Bevölkerung eines jeden Distriktes, und Zwar in solcher Form, daß es den Anschein ge wann, als hätten von einer Gesammteinwohnerschaft von 8,621.000 Men schen (1862) nicht weniger als 6.445.664 für das Kaiserthum gestimmt. Dieses Ergebnch mußte alle Bedenken Maximilians aus dem Felde schlagen; er hatte nicht geglaubt, daß seine Candidatur so außerordentlich populär sei. Trotzdem zögerte er noch immer, und erst den eifrigen Ueberredüngen seiner- Gemahlin Marie Charlotte Tochter des Königs Leopold I. von Belgien und der Prinzessin Luise von Orleans, gelang es, ihn zu dem folgenschweren Entschlüsse zu bewegen. , JnZ Miramar, dem wundervoll am Adriatischen Meere gelegenen Schlosse deS crzherzoglichen Paares, war eine Gesandtschaft des mexikanischen Notabelnxongresses erschienen, um Maximilian in aller Form den Thron anzubie. ten. Er erklärte sich bereit, jedoch nur unter der Bedingung, daß der militärische Beistand Frankreichs ihm gesichert bliebe. Diese -Zusage erfolgte, und nun erst entschloß sich Maximilian, durch Unterschrift auf seine und seiner Nachkommen Rechte auf die Krone Oesterreichs zu verzichten und dafür jene Krone anzunehmen, die ihm auS dem Lande des Kaktus dargebracht wurde eine Stachelkrone. . . Maximilian als OlerbefehISHaber Ehe er Europa den Rücken kehrte, suchte er den heiligen Vater in Rom auf. Pius IX. hatte' in Gegenwart seines Staatsfecretärs, des Cardinals Antonelli, eine längere Unterredung mit dem jungen Kaiser. Am folgenden Morgen reichte er demselben, wieder in Gegenwart Antonelli's, das heilige Abendmahl. Als er dem Kaiser die Hostie 6rt, sagte er zu ihm:.Groß sind die Rechte der Völker, wche dem Monarchen, der sie mißachtet; größer aber und heiliger noch sind die Rechte der Kirche...!An Bord der Fregaita Novara" schiffte dasKaiserpaar sich nach Mexiko ein. Die Kaiserin Charlotte schwamm In Entzücken; fröhlich und glücklich wie lin Kind, wurdessie nicht müde, mit ihrem Gemahl die einzuführende Hofetikette, die Uniformen der KammerHerren, der Leibgarde und der Diener, die neu zu schafsenden Orden und Ehrenzeichen und tausenderlei andere NeSensächlichkeiten zu berathen und festzustellen. Ganz unerwartet traf Maximilian in Veru Cruz ein. Die Einwohner empfingen ihn kalt und gleichgiltig, sie zeigiere nicht einmal Neugier. Aber fern in den Bergwildnissen von Chihuahua saß, umaeben von einer kleinen, Mmzel leidenden. Hchaar Ae-

treuer. Benilo fVu axt Lei eiäent-

liehe Beherrscher von Mexiko, und vernahm mit Gleichmuth die Kunde von der Ankunft des'Kalsers. Die eur väiscben Mäcbte beeilten ssck. das neue Kaiserthum anzuerkennen, nur Eng land zögerte damit. Das Land tm erschien dem unerfahrenen Blicke Maximilians ruhig und gefügig genug, und o begann er seine Regierung leichten Herzens, sagte er sich doch, daß im Nothfälle der General Bazaine und dessen erprobte Truppen ihm mindestens noch drei Jahre lang zur Aersugung standen. Die ganze mexikanische Nation, etnige optimistische oder selbstsüchtige Enthusiasten ausgenommen, betrachtete die Monarchie als ein Gift. daS sie mmmermehr in ihrem Organismus behalten dürfe. Trotzdem fand Maximilian zwei Säulen vor. die, jede für sich, wohl hingereicht hätten, den Thron eines klugen Monarchen zu stüken: die klerikale Partei und die fo dianische Bevölkerung. Eine allmälige Befreiung und Hebung der letzteren wäre das edlere Mittel gewesen und hätte auch Maximilian'S anfänglichem Ideal, ein Volks thümllcher HerrsHer zu sein, entsprochen. Mein nach seiner Thronbesteigung, fragte er nach dem Volke nichts mehr. Maximilian beobachtet den Abzug der Franzosen.Andererseits .sahen die Klerikalen ihre Erwartungen nicht erfüllt. Das Gesammtvermögen der Kirche im Betrage von mehr alö 26.000 Millionen Mark war im Jahre 1800 von Juarez confiscirt worden, seitdem waren die Liegenschaften und die sonstigen Besitzthümer durch Kauf in andere Hände übergegangen. Von Maximi lian erwartete man nun, daß er der Kirche das ihr Genommene wiederceben werde. Das aber war unmöglich, denn er sah sich außer Stande, rechtlich erworbene und bezahlte Ländereien und dergleichen ihren jetzigen Besitzern wieder wegzunehmen. D Berhandlunaen mit einem päpstlichen NuntwS führten zu keinem Resultat, es blieb alles beim alten und die klerikale Partei stellte sich fortan die Aufgabe, die Monarchie wieder zu stürzen. Eine weitere ünüberwindlicheSchwie rigkeit bot , sich der kaiserlichen Regie rung in der völlig zerrütteten Finanz läge des Landes dar. Im ersten Enthusiasmus nach der Thronbesteigung war es den französischen Bankhäusern gelungen, eine mexikanische Anleihe von 126 Mlllwnen Franks unterzu bringen, von welchem Gelde aber nur 60 Millionen in die mexikanische Staatskasse gelangten, tin Tropfen aus einen Heiken Stein. DaS Kaiser thum erwieS sich als viel kostspieliger. als die Republik; hatte Juarez eine Civilliste von L0.000 Dollars gehabt, so erhielt Maximilian jetzt allein für seine Person zahrlich gegen 51.600. 000. Da er sich außerdem mit einem unnöthig zahlreichen Hofstaat umgab. dessen Beamte große Gehälter errnel ten. so reichte die Staatskasse sehr bald für die inneren Ausgaben nicht mehr aus. und an die Zahlung der zwei Millionen Franks, die nach den Abmachungen von Miramar allmo natlich an die Intendantur der französischen Hilfsarmee abgeführt werden sollten, roar gar nicht zu denken. Napoleon machte eine Reihe von Vorschlagen, wie die Einkünfte des Landes durch Ertheilung von Berg werkscynzessionen durch Colonisirung der Provinz Sonora u. s. w. zu heben seien; Maximilian folgte denselben nicht, erwartete aber trotzdem von dem franzosischen Karser weitere Unter Stützungen an Geld und Truppen. Na poleon lehnte ab. Er hatte bereits eingesehen, daß sem mexikanisches Pro ject ein Fehlgriff gewesen war. Wie die Finanzreform, so scheiterte auch die Organisatwn, der einhermi schen Armee. General Bazaine hatte dieselbe zwar begonnen und würde sicher auch etwas zu Stande gebracht haben,' wenn der Kaiser ihm die Sache nicht aus der Hand genommen hätte. um nach seinem eigenen Kopfe zu ver fahren. In seiner Unkenntniß der Verhältnisse aber verfeindete er sich i. rstt! w r . . oie sunicictc uuo lam o ivenig vorwärts, daß von einer mexikanischen Armee erst die Rede sein konnte, alö pach Abzug der Franzosen Juarez mu kiner. solchen auf dem Kampfplatze erschien. . Maximilian's Eesaiigennahme. Bei alledcm lag der Kaiser täglich euf seine Weise mit großem Eifer den Regierungsgeschäften ob. Er erließ Dekrete über Dekrete, eins immer unnützer als das andere. Anfänglich amüssrte da? LZolk sich darüber. Fvaier (Fortsetzung aus der Rückseite.)

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