Indiana Tribüne, Volume 18, Number 238, Indianapolis, Marion County, 18 May 1895 — Page 2
Jndiana Tribüne.
Erscheint Täglich und SonutagS. Die tZgttche, Tribüne- kostet durch den Träger U Cent per Woche, die Sonntags. .'Tribüne' CetS per Woche. Beide zusammen IS Cent der eZ CentZ per rkonat. Per Post außerhalb der CEtibi zugeschickt in Vorausbezahlung V per tZahr. Ofru 18 Süd fUUtama Strabe. Indianapolis, Ind., 18. 2Kail895. Cordlr,. ' Nicht allein durch die ihm innewoh ucnbe Zerstörungskraft, sondern auch durch die mit ihn? in England bereits ausgeführten Attentate hat der neue Explosivstoff Cordite das Augenmerk fcer Lesewelt auf sich gezogen. Cordite wird in der königlichen Pulverfabrik zu Waltham, England, herzestellt. Die Fabrikation desselben becinnt damit, daß zunächst die zu seinev Zusammensetzung nöthige Baumvolle sorgsam ausgesucht und von ihren Fasern besreit wird. Nachdem die Wolle genügend trocken ist, wird sie mit einer Mischung, die zu drei Steilen aus Schwefelsäure und zwei Theilen Salpetersäure besteht, gründlich getränkt. Pfund Wolle saugen etwa 13z Pfund dieser Flüssigkeit auf. Hierauf trocknet man den Stoff abermals, wäscht ihn und kocht ihn 4 bis 5 Tage lang in großen Bottieben. Wenn denselben inommen, ist die gekochte Masse so schleimig und weich geworden, w Hafergrütze, der sie auch im Aussehen sehr ähnelt. Nochmals gewaschen und ordentlich mit einander vermengt, hat jetzt die Wolle den ersten Proceß durchgemacht und wird nun in große Würfel von je 2z Pfund zusammengepreßt. Diese so entstandenen Würfel bilden die richtige Schießbaumwolle, die, flach ge preßt und mit einem trockenen Cylinder und einem Detonator aus Knalleu:cksilber versehen, zum Gebrauch für die Torpedos - fertig ist. Das Haus, in dem die Schießbaumwolle dem Pressen unterzogen wird, ist im In ern an den Mauern mit einem dicken Schutzmantel versehen, der aus geflochteen Stricken besteht. Um nun Cordite herzustellen, wird die Schießbaumwolle in ein anderes Magazin, das sog. NitroglycerinHaus, gebracht, das vollständig unter der Erdoberfläche liegt und nur durch einen höhlenartigen und mit Mauersteinen ausgelegten Gang betreten werden kann. Daselbst wird sie mit Niiroglycerin, einer beinahe farblosen Flüssigkeit getränkt. Hierbei muß mit der größten Vorsicht vorgegangen werden, da dieser Stoff sehr leicht entzündbar ist: sobald auch nur ein einzelner Tropfen der Flüssigkeit auf den aus Blei hergestellten Fußboden fällt, wird er sofort mit einem nassen Lappen aufgewischt. Die gesättigte Schießbaumwolle oder wie man sie jetzt nennt Corditeteig" wandert nun in das Knethaus. Die Leute, die hier an der Arbeit sind, tragen einen eigenthümlichen Athmungsapparat, da sie beständig über der klebrigen ZLasse gebeugt stehen müssen, die einen ekelhaften und gesundheitsschädlichen Dampf ausströmt. Nachdem der Teig hier genügend durchgeknetet ist, kommt er in das sog. Zerkleinerungshaus, wo er in große Trommeln gethan wird, die im Innern langsam sich drehende schraubenartig gewundene Messer enthalten. Dieser MischungsProceß nimmt ungefähr sieben Stunden in Anspruch. Die Zusammensetzung des Cordite ist die folgende. Auf 33 Theile Schießbaumwolle kommen 57 Theile flKlrnTvv; iinV er crk.:s. .:.. .:. junvutiuii uuu u Jelzin uuu mineralischen Gallerte; diese letztere wird itm Teig hinzugefügt, nachdem er ungefähr 3$ Stunden von der Zerkleinerungsmaschi7.e verarbeitet ist. Außerdem wird noch Aceton in dem Verhältniß von 15 Pfund 10 Unzen auf 75 Pfund der Masse beigegeben. Eine der letzten Operationen, welche die Herstellung des Explosivstoffes er fordert, besteht darin, daß er nochmals aehoriz gepreßt und in Scheiben von je iz Pfund neformt wird. Diese werden nun in eine andere Maschine aetban. aus der sie wieder herauskommen in Gestalt von braunem .wirn ähnelnden, 2,000 Fuß langen Fäden, die .man auf Haspeln auf. wickelt. Diese Fäden sind nicht dicker als 0.375 Zoll. Sie stellen das fertiae Cordite dar. Die sechszölligen Schnellfeuerkanonen benöthigen das Cordite 'nur in 0.3 Zoll starken und 14 Zoll langen Fäden. Um ein zehn facheS Codltau zu erhalten, werden zehn Fäden, wie sie aus der Maschine kommen, von einer Spindel zusammengedreht und auf eine andere größere Haspel aufgewunden. Dies Zusammendrehen geschieht hauptsächlich um eine größere Gleichmäßigkeit beim Ezplodiren zu erreichen. In derselben Weise werden ferner wieder sechs von diesen zehnfachen Stricken zu einem verbunden und das sechzigfache Corditetau ist zum Versandt fertig. Genaue Angaben, durch wessen Hände das Cordite bei seiner Anfertigung gegangen ist, begleitet ein jedes noch so kleines zum Versandt gebrachtes Quantum. Das Ende des Taus ist mit einem Bande von dichtem Gewebe zuaebunden.. Um das Corttte.in die Patronen zu laden, wird es endlich in kleine Stücke zerschnitten und bündelweise in dieselben hineingethan. . Cm ziemlich großer Teich befindet iich in der Nähe der Corditewerke. Tirt denselben ' wird aus den Nitroaltzcerinhäusern daö Wasser in sehr vorsichtiger Weise geleitet, da dasselbe ei aewisse Menge dieses gefährlichen Stoffes enthält. An jedem Sonntag wild dieser Teich vermittelst einer Ttznamitpatrone .ur Entzündung gebrllcht, um sich seines Inhalts zu entledigen Nach der schrecklichen Explosion vom 7. Mai 1834, bei der vier Arbeite? um's Lehen Jörnen, Zztte ftö Zzt!
eine solche Menge von Nitroglycerin in dem Teich aufgestaut, daß bei EntZündung desselben ein 20 Fuß tiefes Loch in die Erde gerissen wurde. Im Vergleich zu dem gewöhnlichen schwarzen Gewehrpulver ist die Explosionskraft des Cordite bedeutend stärker. Die Ladung des enaischen Armeegewehrs besteht aus 70'Gran Vulver und wird damit eine Geschwindiakeit von 1.850 Fuß in der Secunde erreicht, eine Ladung von 30 Gran Cordite ergibt dagegen eine solche von 2.000 Fuß. Weiter erfordert ein 12 Pfünder eine Ladung von vier Pfund Pulver, während bei demselben Geschütz mit einer Ladung von nur 151 Unzen Cordite ein bedeutend besseres Resultat erzielt wird. Die königliche Pulverfabrik producirt jährlich etwa 500 Tonnen Cordite und fünf Millionen Pfund schwarzen Pulvers. Im Uebrigen ist die Arbeit in der Corditefabrik mit viel geringererGefahr verknüpft.als in denPulvertnühlen. denn sobald der Corditeteig fertia ist. ist jede Explosionsgefahr ausgeschlossen. -.Man kann ruhig ein brennendes Streichholz an dasselbe halten, es wird, ohne zu explodiren, langsam verbrennen. Oerbesserungen im Signalditnst.
Seit einiger Zeit sind aus mehreren österreichischen Eisenbahnen mit gutem Erfolge Versuche angestellt worden, um eine beständige Fernsprechverbindung zwischen fahrenden Eisenbahnzügen und den benachbarten: Stationen herzustellen, eine Einrichtung, welche im Falle einer Betriebsstörung oder eines Unfalls für schnelle Abhilfe sorgen sollte. Zum gleichen Zwecke haben jetzt mehrere größere österreichische Eisenbahn Verwaltungen endgiltig, andere versuchsweise, ein Feldtelephon eingeführt, mittels dessen man jede Telegraphenleitung in kürzester Frist in eine Fernsprechleitung umwandeln kann, ohne im Geringsten den telegraphischen Verkehr in der Leitung zu beeinflussen. Zwar ist das gleichzeitige Telephoniren und Telegraphiren auf demselben Draht bereits österö versucht worden, aber eine Nutzanwendüng von Belang ist bisher nirgends daraus gezogen worden. ' Seinem Zwecke entsprechend ist der ganze Apparat mit allem Beiwerk in einem leichten tragbaren Kasten eingeschlossen und ohne Uebung sofort gebrauchs sähig. Er hat überdies noch die Einrichtung, daß auch ein Doppelsprechen auf derselben Leitung möglichXist. Die kleine mitgeführte Batterie besteht aus vier Trockenelementen der bewährten Leclanche-Art. Da die gewöhnlichen Anrufwecker keine Anwendung, finden konnten, weil die dabei erforderlichen kräftigen Ströme die Telegraphie- und Signalströme in den Leitungen stören würden, so wird der Anruf der Station durch einen kleinen Jnductionsapparat besorgt, dessen kurze StromWirkungen gerade stark genug sind, um auf der angerufenen Station eine feine Membrane in Schwingungen zu versetzen und so ein gut vernehmbares Schnarren hervorzubringen. Will man nun an irgend einer Stelle der Bahnstrecke einen Fernsprechanschluß haben, so hängt man nur eine mitgeführte metallisch durchzogene Stange .an einem Haken über den Telegraphendraht und verbindet sie leitend mit dem Apparat im Kasten. Die nothwendige Verbindung des Apparates mit der Erde bewirkt ein zweiter Draht, welcher einfach an eine der Eisenbahnschienen angeklemmt wird. Das Telephon ist sofort gebrauchsfertig, und während Telegramm auf Telegramm durch den Draht saust, geh! die mündliche UnterHaltung ungestört von statten. Eine Verständigung aus See. aber ohne irgend welche Verbindung, ist wieder in England erprobt worden. Es handelt sich um eine hörbare Mit theilung. Die zuerst wohl von Daniel Colladon aufgefaßte Idee, die FortPflanzung des Tones im Wasser zu benutzen, um eine Verständigung zwischen den Schiffen und dem Ufer herzustellen, hat neuerdings ein englischer Capitän wieder aufgenommen. Daö System beruht auf der Anwendung einer Glocke, die mittels eines Klöppels geschlagen wird, um einen Ton zu geben. und einer metallischen Membran, um diesen Ton aufzufangen. Beide Gegenstände sind in entsprechender Entfernung von einander tief genug im Wasser versenkt, ba& sie vor allen Störungen von der Wasseroberfläche her völlig geschützt sind. .Die Wirkung des Apparates vollzieht sich nach dem sogenannten .harmonischen Princip". Es wird hiernach ein Körper, der auf einen bestimmten Ton gestimmt istnicht in Schwingungen gerathen, wenn die Schallwellen eines höheren oder tieferen Tones ihn treffen. Wählt man also einen Ton von seltener Klangfarbe, so wird der Empfänger, d. ö. die metallische Membran, nur diesen auffassen und eine Störung durch andere Geräusche wird weniger zu fürchten sein. Die Signale für die Verständigung sind nach dem Codex unserer gewöhnlichen telegraplzischen Morse-Apparate gewählt. - Man regelt die Zwischenräume der Töne gerade so,' wie in der Telegraphie die Striche und Punkte mit dem Tasten schreibt. Für den praktischen Gebrauch muß jede Station, wie auch jedesSchiff mit einem Geber und einem Empfänger ausgerüstet werden für Hin- und Gegenrede.' . : Die ganze . Einrichtung bietet für den Verkehr auf See erhebliche Vortheile. . Bei Nebel läßt. sich die Annäherung des ; Schiffes auf diese Weise währnehmen?, man kann seinen Kurs erkennen, ihm das. Nahen und den augenblicklichen Ort des anderen, Schiffes anzeigen und, manchem II n glück vorbeugen. Eine Verständigung mit dem Lande unk mit den Feuerschiffen, würde ebenfalls ' beträchtliche Vortheile bieten. Ueberhaupt eröffnet I sich hie? ein reiches Arbeitsfeld für
sinnliche und zeitgemäße Anwendungen. und es wäre zu wünschen, daß die Versuche des Engländers auch von anderer Seite und in größerem Maßstabe auf größere Entfernungen erprobt würden. Colladon hatte seinerzeit durch seine Versuche bereits den Nachweis erbracht, daß die Signale auf eine Entfernung von 50 Meilen hin verstanden werden konnten. Xt EnlehungSanstatt von Slhlem. Nordwestlich von der Stadt Hannoper liegt ein Gebiet, das für den Freund der Industrie ebenso viel Anzichungskraft besitzt, wie für den LiebHaber der Natur. Asphaltbergwerke, umfangreiche Steinbrüche und Schwe felquellen sind hier auf der Grenze zwischen dem Bergland und der nord-deutschen-Tiefebene verstreut. Salinen liegen nicht weit entfernt. Auch der Nationalökonom findet hier eine Sehenswürdigkeit, die .Israelitische Erziehungsanstalt AHIem". die 15 Minuten von dem kleinen Schwefelbad Limmerbrunnen-, erreichbar durch die elektrische Bahn, gelegen ist und ein .Terrain von 70 hannover'schen Morgen einnimmt. Landschaftsgartnerische Anlagen, durch ein dauerhaftes und schönes Eichenknüppelstaket nach der Landstraße abgegrenzt, bilden den vordem Theil der Anlagen, und 30 Morgen Land sind bedeckt mit unaefähr 50.000 jungen Obstbäumen, mit Erdbeerrabatten, Rosenbeeten, Beerensträuchern und verschiedenen Gemüsen. Kaum ein und ein halbes Jahr ist seit der Gründung verflossen, und schon zeigt das üppige Wachsen der Pflanzen, daß geschickte Hände hier walten. Der Begründer der Anstalt ist der in den Kreisen der Hannoverschen Gärtner, als Gartenfreund bekannte amerikanische Vice - Consul Alexander Moritz Simon. Ungefähr 60 jüdische Knaben aus allen Theilen Deutschlands und Oesterreichs lernen hier praktisch den Ackerbau, die Gärtnerei und einige von ihnen auch Handwerke. Das Hauptgebäude der Anstalt ist dreistöckig; hier befinden sich die gemeinsamen, luftigen Schlafsäle. Um 5 Uhr im Sommer, eine Stunde später im Winter beginnt das Tagewerk. Lehrlinge und Schüler nehmen nach dem Morgengebet in dem Speisesaale das Frühstück ein und um 7 Uhr beginn? für die Schüler der Unterricht in der zweiklassigen Volksschule, den der Director und ein Hilfslehrer leiten. Um 12 Uhr schließt die Schule, die um 9 Uhr von einer Frühstücksund sonst von kurzen Erholungspausen unterbrochen wird, und ein gemeinsames Mittagsmahl vereinigt Lehrer und Zöglinge. Nach dem Essen treten im Sommer die Schüler im Garten an und leichte gärtnerische Arbeit bereitet die Knaben sür ihren künstigen Bkruf vor. Ist das Vesperbrot eingenommen und sind die Schularbeiten beendet, so wandert die ganze Schaar Schüler um sechs Uhr in: Sommer nach dem nahegelegenen Fössebade zum Schwimmunterricht; bei schlechtem Wetter und im Winter sorgt das Brausebad für die Reinlichkeit und die geräumige Turnhalle für allseitige KLrperausbildung. Um 7$ Uhr wird das Abendessen eingenommen und um 8z Uhr ist Schlafenszeit. Die Lehrlinge arbeiten mit den nöthigen Pausen von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends und gehen im Winter täglich, im Sommer Sonntags zur Fortbildungsschule. Bei ungünstigem Wetter werden allerlei nützliche, in daS Gärt-ner-und Ackerbaufach einschlagende Handarbeiten gelehr!. DeS Sonntags und in den Ferien werden Ausflüge aemacht, wozu die abwechselungsreiche Umgegend Gelegenheit zur Genüge bietet. Schon jetzt ist, um einzelnen der Knaben Gelegenheit zur Erlernun von Handwerken zu geben, eine Schlosserei und eine Tischlerei mit der Anstalt verbunden und eine Bäckerei wird bald folgen. Da außer dem Remisenraum zwei große Gebäude errichtet sind, so können 60 Zöglinge Platz finden. Treibhäuser lehnen sich an die Hauptgebäude an, deren größtes die Wohnung des Directors und des Lehrers, die Schulzimmer, den Schlafund den Speisesaal, eine sehr geräu mige Küche, dasBrausebad, die Waschküche, die Turnhalle und, Kellerräume enthält. In dem zweiten Gebärde wohnt der, Obergärtner mit seinen GeHilfen, hier liegen auch., die Werkstätten. Das dritte Gebäude enthält die Stallungen und dient als Scheune und Remise. Die Anstalt strebt frisch und munter auf, die Knaben gedeihen an Leib und Seele, eS ist nur noch nöthig, daß sich mehr Gönner finden, die daS Unternehmen wirksam unterstützen, damit eS sich noch weiter verdollkommnen und erweitern könne und damit dann seine Erfolge auch in anderen Theilen Deutschlands zur Nachahmung geizen. Ndvokatenknisse. In einem kürzlich veröffentlicht, Buche über die berühmten französischen Advocaten dieses Jahrhunderts ist dem Vertheidiger Lachaud eines der längsten Capitel gewidmet, auS dem hier einige seiner Advocatenkniffe denen er im Verein mit seiner unwiderstehlichen Beredtsamkeit seine UberraschendenErsolge verdankte, mitgetheilt seien. Bei jedem Zeugenverhör pflegte Lachaud eine ihm eigen Haltung zu beobachten. Wenn der Zeuge entlastende Aussagen für seinen Clienten machte, unterbrach er -ihn niemals durch aufmunternde Fragen und, Bemerkungen, indem er es sür gefährlich hielt, seinen Eifer über daS rechte Maß anzufachen und' dadurch seine Glaubwürdigkeit in den Äugn der Geschworenen . bloszustellen. Abev ganz anderö verhielt er sich, sobald ein Belastungszeuge auftrat.' 'Indem er ihn Von Anfang an mit ironischem Lacheln" ansah.' schien txifa durchKopfnicken und andere zustimmende' Zelchen förmlich ji( ermutigen, natürlich zum
nfchr germgen Erstaunen der Anwesen-1 b:n. Wenn aber die Aussagen nur die geringste Blöße darboten, richtete er nach deren' Beendigung an den Zeugen mit der freundlichsten, vertraulichsten Stimme einige Fragen, die keinen anderen Zweck hatten, als den Zeugen zu verwirren, und diesen Zweck in den meisten Fällen so vollkommen erfüllten, daß der Zeuge schließlich an sich selbst und seinen Behauptungen irre wurde, bis auch die Geschworenen, was natürlich die Hauptsache war, allesVertrauen zu ihm verloren hatten. Wurde jedoch eine belastende Aussage mit der größten Klarheit und Bestimmtheit und so ubeugender Aufrichtigkeit abgegeben, daß man sie als verhäng.'ßvoll für den Angeklagten ansehen mußte.dann malte sich zu immer größerem Erstaunen der Zuhörer und der Geschworenen auf dem Gisichte des berühmten Vertheidigers eine solche Siegesfreude aus, daß es den Anschein hatte, als ob sie laut zumAusbruch kommen müsse. Die Mitglieder des Gerichtshofes, die sich bei dem Verhör dieses Zeugen gesagt hatten: Der Angeklagte ist schuldig und muß verurtbeilt werden." wurden in dieser Ueberzeugung wieder erschüttert, als sie seinen Anwalt so vergnügt sahen, indem sie sich im Stillen sagten, daß er doch wohl gute Ursache habe, noch lange nicht an der von ihm vertretenen Sache zu verzweifeln. Wenn eS sich um Leben und Tod seines Clienten handelte, dieser also des Mordes angeklagt war, dan? rief Lachaud außer solchen Knisfen die erschütterndsten und bewegendsten Töne seiner unvergleichlichen Beredtsamkeit zu Hilfe. Sobald er an den Gesichtern der Richter ablas, daß es ihm trotz seiner heftigen Angriffe ge gen die öffentliche Anklage nicht gelun gen sei. diese in ihren Augen zu entkräften. sammelte er. wie Gambetta einst von ihm sagte, alle seine Streitkräfte zu einem letzten Sturm auf ihr Mitgefühl, nicht mit regelrechtem, sondern wildem, verzweifeltem Angriff, dem Nichts und Niemand Widerstand zu leisten vermochte. Seine Stimme war! dabei von zauberhafter Wirkung auf die Zuhörer, bald sanft und einschmeichelnd, dann wie von Thränen erstickt in der Schilderung menschlichen Elends; nun schneidend scharf in der ironischen Abwehr und zu mächtigen Klängen anschwellend, wenn die Entrüstung sie beseelte, bis sie schließlich in rührenden Tönen des Mitleids und deS Bittens und der allgemein menschlichen Theilnahme ausklang. Ein Vertheidiaer mit solchen Gaben und solcher Ersahrung, war. wie dazu geschaffen, in den Pariser Eifersuchtsdramen mit blutigem Ausgang denangeklagten fast immer weiblichen Theil mit dem glänzendsten Erfolge vor Gericht zu vertreten. Wenn Lachaud eine solche .Heldin des Tages" vertheidigte, konnte sie nickt allein im Voraus mit Sicherheit auf ihre Freisprechung, sondern auch mit ebenso großer Sicherheit auf ein halbes 'oder ganzes Dutzend sehr annehmbarer. Freier rechnen. Man liest darüber in dem vorliegenden Buche: .Bevor die Angeklagte ihrem ungetreuen Liebhaber eine Kugel in den Leib schoß, war sie vielleicht nur eine unbekannte Schauspielerin oder Sängerin odft eine bescheidene Arbeiterik geWesen. ' Nach dem glücklichen Ausgange ihres . Processes wurde sie besungen, idealisirt. vergöttert und sah sich von den Theater- und Concertleitern mit glänzenden Anträgen bestürmt, während mehr oder weniger exotische und betitelte Anbeter mit ernsthasten Anträgen zu ihren Füßen lagen. Lachaud tat vielleicht selbst nie gewußt, wie viele Ehen tx auf diesem Wege zu Stande gebracht bat
(?rd'Elchl)Srnchknplage. TIe hkercnbkn. dkrzelirende, ich unudschdar mkhrendkp-. . (i. Fröhlich. Fast ebenso sehr, wie die Australier viele Jahre lang durch die, unzähligen Kaninchen, werden die Landwirthe in einem großen Theile unserer nordwestlichen Küstenregionen, namentlich in Oregon und dann auch in Washington, durch die sogenannten Erd - Eichhörnchen (da und dort auch Gophers" genannt, sie haben, wie die meisten .Verbrecher". verschiedine Aliase, heißen aber amtlich .Ground Squirrels") heimgesucht und geschädigt. Aus dem Oregoner County Whitman schreibt man neuerdings über die Sachlage: Wie lange schon ist es die Hoffnung und das Gebet unserer bedrängten Landwirthe, daß irgend eine Art ansteckender Krankheit unter den verflixten Erd - Eichhörnchen ausbrechen möchte oder ihnen eingeimpft wer?en könnte! Verschiedene Versuche in letzterer Beziehung sinv schon gemacht worden, aber es scheint so gut wie gar nichts -dabei herausgekommen zu sein, und die kleinen .Teufelslegionen- verursachten oft förmliche Paniken.' Jüngst schien env? lich ein neuer Hoffnungsstrahl aufzu dämmern. Es wurde aus der Gegend von Pznawawa gemeldet, daß eine geheimnißvolle ansteckende Krankheit dieses bepelzte Ungeziefer in großen Massen vernichte, und daS Land bald frei aufathmen könne. Bei dem ungeheuren Interesse, welches diese Frage weithin erregt, fanden eS mehrere Zeitungen angezeigt, durch Correfpondenten eine Untersuchung anstellen zu lassen. -ES ergab sich, daß wirklich eine Seuche im Erd - Eichhörnchenreich existiri, und die von ihr befallenen Thiere aufgedunsen und stumpfsinnig werden. Schuppen oder Schwären auf der Haut bekommen und schließlich kaum mehr ihre Beine gebrauchen können Aber, nur wenige Thiere sind bis jetzt, daran gestorben, und die ersten Berichte über die Ausbreitung der Seuche waren offenbar sehr übertrieben. - Demungeachtet "treten die '.Thre vielfach nht mehr ganz so - zahlreich aus. witgch vor ewigen Äschen. Dci
Mag jrellicy' zum Theil auch bamit Zusammenhängen, daß die Weibchen wegen ihrer Jungen in die Löcher gekrochen sind. Immerhin hofft man, aus dieser Seuche noch mehr machen zu können, und versucht deshalb, sie möglichst wirksam weiter zu verbreiten Während die Landwirthe mit großer Spannung auf daS Ergebnis dieses Beginnens warten, sind sie aber auch in der Anwendung aller möglichen sonstigen Mittel gegen diesen bösen Feind nichts weniger als mäßig. Fallen, Flinten, Bomben und alle Arten Gifte werden gegen ihn in's Treffen geführt. Eine Firma in Colfax hat bereits große Mengen Strychnin und Arsenik verkauft, welches die beiden bevorzugten Gifte sind. Auch alle neu auftretenden Vorschläge wenden dankbar entgegengenommen und probirt. Im County Spokane haben sich die County - Commissäre 500 Patentbomben zur Vertilgung dieser Thiere verschrieben und an die Landwirthe vertheilt. Diese Vomben sind ähnlich eingerichtet, wie die so genannten Dynamitpulver - Kegel, die schon längst im Gebrauch sind; sie kommen den Landwirthen nur noch etwas zu theuer, und Viele glauben, gerade so viel zu erreichen, wenn sie den nmittelbaren Sprengpulver - Erstickungsproceß anwenden. Ueber letzteres Versahren ist von angeblichen Sachverständi gen. welche indeß lauter Agenten für Patentmittel sind, schon recht ungünstig geurtheilt worden. Was auch geschehen mag. möge nur die entsetzliche Brüt bald nach aufw'ärts oder abwärts verschwinden, denn von ihrer Vertilgung hängt in vielen Gegenden aller geschäftliche Erfolg fast ausschließlich ab! Deutsche Loeal-TZaHrlHktN. stzrn. Dresden. Nachdem Preußen mit der Bahnsteigsperre vorangegangen ist, soll diese Einrichtung nunmehr auch auf den sächsischen Staatseisenbahnen getroffen werden und zwar zunächst auf der Linie Leipzig-Hof. Leipzig.. Kürzlich war hier der Soldat Th. wegen PfeifenS deS SoclalistenmarscheS zu vier Wochen Mittelcrrest verurtheilt worden. Er hat hiervon nur 12 Tage abgebüßt, da der KLnig telegraphisch die sofortige Aufhebuna der Strafe anordnete, nachdem der Vater des Th., ein bekannter Leipziger Arzt, früher württembergischer
Militärarzt, die Gnade deö Königs ' angerufen und den Nachweis erbracht hatte, daß sein Sohn nur auS Gefallen an der Melodie den Marsch gepfiffen, von m Texte aber keine Ahnung gehabt hatte. Meißen. Im Rauhenthal 23 I sprang in selbstmörderischer Absicht die ledige. 40 Jahre alte Bachscld aus ihrer im dritten Stockwerk gelegenen Wohnun auf die Straße herab und blieb 'auf der Stelle todt liegen. Die Un rtTfisfsiff rnTsf in IfhifT Qlt f(fmr y g w V wjt müthig war. hatte bei dem Sturz drei Telephondrähte zerrissen. O e l s n i b i. V. Ein bedeutendes Schadenfeuer vernichtete .inSchönbrunn in kurzer Zeit das Gebhardt'sche, Schnabel'sche und Gruber'sche Anwesen. je aus Wohn- und Wirthschaftsgebäuden bestehend. Gebhardt und Gruber hatten versichert, Schnabel nicht. Außer dem größten Theil der beweglichen Habe der Brandbeschädigten sind auch einige Viehstllcke mit zu Grunde gegangen. Zeulenroda. In Märten brannte der Meinel'sche Gasthof .Zum arünen Baum" nieder. Die sämmtlieben Gebäude standen unmittelbar nach Aufgang deS Feuers schon in hellen Flammen, so daß von dem ziemlich großen Gebäudecomplex und den Mobilien nichts zu retten war. . Man vermuthet allgemein Vrandstistung. z i t t a u. Der Fischwaarenhändler Holländer stürzte in der Nacht auf btm Wege nach seiner Wohnung die Strakenböschuna brnab in den dort vorbeifließenden Schlammgraben und mußte darin ertrinken bezw. ersticken, weil der um den Hals geschlungene Riemen seines FischkorbeS ihm ein Emporkommen unmöglich machte. Vvovlnt Skt,len,lgSslNe,rt. Sonderburg. Der Prokurist Messen 'von der in Conkurs gerathen nen .Sonderburger Bank", welcher bereits früher verhaftet, aber wieder freigelassen worden war, ist nach einer neuerdings ' vorgenommenen Haussuchung abermals in .'Haft genommen worden. Derselbe hat nach angesiell ten Ermittelungen 183.000 Mark Ersparnisse bei fremden Banken deponirt. Bei der Wittwe des verstorbenen Directorö der Bank Joergenfen wurden 13.000 M. versteckt aufgefunden. Vh!zr5V!i. Elberfeld. Verschunden ist von -hier der Eiergroßhändler Gu st. Möller jr. Möller ; genoß bei 'dem. hiesigen Bankbause 5k. ß. Brist! aroken Credit. hti - ibm aber nack - Uebernahme ' deS Vankgeschäfts durch die Bergisch-Mär-tische Bank vor Kurzem , gekündigt rourde. DaS scheint ihn zur Flucht veranlaßt zu haben. Wie verlautet, sind von ihm noch 47 Wechsel in Hohe von über 40.000 Mark im Umlauf. Wie hoch sich die gesammten Schulden belaufen, ist noch nicht festgestellt.. Köln. - Der wegen Raubmord-.: Versuchs seit dem Jahre 1883 verfolg, te. jüngst in Ruhrort verhaftete Italic, rer Paezzini wurde soeben vom Schwurgericht zu sechs Jahren Zuchthaus verurtheilt. Paezzini hatte seinem Opfer acht Messerstiche beigebracht und den Ueberfallenen alsdann beraubt. Wesel. Der Lederhändler Kaufmann Raphael W. ist hier .'-.wegen schwere? Attlichkeitsverbrechen,cbegangen an zwei Mädchen im Alter'von 3 vnd 9 Jahren, verhaftet wördeir. '.W. , ist ein schon alter Mann' und bereits E?-ßdater. . V0ftti V?,ftkal,n. . A l ten ä: - Nuf' 'schreckliche, .kaum glaubliche Weise' kam der '61jährige baMner E. St. auS d JBrrntff.
JAK!
Rheumatismus, Rheumatismus,
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Seilt sicher Rheumatismus, Heilt sicher
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Rheumatismus, Rheumatismus,
Neuralgie, Neuralgie, Neuralgie, Neuralgie, Neuralgie, um's Leben. Er stürzte in der Nähe, wahrscheinlich berauscht, einen Abhang hinab und kam mit dem Gesicht in einen kleinen Tümpel zu liegen, aus welchem sich jedeS Kind wohl herausarbeiten konnte. Das vermochte der Mann aber nicht, so ist er denn in der Nußschale Wasser ertrunken. Münster. Eine komische Scene spielte sich dieser Tage im Wartesaale des hiesigen Bahnhofes ab. Tritt da ein Mann an's Büffet und verlangt zwei Eier. Das bedienende Büffetfraulein fragt, ob es Sooleier sein sollen. Ach nee-, meint der Bauersmann, hebbt Se denn kiene Höhnereier?" Schallendes Gelächter der Umstehenden folgte diesen Worten. Das verdutzte Gesicht des biederen Reisenden kann man sich denken. Vrovin, L,ssN'ValIu. Kassel. Der Sergeant Abitz vom 83. Jnfanterie-Regiment erschoß sich aus gekränktem Ehrgeiz. Bei ei ner großen Revision hatten einige Monturtheile gefehlt, deshalb hatte er drei Tage Mittelarrest erhalten. Er begab sich sofort in seine Stube und erschoß sich mit seinem Dienstgewehr. Frankenberg. In Ernsthausen feierte der Landwirth Heinrich Trusheim mit seiner Frau daö Fest der gol denen Hochzeit. Der Kaiser hatte 30 Mark, die Kirchenältesten eine Pracht bibel gespendet. vtl9 Städte. Hamburg. Der von hier geflüchtete Rechtsanwalt Dr. Wm. Goldschmidt hat seine Gläubiger um 120,000 Mark geschädigt. .Cuxhaven. Die Frage nach geeigneten Pa sagieroampsern zu den be vorstehenden Eröffnüng-Feierlichkeiten des Nordostseekanals ist sehr groß und die Preise sind dementsprechend hoch. Summen von 1500 2000 Mark sind bereits häufig für einigermaßen große Dampfboote . geboten. Kieler Herren boten sogar für den Dampfer Köhlbrand" d Rhederei Wachömuth und Krogmann L000 Mark. Daö Vergnügen des Mitfahrens wird also ziemucy roflspleltg werden. Lübeck. Der langjährige präsidi rende Bürgermeister von Lübeck, Se nator Dr. Kulenkampf ist im 63. Le benöjahre in Montreux gestorben Der selbe hatte 26 Jahre dem Senat ange hört. Vtd,nvurg. Oldenburg. Arnold Schröder. Herausgeber der chierots erscheinenden .Norddeutschen Reform , ist im 47. Leoensiabre gestorben. Horumersiel. Der Schiffer Kassens von Rhauderfehn, nach hier mit Torf für den, Kaufmann B. bestimmt, ist-in einem Sturm bei Wan geroog sammt seinem Steuermann ver unglückt. Das Fahrzeug wird total zerschellt sein, da jede Spur fehlt, nur ist ein Anker irnt Kette von einem Schiffe geborgen. Von dem Torf. soll ein Theil bei Wangeroog angetrieben sein. .Zeklenvurs Schwerin. Auf dem Wege von Grabow nach Grok-Laarsch ist die Ar beitertochter Anna Kahlstroff ermordet und beraubt wurden. Die Kahlstorff ist durch drei Schusse in den Kopf getödtet. Der muthmaßliche Thäter, ein 21 Jahre alter Schlosser Riegemann, ist in den zwei letzten dem Mord vor. angegangenen Stunden von acht Per fönen gesehen worden. Anhalt. Dessau. Der Rattenfänger von Dessau", ein hier unter diesem Namen stadtbekannter Hund, ist dieser Tage 3 ; i aYrr . . au iciuciu ozm saugenicinroogi Dienenden Leben abgerufen worden. - indem ihn- ein Straßenbahnwagen tödtete. Infolge seiner Verdiensie- er hat m einem Zeitraum von fünfzehn Iah ren viele Tausende von Ratten beseitigt . Ll - yalie er oas Privilegium, oyne Maulkorb herumzulaufen und von der Hundesteuer befreit zu sein. , GltRrlna-u. Arnstadt. Eine hiesige Frau, welche Ende vorigen JahreS durch einen anonymen Brief einen Mitbürger wegen Falschmünzerei bei der Reichsschuldenverwaltung ganz grundlos de nunzirt hatte, ist inzwischen als Thäterin ermittelt und jetzt vom Gericht zu zwei-Monaten' Gefängniß verurtheilt worden. ...EiSfel,d. Der thüringisch-frän-kische Turngau will im Lauf desSommers hier ein Gauturnfest abhalten an dem voraussichtlich viele Turner Theil nehmen' werden. Dem -Turngau gehören 22Vereine mit 980 aktiven Mit gliedern an. ii 2n Atlantic 3a. wurde kürzlich C. M. Ailor, alias Crip" Ailor ,u einem Jahr Sefängniß verurtheilt, weil er ein völlig wertbloseS Pravarat als Hood'S Sarsaparilla verkauft und f T . ra m mm. nc? sur einen genlcn von I. ooö & Co. aus gegeben hatte. Er pflegte sein gefälschtes Präparat auf der Straße zu verkaufen. Der Vorfall zeigt, daß man stets gut thut, Medizin bet bekannten uvolhekern zu kaufen. Hood'4 Sarsapcrila wird nicht durch Hausirer verkauft. j'" ' . . Neers Lauradfeifen. lange deutsöe yfeifen, Eigarrenspitzen tc:, bei Ga Nucho, 1LS Oft Oastwgton 0t. '
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