Indiana Tribüne, Volume 18, Number 235, Indianapolis, Marion County, 15 May 1895 — Page 3
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Roman von Reinhold Ortmann. (Fortsejsung.) ; Sie h2ben mich abweisen wollen aber ich lasse mich nicht abweisen ich muß mit Ihnen sprechen Stunden lang bin ich umher geirrt, nur damit ich ruhig genug sei, um mit Ihnen zu reden, ohne ohne Sie sehen, ich bin ganz ruhig aber weisen Sie mich nicht ab und zeigen Sie mir nicht diese hochmüthige Miene nicht diese hochmüthige Miene! Seine Hände waren zu Fäusten geballt und seine Zähne knirschten hörbar aufeinander. .Alle Muskeln semes Antlitzes zuckten und arbeiteten in der furchtbarsten Erregung. Die Spieler waren aufgesprungen bis auf Konstantin Nikolajewitsch selbst, der ohne die Karten au der Hand zu legen nur leicht den Kopf nach dem Ein dringlinz gewendet hatte. Was ficht Sie an? sagte er mit eisiger Kälte. Ich ließ Ihnen sägen, daß ich hier nicht für Sie zu sprechen sei. .Gehen.Sie..oderich . .werde...Sie durch'die-Clubdiener hinauSweisen lassen. " - - - Frithjof AlströmS Athem, ging hörbar seine -Brust hob' sich rasch 'und keuschend daS WeiIein seinen .Au gen war 'mit rothen, Bluträderchen durchzogen.' . Konstantin! stieß er hervor, Konstantin! Begleite mich hinaus, denn ich muß mit dir reden ich muß! Und wenn du nicht mit mir gehst beim ewigen Gott! ich schreie es dir hier vor allen diesen in's Gesicht. - Der Fürst legte , die Karten nieder und erhob sich ' langsam - von seinem Stuhl. Herr Frithjof Alstrom,sagte er scharf, Sie.mißbrauchen'Tneine Großmuth und meine 'Geduld. Lassen ' Sie es mich nicht bereun, -Sie au? der Niedrigkeit und dem Schmutz Ihrer Herkunst em porgezogen zu haben. . . Ah! Ein unarticulirter Schrei hatte sich den zuckenden Lippen des jungen Musikers entrungen und der Schlag seiner flachen Hand traf den Fürsten mitten in'S Gesicht.Das für deine Großmuth du Schurke! Die Mitglieder des Unionclubs wa ren Cavaliere von zu guter Erziehung, als daß sie einer so skandalösen Scene nicht auf die raheste und wirksamste Art hätten ein Ende bereiten sollen. Blitzschnell war Frithjof Alström um. ringt, und von fünf oder sechs nervigen Reiterfäusten an den Armen gepackt, während einer der Herren, welche Zeu aen des Nnraanaes aewesen waren, dii Thür deS ZimmerS tnö Schloß zog, um einen etwa entstehenden Lärm nicht auch in die andern Räume dringen zu lassen. Todtenbleich stand Fürst Konstantin Aprczin da, mit einem mühsamen,-der-zerrten Lächeln auf den L:pven; dunkelroth zeichnete sich die Spur des Schlages von seinem sonst völlig färblosen Antlitz ab. Lassen Sie den Menschen lausen, meine Herren, sagte er. Er ist unzu rechnungsfähig und es ist nicht der Mühe werth, sich weiter mit ihm zu befassen. Frithjof, der sich gegen seine Festnähme durch die Clubmitglieder nicht gewehrt hatte, sah ihm mit düsterm Blick in's Gesicht. Sie wissen gut, Fürst Aprazin, daß ich zurechnungsfähig genug bin, um Ihnen einzustehen für daö, was ich gethan. In Bezug auf' Ihren Muth wenigstens so hoffe ich werden Sie sich mir als ein Edelmann beweisen. Lassen Sie mich los. meine Herren! Ich bin kein Todtschläger, vor dem Sie sich fürchten müßten. Man ließ ihn in den That frei, denn Fürst Konstantin Nikolajewitsch hatte ja durch seine Worte unzweideutig zu erkennen gegeben, daß er den Vorfall, wenigstens für den Augenblick, als ab gethan zu betrachten wünschte. Unangefochten konnte Frithjof das Clublocal verlassen, und die Herren in den übrigen Zimmern hatten nicht einmal eine Ahnung von dem.waö sich da drinnen zugetragen. Achtzehntes Capitel. Es war ein durchdringend kalter, unwirscher Morgen. In bleiernem, lichtlosem - Grau .lag der Himmel über dem unendlichen,' Hausermeer Berlins, und die entferntem Gegenstände derschwammen in einem schmutzig weißlichen Dunst, der aus dem, feuchten Erdboden empor zu steigen schien. ' Von Zeit zu Zeit sielen einige Tropfen seivjtn, eiskalten Regens, und die Leute, welche durch ihr Geschäft schon so früh auf die Straße hinausgeWeben wurden, gingen fröstelnd und mißmuthig ihres Weges begierig, in ein behaglich durchwärmtes Zimmer zu kommen. Zwischen den kümmerlichen Kieferstammen deS Grunewalds ballten sich die Frühnebel noch dichter als drinnen in der Stadt.'; Der : Boden wär naß und schlüpfrig und das ganze einsormige Landschftsbild' schien auf eiäen einzigen melancholischen, grauschwarzen Farbenton gestimmt. ' Mit lautem Gekrächz und schi5:rsälligem Flügelschlage strich hier, und da eine Krähe dicht über den Baumwipfeln dahin; geräufchlos wie Schatten, die an einer weißenLeinwand vorübergleiten.' husch ten ein paar Rehe über die kleine Lichtung, die um - etwa .hundert ; Schritte von einem der' großen 'Hauptwege entfeint war sonst aber war' in dem weiten Waldrevier alles erstorben und todtenstill.Da stampften Pferdehufe und knirschten leichte Wagenräder auf dem nassen Sande der Chaussee-, Eine Equipage tauchte aus dem Nebcl auf und! fast unmittelbar hinter ihr eine zweite ein elegantes Coup6 mit zwei wunderschönen, schlank gebauten JuA c .? c l ' n acro iiiid rnii einem rvuroig und tzni hast dreinschauehden Bedienten neben dem Kutscher.,. . .
Al5 der mattblinkende, . unbewegte Spiegel - eines . kleinen J schwärzlichen Sees zwischen den Stämmen zur Rechten sichtbar wurde, machte der erste Wagen Halt, und der zweite folgte seinem' Beispiel. Sieben ; Herren ? in Ueberröcken und hohen' Cylinderhüfen waren es. die wenige Minuten später in zwei Gruppen der kleinen Lichtung zuschritten. Einer von . ihnen, der .b:i der zweiten Gruppe war, stützte .sich ziemlich schwer auf den Arm eines Begleiters und blieb hier und da secundenlang stehen, als ob es ihm an Athem fehle selbst für einen so kurzen und wenig beschwerliohen Weg. Auf der Waldblöße trafen die Parteien zusam-, men. Es gab ein höflich gemessenes Grüßen undHLtelüften auf beiden Seiten; dann sonderten einige der Herren sich von den übrigen ab und begannen mit langen Schritten die Entfernungen zu messen. Fünfzehn Schritte Distance und fünf Schritte Barriöre heißt: fünf Schritte Avancinn für jeden der Duellauten während des Zählens. Dreimaliger Kugelwechsel aus gezogenen Pistolen! Der Vicomte Henry Guymont de Satouche hatte sich ein wenig zurückgezogen,während Fürst Konstantin Apraxin, eine Cigarette rauchend, im Gespräch mit dem Arzte an einem Baumstamm lehnte. Er sah etwas übernächtig aus, aber sein blasses Gesicht war vollkommen ruhig, und während er den Vorbereitungen der Secundanten zusah, zuckte es sogar ein paarmal wie spöttisches Lächeln um seine Lippen. : Alle Unterhaltungen wurden nur mit gedämpfter Stimme geführt. Man hörte deutlich dasSchnauben der Pferde von der Chaussee herüber und noch deutlicher den trockenen, kraftlosen, röchelnden Husten des Vicomte, obwohl er mit dem Aufgebot seiner ganzen Willenskraft bemüht war, ihn zu un-terdrücken.
Fertig! Konstantin Nikolajewitsch warf seine halb gerauchte Cigarette zu Boden und legte den Ueberrock ab. D!e ha- ! gere Gestalt des Vicomte wurde wieder zwischen den Stämmen sichtbar. Sein Gesicht war fahl und verfallen wie daZ einer Leiche; aber er trat ausrecht und in straffer Haltung an seinen durch einen eingesteckten Spazierstock bezeichten Platze Die Pistolen waren ausgelost und den Duellanten übergeben. Während des Zählens und Avancirens sollte eö ihnen gestattet sein, zu zielen. . Keiner der Secundanten hatte jemals einem Zweikampf mit so schweren Bedingungen beigewohnt. - Der junge Attache von der franLstschen Botschaft machte- einen Versuch,, die Gegner'zu versöhnen.. Seine halblauten Worte klangen eintönig, wie ein Vaterunser, das der Todtengräber beim Einsenken einer Armenleiche murmelt Von beiden Seiten wurde der Versöh nungsversuch kurz zurückgewiesen. Natürlich hatte niemand ein anderes, Er- ! gebniß erwartet. Die Zeugen hatten ihre Deckung genommen. Wieder war es todtenstill.'Auch,die Pferde drüben auf der Chaussee schnoben nicht mehr. Es war, als atö oo alles Lebendige ringS , umher den Athem anhielte in banger Erwartung deS Entsetzlichen, das nun geschehen solle. Eins! - Zwei! Drei! Zwei Schüsse, deren Knall fast in ei nen einzigen zusammensiel und zwei schwache Wölkchen weißgrauen Pulverdampfs. die in der schweren Luft langsam zu den Wipfeln der dürren Kiefern emporstiegen. Beide Duellanten waren um mehrere Schritte vorgetreten; nun aber stand nur noch einer von ihnen aufrecht da, die abgeschossene Pistole in der Hand und den düster, brennenden Blick der tief e'mgesunkenen Augen noch immer unverwandt auf das Ziel seines Schusses, gerichtet. Die. Secundanten kamen hinter den schützenden Bäumen hervor; der Arzt kniete neben dem Gefallenen aus dem Boden nieder und griff, nachdem er einen Blick auf die kleine, schwachblutende Wunde geworfen, nach seinem Handgelenk.' Nach dem Charlottenburger Krankenhause! raunte er einem der Herren zu, der sich zu ihm herabgeneigt hatte.' Es! ist das nächste! Aber ich kann trotzdem -nicht dafür einstehen,, daß er es noch lebend, erreicht.. - - Tödtlich getroffen . also? Und keine Hoffnung?' . ' -.Kein! . ' Armer Fürst! Erkennen Sie mich, Durchlaucht? Baron Rottenheimle Wünschen Sie mir noch etwaS zu sagen? :: r7 KonIantin Molaiewitsch lächelte. VanitLs! Mrmelten! seine farblosen Lippen.' Dänn.ließ.'er den Kopf schwer zurückstnkenund-w:esm .Todmüden fielen die! Augen ihmiz. - " ' 2cr- w Hause' zurÄgebliebenevDuner konnte unmöglich' etwaö AuffallendeS . darin 'finden,.'daß, DoctorEtienne--Voürbaloue 'inAb'wesenhel!? deS Fürsten .äs. Arbeitszimmer desselben - betrat. Bei der Verirauensstellung.ie er Seiner..Äuhlaucht gegenüber-, einnahm, war, jedeiMöglichkeit-'imS-A?g-wohnS -'VÄllig'lausgeMössen.':'''' ' Slt',Ä weisenAnä.tolei sagte der Prrvatseen tär sehrreundNch. Meine ,Cwärekten' sind mir ausgegangen uno'-ichwttde Ihnen dankbar s ixn, -wenn'.SZe:mir-ein' paar Hundert. . davon besorgen.' 'r. .Sie kennen ja die Märke und dä deVFitfft. nicht -dn Ablauf von- zwei Stunde zurückkehren''' wirö.ware' ebenMt gute -Zeit - dazu.- -Ich - bleibe - .natürlich - inzwischen j)ter, um das Haus. zu. huten.; jrr"' ; ; ' '' . ' Obwohl , der Diener den - Auftrag nicht gern übernahm, chatte er doch-nicht-den Mutt, r.iha zurückzuweisen; fdettti. der Doctsr.war allmaÄia deSelner Durchläücht'ünd es hätte 'ihn .sicherlich
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em Äorr -gekostet, :den Lakaiur feknen-güten Dienst zu: bringÄu. - ' .vwrk -cera funf-urnr er
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Etienne Bourdaloue. blieb allein, zurück.' ' : ' . Er trat an den Schreibtisch des Fürsten und i versuchte, eines der obern Schränkchen zu öffnen. Aber die Thür gab nicht nach und ein höchst mißmuthiger Ausdruck erschien auf des Doctors Gesicht. Verdammt! Er hat gegen seine Gewohnheit zugeschlossen. Aber daö Ding wird wohl zu öffnen sein; denn ohne das Checkbuch kann ich nichts anfangen ich muß es haben um jeden Preis. Er zog einen Schlüsselbund au der Tasche, und fing an zu-Probiren. . Aber eS war' ein complicirtes Schloß für das keiner seiner Schlüssel' paßte.' Wie er auch rüttelte und -drückte, die kleine THU?,, wich . nicht um ein HaareZ Breite, und ärgerlich gab er nach Ver lauf, einiger. Minuten sein Bemühen auf. . So müssen wir's denn , in des Teufels Namen mit Gewalt versuchen, brummte er und ließ seine Augen in ?em Zimmer umherschweifen nach eim Gegenstand, mit dessen Hilfe sich oaö widerspenstige Fach vielleicht aufsprengen ließ. Er ahnte nicht, daß Anatole beim Fortgehen geflissentlich oder aus Nachlassigkeit versäumt hatte, die Wohnungsthür hinter sich in's Schloß zu ziehen, und er hörte auch nichts davon, daß ein rascher Schritt über den dicken weichen Teppich des Nebenzimmers daher kam. Mit einer der Eisenspitzen eines alterthümlicben Morgensterns, der auf der kleinen Etagere neben dem Schreibtisch gelegen, versuchte er eben, das Fach zu erbrechen,als die Portiere, welche das Arbeitscabinet. gegen das anstoßende Gemach hin abschloß, zurückgeschlagen wurde und Frithjof Alströms hohe Gestalt in der Thüröfsnung erschien. .Ein paar Secunden lang sah der junge Musiker, auf's äußerste betroffen, dem seltsamen Gebaren des Privatsecretärs zu; dann aber, als er über Doctor Bourdaloueö Absichten nicht länger mehr im Zweifel sein konnte, stürzte er plötzlich auf ihn zu und packte ihn.- mit dem zornigen Ausrufe: Elender Dieb! von hinten' her am Halse. ! Wohl war der Griff seiner nervigen Faust ein eisenfester gewesen; aber Etlenne Bourdaloue hatte auch körperlich die sehnige Geschmeidigkeit einer Katze, und selbst die furchtbare Ueberraschung war nicht im Stande, ihn seiner Geistesgegenwart zu berauben. Mit einer zugleich geschickten und kraftvollen Bewegung, machte er sich wieder frei,"ün) in der nächsten Secunde, noch ehe. sfnthjof auf den Angriff hatte ge-faßt-sein können,- traf die schwere Eisenkugel des Morgensterns mit dumpfem wuchtigem -Schlage seine ungesukt iirn , (Fortsetzung folgt.) ' Dem Tud ent ,eetN
;:r cv Nust Nist. 7; Sie war d'e Lekte. ' die unter bei -Trümmern des .-.elichuiettertrn E:s.r.' dahnwageus . hervorgezogen wuroe. Diese Bretter und BalV,. die' sie tod, gedrückt,- suchten , mit aller Gewalt su zurückzuhalten. - ES war, als wenn fu sich vorgenommen, ihr Sarg zu werden. 'wie fs lhrTödtenbett gewesen, oder als eni'sie es sur-v'lligürfIllNlg an. ahen, ' daß -man sie zur Untersuchung ortschlcppen und ihr mit der Laterm eZ Eisendahnbcamten in das bleich, Madchengesicht leuchten so lte. : Sie ist auf der Stell: gestorben," .sagte der Arzt, indem er aus die klaf fuide. Wunde über dem Schädel hm wies und den ruhigen Gesihtszug auf merksäm beobachtete. '.Sie war wahr scheinlich bereits todt, als sie durch den Boden deS. Waggons hin.ibstürzte und der Körper' zwi,a en den a.lfgethürmten Trümmern ' ' eingekeilt und . zerdrückt wurde." ' ' Und 'er ertheilte Befehl, sie in den einzigen Wartesaal der kleinen Station, der in der Eile in eine Leichenhalle der wandelt war, hineinzutragen.-' . '. Sie war allein in einem Tymmcoupt ersterKlasse gereist, und Niemand kannte sie,' Der rechte Arm,-der unter dem Körper lag,' war völlig gebrochen aber in :der krampfhaft geschlossenen Hand hielt die Unglückliche 'eine kleine Brief, tasche. 'iMit Hilfe derselben mußte man trachten, sie zu identisiziren. Die Tasche enthielt einige 'Papiere, die der sranzös sische Volizeicommissär! vergebens zu deutkn suchte. " Sas ist wohl deutsch?- fragte er. indem, er daS.Papier einem der umpehenden Reisenden hinreichte. 1 .Nein, eS ist schwedisch. -.sagte eine Stimme hinter ihm. . Uwe Landsmännin vielleicht? Mcn sieursind wohl ein Schwede?-.: ' ' ' Ja." ' . Wollen .Monsieur in. den, Falle die Güte haben, zu .versuchen, .ob Sie. den Namen -und die Adresse' der -Dame erMitteln können? . Monsieur, kennen sie wohl nicht zufälliger Weise?Er'nahm die Hülle von dem Gesicht, fort. Dexz. Reisende trat erschreckt .einen Schritt . zurück, .und es währte ein, Weite' ehe er im Stande war. die Todte zu betrachten. Er hatte diese Stunde o unerträglich viel iSrsßltcheS gtleben, oviel zerdrückte , . blutig,, :, entstellte. aum noch menschliche Gencbter. ' 'Aber idieS junge Äntliß, M von der Laterne deS !; KömmissärS ' beleucbtet rourde, war vollkommen unbeschädigt. Man brauchte sich nicht zu überwinden. Uin diese schönen Züge zu prüfen. -ES lägi e,im!lMche..uünd'ung über. den. Wangen, die fast zu einer Liebkosung verlockteDaS 'lichtbraune in Gold inÜbrspielendeHaar.fiel in kleinen -unordentlichen Locken' über die Stirn. Um die Lippen lag ein wehmutbvolleö. fast, feierliches 'Lächeln. . . , Die., Augen waren' geschlossen.' ES war, all 'lhlum 'rnere die fremde dem Tode en len.' 7? .Also , Monsieur. . kennen d Dame Zt".-'" tv ' . n . ll.Nein.- - 9Ann frtfn Cti rnnriT K? TOHr ff M,V t bme Yaviere durchzusehen' und u sa.
-N SeÄ db.fit'tinlLt OusklSruni 1;xfa ktt llnÄ5.Äm isiSdtäJ . "z ;v- - s
Die "Hand", -welche öle . Papiere hinreichte, zitterte' ebensowie die Hand welche die Papiere nahm, sodaß die dünnen, Blätter raschelten. Der Nei sende erbebte, als fröre er innerlich, obgleich die Septembernacht mild, fast schwül war. . Im Anfang verstand er nicht ein Wort. Er konnte sich nicht von dem losreißen, was ihn umgab. Dort draußen auf dem Perron herrschte eine rastlose Thätigkeit. Laternen, die von auf. und ablaufenden, erregten Bahn, beamten getragen wurden, flammten hin und her. Eine Menge Arbeitsleute waren beschäftigt, unter , den Trümmern deS verunglückten ZugcS nach zuforschen und die Bahn frei zu machen. Es wurde gehämmert und
ge,agr und geschaufelt. Man schleppte halb zerrissene Koffer und zer brochene Kasten aus ' dem Gepäck wagen. Man pfiff mit Signalpfeifen und ließ den Dampf aus der Lokomotive. Mann schrie und brüllte, gab Befehle und Gegenbefehle. Aber schauerlicher, als der Lärm und das Geickrei dort drauken. wirkt, hns au. stöhn der Verwundeten in dem Raume nebenan nnd die TodeSstille hier drin-nen.-' - Er. hielt die Papiere näher an die Lampe und versuchte, die Germnken auf sie zu konzentriren. ES waren einige Blätter Postpapier, die von einer eiligen weiblichen Hand geschrieben waren, offenbar die der Verunglückten. Denn oben auf der ersten.Seite stand daö Da. tum deS vergangenen Tages: .den 6. September, Mittag 2 Uhr.Er erbebte noch einmal. Ihr Ge ficht war wieder verhüllt, aber e5 kam ihm vor, als bewegte sie den gebroche nen Arm, als wollte sie das Papier, das sie im Tode festgehalten, wieder zurück haben. Nein, das war ein Irrthum. Sie lag todtenstill unter dem weißen Laken. Ader diese feierliche Stille desTodeZ war auch eine Mahnung an ihn, eine Bitte, ihre Geheimnisse nicht zu entweihen. Denn soviel hatte er sehen können, daß es eine Art Tagebuchaufzeichnungen waren, die er in der Hand hielt., . 3ch muß,- flüsterte er halb zu sich selbst und halb zu der Todten. . - Und er las.' ' Zu wissen,, daß. ich ihn mit einem Worte herrufen könnte, daß er in einem Augenblick hier sein könnte und daß ich dieses Wort nicht sagen kann. , . Zu wissen, deß dcö. Einzige, was ich für ihn thun kann. ist. daß ich aus seinem Leben verschwinde, gleichwie ich in einigen Stunden aus dieser Stadt .ver. schwinden werde, '.'ehne daß . er eine Ahnung davon hat, daß ich ihm so nahe gewesen OhNe daß er weiß, daß ich ihn liebe - Er weiß es nicht. . Nicht mit. einem Wort, nicht mit . einem Lebenszeichen habe ich auf seinen Brief "geantwortet, und ich habe ihn durch mein Schweigen glauben gemacht, daß-er-mich tödtlich beleidigt, daß ich verlange, daß Alles zwischen) uns solle aus sein. . Alles die Freundschaft,- das Vertrauen, das Interesse, crf den Glanz und das Glück meines LebenS ausmachte. Alles,' Alles! Ja, sein entsetzlicher Brief würde mich tödtlich beleidigt haben,' es würde zwi 'chen uns au sein wenn ich ihn nicht liebte! . Es ist. als wenn jedes Wort in diesem Bries daS Papier verbrennte, . Worte, welche peitschen und schlagen, die lieb kesen und locken, die um Gegenliebe betteln, nach Glück schreien! .Bisweilen taucht DieS, bisweilen JeneS auS diesem glühenden, bebenden Liebesbrief ror meiner Erinnerung empor und siebt mit Flammenschrift vor meinen Augen. Ich wiederhole die Worte, suche ihren Sinn in meine eigene Sprache zu übertragen, lausche pochen den Herzens, ob sie wohl echt klingen Und während ich so lausche, werde ich in seine Stimmung hinein hypnotisirt. Ich lasse ihn mir sagen, mit Worten, scharf wie Dolchstiche, daß ich vorurtheilsvoll bin und feige, wenn ich das Glück nicht zu ergreifen wage, wie es mir geboten wird. Ich lasse ihn zu mir mit verführerisch überzeugenden Werten flüstern, daß Niemand unglück lich zu werden braucht, weil wir glück sind, baß Niemand ks wird ahnen können am wenigsten sie seine Frau, Ich zittere vor Angst, wenn er mir be stehlt, ihm zu sagen, wo ich bin ihn zu mir zu rusen! Und wenn er sagt, daS Leben sei so kurz, so unsicher Wenn ich diese Sehnsucht, die mein ganzes Wesen von dem Augenblicke an. da ich mit meinen Gedanken allein ge lassen bin, erfüllt, nur betäuben könnte! Es ist, als sagte er: Du sollst mir an gehören, nur mir und alle anderen Gedanken und Gefühle sind auS meinem Hirn und Herzen wie fortgefegt. UM seinen Gedanken und Gefühlen Platz zu machen. So, wie heute, hgde ich mich noch niemals gesehnt! - Warum ich herkam? Ist es ein sol cheS Glück gewesen, einige Stunden die selbe Luft, wie er, zu athmen, mir ein zubilden, daß daö Läuten der Hotel, glocke die Glocke seines Hauses die Schritte, die auf den Treppen zu ver. nehmen sind, die seinigen seiir könnten ? Aber darum .bin : ich hergekommen. . . ', Ich reise wieder mit dem Nachtzug. Dies wird meine letzte Station. auf der Heimfahrt.' Dann kommt ein langes langes Leben daheim einsam. 1 Ach. das Leben ist nicht kurz, wenn man noch so jung ist, wie ich ! Ich halte es nicht aiiS, länger in diesem dumpfen Hotelzimmer zu sitzen. Ich weiß 'auch nicht, warum ich es thue! Ich habe. ja auf Niemanden zu warten. Und ich hgbe. kaum zu befürchten, daß ich ihm begegnen würde, , wenn ich ausginge. ES wäre fast unglaublich, daß ich ihm begegnen sollte. (Schluß folgt.) ' CTccdto Trh ttr Tl Saloon u. Billiard-Hall : No.92 Oft Washington Olr. I.0l h n : i c i l tx äj 6 5, '7 C!ztZ5-:n
Warnung.
Hütet Such vse Nach 'hmnnge. . Fragt nach PäMr&4&2AMVl
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555t: JCH habe in Frankreich oft den ächten Johann Hossschen Malz-Extrakt gebraucht, wenn immer ich mich angegriffen fühlte. Ich gebrauche
da ich diesen Extrakt als sehr gut für meine Stimme finde. "Jal emplojre touvent en France le verkable extriit de nult de Johann Hoff et, chaoue fois que je me sens afeibli, j'ea fais usage en Amerique, trouvaat cet extrait cncellent pour m voix."
Hütet Euch vor Nachahmungen. Der echte Johann Hoffsche MalzExtract hat den Namenszug t2T" am Flaschenhalse.
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