Indiana Tribüne, Volume 18, Number 232, Indianapolis, Marion County, 12 May 1895 — Page 6
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ST hO, 23 or. i'niioi) Ci3rot)t Im Traume Hab' ich gesehen Mein Kind. irein liebes Kind, Das mir im Alier gestorben Wo Kinder am liebten tut). Mit Augen hab' ich's verschlungen, Inbrünstig an's Herz gedrückt, Lin nicht zu Aihem gekommen, So war ich hochbeglückt. Sein Sümmchen hört' ich wieder. Wie h:ll hat es g:lacht. Ich zitterte, halb des Träumenä Bewußt, und bin erwacht. . Noch spür' ich mir im Antlitz Sein Händchen und seinen Kuß? Noch immer bin ich glücklich. Wenn ich auch weinen muß. Der rniifikaliscljc Sinn in der Zamilie. Wahrend das Genie, im ubermachtin Dränge, sich kund zu geben, selbst ebne nennensmerthe äußere Pflege her vorbricht, muß das Talent erst hervorflockt und mit allen Mitteln einer systematischen Pflege zur Entfaltung bracht werden. Wie die Erziehung des Kindes eigentlich gleich mit dem ers::n Athemzuge beginnen soll, ebenso nusj d.ie Pflege des musikalischen Sinv.tl, welche in den Begriff der Gesammterziehung mit hineinfällt, frühzeitig einsehen. In jedem Falle, ob rnn Talent bei einem Kinde voraussetzen darf oder nicht, sollt: der verkünftige Erzieher auf die Pflege des musikalischen Sinnes Rücksicht nehmen, ra ja auch bei dem Unbegabten die Empfänglichkeit für Musik durchPflege geweckt und gesteigert werden kann; schließlich ist doch auch diese Empsänglichkeit allein an und sür sich eine recht zerthvolle Eigenschaft. Wo Empfanglichkeit und Verständniß für di Musik vorhanden ist, dort übt auch die Musik r:,xt großartige, bildende und veredelnde 5acht auf das innere Leben des Menscheu aus. Das zarteste Kindesalter berührt sich in dem Wiegenlied", mit dem die Mutter ihr Kind in Schlaf s:na.i, schon mit der Musik. Die Wiege, toelche durch ihre schaukelnden Bewesiunqen allzu sehr geeignet ist, das kleine Gehirn zu gefährden, haben wir. Gott sei Dank, abgeschafft. Aber das Wiegenlied ertönt noch. Möchte es ziimmer verhallen! Aber was gibt sich clles für ein Wiegenlied aus! So hörte ich einmal, wie eine jugendliche Tante ihren ganz kleinen Neffen mit folgendem alten Ncvolutionsliede aus den cchtundvierziger Jahren ln den Schlaf fanq: Aierunddreißig Jahre währt die Knechtschaft schon" u. s. w. Irgend ein einfaches,, hüöschesVolkslied wird sich jedenfalls viel besser zum Jn-denSchlaf-singen" eignen; sein ('ebalt an reiner, tiefer Empfindung dürfte bei öfterer Wiederholung sicherl:ch nicht ohne Einfluß auf den zu weöenden musikalischen Sinn des Kindel bleiben, ffür das Erwachen des musiklischen Sinnes eines Kindes wird natürlich das Verhältniß seiner Umgebuna. zur Musik von größter Wichtigkeit sein. In einer musikalischen Familie erschließen sich dem inneren Leben deZ Kindes ungeahnte Reichthümer. Daß es von nichi minder großer Wichilakeit ist. welcher Art die musikalischen Eindrücke sind, die ein Kind empfängt, lieat auf der Hand: sie müssen sich dem Auffassungsvermögen des Kindes anpassen. Eine musikalische Mutter kann in dieser Beziehung außerordentlich Gutes thun. Nach und nach wird sie. soweit die wachsende Einsicht des Kindes es rechtfertigt, die musikalische Auffailuna. des Kindes zu schwierigeren Musikstücken mit gediegenem Inhalt hinleiten. Wohl ihr, wenn sie im Stande ist. auf die besonderen Schönheiten ernsthafter Eompositionen aufmerkfam zu machen! Leichtere Musikstücke mit einfach-melodischem Inhalt, sowie Tanzstücke (lehiere zum Zweck: des Tanzens) sind durchaus nicht zu verwerfen. Vor sogen, sentimentaler Musik muß indessen entschieden gewarnt werden; Stücke wie z. B. das früher so beliebte .Gebet einer Jungfrau" sind geradezu Gift. Hier gibt sich die Mus:! das Ansehen, als wollte sie etwas Tieferes ausdrücken, und doch sind es nur leer?, triviale Phrasen, die z:im Vorschein kommen. Ein Zug von Heuchelei geht durch Stücke dieser Art. Die Musik ist aber eine Dienerin der Wahrheit: in ihren Meisterwerken steht tfr die höchste Logik zur Seite. Ohne Folgerichtigkeit ist sie kaum denkbar. Sentimentale Musik gleicht einem coauetten Menschen, der edle Gefühle heuf.:lt, die er nicht besitzt. Ein wichtiges Er.Vlkhungsmittel ist ferner das gemeinsam: Singen von Liedern, die durch Klavierbegleitung unterstützt werden mögen. Diese Art zu musidren regt unaemein an und trag! Stimmungenin das kindliche Gemüth, die in ihrer Reinheit auch für das spätere Leben eine reinigende und veredelnde Macht besitzen. Wem in reiferen Jahren ein: solche alte Melodie aus der Kinderzeit in der Seele auftaucht, dem wird wohl rrnd wehe um's Herz; wie Geisterhauch rcett es ihn an, und von Neuem rtöreit harmonisch alle Saiten seines Innern. Wie der gemeinschaftliche Fa-milien-und Einzelgesang, so sind auch Hausconcerte auf der Grundlage gediegener Musik, in denen die ernsten Formen der Sonate und der Sinfonie (letztere etwa in vierhändigem Arrangement) zu? Geltung kommen, von grofcer Wichtigkeit für die Pflege des musikalischen Sinnes. Wo sich Klaviertrios und Klävierquartette mit StreichInstrumenten von klassischer und mo deiner Haltung zum Vortrag bringen lassen, da stellt sich die Sache noch gün-
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stig?r: ein warmer Strom von gemüth doller Anregung quillt aus diesen Aufsührur.gen, das ganz; Familienleben veredelnd. Für alle Musikaufführunsien muß aufmerksames Zuhören und ungestörte Ruhe gefordert werden, kein Schwätzen, kein Lispeln soll erlaubt sein, und die Erwachsenen müssen in diesem Punkte den Kleinen mit gutem Beispiel vorangehen, was leider nicht immer geschieht. Die bekannte Geschichte: Und ich koche sie mit Zwiebel." welch' weisheitsvoller Ausspruch einst bei dem unerwarteten Eintritt einer Generalpause in einer tiefernsten Musikaufführung aus weiblichem Munde vernehmbar wurde, wiederholt sich noch immer. Daß Kinder in jungen Jahren schon in's Theater mitgenommen werden, ist einer Vertiefung des inneren Lebens nicht nur nicht günstig, sondern weit eher schädlich. Im Theater bietet sich der kindlichen Anschauung so viel des Zerstreuenden, die kindliche Neugierde wir von dem künstlerischen Hauptinhalt durch so viele Dinge abgelenkt, daß auch die schönste Oper nur als äußerer Eindruck im Vorstellunosverm'ögen des Kindes haften bleibt. " Die Kinder sehen sich hier zudem in eine Welt von Joeen versetzt, die ihrem kindlichen Sinne ganz unbegreiflich bleiben, und die Nervenaufregung. die verfrühter Theaterbesuch mit sich bringt, kann ver jugendlichen Gesundheit nur schädlich sein. Dann und wann ein Concert, das wäre etwa las Einzige, was an Kunstgenüssen außerhalb der Familie dem heranwachsenden Geschlecht geboten werden darf, aber auch dieses nur. selten. Das Familienleben. wenn es so ist, wie es sein soll, ist und bleibt der geeignetste So den für die Entfaltung des musikalischen. wie des künstlerischen Sinnes überhaupt. ZcScrblumcn. Bcn Höhnemann. , Die zarte Farbe der reizenden, seldstgefertigten Papierblumen erfreut leider nur kurze Zeit unsere Augen. Bald haben Sonne und Staub die erste Frische hinweggenommen, und Zeit, Mühe und Kosten sind vergeblich gewesen. Da liegt nun das tostbare Material: Blätter, Gummischläuche, Staubfäden u. s. w. und verdirbt, und wir bedauern lebhaft, unsere Kunstfertigkeit, die uns soviel Vergnügen bereitete, nicht mehr 'ausüben zu können. So ging es mir, und gewiß geht es anderen Damen in gleicher ' Weise. Da versuchte ich, Federblumen zu fertigen, wie sie in den japanischen Läden meine Aufmerksamkeit erregt hatten. Nach mancherlei Bemühungen entstanden Nachbildungen natürlicher Blumen, die durch ihre leuchtende Frische und große Dauerhaftigkeit mich sehr erfreuten. Federblumen sind nicht neu. Schon unsere Großmütter sammelten allerlei bunte Federn und verwendeten sie in ihren natürlichen Farben zu hübschen, haltbaren Vasensträußen. Aber die Kunst strebt weiter. Jetzt färbt man tadellos weiße, sauber gewaschene Federn in allen möglichen Vlumenfarden mit Anilin. Das glänzende Gefieder des Schwans, Brustfedern von Gänsen. Enten, selbst von Tauben liefern das Material für unsere Arbeit. Das Werkzeug dafür besteht aus einem eisernenKugeleisen, wie sie die Arbeiterinnen für Stoffblumen zum Krösen der Rosenblätter gebrauchen, dem dazu nöthigen weißen Kissen, ge füllt mit Sand und Kleie, einer feinen Zange und sehr feinem geglühten' Blumendraht. Da fcas Federmaterial ziemlich steif ist, kann man nur bestimmte einzelne Blumen daraus maeben. Es sei mir vergönnt, einige zu beschreiben, die Ausführung bleibt sich bei allen ziemlich gleich. Da ist zuerst die Mohnblume, deren Ausführung besonders einfach ist und deren leuchtende rothe Farbe besonders anziehend wirkt. Wer nicht in der Laae ist, selbst färben zu können, wen de sich an ein: Handlung. ' Wir wählen sechs schöne Federn mit breitem Spiegel, schneiden erst die Form eines Mobnblattes aus Papier und runden mit der Scheere den oberen Spiegel danach ab. Der Flaum am Kiel wird entfernt, der Kiel selbst bis auf ein kleines Stück abgeschnitten und dieses mit Draht umwickelt und mit der Zange nach außen gebogen. Durch leises Streichen mit dem Finger verbindert man die Trennung der einzelnen Federchen. Das nun fertige Blumenblatt muß aber noch die nöthige Wölbung erhalten. Man legt es mit der rechten Seite auf das Kissen, macht das Kugeleisen über Spiritus warm und drückt eine Rundung in die Feder; mit der heißen Scheere kann man den Kiel leise streichen, wenn nachgeholfen werden muß. und nun kann das Binden seinen Anfang nehmen. Nach allen Regeln der Kunst wurden bereits die Mohnkapseln angestielt, die Staubsäden zum Kranze darumgebunden; nun werden die Blumenblätter angelegt, einige grüne Hüllblättchen angeklebt und der Stiel mit Watte und Seidenpapier umwickelt. Kleine Federn geben eben erschlossene Blüthen, Federstückchen schiebt und klebt man den Knospen ein, noch einige Blätter werden am Stengel befestigt, und nun ist ein redender Blumenzweig fertig. Einen graziösen Frühling'strauß mit dem ganzen Zauber freundlicher Farben stellt man von bunten Tulpen zusammen. Sie sehen ganz besonders natürlich aus. Ein glänzendes Weiß, Helles und dunkeles Gelb, nach Geschmack mit rosa oder rothen Stricher: verziert, und alle Schttirungen vom hellsten bis dunkelsten Roth sind pas sende Farben, die zusammengestellt mit zart grünen, bethauten Blättern ein
harmonische? Ganzes bilden. Zu einer Tulpe lind kräftige, spitze Federn nöthig, wie sie sich an den Flügeln der Enten und Gänse befinden, auch weiße Pfauentauben haben deren sehr schöne
am Schwanz. Die Form der sechs Blüthenblätter ist unten breit oder spitz zulaufend. Mit einer heiß gemachten Scheere streicht man den Kiel der Feder so lange, bis er geschmeidig geworden ist und sich zum Blumenb.atte wölbt. Etwas Brennen mit dem Kugeleisen hilft nach. Will man sogenannte Papageientulpen herstellen, so kräuselt man auch die Federchen mit der heißen Scheere. bis sie ganz kraus sind. Die lebhaft gelbe, rothgestreifte Blüthe bringt eine hübsche Abwechselung in unsern Fruhlingsstrauß. Aus mehreren länglichen Staubfäden ist der Kelch gebildet, dem die sechs Vlätter recht schön rund angebunden werden. dem Stiel wird einGummischlauch angeschoben. Die grünen Blätter schneidet man sich selbst aus Stoff und bindet sie um den Stiel. In derselben Weise wie Mohnblumen sind noch mehrere leere Blüthen zu arbeiten, z. B. die hübschen gelben Dotterblu men. .Sechs Blumenblatter, aus llei nen Kugelsedern geschnitten, reihen sich um den aus seidenen gelben Fäden gefertigten Kelch. Der feine Stiel wird nur mit grünem Papier bewickelt und zwei passende Blättchen werden angefügt. Leicht sind auch, weiße, rosa oder rothe Lilien zu arbeiten, letztere werden mit schwarzen Strichen oder Punkten versehen. Die Federn zu den Blumenblättern werden umgekehrt wie die Tulpenblatter nach abwärts gebogen und zu sechsen um tU nen fertig gekauften Lilienkelch gebun den. Ein voller Bmthenzwe:g davon in hoher Vase ist von dekorativer Wirkung. Viel mehr Kunst und Uebung ls die leeren Blumen erfordert das Binden voller, runder Blüthen wie die große ichone Päonie. Pfingstrose genannt, und die vornehme, wachsartige Kamelie. Sehr hübsche, natürliche Nelken werden aus zwölf kleinen Kugelfedern hergestellt, deren oberen Rand man gerade schneidet und fein auszackt. Jedes Vlättchen wird tütenartig zusammencelegt und mit feinem Draht festgebunden. In die Mitte der Blüthe kommt eine weiße gekräuselte Nelkenseder. dann folgen die abwärts gebogenen Vlättchen in versetzten Reihen, bis die fertige Blume von einem Gummikelch umschlossen wird. Der. Stiel wird nur bewickelt. Mehrere' buntfarbige Nelken, fertig gekaufte Knospen und einige selbstgeschnlttene Blatter geben ein zierliches Sträußchen, welches viel Beifall finden wird. Ueber Kinderernälirnng. Von Tr. Med. I. Neinhard. Die Vorschriften und Mittheilungen über die Ernährung der Kinder von sachverständiger Seite bis zum Ablauf des ersten Lebensjahres sind in erfreulicher Fülle vorhanöen. Denn so einfach die Verhältnisse hier scheinbar liegen, so schwierig gestaltet sich in der That eine allgemeine Schlußfassung, weil die Abwägung der Einzeleigenschaften des Kindes für die Diät der ersten Lebensmonate eine hervorragende Rolle spielt. Ganz anders liegen die Verhältnisse für das zweite Lebensjahr des Kindes. Da ist die Aufmerksamkeit diätetischen Fragen gegenüber nicht mehr in gleicher Regsamkeit vorhanden, ja nicht selten fast ganz geschwunden. 'Die unzutrefsende Annahme, daß nach Ablauf des zweiten Lebensjahres die Ernährung des Kindes nicht mehr Fürsorge als in dem späteren Kindesalter erfordert, bewirkt, daß diese Voraussetzung häufig Ursache ernster Stoffwechselerkrankungen wird. Fragen wir eine Mutter, was sie einem fast zweijährigen Kinde mit schlecht entwickeltem Knochensystem zum Essen darzureichen pflegt, so hören wir zum Theil die Antwort: Nun Alles. was wir essen!" zum andern: Das Kleine bekommt immer nur noch seine gute Milch.- Die Letzteren halten also an einer Ernährung .fest, die wohl für Säuglinge sich als die ent sprechendste kundgethan hat, aber nicht mehr für die derSaugflasche oder Mutterbrust Entwachsenen, die Ersteren gehen ZU einer Kostwahl über, welche den zarten, in aufstrebender Entwicklung begriffenen Körper demjenigen der widerstandsfähigeren und kraftvolleren späterer Lebensjahre gleichstellt. Sowohl die zu konservative Form. als auch die der Entwickelung vorauseilende Art der Ernährung ist eine schwere hygienische Sünde. Wenn schon die Päppelkinder den Brustkindern aegenüber sich in dem großen Nachtheile salzärmerer Nahrung befinden und an sich bereits zur englischen Krankheit disponirt sind, so ist es erstes gesundheitlicheS Gesetz, daß möglichst . rasch und möglichst logisch die einseitige Kuhmilchnahrung diNch eine Kost, welche die speciell für die Knochenentwicklung nothwendigen SZlzbestandtheile enthält, unterstützt wird. Wir sprechen hier selbstverständlich nur von den Durchschnittskindern, bei denen keine ernsteren Anzeichen englischer oder anderer Krankheiten verden sind. Denn es ist wobl möglich, in povuläre? Form Rathschläge für die Vorbeugung von Krankheiten zu geben. Bei ausgesprochener krankhafter Veränderung hingegen wird stets das Gutachten eines erfahrenen Arztes heranzuziehen sein, weil die Mannigfaltigkeit der pathologischen Geschehnisse so außerordentlich groß ist. daß ohne sorgfältige Abwäguna aller ursächlichen und symptomatischen Verhältnisse keine Behandlung irgend einen Erfolg versprechen dürfte. Spätestens an der Jahreswende be ginnen wir daher den Kindern eine ge-
rnischte Kost darzubieten. Aber nur ganz schrittweise. Ist e2 doch auch für den nachdenkenden Laien jelbstverständ lich. daß die Verdauungsorgane, die bisher auf die Verarbeitung der Milch zugestimmt waren, nicht ohne Schädi gung sofort vor die Überwältigung compactererMassen gestellt werden dürfen. Das Fundamentalgese von der Uebung gilt nicht nur für Muskelgruppen, sondern für den ganzen menschlichen Organismus und daher auch für den Verdauungscanal. Es wird sich demzufolge empfehlen, in den ersten Tagen der veränderten Mahlzeiten mit kleinen Dosen leichtester pflanzlicher Nahrung zu beginnen. Selbstverständlich verbietet sich auch hier eine widerspruchslose Verallgemeinerung. Man muß auch bei sonst normalen und gesunden Kindern auf individuelle Wünsche und Abneigungen Rücksicht nehmen. Denn nach Jahre langen eigenen Beobachtungen dürfen wir es als Resultat sorgfältigster Beobachtung aussprechen: auch das kleinste Kind will als eine vollständige Persönlichkeit ausgefaßt werden und verlangt dieselbe unterscheidende und aussondernde Behandlung wie irgend ein reifer Organismus. Dies ist zu einer grundlegenden Vorschrift in der Therapie geworden. Aber wie sich für die Behandlung der Erwachsenen doch immerhin gewisse Regeln aufstellen lassen. so kann man auch für die zarten Menschensprossen bestimmte Durch schnittsmaßnahmen vorschlagen. ' Es ist rathsam, um die Jahreswende mit der Verabfolgung von Spinat und zarten Möhren zu beginnen, indem wir diese Gerichte abwechselnd zunächst je einmal am Tage meist um die Mittagszeit einfügen lassen. Nach etwa vierzehn Tagen der allmäligen Gewöhnung unter beständiger vorsichtiger Controlirung kommen die Gartenfrüchte, beson ders Apfelmus und gekochte und geauetschte Birnen, an die Reihe. Zu gleicher Zeit wird täglich ein ganzes, ein: Minute lang gekochtes Ei verabfolgt. Die Brotfrucht wird in Gestalt von weißem Gebäck, das in die morendliche und abendliche Milch gebrockt wird, gegeben. Wir räumen also im Anfang unter den neu hinzugekommev.tn Nahrungsmitteln! der pflanzlichen Nahrung das Uebergewicht ein. Und das ist wohl überlegt. Gerade in den Vegetabilien sind die für den Aufbau des Knochengerüstes nothwendigen Salze in vorzüglicher Weise vorhanden, während Milcht und Ei das thierische Eiweiß und Fett zunächst in ausreichender Weise gewähren. Wenn aber das Kind sich dem dritten halben Jahre seines Lebens nähert, bedarf es auch directer Fleischgaben. Feinehackter, salzarmer und mäßig geräucherter, ro her Schinken, weißes Fleisch, feinzertheiltes zartes Filet und Roastbeef sollen nunmehr auf der Mittagstafel des Kindes erscheinen. Doch kann man auch des Guten zu viel thun, und bei den von der Natur gegebenen Warungleichen, daß der Fleischgenuß die zuträgliche Grenze überschritten hat, muß sofortige Aenderung der Kost eintreten. So sehr es den modernen ärztlichen
Anschauungen entspricht, die Ernährung auf einer gewissen Höhe zu erhalten. so falsch ist es. eine einseitige Ernährung zu befürworten, so gefährlich, zu große Fettansammlungen herbeizuführen, während die Muskelgruppen nicht gekräftigt und der übrige Organismus nicht im Gleichgewicht gehalten wird. , Bester Beweis sind sowohl die schwächliche!? und rhachitischen, Proletarierkinder. wie die dicken und fetten, aber blassen und skrophulösen Kinder nachlässiger Eltern aus bemittelten Ständen. Was endlich die Darreichung von alkoholischen Getränken bei Kindern dieses Alters anbetrifft, so ist solche bei gesunden Individuen ohne Ausnähme zu verbieten. Ein Täfelchen Schokolade, ein Stückchen leicht verdaulichen Kuchens ist ein viel natürlicheres Genußmittel. Und wenn uns eine Mutter entgegnet: Aber der Kleine ist so arg nach Bier so mag sie nur stets die Antwort erhalten: Nur der bekannte Genuß wird erstrebenswerth; ihr Fehler war. das Söhnchen mit verbotenen Früchten bekannt gemacht zu haben!" WaS mich frent. Von Julius Sturm. Mich freut der Sonne goldner Strahl, Das üppig frische Grün im Thal. Das Rauschen, das den Wald durchZieht, Der muntern Vöglein frohes Lied, Der Biene Summen und ihr Fleiß Und jede Blume, jedes Reis. , Das Bächlein, wie der mächtige Strom Und über mir blaue Dom; Doch mehr freut mich ein Angesicht Aus dem der Geist zum Geiste spricht. Wunderbares Zusammentreffen. Hänschen: Sag' mal. Papa, ich bin doch in Berlin geboren?" Vater: Ja. mein Junge." Und Muttchen in Magdeburg?" Ja wohl." Und Du. wo bist Du denn geboren?" In Breslau. (Da der Jung: nachdenkend vor sich Hinblick!.) Nun. was scheint Dir dabei so wunderbar?" Daß wi? Drei uns so zusammgefunden Haben." Verlockend. A.: Was haben Sie denn hie? für ein hübsches Buch?" B.: Da 'trage ich alle meine Verbindlichkeiten ein... Wenn Sie mir fünfzig Mark pumpen kommen Sie auch hinein! Bescheidene Anregung. Dichter (zu seiner Gattin): EulaI:a. stell' den Schnitttauchstock auf mei nen Tisch ich will ein Frühlingsedicht machend.
Das Alter ! Humoreske von Paul A. Kirftcln.
Himmel, Herrgott jetzt wurde ihm die Sache aber bald zu bunt! ! In fünf Wochen sollten sie heirathen, und sie hatte ihm noch immer nicht die Papiere für das Standesamt gegeben! Wenigstens fehlte die Hauptsache noch der Geburtsschein! Denn wenn man auch leibhaftig an ihrem kleinen, zierlichen Persönchen sah. daß sie geboren war, geboren sein mußte die hochwohllöbliche Behörde verlangte doch :wch ganz extra eine amtlich: Bestätigting darüber, denn es soll ja Individuen geben, die aus den Wolken und aus allen Himmeln fallen, sogar bis in ihr spätestes Alter hinn! Diesen Geburtsschein ober konnte er nicht erhalten, trotzdem er die kleine Käthe mit einer wahren Aufopferung täglich und stündlich, bei ihren Liebkosungen und Streitereien, beim Spazierengehen und Besuchemachen immer und immer wieder darum bat. Es war rein, als wollte sie ihm mit aller Gewalt den. Schein vorenthalten. Da hatte sich denn Richard Werner am Abend vorher endlich einmal ein Herz gefaßt und etwas ausgetrumpft! - Sie hatte ihm nämlich wieder einmal den Schein ganz bestimmt" versprachen, und als er dann Abends kam und danach fragte, da vertröstete sie hn wieder auf den nächsten Tag. Aber Käthchen." hatte er da gesagt er hatte den Arm um ihre Schultern gelegt Käthchen, sieh das sagst Du nun schon seit Wochen so! Was ist denn nur eigentlich los? Warum bringstDu denn den Schein nicht? Du weißt doch, daß wir'n nun wirklich brauchen!" Ach Gott. Richardchen." schmeichelte sie da und streichelte ihm dabei so ganz leise die Wangen, wir haben ja noch so viel Zeit, und er ist doch so schwer zu haben." Wieso dnn blos, Kind? Du yehst einfach hin, und dann fertigen sie hn Dir gleich aus." Ach ich bin schon 'n paar Mal dagewesen. Da ist's so voll man muß immer so lange warten," schmollte f". Ra dann weröe ich ihn Dir holen!" Nein, nein laß man!" wehrte sie schnell ab. ' Aber warum denn?" Ihn reizte ihre Weigerung. Ich werde ihn schon selbst holen. Morgen bestimmt!" Na ja, dann mach' aber endlich ! Einmal müssen wir ihn doch haben!" Er wurde schon heftiger. Sie nicht minder! Na ja. ja Du sollst ihn ja haben! Brauchst mich deshalb gar nicht gleich so anzuschreien!" Natürlich kriegten sie. wie das ja bei Brautleuten gewöhnlich der Fall zu sein pflegt, daraufhin sofort das Zanken. Er schimpfte sie schimpfte! Er wie ein Rohrspatz, sie wie eine lleine Elster! Aber beide aus Leibeskräften! Schließlich übermannte ihn der Zorn, und als er seiner gar nicht mehr 'Herr werden konnte, da ergriff er plötzlich seine Sachen, die neben , ihm lagen, stülpte sich seinen Hut auf den Kopf und rannte wie in einer plötzlichen Eingebung wüthend davon, Käthchen 'mit ihrem Kummer und ihren Thränen allein zurücklassend. Zum Glück woJnte sie noch bei ihren Eltern. Als diese dann später nach Hause kamen, fanden sie ein tröstloses Mnschenkind in hoffnungslosem Grame vor. Nur schwer gelang es ihnen, Käthchen zu Ruhe zu bringen. Doch als sie es dann endlich wieder war, konnte sie es sich nicht versagen, noch einen bitterbösen Brief an ihren Bräutigam zu richten. Sie schrieb ihm.... alles mögliche. Von Liebe, vom Unrecht, voni Anschreien und Grobsein, vom Mißtrauen ja ganz besonders vom Mißtrauen, denn das war doch eigentlich das Schrecklichste von allem! ' Und es war doch ganz klar, da eZ ?iur Mißtrauen war, das fortwahTende .... Fragen nach dem . . . Geburt schein! Nicht wahr, das fühlt doch Je der. ' ryy dMi fcv Am anderen Morgen erhielt er Bert Brief. Er lag noch im Bett, als er ihn las. und konnte sich anfangs gar rächt recht auf den Abend vorher vesin nen. Aber dann fiel ihm alles wieder ein, und er las von Neuem ausmerk sam den Brief. Anfangs war er da ganz erstaunt über ihre Vorwürfe, aber dann faßte er sich. Das war doch eigentlich etwas start! Na er sprang auZ dem Bett er wollte ihr 'mal ordentlich den Standpunkt klar machen." Damit
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eing er an den Schreibtisch und sing sofort an ihr Antwort zu schreiben. Und sie war denn auch kräftig, die Antwort, die er sandte. Vor allen Dingen sollte sie einmal zeigen, daß er unrecht hätte, und ihm endlich einmal den Schein besorgen und alles Andere in Ordnung bringen, dann würde er kein Mißtrauen haben, nicht grob zu ihr sein, sie nicht anschreien, und sie ganz genau so lieb haben wie früher, vor allen diesen dummen Sachen, vielleicht sogar noch ein gan zes ganzes Theilchen mehr, denn sie sollte doch nun sehr bald seine Frau, seine geliebte, kleine Frau werden! Diesen Brief schickte er ihr sofort durch einen Boten hin. Na, und er hatte denn auch den Erfolg, daß Richard, als er Nachmittags in sew Comptoir kam, schon von Käthchen den Schein vorfand. Auch ein kleines Briefchen lag wieder dabei, aber o weh welch' traurigen Inhalts!!! So voll Reue, so voll ' Zerknirschung. . . Mein geliebter, guter Richard! Deine so lieben Zeilen geben mir den Muth, Dir endlich einmal die Wahrheit zu sagen. Mein lieber, guter Richard, sei mir deshalb nicht allzu böse! Ich habe Dir einmal gesagt, ich wäre erst zwanzig Jahre. Wie Du aus diesem Schein den ich schon lange zu Hause habe ersehen wirst, bin ich schon volle zweiundzwanzig Jahre alt. Ich habe mich ja immer so geschämt, es Dir zu 'sagen, und deshalb den Schein zurückbehalten, weil ich weiß, daß es eigentlich schon sehr alt für ein Mädchen, das erst heirathen will. Was Du nun aber auch immer bestimmen mögest, ob ich Dir nun auch zu alt sein mag. um mich zu heirathei. um mich zu Deiner Frau zu mach. Du lieber, guter, einziger Mann, sei versichert, daß ich Dich lieben werde bis in alle Ewigkeit", na u. s. w. u. s. w. Unterzeichnet Deine ' iodcstraurige Käthe".
P8tsTiptmri: Was Du nur mitzutheilen hast, theile mir bitte 'um gehend mit. Ich vergehe vor Sehnsucht! Deine unglückliche K." Richard 'las den Bries, und es wurdc ihm weh ums Herz. Sein armes kleiv.es Käthchen! Sich so zu quälen! Mit solchen Dummheiten!! Er ergriff den Hut wieder, Den er gerade nur aus der Hand gelegt hatte. und fuhr schleunigst zu ihr. Er wußte. 'daß er sie jetzt treffen würde. Er klingelte. Sie öffnete selbst. Mit einem kleinen Schrei flog sie ihm an den Hals. Sie war ja so froh, daß er wieder da war. Und er führte sie dann hinein m die Stube, und wieder unter Thränen begann sie auf's neue sich anzuklagen, und sich mit Vorwürfen zu beladen. Wie unrecht das alles von ihr gewe. sen wäre, wie schlecht! Daß sie es auch nur gethan hätte, weil sie ihn doch so sehr liebte, und doch auch nicht klein vor ihm dastehen wollte. Er sollte doch man um Gotteswillen Nicht niedrig oder gering von ihr denken! Sie wär: ja sonst auch nicht so, sie sagte immer die Wahrheit, nur hier hier..-. Und auf's Neue begann sie zu schluchzen, und er tröstete sie, so gut es eben ging. Er sagte ihr, daß es ja zwar nicht schon iei,daß es doch schlß lich aber noch kein Verbrechen wäre, und daß er doch das Zutrauen zu ihr hätte, daß das m Zukunft mcht mehr vorkommen würde. Und dann wäre das 'doch auch alles früher gewesen, und er hätte ja langst schon ihr richtiges Alter gewußt. - . Da richtete sie plötzlich ihr Köpfchen., das vorher an seine? Schulter ruhte. rasch auf. Du hast das fchsn gewußt?" Ja, Mauschen; schon langes Aber woher denn?" Na a. ich tin 'mal aufs Mel deamt gegangen und habe gefragt." Auf's Meldeamt?! Und Du hast da nach meinem Alter gefragt?!"- Ihr Auge füllte sich wieder Mlk Thränen. Siehst Du. Du hast doch sein: 25 'trauen gehabt! Sonst wärst Du mcht t , . i-jc oayln gegangen, uno roum iuj -ou auch schon 'mal nicht die W'7hrhrit g?-. r . , . o . W-X. 'LL . jagr oaoe, oas roac uuuj uiui uu thig gewesen!" Und wieder begann sie zu wrinen! D aber legte er seinen- Arm um sie und küßte sie mld erzählte ihr, daß das alles ja schon oiel früher gewesen wäre. Als sie noch nicht verlebt gewesen waren, auch als sie ihm noch gar nichi jene kleine kleine. . . ni sie wußte schon was, gesagt hatte, sozdern ganz zuerst, als er 'mal gerne ihren Geburtstag wissen wollte. Als ich Dir also damals das sagte, da wußtest Du schon... Ach. Du bist doch w::klich ein zu lieber Mensch !" Und sie küßte ihn herzhaft ab. Doch dann sagte sie ihm ganz leise in's Ohr: Meinst Du nicht, daß tch so zu al! bin für Dich. . . als Frau?" Er antwortete: Käthchen. mein klei ner Liebling, man ist doch nur so alt, als man scheint. Und eine Frau noch mehr als alle andere! Sei Du also ewig jung in Deinem Wesen, so wirst Du's auch an Jahren scheinen! Tlcht war?" .
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Gin weiblicher Toctor.der Rechte. Fräulein Labriola ist die Tochter des unter den wissenschaftlichen Vertretern des Socialismus in Italien eine geachtet: Stellung einnehmenden Professors der Philosophie, Geschichte und Päoaoogik an der Universität Rom, Antonio Labriola. und Ist am 17. Februar 1874 zu Neapel geboren. Ihre Mutter entstammt der pommerschen Adelsfamilie ton Sprenger und ist eine feingebildete Frau, die in der glücklichen Lage war, die Erziehung wie den Unterricht ihrer Kinder. Teresinas und eines wenig älteren Bruders, selbstständig übernehmen zu können. Beide sind ganz inr deutschen Geiste herangebildet und ohne Schulbesuch zu Hause auf die Universität vorbereitet worden, indem der Vater ton Unterricht der alkn Sprache auf such nahm
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Qf--nrL Labrisla. Die glänzenden Fortschritte Terrsiras werden dadurch bewiesen, daß. sie mit 17 Jahren das AbiturientenexaMN vo-rzüglich bestand und demnächst in den euf den italienischen Universitäten vorgeschriebenen Jahresprüfungen stets die besten Censuren davontrug. AIs Geenstand der Promotionsschrift wählte Teresina Die Ehre im Rechts ein Thema, das sie pim ersten Male in Italien vom Standpunkte der verglei chenden Rechtsaeschichte unter Varauäfchickung thrsch - psychologischer Bettachtunaeu behandelte. 2)ie Arbeit wurde von der Prüfungscommission günstig aufgenommen vor der sie auch in einer Disputation rühmlich vertheidiat wurde, ebenso wie zwei andere Thesen, die die Commission ihrerseits den Doctoranden vorlegt. Terettna Labriola ist die erste 2?anre die in Rom den Doctorarad errungen hat. Da in Italien der Zut?itt zum. Richteramt und der Advocatur dcm weiblichen Geschlecht nicht gestattet ist. so wird sie sich muthmaßlich der wisfenschaftlichen Beschäftigung zuwenden. Daß diese ihr einziger Beruf bleiben werde, kann schwer alauben. wer itz allen weiblichen Reiz bewahrenden Doctorin in die lachenden schwarzen Äuge sieht. Vom ttlabberstorche. Von Edmin Bormann. Das deischt. Spazir' ich daneilich in Wiesendha? Un denke an nischt Genaues Da watschelt dorch's Gras mit nnea Mal So waS Schwarz-un-weiß-un-graue5 Da gingk Sie spaziren ewenfalls -Der Storch mit bedächdigen Sinne, Ae Weidenkerbchen hatt' er um Hals, Qier Veenchen strambelden drrnne. Nee", rief ich, das allerliebste Zeig! Die Guckelchen un die Häärchen! Sagt, Meester Klabberstorch, nur gtach. Wer krigt denn das Zwillinglsbäär chön?" .Ei," sagde der Storch in belehrenden Don, .Das beischt; denn-ich kann Sie's bedheiern: Das eene das is Sie ä Graftnsohn, Und das andre das bring' ich der: Meyern." Müaßra Hansjorg ka' net muaßrz sein! Trinkt ix net. so schen.lt er ein. Ißt er net, so schöbt er 'raus; Aber is das Essa aus, Muaß er uf d'r kll' in's Bett ; Müatzig sei dZ2 ka' er net! Stoßseufzer eines jun g e n E h e m a n D 5. Ja, geschWrck voll, kleiden kann sich ja meine Frau, wenn sie nur auch geschmackvoll tchen kannte!Zugedeckt. Ein ganz junger Giaerl bat sich bei einem Friseur rasiren, lassen und sich dabei sehr arrogant be nommen. Die Kunden und noch mehr der Chef des Geschäftes sind aus'S Höchste entrüstet. Der Letzten denkt schon an einen Hinauswu?f. als der Gigerl seinem Mutterwitze Gelegenheit gibt, ihm das ungezogene Benehmen heimzuzahlen. Was Dennrwetter. schreit nämlich der Gigerl am Schaff der genannten Procedur den Friseur lehrling an. das soll abgetrocknet sein? Wollen Sie mal da5 gleich ordentlich machen?" Der Friseur tritt hierauf näher und sagt unter dem allgemeinen Schweigen der Kundschaft zum Lehr junzen: Der Herr hat ganz, recht! Trocknen Sie nochmal nch oesQU. ders hinter den Ohren!- . j
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