Indiana Tribüne, Volume 18, Number 230, Indianapolis, Marion County, 10 May 1895 — Page 3

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Roman von Reinhold Ortmann. (Fortseung.) : Nur wenige Minuten, r.achdem sie seinen ersten Antrag fast ohne Zaudern mit unzweldeutigster Bcstlmmthelt zu riickgewiesen, hielt er die Zitternde, Todtenbleiche in seinen Armen; denn leise wie emen Hauch, doch für on stantin Nikolajewitsch vernehmlich ge nug. hatten ihre Lippen auf seine wie derholte Frage das entscheidende Ja geflüstert. Gabriele duldete seine Liebkosungen ohne sich dagegen zu wehren wie eine Ohnmächtige oder eine Hypnotistrte. Ihre Hände waren eiskalt und aus ihrem Antlitz schien jeder Blutstropfen gewichen. Fürst Apraxin hatte wahrlich nur wenig Ursache, auf seine Eroberung stolz zu sein; aber er sah in diesem Augenblick nichts "weiter als die keusche, jungfräuliche Schönheit des holden WefenS, das sich ihm da zu eigen gegeben hatte, und das Wort, daS ihm eben - noch heiß in - der - Seele gebrannt hatte- das - Wort, daß sie nicht im Stande sei, ihn zu lieben, eS war zurückgedrängt und vergessen über der. Seligkeit des Bewußtseins, daß nichts in der Welt ihm seine herrliche Beute wieder würde entreißen kön nen. Da er nicht wünschte, daß Frau von Holmfeld von dem Geschehenen unterrichtet: würde, solange seine Beziehungen zu Victoria Delonda wenigstens äußerlich noch bestanden, gab er die Willenlose schon nach wenig Augenblicken wieder frei und bat sie mit hastigen Worten, das Geheimniß noch für eine kurze Zeit vor der Banin zu bewahren. Auch ihrer Mutter follte sie nichts davon schreiben, sondern der Fürst selbst wollte schon an einem der nächsten Tage zu Frau Corbach reisen, um sich bei ihr in aller Form um die Hand der Tochter zu bewerben. , Mit .stummen Kopfnicken gab Gabriele zu allem ihre Zustimmung, wie sie vielleicht auch zugestimmt haben würde wenn man das Ungeheuerlichste von ihr verlangt hätte. Sie wußte offenbar kaum noch, was mit ihr geschah; irgend etwas in ihr schien ge lähmt- oder zerbrochen zu sein, und nicht wie ein von eigenem Willen beseeltes Wesen, sondern mechanisch wie ein Automat gab sie die Antworten, '.die der Fürst von ihr verlangte. Um nicht von der Baronin angetroffen zu werden, die in jedem Augenblick" von einer Ausfahrt zurückkehren konnte, verabschiedete sich Konstantin sehr bald. Als er von der Schwelle des Zimmers aus noch einmal den Kopf nach Gabriele wandte, um ihr einen letzten zärtlichen Gruß zuzunicken, sah er sie regungslos und mit schlau berabhängenden ' Armen dastehen, mit starrblickenden, weit geöffneten Augen und mit einem Ausdruck wirklichen Entsetzens in den Zügen. Sie erwiderte seinen Gruß Nicht, denn sie hatte ihn offenbar gar nicht gesehen, den Fürsten aber verfolgte daS.Bild. welches sie ihm so im Augenbick seines Fortganges geboten hatte, auf dem Heimwege doch mit solcher Lebhastigkeit,"daß sich in seine erste triumphirende Empfindung bereits ein Gefühl leisen Unbehagens zu mischen begann eines Unbehagens, das durch die Erinnerung an - Frithjof Altström wahrlich nicht gemindert zu werden vermochte. Und Sie haben nichts erfahren nichts, das meinen Rücktritt rechtferti gen könnte? Wir befinden uns trotz all Ihrer Bemühungen noch immer aus dem nämlichen Fleck? ' Es war ein recht ungnädiger Ton, in welchem Kostantin Nikolajewitsch diese Worte an seinen Privatsecretär ria tete. Doctor Etienne Bourdaloue aber zuckte mit einer Miene des Bedauerns die Achseln. 41üx ein Hexenmeister könnte das Unmögliche möglich machen. Durch laucht! An meinem guten Willen hat es gewiß nicht gefehlt, aber die Zeit wal leider so kurz... Und diese abenteuerliche Idee, von der Sie sich da einen Erfolg versprechen konnten, 'un.ter'brach ihn der Fürst un 'muthig. was ist terni aus ihr geworden? Sind Sie etwa auch jetzt noch der Meinung, daß auf diesem Wege etwas zu erreichn wäre? Es war ein Experiment, wie ich mir sogleich, zu bemerken erlaubte, Durchlaucht, und wenn 'das Gelingen auch von vornherein zweifelhaft war, so ha, ben wird doch wohl keine Ursache, eZ als mißglückt zu betrachten. Innerhalb weniger Tage freilich... ' Zum Henker! 3$ jagte Ihnen doch, daß die Geschichte' sich nicht Monat lang hinziehen dürfe! Und jetzt kann vollends von langem Experimeninn und Probiren nicht mehr die Rede ein. Heute noch muß die Entschei duna fallen boren Sie, Doctor? heute noch; denn ich habe mich be reits nach einr andern Seite hin ge öunden. - Doctor Bourdaloue runzelte ein wenig die Stirn; aber als Fürst Apraxin gespannt und erwartungsvoll zu ihm hinübersah, -war wieder daS alte) halb Anterwllrfige und halb sarkastische kacheln aus seinem verschwitzien Gesicht.. . Das .ist freilich etwas anderes! Durchlaucht müssen also versuchen, den entscheidenden Schlag noch heute zu führen. Sollte sich keine Möglichkeit finden lassen, Herrn Alstrom unter ir? gend einem Vorwand, zu Fräulein Victoria zu schicken? ' Ich versprach, ihr einer. Novellenband von demDänen Jacobsen zu bringen. Man könnte Alström damit beauftragen; aber ich sage Ihnen ganz offen, Doctor, daß mir die Komödie widervärtig ist 'und daß ich mir nicht das geringste davon verspreche. -; Die, Lösung eines Verlöbnisses. gebort niemals zu den anae'ilehmeN'Dm6v Srfa'i t; -solangi -man' ltin?

andern Gründe dafür hat'als den efgenen Wunsch. Der. Versuch, meine ich, müßte immerhin gemacht werden. Schlagt er fehl, so bleibt eben nichts anderes übrig, als den Anlaß zu einem Zerwürfniß gradezu vom Zaun zu brechen. Nun gut! Wenn Sie denn durchaus nichts besseres wissen, so mag es drum sein! Ich werde Alström bitten, ihr die Novellen statt meiner zu überbringen. Ist er jetzt zu Haus? Ja! Als ich an seinem Zimmer vorbeiging, sah ich zu meiner Ueberraschung, daß er damit beschäftigt fei, zu packen. Er gedenkt mich auf einige Zeit zu verlassen, warf der Fürst kurz hin. Uebrigens, was ich Ihnen noch sagen wollte, Doctor, dieser Brief da. ist

mir heute Morgen auf der Straße übergeben worden. Sind Sie vielleicht in der Lage, mir seinen Inhalt zu erklären? Es war ein kleines, schwarzumrändertes Billett.das er dem Doctor reichte. Bourdaloue überflog es und nicht die geringste Veränderung zeigt? sich ;n seinem Fuchsgesicht.' !Von der Mutter des Bildhauers Unte, sagte er, nachdem er kaum die ersten Zellen gelesen. Werden diese Leute denn auch jetzt noch nicht aufhören. Eure Durchlaucht mit ihren Betteleien zu behelligen? ! Lesen Sie nur gefälligst weiter! Die Frau theilt mir mit, daß ihr Sohn sich :n einem Anfall von Verzweiflung das Leben genommen habe, nachdem er bis dahin vergebens auf die Unterstutzung gewartet, welche ich ihm verfprochen ' hatte. In seinem Nachlaß fanden sich 'nur wenige Groschen, und die unglückliche Mutter wendet sich nun an mich, damit ich ihr wenigstens -eme Beihilfe zu den Kosten des Begräbnisses gewahre. Wollen Sie mir erklaren, wie das alles geschehen konnte? Ich hatte Sie beauftragt, dem talentvollen zungen Manne eine größere Summe zukommen zu lassen und' Sie berichteten mir, ihm in meinem Auftrage fünftausend Mark eingehändigt zu haben; auf welcherSeiten ist da nun der Irrthum gewesen? Dieser mnge Kunstler muß wahrhaftig der leichtsinnigste aller Verfchwender gewesen sein! Oder könnten Durchlaucht etwa glauben, daß ich... Konstantin Nikola ewit ch trat dicht vor ihn. hin und legte ihm die Hand auf die Schulter. Ich glaube nichts, Doctor Bourdaloue ich maa nichts glauben und ich will es zufrieden sein, daß die Todten nicht mehr aufstehen können, um Zeugniß abzulegen gegen die Lebendigen. Aber es könnte doch sein, daß mir bei diesem Anlaß einige Zweifel gekommen wären an Ihrer unbedingten Ergeben,elt und Treue, und es . sollte mich reuen, wenn .Sie auf eine . andere Art Gelegenheit fänden, diese meine Zweifel wieder zu beseitigen. Damit genug von diesem Briefe! Haben Sie die Güte, Herrn Frithjof Alström auf einen Augenblick zu mir zu bitten! Der Privatsecretär verbeugte sich und ging. ' Er richtete seinen Arftrag aus; dann aber begab er sich aus. sem Zimmer und kleidete sich in großer Hast zum Ausgehen an. Steht es so, mein Fürst? sagte er vor sich hin, während er die Knöpfe seines Ueberrockes schloß. Dann werde ich allerdings erproben müssen, was Fräulein Victorias Bundesgenossenschaft. werth ist; denn sur das andere scheint mir's trotz : dieser Dumm heit, mit dem Bildhauer doch noch zu früh. " t Er verlieb mit raschen Schritten das Haus und warf sich in die erste leer vorüberfahrende' Droschke. - Bellevüepraße 50! rief er dem Kutscher zu. 'Und einen Thalen extra, wenn wir in zehn Minuten dort sind! Fünfzehntes Capitel, Fast unmittelbar, nachdem- Doctor Etienne Bourdaloue das Haus in' der Bellevuestraße, ' wo er sich kaum eine Viertelstunde lang aufgehalten, wie der verlassen hatte, fuhr der Vicomt? Henry de Latouche vor demselben vor. Er frh schreckend krank Md hlnfäPg aus, und es kostete ihn ersichtlich einige Mühe; in leidlich straffer Haltung aus der Droschke zu steigen.. Er - beauftragte den Führer derselben, ihn zu er? jvarten und klomm ' langsam. . Stufe um Stufe und mit vielen Ruhepausen, die Stiege empor. Sein körperliches Leidenmußte in der kurzen -Zeit,' die seit' seinem ersten und- einzigen Be such In diesem Hause vergangen war, reißende Fortschritte- cmachthaben ; denn seine, äußere ' Erscheinung "war jetzt . aanz' die esneS Schw'lndsüchtigen im.-jetzten Stadium,.dem6rorHhelr Krankheit. ' Er wartete, oben .im weiten Sto& werk mehrere Minuten lang. , bevor er die Glocke zog.' ' Auf seine Frage nach Madame Delonda wurde ihm'von der Zofe der Bescheid, daß die gnädigeFraa ausgegangen sei, daß sie den Besucher aber '&t dem .Fräulein melden-wolle. Gegen den ' Thürpfosten -mlhnt und mühsam ''athmend' wartete i. Älcomte die Rückkehr, des Mädchen? .qb:.''darm sber. als sie mit ' der MÜtbeUnng . wies der erschienen war daS Fräulein werde sehr.' erfreut' sein. . den Herrn '.Vicomte zu sehen, -reckte er seine 'hagere,' '.fast schoü'jiim Mlett. verfallene -Gestalt strack empor ;ni 'iza mit erheuchelte? ßlasticifit erhobenen Hauptes mdnr Salon-. ' ' "' ' ' Sie werden erstaunt sein, mein gnä 1igeS 'Fräulein daßich mir noch ein mal die Freiheit nehme. Victorur ließ ihn -seine Entschuld!aung nicht erst zu Ende bringen, sonkern mit einem bezaubernden Lächeln reichte sie ihm , wie in seinen glücklichften Pariser .Tagen 'die '.Sand. ' 'Ich' bin 'Ihnen 'böse, 'daß' Sie sich o lange 'vergebens' 'erwarten ließen, agte sie. mit einer so herzlichen Unbeägenheir äts'wäre nicht das geringste zkÄfchen'-ihneir vorgefallen." - Die Zahl Mkiner? währen -Freunde - ist-,-'leide? nicht so groß, daß ich den jttu:n? und iunIä7r-t?N';'i.en vofi

schmerzliches Mauern zu missen ver-möchte..-AuS seinen tief eingesunkenen, schwarz umschatteten Augen, in denen der, unheimliche Glanz des hektischen FieberS war, traf sie ein erstaunter, zagender Blick. . Sie brauchen den Freund nicht mehr, nachdem Sie den Geliebten gefunden haben, sagte er dann in seiner würdevoll abgemessenen Weise, aber eS ist sehr gütig, daß -Sie mich mit der Erinnerung an so freundliche ' Worte scheiden lassen wollen, Fräulein Victoria. Also doch ein Abschied? Ich soll Sie wirklich verlieren? . Die Aerzte bestehen darauf, daß ich einige Monate tm Süden zubringe. Diese, hartnäckige Erklältung, so wenig sie zu bedeuten, hat, fängt nachgrade doch an, mich zu belästigen und eine gewisse kleine Schwäche, die wohl von meiner Verwundung zurückgeblie-

oen sein mag. . . Der Husten erstickte seine Worte und eS verging, eine lange Zeit, ehe er wieder zu , Athem gekommen war. . Victo ria wartete das Vorübergehen deS peinlichen Anfalls ab; dann meinte sie, wie' wenn' sie seiner leichtherzigen Auffassung : vollkommen' Glauben schenkte: Es'istdaS Berliner Klima, das Ihnen nichts zusagt,, liebster Freund! Ein Luftwechsel : wird Sie rasch . wieder herstellen! Ach. ich' wollte, daß 'wir mü Ihnen hinausfahren könnten, dein Frühling und den Blumen entgegen hinaus in: eine herrliche Na tur, deren fonniger Zauber vielleicht auch kranke Herzen zu heilen vermag.' , 1 B3ic verhaltene Wehmuth und schmerzliche Sehnsucht hatte eL in ihren, letzten Worten gewittert. Henry de Latouche runzelte die Stirn und erbob sich kerzengrade von seinem Stuhl." ' Wenn Sie ein solches Verlangen hegen können, so sind Sie nicht glücklich, sagte er mit Nachdruck. Und als ihr Fund richte ich an Sie nur eine Frage: Ist eö dieser Fürst. Apraxin, der Sie unglücklich macht? 1 ' Victoria seufzte tief auf; ihre dunkeln Augen aber erhoben sich mit senaendem Blick zu seinem Gesicht. (Fortsetzung folgt.) Auf der Seenuiidijaad. Una:w'öhnl:ch reiche Ausbeute liefert - in dieser Saison die Seehundsjagd im Golf. deS St. Lawrence. Für v-le Hundert von Bewohnern, der Küsten und Inseln ist dies die Zeit der Ernte und eine ergiebige Jagdsaison befreit sie- von den Sorgen um das tägliche Brot' während des nächsten. Winters. Wie. aus St. John, N. F.. berichtet ird, hat der dortiae Dampfer Au rbra auf seiner ersten Tour 30.000 Miere erbeutet. Algerine 10.000, Newfoundland- sowie Greenland" t p000 und auch die Segelschiffe sind mit vollen Ladungen helmgekehrt. Freilich sind auch schon zahlreiche Verluste an Menschenleben zu beklagen gewesen, wie denn die Seehandsiagd. welche nur auf dem Treibeise - ausgeübt werden kann, llberhaupt ziemlich gefährlich ist. Besönderö laufen die Canadier, welche nicht wie die Neu Fundländer starke Dampfer sondern nur kleine Segler besitzen,' Gefahr, zwischen den Eisschöl-, len zermalmt zu werden- So haben die Schooner Ray- und JJloikt" je zwei Mann verloren; die Schooner Carol!ne sowie Louise" sind vom Eise zerdruckt worden und gesunken, wahrend ihre Bemannung sich nur mit Mühe und Noth zu retten vermochte: ein Canadier Namens James Sang und dessen Sohn William wurden m einem kleinen Boote auf das offene Meer getrieben. Der atlantische Seehund, der mit seinem zoologischen Namen Phoca Groenlandica heißt, hat. einen viel geringeren Werth, als sein Vetter von ben Pribylow - Inseln, welcher das hoch geschätzte Pelzwerk liefert, und sein Fell bringt durchschnittlich nur ein Zehntel deS Preises einer Pelzrobbe. Im ausgewachsenen Zustande mißt em atlantischer Seehund von 6 bis 8 Fuß. Wie in dem Preis, so besteht auch in den Lebensgewohnheiten sowie der Art und Weise der Jagd zwischen den Robben deö Atlantischen und deS Stillen Oceans ein großer Unterschied. Der Seehund des Atlantischen L)ceanS wird im Frühjahr gejagt, sobald daS EiZ des Golfes deS St. Lawrence sich in Bewegung fetzt; Zl .-::len gehen auchernzelne Fahrzerc-? oen Strom selbst hinauf bis zum Eap GaLp6, ja auf dem Saguenay sowie anderen Neben flüssen des St. Lawrence, sogar bei Quebec sind Seehunde erlegt worden, denn die Thiere folgen den auS dem Meere kommenden Lachsen. Die größte Zähl der Seehunde findet sich aberan der nördlichen Küste deö Golfs, in der Nähe der Insel Anticosti. an der Einfahrt der Meerenge von Belle Jsle, auf der Höhe von Neu-Fundland und bei den Magdalenen - Inseln. In unaeheuren Heerden durchschwärmen sie im Monate December den Golf und um die Mitte des Monats März steigen die Weibchen auf die Eisschollen, um dort ihre Jungen zu werfen. . ! Nur zu dieser Zeit können die jungen Thiere erlegt werden. Dieselben werden entweder geschossen oder mit Knüttelhieben betäubt. Wenn ein Seehund erst das Wasser erreicht hat. so ist er für den Jäger verloren. Auch weibliche Thiere werden auf den EiSschollen in großen Mengen getödtet. Zuweilen sind die Seehunde auf. dem Eise in so dichten Massen, daß . ein Thier dem andren bei der Flucht '.im Wege ' ist und ' die Jäger ' haben dann leichte Arbeit. '.Bei den Magdalenen Inseln warten die Jäger. 5 das.Eiö sich vor dem Winde vom Ufer auSin Bewegung , setzt. Dann stürzen sie sich mit mächtmen Knütteln aus d Thiere und betäuben ihrer so viele, wie' nur' möglich; der GarauS wird ihnen iit dem-Messer gemacht, worauf daS Abziehen der .Haut und Entnehmen deS .ftctttl folgt. Bei günstigen Witte, kunÄöerhältnissen.vird ' daS' 'Gemetzel bei- Taa und' bet Nat '.ttitunttro?o:tt

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fortgesetzt. Die kanadischen Jcer erbeuten jährlich zwischen 40,000" und 60.000 Thiere, doch stehen viele NeuFundländer. in dem Solde kanadischer Gesellschaften. 'Eine Schonzeit für die Thiere besteht nicht, nur ist in NeuFundland der Verkauf von Fellen unter einer .gewissen Größe verboten. Für Fett und Fell eines Seehundes erhält der Jäger $2 bis $3. Das Fett der jungen Thiere ist zart und schmilzt leicht in derSonne; es gibt ein sehr feineö Oel. das weiß und beinahe geruchlos ist. Die Felle werden zu verschiedenen Artikeln verwendet und in manchen Gegenden von Canada. finden sie als Material für Winterkleider ausgiebige Benutzung; die kanadische Regierung selbst läßt aus schwarz gefärbten Seehundsfellen Winterhandschule und Kopfbedcckungca für ihre Miliz anfertigen. in junger M u i a r : e öc emens William Bryan in New Fork wurde als aussatzkrank befunden und nach dem North Brother Island überführt, wo früher zwei aussätzige Chinesen unterQuarantäne gehalten wurden. Dem Unglücklichen, welcher in Wefi-Jndien als-der Söhn eines Engländers und einer' Negerin geboren würde, ist der Aussatzkeim, eingeimpft worden. In seiner Heimath nämlich herrscht Impfzwang und zwar von

Arm zu Arm' und er wurde mit Lhmphe geimpft, welche einem Man7.e entnommen war, in dessen Familie der Aussatz erblich. wcU..' 'Eö gibt auf . der . ganzen Welt 117 , unterseeische Telegrapheneabel mit einer Gesammtlänge von 27.453 Seemeilen. " In den Ständard Spiegelglaswerken zu Butler, Pa., ist eS nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen endlich gelunzen, eine -Linse für Dr. Peate's Teleskop herzustellen. Die von Dr. Peate untersuchte und für perfect erklärte Linse hat 02 Zoll im Umfang, wiegt 2300 Pfund und ist die qr'ökte der Welt. - Apropoö. Hauswirthin: .... Herr Kritzler ist nicht zu sprechen er schreibt an seinen L ebenöerinnerungen!- Ilaubiger: will ich erst recht zu ihm ich habe ihn auch an etwaS zu erinnern! . Umso besser. A.: Ich be greife nicht, wie Du Dich nur mit dem Mädchen abgeben kannst, die soll ja schon einmal mit einem Lieutenant verlobt gewesen sein!" B.: Mit einem Lieutenant? Nicht möglich; da hat sie vielleicht gar Vermögen!" : Fnr'S Leben. Weht ein Wind dir günstig, O so nütz' ihn aus! Zieh' mit off'nem Segel In die Welt hinaus. Aber laß' dir rathen, Wapp'ne Herz und Geist Daß dir nicht die Schifffahrt Trügerisch sich weist. Mancher ist gezogen Aus nach Ehr' und Glück Doch es brachten Wellen Nur ein Wrack znriif. Herren - Kleider nach Maß angefertigt. Neparatnrrn und Neinigen von Herrenkleidern zu den niedrigsten Preisen. Rasche und gute Arbeit zugesichert. Fred. Wendhausen, 871 LUd Selnwnre Str. F. J HeinJiard, Deutscher Advokat und No!ar No. 29 Süd Delavare Str. Zimmer Vo. 7, Gcbäude der Deutschen gegens. Feuer Verstch erungsgesellschaft von Jndiana. tT Fragen Sie Ihren Grocer nach V. f&atymann'S High Patent, Tip Top oder Melrose Mehl, daS beste im Markt. Avsnue Mühlen, Scke 3b Str. ant VZadiso venne. CTpn H-n pt.ciämW 39 94R.riNK.Sl. DtNtSON HO 83b. INDIANAPOLIS IND. ,y. ' ' 93 N. Pennsylv. Str., Denison Hotel. Vrill e n werden nach den beym Lkethoden den Ugr angepaßt. " :; JAC05 11ETZGER & CO's Fwschenbiergeschast, . ' ' : ' . .1 00 a qq Oü aryland Otx. . ii t, ' Telephon 4l77. ' i, ,i . Bottlerß von Metzger's Original Tafel-Vier, Hom, Brrw, speziell für un au? ihre Vieren aSgeSdlt. sviener Cafel'Vier. Hö, Brew. sptiell lx au ihre Bi gewählt. KubpeiUr, OöbmischeS und 1 (?Lport-Qier Joaeph Schlitz Bre7lng Co IJilT7auIioet

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