Indiana Tribüne, Volume 18, Number 229, Indianapolis, Marion County, 9 May 1895 — Page 3

Warnung. l

DasPudNkum wird von gewissenlosen Händlern gewarnt,' die gewöhnliche Glau b ersalz,'od er eine Misch ung von"gewvhnlichem Seidlitz . Pulver als Karlsbader Salz", .Sprudel Salz", TDentscheS (German) Salz", .Künstliche Karlsbader Sal;", oder .Jmprobed Karlsbader Salt", und unter dielen anderen Bezeichnnngen zu verkaufen suchen, unter der Anpreisung, daß .diese eben sa gut" seien wie die ächten Produkte von Karlsbad, welche direkt au? den weltbe rühmten Qnellen genommen werden. Dies beruht nur auf einer Täuschung des Publikums des größeren Verdienstes wegen, den der betreffende Handler an diesen FSl schuugen macht. Ist künstlicher Wein so gut wie ächter? Würde irgend Je. mand wisseuttich künstlichen Wein dem natür lichen Saft der Reben vorziehen? Warum deun sich von diesen Fälschungen hinterführen lassen, speziell wenn die Gesundheit dabei in Frage kommt. Die natürlichen Produkte der Quellen von Carlsbad enthalten Bestand, theile, die künstlich gar nicht hergestellt wer. den können. Seit Jahrhunderten sind die Wässer von Karlsbad wegen ihrer Heilwir kuug bei Krankheiten der Leber, Nieren und deß MagenZ rühmüchst bekannt. , . Da öchte CarlSbaderSprudel.Salz wird direkt aus der Sprudelqnelle. unter der Lei, tuug der Stadtgemeinde Karlsbad gewonnen, uud durch deren Agenten für die Vereinigtes Staate, die EiSner Meudelso'n Co., Nett Z)ork, verkauft. Jede Flasche des' ächt.im. vortirtea Wassers und Sprudelsalzes muß' obiges Stadtstegel, sowie di Unterschrift der Ageuten .Ciiner & Mendelson Co., 152 154 Franklin Str., New Jork," anfderEti. kette haben. Zu haben in alle, Apotheken. Lan hüte sich vor Fälschungen. v , ' Der Stadtrath ; Aarlöbap.

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seidene Netze.

Roman von Reinhold Ortmann. (Fortseung.) , min, ,cy kann es nicht, Frithjof. Später vielleicht schon binnen sur zem wirst du alles erfahren und dann mag sichs zeigen, welche Proben deine Freundschaft für mich bestehen kann. . . Jede, Konstantin jede! Soll eZ dazu erst eines Beweises bedürfen? Meine Dankbarkeit... Da legte ihm Konstantin Nikolajewitsch seineHand fchwer auf die Schulter und fiel ihm mit eigenthümlicher Betonnung ins Wort: Sprich mir von allem, was dir in den Sinn kommt, ZVritbiof nur von der Dankbarkeit. die du mir zu schulden meinst, sprich jr i ' n i... : . .t I um nlHi ineyr qoii ou; nie icyn Ich vermag eS nun einmal nicht zu hören! Gute Nacht! Vierzehntes Capitel. In dem großen, mit altmodischer Vornehmheit ausgestatteten Empfangszimmer der Frau, von , Holmfeld standen Fürst Apraxin und Gabriele Corbach einander gegenüber Gabriele blaß und traurig mit leichten Schatten unter den. Augen und mit femen Schmerzenslinien . an den Mundwin kein, Konstantin -Nikolajewitsch aber in sichtlicher Erregung,' feurig beredt wie nur je in feinen glücklichsten Augenbllcken. . Und dieser Mann Sie sind dessen ganz gewiß er ist wirklich sein Vater? Ohne allen Zweifel! Es ist ein beklagenswerthes Mißgeschick, das den armen Frithjof betroffen hat, und ich habe doppelten Grund, es zu bedauern, da es mich meinen Freund kostet. . - , . Sie wollen sich. also von ihm lossa gen um dieses Vaters willen? Frithjof selbst war eS, der mir gestern Abend das bisherige Verhältniß aufgeklärt hat. Er., war .feinfühlend genug, um einzusehen daß. eine Fortdauer desselben unter , diesen Idnständen unmöglich sei. Ich bin nicht hoch müthig .und ich weiß mich frei von allein Standesvorurtheilen. -Hätte ich mir den Freund auch dereinst aus einer Bettlerherberge geholt, ich. würde dennoch treu zu ihm gehalten haben, solange es sich nur um seine, eigene . Per son gehandelt hätte. Nun -aber, -da plötzlich eine Sippschaft aus-der. Bildfläche erscheint, deren Berührung, jeden anständigen Menschen, rni! Abscheu erfüllen muß nun hieße'es, allen Geboten der Selbstachtung . und allen Pflichten meiner gesellschaftlichen Stellung Hohn., sprechen wenn! ich daran denken könnte, den! dritten im Bunde zu machen. Alström hatte die Wahl zwischen mir und zwischen diesem .Vater, . der ihn. einst, schnöde, im Stich' gelassen ujid' sich Jahrzehnte' lang' nicht im, mindesten um i ihn. gekümmert hat. Er ist der Stimme der Natur, die ja vielleicht auch die Stimme seines Herzens war, gefolgt und hat . sich für den Vater entschieden. Das war nur ehrenhaft, und ich denke nicht daran, es zu tadeln. Aber alles weitere ergibt sich daraus von selbst. Ich werde seine fernere Lausbahn mit Theilnahme verfolgen und werde ihm förderlich sein, wo immer ich es vermag ein Aufhören unserer persönlichen Beziehen aber kann bei dieser Sachlage nur seinen eigenen Wünschen entsprechen. Haben SieJhremFreunde von jenem Vorkommniß in der Bellevuestraße erzählt? Ich' hoffe. Durchlaucht, Sie haben es nicht gethan. Wie hätte ich dazu kommen sollen, Fräulein Gabriele! Ich würde ihm nichts, davon gesagt haben, auch wenn ich niemals erfahren hätte, wer jener Unverschämte' gewesen und' jetzt,' da ich ihn als seinen Vater kennen gelernt habe, jetzt könnte von solcher Jndiskretion natürlich vollends nicht mehr die Äede sein. Mit einem dankbaren Blick sah sie zu ihm auf, und für eine kleine Weile blieb es still zwischen ihnen, bis Fürst Apraxin, indem er um einen Schritt näher auf das junge Mädchen zutrat, sagte: Aber wir sprechen von ihm und immer nur von ihm, während wir doch tausendmal mehr Ursache hätten, von uns selber zu sprechen. Erinnern Sie sich noch an das, was ich Ihnen gestern Abend anzudeuten wagte, Fräulein Gabriele? Sie blickte vor sich nieder und zöaernd nur kam die Antwort über ihre Livvn: Ihre Worte sind mir wohl im Gedachtniß geblieben, Durchlaucht, aber ich habe ihren Sinn nicht verstanden. Kostantin war jetzt hart an ihrer Site, und da sie sich schon bei seinem Eintritt m an das Fenster zurück zogen hatte, vermochte Gabriele ihm nicht mehr auszuweichen. Ein leichtes i rti . lrbeven gmg uoer iyre zieillcye di statt, als sie fühlte, wie er sich mit hei Kem Atbem über sie neigte. ' So lassen 'Sie mich deutlicher wiederholen, was tch m meiner Beklom menbeit und Erregung vielleicht wirk lich allzu ungeschickt, vorgebracht habe. Wir sprachen von. Ihre Mutter und Sie saaten. dak Sie schlechte Nachrichten empfangen hätten; ich aber antwortete Ihnen, daß es in Ihre eigene Hand gegeben sei, alles zum besten zu wenden. Denn der Schmerz der.Trennung ist es, der an dem Herzen Ihrer Mutter nagt wie an dem Ihrigen, und durch eine Wiedervereinigung würde sicherlich die drohendste Gefahr beseitigt sein für daö Leben derjenigen, die Sie so mnig ueoen. . An GabrielenS Wimpern hingen schwere Thränen, und sie drückte ihr Taschentuch an die Augen. - -: Warum sagen Sie mir das, da Sie . i t . fr e r . kw vocy recyr gur rollen-, oay es leinecoglichkeit gidk.vahin zu gelangen! Ach.

kaö Leben ist ja so grausam so grausam! Es wird' aufhören, grausam gegen Sie zu sein, Fräulein Gabriele, sobald Sie selbst eö nur wollen. Für die völlige Genesung Ihrer Mutter bedarf

es, wie der Arzt neuerdings an Frau von Holmfeld berichtet hat, erneS lan gern Aufenthalts im Süden und einer dauernden Wiedervereinigung mit Ih nen. Beides aber können Sie ihr verschassen durch ein einziges klemesWort durch ein Wort, das Sie für immer eoer druckenden Sorge und zedeS kleinlichen Kampfes um die Nothdurft des Daseins überhebt. Seien Sie mein Weib, Gabriele und Sie . werden nicht nur mich zum Glücklichsten aller Sterblichen machen, sondern Sie werden auch Ihre geliebte Mutter dem Leben erhalten. Kann ich Ihnen so verhaßt sein, daß es Ihnen trotz dieser Gewißheit noch schwer fällt. Ihre Entscheldung zu treffen? Sie hatte die Hand wieder von den Augen sinken lassen, und Konstantin sah, daß eine tiefe, stille Traurigkeit auf ihrem blassen Gesichtchen war. Ich will Ihnen glauben, daß Sie eS ernsthaft meinen, Durchlaucht, sagte sie leise, aber es kann nicht sein ich darf Ihnen die Antwort nicht geben, die Sie von mir zu hören wunschen. i Schon die Erwiderung, welche sie ihm gestern hatte zu Theil werden lassen, war im Grunde nur eine verschleierte Zurückweisung gewesen. Aber er hätte es nicht sür möglich gehalten, daß f : 4f . . .r . . i jic oaoei oeyarren muroe, roenn er mir seiner Bewerbung offen herausträte. Darum suchte er auch jetzt nach einer andern Erklärung für ihre Worte als nach derjenigen, welche doch die nächstliegende gewesen wäre. , Sie dürfen es nicht, weil man mich vielleicht einst bei Ihnen und bei Ihrer Mutter verleumdet, weil man Ihnen erzählt hat, daß ich leichtfertig und gewlssenlos in. 3fch weiß, daß mein Oheim diese Meinung von mir hatte. und ich bin niemals sonderlich eifrig daraus bedacht gewesen, ihm eine andere beizubringen. Denn zwischen Stephan Fedorowitsch und mir gab es nichts Gemeinsames; er wurde mich niemals verstanden haben, auch wenn ich fähig gewesen wäre, ihm mein Innerstes zu erschließen'. . Vielleicht that ich unrecht daran, mich beinahe geflis sentlich von ihm fernzuhalten, denn er war der einzige Mensch, mit dem ich durch die Bande des Blutes verknüpft war, und er hatte mir manchen. Beweis seines verwandtschaftlichen Wohlwollen gegeben. Aber es war da etwas, das allezeit wie eine unübersteigliche Schranke zwischen uns stand, das jede herzliche. Annäherung unmöglich machte und sich bei zeder persönlichen Berührung erkältend auf die Formen unseres Verkehrs legte. Das war sein Reichthum, war der Gedanke an daö gewaltige Vermögen das er. nach seine'm Tode einem glücklichen Erben hinterlassen mußte. Ich wußte, daß- es jemanden gab, der seinem Herzen näher stand als ich, denn auch ohne den Ursprung seiner Beziehungen zu Ihrer Frau Mutter zu kennen, hatte ich aus tausend sichern Anzeichen langst .die Gewißheit erhalten, daß er, Sie mein Fräulein, ungleich mehr liebte als mich. soweit eben bei seiner selbstischen Natiir von Liebe überhaupt die Rede sein konnte. Ich zweiseNe nicht, daß er mit dem Gedanken umaina, Ihnen einen Theil seines Besitzthumö, vielleicht sogär sem ganzes Vermögen zu hinterlassen, und jeder Versuch, mir seine Freundschaft zu gewinnen, erschien mir drum wie ein Diebstahl, den ich an einer Unbekannten beging. Dazu kam die bedrückende Furcht, daß er zede uebcvolle Aufmerksamkeit, jedes herzlich offene Wort nur für die raffinirte Berechnung emeS Erbschleichers nehmen würde, und aus diesen Empfindungen heraus, Fräulein Gabriele, müssen Sie es zu erklären suchen, wenn ich. meinem Oheim immer ein recht liebloser Neffe war, und wenn er selber mich, vielleicht härter-und unfreundlicher beurtheilte, als ich es in Wahrheit verdiente. Wie mir dann nach seinem Tode der ganze Nachlaß zufiel, nur weil . ein Unglück-licher-Zufall den .Fürsten gehindert hatte, die beabsichtigte letztwillige Verfügung zu Ihren Gunsten auszusetzen, ist Ihnen ja bekannt, aber' Sie wissen nicht, wie gering die. Freude war, , die ick über diese unerwartete Sendung der Dinge empfand... Ich konnte. deS Gefühls nicht ledig werden, daß ich mit der Annahme dieses Reichthums. der doch nicht ' für mich bestimmt gewesen .Xl i!' tW XA war, ein UlUCUjl vtgiuy. iu vt fand mich jn einem Zustande , wie jemand, der sich aute Tage -macht 'von dem Inhalt einer gefundenen. Briefta scke.. deren Verlierer sia nicht gemetvel. Jchbraüche'.JHnen nicht zu sagen, wie ' . y?jc .n m .r.. x rcr . viiagiK .(tue c(ua;.uuiuiic, vu ich' durch' die Vermittlung- meines Fteundes Alström gemacht hatte, .mein Gewissen zu entlasten. S)k: Zurückweisung, welche ich da erfahren hatte, war von einer Art, die keinenersüch einer Wiednboluna , zurückliek. Aber als ich . dann durch einen ' glucklichen Zufall . Ihre . Bekanntschaft machte;, da war ich-doch-sogleich sest entschlossen, meine. Absicht zu erreichen und Ihnen Ihr 'Eigenthum- zurückzugeben iumjeden. Preis. Dag qy nicht Daran wnf ken- dürfe. Ihnen ' schnödes Geld an zuöieten daS'-hatte .ich. jnich' ohne , die srühtre Abweisung, gewußt,- nachdem ia '.hker in diesem Zimmer die ersteh zwänziq Worte mit. Jhnen gesprocheiu Aber, ein! solcher, Gedanke '.konnte '.mit ja'.aüchgar nicht mehr, kommen, ida. ich mit einem- Mal sonnenklar -den' Weg vor mir'sah, der' mich zum Ziele. führen unds unS alle glücklich : machen solltet Nicht.. alS .ein Geschenk.- sondern, ai mjmeMorZengabe . sollten - Sie Ihr rechtmäßiges' Besitztum empfangen, und was .icrx' dafür, von Ihnen, zu, be gehren hatte.-war. tausendmal 'kostbarer alöl' da'S.wÄ.ichJhnen bot.' , Ein Lleblisgedanke meines Onkels war"e nem Todt hatte er mlr' dävsitisxron. Aber .KS wies die bloße Md

geveen.unsur.vas. ganze- srerra i rfrtirfifj undnoÄ'a'm Tödt'5se'?t!

lichkeit entschieden, ja, mit Entrüstung zurück, denn trotz meiner, angeblichen Verderbtheit hatte ich mir doch noch Idealismus genug bewahrt, mir ein Weib nur nach meinem Herzen, nicht nach materiellen Interessen suchen zu

wollen. Ist Ihnen auch dies noch nicht BeweiS genug für die Reinheit me'.ner Liebe und für die Lauterkeit meiner Absichten? Hastig und sich überstürzend hatte er seine lange Rede vorgebracht, von einem zum andern überspringend, wie wenn eS. ihm. einzig darum zu thun sei, sie durch die Fluth seiner Worte an einerWiederholung jenes fatalen Nn!" zu verhindern. Still mit gesenktem Köpfchen, hatte sie ihn angehört, und nun, da er tief aufathmend innehielt. erwiderte sie leise: Ich habe nie daran gezweifelt, Durchlaucht; denn welche Genugthuung hätte es Ihnen gewähren können, Ihren Spott mit mir zu treiben? Aber Sie werden nicht länger begehren, mich zu Ihrer Gattin zu machen, wenn ich Ihnen sagen muß, daß daß ich nicht im Stande bin, Ihre Neigung zu erwidern. ES. stand ihm auf dem Gesicht geschrieben, wie empfindlich . seine Eitelkeit durch diese unzweideutige Erklarung verletzt worden war; aber er räumte dem Unmuth, der unverkennbar in ihm aufstieg, nur für eine verschwindend kurze. Zelt Herrschast über sich ein. Gabriele war ja niemals schöner und holdseliger gewesen als in dieser Stunde, und sur das leidenschaftliche Verlangen des Fürsten nach rhrem Besitz konnte es keinen fchärfern Stachel geben, als dies Widerstreben, auf das er so wenig vorbereitet gewe sen war. Es trifft mich hart, was Sie nur da sagen, Fräulein Gabriele: aber meine Liebe für Sie müßte minder tief und wahrhaftig sein, wenn eö mich sollte entmuthigen können. Sie lieben noch nicht, weil Sie mich kaum kennen und weil ein Vorurtheil, in dem Sie noch immer gegen mich befangen sind, Sie daran hindert. Aber ich fühle, daß es mir gelingen wird, Ihre Liebe zu gewinnen, und ich gelobe Jhnen feierlich, daß ich als Ihr Gatte auf den ersten Beweis Ihrer Zuneigung gedüldig harren werde bis zu dem Tage. an welchem Sie ihn mir freiwillig aus eigenstem Herzensantrieoe schenken. Wir dürfen den Zeitpunkt unserer Vermählung nicht in das Unbestimmte hinausschieden ; denn der Gesundbeitszustand Ihrer Mutter fordert rasche Entschlleßungen; aber Sie werden mir dadurch, daß Sie meinen Namen onnehmen, vorlausig kein anderes Recht ge wahren als das, Ihnen eine Wiederr?'' einigung mit der gellebten Kranken zu ermöglichen und kür ibre Wiederberstel liing alles zu thun, was in menschlicher Kräften steht. : : Meine Mutter! Halb unbewußt v:. c.:v. tm 1 . m , ivurni uic uciucn uorle uoer iaone lens Lippen gekommen, und ein tiefer, schmerzlicher Seufzer hatte dabei ihren zarten Busen gehoben. Konstantin Nikolajewitsch aber wußte in demselben Vsoment, daß er den richtigen Weg eingeschlagen habe, um zu seinem Ziele zu gelangen, und daß sein Spiel bereltö fo gut wie gewonnen sei. Mit all der einschmeichelnden Beredsamkeit, über die er zuweilen verfügte, suchte er däs Schwanken Gabrielens, zu seinen Glunsten zu nützen. Nicht mehr von seiner Liebe sprach er zu ihr und nicht mehr in' jenen leidenschaftlich heißathmigen Worten.' von denen z jetzt wuß te, da sie nur darnach angethan seien, sie zu erschrecken, sondern sanft und weich, mit einer gewissen , zurückhalten den Zärtlichkeit, wie ein älterer Vruder zu seiner Schwester redet. Nur die Mutter war es, an die er jetzt noch zu denken schien, und mit uner Anschaullchkett, um die ein Dichter ihn hätte beneiden dürfen, wußte er. der mit beklommenem Herzen Lauschenden aus zumalen . rv AiTTihi) nch alles gestalten müsse, wenn sie nur durch ein ein zlges kleines Wörtchen ihre Bereitwil ligkeit erklären wolle, der rettende En -gtl er armen Frau Corbach zu wer .den... - i Wohl sah er, daß sie einen schweren Kampf zu bestehen batte und daß sie d;e Nothwendigkeit, wählen zu müssen !fjt. , L w c t.. zwiillzen lyrer lnoeslieoe 'uno oer Hoffnung auf. eigenes Gluck, wie eme peinoolle Grausamkeit empfand; . aber er kannte sie bereits zur Genüge, um zu wissen, nach welcher Seite hin die Entscheidung sallen würde und er sah sich diesmal in seiner Zuversicht 'nickt betrogen. - - (Fortsetzung folgt.) Bereitwillig. Sie (zu ibrem Manne, der angesäuselt nach Söuse kommt): J0 Gott, wie siehst -Zz l - .v i ct. rrum rn:,. )U 1,0)011 roievel uu; juh vu -ciu vor Scham unter die Erde verkriechen!Er: Na ja. jieb mir die Kellerschlüssel!" Im Widerspruch. A.: Warum verheirathen Sie sich denn eiamtlich nicht? B.: Aus zwei GrünDen: Erstens hasse ich die Frauen und Zweitens steht die Ehe mit meinen litesTarischen Arbeiten im grellsten Widerspruch. A.: So? Was. schreiben Sie - denn? B.: Liebeögeschichten! I ; . Erschwerender Umstand. Richter: Es ist zweifellos eine große Unzukömmlichkeit, daß Sie' der Angeklaate einen Ochsen geheißen. Aber vielleicht sind. Sie zu einem Ausgleich . . ' ? Oft ntntiatir laaer: .unier uinci x-. hingung!'. Um so weniger, als ich Ae gesarianer bin!" -4. Höchste. ..Reinlichkeit VutHiti .Um Himmels willen. Arid ne,.' wie . kommst Du dazu. Dir.mor,s um ba Uhr: die Füße waschen rt-r-. oi!w.a. rL ijc lU . wollene ' lioge!:: a, ; gehe! heute. Nachmittag zum Photogra vhen!AuS" dem juristischen E tä m e n. Professor: Jst unter Ehegatten ein Diebstahl möglich?" Kandidat: .Nur in passivem Sinne." r-, Yrösessor:'.Wai ölT daZ'heibet,? r-' (Kandidat 5 - Sie - können sich ' et inseitig Lepren r-erden.-

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Hiesiges.

Gewerkschaftliches. Die Sperre über die organisirten Anstreicher ist gestern nach gegenseitiger Vereinbarung zwischen der Meisterinnung und der Anstreicherunion ausgehoben worden. Die Meister hatten einen Vermittlungsvorschlag gemacht, wonach sie die der Union ungehörigen Anstreicher wieder in Arbeit nehmen wollten. Diese sollten dann freie Hand haben, nichtorganisirte Anstreicher zum Reitritt in die Gewerkschaft zu veranlassen. Jedoch sollten keine Arbeiter, welcke der Union nicht beitreten wollen, wenn sie leistungsfähig feien. deshalb aus der Arbeit entlassen werden. Die Union erklärte sich damit einverstanden und die Ausgesperrten kehrten gestern mit wenigen Auönahmen wieder an die Arbeit zurück. 3n der Lohnbewegung der Former ist noch keine Aenderung eingetreten. Die Union No. 66 hat sämmtlichen Gießereien ihre Forderungen borgelegt ($2 35 für Arbeiter an den Hobel danken e'c. und $2 50 für Monteure) Die Arbeiter wollen von ihrer Förderung nicht zurückgehen und eine Anzahl Arbeitgeber haben sich Bedenkzeit genommen. Einige dagegen haben ein Eingehen auf die Forderungen rundweg abgeschlagen. QrunVeigth.-Ueberiragungen Indianapolis, 8. Mai, '96. Berichtet durch die Alex. Metzger Grundei, genthums Agenwr im zweiten Stockwerk der Odd Fello Halle, nordöstliche Ecke von Washington und Pennsylvania Str. Albert W. Denny, Truyee, an Everett D. Arlik, Lot 62, HoSbrook & Eo.'ö Brinkman Hill Add., Brightwood. $125. George G. Swain an Nancy 3. Bash, Lot 16, Sq. 3, 1. Sekt. Lincoln Park Add. $2800. Olla Äane Baker an John I. Carriger, Lot 26, Newman Oakö Park Ad. 51000. Robert McKee an John Butler, Lotö 4 und !., Sq. 26. Z30,000. . Zsaac Sullivan an Claude McKahan, Lot 73, Bybee & Pratlö 1. Ad. $1000. Joseph gaussett an Simon Powner, nördliche Hälfte des nordwstl. Viertel, Township 9, Section 15, Range 2. $6000. , Laura B. Wiggin an William 3. Eaglen, Lot 84 in Jesserson Park. $1200. , Mary E. Habing an David W. Pterson, Lotö 611, Reading'S u. A. Add. . $2600. Uebertragungen 9; Gesammtwerth derselben $16,626.00. - Baupermlis. C 3ohn B. Zttenbach, Anbau an 74 Snglish Ave., $17$. 3ohn Carter, Anbau an daö Haus 179 Patterson Gtr.,$l5. 3ohn F. Ford, Reparatur uad Anbau an daö HauS Z66 W. 1. Str., $500. Chaö. H Richards, Anbin an den Schuppen nordwestliche Ecke von 11. Brookfide und Centennial Ave., $60. Albert Spreng, WohnhiuS 723 Massachusetts Ave., $500. W. A. Johnston, Wohnhaus an 76 Mazwell Str., $600.-3da 3. Reito, Cottage 169 OgleS Resub7an Tacoma Ade., $600 Joseph Vider, Anbau an daS HauS 106 Dunlap Str , ' $60. Henry Voight, Hauö hinter dem Hause 133 Columbia Alley, $400. 3ohn W. Thompson, Veranda und Verbesserung 86 gleicher Ave., $200. Taubbett kann nicht gebeilt werden durch lokale Applikationen, weil sie den kranken Theu des Ohres nicht erreichen können Es giebt nur einen Weg, die Taubheit zu kuriren, und der ist durcd conttltuuonelle Seumittel. i r Taubbeit wird durcb einen entzündeten Zustand der schleimigen Auskleidung der Eustachischen Röhre verursacht. Wenn viele Nohre sich entzündet, habt Ihr einen rumpelnden Ton oder unvollkommenes Gehör; und wenn sie ganz geschlossen ist, ersolgt Taubheit, und wenn die Entzündung nicht gehoben und diese Röhre wieder in ihren gehörigen Zustand beruht werden kann. wtro das Veyör sur immer zerflorl derben; neun Fälle unter zehn si?d durcb Katarrb verurlackt. tvelcker nickts als ein entzündeter Zustand der schleiMlgen Oberflächen , st. ,. . ' Wir vollen einhundert Dollars für jeden (durch Katarrh derursackten) Fall von Ä-aubyett geben, den wirmcht ourq Einnehmen von Hall'S Katarrh, Kur yelten rönnen. Ladt Cu um ons Circulare kommen. ' F. 3 C h e n e y & o., Toledo, O ' . Verkauft von allen Apothe. kern, 76 CtS.' DaS Maifeierkomite der deu' schen Gewerkschaften und der Sozial. Sektion hat heute Abend eine Konfe renz in Bernhardts Halle behufs Ab chnung -. CZr Heute Abend halt der deutsche republikanische Verein eine Versammlung in der Nozart Halle zur Oespre iZunz von yarteiLLgelegenheiten für die komrnentk Otadtr?ahl ab.

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