Indiana Tribüne, Volume 18, Number 225, Indianapolis, Marion County, 5 May 1895 — Page 3

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Die tolle Komteß. Vornan von ßrnl! von Worjogm. (7. Fortsetzung.) Norwig griff sich an die Stirn. Weib. Weib Deine Dreistigkeit sucht ihresgleichen! Bei welchem Teufel bist Du in die Schule gegangen?Weißt Du denn, ob ich nicht vielleicht Dich früher betrogen habe? Vielleicht ist dies mein wahrer Name!" Sie lächelte ihn dabei verschmitzt an und weidete sich an seiner Verwirrung. Er wußte nicht sogleich, was er erwidern sollte. Dann aber rückte er mit einem heftigen Stoß seinen Stuhl unter den Tisch und knirschte: Nun, ich bin recht begierig, was aus diesem allerliebsten Versteckspiel werden soll. Jedenfalls werde ich nicht wieder vor Dir die Flucht ergreifen. Ich bleibe hier komme was da wolle!" Damit schritt er eiliast zur Thür hinaus. Als er gegangen war, blieb sie noch eine ganze Weile wie festgebannt auf derselben Stelle stehen und drückte ihre' beiden Hände gegen ihr hochklopfendes Herz. Erst als sie den Tritt des Dieners sich nahen hörte, verließ auch sie das Zimmer, um ihren häuslichen, Pflichten nachzugehen. - . . . 8. Kapitel. r?tfj Aufkr?teu Vcj b.'rildultea Urt:.T"asflndf8 sxinS W. 5 ins,' gcnzaut nsnurftjink, aus vamdurz. i3f jooSki'dre Bknoz:lStjcha?k. T cfntbiiwr Hzchtr eist ,2:e Uloorfultur", uns zum 4)Iur: : Hm ich oäct Irin gk'ährl.chkr Waii". Seit' den geschilderten Ereignissen waren acht Tage vergangen acht trübselige Tage! Die Sorge um die

tolle Komteß druckte ersichtlich auf die sonst so gleichmäßig ruhige . Stimmung der gräslichen Familie, und selbst die heitere, urgesunde Vicki ging ernst und still im Hause umher wie eine barmherzige 'Schwester., . Der Graf, der seine älteste 'Tochter zärtlich liebte. -hatte noch am ersten Taze seinen Stubenarrest unterbrochen. um hin und wieder eine Stunde an 'chrem Krankenlager zuzubringen. Am SiTnntag war er, dem dringenden Wunsche seiner Gattin folgend, zum heiligen Abendmahl gegangen und danach als reuiger und reingewaschener Sü:rder wieder in Gnaden aufgenommen worden. Die Gräfin verfehlte natürlich nicht, ihm gegenüber den Unsall, der Komteß Marie betroffen hatte, als eine Mahnung des Himmels für thn darzustellen, der, anstatt immer noch fremden lxübschen , Mädchen nachzulaufen, lieber seine Töchter, so hätte erziehen und behüten sollen, daß solche beklagenswerthen , , Unglücksfälle unmöglich geworden wären. . Die Komteß war allerdings nach cht Tagen imstande, das Vett zu verlassen und sich langsam und vorsichtig in Haus und Garten zu bewegen, doch wurde sie noch von Zeit zu Zeit von Schmerzen heimgesucht, die nur von eiv.tm innerlichen Schaden herrühren konnten, den sie bei dem Sturze davongetragen haben mußte. Der Arzt war sich nicht recht klar über die Natur des Leidens und hatte selbst gerathen, einen hervorragenden Spezialistin zu konsultiren. Mit der neuen Woche sollte aber auch wieder neues Leben in dasSchloß kommen; denn der junge Maler, der berusen war, die würdigen Züge der Gräsin Aurelie Pfungk der Nachwelt zu überliefern, - der bewußte .Hans W. Fink.' den, wie man sich erinnern wird, Vicki sckon im voraus in Hanswurstsink umgetauft hatte, erwies sich als ein liebenswürdiger Gesellschafter von nie versiegender guter Laune, naiver Offenheit und gesunder, wenn auch etwas unerzogener Ungenirtheit. Herr Fink-war ebenso wie damals Fräulein Sophie mit dem Morgenzug von Hamburg angekommen. Es wurde ihm dasselbe Zimmer eingeräumt, welches bisher der inzwischen nach dem Wirthschaftshause übergesiedelte OberVerwalter innegehabt hatte. Nachdem er sich den Reisestaub abgespült und sich in seine Sonntagstoilette geworfen hatte, welche in einem elegant geschweiften - kornblumenblauen Kammgarnröckchen, heller, blauzetupfterWeste und prallsitzenden, lanzgestreiften Hosen bestand, machte er dem Grafen seine Auf Wartung und wurde in liebenswürdigster Weise begrüßt. Der Graf geleitete :zn dann sofort zu seiner Gemahlin', nelche sammt den beiden Töchtern in 'der Glasveranda' mit Handarbeiten beschäftigt war. Auch die Damen empfingen ihn stör freundlich, obwohl mit einiger Verwunderung. Sie mochten sich alle drei unter einem Maler einn blassen, langhaarigen Jüngling in Sammtjackett und Schlotterhose vorgchellt haben, welcher Vorstellung dies:r wohlgenährte junge Mann mit dem rosigen Teint und den scharf und keck dreinschauenden blauen Augen allerdings in keiner Weise entsprach. Der Künstler seinerseits mochte durch den erst: Anblick seines Modells sich ebenfalls ein wenig enttäuscht fühlen, indem die gute Gräfin, wie sie so über ihre runden Brillengläser hinweg in drolliger' Vetroffenbeit zu ihm hinauf Lugte, einen vom malerischen Standpunkte aus nicht eben begeisternden Eindruck machte. Herr Fink begrüßte die Damen mit drei sehr eilfertigen und nicht eben hoffähigen Bücklingen, welche KomteßVicki fast so erstaunlich vorkamen, wie die sagenhaften Ehrendezeigunzen der Fidji-Jnsulaner. Eine der ersten Fragen der Gräfin war. ob sie ihm wohl mit einem kleinen Frültück dienen könne. Ja wohl, Frau Gräfin, das ist eine famose Idee ich hbe nämlich einen schauderhaften Hunger!" rief Fink verEs war' erstaunlich. 'welcken Avvetit der junge Musensohn entwickelte. Die Herrschaften, welche schongeluncht hatten. bekamen vom Zusehen fast neuen Hunger. Trohdem - sc;nf Kauwerkzeuge so stark beschäftigt waren, bestritt Hanswurstfink uch noch den größeren Theil der Unterhaltung, lieferte seinem

hochgeborenen Publikum, während er

zwei weiche Eier verzehrte und zwar aus freier Hand, den Eierbecher stolz verschmähend einen kurzen Abriß seines Lebens, erzählte ihnen, während er eine Hammelskotelette vertilgte, wie er in Paris beinahe mit Rochefort ein Duell gehabt hätte, und während des Käses, wie er in Sizilien Theaterdirektor gewesen sei. Seine ZuHörer kamen aus dem Lachen fast nicht heraus, und besonders Komteß Vicki war ganz außer sich vor Vergnügen und Erstaunen. Nachdem die Ueberreste des Essens bgetragen waren, begab sich der junge Künstler an die Einrichtung seines Ateliers. Zu diesem Zwecke war der angrenzende Hubertussaal ausersehen worden, eine Wahl, die Finks vollen Beifall fand. Eine Staffelei hatte er gleich mitgebracht, es handelte sich nur darum, einen eryöbten Sitz für das Modell herbeizuschaffen und die Be leuchtung zweckentsprechend zu gestalten. Zu diesem End: mußte ein, Fenster durch einen Vorhang verdunkelt, andre durch. Fortnahme der Gardinen frei gemacht werden. Vicki, welche dem Künstler bei seinenAnordnungen dienstfertig zur Hand gegangen war, rief sich zur Ausführung dieser Maßregeln das Fräulein Sophie zu Hilfe, weil ihre ältere Schwester noch unfähia war. sich rafch und ungehindert zu bewegen. Da inzwischen auch der Graf und seine Gemahlin sich an ihre Geschäfte begeben hatten, so befand sich Fink, als das Fräulein eintrat, mit den beiden jungen Damen allein im Saal. Komteß Numero drei?" wandte er sich fragend an Vicki, nachdem er seinen pflichtschuldigen Kratzfuß vsr der Eintretenden vollzogen hatte. O nein, dies ist Fräulein Sophie Bandemer," 'belehrte sie ihn lachend, .die Dame, welche meiner Mama in der Wirthschaft und mir beimEnglischsprechen hilft." ' Hallo! Fräulein Sophie Bandelner?" rief Fink, die junge Dame, die so lange in Amerika war und zuletzt bei Frau Konsul Wuvermann in Hamburg?" Das Fräulein zuckte kaum merklich zusammen und erwiderte, mit einem mißtrauischen Blick den jungen Künstler messend: Allerdings, die bin ich." Fink reichte ihr seine Hand hin, in die sie zögernd die ihre legte und schüttelte sie vertraulich. Jh, dies ist ja famos, liebe Koustne!" Das Fräulein wurde doch etwas blaß bei der ganz unerwarteten Entdeckung einer Verwandtschaft, von der sie nicht die geringste Ahnung hatte und stotterte mit einem etwas verlegenen Blick nach der jungen Komteß hin: Ich wüßte nicht, Herr...." Fink, Hans Willibald Fink, Kunstmaler in Fett, Wasser und anderen Chemikalien; einziger Sohn vom ollen Fink in Hamburg, alter Wandrahm 9 wissen Sie nicht? Nanu! Sie werden doch vom ollen Fink gehört haden vom ollen Theerfink?" Und zur Komteß gewendet, fügte er erklärend hinzu: Mein Alter handelt nämlich mit Theer, Farben. Bürsten. Pinseln und anderm Schiffslram. Daher der sogenannte Funke meines Genius. Die große Pinselführung ist mir angeboren." Nein, ist das ahtt komisch," rief Vicki, in die Hände klatschend, daß Sie hier im Hause eine Verwandte treffen müssen!" Ja, die Welt ist eben riesig klein," lachte Fink. Man ist eben nirgends sicher, weder vor seinen. Gläubigern noch vor seinen engsten Konsinen Mein Vater und Frau Bandemer haben nämlich ein und dieselbe Tante das heißt gehabt. Sie hielt eine Matrosenkneipe' in Kuxhaven. Bei einer großen Keilerei kriegte sie einmal ein Stück von dem eisernen Ofen an den Kopf, welchen die Rauhbeine als Projektil benutzten und das .konnte sie nicht vertragen! Ihre Mama' ist doch damals auch zur Erbschaftsregulirung ' nach Hamburg gekommen. Es muß ein hollischer Spaß gewesen sein! Mein Alter hat mir die Geschichte oft, genug erzählt, wie Ihre Mama, weil nichts Bessres zu kriegen war, schließlich mit einem alten Papagei abgezogen ist, der nichts sagen konnte, wie immer nur: 4Give her a kiss! Give her a kiss! Kätheriiie wants rnoney!" ; Komteß Vicki mußte über diese Geschichte lachen, dak ibr die Thränen über beide Wangen , liefen, , während Fräulein Sophie weniger davon erbaut zu sein schien. Sie biß sich leicht auf die Lippen und, ihr Herz klopfte so stark, daß ihr die Ohren klangen. Sie konnte sich jetzt durch jedes Wort verrathen und mußte doch irgend etwas sagen. ; . Ach ja, ich entsinne mich noch recht wohl des drolligen alten , Vogels," brachte sie endlich 'mit einem gezwungenen Lächeln Iheraüs, welches dem unbequemen Vetter anveuten sollte, daß sie von seinem Gedächtniß für intime Familiengeschichten nicht sonderlich entzückt sei, und dann fügte sie kühl und gemessen hinzu: Ich kann mich aber nicht, entsinnen, Ihren Herrn Vater jemals gesehen zu haben.". Nicht? Das ist doch' aber' merlwürdig." rief Fink, ihr erstaunt in die Augen sehend. Ich denke, Sie sind damals, als Sie nach Amerika gingen, bei meinem Vater abgestiegen? Er hat Sie doch noch auf das Schiff gebracht! Es ist freilich zehn Jahre her.'.." Ja, und ich hzbe ein so schlechtes Gedächtniß," -fiel Sophie rasch ein. Jetzt besinne ich mich übrigens, daß mich allerdings ein alter Herr inöambürg empfing und auf das Schiff be gleitete, aber es war mir gänzlich entfallen, da.ß dies ein Onkel, oder viel mehr wie soÜ ich sagen? ein Neffe einer, Tante meiner Mutter gewesen sei. Ich habe' so wenig Sinn für so entfernte Verwandtschaften." Dies letzte sagte sie recht spitz und mit deutlichem Nachdruck.. - " -

' Doch das focht den unbarmherzigen Letter wenig an, und er schwatzte munter weiter: Mein Alter wollte Sie schon in- Hamburg ' gern aufsuchen, aber da waren Sie schon von Wuvermanns fort. Der junge Wuvermann hatte mir , nämlich so viel Schönes von Ihnen erzählt" bei diesen Worten suchte er mit einem vielsagenden, schalkhasten Blick Sophiens Auge .na, und wie das so manchmal kommt vor meinem Alten habe ich ja keine Geheimnisse! kurz und gut: da kam die Verwandtschaft zu Tage, und mein Ulter kriegte Lust, sich mal bei Ihnen nach Tante Riekens Papagei zu erkundigen. Ihrer Mutter sehen Sie übrigens nicht die Spur ähnlich wir haben zu Hause noch ein altes Photogramm von ihr freilich von Anno Toback!" Man hat mir immer gesagt, daß ich eigentlich nur meinem seligen Vater ähnlich sähe," versetzte Fräulein Bandemer rasch und .trotzig. Sie mußte sich auf. den glücklichen Zufall und auf ihre oft bewährte Dreiftiakei verlassen, ob ihre Antworten mehr oder weniger der Wahrheit entsprechend aussielen. Daß diese letzte recht unglücklich gerathen sei, merkte sie sofort an dem eigenthümlichen Gebühren ihres verwünschten Vetters. Fink stutzte nämlich erst, machte dann -heftige Anstrengungen, sich das Lachen zu verbeißen und verfolgte endlich das schöne Fräulein, solange es noch im Zimmer war,mit nicht zu mißdeutendem Argwohn im Blicke. Sie hätte ihm mit dem größten Vergnügen auf der Stelle die Augen auskratzen mögen, denn sie sah plötzlich durch diesen plumpen Musensohn das luftige Gebäude, das sie mit Hilfe des wun-

derbarsten Zufalls, der kecksten Lüge und der schlauesten Verecknuna so rasch aufgeführt hatte, in seinen Grundfesten erschüttert. Eine so geschickte Schauspielerin sie war, glückte es ihr doch nickit, so ganz ihre Verwirrung und zornige Erregung zu verheimlichen. Und Hanswurstflnks klare Augen schienen bis aus den Grund ihrer Seele zu-schauen. Er weidete sich an ihrer Unruhe und fubr fort, sie mit seinen Fragen zu peinigen, unbekümmert um die Anwesenheit der jungen Komteß. Wahrend er, auf der Leiter stehend. ihr eine Gardinenstange' hinunterreichte, fragte er: ?lbre Mama hat gewiß eine rechte Freude gehabt, Sie wieder zu sehen nach so langer Abwesenheit." Ohne eine Antwort abzuwarten, fuhr er fort: Es soll ihr ja wohl jetzt recht gut gehen. Hat sie noch das Putzgeschäft da in wo war's doch gleich?" Ich weiß es nicht: ich habe meine Gründe gehabt, den Verkehr mit meiner Mutter ganz abzubrechen," versetzte sie in leicht schmerzlichem Tone. Oh, oh, wie l!t das moallch! Sie soll doch immer eine so gefühlvolle Frau und eine so zärtliche Mutter geWesen sei. Mem Alter erzählte mir wenigstens, daß sie über Ihre ganze Kindheit ordentlich Buch geführt hat, und zwar mit so einem poetischen Schwung: Als ich heute früh beim ersten Morgengluhen an ihr Bettchen trat, lag mem holder Engel in seinen Weißen Kissen wie ein Thautropfen auf einer Lilie." So in der Art wissen Sie. Mein Alter hat mir das so schön erzählt!" Jcy mochte Sie bitten, die Ennnerung an meine Mutter ganz beiseite zu lassen, sagte Fräulein Sophie aemessen. Fink machte ihr eme ironische Verbeugung, als er von der Leiter heruntergestiegen war und wandte sich dann an Vicki mit dem begeisterten Ausruf: Memen Alten sollten Sie kennen ler nen, Ziomteg! schnurriger alter Kauz, aber ein richtiges Universalgenie. )ann entwarf er m wenigen aber charakteristischen Zügen ein . Porträt in niederländischer Manier, welches Komteß Vicki in der That begierig machte, den berühmten ollen Theersinren kennen zu lernen. Als er nach Beendigung der wichtigsten Zurichtungen hinauf gegangen war, um sein Malgeräth zu holen, hatte Komteß Vicki nichts Eiligeres zu thun, als dem Fräulein Sophie um den Hals zu fallen und laut aufzujubeln: Ach. jekt wird's aber lustia bei uns! Was haben Sie bloß für einen reizenden Vetter! Und was der schon alles erlebt hat! Er erzählt so interessant." Und sie wiederholte ihr, was Fink während des Friihi'tü lUi :i3 um besten gegeben hatte. . Das Fräulein befreite sich sanft aus Vickis Umarmung und sagte im Tone mütterlicher Mahnung: Ich möchte Ihnen doch rathen. Komteß, sich von diesem jungen Künstler in angemessener Entfernung zu halten. Ich habe Ihnen schon angedeutet, welche tieftraurigen Gründe mich zwingen, meine Mutter als für mich nicht mehr vorHanden zu betrachien. Für diesen jungen Menschen mag das' alles ein Gegenstand des Spottes sein; wie sehr mir meine Erinnerungen schon das Leben verbittert haben, davon dürfte freilich er und seine ganze Sippschaft kein Verständniß besitzen." . Aber Fräulein," wandte Vicki ungläubig, ja sogar vorwurssvoll ein, ich kann nicht glauben, daß Herr Fink so frivol und gefühllos sein sollte! Ich finde das nun zum Beifpiel ganz reizend von ihm. daß er mit solcher Liebe und Begeisterung von seinem drolligen alten Papa spricht, oöschon der .gewiß gar kein gebildeter Mensch ist und ganz r, ? , - ' . . oeinmmi immer nacy 'yeer riecht. (nhftin2 Witt f.TWa l ' ,W r t "V . . -... i-. CV j - . - ' rj raunic .jaj muL es ynen pol) im Vertrauen sagen dieser joviale alte Theerfink ist ein mehr als zweifelhafte? Charakter. Er hat' Jahre im Ecfäng. niß zugebracht." . .. lNein. das ist ja gräßlich!" rief das Komteßchen entsetzt. . - '

Das Fraulein fuhr boshaft lächelnd fort: Es scheint, der Apfel ist nicht weit vom Stamm gefallen. Aus den paar Scherzen, die Sie mir da von ihm berichten, geht doch zienich deutlich hervor, daß er fo eine Art Hochstaplcrleben geführt hat. Wer in aller Welt hat ihn denn nur Ihren Eltern empfohlen?" , O, er hat Bekannte von uns gemalt. Papa hat die Bilder gesehen, wie er zuletzt in Berlin war. Es sollen ja auch in Hamburg so 'viele junge Mädchen aus den been Ständen bei ihm Unterricht-nehmen." Ja ja da sieht man wieder recht, wie Dreistigkeit' und Verlogenheit es immer noch am weitesten abringen!" seufzte die schöne Stütze. Wenn ein junges Mädchen, das sich in fremden Häusern sein Brot verdient, in dieser mehr als ungenirten Art . und Weise auftreten wollte, so würde man ihm sicherlich balo genug die Thür weisen. Bei einem jungen Manne findet man das nicht nur 'ganz in der Ordnung, sondern womöglich gar noch entzückend, himmlisch, amüsant." Das Komteßchen schaute sehr betrübt darein. Es scheint, ich mache es nie einem recht. Wenn wir hier Besuch haben von unsern Gutsnachbarn, und die jungen Herren wollen mit mir eine Unterhaltung anfangen, dann be'müh: ich mich immer, mich recht anständig und reservirt zu benehmen, weil Mama immer schilt, daß ich noch viel zu kindisch und vorlaut für mein Alter wäre. Aber wenn ich nun nichts sage, dann kommt Mama und pufft mich heimlich und sagt, ich soll doch nicht dasitzen, als wenn ich ein Schaf verschluckt hätte. Und wenn ich mich dann mal wieder nach Herzenslust amüsire über einen netten jungen Mann, dann werde ich erst recht wieder gescholten." Ich will Sie ja durchaus nicht schelten." begütigte Fräulein Bandemer, dazu habe ich ja gar kein Recht in meiner bescheidenen Stellung. Aber ich glaube es Ihnen doch schuldig zu sein, Ihnen einem Menschen von so freien Sitten 'und so weitem Gewissen gegenüber etwas vorsichtige Zurückhaltung zu emvfehlen." - , Ach, mein Gott, er ist ja doch ein Künstler! Da nimmt man es nicht so genau; das habe ich immer gehört!" Sollten Sie dann nicht auch gehört haben, daß diese Künstler die Nachsicht, die man gegen sie übt, besonders dazu mißbrauchen, unerfahrene junge Mädchen zu bethören?" Die weise Sophie sagte dies beinahe feierlich. , Und dem armen Komteßchen wurde ordentlich ängstlich zu. Muth. Ach Gott, ach Gott, das ist. ja gräßlich!" rief sie. Glauben Sie wirklich. .daß dieser auch so ist? Wenn er mich nun auch zu bethören anfangen wollte! Wie macht er denn das wohl? Ich habe soche Angst, daß ich am Ende nichts davon merke, wenn Sie mir nicht einen Wink geben. Sind Sie denn schon mal bethört worden?" . Fräulein Sophie hatt: eigentlich die größte Lust, dem großen Kinde laut in's Gesicht zu lachen, doch sie zwang sich ernst zu bleiben und nahm wieder die Maske der Wehmuth vor, welche sie so gut. kleidete: O mein theures, süßes Kind! Möge Sie Gott bewahren so hold, so schön, so rein!" rief sie mit -schwungvoller Rührung aus und küßte wiederholt das wohlgepolsterte Händchen der großen kleinen Komteß. Mich haben die herben Erfahrungen meiner Kindheit nur allzufrüh gereift und gegen die Arglist der Männer gefeit. Aber fragen Sie mich nicht nach solchen Dingen. Schweigen Sie auch gegen die Übrigen über die unangenehmen Dinge, die vorhin in dem Gesprach mit me'.nem sogenannten Vetter zu Tage kamen. Sie versprechen mir das. nicht wahr?" Vicki versprach es,' obwohl sie einigermaßen betrübt war, daß sie die merkwürdige Entdeckung Hanswurstfinks sammt der Geschichte mit dem alten Papagei für sich behalten sollte. Aber die feierliche Warnung des Fräuleins hatte einen solchen Eindruck auf sie gemacht, daß sie, sobald sie nur die Schritte des wiederkehrenden Fink nahen hörte, mit dem Ausruf: Nein, mit dem abscheulichen Menschen will ,ich nicht wieder allein zusammen sein!" hinaus in die Veranda und von da in den Park lief. Sie hatt: bei diesem eiligen Hinausstürzen gar nicht bemerkt, daß ihre Schwester, noch immer in ein Buch vertieft, einsam auf der Veranda saß. Es war eine von Komteß Vickis vielcn nachlässige Gewohnheiten, die Thüren nicht hinter sich z schließen. Und so war auch diesmal die Glasthür halb offen geblieben, so daß Komteß Marie jedes Wort, welches dadrin im Atelier gesprochen wurde, deutlich

hören konnte. So vernahm sie denn, wie Fink hereintrat und sein Bedauern äußerte, die Komteß nicht mehr vorzufinden.' Glauben Sie vielleicht, daß Ihre geschmackvollen Erzählungen von dem ollen Theerfinken und von Tante Rieke mit ihrem unanständigen Papagei eine wohlerzogene junge Dame so zu fesseln vermöchten?" sagte das Fräulein derächtlich. Na, na. verehrte Base, haben Sie sich man nicht so!" versetzte der andere gutlaunig. Die kleine dicke Komteß kommt mir gar nicht so vor, als ob sie so albern wäre. übe jeden kleinen drolligen Snack gleich in Ohnmacht zu fallen. Ein reizendes Mädel, die lütt: Gräfsche! O wir werden schon 'gut miteinander auskommen! Dies ist ganz mein Genre!" ! Wenn Sie nur mit Ihrer Dreistigkeit nicht vorher Schifföruch 'leiden, Herr. Jetter." höhnt: Sophie. - Sagen Sie nal Sie sind doch nicht etwa di: Gouvernante von diesen beiden ausgewachsenen jungen Damens? Da könnten sie allerdings was.

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frofitiren! Der junge Wuvermann bat mir nämlich von Ihrem Talent und Ihrer vielfeitizen Bildung großartige Dinge erzählt!" Dem Fräulein Sophie schien vor Zorn die Stimm? zu versagen wenigstens vermocht: KomtcßMarie draußen von ihrer Antwort nichts zu verstehen. Die Rolle einer Lauscherin wiverstrebte ihrem feinen Empfinden auch so sehr, dasi sie sich mit absichtlichem Geräusch erhob und rasch in den Saal eintrat. Der junge Maler lachte in diesem Augenblick laut auf, wie wenn er dadurch eine Drohung seiner schönen Base höhnisch 'abwiese. Und diese schöne Base kehrte der unerwartet Eintretenden ein von grimmiger Wuth und offenbarer Tücke verzerrtes Antlitz entgegen, welches auch nicht eine Spur von der weltentsagenden Demuth und holdseligen Bescheidenheit auswies, die es sonst verklärte. Komteß Marie that, als habe sie nichts Auffallendes bemerkt und wandte sich mit der freundlichen Erkundigung an Herrn Fink, ob das Atelier nunmehr seinen Wünschen entsprechend sei. Und als er dies bejahte, forderte sie ihn auf, mit ihr einen kleinen Gang durch den Park zu machen. Fink verbeugte sich stumm und folgte ihr beitwilligst hinaus. Ich habe von Kunst und Künstlern nur eine recht unklare Vorstellung," begann die Komteß das Gespräch: Ich weiß also nicht, ob ein Bildnißmaler auch an landschaftlicher Schönheit Geschmack findet, oder ob er nicht vielleicht die Schönheit einzig im Menschen sucht." Entschuldigen Sie," versetzte Fink, da muß ich Sie erst mal über einen Grund.rrthum aufklären: für uns, was wir modernen Malers sind, ist überHaupt die sogenannte Schönheit Quarto, Quarkino. Wir begeistern uns nur für das Charakteristische!" Und dabei bohrte und fuchtelte er mit dem Daumen in der Luft herum, als knete er aus einem dort gedachten Thonklotz etwa . ein furchtbares Gorgonenhaupt. Sehen Sie, alles was so recht schön glatt unÄ glau ist, so recht wie das große Publikum es liebt, das ist uns ein Horreur mag es nun Menschenwerk oder aus der Hand des Schöpfers hervorgegangen sein. Ja, es läßt sich nicht leugnen, daß sogar der liebe Gott in seinen Menschengesichtern manchmal recht für das große Publikum arbeitet." - Die Komteß mußte herzlich lachen über diesen tiefsinnigen Ausspruch. Und dann sagte sie nach einigem Bedenken: Nun, Sie mit Ihrem Haß gegen die Schönheit, was sagen Sie denn dann zu unserm reizenden Fräulem Bandemer, das allen , unseren Herrn hier die Köpfe verdreht?" Hm! Mir wird sie ihn jedenfalls nicht verdrehen. Dafür bin ich mcinem Vater sein Sohn!" brummte der Maler vor sich hin. Aber kann denn nicht ein hübsches Gesicht auch charakteristisch sein?- . O ja, gewiß. Ihr Herr Papa zum Beispiel, der Herr Graf, der ist schön und charakteristisch zugleich. Ein wahres Fressen für den Maln." Ah. das werde ich Papa wiedersagen; dielleicht läßt, er sich dann auch malen. Wir haben ihn nämlich .nur ganz jung, und ich finde,' diese Art Köpfe werden ie älter desto schöner." Ganz richtig: es gibt Menschen, die sind -wie die Geigen das habe ich auch immer gesagt." Die Komteß blieb lächelnd stehen und sah ihn forschend an. Von uns Weibern gilt , das leider nicht. Oder glauben Sie vielleicht, daß z. B., unser schönes Fräulein Sophie Ihnen mit sechzig Jahren besser gefallen würde?" Ich glaube kaum erwiderte er, ohne sich zu bedenken. Die ist zwar auch wie eine Geige, und zwar eine ganz schön ausgespielte; aber ich finde, sie klingt immer noch falsch es muß im Holze was versehen worden sein." ' Ei. ei, Herr Fink. Sie sind wohl ein großer Menschenkenner? Ich habe nämlich x auch schon die Empfindung gehabt, als ob diese junge . Dame uns eine Rolle vorspielte, die." Sie suchte noch einem Ausdruck. Die ihr der Herrgott nicht selbst auf den Leib geschrieben hat," ergänzte Fink schlagfertig. Ja das meine ich auch, Komteß, und . ich glaube, wir haben recht.. Ich möchte sogar bei nahe darauf schwören, daß sie gar nicht die ist, für die sie sich ausgibt. Wenn man so viel in der Welt herumgekommen ist wie ich, dann weiß man, daß in der Wirklichkeit noch weit wildere Sachen passiren als wie in den verrücktesten Romanen." ' Nun, dann dann ich Ihnen ja auch verrathen, daß ich sie im Verdacht habe,:mit unserm Oberverwalter, einem Herrn von Norwig, den Sie ja noch kennen lernen werden, - in irgend welcher näherm Beziehung zu stehen. Ich vermuthe, sie ist unter falschem Name:in unser Haus gekommen, nur um diesem Herrn nahe zu sem." O, das wird sich schon herausbrin gen lassen," meinte Fink zuversichtlich. Mein Vater kennt die ' Bandemers ganz genau." ' ; Ihre Papiere sollen aber ganz in Ordnung sein," entgegnete Komteß Marie. Wie wollen Sie ihr beweisen, daß st: nckt die Person ist, 'auf welche sie' lauten?" . Besitzen Sie nicht dielleicht ei Photographie von ihr? Die brauchte ich dann nur meinem Alten, zu schicken und der schickte sie wieder der ab ten Bandemer und schriebe einfach bei: Ist das Deine Tochter?" i Bravo, vortrefflich," rief? sie. Sie hat ja ihr Bild zugleich mit der Empfehlung der Frau Konsul Wuvermann eingeschickt. Ich werde eZ meiner Mama unter irgend einem Vorwande abzulocken suchen. Aber nicht wahr, diese Verabredung bleibt unser Geheimniß? Hier im Hause schwören sie olle auf das arme unglückliche Mäd-

chen WÄ sie sich imTNe? nennt. Ehe wir unsrer Sache nicht ganz sicher sind, dürfen wir von uns'rm Verpacht nichts merken lassen." . Meine Hand darauf, Komteß." sagte Fink. Ich denke, Sie werden mit mir zufrieren sein. Ich biir zwaö schon alles möglich? in meinm Leben gewesen, vom Ksnzertmaler biZ zum Afrikareisenden, aber GeheimpTlizist noch nicht. So was reizt meinem Vater seinen Sohn!" Sie schüttelten sich ' ' lachend die Hand und kehrten dann langsam noch dem Schlosse zurück. I Wahrend der Hamburger Künslle?

ich so günstig bei den Damen des Haues einzuführen beflissen war, fuhr der Graf mit seinem Oberverwalter zu seinem Nachbar, . Herrn Wolf Dietrich von der Maltitz nach Senthin hinüber. ' Die acht Tage seiner Thätigkeit in Räsendorf hatten genügt, mn Norwig das Vertrauen des Grafen in seine Fähigkeiten zu sichern,' und der große Dienst, den er der Komteß Marie bei ihrem Unglücks falle . geleiflct, hatte selbstverständlich dazu beigetragen, sein Verhältniß zu der ganzen Familie zu einem weit mehr freundschaftlichen als geschäftlichen zu gestalten. Der Arzt hatte dem Grafen gegenüber sogar die Vermuthung ausgesprochen, daß. die von Norwig so wohl angewendete künstliche Athmuna wahrscheinlich der jungen Gräfin das Leben gerettet hätte. Es war daher nur nawrlrch. da der Graf seinen ersten Beamten seither Nicht mehr wie' einen Untergebenen, sondern wie einen? erfahreneu Freund behandelte, welcher- so liebenswürdig war, ihm die Hauptlast und Verantwortllchkeit m semer Wirthschaft abzunehmen. Eine Folge dieses so vernnderten. Verhältnisses war, daß der .Graf nun mit größerer Bereitwilligkeit auf die zahlreichen Vorschläge eingmg welche Norwig ihm für eine zeitgemäßere und , gewinnreichere. Vewirthschaftung zu machen hatte. Der Graf, war noch durchaus em Landwirth nach der alten Schule, der zwar gegen die verderbli--chen , Elementargewalten bei verschledenen Gesellschaften versichert wrr im übrigen, aber seine Ernte, so gur oder so schlecht sie war, auT der Hand ,desHimmels unmittelbar entgegennahm.. Ohne im geringsten geizig zu sein mocyte er vocy nlcyt gern zur neuerersuche Geld ausgeben und . kam sich,, nachdem er sich eine Lokomobile und einige andre Maschinen angeschafft hat--te, vollständig aus der Hohe der Zeir stehend vor. Nun hatte Herr von Norwig ihm einen Plan entwickelt, welcher dem alten Herrn zunächst freilich beängstigend kühn und modern vorkam,. jedoch, wenn die Ausführung glückte,, allerdings einen ' recht betraHllichen. Gewinn abwerfen mußte , : Das Land, welches der Bach durchschnitt, war nämlich, soweit es tief lag. in einer Ausdehnung von mindestens hundertsünfzig Hektar auf Räsendor-' ser wie auf Senthiner Gebiet. Moorgründ, und als solcher bisher so gut, wie ertraglos geblieben, da nur in den trockensten Sommermonaten das Vieh dort auf die Weide getrieben werden konnte, der Torfstich als nicht lohnend aufgegeben worden war. Dies'ansehnllche Gebiet nun wollte Norwig zu ernem Versuche mit der damals noch ganz neuen Moorkultur benutzen,' wel che er in den Vereinigten Staaten keni;n gelernt hatte, und welche im wesentllchen dann besteht, daß auf den Moorgrund eine Sand- und auf diese wieder eme dünne Moorschlcht aufgetragen wird. Ein leichtes Umbrechenmacht diesen Boden dann zur Aufnahme jeder, auch der schwersten Pflanzefähig. Die größte. Schwierigkeit besteht, bei "solcher Moorkultur in , der genauen Regulirung dcZ Wasserstandes welcher stets in gewisser Tiefe gehalten werden muß. Norwig- durfte sich der schwierigen Aufgabe für gewachsen Hai ten und trug deshalb kein Bedenken en Grafen dazu zu bestimmen, daß er seinem Senthiner Nachbarn, Herrn von der Maltitz die. jenseits des Baches liegenden Moorstrecken für eine Reihe von Jahren abpachten möge, um den Versuch en großem Stile machen und besonders, um damit zugleich die- auf dessen Gebiet gelegene ergiebige Sandgrübe mit benutzen zu können Der Umstand, daß der Gutsherr von Senthn der Junter Wolf Dietrich., in ewigen Kapitalsnöthen steckte und sich mühsam 'über Wasser hielt, schien dem Plane Norwigs, ihn zur 'pachtweisen Überlassung jener Felder zu be stimmen, überaus günstig zu seim. (Fortsetzung folgt.). )) ,. Immer Don Juan. Her? (beim Telephon): : Bitte; schönes Fräulein, . Nummer 3465; was Sie aber für reizende blaue . Augen $i ben!" j Kathederweisheit. Meine Her ren, wir ' wissen, daß die Erde rund ist; wir wissen aber noch mehr, nänrlich. daß sie nicht rund ist. . Streng nach Vorschrift. j,Hänschen. weshalb streichst Du mir denn mit den schwedischen 'Streichhölzern inuner an meiner Backe herum? Du lriegst ja doch kein' Feuer!" "Doch. Tante Marie -'hier steht ja !,Die Hölzer zündes an de? Reibfläche der Schachtel!" ' Eine Verwechselung d öfters vorkommt. Esr: Warum nennst Du eigentlich Deine hübsch: Typewriterin Mary Ann? Du hast mir doch g:sagt, sie heiße MabeN Fox: O, weißt Du. ich. habe die schlechte Gewohnheit, im Schlafe zu reden, un meine Frau heißt Mary Ann. l Gemüthlich. A.: Wo wollen 'Sie denn hin?" B.: Ich will um die Hand einer der Töchter des reichen Banquier X. anhalten." A.: So, um welche denn?" B.: Das weiß, ich voch nicht; ist er guter X-aune. neh-.'-.re 'ich die jüngste, ist er schlechter, die "Vfi.ri '0ll..L ui.U

Zur die Wche. ' . .Stangenbtscuits. EÄ' Viertel Pfund Zucker wird mit drei Eigelb, dem Safte und dem Gelben von einer Viertel Citrone eine halbe. Stunde gerührt, 2 1-2 Unzen Mehl und der Schnee wn dre! Eiweiß wer den ' darunter gemergt, sogleich mit einem Trichter fingerlange Biscuits auf Papier aufgesetzt und dieselben in mit- , telheißem Ofen gebacken. Blitz kuchen. Ecn Viertel Pfund Sutter .wird ''fein abgerührt, nrit vier Eiern, einem Viertel Pfund Zucker, welcher an der Schale t?m einer Viertel Citrone abgerieben wurde, sowie einem halben Pfund Mehl zu einem Teig gerührt, welchen man auf em mit Butter bestrichenes ,Blech fingerdick gibt, mit verrührtem Ei befweicht, mit grob gestoßenen Wandeln und Zucker bestreut und in mittelheißem Ofen langsam backt. Gibt man mir eingemachten Früchten oder Fruchtgtleen Kartoffelsalat. Diese, allgemein bekannte Speise gewinnt: durcheinige oft unbeachtet bleibende Kleinigleiten bedeutend an. Wohlgeschmack. Man beobachtet dabei erstens, daß. die Kartoffeln beim Kochen schon gesalzen seien und das Salz nicht erst den ge--

Ischnittenen Scheibchen hinzugetban werde; zweitens lasse manMdie gekochten 0.irt?4Y. i r( 4 vffl.. r. 4iuiiu(iu uiuyi. uiuuiu, wärme sogar die Schüssel, in welche? man . den , Salat zubereitet, und dritens füge man den bekannten Innredienzen ein Theilchen je nach der Menge des Salats und, dem. eigenen Geschmack entsprechend Jleischertract zu. ! -P u n.sch -R e i s. Man' kocht eur halbes Pfund gelesenen und gebrühten Reis in reichlichem Wasser weich, doch so, daß er körnig bleibt, gießt' ihrr al und kühlt ihn auf einem Durchschlag mit kaltem Wasser ab. 4.12: Unzen. Zucker läutert' man inzwischen mit einem Weinglase Weißwein, thut: den Saft von einer Citrone, eine, halbe Obertasse feinen Rum und den! gehörig abgetropften eis rnnzu, vermijcyv Alles behutsam, ohne den Reis zu zer drücken, läßt die 'Masse einige: Mal. aufkochen, füllt den Reis in- eine' mit .kaltem Wasser ausgespülte Porzellanform, laßt ihn dann erkalten, sturzr ibn auf eine Schüssel, verziert ihn mir 'eingemachten Früchten und Gelee und garnirt ihn mit. versüßtem Rahm schäum. Cltronatz-Pudding.. Reun Eidotter rührt man mit 6 3-4 Unzen Zucker zu Schaum,. fügt 4 1-4 Unzen gestoßene Mandeln, 3 1-4 Unzen kleingeschnittenen Citronat und ebensoviel kandirte Pomeranzenschale uny zuletzt den steifen Schnee der 9 Eiweiße und 3 1-2 Unzen Mehl hinzu, füllt die Masse irr eine butterbestrichcne. Form,. kocht den Puddina drei Viertel Stun.den im Wasserbade und giebt ihn mit einer Weinsauce auf. Einfache Pastete von Pokelflersch. Aus einem Psun Mehl, 6 1-2 Unzen Butter, einem Er und einem Viertel Pint Sahne bereiter man einen geschmeidigen Teig, den man eine halbe Stunde an einen , kühlen Orr stellt. Indeß wiegt man ein, Pfund Pökelfleisch mit 2 Zwiebeln- fein, verrührt die. Fleischmasse mit einem Vier tel Pint: dicker, saurer Sahne,. 5 zerauirlten Eiern und etwas Pfeffer und Muskatnuß. Der Teig wird, nun ss dünn wie möglich ausgerollt, und nach der. Form, in der die Pastete gebacken werden, soll, 6 runde Teigblätter ge schnitten-. ' Die Form wird mit. Butter b:strichen, mit einem Teigblatt ausgelegt und nun schichtweise, eine. Lage Fleischfarce und ein Teigblatt: eingelegt, bis das sechste Blatt, den Schluß macht. Die Oberfläche wird mit. Ei bestrichen, die Pastete eine, Stunde lang gebacken, sofort gestürzt und mit einer braunen Kraftsauce, zu der. man einen Theil der Pökelbrühe braucht, zu. Tisch gereicht. C o n se r v i r u n g frischen ?? l.ei s ch e s. Um frisches Fleisch. daS aber vorher gar gekocht oder gebraten, sein muß, recht lang: gut und wohlschmeckend zu erhalten,, leisten Molken vortreflfiche Dienste. Abgerahmte Milch läßt man auf dem Feuer langfanr gerinnen, scheidet hieraus den- Käse von den Molken und bringt letztere dann wieder auf's Feuer:. ZÄ einer Menge von etwa . 7 Quarr, gibt man nun eine Handvoll Kochsalz', und eine Tasse voll Essig. Man läßt die Masse eine Zeit lang kochen und. schäumt gut, m sie ganz klar ist. A5zekilhll wird sie über das Fleisch gegossen, das ganz davon bedeckt sein muß', und sich in der'selben bis zu einem Viertelfahr gut erhalt. Diese Methode fcranrt in LandHaushaltungen häufig- zur'Änwenduiig. trril sie' sehr bequem- auszuführen ist und außerdem die- Annehmlichkeit bietet. daß das Fleisch immer zum G: brauch fertig ist. Auch die Holzkohle ist 'ein gutes ConfersirJngsmittel fün frffche Fleischwaarrir. Sie hat d' Eigenschaft, alle Fauüilßstoff: und rechenden Substanzen anzuziehen lrnd festzuhalten. In frischem und zerkleineriem Austande gebraucht, schützt st? auch das Fleisch lange vor dem Ser derbe?, und selbst solches Fleiss, das schon einen kleinen Anflug von Mulniß erhalten hat, wird wieder grr und wölfchmeckend, wenn man eä in HolzkMe verpackt. Es ist aber ersord:r,Uch, dak letztere stets frisch angewendet vird; schon einmal gebrauchte Kohle würde bei einer, nochmaligen ; Anwendung nicht mehr genügend wirken. Kann man die frischen Kohlen, eines gehe:ten Backofens aben. .so eignem diese sich gut zum Verpacken des Fleisches. Hat man leine frischen Kohl, zu? Verfügung., so kann, man sich d' alten wieder brauchbar machen da; durch.' daß Mn sie wieder au-aiubi. , I i,, .

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