Indiana Tribüne, Volume 18, Number 224, Indianapolis, Marion County, 4 May 1895 — Page 2

Fnviana Trivttne.

Erscheint Taglich und Sonntag?. Die tägliche XriSiine" lostet durch den Träger U CentS per Woche, die eonntagS.Tribüne' B deut per Woche Beide zusammen IS Cents bet 65 Cent per rtonat. Per Voft außerhalb der (Jtabt zugelchiSt t Vorausbezahlung per aHr. omtti IS Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 4. Mai 1895. Tat neut Ereignitz im Institute . Pasteur. ! " Ein berühmter fraivzösischer Forscher Betastete unlänzst in einem öffentlichen Vortrage, die wissenschaftlichen Leistungen und Erfolge der Laborato rien stünden häufig, ja sogar in 'der Kegel im umgekehrten Verhältnisse zu der Reichlichkett und Vollkommenheit ihrer Ausstattung Die Apparate geken mit uns durch bekannte er in liebenswürdig bescheidene? Weise. Mehr und mehr wird die Wissenschaft zu einer fast bureaukratisch??Z Beschäftiksunq und das Gleichniß von der rois senschaftlichen Armee" nur allzu zutreffend. Wo sind die Zeiten hin, da der wissenschaftliche Forscher eö nicht derschmähte, sein schlichtes Werkzeug selbst herzustellen und -ohne der verknüpfenden Gedankenarbeit untreu z& werden, auch den goldenen Boden deS Handwerke nicht verlor! Die Laboratorien sind fchon lange nicht ir.cfjr, nach Glaube Vernard'S bitterem Ausspruch, die Gräber der Gelehrten, sie sind prachtvolle, nicht selten nach den Ve dürfnissen einer geradezu raffinirten Weauemlichkeit ausgestattete Paläste, deren behaglicher Comfort eher zum 99 m m - t MublZLang, als zur Äroeit emlaor. Doch 5er heilige Geist" ..kann sich in diesen' herrlichen! Räumen nicht wohl fühlen, er schleicht sich weg und scheint die verfallenen Gemäuer früherer Zeiien vorgezogen zu haben." ' Aber Reichthum ist keine Schande und Armuth allein macht nicht glücklid)." Wenn eS eines, Beweises bedarf, daß diese Regel jedenfalls zahlreiche Ausnahmen gestattet, so ist er in glänzende? Weise durch die Thätigkeit deS vor acht Jähren in's Leben gerufe nen Institute Pasteur" geliefert. An die Stelle der wissenschaftlichen Arbeiten Deulaux' über die Fermentalienen, Meischnikoff's über die Phagecytese irab Raix' über Diphtherie unv Tetanos reiht sich nunmehr in würdiger Weise ein neues Glied cm: die Ausbildüng eine? Heilverfahrens gegen Erysipel Viothlauf) durch den österreichischert Arzt Alezander Marmorek. Vorerst einige Worte über bi allgemeinen Grundsätze . der sogenannten Serumtherapie", in deren Gebiet auch diese neueste Errungenschaft der Heiltfunde gehört. Sie beruht im Wesentlichen auf folgenden zwei funvamentalen Thatfachen: 1. Durch allmälig stei gende Dosent verschiedener Krankheitsgifte kann, man Thiere gegen diemeisten, vielleicht gegen .alle JnfectionsKrankheiten immunistren, das heißt unempfindlich machen. 2. Das Blutserum der auf. diese .Weise allmälig immunisirten Thiere hat die Eigenschaft, dem Menschen oder einem anderen .Thiere eingespritzt, sofort Immunität zu derleihen, eventuell sogar den bereits ausebrochenen. Krankheitsproceß zu ersticken. Fügt man noch hinzu, daß der fokenannte Jmmunisirungswerth - des Blutserums in, geradem Verhältniß zu der Giftmenge 'steht, gegen welche daS ursprüngliche Thier unempfindlich gemacht wurde, so hat man .in den allgemeinen Umrissen das Bild der Serumtherapie gezeichnet. In der Praxis sieht" die Sache allerdingS weit weniger einfach auZ. In diesem coniplicirten Räderwerk mannigfaltiger auf einander angewiesener Proccsse muß jede Schraube aufs Sorgfältigste und Peinlichste in Stand gesetzt sein. Da ist zunächst die ursprüngliche Jmmunistrung der Versuchsthiere, welche bald in ihrer übergroßen Empfindlichkeit, die sie selbst den kleinsten GiftdoseN erliegen läßt. bald an dem entgegengesetzten Fehler scheitern kann. Dann sind , es wieder die Bacillencolonien, welche rebellisch werden und denen man nur mit Muhe diese Gifte von geradezu phantastischer Wirksamkeit, welche für derartige Ver suche nothwendig sind, entlocken kann an all' diefen und zahlreichen ande n Klippen nicht gescheitert zu sein. all' diese Schwierigkeiten m einem ganz besonders schwierigen und wichtigen Fall in glänzender Meise Lberwunden zu haben, wird das dauernde Verdienst Dr. Marmorek'S bleiben. Durch Kunstgriffe in der Technik der Züch tungsmethoden, deren .Darlegung an Weser Stelle un5 zu weit fuhren würde, gelang es ihm, auS den Eolonien des ErysipelbacilluS,' das sogenannteStrepjokokkuS, ein Gift von geradezu fabelhafte? Wirksamkeit, darzustellen (ein Kubikcvitimete? eine? hundertmilliardfach verdünnten Lösung dieses Toxins reicht auS, um innerhalb weniger Tage ein, Kaninchen zu todten); das Vlutserum der dagegen immunisirten Thiere zeigte dementsprechend eine Wirksamseit, wie sie bisher bei Weitem nicht erreicht werden' konnte." In " mehreren Vortrügen, von denen der , letzte vor mehreren Tagen in der Soci6!6 de Biologie" in Paris gehalten wurde, legte Dr. Marmorek ?n knapper,' aber durch die statistischen Belege, welche den Vortraa begleiteten, beredter Weise die Resultate seiner Heilversuche, die ' im .Service desProsessorS Ehantemesse anyestM wurden, dar. ' Von 86 Fällen, die s.'it Einführung deS Serums zur Kehrdlung kamen, wurden 40 als zu Ittch. verworfen irnd nur die 46 schwe,?en Fälle de? neuen Methode unterworStx Von diesen 46 Fällen kamen 45 Znne?ha:b kurze? Zeit zu? Genesung und nur eil? einzige?, bei welchem der bierwlogische Befund eine Eomplirtfon durch erne Pneumonie ergab, '.iahm einen todtlichen Llusgang. Sofort nach Ei7.i5!psung deZ Mittels sank die fieberbaft erböbte Temrustur be-.

deülend'nnd Falb' wichen auch die anderen KrankheitSsymptome, unter Anderem auch die Albuminurie. Die Versuche werden nunmehr in, größerem Maßstabe wiederholt und nachgeprüft; aber eS dürfte, nach dc? Versicherung von Fachmannern, kaum verfrüht fein, jetzt schon auszusprechen, daß daS spe cifische Heilmittel deS Erystpels gefun. den .ist. In dem Versuch einer Theorie der septischen Krankheiten", welchen Dr. Marmorek vor einem Jahre veröffentlicht hat und welcher die theoretische und klinische Grundlage seiner gegenwärtigen ezperimentellen Arbeiten bilbei, sind auch die Doeumente niedergelegt, die unS auf Mehr und Weiteres hoffen lassen. In überaus lichtvoller und geradezu dramatischer Weise wird in diesem Werke daS dunkelste Gebiet der modernen Medicin behandelt und die zahllosen, bisher unterschiedenen Formen der septischen Krankheiten" als verschiedene Stadien und Phasen der Streptokokkusinfection" dargestellt. & nachdem der Streptokokkus seinen Kampf mit den Zellen deS OrganismuS in der Haut, dem Lymphdrüsensystem, oder endlich im Blut (nach der Terminologie von Dr. Marmorek: in den Schutzorganen erster, zweiter! oder dritter Ordnung") ausficht, erzeugt er die klinisch verschiedenen. aber wesentlich identischen Krankheitsbilder des Erystpels, des KarbunZels. dann der Lymphangitis. endlich

der Septamte und Pyamie. Eine Reche der furchtbarsten Menschheitsplagen, von denen manche, wie die letzterwäbnlen, bis jetzt ausnahmslos t'ödtlichen Verlauf nebmen. ikU da an unS vorüber. Wi? können begründete Hoff nung hegen, daß die Tage iryrer Herr schaft nicht mehr unbegrenzt sind. Ein interessanter NechtShandel. Vor dem Appellgerichte in Civilfachen gab eS neulich großen Andrang. Maitre Andrieuz.'der aus den Pana-ma-Affairen bekannte ehemalige Pol! zeipräfett sollte! im Processe des Notars Aynaud gegen dessen ehemalige Clientin Mistreß Maxwell Heddle Plattheit. Diese Tame ist eine junge amerikanifche Wittwe; sie bewohnt ein sehr elegantes Hotel in der Rue Nitot, als Nachbarin von Casimir-Perier, außerdem ist sie MiMonärin alles Grund genug, um den Proceß Aynaud contra Heddle zu . einerEintägssensation zu machen. Der Notar verlangt von der Wittwe 450.000. Francs an Honoraren und Baarauslagen. Das Civilge richt 'erster Instanz hatte die Förderung nicht Äos abgewiesen, sondern nach Prüfung der Rechnung obendrein gefunden, daß Aynaud der Dame 60,000 Francs schulde. Und nun die Vorgeschichte deS Processes. Andrieuz hat dieselbe mit dem größt möglichen Aufwand von brillanten Andeutungen im Appellverfahren erzählt. In Canada geboren, war Fräulein Hortense Leocadia Leduc einem Violinspieler Namens Prune nach Frankreich nachgereist; das Paar vermählte sich, aber schon nach einem Jahr ließ sich Prune scheiden. Im. Jahre 1883 machte die junge Dame die Bekanntschaft und Eroberung eineS Amerikaners,' Maxwell Heddle, der allerlei treffliche Elgenfchaften vereinigte: das Zipperlein, sechzig Jahre und mehrere Millionen. Wenige Monate nach der Hochzeit, zu Beginn deS Jahres 1889 starb Heddle in Cannes eines plötzlichen Todes; sein Vermögen, sieben oder acht Millionen, vermachte er der Frau. Da meldete sich ein Sohn ob legitim oder nicht, konnte" im . Processe nicht festgestellt werden und John Leddle focht daS väterliche Testament an, mit allen erdenklichen Mitteln. ES circulirten da. malS sogar seltsame Gerüchte über den plätzlichen Tod des. Millionärs; man munkelte von Strafuntersuchung, ohne daß je ernstliche Momente dafür vorHanden gewesen wären; der Schluß aber war ein Civllpoceß auf Ungiltigkeit deS Testamentes.. - Mistreß Heddle sah sich nun plötzlich in größter Verlegenheit; sie konnte nicht die' Besitzein setzung in daS Vermögen deS Verstorbenen ' erwirken, hatte also kein Geld zum Proceßführen und vor Allem auch kein Geld zur Bsstreiwng ihrer elegan ten und luxuriösen Lebensaewohnheiten.' Damals half ihr der Notar aus der Klemme ; er streckte ihr Mittel ur Proceßführungl vo?,unte?nahmSchrrtte in Paris und London und führte den Proceß fo geschickt, daß John Heddle, der ansanaS vier Millionen verlangt hatte, sich schließlich mit anderthalb begnügte. Und wenn Mistreß Heddle in gewohntem Luxus den Schluß des Processes abwarten konnte, so war dieZ wieder ein Verdienst Aynaud's, denn der Notar vermittelte ihr beim Fürsten von Monaco , ein Darlehen von 100,000 Francs. Aynaud und Andrieux, fein Advokat, behaupten nun, daß Mistreß Heddle, als die Millionen kämm, sich ihrem treuen Be?ather undankbar zeigte; das hätte Aynaud vielleicht t)erfchmerzt,.aber die Dame verweigerte ihm angeblich auch die BeZahlung der Commissionen, Vorschüsse und Honorare. Statt derRechnungen der Präsident P6rivier ersuchte ihn wiederholt, doch Ziffern vorzulegen brachte Andrieux Bosheiten vor; er erzählte, welch' rasch getröstete Wittwe Mistreß Heddle gewesen und trotzdem wie besorgt um eine passende Grabschrift für den dahingeschiedenen Gatten, und wie diese wenigen Zeilen für sie dies unversiegliche Quelle der 'Heiterkeit . waren. . Er wollte auch allerlei? Briefschaften verlesen, doch Maitre Renault, der Advocat der Dame, widersetzte sich, weil die Briefe schon außerhalb des Gerichtes colportirt worden waren, um einen Scandal zu provociren. Der Gerichtshof vertagte den Urtheilsspruch, der wohl daS Urth:il erster Instanz bestätigen dürfte.. ' DaS e-bholz. .t

Unter dem Schatz sprichwörtlicher Nedensarten.des deutschen Volkes sin5 et sich auch das Kerbhok noch. Ei nun das Kerbholz halten in dem Sin Ne: ihm alleS genau nachrechnen, ' ist -ine - wobl in" al..Tbeilen Duitte , : t

lÄnds 'ganz geläufige Redensart. Aber ob wirklich noch Kerbhölzer in Deutschland im Gebrauch sind, darf bezweifelt werden Angesichts der allgemein verbreiteten Kenntniß des Lesens und Schreibens, die sine leichtere und aenauereArt der Aufzeichnung rmog-

licht. Anders in dem noch von 70 bis 80 Procent Lesens- und Schreibens unkundigen bewohnten Sicilien. Dort ist 'das Kerbholz in manchen LebensVerhältnissen heute noch eine stehende Einrichtung, namentlich befindet es sich auf den großen Latifundien der Insel allgemein im Gebrauch. In dem sogenannten Magazin des Gutshofs, wo die Kornvorräthe aufbewahrt werden, hängen an den Wänden dicke Bündel von Kerbhölzern; ein Fremder würde sie für Wäscheklammern halten, denen man ein Bein abgeschnitten hat. DaS sind contratti, vie Verträge mit den Feldarbeitern, erläuterte der gadelwto, der Großpächter, indem er ein klapperndes Bündel herunterholte. Jeder Bauer, der ein Stück Land in Bearteiwng genommen hat, bekommt sein Kerbholz, auf welchem der fchriftkun dige Gabelloto den Namen deS Bauern und den Flächeninhalt deS ihm vermie theten Feldes aufschreibt. Das eine Bein des längsgespaltenen Holzes wird abgeschnitten und dem Bauern überlassen. Ist eine Auszeichnung zu machen, so werden die beiden Theile zusammen, gefügt und mit einem Messerschnitt zwei übereinstimmende Kerben m das Hölzerpaar geschnitten, die einfachste Form einer doppelten Buchführung. Die Kerben haben je nach ihrer Richtung, grade oder schräg, und je nachdem sie mit Tinte ausgefüllt sind oder nicht, eine verschiedene Bedeutung. Sie besagen dem Bauern wie dem GroßPächter, wie viel alme oder tumoli (sicilische Maße) an Korn der Bauer zur Aussaat und als soccorai (Vorschüsse für seinen Lebensunterhalt) bekommen hat, wie viel er also bei der Theilung der Ernte dem Gabelloto vorweg zurückzuerstatten hat. Einem as Kerbholz halten, bedeutet also in Sicilien ganz genau: einem daZ 'Schuldbuch führen, und am übelsten ist der arme Teufel daran, deram mei?en auf dein. Kerbholz hat, denn e3 wird ihm bei der Ernte am meisten vorweggenommen. , m Clrt modernes yinanzsenie. Der Bankier Kononw in St. Pe kersburg ist ein Finanzkünftler, von dem selbst die sdark" unseres gesegneten Landes noch manches lernen könnten. Ehren-Kononow versteht sich nämlich nicht bloS ausgezeichnet auf das Rupfen der Gimpel, sondern er entwickelt auch eine ganz eigenartige Grazie in der Behandlung der Gerupften. In der Zrenstadt gingen schon lange verscredene Gerüchte über die zweifelhafte Lage von Kononow'S Bank um, allein Niemand wagte, den Biedermann um einenFinanzauSweiS zu ersuchen. Der allgemeinen Ungewißheit machte Herr Kononow selbst ein Ende, indem er alle seine Clienten z einer Tasse Thee einlud. Zur festgesetzten Stunde füllte sich daS elegante blaue Gastzimmer des Bankiers mit den aufgeregten Clienten. Es hatsen sich über 20 Personen eingefunden, vornehmlich Damen; eS waren jedoch auch mehrere Advocaten darunter, die im Auftrage ihrer Clienten erschienen waren. Anfangs herrschte eine ziemlich gemüthliche Stimmung. Es war ersichtlich, daß die Clienten deS Herrn Kononow zu den wohlhabenden Leu ten gehören, die toirch einen Krach nicht 'an den Bettelstab zu kommen fürchten wußten. Schließlich erscheint Her? Kononow. Nach seiner eleganten Erscheinung kann Niemand darauf schlieen, daß er dem Bauernstande hervorgegangen ist und auS dem Dorfe Ishora stammt. Mit graziösemsicherm Lächeln auf den Lippen, eine Stuhl lehne gewandt in den gepflegten Händen schaukelnd,wendet er sich mit folgender Ansprache an seine Clienten: ZIe äelrnes et rnessieiirs! Zu meinem großen Leidwesen muß ich Ihnen erklären, daß ich mein ganzes VermSaen verloren habe. Meine Passiva belaufen sich kurz gesagt, auf 300.000 Rubel; Activa sind überbaupt nicht vorhanden. Wählen Sie also ein von zweien: melden Sie den Fall dem Gericht, erklaren Sie mich für bankrott, dann haben Sie natürlich nichts mehr zu erwarten, oder aber warten Sie drei Monate ab und ich werde Ihnen dann ehrlich alles auszahlen. Mein Bruder will mir feine Ziegelbrennerei abtreten, die 800,000 Rubel werth ist, meine Schwester gibt mir ihr Landgut, welches 100.000 Rudel kostet; ich bin Noch jung, daS Glück lächelt mir in der Zukunft, ich bin im Begriff zu heirathen, kurz warten Sie ruhig ab und Sie follen alles ausbezahlt er Haiten. Nachdem die Clienten statt de: versprochenen Tasse Thee diese unerwartete Erklärung genossen hatten, verlangten sie die Vorweisung der Bilanz. Herr Kononow sollte doch lieder gleich offen sagen, ob er 50 Kodelen für den Rubel auszahlen könnte. 50 Kopeken schön; bitte, mit Vernügen, aber nur nach drei Monaten." Dies erfreute natürlich keinen der Anwesenden. Man erinnerte den jungen Bankier daran, daß er eben erst versprachen habe, nach drei Monaten alles voll auszuzahlen. Die Lage wird immer unangenehmer. Herr Kononow nimmt die Hauptschreier, die auf keine Kompromisse einzugehen Lust haben, beiseite. DaS sind vornehmlich die Advocaten. Herr Kononow verspricht ihnen ein besonderes Abkommen, wenn sie nur nicht allzu heftig drangen und die andernClienten nachgiebiger stimmren wollten. Trotzdem komm! eS aber zu keinem allnstigen Ergebniß und man beschließt, noch eine zweite Verfcunmluna abzuhalten. Zu dieser zweiten Tasse Thee treffen noch einige Clienten auS Moskau ein. Herr Ko nonow eröffnet die .Sitzung mit der Erklärung, .daß er nunmehr nur 25 Kopeken für den Rubel baar auszahlen 7ann und übe den Rest einen Wechsel au: stellt, ai ; in .Jzr)r. . N.alMÄ

ergreift Vit ZIcrsammewn die heune Empöruna. die Versammlung wird aufgehoben und die Gäste verziehen sich mit der Drohung.-die Angelegenheit der Procuratur zu melden. Herr Kononow macht noch einen letzten Versuch und läßt zum dritten Mal Thee für seine Clienten kochen. Allein eS Zommt zu keiner Versammlung, da die Polizei bereits unterrichtet war und das Comptoir geschlossen hatte. WaS die Clienten deS Herrn Kononow anbetrifft, so sind es meist Personen, die in der Bank lausende Rechnung unter Sicherstellung von Werthpapieren hatten und unter Vermittlung deS lie-5-nS.würdiaen Bankiers an der Börse

spielten. Die ' Einlagen überstiegen . ! ststnAo ca.. er c:: v m;.ir NlOyl i67,AAJ VlUVCl Ul. Ein Client hatte erst zwei Tage vor dem- Krach 17.000 Rubel bei Herrn Kononow hinterlegt. Im Columbarium". Eigentlich bedeutet Columbarium nur ein Taubenhaus; der Aehnlichkeit des Aeußeren wegen versteht man darunter jedoch auch ein Gebäude, in welchem Urnen, mit der Asche verbrannte? Leichen, in einer der reihenweise übereinander angebrachten Nischen ihren bestimmten Platz finden, wobei auch durch Placate oder Tafelchen der Name und andere Einzelheiten über die dahingeschiedene Person angegeben sind. Früher gab es solche Columbarien nur im alten Rom und der unmittelbaren Umgebung desselben; seit Kurzem aber haben auch die Ver. Staaten ein solches aufzuweisen, dessen Gründung einigermaßen bezeichnend für den, wenigstens localen Fortschritt der Leichenverbrennung ist. Dieses Columbarium befindet sich in der Nähe von San Francisco und ist erst vor Kurzem mit einer Auslage von 522,000 vollendet worden. . Für dieses Geld ließ sich freilich kein gerade imposanter Bau herstellen; doch sind Nischen für mehr, als 1000 LeichenafchenUrnen vorhanden, und die Gründer haben Sorge getragen, daß im- Bedürfnißfall jederzeit noch Anbauten möglich sind. Vorläufig wird eS immerhin noch Jahre dauern, bis auch nur die vorhandenen Urnen alle besetzt sind, obwohl das Geschäft der San Franciscoer FeuerbestattungSAnstalt anhaltend zunimmt. Durch ein Oberlicht , fällt von der Kuppel her ein gedämpftes, an viele Kirchen erinnerndes Licht in das Innere" des ColumbariumS, das einen mosaikgefärbten Boden und in der Mitte ' ein großes Blumenbeet hat. Daß das Gebäude für seinen Zweck geschmackvoll eingerichtet ist. wird Keiner bestreiten, der eS gesehen hat. Gegen Einbrecher sind besondere Schutzvorkehrungen getroffen. Der Bau der Jungfraubahn. Gegen den Bau einer Eisenbahn auf die Jungfrau trugen die schweizeschen Behörden von Anfang an fast noch mehr sanitärische als technische Bedenken. Sein Gesuch um die Concession einerEisenbahn von der kleinen Scheidegg über Eiger und Mönch 'auf den Gipfel der Jungfrau begleitete daher Guyer-Zeller (Zürich). mit fünf Gutachten. Es befaßten-sich nament lich die Gutachten der Professoren Reanard (Paris) und Kronecker (Bern) mit der gesundheitlichen Seite deö Unternehmen?. Professor Kronecker gelangte zu folgenden Sätzen: Gesunde Menschen können eine passive Beförderung bis auf 4000 Meter ohne objective Schäden an ihrer Gesundheit und ohne fubjective Beschwerden ertragen. Es ' sollte aber allen bergungewohnten Passagieren' abge rathen werden, länger als 2 bis 3 Stunden auf der Gipfelstation zu derweilen. Den Bauarbeitern und Bahnbeamten sollte vor Beginn ihrer Thätigkeit Gelegenheit gegeben werden, ihre Bergfähigkeit zu erproben, eventuell sich zu acclimatisiren. Ferner sollte ein Arzt angestellt werden, welcher die Reisenden auf deren Wunsch und. Kosten untersuche und denjenigen, bei welchen er bedenkliche Affectionen deS Herzens oder der Luftwege wahrnehme, von der Fahrt abrathe. Hierdurch würde die BahnVerwaltung von aller Verantwortlich keit , frei fem und sie würde zugleich zeigen, daß sie auf das Wohl der ihr anvertrauten' Passagiere möglichst be dacht sei. Am 26. December. 1894 hat sodann die Bundesversammlung die Concession zum Bau einer Eisenbahn von der kleinen Scheidegg über Eiger und Mönch auf die Jungfrau dem Herrn Ad. Guyer-Zeller (Zürich) zu Händen einer zu bildenden Actiengesellschaft ertheilt. In Artikel 8 wrrde folgender Vorbehalt- gemacht: Der BundeSrath wird die Genehmigung der Detailpläne für diejenigen Strecken, welche höher als die Station Eiger (etwa 3200 Meter über dem Meer) liegen, erst dann ertheilen, wenn nachgewiesen sein wird, daß der Bau und Betrieb der Bahn in Bezug auf Leben und Gesundheit der Menschen keine ausnahmsweise Gefahren nach sich ziehen werde." Die DetailPläne' hat Guyer-Zeller dem Bundesrathe bis jetzt nicht eingereicht, dagegen ersuchte er den Bundesrath, er möchte den .erwähnten Vorbehalt fallen lassen. ' Die Sache gelangte noch nicht vor den BundeSrath, dieser scheint indessen geneigt zu sein, dem Concessionar eine allgemeine, beruhtgende, jedoch nicht vorbehaltlose Erklarung abzugeben. In Guyer.Zeller nahestehenden Kreisen wird behauptet, daS Finanzsyndicat für dieJungfraubahn sei perfect. Die, vollständige Finanzirung und der Baubeginn sei nur gehemmt worden durch die zwischen Guyer und dem Bundesrath schwebenden Auseinandersetzungen. In BundeSrathSkreisen herrscht dagegen die Meinung. Guyer.Zeller habe Muhe. daS Projert zu finanziren; er suche nun den Schein zu erwecken, der Vorbehalt in der Concefsg uüv derL?-

desräth fiten daran Schuld, daß die Sache nicht vorwärts gehe. Die verschiedenen Bergbahnen im ' Berner Oberland wären froh, wenn dieJungfraubahn bald in Angriff genommen würde, da sie davon ein Steigen ihrer Actien erwarten. Verwerthung der Vlbfülle. Welchen Werth die weggeworfenen Abfallprodukte einer großen Stadt noch haben, darüber gibt folgende, die englische Hauptstadt betreffende Aufstellung einenBegriff, welcher jedoch nur die Werthe angibt, die von den städtischen Abfuhrinstituten Londons erzielt wurden, während der von den Privatsammlern" auS den Abfällen gewonnene Erlös wohl noch viel bedeutender sein dürfte. Das große AbfuhrInstitut der britischen Riesenstadt, die ca. 8500 Meilen Straßenlängen aufweist, erzielte im vergangenen Jahre einen Gewinn aus altem Papier, Pappe etc. von 52960, für Lumpen Z240, an Flaschen 5540, für Bindfäden und Taue 5900, während Korkstöpsel Z280, Eisentheile 5320. Glasscherben 5480 einbrachten; Bücher und Zeitschriften ergaben noch 5140, Kupfer 5100, Blei 5120. andere Metalle 580; am meisten erzielte das Institut jedoch am Verkauf deö verbrannten Mülls, dessen Pottaschegehalt so bedeutend ist, daß dafür 55500 gezahlt wurden. Außerdem soll sich stets auch eine ganz beträchtliche Summe von baarem, theils in Mllnzen. theil in Papiergeld im Müll gefundenen Gelde ergeben, dessen Betrag jedoch nicht gut festzustellen ist, da dasfelbe natürlich in die Taschen der Müllarbeite? wandert. DaZ Papier geht meist nach Deutschland, wo die besten Preise dafür erzielt werden sollen;, die Korkstöpsev werden sortier, die guten ausgekocht und als solche verkaust, die schlechten gehen an die Linoleumfabriken; Mineralwafferflaschen werden, wenn sie noch gut sind, von den Fabriken wieder gekauft und man zahlt 50 CentS für das Dutzend. Auch Tintenflaschen geben gute Verkaufspreise; die Weißblechabfälle hat ein Abnehmer im Accord übernommen, der pro Monat 55 zahlt. Lumpen geben im Durchschnitt 52 die Tonne, für daS gleiche Quantum Asche werden sogar 525 gezahlt. DaS Londoner Abfuhrinstitut versteht eS also wohl wie keine zweite ähnliche Anstalt, die beträchtlichen UntexhaltungS kosten durch praktische ra-

tionelle Verwerthung seiner Producte zu einem großen Thnle zu vermindern. Deutsche LokalVdachrichten. Deutsche LOea!närlts. Otunrtu Buchholz. Der hiesigen Polizei tst eö im Verein mit der Gendarme?ie gelungen, eine. Einbrecherbande zu verhaften, die fchon Jahre lang ihr Handwerk getrieben und ihre Thätigkett nicht nur auf Buchholz beschränkt hat. Nach den Ergebnissen der erfolgten Haussucbungen zu urtheilen, hat. diese Bande die raffinirtesten Einbrüche verübt. Sie besteht aus fünf Personen, die gegenwärtig sämmtlich hinter Schloß und Riegel sitzen. F r e i b e r g. Die seitherige Wirihm. des Gasthofes zur Goldenen Pforte", ine allgemein beliebte und gewiß vielen Besuchern des Domes bekannte Person, ' bereitete ihrem Leben durch Zerschneiden der Pulsader und Vergiftung mittelst Cyankali ein rasches Ende. Markranstädt. Der hiesige Stadtkassirer ist wegen Unterschlagung verhaftet und der königl. StaatsanWaltschaft übergeben worden. Es stellte sich nämlich bei der vorgenommenen unverhofften Revision der Stadtkasse ein Fehlbetrag von 1640 Mark herauö, den unterschlagen zu haben der Stadtkassirer, Hasenpflug mit Namen, seinem Vorgesetzten gestand. Zittau.' Gestorben ist hier die Gattin des Tischlers Herrn Fröhlich, Frau' Johaniza Magdalene Fröhlich ae& Votgt. Dieselbe hat im Feldzuge 1370 71 daS Zittauer Regiment als Marketenderin nach Frankreich begleitet.! ' ' ' ' Oroflb-riosttbum Qtflttu Darmstadt. AuS ' dem Gefängniß sind drei Sträflinge entsprungen. Bretzenheim. An unferem Orte ist die Bauthätigkeit zur Zeit eine recht lebbafte. Besonders werden in der Schulstraße mehre Neubauten aufgeführt.' .' Ebenso ist man mit der Fertstellung von Häusern in der Grabenstraße beschädigt. . Gieße n. 7 In einer der letzten Nächte wurden im VerwaltungSgebäude der Oberhessischen Eisenbahn, sowie im Kässenlokal des GaSwerkS ein Einbruch und .Diebstahl verübte Die-Kas senschränke blieben jedoch ,m beiden Fällen verschont.' - Gonsenheim. Herr 'Schönemann,' Lehrer der ersten Knabenklasse an der hiesigen Gemeindeschule - wurde zum Oberlehrer ernannt. Derselbe' ist schon seit 27: Jahren alö Lehrer in un sefejn' Orte thätig und erfreut sich allgemeiner Beliebtheit." K o st h e i m. Der berüchtigte Einbrecher Schwarz, der . besonders . in , der Mainaegend etc.' sein, Handwerk auS-, übte, 'Ist hier festgenommen worden. Mainz.- Im Abort der Pfungstätter - Bie?hglle? ' hat de? ' VersicherungSagent .I, KautS, RhabanuSstraße 4 wohnhaft, seinem Leben durch Erschießen em Ende bereitet. De? Bäckerlehrling Weyrauch von Oppenheim hat den Bäckergesellen Diefenbach, mit , dem er ' zusammen arbeitete, . erstochen. ' i vh!nvfa!,. Godramstein:. Dir 30 Jahre alte verheirathete:. Wagners Valentin Msserschmiit. von.' hier kam unter einen mit ', Dung .- beladenen Wagens wobei er sich dnarttge.Aerltdunaen: zuzog,: daß er trotz - sofortigere arztlicher. Hilfe: verstarb. i -J r-. -,' - - -" - ; Ländau. Neulich Abend ! stürzte in der Nahendes HorstwkLes'.er 25 Jahre ' ' alte " Hilfsschaffne? Wilbelrn. Puckel von Pammheini rsrz TiWjjtt

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Sn den ersten warmen Tagen des Früöjagrs. nachdem wir im Winter schwer und reichüch gegessen, kommt es haustg vor daß die Leber nicht richtig arbeitet, es übermannt uns ein Heflhl von Wüdigkeit weches zedermann wohl bekannt. Mo regulirt euer System und dasiir giebt es kein besseres Wittel als

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N. te8 Germersheimer Zuges und erlitt schwere Verletzungen an Kopf und Arm. Sein Zustand ist hoffnungsloö. R h o d t. Der 26 Jahre alte lc dige Winzer Wilhelm Steinel machte durch Erschießen seinem Leben ein Ende. - Rockenhausen. Der dahier wohnhaft gewesene und schon längere Zeit dem Trunke ergebene Tünchermeiste? Friedr. Martin hat sich erhängt. GWVtu München. Hie? wurde ein Hochstapler verhaftet, der als Dr. Gras zu Phanderstraaten-Phanderau auftrat und zum Theil mi Hilfe hypnotischer Versuche Betrügereien und mehrfache Verbrechen wider die Sittlichkeit begangen hat. Der Herr Graf entpuppte sich als ehemaliger Bahndienstaspirant. In einer Wirthschaft am Wörthplatz feuerte der Wirth, Namens Dazl, auf seine Frau aus Eiferfucht fünf Schüsse aus einem Revolver ab. Die Frau wurde fchwer verletzt. Der Thäter ist polizeilich sistirt. V a m b e r g. Bei Nentweinsdorf wurde die Leiche deö gräfl. Rotenhanschen Rentenverwalters Ludwig aus der Vaunach gezogen. Geisteskrankheit hat das tragische Ende des geachteten Beamten verursacht. Dill in gen. Der Oberstlieutenant Mayer, Commandeur deS.LandWehrbezirkes Dillinaen, ist infolge GehirnschlageS plötzlich gestorben. Nürnberg. Um Diensteserleichterung sind 36 hier stationirte Lokomotivfübrer beim königl. Oberbahnamte eingekommen. Allzugroße Jnanfpruchnähme für den Nachtdienst soll die Ur sacZe sein. t&üvitttnbtva Freuden st ad t. Der schon lange Jahre in seiner von der Stadt ziemlich abgelegenen Villa mit seiner Haushälterin ein Einsiedlerleben , führeade, in den sechziger Jahren stehende Apotheker Gustav Brucklacher hat nach längerem Kranksein zuerst feinen Hund, dann sich selbst erschossen. Durch seine in verschiedenen Blättern seit Jahren schon veröffentlichten Wetterprognosen war Brucklacher in weiteren Kreisen bekannt. In dem Badeanwesen deö Schreinermeisters Bothner brach Feuer aus, das binnen einer halben Stunde das ganze Anwesen, sowie ein daneben liegendes Wohnhaus in Asche legte. Zum Unglück herrschte heftiger Westwind, der daS Feuer auf die gegenüber liegende Häuserreihe der Badstraße trieb. Fünf Häuser wurden dort von den Flammen ergriffen und brannten theilweise bis auf den Grund nieder. Haigerloch. Vor Kurzem fand man einen hiesigen Kaufmann auf dem Vühnenraum feines Hauses erhängt vor. WaS den allgemein geachteten. braven, in den sechziger Jahren stehenden Mann zum Selbstmord trieb, ist noch nicht bekannt. H e i d e n h e i m. In Heldenfingen stürzte der Söldner I. Keller beim Strohabwerfen in seiner Scheuer auf die Tenne herab und erlitt einen Schädelbruch, der binnen Kurzem feinen Tod zur Folge hatte. Der Bedauernswerthe hinterläßt acht Kinder. Mün.singen. Vom Schwurgericht Ulm wurde der Gemeindepfleger Weidenkeller vom Magolsheim, OA. Münsingen, wegen erschwerter Unterschlagung im Amt und Urkundenfälschung zu einem Jahr sechs Monaten Juckthaus verurtheilt. Schultheiß Leichile von Magolsheim wurde wegen erschwerter Unterschlagung im Ami, Urkundenfälschung und Betrü gereien zu sechs Jahren und sechs Monaten Zuchthaus und zu zehnjährigem Ehrverlust verurtheilt. Ulm. . DaS Schwurgericht verurtheilte den ledigen Dienstknecht Max Kühn von Neuravensburg, welcher kürzlich bei Ehingen an einem Mädilen ein scheußliches Verbrechen verÜbt hatte, zu sechs Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. ;& Baden. Ein junger Mann, Sohn des Cigarrenfabrikanten Scherzinaer in Stollhofen, der auf dem hiesigen Bahnhof in einen schon im Gange befindlichen Zug einsteigen wollte, glitt auö und gerieth unter die Räder. Er wurde schrecklich verletzt und starb nach qualvollen Leiden. ' E s ch b a ch. Bürgermeister Jobann Grimmelöpacher verunglückte bei St. Peter in Folge Scheuens der Pferde vor dem Eisenbahnzug. Durch die Deichsel des Wagens wurde er am Unterkiefer so verletzt,' daß er nach F?eiburg in'ö, Krankenhaus verbracht werden mußte. - Freiburg'. Der verheirathete Eisenbahnassistent D. wurde verhaftet. Er soll wiederholt Kassengelder unterschlagen haben. Handschuhsheim. DerLandWirth Lenz, der seine beiden kleinen Kinder erschossen hat, ist ebenfalls seinen Verletzungen erlegend ': HeidelShei m. Dem 7 Jahre alten : Sohn deS Viehtreibers Jakob Horrle - wurden in . der Scheuer des Landwirthz , Heinrich Bauer von , der 'Futterschneidmaschine vier Finger der regten Qand abaklönitten. 4

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Eisenbahn-Tabelle

Anruft und Abgang der verschiedenen Eise, bahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. Abgang PosZzug 7 30 5m xpreg 11 ou Expreß 12 40 Km Accomodatlon 4 00 91m Expreß 7MNm Erpreß II 20 Nm Ankunft Expreß 3 35 33m Expreß 4i5Xm Accomodation 10 00 rn Expreß 3L0Nm Schnellzug 6 00Vm Accomadation 7 40 Nm Cledeland, Cincinnaii, Chicago und St. Louiö. Indianapolis und Clevcland Division. Abgang Expreß 415 55 Expreß 10S0m Expreß 10 30 33m Limited Expreß 310 Nm Erpreß S40N Ankunft Expreß 7 10 Dr Expreß 11 30 Sm Limited Expreß 11 30m Expreß SOONm Expreß llOONm 6t, LouiS Division. Abgang Expreß 730 Vm Xirntted Vxprl5 11 w m Expreß 1120Nra Ersreß. täalicS 11 46 Nrn Ankunft Expreß täglich 4 00 Nm Expreß 2 60 53 Limited Expreß SSONm Expreß..... 6 00 83m Thicago und CincinnaU Division östlich. Abgang Schnellzug 3 45Vm Accomodation täglich 7 05 5m Accomodation 11 00 Sm Postzug ZOONm Accomsd. (nur Ssnntags). Accomodatwn 6 35 Nm Ankunt-Rushville ccomodatton. Postzug 1140 5m Jnd'plö Ace. (nur Sonnt.). Accomodation Accomodation 10 15 Nm Schnellzug I1 10 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 Vm Scbnell.Post 11509h Lafayette Accomadation. ... 5 00 Nm Schnellzug 12 15 Vm. Ankunft Schnellzug 3 30 Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost 2bO Nm Accomodation 6 15 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 25 5m Expreß 1125N Danville Accomodation. . . . 5 05 9! Expreß 11 69 Vm Ankunft Expreß 325 5 Danville Accomodation.. ..10 35 Vm Expreß 2 50Nm Expreß 6 55Nm Peoria Diviston östlich. Abgang Expreß 30 Vm Accomodation Expreß 8 25Nm Ankunft Expreß 1140 5m Accomodation Expreß 1000 91 Lake Erie und Weftern. Abgang Expreß 7 00 5m Expreß 120 in Expreß 7 00 91m Schnell, Expreß Ankunft Schnell Expreß .; ..... Expre 10 20 5u? Expreß 2 50Nm Expreß 20N Pittsburg, Cincinnati, Chicago und - . St. Loüi. 7 . . Jndianavolil Division. . Abgang Expreß 4 60 55m Columbus Accomodation.. . 8005 Expreß 3 30 9! Nichmond Accomodation. . . 4 00 Nm Expreß 610 9! Ankunft Nichmond Accomodation 8 55 5m Schnellzug 11 40 53m Expreß ..12 30N Accomodation 3 20N Expreß S60pm Expreß 10 15 N Chicago Division via okomo. . Abgang Expreß.. . ' ' 11 00 5m Expreß 11 20 Nm' Ankunft Expreß 3 35 5 Expreß 3 15?!. . Louiöville Diviston. Abgang Expreß Louiöville Accomodation.. Schnellzug..... Accomodation Ankunft Accomodation Schnellzug Accomodation Spezial täglich 345 5 810 5m 3 25 9! 4 019! 10 20 5 10 50 5 5 50 9! 11009! Cincinnati, Harnilto und Indianapoliö. Abgang Expreß 3 405 Cincinnati Aecomodotisn ..1050 5 Expreß 8 00 9! Expreß 4 00 9! Expreß.. 6 30 9! Ankunft Accomodation 915 5m Expreß 1145 5 Expreß 7 30 9! . Expreß 10 6km Expreß..... 12305 Indianapolis und BineenneS. Abgang Expreß 800 5 Vincenne Accomodation... 4 00 9cm Ankunft VineenneS AecomodationlO 40 S!m Expreß ; 5 00 9c Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß 6 35 5 Expreß 11 15 m. Expreß 6 45 9! Ankunft Expreß 9 65 5 Expreß 260 St Expreß 9 00 9c Indianapolis, Decatur und Qeftern. Abgang Expreß 8 0 5 ccomöoanon 040 5s Scbnell,E,i n v . f - rT - - r ' .... m.a. ml Ankunft Schnell-Expreß 8 30 5 ttuHioeaiion 10 40 JStX Skpreß 4 50 5 Louisville, New Albany und CZieago. Abgang Exvreß 12 5 ßnV ....II l Monon AecomodatZ, Amvl Ankunft Expreß. . ... 3 0 C Wönon AttSMdsti?. .... 11 20 5 Erpreß V. . .. es Km Tho Twentleüi Century, eine culatjdchnrte Cochesfötift, fortschrittlich gesinnte Lesern ser ti cr'; ten ift. In der Tendenz zv sr:'....', verden d.ch mdm f5rtZ': dnin unpartensch besprr. Na beelle dir Ui u IIc iT:l dt PublioülrifT Co.. 13 C.i Uirv v-

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