Indiana Tribüne, Volume 18, Number 218, Indianapolis, Marion County, 28 April 1895 — Page 3
Die tolle Komteß. Roman von gruft von Wokjogzn. (6. Fortsetzung.) 7. Kapitel. In wklchim wzhrhkitZgktrku dttichtrt wird, warum vräuleln sphic Äamillentb, die räji Baldriaittropken. unö lr Wraf SUtvktth.'e zu sich z hmk genöthigt waren. Berichte auch von einer gar setZantkn Zwiesprache ziv.jche dem Oderverwal ker unv ker lüye. Als an diesem denkwürdigen Morgen die Herrin von Räsendors nach dem verhängnißvollen Besuch im Nutzgarten in Begleitung der hart beklagten Stütze wieder in ihrem Eckzimmer angelangt war, ließ sie sich erschöpft uf den kleinen Runddrwan fallen und begann sich mit dem Taschentuch Kühlung zuzufächeln. Dabei bemerkte sie sofort die purpurnen Spuren, welche die heftige Berührung mit Beatens verletztem Geruchsorgan darin zurückgelassen hatte und eröffnete .infolge solcher Wahrnehmung die' Hochnothpeinlich: Verhandlung mit den Worten: Ach. holen Sie mir doch erst mal ein reines Schnupftuch, Fräulein. Gleich links vornan, in der obersten Schublade." Und während Fräulein Sophie sich entfernte, um den Auftrag auszuführen, griff die erregte alte Dame nach dem Pappfutteral mit den Herrnhuter Losungen, deren Orakel sie in allen schwierigen Lagen zu, befragen pflegte und das daher stets auf ibrem Schreibtisch zur Hand war. In ungeduldiger Hast zog sie einen Zettel heraus und las: Und weil Du Gott lieb warst, so mußte es so sein; ohne - Anfechtung mußtest Du nicht bleiben, auf daß Du bewähret würdest.- Tobias 12, 13. Hm!" machte die Gräfin und blickte sinnend auf den Spruch nieder. Ja nun weiß ich nicht: geht das auf mich oder auf sie?" murmelte sie kopfschüttelnd. Geht das auf mich, dann darf ich gar nicht mal recht was sagen. Und geht es auf sie je nun: eigentlich ist sie ja doch man angefochten worden; denn daß sie angefangen hat, das lügt Äie Pastorsdirn einfach dazu kenne ich meinen Helmuth doch zu gut! Er hat sich immer gern zum Werkzeug gebrauchen lassen, wenn der Himmel mal einem hübschen Mädchen eine kleine Anfechtung bereiten wollte. Eigentlich ist die Sache so: weil sie dem Herrn Grasen lieb war, darum mußte sie angefochten' werden, auf daß ich Gewähret würde als eine christliche Ehefrau, die ibr Kreuz in Geduld trägt. Hm, hm! Tetete! Der liebe Gott maa ja nichts dafür können; aber eine verdrehte Welt ist das doch: die Damen haben das Malheur und die Herxen das Pläsir! Na, meine Ansicht sollen sie alle beide zu hören kriegen dat helpt nu nich!" Sie schob den Zettel in die Schachtel zurück und schickte sich an, das Orakel zum andernmal zu befragen, als Fräulein Sophie wieder eintrat und ihr das reine Taschentuch überreichte. Die Gräfin riegelte die Thür nach dem Speisesaal ab, nahm wieder aus dem Dioan Platz, legte ihr Gesicht in -möglichst strenge Falten und begann: Erinnern Sie sich vielleicht, was ich Ihnen sagte, als ich Sie gestern an dieser selben Stelle willkommen hieß?Frau Gräfin legten mir Komteß Viktoria ganz besonders an's Heiz,erwiderte mit leichtem Zögern die Stütze. Das mein ich nicht. Ich sagte Jhrien: Sie kämen in ein christliches Haus und Sie müßten auf Ihren LebensWandel selbst ein bischen achten, sonst...." Ich erinnere mich wohl, Frau Gräsin." , . So, wirklich? Na, dann haben Sie wohl bloß an einer augenblicklichen Gedächtnißschwäche gelitten, wie Sie sich da an der Weinmauer von meinem Mann abküssen ließen, wie?" Das Fräulein verbarg ihr Antlitz in Un Hansen und seufzte gar herzbrechend auf, ohne jedoch ein Wort zu Lußern. Die gestrenge Gräfin fuhr daher nach einer kleinen Pause der Erwartung fort: Pastors Beate, die die ganze Geschichte durch's Schlüsselloch beobachtet hat. sagt zwar aus. daß Sie meinen Mann erst durch Ihre Mätzchen dahin gebracht hätten, daß er sich so weit vergessen konnt:; doch das will ich noch gar nicht einmal annehmen daran sollen Sie unschuldig sein! Aber v?as ich unverzeihlich finde bei einem Mädchen, das meiner Vicki zum Voibilde dienen soll, das ist. daß Sie sich so ganz gemüthlich, gleich am zweiten Tag: Ihrer Anwesenheit, von dem Gatten, Vater und Brotherrn abküssen lassen, ohne auch nu? zu mucksen! Es scheint. Sie haben der Welt doch noch nicht so recht gründlich entsagt; denn wissen Sie, mein Kind, ein Mädchen, das der Welt entsagt hat. läßt sich nicht küssen; und wird es doch geküßt dann quietscht es wenigstens!" Das Fräulein wandte sich ab. Ihre Schultern geriethen in Zuckungen. Sie weinte offenbar heftig. Nun! Wissen Sie darauf nichts zu sagen? Oder haben Sie vielleicht gar gcquictscht? So reden Sie doch endlich einmal!" O wie darf man so die edlen Morive des ehrwürdigen Greises verkenr.en!" rief Sophie pathetisch aus und schlug dir Augen, in welchen übrigens noch keine Thräne zu entdecken war, anklagend zur Decke auf. . Na, das ist man schön, daß das der Graf nicht gehört hat." bemerkte hierauf die Gräfin mit drolliger Ironie. Ehrwürdiger Greis!! Ich glaube, ihn rührte der Schlag! Und mit den edlen Motiven Schnickschnack! Ich will zu Ihrer Ehre annehmen, daß Sie doch noch nicht viel Erfahrung haben, sonst wüßten Sie. wohl, daß die alten Herren immer die Schlimmsten sind. Motive? Ich dachte. Ihre schwarzen, blanken. Guckeln wären schon Motive aurg. Und Sie werden sie auch nicht
gerude in die Tasche gesteckt haben, wie
der der ehrwürdige Greis sich da um Sie niedlich machte." Wieder erfolgte kerne Antwort. So phie stand abgewandt, mit den Händen vor dem Gesicht, die Gräsin saß mit übereinander geschlagenen Armen da. Hochroth bis un den Hals, und ihre losen, vollen Wangen schwankten noch eine ganze Zeit lang nach, wie der Bo den nach einem Erdbeben. 2X: wandte sich plötzlich das Fräulein ihr zu, führte nrn niedergeschlagenen Augen eine tadellose Verbeugung aus und schritt dann rasch der Thür zu. Was soll das? Wohin?" rief die Gräfin erstaunt. Und in dem Tone dumpfer Ergebung versetzte Fräulein Vandemer: Ich gehe, meine wenigen Habseligkenen zusammcnzupacken. In einer halben Stunde bin ich fertig. Wenn Frau Gräsin vielleicht die Gnade haben wollten. mich nach dem Bahnhof fahren zu lassen? Aber nein, das wäre wohl zu v-el verlangt! Ich kann jaauch zu Fuße gehen mein Köfferchen ist ja nicht schwer. Ach was papperlapapp! Habe tch Ihnen vielleicht schon die Thür gewiesen? Die Gräfin erhob sich argerkch. ergriff das Fräulein ziemlich unsanft beim Arme und führte es m s Zimmer zurück. Dann setzte sie sich wieder aus ihren. Lieblingsvlatz unter dem Thorwaldsenschen Chrius und sagte: Kern überflüssiges Echauffement, bit te! Wo wollen Sie denn jetzt so Knall und Fall hin?" In die weite Welt, wo lch zu Hause bin. Ich bin es ja gewohnt, auf dem Ozean des Lebens ruhelos umherac worfen zu werden, wie die letzten Splitter eines gescheiterten Schiffes. ' Die Fluth trägt mich in einen Hafen, die Ebbe spult mich wieder hinaus. Lassen Sie mich ziehen, Frau Gräfin ich sehe es ja ein: es war eine dreiste Anmaßung von mir, zu erwarten, daß mir m diesem Hause endlich das Gluck der Nuhe, des Vergesse.is beschicken sein werde. Ach, wie heimelte mich hier alles an, wie kam mir, alles mit Liebe entgegen! Es war mir zu Muthe, als ich die Schwelle dieses Schlosses betrat. als riefe der fromme Geist des Hauses mir den schönen Christengruß entgegen: Friede sei mit Dir!" Hier machte die Rednerin eine Kunst-. pause. Eine Hand hatte sie auf's Herz gelegt, die andre leicht erhoben vorgestreckt, als begrüßt: sie demüthig den frommen Geist des Hauses mit einem Valmenwedel. Dann hob ein Seufzer ihren zarten Busen, rhre Arme und ihr dunkles Köpfchen sanken matt herab. Die gute Gräfin saß da wie in der Kirche und faltete die Hände andächtig im schooße. Sie hatte ganz vergessen, daß sie ja eigentlich diesem Mädchen eine gehörige Strafpredigt zugedacht hatte. Und sie wartete begierig auf den zweiten Theil. Es hat nicht sollen sein!" schloß das Fräulein mit bebendem, thränenschwerem Tone uno suchte dann eifrig in ihrer Kleidertasche nach bem Zährentüchlein. Leider hatte sie dies nützliche Requisit der Sentimentalen beizustecken vergessen; doch ist ja bekanntlich der trockene Seelenschmerz der herbste, und auch dieser stand ihr sehr gut zu 0c sichte. Sie rang also die kleinen Hände ineinander, starrte düster in die Zim merecke und wiederholte nochmals das mit Recht so beliebte Zitat: Es wär' so schön gewesen es hat nicht sollen sein!" Das sagt ja wohl Schiller, meine Liebe?" fragte die Gräfin, durch den bekannten Klang jener Phrase wie aus einer Betäubung erweckt. Und da das Fräulein wehmüthig verneinend den Kopf schüttelte, fuhr sie gleichgiltig fort: Nicht? Na, dann sagt es eben jemand anders! Ich meine man, weil die meisten Sachen doch immer Schiller sagt. Aber recbt hat er doch nicht mit seinem: Es hat nicht sollen sein! Im Gegentheil: es hat doch wohl am Ende so sein sollen; denn die Schrist sagt: Und weil Du Gott lieb warst, so mußte es so sein! Ohne Anfechtung mußtest Du nicht bleiben, auf daß Du bewähret würdest!" Wissen Sie, wo das steht?" Wieder verneinte das Fräulein durch wehmüthiges Kopfschütteln. . Und die Gräfin versetzte mit lächelndet Genugthuung:, Sehen Sie. das wissen Sie wieder nicht! Das steht im Buch Tobiä, Kapitel 12, Vers 13. Merken Sie sich den schönen Spruch, meine Liebe. Ohne Anfechtung mußtest Du nicht bleiben, auf daß Du bewähret würdest!" Sehen Sie, die Anfechtung. 'das war mein Mann; der hat ja wohl seine Schuldigkeit als Werkzeug des Himmels ganz schön gethan aber ich finde nicht, daß Sie sich besonders bewährt haben. Na, na, weinen Sie nur nicht gleich! Ich kann das alte dumme Geheul nicht ausstehen. Ich will Sie gar nicht vor die Thür setzen; nur-das muß ich Ihnen als Gattin, Mutter und Hausfrau an's Herz legen, daß Sie ein ander-' mal, wenn die Anfechtung wieder kommen sollte, doch ein bischen energischer gegen ankämpfen und besonders das Quietschen nicht vergessen!" Sie lachte gutmüthig und klopste der Vermahnten dabei die Wange. Wenn man ein so hübsches Lärvchen hat, dann läßt die Anfechtung meist nicht lange auf sich warten. Da warf die. schöne Sophie sich ganz plötzlich der Gräfin zu Füßen und rief in leidenschaftlicher Bewegung: O. dies Gesicht, dies verhaßte, glatte Gesicht! Wenn ich nur einmal den Muth fände, es mit diesen Nägeln zu zerfleischen, bis ich es so entstellt hätte, daß mir die Menschen mit mitleidigem Grauen auswichen! Dann erst, fände ich vielleicht den Frieden, den ich bisher noch stets vergebens gesucht habe. Ich hasse mem Gesicht, ich hasse meine Augen ausloschen möchte th ihre Flam men, die so unheiligen Brand in die Herzen 'der Männer werfen
.Aber Kind.' wie können Sie sieb so
versündigen." suchte die erschrockene Gräfin sie zu beschwichtigen. Hat Ihnen.Gott dies Angesicht nicht gegeben, damit die Menscksn den (S&öbfrr in seinen Werken preisen sollen?" Ja, aber der Herr sagt auch: (so Dich Dein rechtes Auge ärgert, so reiß es aus und wirf es von Dir!" Herr Jemine! Aber doch nicht gleich beide!" rief die Gräfin ganz entsetzt ob solcher , Schriftauslegung. lleberhaupt so was it doch man bildlich zu verstehen. Denken Sie doch blok an: wenn sich ieder aleick so ein. Auge ausreißen wollte, wie einen holen Zahn! Puh! Das roare ja gräßlich! i cionc: yrn, nein cm uuvjches Gesicht ist eine gute Gabe Gottes!Q aewik. für ein Mädchen, das unter der treuen Obhut liebender Eltern in die Welt der auten Sitte einaeführt und von zarter Aufmerksamkeit und ritterllcherHuwlgung getragen wird. Aber für ein armes Mädchen, das in der Fremde sich sein Brod suchen muß, ist es ein Fluch ja, meine theure, eöle Gräfin ein grausamer Fluch! Dies Gesicht bat mich aus dem Elternhause vertrieben, als ich noch kaum erwachsen war. Mein guter Vater starb an den Folgen der Wunden, die er im Feldzuge von 1866 erhalten hatte und ließ meine Mutter in bitterster Noth zurück. Sie hatte emst oeslere Tage gekannt nc konnte sich in das Elend nicht schicken. ihr schwacher Charakter brach darunter zusammen. Da wurde ihr eine Aussicht eröffnet, ihre Lage glänzend zu verbessern mem Gelicht hatte ti nen reichen Wüstlina so gefesselt O, lassen Sie mich davon schweigen! Ich floh vor solcher Mutter über das Weltmeer. Meine bescheidenen Kennt--Nisse und Fertigkeiten sollten mir drüben eine selbststandlge Existenz grunden. Ich wurde überall wohl auf. nommen, Unterstützung allerArt wurde mir versprochen .und zugleicy xstmn gungen gestellt o! Ich verlobte mich mit eimm jungen Manne in bescheidenen Verbältnissen dem aber Fleiß und Begabung eine sichere Zukunft gewährleisteten am Vorabend unserer Sochzeit löste er das Verlöbniß auf, weil eine wahnsinnige Eifersucht ihn faßt hatte gegen den Prediger, ver uns trauen sollte! Damals übermannte mich die Verzweiflung, ich verlor allen Halt. Ich wollte werden, was vielen und mein Schicksal nun einmal aus mir machen wollten. Die Nachricht, daß meine Mutter gestorben sei, bewahrte mich vor dem Sprung in den Abgrund ich kehrte in die Heimath zurück und.... 5n leidenschaftlicher Hast hatte sie bis bierber aelvrochen und hätte sicher noch lange so fortfahren können, denn ihrem erfinderischen Kopfe ging der Märchenstoff so wenig-aus, wie ihren beredten. Lipven dt' Worte n- wenn nicht ein heftiger. krampfartiger Hu r. r 1 ' . V!- cn.w. t- . . IttnaNsau qi yier - i? yxcuc uvgc schnitten hätten Jerie verdächtigen, thalergroßen rochen Flecke um die Backenknocken' Zteiaten sich wieder, hart, hohl und schrecklich mühsam klang ihr Hu sten nnd die Augen, die dunklen, seurlgen Augen, wurden groß, glasig glänzend und richteten sich wie in starrer Todesangst zur Gräfin empor. Die ernte Dame batte längst verges sen, daß sie guten Grund hatte, mehr als urückbaltend aeaen dies gefährliche Fräulein. auszutreten. Sie glaubte eine so erleuchtete Menschenkennerin zu sein und lien sick doch durch eine wenia aeschickte Schauspielerei so gänzlich in den Sumpf locken, wie das unersayrenile junge Madchen. Ja, sie hatte eben trotz ihres derben Wesens ein Herz so weich, oläubia und naiv wie ein Kind, und wenn sie gar einen Nebenmenschen lei- . m i . C r JC.," . ven jay, wie vier oas ungiuaiuqc, doui Schicksal grausam verfolgte &ont m schöpf, so war sie ganz Mitleid, ganz christliches Erbarmen, opferfreudige. werkthätige Liebe. Sie klingelte sofort nach der Köchin. bestellte den Brustthee, half Sophien vom Boden aus, tröstete, redete gut zu und war mütterlich liebreich um sie besorgt, bis der Anfall vorüber war. Dann kam die Komteß Vun, die jchon das ganze Haus und den ganzen Park nach ihrem Fräulein abgesucht hatte, gerade zur rechten Zeit, um die weitere Pflege zu übernehmen. Sie geleitete Sophien in ihrZimmer hinauf, schlepp te alle möglichen und unmöglichen Essenzen, Bonbons und Pastm:n herbei und war. unaufhörlich schwatzend, um sie beschäftigt, bis sie sich so weit erholt hatte, um auch ihrerseits das Räderwerk ibres -.Svrechanismus- von neuem auszuziehen und, natürlich unter dem Siegel der VerschViegenyelt. dem neugierigen Komteßchen in Zwecken!sprechender Fassung die Ereignisse an der Gartenmauer mitzutheilen. Und dann ließ das arme unglüaüche Mädchen auch ihre Schutzbefohlene Einblick thun in die Nacht ihres Lcbensschicksals, nicht ohne wiederum einen großen Aufwand mit den bewährtesten und beliebtesten Romanwendungen zu treiben. Komteß Vicki fand natürlich das alles furchtbar interessant" und schluckte gierig die sentimentalen Phrasen in ihren Kindermagen ein als ob das Haremskonfekt mit Roscnlikor geWesen wäre. Inzwischen war ihre treffliche Frau Mutter, nachdem sie durch eine reichliche Gabe Baldriantropfen ' ihr Nervensystem nothdürstig beruhigt hatte, zu threm Gemahl, dem .nglückscligen ehrwürdigenÄreis", hrnübergerauscht, um diesem den wohlverdienten Text zu lesen. Nun, Lieber Helmuth, schon fertig mit Deiner Korrespondenz?" begrüßte sie ihn freundlich. ' Ja, endlich liede? Schatz, er widerte der Graf ebenso freundlich. Lieber Schak? Na. na inrornrnodire Dich nicht! Du wolltest whl eben wieder ausgehen?" I Er war ihr nämlich schon mit Hut ! und entgegengetreten.
Ja, ich will doch mal sehen, wie sie
hfm TVunhfhflim frrHr m??d?n. W V firfrwj V WVVVV! Man kann nicht wissen, vielleicht binl im doch noch nöthig. Norwlg hat noch nie mit solchen Dings gearbeitet," sagte der Graf, indem er einen Schritt aus die Thür zu machte. Die Grafin hatte ihre Arme übereinander geschlagen und trommelte etwas nervös mit.den Fingern der Rech en aus dem linken Oberarm, wahrend ie möglichst gleichgiltigen Tones die Worte hinwarf: O ja, da magst Du a wohl nöthig sein das will ich gerne glauben. Um unsre Weintrauben brauchst Du Dich aber nicht mehr zu bemühen." Weintrauben? Wieso Wemtrauben?" .fragte der Graf und klopste dabei, um ihrem Blicke auszuweichen, ein Federchen von seinem grauen Beinlers ab. O, ich meine bloß so!" versetzte die Gräfin leichthin. Uebrigens, da wir gerade davon sprechen: Du weißt wohl noch nicht, daß die alte Thür nach Pastors Garten hin eingebrochen ist? Du erinnerst Dich: da wo die schönen Weintrauben überhängen." Der gute Graf sah das Unaewitter hereinbrechen. Er wurde doch ein wenig bleich, wenn er auch zunächst noch. Gleichgiltigkeit heuchelnd, seine Bartspitzen ungeduldig aufzwirbelte. Gartenthur? Was Gartenthür! Wie kann denn die Gartenthür so ohne weiteres einbrechen?" Ohne weiteres ist sie nun wohl gerade nicht eingebrochen," erwiderte seine Gattin gedehnt, sich mit offenbarer Schadenfreude an feiner schuldbewußen Ungeduld weidend. Aber so etwas kann, freilich die beste Gartenthür nicht vertragen." Aber was denn zum Kuckuck! Na, zum Beispiel, 'wenn so eine neugierige Pastorsdirn da eine halbe Stunde lang durch das Schlüsselloch zu gucken hat, wie unklug. Der Gras holte in eigenthümlicher Hast sein gelbseidcnes Taschentuch hervor und betupfte sich damit die Stirn. Ih zum Teufel, was hat denn die Pastorsdirn durch das Schlüsselloch zu gucken? Ja, das frage ich auch! Was glaubst Du wohl, was sie da zu sehen gekriegt hat?" Aber liebe Aurelle, das kann nur doch tont gal sein! Ich habe wirklich keine Zeit zu verlieren." Er machte einen Versuch, sich durch schleunige Flucht dem Arme der Gerechtigkeit zu entziehen, als welchen seine erzürnte Gemahlin soeben mit großer Geschwindigkeit nach ihm ausstreckte. Es war vergebens. Sie führte ihn in das Zimmer zurück und sagte mit einer Liebenswürdigkeit, bei der es ihn kalt überlief: Willst Du nicht gefälligst noch einen Augenblick Platz nehmen? lEs wird Dich doch vielleicht ?rn it rfyfTln VnnS n? n - itVyit 31 vtuitti, ivuv wib yt' storsdirn. gesehen hat.? . T Mit der Miene eines Mannes, der den Entschluß äefaßj hat,, sich - einen Zahn ziehen zu .lassen nahm 'der' ehrwürdige Greis', in seinem . Schreibsessel Platz, in welchen ihn seine Gemahlin .mit sanfter Gewalt . niederdrückte, während sie selber in statuenyafter Wurde vor lhm stehen olieo. Ohne erst eine ausdrückliche Kundgebung seines Jnteresse5 abzuwarten. sprach sie das Donnerwort: Ich will Dir sagen,, was die Pastorsdirn gesehen hat: Einen gräßlichen, unverbesserlichen alten Sunder hat sie gesehen! einen Menschen, der...." Ach verflucht!", entfuhr es unwillkürlich dem Grafen. Fluche Nicht noch! Lade Nicht noch mehr Sünden auf Dem Gewissen, denn ich brauche Dir wohl nicht erst zu sagen, wer der Mann war! Du weißt also?" sagte der Graf kleinlaut, während er dabei seine wohlgepflegten Fingernägel betrachtete. ?f weiß alles!" rief die Gräfin mir gedämpfter Stimme und trat eiu paar Schritte weiter zurück, wie um des Geknickten ganze 'Gestalt leichter mit einem Blicke überschauen zu konnen. Und dann fuhr sie mit vernichtender Eindringlichkeit also fort: ES ist mir, unbegreifliche wie ein Mann in Deiner Stellung, in Deinen Jahren, der Herr eines Hauses, in welchem das Wort Gottes sozusagen von allen Wänden widerschallt, der eine christliche Gemahlin bejitzt, welche nicht müde wird....." Aber theuerste Aurelie." unterbrach er ihren Redefluß: wenn Du Dich doch gewöhnen wolltest,, solche Dinge etwas objektiv zu betrachten! Objektiv! Ja wohl komm Du mir bloß mit objektiv!" riefdie Gräfin ganz erbost. Wenn man euch Männer mal bei einer recht aroßartigen Scheußlichkeit ertappt, dann kommt ihr immer mit dem alteu dummen o jektiv! Weißt Du noch das letzte Mal? Die -skandalöse. Geschichte mit Albertine? Da kamst Du mir auch mit objektiv! Und das war doch man ein ganz gewöhnliches Subjekt in meinen Augen!" Der Graf machte einen schwachen Versuch, diesen Scherz zu belachen; aber die erzürnte Gattin unterbrach ihn sofort und rief: !jch wüßte wirklich nicht, was es dabei zu lachen gibt! Damals hast Du mir hoch und heilig versprochen, das mit Albertine sollte Deine letzte Verirrung gewesen sein. Aber freilich, was man seiner eignen Frau schwort, das gilt, für euresglel chen nicht." ; Oh. oh, wie kannst Du sö etwas sa q:n! Ich hatte die besten Absichten? ober Du weißt, liebe Aurelle: der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach . . So, wirklich? Ich möchte lieber s& gen: der Geist ist schwach, aber das Fleisch 'ist willig ganz una?nein willig! Uebrigens schickt es siH gar man für oicyen uiaxm wie 50io. ein Wot der Schri,. auch nur in den Mund zu nehmen!- ' . Der Graf wagte einige bescheidene
Einwendungen zu erheben gegen solch vernichtendes Urtheil seiner Gattin; doch beschwor er dadurch nur immer neue Entrüstungsstürme herauf. Auch sein Versuch, der Sache eine humoristische Seite abzugewinnen und sich als einen Märtyrer seines ritterlichenMitgefühls für hübsche junge Wittwen und Waisen hinzustellen, mißglückte vollständig. Seine Gattin war wie, mit Erz gepanzert gegen alle seine frivolen Finten. Immer erdrückender häufte sie ihre Anklagen auf sein Haupt, und zuletzt spielte sie,' ganz nahe vor ihn hin tretend, den höchsten Trumpf aus, indem sie ihm zurief: Und weißt Du auch, daß Du beinahe zwei Menschenleben auf Dein Gewissen geladen hättest?" Der Graf blickte in starrem Entsetzen auf. Zwei Menschenleben?" stotterte er. Jawohl! Erstens einmal: Pastors Beate, die in der Eile, mir Deine Tücke zu verrathen, mit der Gartenthür eingebrochen ist sie. ist Gott sei Dank mit einer blutigen Nase davongekommen! Aber sie hätte sich doch
evenjo gut das Genick brechen können!" Hätte sie doch!" murmelte der Graf ,ngrimmlg. Und zweitens: das Fräulein Sophie. Die ist mir beinahe in den Armen weggeblieben, das arme Ding so hatte sie Deine Ärglist in ihrem Innersten verstört! Eine andre Frau hätte sie sofort aus dem Hause aewiesen. Aber glaube nur ja nichts daß ich so etwas thun werde! Das wäre ia so gut, als wollte ich sie für die Schuldige erklaren, und ich weiß doch recht aut. wer hier der allein Schuldige ist. Vor jüiz t ja oocy reme pcher und eme ganze Nachteule will man sich doch auch nicht in's Haus nehmen. Du gehst ja' förmlich umher wie ein brüllender Löwe und suchest, welche Du verfchlingest." Aber was hat denn das Fräulein eigentlich behauptet?" fragte der Graf mit einem sehr langen Gesicht: denn daß -die reizende Sophie ihn fo arg btomirt baden sollte, warf ihm aus allen seinen Himmeln,. '.Sie hat mir alles aebeichtet erwiderte die Gräfin kurzweq. Es ist ja nicht das erste Mal, daß ihr der Teufel seine Schlingen gelegt hat; aber der Herr hat ihr noch immer heraus geholfen! Weißt Du nicht, wie Tobias 12, Vers 13- so schön sagt?" Der arme Gras hatte numrllch keine Ahnung. Well Du Gott lieb wärest, durunu mußte es so sem;- ohne Anfechtung mußtest Du nicht bleiben, auf daß Du bewähret würdest!" Sie blickte ihn. trmnrphirend cm. Der Gras wußte nicht recht, was ar. daraus erwidern sollte. Er mckte demnach nur zustimmend mit dem Kopse uud sagte kleinlaut: So. fo, sagt das? Tobias? Hm Tobias! Das war rn. wohl der Mann mit der Fischleber.?.Ganz rechts" entgegnete die Gräfin und warf den. Kopf zurück. Und Dir bist der Mann, der so? gewißlich mchfc in das Hlinmelmch kommen wird als eiri Kameejl nicht durch. tut Nadelöhr geht! Denn. Du zeigst ia Nicht einmal. Neue! Du wärest imstande mit dieser Sunde aus dem Gewiss? vor: Deine unschuldigen .Tochter hmzutreien.... Aber beste Aurelie ich kanu. mich doch nicht vor meinen. TöchtM ver stecken!" Sa? Du willst also, daß sie es nnt ansehen sollen, wie ganz Räsendors und Umgegend Mit Fingern auf Dich werft? Denn Du kannst Dir doch woht denken daß Pastors Beate die Ge schichte flink genug hermnbrmgeA wird. Fawl, fatale brciirafc der Graf in seinen Bart. Und die Grafin. nahm o?s Wort auf: Fatal, fatalt Ja, das glaube ich gern! Aber Reue und Bußfertigkeit sehe ich noch nicht bei Dir; und c)as D meinem Herzen angethan, hast, darnach sragst Du gar nicht einmal. Sie wurde weich und fuhr sich leicht mit dem Tuch ülier die Aua. . Aber theuerste Aureli'." versicherte der Graf: Du siehst mich, untröstlich! Wenn ich Dich gekrankt habe, so bin ich auch naturlich zu ieder Sühne bereit. Wenn ich nur wüßten." . Wenn Du mir versprechen willst. Dich den Anordnungen zu' fügen, : die ich zu Deinem Besten treffen will, so .werde ich mein möglichstes thun, um die üblen Folgert dieser Geschichte sur Dich abzuwenden. Die Hauptsache bleibt aber mmer, daß wir. Deme uu sterbliche Seele retten!" Der Graf stieß einen tiefen Seufzer Alls und sagte kläglich: .Du meinst docy Nicht, daß ich mich wieder zu Berte legen soll?" Allerdings me.nt ich das!" verseilte die Gräfin streng. Em leichtes Un Wohlsein ist za m Deinem Alter uns nach solcher Gemutdsdeweauna eine ganz erklärliche Sache. Es ist durchaus nöthia, daß Du wenigstens einige Tage ganz iu der Zurückgezogenheit zubringst, damit das Wort Gottes, mit dem ich Dich unterdessen zu speisen - rr ofjt w geoenie. Jell yaoe, )lr .n tficiiaj uno Blut überzugehen und Tn zu starken wider die vlnsechtung. Du weiß: doch wie Tobias sagt? Ja, ja." stöhnte der Gras verzweis' luuasvoll. Na also dann mach nur schnell. daß Du in's Bett kommst, lieber &t muth. Ich lasse Dir rasch einen schönen üileoerzyee roazen. uas 'azwiZen iit W L tt -S. . -m. Jt. j I. Dir damals nach den dummen Geschichten mit Albertine auch so gut be kommen. Da muß - der ganze alte Adam mit raus ich komme auch nachher und lese Dl? aus dem Grolmus vor; denn ich fürchte, Du wirst vorläufig nock nicht allein mit dem Teufel fertig. Mit diesen Worten rauschte sie, ihres Gatten schwache Einwendungen e ! flissentlich überhörend, im Aewußtsein
erMcr Christenpflicht, feierlich zu? Thür hinaus.
Als die Glocke zum Mittagessen lautete, erschienen, pünktlich wie es Untergebenen ziemt, der Her: OberverWalter und das Fräulein Sophie in? Speisesaal. Sie fanden nur zwei Gedecke vor. Der Graf war wirklich zu Bett gegangen, Komteß Marie lag. von argen Schmerzen geplagt, gleichfalls zu Bette und die Gräfin theilte sich mit ihrer jüngsten Tochter in die Pflege der beiden. So geschah es. daß Herr von Norwig mit der schönen Stutze der Hausfrau alle! speiste. Sobald der Dienei die Suppe abgetragen hatte, lehnte sich das Fräulem in ihren Stuhl zurück und lachte höhnisch auf. Herr von Norwig fixirte sie über dra Tisch herüber mit einem strengen Blick und sagte: Sie scheinen sehr guter Laune zu sein, Fräulein. Sandemer." Wundert Sie das, mein edler Herr von Norwig?" erwiderte sie. seinen strengen Ton nachäffend.. Warum sollte ich nicht lachen über das drollige Schicksalsspiel, das uns beide immer wieder zusammenführt?. Wenn es nicht hier in Mecklenburg gewesar wäre, so hatte ich Sie sicherlich eines schonen Tages in den. Pampas aufgesunden." Norwig machte eine Geberde des Erstaunens, worauf sie sich weit über den Tisch beugte und mit drohend, zusammengezogenen. Brauen ihm. zuflüsterte: Ja, wundre Dich nur; ich weiß al les. Du, kannst keinen Schritt thun, ohne daß ich es früher oder spater er führe. Die Augen der Liebe sollen blind sein, aber die. Augen des Hasses sehen um so schärferc über Laüer und Meere hinweg!" Verschone mich mit Deinen. Redensarten," gab Norwig- eben so drohend zurück. Du wirst, mich dadurch nicht glauben machen, daß Du mich hier gesucht hast. Wie kämest Du sonst dazu, diesen Namen anzunehmen und, den harmlosen Leuten' im Hause diese ganze unwürdige Komödie vorzuspielm Bin ich Dir vielleicht Rechenschaft schuldig? Ich kenne, nun einmal, reine größere Lust, als 'Dich immer wieder aus Deiner hochmüthigen Ruhe, rufzuschrecken. Wenn Du. mir gegenüber keine Pflichten mehrr anerkennst, und Dir selbst aus einem. Berbrechur. kein Gewissen machst, wemr Du. Dich da durch von. Mir zu befreien hoffst, so darfst Du Dich doch wohl nicht wundern, wenn ich mir das Vergnügen mache. Dich vor mir zittern, zu. sehen." Ich vor Dir zittern!" rief. Norwig halblaut mit zornfunkelnden Blicken. .Ein Wort von mir treibt Dich aus diesem Hause und verfolgt Dich, wo hin Du Dich .nur immer, wenden magst. Wieder lachte Sophie höhnisch aus: Warum sprichst Du es dann nicht dieses fürchterliche Wort? Hast Du schon vergessen, was ich. Dir.' gestern Nacht....." S'st! Nimm Dich in acht rnan kommt!" Friedrich trat mit dem. Braten herein, und sofort . nahmen blt Züge des Fräuleins wieder ihren gewöhnlichen Ausdruck an, und sie warf einige gleich glltlge Bemerkungen hin,, welche den Schein erwecken sollten,, als ob sie in einem Gespräche über die Reize, des Räsendorfer Parkes begriffen gewesen seien. Norwig mußte m Stillen dis ge schickte Schauspielerin, in. ihr bewudern, denn ihm selbst glückte es nicht so gut, seiner Erregung so balA Herr zu werden. Er erkundigte sich bei dem Diener nach dem Besinden der. Komteß Marie und erhielt, den Bescheid, daß Hinrich mit dem Wagen m die Stadt geschickt worden sei.um entern Arzt zu holen. Als das Mahl beendet und Friedrich hinausgegangen war, trat.. Fräulein' Sophie rasch aus. Norwig, zu,, der sich gleichfalls erhoben- hatte, und raunte ihm ln's Ohr: Du scheinst hier Dem Glück auf ähnliche Weise begründen zu wollen, wie drüben nur daß Dein Geschmack sich bedenklich verschlechtert hat. armer Freund! )u yait. alle ursache. mir dankbar zu sein, damit Dir nicht wieder solches Unglück, passirt ha ha! Diese, garstige,, rüerschrötige Komtesse scheint Absichten, auf Dich zu haben; aber, vor einem solchen Schatz will ich Dich doch bewahren, wenn. Du es auch nicht, um mich verdient hast! Du weißt, gutmüthig war ich immer!" Norwias Lippen bebtm vor verhaltenem Grimm, und verächtlich antwortete er: Auf solchen. Unsinn habe ich nichts zu erwidern. Ich erklare Dir aber bestimmt: Eines' vorr uns beiden muß dies Haus verlassen. Deine Dro hQig, - aw. Miß Clark zu schreiben. läßt mich vollständig kalt. Du weißt ia aus Erfahrung, daß mit genchtli chen Klagen von Amerika aus hier nicht viel zu erreiche ist! Uebrigens hättest Du wohl selb alle Ursache. Dich hjer unbehaglich zu fühlen; denn so gut wie ein toller Zufall uns beide aerade. hier zusammengeführt hat.kLnntt 4)ir ooa) auco pllkFiicy mer zeman entgegentreten, der Dich und Deine , ' -r ; w Vergangenheit kennt. Was soll danr aus Fraulem Sophie Bandemer werdeir?" Sie lächelte bsShaft: Ah, darau er kenne ich meinen theuren Rolf der immer so geneigt war, alle Welt außer suö für Narrm und Dummtopfe zu halten! Wer sagt Dir denn, daß ich memen Namen nicht mit Recht führe? Willst Du vielleicht meine Papiere em sehen? Sie sind vollständig in Ord sr r i l. t i nung nur oer GeourlLlag ralll zu fällig um fünf Jahre spater, als der. den Du einst so begeistert zu feiern pflegtest. Was thut das? Eme Frcm ist immer so alt, wie sie aussteht. Wun mir meinSpiegel unbequem wirdkann ich ja die Sophie Bandemer einpacken und wieder in meine alte Haut chlvU vfUL (Fortsetzung folgt.)
?iir die Küche. -. SalatvonweißenBohnett, Man schwingt die weichgekochten Boh nen mit etwas Butter durch, läßt sie cbfühfai und mischt sie nun mit etwas Essig, wenig Oel, Pfeffer und einige Löffeln saurer Sahne. Man belegt sie mit harten Eiervierteln und umgibt sie mit einem Rand von geriebenem Meerrettich. Selleriesllppe. Einige fair ber geschälte, recht zarte Sellerieknollen werden in Würfel geschnitten. Däne Sen brat man 2 Eßlöffel fernes Mehl in. Butte? gelblich gibt den Sellerie hintm, schmort ihn auf schwachem Feuer 15 Mümten, rührt 2 Quart Bouillon hinzu kacht den Sellerie langsam weich und rMrk die Suppe durch ein feines Sie6:. Wemr möglich, kocht man ein Stückchs? Kalbs niere mit, welches der. Suppe: einen besonderen Wohlgeschmack gibt. Nach dm Durchröhren wird sie wieder erhitzt oft umgerührt und mit in Butterr gerösteten Weißbrotscheiberc -servirt. Z n gi i: ii tf ch t v E e bsen Pudding. Man: kocht die Erbsen etwa 2 Pfund ' weich und reibt sie durch ein Sieb, kocht: 10 große Kartoffeln gar. reibt sie.' nach dem Erkalten und
mischt sie nebst 2:1-2 Unzeen geschmolzener Butter.. etwas Pfefftr und 2 veraulrlten Eiern: Eine ausgeunchene Form füllt mair mit der Erbsenmasse, bedeckt sie mit emenr mit Mehl bestreuten Tuch und kocht' den Puddin? 11-2 Stunden. Et' wiiÄ stürzt,, mit geschmdlzener Butter;." einfacher mit Speck- und Zwieb'elwurfeln, überfüllt und zu warmenl.schwelneflersch gege ben. , Nothkravt'a-ust Jägerart. Man hobelt Rothkraut: recht seur und blanchirt es einen Augenblick in siedendem Wasser, läßt es: abtropfen- und vermischt es alsdann recht gleichmäßig mit einem Glase: Essig; wodurch daSRothkraut eine vorzügliche zglanzende rdthe ffarbe erhält. Dann zerläßt man 1 3-4 Unzen Butter und 3-4' Unzen Gänse- oder Schweinefett' fcämpst das Kraut langsam 10 Minuten und fugt 2 gehackte Awiebeln, 4' gehackte? fmier . Iiche Aepfel. einen Löffel Zucker;. Salz. etwas Pfeffer und:1 Glas Rothwein hinzu und schmort das Kraut laugfanr weich. Kurz vor dem Anrichten verrührt man es mit einem-Löffel Johannisbeergclee, garnirt: das Gericht mit kleinen rothen Aepfekir und? reicht SZrfwrtfsrfst r4rtf n nt s4 ütviiuiivj tit vuu Russische Suppe.'. Man- kocht vorerst aus Rindfleisch, einem', SuppenHuhn und einem Stück magere when Schinken langsam eme kräftige Fleischbrühe. Man seiht sie durch, schwitzt drei in Scheiben, geschnittene Zwiebeln nebst 13-4 Unzen Mehl! in- Butter braun und verkocht hiermit die' durchgeaebene Brühe eine Birtelstunde: Indeß schneidet man v:er kleme Kopfe Weißkraut in Achtel, brüht sie aö. legt lie nebst einigen zerschnittenen Petersilienwurzeln, Möhren, einer Sellerieknolle und etwas Porree. in eine.-Kasse-role. aießt .die Hälfte der.' fertigen Suppe darauf und dämpft den: Kohl weich. Ist dies 'erreicht, legt man ihn nebst den zerschnittenen Wurzeln,, der. abgelösten, steifig -geschnittenen Hühnerbrustfleisch, einigen kleinen Sauciächerc und würfelig geschnittenem, weich gekochtem Bauchspeck in eine Terrine;, gibt die Suppe nochmals durch eirr Sieb, würzt sie mit Cayenne und etwas gewiegtem Estragon und gießt sie aus otr Einlagen. Thüringer P ro ph e:t'cn: k u ch e n. 1 Pfund Mehl,. 12. Eiwüer, ein Viertelpfund. Butter,. 1 Pfund Zucker. Vor dem Äacken wird der: Kuchen mit Butter bestrichen und mit Zucker und Zimmet: bestreut. Möglichst früh am Morgen mengt-man den Teig unv setzt ihn einige Stunden, in den. Keller oder eine halbe . Stunde.' in den Eisschrank; er läßtlssch dann' besser aus sollen. Man- bringt ldanir 'deu Teig auf ein mit Mehl 'bestreutes Backbrett. bestreut ihn -mit. Mehl.. rollk ihn messerrückendick aus iinb stürzt: Ihit auf ein, gut mit Speck gestrichenes Kuchenblech, bäckt ihn bei aut:riH:tze m 1. Minuten qar. Er muß cremefarben aussehen. nicht braun. Da- das' Mehl verschieden gedeiht,- muß man.bisweilen beim Aus rollen noch Mehl' in den Tz kneten. da er -sich sonst nicht' tö.st. Vorzug l.i.ch e. Schinkenw u rst. In acht: Tagen-, läßt sich dieselbe leicht herstellen. Hierzu verwendet man alle bellten Äoiallstucke des Schweines, die. man. zu Bratwürsten nicht verwenden will.. Dieselben werden gesalzen, sehr wenig- Salpeter und etwas Zucker (doch ist. letzterer im Sommer erfahrungsgemäß) thunlichst wegzulassen) und zusammen, in em Pökelfaß, Schaff oder.-dergl. eingelegt und jeden Tag gut umgewender. Am fünften Tage bringt- man das Fleisch auf einen Durchschlag, läßt den Saft der sich gebildet, gutt ablaufen, gibt das Fleisch in einen gut gereiniaten Dickarnr (Blinddarm), preßt lle Luft beim Einfüllen aus. bindet die Wurst fest zu. hängt-sie einen Taz in die Luft, damit dieselbe gut abtrockne, und g:be sie um Selchen. Wer es liebt, kann dieser Wurst etwis Oriandn. Waöolder und groöTn Pfeffer beimischen. . Diese Wu?st' sollte sehr langsam "sotten werden und wird nach dem Sieden beschwert. damit sich keine Lufträume bilden, die einem schönen Scheiden der-Wurst nachthe:liz sind. So öehzn clt. hätt sick die Wurst sehr lage un-d kann sowohl warm wie kalt z:nossen werden Gut parirt. Herr: Den ?en Sie sich, Fräulein Mathilde, ich irZumte neulich, daß ich Ihnen eint Lieb!s:?klärunq gemacht hätte!" Fraullein (brüsk):' Zu dumm!" -Herr: INicht wahr, wie man nur so albernes Zeug träumen lanni .: . :
