Indiana Tribüne, Volume 18, Number 212, Indianapolis, Marion County, 22 April 1895 — Page 2
Zndwna Trwttne. Erscheint Täglich und Sonntags. Die tägliche .Tribüne" kostet durch den Tröger M dtitt per Woche, die KonntaaS.Tridüne-ö Gent per Woche. Seide ins ammen IS Cents ode, eZ LentS perrkdnat. Per Post außerhalb der tdt ,ugeschit i Vorausbezahlung per ttaZr. cmm 18 Süd Sttatama Straße. Indianapolis, Ind., 22. April 1895.
kOrigKlal-TorrespottNlZ.? Streiflichter von. der Gartenstadt. Chicago, Mitte April. Daö alte Thiersabel-Sprüchln Denn ich bin roß, und Du bist klein" findet jetzt in der Gartenstadt eine neue, lehrreiche Veranschaulichung in dem Krieg zwilchen den Allerwelts-Kaufpalästen uitf den, kleinen Geschäftsleuten. Sogar die StaatZgesetzgebung ist (wie so Ziemlich in allen localen AngelegenheiUn) in diesen Krieg ebenfalls hineinzogen nrden, und ein Ausschuß der Staatslegislatur hat hier Erhebungen über die Sittlichkeit" und alle mögtichen anderen Dinge in den Departeknent. Stores" wie erstere großstädtische Mcdecholungen der ländlichen Handelsgeschäfte von Amtswegen ge nannt werden anstellen müssen. Die betreffenden Handelsfürsten nutzen dies Alles weidlich zu Gratis-Puffs" für sich au,Z, sonst scheint Alles beim Alten zu bleiben. Es war zu erwarten, daß in NeuParis, auf diesem Tummelplatz deö rücksichtslosesten Kampfes um's Dasein und des blankstenManchesterthums.dieser Kampf der Kleinen gegen die Großen eine besonders ausgesprochene Form annehmen werde. Zu den zahllosen früheren Klagen über die AllesHändler und Allesverschlinger sind auch noch diejenigen der Blumenhändler, der Photographen und der Apotheker in letzter Zeit hinzugekommen. Dad kaufend Publikum selbst hat aber bis jetzt eine große Wurschtigkeit" in diesei Sache an, den Tag gelegt, und keine durchschnittliche Ehicagoerin wird so leicht einem benachbarten Geschäftsmann etwas abkaufen, wenn sie es im Hcrttdelspalast down town" um 2 Cents billiger haben kann, auch wenn sie 20 Cents verfährt und einen halben Tag verliert. Natürlich bieten diese Tausendsassa-Geschäfte gerade durch die Gelegenheit, alles Mögliche im seiben Haus zu erhalten, wiederum einen gewaltigen momentanen Vortheil. Am eifrigsten und zähesten wird der Kampf gegen die Allerwelts-Handlun-gen von den Geschäftsleuten der großen Westseite betrieben. Man könnte hier überhaupt gegenwärtig interessante Studien machen über gewisse Aehnlich" ketten zwischen den Ver. Staaten im Allgemeinen und 'der ExWeltausstellungsstat. Hier, wie dort schewt eine starke Jnteressensonderung zwischen dem Osten" und dem Westen" hervorzutreten, hier wie dort scheint der Westen immer mehr Vorliebe für den Gedanken zu fassen, daß er auch ohne den Osten seine eigenen Wege gehen könne und sich vielleicht gar viel besser dabei stehen würde. Von dem gemeinsamen Chicagoer Patriotismus, wie er zur Zeit der Weltausstellung lebhaft genug aufflackerte, ist schon lange nicht mehr viel zu bemerken. Fast niemals frägt sich der. durchschnittliche Gartenstädtler mehr, ob Dies und Jenes für Chicago ein Segen wäre, sondern nur, ob es der Westseite, der Nordseite, der Südseite, ja oft nur, ob es seiner eigenen Ward und unmittelbarsten Nachbarschaft Gewinn bringt, und fein stilles Gebet lautet allemal ungefähr, wie jenes fce rühmte deutsche Kleinstaatler-Muster-gebetlein (wobei blos für den Namen des Ländchens derjenige des- betreffen den Chicagoer Stadttheiles zu setzen ist): Verleih' uns Regen und Sonnen schein Für Greiz und Schlciz und Lobenfein, Wil7s aber den Andern auch behagen. So mögen sie'ö Gott selber sagen". Oder vielmehr: Die Andern aber, die's auch erflehen, Soll'n unserthalben zur Hölle gehen!" (Unvatentirte Verbesserung!) Dieser Stadttheil - Sectionalismus, der auch immer mehr zum Aufkommen eigener' Preßorgane auf der Westseite führt, tritt nicht erst seit obigem Krieg hervor, sondern guckt schon seit vielen Monaten auS allen Rocklöchern. Jede, noch so corrupte Verordnung, welche ein bestoaner Stadtrath im Interesse einer Monopolögesellschaft von sich gegeben hat, findet .ganz gewiß in einem Stadttheil, für welchen ein augenblickZicher Vortherlsbrocken bei ihrer AuSführung abfallt, die begeistertsten und ehrlichsten" Vertheidiger, welcher wüthend darübe? werden können, wenn eine Zeitung über Bu!del" schreit, und vielmehr die andere Seite fammt der Zeitung des VudelS beschuldigen. Auch viele gute Deutschen schwimm men in diesem Strom mit, und das Verhältniß gar Manche? von ihnen zu dem betreffenden, von ihm unterstützten" deutschen Blatt ist aus solchen Anlässen schin ein höchst ge. spanntes geworden obtr ist zerrissen! Was soll aus der so schnell gewachsenen Weltstadt unter solchen Umstän. den im Lauf der Zeit noch werden? Na, elastisch genug ist die Menschheit ja hier, und so wird die Gartenstadt wohl auch ohne eine neue Riesen Feuersbrunst oder einen neuen VölkerJahrmarkt nicht so leicht aus den Fu. gen krachen, wie auch die Ver. Staaten hoffentlich noch nicht, ganz aus dem Leun gehen werden! Aber freilich, es enag manche Ostern über das Land $ehen, bis der Gartensiädtler dauernd einen neuen Menschen anziehen wird. (Denn er lautet sich gar zu schwer, so oft ihm auch schon die Haut über die Ohren gezogen worden ist.) Man-sollte zwar meinen.bas Chicaaoer 5rortscbrittslcbifslein müßte itli
M' segeln, mchttm sogar ver Bläsbalg einer Nellie Bly dazu enaagirt worden ist, in die Segel desselben Wind zu pusten. Wohl hat dieser weibliche Sausewind die moderige Zustände des hiesigen CountygefängnisseS ein wenig an's Licht geweht; aber eö ist dabei auch nichts weiter herausgekommen, als eine Reclame sllr die diesbezugliche Zeitung. Wie wenig sich an jener Lotterwirthschaft wirklich gebessert hat, läßt sich z. V. an dem traurigen Fall des Joseph Fagman erkennen. Dieses Geschichtchen muß ich Ihnen doch in Kürze erzählen, zumal daöselbe leider so manches Seitenstück in vielen anderen amerikanischen Countygefängmssen hat. Also dieser Vgman- war auf eine unbedeutende Anschuldigung hin, für welche sich keine Beweise gefunden haben, eingespundet- worden. - Als armer Teufel, ohne besondere Freunde, konnte er keine Bürgschaft aufbringen und wurde daher auf unbestimmbare Zeit in jenen , ungezieferwimmelnden Zwinger geworfen, und da er natürlich auch nicht im Stande war, die unverschämt hohen Gebühren zu zahlen, welche dort den Gefangenen für ExtraLebensmittel erpreßtwerden.so erhielt er eine KostVei, welcher. er. stetö am Rande des Verhungerns schwankte: obwohl die Steuernzahler .dem Syeriff 25 Cents pro Tag jür den Unterhalt jedes Countygesangenen liefern müssen, erhielt dieser Unglückliche Fagman ämlich noch nicht für 8 Cents pro Tag zu essen', und 'koknte noch manche südlichen Sträflinge 'beneiden, welche an Contractorin tSUögemitthet werden. Und als. er 'ndlichnach sage und schreibe, drel.VZonqtenM Gericht vorgeführt wurde, brach tij dort .ohnmachtig zusammen:. vor Hunger'. und Man gel an ärztlichem Beistand! DieSheriffS aber werden durch solche 'Hungerquellen immer fetter, hier und anderwärts! Wie Sie sehen, hat sich trotz der äußerlichen Umbauten noch derzweifelt wenig an - dem Chicagoer Countygefängniß . geändert, seitdem . ein Albert rsons dasselbe in grimmen. Galgenhumor das Pletarier-Hotel" genannt. ES ist freilich nicht zu erwarten, daß Chicago sich um einen einzelnen armen Teufel kümmert, wenn es sogar für die armen Teufel en masse so wenig Interesse zeigt, wie wieder gegenwärtig. Noch vor kurzer Zeit waren verschiedene Wohlthätigkeitswellen über die Ga? tenstadt dahingegangen; denn das tonangebende Chicagoerthum fürchtete den heulenden Wolf der Massenarmuth. Mit den Frühling aber muß es wieder bedeutend zuversichtlicher geworden sein. So stößt denn auch das famose, vom Detroiter Bürgermeister in die Mode gebrachte Kartofftlfarmen-Pro-ject, für das sich anfänglich auch chier bedeutendes Interesse zeigte, jetzt fast überall auf Widerspruch, und es dürfte hier nicht einmal ein Versuch zu seiner Verwirklichung gemacht werden. Man sollte meinen, auf den 200 Quadratmeilen der Windstadt oder in ihrer Umgebung, wäre noch übergenugRaum für dergleichen; aber die tonangebenden Chicagoer und Chicagoerinnen haben auf einmal entdeckt, daß ja .alle diese Räume .gute Lotten" , für Bauzwecke abgeben könnten. Und die Vauthatig keit ist immer, Chicagos' letzter Trumpf und Trost. -Nun, es wird noch mehr als ein., Mnter kommen, und dann wird es sich ja zeigen, wie klug diese Berechnung war. Wenn Sie wieder einmal nach Chicago kommen, , können Sie vielleicht auch . bedeutende Theile der Weltaus-stellungs-Herrlichkeit, wenn auch nicht gerade der Weißen Stadt", in den. Lenzeslüften neu erblühen sehen, aber nicht etwa aus' ihren traurigen Ruinen im Jackson-Park, sondern weit nördlich davon in Lakeview. Daselbst soll, wenn es nach dem Sinn einiger Unternehmer geht, nicht nur das FerrisRad, sondern auch die ganze Straße von Cairo" und andere Theile der Midway-Plaisance ihre Auferstehung feiern. Einstweilen aber wollen die dortigen Grundeigentümer noch nichts davon hören, und die Gerichte werden das letzte Wort zu sprechen Ülben. Horch, was schmettert dröhnend in meinenOhren? Wagnn-Musik hur rah! Die Damrosch'sche Operntruppe ist da! Hoffentlich geht ihr hier die Puste nicht aus. I. R.
Von Stufe zu Stufe. Ein Sprößling der alten polnischen Adelsfamilie Ledochowski ist in Wien als. gemeiner Dieb entlarvt und inHaft genommen worden. Der Verhaftete, der Ingenieur Joseph v. Ledochowski, ist der Sohn eines verstorbenen Obersten gleichen Ramenö, 'der in RussischPolen ansässig war und wegen seines glühenden Patriotismus bei seinem Volke in Hohen Ehren, stand. Als im Jahre 1831 die Polen sich erhoben, um das Joch ihrer russischen Bedrücker ab zuschütteln, war Ledochowski sen. einer derjenigen, die für diesen 'Kampf Gut und Blut in die Schanze schlugen und .dann, nachdem 'der Aufstand niedergewarfen worden war, von den Siegern nach Sibirien verbannt wurden. Der alte Ledochowski. erhielt von der rufst chen, Regierung Jenisinsko als sibiriches Domicil angewiesen, sein großes, 'hauptsächlich aus Gütern in Podolien bestehendes Vermögen wurde confiscirt. In Jenrsinsko im Exil wurde Joseph v. Ledochowski, der jetzt als Dieb entlarvte Edelmann, im Jahre 1849 geboren und zählt somit gegenwärtig 46 Jahre. 9hi? nach Ueberwindung gro ßer Schwierigkeiten gelang eö Ledochowski sen.,' seinen Sohn studiren zu lassen und er erlebte eS noch, daß dieser Ingenieur und als solcher in einem sibirischen Bergwerk officiell angestellt wurde. Der junge Ingenieur errang sich binnen Kurzem ein ebenso lucrative als angesehene Stellung und hatte im Laufe der Jahre ein Vermögen von 60.000 Rubeln,' anaesammeli. Da ließ er' sich in politische 'Umtriebe ein, gründete geheime Gesellschaften, onspirirte und. compromittjrte .sich derart, daß er eine5 'Te?, als. 5? An25
Münzen entdeckt sah. Hals über Hoi entfloh. Er verschwand mit solcher Eile, daß er sein ganzes Geld, alle sonstigen Werthsachen, Schriften etc. zurückließ und sich durch die Mongolei auf den verschlungensien Wegen aus Asien heraus nach Europa rettete, worauf er sich nach Galizien und Deutschland wandte. Diese ganze Reise, die er, ursprünglich ohne einen Kreuzer in der Tasche, in der abenteuerlichsten LLeise vollführte, war für ihn ein wah reS Martyrium. Er suchte dann festen Fuß zu fassen, indem er sich um eine Stellung bewarb, doch vergeblich. In seiner Verzweiflung gerieth er auf einm wahrhaft verrückten Einfall; er verschasfte sich einen falschen Paß, ging wieder nach Rußland,- um wenn möglich seinen im Stiche gelassenen Besitz zu erlangen, wurde jedoch erkannt, verhaftet und nach Sibirien deportirt. Dort fand er jedoch abermals Gelegenheit zu entfliehen, entkam seinen Häschern glücklich, trieb sich nun wieder überall herum, lebte zumeist von Un terstützunaen, die er von Verwandten, Landsleuten etc. empfing und .kam im vorigen. Jahre in die Schweiz, wo er zufällig jene Eisenbahnfahrt miimach te. die vor Basel in Folge deS Einsturzes der Brücke mit einer furchtbaren Katastrophe jäh endete. Joseph von Ledochowski wurde damals verwundet, gerettet und erhielt von der Bahnverwaltung alS vorläufige Entschädigung bis zur, Einbringung .seiner Documente 6000 Francs ausbezahlt. Mit diesem Gelde, reiste er nach Rom und pon 'hier zur Cu? in die französischen Seebäder. Anfangs dieses Jahres tauchte er in Wien auf und es scheint, daß er. da er keine Beschäftigung hatte, hauptsächlich von dem Gelde lebte, welches er durch die von ihm. systematisch verübtm Rockdiebstähle gewann. Die Entdeckung seines verbrecherischen Handwerks wurde durch einen Zufall bewirkt. In der Wohnung des Verhafteten wurde eine Unmasse gestohlener Gegen stände und Pfandscheine über versetzte Sachen gefunden, die aus Diedstählen herrührten. Aller Wahrscheinlichkeit lach wird somit der Mann, dessen Vetier der vielgenannte Cardinal Ledochowski ist. demnächst in's Zuchthaus wander? , m Folterknechte vor Stricht. DaS russische Preßgesetz verbietet der Tagespresse, ' Kritik an den ' Entscheidunqen der Gerichte zu üben. Nur den jurPischen Fachblättern ist dieselbe in bescheidenem Maßstabe gestattet. Bisweilen ist aber auch schon die einfache Wiedergabe dessen, waS vor Gericht im Namen des Zaren geschehen ist, wirk samer als jede Kritik, und man muß es derjrussischen Presse zur Ehre nachsagen. daß sie solche Fälle gewissenhaft ausnutzt, um der Gesellschaft, zu der doch auch die über jede Kritik erhabenen Herren Richter gehören, das Gewissen zu scharfen. In dem Falle nun, der ein Urtheil der Wilna'schen Gerichtspalate betrifft, dessen Entscheidung nur noch vom Senate cassirt werden kann, hat sich die amtliche Kowno'sche Gouvernementszeitung in. das Vordereresfen gestellt, deren schlichtem Bericht wir folgen. In der Nacht auf den 11. October 1893 wurden dem Kowno'schen Gutsbesitzer Vjallosow einige Pferde geswhlen. Alles Suchen nach den Dieben : blieb erfolglos. Der erzürnte Gutsherr erklärte nun feinem Dienst personal, daß sie sämmtlich entlassen werden würden, wenn sie nicht die Diebe zur Stelle schafften. Dnse Drohung mitten im -Winter, wo nirgends neue Arbeit zu finden in Aussicht stand, wirkte auf die armen Leute derart, daß sie beschlossen, irgend wen als Dieb vorzuschieben. Theils durchl Drobengen, theils durch Geschenke wurde der 16jährige Hüterknabe willig gemacht, die Schuld auf sich zu nehmen und noch zwei Kleinbürger der Theilnahme am Diebftahl zu bezichtigen. Herr Bjallosow ließ sich nun den Landgendarmen kommen und befahl diesem, die angebliehen Diebe in eine Gutsscheune zu" bringen, waö der gewissenhafte Mann aus Achtung vor Herrn Bjallosov auch prompt . besorgte, statt, wie es seine Pflicht gewesen wäre, die Angeklagten in daö Untersuchungsgtfängniß abzuliefern. . In die Scheune begaben' sich nun der Gutsverwalter, ein Edelmann Nagrotzki. und .12 Dienstleute des Herrn Bjallofow und schlugen Stunden lang mit Lederriemen und Stöcken auf die drei Gefangenen ein. Her? Vjallosow spazierte indessen vor dem offenen Thor der Scheune, gemüthlich einher und gab den Folterknechten den guten Rath, vorzugsweise auf die Fußsohlen zu schlagen, und bewirthete sie, damit sie sich zu ihrer Arbeit stärkten, mit Branntwein. Unter den furchtbaren Martern nannten die Gepeinigten noch zwei Quast Mitschuldige, einen Edelmann Stawöki und. einen Kleinbürger. Auch diese wurden geholt und d:r. gleichen Tortur unterzogen. Der Edelmann hielt die Tortur nicht aus und bekannte sich schuldig, der Kleinbürger aber blieb fest und wurde zum Krüppel geprügelt. DaS Geschrei der Gemarterten war weit über die Gutsgrenzen vernehmbar, aber die Bauern des DorseS wagten nicht, sich b daS Gericht einzumischen, daS Herr Bjallosow abhielt. Die Justizbehörden haben lange Zeit gebraucht, .die. Affaire zu untersuchen. Endlich hat dieser Tage )ie-WUna'sc Bezirkspalate unter Zuziehung ftädtischer Vertreter ihr Urtheil gefällt. Herr Bjallofow wurdefreiaesprochen und könnte im Zuhörerraum Platz neh men. .' ' Der Landgendarm und sieben Bedienstete des' Herrn Bjallofow wurden zu Zwangsarbeit, drei zur Abgabe in i die Arrestanteneompagnie verurtheilt. Weinend' brachen die Lerurtheilten in die . Worte aus: Unser Herr hat unS zu Grunde gerichtet! ' NuS dem Orahe , um Leben.
Eine seltsame Geschichte beschäftigt zur Zeit die Polizei der serbischen Haupsstadt -BelöradV iSör sieben Iah ren rkr,tkte'.!dem,vt7.händln SP& feie GwraUvic ein sechZMzir
Knabe. br nach kurzem Ktänkettlager ' anscheinend starb und begraben wurde. Vor der Beerdigung ließ der Vattr deö Kindes den Sarg nochmals offnen, um einige Silbermünzen, wie eS im serbischen , Volke manches Mal noch Gebrauch ist, hineinzulegen. Die ' beiden 'anwesenden Todtengräber war-
fen darauf daS Grab nur lose mit Erde zu; am Abend öffneten sie es. um sich daS Silbergeld aus dem Sarg zu holen; sie entsetzten-sich jedoch, als das todtgeglaubte Kind ihnen die Arme entgegenstreckte, so .sehr, daß sie davon liefen; später faßten sie jedoch Muth und kehrten zum Grabe zurück, hoben das Kind' heraus und trugen es zu einem Arzte.' Zufällig war es aber jener Arzt, der das Kind in seiner Krankheit behandelt und dann für todt, erklärt hatte. .Um feinen Ruf besorgt, beschloß er, das Kind heimlia? auf's Land zu bringen und dort Zieheltern zu übergeben, was er auch ausführte. Dem Todjengräber . gab er ebenfalls ein Schweigegeld.' Vor kurzer Zeit zogen die Pflegeeltern deö Kindes, eines , nun 13jährigen Kna ben, dem sie den Namen Milorad gaben, nach Belgrad, und da wurde Mi lorad zu . einem Handwerker in .die Lehre gegeben. EineS TageS kam der Junge zufällig in den Obstladen fei ner wirklichen Mutter, um 'sich Obst zu kaufen. Bei dieser Gelegenheit fiel der Frau Maria . Georgievie die Ähnlichkeit des Knaben mit ihrem verstorbenen Ljubomir auf, worauf sie noch andere Merkmale entdeckte, zwei schräg gewachsene Vorderzähne, , eine Steinwurfnarbe auf der Stirn und ein Muttermal hinter dem Ohre. .Die aufgeregte Frau sagte jedoch dem Kinde nichts .davon, sondern theilte ihre Bemerkungen erst ihrem'Manne mit.' worauf sie ,daö Kind . aufsuchten und ausforschten. Dieses sagte ihnen, daß es vor Jahren von zwei Männern auS - einem Grabe gehoben .und zu seinen -jetzigen Eltern i daS Dorf Cumic gebracht worden sei; - er. glaube jedoch die Frau - .Maria . Georgievic schon lange Jahre zu kennen, alS ob es seine wirklicheMutter sei;. auch. seine Brüder erkannte er. Nun wurde eine Anzeige bei der Polizei gemacht und eine Untersuchung eingeleitet. Der Arzt leugnete jede Kenntniß derSache, und als 'man -daS Grab öffnete, fand man darin auch ein Gerippe von einem Kinde, aber, wie die Eltern Georgiedir's behaupten, ist eS di Leiche eines kleineren KindeS, die von den Todtengrabern untergeschoben wurde. Es ist nun ein Streit darüber ausgebrochen, ob der Knabe Mi-lorad-Ljubo wirklich daS vor sieben Jahren als todt begrabene Kind 'sei oder ein kleiner Schwindler, der ; sich gerne in die Rolle deS Auferstandenen hineinfüge. Seine sogenannte Ziehmutter aus Cumic erklärt, daß Milorad ihr leibliches Kind sei. ES wird dagegen 'behauptet, daß diese Frau ni,mals Kinder gehabt habe. Vchöne der Tonga-Jnseln. Unter den zahllosen Eilanden im Westen des Stillen Oceans den .Korallen-Paradiesen", wie sie der kürzlich verstorbeneNovellist und Welt? reisende R. L. Stevenson so gern nannte dürfen die in letztes Zeit leuener genannten Äonga-Jnjeln vefondereS Interesse beanspruchen.. Denn nirgendwo sonst in dieser größenJnseltoelt hat sich der Uebergang der Bevöl-' kerunglvon völliger Wildheit zu einer' (wenigstens, auf der Oberfläche) hoch-' modernen Civilisation' '.rascher' und bollßändige vollzogen.alS gerade Hier! Kn j diesem Falle wenigstens . könnten sich die amerikanischen- und englischen Missionare auf einen entschiedenen culturellen - Erfolg berufen, wenn ' diese' Cultur wirklich mehr, als bloS haut-' e . -.' ' ' ' - ' tief wäre. - Früher als FreundschaftS-Jnseln' bekannt, machten sie ihrem Namen derzweifelt wenig.Ehre; .denn die' Einwoh-' ner ilagen 'unausgesetzt im 'Krieg Mit llkachbar-Znsulanern. und. hatten auch tine jausgesprochene Vorliebe. für. Menschenfleisch. welche sie sich vielleicht, erst durch, den häufigen Verkehr mit .den, toeiter nördlich wohnenden Fidschi-Insulanern angeeignet . hatten. Heutzu-tage-aber haben sie es zu. höchst geordneten Verhältnissen-im .Sinns unserer. Civilisation gebracht, haben . blühende Landgüter, ein wöhlausgerichtetei UnterrichtSsystem .und einen regelrechten Gesetz-Codex nebst einer Parlamentsmonarchischen Verfassung, und leben und! kleiden- sich stark nach europäischer sanier. Vor Mem aber-hat sich in der ! edlen. Weiblichkeit ider-Tonganer VieleS' geankert. Diese Frauen sind in vielen Dingen den Männern, völlia gleichgestellt, und man .brauchte sich - kaum- noch-zu j. verwundern, wenn- man eineS Ifchonen &a aeS HLren.sollte.'däß das vollständige Frauenstimmrecht auf ,den Äonga-Jn-seln emgeführt.sei. ..Jn.sehr.wenig anderen' Jnselnichen des Stillen Oceanö' genießen, die EvaStochter 'sö .viel Freiheit, wie. die .Tonganerinnrn. Stellen dir dieselben. etwaö. näher.Dor! ' - In ..ihr Herz .-läßtsich. so schwer schauen, wie in. dasjenige', der: Frauen überhaupt;- deshalb sei voninerSchilderung deö. ewig lathse'lhafien Innern Abstand . . genommen, äußert soweit ? es sich in. den Augen verrath. - iDiese Äugen sind durch ihre . Schönheit' 'und -ih-ren verführtrischen .Ausdruck,' .den- sie annehmen, können, weit und. breit -,. be-, rühmt; besonders wenn ihre Besitzerinnen deinen Blick, mit? einer. ickewn' Bewegung deS Palmblats-Fächers' begleiten, sind , sie na, . jener preußische Lieutenant wurde sagen: f u r ch t -barentzückend. SogaR .dieweltberühmten .andalusischen .Schönen. ;ove? die eubanischeq. zu. deren stärksten 5ti ten ja auch, die Seelenfensterchen ge hören,, müßten neben ,dn Tönganerinnen in dieser. Beziehung .beinahe , noch, in den Schatten, treten. lUngle,ich den meisten Polynesien ßnd die. Tonganer. von einer sehr zartrn. h?llbrsuner?,Jarbe. 'Die.Haut.dei' Frau'üt ewoinli-ö ein stidena:ti5t5
Aussehen; das' kommt aber lediglicy von sehr reicher Anwendung von Pal menöl, daS unmittelbar, nachdem sie sich in irgend einer, schattigen Lagune gebadet haben, energisch eingerieben wird und eine durchaus glatte, .von allen Spuren der Fettigkeit freie Haut-
flache hinterlaßt. Die Alltags-Kleidung der .Tonganerinnen bildet noch ein merkwürdiges Gemisch von NaturkinderGeschmack und sin de s!ec!e"-CWilisation.' Kopf, .Schulter. Büste, . Arme und Fuße sind gewöhnlich frei, obgleich manchmal ein buntes Band um den Hals und über die Brüste getragen wird. Das ziemlich einfache, Kleid, daS um die Hüfte befestigt ist, hat manchmal . einen besonderen Schmuck von lang herniederhängenden Büscheln getrocknete? Gräser. Äm liebsten gehen die Tonganerinnen baarhäuptig oder, wie ihre samoanischen Schwestern, das Haupt mit Blumen geschmückt, herum. Aber die jetzigen Behörden verbieten diesen Brauch und befehlen namentlich, daß die Frauen nie eine Kirche oder Kapelle! betreten, ohne den orthodoItn" europäischen Damenhut zu . tragen. Auch sollen sie sich gar nicht im Magskleid öffentlich zeigen, sondern womöglich nur in Gala. ; .Infolge solcher Vorschriften sind die Tonganerinnen nicht übermäßig regierungifreundlich gesinnt, und sie drücken sich um dieselben, soviel, sie können. Diese .Kleidungsgesetz-Umgehungs-Be mühungen haben schon zu manchen lustigen Zwischenfällen geführt. ES ließe sich unschwer sagen, WaS aus diesen Verordnungen würde, wenn dieFrauen schon Stimmrecht hätten. ' - Wenn : die Tonganerinnen nicht ih ren häuslichen Vorrichtungen nachgehen, so beschäftigen sie sich vorwiegend damit, eine Art Kleiderzeug auS der inneren Rinde deS weißen MaulbeerbaumeS zu bereiten, welche in Wasser eingeweicht und dann mit einem holzernen Schlägel weiteroerarbeitet wird. Daö ist ein langes und mühseliges Geschäft, aber fortwährendes fröhliches Geplauder hilft darüber hinweg, wie übe? so vieles Andere auch. Die Ton ganerinnen sind auch wunderbar geschrate und erfolgreiche Flschennnen. OsÜkschK Lseckl-NotZrlchtss. CJroftfrtrtoattrom C-TT-tv. D a r m st a d t. Die fortgesetzten Nachforschungen der hiesigen Polizeibehörde wegen des vor mehreren Iahren vorgekommenen Einbruchdiebstahlö im Pfandhause hier, haben nun aus eine bestimmte Spur geführt. Die Untersuchung richtet sich geaen zwei einer internationalen Einbrecherband angehörende im Auslande verhaftete Persönlichkeiten, die zur Zeit'deS Ein. bruchsdieostahlS unter verdächtigen Umständen hier gesehen worden sind. Mainz. Im Maschinenraume der 'Fabrik Mainzer Leverwerke fand eine Explosion . statt. Ein Mann wurde schwer, ein anderer leickt verletzt. An einem der letzten Abende wurde am Zollhafen die Leiche des vor einigen . Tagen - spurloS ; von hier verschwundenen Fuhrmanns Stephan Heilig gelandet. Man vermuthet, daß der Bedauernswerthe am Rhein ufer auögeglitten und in daö Waffer gestürzt ist, wobei er den Tod gefunden hat. MormS. Die hiesige .Handels, kainmer hat beschlossen, an dem Reichsid daS Großh. Ministerium eme Eingabe zu richten, worin ersucht wird, durch gesetzliche Bestimmungen das Abgeben von Waaren seitens der Consumvereine an NichtMitglieder :zu verhindern. Ferner soll den Consum. vereinen, das Abgeben von'Branntwein an ihre Mitglieder verboten werden. V,klndurs. S ch S n b e r g. In den Fährverger Tannen unweit Schleituv, wo der Weg nach dem Schießstande sich, von der Chaussee abzweigt, erschoß sich ein etwa 40 Jahre ' alter Kohlenhändler aus Hamburg. ' Nach einem -Briefe, den er vorher nach Hamburg an einen Wirth zu?! Uebermittelung an seine Frau.geschickt haben soll, sind eheliche Zwists leiten ' Veranlassung zum Selbstmord 'aewesen. ' Parchim. Die! Mecklenburgische Creditbank hat plötzlich Concurs angem'elder.7vodurch "Viele in - Mitleidenschaft gezogen smd. . Zahlreiche Existenzen i sind ' vernichtet und . eS .herrscht große Aufregung. . .Die . Untersuchung ist eingeleitet. Zwei weitere Firme sind! ebenfalls in CancurS gerathen. : ch to t z i n. ' Capitiuu Kürt von Goessel hatte vor 'einigen Jahren sein Leben bei der Mecklenburgischen Lebe'nS BersicherungS- ,unfc Sparbank Schwerin mit 10.000 Mark dersichert. Diese .Summe-ist bereUS an die Wittwe ausbezahlt worden. &blifalf. Edenkoben. - Wegen .betrügerischer Manipulationen wurde der WeinHändler Messerschmidt verhaftet. . Man spricht von' einer' Buchschuldenlast von 120.000. M., denen .ein Mtiv-Vermö-gen von. 50 M; gegenübersteht. Zwei brücken. . Vor dem hiesigen' Schwurgericht wurde mitx Ausschluß der .Öffentlichkeit gegen vier junce Manner von Frankentbal wegen waren-Karl JosedbMhn, Wil-' Helm 'Löffle?. Joh. Kistner und Franz Vierling.' Aüf Grund des WahrspruM der Geschworenen verurtheilte der Gerichtshof Kühn' in' eine Gesammtzuchthauöstrafe von 7. Jahren, - Löffler zu 7 Jahren, Kistner zu 3 Zähren 6 Monaten Gefängniß nd. Vierling zu 2 'Jahren. Gefängniß. N e u m a r. k t i.- O. Im hiesigen Krankenhause liegt ein Mann, der vor Mf Wochen in der Stadt ohnmächtig aufgefunden worden, seitdem in vollkommen bewußtlosem Zustande. ' Es ist ,ioch ,nicht gelungen, seine Personalien festzustellen. . Fisch b ach. DaS 21-2jabrige Söhnchen. . des Hofbesitzers Johann Kleeberä. kam in'momentaner Abwesen--heit der Angehörigen dem. Ofen' zu näbe sein KleidÄn fina thiitt. ' wo-'
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An den erffm wamen Tagen des AMahrs, nachdem wir im Winter schwer und reichüch gegessen, kommt es häufig vor daß die Leber nicht richtig arkeitet,-es übermannt uns ein Hesiihl von Wüdigkeit weches jedermann wohl bekannt. Also regulirt euer System und dafür giebt n - ä r , i t
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Ä durch das Kind entsetzliche Branvwunden erhielt, denen nach wenigen Stunden erlag. Ctttro. Münchezi, Die . Besitzerin des Elvirabades bezytigte einen Heizer im Viaschinenraum fortgesetzter .Kohlendiebstähle. Der Heizer überfiel die ?srau und schnitt ihr mit einem Messer t Kehle durch. Die Verwundung der Ueberfallenen ist eine sehr schwere. Der , Thäter wurde verhaftet. Bei dem Canalbau an der Erhardstraße wurde der ledige Taglöhner Heinrich Löw von Plößberg, B.-A. Tirschenreuth. durch abrutschendes Erdreich verschüttet. Erst nach einer Stunde gelang es, denselben, jedoch nur als Leiche, zu Tage zu fördern. B a m b e r g. Wegen Beleidigung der, Officiere des bayerischen Heeres wurde der Redacteur der socialdemokratischen Bambergev Volkszeitung-, Albert Galm, vom Schwurgericht zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Krumbach. 'Der Gerbermeister Wiedemann von Thannhausen, welcher in früheren Jahren in Trier und Paris mit dem jetzigen Präsidenten Faure der französischen Republik in Arbeit stand, erhielt von dem Präsidenten auf das an ihn gerichtete Gratulationsschreiben eine goldene Uhr zum Präsent. Lindau. Der k. Amtsrichter Bieringer von Vohenstrauß , machte in Aeschach einen Selbstmordversuch, in dem er sich drei Kugeln in den Kopf schoß und sich lebensgefährlich verletzte. Moosburg. Gegen den vorma ligen Bürgermeister .Anton Held und Genossen wurde Untersuchung eingeleitet wegen Verbrechen im Amte. Nürnberg. Hier haben sich zwei Unfälle mit tödtlichem Auögang ereig mt. Der Dachdecker Neubauer und der fflaschner Gutmann sind von Neubauten herabgestürzt, wobei sich der Letztere an einem eisernen Gartenzaun förmlich aufgespießt hat. Beide Verunglückte sind auf dem Transport in'S Krankenhaus gestorben. Regenstauf. Ertrunken ist der 16jahrige BauerSsohn Meier von Diesenbach. Seine Mutter und 13jährige Schwester, die ihm zu Hilfe eilten, brachen ebenfalls im Eise ein und konnten nur mit vieler Mühe gerettet werden. LVNMttnv,r. Affaltrach. Hier ist daö WohnhauS des Schmieds Fr. Württemberer sowie daS daneben stehende Wohn HauS deS Christ. Württemberger abgebrannt. Drei Familien wurden obdachlos. BauerSbach. Der lediae, 23 Jahre alte Postbote F. von hier wurde wegen Unterschlagung von Postgeldern verhaftet. Biberach. In seltener Frische und Rüstigkeit feierte Mechaniker Paul Beck und seine Frau Friederike Magdalene. geb. Theiß, das SOjährige Ehejubiläum. Blaub euren. Der als fleißig and sparsam bekannte Zementarbeiter Franz Fuchs, seit einigen Jahren verheirathet. machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Eheliche Zwistig. leiten scheinen den Mann in den Tod getrieben zu habe.:. D o r n a ch. Im hiesigen Gemeindewalde wurden zwei Personen von hier, Vater und Sohn, von einer. stürzenden Eiche so unglücklich getroffen, dag beide schwerverlelt mittels Fuhrwerks in ihre Behausung verbracht werden mußten. Der Sohn ist den Verletzungen erlegen. Ellwangen. Der vielbesrrafte' Eisengießer K. Pauli von Gaisburg, welcher seiner Zeit bei Goldshöfe ein LOjahriges Mädchen durch fünf Revolverschllsse verwundete, ist vom hiesigen Schwurgericht , wegen Mordversuchs! zu neun Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Friedrichshafen. Eine Epidemie grassirt hier z. Z. unter den Hunden. Dieselben werden ohne vorhergehendes Kränkeln ganz rasch von Krämpfen und Zuckungen befallen und verenden nach kurzem Kampfe. Kirchheim u. T. Die Frau eineS angesehenen hiesigen Bürgers, die schon längere Zeit Spuren donSchwermuth zeigte, namentlich seitdem' ihr ein hoffnungsvoller Sohn im Alter von 16 Jahren durch einen jähen Tod entrissen wurde, machte ihrem Leben durch Er.hangen ein Ende. In Oberlenningen stürzte sich die Ehefrau deö Bauern Lotzer, die schon längere Zeit schwermüthig war, von der Scheunenleiter berab und war sofort todt. . " tV5rs. O l d e n b u r a. Eine sehr wichtige Bahn, Delmenhorst, ; Wildeöhausen, Vechta, Lohne, Heseve, wird in diesem Sommer gebaut und. im nächsten Jahre fertig gestellt sein' - Desgleichen ist eine Kleinbahn von Cloppenburg über Lastrup. Lindern. Werkte nach Löningen projektirt. Ellwürden. Ein von ,den Leuten... die .bei dem Untergange der Elbe-mit dem Leben davon 'gekommen : sind, der Matrose Gustav Wenning i au Berlin, ? hatte sich vor . dem hiesigen Schöffengericht, zu- derantvor. ten. Er und. drei' andere . Leute der z.Zlbe-,die aber auf dem MereSgrunde ruhen) haben die Stewards Kämmerhoff und '. Kobe. Ebenfalls auf - der Qlfc, i . gemei-schafUich ; . rrizndelt. O:5.An5:tt2Zie wurdr zu tcK-JCtfc-strafe ' von Ä) M derurtheilt.' ' ' ,
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rmrrr tfj V m üt1 Dr. LeonL Bell. Deutscher Arzt, Ecke East und Ohio Straße, praktizirt gemeinschaftlich mit seinem Vater Dr. Guido Bell, pr'chstunde: BSSitSS? Dr. I. Q. Suteliffe, leschksttat ftch anlschlietzlich mit wdär,tlich 09mkm i nn wciqicQif'Utts axtnriascimr. n. 65 CH narre Gtrofte. Dfflft6hxir 9 feil 10 nir stürm tliat &1X Ünifem. - Mta Mlnninn filai Dr. I. Bühler, 120 Oft MeSarth Str. ech.Etnde: 9 Uhr or.z 5 I Uhr ach.: 7 9 nx mnhi. Telephon 144. Sprechstunden: Sonntaak nur Vormtttag. Dr. THEO. A. WAGNER hat seine Office nach L?o. 91 Nord Delaware Str. verlest, und wird sich freuen seine Patienten ad Freunde dort u empfangen. vrechstunden : 9 io Uhr orm: i 4 Uhr achm.! Sonntags: H10 Hil Uhr Vorm. Telephon 843. Dr. C.R. Schaefer, ZSrzt und Vhlrurg, No. 43O Nadison Lvenue, nahe WorriS Str vrechkunde: t-9:so UirVk,rgen.-tNHr TVuu.puiiUHVt I iXff o, Teledbo 28. Dr. Carl G. Winter, CXtjt und (blrurg. Spezialist für Augen und Ohren. Sprechstunden von 9 11 15, 78 Uhr. Zimmer No. 1 im alten Bibliothekgebäude, Scke Pennsylvania und Ohio Str. Telephon Office : 130: Hau 640. Dr. BurShardt, Ventscher Arzt. Wohnung : C?p 803 Oüb Meridian Cir. Sprechtde :' ähr Bonn. 1 bis UhrKiachm. 7 bt, Uhr bend. Office: 1 Ost Lhio Straße. Sprechstunden bi 4)4 Uhr Nachm. Xtltpion S80. G. Seukhardt, CdeGbio C Noble Straße Beste Getränke und Cigarren. Feine alte Weine nden Sie w bester Auswahl und jeder Sorte c!JcSKmJti XH3c3. Weiweller: LTo. SS Oüb Delaware Cir. Vilttgsts Vrsise. CZ7 Freie, prsmvte Lblieserung nach alen Stadttheilm. eleOb 16. JACOB METZGER & CO's Flaschenbiergeschast, QOp S2 Oft arhland Cir. Telephon 407. Bottlerö von Metzaer's Original Tafel-BZer. Home re. spe,iell für au ihren Vieren ' gewählt. wiener Tasel'Bier. Homevre, speziell für au ihren Viere auiaemahlt. Budweiser, Böhmisches nnd Szport-Bier von Joseph Schlitz Brewlng Co., Milwankee. Meodors Stein, Nachfolger $n 13. C. derso. Abstrakte von Besitztiteln nnd Srundelgenthum werden in prompter und zuverlässiger Weise ausgeführt. 00 3 Oats ei Citcs.
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Indianapolis, Id.
Eisenbahn -Tabelle
Lnkunst und Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. Mgang Postzug 7 30Vm xxreg..... 11 ou)üm Exvreß 12 40 ßm Accomodation 4M Nm Expreß 7 00 5hn Grrreft 112 Nm Ankunft Expreß ... 3 35Vm Expreß 4 ia rn Accomodation 10 00ni Expreß Z20Nm Schnellzug S 00Lm Accomadation 7 40 Nm Cleveland, Cineinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Cleveland Division. Abgang Expreß 415 Ln. Expreß 10 30 5m Expreß 10 30 Bin Limited Expnß 310Nrn Expreß 40R Ankunft Expreß 7 10 Btr Expreß 1180m Limited Expreß 11 30 Cm Expreß 6lNm Expreß 1100Nm St. LsuiS Diviston. Aögana Expreß 7 30 Vm Limited Expreß 11 KO Vm Expreß 1120N Expreß, täglich 1145 7km Ankunft Expreß täglich 4 00 Nm Expreß 2 50Vm Limited Expreß 6 30Nm Expreß 6 00 5m Thicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 Accomodation täglich 7 Accomodation 11 Postzug 3 Accomvd. snur Sonntags). Accomodatwn 6 Ankunft-Rufhville Accomodation. PoÄug 11 Jnd'plS Acc. (nur Sonnt.). Accomodation Accomodation 10 Schnellzug 11 45 Vm 05 Vm 00 Vm 00 Nm 85 Nm 40 Vm 15 Nm 10 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 710 V Schnell.Post II 50Nm Lafaette Accomadation bOONm Schnellzug 12 15 m Ankunft Schnellzug 330V Lafaette Accomodation ... 10 45 Vm 'Schnellpost 2 60 31m Accomodation 6 15 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 25 Vm Expreß.... 1125Nm Danville Accomodation. ... 5 05 Nm Expreß 11 59 Vm Ankunft Expreß 8 25m Danville Accomodation. ... 10 35 Vm Expreß 2 50Nm Expreß 6 55Nm Peoria Diviston östlich. Abgana Expreß 6 30 5 Accomodation Expreß 8259ha Ankunft Expreß .11 40 Vm Accomodation Expreß lOOONm Lake Erie und Weftern. Abgang Expreß 7 00Vm Expreß.... 1 20Nm Expreß 7 00Nm Schnell Erpreß Ankunft Schnell' Expreß Expreß 10 20 V Expreß 2 50Nm Expreß S20Nm PittSburg, Cincinnati, Chicago und St. Louiö. Indianapolis Diviston. Abgang Expreß 4 50 83m Columbus Accomodation.. . SOOLm Expreß 3 30Nm Richmond Accomodation. . . 4 00 Nm Expreß 5 lONm Ankunft Richmond Accomodation L öS Vm Schnellzug 11 40 Vm Expreß 12 80Nm Accomodation 3 20Nm Expreß 6 50 3h . Expreß 1015 3h Chicago Diviston via okoms. Abgang Expreß 11 00 Vm Expreß 1120 3h Ankunft Expreß 3 35Vm Expreß 3 15 Nm Louiöville Division. Abgang Expreß S45Vm Louiöville Accomodation.. . L lO Vm Schnellzug 3 25 3hn Accomodation 4 0)3hn Ankunft Accomodation 10 20 Vm ; Schnellzug lObO Lm Accomodation. 5 50Nm Spezial täglich... 11 00 Cincinnati, Hamilto und Inbisnapoliö. Abgang Expreß 3 40Zm ; Cincinnati Accomodotian ..1050 Vm Expreß 8 00 3ha Expreß 4 00 3hn Expreß 6 30 3ha Ankunft Accomodation 915 Vm : Expreß 1145 Expreß 7 80 3h Expreß 10 65 9ha Erpreß IZLOVm .Indianapolis und Vinceuneö. Abgang Expreß SOOLm I VinccnneS Accomodation.. . 4 00 5ha Ankunft VineenneS AccomodationlO 40 Nm . Expreß 5 003h Cincinnati, WabasH und Michigan. Abgang Expreß S35V Expreß 11 15 Vm Expreß 6 45 3h Ankunft Exrreß 9 65 Via Expreß 2S0Nm Expreß 9 00 9h Indianapolis, Deeatur und Weflern. Abgang Expreß Accomodation Schnell, Ervrek 830 Vm 840 9h 1120 3h 3 30 Vm 10 40 V 4 60Lm Ankunft Schnell. Expreß or vi-.r ttönwowujii Erpreß Louisdille, Ned Mauy nnd Chicago. Abgang Expreß ! Expreß .Monon Accomodatioa Ankunft Expreß ; Wonoa Accomodatioa Expreß 12 35 1160 V 400 3h 2 80 V 1120 LKSNm Tho Twentieth Century, eine au,geznc?ne:e Ooczen czttfl, txizt fortschrittltch gesinnten Lesern sebr n, lm tft. In der Tendenz ,w selt. werden doch andere sortichrtMUZt LZrie darin unparteiisch besprochen. .Ladestelle direkt bei der NnrubsISt ?-?,eU rf . f w rwm
