Indiana Tribüne, Volume 18, Number 211, Indianapolis, Marion County, 21 April 1895 — Page 3

Die tolle Komteß. Roman von rnst von Z5okj0geu (5. Fortsetzung.) Und da, auf der Wiese, aus dem Rücken lang ausgestreckt, bleich und leblos, lag die stolze, kühne Komteß. Nu war Norwig vom Pferde herunter, streift? sich die Zügel über den Arm und kmete neben ihr ir.'s Gras. Mein Gott, sie kann doch nrcht....?" sagte er halblaut vor sich hin, als cr kein Lebenszeichen an ihr bemerkte. Es wird doch keine Gehirnerschütte--rung.... das wäre entsetzlich! Aber hier suf dem weichen Moorboden Und sein gutes Thier erkannte nun such seine Gebieterin, die es so oft getragen hatte, ehe der böse Potrimpos s an die zweite Stelle gedrängt. Es bog seinen Kopf herab und schnoberte fast ängstlich an ihrem Haar, von dem der Hut im tollen Ritte abgeflogen war. und schien durch seinen seltsam bekümmerten Blick und tos eifrige Spiel der Ohren seinen neuen gestrengen .Hrrn zu rascher Hilfe'leisiung auffordern zu wollen. Herr von Norwig tupfte noch schnell mit seinem Tuche eine Schaumflocke hinweg, die von den Lippen des Wallachs auf ihre bleiche Stirn geflogen tz-ax, und dann lief er eiligst nach dem Bache, der glücklicherweise kaum zwanzig Schritte entfernt war, band das Pferd an einem Baume fest und schöpfte tarnt Jemen kleinen festen Filzhut roll Wa,l er. Davon spritzte er, zurückgekehrt, der Komteß in's Gesicht, goß cin weniges über ihre halbgeöffneten Lippen, und den Rest ließ er langsam über ihr Hinterhaupt rinnen. Zu seinem Schrecken wollte sich aber noch kein Lebenszeichen einstellen. Er richtete nun ihren Oberleib etwas auf, indem er ihren Nacken gegen seine Kniee stützte. Er wollte ihr Luft um den Hals verschaffen, den der hohe Stehkragen der prall sitzenden Taille fest umschloß. Da diese jedoch im Rücken geschlossen war. so war es nicht leicht, die Knöpfe zu öffnen, und es währte geraume Zeit, bis er zum Ziele gelangt ?oar und die Kehle frei machen konnte. Dann ließ er sich auf beide Kniee nieder, zog die schwere Gestalt halb auf seinen Schooß. bettete ihren Kopf an seinem linken Oberarm und wehte ihr dann mit seinem nasjen Hute Kühlung zu. Und da o'der war es nur eine Täuschung gewesen? da war es ihm erschienen, als kehre ein leises Roth auf ihre fahlen Wangen zurück, als blähe ein erster Athemhauch die Nasenflügel ein wenig auf, als zuckten die Augenlider leicht zusammen. Mit ängstlichem Eifer gingen seine Blicke diesen schwachen Lebensspuren nach und als sie endlich gar für eine Sekünde die Augen zu ihm aufschlug, da drMte er in einer fast zärtlichen Regung der Freude den nassen Kopf an seine Brust. Mittlerweile waren auch die Männer gekommen, die zu Fuß der wilden Jagd gefolgt waren. Neugierig, auch wohl ernAich besorgt, liefen sie herzu und bestürmten den Oberverwalter mit Fragen. Es ist hoffentlich nur eine Ohnmacht." antwortete Norroig dem Inspektor. Sie hat bereits die Augen aufgeschlagen. Ah, Hinrich, da sind Sie ja auch. Sie sind ja ein verheiratheter Mann, nicht wahr?" Jawoll, Herr, ick bün all Grottadber!" grinste der alte Kutscher. Na, dann bleiben Sie mal hier und helfen Sie mir. Und Sie. Herr Reusche, sind wohl so freundlich, mit den übrigen Leuten die Verfolgung des Hengstes aufzunehmen." Gewiß, gern," versetzte der Jnspekter. Sollten wir nicht vielleicht erst nach einem Wagen aus's Schloß schicken?" Herr von Norwig überlegte: Hm! Ich möchte nur nicht den Herrschaften einen überflüssigen Schreck verursachen. Vielleicht ist es nur eine Ohnmacht, irno 'die Komteß erholt sich." Na, wie Sie meinen, Herr von Norwig. Ick komme dann hier wieder vorbei uns frage nochmal an." Bitt: fehr. Aber wollen Sie sich nicht vielleicht auf mein Vferd setzen? Sie werden es brauchen können, wenn die Bestie noch weit oerast ist." Der Inspektor befolgte den Rath seines Vorgesetzten und machte sich, von den fünf Arbeitern gefolgt, auf den Weg. Der alte Hinrich hatte seine Mütze auf die Seite gerückt und kratzte sich Tiinter'm Ohr: Ja. Herr, wat fall ick Verbi dhaun?" Treten Sie hierher, lieber Hin. rich," ordnete Norwig mit gedämpfter Stimme an. So, halten Sie die Komteß im Nacken fest so daß der -Oberkörper ausgerichtet bleibt.," Der Alte that, wie ihm geheißen, und dann öffnete Norwig vollends die Reihe der Knöpfe im Rücken der Taille, Hakte dann das Gurtband um denKlei'derrock auf, fand glückli den Knoten der Schnürsenkel und schnürte rasch und geschickt den festsitzenden Leib auf. Und dann wies er den ernst und stumm zuschauenden Hinrich an, den linken Arm der Ohnmächtigen auf und nieder zu führen, indem er dasselbe mit dem rechten that und gleichzeitig den Ober-, körper vor- und rückwärts beugte. Die beiden Männer hatten die Freirde, ihre Anstrengungen ziemlich bald belohnt zu sehen. Die junge Gra fin schlug mit einem tiefen Seufzer abermals die Augen auf, ihr Busen hob und senkte sich wieder selbstthätig und ihre Lippen bewegten sich, als ob sie reden wollten Erkennen Sie mich, Komteß?" frug Norwig mit sanfter Stimme. Sie blickte ihn groß an antwortete aber nicht. Füllen Sie Schmerlen? Halben Sie sich verletzt?" Sie antwortete noch nicht; und ihre grauen Auen ruhten mit einem seit

sainen Glanz auf Norwigs Zügen. Dann, begann sie rascher zu athmen, öffnete lechzend die Lippen und brachte mühsam das eine Wort Wasser" heraus. Laufen Sie, Hrnrich: da, nehmen

Sie meinen Hut schnell!" Der Alte trollte' sich mit dem Hute nach dem Bache. Und als Norwig sich abermals über das Haupt der Geretteten beugte, das er nun wieder in seinen Armen hielt, tauchten ihre Blicke wieder so seltsam sest nnd gleichsam mit ernster Frage in die seinen, daß e? sich wie in Verlegenheit abwenden mußte. Welch ein blendendweißer Nacken, welch prachtvoll gerundete Schultern waren ihm da preisgegeben! Wie kann die schassende Nawr sich so an ihren Meisterwerken versündigen! Ach, sie fragt so wenig nach den Gesetzen der Schönheit, wie nach der Gerechtigkeit. Im Ganzen ist sie groß, erhaben, ewig schön, weil sie göttlich ist, doch im Einzelnen schabst sie nach Lust und Laune menschenwitzig, wenn nicht gar teuflisch grausam! Hinrich kam mit dem Wasser. Durch Einknicken der Krämpe gelang es, eine Rinne herzustellen, aus der Norwig die Lechzende langsam schlürfen ließ. Schlechtes Flußwasser aus einem al ten Filzhut; aber es schien sie wunderbar zu erquicken. Er tauchte sein Ta schentu in das Wasser und legte es ihr cruf die Stirn. Wie fühlen Sie sich jetzt, Komteß?Gut sehr gut!" hauchte sie. Und ihr starrer, leuchtender, fragen der Blick senkte sich so tief in seine Augen, suchte sie flehend, sobald er sie abwandte und verklärte sich wunderbar, wenn er sie ihr wieder zukehrte. Endlich schlössen sich ihre Lider, wie in tiefer Müdigkeit, und zum erstenmal auch ihren Unterkörper felbstftän!g bewegend wnndte sie sich ein wenig zur Seite und suchte wie ein müdes Kind an seiner Brust den besten Ruheplatz für ihr Haupt. Norwig ward seltsam ergriffen; es überkam ihn eine Rührung ohnegleichen und wie in einem holden Morgentraume zogen die Bilder der wenigen Jahre und Stunden seines Lebens an seinem geistigen Auae vorüber, in denen er ein reines, menschlich schönes Glück genossen. hatte. Er seufzte tief auf und eine Thräne wollte sich in sein Auge stehlen. Da sagte der alte Hinrich, sich eifrig hinter'm Or kratzend und mit der allergreulichsten Meerkatergrimasse: Ja, ja dei dulle Kunteß! Ne ick fegg.....!" Ja, mein Alter." lächelte Norwig; heute yat sie's wirklich ein bischen toll getrieben." Wohl eine Viertelstunde lang schlummerte sie in derselben Stellung fcrt. Dann erschienen als Vortrab der dem Potrimpos nachgesandten Leute die beiden Bernhar:ner, welche bald ihre Hasenjagd aufgegeben und es vorgezogen hatten, den durchgehenden Hengst zu verfolgen. Sie w:ckten durch ihr Gebell die Schlummernde auf und ließen sich in ihrer zudringlichen Neugier nur durch die Fußtritte Hinrichs vavon abhalten, durch ihr, wahrfcheinlich wohlgemeintes Schnüffeln und Belecken der Komtesse lästig zu werden. Mit rathlos verwundertem Ausdruck blickte diese nun auf und um sich. Ohne Unterstützung setzte sie sich aufrecht hin, griff sich nach dem Kopfe, behielt dabei den nassen Umschlag in der Hand und rief, ihn von allen Seiten betrachtend, äußerst erstaunt aus: JQ'in ich denn nicht verwundet?" Ich hoffe nicht, Komteß. Wollen Sie nicht versuchen, aufzustehen? Vorausgesetzt, daß Sie kerne Schmerzen in den Gliedern fühlen." Ah, Herr von Norwig ich danke Ihnen!" Sie streckte ihm die Hand entgegen. Bei dieser raschen Bewegung ward sie erst gewahr, in welchem Zustände ihre Kleidung sich'befinde. Sie ward blutroth, bedeckte ihre Augen mit ihren Handen und rief mit bebender Stimme: Mein Gott, was haben Sie mit mir gemacht!" Es war nothwendig, Komteß Sie dürfen mir darum nicht zürnen," flüsterte Norwig ihr zu. Halloa!" rief der alte Hinrich laut dazwischen und schlug sich auf die Kniee. Da bringen sei dei Karnalj vun'n Beist. Na, täuw du Aas die fall dat Ledder bi lebendigem Liew dörchwalkt war'n, dat.... Und alle diese Leute haben mich so gesehen?" fragte Gräfin Marie hasdig, verwirrt. - Nur der alte Hinrich und ich." Norwig beeilte sick,, wenigstens die Taille einigermaßen zu schließen, ehe 'die Männer herankamen. Inspektor Reusche drückte in unbe holfenen Worten seine Freude über den glücklichen Ausgang des Abenteuers aus und berichtete dann, wie sie des Hengstes habhaft geworden waren. Das Thier hatte nicht fern von der Stelle, wo die Komteß heruntergestürzt war, den Versuch gewagt, den Bach, der dort einen Bogen machte und so ihm den geraden Weg verlegte, zu überspringen. Doch mußte der Sprung zu kurz und der Hengst nachher nicht im stände gewesen sehr, da 3 jenseitige, senkrecht abgestochene Ufer zu erklimmen. Lei der Anstrengung, sich wieder an das diesseitige Ufer hinaufzuarbeiten, war ihm dann der Sattel auf dem Bauche noch mehr nach vorn gerutscht, das Horn war zwischen seine Vorder-' beine zu stehen gekommen und hatte das Pferd, nachdem es gelandet, sehr bald zu Falle gebracht. Auf der Seite liegend, keuchend und strampelnd hatten sie es gefunden und mit Müh: und Noth wieder auf die Beine gebracht. Es blutete aus dem Maule, so arg hatte die Reiterin an der Kandare reißcn müssen, und lahmte auf dem linken Vorderfuß. Ein Arbeiter trug den Sattel auf den Schüttern. Soll ich nicht vielleicht hinüber reiten und die Kalesche anspannen las sen?" fragte der Inspektor mit einem

besorgten Blick auf seine junge Herrin, die immer noch, leicht gegen des Ober Verwalters Arm gelehnt, im Grase saß. O nein lassen Sie das ja bleiöcn," entschied die Komteß lebhaft. Sie würden ja zu Hause denken, ich hätte Arme und Leine gebrochen Wollen Sie, bitte, Obotrit für mich satteln lassen, Herr Reusche." Aber gnädigste Komteß".... wagte Norwig einzuwenden. Sie schnitt ihm jedoch kurz das Wort ab, indem sie Anstalten zum Aufstehen machte und seine Beihilfe erbat. Es ging auch rasch genug damit, doch sah man ihr wohl an, wie sie einen heftigen Schmerz zu verbeißen suchte. Komteß haben sich am Ende einen einwendigen Schaden gethan!" sagte der Inspektor, ihr seine Unterstützung anbietend. Ach bewahre tl ist nur die Hüfte! Wenn ich erst im Sattel sitze, so kann es nicht mehr sehr weh thun." Komteß wollten wirklich.... Aber gewiß!" rief sie, mit demVersuch, Herrn von Norwig auszulachen. Mama würde mir ja nie wieder erlauben, einen Gaul zu besteigen, wenn Sis mich so als halbe Leiche angeschleppt brächten! Sie haben sich ja nun doch einmal als barmherziger Samariter bewährt, Herr von Norwig; dielleicht thun Sie noch ein übriges und begleiten mich zu Fuß nach Hause, damit Obotrit hübsch im Schritt bleibt." Da 'kein Dreinreden half, so machten sich die beiden Herren selbst daran, dem Braunen den Damensattel aufzu legen, während Potrimpos mit dem' andern Sattel heimgeführt wurde. Die Arbeiter standen inzwischen immer noch stumm und neugirig drein schauend um die junge Gräfin herum. Da näherte der alt: Hinrich seinen zahllosen Mund dem Ohre seiner Gebieterin und raunte ihr zu: Zck wull man seggen, dat. mit Respekt to mellen, gnä Kunteß ehren Rock verlieren." Erschreckt und verlegen griff sie nach dem Bunde des bleibeschwerten Reitkleides und rief dann einigermaßen unwirsch den Gaffern zu: Na, Lüd, wat is dor noch to kieken? Makt ji man 'n bäten fix. dat ji to jug Arbeit kömmt!" Die Männer machten sich langsam davon, unid der Inspektor führte ihr alsbald auch den gesattelten Braunen vor und bot ihr seine Hilfe beim Aufsitzen an. Ich danke Ihnen sehr, lieber Reusche, ich möchte doch noch einen Augenblick warten mir ist noch etwas schwindlig. Bitte, lassen Sie sich aber nicht abhalten. Sie werden beim Pflügen nöthig sein." Er merkte, daß er entlassen sei und empfahl sich kurz und einigermaßen gekränkt. Er war eifersüchtig auf seinen neuen Vorgesetzten, der. kaum zwei Tage auf dem Gute, bereits mit einer Vertraulichkeit ausgezeichnet wurde, die ihm me zu' theil geworden war, obloohl er doch schon Jahr und Tag in Diensten des Grafen stand. Ja, da sieht man's recht," brummte er im Abziehen vor sich hin: Nun sie den Adligen hat, ist unsereins nicht mehr gut genug, ihr auf's Pferd zu helfen! Und da heißt es noch, unsre Komteß wär' nicht so, wie die anidern Gnädigen hehe! Hat sich was. Und der Herr Von da spielt sich auf, als wenn er mindestens ein Prinz inkognito wär'! Wenn er so viel mehr verstünde als andere Leute, wär' er wohl nicht mit seinem eigenen Gut verkracht hehe! Wird auch wohl so einer sein, der sei-, nen Acker mit schönen Redensarten düngt und die Einkünfte durch die Gurgel jagt, bis ihn der Jude - beim

Kragen hat!" Als der brave Reusche außer Sicht gekommen war, wandte sich der so schar! kritisirte Herr Von da" an die rathlos mit ihrem Rocke hantirendt Komteß und sagte mit kavaliermäßiger Sicherheit: Komteß müssen mir schon gestatten, Ihnen noch einmal meine Dienste als Kammerjungfer anzubieten." Und sie wurde sehr roth und sagte mit einem komisch-verzweifelten Seufzen: Mein Gott! welch eine lächerliche, gräßlich genante Situation das ist! Helfen Sie mir nur ich kann ja nicht anders." Ja, es ist höchst sliockin;;!" scherzte Norwia, indem er mit großer Geschwindigkeit Schnüre, Haken und Knöpfe wieder in Ordnung brachte. Nun Sie sind wenigstens ein vernünftiger und sehr geschickter Herr. Ich danke Ihnen vielmals!" Sie hatte niemals in ihrem Leben irgendwelche Koketterie geübt; und dennoch kam in diesem Lächeln, mjt dem sie ihm, verschämt zur Seite gewendet, die Recht: hinstreckte, die Evasart zum Durchbruch. Aber sie stand ihr nun einmal nicht zu Gesichte. Das Erröthen machte sie noch unschöner. Norwig bebiejt ihr: große, aber schlanke und vornehme Hand ein Weil chen in der seinen und sagte: Ja, ja. Gnädigste, die Schicklichkeit un) Unschicklichkeit? Wunderbare Begriffe! Wären wir uns auf einem Hofbad: zuerst begegnet, so hatten Sie- mir und aller Welt ohne Erröthen Reize preisgeben müssen, die einen armen Sterblichen blind macken könnten; aber um Sie vor dem Ersticken zu retten..." . Ach, bitte nun halten Sie aber gefälligst ein!" fiel sie ihm in ihrer echten geraden Art in's Wort. Ich danke, Ihnen schön und damit holla! Dat anner ich doch all dumm Tüg nich wahr, Hinrich!" ! I-awoll, gnä' Kunteß ick ttrstah' da woll nich so väl vun; öwerst dat. wihr ok min' Meinung. Un den fün'; jo ok gnä' Kunteß, mit Respekt to mellen, so gaud as een richtigen Mannskierl!" . j Die tolle Komteß lachte laut auf und' rief: ..Vielen Dank für die gute Mc! nung, Hinrich.- Und damit war all feits die Unbefangenheit und gute Laune wiederhergestellt. ! CY . V 1 .3 F. JT. C. i'tun yanoel es na? oarum c

I Amazone wieder in Sattel zu bringen. 8 23 dem ersten Versuche stellte es sich ' : C- r- j . . l n

oeraus, oay oer znerz rn 'ver HUsie doch so start war, daß sie den Fuß nicht bis zur Höhe de5 Steigbügels zu erheben vermochte. Da sich aber fluch kein Stein oder Erdl)aufen in der Nähe befand, der zum Aufsteigen hätte dienen können, so erfand Norwig ein selisames aber praktisches AuskunftsMittel. Er ließ den alten Hinrich das Pferd halten, warf sich selbst, auf die Kniee und Hände an dessen linker Seite zur Erde und ließ die Komteß erst auf seine Schultern und von du aus in den Bügel treten toorauf er aussprang und ihr vollends in den Sitz half. Auf drefc Weise brachten sie das Kunststück zustande, obwohl die" arme 'Komteß mehrmals vor Schmerz läut aufstöhnte. Als sie aber glücklich im Sattel saß, behauptete siedaß sie sich da oben sicher und erträglich befinden Sie versuchte auch,, um sich ihre Schmerzen nicht merken zu lassen, einen leichten scherzhaften Ton anzuschlagen. Ich finde doch, Mama hat recht," begann sie die Unterhaltung, während die beiden Männer neben dem Wallach herschritten, sorgfältig darauf achtend, datz er nicht aus seinem gleichmäßigen Schritt falle. Frauenzimmer gehören nicht auf's Pferd. Lieber Himmel, heu-, te bin ich mir meiner, holden Weiblichkeir recht jämmerlich bewußt geworden." O, Komteß, wie können Sie so sprechen!" beschwichtigte. Norwig. Wenn Ihnen einmal so viel kühne Wagelust im Blute liegt, warum sollten Sie da Ihrer Nawr nicht folgen dürfen? Nur darum nicht, weil hie und da Ihre Eigenschaft als Dame Sie mit thörichten Schicklichkeitssorderungen in Konflikt bringen könnte? Soll denn allein die Frau nicht nach ihrer Faon selig werden dürfen selbst nicht, wenn ihre Mittel es ihr erlauben?" Und doch sind es die Männer die immer nach Weiblichkeit"' verlangen und von. einer Emanzipirten am wenigsten wissen wollend O Pardon, Gnädigste, das ist eine ästhetische Frage. Die Anziehung die die Frauen auf uns ausüben, wird dach nun einmal fast ausschließlich von Sinnes eindrücken bestimmt. Auch eine Emanzipirte ist reizend, wenn es ihr eben gut steht, das kecke, eigenwillige Wesen." Und was gehört wchl dazu? Ei nun will sie geistig emanxipirt erscheinen, so gehört eben ein überlegener Geist dazu, der nicht nur aus Eltelke und Laune, sondern aus eigner Vollkraft mit den Männern in die Schranken tritt. Will sie aber körperlich emanzi'pirt sein, dann gehört vor allem ein kerngesunder Körper dazu, ein gewisses männliches Gleichgetoicht der Formen und Kräfte, damit sie nicht in jeder heftigen Bewegung unschön oder gar lächerlich erscheine. Etwas Geist gehört, aber auch hierzu wie zu allem Ungewöhnlichen! Schon um die unvermeidlichen kleinen Reibereien mit den Satzungen der gu ten Gesellschaft mit Hunsr zu ertragen!" Das war für mich. Ich danke Ihnen," fugte lächelnd die Komteß und dann versank sie in ein längeres Schweigen. Erst als sie die Hügelkette überstiegen hatten und das Grafenschloß vor sich liegen sahen, nahm sie den Faden der Unterhaltung wieder auf. Norwig hatte unterdessen nur einige wirthschaftliche Fragen an den alten Kutscher gerichtet. Er fürchtete, seiuer Schutzbefohlenen durch vieles Spre chen lästig ?u fallen. . Sie sind heute ;;anz besonders liebenswürdiger Stimmung, scheint mir," begann die Reiterin. Ich. dachte eben an unser gestrige Waldgespräch. Danach schienen Sie nicht eben geneigt, uns Frauen seh? viel des. Guten nachzusagen, besonders nach den Andeutungen über die traurigen Erfahrungen Ihrer Ehe." Norwig zögert einen Augenblick, ehe er ihr antwortete. Die eignen guten oder bösen Erfahrungen sollten niemals ein allgemeines Urtheil beimmen. Freilich'geschieht es ja dochmeistens weil es ?ben menschlich ist! Welches Recht sollte eignes eheliches Unglück mir geben, über die Frauen abzuurtheilen? Ich bin ja selbst schuld an dem Schicksal, das mich betroffen hat, denn ich sündigte gegen ein soziales Grundgesetz." Ah, wie das?- frug sie aufhorchend. Ich hcirathete im Rausch und unter meinem Stande." Was?" rief die Komteß höchst erstaunt. Solch ein altes Vorurtheil nennen Si: ein soziales Grundgesetz? Das hätte ich vonJhnen nicht erwartet! Darüber sind ja doch selbst meine Eltern längst hinaus, trotzdem sie ihren alten Adel sehr in Ehren halten. Sie würden uns Mädchen nie verbieten einen Bürgerlichen, zu heirathen, wenn er nur sonst ein anständiger Mann ist." , öravo, Komteß, Sie haben das richtige Wort gesprochen! Ein anstänbiger Mensch ist jeder ehrenhafte, achtbare Charakter, nicht wahr? Und doch zieht unbewußt jeder Stand die engere. Grenze des anständigen Menschea" im gesellschaftlichen Sinne ganz wo anders. Ich fraae den Teufel nach dem Almanach de Gotha, aber das SQM muß gleichwertig und die Bildungs sphäre dieselbe , sein bei Mann und Frau, sonst ist eine glückliche Ehe in nerhalb der modernenGesellschaft kaun: denkbar. Sehen Sie, Komteß da ich doch einmal angefangen habe, Ihnen $l beickten" er ging jetzt dicht, an ihrer Seit: und sprach französisch um den alten Hinrich nicht zum Mitwisser seiner Geheimnisse zu haben. Ich unterhielt ein Liebesverhältnis mit einer unbedeutenden, aber sehr hübschen und auch geistig Pikanten Schauspielerin. Ich war so blind verliebt und rasend eifersüchtig, daß ich sie heirathete, ' um sie für mich allein zu besitzen und auf meinem kleinen Gute vor der Welt zu

verbergen wie einen kostbaren Schatz. Ich nahm meinen Abschied Lon den Ulanen, brouillirte mich mit meiner Familie und sah mich dennoch sehr bald genöthigt, wernr ich mir nicht Llein Haus zur Hölle machen wollte, dem Verlangen meiner Frau nach lärm?nder Geselligkeit, Reisen, Putz, Aufwand alle? Art nachzugeben Nach fünfjähriger Ehe war ich ruinirt. Ich floh vor mernem Werbe über den" Ozeaa und nc?.hm mein. Sohn, unser einziges Kind, mit mir weil zch es

'nicht mehr mit Znsehen konnte, wie dies Weib ihre Mutterpflicht vernachläspgte." Ah, Sie haben einen Söhn? Wasist aus ihm geworden ?" warft die Kom--teß lebhaft ein. Ich habe ihn drüben lassen' müssen. Er ist, in einer amerikanifchen Fami--lie in Penttfylvanien untergebracht. ich furchte, Bill Nsrwich wird- seinen Papa wie ein fossiles Ungeheuer anstaunen, wenn er ihn einmal wiedersehen sollte. Er scheint mir seiner raschen und gründlichen Aantysirung nicht deir geringsten Widerstand entgegenzusetzen,, während ich trrtz meiner Voruriheilslosigkeit und Abenteuerlust doch bald genug von. unwiderstehlichem Heimweh nach dem alten Lande" er-' faßt wurde. Sie glauben nicht, wir das blaue Blut gegen Amerika revoltirte! Daheim wurde! ich, in meinem Regiment wie in meiner Verwandtfchaft, als Freigeist mißtrauisch ange-' sehen, und sogar- der Rothe" genannt. Und drüben? Nach vier Wochen war, ich bereits Mitglied- des , deutschen: Adelsklubs von Long Island haha! Tagüber arbeiteten unsere Grafen und) Barone in. den Fabriken in den Kontoren der- City,, als Kellner: in Restou rants und Gott weiß noch wo. Dann aber wurde der Kavalier- mit dem Feierkln.de,. das wie ein-edles Pferd gehätschelt. imd gepflegt wurde, aus deut Spittde geholt, und der Schritt nach, unserm bescheidenen- Vereinslokal gelenkt. Das Kasino der Entgleisten"' nannten es die Spötter. Wunderlich ge--nug war die Gesellschaft,, die sich da zusammensan!d Bankrotte Landwirthegleich mir, um die Ecke gegangene Offiziere, Korpsstudenten, denen dasLee--ren des väterlichen Geldbeutels leichter als die Examina gelungen war lauter gutes, christlich-germanisches, blaues Blut. Die meisten hatte die Noth zahm und die Arbeit vernünftig gemacht. Prächtige Kameraden waren sie alle die letzten Heller wie die letz tcnZigarren wurden brüderlich getheilt, der Zusammenhang mit dem Mutter-. lande mit rührender Treue aufrecht tv halten uqd Lnasilich über die Formen: der guten Gesellschaft gewacht. Die geisiigen Genüsse der Unterhaltung waren mager und bescheiden wie die leiblichen der Kasinoküche; aber ein Gespräch über Hunde, Pferde und Frauenzimmer ist eine wahre Erquickung, wenn man sonst nur von Geschäft und wieder Geschäft reden hört, und einen gesitteten Europäer mit Anstand einen Hering mit Kartoffeln sveisen oder ein Zigarre ohne Gekau und Gespei rauchen zu sehen, kann unter Umständen zu einem ästhetischen Genuß werden. Meinem Kinde soll die Tragikomödie des armen Adligen erspart bleiben. Hier wird sein Name ihm nur hinderlich sein, drüben als Bill Norwich wird es ihm wohl leichter werden, tf empor zu arbeiten. , Er ist ja auch Halbblut, das gedeiht dort am besten." Die Komteß erwiderte längere Zeit nichts auf diese lange Rede. Endlich fragte sie, mit wahrer Antheilnahme ihres Begleiters Auqe suchend: Und seine Mutter starb?" Für mich ist sie todt ich beantragte die Scheidung, als ich durch den Brief eines deutschen Freundes die Gewißheit erlangte, daß sie mir die eheliche Treue nicht gewahrt hatte. Lassen Sie mich die leidigen Erinnerungen nicht wieder erwecken, Komteß." Er sah mit bittendem Blicke zu ihr auf. Und ihre Augen begegneten den seinen mit einem Ausdruck, der Dank für sein Vertrauen und die Versicherung' ihres warmen Mitgefühls zugleich enthielt. Er mußte an den so traumverlorenen, glückseligen und doch sehnsüch.tig fragenden Blick zurückdenken, mit dem sie- aus ihrer Ohnmacht erwacht war. Sein Herz klopfte rascher und ihm ward so eigen beklommen zu Muthe. Wie kam er nur dazu, nach so kurzer Bekanntschaft dieser jungen Dame Eröffnungen zu machen, .wie man sie sonst kaum einem vertrauten Freunde macht? , Als sie die Rampe zum Schlosse hinaufritten, sagte die Komteß: Sie gaben sich als Wittwer aus. Ich glaube zu verstehen warum, und werde Sie nicht verrathen, so lange Sie es nicht wünschen." Sie war als? seinen heimlichen Gedanken auch ihrerseits gefolgt. Er verneigte sich dankbar und ehrerbietig. Sie hielten nun vor dem Hauptpor hl. Niemand erschien zu ihrem Empfange. Die beiden Männer halfen ihr mit großer Behutsamkeit aus dem Sattel. Sie konnte aus dem Bügel bequem aus die steinerne Treppenwange treten, aber das Ausschreiten verursachte ihr große Schmerzen und sie mußt? siÄ mit ihrem ganzen Gewicht cu Norwiz stützen, um nur die Hausthür zu erreiöen. Auf einen Korbstuhl, der dort stand, sank sie leise aufstöhnend nieder. Norwiz rief laut nach Friedrich, dem Diener, aber niemand hörte ihn. Er eilte dann selbst fort, um den Graf.n rv seine Gemahlin za benacör'tigen. Aber die Zimmer des Grzfen wie der Gräfin waren leer. Das ganze Haus war wie ausze storben. Endlich, zu einem Hoffenster hinausfcha'uend, sah er den Diener mit dem Hausmädchen schäkern und rief ihn zu seiner Hilfe herbei. Er theilte dem Bestürzten mit. was vorzufallen, und dann trugen dk meiden TLnner die arme junge Herrin auf. em Stuhle , sitzend die Treppe hinauf Es war das

keine kleine Anftrengunz, mit als sie euf der ersten Rast ausruhte?, erkundigte sich Norw'icr, tsü denn dle. Herrschaften zu finden seien. Der Herr Gsf müssen wohl itfcht recht wohl sein erkläre Friedrich: Die Frau Gräsfo sind schon sert: einer Stunde' bei ihn? im Schlafzimmer;, die Köchin hat Flslderthee aufgelacht und ich habe ihn ebew hineingetragen. Frau Gräfin haben auch das zweite' Frühstück abbestellt. Komteß Viktoria sind nit dem neuen Fräulem hinauf--gegangen. Das Fräuln hatte ganz verweinte Augen und hustete 'sehr. Die wse hat ihr eben Brchthe hinauftragen üiiissen." Die teile Komteß lächeZe mühsam. Da ist ja das ganze Haus auf einmal in ein Lazareth verwandelt. Was werdet ihr mir nun für einen Thee kochen?" Sie waren vor dem Schläfzimmer der junyeni Gräfinnen angekommen. Der Diener klopfte an, und da kein Hersn! lau5wurde, öffnete er und half den Stuhl' in's Zimmer tragen. Da erst Lhatsich'die Nebenthür auf,.welche in das Wohnzimmer der Töchterführte und auf deren Schwelle erschienen Arm in Arm Komteß Vicki und FräuleinBandemer.'. Aber Mal' Um Gotteswill was ist Las?" rref das junge Mädchen, indem es mit großen, erschrockenen Augen die Schwester anstarrte, welche soeben den rechten' Arm um Herrn von Norwigs Schuttern legte uno von diesem und Friedrich unterstützt, sich muh sam erhob. Ach Vickichen stöhnte die Arme. Für!s erste .habe'ick ausgetollt, ich bin gestürzt' aber- Gott sei Dank! Die

Knochen sind alle, heil! Hilf mir mir schnell, zu Bett7 Ich eile,', die ftnrn Gräfin zu rufen," sagte- Fräulein Sophie und schwebte diensteifrig und geräuschlos zum. Jimmerr hinaus. ' Friedrich folgte ihrem Beispiel. Vicki schlang zärtlich ihre Arme um die Schwester und half dem HerrnVerWalter, sie nach dem Bette zu geleiten. Ach, liebe-, süße Ma Du siehst ja leichenblaß aus! Wie war es denn mir; Herr von Norwig? Hast Du große Schmerzen?" So schwädte das große- Kind in mitleidigster Aufregung, und? die- dicken Thränen tratenrhr dabei' tir d Augen. Ach, lber Gott, wie Du stöhnst! Du hast Dir? gewiß alles mögliche gebrochen Du sagst es nur- nicht. Sie ist immer so. gräßlich heroisch, Herr von Norwig."" Der-also Belehrte konnte sich des Lächelns nicht erwehren, als er erwiderte: Heute hat sich die Komteß wirklich wie eine Heldin benommen." Und er berichtete in wenigen Worten den Hergang, der zu dem Unglücksfalle geführt hatte. Ich wäre vielleicht aus meiner Ohnmacht nicht wieder erwacht, wenn nicht Herr von Norwig...." ' O, meine gnädige Komteß ich war ja der Nächste dazu." Es kann doch 'sein, daß Sie mir das Leben gerettet haben nochmals tausend Dank!" Sie ergriffe mit. warmem Drucke seine Rechte. Und Komteß Vicki fiel lebhaft' ein: .Sie haben ihr das Leben gerettet? Ach, wie lieb von Ihnen! Ohne Ma konnte .ich es auch nicht mehr in derWelt'aushalten. Ich danke Ihnen auch tausend, tausend " Und dabei erhäschte- das überschwengliche, fast schon schluchzende Mädchen seine Linke, küßte sie mehrmals trotz seines Widerstrebens und ließ ihre heißen Thränen darauf fallen. Und der Herr Oberverwalter stammelte etwas von seinen besten Wünschen für recht baldige Besserung und verließ schier fassungslos das Zimmer. Auf der Treppe begegnete, tym das Fräulein Bandemer. Sie-sah um zehn Jahre älter aus als heute früh beim Traubenpflücken, wie sie, an ihm vorbeistreifettd, leise und höhnisch auflachte. Du willst wohl wieder- einmal Dein Glück machen? Hüte- Dich ich wache!" Er biß sich auf die Lippen und würdigte sie keiner Antwort'. . (Fortsetzung folgt.) Gerade genug. Also eine von Puffendorfs Töchtern hast Du gehe:rathet?" Ja, aber Gatt, sei Dank nur eine!" Aus der Weltver Harmonien. Jda Faustle: Hektar fängt immer an zu heulen, wenn ich.ausdemPiano spielc. Elsa Kaustle: Das Thier scheint mir musikalisches Schär zu besitzen. . Erkennungszeichen. Polizei--beamter: Ihre Tochter ist Ihnen also? verloren gegangen?' Geben Sie uns einmal Ihr Signalement an! Trost--loser Vater: Sie ist ziemlich klein, und sieht drei bis vier $ah,re älter aus, all. si- ist. Fahndeuaus einen Einbrecher: Die Gattin (im großenSchrecken): Ich höre einen Einbrecher!" Der Gatte (kein großer Held): Herr Jesses! Laß mich mal unter'S Bett kriechen, mn zu schen, ob sich der Kerl vielleicht, da unten herum treibt! Vielleicht ein miterKerl. Klapps: O, Si& beurtheilen den Winnnerl auch gar zu hart! Er hat seine Fehler, da ist wahr, aber einen Vorzug kann man ihm wenigstens nicht absprechen . . . Tapps,: Und der wärT? Klapps: E, .... ä .... ä. .. . o, ich kann m?ch im AugenbLck nicht- darauf besinne! . Es wäre aar zu sonderbar. Clara: In der Zeitung da steht, daß in Italien die Uhren von 1 bis auf 24 zeigen, mit 1 Uhr früh beginnend." Dora: Aber das ist ;a schrecklich! Drn Dir mal, was der Papa für ein Gesicht machen würde, wenn wir ihm sagten, der Arthur und der Gustav sei-n letzte Nacht erft um dreiundzwalzig Uhr nach HÄUse gelommen!' ....

pr die Küche. Ka-ffeecröme, Sechs Eidotter wenden mit ebenso viel Eßlöffel Puderzuc5er gut verrührt, vier lleine Tassen auteZ Obers, eine Tsffe Kafseeezteact, von etwa einem Viertelpfund! Mokka bereit;, hinzugegossen, sech Tafeln aufgelöste. Gelatine hinzugesetzt und das Ganze in einem flachen Geschirr am besten Blechgeschirr in' Eis oder kalllm TOrnrtrTK,irw iTffvS niT fc

IHUt SJ'tlblUalU.lt iys44f ' r v i w . .wovtt un o Majje icyon'. nacy wenr- ? CW l - c i it.. t-- t gen 'jjtmmm vccoiau .ZlFi- mirs, oas zu sehr stfem Schnee geschlagene.' Eb Veiß, eventuell- auch zur Hälfte- mit Schlagobers.' vermischt, hmdurchgezo--gen. Dannläßt man die Vasse vollends steif, mrden Die Crö-re.genügd fürietwa 6 8 Personen. Kalte ttffeesvetse. Zwölf Eid ter werden mit einem Pfrd.Zu 6er fthaumig gerührt, mit einenQuart: kocheaden Obs,. einer Obertasse'. Kaffeeextract, von einem. halbenPfuiidKaf--fee bereitet, gut! vermischt, du'ch.'einu. Haarsieb zu dem steifgeschlagenen.Schnes der zwilf 'Eiweiß gegossuc,.vorauf man die Masse einige Minuten auf gelindem Feuer v?mihrt unfr: mir einer halben Un;e.aufge7öster Gelatine vermengt... Man:-legt, nun eine Fornrmit Biscuit oder Mätinen aus, feucht tet dieselben mit Obers an und füllt die. Hälfte der Creme darauf, die man wie-?' derum mit Biscus, und Makronenbelegt, worauf der Rest, der Crme dar- -über czestrichen rnirtk. Nachdem die Speise auf Eis fest) geworden, garnirt' man sie .mit einem Mtter von Schlag--obers. T h itri n g e r '5Ucrrt o f fe l k n 3 d e l. Die rohen Kärtosseln werden inu Wasser gerieben undnnüssen so bis kurz . vor dem Anrühren stehen bleiben, da sie.sonst schwarz werdein. Man röstet so-' dann SemmelwürfeUin Butter und bereitet ferner aus Mlla und Kartoffel--mehl oder Gries einM gekochten Brei. Auf ein'Pint Milchnimmt man zwei Eßlöffel 'voll Kartoffelmehl, und zwar ist dies die auf -zwer. Quart Kartoffeln, berechnete 'Quantität. Die geriebenen Kartoffeln werden' mur ganz trocken ausgedrückt; -hät ' man keine Presse, so geht es anch mit Hiüc eines losegewebten aber.starkfädigen, Tuches. Hierauf wird der -Mehlbrei hinzugefügt, ebenso die Semmelwürfel! und die nöthige Menge Salz.-. Nachdem man zuvor jedesmal die Handeln Mehl eingetaucht hat, formt man. miE denselben faust große Knodel und-thut dieselben schnell in kochendes gefäkenes Wasser. Sie müssen etwa 10 Müruten kochen, doch -ist es stets nöthig, nach Ablauf dieser srrst erst einen Knödel zur Probe aus dem Wasser zu -nehmen, um sich zu überzeugen, ob errauch wirklich gar ist. . Die Klöße dürfen absr keinen Augen--blick ZU' länge kochen, wenn sie gut gerathen sollen. Man bricht dieselben, stets minder-(SaM auseinander; jie. zu zerschneiden wäre in den Augen jedes echten -Thüringers ein Verbrechen. Kalter: Pcurrser AnanasPudding.-. Cme frische, reife Ananas wird geschält, so fein wie möglichgerieben, , nnt einem Pfund feinem Zucker vermengt' und durchgestnchenr hierauf setzt man den Saft von vier Apfelsinen, zwei Glas Rheinwein uni eine UNze aufgelöste, weiße Gelatine hinzu. Man- stellt die Masse kalt, schlägt' indeß' ttil Pint süße Sahne zu steifem Schaum, wiegt Pistazien gröblich, streicht' eine glatte Form- mit Mandelöl aus und gießt, sie mit rother Weinsüu am- Boden aus und grabt sie in Eis Die Sulz wird erstarren, indetz auch- die Ananasflüssigkeit kalt wird und zu' gelieren beginnt. Ist dies ein-, getreten, zieht man den Sahneschaum., durch, streut die Pistazien ans die er starrte Weinsulz, füllt die Ananasfüllung in die Form, läßt sie in Eis vollends steif' werden und stürzt sie beim: Anrichtem Englischer B e e f sfea Ip l u Man bereitet einen guten Blätterteigs unv stellt ihn verdeckt kalt. Dann hau-, tet' man eine schöne, abgelegene Rindssende, schneidet sie in dicke Beefsteaks,, die-man möglichst gleichmäßig rund zu--rechtstutzr. Zwanziq gleichgroße Kar--tdffeln schalt man, schneidet sie in dicke Scheiben und blanchnt sie fünf Mlnuten in siedendem Wasser Zuletzt wird arrussertes Ri'rmark in Ermangelungauch feinstes, weißes Rindsnierenfett in Sck eibchen geschnitten und damit zuerst ein: ovale PorzellZnVieschüssel am Boden- bestreut. DieBeefsteaks, salzt und pfeffert man- undI'eat sie im Kranz in-die SckUssel7 woVn man zwischen ie zwei Fleisckscheiben? e:u Stuckchen Rmdermark schiebt.' Die ebenfalls mit Salz und etwas Pfefferbetreuten Kartoffeksckeibchen werden? gleichmäßig über die 5?!eischschnitten ae--dv5t und nun der-Blätterteiz-etwi ein?' fünftel Zoll dick' ausgerollt, naö' der Z?orm zurecht geschnitten und-als Deckel? obenauf aelegt. wobei man-den Rani der Piefchüssel vorher mit zerscblagenem Ei bestnickt. Au? den Teiqresten rolltman ein langes Band, ' legt es alA 5?and um den Deckel, bestreicht' d:e Oberfläche mit Ei und stellt den- Pie rn einen heißen Oken, in dem er- gut zwei Stunden backen muß. Wenn er ssarb: angenommen lnt. wird er mit einem Butterpavier fceckt und nzch einer Stunde Backend eine r?nrbi Oennung nt den Teia. 7 '.schnitten, in die man mit mem Vffel kräft:?: Iu? gießt. Bor dem. Anrichtn wird der ganze Tcrgdeckel bkhzbrn, damit man da5 ??ttt entkernen und noch einige Löffel Jus b'tning'.eßen kann. Man .zertheilt den 'Deckel, legt ibn wieder auf und schickt oen V:e in seiner Schüssel zu? Tafel. Ein: aute. braun: Madeirasauce. der m'n ein:?: gröblich gewiegte Trüffeln beifügt, wird extra, dazu gereicht. Der. Pessimist sieht an der Wurst nur das 2raur!g: fcfe zwei Zipfel. . .