Indiana Tribüne, Volume 18, Number 210, Indianapolis, Marion County, 20 April 1895 — Page 2
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Fndiana Tribüne.
Erschemt Taglich und SountagS. Die tSzttche .Triööne" koket durch den Träge? U Cent? per Woche, dle eonntagS-.Tribüne'l Gern per Woche. Beide usame II Cent der U LentI per r?nat. Per Post außerhalb der l?tdt ngeschlckt in Vorausbezahlung V per liahr. Gsftf! 18 Süd labama Straße Indianapolis, Ind., 20. April 1895. Offener Brief an Nikolaus II. In Rußland wird folgendes geGehn Sendschreiben an den Zaren verbreitet, das sich auf die von Nikolaus II. an die Abordnung der SemstwoK gerichteten abfälligenWorte liber daS Streben nach einer Mitwirlung an der Gesetzgebung bezieht: 5ie haben Ihr Wort gesprochen, und es klingt jetzt weite? durch ganz Rußland, durch die ganze gebildete Welt. Bis jetzt waren Sie Niemandenr bekannt, von dem gestrigen Tage an sind Sie eine bestimmte Größe ge worden, über die man sich keinen un .sinnigen Träumereien" mehr hingeben Unn. Wir wissen nicht, ob Sie die Lage verstehen, die Sie durch Ihre festen- Worte geschaffen haben. Doch wir denken, daß Leute, die nicht so $och und dem Leben nicht so fern ste$en wie Sie und deshalb besser im Stande sind, das zu erkennen, was jetzt in Rußland vorgeht, sich leicht in Ihre Lage sowie in die eigene hineinsenken können. Vor Allem sind Sie schlecht unterrichtet von den Strömungen, gegen die sich Ihre Rede wendet. In keiner einzigen Versammlung der SemstwoZ (Provinzial-Landtage) ist auch nur eine einzige Stimme gegen die Autokratie laut geworden, und kein einzies Mitglied der Semstwos hat die ??rage so gestellt, wie Sie es gethan aben. Die am fortschrittlichsten un ier den Semftwos und ihren VertreUzn haben darauf bestanden oder, richtiaer gesagt, haben darum gebeten, fcafj eine Einigung des Herrschers mit "dem Volke sich vollziehe, daß die Stimme der Semstwos ein unmittelbares Gehör bei dem Throne finde, sie baben um Freiheit in Wort und Schrift gebeten und darum, daß das Gesetz über der Willkür der Vermal4ung stehe. Kurz, es war die Rede Z)avon. daß die Scheidewand, welche die Hofkreise und die Bureaukratie zwischen dem Zaren und dem Lande aufgerichtet hat, fallen möge. Das sind die Bestrebungen der Männer der Semstwos, die Sie, nachdem Sie kaum den Thron bestiegen, noch unerfahren und unwissend, mit der Benennung unsinnige Träumereien" gebrand markt haben. Für alle denkenden Elemente der russischen Gesellschaft ist es klar, wer f i i i Sie zu diesem unvorsichtigen Schritte bewogen hat. Sie sind getäuscht, Sie sind erschreckt worden von den Vertretern grade jener Hof- und Bureaulratenkreise, mit deren Selbstherrschaft sich nie ein einziger russischer Mann aussöhnen' wird. Und Sie haben den Männern des Semstwo eine Rüge gegeben für den schwachen Schrei, der sich ihrer Brust gegen den Druck der Bureaukratie und der Poli3 entrang. Sie haben sich soweit von dem unnöthigen Eifer für die Erhaltung der selottyerrichast. Die lern einziger Mann der SemstwoZ nur anzugreifen gesonnen war. fortreißen lassen, daß Sie in der Theilnahme der Vertreter der Semstwos an Sachen der innern Verwaltung" eine Gefahr für die Autokratie gesehen haben. Erne solche Auffassung entspricht nicht einmal der Stellung, die Ihr Vater den Semst wos gegeben hat und in der sie unumgänglicher Weise an der innern Verwaltung Theil haben, als deren nothwendiges Organ sie erscheinen. Doch Ihr unglückliches Wort ist nicht nur ein Fehler des Ausdrucks: in ihm tritt ein ganzes System zu Taae. Die russische Gesellschaft wird eZ klar verstehen, daß am 17. Januar durch Ihren Mund nicht jene ideale Autokratie gesprochen hat, als deren Träger Sie sich ansehen, sondern die für ihre Allmacht ängstlich besorgte Bureaukratie. Diese Bureaukratie, von dem Comite der Minister an bis zu dem, letzten Polizisten, verabscheut hie Erweiterung der allgemeinen Selbstthätigkeit, selbst auf Grundlaze der bestehenden Rierungsordnung.Sie halt den absoluten Monarchen fern von jedem freien Verkehr mit den Vertretern des Volkes, und die Selbstiherrscher finden sich jeglicher Möglichkcit beraubt, diese Vertreter anders zu sehen, denn als aufgeputzte Gratulanten mit Heiligenbildern und Gaben. Und Ihre Rede hat noch einmal bewiesen, daß jeder Wunsch der Vertreter der Gesellschaft und der Stände, etwas mehr zu sein, daß jedrr Versuch, und werde er auch in der treuesien und unterthänigsten Form ' gewagt, vor dem Throne die dringendsten Bedürfnisse des russischen Landes darzulegen, nur ein grobes Wort der Entgegnung findet. - Das sociale Bewußtsein in Rußland ringt angestrengt und qualvoll an der Lösung der Grundsragen des Volkslebens, das sich seit der großen Befreiungsepoche noch nicht in bestimmte Formen gefügt und noch vor kurzem, in dem Hungerjahre, eine fo schwere Erschütterung erfahren hat. .Und in einer solchen Zeit, da hören die Vertreter aller. Stände, die sich auS ellen Enden Rußlands , versammelt .und von Ihnen Ermuthigung und Hülse erwartet hatten, an Stelle don Worten, die von der Höhe des Throes herab eine wirkliche und thatkrästige Einigung des Zaren mit dem Volke, eine' Anerkennung der GesetzlichUM und der Freiheit in Wort und 'Schrift, als der Grundlagen des staatlilen Lebens, in Aussicht stellen, nixx
elne neue Bestätigung Ihrer Allmacht, und sie nehmen den Eindruck einer völligen Entfremdung des Zaren von seinem Volke mit sich fort. Seien Sie versichert, daß ein solches Entgegenkommen selbst aus die an-
spruchlosesten Scanner nur eine niederdrückende und abstoßende Wirkung hervorbringen konnte. Der 17. Januar hat mit Einem Schlage den Schimmer vernichtet, mit welchem diele aus dem russischen Volke Ihr noch unklares, jugendliches Bild - umgeben hatten. Sie haben selbst die Hand an Ihre Popularität gelegt. Doch es handelt sich hier nicht nur um Ihre Popularität. Wenn die Autokratie sich in Worten und Thaten mit der Allmacht der Bureaukratie identificirt, wenn sie nur möglich ist bei einem vollständigen Verstummen U Gesellschaft und der fortwährenden Thätigkeit einer, wenn auch vermeintlich nur zeitweiligen Verstärkung der Polizeimacht, dann ist ihre Sache verloren, dann gräbt sie sich selbst ihr Grab und fällt früher oder später, auf jeden Fall in tiner nicht allzu fernen Zukunft, unter' dem Drucke der lebendigen socialen Kräfte. Sie selbst baben durch Ihre. Worte ' und . Ihr Verfahren der. Gesellschaft 'eine solche Fraae gestellt diren kaute und 'klare Fassung allein schon eine ernste Drohung für die Selbstherrschaft, istl Sie baben den Männern des Semstwo l.nd mit ihnen der ganzen russischen Gesellschaft'' ein Heraussorderung entgegengeschleudert,. und 'es' bleibt diesen nichts 'üöriq, -als eine bewußte Wahl zu' treffen: entweder vorwärts zu gehen oocr der Autylralte neu zu bleiben.-' Es ist wahr, Sie haben durch Ihre Worte den polizeimaßigm.' Eifer 'dere: verstärkt, die da kleinen, . daß dem selbstherrlichen Monarchen ' dienen ' so diel heiße, als jegliche Selbstständig. keit der Gesellschaft, jede Freiheit und Gesetzlichkeit zu unterdrücken. Sie haben das Entzücken derer hervorgerufen, die bereit sind, jeglicher Macht, itti dienen, und die in der Willkür und der Unterdrückung des freien Gedankens die besten Bedingungen zum Siege ihrer persönlichen Vortheile und engen Standesinteressen finden. Aber alle zum Wohle der Gesellschaft friedlich Vorwärtsstrebenden haben Sie zurückgestoßen.Und jene thätigen ttraste. die nicht dazu geeignet sind, sich mit einem schweren und langsamen Kampfe voller Compromisse und Zugeständnisse an die bestehende Ordnung zu begnügen. wohin werden die sich wenden nach Ihrer schroffen Antwort auf die bescheidensten und gesetzmäßigsten Wünsche der russischen Gesellschaft? Womit, durch welche Grunde lassen sich die feinfühlendsten und begabtesten, die unaufhaltsam vorwartsstre benden Ihrer Kinder auf dem Wege des Gesetzes zurückhalten und vor dem Verderben bewahren? Welche Wirkung wird also auf die russische Gesellschaft Ihre erste directe Anspräche an ihre Vertreter hervorbrin gen? Abgesehen von den jetzt Frohlockenden, von deren socialer Nichtigkeit und Ohnmacht Sie sich selbst bald überzeugen werden, haben Ihre Worte in den einen ein Gesühl der Beleidi kiung und Niedergeschlagenheit hervorgebracht, von dem sich jedoch die lebendigen gesellschaftlichen Kräfte bald erholen werden, 'um sich dann einem friedlichen, aber hartnäckigen und bewußten Kampfe um eine ihnen unbedingt nothwendige Wirkungsfniheit zuzuwenden; in. den andern scharfen N Worte die Entschlossenheit, mit allen nur möglichen Mitteln gegen die verhaßte, Staatsordnung anzukämpfen. Sie haben selbst den Kampf angefangen, und der Kampf wird nicht auf sich warten, lassen." BeidenehmEss:?R. DaS seltsame Völkchen der LehmEsser, welches besonders zahlreich in abgelegenen Gegenden der Wälder und Sumpflander . des ' westlichen Florida vertreten ist, wurde in den letzten Iah. ren manchmal in der Presse erwähnt; dielfach sind aber' noch irrige Vorfiel-lun-aen über diese Menschen verbreitet. Waö zunächst jenen seltsamen Genuß an sich anbelangt, fo mag eS nicht überflüssig sein, zu bemerken, daß der betreffende Lehm nicht nur zu den ?nnsien seiner Art gehört, sondern vor AIlem ungewöhnlich .reich an natürlichem Fett ist. und sei Verspeisung, so wenig verlockend sie auch normalen Menschen erscheinen mag, kaum etwaö viel Sonderbareres sein kann, als der über mäßige Leberthran- oder Talg - Consum bei Eskimos, Lappländern und verwandten Volks stammen, welche zum Theil fast üZsch5iebllch von Del und 5?etten ziemlich widcher Art leben, freilich damit immer noch etwaS weiter kommen. Ueber die Geschichte der Lehmesser aber kann man in Florida oder Georgia folgende AuÄunft nhalten': In ferne? Vergangenheit wurden einige Indianerstämme durch HungerS noth einfach zum Lehmessen gezwungen. Was Anfang 'bto ein Gebot der äußersten Noth war, ist später zum Theil Gewohnheit geworden, und mit der Zeit nahmen auch Justizflüchtlmge sowie entsprungene Sklaven, welche in jenen Sumpfgegenden Zuflucht gesucht hatten, mehr oder weniger diese Nahrungsweise an. So 'haben wir schließlich bis auf unsere Tage die Lehmesser erhalten. , Ueber einen Besuch bei diesen, eigentttch blos noch halb menschlichen Geschöpfen erzahlt ein Correspondeut neuerdings: - ' . Wir waren 10 bis 12 Meilen durch Wild und Sumpf dahingegangen, und als der Mittag heraufkam, lagerten wir uns unter einer Eiche,' um unseren Imbiß zu , verzehren.- Plötzlich-hörten wir ein Krachen in dem trockenenÄeisig,' VaI.rinak umher lag. und. beim Än-
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SUcken wurden wir eine seltsam äuösehende Creatur ansichtig; offenbar war es ein junger Bursche, der indeß überaus schmutzig und wild aussah und nur mit einem' einzigen, aus Kaffeesack-, Stoff bestehenden Kleidungsstück, be-
deckt war; Gesicht und Hände hatten die Farbe von gelbem Lehm. ' Nur nen Augenblick zedoch war unZ dieser Anblick gegönnt; denn fobald uns uz Bursche bemerkte, stich er einen Schrei der Ueberraschung und Furcht aus und floh durch das Gehölz.. Einige Augenblicke saßen wir ganz verdutzt da; dann aber entschlossen wir un, ihm so schne wie möglich zu folgen Nach zehn Minuten gewahrten wir eine alte zerfallene Hütte, ohne Fenster und Thuren. und drei Personen, die rnn sien Lehmbilder, kauerten vor derselben, darunter auch unser Flüchtling, welcher unter lebhaften Gesticulationen und mit herserev Stimme aus. einen alteren Mann und eine Frau einredete; der ältere. Mann hielt einen großen Knüttel in der Hand, und als er uns fah. rief er. mit einer nicht mißzuverstehenden Bewegung des Knüttels.' unö zu:-Heda! Ihr packt Euch! Wir wollcn nichts mit Euch zu thun haben!Er sprach einen merkwürdigen engnschen Dialekt, den wir nur zur Noth verstehen und beantworten konnten. 'Es gelang uns, ihm begreiflich zu machen, daß wir die friedlichsten Ab sichten von der Welt 'hegten, und nur ein wenig ausruhen und unS dann von ihm den Weg zeigen lassen möchten. Nachdem der Alte mit seiner Frau gesprachen, wurde er etwas freundlicher, und es kam sogar dahin, daß wir in die Hütte treten und an einem Mahl, ohne Messer und Gabeln, theilnehmen' sonn ten; Aus was dasselbe bestand? Nun, aus gelbem Lehm, der mit Schweinefleisch geröstet war; naturlich hielten wir uns nur an letzteres .einigermafon" Viele Lehmesser treiben etwas Schweinezucht. ' ! Wir erfuhren von dem Alten, der, ebenso wie die Frau, gleichfalls sehr schlecht" und fchmierig' gekleidet war. daß sie seit ungefähr 25 Jahren in dieser Weise zusammenlebten. Vom Bürgerkrieg oder von- anderen Dingen, die draußen in der Welt xassirt waren, wukten diese .Menschen' gar nichts. Es schien uns gerathen, uns bald wieder zu entfernen." - ein Roman auö dem Leben. . Im Verlauf, einer Verhandlung vor dem Ober Gerichtshof in London wegen 'Anfechtung eines Testaments ist eine romantisch Heirathsgeschichte des inzwischen verstorbenen ParlamentsMitgliedes James Theobald zu Tage gekommen. DaS bestrittene Vermögen in der Hohe tjon$200,000 gehörte einer Frau, die viele Jahre hmdurch für seine rechtmäßige Gattin galt, und als sie 1.837 starb, ohne ein Testament zu hinterlassen wurde ihm auch vom. Gericht', die .. Verwaltung dieses Vermögens zugestanden, dir er letztwillig seinerseits auf seine zweite Frau übertrug.' Hiergegen aber erhebt der ylteste Bruder der Mrs.-Theobald Einspruch unter der Begründung,. daßTheobald selbst kein Recht auf Verwaltung des Vermögens, besessen habe, weil seine Ehe . überhaupt nicht gesetzlich gewesen sei. ; U)t Behauptungen des Klägers gehen dahin, daß seine. Schwester, die nach dem Tode des VaterSeineS armen Ländarbeiters, mit der. Mutter nach Gravesend zog, dort kaum 17 Jahre alt . einen Cementarbeiter heirathete. Sie lebte etwa zwei Jahre mit ihm zucrinmen.. verließ ihn dann und ging nach London. Erst einige Jahre später ließ sie wieder etwas von sich hören, indem sie ihrer Familie mittheilte, daß ein Herr sie erziehen lasse und sie zu heirathen gedenke. Dies geschah dinn auch 1864, indem Herr Theobald in einem abgelegenen kleinen Dorfe in aller Heimlichkeit und ohne andere Zeugen -als den Küster und dessen Frau mit ihr die Ehe einging, die natürlich ungiltig war, da ihr erster Mann damäls noch lebte, und verschiedene Umstände deuten darauf hin. daß Beide sich der Ungesetzlichkeit dieses Schrittes wohl bewußt waren. Die Frau heirathete unter einem anderen Namen. An mehreren Stellen ihres Tagebuches macht sie über ein für andere Augen zu' gefährliches Geheimniß" Andeutungen, und obwohl sie mit ihrer Familie fortwährend in freundlichem Verkehr blb. . erkannte sie vor Freuten ihre Mutter niemals als solche an. Die Verhandlungen wurden an dieser Stelle vertagt. Mit welcher Leichtferiigkeit und wie häufig übrigens in England das Verbrechen der Bigamie beqangen wird, mag aus dem Umstand erhellen, 'daß nicht nur Mrs, Theobald" eine solche einging, sondern auch ihr erster und naturlich allein rechtmaßiger 'Gatte, nachdem sie ihm davongegangen.' sich einige Jahre spater auch obne Weiteres wiedererheiratheteund beide' Zesetzesübertretungen waren- gewiß n?emals bekannt geworden, w mn nur 'nicht 'eben der Bruder der Frau Theobald" iät Sache, an die OeffenU lichkeit. gebracht hätte, lediglich weil er sich 'einen' pecuniären 'Vortheil davon dersprichi. - ;"V;"....- ' . Osterlitten-Jndustrie. Erst- seit etwa 'einem Vierteljahr hundert ist Ostern zu einem -amerikani-schen lumenseft - im' allgemeineren Siilne'geworden;. früher, waren Ostern Vlümengaben ' außerhalb' .der ' römisch katholischen' söwieder änglicanischen Kirche' fast gat nicht bekannt.''. - ' Gegenwärtig ' ist- Ostern : gewohnlich die: wichtigste' Geschäftszeit für unsere Blumenhändler,' "und -eine üngeheur Mnge Blumen und' Topfpslanzeli ver schieden Arten wird 'vom 'Publikum um' diese Zeit begehrt, Hyacinthen, Azaleen, allerlei Gattungen Lilien 'u. s. w. Die Hauptrolle spielt aber in amerikanischen Geschfts kreisen meist die sog. Osterlilie, welche die Pfanzenge. lehrten 'unter- dem' Namen Lilium Longiflorum" kennen, ; und welche - besonderS wegen ihrer langen überhangenden, irompetenförmigeil Blüthen von reinster.. wgchweißer . Farbe' ge fö&x-fcftd. : ' .'
Diese Blume ist eine Ausländerin"; sie wurde 1862 aus Japan gebracht und kommt auch in Holland vor; seit einer Reihe Jahren jedoch wird eine ihr sehr nahe verwandte Gattung, welche blos etwas kürzer: Blumenröhren ausweist, in großartigem Maße auf der
Inselgruppe! Bermuda gezogen. Gegenwärtig kommen 90 Procent aller Osterlilien, welche zu uns gelangen. wenigstens die WurzelknoUin, aus Bermuda, da die übrigen Länder schon wegen, der . höheren. Fracht-Unkosten schwer mit dieser Insel concurrirer können. In Bermuda ist das Pflanzen der Ostlilien ein so alltägliches, prosaisches Geschäft, ' wie die Kartoffelzucht, 'und gehört zu den bei Weitem werthvollsten Industrien. Man schätzt die jährliche Production daselbst - auf reichlich 3 Millionen Knollen, (welche 18 Millionen Blüthen bringen können) und der größte Theil davon wandert nach den Ver. Staaten. Vom August bis zum December ist Pflanzezeit.und im März darauf stehen die Lilien in voller Blü the. Ein solches Lilienfeld in Bermuda bietet einen herrlichen Anblick. '. Etwa zwei Monate dauert die Blü thezeit. Dann fallen die Blumen ab, und im Juli herum werden die Knollen auS der Erde genommen , und ge wöhnlich (außer denjenigen des erÄn Jahres) sofort eingepackt, mit Vorliebe in Sand, und dann erportirt; sie mllssen sobald wie möglich wiedergepflanzt werden, wenn das Ergebniß befried!gend sein soll. Der , Züchter trennt jeden Knollen wiederum in Theile, und pflanzt dieselben einzeln. Uebrigens vergehen vier Jahren, bis die großen Knollen hervorgebracht sind, welche un gesähr 4 Zoll im Durchmesser haben und die höchsten Stengel erzeugen. Der Florist pflegt, sobald suh die Blume dieser Lilie öffnet, von den Staubgefäßen den rothbraunen Blllthenstaub geschickt zu entfernen, da sonst zu befürchten ist. daß derselbe die ideale Reinheit der Lilie mehr oder weniger trübt. .Noch von .Jahr zu Jahr nimmt daS Geschäft mit' diesen Osterlilien bedeutend zu. - ' : Eine Erinnerung an Alt-Wien. Auf der Weltausstellung von Chi. cago war bekanntlich auch ein Alt-Wien zu sehen, däS die Schöpfung eines Wiener ConsortiumS war und beständigen Zulauf hatte. Das Consortium steuerte 350.000 Gulden zusammen und betraute den Director Jentsch mit der Leitung 'deS Unternehmens. Jentsch '.var aber nur kurze Zeit selbststandlg. denn bald begab sich ein Mitglied des ConsortiumS, Herr Scanavi,' nach Chicago und nahm die Leitung deS UnternehmenS in, die Hand. Alt-Wien endete trotz seines Erfolges mit.' einem Krach, dessen Ursachen jetzt , in einer in Wien stattgehab'n Versammlung deS ConsortiumS klargestellt wurden. Die Rechnungen waren nie in Ordnung Und eine Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben war nicht zu gewinnen. Die Ausgaben für Reclamen dienten fast ausschließlich persönlichen Zwecken, die Eintrittskarten wurden packetweise davongetragen und eine Scontirung ergab, daß für 520,000 Eintrittskarten einfach verschwunden sind. -.Im Cafü Seidl befand sich, ein separater Einaana für .blinde Passagiere- und die angestellten ControllorJane betrie-. ben einen äußerst ichwunghaften-.Ha.n-del mit- defrau)?iriettKar.len..' Einer dieser'Angesiellten "der be'ieiner solchen Defraudätiön' betreten" wurde, warwohl entlassen' von Directory Jentsch aber' wieder - angestellt ' worden.' Daö Revisionscomite beantragte: WiMch nur das. Bauconto '.im, Peträge joon 283,000 Gulden zil" genehmigen, ' da alles' Uebrige'zweifelhaft sel-'ünd bean-' traqte ferner,' die? Directoten' vo'N 'Alt Wien zur, Ersatzpflicht : heranzuziehen.: Auker oem ,Berlutt. oroyt oem..'0nfsrtium in Crdilproceß,' da.'tsn. Mitglied', Ritter von j Mannlicher, " auf ''HeräüS-' gäbe der von ihm beigesteuerten 5000 Gulden klagt, da, das Unternehmen (lrfolg gehabt und nur die'zschlechteVerwalwng daS. Deficit herbeigeführt habe. Nach 'langer 'und' erregterDebatte würde beschlossen', der Leitung 'Absöluriön. zu ertheilend wenn si sich öerpflichked den Proceß Mannliche? auS' de?IWelt' zu schaffen,-- bezw.- zn übernehmen, und bin Betrag von L3Z25 n. die. Syndikats-, Mitglieder herguSzubezahlen iÖeY Ge-' x.-iiLJ.s..ri' v. inrVfi.t., ciicit lUUimiVCllUll V.UilUl4lUm ucu Ä ä , A s . ' Z . Vw . f' m : öuurn ' an eyNlNye? Krach! - v - . j ?M&3Ü Qln Vkann ei 231 :;mrfn In der CircuSgasse ' in 'der Mener Leopoldstadt wurde' neulich jiuf Vffenet Straße ein dürftig "gekleideter Mann im 'tiefsten. Schlafe gemitchlich hingestreckt -aufgefunden ' und S. bedürfte nicht erst. langer..BeQbachtung,'.um.ßU erkennen,' daß .der".Schläfer'. einen, Cä pitals rausch, hatte eolst; iti den Mann wecken wollte,-hatte nicht geringe' Mühedensel5en aufdie Beine zu stellen, und auf das Commissariat' zu scortirens dort mß:e-der-Vetrun-kene vorerst ineine:ZeÄe gebracht aberden, damit er sich ernüchtere. Ueber Nacht.war vonemHästling derNausch einigermaßen gewichen -unk nun 'begann die! poliaeili; toccbut : :HiiUuc rÖt; liiaxion,- ja.onamnr.ocr- wscnciaiiOT u w.l Der Arzt "mächie-seiHan dem Manne eine tdeüngIdleihn. .nicht wenig verdutzt, machet; , it 'eoistatirte nämlich. daß.derArrestanl keineswegs ein! Mann, sondern. ew-Weib war. Im Verlaufe des unmittelbar nach dieser ! überraschenden' Feststellung' aufaenommenin Verhörs gab diese merkwurdige Frau offen zu, daß. sie schon' seit dreißig Jahren in Männerlleidern' herumgehe -Die- Frau nannte sich Paul .Elstnger, ist . gegenwärtig 53 Jähre alt. wohnt in der Haidgasse 'M. 10 bei- einem Schuhmacher und brachte. r-t i . ' je. .' n. . t fn;i-ii :v-x lurnrat Inas uis iijcniu. v&ic ist angeblich.die.'Äöchker einek. höheren Osficlers, :nach; desse'rt. Totste AxlM Waisenhaus gebracht wurde, welcheS.sit noch im jugendlichenÄlter. verlieL.' Nun war sie. da tör dfc Mutk j ü . .1 - ;
sie weder Mittel noch an Verwandten eine Stütze besaß, daraus angewiesen, sich einen Erwerb zu suchen. Da kam ihr, der von aller Meld Verlassenen und über ihre Häßlichkeit Verbitterten, der sonderbare Einfall, die Frauent i 1 ! . i
lieioer aozulegcn. ,o muroe aus ocm Fräulein Paula ein Paul Elsinger. Da sie das Violinspielen gelernt hatte.blieb sie bei der Musik und zog nun von LoM zu Lokal, bald allein, bald in Gem i n rr - euicyas!, von oem rlragme iqrer Kunst" stets kümmerlich lebend. Jhren College und Bekannten fiel nun Zweierlei an dem Harfenisten auf: die dünne, frauenhafte Stimme und daS kurzgeschnittene, aber für einen Mann ungewöhnlich üppige und feine Haar. Im Uebrigen war das Aeußere des Harfenisten nichts weniger als anziehend. Die Gestalt mittelgroß, zeigt am Rückn und vorne einen Höcker; das Gesicht ist. bartlos, die Züge jedoch heute, wo Trunkenheit und , Elend deutlich ihre Spuren in dasselbe eingegraben haben, ohne jede Zartheit. Ein einziges Mal das war schon vor mehr als zwanzig Jahren machte sich der 'bucklige Harfenist durch sein Benehmen gegenüber einem jungen Beruföcollegen, einem hübschen Burschen, verdächtig; er verfolgte Ihn auf, Schritt und Tritt,' flatterte um ihn herum, bis eines TageS der junge Harfenistdem wie liebestoll sich geberdenden .Colle-en-so gründlich heimleuchtete, daß dieser das Charmiren ein- sümallemal einstelkn mußte. Im Laufe der jpäleren Jahre gab der- Harfenist Elsinger nie Anlaß zu einem Argwohn bezüglich seines Geschlechtes. ; Er" rauchte wie ein Mann,betrug sich unter Männern wie jeder andere Mann, trank und prügelte sich mit ihnen, kurz, gab in Allem und Jedem bei deren ausgelassenen Unterhaltungen in' den Vorstadtlokalen, wo er-. spielte, keinem Manne das Geringste nach. Das eigentliche Leben begann .für die Verkleidete ihrem Berufe gemäß immer erst in den. späten Abendstunden, dann wurde die Nacht mit Harfenspielen durchgebracht; bei Tage schlief sie... Die Wiener Polizeibehörde will jetzt gegen'Paul Elsinger" die Anzeige wegen Falschmeldung an das Bezirkögericht leiten. . Deutsche Lokalchrichten. V4vinf &adjjin. Ei 3 leben. Durch die Erdsenkungen sind so viele Brüche der GaSund ' Wasserröhren entstanden,' daß'eS iii der Oberstadt Gas überhaupt nickt mehr gibt. In den Straßen haben die .Gaslaternen durch- Oellampen. ersetzt werden müssen und in den Häusern mit GäSeinrichtung kommt ' die Petroleumlampe wieder in Gebrauch. Daö auS den gebrochenen WasserleitunäSröhren entweichende Wasser füllt vielfach-die Keller. :Fryburga. U. In der Nahe von hier ist ein Mann in erstarrtem ünd bewußtlosem Zustande aufgefunden und nach der Stadt gebracht worden. Noch ehe ärztliche. Hilfe zur Stelle war. ist der Bedauernswerthe verfchieden. in dem der 43 Jahre, alte Mechanikus Bruno Stettenborn aus Leipzig ermittelt wurde. - Mittenberg. Der Banquier und Manufacturist Gustav M. ist nach mehrfachen Depot - Unterschlagungen Mb - - mit Hinterlassung - erhebliche? Wulden. deren Höhe sich noch nicht uöersehen laßt, flüchtig geworden. ' j u wvt tiamwvtv, . Göttin gen. An der hiesigen Universität werden auch in diesem 'Sommer wieder Fortbildungskurse für praktische Aerzte abgehalten werden.S t a d e. .Der Füsilier Borste! vom hiesigen Bataillon, welcher . seiner .Zeit tln 'Hohenthor die Frau Sattlermeister Pyhndorff Hierselbst in trunkenem Zustomde und ohne alle Ursache mit seiner Waffe schwer verwundete, ' ist vom Knegsgericht zu 6 1-2 'Jahren Zuchthauö ' rurtheilt worden.'. Pastor nwerts in Kirchwistedt. erst seit wenijen Jahren im Dienst, wurde zu 2 Monaten ' Festung verintheilt, weil er im öffentlichen - Gottesdienst . bei der Gustav - Adolf - Feier über die jetziiü - politischen Zustände ' sich abfällig geäußert hatte. - ' '."I ' VrsVlnx StztNn G o r l i tz. Der Director deS MuseumS der Naturforscher Gesellschaft, Dcjctordouoris causa der Unwerstiätj BreSlau. Reinhard Peckein bekanntet -Gelehrter,' ist Hierselbst gestorke.1.' ' :- " - -; " Liegnitz. Verhandlungen wegen einer . .Vollbahn - von . Liegnid . über Cteinäu a. O... RawitschKübhlin nebst Anschlußbahn nchGörchen,haben'du'rch Vermittelung von Firmen der Provinzen Posen- und Schlesien einen gllnstiKen Abschluß erreicht, so daßdaS.UntßneLmen finanziell gesichert, ist. . , .. i Vrovin, Kktz!n,lgSolNeln. .A l t o n a. Gegen den Restaurateur Paul Breitkopf, zuletzt wohnhaft in Berlin erließ der- Staatsanwalt' einen 'Sttckbries vxgen Betruges'' im ' Rückfalle.. . : : '' - .. A p e n r a d e. Der Redakteur Hanßen dom Heimdal wurde wegen vöxbe'reitender Handlungen zum'Hochvettäth Lerhaftet.-- Der Angeklagte' hatte einen Lottrag über die Wiedervereinigung Nord-SchleSwigS mit Dänemark geHalten.1. Jtzehoe. Die Prinzessin Marie zu Schleswig - Holstein - Sonderburg Glücksburg, die jüngste Schwester deSHerzogs Friedrich Ferdinand, ist zur :vt:sz1n des 5ttosters Jtzehoe anIeHe d?r verstorbenen Prinzessin Else erroihU. wiideN . ' .' " ' ; ... i '. illjtiwprovmi. Bonn. Von dem 'Rechnungsfüb r:r 'einer hiesigen 'Ste'.Ngütfabrik'sind Nnterschlgungen in Höhe 'von ungejähr 25,0 Mark verübt worden und zwar in der Weise, daß die von - den Arbeitern der Fabrik ausaestellten unb von den Meistern beglaubigten Lohnlisten seit längerer Zeit von 'dem ' un getreuen Beamten gefälscht . und dir ? cm ? , ot 1 gewonnene? leqrelnnaymen' - vm ur? r.y ,-. -f . - K- ' v
Die gegen alle Unordnungen des
Feünking
Der Leber und des Wagens welche man um diese Jahreszeit fühlt ist D.AMAttVs Htargeir Tropf en.
den. Der Rechnungssührer ist flücht tig. Coblenz. In der Untersuchung gegen die hiesigen Pfandhausbeamten hat sich nichts Belastendes ergeben.' In Folge dessen sind , die Beamten aus der Haft entlassen worden und haben ihren seitherigen . Dienst wieder aufgenommen.' ' ' ' : Vrovin, Mistkal, . B o ch o l t. Die Baumwoll-Spin-nerei der Firma Ludwig .Schwach ist gänzlich abgebrannt. Der Schaden be. trägt eine .Million. Die Fabrik war erbaut im Jahre 1861. Hagen. In dem durch den Hal verfchen, Volksbank-Krach veranlaßten Proceß wurde der Bannkkassirer Becker wegen Untreue und wegen Verschleierung des einfachen Bankerotts zu drei Jahren und der , Kaufmann Paul v. Heede, Sohn deS durch Selbstmord ge. endeten Landtagsabgeordneten v. Heede. wegen Beihilfe zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Minden.' Der Postgehilfe Püttmann ist unter Mitnahme von 13,480 Mark von'Blotho entflohen und wird zugleich mit einem ' Begleiter Namenö Keuter Neckbrieflich ' , verfolgt. Die Oberpostdirektion in Minden hat eine Belohnung von 600 Mk. auf die Ergreifung des Flüchtigen gesetzt. Vvovlm Ssf5nNssa Frankfurt. Die Stadtverordneten beschlossen bei, der Etatsberathung die Aufhebung deö BürgerrechtsgeldeS.' ! K a r l S h a f e n. Bei einem Brande in LangelSheim ist die Brandmauer umaestürzt und hat mehrere Perfonen verschüttet. Zwei Feuerwehrleute wurden getödtet. 'Wiesbaden. Mit dem Bau eineS' Columbariums auf dem hiesigen Friedhof foll jetzt begonnen werden; mit den Grundarbeiten fängt man diefer Tage . an. . Die Anlage wird zwar zuerst bescheidene . Ausmessungen haben. Sie ist für 60 Aschenreste be. stimmt. Fv,k. StZdt,. Hamburg. Dieser Tage wurde abermals ein Lustmord verübt, und zwar an einem 12jährigen Mädchen auö Strahlendorf. Der Mörder ist. in feit kurzem verhelratheter Schloß fergeselle Mette. Er verscharrte die Leiche in dem Keller seiner Wohnung. Er ,st geständig und m Haft. Der nach Unterschlagung von 11.000 Nu, bel in Mitan durchgedrannte Bauin spektor. Jakob LLvenstein ist hier auf der Flucht nach Amerika verhaftet wo? den. Man fand noch 14,000 Mail bei ihm. In einem hiesigen Hotel wurde der von den Behörden verschiedener Städte verfolgte Schriftsteller . Otto Dunkel-Mittwald, der sich lange Zeit auch in Berlin aufhielt, als Hotelschwindler verhaftet. Bremen. Der Senat der Stadt Zremen hat bei der Bürgerschaft bezntragt, für die glückliche Beendigung der Wesercorrektion dem Schöpfer die;es Unternehmens, dem Oberbaudirec Dr Franziüs. 100.000 Mark, zu stisen.' &R9VVtUtU Wien. Kürzlich wurden , die Beljz:r sämmtlicher am Schottenring geeaener Kaffeehäuser zur .Polizeidire? .:on beschieden und ihnen bedeutet, daß as Verbot der Winkelbörse", künftig, hin mit ' aller Scharse durchgeführt verden würde. In jedes. KasfeehauS .uürde ein Detectiv entsendet werden. Zudem wurden die Cafetiers darauf aufmerksam gemacht, daß der Briefund.Depeschenverkehr in ihren Lokalen den Gegenstand der behördliche. Ueberwachung bilden würde. Der 2Sjährige Getreidehändler Emil Fleischer ist nach 'Contrahirung betrügerischer Schulden im Betrag von 10,000 .Gulden slüchiig geworden und - hat . sich wahrscheinlich nach , Bayern geweud'et. Ein Steckbrief ist hinter demselben erlassen. - - - ; - Friesach. Der hiesige Bürger meiste? Dr. Jobs ist flüchtig. -Bisher fehlen 20,000, Gulden, aus der , Kasse. Große Ausgaben' für' LuruZ- und SportsacheN' sollen' die Veruntreuung verursacht haben. : R o a b.: Der.-Postbeamte Max Klopfer in .Raab ist nach Unterschlagung eine Betrages von 22,000 . Gulden flüchtig 'geworden. "St. Pollen. In der Station Prinzersdorf der Wiener Westbahnstrecke? ereignete sich ein entsetzlicher Unglücksfall, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Bei der Verfchie.büng eines Lastzuges im StationSbe-' lche explovlrte piotzuch unter furch terllchem. Getöse der Kessel der Lokomotwe. Der auf derMaschine stehende Heizer .Schoiber wurde entsetzlich derbrüht und förmlichen Stücke gerissen so däß 'er' auf derSkelle todt blieb. DerMaschinenführer Lackinger erlitt fürchterliche tödtliche Verletzungen.: Er wurde unverzüglich in das Spital nach St. Pollen gebracht, wo" er kurz' nach feiner' Uebergabe starb." '' " Frau S. Walsch hat ihre gärberei und Waschanstalt am alten Platze. No. 17 MeekOtr neu eingerichtetallk früheren' Kunden' find, ersucht vorzüsprr. r' Oetzien?ng prompt ' dnd ??risk!i5iöet'c:Zsen?. '
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