Indiana Tribüne, Volume 18, Number 206, Indianapolis, Marion County, 16 April 1895 — Page 2
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I 0 - V 'V TvMtiirwit Regierung das Folgende: Die Ausfuhr, von Waffen und Kriegs munition eigenen FabricatZ in fremde Länder-ist ein wichtiger Theil des Handels der Vereinigten Staaten. In Kriegszeiten erwarte! die Regierung, daß die in diesem Geschäfte thätiaen Leute sick eines sehen damit titr knüpften Rificos enthalten. Solche Erwartung kann aber nicht zur Zeit vollkommenen Friedens gehegt und Schadenersatz . wird von einer jeden Nation verlangt werden, welche dem Handel in unnöthiger oder ungesetzlicher Weise Schwierigkeiten in den Weg legend Nach Ansicht, der Washingtoner Autoritäten liegt der in dieser Note vorgesehene zur Zeit vor, denn Spanien hat keinen Kriegszustand erklärt und daher wird officiell ange, nommen, daß auf der Insel Cuba voll ständiger Friede herrscht. Vom Gesandten Muruga ist unsere Regierung kürzlich notificirt worden, daß in den Vereinigten Staaten ein Torpedoboot für die westindischen Gewässer auge rüstet wird, und hat er verlangt, daß das Auslaufen dieses Bootes verboten würde. Wenn dieses Boot die Vereinigten Staaten in vollständig ausgerüstetem Zustande verläßt, kann es mit Beschlag belegt werden, denn eine neutrale Regierung ist, wie beiSchlichtun der Alabama--Affare ausdrücklich ausgesprochen wurde, verpflichtet, die Ausrüstung und das Auslaufen bewaffneter Kreuzer von Kriegführenden zu verhüten. Im Jahre 1879 entschied Secretar Evarts in Beant- " wortung einer Anfrage des Secretärs Sberman, daß .ein Torpedoboot in fünf Sektionen, fertig zumZusammenseden. wohl Kriegscontrebande wäre, aber ohne Verletzung der Neutralität aus den Vereinigten Staaten exportiri werden dürfte." Weder durch das internationale Recht noch die Gesetze unseres Landes wird amerikanischen Zollbeamten Qt . stattet, das Absegeln von Schiffen zu inhibiren. welche ein Cargo von Waffen ode? Pulver haben, doch kann von t keiner Macht erwartet werden, die Beschlagnahme solcher Waaren seitens der Beamten fremder Regierungen in- . nerhalb ihrer eigenen Jurisdiction zu verhindern. Wenn Spanien Waffen, die für die Insurgenten in Cuba bestimmt sind, mit Veschlag belegt, sobald die betreffenden .Sendungen spanisches Territorium erreicht haben, so ist das durchaus stattJteft. aber die Svanier können 'erwarten, daß die Beförderung derartiaer Sendungen aus den Häfen der nr?n?w l i. 2c:t;i i. vnwunakui wiuuim uuioin roiro, ; Vimplon'Tunnelproject. Die Hoffnungen aueine baldiae Gr ledigung der Concessionsfrage bezüglich jbtZJBhtttzrr Tunnelproiects seitens
i 5er italienischen Regierung haben, wie
aus cattanv geschrieden wird, immer noch wenig Aussicht auf. Erfüllung. tr - JL c. vr 1! n ?tcuq dzti snioimaiwnzn. emes liorrt fpondenten besteht darüber im Ministe lium selbst keine Einigkeit. Während vtz lZlsendaynmtmster Ssracco das VroZect unterstützt, ist der Finanzmini ster Boselli ganz entschieden gegen das lelbe eingenommen. Saracco jic&t mit
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ist. die Strette?r??7r? Tunnelöffnung IM -.DomodoM? auf eigene Kosten zu bauen..und zu öetreiben., so wird die - Mlttelmeerdayn keine Schwierigkeiten machen. m m Türkische Tlöeiplin. Mahmoud Pascha war ' ein Mann des Fortschritts, ein Mann der neuen Schule. Er sprach französisch bei jeder sich ihm nur bietenden Gelegenheit, las alle französischen Bücher, die ihm unter die Finger kamen, besaß bloß eine Frau.kurz, er äffte in allem den Europäer nach.., Er war ein Herzensguter Kerl, hatte zugleich gute und gefällige .Manieren und besaß für einen Türken eine verhältnißmäßig gute Bildun. Emes Tages nun ereignete es sich, daß man ihn mit einem Specialauftrag nach St. Petersburg schickte. Trotzdem man im Allgemeinen nicht von einer zu großen Liebe zwischen Russen und Türken sprechen kann, so hatte sich doch in kurzer Zeit Mahmoud Pascha durch seine Gutmüthigkeit und seine geradezu kindliche Offenheit die allgemeine Beliebtheit in St. Petersburger diplomatischen. Kreisen erworben. Mit einem Rieseneifer fing er jede neue Idee auf, und disputirte dann mit aller Welt darüber, wie er dieselbe einst bei seinen türkischen Reformen am besten zur Nutzanwendung bringen könnte. EineS Tages war er mit mehreren anderen Herren von einem höheren rufsischen Officier, Namens Gras Birnedorff, zum Luncheon eingeladen. Das Gespräch drehte sich m derHauptsache um den ausgezeichneten Drenstbetrieb, den man in jedem Zweige der russischen Verwaltung anfinden könnte. Plötzlich schellte Birnedorfs die Glocke. 3ch will Ihnen, Herr Pascha, ein Beispiel von der Genauigkeit meines Ordonnanzofficiers geben sagte er -dann, sich zu Mahmoud wendend. Einen Augenblick später betrat ein junger, schneidig aussehender Officier das Zimmer, und blieb, nachdem er salutirt hatte, ruhig, vor seinem Vorgesetzten stehen, dessen Befehle erwartend. Dser nahm ein, Bündel mit Schlüsseln, wählte einen derselben und übergab ihn dem Officier. .Gehen Sie auf mein Bureau," sagte er dann, öffnen sie dort die rechte Schublade an meinem Pult und-ent-nehmen Sie derselben ein Paket mit Papieren, die mit einem blauui Bande zusammengeschnürt sind. Bringen Sie mir sofort diese Schriftstücke. Der Officier salutirte und verließ das Zimmer. Birnedorff zog. nun seine, Nhr heraus. und seine Augen auf das Zifferblatt richtend, sagte er: Jetzt geht er die Treppe herunter jetzt ist er aus der Straße." Dann eme Weile paustrend: .Er hat das Kriegsministerium erreicht er geht die Treppe hinauf er beirrn mein Geschäftszimmer er hat die Schriftstücke und begibt sich auf den Rückweg.". Eine andere lange Pause.. Er ist jetzt un ten an der Thur, er steigt dre Treppe hinauf und hier ist er.". In diesem Augenblicke öffnete sich die Thür und der Officier erschien auf der Schwelle. Er ging auf den General zu und überreichte demselben däö' gewünschte Paket mit dem blauen Bande.
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o nur um tnfnTTff- Tta Punkt, an den man vierzehn Tage lang in stiller Zeit immer neue, aber stets aus der Luft gegriffene Enthüllungen, begleitet von Ergüssen patriotischer iwuii), anknupsen kann. In solchem Wuth- und Rackeaebeul für den Ge. brauch von bankerotten Abendblättern haben es hier manche Leute, deren Kopf und fseder nicht mit unnüken KenntMs,en beschwert sind, zu großer Meisterschaft gebracht. Thersites Röchefort hat hervorragende Schüler herangezogen, und es ist nick! zu verwun dern. daß sie stets auf der Suche nach xajj enden Gegenstanden sind, um die ihnen so geläufige Weise mit neuen Variationen vernebmen zu lassen. Die neueste Geschichte von dem in Ehambery abhanden gekommenen geheimen Schriftstücke stammt aus einem dort erscheinenden Provinzialblatte, fcern .Echo des Montagnes". Sie ist bereits auf mehr als eine Weise in Abrede stellt worden, tauckt aber mit großer Hartnäckigkeit wieder auf. eule nun fetzt das Journal", das nicht zur eigentlichen Radaupresse gehört, natürlich mit dem üblichen Vorbehalt, folgende Darstellung in Umlauf: Es ist etwa drei Wocken htr. dafc tn Briefumschlag mit hochwichtigem Inyalt tn hamdery am Bahnhof abhanben kam. Es handelte sich um den 0isenbabn-5?abrvlan für den dritten Mobilmachungstag. Das Paket war duraz den Zugführer, der es überbrachte, einem Babnbofsbeamten in Chambery überliefert worden. Der Empfänger hatte die Annahme beschernigt, dann aber aus Nachlässigkeit oder Unwissenheit die, wicktiae Senduna. die etwa 600 Gramm wog, unter anoeren Packereien für Ehamoery verlegt. Als das bekannt wurde, gerieth der ganze Bahnhof in Aufruhr. Die Verwaltung ließ die Ausgänge besetzen, man kehrte das unterste zu oberst bis in die fernsten Ecken und ließ mittlerweile keine Gepäcksendungen verabsolgen. allein das Paket blieb spurlos verschwunden. Die Beamten wurden allesammt unter dem Siegel der Berschwiegenheit in's Verhör genommen, überhaupt umfassende Untersuchungen veranstaltet und ein hoher Beamter der YariS-Lyon-Mittelmeerbahn ging dazu eigens nach Chambery, erst ohne Erfolg, dann plötzlich mußte die Sache erstickt werden, weil hohe Persönlichleiten in'S Spiel kamen. Man spricht mit verhüllten Worten von dem ViceConsul einer Macht, mit der man nie zum Ende der Schwierigkeiten kommen zu können scheint. Man wird sicher diese 'Thatsachen bestreikn, und es lieht zu erwarten, daß man an hoher Stelle alles thun wird, um die Person deS Vice-Consuls zu entlasten. ES ließe sich da ein merkwürdiger Vergleich ziehen, zwischen der Verwicklung diplomatischer Agenten der fraglichen Ration und der Verantwortlichkeit, die auf der Votschaft einer andern Groß, macht in einem Hochverraths,'processe lastete, der kürzlich sehr viel Lärm gemacht hat.'' . Man sieht an dem letzten Satze daß hier einer ,der berufsmäßigen Hetzer an der Arbeit ist. . Das Journal" gehört, wie bemerkt, nicht, zu -den eigentlichen RÄdau-Organen. ES scheint sich aber
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freu aus dem Boulangihaben, der fcgon tts in bösartigen lspielungencrus ?rvorragen lllch Die kueö aus so tz Zoit der de m verschlandS über ichen Polarkrein er auf den dorFischen hinwies. Ansicht die .deutsche ausbeuten sollte, fanfr in Württemberg solchen 'daß Hervorragende: Männer vssen, den Gedanken zur That zu kche en. L)ieje waren ver ommercienth Stänglen, der die Kosten einer Expedition nach Spitzbergen ll verlieh mt en wollte, Professor Dr. Richard aur und Max Graf v. Zeppelin. So sgmg vom Schwabenlande, das doch em Meere so ferne liegt, der erste Anoß zu einem Unternehmen von großer lLlchtigkelt aus. ) Spitzbergen wurde als Ziel der ExSpedition gewählt, weil man dort am sichersten norgwegische Frscher zu msfen hoffte, welche Auskünfte ertheilen kleine, als Schooner getakelte Schraukleine, als Schooner getakelt Schraubendampfer Amely" gechartert und unter das Commando des in nordi-. schen Dinge erfahrenen CapitänsWahlstede gestellt. Mitglieder ver Expedition waren Graf Zeppelin, ein dedeutender Zoologe, der Bergreferendar Cremer aus Westphalen, der die Kohlmflötze Spitzbergens und tot Bäreninsel untersuchen sollte, der Arzt Dr. ffaber. Professor Dr. Baur und Capitän Bade. Ihnen schwtz stch nocy Fürst Carl von Urach.Graf von Würtiemberg. an, welcher hauptsächlich der Jagd wegen mitging. Im Ganzen waren neunzehn Mann auf dem Schisfe, das Mitte Juli von Bremerhaven die Weser hinabfuhr. Auf der Nordsee und dem Ocean wurde es arg herumgeworfen, und die Herren, die daran nicht, gewöhnt waren, litten viel von der Seekrankheit, kamen aber sonst wohlbehalten, nach Tromsö und Hammerfest und dampften von dort wieder in' das, Polarmeer hinaus mit Eurs nach der Bäreninfel. die auf halbem Wege zwischen der Nordspitze Europas und Spitzbergen liegt. Graf Zeppelin führte auf der Reise ein Tagebuch, das er vor Kurzem veröffentlicht hat, und 'das sich durch frische Darstellung deS Geschauten und Erlebten auszeichnet. Bei der Bareninsel hatten die Reisenden Glück; sonst macht Nebel und Brandung' zwischen den, vorgelagerten Schären sie unzu-. gänglich; diesmal war die Luft. klar, der Wind still und das Meer nicht bewegt. Die Insel stellt sich als. ein steil abstürzendes Felsland dar und ist imposant. Unzählige Möven. Alken und S urmvögel bevölkertm dicht gedrängt die Porsprünge, der senkrechten Wände.' Es .herrschte, ein fortwährender Kampf um die ibevorzugten Plätze, ein ewiges Flattern der anfliegenden Vogelfchaaren nd' der bedrängten, die mit lauter Stimme ihren Platz zu beHäupten suchten. Das große Boot rrd hinabgelassen und bei einer Regnoscirungsfahrt wurden an sechs Stellen Klchlenflötze gefunden, ein Beweis, daß auch dieser Theil des OceanS von einem Continent eingenommen war, der Wälder trug. Die Kohlen erwiesen sich als vorzüglich an Brennkraft. Graf Zeppelin. Cremer und Professor Baur erstiegen das HochPlateau, eine ungeheure Steinwüste,ein Ldes, einsames Land, daö Bild unendlicher Verlassenheit. Moose. Flechten, einige Gräser und Blumen blickten zwischen, dem Steingeröll hervor. Kein Laut , störte die Ruhe, nur hier und da jeöinnerte ,eine vorbufliege:e Möve daran, daß 'das Leben nicht ganz erloschen war. Früher war daö Gestade der Insel reich von Wallrossen belebt, doch, hat ine unkluge, schonungslose Jagd sie vertilgt. Nachdem der Dampfer.die Insel nahezu vollständig umschifft hatte, wandte er sich nach Rorden, Spitzbergen zu.' . . Am nächsten Tage kamen die Bergspitzen. dieser weltentrückten -Jnselgrup-pe zum Vorschein. Deutlich ließen sich die zackigen Gipfel : erkennen, .die ?zum Theil als vielverzweigte Gräte 'aus einem. mächtigenHochland 'von" Schneefeldern hervortraten. Ein großerGletchsr neiste sich lum Meer UzcZ. Ci-
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gletch daö Thermometer gegen f Grad (Celsius) Wärme angab, machte sich die Nähe des Eises doch empfindlich geltend. Als der Dampfer ; in den Bel-Sund einlief, ward plötzlich ein Segelschiff sichtbar. Bei 'diesem seltenen Ereigniß wurde die Fahrgeschwin-
digkeit vermindert und die Flagge gehißt. Bald stellte sich heraus, daß man keine Fischerbarke vor sich hatte, sondern eine elegante Segelyacht unter österreichischer Flagge, die Fleur de Lys- des Grafen Heinvich Bar. flft.:, vrnn flBrturfnn Kr fipn tanrr y-y) l liljjt 11 Wii vuvvi, vv vw. w r Jagd zurückkehrte und heimwärts elte. Es wurde nun gestopt. der Vnmandant der Jacht. Linienschiffsgenant Richard v. Barry, kam an p und hieß die Reisegesellschaft kommen. Bei einer Flasche Chamner wurde dasl Zusammentreffen rt. Dann setzten beide Schiffe Reise fort. balelch es schon am 9. August war. ad die mitternächtliche Sonne noch ' l- !.!! f!Jt -C. i Hlmme!. ein eigeniyllin.icy ocrmdender Anblick für die meisten der ttisenden, die den Norden noch nicht nnten. Dabei fühlten sie ungeachtet htx größeren Ermüdung, mancherlei Strapazen und Entoehrungen.ein wmaus geringeres Schlafbedllrfniß als sonst; sie waren oft nach wenigen Stunden Schlafes viel . frischer, als wenn sie sonst zehn Stunden geschlafen hätten. Es ist wirklich sonderbar: ich khabe im hohen Norwegen Rinder und Pferde um Mitternacht grasen sehen; sie schliefen gar nicht. Vielleicht holen sie es im Winter ein. Uebrigens verwirren stch bei ver ununterbrochenen Helle die Eindrücke; Auge und Geist finden keine rechte Rube. Oft besinnt man sich,' wenn die Uhr 12 zeigt, ob eö Mittag oder Mitternacht ist. Eine amüsante Geschichte erzählt Lord Dusferln über seme Reise nach Spitzbergen. Er. 'hatte, um stets mit frischen Eiern versehen zu sein, einen Hühnerstall mitgenommen. Als man in die Zone der Mitternachssonne eintrat, wußte der Hahn nicht mehr, wann er den Tag ankrähen sollte ; er kam vollständig aus der Fassung, gab das Krähen ganz auf, wurde melancholisch und stürzte sich schließlich in's Meer. Na! Die Fahr! ging an einem mächtigen Gletscher ent ang, der auf eine lange Strecke senkr chte grüne Wände zeigte und zahlreiche Eiöblöcke abstieß. Weiterhin erschienen die Schneespitzen von Fox-Point, Gebirge von 2200 Fuß Höhe. In der Recherche-Bai war das Wasser trübe und gelblich, an deren Ausgang jedoch nahm eö plötzlich eine tiefblaue Farbe an. Beide Wasser, daS der Bucht und des hereinfluthenden Meeres, offenbar Golfsrromwasser, durch blaue Farbe und große Durchfichttgleit ausgezeichnet, vermengten sich nur schwer, wie nach einem Lmeal ao getheilt, waren die beiden Farben von rinander getrennt. Die auffallende Färbung des Golfstroms rührt von dem größeren Salzgehalt ver, Das Vorhandensein dieser Strömung über den L0. Grad hmaus, steht ohne Zwei fel fest und ist die Ursache, daß die Westküste Spitzbergens ein Verhältniß mäßig mildes Klima hat und daß daS Meer westlich davon den ganzen som mer hindurch eisfrei bleibt. Auf ihren Wegen in's Innere schos sen die Reisenden Renntbiere und Ei derenten, die ihren Tisch mit guten Braten versorgten. Graf Zeppelin fuhr in Begleitung , einiger Genossen nach einem Thale, um einen Rennhirsch abzuholen, der kurz vorher geschossen war. Sie ruderten bis zum Eingang des Dhale5 und gingen über eine Stunde weit an einem kleinen Fluß entlang. Dort fanden sie Wiesenfla chen voll Blumen und waren erstaunt über die üppige Vegetation, welche hier während des kurzen Sommers an geschützten Stellen ausspneßt. Aber sie wunderten sich auch.auf diesen vortresf lichen Aesungsplätzen keine Renthiere zu finden, ein sicherer Beweis, daß im Laufe des Sommers uif der Insel schon viel geschossen worden war. Graue Fuchse sahen sie, aber von Eis bären nur einmal die frische Fährte auf einer Eisscholle, die dickt am Schisse vorbeitrieb. Interessant ist, wie Graf Zeppelin skelettirte. Er wollte einige Robbenschädel präpariren. Um dies auf die einfachste Art zu be verkstelligen. ließ er sie an einer nicht u tiefen Stelle bis nahe an den Grund in's Wasser. Als er sie dann nach kurzer Zeit herauszog, waren sie von. kleinen rothen und größeren gelben Gammariden vollständig bedeckt. Diese sreundlichen Meereskruster hatten ihre Arbeit beendet und die Schädel so bor trefflich skelettirt. wie es durch Men schenhand niemals in so vollkommener Werfe hatte aesckeben können. So machte er es in der Folge immer. Auf ihren Fahrten und Wanderun gen irafen die Forscher überall reiche Kohlenflötze und viel Treibholz, sie sahen majestätische Gebirge, liebliche Rennth?erarunde und noch diele Pslan zen. Auf der Insel sind bis jetzt im Ganzen über dreihundert Gewächse er forscht. Am 18. August erreichten sie den 80. Grad und damit das Ende ihrer Fahrt; sie waren bei der Eisgrenze angelangt. Unabsehbare Mas sen Treibet dehnten sich vor ihnen aus und bildeten einen nahezu ainvassirbaren Wall. Einzelne schmale Canäle waren sichtbar, und die Reisenden verspürten große, Lust, noch weiter dem e:stgen Norden sich zu nähern, aber der Capitän wollte die Verantworwng nicht übernehmen, und mahnte dringend zur Umkehr. , Diese ward denn auch angetreten. , Sie dampften nach Hammerfest zurück und von da über Tromsö innerhalb der Schären nach Bergen und am 6. September lief die Amelo" wieder in Bremerhaven ein. . Ab und zu hatten .sie in den spitzbergischen Gewässern norwegische Fahrzeuge angetroffen, deren Bemannung ihnen über die Fischereiverhältnisse und die Fangmethoden eingehend . - und freundlich Auskunft gab. Reich .an Erfahrungen und Kenntnissen, waren sie heimgekehrt. Die anfangs berspök!ete' schwäbische Nordfahrt hatte bald lfc& tttserlen. Sie hrachte ei-
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Der Leöer und des Wagens welche man um diese Jahreszeit fühlt ist Vn.AWbUsHttrKs Hi&farger Tropfen.
nen' Jug in die deutsche Hochseefischerei. den man früher nicht aeaqnt yatte. Vi.in:n Kurzem vermehrte sich allem , rv t . tn Bremen uno zremeryaven me Fischampferflotte um mindestens das Dreifache, und in Folge dessen hat sich die Einfuhr von Seefischen ebenso bei deutend gehoben uns luiwiu immer mehr zu. Wie sick iekt herausstellt, ließ sich die Schauspielerin Amy Thill in New Dork kelneswcgs freiwillig von dem Schauspieler John Vigelow erschießen, sondern Bigelow beging den Doppelmord im, Wahnsinn, und ohne von dem Mädchen geliebt zu sein. Bigelow studirtc auf Wunsch j eines aters auf der Princeton-Universität. brannte von dort durch und widmete sich der Bühne. Er trank stark unv zeiate sckon vor mehreren Jahren Spuren von Wahnsinn. Später verschlimmerte sich sein Zustand, er wurde emmal als Geisteskranker festgenommen und einer Hellanstalt übergeben, cacy seiner Entlassung machte er einen Mordanfall auf seine Wirthin und später steckte er gar em Hotel m der 2. Straße in New York in Brand. , Er war an dem Mordtage schwer betrunken und schon seit einigen Tagen kaum zurechnungsfähig, so daß "der Schluß gerechtfertigt ist. daß er den Mord und Selbstmord in einem Wahnsinnsanfall verübte. Eine Schwester der Ermordeten, Frl. Mary Thill. kam auf die Schreckenskunde aus Erie nach New York. Sie ließ die Leiche nach Minneapolis in Minnesota schaffen, woselbst die Eltern der Ermordeten wohnen. -- Marktbericht. WholesawPnise. Groeerirk. Luter: Harter $4.96. Guter gelber $3.65. Gewöhnt, gelber $3.34. äff: geröst. Banner, Lion und Java 22. 25c (in 60 Pfd Säcken) Capital 22c Pilot 211c Dakota 20c Sdxaiil 20i Getr. Aepfel 7jc Pfirsiche 14c Corinthen 5c Pflaumen 7)c m Aprikosen 9)6 Früchte und Gemüse. epfel per Faß $1.50 Citronen per Kiste $4 00 Orangen per Kiste $3.76 Kraut per Faß 52.50. Zwiebeln per Faß $2.75 Rüben per Faß $1.50 Bohnen per Bushel $2.00 Kartoffeln per Bushel 75c. Süß.Kartoffeln per Faß $2.75 Mehl. Winter.Weizen pat. $4.00 Frühjahr-Weizen pat. $4.00 Winter ntra $2.50 Gewöhnliches $1.75 Roggenmehl $3.10 Hafergrütze $5.75 Butter, Eier und Geflügel. Butter, frische Countrh 10c. Eier, frisch, per Du. 9e Leb. Geflügel: Hühner 7c per Pfund; Spring ChickenS 7c; tzäbn3c; Turkky Hennen 8c; Enten 6c, Gänse $4.80 per Dutz. Feine alte Weine finden Sie in bester uöwahl und jeder Sorte vtt WeimKeller: Zto 39 Oüb Delaware Cir. Villigsts Preise w . Freie, prompte Sittefnung nach ale vtadttheUen. Seledbe 1SS. 2S2S3SZSZS2S3S?S2SS2S2SSS3S K fiMrr Tnirn irnivc iiccn . K li ; UIIÜC InlLUf ALliAlu UüLU rca , etovrattCmMtnan BAU FCrTURES, OKAird BOARDS AND ALI T!n, ZInc Oroso Coppor, Nicket end all ICItöhon end ' Platod Utonsllo ClQOOVood, Morblo Por cololn. Etc. in fuCEORCE WM. HOFFMAN 1a Kaaafietmw aaa rroprUtor, 298 EAtTWASMiRcroii St..! NDtAiMMLr. 8-i.i-Eiw fpmd;: l . , .11.. I. . . . . V.- . Jk MMTkt m k MSftM Zu verkauf in Upotheken
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Eisenbahn Tabelle
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