Indiana Tribüne, Volume 18, Number 205, Indianapolis, Marion County, 15 April 1895 — Page 2

Jndiana Tribttne.

Erschcmt Taglich und Sonntag?. Die tägliche Tribüne- kostet durch den TrSger 12 CentS per Woche, die SonntagS.,Trtbüne"ö SetS per Woche. Seide usame 15 Cent der tt LentS per Monat. Per Poft außerhalb der !?tadt zugeschickt in VorauSSezahlung V tx iZahr. ffit 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 14. April 1895. Bulgarische Ltudentenunruhen. ' Die Gährung, die seit einiger Zeit vnter ben, Studenten dr Hochschule in Sofia herrscht, fängt an, vie der dortla Correspondent der F. Z." schreibt, die Regierungskreise ernstlich zu-beunrukiaen. ftan Auslande wird man diese Beunruhigung wegen einiger ' jungen Hitzköpfe nicht verstehen. Die Anaeleaenbeit ist aber thatsächlich nicht ohne politische Bedeutung. Um dieZ zu begreifen, mutz man folgende Umstände berücksichtigen. Erstens die eigenthümliche Zusammensetzung der Studentenschaft. Von den drei zur Zeit bestehenden Facultäten existirt die juristische erst seit drei Jahren. Um ihr nun gleich von Anfang an eine möglichst große Frequenz zu sichern, hat man die Aufnahmebedingungen so leicht als möglich gemacht. Infolgedessen sind die Studenten dieser Facultät zum Theil erwachsene Männer, die schon Jahre lang als Advokaten und Beamten d. h. als Politiker thätig gewesen sind, und die nur deshalb in die Hochschule eingetreten sind, um möglichst schnell zu einem einstufe volleren Posten zu gelangen. Als vor bald einem Jahre der Regimewechsel intrat, spielten die Studenten bei den Straßenmanifestationen, die dem Sturze Stambulow's vorausgingen, bezw. diesen Stmz beschleunigten, eine groß Rolle. Radoslawow machte den Fehler, viele der dabei betheiligtenStudenten durch feste Posten zu belohnen. Kein Wunder, 'daß infolgedessen den Studenten der 5tom mächtig geschwollen, und in vielen die Ueberzeugung wachgerufen worden ist, daß sie einen bestimmenden Factor im öffentlichen Leben bilden. Dazu kommt,daß die Oppositionsparteien die bei der Studentenschaft stets vorhandene UnZufriedenheit schüren, um der Regierung Unannehmlichkeiten zu bereiten. Auch ist mir von unterrichteter Seite versichert worden, daß sich unter der Studentenschaft russische Emissäre befinden, die sogar eine führende Rolle spielen. Nur aus den angeführten Gründen erklärt sich die jetzige Haltung der Studenten. Am schroffsten trat sie zu Tage bei Anlaß des 25jährigen Gedenktages der Errichtung deS bulgarifchen Exarchats. Die Studenten beschlössen, in corpore der kirchlichen Feierlichkeit beizuwohnen, an den. son stigen Festlichkeiten aber, namentlich an der dem Fürsten zu bringenden Ovaium nicht Theil zu nehmen. In der Kirche selber verursachten sie einen groben Skandal. Als einem unter iihnen verweigert wurde, eine gänzlich unangemeldete Rede zu halten, verlietn sofort sämmtliche Studenten mit ihrer Fahne demonstrativ die Kirche, trotz der Anwesenheit des Fürsten, inmitten der Rede des officiellen Redners. Dazu kommt noch die feindselige Haltung gegenüber einem der Professoren, die schon zur Schließung eines Jahrganges der juristischen Facultät geführt hat, sowie noch andere arobe Aussckreitunaen. die bier au be sprechen zu weit führen würde. Seit einer Woche halten die Studenten fast Tag für Tag Versammlungen im Hochschulgebäude, wobei sie manche Vorlesungen einfach unmöglich ma chen. Wenn die besonneneren Elemente unier ihnen ich bald die Oberhand gewinnen, so wird die Regierung jedenfalls äußerst strenge Maßregeln ergreifen, die dann möglicherweise ernste Verwickelungen nach sich ziehen können. Der Mantel des Propyten. Mit .der übUchm Prachtentfaltung hat am 15. Tage des türkischen Fastenmonats Ramazan- das Fest des Hirkai - Chrif, Verehrung des Mantels des Propheten Muhamed, stattgefunden. Dieselbe besteht darin, daß der Sultan mit seinem ganzen Hofstaat und Harem, sowie sämmtlichen Ministern, Grobwürdenträgern u. s. w., sich nach Stambul in das alte Serail begibt, um den ' dort aufbewahrten Mantel des Propheten nach einer langen religiösen' Feier zu küssen. Dasselbe geschieht von Allen, welche dem Sultan nach Stambul folgen dürfen. Es ist dies der einzige Tag. an welchem der Sultan seine Residenz Yildiz verläßt und durch die Stadt fährt. Für jeden Abendländer ist es ein ganz ungewöhnliches Schauspiel, zu sehen, welche fabelhaften Vorbereitungen zur Sicherheit des Sultans getroffen werden. wenn dieser wirklich einmal durch seine Residenz fährt. Und doch dürfte der Sultan nirgends sicherer sein, als außerhalb seines Palastes, denn bis jetzt -ist noch gegen keinenSultan außer.halb seiner Wohnung ein Anschlag ver'sucht worden. Es ist indeß einmal so, und vielen Herren, deren Interesse es erheischt, den. Sultan fortwährend auf 'vollständig aus der Luft gegriffene 'Gefahren, die diesen bedrohen sollen, uufmerksam zu machen, wird an solchen Tagen Gelegenheit geboten, den Sultan durch 'die vorzüglichen Maßnahmen gegen alle eventuellen Anschläge, vi die in d,r Tbat kein Mensch denkt, sich zu - verpflichten. Die Vorbereitungen zu dieser? Reise des Sultans beginnen schon Tage lang vorher, indem ganz unglaubl'ch Massen Meersand in die Stadt geschleppt und auf allen freien Plätzen aufgestapelt werden. Mit diesem Sand muffen alle Straßen, die der Sultan passirt, fußhoch bestreut werden und da man nie vorber wissen darf.

welche diese Straßen sind, so müssen die Straßen, die der Sultan nicht Passirt, auch fußhoch mit Sand bestreut werden. Jeder Verkehr, auch der der Straßenbahn u. s. w.. stockt natürlich und für andere Sterbliche, als diejenigen. die nach Stambul wallen, um den heiligen Mantel zu küssen, ist diese? Sand in den Straßen durchaus keine Annehmlichkeit, besonders da es lange dauert, bis die letzten Spuren dieses Sandes, der sich allmälig in entsetzlichen Staub verwandelt, aus den Straßen wieder verschwinden. Der Sultan mit seiner ganzen Suite verläßt gegen Mittag Yildiz (bei dem letzten Feste hatte er an seiner Seite seinen jüngsten Sohn, Prinz Burhaneddin, gegenüber Gahri Osman Pascha) und begibt sich über die neue Brücke nach Stambul, wo die obenerwähnte Ceremonie stattfindet. Die ganzen Straßen, die der Sultan passirt oder passiren könnte, sind von Morgens bis Abends mit Soldaten besetzt. Nach der Ceremonie verbleibt der Sultan bis nach Sonnenuntergang im alten Serail, wo er dann Jftar macht, d. h. die Mahlzeit des Fastenbrechens einnimmt. Bekanntlich darf der Muselmann während deS ganzen Monats Ramazan, der dem Bairamfeste vorangeht, von cä. 3 Uhr. Morgens bis nach Sonnenuntergang" nichts essen oder trinken, nicht rauchen, schnupfen, nicht einmal an' Blumen riechen. Der Anfang und Schluß der Fasten wird taglich durch Kanonendonner verkündet.

Zu dem Jftar wird d:e ganze Mahlzett für den Sultan in versiegelten Kasserolen auö den kaiserlichen Küchen in Fildiz nach Stambul ltransportirt. DieZ geschah früherm einer eigens dazu bestimmten Dampfbarkasse. Vor einigen Jahren ging dieselbe bei der Rückfahr! von Stambul unter, -wobei eine große Anzahl des Küchenpersonals ertrank; seitdem findet der Transport zu Lande statt. Nach dem Jftar begibt sich der Sultan von Stambul zurück durch die illuminirte Stadt, um sich wieder für ein Jahr in die Mauern von Yildiz einzuschließen. Wanderungen eines Schatzes i ' Kriegszeiten. Zahlreiche Legenden werden über angebliche Abenteuer, welche der frühere Gouverneur von Tennessee und jetzige Bundessenator Jsham G. Harris bei der Rettung eines großen Theiles der Kriegskasse der Conföderirten bestanden haben soll, erzählt. Wie in vielen anderen Affären, denen der Bürgerkrieg als Relief dient, so ist auch in diesem Falle Wahrheit und Dichtung arg gemischt. Wahr ist. daß Senator Harris in jenen unruhigen Zeiten bedeutende Summen in seiner Obhut gehabt hat; dieselben gehörten aber nicht der Regierung der Conföderirten, sondern dem Schulfonds von Tennessee und hatte er das Geld ebensowohl vor den Händen der Johnnies-, wie der Yankees- zu bewahren. Ueber die Angelegenheit selbst hat der greise Senator er zählt bereits 76 Jahre kürzlich einem Washingtoner Correspondenten die folgenden Mittheilungen gemacht: AIS der Krieg ausbrach, war ich Gouverneur von Tennessee.- Damals fungirte die Staats-Bank von Tenuessee als Finanzagent für den Staat und ihre bedeukenden Prosite flössen in den Schulfonds. Das Directorium. welches vom Gouverneur ernannt und vom Senat bestätigt wurde, wählte feine eigenen Beamten und verwaltete auch die Zweigbanken, fo daß also nach Bestätigung der von mir ernannten Directoren meine Verantwortlichkeit aufhörte und ich mit' der Vermaltung der Bank nichts mehr zu thun hatte, als irgend ein anderer Bürger. Im Jahre 1862. kurz bevor Nashville in die Hände der Uniontruppen fiel, hatte die Staatsbank von Tennessee außer Werthpapieren mehr als $700, 000 in Gold und Silber in ihren Gewölben. Auch die Union- und Plan-ters-Bank, beides Privatinstitute, hatten bedeutende Summen an baarem Gelde. Fest entschlossen, daß dies Geld nicht in die Hände unserer Feinde fallen und zu kriegerischen Operationen gegen seine rechtmäßigen Eigenthümer benutzt werden sollte, überredete ich die Beamten der Staatsbank, ihre Baarbestände nach einem von den Confooerirten besetzten Platze zu schaffen. Die Beamten der beiden Privatbanken, an die ich ein ähnliches Ersuchen stellte, wollten davon aber nichts wissen, und ich mußte zu einem energischen Mittel greifen. Ich eröffnete den Herren, daß ich an ihrer Fähigkeit, die Geschäfte einer Bank zu leiten, nicht im Geringsten zweifelte, aber daß ich die feste Zusage verlangte, die Gelder innerhalb drei Stunden nach einem von den Conföderirten besetzten Platze zu bringen, widrigenfalls ich für jede Bank einen Massenverwalter ernennen und denselben ein Detachement von Soldaten behufs Durchführung jhrer Anordnungen beigeben würde. Das half und in weniger als 3 Stunden war das Geld in Sicherheit. Da bald darauf Tennessee zu einem wichtigen Theile des Kriegstheaters wurde, trat ich dem Stab des comman direnden Generals der Conföderirten als freiwilliger Adjutant bei und in dieser Eigenschaft war ich stets in der Lage, über die Sicherheit der Gelder und der Archive der Banken zu wachen. Ueber die Truppenbewegungen stets im Voraus insormirt, ließ ich die Schätze von Ort zu Ort schaffen, wie es die Nothwendigkeit erheischte, und stets wurden mir von unserem Ober-Be-fehlshaber die erforderlichen GeleitMannschaften gestellt. Alles ging gut. bis die Gelder sich eines schönen Tages in Griffin, Ga., befanden. Dort erschien ein Agent des Schatzamtes der Conföderirten mit einer Ordre, $700.000 für den Gebrauch der Letzteren mit Beschlag zu belegen. Auf mein telegraphisches Ersuchen bewilligte der Schatzamtssecretär einen Aufschub von 24 Stunden und in der Zwischenzeit begab ich mich per Bahn nach Richmond zum Präsidenten. DttiS. den ich.

unter Darlegung der Ver'yällntsse. um Aufhebung des Beschlagenahmebefehls ersuchte. Jeff Davis kam meinem Ersuchen sofort nach und in dieser Weise gelang es mir. das Geld vor den Uebergriffen unserer eigenen Leute zu retten. Nach der Capitulation von Lee und Johnson begab ich mich in das Hauptauartier der Uniontruppen und stellte dem Ober-Befehlshaber vor, daß die Gelder Eigenthum der Bewohner von Tennessee wären und nach Wiederktablirung der Cioilbehörden denselben wieder ausgefolgt werden müßten. Keine Vorstellungen fanden Gehör und ich erhielt einen Geleitschein für :inen Bevollmächtigten, der unter militärischer Escorte die Gelder und Archive nach Nashville zurückbeförderte. Da die dortigen Bankgebäuden temporär anderen Zwecken dienten, wurden bt Fässer und Säcke mit dem Gelde m's Sta.atscapitol geschafft. Die Emballagen gingen dabei entzwei, die Felder lagen in Haufen auf dem Fußboden umher und wurden von Soldaten bewacht. Nach Verlauf von 10 Tagen zählte ein Legislativ-Comite das Geld und es fand sich nur ein fehr unbedeutendes Manco. Später wurde das Geld in Regierungsbonds angelegt und ein Bostoner Namens Reutter zum Finanzagenten des Staates bestellt, nachdem er sich verpflichtet hatte, den letzteren mit den nöthigen Fonds zu versehen. Die Bonds wurden dietm Manne übergeben und nach Verlauf von pnigen Monaten erklärte derselbe seinen Bankerott. Das ist die oahre Geschichte von dem fabelhaften striegsschatze der Conföderirten." Der Alkohol und die St'.mme des Menschen.

Von dem Pariser Arzte Dr. Sandras sind eingehende Untersuchungen über den Einfluß des Alkohols auf die menschliche' Stimme angestellt worden. Daß ein solcher Einfluß sicher vorhanden ist. bezeugt die Stimme am Ende eines Mahles, bei welchem alkoholische Getränke genossen wurden, indem sie ihren früheren sonoren Klang nicht mehr besitzt. So ließ der Genannte Alkohol von 90 Grad Celsius durch eine Person einnehmen, deren anfängliche Stimme von g 1 bis g 2 reichte: hiervon blieb nur eine einzige Note übrig und noch dazu eine sehr schlechte. Nach einer Viertelstunde stellte sich eine Octave von e 2 bis e 3 ein; und wieder nach einer Viertelstunde traten die Töne a 1, hl, o2. 62 und t 3 dazu. Erst nach einer Stunde erholte sich die normale Stimme. Das ist ja nun freilich ein extremer Fall, da schwerlich Jemand Alkohol von 90 Grad zu sich nehmen wird; er zeigt jedoch sehr deutlich, wie sehr sich die Stimme verändern kann. Dr. Sandras hat nun seine Untersuchungen auch auf Liqueur, Rum. Cuxaqao, Absynth und Weine von Bourgogne. Veaune, Weißweine und Bordeauxweine ausgedehnt und wir wollen nur die Ergebnisse dieser Weine hervorZbeben. Bei den Ersteren verschwanden zwei niedere Töne, die Stimme erhob sich nur auf h 1 bis g 3. Bei einer wiederholten Einnahme blieb kaum eine Octave von f 2 bis e 3, bei einer dritten blieben nur vier Töne: a 2, h 2, c 3, d 3. bei einer vierten sogar nur c 3; erst nach zehn Minuten erschien die Stimme wieder. Bei der zweiten Weinsorte wiederholte sich Aehnliches. Die Weißweine wirkten wie dieRothweine, nur ein wenig schneller. und bei Bordeauxweinen wurde der Schmelz der Stimme nur leicht verändert. DaS Endergebniß konnte in Folgendem ausgesprochen werden. Alkodol und Kümmel verlöschen dieStimme gänzlich. Anisette verringert sie. während Curaao und Absynth sie erhöhen. In Bezug aus die Weine ist die EinWirkung der Bordeauxweine unmerklich. bei Weinen von Beaujolais schwach, bei Weinen von Bourgogne aber kläglich. Die Sänger haben die Gewohnheit. Alkohol und Anderes zu sich zu nehmen. So nutschte" der Sänger Martin vor dem Singen Salzkörner, Chollet trank Bier. Montaubry eine halbe Flasche feinen Wein, Dumönil sogar sechs Flaschen Champagner! Die Malibran genoß zuvor Sardinen und Madeira. Unserer Stimme ergeht eS wie den musikalischen Instrumenten, welche durch Witterung und Anderes nicht weniger ebenso'beeinflußt werden, wie eine Elektrisirmaschine. die z. B. in feuchter Lust recht widerhaarig werden kann. Ueberll hängt das, waS roir Bewegung nennen, von hundert Dingen ab, an die wir im gewöhnlichen Leben nicht denken. So wissen Sänger und Sängerinnen auch von Zucker und anderen Dingen zu sagen, welche die Stimme ganz ähnlich wie Alkohol bösartig beeinflussen, während z. B. Eier wieder eine fehr günstige Wirkung ausllben. 1 Das Stimmorgan ist eben ein empfindliches, das nicht nur von Swffen, sondern auch von seelischen Zuständen abhängig ist und gleichsam als der lebendige Ausdruck dieser Einflüsse betrachtet werden kann. Fette, Säuren u. dgl. wirken kaum tiefer ein, als diese Zustände. . Die Malaria in Italien. Der klassische- Boden der unheilvollen Malaria ist Italien. Die Ko sten, welche diese verderbliche Krankheit dem Lande direct verursacht, können auf 8 Millionen Lire, die Verluste, die es mittelbar durch die Verödung weiter Landstriche, durch dis Verminderung der menschlichen; Arbeitskraft u. f. w. erleidet, dürften auf Hunderte von Millionen zu bemessen sein. An manchen Eisenbahn-Linien in Calabrien, ToScana, Sardinien und Sici lien müssen die Beamten Abends nach gesunden Stationen und früh wieder in ihre Dienststellen gebracht werden, und trotz dieser und anderer FürsorgeMaßregeln ist der Krankenstand unter diesen Beamten ungeheuer. Im Heere gab es im Mittel der drei Jahre 1377 79 nicht weniger alö 12.7 Procent Malaria-Kranke: in' Cosenza kamen

auf 1000' Mann jährlich 160 Malaria

Erkrankungen. Aus den militärischen Listen ergibt sich, daß von den 69 Provinzen Italiens nur 6 völlig malaria frei sind, nämlich Genua, Porto Maurizio, Massa Carrara, Florenz. Piacenza und Pesaro. In den drei Iah ren 1890 92 betrug die Zahl dek Todesfälle an Malaria im Ganzen 49.407, d. i. durchschnittlich jährlich 54 auf 100.000 Einwohner. Im südwestlichen Sardinien, im südöstlichen Sicilien, trn Bereiche der pontrnischen Sümpfe steigt die Verhältnißzahl jedoch auf das Sechzehnfache, nämlich auf acht vom Tausend; annähernd ebenso groß ist die Sterblichkeit in den toscanischen Maremmen und in der Ebene von Salerno, während die untere Po-Ebene erheblich gesünder ist. Der Gesundheitszustand von Rom saber nicht zugleich derjenige der römifchen Campagna) hat sich seit 1880 merklich gehoben. Die Ursachen der weiten Verbreitung der Malaria liegen in den durch zahlreiche kulturelle Arbeiten (z. B. Eisenbahnbauten) in den letzten Jahrzehnten veranlaßten Bodenbewegungen, Aufstauungen von Grund und Tagewässern, Entwaldüngen u.dgl., sowie überhaupt in dem geologischen Bau der Halbinsel, in welcher leicht zerstörbare thonige und mergelige Gesteine vorwiegen, die für eine Versumpfung der Thäler und für die Bildung faulender Gewässer den geeigicten Skben darb?eten. -. Verschuldung der Landgüter i Preutzen. Vu den Ergebnissen der Veranla, gng zur Staats-Einkommensteuel liefert die Stot. Korrespondenz" einen bemerkenswerthen Beitrag zur Frage der Verschuldung des ländlichen Grundbesitzes im Königreich Preußen. Das Bild der Schuldenverhältnisse der Landwirthe ist ziemlich getreu, da die Veranlagung einerseits daö Ge-sammt-Roheinkommen aus Grundver mögen, einschließlich der Erträge aus Capitalvermögen, Handel. Gewerbe. Bergbau und sonstigen gewinnbringenden Beschäftigungen und andererseits die in Abzug zu bringenden Schuld Zinsen und Renten für alle mit einem Reineinkommen von über 3000 M. veranlagten Personen ersichtlich macht. Freilich hat diese Gegenüberstellung den Fehler, daß alle Grundbesitzer, denen nach Abzug von Schuldzinsen und Renten vom Gesammteinkommen ein Reineinkommen von 3000 M. nicht bleibt, hierbei nicht mitgerechnet werden. also nahezu der ganz kleine und mittlere Bauernstand und auch alle größeren Grundbesitzer, die in dem der Veranlagung zu Grunde gelegten Wirthschaftsjahre jene Einkommensgrenze nicht erreichten. Auch noch nach anderen Richtungen hin wird ein Zuviel und ein Zuwenig sowohl auf Seiten des Einkommens aus Grundvermögen (z. V. aus Dienstgrundstücken u. dergl.), wie auf Seiten der Zinsen und Renten (Altentheile z. B. sind in den Zinsen nicht mitenthalten) in einzelnen Fällen vorhanden sein; indeß werden sich diese Fehler auch wieder bis zu einem gewissen Grade ausgleichen, so daß die ganze Vetrachtung für die Beurtheilung der Gesammtlage der in Rede stehenden Bevölkerungsklassen schon deshalb immer noch sehr werthvoll ist, weil das Verhältniß der Schuldenzinsen zu dem Einkommen bei der Gesammtheit in Wirklichkeit noch ungünstiger sein muß, da ja die besonders hoch verschuldeten größeren und mittleren Besitzer. bei welchen die Zinsen nicht einmal 3000 VI. als Einkommen übrig lassen, in den Nachweisungen gar nicht enthalten sind. Im Landgebiete des preußischen Staates hatten nun im Jahre 1893 1894 79,340 ein Einkommen von über 3000 Mark. 189495 73.593. ihre Zahl nahm also ab. Eine Zunahme hatten einige Regierungsbezirke, in welchen die Landgebiete stark mit Industrie durchsetzt sind, wie Potsdam, Oppeln und Düsseldorf. Besonders reich waren im Jahre 1894 95 die Bezirke Potsdam (8942). Schleswig (5892). Magdeburg (4825). Düsseldorf (4701). Merseburg (4541) und Arnsberg (4430); diese sechs Bezirke enthielten allein die Hälfte aller ländlichen Bewohner mib, mehr alö 3000 M. Reineinkommen; weniger als 1000 solcher Eingeschätzten zählten nur die Bezirke Köslin, Bromberg, Osnabrück. Erfurt und Stralsund. Neben der Zahl der so Eingeschätzten ist im Jahre 189495 auch die absolute Summe des Einkommens aus Grundvermögen von 357,04 Millionen auf 348.75 Millionen zurückgegangen und die Summe des durchschnittlichen Einkommens aus Grundvermögen von 4500.09 auf 4437.36 Mark. Mit der Zahl der Zensiten sank auch der Gesammtbetrag der Schuldzinsen von 136,59 auf 133,19 Millionen Mark, wenn auch ihr Verhältniß zum Einkommen aus Grundvermögen mit 88.19 vom Hundert gegen 38,26 vom Hundert im Vorjahre nahezu dasselbe geblieben ist. Ein Theil der hochver schuldeten Besitzer hat vielleicht im letzten Jahre 3000 Mark als Einkommen nicht mehr erreicht und fällt daher mit seinem Schuldantheil auS und verbessert ein wenig die Statistik. Die Berschuldungsprocente der ein, zelnenl Regierungsbezirke stellten sich nun im Jahre 189495 folgendermaßen: in Königsberg 48.25. Gumbinnen 44.70, Danzig 47.51. Marienwerder 57.26. Potsdam 54.79, Frankfurt 48.56, Stettin 50.14. Köslin 63.73, Stralsund 49,74. Posen 60.64, Bromb-rg 58,17, Breslau 43.46. Liegnitz. 49.89. Oppeln 40.79. Magdeburg 23.72. Merseburg 29.49, Erfurt L3.06. Schleswig 26.34. Hannover 19.43. Hildesheim ' 18.60, Lüneburg 18.02. Stade 19.97. Osnabrück 12.84, Aurich 17,72. Münster 19.21 Minden 21.62, ArnSberg 27,66. Kassel 26,27,: Wiesbaden 01.14. Koblenz 24.36.

Düsseldorf 27.69. Köln 19'.45. Trier 16.27. Aachen 14.95. Sehr scharf scheiden sich hier wie auch in so vielen anderen Verhältnissen die Gebiete östlich und westlich oder nördlich. der Elbe. In erstern bewe-

?n sich die Antheile der Schuldzmsen bon dem Einkommen aus Grundvermögen zwischen rund 40 und 64. in den letzteren zwischen 13 und 30 vom hundert, sind also auf der einen Snte um mehr als das Doppelte höher. 5!och ungünstiger ist das Verhältniß für den Osten, wenn man sich erinnert, daß namentlich hier der besonders stark vertretene größere Grundbesitz in dieser Statistik 'gar keine Berücksichtigung mehr gefunden hat. weil -ihm die Versckuldung ein Reineinkommen von 3000 M. nicht mehr löste. kkahlköpfigkelt und Verdauung. Es wäre wirklich zu verwundern gevesen. wenn nicht schließlich auch die ahlköpfigkeit in das Schuldbuch der Lerdauungsbeschwerden geschrieben vorden wäre, die bei uns alles Mögliche und Unmögliche .verantworten nüssen! , Wie sich Dyspepsie und Kahlköpfigleit zusammenreimen, das klügelt neu:rdings eine anglo-amerikanische Zeitschrift folgendermaßen aus: Die Natur ist immer mit peinlicher Sorgfalt darauf bedacht, gerade die vesentlichsten, lebensfähigsten Organe des Körpers mit genügender Nahrung u versehen; wenn sie daher nicht,Blut enug für alle Organe zu Geboterhat, bedient sie ganz von selbst die am weigsten wesentlichen, wie die Haare und sie Nägel, spärlicher oder gar nicht nehr. So muß das Haar sterben, danit die edleren Theile ihren physiololischen Dienst unverkürzt weiterverrich!en können. Sorgsame Diät halten, ist daher entschieden das beste MiUel zegen Kahlköpfigkeit." Nun ist gewiß der Rath, Diät zu zalten, in unserem Lande allezeit so angebracht, wie nur irgendwo in der Bett. Aber daß die Bedeutung der LerdauunaIbeschwerden für das Haupthaar mag sie auch immerhin !s zu einem gewissen Grade zutreffen - keine sehr wesentliche sein kann, erlib sich schon daraus, daß in unserer damenwelt die Kahlköpsigkeit nicht 'es verbreitet ist. ,, Deutsche Lokal'Nachrichten. OKOrlngen. Eisenach. Wie die Eisenacher Zeitung meldet, ist der Spender, der zum Ankauf des Wagner-Museumö 40.000 Mark unter der Bedingung hergegeben hat, daß die Sammlungen nach Elsenach kamen, ver Favrttant Leichner in Berlin. Frankenhausen. Auf dem Kyffhäuser herrscht bereits wieder große Thätigkeit, um die Bauarbeiten deS Kaiser Wllhelm-Denkmals , nach Möglichkeit zu fördern. Mehr als 200 Arbeiter sind bereits eingestellt. jedoch dürfte im Laufe des Sommers die Anzahl verdoppelt werden. Für das Denkmal sind laut letzter Bertragsliste insgesammt 740,311 Mark gesammelt worden. Lauch roden. Der Maurermeilter Rimbach ist auf dem Nachhauseweg beim Uebergang über das Eis der Werra eingebrochen und unter der Eisdecke verschwunden. S ch m e r b a ch. In der Kasseverwaltung des hiesigen ConsumvereinS, die vor Kurzem in andere Hände überaeaanaen ist. ist ein ansehnlicher Fehlbetrag festgestellt worden. Die Passiven sollen die Aktiven um 3950 Mark übersteigen. Auf welche Weise der Fehlbetrag entstanden ist, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. vaven. Blumenfeld. Hier wird nunmehr auch ein neues Krankenhaus mit einem Nebengebäude erstellt werden, wozu die Pläne und Voranschläge beTeits fertiggestellt sind. Nach diesen soll das Hauptgebäude auf 41.743 M.. das Nebengebäude auf 8.857 M. zu stehen kommen. B r u ch f a l. In einem Hause der Huttenstraße wurde der 25 Jahre alte, ledige Taglöhner Josef Schleicher erhängt aufgefunden. Burbach. Dieser Tage verunglückte in der Schöllbronner Steige auf. bis jetzt unaufgeklärte Weise Bürgermeister Aktmann von hier bei seinem Fuhrwerk. Er war sofort todt. Die Gemeinde verliert einen tüchtigen Ortsvorstand. Freiburg. Vor Kurzem ist der bekannte Herrenreiter Hauptmann Freiherr Senfft v. Pilsach den Verletzungen erlegen, dis er im Herbst 1893 beim Trainiren feines PferdeS für daS hiesige Rennen davontrug. Die, unmittelbare Todesursache war ein auS der damaligen Gehirnerschütterung hervorgegangenes Ohrenleiden. Heidelberg. Neulich MorgenS wurde Musiklehrer Reinhard, Dirigent der Liederhalle, bei der Diemerei todt aufgefunden. Die . Todesursache ist noch nicht aufgeklärt; man vermuthet, daß er durch einen Fall um's Leben gekommen ist. Lörrach. Die Eheleute Anton Schwäble starben im Spital nahezu gleichzeitig. Nur 4 Stunden lagen die TodeSzeiten auseinander. Mannheim. Die Leiche deS Grenadiers Zimmermann II. vom hiesigenGrenadierreaiment Nr. 110 wurde im .Rheine bei Nierstein gelandet. Rheinbischoföheim. De? Krämer Köster ist im Bette von einem Unbekannten durch Beilhiebe schwer verletzt worden. Der Thäter entkam, Beil - und Ueberzieher zurücklassend. Ob ein Racheakt oder Raubmordversuch vorliegt, ist noch nicht bekannt. Waldmühlbach. Wahrend de? Krankheit deS Landwirths Karl Schafer hier, der nach einer Krankheit von 8 Tagen, erst 34 Jahre alt, verschieden ist,' lag dessen treuer Hund, ohne sich zu rühren ode? einen Laut von sich zu geben. stets vy? dem Bette de? Kranken.

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Rheumatismus, Rheumatismus,

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Heilt sicher RheUMatiöMttS, Heilt sicher

W vcy eumansmus.

Rheumatismus,

Neuralgie, Neuralgie, Neuralgie, Neuralgie, Neuralgie, Als der Herr aber gestorven war. lies der Hund in den Stall, wo er sich niederlegte. die Annahme jeglicher Nahrung verweigerte und so verendete. Er hat sich buchstäblich aus Trauer um seinen Herrn verhungern lassen. Dßrrldi. Wien. Dieser Tage hat der 17jährige Lehrjunge Anton Czernoch in der Werkstätte seines Dienstaebers seine 24jährige Geliebte, eine Köchin, durch einen Revolverschuß in das Hinterhaupt getödtet und sich hierauf durch einen Schuß rn die rechte Schlafe felbst das Leben genommen. Der junge Bursche besuchte noch die Fortblldungöschule; er war nicht ohne Intelligenz, doch hatte er durch aufreaende Lektüre seine ohnedies leicht erregbare Phantasie in einen krankhaften Zustand versetzt. G r a z. Vor dem hiesigen Schwurgericht wurde in den letzten Tagen eine Anklage wegen Hochstapelet, verbotener Rückkehr und Falschmeldung verhandelt, die gegen den 1847 in Ungarn geborenenJgnaz Mayer, der in den fünfziger Jahren vom Juden- zum Christenthum übergetreten war, erhoben wurde. Mayer kam nach einer wechselvollen Carriere unter falschem Namen nach Wien, Linz und zuletzt nach Graz. wo er als Banrn" Koppenheier auftrat, ein verschwenderisches Leben führte, in die besten Gesellschaftskreise, u. a. auch in daS Haus des damaligen Landeshauptmanns, jetzigen HandelsMinisters Grafen Wurmbrand, Eingang fand und angeblich im Interesse der Hebung des Fremdenverkehrs in den österreichischen Alpenländern thätig war. in Wirklichkeit aber, wie die Anklageschrift behauptet, ein richtiges. Schwindlerleben führte und Gasthofsbesitze?, Kellner, Kutscher, Schuster, Wäschelieferanten u. a. m. betrog. Die Freisprechung Koppenheiers von der Betrugsanklage kommt ziemlich überraschend. Allerdings hatte die Anklageschrift die Beziehungen Koppen heiers zu den oberen Gesellschaftsschichten in Graz aus leicht erräthlichen Gründen unberührt gelassen. Hier hat sich der Einjährig-Freiwillige Thomas Schöberl vom 7 Jnf.-Regt., der Sohn eines geachteten Kaufmanns, erschössen. Er soll auf eine beleidigende Äußerung eines Civilisten nicht reagirt und sich dadurch die Aussicht auf die Officierscharge verscherzt haben. 34rtv,i,. Bern. Um dem Duellunwesen kräftig zu steuern, ermächtigte der Regierungsrath die Erziehungsdirektion zur Relegation (schimpflichen Entlassung) der fehlbaren Studenten. In Biel ist der Vergolder Fritz Moser durch einen Bienenstich um's Leben gekommen. Er wurde im Garten von e.iner Biene unterhalb des Auges gestochen, siel sofort in Ohnmacht und war nach einer Viertelstunde ein todter Mann. Graubünden. Man bereitet das 400jährige Jubiläum der Schlacht an der Calven (1499) vor. Luzern. Mit Bundeshülfe wird in Luzern eine Brieftaubenstation errichtet. .St. Gallen. Hier starb Herr Heinrich Bürgi, ehemaliger Oberingenieur der V. S. B. . U r i. Statt den unmalerischen Metallreliefs sollen am Thurm hinter dem Telldenkmal Gemälde angebracht werben. Waadt. Ein einsames Leben führte der Wächter Sewer aus Leuk bei den Kobalt- und Nickelminen hinten im Turtmannthal. Für mehrere Monate verproviantirt kam der Mann den ganzen Winter nicht aus seiner Klause und sah vom 27. Nov. bis 26. Februar kein lebendes Wesen außer 5wei Berghühnern und einem Wiesel. Hoffentlich hat er auch Bücher bei sich gebabt. Zürich. Der Thurgauerverein in Winterthur stiftet für den Gabentem pel des Schützenfestes das Lied: O Thurgau. du Heimath, wie bist du so schön Die Notenlinien sind Goldfäden, die Notenköpfe Zehnfrankenstücke. Das Liedlein kostet 600 Fr. . . vr'tnt rnreiölnasch'rne für Blinde, genannt Duograph, ist kürzlich von dem Abb6 Stiltz erfunden worden. Mit Hilfe einer solchen Maschine soll es jetzt möglich sein, daß Blinde ohne Hilfeleistung andererseits Briefe schreiben. Umgekehrt ist es den Verwandten und Bekannten eines solchen Unglücklichen mittelst einer solchen Maschine möglich gemacht, ihm Briefe zu schreiben, die dieser dann, ohne jede weitere Vermittelung selbst lesen kann. Dies wird erreicht durch den sinnreichen Mechanismus der Maschine, bei der durch das Niederdrücken einer Taste einerseits der betreffende Buchstabe auf das Papier abgedruckt wird, andererseits aber hierdurch gleichzeitig auf der anderen Hälfte des Bogens ein entsprechender Einschnitt erfolgt, die je nach den entsprechenden Buchstaben verschieden und fo von den Blinden leicht gelesen werden können. Schin und'rein Soll baö HauS fietö sein! ' Die besten Surften kauft man bei H. vchmebel, 420 Oft MeCarty Straße.

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i7jr Rückenfchmerzezz. Rückeuschmerzen. Rückeuschmerzen. Nückeufchmerzen. Rückenschmerzen. Dr. I. Wühler, 120 OS McCarty Str. vchStndtn: 8 9 Uhr or.: 3 8 Uhr ach.: T 9 nit hd. Telephon 1446. Sprechstunden: Sonntaal nur Bormtttaa. Dr, THEO. A. WAGNER hat seine Offtce nach No. 94 Nord Delaware Str. verlegt, und wird stch freuen seine Pglteuten und Freunde dort zu empfangen. Sprechstunden: ia Uhr Vorm.; 5 iVLlx Nachm.; Sonntag: 5510-5511 Uhr Borm. Telephon 848. Dr. C. N. Schaefer, flrZt und Chirurg, No. 430 Madison venue. nahe NoniS Str. Sprechstunden: fe :3Q USr 37totfit, 1 iUx aaMlttae, 19 uet Selevbs 8. Dr. Carl G. Winter, Uxit und Cblrurg Speziallst für Augen und Ohren. Sprechstunde von 912, 25. 78 Uhr. Zimmer No. 1 im alten Bibliothekgedäude, Ecke Pennsylvania und Ohio Str. Telephon Offtce : 1306; Hau 643. Dr. Buröhardt, Deutscher Arzt. Office und Wohnuna: Nv. 82 Cxib Meridian Str. Osfice'Etunde : 8di Nir Vorm. Abi llhr?!achm. 7kM8NttSUi. Se!as8 9 Vormittags 5eledl,o 0. Dr. I. A. Sutcllsse, ecka'kiet fl4 aulfälieftliA mit k,dSr,tttn, flutn und mit schlecht und Urlnkrankhette. Ko. 95 Oft Vkarket Strafte. Of5ce-rde : 9 5t 10 Uhr Wora. lltil Uhr Lkachm. Gtaa au,!. Xtlt ,, 911. Zermalmten und ganzen Coke zu haben bei der Ind'polis Gas Co. V IM M m MM M M UNCE TRIEB, ALWAlS USEO. i Ceoott Cut! tut Pcuw A BAR FlXTURES, DRAIN BOARDS AND Att Tln Ztnc Draso Coppor, Nicket ond all Kltchea end Plotcd Utensils. ClooOrVood, r.larblc Por cetatn. Etc rü s CEORCE WM. HOFFMAN H ol. Muu&ctu-ar A&4 froprtetor. tji 206 CaitWasmimton St.. Indianapolis. THE BAR-KEEPERS' FBiEND. J B Z3i sac um iftrcag m m. m. Zum Verkauf in Apotheken 25 Centk per Pfuud. Mozart Halle! Henry Victor. DaS größte, schönste und älteste derartige Lokal in der Stadt. Die geräumZge und schön eingerichtete Halle steht Vereinen, Logen und Privaten zur Abhaltung von Bällen, Conzerten und Versammlungen unter liberalen Bedingungen zur Verfügung. G. Leukhardt, SALOON, Vcke Obio l ZIMt Straße Beste Setränke und Cigarren.

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Eisenbahn-Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. Abgang Postzug 7 30 5m expreß utw Expreß 12 40 Nm Accomodation 4 00 91m Expreß 7 0 Nm Expreß 11 20 Nm Ankunft Expreß 3 3om Exprey 4 13 Accomodation 10 00 5m Expreß 3 20 3ftn Schnellzug 5 00 5m Accomadation 7 40Nm Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louiö. Indianapolis und Cleveland Division. Abgang Expreß 4 15 5n Expreß 10 30 5m Expreß 10 30 5m Limited Expreß 310 Nm Erpreß 40 Nm Ankunft Expreß 7 10 5tr Expreß 11 30Vm Limited Expreß 1130 5m Expreß 00Nm Expreß 1 100 31m St. LouiS Division. Abgang Expreß 7 30 5m Ulnnted Expreß. 11 00 Expreß 11 20 Nm Erpreß, täglich 11 45 Nm Ankunft Expreß taglich 4 00 Nm Expreß 2b0m Limited Expreß 6 30Nrn Expreß 6 00 5m Thicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 345 5m Accomovatum täglich 7 uo m Accomodation 11 00 5m Postzug 3 00Nm Accomsd. (nur Sonntags). Accomodation 6 35 Nm Ankunft Rufhville Accomodation. Postzug 1140 5m Jnd'plS Acc. (nur Sonnt.). Accomodation Accomodation 10 15 Nm Schnellzug 11 10 Nm Chicago und Cincinnati Division roestliq. Abgang Accomodation 710 5m EchneuPoit 11 w van Lafayette Accomadation 6 00 91m Schnellzua 12 10 Bm Ankunft-Schnellzug 3 30Vm Lafayette Accomodation . . . iv m Schnellpost 2 50Nm Accomodation 6 15 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 25 Vm Expreß 11 scm Danville Accomodation. ... 5 05 Nm Erpreß 11 59 Vm Ankunft Expreß 3 25 Vm Danvllle Accomodanon. ... 10 85 Vm Expreß 2 50 9cm Expreß 6 55N Peoria Diviston östlich. Abgang Expreß 6 30 Vm Ac lccomodation Expreß ... 3 25Nm ...11 40Vm Ankunft Expreß . . . Accomodanon Expreß lOOONm Lake Erie und Western. Abgang Expreß 7 00Vm Expreß 1 20 Kot Expreß 7 00Nm Schnell'Expreß Ankunft Schnell-Expreß Expreß 10 20 3ha Expreß 2 60 9c Expreß 20 31m Pittsburg, Cincinnati, Chicagy und St. Louiö. Indianapolis Diviston. Abgang Expreß 4 50 93m ColumbuS Accomodation.. . 8 00 Vm Expreß 3 30 9cm Richmond Accomodation. .. 400Nm Expreß 6 10Nm Ankunft Richmond Accomodation S 55 Lm Schnellzug 11 40 nt Expreß 12 SO Nm Accomodation 3 20 Nm Expreß.....' 6bONm Expreß 10 15 Nm Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß .11 00 Vm Ervrek 11 20 Nm Ankunft Expreß 3 33 Vm uxpreß I 15 Nm LouiSville Division. Abgang Expreß 3 45 8m. LouiSville Accomodation.. . 8 10 Vm Schnellzug 3 25 9cm Accomodation 4 0)Nm Ankunft Accomodation 10 20 Vm Schnellzug 10 50Lm Accomodation 5 50Nm Spezial täglich 11 OONm Cincinnati, Hamilto und Jndiana polis. Abgang Expreß S40Vm Cincinnati Accomodotisn . . 10 60 Vm Expreß 8 OONm Expreß 4 OONm Expreß : 6 30 3cm Ankunft Accomodation 915 Vm Expreß... 1145 35m Expreß 7 30Nm Expreß 10 55 3cm Erpreß 12 30 93a Indianapolis und Bineennes. Abgang Expreß 8 00 35m ' VincenneS Accomodation... 4 OONm Ankunft VincenneSAccomodationlO 40 Nm ' Expreß 6 OONm Cincinnati, Wabash und Michigan. 9rf)ftrtTti s?mt - t OK ö ö Cf P V J 4 v Expreß 11 15 5 Expreß 6 45 Kni " Ankunft Expreß 9 55 Expreß 2 50 3cmExpreß .... 9 00 5? Indianapolis, Deeatur und Western. Abgang Expreß 8 30 35a ; Accomodation 3403cm Schnell'Expreß 11 20 Na' Unkunft Schnell'Expreß 3 80 Cm Accomodation 10 40 35m Erpreß 4 60r LouiSville. New Slband unk GH t 7 7 - Abgang Expreß f. . 12 35 33ra Erpreß 11 60 Cm Monon Accomodatio 4 00 Na Ankunft Expreß 3 30 5a Mono Accomodation 11 20 Ca Erpreß 3 5Z 5a Tho Twentleth Century, MilnuJAnJ. rfAi(A4H t'rxm vittv uupuinuviKt vvyv t fortschrittlich gesinnten Lesern fejt ta err; :i: len ist. In der Tendenz zsar tB werden doch andere fortfönüIL r" .f darin unpartettsq celrccrx Nan bestelle dintt lXrz Hr:1 5 PubliaMnfi Co-13 C 2 C:a -