Indiana Tribüne, Volume 18, Number 203, Indianapolis, Marion County, 13 April 1895 — Page 2
Fndisna Tribüne.
Erscheint Täglich und Sonntags. Die tägliche „Tribüne" kostet durch den Träger 12 Cents per Woche, die Sonntag-„Tribüne" 5 Cents per Woche. Beide zusammen 15 Cents oder 65 Cents per Monat. Per Post außerhalb der Stadt zugeschickt in Vorausbezahlung $5 per Jahr. Office : 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 13. April 1895. Hypnotismus vor Gericht. Das Obergericht des Staates Kansas hat soeben in einem Aufsehen erregenden Mordproceß ein: Entscheidung abgegeben, welche wohl geeignet ist, die Ausübung der Criminaljustiz in unserem Lande in sehr hohem Grade zu beeinflussen. In dieser Entscheidung wird nämlich das vom Gerichte des County Cowley ausgesprochene Urtheil bestätigt, durch welches Anderson Gray des Mordes im ersten Grade, verübt durch hypnotische Gewalt, die er auf den wirklichen Mörder ausübte, schuldig befunden wurde, während der geständige Mörder frei ausging. Der That, welche am 5. Mai 1894 begangen wurde, liegen folgende eigenthümliche Verhältnisse zu Grunde: Anderson Gray, ein wohlhabender Farmer, wohnte in Sumner County, Kansas; nicht weit von ihm, in dem kleinen Orte Conway Springs, waren zwei Vettern von ihm, David und Thomas Patton, die ebenfalls Farmer waren, ansässig. Einige Zeit vor der Ermordung von Thomas Patton hatte die Frau eines Nachbars von Gray auf Scheidung gegen ihren Mann geklagt und dieser hatte, um eine Zerreißung des vorhandenen Eigenthums zu verhindern, sein Besitzthum auf Gray überschrieben, unter dem Einverständniß, daß der Nachbar das Besitzthum wieder zurückerhalten sollte, sobald der Scheidungsproceß beendet und die Ansprüche der geschiedenen Frau geordnet sein würden. Thomas Patton war der einzige Zeuge bei der Besitzüberschreibung. Nachdem die Scheidung bewilligt war und die geschiedenen Eheleute sich über die Vermögensfrage friedlich geeinigt hatten, verlangte der geschiedene Farmer die Rücküberschreibung seines Eigenthums. Gray wollte aber das Eigenthum, welches ihm natürlich nur vorübergehend anvertraut worden war, für sich behalten; das einzige Hinderniß, welches ihm dabei im Wege stand, war der Zeuge Thomas Patton, und Gray dachte auf Mittel, diesen aus dem Wege zu räumen. Gray ist ein intelligenter und belesener Mann, hatte sich eingehend mit dem Studium des Hypnotismus befaßt und verstand sich auf die Ausübung der mysteriösen Macht, wodurch es dem Adepten dieser Kunst möglich sein soll, das ganze Denken und Thun Anderer vollständig zu beherrschen. Zuerst wollte er Thomas Patton durch den eigenen Verwandte desselben, David Patton, aus dem Wege räumen und brachte es auch fertig, durch hypgotische „Suggestion" Thomas zu einem Mordanfalle auf seinen Verwandten zu veranlassen, wobei er dem angeblich willenlos gewordenen Thomas einen unbrauchbaren Revolver in die Hand gab; Gray rechnete darauf, Thomas werde von einer der fast niemals fehlenden Kugeln David's getödtet werden, die Calculation schlug aber fehl. Thomas wurde von der Kugel David's nicht getroffen und David selbst nahm natürlich auch keinen Schaden, weil die Waffe seines Angreifers den Dienst versagte. Die beiden Verwandten wurden verhaftet, kamen aber mit einer unbedeutenden Geldbuße wegen Ruhestörung davon. Nun suchte sich Gray ein anderes Werkzeug zur Ausführung seines Planes und fand dasselbe in Thomas McDonald, einem jungverheiratheten Manne, der in Wichita in einem Restaurant arbeitete. Gray engagirte das junge Ehepaar für seine Farm, brachte den jungen Mann bald unter seinen hypnotischen Einfluß und theilte demselben eines Tages mit, Thomas Patton habe böse Nachreden über Frau McDonald geführt. Auf die Frage des angeblich hypnotisirten jungen Ehemannes, was dagegen zu thun sei, antwortete Gray: „Ihn ermorden!" Gray gab nun McDonald ein Gewehr, mit dem er Schießübungen anstellen mußte, um sein Opfer nicht zu verfehlen. Es wurde während des Mordprocesses durch Zeugen ausgesagt, Gray habe, unter fortwährender Ausübung seines mysteriösen Einflusses, McDonald sorgfältig im Schießen unterrichtet und sogar an einem an der Landstraße stehenden Baum die Zweige abgehackt, um eine Fernsicht zu eröffnen; auch habe er eine Kerbe in einen der Aeste geschnitten, auf welche MacDonald sein Gewehr auflegen sollte, um den vorübergehenden Thomas Patton desto sicherer zu treffen. Nachdem McDonald die nöthige Sicherheit im Schießen erlangt hatte, führte ihn Gray eines Tages, unter Anwendung seiner mysteriösen Macht über denselben, nach der Stelle, wo Patton vorüberkommen mußte. Gray blieb nicht auf derselben Stelle, hielt sich aber in der Nähe, im Hause eines Nachbars, damit sein mysteriöser Einfluß auf McDonald seine Wirkung nicht verliere. Der meuchlerische Schuß fiel, Patton stürzte durch die Lunge getroffen und tödtlich verwundet nieder, starb aber erst einige Zeit nachher. Gray war zu dem tödtlich Verwundeten geeilt und hatte diesem versprochen, sofort einen Arzt zur Stelle zu schaffen, doch ließ er sich damit reichlich Zeit, um sicher zu gehen, daß Patton nicht am Leben bleiben werde. Statt gleich zu einem Arzt zu eilen, ging Gray zuerst nach der Wohnung McDonald's. Dort fand er diesen todtenbleich an allen Gliedern zitternd. Gray warf ihm höhnisch vor, er habe
schlechte Arbeit geliefert, denn Patton lebe noch. Die Züge McDonald's leuchteten freudig auf und er rief aus: Also nicht todt! Gott sei's gedankt! Gott sei's gedankt!" McDonald sprang auf. sattelte hastig ein Pferd und wollte
zum Sheriff des County reiten, um sich als den Schuldigen zur Anzeige zu bringen; er wurde aber wieder durch den mysteriösen Einfluß Gray's daran verhindert. Gray ging jetzt erst zu einem Arzt; dieser war jedoch nicht mehr im Stande, dem Verwundeten zu helfen. Die Coronersjury gab den Wahrspruch ab. Patton sei durch McDonald mit einem Gewehr meuchlings erschossen worden. Der verhaftete McDonald bekannte sich auch zu der That, erklärte aber, er sei vollständig unter dem hypnotiscben Einflusse Gray's gestanden und habe unwillkürlich thun müssen, was dieser „suggestirt" habe. Daher sei nicht er, sondern Gray der richtige Mörder. Er, McDonald, habe nicht das geringste Motiv für den Mord gehabt; zwar habe er gewußt, was er thue, habe aber zur Zeit die Folgen seines Thun nicht ermessen können, und erinnere sich an die That nur mit einer traumhaften Unbestimmtheit. Ohne Gray würde ihm eine derartige That niemals in den Sinn gekommen sein. Das Gericht sprach den geständigen McDonald frei und erklärte Gray für die That ausschließlich verantwortlich. Dieser wurde verhaftet und seine Processirung zog das Interesse des Publikums, der Juristen und der Aerzte in einem ganz außerordentlichen Grade auf sich. Der Angeklagte wurde nach einem langwierigen Processe des Mordes im ersten Grade schuldig befunden, und zwar gleich bei der ersten Abstimmung. Durch seine Entscheidung hat das Obergericht in Topeka, von der durch Nichts bewiesenen Annahme ausgehend, daß durch hypnotischen Einfluß Jemand zur Ausübung eines Verbrechens gezwungen werden kann, den Rechtsgrundsatz aufgestellt, daß die Behauptung eines Verbrechers, seine That sei ihm von einem Anderen suggerirt worden, als Entschuldigungsgrund angenommen werden müsse, wenn sich kein anderes Motiv für das Verbrechen finden lasse. Dadurch ist der Verwendung des Hypnotismus zur Vertheidigung von Verbrechern der weiteste Spielraum gegeben und die Criminal-Advocaten werden nicht verfehlen, sich diese bedenkliche Doctrin in ausgiebigster Weise zu Nutze zu machen. Berühmter blinder Jachtbauer. Ein großes Wunder in seiner Art ist John Brown Herreshoff, welcher schon seit einer Generation als der blinde Schiffsbauer von „Neuengland" bekannt ist. Er gehört der Herreshoff'schen Firma in Bristol, Rhode Island, an, die schon eine Anzahl der berühmtesten Jachten gebaut hat und jetzt auch die neue, für das nächste britisch-amerika-nische Wettringen um den goldenen Pokal Amerikas bestimmte Jacht herstellt. Schon Vieles ist über diese einzigartige Firma geschrieben worden; meist aber wurde in den Zeitungen von Nathaniel Herreshoff gesprochen, welcher als der General-Superintendent schon manche schmeichelhafte Anerkennung erhalten hat, die thatsächlich seinem älteren Bruder und Präsidenten der Gesellschaft, dem blinden John B., zukommt. Von letzterem gehen die meisten genialen Entwürfe aus, während die Uebrigen nur das Zusammensetzen besorgen. Dieser John B.. der sich jetzt dem 6 0. Lebensjahre nähert, hat vielleicht das beste Gedächtniß unter allen seinen Zeitgenossen; jedenfalls ist seine Gedächtnißkraft eine 'ganz phänomenale. Alle Zahlen und Berechnungen muß er einfach im Kopfe haben. Er ist stockblind, kann auf keine Weise lesen, und das Schreiben kann ihm also auch nichts helfen. Natürlich hat er Leute, welche Schreiberdienste, aber auch nur Schreiberdienste, nach seinem Dictat, besorgen. In allen Entwürfen und Technicalitäten, auch in den verwickeltsten, verläßt er sich ausschließlich auf sich selbst! Wie manche hervorragende Blinde, hat auch er einen außerordentlich feinen Tastsinn und ist einer wundervollen Concentrirung seiner Geisteskräfte fähig, zumal sein Denken und Grübeln durch keine äußerlichen Eindrücke unterbrochen wird, wie sie durch die „zwei kleinen Fensterlein" bei Anderen in so großer Menge einzudringen pflegen. Nachstehendes Vorkommniß, das sich Ende der 70er Jahre abspielte, möge als besonders bezeichnend für das Arbeiten seiner Denkmaschinerie hier eine Stelle finden: Während er eines Tages in seiner Werkstatt in Bristol saß, wurde er unvermuteter Weise durch eine Depesche aufgefordert, nach New York zu kommen und mit Vertretern einer südamerikanischen Regierung zusammenzu-treffen. Herreshoff entsprach alsbald der Aufforderung und erfuhr erst dann, daß drei Torpedo-Boote neuer Art von der Regierung gewünscht würden; diese Boote sollten abtheilungsweise gebaut werden, sodaß sie bequem auf einem Dampfer nach ihrem Bestimmungsort befördert werden könnten. Noch mehrere andere ungewöhnliche Bedingungen waren an die Bestellung geknüpft. Herreshoff wurde nun gefragt, wieviel er für eine solche Arbeit verlange, und bis wann diese vollendet sein könne. „Da muß ich doch erst Zeit zur Ueberlegung haben," erwiderte er. „Und wie lange Zeit?" fragten die Regierungsvertreter. „Ungefähr 20 Minuten." war seine Antwort. Und nun setzte sich dieser blinde Mann nieder, erwog sorgfältig die Pläne im Ganzen und Einzelnen wie die technische Möglichkeit der Erfül-
lung eines solchen Auftrages überhaupt, und berechnete die Zeit, die Kosten des Materials u. s. w. Dutzende von heiklen Fragen gingen durch seinen Geist, und er konnte auch Niemandem Zahlen und Formeln dictiren, um sich
dann etwa solche für seine weiteren Berechnungen vorlesen zu lassen. Aber siehe da! Nach genau 20 Minuten hatte er diese Riesenleistung vollendet; er gab eine genaue und befriedigende Antwort, übernahm das Werk, stellte Alles rechtzeitig fertig, und in keiner Hinsicht ließ die Ausführung des Aufträges etwas zu wünschen übrig. Dergleichen liest sich, wie eines der großartigsten Taschenspieler - Kunststückchen; aber ähnliche Falle kommen in der Werkstatt zu Bristol fast tagtäglich vor! Herreshoff ist nicht sein ganzes Leben hindurch blind gewesen. Als er aber etwa 16 Jahre alt war, verlor er allmälig das Augenlicht, bis die ganze Welt vor ihm schwarz war und hoffnungslose Blindheit sich eingestellt hatte. Um diese Zeit aber hatte er bereits eine ungewöhnliche Vorliebe für Bootbauen gefaßt, wie er schon als kleiner Junge, so oft ihm ein Taschenmesser anvertraut wurde, nicht Besseres damit thun konnte, als MiniaturJachten und Fahrzeuge aller Arten auszuschnitzen. Ja er hatte durch diese kleinen Kunstleistungen bereits einen ebensolchen örtlichen Ruf erlangt, wie er jetzt einen Weltruf genießt. Alles, was er vor seiner Erblindung geschaut hatte, kann er sich heute noch bis in die kleinsten Einzelheiten in das Gedächtniß zurückrufen, und die Schätze, die er in seinem Knabenleben im Geiste aufgespeichert, hat er wunderbar weiter entwickelt. Niemals spricht er von seiner Blindheit; ja er scheint sie völlig vergessen zu haben, zumal ihn, sein erstaunlicher Tastsinn auch außerhalb des Geschäftes nie im Stiche läßt. Noch heute ist er Tag für Tag ziemlich früh an seiner Arbeit, und er kann in einem Tag mehr leisten, als viele Andere in einem Monat! Die Geschicklichkeit, mit welcher er aus einer Menge Gegenstände, z. B. Papiere, gerade den gewünschten herausholt, erinnert oft an die Leistungen von Gedankenlesern. Die Genickstarre. Zu denjenigen Seuchen, welche mit besonderer Vorliebe in den Armeen ihre Opfer fordern, gehört die Genickstarre, oder, wie sie mit dem medicinischen Fachausdruck genannt wird, die Meningitis cerebrospinalis epidemica, was etwa Entzündung der Hirnund Rückenmarkhäute bedeuten würde. Es ist eine ausgesprochen ansteckende Krankheit von meist bösartigem Verlauf, und von der Kenntniß der wahren Ursachen dieser bald seuchenhaft, bald mehr oder weniger vereinzelt auftretenden Krankheit wird ihre erfolgreiche Bekämpfung und die Verhinderung ihrer Verbreitung abhängen. Hirnhauterkrankungen kommen ja als erschwerende Begleiterscheinungen bei anderen Allgemeininfectionen, wie Blutvergiftung, Typhus, auch vor, und die besonderen Erreger dieser Krankheiten finden sich dann auch in den Ausschwitzungen der Hirnhäute. Außerdem können auch durch Weiterkriechen örtlicher Eiterungen von Kopfwunden, im Mittelohr u. s. w. Hirnhautentzündungen entstehen; indeß bleiben doch noch eine Anzahl selbstständiger Hirnhauterkrankungen übrig, die merkwürdig oft nach einer Lungenode rBrustfellentzündung sich einstellen. Da nun auch bei diesen Formen der Genickstarre der als Erreger einer besonderen Lungenentzündung bekannte Diplococcus lanceolatus Frankel in den Hirnhäuten gefunden worden ist, so bestand ziemlich allgemein die Ansicht, daß man in diesem Mikroben auch den Erreger der epidemischen Genickstarre zu erblicken habe. Einem anderen Schmarotzer, den manche Forscher nebenher fanden und der, weil er namentlich in weißen Blutkörperchen oder Zellen eingebettet lag, Diplococcus intracellularis genannt wurde, schrieb man weniger Bedeutung zu. Stabsarzt Dr. Jaeger, Privatdozent der Hygiene in Stuttgart, hat nun den Nachweis erbracht, daß der Pneumokokkus Fränkels und der Diplococcus intracellularis zwei selbstständige, von einander in wesentlichen Artmerkmalen abweichende Bakterienarten sind. Die Entscheidung dieser Frage ist in sofern von großer Bedeutung, als wir in einem Falle, wenn die Erreger der Lungen- und epidemischen Hirnhautentzündung dieselben sind, bei keinem gehäuften Auftreten der Lungenentzündung sicher sein können, ob sich nicht eine Meningitis-Epidemie anschließt, im andern Falle aber, wenn der Erregerder Genickstarre nichts gemein hat mit dem Erreger der Lungenentzündung, wir es bei einer Seuche von Genickstarre mit einem sellstständigen Eindringen von außen zu thun haben. Durch Züchtungs- und Thierversuche hat Dr. Jaeger unwiderleglich dargethan, daß beide bisher in Frage kommenden Bakterienarten verschieden sind und daß nach seiner Anschauung die eigentliche epidemische Genickstarre, welche ihre Seuchenzüge in großem Maßstabe unternimmt, nichts gemein hat mit der Lungenentzündung oder deren Erreger. Durch diese Entdeckung erhält auch die Ansicht über das Zustandekommen der Ansteckung und die Art der Uebertragbarkeit eine bestimmte Richtung. Jaeger und Scherer wiesen 1894 nach, daß die Krankheit durch den Nasenschleim auch noch in getrocknetem Zustande übertragbar ist; jetzt hat nun Jaeger weiter gefunden, daß die Absonderungen der Nase solcher Kranken regelmäßig den Schmarotzer enthalten. Diese beiden Thatsachen gewähren einen Einblick in die Art und Weise, wie die Krankheit übertragen wird. Die Verbreitung der Krankheit durch das Nasensecret wurde übrigens schon lange vermuthet und daher vom preußischen Cultusministerium bereits
1883 eine Verordnung erlassen, wonach Wäsche, namentlich Schnupftücher, zu desinficiren sind. Es ist also zu wünschen, daß man sich der großen Gefahren bewußt werde, welche diese
Absonderung in sich birgt. Aber nicht bloß durch das Ausschneuzen der Nase, sondern durch die häßliche Gepflogenheit vieler Menschen, den Nasenschleim in den Rachen zurückzuziehen und dann durch Ausspucken auf den Boden zu entleeren, können die Krankheitsträger verbreitet werden. Diese üble Gewohnheit gilt bis jetzt allgemein nur als ein Verstoß gegen die gute Sitte; dieses Beispiel zeigt wieder, daß die Erziehung immer breiterer Volksschichten zum Anstand mehr und mehr zu einer hygienischen Aufgabe wird. Ein vergessener Geburtstag. Der Geburtstag des Altreichskanzlers Bismarck ist vorüber und man kann jetzt mit Ruhe daran gehen, auch eines anderen Geburtstages, und zwar eines achtundzwanzigjährigen, zu gedenken. Das Geburtstagskind ist die deutsche Flagge. Am 1. April 1867 wurden zufolge einer Proclamation der damaligen norddeutschen Bundes-Regierung auf allen Meeren und in allen Häfen der Welt die alten Flaggen der deutschen Einzelstaaten eingezogen, Hamburg's drei Thürme, Bremen's rothweiße Flagge, das Oldenburger rothe Kreuz, das Hannover'sche Pferd, der Mecklenburger Ochsenkopf, der preußische Adler sie alle verschwanden und an ihre Stelle trat die schwarz-weiß-rothe Flagge des Norddeutschen Bundes, die seit 1871 zur Flagge des deutschen Reiches geworden ist. Im Hafen von New York lagen außer verschiedenen deutschen Segelschiffen der Bremer Dampfer „Union", Kapitän von Santen, und die Hamburger Dampfer „Cimbria", Kapitän Haack, und „Borussia", Kapitän Franzen, welche den Flaggenwechsel gemeinschaftlich in würdiger Weise vornahmen. Morgens wurden die alten Flaggen zum letzten Male gehißt. Gegen Mittag versammelte sich die Mannschaft auf dem Deck der betreffenden Schiffe, und nachdem auf der nun auch schon untergegangenen „Cimbria", wo die Hauptfeierlichkeit stattfand, in einer von dem damaligen Lübecker Consul, Herrn George C. Voß, gehaltenen zu Herzen gehenden Ansprache von den alten, liebgewonnenen Flaggen Abschied genommen worden war, senkten sich diese langsam und mit dem Schlage zwölf stieg unter den Klängen des „Heil Dir im Siegerkranz", Böllerschüssen und dem Hurrah der zahlreichen Anwesenden die neue schwarz-weiß-rothe Flagge stolz in die Höhe. Ein merkwürdiger Komet. Im vergangenen Jahr ist von dem Astronomen Denning ein lichtschwacher Komet aufgefunden worden, welcher durch die Bahn, in der er einherläuft, höchst merkwürdig ist. Diese Bahn nähert sich nämlich in einem gewissen Punkte der Bahn eines andern, des nach seinem Entdecker sogenannten Brorsenschen Kometen außergewöhnlich, und beide Kometen haben im April 1881 fast gleichzeitig in dem Punkt ihrer größten Annäherung zu einander gestanden. Dazu kommt der fernere höchst sonderbare Umstand, daß der Brorsensche Komet, der zuletzt 1879 gesehen worden war, seitdem verschwunden ist, während er in den Jahren 1834 und 1890 hätte wieder erscheinen müssen. Dieses Verschwinden eines großen Weltkörpers war schon damals aufgefallen und Professor Lamp in Kiel hatte eine genaue Untersuchung über die Bahn des Kometen ausgeführt, um dadurch möglicherweise einiges Licht in die Sache zu bringen. Indessen ergab sich in dieser Beziehung nichts Sicheres und der genannte Astronom kam nur zu der Ueberzeugung, daß der Komet aus bisher unerklärbaren Ursachen eine ganz andere Bahn eingeschlagen oder eine enorme Einbuße an Helligkeit erlitten haben müsse. Der von Denning im vergangenen Jahr entdeckte Komet scheint nun wenigstens einige Aufklärung zu geben. Professor Lamp hat die Bahnen beider Kometen genau untersucht und findet, daß der kürzeste Abstand beider Bahnen nur etwa 172,000 Meilen beträgt. Der Denningsche Komet passirte seinen Nähepunkt am 18. Januar 1881, der Brorsensche am 24. Januar, etwas mehr als sechs Tage später. Bedenkt man, daß der Kopf des Brorsenschen Kometen den frühern Beobachtungen zufolge 9 bis 10 Mal den Erddurchmesser an Größe übertraf, so findet sich, daß jene größte Annäherung nur etwa das Fünffache vom Durchmesser des Kometenkopfes betrug. Professor Lamp bemerkt, man könne sich gemäß dem Umstande, daß jene beiden Kometen Ende Januar 1831 sich gleichzeitig sehr nahe an demselben Punkte des Weltraumes befanden, vielleicht zu der Ansicht gedrängt fühlen, daß beide Weltkörper bis zu jenem Zeitpunkt nur einen Kometen bildeten, der durch irgend einen Vorgang auseinander gerissen wurde. Es drängen überhaupt immer mehr Thatsachen zu der Ueberzeugung, daß die Kometen keineswegs wie die Planeten Weltkörper von gewissermaßen grenzenloser Dauer und kosmologisch gesprochen überaus hohem Alter sind, sondern daß sie Körper bilden, die weit jünger als die Planeten sind und die sich nach zeitweisem Bestehen wieder auflösen. Der Schnee als Brandstifter. Ueber dieses ebenso interessante, wie beherzigenswerthe Vorkommniß wird das Folgende gemeldet: Während des verflossenen Winters hat der Schnee gewiß überall Unheil angerichtet, zuletzt aber sollte er noch - es hört sich zwar sehr komisch an - der Urheber eines Brandes sein. Zum Forsthause
in Zinkenbach im Salzkammergute, am
rechten Wolfgangseeufer, gehört auch die nebenan stehende Schneidsäge, die gegenwärtig der Gasthofbesitzer Franz Schenner von Aigen-Vogelhub gepachtet hat. Am Sonntag, dem 17. v. M., war die Säge vollständig geschlossen. Weder der Sägemeister, noch sonst Jemand war dort anwesend. Um halb 4 Uhr Nachmittags, als die Magd des Försters Helidor Kaltenbrunner von St. Gilgen nach Hause kam, gewahrte sie, daß das Sägewerk im vollen Gange sei, wovon sie ihrem Dienstherrn sogleich Mittheilung machte, welcher augenblicklich mit dem gerade anwesenden Forstgehilfen Bebetsroither zur Säge eilte. Dort sahen die Beiden, daß die Schleuse, welche das Wasser zum Triebrad führt, ganz offen, dagegen jene zur Wasserabkehr fest verschlossen war. Der auf dem Dache der Säge massenhaft befindliche Schnee hatte sich nämlich plötzlich losgelöst und war mit großer Vehemenz auf die offene Schleuse gefallen und hatte dieselbe geschlossen. Dadurch aber öffnete sich die Schleuse zum Wasserrade von selbst, wodurch das nicht vorgerichtete leere Sägewerk in schnellsten Gang gerieth und, da Niemand da war, der den Betriebsmechanismus eingeölt hätte, so mußten naturgemäß die Theile desselben heiß werden. Nachdem die beiden genannten Herren mit großer Kraftanwendung, da ihnen die herabgestürzte Schneemasse sehr hinderlich war, die Schleuse zum Triebrade geschlossen hatten und das Wasser abgekehrt war, hielten sie auf der Säge Nachschau und fanden dort fast alle Betriebstheile sehr heiß, einige davon waren bereits angekohlt und rauchten schon von der Hitze. Es hätte nur mehr einer kurzen Zeit bedurft, und der Brand wäre ausgebrochen, der bei dem bedeutenden Holzvorrathe sicher große Dimensionen angenommen haben würde, aber Niemand würde die Ursache der Entstehung dem Schnee zugeschrieben haben, da sich, wenn das Feuer um sich gegriffen hätte, die wirkliche Ursache seines Entstehens nicht mehr hätte erkennen lassen. Der Fall ist für die mit der Rechtspflege betrauten Organe lehrreich. In der That, wie leicht hätte Jemand hier in den Verdacht der Brandstiftung gerathen und sogar unter gravirenden Indicien in Haft gehalten werden können. Die Idee, daß der Schnee die Ursache eines Brandes sein könnte, wäre sicher als Ausgeburt des Wahnwitzes verlacht worden Deutsche Local-Nachrichten Sachsen. Dresden. Nach langer schwerer Krankheit starb Herr Professor Dr. E. Oskar Snell, Lehrer am hiesigen Kreuzgymnasium. Annaberg. Hier wurde ein verheiratheter Schneidermelster wegen Vornahme von unsittlichen Handlungen an einem Schulmädchen unter 14 Jahren verhaftet und an das Königl. Amtsgericht abgeliefert. Burkertsdorf. Die Familie des Gutsbesitzers Neef wird von bis jetzt nicht ermittelten Menschen arg verfolgt. Vor ungefähr drei Jahren war der erwachsenen Tochter das Gesicht mit Schwefelsäure übergossen worden, später hatte man die Familie in der Stube mit Steinwürfen bedroht, und in diesen Tagen hat man versucht, die Familie durch Explosion eines mit Pulver gefüllten Thonrohres zu verderben. Letzteres fand man Morgens mit verlöschter Zündschnur auf dem Fensterstocke der Wohnstube liegen. Das Erlöschen der Zündschnur ist jedenfalls aufgethautem Schnee zu verdanken. Leipzig. Vor dem hiesigen Landgericht hatte sich der am 24. Mai 1859 zu Dresden geborene Pfarrer Wilhelm Richard V. wegen Sittlichkeitsverbrechens zu verantworten. Der unverheirathete Angeklagte war seit zwei Jahren bis zu seiner Anfangs Januar erfolgten Verhaftung in Buchheim bei Lausigk als Pfarrer angestellt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt und das Urtheil lautete auf ein Jahr Gefängnlß. O e l s n i tz. Der k. Bezirkssteuerinspektor Karl Oskar Wolf von hier wurde vom Landgericht Plauen wegen Unterschlagung in zwei Fällen zu zwei Jahren Gefängniß und dreijährigem Ehrenrechtsverlust verurtheilt. Wolf hatte im Herbste v. I., um Schulden zu decken, einmal 100 Mark und einmal 1000 Mark der Kasse entnommen; bei einer unerwarteten Revision wurde die Unterschlagung entdeckt und Wolf verhaftet. Großherzogthum Hessen. Bingen. Vor einiger Zeit verschwand aus Bingen der Küfermeister Schifferstein. Ueber sein Vermögen ist nunmehr das Conkursverfahren eingeleitet worden. Auch Mainzer Firmen, z. B. Weinhändler. Holzhändler u. s. w.. sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Gießen. Der hiesigen OmnibusGesellschaft, welche bisher mit Unterbilanz arbeitete, wurden von der Stadt 4000 Mark zur Verfügung gestellt, um den Betrieb bis 31. Dezember 1895 im bisherigen Umfange aufrecht zu erhalten. Mainz. Der berüchtigte Einbrecher Dunkel wurde zu 10 Jahren, seine Ehefrau zu 17 Monaten Zuchthaus verurtheilt. Bayern. München. Hier feuerte der 24jährige Student der Philologie Martin Niederhuber, der Sohn wohlhabender Bauersleute in Schwarzenbach im Rotthal, auf die Tochter Rosa seines am Jsarthorplatz wohnenden Onkels. Zwei Schüsse gingen in den Kopf, einer in den Rücken und ein weiterer in die Hand. Glücklicherweise sind die Wunden keineswegs lebensgefährlich. Vor einigen Tagen schrieb er an seine Verwandten, er liebe Rosa, und da er sie nicht besitzen könne, müsse er sich und sie tödten. Bayreuth. In einem Wäldchen in der Nähe von Oberkonnersreuth wurde der kgl.- Oberbergamtsassessor Josef Reikl, vom hiesigen Bergamte,
Bei allen.
Vergnügungen im Freien
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Verrenkungen,
Nimmt.
ST. OEL t?n ersten Platz ein als das beste und sicherste Heilmittel. . . .
erhängt aufgefunden. Man vermuthet, daß der 64jährige allgemein beliebte Mann die That in einem Anfall von geistiger Störung begangen hat. N e u ö t t i n g. Die 19jährige Dienstmagd des Bauern Eichinger von Buchholz, Gemeinde Erlbach bei Neuötting, war mit diesem in der DistrictsKiesgrube zwischen Leonberg und Prach beschäftigt, Kies aufzuladen, wobei die Magd durch nachgebende Kiesmassen verschüttet und todtgedrückt wurde. Nürnberg. Vom Schwurgericht wurde der Postmeister Joseph di Bello von Ansbach zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt. Bei einer Kassenvisitation hatten 3800 M. gefehlt, die am anderen Tage durch die Hilfe eines Verwandten gedeckt wurden. Zweibrücken. Für einen größeren Theil der Insassen des hiesigen Gefängnisses wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit nächstem die Haftsituation bedeutend ändern. Das kgl. Landgestüt plant nämlich auf seiner Filiale Eichelscheiderhof bei Waldmohr weitgehende, voraussichtlich sehr lohnende Culturarbeiten im bruchigen Boden und will dazu Sträflinge verwenden unter entsprechender Ueberwachung. L a n d s h u t. Der Metzgermeister Johann Maier, am Promenadenplatz wohnhaft, hat sich erschossen. Zerrüttete finanzielle Verhältnisse sollen die Ursache des Selbstmordes sein. Memmingen. Der Söldner Kraich in Unterrieden wurde in das hiesige Gefängniß eingeliefert. Dieser Unmensch hat seinem etwa sechs Wochen alten Kinde Tabaksaft eingegeben und als die Vergiftung nicht tödtlich wirkte, demselben fünf Rippen eingedrückt, das Schlüsselbein zerbrochen und ihm die Hirnschale eingeschlagen. Ein schon voriges Jahr verstorbenes Kind soll ebenso aus dem Leben geschieden sein, weshalb die Leiche ausgegraben wird. Der Thäter zeigt keine Spur von Reue. Württemberg. Stuttgart. In Weingarten ist der langjährige Dirigent der Kapelle des Jnf.-Rgts. Kaiser Wilhelm, Musikdirector Karl Büttner, nach schwerem Leiden gestorben. Neckarsulm. Der 73jährige pensionirte Landjäger Joh.Dengler brachte sich in den städtischen Anlagen mit einem Revolver vier Schüsse in den Kopf bei. Er wurde dort noch lebend aufgefunden, jedoch ist keine Aussicht auf Rettung seines Lebens vorhanden. Ein längeres Leiden, welches seinen Geist umnachtete, scheint ihn zu diesem traurigen Schritt getrieben zu haben. Oberndorf. Unter Führung des Herrn Ingenieur Kemaledin-Bey vom Polytechnikum in Konstantinopel kamen 14 junge türkische Militärschüler hier an, welche in der Waffenfabrik Mauser dahier sich über die Herstellungsart, bezw. Kenntniß der Feuerwaffen weitere Ausbildung verschaffen sollen. Bi b e r a ch. Der an dem Hutmacher Riß am Aschermittwoch begangene Mord ist von der Frau des Getödteten verübt worden. Dieselbe hat nun dem Untersuchungsrichter ein volles Geständniß abgelegt, ja sogar erklärt, daß sie zu dem geplanten Zwecke sich in letzter Zeit im Schießen geübt habe. Riß wurde, während er schlafend im Bette lag, in den Kopf geschossen und erlag seiner Verwundung. E ß l i n g e n. Das 8jährige Söhnchen des Lackirers Wacker fiel neulich Mittags in der Nähe der neuen Brücke in den Neckarcanal und ertrank. Widerlegt. Lehrer: „Ich sage Euch, eine verlorene Zeit läßt sich nicht mehr einholen. Was, Schöpke, Du schüttelst mit dem Kopfe, ist das vielleicht nicht wahr?" Schüler (Sohn eines Lokomotivführers): „Nein, Herr Lehrer, mein Vater hat gestern zehn Minuten wieder eingeholt." Wie ist dies! Wir bieten einhundert Dollars Belohnung für jeden Fall von Katarrh, der nicht durch Einnehmen von Hall's Katarrh Kur geheilt werden kann. F. J. (Cheney & Co., Eigenthümer, Toledo, O. Wir, die Unterzeichneten, haben F. 3. Cheney seit den letzten IS Jahren gekannt und halten ihn für vollkommen ehrenhaft in allen Geschaftöverhandlungen und sinanziell befähigt, alle von seiner Firma eingegangenen Verbindlichkeiten zu erfüllen. West & T r u a 5. GroßhandelSDroguisten, Toledo, O. Walding, Kinnan & M arvin, Großhandels - Droguisten, Toledo, O. Hall'S Katarrh - Kur wird innerlich genommen und wirkt direkt auf daS Blut und die scbleimigen Oberflächen deS SykemS. Zeugnisse frei versandt. PreiS 75 Cents für die Flasche. Verkauft von allen Apothekern. m , m Angekommen ! Der famose Bock der Am beuser Busch Brauerei wird heute an Zapf zu linden sein. Noch in Flaschen zn beziehen. Telepbon 1ttO7.
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Eisenbahn-Tabelle
nrunft und Abgang der verschiedenen Eisenbahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. Mgang Postzug 7 80 5m iSjprcB liou Expreß 12 40 Nm Accomodatton 4 00 91m Expreß 7 00 31m Erpreß II 20Nm Ankunft Expreß 3 3oSm Expreß wssm Accomodatton 10 00 55m Expreß 2 20Nm Schnellzug ö 00 Vm Accomadation 7 40 Nm Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louiö. JndianavoliS und Cleveland Division. Abgang Expreß 4 15 53a xpreß 10 30 Sm Expreß 10 30Vm Limited Expreß 310 Nm Erpreß 6 40Nm Ankunft Expreß 7 10 La Expreß. 11 30 m Limited Expreß 1130 Expreß 6 00 Um Expreß HOONrn St. LouiS Diviston. Abgang Expreß 7 30 Lm buntes Expreß. II bO Vrn Expreß s 1120Nrn Expreß, täglich 114SNm Ankunft Expreß täglich 4 00 91m Expreß 2k0m Limited Expreß 6 30 91m Expreß 6 00 25m Thicago und Ginc&nttt Dunsten östlich. Abgang Schnellzug 3 45 Dm Accomooauon tagltch 7 uo x$rn Accomodation 11 00 Um Postzug 3 00Nm Accomsd. lnur Sonntags). Accomodatton 6 35 Nm Ankunft Rushville Accomodatton. Postzug 11 40 rn Jnd'plS Acc. (nur Sonnt.). Accomodatton Accomooanon 10 15 Nrn Schnellzug... 1110 92m Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 S5m Ecbnell.Poft n i scrn Lasayette Accomadation. . . . k 00 Nrn Schnellziua 12 15 m Ankunft Schnellzug 3 30V Lasayette Accomovcmon . . . 10 rn Schnellpost '.. 2bO Nm Accomodatton 6 15 Nrn Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 25 Lm Expreß nzarnn Danville Accomodatton. ... 5 05 9!m Expreß 11 69 Vm Ankunft Expreß 3 25 Dm Danville Accomodation.. . . 10 35 Drn Expreß 2 50 Nrn Expreß 6 55 Nrn Peoria Diviston östlich. Abgang Expreß 6 30Vm Accomodatton Expreß 8 25 Nrn Ankunft Expreß 11 40Vm Accomodatton Expreß 10 00 9km Lake Srie und Western Abgang Expreß 700 Vm Expreß 1 20 Nrn Expreß 7 00 Nrn SchnellExpreß Ankunft SchnellExpreß Expreß 10 20 V Expreß 2509h Expreß ; 20 Nrn PittSburg, Cincinnati, Chicago und St. LouiS. Indianapolis Diviston. Abgang Expreß 4 50 8m Columbus Accomodation.. . 8 00Vm Erpreß SSOSKn Rlchmond Accomodation. . . 4 00 9ftn Expreß 5 10 9km Ankunft Richmond Accomodation S bS Vrn Schnellzug 11 40 Vrn Expreß 12 80 Nrn Accomodation 3 29Kn Expreß 6 50 9!rn Expreß 10 15 9!m Chicago Division dia Kokomo. Abgang Expreß 11 00 Vrn Expreß 1120 9ha Ankunft Ex?reß 3 35 Vrn Expreß 3 IS Nm LouiLville Diviston. Abgang Expreß 3 4SD Louisville Accomodation.. . 8 10 Vm Schnellzug 3 2S9!rn Accomodation 4 0) Nrn Ankunft Accomodation 10 20 Vrn Schnellzug 10 50 Vrn Accomodation ' 6 50 91m Speziell täglich 11 00 9! Cincinnati, Harnilto und Indisnapolis. Abgang Expreß 3 40'Vm Cincinnati AccornodotKn . . 10 50 Vm Expreß 8 00 9h Expre ; 4 00 9ha Expreß S30m Ankunft Accomodation. g 15 Vm Expreß 11 45 Vrn Expreß 7 30 9ha Expreß ...10 55 9! Erpreß .12 80 Vrn ; Indianapolis und VineeaneS. Abgana Expreß........ 8 00 Vrn .VlncenneS Accomodation... 4 00 91m Ankunft VincenneS AccomodationlO 40 9ha 5pß 6 00 9ha Cincinnari, WabasH und Michigan. Abgang Expreß . . ..... SS5V Expreß 11 15 V Expreß 6 45 9ha Ankunft Expreß 9 55 Vrn Expreß 2 50 9ha Expreß 9 00 9ha Indianapolis, Decatur uud Western. Abgana Expreß 8 30 V Accomodation 8 40 9ha Schnell.Expreß 1120 9ha Ankunft Schnell.Expreß 8L0V Accomodation 10 40 V Erpreß 4 60 Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Exvreß 12 35 5yreß 1160 V Monon AccomüdatZs lonn Ankunft Expreß 8 80k 2onon Accomodation ..... 11 20 k Erpreß 3 55 5 The Tweiitieth Century, eine uSaneichnere Oochenschrift, -vekSe fortschrittlich gesinnten Lesern sehr in rdfei len ist. In der Tendenz zwar s,,ialiftisch, werden doch .andere fortschrMliche LZnm darin imparteiisch besproche. an deneltt listn itx der Humboldt PabliBbinsj Co.. 19 Cfrt CUct, c;
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