Indiana Tribüne, Volume 18, Number 203, Indianapolis, Marion County, 13 April 1895 — Page 1

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Deutsches Theater. EN6LISH OPERA IIOUSE Donnerstag, den 18 April,

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Die Einkommensteuer und die Entscheidung der Supreme Court.

IV. Um den Geist, der den Gerichtshof im Allgemeinen leitete, zu kennzeich-

nen, führen wir den Schluß des Se- überhaupt steuerfrei sind, so haben die-perat-Gutachtens des Richters Field jenigen, welche Einkommensteuer zu an. Zwar ist er der einzige von den zahlen haben, immer noch Brod zu

Richtern, der sich in solchem Sinne ausgedrückt hat, aber es hat ihm auch keiner von den anderen Richtern widersprochen. Er sagte : „Ich konnte in Bezug auf Fragen von solcher Wichtigkeit, daß sie die Grundlagen unserer Regierung betreffen nicht weniger sagen. Wenn die Bestimmungen der Verfassung durch eine Congreßakte beiseite gesetzt werden können, wo soll die Usurpation enden ? Der gegenwärtige Angriff auf das Kapital ist bloß der Anfang. Es wird zu anderen und weiter gehenden Angriffen führen, bis unsere politischen Kämpfe ein Kampf zwischen den Reichen und Armen sind, Kämpfe, die fortwährend in Intensität und Bitterkeit wachsen werden. Wenn das Gericht gutheißt, daß in der Besteue- rung ein Unterschied gemacht wird, und die Ungleichmäßigkeit zugiebt, dann wird dies der Beginn des Niedergangs unserer regierung sein. So gut wie auf $4000 kann die Limitationssumme auf $5000, $10,000 oder $20,000 festgesetzt werden, so daß eine immer kleinere Zahl die Last tragen muß, und sie mag schließlich von dem Belieben einiger Walking delegates abhängen. Ich bin deshalb der Ansicht, daß das ganze Gesetz für ungiltig erklärt werden sollte." Nun denn Richter Field hat die Katze aus dem Sack gelassen, und wir bedauern aufrichtig, daß die Entscheidung nicht ganz und gar in seinem Sinne ausfiel. Das wäre doch konsequent und muthig gehandelt gewesen, es wüßte dann doch Jeder woran er ist. Man wüßte dann doch wenigstens, daß all der juristische Krimskram, all der Aufwand von Rechtsgelehrsamkeit leere Firlefanzerei ist. Das System der Verschickung in Rußland ohne Prozeß, Urtheil und Rechtsspruch ist ehrlich dem Verfahren des Obergerichtes gegenüber. Es ist von jeher bei den Machthabern Gebrauch gewesen, jede Rechtsverletzung, jede Gewaltthat, jede Schurkerei in das Gewand formeller Rechtsprechung zu kleiden. Wie der

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Patriotismus die letzte Zuflucht der Schurken ist, so ist die Rechtsver- drehung im Gewande der Rechtssprechung die letzte Zuflucht der Gewalt. Die Entscheidung beruht auf jener falschen heuchlerischen, manchesterlichen Auffassung der Gleichheit, welche heute kein Mann der Wissenschaft mehr zu vertheidigen wagt, deren Vertheidigung bloß noch amerikanische Oberbundesrichter fähig sind. Diese Lehre der Gleichheit ist eine Lüge, sie ist tausendfach, zehntausendfach eine Lüge. Diese angebliche Gleichheit ist nichts als der rohe brutale Kampf der materiellen Interessen, die ungestörte Ausbeutung des Schwachen durch den Starken, und der Staat, wie er heute sit, beschützt den Starken in der Form des Schutzes des Eigenthums. Wenn nun dieser Staat die geringste Spur von Generosität und Noblesse hätte, würde er sagen: Der Zweck meiner Existenz ist der Schutz des Eigenthums. Folglicher Weise hat derjenige das größte Interesse an meiner Existenz, der am meisten Eigenthum besitzt, folglich ist es auch billig, daß er vor allen Anderen für diesen Schutz bezahlt." Mehr oder weniger war es ja auch die Absicht des Gesetzgebers, dies zu sagen, was immer für Parteiinteressen dabei im Spiel gewesen sein mögen,

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da aber kommt der Richter und sagt : L'etat c'est moi. Der Staat bin ich. Ich kann das Eigenthum nicht schützen, ohne diejenigen zu beschützen, die es haben und darum bin ich Beschützer der besitzenden Klasse. Und das ist des Pudels Kern. Aber dieses gerade beraus zu sagen, dazu sind die Herren, die der Staat sind, doch zu feige. Darum kleiden sie ihren Machtanspruch in das Gewand der Freiheit und Gleichheit. Darum ist für sie die Steuerbefreiung des Aermeren eine Verletzung der Gleichheit, etwas Unerhörtes, darum ist es für sie

ein Angriff auf das Kapital, den abzuwehren sie für ihre Pflicht halten. Nun so ganz Unrecht haben sie ja nicht, wenn allerdings der Angriff nur ein sehr, „sehr schwacher" ist. Denn da die Steuer erst bei einem Einkom-

men von $4000 beginnt, und $4000 essen, und sind der unmittelbaren Verarmung nicht ausgesetzt. Man darf aber dennoch sich darüber freuen, daß die Richter ihr wahres Gesicht gezeigt haben. Man weiß doch jetzt genau, auf welcher Seite sie stehen, und daß sie jeder gesetzgeberischen Reform zu Gunsten des Arbeiterftandes energisch Widerstand leisten werden. Diese Entscheidung ist ein neuer Beweis dafür, daß unsere Gerichtshöfe das Bollwerk des Kapitalismus sind. Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Schönes Wetter heute Nacht und Sonntag. Gestrige Temperatur : Maximum 63 Grad, Minimum 45 Grad. Dr. W a l d s te i n 's I n j e k t i o n sk u r e n. Washington, 12. April. Der amerikanische Generalkonsul Charles Dekay in Berlin berichtet, daß ein neues, von dem New Yorker Dr Louis Waldstein erfundenes InjektionsSystem zur Heilung von Schwindsucht, Lupus und vielleicht sogar Krebs großes Aufsehen erregt und auf dem medizinischen Congreß in München jedenfalls näher erörtert werden wird. Die Kur besteht in dem minutenweise wiederholten Einspritzen von Pilocarpin in das Lymphsystem, welches eine starke Vermehrung der weißen Blutkügelchen zur Folge haben und dadurch jene Krankheiten in den Anfangsstadien heilen soll. Nach dem Bericht ist sogar ein Fall von Lupus, der schon 22 Jahre bestand, in Kurzem geheilt worden. Oelpreise steigen immer m e h r. Pittsburg, Pa., 12. April. Die Oelaufregung dauert fort. Die Stand- ard Co. erhöhte ihren Preis heute Morgen um 15 Cents auf $1.50 und der Böres eröffnete Oel mit $1.50 und verkaufte später mit $1.60. Der erste Verkauf für Mai war $1.60. Das ist der höchste Preis seit 1877. Bis jetzt hat die Erhöhung für Standard 40 Cents per Faß betragen. Für die Produzenten im westlichen Theil von Pennsylvanien und West - Virginien bedeutet dies eine Mehreinnahme von $37,500 per Tag in dieser Woche als wie in der vergangenen oder eine Mehreinnahme von $1,125,000 per Monat. Reges Leben herrscht jetzt allenthalben und es werden viele neue Brunnen gebohrt. Toledo, O., 12. April. Rohöl stieg heute wiederum um 5 Cts. NordLima kostet 82 ½ Cents, Süd-Lima 77 ½ Cents, Indiana 72 ½ Cents. Das ist eine Preissteigerung von 15 Cents in 3 Tagen. Die neue cubanische Rep u b l i k. H a v a n a,. 12. April. Jose Marti, welcher in der zu Guantanamo in der Provinz Puerto Principe abgehaltenen Convention zum Präsidenten der neuen Republik erwählt wurde, ist von den Insurgenten als Chef der Exekutive proklamirt worden. Es ist jedoch nicht zu leugnen, daß seine Wahl viele

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Unzufriedenheit erregt. Es fehlt ihm die Popularität eines Maceo oder Gomez, obgleich er allgemein für einen sehr unterrichteten Mann gilt. Maceo hat die Ehre positiv abgelehnt, um sich aktiv an den Kämpfen im Felde betheiligen zu können. Die Namen anderer Beamten sind nicht bekannt gemacht. Marti hat sich nach den Ver. Staaten begeben. Havana, 12. April. Die Landung des General Martinez de Campos wird auf Sonntag bei Manzanillo erwartet. Guerro zählt jetzt im Süden der Insel 1200 Bewaffnete und operirt in der Nähe von Manzanillo. General Palacio hat sich mit 800 Mann in die Berge hinter El Cobre geschlagen. In Jiguani, etwa 100 Meilen von El Cobre, stehen die Brüder Ortez

mit etwa 1000 Insurgenten. Wieder 100 Meilen südlicher bei Holguin schla-j gen sich die Brüder Masso mit den RegierungStruppen herum. . ' Maceo sucht augenscheinlich don Baraceo auS eine Verbindung mit

Holguin herzustellen. . Die spanischen Truppen sind ihnen an Zahl nicht gewachsen, setzen aber großeö Vertrauen aus CampoS. AuS San Juan auf Porto Rico wird gemeldet, daß Cam PoS do,t gestern auf dem Wege nach iuva emgetroffen rst. M a d ri d, 12. April. Eine amtliche Depesche auö Cuba meldet, daß der Rebellenführer, General Maceo, ipanicii puppen mumm neuen Tressen geschlagen und jetzt voll,uu na, cn .cmnig.cn lauen ... no9 ln. Ausland. Die Cholera in Japan. Victoria, B. C., 12. April. - Postnachrichten mit der Empreß of Japan melden eine ernste Gefahr, welche dem südlichen Japan droht. Dr. George Duncan, der Gesundheitsbeamte dieser Stadt, erhielt von einem Collegen in Yokohama die folgenden Neuigkeiten : „Vom 8. bis 10. ds. Monats", sagte der Brief, der das Datum des 29. März trägt, „waren 18 Erkrankungen der echten Cholera und 10 Todesfälle auf der Flottenstation Moji im südlichen Japan vorgekommen. Die Krankheit wurde von China eingeschleppt". Die Regierung habe ernste Schritte gethan, die Krankheit auszurotten und den Angaben des Arztes gemäß ist man ihrer Herr geworden, denn seit dem 19. März wären keine neuen Fälle vorgekommen. In Hong Kong ist die Seuche wieder ausgebrochen und es verlautet, daß in nächster Zeit die Quarantäne gegen diese Stadt erklärt werden wird. Verschwörung gegen Graf Schuwaloff. London, 12. April. Eine über Berlin aus Warschau hierher gelangte Depesche meldet, daß die Polizei eine Verschwörung zur Ermordung des neuen General - Gouvernörs, General Schuwaloff, entdeckt hat, welcher bekanntlich bis vor Kurzem russischer Botschafter in Berlin war. Viele Personen, darunter zwei Damen, sind unter der Beschuldigung, an dem Complott betheiligt gewesen zu sein, verhaftet worden. Ein General, welcher verhaftet worden war, weil er beschuldigt wurde, militärische Dokumente an Oesterreich verkauft zu haben, hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Schiffs-Nachrichten. Angekommen in : N e w Y o r k : „Saale" von Bremen; „Siberian" von Glasgow; „Venetia" von Stettin; „Brittanic" von Liver- pool. Queenstown: „Adriatic" von New York. Bremen: „Trave" von New York Erbschaften einkassirt und Vollmachten und Testamente ausgestellt. Schiffs-Scheine auf allen Linien. Sprecht vor A. Metzger Agentur, 2. Stock Odd Fellows Halle. Allerlei. Neu-Mexiko beginnt jetzt ebenfalls unter den Gold produzirendenGebieten in den Ver. Staaten eine Rolle zu spielen. Der Distrikt La Belle scheint es an Goldreichthum mit den berühmtesten Minengegenden Colorados und Californiens aufnehmen zu können. Im Jahre 1869 wurde er zuerst bekannt, als die Hamilton-Mine entdeckt ward; damals kaufte jedoch die Gesellschaft, welche den „Land Grant" besaß, die Rechte der Prospektoren auf und schloß die Mine. Als der Distrikt im Jahre 1894 der Besiedelung eröffnet wurde, kamen verschiedene Prospektoren nach der Gegend, die sich zuerst „Placer"-Minen-Rechte dort sicherten, wo der Spring Creek in den Comanche mündet. Nachdem dort beträchtliche Quantitäten Gold gefunden waren, entdeckten dieselben Prospektoren in der Nähe der Quellen des Spring Creek die Wonder- und Colorado-Gruben. Der reiche ertrag, welchen diese Gruben schon an der Oberfläche ergaben, zog andere Prospektoren an, und im vorigen Herbst wurde ein Bergwerks-

lager gegründet. Seit jener Zeit wurden 20 Minen eröffnet, die sämmtlich reichhaltige Erze an den Tag fördern. Der Bau zweier Stampfmühlen wird in Kürze in Angriff genomen werden und der La Belle-Bezirk dürfte bald eine zahlreiche Bevölkerung haben.

Jetzt ist der Termin abgelaufen, innerhalb dessen die verschiedenen County-Hilfsgesellschaften in Nebraska beim Staats - Hilfs - Comite ihre Anmeldungen um Berücksichtigung bei Vertheilung des kürzlich von der Staatsgesetzgebung bewilligten Unterstützungsfonds von $200,000 ei zur Beschaffung von Futter und Saatgetreide für die nothleidenden Farmer des westlichen Theiles des Staates bestimmt gewesen, jedoch haben einem Beschlusse des Hilfs-Comites zufolge auch solche Farmer auf Unterstützung aus obiger Summe Anspruch, welche ihre Nothlage und Würdigkeit glaubhaft nachweisen können, ohne daß unbedingt nöthig ist, daß die Nothlage auf erntefehlschlag zurückzuführren ist. Der Fonds von $200,000 ist durch das Staats-Hilfscomite auf die Anspruch erhebenden Comites nach Maßgabe der Bevölkerungszahl und der Bedürftigen zu vertheilen. Die Aufgabe des die

Vertheilung vornehmenden Comites ist : keine leichte, vorausgesetzt, daß demsel- ln Anspruch, dann wurde dre Jury abben darum zu thun ist, in der Sache |geführt, um über den Sensationsfall

gerecht vorzugehen. Seit bekannt wurde, daß der Staat eine solche Summe zur Unterstützung der Nothleidenden bewilligt hat, ist merkwürdigerweise die Zahl der Nothleidendm in verschiedenen Counties schnell gestiegen. Counties, welche vor wenigen Wochen noch die Zahl der in ihren Grenzen auf Unterstützung angewiesenen Familien auf 300 bis 600 angaben, beziffern dieselben in ihren letzten Angaben auf das Doppelte und in manchen Fällen aus das Dreifache der ursprünglichen Zahl. Kein County kann übrigens mehr als $4000 von der Gesammtsumme für Unterstützungszwecke erhal- ten. Es haben von den 95 Counties tes Staates 61 Anspruch auf ihren Theil von den $200,000 erhoben. Im Ganzen wurden bisher $250.000 von der Staatsgesetzgebung für die Nothleidenden bewilligt. In Saint-Maur -bei Paris ließ ein dortiger Einwohner namens Baudemoulin in seine Wohnung die Wein- und Geflügelhänd- lerin Frau Dulien kommen, unter dem Vorwande, ihr Bestellungen zu geben. Als die Frau mit dem Manne allem in dessen Zimmer war. wurde sie von ihm angegriffen. Nach heftigem Ringen gelang es ihr, aus dem Hause auf die Straße zu flüchten und um Hülfe zu rufen. Baudemoulin, der plötzlich irrsinnig geworden war, folgte ihr und feuerte fünf Schüsse aus seinem Revolver auf sie ab, die glücklicherweise nicht trafen. Die Nachbarn suchten den Irren zu entwaffnen; es gelang ihm jedoch, wieder sein Zimmer zu erreichen, das er fest verrammelte. Nun begann er, mit dem Revolver, den er stets von Neuem lud, aus dem Fenster

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zu schießen. Polizeicommissar und |Sie errichtete sich auf einem leeren

Gendarmen hatten die Geistesgegenwart, die Menge von dem Hause zu entfernen. Man wartete dann ruhig ab, bis der Irrsinnige seinen ganzen Vorrath an Patronen verschossen hatte, was ziemlich lange währte. Man schätzte die Zahl der abgegebenen Schüsse auf 150. Nur eine Person wurde leicht am Arme verwundet. Als man sich des Irrsinnigen bemächtigen konnte, wurde er sofort in eine Irrenanstalt gebracht. Ein interessanter Erbschaftsproceß ist zur Zeit bei dem Gerichte in London anhängig gemacht worden. Die klägerische Partei ist die Familie des Grafen Bernhard Rechberg, des ehemaligen österreichischen WCl, UZa tUCmUllUCil V lCllUiuytu rm ri . m Ministers des Aeußern. Graf Rechberg, der jetzt hoch betagt - er steht im 89. Lebensjahre - bei Schwechat lebt, vermählte sich im Juli 1834 mit der damals 21jährigen Miß Barbara Jones, der ältesten Tochter des Thomas Jones Viscount Ranelagh. Aus dieser Ehe entstammte ein Sohn, Graf Louis Rechberg, der im Jahre 1877 starb. Derselbe war mit Louise Landgräfin Fürstenberg vermählt und hinterließ vier Töchter. Graf Bernhard und Gräfin Barbara Rechberg lebten etwa 30 Jahre in ehelicher Gemeinschaft, dann wurde aber die Ehe außergerichtlich gelöst, und die Gräfn lebte nun durch weitere 30 Jahre allein, abwechselnd in England und in Paris. Am 27. Mai v. J. starb sie in London, 81 Jahre alt, mit Hinterlassung eines Vermögens von hunderttausend Pfund Sterling. Ihr Testament bereitete ihren in Oesterreich lebenden Enkelinnen eine große Überraschung, denn Gräfin Barbara Rechberg hatte ihren Güterdirektor zum UniversalErben eingesetzt. Das Testament war, drei Tage vor ihrem Tode datirt; als Zeugen sind ihre Haushälterin und ein Dienstmädchen unterzeichnet. Die in Oesterreich lebenden Verwandten der Verstorbenen fechten die Giltigkeit des Testamentes an. Meerscbaumpfeifen, lange deutsche ! Pfeifen, Cigarrenspitzen etc., bei Wm. Mucho, 199 Ost Washington Str.

Hiesiges.

Der Patton-Spades Prozeß. Gestern Nachmittag schloß Vertheidiger Spann seine Rede für seinen Klienten Spades. Ihm folgte Chas. Cox mit dem Schlußplädoyer für Grace Patton. Spades war am Nach mittag zum ersten Malewährend des langwierigen Prozesses nicht anwesend. Anwalt Cox ging noch einmal über das weite Feld der Zeugenaussagen und seine Kritik des Verklagten fiel natürlick nicht gerade sehr schmeichelhaft aus. Er endete gegen 5 Uhr Abends. Um den Geschworenen, die sämmtlich nicht mehr jung an Jahren sind, eine Nachtruhe zu geben, verschob Richter Harvey seine Rechtsbelehrung bis heute Morgen. Heute Vormittag verlas er den ausgeruhten und für die Strapazen des Jurydienstes vorbereiteten Geschworenen seine Instruktionen. Die Verlesung nahm etwa 1 ½ Stunde in Anspruch, dann wurde die Jury abgeführt, um über den Sensationsfall nach Recht und Gewissen zu urtheilen. Wie daS Verdikt nun ausfallen wird. vermag Keiner zu sagen, doch herrscht die Meinung vor, daß die Klägerin wohl kaum einen Schadenersatz erlangen wird. Angekommen! Der famose Bock der Anheuser Busch Brauerei wird heute an Zapf zu finden sein. Auch in Flaschen zu beziehen. Telephon 1687. Gestern Abend starb im Hospital die ledige Maggie Jones, die vor einer Woche von der Polizeistation nach dort geschickt wurde. Sie war nämlich eines Morgens früh wegen öffentlicher Ruhestörung in einer Gasse verhaftet worden. Sie hat Niemanden in der Stadt, der für ihr Begräbniß Sorge tragen wird. -„Richte Dich auf" ist eine hämische Ermahnung an Diejenigen, die ganz herunter sind, ohne Appetit und entmuthigt. Aber die Art, in welcher Hood's Sarsaparilla den schwachen Körper aufbaut und guten Appetit giebt, ist wunderbar. Bestes Familien-Katarrhmittel: Hood's Pillen. Eine Frau Namens Johnson war wegen Nichtbezahlung der Miethe vor einigen Tagen ausgesetzt worden. Sie errichtete sich auf einem leeren Bauplatze an der Prospect und dem Tunnel ein Zelt, wo sie mit ihrem Sohne kampirte. Gestern Abend fand sie dort Polizeisergeant Kurtz. Dieser berichtete darüber dem Gesundheitsrath. Die Indiana Hedge & Wire Fence Co. wurde gestern mit $300,000 Aktienkapital inkorporirt. Das Di- rektorium ist zusammengesetzt aus Sterling R. Holt, H. Bals, E.I. Robinson, R.G. Harseim, H.W. Mlller, G. E. Rauh, C. Van Camp. T. Taggart und Allen Conduitt. James Gordon und Elmer Bramlet wurden von der Geheimpolizei verhaftet, weil sie dem Silas Pittman im Hazardspiel $35 abgenommen haben. Sie wußten auch, daß Pittman $240 im Vermögen hatte. Diese $240 wurden dem Pittman Donnerstag gestohlen und man nimmt an, daß die beiden den Verüber des Diebstahls kennen. Morgen Abend findet in English Opera House das Konzert des Cincinatter Liederkranz statt. Billete für den Abend sind im Vorverkauf an der Kasse des Theaters heute schon zu haben. Das aufgestellte Programm, bei dessen Ausführung, wie erwähnt, auch ein Streichquartett und die Solistin Frl. Betcher mitwirken werden, verspricht einen angenehmen Abend. Der Chor besteht aus 48 geschulten Sängern. Das English Opera House sollte morgen Abend zu klein sein für die Zahl derer, die den sangeskundigen Cincinnatiern lauschen wollen. 1 8000.00 fmt U Wlivr B4t j John K GooliB.l roj.X.r rork Kt u. kcwi.x, yo et m nach, du v. erna t.ch ymiuicklj kof to M.a fron $4 t 10 d.y at Ui. tait, and aior. at 70a f oa. BoUi mim, all im, laaarartof iU all jroa ttaa.ur apara Manu enly ta Ifaa work. AU M n. Craa pajr BCKB fov Amtrica, yo eaa aasMoaBa at ol.. tirvarrtbin. BAI1LT. PAKT1CÜLAJL8 nK. BAI1LT, PU1LT laanad. na atart Tau. IWralahio XXMOA C3la WUll CiUlT äDraatat Hn.

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