Indiana Tribüne, Volume 18, Number 201, Indianapolis, Marion County, 11 April 1895 — Page 1

x v sfVf s AA Os. i A fr ks KV s5 III I S I I w o w v w W W Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Jahrgang 18 Indianapolis, Indiana Donnerstag, den 11. April 1895. No. 201

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No. 1 West Washington Straße, (Merchants National Bank.)

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Donnerstag, den 18 April, Adschieds-Benefiz u. letztes Auftreten

II. Da scheint es uns, daß die Verfasser der Konstitution darunter keine Steuer auf Dinge oder Sachen, sondern eine solche verstanden, welche Personen auferlegt wird. Der Ausdruck "keine Kopfsteuer oder andere direkte Steuer" zeigt, daß die Verfasser unter direkter Steuer eine Art Kopfsteuer verstanden haben, eine Steuer, welche von der

Person und nicht von der Sache be=

zahlt wird, eine Personalsteuer und

nicht eine Sachsteuer. Bei der Ab=

fassung von Constitutionen und Ge=

setzen pflegt man strikt und vorsichtig

des Herrn G. RICKELT. Der Streik der Schmiede. Unter vier Augen! Lustspiel in 1 Akt von Fulda. Eine vollkommene Frau. Posse in 1 Akt von Görner.

Die Einkommensteuer und die Entscheidung der Supreme Court.

zu sein und man setzt kein "und" für ein "oder". Hätten die Verfasser der

Konstitution unter direkter Steuer auch

eine Sachsteuer verstanden, so ist anzunehmen, daß sie gesagt hätten: "Kopf=

steuern und direkte Steuern", oder

"weder eine Kopfsteuer noc eine di=

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1. Q. Queller,

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ErkÄwngen und alle Arten Hals-

rekte Steuer".

Auch deutet das Zusammenwerfen

der Vertretung und der Volkszählung mit der Besteuerung darauf hin, daß

hier bloß eine Personalsteuer gemeint

sei.

Will man aber bei der im Ganzen

höchst unklaren Fassung der betr. Pa=

ragraphen, den Begriff der direkten

Steuer auch auf Sachen ausdehnen, so

könnte die Besteuerung nur in der

Weise stattfinden, daß der Congreß be=

stimmt, daß aus jedem Staate eine im Verhältnisse zu seiner Einwohnerzahl

festzustellende Summe zu erheben sei.

In solchem Falle aber könnte die Rate

der von Sachen zu erhebenden Steuer

niemals überall die gleiche sein. Denn

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weder ist der Werth der Sachen, be=

sonders der von Immobilien, noch ist

die Vertheilung des Besitzes überall

die gleiche, und dies verstieße daher

gegen die in Par. 8 enthaltene Bestim=

mung, daß die Besteuerung über das

ganze Land hin eine gleichmäßige sein

müsse, man müßte andernfalls anneh=

men, daß in dem betr. Paragraph das

err-L m. .lüllfü . f . fT

Wort "taxes" absichtlich weggelassen

ist.

Dies scheint uns aber nicht der Fall

zu sein, und auch die Supreme Court

nimmt dies nicht an, denn in der Ent=

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scheidung heißt es, daß selbst wenn die

Steuer keine direkte sein sollte, sie doch

ungesetzlich sei, weil sie nicht gleich=

mäßig im ganzen Lande erhoben

werde.

Es ist ein uralter Rechtsgrundsatz,

daß, wo mehrere Auslegungen eines

- V rl " "7.

Gesetzes möglich sind, nicht diejenige

statthaben soll, welche die Ausführung

a. n.TT u-- I ' 7 ' ' 7 7

des Gesetzes unmöglich macht. Nun

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kann, angenommen die direkte Steuer

sei eine Sachsteuer, wohl eine Erhebung

Zu halen in t&m LPotheken.

und

George Hernnann

J&s&!

derselben unter Partizipirung der

Staaten nach Verhältniß ihrer Ein=

wohnerzahl statthaben, es kann auch

gleichmäßige Erhebung im ganzen

Lande stattfinden, aber beides zu=

gleich ist eine Unmöglichkeit, weil Ein=

kommengrößen und Besitzwerthe nicht

in demselben Verhältniß zu einander

stehen, wie die Bevölkerung. Wenn

ein Staat zehn Mal mehr Einwohner

hat, als der andere, so braucht des-

halb das Gesammteinkommen oder der

Besitz der Bewohner nicht auch zehn

Mal so groß sein. Nehmen wir an,

Staat No. 1 habe 10,000 Einwohner

und Staat No. 2 habe 1000. Wenn

. .

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ZsiHmbeftatteV,

auf Staat No. 1 $10.000 Steuern

entfallen, so kommen auf Staat No. 2 $1000. Wenn aber das Gesammtein= kommen der 10.000 Einwohner des einen Staates zehn Millionen beträgt, so ist die Steuer 1/10 Prozent, beträgt aber das Gesammteinkommen der 1000 Einwohner des anderen Staates bloß im Verhältniß die Hälfte, also $500,000, so zahlen sie 1/5 Prozent Steuer, also nochmal so viel, also ist die Be= steuerung keine gleichmäßige. Sie ist bloß in dem Falle möglich, daß die Einkommengröße in den verschiedenen Staaten im Verhältniß zur Einwoh= nerzahl die gleiche ist, was aber nie oder selten der Fall ist. Also verlangt die Verfassung Un= mögliches, wenn man nicht annimmt, daß unter direkter Steuer eine Per= sonalsteuer verstanden ist. Das Gericht faßt die gleichmäßige

Erhebung sehr sonderbar auf. Es verwirft das Gesetz aus dem weiteren Grunde, weil die Steuer angeblich

nicht gleichmäßig erhoben werde. Auf

diese Idee kann man indeß nur durch

direkte Logik und Silbenstecherei

kommen. Das Gesetz macht nicht den geringsten Unterschied zwischen ver-

schiedenen Theilen des Landes (so weit ist die Steuer gleichmäßig) es enthält

aber Steuerbefreiungen zu Gunsten

von Minderbegüterten, Sparbanken,

Bauvereinen, Versicherungsgesellschaf-

ten u. s. w. Nur durch die indirekte

Schlußfolgerung, daß die Minderbe=

güterten, die Sparbanken u. s. w. sich

nicht auf alle Staaten gleichmäßig ver=

theilen, kann man feststellen, daß das

Gesetz sich nicht gleichmäßig auf die ganzen Ver. Staaten erstrecke. Es ist

aber mit völliger Sicherheit anzuneh= men, daß eine solch indirekte Schluß=

folgerung nicht im Sinne der Verfasser

der Constitution lag, denn es hätte

ihnen keine Schwierigkeit gemacht,

diesen Gedanken klar auszudrücken.

Die geforderte Gleichmäßigkeit der

Besteuerung erstreckt sich dem Wort=

laute des Gesetzes nach auf das Land

und seine Theile, nicht aber auf seine

Gesammtwirkung auf die Bewohner.

Das Gesetz gilt in allen seinen Theilen

gleicher Weise in jedem Landestheile, es ist gleichmäßig (uniform) durch die

ganzen Ver. Staaten.

Dieser Punkt ist gar nicht stichhaltig, und man sieht ihm am Gesicht an,

daß man eben einen Punkt finden

wollte, aus dem man die Verfas=

sungswidrigkeit des Gesetzes herausklügeln konnte.

Gehen wir aber weiter, und nehmen

wir an, daß das Gericht in Bezug auf die direkte Steuer Recht hat, daß die Bundesregierung keine direkte Steuer, auch keine Sachsteuer, ausgenommen auf der Basis der Volkszählung erhe=

ben kann, dann ist, wenn in Par. 9 das Wort "taxes", wie das Gericht

anzunehmen scheint, nur aus Versehen

weggelassen wurde, die Erhebung einer direkten Bundessteuer, wie gesagt, praktisch überhaupt unmöglich. In

solchem Falle wird aber ganz unver= ständlich, wie das Gericht auch nur ei=

nen Augenblick zögern konnte, das

ganze Gesetz zu verwerfen. Worin be-

steht dann noch ein Unterschied zwischen

der Einkommensteuer des vermiethen= den Grundbesitzers und der des Fabri=

kanten? Ist letztere minder direkt?

Wo ist das unterscheidende Merkmal ?

Ist die eine leichter oder schwerer ab=

zuwälzen als die andere? Wenn die

Steuer auf Rente eine Steuer auf

Land ist, kann nicht ebenso gut behaup=

tet werden, daß eine Steuer aus Profit

eine Steuer auf die Waare ist ? Es

ist uns vollständig unerfindlich, warum

ein Theil der Richter sich scheute, das ganze Gesetz für verfassungswidrig zu

erklären, das wäre zum Mindesten

konsequent gewesen.

Wie in Bezug auf Land, so find auch

die Schlußfolgerungen in Bezug auf

Staats- und Gemeindebonds ganz in=

direkter Natur. Die Bundesregierung

hat nicht das Recht einen Staat oder

eine Munizipalität zu besteuern. Gut.

Wenn man aber austüftelt, daß eine

Steuer, welche man auf das Einkom=

men legt, das Jemand aus Staats=

oder Gemeindebonds bezieht, indirekt

eine Steuer ist, welche man dem

Staate oder der Gemeinde auferlegt,

weil möglicher Weise das Vermögen

des Staates Geld zu borgen dadurch

beeinflußt werden könnte, so könnte,

abgesehen davon, daß dieser Einfluß schon um deshalb nur ein sehr ge=

ringer sein könnte, weil nicht die

Bonds selbst, sondern nur das aus

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denselben bezogenen Einkommen be= steuert wird, sich ein solcher Einfluß nur dann a,lt,nk ,5, Znn mÄt z,5, ' "b" Kranke, Mann oder Frau, erhält die berühm'en Veno Medizinen zu 25 Prozent DiS, dann geltend machen, wenn nicht jedes Einkommen, sondern nur das auch Bonds besteuert würden, weil man dann t. 5 r rt .ri v cr !r. - nZ Vi k vmmV.. .r.rr m . . ... c r . ?

vorzöge sein Geld in anderer Weise

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anzulegen. Wenn aber das Einkom= men in jeder Form besteuert wird, dann giebt es aus diesem Grunde keinen Vorzug mehr, also auch keinen Nachtheil und die vom Gerichte ange= nommene Wirkung würde nicht ein= treten. Es ist etwas weit gegangen, die wahrscheinliche Wirkung einer Ver= mögenssteuer auf eine Einkommen=

steuer auszudehnen.

So läßt sich die Entscheidung des

Gerichtes weder vom juristischen noch

vom wirthschaftlichen Standpunkte aus

gutheißen.

Welcher Geist die Richter geleitet,

werden wir weiterhin sehen.

Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Wärmeres, schönes Wetter heute

Nacht; wärmer und schön Freitag. Gestrige Temperatur: Maximum 59

Grad, Minimum 36 Grad.

, ,, ,

Was braucht man auch Fleisch

zu essen ! N e w York, 10. April. Von den

hiesigen Fleischhändlern wurde heute in Erfahrung gebracht, daß die west=

lichen Fleischmonopolisten eine Combi=

nation geschaffen haben, um die Fleisch=

preise im ganzen Lande in die Höhe zu

schrauben. Seit letzter Woche sind

hier die Fleischpreise um 20 bis 20 Prozent in die Höhe gegangen und die

Kleinhändler machen sich auf eine wei=

tere Steigerung gefaßt. Seit 23 Jahren sind in hiesiger

Stadt die Fleischpreise nicht so hoch

gewesen, wie augenblicklich.

Armour, Swift, Morris und Cu=

dahy in Chicago, und Schwarzschild und Sulzberger in New York sind die

fünf Firmen, welche ein Schutz- und

Trutz-Bündniß geschlossen haben.

Die Fleischpreise waren gestern hier

wie folgt : Porterhouse-Steak 30 Cts. per Pfund; Sirloin 25 Cents; Sir=

loin-Roast 26 bis 28 Cents; Rib-

oast 22, und Round-Steak 18 Cts.

Der Umfang deS Geschäfts der Westichen Monopolisten geht auö folgen-

den Zahlen hervor:

Eine einzige Firma in Chicago hatte letzteS Jahr einen Waarenumsatz von

$66,000,000. Dieselbe Firma schlach-

tete in einem Jahre 712.000 Rinder,

1.714,000 Schweine und 500.000 Schafe. Sie beschäftigte 7900 Arbeiter. Dieselbe Firma besitzt 22,500

Refrigerator-Wagen, die auf allen Hauptbahnen des Landes fahren.

Sonderbare Klage eines

Fanatikers. St. Louis, Mo., 10. April.

Rev. J. N. Weston, aus Valparaiso,

Ind., ein fanatischer Methodistenprediger und Temperenzler, hat gegen die Wirthe von Cheston, in Porter County,

eine seltsame Klage eingereicht. . Meh-

rere Mitglieder der Gemeinde des Pre-

digers haben sich dem Suff ergeben und Weston will dafür die Wirthe zur Rechenschaft ziehen. Er klagt für

Schadenersatz.

bi? Samstag Abend giltig ist, später gelt n die alten Preise.

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nffl&fr( i

Das englische Ultimatum.

London, 10. April. Bezüglich

des von New York hier eingetroffenen Berichtes, daß die britische Kriegsschaluppe Wild Swan sich mit Royal Arthur, dem Flaggenschiffe des britischen

Geschwaders bei Panama vereinige, um

nach Cocinto, Nicaragua, zu fahren und dort das Ultimatum (Großbritanniens, in welchem $75,000 Entschädi-

gung für die Ausweisung des britischen Consular - Agenten in Bluefields ge fordert werden, gewaltsam durchzuführen, wird gesagt, daß derselbe verfrüht sei. In der Admiralität wurde heute auf eine darauf bezügliche Anfrage erwidert, daß der Wild Swan oder der Royal Arthur keine Befehle erhalten

hätten, die zu solchem Berichte hätten

Berechtigung geben können. --- Wollen jederzeit Bier haben.

Omaha, Nebr., 11. April. Heute wurde ein Versuch gemacht, den Streik der Branerei-Arbeiter niederzulegen. Alle Brauereibesitzer der Stadt traten

zusammen und setzten einen Kontrakt auf, welcher von der Union unterzeichnet werden sollte. Der Kontrakt fand auch Beifall, aber Anstoß erregte die Bestimmung, daß Bier um 9, 11, 12, 2, 4 und 6 Uhr geliefert werden solle,

und die Arbeiter weigerten sich, aus den Kontrakt einzugehen, falls sie nicht jederzeit freies Bier haben könnten. Sämmtliche Brauerei - Arbeiter der Stadt sind am Streik betheiligt. Gefahrliche Fahrt. Norfolk, Va., 11. April. Mit Havarie lief hier heute der Dampfer Alven" ein, nachdem 'er 200 Meilen südöstlich von Hatteras stark leck geworden war. ES gelang daS Schiff über Wasser zu halten, indem man die Pumpen mit aller Kraft arbeiten ließ. und 200 Tonnen der Ladung über Bord warf. Während 24 Stunden standen die Passagiere mit NettungSgürteln bereit, jeden Augenblick das Schiff zu verlassen. , Die ftreikendenRockmacher Cincinnati, 11. April. Die streikenden Rockmacher hielten heute eine Parade ab, und erlangten noch einige Zuzüge. Sie behaupten jetzt, 8500 Personen am Streik zu haben. In einer heute abgehaltenen Versammlung der Geschäftsführer wurde beschlössen, daß sich die Pressers Union dem Streik anschließen soll. ,, Ein neuer Einkommensteuer -Prozeß. ... New Sork, 10. April. Ein neuer Prozeß, der die VersassungsMäßigkeit der Einkommensteuer anficht, ist beim hiesigen Kreisgericht von Chaö Allen in Greensield, Mass., gegen die

Illinois Central Bahn anhängig gemacht worden.

Eö wird in der Klage geltend ge-

macht, daß die Gesellschaft beabsichtige.

von ihren Profiten und ihren Einkünften für daS Jahr 1894 eine zweiprozentige Einkommensteuer zu zahlen und verlangt, daß ihr dies verboten werde.

Zur Rechtfertigung wird gesagt, daß die Steuer eine direkte Steuer aus Grundbesitz, Ausrüstung und Perti-

nenzen der Bahn bilde, welche njcht,

wie die Konstitution verlange, auf die verschiedenen Staaten vertheil: sei. Ausland? Die hellen Sachsen. Berlin, 11. April. In Sachsen giebt es immer noch "helle" Bürger, wie die Bismarckfeier in Reichenbach im Voigtland bewiesen hat. Die dortigen Bismarckverehrer zündeten ein Freudenfeuer an, worauf 163 Scheite Holz gelegt wurden. Auf jedem einzelnen Holzscheite stand der Name eines der 163 Abgeordneten, welche am 23. März im Reichstag dem Altkanzler den Glückwunsch versagten.

Alexanders. Der Senat, beschäftigt sich zur Zeit auch wieder mit Plänen zur besseren Ueberwachung der Presse und deS VereinSlebenS." Vorbereitungen f ü r die

Maifeier. Paris, 11. April. 3m hiesigen Maison du Peuple" fand gestern Abend eine Conferenz von Vertretern der sozialistischen Gruppen und Gewerkschasten statt, um die Vorarbeiten für eine imposante Achtstunden-De-monstration am 1. Mai zu treffen Ueber 100 Delegaten waren zugegen. Schiffs-Nachrichten.

Angekommen in : New York: "Friesland" und "Stuttgart" von Bremen. Southampton: "Trave" von Bremen.

Rotterdam: "Maasdam" von

New York.

und

von

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Daö 19. Jahrhundert.

St. Peteröburg, 11. April.-

Die Judenverfolgungen in Rußland

werden jetzt wieder in ähnlicher Weise betrieben, wie unter der Regierung

allerlei.

Ein schrecklicher Unglücksfall trug sich dieser Tage in Wiehe im Kreise Eckartsberga zu. Der Schornsteinfegermeister Kunst war mit seinem 15jährigen Sohne mit dem Reinigen einer Esse beschäftigt, ohne daß dies allen Bewohnern des betreffenden Hauses bekannt war. Einer derselben zündete in einem Ofen Feuer an und Vater wie Sohn erstickten in dem Rauche. Nach einem kürzlich in Kraft getretenen Gemeinderegulativ der remonstrantisch-reformirten Gemeinde in Friedrichstadt haben von jetzt an die weiblichen Mitglieder der Gemeinde gleiches Stimmrecht wie die männlichen. Sämmtliche Gemeindeangehörige sind mithin ohne Unterschied des Geschlechts stimmberechtigt, sobald sie die Großjährigkeit erreicht haben. Diese remonstrantisch-refor-mirte Gemeinde ist die einzige ihres Gleichen in Deutschland, dabei auch die

reichste, denn sie vertheilt jährlich mehrere Tausende von den Zinserträgen ihrer großen Capitalien unter ihre Mitglieder. Die Strafkammer in Posen verurtheilte die Krankenwärter Antkowiak und Wierkiewicz von der Irrenabtheilung des Städtischen Krankenhauses wegen Körperverletzung zu einem Monat bezw. drei Tagen Gefängniß. Die Verurtheilten hatten den an Delirium leidenden Kommis Langner, bald nachdem derselbe eingeliefert worden war, am Halse gewürgt, mit Gewalt gebadet, in einen Zwangsstuhl gesetzt und ihm die Zwangsjacke angelegt. Langner ist sechs Stunden nach seiner Einlieferung gestorben, es hat sich jedoch nicht feststellen lassen, daß der Tod durch die Mißhandlun-

gen erfolgt war. Die Strafe wurde

nur wegen der mangelnden Controle

und der mangelnden Instruktion der

Krankenwärter durch die Kranken-haus-Verwaltung so niedrig bemessen.

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