Indiana Tribüne, Volume 18, Number 198, Indianapolis, Marion County, 8 April 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne.

Erschemt Taglich und Sonntags. Die tSgttch Tribüne- kostet durch den Träger U Cent per Woche, die EonntazZ..Tribüne'L Urnt per Woche. Beide zusammen 15 Cent ode, es Cent per rkonat. Per Post außerhalb der 7?tadt luzeschtZt in VorkuöSezahlung per ijar. omrt IQ Süd Alabama Stratze. Indianapolis, Ind., 8. April 1895. CCitä'.EaWIcnettjentenao BtvclflMjUv pon der Gartenstadt. Chicago, in windigen Tagen. Afrika Wüste Kameel Colomalpolitik wie kommt denn eigentlich diese Ideen Association augenblicklich in Meinen Kopf? Beruhigen Sie sich nur; sie ist nicht etnz einem Aprilscherz.,Delirium entsprungen; nein, der Aprilnarren Kobold hat mich Heuer vollkommen, in Ruhe gelassen, obwohl es Augenblicke gibt, in denen e mir am allerliebsten sein würde, wenn das ganze Chicago Leben nur so eine vorübergehende April Fopperei wäre, über die sich der Gefoppte wohl ein wexiia. ärgern kann, aber zugleich mit dem glücklichen Bewußtsein, daß dieses Jammer- und Schreckens - Zerrbild eiues amerikanischen Paris wenigstens keine Wahrheit gewesen! Die besagte Ideen - Verbindung entwickelte sich nur Ui der Nachricht, daß aus dem Volk der Gartensiädtler dem--nächst auch ein Afrikaforscher erstehen werde, Herr Walter Channing Wyinan, welcher mit ren Resultaten feiner Forschung das Columbische Weltausftellungs - Museum dahier wesentlich an bereichern gedenkt. Nach einem Be.such der Westseite in diesen Tagen mußte sich mir ia besonders lebhaft der Gedanke aufdrängen: Wunderbar, daß Chicago nicht schon längst ein. ganzes Heer Afrikaforscber und Colonisten gestellt hat! An dem richtigen Holz, us dem solche geschnitzt werden, sollte es hier wahrlich nicht fehlen. Denn die Erfahrungen, welche man in den jetzigen classischen Wind-Wochen ganz besonders auf der West- und Südwestseite Chicagos machen kann, sollten nicht weit z. B. hinter denjenlgen in der Wüste Sahara zurückstehen (welche ich freilich nicht aus eigener Anschauung kenne, aber mir 'glaubhaft Habe schildern lassen). Rings in den Straßen Staub-Dreckschichten von unergründlicher Tiefe, jeder Windstoß Wolken aufwehend, welche Roß und Reiter" zu .verschlingen drohen und schier das Licht der Sonne verdunkeln, der Staub in Augen. Nase und Ohren dringend und selbst den heikelsten Reinlichkeitsapostel oft in wenigen Auenblicken in den ärgsten Schmierfinken riit der schmutzigsten Leibwäsche verwandelnd, dabei häufig Gefahr, in einer unerwarteten Bodenvertiefung zu versinken: wirklich, in einer solchen Welt sollten sich die besten Afrikaforscher bataillonsweise von selbst bilden! In manchen Beziehungen ist diese Vorschulung sogar eine ungemein strenge; .denn ich. vermuthe stark, daß der Sahara - Wüstenstaub immer noch angenehmer ist, als der Neu-Parrser, und auch die Luft dort merschtendehls" besser ist. Dazu kommt noch, wie man ja neuerdings entdeckt haben will, daß die Grippe, die gegenwärtig hier so weit verbreitet ist, eigentlich nur ein afrikailischeö Fieber sein soll. Also. Herz. waS willst Du noch mehr? Allexfalls noH etwas Feuchtigkeit, aber da kann ja geholfen werden. Vielleicht entschließt sich auch in Schock Chicagoer IKneipwirthe der Mac- und O-Gattung dazu, als Pioniere nach Afrika zu gehen. mit der Anwartschaft auf all: künftigen Aldermen - Aemter daselbst. Doch Sie sollen mir nicht vorwerfen können, daß ich auf dem Umwege über Afrika tyt Chicagoer Localpolitik wie.der hereinzuschmuggeln suchte, die ich vorläufig abgeschworen hatte. Bis Ihnen dies: Herzensergüsse zu Gesicht kommen, sind, Gott sei Dank, auch die Wahlen in derGartenstadt überstanden. 'Darum fort von A zu B nämlich von Afrika zu Bismarck! Für das treue Reichsdeutschthum Chicagos war die Bisinarckfeier dahier der einzige Lichtblick in der prosaischen Oede der letzten Wochen, und der alte Eiserne (längere Zeit auch zum alten Eisen Geworfene) im Sachsenwalde,' der ja sozusagen auch Ehrenbürger von Chicago ist (wenigstens Ehrenmitglied eines strammen Ehicagoer Plattdeutsehen Vereins) würde vielleicht ebenso viel Spaß an diesem Feste gehabt haden. wenn er es mittels Edison'schen Kinetofkopen und Phonographen ganz frisch hätte genießen können, wie die biederen Feiernden selbst. Es zeigte sich dabei wieder, wie die Chicagoer Deutschen natürlich immer nur die Reichsdeutschen unendlich tiefer bis inarckisch gesinnt sind, als ägirisch". Sogar in die öffentliche Bibliothek Chicagos ist ziemlich viel Bismarckismus ingedrungen; ' denn sie, enthält nahezu ein Halbhundert verschiedene Werke in verschiedenen Sprachen über den Weltgeschichte - Großfabrikanten von Friedrichs ruh. Dabei blieb das Chicagoer Deutschland von dem diesbezüglichen Gezänke in einem Theil des alten Deutschland vollkommen verschont: wer nicht mitfeiern wollte, der blieb eben weg, ohne daß ein Hahn darnach .krähte, Chicago hat ja Platz szenug für Alle. In mancher anderen Hinsicht freilich wäre die letztere Behauptung anfecht bar. Ungewöhnlich viele Erdenwalle? der Gartenstadt scheinen in den letzten paar Wochen zu der Ansicht gekommen zu sein, daß Chicago für sie nicht Platz zenug habe, und in Ermangelung von gemüthlicherer 'Platzveränderungs Gelegenheit wanderten sie in das Jenseits aus. Wenn eS so weitergeht, wie im ersten Viertel, wird Chicago dieses Jahr noch mehr Selbstmorde zu verzeichnen haben, als im vorigen! Kürziich wurden der' Polizei an einem einzigen Tage 7 Selbstmordversuche, darunter, 5 erfolgreiche", gemeldet.',' Entsetzt fragte sich die überlebende

Menschheit, welche Ursachen eö waren, die ihr diese Mitbewerber im Kampfe um'S Dasein aus dem Wege räumten, und einige Zeitungen ergehen sich in langen Betrachtungen und Leitartikeln über die artenstädtische Selbstmordseuche. Dabei schweigen sie aber cMz davon, -daß auch ihre melodramatischherostratischen Sensationö berichte über solche Thaten, wider die Natur ohne Zweifel schon gar manchmal dazu beigetragen haben, diese Seuche immer weiteö auszubreiten. Indeß, Selbsterkenntniß ist ohne Zweifel die unverschämteste Forderung, die man an einen erfolgreichen Fabrikanten der öffentlichen Meinung in der Windstadt stellen kann, wie sie überhaupt eine starke Zumuthung an Sterbliche ist. Da ich doch gerade von der PostRoute in das Jenseits gesprochen habe, so möchte ich nebenbei auch eines Schadenersatz - Processes wegen einer fahrlässigen Beschädigung, der von allergemeinstem principiellen Interesse ist. Erwähnung thun, nicht wegen des Klagefalles selbst, 'denn sonst könnte ich allein mit Schilderungen fahrlässiger Tödtungen alle meine Briefplaudereien ausfüllen' sondern nur sozusagen als ein rechtsphilosophisches Fragezeichen, ' Diese? Tage hat ein Chicagoer Geschworenen - Collegium einem Kläger, welcher in de? Obhut eine? Bahngesell, schaft das eine.Aue' eingebüßt, hatte, 55500 Schadenerak' zugesprochen. DaS ist nicht gerade'. seh? viel, aber es ist verhältnkßmLßtz lein anständigS Oerdict. - WxdeM Kläger beide Aupen verloren habensö, hätte er ohne Zweifel mit itefäfigi! einen Schadenersatz von 510,000 durchsetzen können; dieselben ' Geschworenen hätten ? ihm wahrscheinlich' sür-l.den' Verlust eineö Fußes oder einer Hand u. s. w. noch in jedem einzelnen Falle weitere 55000 zugesprochen, und unter Umständen wären ihm $50,000 sicher gewesen. Hätte er aber statt dieser Stückchen Leben sein g a n z e s Leben verloren, und wenn er ein ganzes Dutzend hilfloser Angehörigen hinterlassen hätte, dann hätten die Geschworenen allerhöchstens auf 55000 Schadenersatz erkennen d ü r f e n ! So will es ein heiligeS Gesetz, das nicht nu? im PrairieStaate, sondern in ähnlicher Form noch in vielen änderen Staaten unserer großen Republik in den Gesetzbüchern spukt und sich ungleich schwerer ausreuten läßt, als die Russendistel". Ich überlasse es dem Leitartikel-Schrei-der, dieses Thema unter etwas nähere Beleuchtung zu nehmen. Endlich so kurz vor dem Sommer. 'der eS wieder versengt flackert in Chicago das höhere Kunstleben wieder ein Bischen' auf, aber das Volk ist herzlich wenig dabei. Die in meinem neulichen Briefe erwähnte Operntruppe, welche daS Auditorium in einen Feenund Walküren - Palast umzauberte. hat nur am ersten Abend eine nennenSwerthe Gemeinde gesundes und was sü? eine! DaS ganze reiche HauSknechtthum mit seinen wandelnden Juwelen - Ausstellungen, welches sich dafür am ande?en Tage in den Zeitungen besprechen und abconterfeien liefe. Nachher aber waren auch diesem Element bei den schlechten Zeiten" die Preise zu hoch, und dk Truppe machte im Ganzen so jämmerliche Geschäfte, wie ich eS befürchtet hatte. Dieses Jahr scheinen auch ' die lieben kleinen Liliputaner" von' hie? mit ziemlich magerem Beutel wieder abzuziehen. Und das reguläre deutsche Theater? Das hat im Allgemeinen viel wenige? Ursache, mit den 'Chicago Deutschen zufrieden zu sein, alS der aXe Bismarck. I. R.

Zerrissene Familtendande. Zu den traurigsten und verderblichsten Erscheinungen, welche die Sklaverei zeitigte, gehörte die vollständige Vernichtung aller Familienbande unter der Negerbevölkerung der Südstaaten. Der Sklavereicodex erkannte die Heiligkeit ehelicher Beziehungen bi den Sklaven nicht an.? Die Letzteren konnten keine rechtsgültigen Ehen eingehen, sie durften nur so lange mit einander leben, als es ihrem Herrn gefiel. Der Wurf mit dem Würfelbecher, der Fall einer Karte, wodurch ' dem Sklavenbesitzer ein Verlust entstand, war nicht selten genügend, um die Sklaven einer großen Plantage' über den' ganzen SUden zu zerstreuen, die Eltern vielleicht an . die Küste deZ atlantischen Oceans und die Kinder an die mexicanisch Grenze oder, an die Ufer des Ohio. Die Kinder vorv Sklavinnen waren wi:derumSklaven, gleichviel ob derVater ein freier Mann war oder nicht, und unter dem Sklavencodex sind viele Tausende von Unglücklichen, deren weiße Väter ein schwarzes Herz hatten, öffentlich verkauft worden, um in den Reisfeldern der Carolinas oder in den Sümpfen des Mississippi-Thalts UN ter der Peitsche brutaler Aufseher ein bis an's Ende elenderes Leben zu führen. als die russischen Sträflinge in Sibirien. - .Die. Nichtanerkennung von Familienbanden unter den Negerskla ven hat die Farbigen des Südens nicht nur demoralisirt, sondern nahezu verthiert und den vollständigen Mangel an jeglichem moralischen Gefühl verursacht, welcher zahlreiche Schandthaten im Gefolge gehabt hat und an dessen Beseitigung die Philanthropen während der letzten 30 Jahre unablässig gearbeitet haben. - - Daß die Neger die ihnen durch den Sklavencödex aufgezwüngene Schmach selbst tief empfanden.erhellt auS der Thatsache, daß sie nach ihrer Befreiung unverzüglich Schritte zur Legalisirung der gesetzlichen Beziehungen zwischen Mann und Weib Eltern und Kindern thaten. Zur Erreichung dieses Zweckes , hat das unmittelbar nach dem Kriege unter General Oliver O. Howard ' errichtete Freedman's - Bureau" sehr viel beigetragen und eö gereicht den Negern sicherlich zur Ehre, daß sie. trotz der. Jahrhunderte langen Sklaverei, in der verhaltnißmäßig' seh? kuen Zeit seit ihrer Emancipation ' .' . ..; C; iiÖ -O

die Heiligkeit der Ehe' anzuerkennen gelernt haben. Die Erinnerung an die demoralisirendenBeziehungen zwischen den männlichen und weiblichen Negern wird jetzt noch lebhaft in das Gedächtniß zurückgerufen durch die Bemühungen früherer Sklaven, Eltern, Kinder oder sonstige Verwandte zu finden.' Besonders spiegelt das officielle Organ der farbi gen Methodisten, der Christian Recorder, die früheren Zustände in zahlreichen Aufrufen wieder, in denen um Information über den Verbleib " von Personen gebeten wird. Besonders reich an solchen Appellen ist die letzte Nummer des genannten Blattes. So bittet Minder Latson auS Brenham, Tex.. um Auskunft über Jennie Moses, Mela. Selina, James und Felix Fields. Die drei Erstgenannten sind seine Schwestern, der Vierte ist sein Bruder und der Fünfte sein Stiefvater. Sie alle gehörten Charles Baren," sag! er. Meine Schwester Jennie und ich wurden an Jack Felder, meine Schwester Selina an einen gewissen Buchanan verkauft." Pleasant Beale aus Paragoula. Green County, Ark.. schreibt: Ich bitte um Nachricht über Vater. Mutter. Bruder und Onkel. Mein Vater hieß Carlisle Slater, meine Mutter Nancy Slater. mein Bruder Peter Slater und mein Onkel Moses Slater. Wir wohnten an der Mainstraße in Richmond, Va.. und kurz vor dem Kriege wurde ich. an einen Mann Namens John A. Beale in Alabama verkauft; feit jener Zeit werde ich Pleasant Beale genannt. Emma. Washington aus Merridian, Miss.., sucht ihre Mutter LucindaJohn. son. die früher Eigenthum von Robert G. Hingen in Warrenton Springs, Va.. war. Emma wurde in Richmond von dem genannten Hingen an John Dorris verkauft und nach New Orleans gebracht. ' 'Dies sind einige Proben von den zahlreichen Aufrufen, in denen lange verlorene .Verwandte, gesucht werden.' Sie . erinnern die nach . dem. Bürgerkriege geborene Generation an die dunkeln Tage der Sklaverei, welche zwar' für immer, aufgehoben .ist, welche aber Wunden geschlagen hat, die nie geheilt .

weroen rönnen. Dl, Dynamlttxploslon bei tteeken. Ueber die Explosion eines Dynamitschiffes bei Keeken, welche vom Telegraph kurz gemeldet worden, liegt jetzt eine Anzahl ausführlicher Berichte vor, aus denen -sich folgendes Bild ergibt. Im Anfang Februar suchten bei dem Dorfe Keeken, nordwestlich von Clcve und nicht weit von der holländischen Grenze, sieben mit Dynamit und Pulder beladene Schiffe, die nach Antwerpen bestimmt waren, vor dem Eisgang Schutz im sogenannten Alten Rhein und froren dort bald darauf bei der dem Eisgang folgenden großer Kälte ein. Die Polizeibehörde hatte angeordnet. daß die Schiffe je 100 Yards von einander liegen mußten. Die Regierung zu Düsseldorf verfügte ferner im Einverständmb mit den Schiffseigenthümern und der Strombaubehörde, daß im Falle eintretender Eisstauung die Ladung der Schiffe gelöscht und nach einer erhöhten Stelle am Lande gebracht werden solle. Als die Kälte anhielt und derRhein zufror, ging man an die Löschung und brachte Dynamit und Pulver, zusammen, an 350,000 Pfund, auf den Lagerplatz Schenkenschanz, der gleich oberhalb Keeken liegt. Als der Eisgang vorüber war, wurde begonnen, die Sprengstoffe wieder in die Schiffe zu laden, und dabei passirte das furchtbare Unglück. Auf dem Schiffe Elisabeth", einem Einmaster, der mehr als zur Hälfte be laden war. kam das Dynamit zur Explosion. Das Schiff lag fest am Ufer und flog, in Atome zerschmettert, in die Luft. Tod und Verderben bringend für alle darin Beschäftigte und die Umstehenden In dem explodirten Schisse waren Arbeiter mit dem Verstauen der Kisten beschäftigt; von diesen Personen ist Niemand mehr am Leben, im Umkreise von 200 Yardö lagen ihre Gliedmaßen und Körpertheile. Arme, Finßtr, Kopfhäute, Beine am Uferrande erstreut. Die Namen dieser Arbeiter sind Matthias Zündorf, Joseph Krantz, Matthias und Hubert Küchenberg und Heinrich Diest, sämmtlich auS Porz bei Köln. Der Bruder deS Matthias Zündorf war gerade vom Schiff an's Land gegangen; r erzählte, daß er vier- biö fünfmal auf der Erde umgeschlagen sei und sonst nichts gemerkt habe. Führer des Schiffes Elisabeth" war der Schiffer Reimer aus MMingen und dessen Knecht,' beide sind verschwunden. Der Schiffer VermaaS, der mit seinem Schiff De Hoop", das noch leer war, neben der 'Elisabeth" lag. wurde 30 Schritte von der Stelle entfernt, unmittelbar am Uferrande gefunden: die Leiche wurde entsetzlich zugerichtet. Frau VermaaS wurde in weitem Bogen vom Schiffe an's Land geschleudert, sie lebte noch und wurde nach Cleve in'S Hospital gebracht; die Tochter dagegen lag 100. Schritte von ber Explosionsstelle entfernt, sie.. lebte noch 2 3 Minuten nach dem Unfall, ab aber dann den Geist auf. Der Sohn, ein 23jähriger jurkger Mann, lag als kaum erkennbare Leiche a.m Ufer. das. Schiff selbst gerieth' 'in Brand und ist gesunken. Ein drittes Schiff,, Maria Adelia", lag zertrümwert am Ufer. "Der Eigenthümer Äermekeren aus Gent wurde schwer verwundet nach Cleve gebracht, seine Frau und sein Knecht wurden getödtet. Wunderbar gerettet wurde der Schiffer DreverS mit Familie auS Millingen. Derselbe war vorn in seinem Schiffe De ,Duif" beschäftigt. daS. noch nicht eladen hatte; rhat gußer. einigen Püffen und Stößen, die er durch daS Einschlagen des Oberdecks erhielt, keinen Schaden genommen. Die Tochter Helene saß mit ihren Brüdern von 16 und 7 Jahren in der Rufs, sie alle kamen mit dem Schrecken davon, obgleich die ganze Rufs eingedrückt wurde und sie förmlich aus den Trummern herauSgeKrochen werden mußten. Ein kleiner Ljähriger Junge war vom

Schrecken gelähmt. Die Geretteten dekünden, daß sie plötzlich starkes Sausen gehört haben, dem unmittelbar ein gewaltiger Knall folgte; sie hätten nicht athmen können. Daß daö Unglück nicht ein größeres geworden ist. grenzt an's Wunderbare, denn die Hälfte deS Dynamits lag noch auf dem Hügel verpackt unter Stroh und Decken. Um diesen Hügel herum in unmittelbarster Nähe waren viele Löcher entstanden durch dahingeschleuderte Dynamitlisten, die daselbst xplodirten. . Neben diesem Berge von Kisten stand treu auf seinem Posten der Gendarm Jeziorski auS Calcar. Der Helm wurde ihm vom Kopfe gerissen und weit durch die Luft geschleudert,' er selbst wurde . zu Boden geworfen, nahm aber sonst keinen Schaden. Der Strommeister Engel war auch auf der Unglück stelle, auch er blieb vonVerletzungen verschont. Vier Verwundete wurden in das Spital nach Cleve bracht. Die Gesammtzahl der Getödteken beträgt 13, die der Verwundeten 4. Der durch die Dynamit - Explosion hervorgerufene Luftdruck wirkte weithin; die Erschütterung wurde nördlich weit bis nach Holland hinein und südlich bis M.Gladbach verspürt. In Duisburg und Ruhrort klirrten die Fensterscheiben. In Emmerich war die Erschütterung so stark, daß die Leute das Gefühl hatten, als stürzten Gebäude zusammen. Von überallher aus dem Umkreise 'der Unalücksstelle wurden Beschädigungen an Gebäuden gemeldet. OttttiNNÜhkStF.

Alle Arten Gemüse, Rüben,Sellerieknollen. Ktoffeln u. s. w., die während des Winters im Keller gelagert haben, sollte man von 1 10 Stunden vor dem Gebrauch in kaltes Wasser legen. Dadurch wird ihnen der durch das Ueberwintern anhaftende starke Geschmack genommen. DaS Ausputzen älterer B ä u m e. Wer diese Arbeit im Herbste unterlassen hat, kann dieselbe jetzt bei milder Witterung nachholen. Auszuschneiden sind: alles dürre und trockene Holz, daö sich infolge des trockenen Sommers oder aus anderen Gründen gebildet hat ; diejenigen Aeste, die sich , reiben, kreuzen oder zu dicht stehen; alle gebrochenen, zu tief hängenden oder krebsigen Zweige und Aeste; Wasserschossen, die in die Krone hineinwachsen; alle Wurzelausschläge über der Erde, weil sie dem Baume unnützerweise Saft entziehen. - Reinigen von Gl'acehandschuhen. Gewöhnlich reinigt man dieselben mit Benzin, doch ist der Geruch desselben vielen zuwider und solche Personen können das folgende Versahren anwenden. Man macht eine starke Auslösung von Seife in heißer Milch, in welche man auf ein Pint ein geschlagenes Eidotter einrührt. Die Handschuhe werden über die Hand gezogen und mit der Seifenlösung, welcher man etwas Aether oder Salmiakgeist zusetzen kann, mittels eines feinen wollenen Läppchens fanft abgerieben. Dann hängt man sie im Schatten zum Trocknen auf. Frische. Schaf-' und Zieaenselle können auf folgende Art zu Pult-' und Bettvorlegern präparirt werden: Man spannt die Felle sorgfältig auf ein Brett auf mit der Fleischseite nach oben und entfernt durch Ausschaben mittelst eines stumpfen Messers jede Spur anhängender Fett- und Fleischtheile und laßt das Fell, daS während der ganzer? Procedur aufge spannt bleibt, an einem luftigen Orte etwas trocknen, doch nur soviel, daß eS sich trotzdem ganz geschmeidig ansühlt. Dann wird das Fell auf der Fleisch seite wiederholt mit einer Alaunlösung bestrichen, die man durch Sättigen von kaltem Wasser -mit Alaun erhält. - Jedesmal nach dem Aufstreichen wird daS Fell an einem luftigen aber, nicht fonnigen Orte getrocknet.' Wieoft daS Bestreichen mit'Alaunlösung zu wiederholen ist,- richtet sich nach der Dicke der Felle. Die Hauptsache ist, daß das Fell gut vom Alaun durchdrungen wird.- Also werden dünne Felle-, eher fertig fein; als dicke. ' Ist daS Fell gut durchegerbt mit Alaun, so läßt man eS nach dem letzten BestreicheN .'nicht aanz!ttoSnen.sondern reibt zumSchluß mit Glycerin (halb und halb mit Wasser verdünnt) reichlich . und kräftig ein. Dann läßt man vollends trocknen. Die so behandelten Felle bleiben weich und zart und, sind auch völlig geruchfrei. ' Das' .Ausschlagen d.e r Steinostbäume.. In vielen Gärten und auf Feldern sieht ,' man häufig rings um die. SteinobstMume, alb: Pslaumen' Zwetschen, Pfirsiche u. s. w. eineMasse junger Triebe,, die auS den Wurzeln ausgeschlagen sind, wodurch das Wachsthum des Baumes gehemmt wird. : Dies ist eine Folge davon, daß um diese Baume zu tief gegraben und gehackt wird. - Bekanntlich 'darf: ein Steinobst-Baum nur flach gepflanzt werden und. nicht so tief wie em Kern-obst-Baum, weil ein flach , gesetzter Steinobst-Baum viel leichter. Früchte trägt. " Durch daö Grabens wird die Wurzel beschädigt und jedesmal, bildet sich da,' wo die Wurzel durch eine Hacke oder, einen Spaten eine Wunde bekomrnZ. ein Wulst, der dann genöthigt -ist', auszutreiben. ' Ost . werden ; die flach liegenden Wurzeln sogar ganz abgestochen und, müssen nun um so mer austreiben.'.' Ebenso oft . es, wenn, eö am stamme selbst '."AuS triebe a.ibt. Werden selben nicht glatt mii einem scharfen .Messer -abgeschnitten, so entstehen Alljährlich auf derselben Stelle mehr Triebe.',' ES Zst 'also ganz'besonderS -.darauf zu achten, daß ein Urn obfl-Baum nur flach und' nicht tief umgraben, wird, v . Kolik der Pferde. Man kann unterscheiden -1. rheumatische Kolik, entstanden' durch Erkältung, 2.' Futterkolik.! veranlaßt ' durch .Diätfehler, 3. Blähkolik. 4. chronische Kolik.. 1. Bei der rheumatischen Kolik ist zu ergründen, ob die Brusthöhle oder Bauchhöhle Sitz !der.KranM' ist.-' -In .-keiden Eällep.rst das'.Mhmen- erschwert.- in tzteteiN. aber 'noch Schm'erzen vörhan-,

den,' welche daS Thier"unruhig machen. In leichten Fällen genügt Warmreiben des Bauches mit Strohwischen oder daö kräftigere Mittel: Einreiben mit flüchtigen Stoffen. KampherspirituS oder Terpentinöl. In schweren Fällen macht man an der Zinken Halsseite eine Einspritzung von 7 1-2 Gran salzsaurem Morphium in ISO Gran Wasser. Die Wirkung tritt in 2 Minuten ein. Man vermeide dann jede Störung, da das Thier in diesem kranken Zustande sehr schreckhaft ist. 2. Die Futterkolik beruht meistens auf Verstopfung, und diese entsteht, wenn die Thiere ungeeignetes Futter zu gierig verschlingen, in Folge dessen sich dann Pfröpse im Magen bilden. Bei Fütterung mit Hafer und Häcksel tritt -selten Kolik ein, eher aber, wenn reiner Hafer gegefüttert wird und die Thiere dazu die nasse Streu fressen, auch bei Fütterung von Maisschrot, ungequetschtem Roggen, welkem Grünfutter u. f. w. Man sorge dann für mäßige Bewegung und gebe drei Viertel Unzen Aloe-Extrakt verrieben mit etwaS grüner Seife oder mit Syrup oder Honig und etwas Roggenmehl zu einerLatwerge in Kleisterform! angerührt. Die muß dem Pferde hinten auf den Zungengrund gestrichen werden. In schweren Fällen muß man Eserin geben. In ollen diesen Fällen ist Einwickeln in nasse Decken gut und ebenso Ausspülungen des Darmes mit kaltem Wasser, indem man einen dickwandigen Gummi schlauch in den Hinterleib, immer weiter einführt , und auS einem höher stehenden Gefäß während dessen Wasser hineinlausen läßt. 3. Bei Blähkolik mache man nasse Umschläge und gebe fäulnißwidrige ätherische Oele ein, Kümmel- oder Anisöl. 15 Gran daneben wieder Aloe-Extrakt, um den Darm zu entleeren. 3. Die chronische Kolik wird durch Lähmung deS BlinddarmS erzeugt und dauert oft 14 Tage. Die Thiere fressen dabei alle Tage einige Stunden. Man gebe nur kleine Dosen Aloe-Extrakt und 4 Unzen dop-pelt-kohlensaure? Natron auf einen Eimer Wasser, auch etwas Kleiewasser. Leider ist diefe Kolik meist tödtlich. AlS letztes Mittel dient' ein Pfund Ricinusöl mit Milch angerührt und Schwefeläther. Den Schwefeläther kann man auch durch den Mastdarm geben, einen bis zwei Eßlöffel voll aus einen Eimer Wasser. ,,- - totuttöt Lokal'Nachrkchten. 3?t7tnrtni. D U r e n. In einer der letzten Nächte sind die Tuchfabrik und ein Theil der Teppichfabrik der Firma Leopold Schöller vollständig niedergedrannt. Hunderte von Arbeitern sind in Folge dessen brodloS. - Düsseldorf. Der im Mai 1893 vom hiesigen Schwurgericht wegen betrügerischen Vankerottö zu einer 6jährigen Zuchthausstrafe verurtheilte Kaufmann Erwig Vater, ist vor einigen Taaen im Zuchthause zu Werden gestorben. ' Neuwied. Dieser Tage stand vor dem Schwurgericht der Postgehilfe Mattner von Hedderödorf, welcher am 25. Februar beim Nachhaufegehen von einer Tanzbelustigung von mehreren Burschen versolgt wurde und dabei mit seinem Revolver den Fabrikarbeiter Heß erschoß. Die Geschworenen derneinten, die Schuldfrage der vorsätzlichen Tödtung. Demgemäß erfolgte Freisprechung deö Angeklagten. Sranshn?tg. Braunschweig. Der an der Wolfenbüttelerstraße Nr. 29 A wohnhafte Rentier Schneider unternahm vor Tisch in seinem Parke einen SpaHergang. Als S. nicht zu Tische erschien, wurde man besorgt und suchte ihn. Man fand schließlich S. todt im Parke liegen. ' Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Walbeck. Seit drei Wochen machten sich im Revier Walbeck, sowie nach dem angrenzenden Braunschw. Revier Helmstedt zu verdächtige Menschenspuren bemerkbar, es wurde angenommen, daß selbige von Wilddieben herrührten Endlich gelang eS den Beamten, drei Männer zu überraschen. Die Männer ergriffen, unter Zurücklassung deS Wildes, die Flucht, wurden jedoch von Kl. alS drei Einwohner Walbeck'S erkannt. Es sind dies die Arbeiter Friedrich Lauenroth, Carl Lauenroth und Friedrich Bösche. Bei der' am Abend vorgenommenen Haussuchung wurden zwei Flinten und verschiedene blutige Röcke mit Bescblaa beleat. ; m München. Dr. Ludwig v. Neumayr, Präsident deS Obersten Landesgerichts a. D.. ist gestorben. Das oberbayerische Schwurgericht hat btn seiner Leit wegen eines Lustmordes um Tode verurtheilten, dann zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigten 30jährigen ' Strumpfwirker Joseph Girsberg von Köln, der in der Nacht vom 16. bis 17. Januar auS Rache einen- Zellengenossen erschlug,' zum zweiten Male zum Tode verurtheilt. . Amberg. Die 43 Jähre alte Taglöhnersf'rau Walpurga Braun von Hainhausen, welche vor zehn Iahren ihren ersten Gatten, den Taglöhner Spitzer vonTrennhof, vergiftet hat, wurde vom hiesigen Schwurgericht zum Tode verurteilt. ' Bayreuth. Der 19jährige Schuhmacherssohn und Taglöhne? Christian Künzel . auS Martinlamitz, der die 18 Jahre alte Steinhauerstochter Margarethe Wolfrum in der Waldung PeterSberg bei PilgramSre'uth ermordete, wurde zu 14 Jahren ZuchtHauS verurtheilt. Treuchtlingen. Im hiesigen Bahnhöfe wurde der WagenwärtergeHilfe Johann Kohler von Nürnberg, welcher trotz warnender Zurufe ein Ge, leise unmittelbar vor einer heranfahrenden Locomotive überschreiten wollte, von derselben erfaßt und. getödtet. ; Tuntenhausen. In einem Anfall von Verrücktheit hat der Bauer E. Haas in Pankratz seiner Frau mit einem Beile einen wuchtigen Hieb auf derr flops 'versetzt., Die .Frau, ist. U

venSgesährltch vervunvek. ' '

Die

Frükking8 gegen alle Unordnungen des

Der Leöer und des Wagens elche , u tlkst Jahnizk sthlt ist .AwMsHnVs kHamburSr Tropfeni.

WSttemvera. Stuttgart. Der ehemalige Besitzer des Stuttgarter Resident-Cafes, Herr C. Tischler, hat in München ein neues Wiener Cafe in der Amalien straße 14 eröffnet. Nachdem unser schwäbisch-afrikanischer Landsmann, Reichsschullehrer Köbele in Kleinpopo, am 23. Februar in Schorndorf seine Hochzeit mit Frl. Hanna Christaller gefeiert hat.ist er mit seiner jungenFrau dieser Tage in Hamburg eingetroffen und hat sich an Bord des Dampfers .Aline Wörmann" begeben, um auf seinen Posten in Togo zurückzukehren. ' Cannstatt. Der 35 Jahre alte Kesselschmied Christian Friedrich Stoll von Gaisburg ertrank unterhalb des Wasserhauses bei de? früheren Kiesbrücke im Neckar. H e i l b r o n n. Neulich Nachts ließ sich bei Neuseelernsbühl in der Nähe von Nürnberg ein Mann von der Lud wigsbahn überfahren; er war sofort todt. Nach den aufgefundenen Papieren ist der Unglückliche ein Reisender aus hiesiger Stadt.' Vxtu Bruchlal. Die etwa 60 Jahre alte Dienstmagd Geroert hat sich in einem Anfall von Geistesstörung in der Saalbach ertränkt. E t t e n h e i m. Be'. einem BahnÜbergang zwischen Kappel-Rhein scheuten die Pferde von Stgdtmüller Osner vor dem nahenden Zug. Der Knecht, K. Andlauer, wurde vom Wagen geschleudert, vom Gefährt überfahren und lebensgefährlich verletzt. E p p i n g e n. Die Johannes Schmidt Eheleute feierten die goldene Hochzeit. Mannheim. Im Rhein wurde die Leiche der Ehefrau deö Krahnenführers Peter Aulmilch geländet. D ISjahnge Hermme Fark, Tochter deS Tapetendruckers H. Färk, stürzte sich von der Schleusenbrücke am Eingang des Floßhafens in den Neckar; sie wurde bald nachher als Leiche auS dem Wasser gezogen. PfedderSheim. DerGemeindeschreiber Antweiler von hier ist mit 40.000 Mark flüchtig geworden. St. Leon. Landwirth Joh. Götzmann, welcher mit Holzabladen beschäftigt war, glitt auf dem Eise auö und kam so unglücklich zu Falle, daß ihm ein Scheitholz auf den Kopf fiel und diesen vollständig zerschmetterte, sodaß der Tod sofort intrat. . Qfi9mäi. Wien. Die Spiritusraffinerie Girarbelli .ck Stern mußte , den Betrieb einstellen, weil ihre sämmtlichen ersten Arbeiter wegen langjährig betriebener Diebstähle verhaftet wurden. G r a z. Das hiesige Landgericht hat über die pensionirte braunschweigische Opernfangerin Karoline Fischer Achten wegen geistiger Altersschwäche Curatel verhängt; die Frau' ist 89 Jahre alt und körperlich wohl, ihre Stimme hatte einst einen bezaubernden Klang und erzielte auch in Paris große Triumphe; die Sängerin wurde , dann in Frank-' furt engagirt und 1836 - in Braunschweig, von wo sie seit 1853 Pension bezieht. &ditvu Bern. DaS neue Stadttheater soll 960.000 Francs kosten. Man sucht den Mörder des französischen Pfarrers an der Beatenbucht in der französischen Fremdenlegion in Algier. Es soll ein gewisser Kimpel oder Kögel sein; er ist aber seit Anstellung der Nachforschungen aus der Legion verschwunden. Der Stifter deS Jmhof-PavillonS im Jnselspital. Herr Kaufmann Jmhof. ist in Bern gestorben, B a s e l st a d t. Der Katholiken, verein erhebt gerichtliche Klage gegen eine Schnitzelbank-Clique, welche ,. am Fastnachtsumzug die katholische Geistlichkeit beleidigte. G l a r u s. Für das Lungenkran. ken-Sanatorium sind bis jetzt etwa 84.000' Francs gesammelt. 240 Aussteller sind bis jetzt für die kantonale' Gewerbe-Ausstellung angemeldet. Luzer n. Das Projekt der elektrischen Zahnradbahn von Luzern auf den Sonnenberg geht nun der Verwirklichung entgegen. Die Vorarbeiten sind beendet. Dte Zsamilie Favaloro, eine der reichsten .Familien der Swdt Salerno. ist durch daö mysteriöse Verschwinden der ISjährigen Emilie' Favaloro - in ungeheure Aufregung versetzt.' 'Ein Selbstmord erscheint 'nicht ausgeschlossen. Man befürchtet , jedoch,' daß ein Abenteurer das Madchen entführt habe,um'sie zu compromittiren und in den Besitz ihrer eim Millwn Francs betragenden Erbschaft zu oekanaen. ' Ner türkische Divlsionsgeneral Sefer Pascha (Graf Ladiölaus Koscielski) ist auf seinem Schlosse Pert.'stein in Steiermark gestorben. Seser Pascha war in Posen geboren und begann . seine militärische Laufbahn in -preußischen Diensten, wo er 1843 bereits Rittmeister war. Wegen eines Duells mit Kleist-Retzow quittirte r den preußischen Dienst, machte einen Feldzug in Algier mit und bot dann seine Dienste dem Sultan an, der ibn in türkisch? Dienste nahm. Jeden Sommer brachte Sefer Pascha :fn. .Steiermark zu. . ' .. "3 . .5

beste.

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