Indiana Tribüne, Volume 18, Number 197, Indianapolis, Marion County, 7 April 1895 — Page 2
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Je alfct du, je voller wird dein H:rz. Doch wie ein Kirchhof nur, der voll von T?d!en, Die ausgelitten ihren Erdenschmerz. Einst war es eine Au', von rosenrothen Mauvolken überstrahlt, ein lust'ger Hain Wo dunkle Wipfel holden schatten boten. Won Märchenölumen leuchtete der J'ain. In tiefer Wldnacht hundert Brunnen rauschten. Auf Marmorgöttern blitzte Mondenschein Das war dein junges Herz. Verstohlen lauschten. Gedanken, Phantasien, welche kühn Mit Gleichgesinnten reich: Rede tauschten. Nun stehen Denkmale rings voll Immergrün Denkmale rings begrabener Gedanken, Begrabener Träume, die im Sturm verglühen. Verschollener Tage Pläne hier vevsanken, Berscholl'ner Freude Namen stehen auf Stein, Wedeckt von Moos und blumenreichen Ranken. Zum Kirchhof l?ard des Herzens Jugendhain Beisammen liegt, was sündig war und wacker. Je älter du, je voller wird er sein Das MenschenHerz auch ist ein GsüeZacker! ?ur Gxschichte der ZZlutgräNn. Den Besuchern des anmuthigen Waagthsles wird unfehlbar dasSchloß der Gräfin Elisabeth Bathory gezeigt, jvo dieses Ungeheuer in M?nsche-.igestalt xehaust und die entsetzlichen Bäder genommep. haben soll, um ihren alternden Lciö zu verjüngen: Bäder aus Menschenblut. Ein Kreis von unHeimlichen Sagen umschleicht Schloß und Kastell Cftrzthe heute noch, wozu allerdings die Romanfabrikanten nicht weiria, beigetragen haben; denn die Hiniertrepp'en - Romanlit:ratur bemächiigt sich des grausigen Stoffes mit Wonne, um ihn nach bekannter Art auszufchroten. daß den Lesern die Haare zu Brg: stehen. In allen diesen Machwerken spielen natürlich die Blutbäoer die erste Rolle. Die Gräfin, fjrifcr es da allerdings nach der Ueberlieferung im Volksmunde habe eines Tages ihre Zofe wegen einer geringfügigen Ueöertretung dermaßen geohrfeigt, daß dem Mädchen das Blut aus Mund und Nase rann. Ein Blutstropfen sei dabei auf die Hand der Gräfin gefallen und von dieser mit Ekel abgewischt worden. Nachher aber habe sie zu ihrem Erstaunen bemerkt, daß durch das warme Blut der Teint ihrer Hand auffallend schöner geworden. So sei es gekommen, daß sie von da an Mädchen in eine Art eiserner Jungfrau stecken ließ und in einer unterhalb des. Marterinstruments angebrachten Wanne das herabrieselnd; frisch Mensch:nblut zu Bädern beützte. Die Zeit, in der diese Scheußlichkeit geschehen sein soll, um 1600, wäre allerdings dazu angethan, sie glaubhaft erscheinen zu lassen. Was wäre dazumal nicht Alles möglich gewesen! Wein kritischen Köpfen wollte es immer scheinen, als ob hier eine jener phantastischen Ausmalungen wirklicher Thatsachen vorläge, die das Volk so Htmt an ungewöhnlich: Verbrechen knüpft, um diese noch gruseliger erscheimn zu lassen. Und in der That haben die jünn Forschungen ergeben, daß die Blutbäder der Elisabeth Bathory eine ffabel sind, daß dieses grausamIlnnliche Weib zwar unter ihren Dienst boten das angerichtet hat, was man ein Blutbad nennt, aber keineswegs, um sich zu verjüngen, sondern lediglich einer dämonischen Lust, zu martern und zu- morden, folgend. Im Lichte einer gefchlchtttchen Darstellung, welche aus authentischen Schriftstücken der Archive des Graner Domcapit:ls und des. Reichs - Finanzarchivs in Wien " geschöpft ist, erscheint die Gräfin Baifcorri als eine Henkerin der armen Mädchen, deren sie nachgewiesenermafecn mindestens 37 wegen. Lappalien zu Tode marterte. DaS Verhörsproiololl ihrer Mitschuldigen erzählt geladezu grauenhafte Vorqange in dem Kastell. ' das Elisabeth Bathory nach dem 1604 erfölgten Tode ihres Gatten Franz Nadasdy. des Helden aus den Türkenkriegen, als Wittwensitz bewohnte. Sie hielt, wie jeder andere Magnat, einen Tr:-ß von Dienern und Dienerinnen, die allesammk zwar nicht dem Gesetze nach, wohl aber nach Brauch und Herkommen behandelt wurden wie die Leibeigenen. Nur so war es möglich, daß die Gräfin dermaßen unmenschlich mit ihren Dienstrnäd-
chen verfahren konnte. WagtM es doch die Angehörigen verschollener Mädchen kaum, im Schlosse nachzufragen, wobei allerdings der außerordentlich servile und furchtsame Charakter der Bevölkeruna dieser Gegend in Betracht zu ziehen ist. Außerdem verfügte die Gräfin über einen zu allen Schandthaitn bereiten Haushofmeister Namens fficzko sowie über zwei ältere Megären, Helene Io und Dorka Szentes, die Henkersgehilfen- und Todtengräbervieuste verrichteten, wann immer eZ fcjrcen befohlen ward. Die weibliche Dienerschaft hatte für dt Nachlässigkeit unter ebenso scltsar.len als unmenschlichen Strafen zu leiden. Wegen unordentlich geschichteter Reisigbündel wurden vier oder fünf
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Dirnen in d:r Winlerlälte ihrer sämmtlichenKleid:r entblößt und muß ten die Arbeit in diesem Zustande nochmals beginnen, indem die Gräfin meinte, sie würden sich jrtzt schon tummeln. die Sache besser zu machen. Aehnlich erging es eines Tages der Näherin. nur mit der Verschärfung, daß zur Beschämung des Mädchens noch die Lakaien heroeigerufen wurden. Die Strafen wurden immer härter, immer grausamer. Die vorhin genannten Megären begannen den Mädchen die Arm: je zu schnüren, datz sie sich schwarz färbten, worauf ihnen bis zu 500 Prügel versetzt wurden, von d.'nen die Gräfin selbst eine große Zahl austheilte, bis sie erschöpft war. Mit Vorliebe hicb man auf die Fußsohlen und auf die .nnere Handfläche ein, und zwar solange, bis die Unglückliche kein Lebenszeichen mehr von nch gab. Anfangs mag die Absicht, die Delinquentin zu Tode zu prügeln, kaum bestanden haben. Elisabeth Bathory wollte nur ibren Durst nach Rache kühlen, obwohl sie von Haus aus ein Strafmaß verhängte, welches der menlich: Organismus zu ertragen nicht fähig ist. Später allerdings erschrak sie nicht mehr, wenn ein Opfer nach dem andern ihr unter den Händen starb. Es interessirte sie, zu sehen, wie lange die Eine, wie lange die Andere im Stande war, die Folter zu ertragen. Einmal machte eines dieser unglücklichen Mädchen den Versuch, ihrer Gebieterin davonzulaufen. Es geschah dies im tiefsten Winter. Wieder eingefangen, wurde die Aermste in eiskaltes Wasser gestellt und mußte dann mit den nassen Kleidern eine längere Schlittenfahrt mitmachen. Natürlich starb das Opfer an Erkältung. Diese Strafe nebst Hunger und Durst kam dann öfter zur Anwendung und endlich in solchem Grade, daß fünf Mädchen, die eine Woche lang nackt eingesperrt waren, thatsächlich den Hungertod starben. Die Quälereien wurden überHaupt häusiger und mannigfaltiger. Im Verhörsprotokolle der Mitschuld!gen lesen wir, daß die Gräfin die Unterlippen von Näherinnen mit Stecknadeln garnirte. Jammerte dabei ein Mädchen, so wurde ihm der Mund ganz zugeheftet. Solange die Mordthaten sich selten ereigneten, erforderte es geringe Mühe, den Leichnam bei Seite zu schaffen. Der Außenwelt gegenüber war das Mädche einfach eines plötzlichen Todes gestorben, wenn sich schon Jemand fand, den die Neugierde zur Gräfin g?führt hatte. Ein einzelner Fall ließ sich vertuschen. Dem ersten Opfer folgte aber bald ein zweites, ein drittes, ein zehntes. Es mußte den beschränktesten Kopf, das argloseste Gemüth, stutzig machen, wenn in kurzen Zwischenraumen ein Sarg nach dem anderen aus dem Hause getragen wurde. Als daher die fünf verhungerten Mädchen als Leichen dalagen, wurden sie im Kastell belassen und blos mit Kalk überschüttet. Auch trugen die Megären, um das übrige Gesinde zu täuschen, eine Zeit lang Speisen und Getränke nach dem Verließ, wo die Mädchen internirt gewesen waren. Gelegentlich wuröen die Leichen dann in eine Fruchtgrube geworfen. So geschh es auch mit anderen Erjchlage nen. Allmälig aber häufen sich die Klagen gegen d:e gutsherrlich: Mordergrube. Der Palatin Thurzo, ein Verwandter der Gräfin, muß endlich die Baumwolle aus seinen Ohren nehmen. Noch eine letzte Schandthat und das Maß ist voll. Wegen Naschens wird ein Mad chen Namens Doricza von der Gräfin zu einem unförmlichen Klumpen zusammengeprügelt. Das gleich: Schick sal erleiden fast' gleichzeitig zwei an dere Dienstmädchen. Die Mädchen müssen sterben, ster ben alle drei, die Gräfin will es so. Doricza kann aber, will nicht sterben; sie ist zu robust, zu widerstandsfähig. Sie wurde sich wieder vollständig er holen, falls man sie Zn's Bett bringen wollte. Die Gräfin kennt nicht Mit leid, nicht Erbarmen, sie will das Ent schwinden deriLebensgeister beobachten. Da nun Doricza zu lange darauf warten läßt, hilft man künstllck nach. Die Dorka naht mit einer Sauere und bohrt dieselbe in Doriczas Unterarm, sich bemühend, die Pulsadern zu durchschneiden. Es ist ein Liebesdienst, den man der Bewußtlosen erweist. Sie fühlt das Bohren und Sägen mit dem stumpfen Instrumente nicht mehr. Ihre letzten Seufzer rerhauchen um 11 Uhr Abends. Am nächsten Morgen drang der Pa latin Tbur'.o mit eine? GerichtscomMission selbst in das verrufene Schloß ein. Er fand die getödtete Doricza noch in ihrem Blute, denn man hatte es nicht einmal der Müh: werth befunden. den Leichnam ?u verstecken. Die beiden anderen Opfer lagen in den letzten Züaen. Angesichts d'er Blut zeugen gab es keinen Vardon, auch wenn der Palatin gewollt hätte. Er sverrte die gräflick?? Mörderin, seine Verwand!:, vorläufig auf dem Schlosse ein. Di: drei Helfershelfer nahm die Commission gefesselt mit sich nach dem Gerichtsorte Bicse. Eine Woche später tagte bereits der Gerichtshof und wieder nach einer Woche, am 7. Jänner 1011. erfolgte das Urtheil. Der latei nische Anklag.'ac! zahlt die bluünssiqen Verbrechen gemäß dem Verhöre der Angeklagten und der Zeugen auf. Nachstehend eine Prob: aus dem Verhö?sprotok."ll: Frage: Wie viele Frauen und Mäd chen hat 'die Herrin im Verlaufe der Dienstzeit morden lassen? Ficzko: Er weiß von keiner Frau: an Mädchen sind im Verlaufe seiner Dienstzeit 37 ermordet worden. Io: Die Zahl ist ihr unbekannt. Die Summe der Gemordeten beträgt 51, vielleicht auch meyr. . .
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Dorka Szcntes: Mit den Zunz:n iTiUiun uiitf jiu;;muuu;cu iuaicu c vci läufig 36, welche die Herrin gemordet hat. s cn c i . i . . s Frage: Hat die .Herrin cigenhändiZ gemordet? Io: Sie hat gemordet. Sie ließ die Mädchen splitternackt ausziehen und schlug derart zu. daß man das Blut mit vollen Händen schöpfen konnte. Dann ließ sie Asche streuen. Es ist auch geschehen, daß sie mit den Zähnen einzelne Stücke Fleisch den Mädchen herausgrritien hat. Sie hieb auch m:t Messern aus die Mädchen ein, schlug und martert: : überhaupt auf man nigfach: Weie. Frage: Wo that sie M? ars 3 r Ficzko: In Veczko wurde in einer Kammer nächst der Waschküche gcmartert; in Sarva? im Innern des Schlosses. wohin nicht Jedermann Zutritt hatt:; in Eseythe in der Waschküche. Befanden wir uns aber unterwegs, so marterte die Herrin die Mädchen eigenhändig im Wagen, schlug sie, zwickte sie und stach sie mit Nadeln in die Lipp:n. Io: Wo immer au5 die Herrin eingetroffen war, überaß achte sie gleich nach einem passenden Ijxit, um die Mädchen martern zu können. In Wien warfen die Mönche Töpfe an die Fenster', als sie das Jammern horten. Dorka Szentes: Ueberall wo sich bis Herrin aufhielt, hat sie gemartert. Wir haben aus den Bekenntnissen der Angeschuldigten die gräßlichsten Dinge ausgeschieden. Dergleichen gehört nicht in eine Zeitung. Von Blutbadern zuTollettezwecken ist jedoch nicht die Rede. Das Urtheil lautete gegen die mitschuloigen Megären auf Abhauen der Finger beider Hände durch den Scharfrichter und Verbrennung bei lebendigem Leibe. Ficko, etwas weniger belastet, erlitt den Tod durch Enthauptung. Die Hauptschuldige hingegen, Gräfin Elisabeth Bathory, wurde gerichtlich gar nicht belangt, sondern ' blieb lediglich auf ihrem Schlosse internirt, bis sie einige Jahre später als Fünfzigerin eines natürlichen Todes starb. So befremdlich dieses Verfahren hinsichtlich der Blutgräfin" auch erscheinen mag, es würde heutzutage im Wesen nicht anders zugegangen sein; denn dieses Scheusal wäre sicherlich im Irrenhause untergebracht worden. Thatsache ist nämlich, daß sie einer belasteten Familie entstammte. Die Entartung vollzog sich eben bei iljr in der Form des BlutWahnsinnes, ähnlich wie bei den römischen Kaisern, von deren Frevelthaten uns di: Geschichte erzählt. Nur Ware es heutzutage gelbst den machtigsten Gutsherrinnen unmöglich, 37 Dienstboten so unbehelligt na'ch'inander zu martern und abzuschlachten. Entartete und entmenschte Weiber mögen noch vorkommen solche Blutbäder mmmermehr! Zrau Smith's Zlisitcnkartcn. Von Thcsi Bohrn. Doktor Sietro Torrosani, der jung: Arzt, rieb sich vergnügt die Hände und rief einmal über das andere: .Behaalick ist's bei Ihnen, gnädig: Frau, sehr behaglich!" Hm, warum auch nicht, entgegnete Frau Smith lächelnd. Ich selbst fühle das aröktz Behagen, nach so langer Zeit wieder in der Heimath zu sein. und so etwas ist ansteckend für d:e ganze Umgebung." Sie waren lange fern, gnad:ge Fmh?" Ja, Doktor, acht Jahre.Acht Jahre! Nun werden Sie aber der Heimatl),doch nicht wieder so bald ven Rucken kehren? .Gott bewahre! Nun wird da geblieben bis an's Lebensende." Doktor Torrosani beugte sich hastig herab, ergriff ihre Hand und drückte einen Kuß darauf. Was ficht Sie an, Doktor? Sie werden sich doch nicht einbilden, daß ich Ihrethalben hier bleibe?" Ein flammendes Roth übergoß sein hübsches Gesicht. Nein, so eingebildet bin ich nicht, aber ich mußt: nur meiner unsagbaren Freude Ausdruck geben." In solch ung-stümer Weise?" Verzeihen Sie, aber ich bin nun einmal ein Südländer " Ja, cl, Sie machen sich' bequem undentschuldigen alle Ihre Ungezogenheiten mit Ihrem Temperament." Bin ich in der That ,0 ungezogen? Sie nickte. Ziemlich!" Hoffen wir auf Besserung in Ihrer Schule, gnädig: Frau!" Ich habe leider nicht das geringste Talent zu einer Erzieherin." Er bückte sich und hob eine Visitenkarte vom Boden auf, die .ihr vorhin bei seinem ungestümen Angriff auf ihre Hand entglitten war. Mary Smith, Vorsteherin einer Gesangschule" stand darauf. Die Karte meiner Schwägerin" erklärte sie. Mary war während meilier Abwesenheit hier Sie müssen sie auch kennen lernen, ein prätiges Geschöpf." . Es wird mir eine Ehre sein, der gnädigen Frau vorgestellt zu werden Fräulein, bitte!" Fräulein? Und Vorsteherin einer Musikschule?" rief er erstaunt. Nun ja Mary ist 42 Jahre ?lt!" 'Ach so. Pardon!" Er verbeugte sch und schwieg. Doktor. Doktor! Ich will nicht hoffen, daß Sie zu jenen. Männern gehören, di: unverheiratheke Frauen geringschätzen." Gewiß nicht, gnädige Frau: mir Znd nur Damen, die nie im Leben ihre
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VitcnZ'ar!: geändert hab:iv weniger interessant." j Sie lächelte. Mary ist aber trotz ihrer sich immer gleich bleibenden Vi sitenkarte höchst uitcrcflutti. Sie ha! ein Leben voll ??llh: und Arbeit hinter sich, hat sich avs eigener Kraft emporgerungen was bin ich im Vergleich zu ihr? Und ich hab: doch,s.veiß Gott, meine Visitenkarte oft g:nug im Leben gewechselt! Warten Sie, ich zeige Jh:::n meine Karten. Sie werden staunen und m:ine Lebenszeschichte daraus e:s:h:n." Sie machen mich glücklich, gnädige ... ,1 jZ2dl Glücklich? Muß ich schon wieder ?u? Mäßigung mahnen?" Sie drohte sch:rzbaft mit dem Finger und ent nahm dann einem Schubfach ihqes Schreibtisches ein Päckchen. Visitenkarten. Da, sehen Sie. hie? meine erste Visitenkarte." sagt: sie heiter' lächelnd und legte ein Kärtchen auf das Erkertischchen, an dem sich beiöe gemüthlich niederließen. Lina Bernhard," las Hl Torrosani. Ich war damals zehn Jahre alt und haite mir als Geburtstagsgeschenk die' Karten erbeten, obgleich ich wenig Bedarf dafür hatte; aber in er Schule war unter den Mädchen eine förmliche Visitenkartenepidem'ie ,ausgebrochen.und diejenige, die kein: hatte, wurde arg bemitleidet es war eine unschuldige, dumm: Spielerei. Auch nicht viel mehr war's, als ich in die höhere Töchterschule kam. Dort galt es für chic einen möglichst langen Namen auf der Karte zu Haben. Da gab's keine Else, Käthe. Jsa sondern Elisabeth. Katharina. Jsabella, und die Arme, die das Unglück eines zweisilbigen Namens hatte, setzte, wenn es nur irgendwie anging, ein: dritte dazu. Aus Anna wurde Nannette, eine Jda verwandelte sich unrechtmäßig in eine Jduna, ja, eine zweisilbige Emma machte aus sich eine fünfsilbige Emmarenzia und würd: ob dieses schönen, langen Namens natürlich sehr beneioet. Auch ich erklärte meiner Mama, daß ich als nunmehr erwachsenes Mädchen nickt mehr bloß Lina genannt sein wolle, sondern meinen Namen in sein:m Urzustände haben müsse, Mama lachte und rief mich nach wie vor mit Lina an, that mir aber den Gefallen und schenkte mir diese Visitenkarten hier, wi: Sie sehen können, mit dem sehr prosaischen Namen Karoline Bernhard". Ein Jahr später war in der Klasse der Visitenkartensport mehr in den Hintergrund gedrängt, und der Vorr.ame. ob kurz odv? lang. fand wenig Beachtung. Hi:r wurde eine Kollegin nur nach ihren Verehrern gewürdigt. Da gab's ein Flüstern und Tuscheln und Wichtigthun ein Freundschaftschließen und -Losen, und Elfersuchtssc:n:n die schwere Menge. Jede hatte damals einen Verehrer, wenn auch nur oft in der Phantasie: denn, den Man gel eines anbetenden Studenten oder Lieutenants oder gar Malers einzuqestehen, das brachte keine fertig. Mir wurde das Fischen eines girrenden Jünglings gar leicht. Mein Papa war Hauptmann be: der Garde, und in un serm Hause verk.'hrien viele Officiere am besten gefiel mir der Sohn von Papas Jugendfreund, tut neugebacke ner Dragonerlieutenant. DaÄwar ein fescher Marssohn und zugleich ein Dichter vor dem Herrn ungemein poetisch. Er gestand mir seine glühende Liebe in unzähligen Briefen und Gedichten, die 'dann immer die Runde in der Klasse machten und selbstver ständlich großen Neid erregten. Dem seslkl nun der Urzustand mernes Vornamens gar nicht, und er wandelte diesen in ein wohlklingendes Karola' um; auch brachte er heraus, daß unsere Familie eigentlich berechtigt war, das Wörtchen von" dem Namen beizugesellen. und wunderte sich ungeheuerlich darüber, daß meine Eltern keinen Gebrauch davon machten. Mir aber stach das kleine Wortchen so in die Augen, und so lieb ich mir heimlich vonmeinem Taschengelde diese Karten hier drucken, die dritten in meinem sechs zehnjährigen Dasein: Karola von Bernhard." Das klang großartig, was? Alle meine Kolleginnen erhielten eine solche Karte zum Andenken. Ach. das war eine schöne Zeit voll Thorheit und Unverstand, aber cheiter und sorgenlos; ich denk: oft mch daran zurück. Dann kam der erste Wendepunkt in meinem Leben. Ich zählte achtzehn Jahre und wurde in die Gesellschaft eingeführt und gleich in der ersten. Tanzsaison fand ich ihn" in Gestalt eines Bergrathes. Er war Franzose und ein hochgebildeter, interessanter Mann. Obgleich bedeutend älter als ich, sah ich in ihm. alle nleine Mädchenträum: verkörpert. Eine große, mächtige Liebe zog uns zu einander, und da auch alle äußeren Verhältnisse stimmten und die Eltern ihn als Schwiegersohn' willkommen hießen, würd: in kurzer Zeit Verlobung gehalten, und drej Monate darauf führte er mich in ein schönes, prächtiges Heim zu eiem beglückenden Leben." Frau Smith hielt inne, denn eine mächtige Rührung hztte ss: ergriffen, und schweizend leate sie die vierte Karte auf das Tischchen: Ciim-lotix' le !a Croix, itfe (W Honilinid". Das war di: glücklichste Zeit meines Lebens, in der ich. von dieser Karte Gebrauch machte; aber so kurz, so unsagbar kurz! All:Z, was ein W:ib mix Sönes und Süßes erträumen, kann, genoß ich an seiner Seite. Ein Jahr, ein einziges, kurzes Jahr dauerte mein Glück; da brachten sie ihn niir eines Tages todt heim ein: Cfc plosion in seinem Laboratorium hatte
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d:m reiche L:.n ein Zahe5, grausig 5:td p?r.zt, und ich hatte nur den txnzx Wunsch, an seine? Seite in die Erde gebettet zu werden. Drei Mo nate nach seinem Tode gab ich einem Söhnchen das Leben, das aber nur einige Stunden währte ich beachtete es kaum, den. für mich warja die ganze Welt todt... Ich verfiel m eine chwere Krankheit, aus der ich nach angem Siechthum wieder zu einem raurigen. inhaltlosen Leben! erwachte. Der Tod. den ich mir unzählige Mal gewünscht, kam nicht, mein: Jugend siegte, und ich wurde körperlich wieder ganz gesund und kräftig aber ich wußte nichts anzufangen: mit meinem Leben, alles war mir gleichgiltig, alles widerte mich an. Eltern und Freunde hatten den Versuch längst aufgegeben, mich aus meiner Apathie zu reißen.und so vegetirte ich fort. Den Segen ernster Arbeit kannte ich ja nicht, mir fehlte die Kraft und der Wille zu jeglichen: Streben. In dieser gräßlichsten Periode meines Lebens gebrauchte ich. wie Sie hier sehen. Karten mit Trauerrand und dem Namen: Ixrtte de Croix, Bergraths-Wittwe". Er nannte mich immer Lotte. Der Zustand völliger Theilnahmlosigkeit hielt mehrere Jahre an, dann aber kam doch' ein, Umschwung ich war eben zu mng, um mit demWSeom abzuschließen. In einem Bade, wohin ich meine Mutter begleltetelernte ich den Fabrikbesitzer James Smith kennen; er gefiel mir von allen jungen Männern, die mich umschwärmten, am besten. Smith war ein ernster Mann, wenigstens schien es mir so; mit ihm konnte ich über alles reden, sein ruhiges Wesen wirkte wohlthuend auf mein krankes Gemüth. Er war beständig an neiner Seite beim Brunnen, auf teer Promenade, tm Kurpark, lmWalde, und trotzdem wor ich grenzenlos erstaunl, als er eines Tages meine Hand begehrte, denn ich hatte nicht rm Ent ferntesten an eine Ehe gedacht. Nach ruhiger Ueberlegung aber sagte ich ja, ich liebte ihn nicht eigentlich, doch mir graute vor dem: bevorstehenden, einsamen Winter. Nach siebenjährigem Wittwenstande kniete ich zumzweitenmal vor dem Altar, und nun verwan delte sich mein französischer Nams in einen englischen, und meine Visitenkarte lautete: Eharly Smith". Frau Smith legte die Karte auf das Tischchen und dann die Hand über die Augen. Ich folgte ihm Vertrauensvoll in seineferne Heimath. Ich ahnte nicht, daß -ich mich einem Unwürdigen vermählt haite. Schon nach kurzer jiii jiiupifc vtt V)iuuii viuivtuuuy tn( Vw Amitn rCrmÄifltr machen, daß mein Mann ein notorischer Spieler war, der alles, alles, Geld und Gut. Ansehen Würde, Ehre, seiner Leidenschaft geopfert. Von den großartigen Fabrikanlagen gehörte ihm kein Stein mehr, alles war, tief derschuldet und verpfändet, und er war nur in's Bad gereist, um sich eine reiche Frau zu suchen; freilich mit dem schwachen Vorsatze, sich zu bessern und ein anderes Leben zu beginnen, denn er war nicht eigentlich schlecht, nur em willenloser Sklave seiner Leidenschaft. Seine Neigung zu mir war echt - aber mein Gott, es half alles, nichts. Nach kaum zwei Jahren war er ein Bettler, der dann in besinnungsloser Verzweiflung mit einer Kugel seinem Leben ein Ende machte. Von meinem beträchtlichen Vermögen war nur em kleiner Nest übrig geblieben, zuwenig, um das bescheidenste Leben damit zu fristen. Da stand ich nun mit achtundzwanzig Jahren zum zweitenmal als Wittwe da, allein und verlassen, tm wildfremden Lande. Mit wilder Gier sah ich in's Wasser am Wehr, es dünkte mir in meiner Verzweiflung Erlösung. mich in den schäumenden Bach zu stur zen da kam der rettende Engel, meine Schwägerin Mary zog mich mit sanfter Gewalt von der Wehrbrücke fort und sagte liebevoll, aber fest: Eharly. Eharly. bist Du zu feig, um den Kamps mit dem Leben ceuszuney men? Scham: Dich!" Ich starrte sie an, als ob sie arabisch spräche ich und Kampf mU dem Leben! Aber Mary entwickelte eine Beredsamkeit, die mir an ihr ganz neu war. Sie erzählte mir, wie sie qleich nach dem Tode ihrer Eltern darauf bedacht gewesen, sich auf eigene Füße zu stellen; sie hatte das Unglück kommen, die Spielwuth ihres Bruders wachsen seh:n. Sie hatte ge arbeitet, anfänglich um kargen Lohn, hatte sich von der bescheidensten Ge sanglehrerin, die bei Wind und Wetter straßab, straßauf bis in die entlegensten Vorstadttheile rennen mußte, bis zur Vorsteherin einer angesehene? Gesangschule emporqerunqen und konme nun mit ihren Erfolgen zufrieden sein. Sie besaß mehr, als sie brauchte, und wollte mir unter ihrem Dach: ein ruhiges xa ben' bieten. Das wäre aber doch immer.nur ein Almosen, das mich belasten. ab:r nicht frei machen würde! Ich solle mich aufraffen, meine Talente ausnützen, mich auf eigene Füße stellen, den Segen ernster Arbeit kennen ln:n! Ich alaubie zwar nicht daran, aber ich ergriff die rettende Hand ich hatte ja vielerlei gelernt und immer leicht qelernt. und so lernte ich weller. unermüdlich, ohne zu erlahmen. Und Dank Mary's Unterstützung had! ich erreicht, was ich erstrebe. Dann erwachte aber die Sehnsucht nach der Heimath mit elementarer Gewalt, und ich glaube, ich wäre gestorben, hätte ich sie nicht stillen können. Ick, bestürmte Mary, mir hierher zu folgen, und die Gute that es. Sie übernahm hiev.eine sei! Jahren bestehende Musikschule und hofft mit Hilfe ihrer Kenntnisse hüben und drüben auf lohnenden Erfolg. Aus eigener Kraft" ' ist ihre Devise, I die nun auch die meine geworden ist.
Nun. wie aefällr !?n t Ge
schichte meiner Visitenkarten?" wanote sie sich nach einer Pause an ihr. schwng sames Gegenüber. Sie ist sehr i7.!:r:ssant,"entgegn:te er, aber -- Aber?" Sie hat keinen Schluß ich meine, es fehlt die letzte Karte." Sie nickte. Ja. sehen Sie. der Meinung bin ich auch." entgegnete sie einfach. Da brachte er mit einem Ruck seinen Stuhl dem ihren ganz nahe, erfaßte stürmisch ihre Hände und preßte sie an seine Lippen. Gnädige Frau! rief er, Lina! Charlotte! Eharly! Wissen Sie.wie ich Sie nennen möchte? Karla Sie nickte wieder. Karla aefällt auÄ mir." Karla Torrosani!" flüsterte er ihn in's Ohr, und unfähig, sich zu beHerrschen, wollte er den Arm um isi: legen. S:e wehrte ab. Haltern Sie ein. Doktor! So haben wir nicht gewettet. Torrosani ist ein schöner Name, doch tart er nicht sur m:ch. Qualen Sie mich nicht." rief er leidenschaftlich. Sie lMen längst, daß ich Sie liebe!" Nein, das weiß ich nicht." sagte sie ruhig, und so denke ich mir auch den Sch.uß meiner Lebensgeschichte nicht. Sie meinen, weil ich einen deutschen, französischen und englischen Namen trug, konnte nun noch ein italienischer dazu kommen nein, ich mag nur wieder einen deutschen Namen haben." r" : . . i- r " üie eryoo icy. Er war ganz blaß geworden. Wie?" rief er schmerzlich. Sie hätten be reits gewählt?" nS c, ;a, das habe ich." Das ist nicht möglich! Saaen Sie. daß es nicht wahr ist!" ,Aber, lieber Freund, fassen Sie sich doch." rief si: fast mitleidig. Sagen Sie selbst, ob ich Ihnen :e Veranlassung gab zu der Meinung, daß die letzte Karte in der Geschichte meines Lebens Ihren Namen tragen müsse?" Veranlassung nein, aber ich hoffte, weil ich liebe," sagte er traurig. Wie konnte ich ahnen, daß mir .ein anderer vorgezogen wurde? Beruhigt es Sie. wennich Ihnen fage, fcafe dies nicht der Fall ist?" Aber, Sie hatten bereits gewählt? Ganz richtig, doch war von einem Namen nicht die Rede. Wie das? Sie können sich doch nicht einen x-beliebigen Namen bei legen?" Einen x-beliebiqen nicht." lacht: sie. Aber ich habe in den letzten Iahren in England gearbeitet, um die Schlußkarte nach meiner Wahl nehmen zu können da liegt sie!"1 Damit schob sie ihm ein noch uneroffnetes Packchen zu. Er nahm es hastia an sich, riß die Enveloppe aus, zog eine Karte heraus und las: Dr. ined. Karla Schmidt Eine Weile stand er wie versteinert Also das ist das Resultat Ihres iahrelanqen Sirebens Dr. ., Karla Schmidt?" Gefällt Ihnen meine Wahl nicht?" rief sie. Ich habe den englischen Smith m emen deutschen Schmidt umgestaltet. Herr Kollege." Wann werden Sie Ihre Thätigkeit beginnen?" fragte er finster. Ich habe sie schon begonnen, lesen Sie das Schild draußen an.de? Nebenthüre: Sprechstunde von 4 3 Uhr. Und da es eben vier schlaat. muß ick .Sie für heute verabschieden und mein Sprechzimmer aufsuchen. Leben; Sie wohl!" Damit huschte sie zur Thüre hinaus. Dr. Pietro Torrosani sah ihr imnend und bewundernden Blickes nach, dann legte er die letzte' Visitenkarte zu ven vorigen aus das Tischchen. Macht der Gewohnheit. Die Batterie stand zum ersten Male im Feuer. .Zzaaeldicht kamen die Ze'ndlichen Geschosse dahergszust hei! rceio): ncrn, npe:ioouen c.crnc?gu.lgen machten oa .'le zunzei Soldaten, sobald ihnen eine Kugel a:i: Ohre vci beipfiff. Nur Kanonier StaniZlaus Kschibinski zuckte m:: seiner Tolnipef. :egungslos wie eine Mauer ,:-no er mit ten im Kugelregen. 5ln aestcklem Gilop? sprengte der Regiments - Commanoeur, Oberst von Tratten, daher. Donnerwetter, Kerls stillgestanden! Was ist denn das für eine Wackelei? Seht einmal den jlschlbinsk: an, der hat vordem auch noch !e:n Pulver oeroeben und siebt doch ruhig da wie auf dem Paradefelde. Nicht wahr. mein Sobn. Du furchtest diese pieisenden und sausenden Dinger nicht?" 3 Befebl. nein, Herr Oberst bin ich sich längst gewöhnt an solches Sausen und Pfeifen von Ohrfeigen her!Schmeichelhafter Antrag. Hausherr: Was verschafft mir die Ehre, daß mich heute alle Parteien meines Hauses besuchen? Sprecher (der Parteien): Euer Wohlgeboren! Wir haben Ihnen zu eröffnen. daß wir genöthigt sind, in Ihrem Hause eine Wanzenwehr zu bilden und wollten Sie nur gemeinschaftlich bitten, das Commando über diesen neuen Verein zu übernehmen!" Eigenthümliche Begründung. A.: Kocht Deine Frau selbst?" V.: Natürlich,, sonst würde ich doch nicht im Restaurant essen!" Ausser Art geschlagen. Wie widerwärtig bescheiden die Müller gehä!" Ja. und denken Sie, die war auch noch nie verlobt!"
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Jir deutschen ?!:IchZie ist es au5 Anlaß eines Xr.izzr des Präsidenten b. Levetzon?, d?n Fürsten LZZmarck Z'. dessen 80. G.brtstag: in ossicicller Weift zu beglückwünschen, zu stürm:v. L e v e tz o w. schen Auftritten gekommen. Der Anirag wurde mit 163 gegen 146 Stimmen abgelehnt und in Folge desjen hat Herr v. Levetzow sein Amt als Präsident niedergelegt. Auf dem Stump. Seitdem in Kansas die FarmersAllianz und die Volkspartei geboren. wurde, haben sich in 'diesem Staate eigenartige Charaktere m großer tfahi entwickelt, wie .der strumpflose" Congreßmann Jerry Simpson, Senator Pefser, Frau Lease u. a. Eine Rivalin der Letzteren ist Frau Althea Vriggs-Stryker, welche der Letztgenannten als Bolksrednerln oncurrenz macht. Jerry Simpson hat Frau Althea Vriggs-Stryker. Briggs-Stryker, die in Gemeinschaft mit ihrem Gatten in Great Vend eine Normalschule leitet, entdeckt". Sie ist eine entschiedene Vorkämpferin des Frauenstimmrechts und will von einer Zugehörigkeit zu den alten Parteien; nichts wissen. Den bisherigen Führerinnen 'der Frauenbewegung in Kansas hat sie den Fehdehandschuh hingeworsen und dieselben offen des Verraths an der guten Sache" beschuldigt. Eine seltsame Gravst'ättc. Der Tod des sächsischen MinisterPräsidenten Hans Julius v. Thümmel hat neuerdings die Aufmerksamkeit auf die eigenartige Begräbnißstätte des Großvaters des Verstorbenen gelenkt. Hans Wilhelm v. Thümmel, sachsen-gotha-altenburgischer Minister, wurde, seinen letztwilligen Verfügungen entsprechend, in einer uralten Eiche von ungeheuerm Umfang" beerdigt, nachdem wider alle Besorgniß einer gesährlichen Ausdünstung des todten Körpers", wie der damalige Pfarrer mittheilt, in den Baum eine Gruft gebaut war. Diese Eiche, die noch jetzt &M?2C -svmLi. . r u alljährlich in frischem Grün prangt, ehörte bis zum Jahre 1819 zum Nöbdenitzer Pfarrgarten, wurde aber, nachdem sie in diesem Jahr ein Sturmwind ihrer Krone beraubt hatte, auf Abbruch versteigert und von einem Bauer erstanden. Von ihm kaufte sie der damalige Rittergutsherr H. W. v. Thümmel zurück und fand, verborgen in ihrem hohlen Stamm, eine Grabstätte, wie sie für einen Freund des Waldes und der Natur nicht schöner gedacht werden kann. Eine kleine eiserne Thür führt in das Innere der gewaltigen Eiche, die trotz ihres Alters noch Kraft genug gehabt hat, die bei jener Beisetzung gebrochene Oeffnung mehr und mehr zu schließen, so daß jetzt nur noch ein spärlicher Einblick in diese seltsame Grabstatte vergönnt ist. Das höchste. Glück. O, ich bin der glücklichste der Menschen, ich habe heute meiner Elli meine Liebe und ihrem Vater meine Schulden gestanden!" H a g e st o ! z e. Nante (zu einem Kneipkumpan, der sich endlich verheirathen will): Du kannst noch Nein" sagen, so lange Du auf dein Standesamt nicht die Feder ange saßt hast! Sante: Stimmt! Nachzer kannst Du's aber nicht mehr, dan Du der Geruvktel
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