Indiana Tribüne, Volume 18, Number 196, Indianapolis, Marion County, 6 April 1895 — Page 2
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Erscheint Taglich und Sonntags. Die tlzltche TriSüne- kostet durch den TrSger 13 SentS per Woche, die SonntagSTribüne' S CetS per SScche. Seide zusammen IS Gent der es CentS ver rkonat. Per Post außerhalb der ladt ,uzeschiZt in Vorausbezahlung p per i?ahr. fftci 5 Süd Lllabama Straße. Indianapolis, Ind., 0. April 1895. Teutsche Nrbe!terverf!chcrlMg in französischer Beleuchtung. Unter den Ländern, di: sich mit der Arbriterversicherung deZ deutschen Neiches immer ernstliche? beschäftigen, tritt neuerdinzA besonders Frankreich in hn Vorderzrund. sei 3, ta& auch dort die 'Virthschäftlich-socialen Verhältnisse auf eine endliche Lösunz dieser Frage hindrängen, sei eZ. da& die vielfachen Ansuche seit 1880. die Arbeiterversicherunz ohne staatlichenZwang durch Zuführen, nunmehr als aussichtloS erSannt werden. Nachdem in den letzten Jahren in Paris treffliche Uebersetzungen und Coinnientare zu den einzelnen ideuischen Wersicherunzsgesetzen vervffentlicht worden sind, ist soeben daselbst eine neue .verdienstvolle Arbeit von dem bekannten Socialpolitiker Starke Block. Mitglied der Akademie der Wissenschaften, erschienen. In der selben gibt der Verfasser aus Grund persönlicher Studien, die ihn im vercangenen Jahre auch mit dem deutschen Reichsversicherungsamt, verschiedenen Berfsgenossenschaften, hervorragenden Industriellen u. s. w. in wiederholte Berührung brachten, in historischer Folge einen klaren Abrifc der gesamm:en Arbeiterversicherung. In dem einleitenden Capitel wird darauf hingewiesen, wie in Deutschland einerseits das historisch überlieferte ctnappschaftswelen. anderseits die ArrnenunrstüKnnaZvflickt der Gemeinden und WS Bestreben, diese vielfach drückend gewordene Last zu mildern und an 'Stelle: des entwürdiaenden Almosens einen wohlerworbenen? Rechtsanspruch zu setzenewissermaßen ganz von tlbt zum allgemeinen Versicherungszwang geführt hatten. In dem nächsten Abschnitt über die Krankenversicherung wird hervorgeheben,w!e wenig befriedigende Ergebnisse die auf dem Grundsatz: der FreiwilligZeit beruhende französische Gesetzgebung von 1852 gehabt habe. Trotz aller Vergünstigungen str die titzlieoerzahl dieser freien Hilft lassen von 270,000 im Jahre 1852 bis 1869 nur auf 794,000 und bis 1890 nur auf 1.256,900 gestiegen, so daß Millionen von Hilfsbedürftigen von den Wohlthaten der Gesetzgebnng nach wie vor ausgeschlossen geblieben oder ihren Mitbürgern zur Last gefallen wären. Hinsichtlich der Unfallversicherung habe die deutsche Gesetzgebung die bis her xrivatrechtlichv Haftpflicht der einzelnen Unternehmer zum Vortheil aller Betheiligten in eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung , des ganzen Gewerbszweiges umgewandelt. Diese Gesetzgebung werde nicht nur unter, den Arbertern immer populärer, sondern finde auch bei den Unternehmern immer mehr Anhang. Man habe ihm (dem Verfasser) wiederholt versichert, daß alle großen und mittlern Unternehmer und viele Kleinunternehmer die Unfall-ver-sicherung auch für sich als eine Wohlthat empfänden, sie könnten in Ruhe 'ihrem Gewerbe nachgehen und hatten gute Beziehungen zum Personal. Die Lasten seien zwar merklich, aber erträglich; unter der Herrschaft des Haftpflichtgesetzes hätte eine Verurtheilung zum Schadenersatz ein viel größeres Risico bedeutet, nicht bloß weil die ganze Summe auf einmal zu zahlen. sondern auch von einem einzelnen allein zu tragen war; unter dun gegenwärti gen Regime werde der Schaden wesentlich gemildert, weil unter die Berufsgenossen und auf mehrere Jahre vertheilt. Man freue sich der Kraft, welche die berufszenossenschaftliche Vereinigung gebe, ohne die Freiheit deZ einzelnen zu beeinträchtigen, da jeder für feinen Theil Einfluß auf die Verwaltung deZ Ganzen habe. Und man sei stolz auf diese Selbstverwaltung. Freilich sei dieselbe nichi zu verwechfeln mit völliger Autonomie, die kein Staat einem seiner Glieder zuerkenne.? könne. Auch dürfe man nicht vergessen, daß die Versicherung Interessen berühre, die sich keineswe?s deckten, die der Versicherer und der Versicherten. Der Gesetzgeber wolle dem einen wohlthun, ohne den andern zu erdrücken; er sei sich feiner Pflichten gegen beide bewußt. Um diese delicate Aufgabe der Ausgleichung, der Gerechtigkeit gegen alle zu lösen, dazu fei das Reichs-Ver-sicherungsarnt, eine in ihrer Zusarnniensetzung und Zuständigkeit ganz eigenartige Behörde geschaffen worden, die unter der fehr liberalen und verständigen Leitung Thres Präsidenten Dr. Bödiker nach allgemeiner Ansicht auf die Durchführung der Unfall- wie der Jnvaliditäts- und Altersversicherung einen wohlthuenden Einfluß aus geübt habe. Die Annahme, daß die Unfall?slcher.'inz die Zahl der Betriebsunfälle bedeutend vermehrt habe, wird vom Verfasser nicht für stichhaltig erachtet. Daß die Arbeiter unter der Herrschaft des Haftpflichtgesetzes vorsichtiger geWesen wären, weil sie wußten, daß die Entschädigungsansprüche nur schwer und in langwierigen Processen zu ersireiten waren, sei durch die Unfallstatistik bisher nicht bestätigt worden, vielmehr zeize die Zahl der schweren Unfälle Dank der energischen EinWirkung der berufszenossenschaftlichen Unfallverhütung umgekehrt eine sinkende Richtung, und .wenn auch die Zahl der leichtern. Unfälle nicht an sich, aber der entschädigten Unfälle bedeutend gewachsen sei, so sei das Tiicht weiter befremdlich, da die Aröeiter eben früher wegen der schwierigen Durchführung solcher Anstiche le ichtere Verletzungen entweder überhaupt nl: aeltend aeniacbt oder ft& mit den
Leistungen der Krankenkassen begnüg! Bezüglich der Invalidität- und Altersversicherung ist der Verfasser der Ansicht, daß ein so weittragendes Un ternebmen. allen Hilfsbedürftigen eine
lebenslänalicke Vension zu sichern, nur in. Deutschland in Angriff genommen werden konnte, wo bereits die Geineinden Hilfsbedürftigen zu unterstützen hatten, zumal man yofste, die vtelsacy sehr drückend gewordenen Armenlasten infolge des Gesetzes wesentlich gemildert zu sehen. Ließen sich auch hier manckerlei aewicktiae Bedenken kaum zurückweisen, ob man auf die Dauer dem Drängen der radicalen Parteien, i rr r , t , ... . C . oie Pensionen ouriocg zu ttyvitu, werde standhalten können, ob die vielen Milliarden an Deckungscapitalien mit der Zeit nicht den Zinsfuß zu itaii herabdrücken und dann zur Deckung der laufenden Renten noch ausreichen würden u. s. w.. so dürfe man anderseits die ethisch-sociale Bedeutung Dieses Gesetzes, das den Alrnosenernpsänger zu einem Rentenberechtigten erhebe, keineswegs' unterschätzen und die Lösung jener Fragen getrost der Zukunft überlassen. .. !Eln unUtUt1Qt$ Torpedoboot fit, unsere Marine. Seitens des Marine-DepartementZ ist foeben mit der Holland Torpedo Boat Company .von New 2)öil de, 'Contract für' den -Bau eines untersee Aschen Torpedobootes abgeschwssen und damit eine endgilt!ge Entscheidung i Betreff einer - wichtigen . Verstärkung der Flotte," welche schon vor mehreren Jahrea in's Auge gefaßt wär, getros fen worden. ' Den Contractbestimmunen gemäß soll das Boot, innerhalb ei nes Jahres in Dienst gestellt werden und hat sich die genannte Firma zur Zahlung einer bedeutenden Condentionalstrafe verpflichtet, falls sie den Lieferunastermin nicht einhält; allein auf diesen Theil. deö Eontractes ist wenig au aeben, da der letzteCongreß'die Conventionalstrafen für verspätete Lieferunq von sieben Kreuzern und Kanonenbooten nachgelassen, hat, die Holland Company mithin eventuell ebensolches Entgegenkommen finden dürfte. Immerhin ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß das unterseeische Torpedoboot zu Anfang des Sommers 1896 in Dienst aestellt werden wird. DaS spindelförmige Boot erhält eine Länge von 80 Fuß bei einem Durchrnesser von 11 Fuß und einem Deplacement von 133 1-2 Tonnen; es wird also kürzer wie die oberseeischen Torpedoboote. denn der Stiletts" mißt 83 1-2 und der Ericsson" beinahe 150 Fuß in der Länge. Für daö neue Boot ist eine Fahrgeschwindigkeit von 15 Knoten auf der Oberfläche deS WasserS und 14 Knoten dicht unter derselben während einer ununterbrochenen Fahrt von 12 Stunden auöbedüngen; vollständig unter Wasser und mit elektrischem Betrieb mußeö sechs Stunden ununterbrochen acht,' Knoten zurücklegen. Diese Bedingungen ga rantiren unserer Kriegsmarine, ein sehr leistungsfähiges Fahrzeug, denn ein Boot, welches sechs Stunden lang mit einer Geschwindigkeit vonacht Knoten unter Wasser. . fahren f annr; ist im Stande, eimrn'Gegner auf den Leib zu rücken, ohne von einem feindlichen Schiffe bemerkt zu werden. Freilich ist es eine andere Frage, ob auf einer so langen unterseeischen Fahrt der Führer die Richtung ganz genau einzuhalten vermag; allein selbst wenn er behufs Orientirung von Zeit zu Zeit an die Oberfläche kommen müßte, so brauchte er dies nur so weit zu thun, daß er mit der Spitze des BeobachiungsthurmeS über letztere emporragt und das auch nur auf wenige Augenblicke. 4 Der Abschluß d-s ContractS ist das Ergebniß rastloser Bemühungen, welche tolle acht Jahre zurückdatiren. Schon unter Secretär Whitney wurde aus den Ä2U eines untersttischen Torpedobootes hingearbeitet, welcher, im Hinblick -auf die gewaltigen Fortschritte in deiCon siruction von Schnellfeuergeschützen und stählernen Schutznetzen für die Schlachtschisfe sowie der elektrischen Scheinwerfer kein Vertrauen in die Torpedoboote hatte. Durch Gesetz vom 3. Mai 1837 wurde Herr Whitney aum Bau eines unterseeischen TorpedobooteZ autorisirt und in Folge dessen Anqebote für ein solches eingefordert. Dasselbe sollte auf der Oberfläche während 30 Stunden ununterbrochen 15 Knoten Fahrt haben und, völlig versenkt, während 2 Stunden 3 Knoten. Ferner sollte daö Versenken in zwei Minuten geschehen und daS Boot, ohne Reversion der Maschinen, in voller Geschwindigkeit einen Kreis beschreiben können, dessen Durchmesser das Vierfache semer Länge nicht übertraf. Die ersten Angebote kamen von den CrampS für ein Rordenfeldt- und ein HollandBoot zu dem Preise von 5175.000 bzw. $135,000. Dann machten die Columbian Iran WorkS drei Angebote auf den Bau eines modificirten HollandBootes? in den Angeboten waren die Preise auf 5160.000. 115.000 bzw. 5100.000 und die Fahrgeschwindigkeiten auf 12, 10 bzw. 9 Knoten aus der Oberfläche und 9, 3 bzw. 7 Knoten unter Wasser festgesetzt. Allein keines dieser Angebote befriedigte und daö ganze Project gerieth in'S Stocken, bis die ausgezeichneten Leistungen, welche die Engländer mit dem RordenfeldtVoot erzielten, die Dringlichkeit der Beschaffung eineZ unterseeischen TorpedobooteZ nahe legten. Der Congreß bewilligte 5200.000 für den Bau fowie die Experimente und George C. Baker und die Holland Company traten als Concurrenten in'S Feld. , Anfanglich sprachen sich viele Marine-Offieiere 'sehr günstig über deS Ersteren Boot auS, allein die zur Prüfung der Pläne eingesetzte Commission erachtete das Hol-land-Boot für das bessere und empfahl den Bau eineS folchen. In Uebereinsiimmung mit dieser Empfehlung wurde der Contract.nnt er Holland Torpedo Voot Company abgeschlossen
krzeugu!sse deö GoldstaateS lt Berlin.
Die anerkennenswerthen Erfolge, welche die rastlosen Bemühungen deS Col. Charles I. Murphy. den amerikaNischen Farmproducten inEuropa einen Markt zu verschaffen, gehabt haben, bat den kalifornischen Obst- und WeinProducenten die Augen geöffnet und mit großer Energie wird jetzt darauf hingearbeitet, die mannigfachen ErZeugnisse des Goldstaates bei unseren Vettern im alten Vaterlande abzusetzen. Nachdem der kalifornische Wein auf der Ausstellung zu Antwerpen im verflossenen Jahre mit einer goldenen Medaille ausgezeichnet war, wurden bedeutende Quantitäten desselben nach Brüssel. Hamburg, Bremen, Christiania und Kopenhagen gesandt, wo der Wein guten Absatz fand; besonders in den beiden letztgenannten Städten entwickelte sich binnen Kurzem eine lebhafte Nachfrage, da er, seiner Stärke wegen, dem Geschmacke der Nordländer zusagte. Behufs Eroberung des deutschen Marktes wurde von den angesehensten und leistungsfähigsten Firmen, nicht weniger als 302 an Zahl, eine Coalition in'S Leben gerufen und dem Unternehmen durch Bewilligung billiger Frachten feitenS der North Arnerican Navigation Company fowie der Panama Bahn weitgehende Unterstützung zugesichert. Am besten glaubte man dies durch Veranstaltung einer Ausstellung von kalifornischem Wem, Obst u. f. w. in Berlin erreichen zu können und von den Unternehmern wurde Herr Walter E. v. Johannfen mit der Ausführung betraut. Von dem Gouverneur H. H. Markham, dem Staats - Handelsrath und der StaatsCommission für den Weinbau auf das Wärmste empfohlen, unterbreitete Herr v. Johannsen seine Pläne dem Ackerbausecretär Morton und dieser ließ es an kräftiger Unterstützung ebenfalls nicht fehlen. Um ihm einen offiziellen Charakter zu verleihen, wurde Herr v. Johannsen zum Special - Commissär des Ackerbau - Departements ernannt und die Vorbereitungen für die Auöstellung .sind nunmehr so weit gediehen, daß dieselbe am 5. Mai in einem Gebäude am Thiergarten eröffnet werden soll; ihre Dauer ist auf zwei Monate bemessen. Das Ausstellung5gebäude wird in achteckige Höfe getheilt, von denen ein Zeder einem bestimmten Zweck dienen soll. Liqueure, Weine, gedörrte und conservirte Früchte. Gemüse. Fische u. s. w. werden in besonderen Abtbellungen untergebracht werden und , in zwei CafSS werden die verschiedenen kalifornischen Getränke zum Ausschank gelangen. Die Unternehmer hoffen mit großer Zuversicht, daß die Berliner itn Weinen des Goldstaates bald Geschmack abgewinnen werden. In einem DamencafS werden 15 junge Neger'bur schen den schönen Berlinerinnen alle Arten von Delikatessen und Genußmitteln serviren. Es soll sogar ein Versuch gemacht werden, die Berlinerinnen zu Sklavinnen des Kaugummi zu wachen und zwar durch eine Brigade von 20 hübschen Mädchen. In besonderen Kiosks w:rden die Besuchennnen von jungen Mädchen im Qu'äkercostüm mit Dörrobst, Frühstücksspeisen und Backpulverproducten regalirt werden, damit sie sich durch den eigenen Geschmack von der Gute der ausgestellten Waaren überzeugen können. Die Repräsenkanten der Rothholz - Industrie werden ebenfalls Proben ihrer Erzeugnisse ausstellen und deadstchtlgen sie namentlich die Verwendbarkeit des Rothholzes für die Bleistiftfabrikation zur Anschauung zu bringen. DaS VerwaltungSbureau wird Herr v. Johannsen in Person leiten. Um der ganzen Aussiellung einen echt kalifornischen Cha rakter zu verleihen, werden von dem General Adjutanten deS Staates, Briq. . General C. C. Allen, Mannschasten der See-Bugade dorthm ge sandt werden. Cesare ilantu. Im Alter von 91 Jahren ist in Mailand Cesare Cantu, der eine Zierde ita lienischev Literatur und Wissenschaft und der Stolz deZ modernen Italiens aewefen, vom Tode abberufen worden. Ein historischer Forscher höheren Ranges war Cesare Cantu allerdings nicht, aber für die Verbreitung? geschichtlicher Kenntniß, und Bildung unter seinen Landsleuten bat Niemand so viel ae leistet alZ er. Er .hat den Italienern zuerst eine groß angelegte Weltgeschichte und dan ihre eigene Geschichte geschrieben; beide Werke sind, obwohl nicht einwandfrei.' doch verdienstvoll in hohem Grade und haben einen ungewöhnlich ausgedehnten Leserkreis gefunden. Die Störte universale und fcirßtoria degli Itallani sind die Hauptstützen seines GelehrtenrufeS. wie sie auch die Grundlagen feines bescheidenen Wohlstandes wurden. Was Cantu bei seinem Tode besaß. daS hat er sich mit unermüdlicher Gelehrtenund Federarbeit verdient. Denn sein Eintritt in'S Leben war nicht von Glücksgütern umgeben, gewesen. Am L. December 1801 in dem lornbardischen Dorfe Brivio geboren, der älteste Sohn einer schlichten aber kinderreichen Familie, mußte er den geistlichen Beruf wählen, um kostenlos studiren zu können. Bevor er die Weihen erhalten sollte, legte er daö geistliche Gewand indessen wieder ab und wurde mit noch nicht 18 Jahren Professor der Gramnatik in Sondrio. Kaum war er so auf eigene Füße gestellt, da starb sein Vater und hinterließ dem Jüngling die schwere Aufgabe, für den Unterhalt der Mutter und 8 jüngerer Geschwister zu sorgen. Die zähe Ausdauer und Genügsamkeit, die man im italienischen Volke nicht selten findet, unterstützten Cantu in der Erfüllung dieser Pflichten, und mä eisernem Fleiß suchte er mben seinerLehrthätigkeit durch schriftstellerische Arbeit zu verdienen. Seine sußerordentlichs Fruchtbarkeit erklärt sich zum Theil wohl auch durch diese harts Schule seiner Jugend; die Nierarische Produktion wurde ihm eine Wkwobnbeit. der er über 70 Jahre lana
bis in seine letzte Lebenszeit kreu blieb. Er hatte der Welt immer noch etwas zu
sagen. Die Zahl seiner Schriften ist im Jahre 1884 von einem Bibliographen auf 227 angegeben worden, heule hat sie das dritte Hundert gewiß überschritten; und darunter sind eine 35bändige Weltgeschichte, eine vierbändige Geschichte Italiens, 5 Bände der 8toria del cent' anni 1750 18o0, und ndere umfangreiche Werke geschichtli chen und literar - geschichtlichen In Halts. Eine Reihe von erziehlichen Ju-gend-und Volksschriften, die viele Auflagen erlebt haben, vor Allem aber sein Roman Margberita Pusteria, der mehr als 40mal gedruckt worden ist. haben seinen Namen und Gedanken m die weitesten Kreise getragen. Der letztgenannte Roman ist im Gefängniß geschrieben, wo er von 183 bis 1834 un t:r der estirreichischen Herrschaft seinen italienischen Patriotismus, büßte. 1843 entging er einer zweiten Gefangenschaft durch die Flucht nach Piemont. Als italienischer Freiheitskämpfer mit der veder nahm er eme ganz eigenthümliche Sonderstellung ein; die heutige Gestaltung Italiens entspricht nicht den von ihm vorgezeichneten Idealen. AIS strenger Katholik hatte er ein italienisches Föderativreich unter Erhaltung des Kirchenstaats geträumt, za-sogar sür seine enger: Heimath die Idee eines habsburgischen Vicekönigthums verfochten. Sem ausgesprochen kathollscher Liberalismus ist auch wesentlich schuld daran gewesen, daß er im politischen Leben Italiens allein stand und nur vorübergehend, von 1860 1867, der Kammer angehörte. Die Italiener von heute aber, die gegen die verschiebenartigen Formen, welche die patriotischen Bestrebungen während des Ici80rg!met annahmen, eine weit gehende Duldung zu üben gewohnt find, haben es auch Cantu nicht übel genommen, daß er daL. neue Italien sich anders vorstellte, als es geworden ist, und ehren in dem jüngst verstorbenen Nestor ihrer Gelehrten nicht nur den, Historiker und Volkserzieher, sontiern auch den Patrioten, der für den Einheitstraum gestritten und gelitten hat. Johanniöberg Anläßlich deS Todes deö Fürsten Richard Metternich, des Besitzers von Schloß Johannisbng, ist wohl folgende interessante Reminiscenz am Platze: Zu Anfang dieses Jahrhunderts war daS Schloß Johannisberg dem korsischen Usurpator zum Opfer gefallen, der es sammt seinen Weinbergen kurzer Hand dem Marschall Kellerrnann schenkte. Der neue Eigenthümer sollte sich nicht lange dieses beneidenswerthen Besitzes erfreuen, für den er überhaupt nicht rechtes Verständniß besessen zu haben scheint. Ihm war es vorbehalten, während der kurzen Dauer seiner Johannisberger Herrlichkeit in die Schloßannalen ein Ereigniß einzutragen, das wohl für ewige Zeiten ein Unikum 'bleiben wird. Er verkaufte im hochberühmten Weinjahre 1311 die ganze Schloßcrescenz auf denr Stocke für 32.000 Gulden an das Kölner Weinhaus Mumm, welches später sür ein einziges der geherbsteten Stücke Wein 11.000 Gulden löste und ein ganzes Vermögen an dem Geschäft verdiente. Der Sturm der BefreiungsKriege sorgte dafür, daß der Marschall Kellermann solch einen denkwürdigen 'Handel nicht wiederholen konnte. Der .Marschall wurde von seinem Besitze !von Napoleon's Gnaden verjagt und Schloß Johannisberg wurde Kriegsibeute der verbündeten Fürsten. Begreiflicherweise ging die summarische Erledigung dem Marschall nahe. Er Vitb sich später von Deutschen, die bei !ihm im Quartier lagen, bezw. zu 'Gaste waren, eine Bittschrift an den Kaiser Franz anfertigen, ihn wieder in den Besitz des JohanniZbergZ zu setzen. ! Kurze Zeit herrenlos, enag manchen begehrlichen Blick auf sich gezogen haben. Es sind Beweise dafür erhal,ten, daß Gneisenau Aussichten gemacht waren, für feine Verdienste in den Be,freiungskr:egen mit einer Besitzung am Rhein dotirt zu. werden, was diesen veranlaßte, in sehr deutlicher Welse .seine Hand nach dem Schloß Johanmöberg auszustrecken. Aber auch Stein machte sich Hoffnungen auf den Johannisberg und S entstand zwischen Beiden eine 'Zeit lang eine Rivalität, die vermuthlich in offenen Conflikt übergegangen wäre, wenn einem von ihnen der ersehnte Besitz zugefallen wäre. Um diesen Conflikt zu verhüten, mag man damals bei Vergebung des Schlosses Johannisberg jenen überraschenden, den Beiden gegenüber neutralen Weg eingeschlagen, -haben. Den Johannisberg bekam weder .Gneisenau noch Stein, sondern der Kaiser von Oesterreich erhielt daS Dispositionsrecht über denselben. So kan, eö, daß Gneisenau und Stein sich schnell wieder versöhnten, daß aber der Johannisberg, daS kostbarste Fleckchen deutscher Erde von, Kaiser von Oesterreich seinem Staats'kanzler Metternich überwiesen wurde. Metternich .Vater scheint .übrigens Freude am.Besttz ;deS Schlosses JohannisSerg und der zugehörigen Weinberge gehabt zu. haben.- Er weilte öfter daselbst,' wo er auch zuweilen von Frankfurt äuS die . Besuche BiSmarck'S empfing, als. dieser preußischer Bundes-tags-Gesandter war. ' Die Beiden follen sich beim köstlichen Johannisberger Naß trefflich- unterhalten haben. Bis rnarck brachte beim ersten Besuche gleich drei Tage auf dem Schloß zu. Nach der Biörnarö-BioAraphie von Koeppen war.eS eine beiläufige Annehmlichkeit der-ferneren -Besuche auf dem . Johanrusberz,: daß BiSmarck daS Herz deS Kellermeisters .gewann, ' bei dem. er - sich in die Geheimnisse 'der Kostprobe -der Edelglloächse.- gründlicher . vertiefen konnte alS. an. der. Tafel deS Wrsien. Metternich Sohn -soll. daS rechte' Verständniß für den Nektar, den die-rhei-irische Sonne auf dem Johannisberg zeitigt, nicht gehabt haben. Man erzählt von ihm, daß er für seinen Ge brauch UngaMein mitbrächte; btnnjf
aus Sem Schloß zu Besuch M einstellte. Die Johannisberger Besitzung ist seit einten Jahren Hideicommiß, das in der männlichen und weiblichen Linie vererbt, also erst bei Austerben der Nachkommen des Fürsten Clemens
Lothar Metternich an den zewellrzen HerrscherOösterreichs zurückfallen lann. Nach dem Lehnsbriefe sind zehn Procent des iahrlichen Welnertragnlnes an den Lehnsherrnen Kaiser von Oesterreich, abzugeben. Deutsche LocalNaSriö)ten. : :.i A SvtU StS,. Hamburg. DaS Landgericht verurtheilte den Redakteur des Sociali-sten-Echos" wegen Beleidigung des Generals v. Hanisch vom 7. Armeecorps zu 150 Mark Geldstrafe. Nach Verubung eine Betrugs von etwa izu, 000 Mark ist der 1858 in Aurich geborene Hausmakler Jonas. gen. Johann Simon Cohn, flüchtig geworden. Bremen. In der Essigfabrik von E. und M. Bollmann brach Feuer aus, das einen Theil des Mittelgebäudes mit seinen werthvollen Fabrikaiionsfässern und den dazu gehörenden Utensilien vernichtete. Der Schaden ist nicht unbedeutend, der Betrieb wird aber fortgesetzt. Lübeck. Der 19jährige Sohn des StaatsinFenieurs Aßmann. verschwand unter Mitnahme sämmtlicher Werthpapiere seines Vaters im Betrage von 20.000 Mk. Er wurde jedoch in Hamburg verhaftet und nach Lübeck zurllckbefördert. Das Geld ist wieder beigebracht bis auf 500 Mk. die zur Bestreitung seiner Reisekosten gedient haben. Mklenvura Schwerin. In der . Angelegenbeit des Bankkrachs in Parchim sind der Bankdirektor und Notar Ehlers, der Kaufmann Klähn und die Kaufleute Friebsees und Walters EhlerZ auf Anordnung des telegraöhisch herbeigerufenen Staatsanwaltes verhaftet worden. Parchim. Wie vor Kurzem der Kassirer Paries, so hat auch jetzt der Controleur Tilse der verkrachten Creditbank Selbstmord im Rathhause verübt. . GUstrow. DaS hiesige Schwurgericht verurtheilte den Fleischermeister Koschuetzki, den Mörder des Fleischermeisters Schoppenhauer auS Neustlitz unter Zubilligung mildernder Umstände zu 3jährigern Gefängniß. Chftrtrt0t. ArnsUdt. Hier ist ein junger Kaufmann, der ein größeres Quan turn Alkohol zu sich genommen hatte, um die Qual von heftigen Zahnschmerzen zu lindern und den entbehrten Schlaf zu erzwingen, todt in seinem Bett aufgefunden worden. Infolge des übermäßigen Genusses von Spirituosen war eine Herzlähmung eingetreten. ' G e r a. ' Dem seit einiger Zeit hier bestehenden Verein für. Feuerbestattung soll auf eine Anfrage vorn Ministerium in Weimar der ' Bescheid zugegangen sein, daß bei der Regierung prinzipielle Bedenken gegen Errichtung eines Crematoriums in hiesiger Stadt nicht beständen. Es wird dem Verein anheimgegeben, sich mit den Gemeindebehörden wegen Abänderung des Ortsstatuts über die Begrabnißordnung in Verbindung zu setzen. .ichtenstein. JnCallenberg sind, fünf Wohnhäuser abgebrannt.zwei weitere wurden 'Niedergerissen.' DaS Feuer entstand im Schlosser Krodnerschen Hause.. M e i n i n g e n. ' Der vor einigen Tagen wegen , Raubmords zum Tode verurtheilte Malter, dessen Verurtheilung auf Indizienbeweis hin großes Aufsehen erregte, ist vom Herzog zu lebenslänglichem, Zuchthaus begnadigt worden. Malter betheuert fortwährend feine Unschuld. Sak,7en. ' Dresden. OberbürgermeifterGeh. Rath Dr. Stübel ist gestorben. Dieser Tage erschoß sich, im Cafe Teichgräber auf der Rietschelstraße der Colporteur Herm. Günzel auö Vorstadt Striefen. Verlsdorf. Letzthin starb hier das einjährige Kind deS Gartenbesitzers W. Kother. Von dieser Zeit an war der Hund desselben nickt aus dem . Kinderstühlchen herauszubekommen. Als nun beim Vegräbniß der Sargdeckel geschlossen wurde, trieb man daS Thier in die Stube, wo eZ sich unter daS Sopha legte und bald darauf starb. E l t e r l e i n. Ein hier wohnendes Ehepaar Namens Herrmann wurde neulich auf der Langefelderstraße unweit des Gasthauses Heinzebank im tiefen Schnee froren- aufgefunden. Großenhain. Von einem jähen Tod überrascht wurde der auf dem Rittergute .Skassa angestellte Kutscher A. Raukauzki. Der noch junge Mann, der sich in nächster Zeit verheirathen wollte,stand eben in Begriff, der GutsHerrin eine Meldung zu überbringen, als er von einem Gehirnschlag getroffen, todt zu Boden sank. WrskZHrz?stvTN Less,. Darin stadt.. Gestorben ist hier nach längerem schweren Leiden der als Künstler wie als Mensch hochgeschätzte Kunstmaler August Fritz. Jnsbesondere als ausgezeichneter Thiermaler nahm er unier seinen Kunstgenossen einen hervorragenden Rang ein. Gießen. ' DaS '. Schwurgericht verurtheilte ' den 33 .Jahre alten . Andreas Klüber von hier, welcher am 13. November 1894 den Taglöhner Bender von' Schotten im Walde -bei Rainrod beraubte, körperlich . schwer verletzte und ihn zu erwürgen versuchte, zu 15 Iahren Zuchthaus und lOjähriger Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Mainz. Vor dem hiesigenSchwurgerichte - sollte dieser Tage jene- Frau zur Aburtheilung kommen, die im vori gen Jahre ihren Mann auS dem ersten Stock ihrer Wohnung zum Fenster hinAusgeworfen hatte. .Die Frau, die von Seiten, der.' StaatZanwall'zft . des .TodtfchlagSverfuchS : .beschu'oig:. war, wurde freigesprochen, weil, der einzige Zeuge deS Vorfalls, der. 57un& die
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Fn den ersten warmen Tagen des Frühjahrs, nachdem wir im Wtt'.ter schwer und reichllch gegessen, kommt es häustg vor.daß die Leöer nicht richtig aröeitet es üöermannt uns ein chesiihl von Mdigkeit wcches jedermann wohl öckannt. Also rcgulirt euer System und dafür gieb! es kein besseres Mttel als
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lLAL&MirJ y Ausiaz: oerweigerre. A)er Bllreaufchreiber Krause, der im Januar wegen Geldunters hlagungen von hier verschwunden Kar, ist in Braunschweig festgenommen worden. Er hielt sich dort unter dem Namen Schwibinger auf. Das Schwurgericht verurtheilte den jugendlichen Tagelöhner Ärand, der in der Neujahrsnacht den Müsse tier Müller vorn 83. Regiment niedergestochen hat. wegen Todtschlags zu 9 Jahren Zuchthaus. Glsß-ohrfnaen. N i e d e r j e u tz. Hier kam der 14jährige Sohn des Fährmanns infolge des Hochwassers um's Leben. Der Knabe öffnete die Thüre, um- dem vor der Thüre vorbeischießenden, mächtig angeschwollenen Strome zuzuschauen. Dabei rutschte er aus und stürzte in die Fluthen, O e t t i n q e n. Der hier wohlbekannte Weichensteller Mathias Genn aus Düdelingen, welcher erst vor Kurzem nach Station Oetringen versetzt wurde, wurde bei dem Rangiren eines Zuges überfahren, wobei ihm beide Beine abgeschnitten worden sind. G. ist bereits gestorben. Vhtnxsi,. Xu e i ch h e i m. Scheuer und des ledigen Ackerers Adam Bosch gingen in Flammen auf. Das Wohnhaus konnte gerettet werden. S p e i e r. Im Monat Januar sind bei der Telephonanstalt Speier im Ortsverkehr 5.903 Verbindungen hergestellt worden. Edenkoben. Die SterblichkeitsZiffer in hiesiger Stadt vermehrt sich zusehends. Es kamen innerhalb 4 Tagen 6 Todesfälle vor. In den Gemeinden Offenbach, Zeiskarn und Oberhochstadt ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. . E n s h e ! m. Bei Herrn I. Fisselbrand. Consurngeschäft hier, entstand ein Brand, der sich zu einem Großfeuer entwickelte. Fisselbrand hat versichert. . Grllnstadt. Polizeiwachtmeister Kreß verhaftete auf der Herberge einen gewissen Obert. der aus dem Zuchthause in Würzburg entsprungen war, wo er noch 3 Jahre Zuchthaus zu verbüßen hatte. Ruchheim. Hier feierten die Eheleute Jakob Veutelmann und Anna Maria, geb. Acker, das Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar erfreut .sich noch voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit und zählt 72. bezw. 74 Jahre. Vrovin, Wstkal,n. Bochum. Im Kreise Recklinghausen sind die Pocken auögebrochen. Die Behörde traf sofort Maßnahmen. ' Dortmund. Eine Bürgerversammlung beschloß, dem Kaiser Friebrich m. ein Denkmal im Kaiser Wilhelmhain zu setzen. Die Kosten deS Denkmals, welches das des Kaisers Wilhelm an Umfang nicht überragen soll, sind auf 15,000 Mark veranschlagt. Horde. Neulich MorgenS wurde der Auktions-Commissär Schulz erschlagen am Emscherfluß aufgefunden. Der Thäter ist noch nicht ermittelt. Münster. Die diesjährigen Ma. növer des 7. Armeecorps finden in den Kreisen AhauS, CoeSfeld und Steinfurt statt. Der Stadtsekretär HooS, der im Juli v. I. wegen Unterschlagungen im Betrage von 20.000 Mark verhaftet wurde, batte sich dieser Tage vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten. Der Gerichtshof erkannte auf eine Gefängnißstrafe von zweieinhalb Jahren. Vvovlm Sss,nValIaV. Kassel. Der Reisende eines Berliner HandlungshauseZ, welcher in einem hiesigen Hotel abgestiegen war, hatte gesehen, daß ein anderer Hotelgast einen Geldbrief mit 400 Mark erhalten hatte, weshalb der Reisende sich Abends in dessen Zimmer einschlich und unter dem Bett versteckte, um sich Nachts des Geldbriefes zu bemächtigen. Der Fremde entdeckte jedoch den Eindringling und veranlaßte dessen Ver .Haftung. Frankfurt. Nach beendeter Aö raumung des vor Weihnachten eingestürzten Jöckel'schen Neubaues in der Dreieichstraße soll die baupolizeiliche Untersuchung ergeben haben, daß die ungenügende Fundamentirung die Ursache deS Einsturzes war. Wie man vernimmt, wird der daneben, belegene Neubau .ebenfalls, abgrtragen werden, da dessen. Fundament an demselben Fehler leidetvie daS eingestürzte Nach, barhaus. Neulich Abends wurde in einem Gasthause der Scharnhorststraße im Bette die Leiche eines circa 30 25 Jahre alten Mannes, der sich als Heldenberg aus Straßburg in . da? Fremdenbuch eingetragen hatte, aufgefunden. Der Mann hatte sich selbst erschössen. M Die beliebten Biere der P. Lieber Breving Co., welche früher in Flaschen durch einen Zwischenhändler dem Publikum zugänglich gemacht wurden, sind von nun an direkt zu haben, da die Brauerei ihr Flaschenbiergeschäft selbst betreiben wird. Schön und rein Soll das Hau ftetö sein l . Die besten Oürften kauft an bei Ochmevel, 420 Oft McTarty
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Eisenbahn Tabelle
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