Indiana Tribüne, Volume 18, Number 195, Indianapolis, Marion County, 5 April 1895 — Page 2

Jndisnn Tribüne.

Erscheuü Täglich und Sonntag?,. Die tägliche .Tribüne- kostet durch den Tröger 32 Cents per Woche, die SonntagS.Tribüne' ö Senil per Woche. Leide zusammen 15 Cent ode, kZ CentZ per rtoaat. Per Post außerhalb der ,tdt zugeschickt in Vorausbezahlung per !Zahr. fftcst 10 Süd Wlatama Straße. Indianapolis, Ind., 5. April 1895. i !Ter Wahfülslchun Z.ProzeK von Toulouse. Vor dem Schwurgericht in Tou louse sind soeben die Verhandlungen in dem sensationellen WahlfälschungProceß beendet worden, welcher weit iiber die Grenzen Frankreichs berechtigtes Aufsehen erregt hat. In Toulouse beherrschen die Radikalen das 5?eld. ohne wirklich die Mehrheit zu besitzen, und da sie nicht nur den Haupteinfluß, sondern auch die Veriretung im Parlament in ihre Gewalt zu bringen trachteten, so corrigirten sie bei mehreren Gelegenheiten mit riner Unverfrorenheit, die an die hochsten Leistungen politischer Gauner in den Vereinigten Staaten erinnert, nicht nur die Wählerlisten, sondern auch die Wahlergebnisse zu ihrem Vortheil. Von Geheimniß konnte bei diesen verwegenen Eingriffen kaum die Nede sein. Die Spatzen pfiffen von den Dächern, was geschehen war und wie man sicy dabei angelegt hatte. Ei.ie ganze Reihe Personen war mehr vder weniger belastet, und schließlich mußte, weil der mit so frechen Kniffen geschlagene Gegencandidat Lobat, ein Vertreter der Rechten, nicht zum Schweigen zu bringen war, daZ gerichtliche Verfahren angestrengt werden. Wie es bei solchen Gelegenheiten häufig zu gehen pflegt, wurden zunächst hauptsächlich die kleinen Diebe eingefangen, und wahrscheinlich wären euch sie mit verhältnißmäßig milder Strafe abgekommen, wenn nicht einer der Angeklagten, einer von den Schreikern der Stadtverwaltung, dem man d:e Hauptlast aufbürden wollte, sich ous dem einen oder andern Grunde entschlossen hätte, die Wahrheit zu saen. Dieser Mann, er heißt MascaraS. hatte als Mitschuldiger und WerkZieug gedient, kannte aber auch ziemlich cenau ren inner Zusammenhang der Dinge und hat ein sehr gutes und treues Gedächtniß. Es stellte sich in so vielen Puncten die Richtigkeit seiner ölnaaben, die eine Anzahl mitangeilagter. höher gestellter Personen, in erster Linie den Generalsecretär der Stadtverwaltung Couderc, schwer belasteten, unzweifelhaft heraus, daß man im letzten December den Pvceß tnitten in der Verhandlung einstellen mußte, um Couderc und andere in das Verfahren einzuschließen. Couderc tat sich dann der erweiterten Untersuchung durch die Flucht entzogen. Er toax einer der Hauptführer der Radi calm in Toulouse. Man hatte bis in die letzten Tage behauptet, er werde zu denVerhandlungen sich stellen, alleine? zog es vor, in Spanien zu bleiben. Angeklagt waren die Beamten bzw. Politiker Couderc, Mascaras. Regre, iZyer, Meau?, Sigandes und Cantecor und die sehr umfangreiche Anklageocte enthielt die folgenden Beschuldigungen: 1) Eintragung von fingirten Namen auf die Wahllisten von 1892 und 1893 mit Hilfe von Radirungen und chemischen Proceduren, an Stelle von Namen regelrecht eingetragener Wähler; 2) Hinzufügung von Wählernamen aus die Liste nach Schluß derselben; 3) Umänderung von Bruchtheilen der Listen nach dem 31. März; 4) Fälschungen, die in verschiedenen Protokollen bei dem Skrutinium der Stadtrathswahl vom 1. Mai 1892 beczangen wurden; 5) Fälschungen deö Protokolls Über die abgegebenen Stimmen in dem ersten Nord-District am 20. August 1893 (Wahl Falvinhac); 0) Gefälschte Kostenrechnungen. Ueber 200 Zeugen Karen zu den Verhandlungen geladen, welche 7 Tage dauerten und trotz der belastenden Entküllungen, nach nur einstündiger Berathung der Geschworenen, in der Freisprechunq aller Angeklagten resultirten. Dieser Wahrspruä hat inToulouse allgemeines Erstaunen sowie große Entrüstung hervorgerufen und beim Heraustreten aus dem Gerichtsaebaude wurden die Geschworenen mit Pfeifen, Johlen und Pereatrusen empfangen. Die sämmtlichen Angeklagten wurden sofort auf freiem Fuß gesekt. Mit diesem Proceß ist die Wahl-schwindel-Affäre übrigens noch nicht aanz aus der Welt geschafft, denn es swebt noch eine Untersuchung über Betrügereien bei den Wahlen des IahreS 1889. l 1 Schutz d,s SlugeS. Der Vorstand der ersten Augenklinik im Allgemeinen Krankenhause zuWien, Vrofessor Dr. Ernst Fuchs, hat in einem kürzlich gehaltenen Vortrage 'den Gebrauch von grünen und blauen Echutzgläsern auf das Entschiedenste berurtheilt. Früher war der Glaube an den Heilwerth der' grünen Farbe selbst unter Fachmännern derart verbreitet, daß zum Beispiel Professor v. Arlt selbst die. Bänke seines Hörsaales lianz grün anstreichen ließ. Die neueitn Forschungen haben aber' ergeben, 'd2ß jedes gefärbte Glas bestimmte k?asern des Sehnerven 'mehr ermüdet aU die anderen Fasern; es werden wcbl aewisse Fasern des Sehnerven aeschont. dafür die anderen umso mehr eimüdet. Der Menfch'hat nämlich im Sehnerven roth blau und grün emVfindende Fasern, die blau empfinden den werden durch blaues, die roth emvnndenden durch rothes, die grun em diindenden durch grllneS Licht bald ernüdet. Daher sind blaue 'und grüne Cckukalaser. welche- nur blaues und

ürünes Licht durchlassen, aWsl) UNzweckmäßig. Prof. Dr. Fuchs hält es für viel vernünftiger, wenn alle Lichtstrahlen gleichmäßig abgeblendet werden. was durch graue oder Rauchgläser am besten erreicht wird. Da aber der

Sehpurpur im Auge durch gelbes oder rothes Licht am besten geschützt wird, anderseits die rothen und gelben Lichtstrahlen chemisch unwirksam sind, so ist es, falls man schon gefärbte Gläser durchaus brauchen will, am besten, gelbe oder rothe Gläser, welche nur gelbrothes Licht durchlassen, vor das Auge zu setzen, weil diese dasselbe besser schützen, als blaue oder grüne. Dies ailt namentlich für Arbeiten bek elektrischem Licht, um die Augen gegen die schädlichen, chemisch wirksamen Strahlen zu schützen. Die erste Brauerei in Bogota. Es ist eine bekannte Ssche. daß das deutsche Bier wegen seiner erfrischenden Wirkung auch in den Ländern mit tropischem Kuma immer wettere Verbreituna findet, allein im Publikum hat man oft keine rechte Vorstellung von Den Schwierigkeiten, Die vtt ver Errichtung äroker Brauereien in Ge genden, welche wenig. Verkehr haben. zu überwinden sind. Em mteressantes Beispiel bierfllr bietet d den Gbrüdern Leopold, Ludwig und Emil Kopp in Frankfurt a. M. und Herrn Leo b. Kopp in Bogota, der Hauptstadt Columbiens. aebörende Brauerei .Bavaxia", deren Errichtung und Fertigste!v-.! . cifr, .x iUNg ungrscryr orei ayre IN uunpiua genommen hat eine verhältnißmäßig kurze Aal. wenn die damit verbündenen ungeheueren Schwierigkeiten in's Auge gefaßt werden. Sämmtliche Elnrlchtungs-Gegenstande mußten von Europa heruberaeschasst weroen und zwar von Hamburg über Westindien nach Barranquilla (avamlla), wo das Gut entladen, verzollt und per Dampfer auf dem Magdalenenflusse nach Honda verschifst und von da aus mittelst Maulthieren über die Cordilleren nach Bogota transportirt wurde. Dabei mußten alle größeren Gegenstände zerlegbar constrrnrt werden, um ebenso wie die Hasser etc. in Colli von ca. 150 Pfund verpackt zu werden, wovon je 2 Colli eine Maulthierlast bilden. Manche Gegenstände, wie BrauZessel. Pfanne und dergleichen konnten jedoch nicht in so kleinen Dimensionen zerlegbar fabrizirt werden, wie es für Maulthier-Transport erforderlich geWesen wäre; um diese Gegenstände von der Küste in das Innen zu schaffen, mußte die Brauerei Mangels Pajstrbarer Wege, aus eigenen Mitteln einen Weg bauen lassen, um kic erwähnten Gegenstände auf eigens hergestellten Ochsenwagen nach Bogota zu dringen. Der Transvort dieser Sendungen, wovon eine aus mehreren hundert Colli bestand, nahm m der Regel 9. 10 auch 12 Monate in Anspruch. Die Aufstellung der Maschinen, Kessel etc. wurde von deutschen Monteuren bewerkstelligt, zum Betriebe sind boymlsche und deutsche Brauer, überhaupt für die ganze technische Abtheilung deutsches Personal engagirt. Die andeveitigen Hilfskräfte sind Eingeborene. Das Rationalaetränk war bisftx Chicha, ein aus Mais und Zuckerusatz hergestellte sGebrauMe sehr aver die Einheimischen den Werth eines gu ten, 'selbst im heißen Klima haltbaren Oieres zu schätzen wissen, das geht unUz Anderem auch daraus hervor, daß Oogota'er Blätter wie z. B. La Patria" und Los Hechos" höchst anerkennende Artikel über das von Deutschen gebraute Bier veröffentlicht haben. Der Maulkorb alS DiöciplinarMittel. Vor der Kölner Strafkammer hatten sich kürzlich derDirector der rheinischen Provinzial - Arbeitsanstalt in BrauWeiler, ein gewisser Schellmann, und der AnstaltZarz! Dr. Bot wegen fahrlässiger Tödtung eines Mädchens zu verantworten. Dieses sollte durch ei nen ledernen Maulkorb erstickt worden sein. Eine gleichfalls in der Arbeitsonstalt untergebrachte Zeugin bekundete. daß sie die Verstorbene mit verschnürten Füßen und Lederriemen an den Händen gesehen habe. Ihr selbst babe man wiederholt einen ledernen Maulkorb angelegt, der das Athmen und das Schreien verhindere. Die Angeklagten bestritten jedoch, daß der Tod durch Ersticken eingetreten sei. Die ärztlichen Sachverständigen sprachen sich in demselben Sinne aus. Der Staatsanwalt beantragte je acht Tage Gefängniß, der Gerichtshof fällte indeß ein freisprechendes Erkenntniß. Es soll hier auf die Schuldfrage in diesem speciellen Falle gar nicht eingegangen werden, da aus Anlaß dieses Vorfalles andere Fragen auftauchen, die an Bedeutung den besonderen Fall weit überragen. Es ist also wirklich wahr, daß in preußischen Arbeitsan stalten Disciplinarmittel zulässig sind, die an die schlimmsten Greuel der Folterkammern desMittelalters erinnern?! Es werden also thatsächlich den Inhaftirten mit Genehmigung deS ArzteS. dessen Aufgabe es doch wäre, über die Gesuiheit der Anstaltsinsässen zu wachen, Hände und Füße 'mit -Leder-riemen verschnürt, 'und eS wird Ihnen außerdem der Mund 'mit einem' lederren Maulkorb ' zuaebunden. der das ölthmen verhindert!? - Hat solche grausame Barbarei irgend einen vernünstigen Zweck? Glaubt man etwa dadurch erziehlich auf die Aermsten der Armen einwirken zu können, die keineswegs Verbrecher sind, sondern zum weitaus größten Theil der Arbeitsanstalt überwiesen werden, weil sie wiederholt wegen Bettelns vorbestraft sind. d. h. weil sie dauernd arbeitslos waren und nicht verhungern wollten? Daß in den Arbeitsanstalten außerdem in der unmenschlichsten Weise geprüaelt wird, ist ein öffentliches Geheimniß. Die Schmerzensschreie der Unglücklichen verhallen aber ungehört binter den dicken AnstaltSmauern, und kein Hahn-kräht' danach,-wenn darinen am verschwieaenen Orte die ob-

scleulichsten Verbrechen geschehen, die man in unserer Zeit kaum noch für möglich halten sollte. Und in gar vielen Gefängnissen und Zuchthäusern sieht es ebenso traurig aus. Dle absolute Gewalt, die den Vorstehern solcher Anstalten einaeräumt ist. artet nur allzu häufig in brutalste Willkür auS. MSusefurcht der vaötSchter. Da heutzutage bei uns und auch anderwärks so ungeheuer viel von Allem die Rede ist, was daS weibliche Geschlecht thut, fühlt und denkt, so war eS wirklich die allerhöchste Zeit, auch einmal die Frage, warum sich Frauen so sehr vor Mäusen fürchten oder vor ihnen erschrecken, zu beantworten oder vielmehr nach modernster Mode von einer Anzahl Gelehrter und öderer beantworten zu lassen. Eine Zeitschrift in unserer BundesHauptstadt hat dieses Zeitbedürfniß glücklich erkannt und eine stattliche Anzahl Capacitäten schriftlich oder münblich über diese wichtige, unter Umständen sogar bei Debatten über die Gleichberechtigung beiderGeschlechter mit in's Gewicht fallende Frage interviewt". Etliche der ertheilten Antworten seien nachstehende wiedergegeben; der Leser und die Leserin mögen sich daraus das Beste für ihren Geschmack aussuchen. Professor Otis T. Mason. der ge-

lehrte Anthropolog, antwortet: Wäre der Mann so gekleidet, wie die Frau, so würde er sich auch gerade so sehr vor einer Maus fürchten. Weiß Gott, die Männer haben auch genug SpecialFürchteleien! So z. B. fürchtet sich ein Mann im Allgemeinen vor einem Leichname mehr, als eine Frau. Das hängt aber einfach damit zusammen, daß in alter Zeit, und vielfach noch heute, den Frauen die besondere Obhut über die Todten zugewiesen erscheint, weshalb sie natürlicherweise mehr daran gewöhnt sind. Im Uebrlgeiv.beweist eS gar nichts, und ebenso wenig die Mäichsurcht.Dr. Leonhard Stejneger (der Schlangenkenner vom Smithson'schen Institut): Ich schließ mich vollkommen der Meinung von Prof. Mason an. Würde die Frau Hosen tragen, so hätte sie vor einer Maus nicht mehr Furcht, als ein Mann, oder die durch Gewöhnung entstandene Furcht würde doch bald schwinden Dr. de Schweinitz (großer Bakterienkenner): Jedenfalls fürchten sich auch genug Männer tüchtig vor Mäusen. Ich kenne z. B. einen, der vom Stuhl aufspringt und einen gellen Schrei ausstößt, so oft er eine sieht." Frederick W. True (Säugethierekenner ds Nationalmuseums): Die Frauen fürchten sich im Allgemeinen vor kleinen Thieren. Eine Maus ist überdies sehr thätig, in ihren Bewegungen unberechenbar, und erschreckt daher leicht." Dr. Thomas A. Taylor (MikroskopGucker im . Ackerbau-Departement): Ich glaube, das hängt zum großen Theil von der Erziehung ab. Mütter und Ammen bringen schon ihren kleinen Mädchen, welche viel anhaltender unter ihrem Einfluß bleiben, als die Knaben, die Furcht vor Mäusen bei. In vielen Gegenden Deutschlands, wo Frauen oder Mädchen Backsteine in Mulden die Leitern hinauf tragen, so gut wie männliche Bauhandlanger' werfen sie, wenn sie eine Maus oder Ratte sehen, einfach einen Backstein nach ihr, zeigen aber keinen Schreck . Dr. Palmer (Vogelgelehrter): In unserer Zeit fürchten sich die Frauen durchaus nicht mehr so sehr, wie frü her, vor den Mäusen. Sie wissen mehr von Naturgeschichte sind gewandter in turnerischen Uebungen und haben weniger Angst vor Verletzungen. Auch behaupte ich, daß das moderne Weib, allem gegentheiligen Gerede zum Trotz, weniger Nerven" hat, als ihre Großmutter". Dr. Lamson Scribner (Graser-Ge-lehrter): Es wäre interessant, zu wlssen. ob sich die Frauen vor Mäusen gefürchtet haben, ehe die Reifröcke aufkamen." Dr. D. E. Salmon (vom ThierIndustriebureau inWashington): Die Urmenschen lebten in Höhlen. Da wimmelt es meist von Mäusen. DieFrauen, die mehr daheim waren, litten am meisten darunter und wurden nervös dagkgen. Das ist Alles." Soweit diese mausige- Blumenlese. Interessant ist dergleichen immer, obwohl das Publikum dabei gewohnlich nicht klüger Wird, als zuvor. Neue Seisen-Jndustrle. Mächtige Fortschritte hinsichtlich Vou'kommenheit und Vielseitigkeit hat die Seifen-Zndustrie seit jenen Tagen gemacht in unserem LandHkNicht so gar fernliegende Tage da die Herstellung der Seife zu den Haushal-tungs-Künsten, .besonders auf dem Lande, gehörte. Fast jede Woche erscheinen wieder neue Arten von Seife im Handel, eine schöner duftend als die andere. Von großer industrieller und noch mehr von landwirthschaftlicher Bedeutung für den Westen kann der Versuch werden, Seife in großem Maßstabe auS dem Oel der Sonnenblumen-Samenkörner zu erzeugen. Die Verwirklichung dieses Gedankens ist nicht etwa vom Son-nenblumen-Staat LansaS, sondern vom Staat Washington auS angeregt worden, und Herr Samuel Crump in Spokane gilt für den Vater dieser Bewegung. Nicht alle Arten Sonnenblumen eignen sich in gleicher Weise dazu, für diesen Zweck cultivirt und ausgebeutet zu werden. Die beste soll die echte russische Oel-Sonnenblume. sein,und Herr Crump hat. um ganz sicher zu gehen, eine Partie Samen solcher auS Rußland bestellt und will, sobald er sie hat. alleS Mögliche zur Verbreitung der Cultur dieser Sonnenblume thun. Die ergiebigsten Sonnenblumen enthalten in den Samenköpfen 33 1-2 Vrocent Oel. welches zu den besten

Oelen der Welt gerechnet wird und, nach Crumps Versicherung, auch die beste Seife abgibt. Der Samen hat einen Werth von 1 Cent das Pfund, oder in enthülstem Zustand anderthalb Cents. Es wird berechnet, daß auf einen Acre Landes selbst im ungünstig-

sten Falle 1100Pfund SonnenblumenSamen geerntet werden können, bei genügender Bewässerung jedoch, und anderen günstigen Verhältnissen mit Leichtigkeit 2200 Pfund. Sonach würde ein Acre 511 bis $25 oder $30 einbringen, und zwar bei geringer Arbeit. Genannter Herr will sich selber der Herstellung der Seife aus diesem Samen widmen und hat angekündigt, da er das Produkt von 2000 Acres solcher Sonnenblumen gut und gern verarbelten und im zweiten ahre vielleicht schon den Samen von 5000 Acres gebrauchen könnte. Zu den Vortheilen dieser Seife gegenüber allen aus thierischen Fetten bereiteten, rechnet er vor Allem den, daß sie niemals im Wasser untersinke. Nebenbei bemerkt, dürften auch besonders eifrige Vegetarianer an dieser Pflan zenseife großes Wohlgefallen haben. obwohl sie nur mit dem äußeren Menschen ln Berührung kommt, und sie wäre uns jedenfalls näherliegend, als die Kokosnuß-Seife. Gegenwartig aber, da sich so Viele den Kopf damit zerbrechen, wie der Weizenbau im Westen endlich durch einträglichere landwirthschastllche Be triebe ersetzt werden soll, kann auch die vorliegende Bewegung noch viel zu bestellen haben". Widernatürliche Zustände. Das Leben in den ländlichen Districten der Neu - England - Staaten ist in zahlreichen Novellen mit einem Nimbus idyllischer Po:sie umwoben worden, von welcher in der Wirklichkeit nichts zu finden ist. Lowell's Sankee und Hawthorne's Puritaner ezistiren nur noch in der Einbildung der PatentAmerikaner, für welche der Plymouth Rock" ungefähr dieselbe Bedeutung hat, wie für die rechtgläubigen Muhamedaer der sogenannte Schwarze Stein in der Kaaba zu Mekka, und die Farmen und Dörfer von Reu - England sind weit davon entfernt, den Sauerteig für das geistige Leben unseres Landes zu liefern. Ein gut Theil hat Frau Rebecca Harding DaviZ dazu beigetragen, um die Mythen über das Leben der Landbevölkerung in jenen Staaten zu beseitigen; sie schildert besonders das Leben der dortigen Frauen als widernatürlich und ist bemüht, Mittel zu sinden, durch welche dieselben das wieder erlangen können, was sie jetzt vollständig verloren haben ihre natürliehen Beziehungen zu Gott und den Menschen." Vor etwa 10 Jahren verlebte ich zum ersten Male einen Sommer in eir.em'lener abgelegenen Farmdistricte schreibt sie unter Anderem.' Ich ertoartete unter den Bewohnern dieselben ntellectuellen Aspirationen zu finden, denen ich bei jener Klasse begegnet war, welche Dr. HolmeS die Vrahmanen von Neu-England nennt. Auf die kleinen Häuser blickte ich mit einem Gefühl de? Dankbarkeit und Achtung. Zweifelsvhne waren dies die Stätten, wo die Emersons, die Websters und die Hawthornes der nächsten Generation ihre erste Bildung erhielten .... In Wirklichkeit aber waren die Bewohner einige gebeugte, blödsichtige Männer und dürre, alte Frauen.' Die jungen Männer und ihre Frauen waren nach Jdaho oder Kansas gegangen. Die alten Leute waren damit beschäfiigt, Pennies zu sparen. Zu diesem Zwecke ließen sie ihr Vieh hungern und sie selbst darbten geduldig und systematisch. Die Mehrzahl von ihnen hatte einige Schulbildung genossen, allein ihre einzige geistige Nahrung wa? setz! der größte Sensationsroman, einer Leihbibliothek in Plymouth. An ircend welchen Lebensfragen nahmen sie lein Interesse, nicht einmal an der dogmatischen Theologie, welche dem Herzen ihrer Vorfahren so theuer war. Einige beschäftigten sich mit Spiritismus. andere machten auö ihrem Hause einen Fetisch und an die Stelle de? Verehrung eine? höheren Wesenl war kei ihnen das Bestreben getreten, ihre Hütte M bezahlen, 'dieiselbe zu scheuern und unverändert in kahler Häßlichkeit zu erhalten. 'Ein HauZ größer, kahler und kz'äßlicher. als die anderen war daS freiwillig gewählte Gefängniß einer alten Frau, welche iu den letzten fünf Iahren keinem menschlichen Wesen daS Ueberschreiten ihrer Schwelle gestattet hatte. Niemand hielt ihr Benehmen für sonderbar oder bemerkenswerih." Die Männer aus den Farmen von Neu - England 'beschreibt sie als bar religiösen Glaubens und karg an Liebe, Freundschaft! und Gemüthsbewegur.'g. Aber daS Leben der Frauen ist noch bejammernSwerther, denn von ihnen sagt sie: Allein diejenige Klasse, welche in der dringendsten Weise der Hilfe bedarf, besteh! auS dem großer Ueberschuß allein stehender Frauen, Wittwen und alter Mädchen in diesen Gemeinden. Fast ohn Ausnahme haben sie Schulbildung genossen; sie haben sensitlve 'Instincte, starke Affectionen und die Fähigkeit, in der Welt eine große Aufgabe zu erfüllen. Aber wegen deS bloßen AwangeS eine einzigen UmstandeS die Mehrzahl ihres Geschlechtes in gewissen Staaten haben sie weder Gatten, noch Kinder und ihre einzige Boschäftigung besteht in den ordinären Hausarbeiten, Fast ohne Ausnahme leddei, sie an NervenZerrüttung, die. wie gewohnlich, auö der langen Unterdrückung deö eigenen Selbst entsprungen ist." . ' Frau DaviS führt viele einzelne Beispiele von den. traurigen Folgen dieser Zustände an.' . Sy wurde, eine alte Jungfer von 60 Jahren, die .einsam und allein in ihrer Htitte am Cape Cod tvohnte, plötzlich von Tobsucht gefallen. Ihr Arzt wgr glücklicherweise em ew-

sichtsvoller Mann, der' d5e Ursache des Leidens erkannte und ihr keine Arznei, sondern eine Puppe gab. Die Unglückliche wurde sofort ruhig und bebandelte die Puppe wie ein lebendes KZnd? sie näbrte sie. schlief mit ihr im

Arm. klagte über ihre Krankheiten und . . " ts i schilderte ihren Aacyvaren Die MitWickelung der Kleinen. Die Puppe wurde ihr Kind und so lange die Wahnsinnige noch lebte, war sie glücklich. denn! der in ihr .schlummernde Mutterschastsinstinct war endlich geweckt und befriedigt worden. Ein Kind ist für das krankhafte Vegetiren einer Frau Don Eva's Zeiten her eine sichere Cur." sagt Frau avis, uns deshalb empfiehlt sie. dafür Sorge zu tragen, daß die überschüssige weibliche Levölkerung unter die Haube kommt. Daß in dieser Hinsicht viel geschehen kann, unterliegt bei ihr keinem Zweifel. Im verflossenen Frühjahr sandte .7 ! l C ein Geistlicher au annanoige uno vescheidene Mädchen aus Neu-England nach Montana, wo sie sofort Arbeit fanden. Nach Verlauf von sechs Mo naten waren aue veryeiraiyei. Warum fragt Frau Dadis. handeln Andere nicht ebenso? Warum sollten die Philanthropinnen von tiltu England, welche Vereine zum Besten der Aussätzigen in Rußland und zur Lösung der Negerfrage bilden, sich nicht organisiren, um ihren Landsmänninren in der geschäftigen, lebendigenWelt Arbeit zu verschaffen? Alles andere wird sich dann von selbst finden. Durch den Verkehr mit Menschen von gesundem Geiste werden jene unglücklichen Geschöpfe bald das wieversmoen, was sie ganz verloren haben, nämlich ihre natürlichen Beziehungen zu ihren Mitmenschen Deutsche Loeal-Nachrichle. Vrovin, Lrandenburg. Berlin. Der Redakteur der Lichtstrahlen", Otto Harnisch, und d,.r Herausgeber derselben, Hermann Teistler in Berlin, sind wegen Verbreitung verbotener Schriften zu 1 bez. 1 1-2 Jahren verurtheilt worden. H. hatte sich bei dem Urtheilsspruche beruhigt, T. dagegen Berufung eingelegt, welche er jedoch nach einigen Tagen zurückzog. Beide befinden sich nunmehr in Plötzensee, Ersterer mit Strumpfstricken, Letzterer mit Dütenkleben beschäftigt. Die Lichtstrahlen", eine freireligiöse Wochenschrift, haben nunmehr, ihres Redakteurs und Herausgebers beraubt, nach fünfjahrra;m Bestehen ihr Erscheinen eingestellt. Wie sich jetzt herausstellt, hat der Bäckergeselle Tannert aus Dresden, welcher im Caf6 Polonia um 400 M. erleichtert wurde, in seiner Heimathstadt einem College 1000 M. gestohlen. hat 600 M. davon bereits m Dresdener Spelunken verjubelt und ist dann mit dem Rest nach Berlin gekommen. Im Strafverfahren gegen Kowalski, welcher wegen Ermordung der Frau Päpke vor neun Jahren zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt worden war. ist auf Grund des gesammelten Materials das Wiederäufnahmeverfahren beantragt, um den Unschuldbeweis zu begründen. Der Direktor Fregin von der Berliner Creditbank", gegen welchen schon seit einiger Zeit ein Strafverfahren wegen Wuchers schwebt, ist in gerichtliche Hast genommen worden. Die von ihm vertretene Bank war, wie seiner Zeit im Wucherprozeß Treuherz zur Sprache kam. mit Tr. in engem geschäftlichen Verkehr. D riefen. Zu Tode getanzt hat sich die 52jährige Ehefrau eines hiesigen Arbeiters. Auf einem Maskenballe hatte die corpulente Frau so eisrig getanzt, daß sie plötzlich leblos zu Boden stürzte. Ein Herzschlag hatte dem Leben der Frau ein schnelles Ende bereitet. provin, Vrnmern. B u b l i tz. Gegen den Bürgermeister und Hauptmann a. D. v. Boß, dessen Handeln bei der letzten Reichstagswahl es zu verdanken ist. daß die Wahl des Landraths v. Gerlach im Wahlkreise Kolberg-Köslin für ungiltig erklärt wurde, ist vom ersten Staatkanwalt in Köslin Anklage wegen Verbrechens im Amte (Meineid in der Angelegenheit mit dem Amtsvorsicher und Amtsanwalt Kieöler in Lublitz) erhoben worden. P a s e w a l k. Der 150jährige Gedenktag an die siegreiche Schlacht bei Hohenfriedberg, der 4. Juni d. Js., soll in Pasewalk. deFen Kürassier-Re-giment an der Schlacht entscheidenden Antheil nahm, festlich beganaen werden; man erwartet, daß der Kaiser zur Theilnahme an der Feier nach Pasewalk kommen werde, zumal an jenem Tage auch gleich der Grundstein für em' Kaiser-Friedrlch-Denknlal gelegt werden soll; ' VroVnVosn. Lissa. In Groß-Kreutsch eristirt am Waldsaume seit Jahren eine Familit von Höhlenbewohnern, bestehend auS Mann, Frau und drei Kindern. Die Höhle ist ein im Geviert angelegteS. ein Meter tiefeS Erdloch. daS von einem aus Holz und MooS bestehenden Dache bedeckt ist. Die Höhlenmenschen nähren sich größtentheils von Feldflüchten. Mogilno. In einem hiesigen Hotel erhängte sich der Gerichtsassistent Hoff auS Dt. Krone, welcher sich Wechfelfälfchungen hatte zu Schulden kommen lassen. Gerade seine irktimsten Freunde, deren .er hier eine große Anzahl besaß, hat' er dadurch in der empfindlichsten Weise geschädigt. Rakel. Der Gefangenen-Aufse-her Schulz, welcher wegen eines gerlngfügigen dienstlichen Vergehens zur Anzeige gebracht war, hat sich mitKarbolsäure vergiftet. Provinz vstpruff,n. Königsberg. Ein schwere? UnglückSfall hat sich auf der Station Kobbelbude ereignet, sfö der von Berlin kommende Kurierzua die Station passirte. Der Zugführer Namen? Weßlich auS Dirschau bog sich zufällig kut, vor der Wasserstation zum Fen-

Bei allen.

Vergnügungen im Freien

v! sgy

Verrenkungen, Verstauchungen und Qnctschnngcn mimnA . ST. JAKOBS OEL den ersten Platz ein als das beste und sicherste Heilmittel. . . .

ster hinaus und scytug mit dem Kopfe an den eisernen Ständer . Da sich der in Kobbelbude nicht anhaltende Kurierzug in vollster Fahrgeschmindigkeit befand, war der Anprall so stark, daß der Kopf dem Beamten vom Rumpfe abgerissen wurde. Goldap. Vicefeldwebel Kams, welcher im Januar bei der Rückkehr von der Jagd durch einen unglücklichen Zufall den Gefreiten Gebaur erschoß, ist auf Divisionsbefehl aus der Haft entlassen worden; wahrscheinlich infolge eines vom Vater des Verunglückten an den Kaiser gerichteten Gnadengesuchs. T h o r n. Auf Station Buchwalde der Königsberg - Allensteiner Eisenbahn hat sich ein schreckliches Unglück ereignet. Als ein Personenzug durch den dichten Buchenwald fuhr, passirte gerade ein Schlitten-Fuhrwerk mit zwei Personen den Uebergang. Mitten auf dem Geleise wurdtz das Fuhrwerk von der Maschine erfaßt und vollständig zertrümmert, beide Leute waren sofort todt. Vrovin, Mestpreugen. Marienwerder. Der Westpreußische Generallandschafts - Direktor von Koerber ist in Kairo gestorben. Vrovl, Katisn. Halle. Letzthin hat in der Nähe von hier ein Pistolenduell zwischen zwei Studirenden stattgefunden, wobei einer derselben, ein Candidat der Medicin, einen Schuß durch den einen Arm erhalten hat. I e r i ch o w. Der Buchhalter Fritz von der v. Bismarck'schen Gutsverwaltung in Schönhausen, der seit ein!ger Zeit vermißt war, hat sich angeblich in Hamburg bei der Polizeibehörde freiwillig .gestellt. Näheres über die Gründe des Verhaltens deS altenManneS ist bisher noch nicht bekannt oeworden. N a u m b u rg. Der Ziegeldeckermeiste? Reuther aus Eckardtsberga ist weg?n Ermordung der Wittwe Michel in Auerstedt vom hiesigen Schwurgericht zum Tod verurtheilt worden. Vrovinx Sannover. Aurich. Im nahen Dorfe Rahe stürzte der neunjährige Sohn des Landwirths Fleßner in eine Dreschmaschine und starb bald darauf an den erlittenen Verletzungen. Uchte. Hier hatte ein Arbeiter, um sich vom Militärdienst zu befreien, sich den rechten Zeigefinger mit einem Beile verftümme.t. Durch kriegsgerichtlicheö Erkenmniß ist er nun wegen vorsätzlicher Selbstverstümmelung zum Zweck der Befreiung vom Militärdienst unter Versetzung in die zweite Klasse deS Soldatenstandes zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt worden. Nach verbüßter Strafe muß der Verurtheilte seiner Militärzeit in einer Arbeiterabtheilung genügen. Hannover. Der Möbelhandler Bartels, Engelbostelerdamm wohnhaft, erhängte sich in seiner .Wohnung. Zerrüttete Vermögensverhältnisse waren das Motiv zur That. Münden.- Der Handelsmann Otto stürzte an der Bremer Schlagd in die Werra hinein. Den Vemllhungen des Arbeit:rs L. Henne und der Uferwärter Bode und Gronemann gelang es, den Selbstmorder, nachdem er vom Wasse? ungefäh? 500 M. fortgetrieben war, an's Land zu bringen. In Folge schnell herbeigeholter ärztlicher Hilfe war eö auch möglich, den Ertrunkenen wieder in'S Leben zurückzurufen. provin? Schtstn. Jauer. Eine mächtige Feuersbrunst zerstörte den Dachstubl deS hiesigen RathhauseS. Zahlreiches AktenMaterial ist verbrannt und daS obere Stockwerk mit dem Sitzungssaal durch die ungeheuren Wassermassen stark beschädigt. Ratibor. In Koberwitz ist plötzlich de? Thurm der dortigen Kirche eingestürzt. Glücklicherweise ist Niemand verletzt worden. S ch w e i d n itz. In dem benachKarten Jngramsdorf hat sich ein unbekanntes Liebespaar vergiftet. . Vrsvinz KchleswlaSolstetn Altoncr Das Kriegsgericht sprach den Major des 31. Regiments, der auf der Wandsbecker Straßenbahn die Waffe gegen einen Civilisten gerichtet hatte, frei und erkannte, daß von einem Mißbrauch der Waffe bei der Sachlage keine Rede sein könnte. F l e n s b u r g. Hofbesitzer Harmsen verkaufte seinen Besitz Fröruphof für 63.000 Mk. an einen Ingenieur aus Kiel. F e h r m a r n. Im Niendorfer Armenhause starb der älteste Bewohner der Insel . Fehrmarn. nämlich der Alumne Jürgen Wohler, im hohen Alter von 96 Jahren 6 Monaten. 23 Tagen. Oppendorf. In Abwesenheit der Eltern spielte ein dreijähriger Knabe am Ofen, wobei seine Kleider Feuer fingen. Die zwei Jahre ältere Schwester des Knaben wollte hinauseilen, fand aber die Thür verschlossen. Der Bedauernswerthe ist an den Brandwunden gestorben. in Kaufe Nucho't Oeft Havanna Cigark."

wo Einen so leicht ein Unglück passiren kann wie z. V. . . .

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