Indiana Tribüne, Volume 18, Number 194, Indianapolis, Marion County, 2 April 1895 — Page 2

Jndimm Tribüne.

Erscheint Taglich und Sonntags. Die tZzliche. Tribüne- kostet durch den Träger 22 CentS per ?oche. die SonntasS.Tribüne' 5 Cents per Ooche. Beide jufasraexi IS Gent ode, eZ CentS per rkonat. Per Post außerhalb der k?tatt zugeschickt ia Vorausbezahlung $ per iZahr. Cfftcf 18 Züt Mlabama Straße. Indianapolis, 2nd.. April 1895. Lllkoholconsum in Frankreich. ' Die Akademie der Medicin in Paris beschäftigte sich dieser Tage mit der Arbeit eines ihrer Mitglieder, des Dr. Lanceraux, über die wachsenden Fortschritte des Consnins der Ge tränke mit Essenzen und über die Nzthwendigkeit, den Ausschznk derselöen zu beschränken." Unter der Bezeichnung Getränke mit Essenzen" versieht Dr. Lancerzux die verschiede zien Mischungen, die außer hochzradiatm Alkohol gewisse parfümirte, aus aromatischen Pflanzen gezogene Essen zen enthalten; dazu gehören der Absinth. der Wermuth und die diversen Arten von Bitter. Die Bestandtheile fce3 Absinths sind besonders gefährlich. Der Verfasser führte sehr eingehend aus, welche unheilvollen Consequenzen lder Absinthgenuß nach sich ziehe. Im Gegensatz zu dem Wein- und AlkoholTrinker, der dem akuten Delirium ausgesetzt ist, fällt der Absinthtrinker dem Wahn- und Blödsinne zum Opfer. Die Absinthtrinker sterben, gewöhnlich jung, denn die meisten werden schwindsüchtig. Die Kinder, die sie erzeugen, .seien gewöhnlich blödsinnig, epileptisch oder schwindsüchtig. Das gänzliche Aussterben der Familie sei meist ult traurige Folge des .Mißbrauches des Alkoholgenusses. Der AlkoholismuZ sei der Grund der Verminderung der Bevölkerung,' der Arbeit, des ReichthumZ, mit einr n Worte der Kraft der Nation. Trotz alt.'n Feststellungen und Warnungen nehme der Consum des Alkohols in Frankreich stetig ungeHeuer zu, wie &u3 der Statistik der Verwaltung der indirecten Steuern ersichtlich ist. Es wurden consumirt cn reinem Alkohol Hektoliter a 26.4 Gallonen:

135 188? Zfty? I ,Branntwka unt2orit..l,159.625 1.112,044 l,:Jü,634 ' ÄiritS. Rum. DZachhol derbranntwein .... 114.9S 1601 i?3,P24 Sttt 30,211 8i,7U6 41,443 . Absinth und ähnliche . Getränke 57,731 94,433 120.670 Likknr, 74,061 72,5 82,90 Früchte In Branntwein , nd Tiverse ... 8,803 12,131 14,523;

Glimma 1,444 388 1,516,927 1,735.569 Diese Tabelle zeigt deutlich, wie collossal der Absinthgenuß zunimmt. Nach dem Ausweise der Pariser Oc-troi-Verwaltung hat derselbe in Paris in 7 Jahren sich verdoppelt. Das Schlimmste ist, daß nicht nur die Zahl der Männer, die sich diesem schreck!!chen Laster hingeben, unausgesetzt zummmt. sondern daß auch, Frauen und junge Leute demselben immer zahlrei cher fröhnen. Was ist dagegen zu thun?- fragt Herr Lanceraux. Er unterbreitet der Akademie folgende Vorschläge: 1) Die Zahl der Aus-schank-Stätten sehr stark zu vermindem. 2) Die Abgaben auf Vier und Eider so sehr als möglich zu vermindern. 3) Auch den Wein möglichst zu entlasten und den Fälschungen desselben kräftig entgegenzuarbeiten. 4) Die Abgaben auf Alkohol als Getränk stark zu erhöhen und dieses Product so rein wie möglich in Cirkulation zu bringen. 5) Den Consum sämmtlicher Getränke, die unter dem Namen Bitter", ApperitifZ- etc. bekannt sind, ganz zu verbieten. Eine Protestantenhetze. Der erste Sonntag der Fastenzeit ist der orthodoxen griechischen Christenheit als Glaubenssonntag" bzsonders geiheiligt. An diesem Tage wird von allen sonst nur selten bestiegenen Kanaeln der Ruhm des orthodozen lau bens verkündet. Natürlich geht das nicht gut, ohne jedem andern Glauben einize scharfe Seitenhiebe zu versetzen. Die glauben festen Orthodoxen von 'Lomjttlanfa in Bulgarien hatten die Predigt ihres Hirten am letzten Glaubenssonntag denn auch ziemlich richtig verstanden. Sie rückten nach dem Gottesdienst vor das kleine protestantische Kirchlein des Ortes, um mit festen Knüppeln den Worten ihres Hirten durch weltliche Gewalt den Nachdruck au verleihen, den ihr fester Gottesglaube verwirklicht zu sehen wünschte. Das war nicht schwer. Denn die protestantische Gemeinde des Städtchens zählt kaum hundert Köpfe, und außerdem verleiht daZ amerikanische Protestantenthum, das in Bulgarien mit etwas Erfolg arbeitet, seinen Anhängern eimn dort zu Lande unerhörten Grad fco;i Friedfertigkeit und Duckmäuserigkeit. Der Sieg in diesem modernen Kreuzzuge war also der orthodoxen Fahne sicher. Mit Halloh und Hurrah ging man an die Arbeit. Der protestantische Geistliche war nicht vom Holz jenes Fe'.ocaplans,:der'mit dem Holzkreuz auf feindliche Reiter einhieb. Er räumte schleunigst mit den Seinen das Feld. Nun wurden Tische und Bänke zertrümmert,, Bücher zerrissen und andere Kurzweil getrieben, wobei wahrscheinlich unter dem seit bald eir.em Jahre üblichen Kriegsruse Dolu Stambolow!" einigen Protestant'.-, schen Nachzüglern die Erhabenheit des orthodoxen Glaubens mit dtm Knüppel bescheinigt wurde. Endlich war Polizei zur Stelle; man sagt, sie habe die Geprügelten eingesteckt. Jedenfalls wurde nun dem Kreuzzug ein Ziel gesetzt, nachdem nichts mehr zu besiegen und nichts mehr zu zertrümmern war. Einige der besiegten Ungläubigen sind deutsche und englische Schutzgenossen; es unterliegt keinem Zweifel, daß die Mächte, welche den-Schutz der Protesianten in Jerusalem wahrnehmen, euch in dem Verfassung? staate Bulgaren zu Gunsten ihrer Glaubens- und

Schutzgenossen einschreiten und die bulgarische Regierung einer religiöspolitischen Abhandlung unterziehen werden. Man würde zu weit gehen, wenn man annehmen wollte, daß selbst die untern Behörden solche Ausschreitungen begünstigen. Es beweist der Vorfall aber, wie sehr die Achtung vor der Strenge des Gesetzes nachgelassen bat. nachdem wiederholt schwererLandfriedensbruch ohne Ahndung geblieben ist. In einer Zeit, wo männiglich für Macedonien mit dem Säbel rasselt und die türkische Verwaltung nicht entrüstet genug verurtheilen kann, passen solche Glaubensseldzüqe für Bulgarien wie die Faust auf's Auge. Schon mancher ist zu dem Schluß gekommen, daß der wilde Tvrann Stambulow cm Ende doch ein besserer Mensch ist als die heutigen Männer übertünr Freiheit und Gesetzlichkeit", die diese beiden schönen Dinge so wenig zu wahren wissen.

Ceschotzund Panzer. In der nie endenden Rivalität' zwi?' schen Geschoß und Panzer ist wir? dir kürzlich in Jndian Head stattgehabten Versuche dargethan haben, der Letztere momentan obenauf und zwar, verdankt er seine Lorbeeren dem Harvey-Ver fahren für Härtung des Stahles' Die; Ergebnisse dieser Schießversuche sind im Hinblick auf den. bevorstehenden' Bau neuer Schlachtschiffe., für welche' der letzte Congreß die Mittel bewilligt hat. von ganz besonderem. Interesse. Vor mehreren Jahren machte sich bei den ersten europäischen Seemächten eine Reaction gegen die SechzehnzollGeschütze bemerkbar.. Einige dieser Kolosse hatten sich beim Scharsschießen überhaupt nicht bewährt ahe'rabgesehen hiervon wurden von' erfahrenen Officieren gewichtige Bedenken gegen ihre Verwendung auf Kriegsschiffen erhoben.' Es wurde darauf aufmerksam gemacht, daß die Riesengeschütze Wohl eine furchtbare Durchschlagkraft gewährleisteten, aber auf Kosten der Feuergeschwindigkeit, und daß sie vollständig nutzlos würden, wenn der zum Laden und Richten dienende Mechanismuö in Folge irgend eines Unfalles unbrauchbar werden sollte; man verlangte aus letzterem Grunde Kanonen, welche mit der Hand bedient werden können. In der englischen Marine wurde demzufolge 12 Zoll als das größte Caliber festgesetzt, ja man hatte sogar 10 Zoll für genügend erachtet, um die stärksten Schiffspanzer zerschmettern zu können. Mit der Ver rollkommnung des Harvey-Verfah-rens hat sich die Sachlage aber geänbett. Das erste Cxpetiment mit einer nach diesem Verfahren hergestellten Blatte ; wurde von der Carnegie Company geI macht. Die betreffende Platte, welche einen Durchmesser von 17 Zoll hatte, wurde erst geschmiedet und dann nach ,dem genannten Verfahren behandelt, ' während eS jetzt umgekehrt ist; darauf : wurde sie von Neuem erhitzt und durch Walzen auf 14 Soll Stärke aebra.-üt. mucm ok Platte in joicqer 4ueie eine größere Festigkeit erlangt hatte, wurde ihre Oberfläche mit Eiswasser N-i.. v crw 1 1 . (- . rrn r bespritzt und dadurch eine bedeutendere löärte erzielt. Diese Platte wurde auS einem Zehnzoll-Geschütz, dessen 500 Pfund schweres Carpenter - Geschoß, don 217 Pfund braunem prismatischen Pulver getrieben, eine Treffgeschwindigkeit von 1859 Fuß in der Secunde und eine Durchschlagskraft von nahezu 12,000 Fußtonnen hatte, beschossen und dies Projectil durchbohrte die Platte etwa zur Hälfte, worauf es barst; die Platte selbst wies eußer dem Loche nicht den geringsten Sprung auf. Bei dem zweiten Versuche wurde eine Ladung von 225 iöfund Pulver verwendet und, bei einer Treffgeschwindigkeit von 1940 Fuß pro Secunde, eine Durchschlagskraft don 13.400 Tonnen erzielt. Diesmal drang daö Geschoß um zwei Zoll tiefer ein, worauf es zersprang; neben dem Loche war auch diesmal kein Sprung bemerkbar. Der dritte Schuß wurde auS einem Zwölfzoll-Geschütze abgefeuert und gelangte ein 800 Pfund schweres Geschoß mit einer Ladung von 420 Pfund Pulver zur Verwendüng; die erzielte Treffgeschwindigkeit betrug 1858 Fuß in der Secunde und die Durchschlagskraft 20,370 Tonnen. DaS Projectil durchschlug zwar die Platte, blieb aber in der EichenholzVerkleidung stecken und in der Platte selbst zeigte sich kein Sprung. Diese Resultate ließen die Annahme gerechtfertigt erscheinen, daß eine Verminderung der Plattendicke ohne Gefahr möglich wäre. Bei den zweiten Versuchen wurde eine 18 Zoll dicke Platte des Oregon" verwendet; dieselbe war erst carbonisirt und dann gewalzt worden. Ein 600 Pfund schweres Carventer-Ge schoß, das auS einem Zwölfzoll-Ge-schütz mit einer Ladung von 295 Pfund Pulver abgefeuert war.' drang vier Zoll tief ein. also nicht einmal, ein Viertel der Gesammtstärke. Bei .dem zweiten Schuß wurde .einePulverladung von 395 Pfund'verwendet - und diesmal drang das Geschoß' nicht ganz ur Hälfte in die Platte, welche außerdem einen sehr schmalen verticalen Sprung erhielt. Bei djesen Versuchen war die Scheibe nur 290 Fuß von dem Geschütze entfernt, während im Ernstfalle zwischen Schiff, und Schiff bzw. Fort und SchM stets, eine größere Entfernung vorhanden sein wird. daZ Schaukeln des Schiffes es auch un möglich machen wird, daß ein Geschoß unter einem rechten Winkel trifft und die größte Durchschlagskraft erzielt. Diese Resultate haben die Ueberlelienheit der Harvey-Platte über die Zehnzoll- und Zwölfzoll-Geschütze dargethan und die Sachverständigen mllssen sich entscheiden, ob sie denselben bedeutendere L)urchs chlagkraft - geben oder ein größeres Calibzr-zür Vnwen-

oUng' bringen' oUtlC. Jedenfalls haben die Befürworter der DreizehnzollGeschütze für .Jndiana". Massachusetts und Or-gon" sowie die beiden neuen Schlachtschiffe von der Kear-sarge-Klasse mit den stattgehabten Versuchen an Grund gewonnen; allein

mit Rücksicht auf den Beschluß der fremden Mächte, über das Caliber von 12 Zoll nicht hinauszugehen, werden die Marinebehörden sich möglicherweise veranlaßt sehen, dieses ebenfalls beizubehalten und die größte Stärke des Panzers auf 15 oder 16 Zoll zu reduriren. da dieser ausreichenden Schutz gewährt. Eine solche Redaction würde das wdte Gewicht der Schiffe verringern und ibre Kohlencapacität entsprechend erhöhen, so daß die EffectsVita! der Panzerkolosse- bed:i:t?nd ge. winnen würde. yrauen als Nautmörder. Ein grauenhafter Vorfall hat sich in der Nähe von Weyer in Oberösterreich zugetragen: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, haben gemeinschaftlich eine siebzigjährigeGreisin ermordet und beraubt. In dem genannten Orte verbreitete sich jüngst das Gerücht, daß die Inwohnerin Juliana Sturmberger in dem benachbarten Anger sich den Hals abgeschnitten habe. Juliana Sturmberger, welche bereits 70 Jahre alt war und ein mehrmonatlichesKrankenlager überstanden hatte, war zeit weise etwas sinnesverwirrt und sprach oft vom Sterben, es fand daher das Gerücht, sie habe sich das Leben genommen, allgemein Glauben. Auch die Commission des Gemeindeamtes, welche sich kurz nachher im Hause eingefunden hatte, erhob keine besonderen Bedenken, zumal man neben der Leiche, welche eine Schnittwunde am Halse hatte, eine blutige Scheere fand, wom"it der Selbstmord glaubwürdig schien. Als aber der Gemeindearzt Dr. von Thavonat nicht mit Bestimmtheit sagen konnte, daß die Frau selbst Hand an sich gelegt, wurde die gerichtliche Obduction der Leiche angeordnet und dadurch der Verdacht noch verstärkt. Bald darauf wurde der Sparkasse in Weyer ein auf 700 Gulden lautendeS Buch zur Behebung dieser Summe präsentirt und in diesem Buche wurden Radirungen bemerkt, welche die Ueberbringerin, eine Tochter der HausHerrin der Sturmberger, nicht zu erklären vermochte. In dem Buche war nämlich die Auszahlung eines Betrages von 40 Gulden ausradirt, später aber unter Nachahmung der früheren Handschrist wieder eingeschrieben, woraus hervorging, daß dieAbsicht des Thäters nicht dahin ging, die Sparkasse zu betrügen, sondern die Behebung des Geldes der Juliana Sturmberger zu verheimlichen. Nunmehr wurde zur Verhaftung der Hausbesitzerin Katharina Ahrer. deren Tochter Kathatina Schaup und des Gatten der Letzteren, Johann Schaup, geschritten. Nach langem, hartnäckigem Leugnen gestand endlich Katharina Schaup, daß sie in Gesellschaft ihrer Mutter die Juliana Sturmberger mit einem Messer ermordet habe, um sich des vorerwähnten Sparkassenbuches zu bemächtigen. Sie habe die Sturmberger, welche gerade im Hemde beim Ofen stand, von rückwärts gepackt und habe ihr die Hände gehalten, während ihre Mutter mit einem Messer der Sturmberger den Hals durchschnitten habe. Nachdem die Greisin zu schreien aufgehört hatte, bemächtigte sich Katharina Ahrer, während die noch warme Leiche röchelnd auf dem Boden lag, deS SparkassebucheS, nahm die im Zim mer liegende Scheere der Sturmberger, machte sie an der Halswunde blutig und legte sie dann neben die Leiche, um kurz darauf, nachdem sie ihre und ihrer Tochter Kleider vom Blute gereinigt, dieselben versteckt und alle verdächtigen Spuren mit erschreckender Kaltblütigkeit beseitigt hatte, in Weyer die Anzeige von dem Selbstmorde ihrer Mietherin zu machen. NixDaitsch." Jeder wahre Freund Italiens hat nit Freude die aufrichtigen Bestrebunaen des Ministeriums Crispi begrüßt, seinem nothleidenden Vaterlande unter anderm auch durch Ersparnisse aller Art aufzuhelfen. Und wer Italien näher kennt, weiß, daß es dort genug Punkte gibt, wo Erspar nisse am rechten Platze sind. An einem Punkte aber hat man die sonst so lobliche Einschränkung in den Ausgaben offenbar mit Unrecht und zur eignen Schädigung zu machen begonnen. Auf Vorschlag des Ministers Baccelli hat der Oberste Rath für den öffentlichen Unterricht den Grundsatz aufgestellt, daß der Staat keinerlei Gelder mehr für den Unterricht in den fremden modeinen Sprachen auf den Universitaten verwenden solle, da sich in allen Städten Gelegenheit zu ihrer Erlernung böte. Dieser Beschluß traf von vornherein in erster Linie die deutsche Sprache, da diese, von der Schule her den italienischen Studenten wenig oder gar nicht bekannt, mit Fug und Recht auf den Universitäten gelehrt wurde. Er wurde aber durch die willkürliche Auslegung, die der Minister Baccelli dem von dem Unterrichtsrath ausgesprochenen Grundsatze gab, noch derhängnißvoller. Indem nämlich der Minister Sprache und Literatur alZ eins und dasselbe betrachtete, machte er kurzen Proceß und schaffte ohne weitereS auch den Unterricht in den fremden Literaturen ab. Dadurch hat daS Ministerium Crispi, in welchem man die Verkörperung der deutsch-italieni-schen Freundschaft in Rom zu sehen gewohnt ist, unbegreiflicherweise den Lehrstätten der deutschen Sprache und Literatur an den italienischen Universitäten den Todesstoß versetzt, dem gegenllber bis jetzt freilich vergebens von Seiten der akademischen Lehrkörper lebhafter . und energischer Putest erhöben worden ist.; Der Sinn deS

obenftr; u!achf;ns des Un-'wtr terrichtsra war nur der, daß auf den Universitäten ferner nicht mehr auf Staatskosten das elementare Erlernen und praktische Einüben fremder Sprachen stattfinden sollte. Der Minister ... t.i. ,v.rr. Tj . r i . . ie.C-'2..X .

jedoch hat dessen Geltung mißbräuch lich auch auf den wissenschaftlichen Unierricht ausgedehnt und damit die Sprache und Literatur des mit Italien befreundeten, verbündeten, durch tausend Fäden der Vergangenheit und Gegenwart verknüpften Deutschlands don den italienischen Universitäten releflirt. Wahrend in Deutschland das Studium der italienischen Sprache und Literatur allüberall, aus den Universitäten und anderswo, mehr und mehr Umsang gewinnt, während die internationalen Beziehungen überHaupt, ganz besonders aber die zwi schen Deutschland und Italien in Han

T"-!" . 'V man : aus oen unroeriliaien Miauens der deutschen Sprache und Literatur die Thür; und derjenige, welcher ihnen die Thür weist, ist derselbe Mann, der wiederholt auf's Veredteste den Werth und Nutzen der fremden Sprachen, be sonders, aber der deutschen gepriesen hat. Die Thatsache ist objectiv so un erklärlich, angesichts der Jnteresser Italiens so ungeheuerlich, daß ma? sich in Italien selbst fragt, ob nichi Baccelli unter dem Vorwande der Ersparnisse hier einmal seinem übertrie ben aufgebauschten Romanu8 surn einen' höchlichst überraschenden Aus: druck habe geben wollen. Grade be' dem jetzigen und voraussichtlich dauernden engen und innigen Verhält r i ä t f a jtß zwischen Deutschland und Italien kann man du angebahnte, zum Gluck i noch nicht ganz zur vollzogenen That sache gewordene Ersparniß" auf die sem Gebiete nur als eine durchaus verfehlte' bezeichnen, die sich am meisten an Italien selbst rächen wird. Diese Erwägung der eigenen Schädigung wird ; allerdings verhindern, daß in Deutschland dem Studium der italienischen Sprache und Literatur auf den Universitäten je die staatlichen Mittel verweigert würden. Schaden aber kann es nichts, wenn man am grünen Tische in Rom bedenkt, wohin wir beim Ueberganae vom 19. in daZ 20. Jahrhundert kämen, wenn jeder europäische Staat zwar Milliarden für die Angriffswasfen gegen seine Nachbar-staaten.-aber keine Millionen oder weniger für die edelsten Bande zwischen Volk und Volk aufbringen wollte. Eine deutsche Tyeatervorstellunv in Paris. Die Pariser SociötS )omt la propagation des langues etrangörea" en France" ist eine aus Gelehrten, Studenten u. s. w. bestehende Gesellschaft, die eZ sich zur Aufgabe gemacht hat, die Gleichgiltigkeit des französischen Publikums gegen daS Erlernen fremder Sprachen zu bekampfen, und die diese Ausgabe mit vielem Eifer und mit allen nur erdenklichen Mitteln zu erfüllen sucht. Sie hat ihren Sitz im Hotel des Societes Savantes, mitten im alten Quartier Latin, wo die Straßen krumm und eng sind, wo die Häuser ehrwürdig aussehen und windschief zugleich, und wo in den Gassen daZ Schweigen der friedlichen Studirstuben herrscht. Un ten im Erdgeschoß deZ Hotels ist ein kleiner Vortragssaal, der etwa 800 Personen faßt. Dort pflegt die Gesellschaft Vorträg: in englischer, fpanischer, italienischer, russischer und deutscher Sprache zu veranstalten; und neulich hat sie ebendort etwas ganz Besonderes geboten: die Aufführung eineS deutschen Theaterstückes in deutscber Sprache. Zuerst wurde ein französischer , Schwank von Paul Perron ebenfalls . deutsch gegeben Ich und meine Schwiegermutter"; 'dann kam das vieraktige Lustspiel Tilli" von FranciZ Stahl. Ueber die Aufführung schreibt der Correspondent der F. Z." daö Folgende: .Die Rollen waren ausschließlich in den Händen don Mitgliedern der Gesellschaft, Herren und Damen, insgesammt von französischer Nationalität. Die Herren spielten mit sichtlicher Entschlossenheit, die Damen waren etwas schüchtern. Die Tilli" trug ein rothbraunes Kleid und war hübsch. Der Darsteller von Tillis Vater hatte eioen großen Aufwand von grauen Haaren getrieben, hinter denen er vergeblich seine Jugend zu verbergen suchte. Der unternehmende Hauslehrer hinwiederum hatte eine blonde Perrücke, um daS germanische Milieu zu markiren. Tilli'S Mutteo hingegen war unverhohlen brünett, ganz Pariserisch brünett; . und daS Stubenmädchen trug eine Haub-e auf dem Kopf, wie man sie in deutschen Gauen nie gesehen hat, seit Ludwig dem Frommen wenigstens. Es war keine rechte Bühne da, nur ein Podium; und als Decoration dienten zwei Tische, ein Fauteuil und zahlreiche Stühle. Sonst ist über die schauspielerische Seite der Aufführung nicht mehr allzuviel zu sagen. Es war eben eine Dilettanten-Vorstellung, und noch keine von den schlechtesten. Die Schmierigkeit wa? ja -doppelt. Die Schauspieler mußten nicht nur denAnschein erwecken, als seien sie die Personen, die sie auf 'der Bühne verkörperten, sondern sie mußten außerdem so thun, als sei die Sprache, die diese Personen sprachen, ihre eigene. Zugleich mit der Komödie von Stahl gelangte die Komödie von den Franzosen undFranösinnen, chie deutsch sprechen, als seien ie Deutsche, zur Aufführung. Und nese Seite der Aufführung war durchiuS gelungen. Die Herrschaften sprachen daS Deutsch fließend und durchaus correct. Alle hatten sie. natürlich ihren Accent, aber einen sehr leichten Accent, wie ihn eben fast jeder Au5länder behält, wenn er - die fremde Sprache auch noch so vollendet - beherrscht. Auch sprachen sie Alle mit tener Lttvissen Tonlosigkeit. mit der

del, Verkehr und Wissenschaft, kurz.lmlcyt dazu tmwuzvn. jo viz auf den weitesten Gebieten der Praxis französische Gewohnheit, nur die und der Theorie sich steigern, weist Hauptwörter zu betonen: Sie wer-

Alle fremde sprachen iprecyen. Denn in jeder Sprache ist ein gut Theil Musik, und diesen Theil lernt btz Ausländer nie, weil er sich eben nicht lernen; laßt. Das. Instrument, der einzelne Mensch muß dazu von n., . n : 1

Jugend an gestimmt sein. Wir sind auf deutschen Klang gestimmt und kLnnen 'darum wohl die französische Sprache lernen. Worte und Aussprache, aber nie den franzonschen lang. !so umgekehrt die Franzosen; und darum klingt dem deutschen Ohre das von Franzosen gesprochene Deutsch tonlos. Sonst aber kann man, wie gesagt, den Herren und Damen von der SoriH6 des langues trangfcres" nur daS höchste Lob spenden. Sie sprachen ein Deutsch, wie es ein Nicht-Deutscher unmöglich besser sprechen kann. Die kleinen Gallicismen der Aussprache sind recht amüsant: Jsch werde misch ' . . ip, " f . . II fM, l.' ' .. . c-s v:. den mich zetzt von meiner jcyummen Seite kennen lernen." Ueberhaupt ist der Eindruck ganz merkwürdig, wenn man so mitten in Paris in einem der bekanntesten französischen Vortragssäle aus französischem Munde lauter deutsche Reden vernimmt, auf die ein französisches Publikum mit Spannung hört. Und dieses Publikum verdient noch eine ganz specielle Erwähnung. Der Saal war voll bis in den letzten Winkel ; 800 -bis 1000 Personen waTtn anwesend. Ringsum körte man französisch sprechen, und die Gesichtszüge der Anwesenden, unter denen die charakteristische Studenten-Physiog-nomien des lateinischen Viertels besonders zahlreich vertreten waren, thahitft& inirn Sir Ytnh JurrtPtst anzosen den Saal füllten. Dieses französische Publikum folgte nun. wie gesagt, der Aufführung mit höchster Aufmerksamkeit und Spannung. Die Meisten schienen Deutsch zu verstehen; Viele hielten den Text in den Händen und lasen mit. Jede Pointe wurde verstanden, jeder Witz hatte einen lauten Heiterkeits-Ausbruch zur Folge. Im Berliner Schauspielhaus? kann .Tilli" keine dankbarere Zuhöttrschaft finden." Deutsche Lokal-Vdachrichten. OAUtVXl M ü n ch e n. Im Ostbahnhof wurde der ledige Rangirgehilfe Ludwig Stadler. als er von einem Rangirzuge absprang und das Geleise überschritt, von einem Wagen überfahren- und buchstäblich entzweigeschnitten. DaS oberbayerische Schwurgericht hat die 24jährige Bahnwärterswittwe Margarethe Mayer von Mühldorf und deren Geliebten, den 23jährigen Joseph Hilger von Unterneukirchen, wegen Anstiftung zum Morde bezw. wegen MordeZ zum Tod: verurtheilt. Hilger hatte auf fortwährendes Drängen der Mayer im November v. I. deren Mann überfallen und förmlich niedergemetzelt. Auzsburg. In einer der letzten Nächte wurde im k. Realgymnasium dahier eingebrochen und aus dem Rectoratszimmer ein Geldbetrag von 700 M.. auS Gold, Silber und Banknoten bestehend, entwendet. Lindau. Die an den Bodensee angrenzenden Staaten Bayern, Wllrttemberg und Baden werden demnächst grundsätzlich in die Fragte der Tieferlegung deö Bodensees eintreten. , ES handelt sich um die Regulirung der Hochwasserstände. Nürnberg. In Sachen deS großen Postdiebstahls wurde auf Anordnung deS Untersuchungsrichters noch ein Postbediensteter, ein Packetbote, verhaftet. Der Secondelieutenant im hiesigen 14. Infanterie - Regiment, Stadlbauer. tritt am 1. April auS dem Regimentsverbande aus, um in die deutsch - ostafrikanische Schutztruppe einzutreten. Schwab München. Die erste bayerische Käse- und Butterproducenten - Genossenschaft Hiltenfingen hat nach kaum siebenmonatlichem Bestände ihre Thätigs! wieder eingestellt. Die Genossenschaft erfreute sich eines blühenden Geschäftsganges, es scheinen jedoch in der Führung Ungenauigkeiten einaetreten zu sein. Würzburg. Eine rohe Thai verübten zwei aus der Umgegend von Würzburg gebürtige Burschen, die einen schon 20 Jahre mit Schweinen in die Stadt fahrenden 71Zährigen Mann Namens Ruckert von . Sommerhausen, unter dem Namen Säulesmann" bekannt. über das Trottoir bei der Johannitergasse hinabstießen, so daß der alte Mann, rückwärts hinfallend, daS Genick brach. D8ittmlera Stuttgart. Die diesjährige hiesige Schwurgerichtsperiode bringt mehrere sehr schwere Fälle, so den erst kürzlich enldeckten Mord auf. dem Kochenhof und die Verhandlung, gegen den Ziemer Bester, welar den Draht, zieher Remsler bei Neckarrems ermordete. Bester gebärdet sich im Gefäng niß derart, daß er ganz eng geschlossen werden mußte. A lt e n b u r g, O& Tübingen. Die hiesige Gemeinde beschloß, eine Brücke über den Neckar zu bauen. .Der Bau beginnt am L April. Die Eroff nung der Brücke soll am 15. Oktober stattfinden. Assdlfingen. OA. Ulm. Neulich Nachts brannten hier drei Scheuern gleichzeitig an verschiedenen Stellen deS Ortes nieder. Unzweifelhaft liegt Brandstiftung vor. Hall. In einem Gebäude der außerhalb der Stadt gelegenen Fettwaarenfabrik von Zapf & Lang brachFeuer aus, welches das betreffende Gebäude, in dem sich Maschinen befanden, vollständig einäscherte. Die übrigen Fabrikgebäude blieben unversehrt. Herrenberg. In Gültstein hat ein Einwohner seine Ehefrau seit Ende Dezember v. I. verschiedene Wochen lang in einem leeren Stall eingesperrt gehalten. Er behauptete, sie sei geisteskrank und benehme sich am ruhigsten, wenz. sie nicht durch den Anblick von Menschen gestört werde. Anzeige ist zeruaM.

Frühjahrs "ÄModisin.

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Zn den ersten warmen Tagen des Frükjaßrs, nachdem wir im Winter schwer und reichüch gegessen, Komm! es Häustg vor daß die Leöcr nicht richtig arbeitet, es üöermannt uns ein chefühl von WüdigKeit wcches zedermann wohl bekannt. Llso regulirt euer System und dafür giebt es kein besseres Wttel als

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N e l l i n g e n, OA. Eßlingen. NeuliÄ Nachts brannte die an der Straße nach Neuhausen gelegene Mühle, die erst in den letzten Jahren neu erbaut und eingerichtet worden ist, bis auf den Grund nieder. Dem Feuer fielen gegen 2000 Centner Weizen zumOpfcr, sowie eine große Menoe Mehl. Rohrbach, OA. Waldsee. In der Schmied- und Wagnerwerkstätte des Matthäus Fimpel brach Feuer auS, welches dieselbe vollständig einäscherte. Ca$n. Buchenbach. Die Sebäulichkeiten des Altvogtbauers Heinrich Eckmann sind niedergebrannt. Es wird Brandstiftung vermuthet. Haus und Fahrnisse sind versichert. Freibueg. Kürzlich starb .im Alter von fast 82 Jahren Bankier Joh. Krebs, Chef des weitbekannten BankHauses Krebs hier, an der Lungenentzündung. Kehl. Mit dem Bau der festen Rheinbrücke zwischen hier und Straß bürg soll gleich mit Eintritt wärmeren Wetters begonnen werden. L a h r. In Dinglingen wurde die Leiche eines fein gekleideten Herrn in der Schutter liegend aufgefunden. ES ist die Leiche des Handlungsreisenden Gimaski aus Straßburg. Ob ein Verbrechen oder ein Unglück vorliegt, ist noch nicht festgestellt. Oberbalbach.' Die gemüthökranke Ehefrau deS StraßenwartS Heim hat sich erhängt. Sie wurde zwar noch lebend abgeschnitten, starb aber bald nachher. O b e r b a l d i n g e n. Der 23 Jahre alte, ledige Landwirth Johann Held hat sich im Hause seiner Eltern in einem Anfall von Geistesstörung erschössen. R o h r b a ch. Der Sohn des hiesigen Accisors entwendete aus der Kasse seines Vaters 2000 Mark und ging flüchtig. Waldenhausen. Im Gemeindewalde wurde der Landwirth Lotz von einem umfallenden Baum getroffen. Lotz erlitt eine Schädelzertrllmmerung und starb schon nach einer Stunde. Waldwimmersbach. DaS Gasthaus Zum Lamm" ist sammt Scheuer und Stallung niedergebrannt. Snn?n Bern. Der Große Rath hat die amtliche Jndentarisatwn in allen Todeöfällen beschlossen. Schaffhausen. Herr Siege-rist-Schelling hat die Direktion der Bauten und Forsten 'ibernommen. Die Gründerin des MarienstiftZ in Schaffhausen,Frau Mar Braun-We-stermann, ist gestorben. S o l o t h u r n. Der kathol. Pfarrverwese? Koch in Büsserach ist wegen Kanzelmißbrauchs" gebüßt worden. Er soll u. a. gesagt haben, ein echter katholischer Christ dürfe dem modernen Staatswesen nicht dienen. . Tessin. DerRegierungsrath büßte die Mitglieder des Gemeinderaths von Muralto mit je 60 Fr., weil sie trotz erhaltenen Befehls beim Begrabniß eines Protestanten die Glocken nicht läuten ließen. T h u r g a u. AuS Mannenbach wird als besondere Seltenheit gemeldet, daß letzthin 16 Mann mit Mustk auf zwei zusammengehängten Schlitten, mit vierOchsen bespannt.von Reichenau über den Rhein nach Mannenbach gekommen seien, wo dieselben freundlichst bewirthet wurden. Nach einer Stunde kehrten sie auf dem gleichen Wege zurück und langten glücklich wieder in Reichenau an. ES ist eine derartige Belastung deS Eises auf dieser Linie über den Rhein in diesem Jahrhundert noch nicht vorgekommen. Zürich. Endlich soll der Fall Bollinger in Zürich zur gerichtlichen Verhandlung kommen. Es handelt sich um das unglückliche Kind, das eines AbendS unweit der elterlichen Wohnung mitten in der Stadt geviertheilt ausgefunden wurde. Man hatte Ansangs mehrere vagabondirende Jtaliener im Verdacht gehabt. Allein jetzt hat man gegen den leiblichen Vater die Anklage erhoben, da die Untersuchung wider ihn so schwere Belastungen zusammengetragen hatte, daß das Gericht schließlich einsckreiten muß!?. qitnpraii. Ludwigshafen. Die Ehefrau deS AckererS Johannes Detroy gab ihrem zweijährigen Kinde ein Arzneifläschchen mit Opium zum Spielen. In Abwesenheit der Mutter entkorkte daö Kind nun daö Fläschchen und trank dessen Inhalt auS. . Die Folge davon war der alsbaldige Tod deS KindeS. Neulich brach in der städtischen GaSfabrik durch eine Exploston Feuer auS, welches sich auf das Maschinenhaus ausdehnte. Dem raschen Eingreifen der Feuerwehr gelang es jedoch, des Feuers bald Herr zu werden. Morschheim. Der bei dem Oekonomen Herrn Hammetz bedienstete Knecht Cornelius Kühlthau, 24 Jahre alt, stürzte vom Dache, an welchem er etwas nachzusehen hatte, und blieb sofort todt. - ,, , " Schin und rem Soll daö Hau stet sein ! Die besten. Bürsten kauft mau bei A nAttKr iA CN VVrßtyY

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Eisenbahn-Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen dahnzüge im Urnen, Depot. JndiansvcliS. Vandalia. Mgang Postzug 7 30 2Jn Expreß 11 50Vm Erpreß 12 40 Nm Accomodation 4M Nm Expreß 7 00 Nm Ervreß 11 2(1 Nm Ankunst-Expreß 3 35$rn Expreß 4 id vrn Accomodaticn 10 00rn Expreß 3 20 Nm Schnellzug 5 00 Vm Accomadatisn 7 40 Nm Cleveland, Cincinnari, Chicago und St. Louiö. Indianapolis und Eleveland Diviston. ' Mgang Expreß 4 15 53a Expreß 10 30Shr. Expreß 10 30Vm Limited Expreß 3 10 Nm Expreß 6 40Nm Ankunft Expreß 7 10 Dn' Expreß 11 30 9m Limited Expreß 11 30 Cm Expreß 6 00Nm Expreß 11 00 Not 6t LsuiS Division. Abgang Expreß .... 7 30? Limited Expreß. 11 50m Expreß 11 20 Nm Expreß, täglich 11 45 Nm Ankunft Expreß taglich 4 00 Nm Expreß 2S0Dm Limited Expreß 6 30 91m Expreß 6 00 95m Thicago und Cincinnati Dir ision östlich. Abgang Schnellzug K45 Vm Accomodation täglich ...... 7 05 Vm Accomodation 11 OOVm Vostzug 3 00Nm Accomvd. (nur SsnntagS). Accomodatlon 6 35Nm Ankunft-Rushville Accomodation. Postzug 11 40Vm Jnd'plS Acc. (nur Sonnt.). Accomodation Accomodation 10 15 Nm Schnellzug ....11 10 Nm Chicago und Cinnnnati Division roestlicy. Abgang Accomodation 7 10 Vm Schnell.Post 11 60 Nm Lafayette Accomadation. ... 5 00 Nm Schnellzug ;.12 15 Vm Ankunft Schnellzug ööura n-T 11- Ct . ' 11 II tttm asayeile Acconlsoarum ...ww" Schnellpost 2 50Nm Accomodation 6 15 Nm Peoria Division trestlich. Abganz Expreß 7 25 Vm Expreß 11 25 Nm Danville Accomodation. . . . 5 05 Nm Expreß 11 69 Vm Ankunft Expreß 3 25Dm Danville Accomodation.. . . 10 L5 Vm Expreß 2 50 Nut Expreß 55 Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 6 30V Accomodation Expreß 8 25Nm Ankunft-Exprcß 11 40 Vm Accomodation Expreß 10 00N Lake Erie und Weftern. Abgang Expreß 7 OOVm Expreß 1 20 Nm Exvreß 7 00Nm Smnell'Expreß Ankunft Schnell Expreß Expreß 10 20 V Expreß. 2 50 85 Expreß 20N PittSburg, Cincinnati, Chicago und St. Louiö. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 50V CclumbuS Accomodation.. . L 00 Vm Expreß 3 30Nm Richmond Accomodation. . . 4O0N Expreß 5 ION Ankunft Nichmond Accomodation S 55 Vm Schnellzug 1140 V Expreß 12 30 3? Accomodation 32 Nm Expreß 6 50Nm Expreß 10 15 Nm Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß 11 00 Vm Expreß 11 20 Nm Ankunft Ex?reß 335V Expreß 3 15 51 LouiLville Division. Abgang Expreß , 8 45V ouisville Accomodation.. . L 10 Lm Schnellzug 3 25Nm Accomodation 4 0) N Ankunft Accomodation 10 20 Vm Schnellzug 10 50Vm - Accomodation b öO Nm Spezial täglich llOONw Cincinnati, Hamilto und Indianapoliö. Abgang Expreß 8 40 V Cincinnati AccomodotKn . . 10 50 Vm Expreß 8 00 3ha Expreß 4 00 9ha Expreß 6 30N Ankunft Accomodation 9 15 L Expreß 11 45 V Expreß 7 30 91 Expreß 10S5N Erpreß 12 80 V Jndianapolit und VincenneS. Abgang Expreß 8 00 35 VincenneS Accomodation.. . 4 00 N Ankunft VincenneS AccomodationIO 40 N Expreß., 5 00N Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß 6 85V Expreß 11 15 Vm Expreß 64531 Ankunft Expreß 9 55V Expreß 2 50 3? Expreß 9 VON Indianapolis, Decatur und Weftern. Abgang Expreß 8 30 V Accomodation 3 40 N Echnell.Cxpreß 1120 9ha Ankunft Schnell'Expreß 8 30V Accomodation 10 40 Vm Expreß 4 60 Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Expreß ...12 35 V Expreß 1150 V Monon Accomodatioa 4 00 9! Ankunft Expreß 3 80 32 Monon Accomodation 11 20 Vm Expreß........ 3 65 9? The Twentleth Century, etne ankaneicdntte Wochenschrift, welche forrschrittkch gesinnten Lesern sehr zu npfed len ist. In der Tendenz ,war sozialistisch, werden doch andere fortschrittlich Theonen darin unparteiisch besprechen. :3a bestelle direkt bei der Huraboldt Publi BMng CoM 1 Ci K