Indiana Tribüne, Volume 18, Number 193, Indianapolis, Marion County, 1 April 1895 — Page 3
Warnung. T
T - .4 DaS Publikum wird von gewissenlosen Händlern gewarnt,' die gewöhnliches lau b erfalz, oder eine Misch ung von gewohnlichem Seidlitz . Pulver als Karlsbader Salz, prüdes Salz-, -Deutsches (Gerrnan) alj", Künstliches Karlsbader Salz", oder Jmproved Karlsbader Satt", und unter vieles anderen Bezeichnungen zu verkaufen suchen, unter der Anpreisung, ba diese eben sa gut" seien wie die ächten Produkte von Karlsbad, welch: direkt aus den weltke rühmten Quellen genommen werden. -TicS beruht nur auf einer Täuschung des Publikum des größeren Verdienste wegen, den der betreffende Händler an diesen Fäl. schungen macht. Ist künstlicher Wein so gut wie ächter? Würde irgend Je. mand wissentlich künstlichen Wein dem natür lichen Saft der Neben vorziehen? Warum denn sich von diesen Fälschung? hinterfähren lassen, speziell wenn die Gesundheit dabei in Frage kommt. Die natürlichen Produkte der Quellen von Carlsbad enthalten Bestand theile, die künstlich gar nicht hergestellt wer den ksnnni. Seit Jahrhunderten sind die WZsser von Karlsbad wegen ihrer Hcilmir kung bei Krankheiten der Leber, Nieren und des Magen rühmlichst bekannt. Da ächte Carlsbader Sprudel-Sal; wird direkt au? der Sprudelquelle unter der Lei tunz der Stadtgemeinde Karlsbad gewonnen, und durch deren Agenten für die Vereinigten Staaten, die Eisner fc Mendelson Co., New Vork, verkaust. Jede Flasche des ächt im. portirten Wassers und Sprudelsalzes muß obige? Stadtsiegel, sowie die Unterschrift der Zlgeuten Eigner & Mendelson Co., 132 IM Frauklin Str., New Z)ork," auf der Eti. kette haben. Zu haben in allen Apotheken. WCstXL hüte sich vor Fälschungen. A Der Stadtrath: Karlsbad. U !-i5 Der Herren 55rennd. Unsere volkounnene Spritze frei mit jeder Zslascke. MaÄt km Flecke, erhöre Ltriknn-eT. Heilt Trwper rmd Rtrrjlul in 1 In 4 Taqen. FrSgt Aoorbeker daZüL, verjandt bet G&ni für $1.00. SRan adreffire : MALYDOR M FG. CO. LANCASTCR. OHIO. n 2 Eilt dankbarer Patient. der seine Namen nicht genannt haben kill, und der lein ollftändtge WiederhereUung von schwe ttm Leide einer 1 einem Doktorduch angezede ,nrzet Verdankt, läßt durch unt dasjelde kosten frei an seine leidende Mitmensche verschicken. Tiefe arotze Buch enthält tttxtt, die in jeder Vpotbele gemacht tverden können. Echlckt Sure drels mit rlefmarke an Vrioat Stlinit und fcflpcnfarp' 23 West 11. Ctr.. ew Voxl. . S. i n RipansTabules. Ripans Tabules are compounded srom a prescription widelyused by thebest medical authorities and are presented in a form lhat is becoming the fashion every- i wnere. RIpans Tabules act gently but promptly upon the liver, stomach and intestines; eure dyspepsia, habitual constipation, offensive breath and headache. " One tabule taken at the sirst Symptom of indigestion, biliousness, dizziness, distress aster eatint?, or depression of spirits, will surely and quickly remove the whole difliculty. Price, 50 cents a box. RipansTabules may be obtained of nearest druggist; or by mail on reeeipt of price, RIPANS CHEMICAL CO., lO Spruoa Street, NEW YORK. WmM ' Injektion. Eine permanente Kur tx tzartnäcklgften $32 ton Sonorrh und ; ' Sittt, garatrnrt in von 3 bi 6 kage: kein, , rt Behandlung Stdi, und ohn di , j f Ulnbin WcfalUU d Einnehmens u , dede. kapatda aber eaadeldi. I. fterrc fc l. 1 (Breu'ft achsolg), ,otdekr, Pari, er. taust o aa, üruggifte. , Dach - Material. T. F. SMITHER. Händler in Sieldach.Vkatertal, i ueb l l Ikesdtz Hooftng, wasserdichte Eheettng, sener eftem phalt.gtlt. trojpappe. Dich und JRt-tall-Sarde ,e. ,e. Olstee: 169 VitH CJartj. CljaU. Telephon 1. Dachdeckerei. gähige uad derantortliche Dachdecker. Siel dächer. Trinidad und StlsonUe IpialtDScher. 2 rtt ?mptstttDächr mit bee vka tnial. Osllee z Ro. 169, Laid : 180 W. Marylandftr TelkVhon öSI. JndUmaVottS, Ind. cMl8.WUWF? nnnioi I -r" - . vUr T rUvan 1 S. CAIf I OBTAIX A PATENT? Tor Tron3 pt tnawer snd an oonest oplnlon, wrlt to dcCO.wbohT had naaxly flny Tear' xiMrlDoe la th ptt butlrea. CommÄnictien tnctJr confldantlAl. A Haa4bok of In tortaatloo oonesmln Fatesta and bow to oötatbai Hit fre. Also a eaulocu oi mechaa loiX an4 tolantlslo booka ent fr. Patenu taJran tbroegn Moon s Co. rooalr pacui boUm lo tb Scientitle Americaa, and tbaa ar brongbt wldely beforetha pnbUowitb otxt anet to thu rnTentor. Tbis (lendld vavar, lianad waeklr. elecantly llloatrated. baa by fax tb larvaat clrcaiattoa of anr adentia work In, tb vorlt. 13 yrr. Sample cnpi aent fre. Bnlldln KiHtlvt mnnthlr. llSslaTUf. Hlnffla aaTÜa eantaTsTary d am bar oontatna baa Uoi plataa. ta eolar, nd totoracba or D4V im. wtta piana, nUiaa baUdan to bow l&a aa4 ecur oontracta. ddraaa Ui,XJ CU, StW l OHI, 3bl BaOA&WäT.
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Bismarck.
(Fortsetzung von der 2. Seite.) h:it stark zerrüttet. Sein Hinhalten der Abrechnung mit Frankreich geschah auch wohl zum Ml aus persönlichen Interessen. An Gründen zum Kriege gegen Frankreich hat es in jenen Iah ren niemals gefehlt. Fast alle Monate I fragten die französischen Bevollmächtig- ' r'r . sff-lfjr.Vt? len oel Älsmarll um nisaiaolFungen am Nheine an. Den frechsten dieser Vorschläge es handelte sich um die Annektir'ung von Belgien ließ sich Bismarck in der Handschrift Venedetti's geben. Das Document hat ihm im Sommer 1870 gute Dienste geleistet. Daö grosze Jahr. Es muß betont werden, daß der Frieden zu keiner Zeit während der letz ten vier Jahre so wenig bedroht schien, als im Frühsommer von 1870. Der französische Ministerpräsident Ollivier sprach das in der Pariser Kammer am 30. Juni öffentlich aus, und in Deutschland war man anscheinend derselben Ansicht, denn Berlin war damals in Bezug aus maßgebende Persönlichleiten ganz verödet. Der Konig gebrauchte in Ems die Kur, Moltke pflegte in Schlesien seine Rosen, Bismarck erging sich unter den Buchen von Varzin, der größere Theil der Kriegsflotte war nach fremden? Küsten abgedampft, außerordentlich viele höhere preußische Officiere hatten bis zu den Herbsimanövern Urlaub genommen. Da erfährt Paris am Abend des 4. Juli, daß der Prinz Leopold von Hohenzollern - Sigmaringen die ihm angebotene spanische Königskrone angencmmen habe, und diese Nachricht ver wandelt die Stadt in ein Tollhaus. Alles schreit nach Krieg wegen der Bismarck'schn Infamie, Frankreich zwischen zwei von Hohenzollern U herrschte Länder einzuklammern, am tollsten geberdet sich die Kaiserin Euge nie, eine geborene Spanierin. Nun hat Bismarck von der ganzen Angelegenheit gar nichts gewußt, sondern König WilHelm hat in Ems die Sache allein erledigt, d. h. als Familienbaupt der henzolle.n dem Entschlüsse bes Prinzen Leopold zugestimmt. Benedetti erscheint beim Könige in Ems und drängt zum Widerruf. Derselbe erfolgt auch, aber nun stellt Benedetti auf der Promenade zu Ems, in Hörweite einer großen Anzahl glotzender Kurgaste, neue Forderungen, die der König nicht bewilligen kann. Es wird behauptet, daß Bismarck bei der Publikation der den Sachöerhalt schildernden Depesche des Königs den Conflict auf die Spitze getrieben (eine Fansare aus der Depesche gemacht) und dadurch erst den Krieg herbeigeführt habe. Diese Angabe wird jedoch durch die bestimmtesten Beweise widerlegt, daß man in Paris zum Kriege ent schlössen war und einen so zündenden Kriegsöorwand wie die (anqebliche) Beleidigung Frankreichs (in der Person Benedetti's) nicht unbenutzt lassen wollte. Die wahren Ursachen deö Krieges waren der Neid und die Eifersucht der Franzosen aus die deutschen Erfolge, sowie die Thatsache, daß Napoleon glaubte, nur durch einen glücklichen Krieg gegen Preußen seine Dynastie retten zu können. Bismarck verliest FrauileichZ LriegZerklirung. Am 13. Juli traf Bismarck, am 16. König Wilhelm in Berlin ein, und am 19. kündigte der Kanzler dem Reichstage an, daß er soeben die französische Kriegserklärung erhalten habe. Er fügte hinzu, daß dies die erste und einzige Mittheilung sei, welche wir (die preußische Regierung) von der französischen Regierung empfangen haben über eine Angelegenheit, welche seit 14 Tagen die Welt beschäftigt. Und um die ganze Wahrheit der französischen Eroberungsgelüste darzulegen, zeigte er in Benedetti's Handschrift einen Vorschlag, worin Napoleon sich verpflichtete, Deutschland freie Hand zu lassen, wenn man ihm gestatte, Belgien zu annektiren. Das Schriftstück wurde am 23. Juli in der London Timesveröffentlicht. Unbeschreiblich, ewaltig war die Erregung des deutschen Volkes in jenen Tagen. Sucht man in der Geschichte Beispiele dafür, so sind die passendsten wohl in Nordamerika zu finden, nach den Ereignissen on Bunker Hill und (einige 80 Jahre später) von Fort Sumter. Alle Deutschen waren auf einmal einig. Die Bewegung ging so weit die deutsche Zunge klingt, nach Deutsch - Amerika nicht Minder, als nach Deutsch - Oesterreich, und wenn die Wiener Regierung damals den stürmiscben Werbungen Napoleons Folge geleistet hätt; und den Preußen in die Flanke gefaUen wäre, fo hätte sie sehr trübe Eöabrunüen macken können. Die BilsurrS km Felde.
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Oesterreicher wurden. übrigen'S auch von Rußland im Schach gehalten. Bismarck hatte in Petersburg darauf hin gewiesen, daß sich nach einem glückli chen Kriege Preußens gegen Frankreich die beste Gelegenheit bieten würde, den Frieden von 1856 zu vernichten, durch
; welchen Rußlands Flotte auf dem schwarzen Meere eingeengt wurde. Bismarck hat den Russen auch wirklich zu diesem Vortheile verholfen. So mußte Oesterreich neutral bleiben, und ; der Kampf wurde auf em Duell zwi- - sehen Deutschland und Frankreich be schrankt. Wahrend der nächsten Wochen und Monate war Bismarck nicht mehr die wichtigste Person in Deutschland. Er hatte diesen Posten an den genialen Schlachtendenke? abgetreten, dessen strategische Wunderthaten die Welt m ebenso großeL Staunen versetzten, als es früher die diplomatischen Aollbringungen Bismarcks gethan Hat5en. Blsmara betrat mu dem Könige nach den Schlachten von Wörth und Spiecheren am 11. August den Kriegsschauplatz und wohnte dann den drei tägigen Kämpfen um Metz bei, welche in der Schlacht bei Gravelotte culmi nirten. Nach langem Suchen fand er am 19. August seine beiden Söhne, die als Einjährige rm ersten Garde-Dra-aoner Regimente dienten. Der ältere, Herbert, war im Schenkel verwundet worden, der 19jährige Whelm hatte sich ausgezeichnet, indem er einen schwerverwundeten Kameraden aus dem Feuer rettete. Die Bismarcks sind immer gute Soldaten gewesen. Bei der Ueberaabe Napoleons in Sedan hatte Bismarck nicht viel zu thun. Er hatte die stolze Genugthu. ung, daß der vollständig zerknirschte Gegner ihn zuerst aufsuchte und eine einstündige Unterredung in einer arm lichen Hütte oel Donchery mit Blsmarck führte. Der Kaiser suchte günstigere Eapitulationsbedingungen zu erzielen, es wurdk ihm aber von B. bedeutet. Bkl Donchery daß dies eine rein militärische Frage sei, welche dahin entschieden wäre, daß die gesammte Armee in Vefangenschaft nach Deutschland zu bringen Ware. Napoleon sagte noch, er selbst habe den Krieg nicht gewollt, sei aber durch den Druck der öffentlichen Meinung dazu genöthigt worden. Napoleon gmg als Gefangener nach Wilhelmshöhe, und gegen das am 4. Sevtember revubllkanisck aewordene Frankreich wurde der Krieg fortgesetzt. Am 19. September war Paris schon fast vollständig eingeschlossen. Am 5. Octsber richtete sich BiZmarck im Schlosse zu Versailles häuslich ein. Er verließ dasselbe erst fünf Monate später, am 6. März 1871. Es gab genug für ihn zu thun. Frankreich hatte Thiers aus Reisen zu den fremden Höfen geschickt, um Sympathien und Interventionen für das mißhandelte" Frankreich zu werben, und diesen Machenschasten mußte Blsmarck entgegen treten. Dann gab S lange Verhandlungen betreffs deS Eintritts der süddeutschen Brüder in den Bund. Aus Antrag des jugendlichen BaiernKönigs wurde dann das neue deutsche Reich gebildet, mit Wilhelm dem Ersten als deutschen Kaiser an der Spitze. Die Verkündigung erfvlgte am 13. Januar 1871 um 12 Uhr Mittag? im großen Spiegelsaale des Schlosses von Versailles, wobei der Bundeskanzler Bismarck die Proclamation Kaiser WilHelms an das deutsche Volk verlas. ' Am darauf folgenden Tage fand der letzte erfolglose Ausfallsversuch der Garnison von Paris statt. In Paris wüthete der Hunger, die deutschen Heere hielten den größeren Theil von Frankreich besetzt. Toulon. Straßburg, Metz hatten längst capitulirt. Die bewunderungswürdigen Anstrengungen, welche Frankreich gemacht hatte, um sich einen ehrenvollen Frieden zu erkämpfen, waren völlig nutzlos . geblieben. Endlich, am 28. Januar, kam eZ zum Abschluß deS Waffenstillstandes. Thiers hat in den nun folgenden Friedensverhandlungen viel für sein Vaterland gerettet. Er hat eine Milliarde von der Kriegsentschädigung abgehandelt' und er hat Belsort, die unbesiegte Vogesenfestung," für Frankreich erhalten. Er hatte BiZmarck mit seinen Bitten und Flehen gerührt. Bismarck sagte zu Thiers: Von allen Franzosen haben Sie eS am wenlasten verdient, dies schwere Amt zu führen. Denn Sie waren in den tollen '.Julitagen der einzige Fkanzose, der zum Frieden rieth.- Und mit bieseir Wor. ten ging Bismarck HZnauZ, Zum Könige. Thiers schrieb später: Es schien unS eine Ewigkeit, bis BiZmarck zurück kehrte.- Endlich kam er.'. Er hatte gegen den Rath Moltke's beim Könige durchgesetzt, daß Belfert bei Frankreich verblieb.' Moltke hat BiZmarck dieses Nachgeben me verziehen. Der Friede wurde geschlossen. Bis marck erhielt eine bedeutende Dotation ser ist heute einer der reichsten Männer Deutschlands), sowie die' Erhöhung in den erblichen Fürstenstand. Er zog an der Seite fernes neuen Kaisers in Ber in ein, umjubelt vom Volke, daS er ge eint'batte. ES. folgen neunzehn Jahre Thätig keit als Reichskanzler unter der Regie rung von drei Kaisern. BiZmarck wird angesehen als der erste Mann Europas. Wir. müssen , unZ darauf beschränken, nur.daS.Bismarck'che EinigungSwerk au beschreiben. .Für den BiZmarck deS CulturkänrvfeS mit nachwlaendem &a iu)ssä).-i für oen 'Lismürck des ßtäaür
Likmarck im start. stenaesekeS. des Arnim und GeffkenVerfolgers, des Anklägers in vielen Hunderten von Beleidigunqs-Processen, des Zollpolitikers, findet sich im Rah-' wen dieses Artikels kein Raum? sogar die noch längst nicht genug gewürdigte Thätigkeit unseres Helden auf dem Gemt des Arbeiterschukes. der AltersVersorgung, der 5rankenkassen. müssen wir dem Buchschreiber überlassen. WaS wir aber den Lesern noch schulVn ,n f-H k"bkn. daS ist de? CAtr )iA (Cln ! 0n t AfrtithMww 9 y ww(yv 0 w www y wwvvvr mrw . Seit dun Frühlina 1877. als Bis- i marck fein Abschiedsgesuch eingereicht und mit der Randbemerkung des alten Kaisers Niemals- zurückerhalten hatte, bat der Kanzler nicht mehr mit seinem Rücktritt gedroht. Das Attentat von Hödel und drei Wochen später dasjenige von Nobeling (2. Juni '78) hat ihn an den Kaiser gefesselt. Er saake selbst darüber: .Als ich meinen Kaiser in seinem Blute liegen sah, gelobte ick mir. dessen Dienst niemals zu verlassen, so lange es dem Kaiser gefällt, mich zu behalten Am 15. 5luni 1883 starb Friedrich. und Wilhelm der Zweite trat die Reaierunä an. Der neue Herr" war von Kindesbeinen an ein glühender Äerehrer ' BiZmarcks gewesen. Auch Bismarck hatte stets eine große Zuneiauna vi diesem Vrinzen an den Tag gelegt. Seit vielen Jahren hatte der Kanzler lern Hoffest mehr besucht, aver alsHrinz Wilhelm seine Gattin heimführte., da erschien auch Bismarck, um der Tochter deS von ihm durchaus nicht glimpflich behandelten Prinzen von Augustenburg (des Schleswig-Hol-steiner Prätendenten) zu sagen, daß er gekommen ser, um dem freudigen Schlußacte eines conflictreichen DramaS" beizuwohnen. .lernn Aber mit Wilhelm dem Zweiten kamen diele Neuerungen. In den Hofstellen sah man nach einigen Monaten lauter neue Gesichter, und nach neun Monaten waren sechs Ministerposten anders besetzt. Im Heere wurde ein beispielloser Verjüngungsproceß durchgeführt. 65 Generäle und 156 Stabsofficiere schieden schon im Jahre 1883 aus. Von 14 Corpscommandeuren gingen acht, von 33 Divisionsführern sogar zwemndzwanzig und von den HX) Brigadecommandeuren zweiundfünfzig! Gründe für diese Verände rungen wurden selten andere angegeben. als der .Befehl Sr. Majestät-. ' Schon am 14. August ' '83 erbat Moltke den Abschied. Es wurde sehr einsam um BiZmarck. Weshalb ging er, der damals im 75. Jahre stand, nicht auch? Er sah den Kaiser auf allen Gebieten, die nicht direct dem Kanzler unterstanden, mit der größten Energie vorgehen: er sah den Kaiser reisen, bei jeder Gelegenheit reden, wobei oft die unbedachtsamsten Ausdrücke fielen; er bemerkte die rastlose Thätig keit und den gewaltigen Ehrgeiz des ManneS, dem er als Prinz selbst vorhergesagt hatte, daß er dereinst sein eigener Kanzler werden würde. Aber wie Monat auf Monat verrann, sah Bismarck noch mehr, waS ihn daran JmTZsten Jahr. erinnern mußte, daß die Tage seiner unbeschrankten Macht vorüber seien, daß. er nicht mehr allein daS Ohr deS Kaisers hatte, daß die übrigen. Minister, ohne ihren Chef zu fragen, selbstständig mit dem Kaiser verkehrten, und be! der Unterredung mit dem russischen Kaisev in Berlin fragte ihn dieser: Ja. aber werden Sie auch im Amte bleiben,- 'Eine immer mächtiger 'werdende Hofclique wühlte im Gehnmen 'gegen , ihn, und der Mlmste? von Bötticher, welcher BiZmarck Alles'derdankte, flüsterte dem Kaiser zu: Wenn Majestät sich den großen Friedrich zum Lotbild nehmen, so müssen Sie vor Allem Fürst BiZmarck beseitigen . Die Socialisten behaupten, s i e hät ten. Bismarck gestürzt. ' Aver bezüglich deZ -SocialistengesetzeZ, daS durch die Conservativen zu Fall gebracht wurde (26. Januar '90), waren Bismarck und der Kaiser einer Meinung. Dagegen wollte der Kaiser auf dem Gebiete deS Arbeiterschutzes weiter vorgehen, und alS Bismarck nicht? davon wissen wollte, da berieth , sich Wilhelm der Zweite mit Bötticher und Miquel, und am 4. Februar erschien, ohn BiSmarckS Gegenzeichnung, der kaiserliche Erlaß.' de? von der' Einberufung einer internationalen Conferenz betreffs deS ArbeiterfchutzeS handelte. Jetzt regte sich LiSmarck. Auf die NeickSverfassuna hinweisend, bewies tt I demMo7Lrchen. dak de? Känaler' du
einzige Verantwortliche Person im Reiche fei, und ferner machte er auf die Cabinetsordre vom 8. September 1852 aufmerksam, wonach die übrigen Mimster nur mit Wissen des VnisterPräsidenten mit dem Könige berathen dürfen. Der Kaiser war verblüfft, fah aber ein, daß Bismarck formell im Rechte war, und forderte nun die Aenderung jener Cabinetsordre. Aber Bismarck. dessen Gegenzeichnung eine solche Aenderung bedürfte, weigerte sich. Am 1. März hatte Bismarck eine Besprechung mit Windthorst. und darüber wurden in Hofkreisen die abenteuerlichsten Gerüchte verbreitet. Es hieß, der Kanzler habe sich zu einer Bundesgenossenschaft mit dem Centrum g e g e n die Plän des Kaisers betreffs deS Arbeiterschutzes nicht abgeneigt gezeigt." Obschon das nun ganz undenkbar schien, so schickte der Kaiser doch sofort Herrn von Lucanus zu Bismarck mit dem Auftrage, B. solle dem Kaiser zuvor Bericht erstatten, ehe er Abgeordnete empfange und mit denselben politische Gespräche führe. Bis-
marck erwiderte grob: Er lasse Niemanden über seine Schwelle verfügen.Am nächsten Morgen, 15. März, kam der Kaiser ganz früh, als Bismarck noch im Bette laa. nack dessen Wohnung. Bismarck kleidete sich hastig an uno trat seinem Monarchen entgegen. Der Kaiser war furchtbar erregt. Er fragte, was Bismarcks Unterhandlungen mit Windthorst zu bedeuten hätten? Er müsse von Verhandlungen seines Kanzlers mit einem Parteifüh. rer wie Windthorst rechtzeitig erfahren. Bismarck: Er lasse seinen Verkehr mit Abgeordneten keiner Aufsicht unterwer fen." Der Kaiser (höchst aufgeregt): Auch nicht, wenn ich Ihnen, als Ihr Souverän, es befehle?" Bismarck: Der Befehl meines Herrn endet am Salon meiner Frau!" (Hier soll ein großes Tintenfaß von Bismarcks Faust zerschmettert worden sein. Löwe, Prince Bismarck". S. 323.) Dann sagte B. noch: Nur in Folge eines Versprechens an Kaiser Wilhelm den Ersten sei er in seiner Stellung verblieben. Er werde gehen, wenn er dem Kaiser unbequem werde." (Blum, D. d' Reich z. Z. Bismarcks." Seite 669.) Am 17. März schickte btx Kaiser zweimal an Bismarck den Befehl, bis zu einer bestimmten Stunde das Cntlassunzs - Gesuch zu unterbreiten. Gleichzeitig wurde ihm die Ernennung zum Herzog von Lauenbürg, sowie eine Dotation zur standesgemäßen Führung des Herzogsränges angeboten. Bismarck erwiderte giftig, Herzog von L. habe er schon lange werden können. Er habe doch eine solche Laufbahn hinter sich, daß man ihm nicht zumuthen könne, dieselbe dadurch zu beschließen, daß er einer Gratifikation nachlaufe, wie sie eifrigen Postbeamten zu Neujahr zu Theil werde. (Blum, Seite 669.) Schließlich erklärte Bismarck, das letzte' amtliche Schriftstück eines um Preußen und Deutschland einigermaßen verdienten Ministers bedürfe längerer Zeit, als die vom Kaiser verlangten paar Stunden. Dann setzte er sich hin und schrieb eine eigenhändige, umfangreiche Eingabe an den Kaiser. Bei jedem späteren Angriffe Seitens der Leiter des neuen Kurses forderte Bismarck diese Leiter auf, doch seine Denkschrift vom 19. März zu veröffentlichen. Es ist aber nicht geschehen. ' Der Kaiser war in seiner Antwort und Annahme des Gesuchs" außerordentlich gnädig, aber weder die Ernennung zum Herzog von Lauenburg (B. hat nie diesen Titel geführt), noch daS lebensgroße Bild des Kaisers konnten btn . Grollenden versöhnen. Am 26. März verabschiedete sich B. im Kaiserschlösse. Was er dort mit dem neuen Herrn gesprochen hat, ist unbekannt geblieben. Die Ovationen, welche Bis marck bei seiner Abfahrt von Berlin empfing, spott?n jeder Beschreibung. So ist kaum der alte Wilhelm jemals von den Berlinern geehrt worden. Der Kaiser aber telegraphirte an den GroßHerzog von Weimar: Mir ist so weh, als hätte ich nochmals meinen Großvater verloren. DaS Amt deS wachthabenden OfsicierS auf dem Staatsschiffe ist mir zugefallen. Der KurS bleibt der alte. Voll Dampf voran!" Es folgten Jahre lange Preßz'änkereien und Verhetzungen, welche bewie Die Versöhnung. sendaß BiZmarck noch genau so stark zu hassen verstand, als zu Arnims Zeiten, sowie daß bei den Nachfolgern mit dem Scheiden des alten Kanzlers auch der schuldige Respekt vor dessen Wirken abhanden gekommen war. Es folgten die Uriasbriefe Caprivi's. namentlich der nach Wien, durch welchen eö Bismarck bei dessen dortiger Anwesenheit unmöglich gemacht wurde, zum Kaiser Fran "Joseph zu gelangen. Der wi derlichen 'Sache wurde wenn auch wohl nicht ganz ein Ende gemacht durch die Einladung Bismarcks zum Kaiser im Januar 1894 und die damit verbundene Aussöhnung. Vom deutschen Volke ist Bismarck jedoch in den letzten Jahren weit mehr geehrt worden, als es bei Fortführung seineS' Amtes wohl geschehen wäre. Dem Gestürzten sind Huldigungen dargebracht worden, welche in der Geschichte einzig dastehen. ii Schin und rein GslH da au tM sein 1 fiic beke k?u?ff,n saust an hti , M VW fflt mwm ww w vv s. Ochttedel, 4Z0 Oft McCartl) "F
Gelmttersturm.
Roman von tzanS Richter. (Fortsetzung.) Da haben Sie leider nur zu recht, lieber Graf; an Körper und Gemüth ist sie krank, seufzte der Landrath, der es als ganz selbstverständlich zu betrachten schien, daß sich ein Dragonerlieutenant in dieser Weise um das Wohlergehen seiner Töchter bekümmerte. Aber sie weist jtf? Arzt zurück, behauptet aan,? gesund zu sein, bittet mit Thränen, sie nicht unnöthig zu quälen... was bleibt uns anders übrig, als auf den Sommer und die Heilkraft der Zeit zu hoffen . . Ich weiß, woran sie leidet. Sie ja auch, und bringe es nicht über s Herz, sie wider ihren Willen zu zwingen. Xdy werde einmal mit ihr darüber sprechen, sagte der Graf nachdenklich, und der Landrath klopfte ihm auf die Schulter. Thun Sie das; Sie verdienen sich unsern und ihren Dank. Bald nach Tisch, als Altenegg zusällig allein mit Clara im Eßzimmer zurückgeblieben war, führte er seinen Vorsatz aus, und wrder sein eigenes Erwarten erklärte sie sich ohne jeden Widerstand bereit, dem Wunsche der Eltern nachzukommen. Es schien, als wolle sie ihn durch dieseNachgiebigkeit versöhnen, falls er chr noch zürnen sollte. Noch an demselben Abend bestellte er den Hausarzt in Neustadt, der denn auck bereits am nächsten Morgen herausaefahren kam, ziemlich bedenklich den Kopf schüttelte, sehr viel über Lun gen und Nerven sprach, und schließlich, da ihm wohl der Graf den Kopf nicht wenig warm gemacht, anrieth, eine Berlmer Autorttat zu consultiren. - So wurde rm Fammenrathe, dem auch der Graf als stimmberechtigtes Mitglied beiwohnte, die schleunigeReise nach Berlin beschlossen, und zwar sämmtlicher drei Damen, da der Landrath der Frühjahrsbestellung wegen nickt abkommen zu können glaubte. Nun las aber Frau Landrath alltäglich in der Berliner Zeitung von so vielen Taschendieben und Rowdies, Mordthaten und Unglucksfallen, daß sie, die n langer als einige Tage in einer großen Stadt gelebt, schließlich zu der Ansicht kommen war, die Reichshauptstadt ux nicht viel besser als eme Banditenhöhle, in der drei schutzlose Frauen dem rettungslosesten Verderben preisgegeben seien. Könne Papa Nicht mitfahren, so... , ! So begleitet euch Heinrich, fiel der Landrath ein. - Heinrich war der Diener. Der alte Mann, der sich allein kaum in Neustadt Rath weiß? entgegnete die Landräthin ärgerlich. Ja. einen andern Cavalier kann ich euch leider nicht zur Verfügung stel len. 'J&it brauchen auch keinen, erklärte die energische Elli. Laß nur mich sorotn, Mama, ich fürchte mich nicht im Geringsten; mit den Berlinern werde ich ebenso gut fertig wie mit den Neustädtern. Und außerdem gibt es dort dienstbeflissene Kellner, Lohndiener, Droschkenkutscher und Schutzleute zu Tausenden. Ich ernenne mich also hiermit selbst feierlichst zum Reisemarschall. -Kind, waS denkst du? rief jedoch Mama erschrocken, ihres sonstigen Vertrauens auf die Energie ihrer ältern Tochter gar nicht gedenkend. Nein, nein, lieber lassen wir den Professor nach Lichtenau kommen. Wegen einer einfachen Untersuchung dürfte der vielbeschäftigte Herr die weite Reise schwerlich machen. ' Wenn es nicht anders sein kann, muß ich freilich mitfahren, brummte der Landrath. Rechnet dann aber nickt darauf, länger als zwei Tage zu bleiben. Das heißt soviel wie: ausgegangen und amüsirt wird nicht, und wenn wir von Berlin abdampfen, wissen wir genau soviel davon als heute, nämlich aar nickts und ich hatte mich so sehr darauf gefreut, schmollte Elli und ging in die Küche, um den Kaffee zu kochen. Der Graf.der sich an derDebatte ebenso wenig als Clara betheiligt, erhob sich nach einigen Minuten und folgte ihr. Topfgucker! rief sie ihm lachend ent gegen. Herren haben in der Küche nichts zu suchen! Vielleicht, doch, gab er zurück, lehnte sich an die Kochmaschine und schaute ihr au, wie sie so flink und zierlich mit der Spirrtusmaschine umging, die Tassen und Kannen auf der Tablette und die Brötchen und 'das Gepäck auf den Tellern ordnete. Wird mir heute schmecken wie noch nie! schmunzelte der Graf wohlgefällig. Wie reizend und appetitlich das aussieht bei Ihren kleinen Händen und den hübschen Armen, rein auch' zum Anbeißen. Und er zuckte, mit der Hand, als wolle er nach ihrem bis über den Ellenbogen nackten, vollen und blendend weißen Arme greifen. Sie schlug in aber derb auf die Finger und streifte tief erröthend eilic die, Äermel, herunter, an die sie 'gar nicht gedacht. ' Sie wissen , wohl nicht, daß in der Küche 'der ''Besen' regiert, der sich auch vor einem Säbel nicht fürchtet? Er tritt sofort in Thätigkeit, wenn Sie . so unnütze Dinge treiben. - Unnütz? Hm jedenfalls sehr nett, angenehm! Fast erschrocken sah ihn Elli von der Seite an... er hatte doch nicht etwa zu tief inZ Glaö gesehen?. . . 9krn; er sah so nüchtern uis wie immer und doch auch, anders, so unternehmungslustig, so herausfordernd keck. Das Herz begann ihr plötzlich im Swrmtact zu schlagen und eine dunkle Purpurröthe schoß ihr in Wangen, Hals und Nacken. Die Tassen in ihrer Hand begannen bedenklich zu klirren. Möchten gern zwei, drei Wochen in Berlin bleiben, sprach der Graf, biete mich als Cavalier an. ' Haben Sie denn Urlaub? fragte Elli i ein wenia verwundert. -
a, ein halbes Jahr, werde wohl Abschied einreichen. Als ich jüngst zu Hause war, bin ich mir als rechter Narr vorgekommen, habe da meine schönen Güter, meine Schlösser, alles mögliche, könnte wie ein kleiner König leben und drücke mich in dem elenden Neste Neustadt herum, ein Tag wie alle Tage dasselbe Leben, derselbe Dienst! Carriere mache ich doch nicht, brings höch stens zum Major, dann geh' um die Ecke und... er schien den Faden derloren zu haben, dcnn er stockte und blickte dabei beharrlich in die eine Ecke, in der der Anrichtetisch stand. Und? wiederholte Eüi. Ja so! weiß das noch nicht genau
mit dem Abschied, kommt darauf an, ob Sie mich mit nach Berlin nehmen? Als Livreediener oder Secretär? In anderer Weisr dürfte sich diese Begleitung kaum möglichen lassen. Sehr gut sozar, aus Ehre! Namlick als als alle Hag:l. her aus muß es einmal! als Ihr Bräu tigam! Klirr! Elli ließ den Kaffeekrug fallen und schrie laut auf. In demselben Moment stand auch schon Altenegg neben ihr, umfaßte sie und flüsterte ihr mit erstaunlicher Beredsamkeit ins Ohr: Elli, liebes, theures Mädchen, ich war wohl blind, daß ich so lange mein Herz verkannte. Willst du es annehmen und mich dazu, mich narrischen. unbeholfenen Menschen, der nur in dir sein wahres Lebensglllck sieht? Wie mich diese Liebe erfaßt, weiß ich selbst nicht, aber sie mußte wohl emporkeimen durch deine Güte, Geduld und Anmuth, durch den Zauber deines ganzen holden Wesens sie wird uns beide unendlich glücklich machen, wenn du nur willst! Elli versuchte mit dem Zipsel der weißen Schürze ihre Thränen zu trocknen, da ihr dies jedoch nicht gelanq.weil Altenegg sie zu fest umschlungen hielt, lachte sie hell aus, warf ihre Arme um seinen Hals und kam seinen suchenden Lippen tapfer entgegen. Ich habe ja schon viel früher gewollt als du, flüsterte sie schalkhaft zwischen heißen Küssen. Frau Landrath, welche mit dem alten Bedienten nach dem Kaffeesehen kam, der so ungewöhnlich lange auf sich warten lten, sah den zerbrochenen Krug. das kosende Paar und schlich, Heinrich am Aermel mit sich fortziehend. lautloS zurück.... endlich! er hatte sich wahrhaftig Zeit genommen, der Herr Schwiegersohn. vsecunes apttel. Während derart in Lichtenau die dunkeln Wolken sich langsam zu zertheilen begannen vor dem Strahlen einer neu emporsteigenden Glückssonne, sogar Clara durch die endlich erfolgte Verlobung heiterer und sorgenfreier gestimmt erschien, neigte sich Konrads Geschick,, wie ein rollender Bcll auf schiefer Ebene, schnell und una:if.Xlltsäm zu immer dunklern Tiefen. Kaum hatte er sich einigermaßen von dem Rllckfall, den ihm seine heftige Auseinandersetzung mit Ada zugezogen, erholt, so verließ er seine bisherige Wohnung, theils weil sie ihm durch die Erinnerung an die jüngsten Ereignisse verhaßt geworden war, theils weil seine Verhältnisse ihn ' zu sehr ernstlichen Einschränkungen zwangen. Seine Krankheit hatte den größten Theil seines ohnehin nicht mehr bedeutenden Kassenbestand'.s verschlungen und die wenigen Hundeetmarkscheine, die ihm geblieben, konnten bei aller Sparsamkeit nur noch für Monate ausreichen. An Stelle der eleganten Garconwohnung im Thiergarten-Viertel trat ein einfaches Zimmer im Wedding. Mit den Kreisen.in denen er bisher verkehrt, brach er vollständig. Es war eine seltsame, starre Ruhe in sein Herz eingekehrt, welche ihn die früher unentbehrNchen Zerstreuungen nicht im geringsten vermissen ließ. Ada sah er nicht wieder. Sie hatte Berlin verlassen, nur brieflich seine Verzeihung erbittend und ihn ihrer unveränderlichen Freundschaft versichernd er grollte ihr nicht mehr. Stiegen doch bereitsZweifel in ihm auf, ob er. auch wenn jene Begegnung der beiden Frauen nicht erfolgt wäre, noch auf Melitta hätt; hoffen dürfen. (Fortsehung folgt.) Nudy'S Pile Suppository wird garantirt für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder daS Selb wird zurückgegeben. 50 CtS. die Box. Schicke zwei Postmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken Ward Broö., A. Kiefer & Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, Indianapolis, Ind. ... . Die PrelSrlckter der WorldS Fair ertheilten den verschiedenen Fabrikaten von Lyon & Healey nicht weniger alö ?wölf Medaillen und Diplome erster lasse; oder gerade viermal soviel alö irgend einem anderer mit unS konkurrirenden Aussteller. Dieses auf der größten aller ie abgehaltenen Welt ausstellungen ist für unS eine That fache, aus die Lysn & Healey recht stolz find, da es zur Genüge nachweift, daß Amerikaner die besten Musikinftrumente aller Länder machen können. Die Preise schließen ein die Lyon & Healy Harfe, die selbst die eigenen Er-Wartungen-übertrifft; die Peloubet irchen-Orgel; die Peloubet automansche Orgel; die Washburn Guitarre; die Washburn Mandoline und Mandola; daS Washburn Banjo; die Washburn Zither; die neue verbesserte Trommel; ot Monarch Trommel; daS Peloubet Geblase für Kirchen-Orgeln; außerdem ein allgemeiner Preis für mustergiltigeS Arrangement unserer Ausstellung. Wegen Kataloge schreibe man an .Lyon & Healy, Chicago. Kaufe NuHo's ,veft Hadann Cisat."
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