Indiana Tribüne, Volume 18, Number 189, Indianapolis, Marion County, 28 March 1895 — Page 2

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Indianapolis, Ind., 23. März 1895. Spanlen und Guta Cine der chronischen Wunden Spa rienZ ist wieder einmal in den acuten ieöerzustand übergegangen: Cuba. 3m Ansang versuchte die Negierung, die bedenklichen Nachrichten aus der großen Antillen-Jnsel - zu verheimli- $; als dies nicht ging, behauptete fi?, es hindle sich nicht um einen Aufstand, sondern um das Brigantensesen, das sich neuerdings wieder ausgedehnt .habe;, bald aber: war sie ,gezwungen zuzugeben, daß es sich .um einen förmlichen Aufstand, oder eigent lich um mehrere Aufstände handle. Den Ernst der Meldungen suchte sie dadurch abzuschwächen, dah sie fast jeden Tag Nachrichten veröffentlichte, wonach diese und jene Bande geschlagen und zersprengt worden sei, oder vor den heranrückenden Truppen, sich aufpelöst habe. Aber merkwürdiger Weise tauchten die geschlagenen,, zersprengten und aufgelösten Banden immer wieder auf. und es ward bald offenbar, daß die Regierung selbst an , die Wahrheit ihre: Siegesnachrichten nicht glaubte, da sie in immer umfassenderem. Maße Vorbereitungen . zur , endgültigen .Unöerdrllckung des Aufruhrs . traf. &i erst wollte man 2000 Mann nach Cuba schicken, dann sprach man von 6000, schließlich von 10,000 und neuerdings von 20.000 Mann, die zur Vewälti- ' pun des Aufstandes nothwendig wären.. - Cuba..die Perle der Antillen-, bildet rnit Puerto Rico den einzigen Rest der einst so ausgedehnten Besitzungen Spaniens in Amerika und ist darum den Spaniern um so mehr ans Herz gewachsen, je eifriger die Cubaner von der spanischen Herrschaft loszukommen streben. Cuba ist mit 47,278 Quadratmeilen mehr als den fünften Theil so groß wie Spanien, hat 1.650.000 Einwohner, einen Handelsverkehr von 1016 Schiffen in Havana allein,. 1000 Meilen Eisenbahnen und die bekannte Weltproduction in Zucker und Tobak. Das ist ein Werth, den man nicht leicht aufgibt. Aber die Spanier mußten auch stets große Anstrengungen ma chen, um ihn zu erhalten. Seit Spanien seine Colonien auf dem amerikanisten Festlnde verloren hat, machlen auch die- Cubaner unaufhörlich Versuche, selbständig zu werden. Dazu kamen . noch die stetigen Kämpfe zwischen Weißen und Schwarzen, Freien und Sklaven, die stets auch die herrschenden Spanier in. Mitleidenschaft zogen. In . den Jahren 1812, 1814 und 1848 brachen große Negervufstande aus, die greuelhafte, WerWüstungen zur Folge hatten. Sepaxatistische Erhebungen brachen 1830 und 1863 aus; die letztere dauerte mit einigen Unterbrechungen bis zum Jahr 1878, und ihre . Unterdrückung kostete den Spaniern gegen 100.000 Mann und 300 Millionen Pesetas. Als im Nabre 1880 die Sklaverei aufgehoben wurde, gab es abermals Unruhen. Die Sklavenbesitzer. bekamen keine Entschädigung, darum schlug .sich ein.gro fcer Theil derselbenzu den-Separati' sten und brachte' die Regierung '.fort während in VerlegenheUen. .Jm Fahre 1834 wurde die spanische Verfassung' auf Cuba eingrführt,'. aber eim ÄerKesserung de? Verhältnisse ist dadurch, nicht eingetreten. . r: In den Vereinigten Staaten .ist vielfach der Plan aufgetaucht, den .in ewiger Geldverlegenheit - sich- beswd'enden Spaniern die Insel, abzukaufen. In den Fünfziger fahren wurden 120 Millionen Dollars . geboten, das llngeboi' wurde aber schroff "abgelehnt und erregte in Spanien helle Cntrüstunz, die sich zum Kriegsfanatisrnus steigerte, als die Gesandten btt Vereinigten Staaten . in . London, Paris und Madrid . erklärten, nach .der Ablehnung des Angebots sollten die Vereinigten Staaten ohne . Weiteres zur Besetzung der Insel schreiten. Es wäre zu dieser Besetzung und damit um Krieg? gegen Spanien wohl auch Gekommen, wenn nicht der Secessionökrieg auZgebrochen wäre un die Actionskraft der Ver5.nigten Staaten nach außen geschwächt hätte. Später, im Jabre 1889. wurde das Anerbieten. den Spaniern die ' Insel, abzukau fen. wiederholt, aber von den Spaniern abermals abgelehnt. Der Premierminister Sagasta erklärte damals im Senate, es gebe in der ganzen Welt nicht genug Geld, um Spanien ben PreiZ für die Insel zu bezahlen. Zieht man lediglich die BudgetKiffern in Betracht, so mikft man saccn.'daß die Spanier, irotz deS-gro ken Werthes der Insel, ein sehr guteS Geschäft machen würden, wenn sie dieselbe käuflich abgäben. Wenn sie es gleichwohl nicht thun, so liegt der Grund davon zunächst in der nationa len Eitelkeit, die sich gegen daS KaufGeschäft und auch gegen das Einge'ständniß der Schwäche, das-darin läge, sträubt. Sodann aber stellt die Insel für die Spanier noch einen besonderen Werth dar,der seinen Ausdruck nicht in den Ziffern deö Budgets und der Statistik findet.. ..DaS., ist nämlich der Werth der Insel alS Aus. beutungsobject für oaS spanische Beamten- und Solds.en!hum. Hier ,flofcen wir auch auf die zweite. Ursache, die neben den B.strebungen nach natien: Unabhängigkeit die Aufstände veranlaßt. ES ist eben die vjeljährige spanische Mißwirthschlst, die nur auf Bereicherung der Beamten und Plünttsarjx der Einbeimilkökfl qvXhZL

Um ihren Zweck zu erreichen, müssen natürlich die Beamten alle Geschäfte it ihren Händen haben und dürfen sich von ihren Untergebenen nichts darein reden lassen. Zu den stäirdieen Klagen über Steuerdruck, Wlllkür und Aussaui'na kommt also noZ) die Klag.e über Fernhaltung der Bevölkeruna von aller Beschäftigung mit ihren eiaenen Angelegenheiten. Einsichtsvolle Politiker haben schon seit Iahren befürwortet, daß der Insel die SelbstVerwaltung in irgend einer Form, gewählt werde, aber sie stießen immer auf den Widerstand der Regierung und der binter ihr stehenden cubanis5en Machtbaber. Als schließlich die Liberalen für die R?form gewonnen wurden, widerfekten sich ibr die Confervativen. Noch im vorigen Jahre scheiterte so das Proiect des Kohmah Ministers Mauraund er selSft mußte zurücktreten. Dch war die Reform sa dringend, daß ihr lrunda'danke v'xiil sterb?n sonnte. : Das . Prneci Maura's tauchte in anderer.. Form wieder auf und nunmehr erklärten. Ich auch die Eonservativen damit .'einverp standen; im November trat Maüra auch wieder , in das Ministerium ein. Nach dem alten Vroject sollten die sechs Provinialrathe der Insel, zu einer gesehqebenden Körperschaft dereinigt werden; ihr sollte als- ausführende Behörde , ein Staatsrath von dreißig Mitgliedern, zur. Hälfte von der Krone ernannt.und zur Halste .von den - Cubanern. gewählt, unier . .dem Vorsitz des Generalcapitäns zur Seite stehen. Das neue Project unterdrückt das Centralparlament. das den Hauptanstoß für die Conjeroativen bildete, und laßt die Provinzialräthe bestehen; die letzteren erhalten aber, ausgedehnte Vollmachten.-Lbev Handel, .VerkehrsWesen, öffentliche Arbeiten Landwirthschaft, Einwanderung u. s. w. Außerdem.ist ein .Stä'atsrath wie im Maura'schen Entwurf vorgesehen, es wird ihm aber als besondere Behörde noch ein aus den höchsten Würdenträgern der Insel bestehender Rath beigegeben, -der den Staatsrath aufzulösen befugt ist. Senat und Kammer haben die Grundlage dieser Reform bereits angenommen. In der Kammer .erfolgte die Annahme mit 245 Stimmen gegen 3 Enthaltungen, 10 Tage darauf kam aber die Nachricht vom Ausbruch der Bewegung. Das beweist, daß die Separatisten der Ansicht sind, die Reform komme zu spät. Beizufügen ist noch, daß der jetzige Generalcapitän Calleja stets ein eifriger Anhänger der Reform gewesen ist, der Mißwirthschaft seiner Beamten hat er o.Ui nicht wirksam zu steuern vermocht. Zur Zeit verfügt Spanien in Cuba über . etwa 20.000 Mann regulärer Truppen. Dazu kommen etwa 40,000 Mann bürgerliche Freiwillige, auf die aber kein Verlaß ist. Wie in früheren Jahren, so werden wohl auch diesmal die Spanier den Aufstand überwältigen. ab:r nur wieder unter großem Aufwand von; Menschenleben und Geldopfern. An Sympathien werden sie auch nicht gewinnen, selbst wenn die Reform, die bis jetzt nur auf dem Papier steht, wirklich in's Leben treten sollte, " Die armcnischcu Crcuel. Während der europäische Untersu-ch-ngsausschuß es noch nicht zu einem zweiten schriftlichen Bericht über die armenischen Greuel gebracht hat, überrascht uns der Vertreter des Datty Telegraph" in Musch . mit auSsührlichen Mittheilungin. die die bisher bekannt:n Einzelheiten aus dem. Munde kurdischer Augenzeugen vervollständigen. Der Vertreter des Telegraph' versteht sich oKnb'ar.auf sein Geschäft. Seit Wochen hat, er mit .seinem .Begleiter es sich angelegen .sein lassen, über 200 Personen, die .beim Blutbade zugegen waren.-. irr'S .Kreuzverhör zu nehmen: Armenier, 'türkische Unteroffi-ciere-und wilde Kurden.. Einer der letzteren, der. vielen Kindern und Weib:rn in Sassun de Garaus machte, lieferte ihm in' Gegenwart anständiger, und zwar nicht-armenischer Zeugen folgende Beschreibung: Die Türken packten kleine Kinder bei den Füßen und schmetterten sie ,zegen Steine. Ich sah einen armenischen Priester, dem die Soldaten die Augen 'ausstachen und daZ Fleisch mit Zangen vom' Leibe rissen. Wir Kurden hassen das; wir stechen o'oer schneiden die Köpfe ab. Unnützen Schmerz verabscheuen wir. Ich sah, wie ein türkischer Feldwebel einen alten Armenier, mit dem Kopfe nach unten, an einige Aeste band und ihn dann langsam mit der Axt durchhieb. Die Armenier, welch: die Soldaten um Schutz baten und sich ergaben, wurden während der Nacht abgeschlachtet. - Ich sah. wie es g:schah. ' Man ließ sie zwischen zwei Reihen Soldaten einmarschiren, mit dem Bajonnet niederstechen und in die Grube weifen. Nicht alle in der Grube waren todt. . Die Kurden b:gnüzten sich damit,, die Leute mit Kugeln und Dolchen umzubringen, aber die Türk:n ergötzten sich an den Qualen, mit Scheeren , durch schnitten sie die Adern oder rissen Augen und Zungen aus oder verlegten sich sogar aus'S Durchlägen." . In einer Anmerkung bemerkt die Redaltion deS .Daily Telegraph-, daß sie die ihr übermittelten Einzelheiten mehrerer Greuelthaten unterdrücken müsse, weil sie zu scheußlich seien, um veröffentlicht werden zu können. Der Berichterstatter fügt den Namen und daS Bildniß des Kurden bei. Uebrigens soll auch unter den türkischen Soldaten allmälig selbst sich eine große Geneigtheit, die Greuel zu enthüllen, geltend machen, sodaß die Regierung sich mit dem Gedanken ihrer Versetzung nach anderen Garnisonen beschäftigt. Der Berichterstatter ist ferner in der Lag:, eine dem Ausfluß mitgetheilte Liste der von den Türken angegriffenen Dörfer mitsammt der Zahl der eingeäscherten Häuser zu übersenden. ES handelt sich um 40 ,

Mrser und ungefähr 1000 Häufer. Der Ausschuß hat biS jetzt nur. 23 Zeugen vernommen; er verfügt eben nur über einen einzigen Dolmetscher, und dieser lebt in beständiger Furcht vor der türkischen Regierung, falls er sich über die türkischen Greuel zu offen ausdrücken sollte. Solange also kein zweiter Dolmetscher eintrifft, kann das Werk deS Ausschusses nur langsam vorwärts schreiten. Die Aussagen der Armenier haben selbstverständlich nur einen bedingten Werth. KürzliÄ erschien eine Abordnung jener, die dem Blutbade entkommen, und unterbreitete dun Ausschuß eine Denkschrift über die grausigen Vorgänge. Es heißt darin, daß auf die Einladung des türkischen Befehlshabers hin der Priester Qhannes mit 300 Armeniern sich nach d:m Lager begab und dort anscheinend gut aufgenommen wurde. Während man sie aber freundlichst bat, sich ein paar Stunden zu gedulden, beschäftigten die Soldaten sich eifrigst damit, hinter dem Hause des Dorfältesten Vedo eine tiefe Grube zu graben. Dann ergriff man den Priester Ohannes, warf ihm Kreuz und Bibel vor die Füße und hieß ihn, darauf zu treten; und als'e? sich weigerte, stach man ihm die Augen aus, gab ihm ein Ta schentuch in die Hand und ließ ihn umhertanzen. Die übrigen Armenier wurden unter die Soldaten vertheilt, mit Vajonnetstichen getödtet und, todt oder sterbend, in die Grube geworfen Wie man sieht, stimmt das mit obiger Aussage deS Kurden überein. Hervorzuheben bleibt noch, daß die Armenier den Kurden weniger gram sind als den Türken; sie nehmen die Kurden sogar in Schutz, sintemal sie, mit Ausnahme weniger wilder Stämme, ihre Freunde seien. Es ist das .eine ganz neue Enthüllung, denn biZ vov einiger Zeit war immer von den Greuelthaten kurbischer Häuptlinge die Rede. Von türkischer Seite werden übrlgenö die sensationellen Berichte deS Daifo Telegraph- als eitel Flunlerei gezeichnet. MSrderbllder im Todtenauge.

Vor Kurzem wurde bei uns diel Wesens von einer Nachricht gemacht, wonach in den Augen einer todten Frau das Bild eines Mannes, angeblich deS Mörders, entdeckt worden sein sollte. Thatsächlich wollten Manche-ein solches Bild bemerkt haben, und sie nahmen die Sache sehr ernst. Die Augen wurden sorgfältig herausgenommen und rasch zum nächsten Photographen gebracht.wo man das fragliche Bild durch die photographische Aufnahme der Augen, resp, der Netzhaut festzuhalten suchte. -. . . : . Ueber . den weiteren Verlauf der Sache gehen die Berichte auseinander: sie stimmen jedoch dahin überein, daß der Versuch nicht von Erfolg gekrönt war. Es ist durchaus nicht! das erstemal,daß eine, derartige sensationelle Behauptung auftaucht, . welche .der. Phantasie der - sranzoiischen und anderer Meister deS I 4" f ". ' .rlmmalromans wuro:g tu. iüiie steht es aber init der nüchternen Wirklichkeit der Sache? In , der .North American -Review" unterzieht neuerdings ein Sachverständiger diese Frage einer dankenswerthen wissenschaftlichen Erörterung, aus der nachstehend daS Hauptsächliche hervorgehoben sei.: ,: . ' So Vieles auch schon die .Photoqraphiekunst. zur. Entdeckung .und UnterKnickung von Verbrechen gethan hat, so kann, sie doch nichl AlleZ leisten.- was ein ungenügend unterrichtetes Publikum von ihr zu erwarten scheint. Schon seit Jahren vergleichen unsere Gelehrt:n gerne daS Auge mit der Dunkellammer deS Photographen, .wie überHaupt natürliche Organe mit mod.rnen künstlichen Apparaten. Bis zu einem gewissen Grade sind ja diese Vergleichungen auch zutreffend;. aber nian darf nicht den Punkt übersehen, wo sie anfangen, zu hinken, wie andere Gleichnisse auch! Und gerade die hinkende Seite ist im vorliegenden Fall die entscheidende. ........ Beim Auge sowohl, wie beim Apparat dtf Photographen, dringt daö Licht durch eme Oeffnung von verschiedener Größe (Pupille deS AugeS und cndererseitZ Älendung ' oder. IDia--phragma der photographischen Linse), die sich vor"einer Linse befinde!,. weüöe dann das Btlo formt... Dieses Bild' wird auf einem- passenden, Mittel im Hintergründe deSApparateS aufgeno'mmen (die Netzhaut im Auge und andererfeitSie empfindliche Platte in der Dunkelkammer).. So ' weit, so gut: damit hört aber auch der zulässige Vergleich zwischen beiden auf. - . Es mag ja recht, schade sein, daß' wir nicht - noch einen - Schritt, weiter' gehen können. Wenn, wir nur sagen,' tönn t:n.' daß daZ Sehpurpur-"(Rho-dopsin) in der Netzhaut daö. empfindliche Mittel sei,'w:laes die GestchtSzüge des sein.'Opfer verlassenden .UngeheuerS rasch aufnehme und. festhalte; wenn wir-'nur sagen könnten, daß dann. daS kNikrsskop,.die Camera und der Entwicklungsapparat . ; schon , bereit . seien. diese Züge in eine sichtbare 'Form 'zu bringen, sodaß -man .sie einem Ge--sworenencollegiunl zeigen könnte! .. ' Aber eS geht nicht, und die Grunde dafür sind einfach, genug. Zunächst gibt eS 'auf der. Netzhaut - kein solches empfindliches Material, .welches . den Präparaten . deS .Photo-zraphen e n t spräche und ein derartiges Bild. wie. einen Menschen, in einem gewöhnlichen Raum, aufnehmen und festhalten könnte. Man hat einmal einen interessanten Versuch gemacht, dessen Ergeb niß noch am ermuthigendsten iir dieser Nichtung erscheint, im Uebrigen in Anbetracht der Umstände weit hinter' dem Nothwendigen . zurückbleibt. Die Umstände waren folgende: Ein zum Galgentode veruriheilter Verbrecher wurde kurze Zeit, ehe man ihn an daS Richtgerüst hinausführte,' in einen dunklen Raum gelassen. Hinaustretend fiiirte er dann seinen Blick

saus ein bestimmtes Gebäude so lange, bis die über sein Gesicht gezogene schwarze Kappe alles Licht ausschloß. Darauf ließ man das Fallbrett niederehen, und als der Tod des Delinguenten eingetreten war. wurde eine mikroskopische Untersuchung der Augen vor-

genommen. In jedem der beiden Augen fand man ein Bild des Gebäudes, obgleich dasselbe verkehrt stand und von etwas unbestimmter Formation war, wegen der Unregelmäßigkeit der Netzhaut, aus die sich das Bild einprägte. Man weiß auch schon längst, daß die Netzhaut bis zu einem gewissen Grade, aber einem sehr beschränkten, Eindrücke festhalten kann, und darauf beruhen z. V. solche Spielzeuge, in denen die Gestalt eines Holz sägenden Mannes in Theilen abgebildet ist. sodaß bei raschem Umdrehen der Vorrichtung tbatsächlich die Gestalt Holz zu sagen scheint. Aber diese Festhaltungskraft der Netzhaut ist eine höchst bescheidene. Im erstgenannten Falle war Alles darauf eingerichtet worden; der Gegenstand nx:r klar vorgesetzt und hell beleuchtet, und die Augen waren beträchtliche Zeit auf denselben gerichtet. . Zur Zeit einer Mordthat aber können die Umstände durchaus nicht so liegen. Unser Sehpurpur" ist keine ausgesucht empfindliche Substanz, wie das Sil-ber-Bromid des Photographen, und es ist gut, dajj dem nicht so ist; denn sonst würden wir von den vielen festgehaltenen und auf der Netzhaut kunterbunt durcheinander gemischten Bildern der von unö gesehenen Gegenstände ganz blind sein! Selbst wenn man aber eine solck-e absurde Möglichkeit einen AugenblUk zugeben wollte, so wäre der Versus, ein solches, Bild durch Photographie wiederzugeben, nach allem bisher 2h kannten gänzlich aussichtslos. Der Untergang des Dampfers Amcrtque. Q'm Vertreter eines westfälischen Hauses, der auf. dem verunglückten Dampfer Amörique- die Reise von St. Nazaire nach Columbien gemacht hat, macht in einem ausBarranquilla datirten Briefe die folgenden Mittheilungen über, den Untergang, dieses Schiffes: Schon in den ersten sechs Tagen von St. Nazaire. ab hatten wir stürmisches cm.ii. c. c - uener. uoiz oas war nur lnoerspiel gegen den Schluß, nachdem wir auf der Fahrt von Puerto Cabello bis Puerto Colombia, die gewöhnlich 26 Stunden währt, etwa 30 Stunden unterwegs gewesen waren. Früh um 3 1-2 Uhr kam plötzlich eine Welle über Deck; daZ Wasser drang mit furchtbarer Gewalt in die Schlafgemächer und jagte uns auS den Betten. Wir fchlossen mit Mühe die Luken. Ich ging zur Erkundigung auf Deck und sah den Speisesaal schon unter Wasser, in den Sängen stand daS Wasser fußhoch. Ich lief zurück zu meinem Gemach, um meine Frau herauszuholen. Wir wa,en eben im Begriff, nach unsern Kleidern zu greifen, als eine Welle unsere Luke zertrümmerte. Wir stürzten nach oben. Auf Deck fanden wir Schutz vor den überall hereinbrechenden Wassermassen und standen dort, nothdürftig bekleidet in Angst und Schrecken den Augenblick erwartend, wo wir uns in. die Wellen stürzen mußten. Meine Frau benahm sich heldenmüthig; sie war auf alles gefaßt, ebenso sämmtliche andere Reisende und Schiffsangestellte, die sich bei uns eingefunden hatten. Nur der französische Consul in Peru heulte um die Wette mit einer Frsu aus Barranquilla, die mit ihrem kleinen Töchterchen dasaß und jeden um Rettung desselben anflehte. Wir bemLhkn uns allseitig zu beruhigen, und endlich, endlich kam die Sonne über dasVorgebirge von Santa Marta und beleuchtete unsere Lage. DaS Schiff saß aus einer Sandbank in der Mündung deS MagdaleninstromeZ in etwa 5 Meter tiefem Messer, während der Dampfer bei einem Gehalt von 4800 Tonnen 7.6 Meter brauchte, um fahren zu können. Wir hatten daS Gefühl vorläufiger Sicherheit. Der Dampfer lag auf der rechten Seite. Zufällig hatten alle Reinde bis auf drei oder vier ihre Schlafräume auf der rechten Seite gehabt und waren vom ersten Augenblick ad von ihrem Gepäck abgeschnitten. - Wie kam der Dampfern die Lage? Nur der .Capitän trägt die Schuld, nachher rettete er sich rechtzeitig und ließ alle zurück. Der Capitän nahm die Mündung d:Z MagdalenenstromeS, der voller Klippen und Sandbänke ist, für die Bai von Savanilla. Er fuhr frisch darauf los, 'bis er plötzlich die Küste sah. Dann ließ er rückwärts dampfen, das letzte Commando, daö noch an den Signalvorrichtungen sichtbar war. Das Schiff ging wohl noch 60 Meter zurück, dann saß es auf der Sandbank in .der tollsten Brandung, die im Handumdrehen alles zerschlug. Anfänglich geschah nichts. Man wartete'auf Hilfe auS Barranquilla, die nicht kam. Wir lagen an einer Stelle, die nur für ein Schiff hier erreichbar ist. für das columbische Kriegsschiff .Popa-, daS sehr geringin Tiefgang hat. -Am nächsten .Morgen kam die Popa vorbei; sie ging : in wichtigen Revolutionsgeschäften : nach Santa Marta. unö ließ. sie. unbeachtet. Man sandte von Bord auS ein Boot mit tinem Kabel an die Küste: das Boot schlug um, ein Mann ertrank, sechs Mann retteten sich auf eine Sandbank; dort blieben sie einen Tag ohne Essen und Trinken, bis sie schließlich sich auS Verzweiflung in's Wasser warfen und alle glücklih i'S Land kamen. Das Kabel ging verloren. . Dann baute man Flöße und"Windvögel, um. dadurch Verbindung mit dem Lande zu schaffen: alleS vergebens. Zwei Tage später gig.dann unser. Capitän selbst i i o . ? . 8N ano INI! eincT aciaz, um uua zu retten wie. er sagte,' in Wahrheit, um sich selbst vor der Mannschaft in.Si-cherhejt-zu. Abringen. Der Mann also bat unverantwortlicher Weise seinen Hosten verlassen. Die Leine riß in der mrcötbaren Strömuna. Der zweite

!Officier, ein vkann, der des Gehörhens, nicht des Vefehlens gewohnt ist, hat gearbeitet wie ein Pferd, hatte ober . keine Autorität. Jeder befahl, keiner gehorchte 'mehr. Schließlich wurde jroch ein Boot mit Kabel abgesandt

und tarn glücklich an. Dann zeigte es sich, daß die Strömung so stark war, daß das Kabel gar nicht zu strecken war. Als äußerstes versuchte dann iin Maschinist, an dem Kabel entlang zu gehen, wurde aber von der Strömung fortgetrieben. Bis dahin hatten wir alle noch Muth und Hoffnung gehabt. Darnach aber verließ uns der Mut. Der meuterische Theil der Mannschaft bemächtigt: sich der letzten zwei Boote. Eines kam fort und trieb an Land. Das andere hatte keine Segel und wurde nicht abgelassen. Am folgenden Morgen setzte man die Reisenden, den Commissär. einen Matrosen, einen seekundigen Neger und verschiedene Kellner hinein, um uns an Land zu schaffen, in Wahrheit, um uns los zu w:rden.da die Lcbensmittel an Bord knapp wurden. Wir hatten nur noch salziges Wasser und etwas altes Brot nebst einem Fuß Hering. Man glaubte uns verloren. Zweimal schlugen die Wellen in's Boot. Wir saßen alle im Wasser und schöpften mit Hüten und Schuhen, um uns flott zu erhalten. Endlich kamen wir durch die Brandung in den Magdalenenstrom und. stiegen nach 1 1-2 Stunden in Sabana de las ! Flores an's Land. Dort halsen uns !alle Leute mit Kleidung und Lebens'Mitteln. Es herrschte allgemeine ! Freude und Umarmung. Man empfing uns mit der Nachricht: Revolution! DaS machte aber keinen Eindruck. Wir haben fünf schreckliche Tage und Nächte verbracht und fürch- . ten nach Errettung auS der Mausefalle ! keine Revolution mehr. Barranquilla ! ist übrigens ruhig. Die Eisenbahn SavanÄa-Barranquilla brachte unS hierher. Wir langten an wie Bettler, ohne Schuhe und nothdürftig bedeckt, aber von Herzen froh. Spater wurden noch etwa 60 Leute, die sich an Bord unseres aufgelaufenen Schiffes befanden, von einem britischen Kriegsschiff gerettet. fSom Jnlanve. Wie l. frühere deutsch. amerikanische Journalist Ernst Schicrenberg, der seit einigen Jahren m Wiesbaden lebt, aufgefunden haben will, stammt die Familie der Stan-dard-Oel-Könige Rockefeller aus dem Nassauischen und ist vor etwa 120 Jahren in Amerika eingewandert. ! Ein neuer Trust ist in der Bildung 'begriffen. Den Kern des- . bildet die Pittsburg Plate Glaß ; ompany, iveiye rm iöißzit ileyi. ihre Concurrenten zu verschlingen. ES find bereits Unterhandlungen .zwischen rh? und der Diamond Platt : a Co. in Kokomo. Jnd zum Abschluß gem a a a 3 lü am a lb . t a wrnrnnw iwto flttni v" ' Mren rn d:e Hände der Pttsburger I Gefellschaft übergeht. In Fachkreisen . .Wt . & .Ski Cn.w.. VT Ti ' iivu.ici iauii, uuß wie yvivuiw -prnic rr ... ctn.....9. r- v v! rrt... u. v. vju, u.u, rn, CliS ffj S h,6 k. w. 'rnrns wXV, tumkin VtVH MtW. 4tAM .Trusts- soll und er wird nach lutiviiujciv vi'Wiivuttcii.t uui iiwuj uiu k.t ,,rJvH:fAt. . v,.r7 der eurovanecen au rechnen haben. o t 9t t cy 1 1 r IS h r it ch 4 n d 1 1 Eitn Court ,u New Nork aina eö kürz. TW.rJ&A.V TM1fftM4 Vtt1 w lich .hoch aristokratisch- her, denn ein Graf, der semen Titel von ferner an-, geblichen Adopt'vschwester angenommen hat, die aber auf den Titel ebensowenig Anspruch hat wie er, hatten beide auf dem 5Zeugenstande zu erscheinen und zwar Ersterer als Beklagter in dem von 'dem Dienstmädchen Maria EliaS wegen Verführung gegen ihn an geftrengten Schadenersatzprocesse. Sei ner äußeren Ernnung nach und namentlich nach dem tadellos gedrehten Schnurrbarte zu urtheilen, ist die von dem Mäidchen verlangte Summe von 510.000 für Ernst Victor Krebs alias Graf- Marfchall eine Bagatelle. AlS aber nach Schluß der Verhandlungen die Jury ein Berdikt auf 53000. zu Gunsten der Klägerin abgab, gerieth der gewichste Schnurrbart erwaS außer Fayon. Mit dem Ausdruck der allqemeinen Wurschtigkeit- betrat der Beklagte alS Erster den Zeuaenstand, um die gegen, ihn erhobene Beschuldigung in Abrede zu stellen. Er sagte, er habe mi br GVnnlr. n,tr Mi,n nnS (Satt mit der Klägerin nur selten und dann nur daS Allernotywer'diqste alSDiensther? gesprochen, von Liebenö-vürdigkei-ten, wie man sie ihm vorwerfe,, könne daher nicht die Rede sein. Im Kreuzverhör gab er an, er habe in England seinen Namen KrebS- mit Marschall" vertau.schtweil er sich mit seiner Familie überworfen und pekuniär Schiffbruch gelitten hatte. EfceS Tages habe ein Telegrainnr ihn an daS Sterbebett seiner Mutter gerufen, dort habe er Anna Maria Marschall, oder wie sie eigentlich hieße, Anna Maria Gräfin WillerSdörfer (eine gräfliche Familie dieses NamenZ. gibt eS aber nicht) getroffen, welche . seine kranke Mutter mit rührender Sorgfalt gepflegt habe, wofür Frau - KrebS ' sie cdovtirt hatte. Nach .dem Tode seiner Mutter habe Zeuge die .Grafin- stets alS. seine Schwester behandelt.. Die Vehaupäung, er habe mit ihr. ein L!elbeSverhältniß unterhalten sei völlig unwahr.-. Ueber seine sonstige Carxiiit" : befragt, - mußte : der. .Angeklagte zugeben,. daß er schon zu verschiedenen Malen angeklagt und -in Haft, genom-, men, doch niemals, verurtheilt, worden sei. Nachdem sodann mehrere -Zeugen, die gegen den' Charakter der Klägerin Angaben machen sollten. -vernommen worden waren, aber nichts NachthaugeS über , daö Mädchen vorbringen konnten, . zog sich ' die Jury zurück und gab nach kurzer Berathung daS obige Berdikt zu Gunsten der Klägerin ab. , Schön und re,n i. .Soll daö Haui fieti sein ! ?ie besten Surften kauft man b i

H. Schedel, 420 Oft MeCartol we man die Zinsen zum Capital) vtrsze. 'sölaaen."

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den und Born Ausland. In V e ß p r i ,n (Ungarn) brachte neulich ein Dienstmann ein Packet, das an einen vornehmen Herrn in Pest adressirt war, zur Post. Das Postfräulem mußte aber das Packet zurückweisen, einerseits, weil daS letz tere nicht vorschriftsmäßig gestegelt, andererseits, weil eS zu schwer war. Auf die Frage, ob man den Inhalt d:S PacketS nicht auf daS postalische Gewicht reduciren könne, meinte der Dienstmann, dieS könne unter all-en Umständen geschehen; als dann das Fräulein daö Packet öffnete, fand man statt des angeblichen Inhaltes von Toilette Artikeln ein freundlich lächelndes, pausbackiges Baby in der Schachtel. DaS Kind hatte einen Zettel mit den Worten um den Hals: .Guten Tag, lieber Papa! Ich bin an-ekommen!-Große Verwirrung auf dem Postamte. Der Chef sandie nach Polizei. Der Dienstmann gab an, die Schachtel von einem jungen unbekannten Herrn erhalten zu haben. Die Veßprimer Polizei sucht jetzt nach diesem Unbekannten. Baby aber fährt vorläufig nicht nach Pest. Die Frau des Tagelöhners Eeppert aus der Gemeinde Braubauerschaft bei G:lsenki?ch:n, die mit ihrem Manne ein sehr unglückliches Leöen führte und fortgesetzt Mißhandlungen zu erdulden hatt:, verließ nllich Nachts mit ihren drei Kindern ihre Wohnung und b:gab sich an die Emscher. Hier taift sie die Kinder mit tiTitm Stricke zusammen, befestigte diesen an ihrem Körper und sprang, die Kleinen mit sich reißend, in den hochgehenden Fluß. D:m ältesten Kinde, einem Knaben von 10 Jahren, gelang es, sich von dem Stricke loszumachen und das Ufer zu erreichen, während die Mutter und die beiden andern 2 und 6 Jahre alten Kinder ertranken. Die Leichen wurden kürzlich bei Buer an'S Land gezogen. Die Frau hat ein Schreiben hinterlassen, in welchem ihr anit beschuldigt wird, seine Familie , ' sortgesetzt in 'der grausamsten Weise mißhandelt zu haben. Auf Grund diefc3 Schreibens wurde Geppert verhaf- ' 1 ' T I jjj Wi ttaurioe Sfolatn dk, U!t w & ,ann 38t w Boqall im Dorfe Wja fy. toi . Jbnftantinitt, : v v. ra ......... :.r. n wird. Einer der Bauern dieses ?wfa ,.,,:;..,, m..! ! Lottes, der seinen zerrütteten Bermo , ensverhaltnissen wieder aufhelfen wollte siel ans den Gedanken. dieses vermittels eines Wunders- zu thun. Zu diesem Zwecke gab er ein alteS Bild einem Maler in Wischnewez zur ErNeuerung und erklärte, als eS fertig war, dem ganzen Dorfe, der Herr hätte ihm Gnade erwiesen und sich auf dem Bilde m einer Nacht erneut. ' Mit der Geschwindigkeit des BlitzeS verbreitete sich die Kunde von dem Wunder- in Wfasowez und den benachbarten Dör fern, in Schiaren strömte das leichtgläubige Volk heran, um vor dem erneuten Bilde seine Andacht zu verrichten, stellte Kerzen vor ihm auf und beschenkte die HauZwirthe mit Geld, mit Leinwand und allen Dingen, die den Reichthum deS Bauern ausmachen. Die OrtSgeistlichen berichteten der Eparchial Obrigkeit darüber und diese verfügte, daß daS Bild in die Kirche genommen werden solle. Dem widersetzten sich aber die Besitzer d:S , i? ioie rneun. an riuiB:e Polizei zu Hilfe rufen, doch wurde dttsilde V0N tIt WÜthkNdeN BaUttN IN Bildes und ihre Freunde. Man mußte d Flucht getrieben und mußten die Gendarmen in daS Jampolsche Polizei-t--t j PjT. iumi iciuircn. xjou erjcylenen aisbald ' 200 mit Knüppeln bewaffnet wüthende Bauern vor dem Haufe und stürmten eS nach kurzem Kampfe. Die Gendarmen (der Landpolizeimeister war abwesend) wurden gebunden, auf Schlitten geworfen und unter verschiedenen Mißhandlungen nach Wjasowez gebracht, wo sie im Laufe, einiger Tage von ven Weibern und Kindern gefoltert wurden. Endlich traf eine Schwadron Dragoner im Dorfe ein, bemächtigte sich. deS Bildes, verhaftete die RädelZführe? und befreite die kaum noch' ledendigrn Gendarmen. Jetzt wird die Untersuchung in dieser traurigen An Gelegenheit geführt. ; . . . r- ß j sonderbares Testament hat ein vor. einigen Tagen in Putneh (England) 'verstorbenes Tgjah. riaeS Fräulein Hetty Bloomer hinterlassen. Ueber . ihr, Vermögen. ?von 40.000 PfundSterling hat sie folgende Bestimmung getroffen: Ich bin nicht äuS freiem Willen . ledig geblieben, drei Mal war ick verlobt, um .drei Mal von treulosen Männern verlassen zu werden. So bestimme ich. daß die Zinsen meines .Vermögens alliahrlich an meinem . Todestage an. fünf, unvermählte Damen vertheilt werden sollen, die daö 40. LebenSZahr überschritten haben und bezeugen können, daß bei ihnen ein Verlöbniß durch Verrath deS ManneS zunichte geworden.- Der Schlußsatz lautet: JLenn in irgend einem Jahre keine. Bewerberinnen sich melden solljenwaS ich aber-bei der Verderitheit i. im!.... crt i r wx. jjiuuuti ux unmogiim oauc, 10 U. Vt. ri'r '

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Eisenbahn-Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depct. Indianapolis.. Landalia. Llkgang Postzug. . . . , 7S0VM 1I50VM 12 40 Nm 4 00 ftxa 7 00 3ha 1120R , 8 35 7 , 4 IS Vm 10 00 rn 3 20 9fcn rpreg Expreß Accomodatton. Expreß Erpreß Ankunft Expreß ... . Erpreß . . Accomodatton . Erpreß . Schnellzug.... Accomadation . ö 00V 7 40 51m Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louiö. Indianapolis und Cleveland Divistoa. Abgang Expreß 415 Ln, Expreß 10S0Lm Expreß 10 80 Cm Limited Expreß SlONm - Expreß 6 40N Ankunft Expreß 7 10 tr Expreß.. 11 LOLm Limited Expreß 11 80 Cm Expreß S00ra Expreß HOOSta et Louis Division. Rbgana Expreß 7L0vm Limited Expreß 1160 5ha Expreß.... 11 20 31m Expreß, täglich 1145 3kl Ankunft Expreß täglich 4 00 m Expreß 2 60 ?5m Limited Expreß SLOVm Expreß SOOLm Thicago und EincinnaU Diviston östlich Abgang Schnellzug 845 1 Accomodatton täglich 7 05 m Accomodatton 11 00 Xm Postzug 8 0051m Accomsd. snur Sonntag). Accomodatton 6 35 3! Ankunft-Rushvill Acconudation. Postzug - 11 40vrn Jnd'plS Ace. (nur Sonnt.). Accomodatton ccomodarion 10 15 8! Schnellzug 11 10 3c Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodatto-. . . i." . Scbnell.Post Lasayette Accomadation. . . Schnellzug Ankunft Schnellzug Lafayette Accomodatton . . , 710 11 S0 3K 5 00.3! .12 15 m .880 10 45 V , 2 50 Nm , S15 Schnellpost Accomodatton Peoria Division westlich. . Abgang Expreß 7 25 L Expreß. iixöik Danville Accomodalll) 5 05 ?!m Expreß 11 69 L Ankunft Expreß 8L5V Danville Accomodation. ... 10 35 Vm Expreß 2 50SK Expreß.. S55N Peoria D'isisn östlich. Abgang Expreß 6 80 B Accomodation. , Expreß 3 25 3c Ankunft Expreß 11 40 Cm. Accomodatton Expreß 1000 3ha Lake Erie nd Western. Abgang Expreß 7 00 L Expreß 120 3! Expreß 700 3! Schnell Ervrek..... - Ankunft Schnell Expreß Expreß ...10L0L Expreß 2 50 3c Expreß... 20 3! Pittöburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 50V CclumbuS Accomodation.. . 8 00 L Expreß 8 80 in Richmond Accomodation. . . 4 00 8! Expreß 610 3! Ankunft Richmond Accomodation 8 65 Schnellzug ...1140 V Expreß 12 30 3! Accomodation 82'3!m Expreß 6 60 3! Expreß 10 15 3! Chicago Divisisn via oksmo.Abgang Expreß 1100 Expreß 1120 3ha Ankunft Ex,reß S5D Expreß S 15 5! LouiSville Division. Abgang Expreß 8 45V LouiSville Acudttto.. . L 10 V Schnellzug 8 25 3h . , ' Accomodation 10)9? Ankunft Accomodatton 10 20 Vm vqnellzug 10 60C Accomodatton 6 60 3c Spezial täglich 1100 Cineiunatt, Hamilto und Zndianapoliö. Abgang Expreß . . . .....7.. .... 8 40V rCtncinnatt Aceomodott ..1060 V ßmrü o j a zr'i .OW 71 Expreß ......400 3h " Expreß 630 3ha Ankunft Accomodatto.. . . . . f ; . 15 JBm Expreß... .5545 55 tzpnß 780 3ha Expreß .......10 65 3ha Expreß........ ...12L0V Indianapolis und Vincennes. Mgang-Expreß . .......... ..' SÖOBm k, ar... c . . v. m ' uiiiwiiH ucwnuoanas.. aj sc Ankunfl Vincennes AccomodattonlO 40 3h ö ou sc Cineinuatj, Wabash und Michigan. Abgang Expreß ' 6 35 V Expreg 11 16L Grovk tt AK 8Sn Ankunft Expreß 9 65V xpre? Expnß 9 00 Sh fttV?Vi Asts (tltm ...v cy.n ;uvuupwtiv, XKbtiiUC UUO .3CII ZZTU. bgang-ENreß ..... ...... ;r'i'ü'im cmooaiion 8 403h G&ntn.$dTTSrfi lltv -r"i' .......... tt v im kbmrnft Schnell Expreß 8L0V fifMAMAVtiM a mm MWbviiuvii.vt 1U 4U STtt Expreß 4 60V Louisdille, New Vliany und Chicago. MgMg-.Exvreß 125Ca Expreß 1160Cm Mono CCXrtttslbaHa A m V ft--vrPKS... 8 80C3 Mononeeoodttto.....1120O Crartft ... UFA The Twentieth Contzr7, eine aukaneiSnete &ottiZ?.:i fortschrittltch gesinnten Leser sr ' len ist. In der Tendenz ,25 s ' , roerden doch andere fe7'7. ,) darin unparteiisch besprrr2. Ran bestelle direkt tti tTZ"' " " PubllalilntT Co ;13 1 .

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