Indiana Tribüne, Volume 18, Number 186, Indianapolis, Marion County, 25 March 1895 — Page 1

V o Al Ts AA fl H t A0 " kv-rwy v sfc 'i l s w i n v y w v w o OA V Offtee: Söo. 18 Oüd CUabanm Cttaftc Jahraana 18. Indianapolis, Zndiana Msntag, öen 25. März 1895. No. 18;

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?S freut uns. d.ß der Reichstag den Vorschlag, Bikmarck zu seinem Geburtstage zu gratuliren. abgelehnt, bar. indeß können wir ihn ob diese Verf-Hrens nicht bewundern. S ist, wie wenn die Mäuse in Abwesenheit der Katze Courage bekommen. Wenn der freisinnige Herr Eugen Richter und seine College zur Zeit als BiSmarck noch R?ichSkanzler war, denselben Muth konsequenter Opposition bewie sen hätten, dann könnte man sich über ihre jetzige Opposition freuen. Wirklich konsequent haben bloß die Centristen und die Sozialisten gehandelt. Die Letzteren haben auS ihrer Feindschaf gegen BiSmarck auch zur Zeit seiner Machtstellung kein Hehl gemacht, und die Ersteren, welche auch niemals ferne Freunde waren, können mit einem abgedankten Reichskanzler kein Geschäft maeix. Die ttreikinniaen und auch die süd Mische VolkSvartei sind vor dem Reichskanzler BiSmarck immer zu reuz gekrochen; sie zeigen bloß Muth gegen über dem BiSmarck, der nicht Reichs tamtT ist. DaS AuSnakmeaelek 'von 1878 näxt ohne dieHilfe'der Frei o - - O'fW nnntgen niözl zu lanoe gekommen, und hatte BiSmarck im Reichstage je I r r t zn . . . maro eine roniequenre rnergnqe ppoNllon gesunoen, oann wuroe rer nai,er eS heute nicht wagen, dem Reichstage - . . r . - . ä r die Paffirung eine Gesetzes (Umsturz Vorlage) zuzumuthen, welches Deutschland russisiziren, jeden Ausdruck freier Neinung, jede Kritik bestehender Zustände, ja sogar jede wissenschaftliche Krtttk unmöglich machen würde. Wir wissen nich', welche? Schicksal die Vorlage haben wird, aber die Sin ?ringung derselben und der Druck den die Äegierung auöübt, um sie durchzudringen, find BiSmarcksche Methoden, find die konsequente ftottfefeung deS SiSmarck'schen Despotismus. Wir sprechen vom Standpunkte deö freien ManneS auS, der sich vor keiner Zröße beugt, und sich nicht von en JS i'rhr bedauern, daß die deutsch 'meri kanische Presse sozusagen katholischer ist, als der Papst, daß sie deutscher sein will, alS die deutsche Volksvertretung, und eS dieser zur Schande anrechiet, vas ihr in Wirklichkeit zur Ehre gereicht. Gewiß, wir haben eS nicht vergessen. daß BiSmarck daS deutsche Reich schür, und die deutsche Einheit herstellte. Wir huldigen jedoch nicht dem Prinzip, daß der Zweck die Mittel heiligt. Wir ertauben unS, die Sache von dem Standpunkte eines amerikanischen Bürgers, und nicht von dem eines königlich preußischen Unterthanen auS zu beurtheilen. Wir unserseits würden jederzett auf eme Einheit verzichten, welche ur auf Kosten der greih eit hergestellt eroen rann, um reusen 01c errschaft in Deutschland zu sichern, hat BiSmarck kaltblütig und unter allerHand Vorwänden den mörderischen Bruderkrieg von 1866 herbeigeführt und Tausende mukten auf dem S$MtfeIöe bluten und ihr Leben aushauchen, damit Preußen Deutsch. land beherrsche. Er hat durch Depe schenfälschung den deutsch-französischen Krieg absichtlich herbeigeführt, und hunderttausend Leichen bildeten die Grundlage deS Deutschen Reiches. Aber selbst, wenn man zugeben nzill, daß r.un einmal Blut der PreiS ist, mit dem Errungenschaften, wie Deutsche Reich und Deutsche Einheit bezahlt werden müssen, selbst zugegeben, daß der PreiS nicht zu hoch-war, und daß Kaiserkronen nun einmal mit Blut bespritzt sein müssen, so könnte man sich doch nur dann damit versöhnen, wenn mit der Einheit auch die Freiheit gekommen wäre. Statt dessen jedoch begann bald nach der Herstellung des deutschen Reiches .ine Aera der Unterdrückuna. wie sie Dtschland seit langen Zähren richt mehr erlebt hatte und wie sie unmittel b,r vor und nach der achtundvierziger Revolution nicht schlimmer war. Die Attentate HödelS und NobilingS gaben Veranlassung zu Gesetzen, durch welche VersammlunaS-, Rede- und Preßfrei heit nach russischen Methoden unterI druckt wurden. Ausweisungen folgten I m . m . v m ausctnano nrn rapiocr vchnemgrei und die Gefängnisse begannen sich zu füllen. So sehr war binnen Kurze dee Geist der Freiheit unterdrückt, daß

jene berüchtigte Pkrio)e der DnunziationSwuth eintrat, unter welcher der freund dem freunde, der ?!achdar dcm

Nachbar nichl mehr trauen dürfte, und an welche ein anstandiger Mensch h,ute nur mit Schaudern denkt, WcS aber ein frer denkender Mann htm Junker BiSmarck nie veraessen und nie verzeihen kann, daS find die Tausende von Anklagen, die er wegen . P m T & w " er M persönlicher Veieivigung erooo. Bismarckbelridigung wurde gefährlicher alS MajestätSbeleidung. Wer eS wagte schriftlich oder' mündlich die Stimme gegen ihn zu erheben, der war unrettbar verloren, der mußte inS Gefängniß. Zur Schmach und Sckande sei eS gesagt, daß die deutschen Richter einen ServiliSmuS an den Tag legten, der seines Gleichen nur in dem KlassenserviliömuS der amerikanischen Richter findet. Tausende tüchtiger Männer wurden eingesperrt, Tausende von Jamitten erbarmungslos zeitweilig ihrer Ernährer beraubt, auS keinem anderen Grunde, als weil sie eS gewagt hatten, dem Manne der Gewalt ein wahres Wort zu sagen. ES ist eine Thatsache, die sich nicht wegstreiten läßt,, daß Deutschland ereichtert äufathmetc, alS er ging und ein anständiger Mann in der Person CapriviS .an seine Stelle, trat. Und da soll man nun, weil der Mann alt geworden ist, eine Komödie der Verehrung aufführen ? ES liegt kein Verdienst darin, alt zu werden, und seinem Alter können wir eS höchstens verzeihen, daß er, nachdem er gegangen war", fortfuhr, zu gröhlen und zu geiern, womit er indeß bloß zeigte, daß er sich selbst überlebt hatte. Wir wissen : für jeden einen gebilbeten, Mann, der einen friedlichen Eroberer, z.' B. auf dem Felde der Wifenfchaft, einen Humboldt oder Darwin bewundert, siebtes tausend Flachköpfe, welche .den Mann, der Gewalt und dert kriegerischen Eroberer bewun dern, weil daS Resu'tat den brutalen Instinkten deS Menschen greifbar und verständlich ist. Wir aber haben kein Bedürfniß zu den Lktzteren zu gehören Aralililllchrichlen. Inland. Wetteraussichten. SchöaeS, . kältere Wetter heute Racht schön am Dienstag. Gestrige Temperatur: Mrimum 63 Grad, Mi? nimum 45 Grad. . Wehe, wenn sie loSge.lassen". K a n s a ö.C i t y, Mo , 25. .März. Die gesammte Anlage der Reib Bros. Packing Co. mit Ausnahme deS RäucherhauseS und der Office gerieih heute in Brand und eS war von Anfang an, an Rettung nicht zu denken. Bald nach 10 Uhr bekam man daS Feuer unter Controlle, aber nur ein einziges kleines Gebäude ist gerettet. Die Anlage selbst wurde auf tzö00.000 geschätzt und die Vorräthe dürsten einen Werth von einer Million Dollars gehabt haben, waren aber dirfichert'. . Chicago, 24. März. Heute Abend wurde durch Feuer daS Empire-Thea-ter zerstört und em Schaden von $50,000 angerichtet. Der Brand entstand durch eine Ezplvfion, welche vermuthlieh von GaS herrührte. r DaS Theater war erst vor etlichen Wochen eröffnet und der Manager DaviS glaubt, daß Brandstiftung vorliegt. . Die im vorderen Theile deS Gebäude? belegenen Läden wurden nicht arg beschädigt. DaS Gebäude ist Eigenthum der Union Amüsement Compary. Ausland. Ausführliche Schilderungen der Vorgänge im Reichstag. B iSmarck'S unglückseligerGeburtStag. ' Deutschland am Vorabend großer Ereignisse. . Berlin. 23. März. Die heutigm Borgänge im Reichstag konnten nid t ohne Wirkung bleiben auf die Bik-marck-Enthufiasten, deren Augenmerk auf FriedrichSruh gerichtet ist. DaS Geschrei von der BiSmarck Begeisterung deS Deutschen VolkeS" ist durch die Abstimmung im Reicht tag bedeutend an Werth gefallen..denn die Mehrheit der Vertreter deS Deutscheu volket in der NeichSgesetzgebung

erklärte sich gegen die VsmarckJeie, und unter welchem Lärm, davon liefert folgende Beschreibung der heutigen R.ichvtagösitzang einen schlagenden Be-weis.

Die H'tze deö parlamentarischen 0e - fechte war so groß, daß man hättr alauven können. BiSmarck wäre in höchst eigener Person im Reichstag er' schienen und hätte den Kampf gegen die Opposition geleitet, wie in den Tagen seiner HerrschaftSperiode. . Kaum war dieDebatte über Herrn von Levetzov'S Glückwunfchantrag eröffnet worden, . so ging auch schon der Tanz loS. . Die Debatte wurde in bitterem Tone geführt von .Anfang bis zu Ende. ' ' ' Obgleich man auf die Verwerfung deS Antrags gefaßt war, so verursachte die Verkündigung deS Abstimmung?refultatS doch die wildeste , Aufregung. Mit 163 gegen 146 Stimmen erklärte sich der Reichstag gegen die Beglückwünfchung deS ManneS,' den-man als. den Bergründer deS neuen deutsuchen Reiches hinzustellen sich bemüht ! Als daS Abstimmungsresultat, verlesen wurde, sprangen die Abgeördneten von. ihren Sitzen auf, laschten Beifall und schrieen linkS gegen rechts und rechts gegen links wild durch einander. Die Sozialdemokraten, Freisinnigen, Polen und CentrumSleute machten sich über die Rechte lustig, während die Vertreter . der Rechten schrieen: Schmach!" Undank ist der Welt Lohn!" Reichifeine !" u. s. w.' ' ' Präsident v. Levetzow läutete so taut er konnte, aber eS balf nichts. Der Tumult dauerte volle fünfzehn Minuei lang. Niemand schien mehr an BiSmarck'S Geburtstag zu denken Präsident vs Levetzow gab . sich große Mühe, sich zu beherrschen und eine Aufregung-zu i unterdrücken'aber vergeblich. Der Geist der Entrüstung gewann in ihm die Oberhand und er kündigte inmitten deS BiSmarck-Tu-multS seine Resignation an. DieS hatte zur Folge, daß der Lärm von Neuem losbrach. B avo !" schrieen die entrüsteten BiSmarckianer dem Präsidenten zu; aber die Mitqlieder der Linken warfen nur ihre höhnischen Bemerkungen dazwischen. Pfeifen, Händeklatschen, Bravorufen, Aufstampfen all'S ging bunt durche'nander, und wenn der Gründer deS Reiches" anwesend gewesen wäre, er würde sich sicherlich nicht sehr erbaut haben.. Herr von Bennigsen trat vor.' Sein Erscheinen - brachte . einige Augenblicke Ruhe. Kreideweiß im Gesicht, seine Stimme zitternd vor Aerger, machte er die Ankündigung, daß auch Herr VicePräsident Dr Bürklin sich entschlossen habe, zu refigniren. ; ' Richter faßte die kürzen Worte Bennigsen'ö als eine persönliche Beleidigung aus, und- indem er auf Bennigsen zeigte, rief er aus : Laßt ihn doch seinen eigenen Weg gehen, der Reichstag wird auch ohne ihn fertig werden." Die Konservativen fordern jetzt die Regierung auf, die Glegenheit zu benützen, sofort den 'Reichstag aufzulösen und an daS Volk zu appelliren. Die jetzige BiSmarckbegeifterung würde bedeutend dazu beitragen, die Wähler zu Gunsten der Regierung zu stimmen. Der neue Reichstag würde nicht eine bloße Opposition - Körperschaft zu der Regierung sein. Die Sozialisten fanden eine glänzende Gelegenheit, von der Reichstag?tribüne auS dem deutschen Volke wieder inS Gedächtniß zu rufen, welche verbrecherische Arbeit der Mann von Blut und Eisen' am deutschen Volke begangen. . Bei der Debatte spielten R'chter und Singer die Hauptrolle. ' Richter geißelte BiSmarck in den schärfsten Tonarten. Er wurde häufig durch Beifall der Linken und durch den EntrüstungSfturm" der Rechten unterKrochen. 3n schönster Reihenfolge legte Richter daS Sündenregister BiSrnirckS dar. Paul Singer begann seine Rede damit, daß er im Namen der sozialistisch gesinnten Arbeiterschaft Deutschlands entschieden proteftlrte gegen den Antrag deS Herrn von Levetzow, wonach dem Fürsten BiSmarck gratulirt . werden sollte. Dann gab Singer eine ge - drängte Uebersicht der Herrschaft BiSrnarck'S unter dem Ausnahmegesetz und erinnerte auch daran, mit welchen derbrecherischen Mitteln eS der Mann im Oachsenvalde fertig gebracht hahe, ein

Gesetz zu schaffen, da es ihm ermoglichte, 10 Javre lang eine Schreckens Herrschaft zu führen. Die Sozialdemokratle werde nie und nimmer einem Menschen verzeihen, der Tausenden von

, Deutschen da Vaterland zur Hölle ge macht, der Tause 'den von Vätern und Ptüttern ihre Kinder von HauS und Hof vertreiben ließ. Der BiSmarckrummel werde jetzt benützt als Mittel jum Zweck. Die Umsturzvorlage sei in der Schwebe. ES müsse Stimmung gemacht werden. Durch eine künstlich erzeugte BiSmarckbegeifterung wolle man der Sozioldemokratie einen Damm entgegensetzen. . Älle Abendzeitungen geben heute Abend Eztrablätier heraus, iwelche die ReichStagSverhandlungen besprechen. DaS BiSmarck-Blatt, Die Neuesk'en Nachrichten," schreibt : ; j,25 Jahre nach Gründung deS Reichs muß man solche schmachvolle Szenen lm Reichstage mit ansehen. Die beste Antwort auf diesen Schritt Ware die fösortiee Auflösung deS Reichstages." ' Richter'S Freisinnige Zeitung" schreibt : - Die Drähte zu diesem plamentarischen Skandal wurden in FriedrichSruhe gezogen, wo man darauf auS ift.'Zmistigkeiten zwischen dem Reichstag und der Regieruug heraufzubeschwören Der erste Akt in dieser 3ntrigue war deS Kaisers KönigSberger Äankettrede: der weite Akt war die jÄnti-Sozialistenvorlage, welche Caprivi hinwegfegte. Der dritte Akt ist jetzt, Dr. vonLötticher loS,uwerden, sowie Freiherr Marschall von BiederSein und Fürst Hohenlohe. Sobald dies Ziel erreicht, dann sollen Gras Eulenburg und Herbert BiSmarck wieder in den Vordergrund geschoben werden.' Verrätherische Intriguen gegen den Reichstag werden im Hintergrunde i'u FriedrichSruhe) gesponnen, r AlS Kaiser Wilhelm von den Torgängen im Reichstag erfuhr, schien er in einen Zustand großer Aufregung versetzt zu sein. Er telegraphirte sofort an den Fürsten BiSmarck tn FriedrichSruh FolgendeS : Ich habe Eurer Hoheit den AuSdruck meines' tiefsten Unwillens über die Resolution deS Reichstags mitzutheilen. Die Handlungsweise deS Reichstags steht in direktem lIegensatze zu der Gesinnung aller deutschen Fürsten und deren Unterthanen." Wilhelm. Einiangesehener Advokat in Berlin ist irrsinnig geworden. Berlin, 25 März. Der Advokat Such ist als irrfinnig durch gerichtlicheS Verfahren entmündigt worden. Der Mann ist reich und erfreut sich als Anwalt und als Mensch der größten Achtung. Er galt alS ein scharf denkender Jurist. HäuSIicheS Unglück hat ihn in GeifteSumnacktung g stürzt. Seine Frau war mit einem seiner Schreiber durchgebrannt. DaS Paar hatte auch .vor der Flucht einen Griff in die Kasse deS Anwalts gethan, doch daS Geld langte nicht weit. EineS TageS langte die Nachricht hier an, daß beide Flüchtlinge, nachdem alle Baarmittel draufgegangen waren, Selbstmord begangen hatten. -DaS machte den Mann,. welcher feine Frau heiß geliebt halte, mahnfinnig. Sein Zustand gilt als unheilbar. - - Zu Ehren Louis KossuthS. London, 25. März. Nach einer Depesche auS Wien fand am Sonntag eine große Prozession zum Gedächtniß deS ungarischen Patrioten, Loiö Kossuth, statt, welcher in Turin vor Iah reöfrist starb. Hunderttausend Mensehen nahmen an dem Zuge theil und marschirten nach dem Kirchhof, auf welchem Kossuth beerdigt ist Viele Kränze wurden aus seinem Grabe ni:dergelegt. , . , . . , ,, Der künftige ReichStagSPräsident. L o n d o n, 24. März. Sine Depesche der ..Post" auS Berlin meldet. eS werde angenommen, daß Dr. Peter Spähn, ein Mitglied des Centrums, zum Präsidenten deS Reichstage alS ' Nachfolger deS Herrn von Levetzow werde gewählt werden. ,,, Mordversuch gegen 2i Hug Chang. Shimoneseki, 25. März. AIS

V'cekönig Ll Hung Chan 7, der chinesise Friedenöcommssär, heute von einer Konferenz mit Graf 3ta und ViScount Mutsu. den j panesischen riedenecomm,ssären, nach seiner Wohnung

zurückkehrte, feuerte ein junger Jaza nese einen Revolver auf ihn ab. Die Kugel traf und verursachte eme Wunde im Gesicht. deS VicekönigS. Bi zum Abgange dieser. Depesche war eS unmöglich festzustellen,' ob die Verletzung eine ernste ist, öder nicht. Der Versuch, den Vertreter deS Kaiserö von. China zu' ermorden, verursachte große Aufregung und allseitig sind die Ausdrücke tiefsten Bedauerns. Der Attentäter wurde verhaftet. Man vermuthet, daß ihn mißleiteter PatriotiSmuS zu der That veranlaßt hat. Brauchen Sle Geld? Loans zu irgend einem Betrage, niedrigtte Raten, Rückzahlung nach Belieben gestattet. . A. Metzger Agentur, Ecke Washington und Pennsylvania Str., zweiter Stock. ' ,', . (Allerlei. Wer dieser Tage' in San cvuver, B. C., eingetroffene Dampfer .Mirowera" hat eine erstaunlicheMähr aussen fernen Goldfeldern im westlichen Australien überbracht, welche kaum glaublich' wäre, wenn sie nicht durch die Verhaftung mehrerer Rädelsführer bei einer entsetzlichen Blutthat in dem von G:findel aller Art bewohnten Coolgar.die eine Bestätigung erhalten hätte.' Kürzlich war die Nachricht in Umlauf, dab bei Ninety Mile. Point in jener Gegend Klumpen gediegenen Goldei von fünfzig bis einhundert Unzen Gewicht auf der Oberfläche des.Erdbo dens gefunden worden seien. . Diese Nachricht fachte die Habsucht der Leute, die davon hörten, 'bis . zu wahnfinniger Gluth an, und Goldsucher eilten Hun derte von Meilen weit. in jeneMildniß, die kaum 'noch der Fuß emes Weißen betreten hatte. - Sie besaßen 'kaum Wasser und Nahrungsmittel genug,um ihr Leben damit zu. fristen. Fieberkrank lehrten sie zurück und. wurden in dem ohnehin schon mit sterbenden Goldsuchern überfüllten Hospitale' in. Coolgardie. untergebracht. DaS Schicksal der Kranken schreckte achl neue Ankömmlinge nicht davon ab, eine Gesellschaft u gründen und schwer mit Lebensmttteln und Wasser . belastet und mit Büchsen bewaffnet, machten 'sie sich von Vinety Mile Point auf die , Goldsuche in der unbekannten Wildniß. Sie brachen am 1. December d. I. auf, und seitdem wurde von ihnen nichts mehr gehört, so daß sie für todt gehalten wurden. -Einer der Gesellschaft NamenZ Dan Robertson kehrte jedoch am 30. Januar aus seinem einhundertundzwanzig Meilen über Coolgardi: hinaus belegenen Lager zurück und legte der Polei folgendes G'.ständniß ab: MS eines Tages die Gesellschaft nach der Entdeckung eines an Gold reichhältigen Berges in ihr Lager z'irückkehrte. habe sie gefunden, daß eine- Bande Schwarzer ihnen ihre sämmtlichen Lebensmittel gestohlen habe. Sie hatten darauf dieSchwarzen bis in deren Dorf verfolgt und die sämmtlichen Bewohner deö letzteren abgeschlachtet; die Manner hätten sie erschossen und die Weiber und Kinder .erschlagen.' Auf diese Aussage -hin wurden die Mörder verhaftet. Der goldhaltige Hügel besteht aus -Quarz, ist siebzig Fuß hoch, besitzt am Fuße eine Breite von zweihundertundsechzig Fuß und ist voll von Gold. Auf Grund dieser .. Nachricht strömen jetzt Schaaren von Goldsuchern nach der Fundstelle. ' m ni m Reiches, rothes Blut wird ebenso naturgemäß von Hood'S Sarsaparilla erzeugt, wie äußerliche Sauberkeit durch häusigen Gebrauch von Seife und Waffer. Dieser große Blutreiniger vertreibt gründlich Skrofeln, Salzfluß und allen andern innerlichen SchmutzDer . Kew York Store. (Etablirt 1853.) Seidenstoffe. Mittlerer Bargaw' Tisch. Gedruckte Zndia Seide, eztraseine Qualität, hübsche Muster, die neuesten Frühjahrömoden, preiswürdig für L0e die Lard. Die Lo-ntagSzeitung sagte für 9c die Sard, aber daS war ein typographischer Irrthum, eS sollte heißen . US) CDüö. Aber selbst zu 19c sind dieselben die größten BargainS die noch je in Zndia I..i.taAfi. I .1 nt..f. uupuu. vcui ivucvcu. uvcniu neue Qiifcti in ungedruckter chwiPschn veide zu 19c die g,rd. i

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