Indiana Tribüne, Volume 18, Number 185, Indianapolis, Marion County, 24 March 1895 — Page 2
Zllmrpe, oer Anarszlfl. !
D(2Robemer Liedes, und Kassen.Roman.) Auch in das sonst so friedliche Heim des Rentiers Mampe war der Umsturz eingezogen. Während Vater Mampe sonst mit vergnügtem Sinnen auf seir.es Hauses Zinnen stand und auf das beherrschte Grundstück schaute, saß er heute mißmuthig und brummend in seinem Lehnstuhl. Diesen bedauerlichen Umschwung seiner Stimmung hatte nicht etwa die Unbotmäßigkeit der ihm untergebenen Miether, son dern die anarchistischen Neigungen seiner eigenen Tochter herbeigeführt. Emmi hatte nämlich ihrem Vater einfach den Gehorsam aufgekündigt, cls er von ihr verlangte, daß sie sich mit dem Dr. Senfmann verloben sollte. . .Nicht um die Welt!" hatte Emmi erklärt. Ich mag den Senfmann nicht, den Giftmacher, er ist dreimal so clt wie ich!" Aber er hat eine große Praxis!" polterte Mampe. Und eine große Platte!" gab Emmi zurück. Ich weiß schon, woher der Wind weht! Dir spukt der junge Dr. Rothbach im Kopf der Hungerleider!" Und wenn es so wär:? Den Senfmann nehme ich auf keinen Fall und wenn Du mich Zwingst, gehe ich aus dem Hause!" Ungerathene Tochter! Ich enterbe Dich!" Desto besser! Dann weiß ich wenigstens, daß Rothbach mich nur aus Lieie heirathet!" Du empört Dich also gegen Deinen Vater?" In meiner freien Wahl lasse ich mich nicht behindern, und wenn, die Welt auch in Stücke geht!" Anarchistin!" schrie Mampe außer sich vor Wuth und sank in seinen Sorgenstuhl, der diesmal den Namen mit Recht trug. Am Nachmittag trat Emmi mit freudestrahlendem Gesicht vor ihren erstaunten Erzeuger. Du kannst mir gratuliren, Papaichen", sagte sie, soeben habe ich mich mit Dr. Rothbach verlobt." . Unsinn!" schrie der Alte, die Verlobung ist ungiltig. Du bist noch picht majorenn und darfst ohne meine Einwilligung nicht heirathen! Am allerwenigsten so einen Kurpfuscher!" wn irrst Dich. Papa", erwiderte Emmi, ich kann heirathen, wen ich will, entweder den Dr. Senfmann, den Du willst, oder den Dr. Rothbach, den ich will! So schreibt es das Gesetz bor!" Damit reichte sie dem erstaunten Vattz eine Mitgliedskarte der Berliner Ortskrankenkasse, der sie am Vormit'tag beigetreten war. Darin wurde Fräulein Emmi Mampi allerdings emtlich bestätigt, daß sie als Mitglied der Kasse freie Aerztewahl" habe! Auf Gnmd des Paragraphen 427 wählte sie demnachDr. Emanuel Theodor Rothbach. Der alte Mampe war wüthend; alle seine Einwände scheiterten an dem Recht der sreien Arztwahl, das seine Zluge Tochter für 75 Pfg. sich erkauft Zjatte. Erst schimpfte er einen ganzen Tag lang über alle staatlichen Einrichtungen, dann, wandte er sich dem Anarchismus zu und wurde Mitglied des Diskutir-Clubs Quasselzunge". Lllles aus Aerger, weil ihn seine Tochin Emmi auf Grund einer behördlithen Verordnung überlistet hatte. Flucht. Von daheim, von daheim, vom häusli chen Herd, Wo Niemand sich um die Wirthschaft scheert. Den ganzen Tag, den langen; Wo nie gescheuert wird, noch gekehrt, . Wo die Spinneweben mit' Staub beschwert Von der Decke herunterhangen; Wo Alles zerzaust wird und verheert. Wo zu unterst das Oberste wird gekehrt Von sieben brüllenden Rangen; Wo die holde Gemahlin, still verklärt. Beim Spiegel steht und nicht sieht, noch hört, Zart kolorirend die Wangen Da bin ich in tiefster Seeleverstört Vor Schreck, an der Thüre umgekehrt Und in ein Wirthshaus gegangen! Die praktische Hauöfrau. Man glaubt gar nicht, was man aus einem alten Herrenüberzieher alles machen kann. Mein Mann hatte einen solchen. Ich verwendete die Knöpfe sür mich auf ein Jacket. aus den beiden Aermeln machte ich eine Hose für meinen Hermann, aus dem seidenen Futter Schürzen für die beiden Mädchen, aus dem Stoff einen Anzug für meinen Kleinsten, aus dy beiden Taschen Hauben für die beiden Vuberund aus den abgenähten Watteinlagen Schuhsohlen in die Stiefel. Es sind mir dann nur noch die Knopflöcher übrig geblieben. Erkannt. Warum weichst Du denn Deinem Neffen aus, er sah doch so überaus freundlich herüber!" Eben deshalb! er scheint mir heute in seiner pumpösesien Stimmung!" Mythologische Remin i s c e n s. Warum sprechen Sie immer von Ihn? Frau als meine Diana und nicht Anna?" Nun. hat sie mich nicht so lang? gehetzt, HZ sie ich e,!est hat?" -
Liichows Hur. Humoreske von M. von Brlzw.
Und nun, meine Herren, ich denke, ton heben die Sitzung für heute auf. sagte der dicke Lüchow, Gutsherr auf Nieder-Gulzow. und sah auf'seln: Taschenuhr. Alle Hagel! Schlag elf!" Schwerfällig erhob er sich und schlug dem neben ihm sitzenden Kreisphysikus so derb auf die Schulter, daß dieser erschrocken aus seinem Halbschlummer auffuhr. Na. wie steht's, alter Pflasterkasten, wollen Sie mit aufsteigen? Mit meinen Braunen geht's doch wohl ein bischen schneller, als mit Ihren schwachen Doctorbeinen." Der Angeredete, ein khir.es. verschrumpeltes Männchen mit einerBrille auf der Nase, rieb die getroffene Stelle. Lassen Sie doch solchen Unsinn, Lüchow," knurrte er verdrießlich, und prahlen Sie nur nicht so mit Ihre? Gesundheit! Sie kommen mir doch noch mal unter die Finger! Sie werden zu dick, viel ZU dick! Lassen Sie all Ihr Wasscrgeplansche und gehen Sie hübsch nach Karlsbad!" Benno Lüchow sah schmunzelnd noch immer auf seine Taschenuhr. Hol der Teufel Karlsbad!" fagte er dann verschmitzt lächelnd und senkte sie ein. Doch da Sie mich daran erinnern, will ich mal eine Geschichte zum Besten geben, in der ich zwar keine all zu rühmliche Rolle spiele, aber na, Sie werden ja hören." Er setzte sich wieder zu den aufhorchend, zusammenrückenden Herren und bestellte einen neuen Schoppen. Sein fettes, rothes Gesicht leuchtete förmlich durch den Dunst der Rauchwolken, die aus den kurzen Pfeifen der Gutsbesitzer aufstiegen. Außer diesen in der Umgegend Angesessenen waren noch der besagte Doctor. der Apotheker und der Amtsrichter des Kreisstädtchens anwesend; sie Alle fanden sich allwöchentlich zweimal in der Goldenen Gans" zu einem Schop pen zusammen. Lüchow that einen tiefen Schluck aus seinem Humpen, dann hub er an: Sie wissen, meine Herren, daß ich, bevor ich hierher kam. in der Mark nsässig war und da vom Vater her eine kleine Klitsche besaß, die wenig Ertrag, aber viel Arbeit brachte. Coliritz hieß das Ding. Uebrigens: BuchWeizen alle Achtung! Sonst nischt Sand, ein bischen Hafer. Kartoffeln wieder Sand! Na, aber geschuftet wurde eklich. von früh bis spät! Meine Frau übrigens auch nicht alle zu kriegen! Aber wir waren zufrieden die Rangen gediehen, wie's Unkraut was will man mehr? Da will's der Teufel, daß ein neuer Doctor sich in unserer Nähe niederläßt. Sie wissen, ich kann das Medicinervoll nicht ausstehen. nichts für ungut, Doctorchen, Sie sind noch einer von den Erträglichen. Also weiter: Der Kerl kam mir trotzdem in's Haus. Ein Kind erkrankte uns, meine Frau, wie alle Weiber auf's Neue" versessen, ruht nicht eher, bis der Arzt geholt wird. Der Junge kam freilich durch, aber seitdem hatte ich keine Stunde Ruhe mehr im Haus. Der Doctor hatte meine? Alten nämlich einen Floh in's Ohr gesetzt: ich sei zum Schlaganfall disponirt, zu dick, zu roth, weiß der Teufel was noch Alles, und müsse so schnell als möglich nach Karlsbad! Hol's der Kuckuck! Na, das Lamento! Erst fluchte ich und wetterte, daß die Wände dröhnten, sie sprach von Gewissenlosigkeit, heiligen Pflichten eines Hausvaters gegen Frau und Kinder, ich schlug die Thür hinter mir zu und ging pfeifend auf's Feld. Kam ich nach Hause verweinte Augen, stummes Herumlaufen, wie' gekränktes Heiligenbild schauderhaft! Weinende Weibe? kann ich nun mal nicht fehen ich kann's nicht! Nach vierzehn Tagen war ich so mürbe, daß ich schon all' die Beschwerden an meinem Leibe zu spüren meinte, die mir der Doctor in Gemeinschaft mit meinem Ehegespons aufschwatzte, und nach weiteren acht Tagen packte ich meinen Koffer sür die Reise nach Karlsbad! Und das kurz vor der Ernte! Der Abschied war jammervoll! Meine Alte weinte, als ob sie mich in Karlsbad direct auf den Kirchhof bringen würden, und die Bengels geulten und schrieen, daß man toll werden konnte. Ich machte der Wirthschaft also schnell ein Ende, hieb auf meine Gäule und hui! fort ging's! Bis zur Station hatte ich vier gute Meilen: dort wollte ich im Bären" übernachten und dann den ersten Frühzug benutzen. Der Wirth war ein gute? Bekannter von mir. Bei dem solennenAbendbrot. das er mir eigenhändig servirte, erkundigte er sich nach Allem, dem Stand der Ernte, meinem Befinden u. s. w. Na. da schütte ich denn mein Herz aus, beschreibe meine mir aufgedrungenen Leihen und sage, daß ich als letzte Rettung" Karlsbad aufsuche. Während ich so rede. bemerke ich. daß ein Herr, der bisher am Nebentisch eifrig gelesen, aufmerksam wird und mich ganz merkwürdig anstarrt. Ich achte nicht viel darauf. Plötzlich erhebt sich der Fremde. Noble Erscheinung, mit einem Wort. Gentleman von Kopf bis Fuß, verbeugt sich sehr ehrerbietig und sagt: Verzeihen der Herr meine Dreistigleit, otn ich bin unfreiwilliger Zuhörer gewesen, und dies ganze von Ihnen so ?Ju: entwickelte Krankheitsdild interessn! ich ungemein! Aller
dings bin ich auch einigermaßen Kenner, das heißt Naturarzt, und w:ni'.
ich mir ein Urtheil erlauben dürste, ob gerade Karlsbad für Ihr Lei den ", er zuckt die Achseln und macht dabei ein so bedenkliches Gesicht, daß mir himmelangst wird.' Erbarmen Sie sich!" rufe ich, Herr " Mein Name ist " und er sagt so'n paar undeutliche Worte, aus denen ich Dr. Kochtizki oder so was heraus zu hören meine, wenn Sie gestatten. so entwickele ich Ihnen .jneinc Diagnose etwas näher." Ich nöthige ihn fast mit Leidenschaft, Platz an meinem Tische zu nehmen. und beordere beim Wirth eine Flasche Nothwein extra fein. derMann sieht mir für meinen Alltagskrätzer doch zu nobel aus. Und nun muß ich noch mal berichten. und er hört zu mit gespannter Aufmerksamkeit, sowie ich aber die Vorschriften meines Arztes erwähne, schüttelt er unwillig den Kopf. Er prüft meinen Puls, meine Zunge, legt die Hand auf mein Herz, dann redet er. Nach einer halben Stunde hat er mir bewiesen, daß Karlsbad mein Tod sei, und mich überzeugt, daß sein Verfahren mir in kurzer Zeit volle Genesung bringen würde. Zudem sei es billig, ich erspare die Reise und sei nicht gezwungen, mein Gut während der Ernte zu verlassen, was ohnehin schon zur Beruhigung meiner Gemüthsverfassunz merklich beitragen werde. Wenn Sie mir gestatten wollen," fuhr er mit geradezu bestrickender Liebenswürdigkeit fort, Ihnen eine kleine Anleitung zu geben, vielleicht gleich heute Abend? Sie könnten morf,en schon wieder zu Ihrer Frau Gemahlin zurückkehren, und mir würden Sie gewünschte Gelegenheit geben, mich sür Ihre liebenswürdige Gasifreundschaft" er wies auf den Rheinwein zu r.'vanchiren. Morgen mit dem ersten Zuge muß ich nach Berlin zu einer Eonsultatwn." Er nannte eine der ersten ärztlichen Eapacitäten der Residenz. Ich war entzückt von dem Manne und zu Allem sofort bereit. Die Nummer Ihres Zimmers?" fragte er mit gewinnendem Lächeln. Herr Luchow hat Nummer vierzehn!" beeilte sich der gerade eintret.'nde Kellner zu antworten. Schön!" sagte mein neuer Retter. Schaffen Sie also ein: kleine Wanne mit kaltem Wasser, sowie mehrere Lalen und Handtücher nach dort. Also, Herr Lüchow auf Wiedersehen! In einer Viertelstunde finde ich mich wieder ein!" Genau nach fünfzehn Minuten klopfte es an meiner Zimmerihür und der Naturdoctor trat ein. Er hieß mich entkleiden, während er zwei Riesenlaken in die mit Wasser gefüllte Wanne tauchte, sie ausrang und mit einem liebenswürdigen: Bitte, erschrecken Sie nicht. Herr Lüchow." so schnell um meinen nackten Körper schlug und mich dann fest und geschickt darin einwickelte, daß mir beinahe die Besinnung und die Bewegungsfähigseit völlig verging. Dann schlug er mir ein nasses Handtuch um Kopf und Schultern und schleppte mich mit unheimlicher Kraft auf mein Bett, wo er mir zum Ueberfluß noch den ganzen' Korper irnt einer fchier endlosen Bandage umschnürte, die er seiner Tasche entnommen. Zum Sckuß deckt: er mich mit dem Federbett fest zu. Ich war unfähig, auch nur eine Zehenspitze zu rühren; die ollen Egypter, die ich mal habe im Museum liegen sehen Minnen nennt man sie ja wohl schienen mir in demAugenblick wahre Hampelmänner im Vergleich zu meiner Bewegungslosigkeit. Gerade wollte ich meinen Mund $1 eine? Frage aufthun, da klatsch! nahm eine nasse Eompresse mir auch noch die Möglichkeit zum Sprechen! Alles das h?.te mein Peiniger in wenigen Minuten bewerkstelligt, während das hinreißende Lächeln nicht von seinen Lippen wich. Als ich nun aber völlig unfähig gemacht war, auch nur das leiseste Lebenszeichen von mir zu geben, wechselte der Ausdruck seines Gesichtes plötzlich. Er stellte sich vor mich hin, die beiden Hände in den Hosentaschen, und sah mich spottisch lächelnd an: Na. wie thut's. Freundchen? Ganz unschädlich jetzt, wie? Steht Ihnen großartig, die Verkleidung! Na, nun gestatten Sie mir mal, ein bischen Umschau zu halten!" Damit drehte er sich auf dem Absatz um, und ja, meine Herren zuerst verschwand meine prachtvolle goldene Ankeruhr in seinem Rock, dann untersuchte er meine Westentasche und entdeckte mit unheimlicber Geschwindigkeit auch ein Portefeuille, das für die Karlsbader Kur recht ansehnlich gespickt war. Auch dies verschwand. Dem Portemonnaie entnahm er einige Goldstücke, und während er sick noch eine Cigarre von mir anzündete, wandte er sich mit einem wahren Satansgesicht nach mir um: Ich lasse Ihnen genug zurück, um Ihre Rechnung zu begleichen und einen Wagen zur Heimfahrt zu nehmen. Sie sehen, Verehrtest!?, ich bin nicht bösartig! Zwa? von Naturheilkundc verstehe ich nicht allzu viel. Vo? laute? Langeweile las is. tuit Abend im Kneipp", den ich unten auf dem Tisch: des Gastzimme?- liegen sah. als Sie. mein Verehrter, ankamen. Sie erschienen mir sofort traitable und nach de? Zuvorkommenheit des Wirthes zu schließen auch c7n; reckt lukrative Persönlichkeit. Ich bin Men schenkenner, wie Sie sehen! Na, ganz nach der Regel habe ich di: nassen EinWickelungen nun wohl gerade nicht gemacht, aber ich hoffe, sie werden Jhne auch nichts schaden! Mein Herr,"
und er turtele mi! tadelloser Eleganz feinen Hut wünsche viel Vergnügen und guten Erfolg!" Damit öffnet: er di: Thüre und schloß si: hinter sich mit behutsamer Sorgfalt. Ja. da lag ich nun. Brauche ich Ihnen meine Gefühle noch zu schildern? In Gottes großem Thiergarten gab's wohl kein Exemplar, mit dessen Namen ich mich nicht liebevoll titulirte! Helfen that's freilich nicht. Nur daß mich nicht der Schlag gerührt hat in der Nacht, das begreif' ich heute noch nicht. Stunde auf Stunde hörte ich schlagen. Es ward ruhig im Gasthaus, dann mit dem ersten Morgengrauen wieder lebendig. Ich ze?ma?terte meinen armen eingewickelten Schädel, was ich denn eigentlich thun könne! Nichts, das wurde mir furchtbar klar. Warten mußte ich, bis man mich etwa vermißte! Und dann? Den Kerl verfolgen? Unnütz! Der war natürlich längst über alle Berge! Und zudem, meine Blamage würde ja dadurch nur offenkundig werden! Den Teufel auch, wie würde der Doctor zu Hause triumphiren, daß ich dem ersten besienSchwindler in die Hände gefallen, nur um ihm nicht zu gehorchen! Nein, das durfte nicht sein! Blieb also nur eins: gute Miene zum bösen Spiel machen! Zu diesem mannlichen Entschluß war ich endlich gekommen, als es plötzlich an die Thür klopfte und gleich daraus der Hausknecht Johann mit freundlichem Grinsen eintrat. Als er mich in meiner ganzen Hilflosiqkeit so daliegen sah, nickte er, als wisse er schon Bescheid. Der Herr Doctor mußten leider gestern! Abend noch abreisen berichtete er mit der gespreizten Geziertheit des Mecklenburgers, der sich fein hochdeutsch" ausdrücken will, während er sich mit einer Langsamkeit, die einem wie mich Gefesselten zum Rasen bringen konnte, anschickte, mich zu befreien, deshalb haben de Hä Doctor mich beauftragt. Hä'n Lüchow heut' Morgen,, aber nich vor 9 Uhr, auszuwickeln." . Damit entfernte er zuerst meinen nassen Maulkorb puh! War wohl 'n büschen lästig, wie?" fragte er teilnehmend. I Du Teufelskerl!" dachte ich. Ein sehr feiner Mann, der Ha Doctor," fuhr Johann unerbittlich fort. Trinkgelder hat's man so geregnet!" Von meinem Reisegeld. daß Dich !" und ich unterdrückte einen Fluch zwischen den Zähnen. Nachdem endlich die letzte Hüll: von meinem Körper gefallen, begann Johann plötzlich meinen Rücken mit einer Bürste aus Leibeskräften zu bearbeiten. Mensch, was machenSie denn da?" schrie ich. Nu. ich soll Ihnen ja doch tüchtig bürsten." meinte Johann phlegmatisch, ohne sich stören zu lassen. De Ha Doctor haben das so befohlen, weil Sie doch so geschwitzt haben würden." So. so." sagte ich scheinbar besänftigt. Innerlich kochte ich zwar vor Wuth, aber es galt nun einmal, die Rolle weiter zu spielen. Das Merkwürdigst: an der ganzen Geschichte aber war. daß ich mich eigentlieh, trotz aller Aufregung und allen Aergers, so wohl fühlte wie lange nicht. Johann," sagte ich nach einer Weile gönnerhaft. Sie sind doch wohl auch ein Anhänger des Wasserverfahrens?" Nee." sagte dieser abwehrend und vor Schreck über dies: Zumuthung in sein heimathliches Platt verfallend, nee, mit Water dürfen's mi nich lümmen. Min Olsch seggt alle Sindag: Vadding. wasch' di doch en beeten! Rut! brüll ick. rut! brüll ick. Keen wascht Hosen und FLß! (Raus! Keiner wäscht Hasen und Füchse!) Nee, det is nix för mi." Und er legte philofophisch die Laken zusammen. Aber Johann." sage ich empört. wie kann man so gegen Gesundheit und Reinlichkeit freveln! Sehen Sie mich mal an, ich fühle mich riesenhaft erfrischt, und ich würde Ihnen daher rathen " Nee, Hä Lüchow. nee, nee." wehrte er ab. dat is nix för mi. dat man blos für feine Herren, wat Eenen sin Uhl. iö'n Annern sin Nachtiqal." Ich sah ein. daß solchen Principien gegenüber nichts zu machen sei, und überreichte ihm ein Trinkgeld für seine Abreiberdienste. Zu meinem Erstaunen wies er es vornehm zurück. .De Hä Doctor haben schon AllenS bestens bezahlt." sagte er. Ein unglaublicher Kerl, dieser Ha Doctor"! Ich drang übrigens nicht weiter auf Annahme, da ich die geringe mir gelassene Baarschast zu schonen alle Ursache hatte. Dem Wirth gegenüber, der sich gleichfalls mit großem Interesse nach meinem Befinden erkundigte, pries ich das neue Heilverfahren schon in überschwinglicher Weise und bat ihn um seinen Kneipp". Jawohl," sagte er, das Buch kön nen Sie gern haben, Herr Lüchow. Ich les' so'n Zeug nie; wenn's Ihnen aber hilft, nu, ich wünsch' guten Erfolg. Wir haben gestern Abend noch mit, dem Herrn Doctor schnell vor seiner Abreise ein Gläschen auf Ihre Gesundheit .geleert!" Ich, drückte ihm gerührt die Hand. Meinen Empfang zu Hause zu schildern, erlassen Sie mir wohl, meine Herren! Diesmal weinte Alles vor Freude! Ich überzeugte mein: gute Frau bald von der Vorzüglichkeit deS Kneipp'fchen Verfahrens, denn von da ab lebte ich danach, und es bekam mir, wie Sie, sehen, großartig! I Schwere? wurde mir's schon, ihr das fehlen meiner goldenen Uhr cilauöhafj!
zu machen und den Verlust der 5)undertmarkscheine zu verbergen. Sie hat me höllische Spürnase, meine Alte! Aber sie war schon froh, mich überHaupt wieder zu haben. Die ganze Nacht hatte sie kein Auge zugethan, wie sie mir beichtete. Na, und bald darauf kam auch die Offerte und der Ankauf von Gülzow; da gab's viel zu überlegen und zu packen, und sie fragte nicht weiter danach. So. meineHerren. nun wissen Sie's, wie ich zum Naturheilverfahren und um meinen goldenen Chronometer gekommen bin; denn zur Strafe für meine Dummheit wollt' ich mir keinen neuen wieder anschaffen. Und dem Langfinger bin ich im Grunde dankbar. denn er hat mir den Weg zur Gesundheit gewiesen." Na. na," grunzte der Doctor. Ruhig, Doctor!" rief Lüchow. Seien Sie zufrieden, 'daß ich Ihnen mal Gelegenheit gebe, mich zu hänseln! Aber büösch reinen Mund bei mir zu Hause, hören Sie? Das bitt' sch mir aus! Und nun wird's wirklich hohe Zeit! Guten Abend, meine Herren! ViS nächsten Sonnabend!" Guten Abend, Lüchow!" Die Nacht vor der ZjinrZchtung. Von Peter Roscgger.
Herr Gefängnißaufseher! Herr Gefängnißaufseher! Bitte, bringen Sie mir dazu doch auch Messer und Gabel zu guter Letzt!" Darf ich nicht," entgegnet: der Genannte, das knarrende Pförtlein öffnend. Oder wenigstens eine Serviette!" bat der Gefangene. Darf ich nicht!" Dann nehmen Sie nur auch den Braten wieder mit,ich"habe keinen Hunger. Und der liebe Wein! Ein rechter Herztröster, wenn er früher wäre erschienen. Heute graut mir vo ihm. Herr Gefängnißaufseher, nur eine Minute schenken Sie mir, Sie sind auch ein Mensch und die letzte Bitte schlagen Sie mir nicht ab." Was wünschen Si: denn?" Nur ein Bänvel Spagat, oder so was. es ist leicht was gut. Bitte!" Darf ich nicht!" Schauen Sie doch. Morgen werd' ich ohnehin gehenkt. Den Tod hab: ich ja verdient, ich sehe es ein, aber die Nacht, die jetzt angeht, habe ich nicht verdient. Um Gottes Jesu Willen Leute! Leute! peinigt mich, nicht mit dieser schrecklichen Nacht vor der Hinrichtung. Nur diese Nacht schenket mir, rur die gräßliche Angst nehmt mir r?eg. ich bitte Euch beim gekreuzigten Heiland, ich bitte Euch!" Giebt's nicht!" antwortete d:r Aufseher und wollte fort. Der Gefangene fiel ihm in den Arm und flüsterte mit großer Hast:Sie bergeben sich jauichts. wenn Sie mir helfen. Es wird's 'Niemand erfahren. Nur dieses Stricklein da. mit dem Sie das Ofcnholz binden, vergessen Sie es, verlieren Sie es in dieser Zelle. Ich will ja nichts damit, will ihnen nur die Arbeit ersparen. Ich Hab's ja gelernt dahier, für mich Alles selber zu thun, so will ich auch das thun, ich brauche Niemanden dazu, nur das " Die Pforte war in's Schloß gefallen. der Gefangene wieder allein. Aber zum Guckloch schrie er es grell hinaus, daß es hallte im dunklen Gange: Wer giebt Euch das Recht! Das Leben mir nehmen, Ihr könnt es ja. das Gesetz sagt es und Ihr thut es. Aber mir gewaltsam das Leben erhalten, bis es Euch gefällt, mich schmachvoll abzuthun! Mir zu sagen: Morgen mußt Du sterben, aber es verhindern, daß ich's heute schon thue! Woher habt Ihr dieses Recht! Wenn ich den Tod verdient habe, so laßt mich doch gleich sterden! Ich wills freiwillig thun, und damit der Henker nicht zu kurz kommt, soll er Geld haben. Auch kann er den Kadaver an den Galgen hängen, damit sie Alle sehen, daß es seine Richtigkeit hat. Alles ist mir recht. Alles; wozu nur die Gewalt, wenn ich's ja freiwillig thun will! Habe ich getödtet. gut, so tödtet mich allsogleich. Wo steht es denn geschrieben, daß ich noch eine lange Nacht leben muß, weil ich,getödtet habe? Zum Tode habt Ihr mich verurtheilt, es ist gut, ich sage es noch einmal, doch mit welchem Rechte laßt Ihr mich nach der Verurteilung noch wochenlang leben? Mit welch' einem grausamen Recht. Das frage ich Euch, Ihr Herren! Kann denn nicht ein Herzschlag zuvorkommen und Euer Urtheil aufheben. Ich hatte getödtet. und Ihr hättet mich doch nicht gehenkt! Wenn Jhr's auf den Herzschlag ankommen lassen konntet, warum nicht auch auf die Selbsthilfe, die Eurem Urrqeil doch nicht zuwiderhandelt, im Gegentheil, die es ausführt! Durch Henkershand sterben, ich begreife es ja, daß Jhr's wollt, ui:d es hat einen Sinn. Aber zum Henker, wo ist er denn? Kann er's heute nicht eben fo gut thun wie morgen? Daß er doch endlich käme, diese dummeAngst vor ihm ist schrecklicher als er selbst. Hätte er es nicht schon vor sieben Wochen thun müssen? O Ihr mächtigen Herren, wie namenlos grausam seid I'hr. Das Urtheil lautet einfach, auf den Tod, und so hat's der König unterjcyrieben, und die Hinrichtung dauert höchstens fünf Minuten, wenn der Henker kein Stümper ist. Seit Ihr mir vor sieben Wochen das Urtheil g:fp:och:n habt, sterbe ich ununterbrochen. Das ist Euch aber nicht genug, die Todesangst muß noch verstärkt werden, bevor es zu Ende geht; also heute die gnädige Mittheilung, daß morgen früh sechs Uhr das Urtheil vollführt wird. Mein Opfer litt nicht eine Mi-
nute, Ihr Herren, nicht ein? Minute! Und Ihr ladet auf Euch solch: Schuld um mich! Sieben Wochen lang, und diese Nacht. Beim ewigen Richter beschwöre ich Euch, macht ein Ende!" So schrie er es hinaus, jedes Wort wie ein Todesschrei, im langen Korridor widerhallte es schauerlich, aber Die es hören sollten, die hörten es nicht. Als der Gefangene sich umwandte in seine düstere Zelle, sah er auf der Bank neben dem Lagerstroh den Vratenteller und das Weinglas. Da lachte er auf. Jetzt essen und trinken!" rief er aus seinem hohlen Lachen hervor. Sich einen guten Tag anthun in der letzten .Nacht! Ist es Bosheit von ihnen oder . Ja, wenn man sich mit einem halben Liter Wein betäuben könnte! Wenn man Das könnte! Doch es soll ja nur zur Herzstärkung sein, damit man hernach eine noch größere Qual empfinden kann. Wenn man denWein löffelweise nimmt, heißt es, foll er leichter berauschen. Ach. daß man zwei Arme hat und zehn Finger! Und Zähne! Und doch so hilflos sein muß! Wie viel gutes Blei habe ich verschwendet auf meinen Jagten! Wie viele Wesen getödtet. die gern gelebt hätten. Und mir ist nicht ein einziges Kügelchen geblieben, um meine rasende Angst zu dämpfen. Angst vor dem Henker! Es ist ja zu drollig, er thut doch nicht mehr, als was ich mir selber thun möchte. Ah, Schritte! Kommen sie schon? kommen sie? Nein, es wird der Priester sein. Wenn es sonst nichts ist, ich laß' danken. Meine Sünden hab' ich alle schon gebeichtet; jetzt könnte ich nur noch fremde beichten. Brrr, ein Schüttelsrost geht durch meinen Leib, Das sind fremde Sünden. Daß ich noch leben muß aus dem einzigen Grunde, um Todesangst zu leiden lauter fremde Sünden. Ich danke schön, für den Zuspruch, ich danke. Ich will andere Gesellschaft haben in dieser Nacht. Ist Das die andere Gesellschaft? Die Zeiten meines Glückes habe ich gerufen, daß sie mich zerstreuen sollten in dieser Nacht. Den Glanz, die Freunde, die Frauen, die Spiele und die Siege habe ich gerufen. Statt Dessen kommen andere Gäste. Aus den dunklen Wäldern auf mich her mit verglasten Augen die Rehe und Hirsche, die gefallen sind von meiner Hand; die Rebhühner, die Fasanen, die Auerhähne, alle umkreisen sie mich, diese verfluchten Todtenvögel, jetzt. Was? Gebeichtet wollt Ihr sein? Auch Ihr wollt gebeichtet und gebüßt sein? . Seit die Welt sieht, kommt Das keinem Jägersmann zu Sinn. Daß ich in ein paar Stunden an den Galgen kommen werde, blöken und schnattern sie mir zu. diese schrecklichen Gespenster Hinweg! Hinweg von mir! Wa seh'
ich noch? Menschengerippe! Arbeiter, Hörige, Bauern. Kinder, die verdorben und verhungert sind auf meinen reichen Gütern? Weiber auch! Was wollen denn die, wir sind ja quitt! Ihr habt den grünen Kranz verkauft, ich habe ihn baar bezahlt und wahrlich nicht gefeilscht. Abgedrungen, sagt Ihr? Ei. a,eht mir weg. wer's Euch nicht abdringt. Dem werft Jhr's selber vor die Füße es ist die alte Geschichte. Endlich ein Freund! Der von Monte Carlo! Der mit dem Mal auf der Stirn! Was willst Du von mir? Mich für den Zufall verantwortlich machen? Wären dieWürfel anders gefallen, hätt's mich getrofseit. Im Spiele gehts nicht anders. Aber Aladar, Du bist grauenhaft anzusehen. Aladar! Sei Du im Frieden und laß' ihn auch mir. Jetzt jetzt erscheint er selbst! Gras Ferdinand, der tödtlich gehaßt: Nebenbuhler! Einzig nur das Sterben dieser Kreatur wird mir angerechnet. Der Moment! wie er von meinem Dolche getroffen hinsank wahrhaftig, der war süßer als alle Liebe, die ich genossen, der war eines Henkertodes werth! Was willst Du, Graf, wir sind quitt! Wie? Die Hand relchest Du mir? Du allein? Du allein bist versöhnt. Du, an dem ich das Verbrechen begangen habe? Du, der Einzige von Allen, die m:ine Freunde gewesen! Sie schreien mir Flüche zu. Du "allein kommst. zu mir als Tröster in dieser furchtbaren Nacht. Du, der Ermor dete. von dieser meiner Hand Ermorbete! ... Nun ist es klar. Den einenMord sühne ich jetzt und er ist gelöscht. An des Todes Psorte steht der Erschlagene, mich liebreich zu empfangen. Alles Andere habe ich nicht gebüßt. Darum die Angstund Qual. Und Gerechtigkeit ist's, daß ich mehr leide als den Tod, daß ich ihn hundertfach leide. Denn hundertfach habe ich getödtet. Ich sehe es jetzt: der Mensch muß büßen für alle seine Uebelthat, sei sie nach dem Gesetz: strafbar oder nicht Ich habe viel gesündigt. Du mein gerechter Gott, ich habe viel gesündigt! Nach Deinem Rathschluß will ich in Demuth leiden undsterben... Herr Gefängnißaufseher! Herr Gefängnißaufseher!" rief er mitten tin der Nacht. Wünschen Sie was?" schnarrte de? Gerufene zum Guckloch herein. Von Herzen bitte ich um den Priester." Wird erscheinen." Und wie viel ist es an den.Uhr?" Punkt zwölf.Gott sei Dank, noch sechs Stunden Zeit!" Rennomage. Fräulein: Wie kommt es, daß Ihre Jagdtasche so furchtbar nach Thran riecht, Herr Varon?" Baron: War doch kürzllch im hohen Norden auf Walfischicfid gewesen!"
Trauen als Gesttzgeber. Die Legislatur des Staates Eolo rado ist in unserem Lande die erste gesrtzgebende Körperschaft, welche Frauen zu ihren Mitgliedern zählt. Das Gefetz von Kansas gibt dem weiblichen Geschlecht das Recht zur Bekleidung von Municipalämtern und mehrere Frauen haben solche innegehabt; in Wyoming besitzen die Frauen seit Iahren dasselbe Stimmrecht wie die Männer, doch haben sie bisher noch keine Mitschwesier mit einer legislativen Mission betraut; in Colorado traten die Republikaner für die Gleichberechtigung der Frauen ein und nachdem dieselbe erlangt war, wählten sie auf ihrem Ticket die Frauen Francis Klock, Carrie Holly und Clara Cressingham in d'e Legislatur.
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MS Frau Francis Klock. Von diesen drei Gesetzgeberinnerz verdient Frau-Francis Klock an erster Stelle genannt zu werden. Sie ist eine würdig: Matrone von ernstem und gemessenem Wesen, welche ihrer vorzüglichen Charaktereigenschaften wegen allgemein geschätzt. wird. Frau Klock ist in Lee. Berkshire County. Mass.. geboren, stammt väterlicherseits von jenen kernigen deutschen Pionieren ab, welche das Mohawk - Thal der Civilisation erschlossen. Schon vor dem Bürgerkriege reichte sie ihrem Gatten, der den Reparaturwerkstätten der) Ris Grande - Eisenbahn zn Denver als Meister vorsteht, die Hand zum Bund sür das Leben. W Frau C a r r i e H o l l y. In manchen Beziehungen ein Gegenstück ihrer vorgenannten Colleain ist Frau Carrie Holly, welche von Pueblo in die Legislatur gesandt wurde. Voni quecksilbernem Temperament hat diese Frau, die in New York als Tochter des Richters William W. Holt geboren wurde, seit Jahren an der Frauenbewegung einen activen Antheil genommen. Sie ist mit dem Richter Holly verheirathet, den Lincoln -an seinem Todestage zum Mitglied des Territorial - Öbergerichts ernannte. Frau Holly hat literarische Ambitionen. Wie sie selbst sagt, geht ihr Ehrgeiz dahin, eine gute Rede zu halten und einen guten Roman zu schreiben. Den HausHaltungspflichten kann si: keinen Geschmack abgewinnen. Frau Clara C r e s s i n g h a m. Die Dritte im Bunde ist Frau Clara Cressingham. eine Tochter der Stadt Brooklyn. N. F., welche mit ihrem Gatten nach Denver zog. als dessen Gesundheitszustand zuBefürchtungen Anlaß gab. Frau Cressingham ist eine tüchtige Rednerin und von einer bemerkenswerthen Activität als Gesetzgeberin. ohne ihre Pflichten als Hausfrau hintanzusetzen. UnsereGigerln. Sag', Gusti, weißt Du. wo man die Handschuhe nach der neuesten Mode träqt?" Im Gilet?" Nein!" In der äußeren Brusttasche?" Nein." Oben am Hutband?" Nein." Unten in der aufgeschlagenen Hose?" Nein." Na, ws denn?" In den Händen!" So eine verrückte Idee!" . .Gut ausgeredet. Du hast von Fräulein Jda 'nen Korb bekommen?" Rittmeister: Ja, das Glück kam ihr zu plötzlich!" Diese Frauen. Erster Herr: Warum bist Du so niedergeschlagen?" Zweiter Hert: Denke Dir, der Arzt empfiehlt meiner Frau, sich mehr Bewegung zu machen d nun war sie beute schon in fünf Modemagazincn, um Bestellunzen zu ma-
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