Indiana Tribüne, Volume 18, Number 183, Indianapolis, Marion County, 22 March 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne.

Erschemt Taglich.mld SountagS. Die tägliche .Tribüne' kostet durch den Träger 15 Cents per Woche, die KonntagZ.Tribüne' I fiext per Woche. Beide uf anrate 15 Cent der C3 SentS per rkonat. Per Post außerhalb der tadt ingeschickt i Vorausbezahlung V per tZahr. Gfnci 18 Süd Alabama Zitate. Indianapolis, 2nd., 22. März 1895. lOrigknal'?orrtspodng.) Streiflichter von der Gartenstadt. Chicago, Mitte März. Donnnbomben . . . doch ich will den fürchi:rlichen Fluch nicht vollenden, schon weil er absolut nicht nützen kann. Aber zu verwundein ist es wahrlich nicht, wenn ein noch nicht ganz und gar stock-Yards-oder aldernianmäßig abgebrühter Mensch in Flüche ausbricht, bei dem Gedanken an die haarsträubenden Dinge, welche , in allerjüngste? Zeit im gartenstädtischen Geinernwesen, vorze konunen find. Als ich meinen letzten Brief an Sie dem rothen Kasten anvertraute, - da träumte ich so wenig, wie anderthalb Millionen anderer Sterblicher 'davon, daß unmittelbar darauf Se. Ehren Bürgermeister Hopkins, der stets getreue Ritter Georg der Windstadt, mit dem zionwärts gekehrten Antlitz", unter den dringendsten Verdachts-Jn-dicien 'bezichtigt würde, höchst eigenfüßig in das Lager oer Budler und Grabsche? übergegangen zu sein! Es ist zu erschütternd, um ohne Weiteres geglaubt und zu naheliegend, um ohne Weiteres geleugnet zu werden, daß die.se llerleZzte Citadelle der öffentlichen Chicagoer Ehrlichkeit gefallen. Im Uebrigen ist es hier schon fei! Monaten Brauch geworden, jeden Act eines im öffentlichen Leben stehenden Mannes, absolut jeden, als von dieser ode? jene? Seite gekauft 'hinzustellen, dermaßen, daß man schon der allergewiegrests Kenner der, Verhältnisse ror u n d h i n t e r den .Coulissen .sein muß, um zu wissen, wie man eigentlich 'dran ist, und natürlich machen 'sich .die öffentlichen Spitzbuben diese Veuvorrenheit erst recht zunntze. .Es ist ein Treiben, ungefähr wie 'das mehrerer Kriegsheere, welche in Nacht und Ne bel, bei völlig aufgelösten Fronten, gegen einander kämpfen. Allein dieselbe Parole auSschreien,' und. auf . Freund und Feind schießen! . Unter solchen Umständen werden Sie es' mir sicherlich nicht verdenken,, wenn ich eine Zeitlang die Verwaltung der,Ez-Weltaus-stellungsstadt, , einschließlich ihrer schmutzigen und .zerklüfteten Straßen, und alles Anderen, ganz und gar aus dem Spiel meiner : Feder . lasse? sonst müßte sich die Feder immer im Kreise drehen nach der Melodie: .Das neue. Lied, das neue Lich Von dem ve?s--z:en" Fahnenschmied, Und wer.das'Lred nicht weiter kann. Der fang' 'es wieder . dornen an. Das neue Lied, das neue Lied" u. s. w. Mit der .Zeit wird, sich' ja wohl der Rauch vom . Schlachtfelde verziehen, aber ich' fürchte, .'dann liegenldie tappe-' ren Landsoldaten alle blesilrt amBoden. Lexow, wann wirst Du der Gartenstadt erfcheinen, wie Du New Fork erfchienenj -bist? - Leider bietet auch das Kleinleben der Gartenstadt nicht viele erfreulichere Vllder. Ich habe, zwar, meinen Guckkasien in den letzten vierzehn Tagen wieder ziemlich gefüllt, und ich kann nichts dafür, daß die Bildchen meistens Frafcen sind, immerhin dürfte es Sie interesstren, einige derselben an der pa pierenen Wand vorüberspazieren zu sehen. Lassen Sie mich sofort mit etwas Reizendem beginnen, . und was. gäbe es Reizenderes, als die Füßchen der Chxagoer Damenwelt? Die böse Welt hat jimme? behauptet, dieselben feien merschtendchls" groß 'genug, .daß ihre Vesttzerinnen im Nothfall mit. ihnen wie Gondeln über den .Miansee - segeln konnten. . Da. ist .nun' ecne patriotische Dim:MseumZfirMa--auf den her? lichen Gedankengekomme'n,' so recht.augenfällig unk 'unzweideutig arz'uthun, daß dies-eine, der. schnödesten Verleumdüngen des 19.Jahrhunder!s ist. . Zu diefem Behufe verankstaltet sie in ihrem grandiosen Sroschenmuseum änTlarkStr. eine 2 r i 1 6 rj"-Sch L n h e i tsF u tz .u's ft e l lung. 'Zwanzig jnnge Evastöchier aus allen-Weilen'der Stadt",., in entsprechendel!oftüme. gekleidet, lassen 'dort ihre classischen kleinen Füßchen ohne heuchlerische Verhüllungen sehen und 'die 'ällerniedlichsten Retterinnen des. Rufes ,de? -gartenstäd-tifchen Schönen erhalten 'goldene Preise. Wie Sie sehen, hat auch hierorts die Verrücktheit übe? Du MaurrerS Men-schenmodell-Roman eine ziemlich hohe Stufe erreicht. Der obige Gedanke ist übrigens so großartig,' daß man sich wundern kann, 'daß er nicht schon wäh ?end de? Weltausstellung in einem Chicagoe? Unte?nehme?-Gehi?n aufgeleimt ist. -Da wäre er erst. unbezahlbar gewefen! Und am Midway Plaisance" hätte . sich gewiß noch , ein - Plätzchen zu seiner Verwirklichung - gefunden. Wennman nur -gemru 'wüßte, ob daZ Chicagoerthum 'diese? Fuß Schönheiten auch-ganz .echt ist! Schon so oft hat Chicagoer Vlutl erotische -Rollen spielen müssen - (erst' kürzlich '.landete"in eine? hiesigen Polizeistation eine ursprüiglich on der grünen Insel abstammende ..-Schnapslise, die während der Weltausstellung einer.der orientalischen Tänzerinnenin- der Straße von Cairo". gewesen wär!) 1aßSnur ganz natürlich' wäre auch einmal um-' gekehrt Auslärderinnen :n'n Chicagoer Rollen auftreten zu lassen, zur höheren Ehre des .Localpatriöti5mus. Doch ich ' will ja geri? glaubendaß es unter den Evastöchtern der budelgerittenenWindstadt zwanzbz-und noch einige darüber gibt, deren Pedale nichtüber das allgemein Menschliche hinauIrägen. :v . Das besagte. DimeMuseum tbate

uöNgenS gut, leine zarte Rücksicht aus das Ewig-Wäbliche nicht blos auf diesen einen Punkt uszudehnen. Die Menge scheußlicherRiesensratzen. welch: die Straßenseite dieser voltsbildenden Anstalt von unten bis oben zieren und schon von Weitem den harmlosen Straßenpassanten andräuen, sind das Greulichste und Geschmackloseste, was mir in dieser Art innerhalb der Ver. Staaten bis.jetzt vorgekommen, ist, und ich möcht: keiner werdenven Mutter rajhen. 3ii vorbeizugehen. Sievcnbei bemerkt, hat auch die schwarze Chicagoer Damenwelt, die ja auf der Südseite recht zahlreich ist,' einiges Anrecht darauf, neben der wei ßen nicht ganz unbeachtet zu bleiben. Was denken Sie z. B. von einer Stra-ßenräuber-Bande, die aus lauter wollköpfigen Damen besteht und mit großer Verwegenheit die Herren der S öpfung mit und ohne Polizei-Uniform bekriegt? Diese Attraction dürfte Chi-, cazo nur mit sehr wenigen andern nordischen Städten zu theilen haben; sie wäre sicherlich auch würdig, im .Dime"-Museum zu glänzen, nachdem jene .Trilby-Schönheitsausstellung den Reiz der Neuheit verloren, haben wird.'. Doch ich -will-Ihnen, auch etwas wirklich. Gute's von .Neu-Variser Da'-' men erzählen. - .Es hat sich hier jüngst ein Verein, gebildeter -. wahrhaft gebildeter Frauen organisirt, welche des Schuk der VLoel w-rZsam r6rr

u. der. noch, immer ziemlich verbreiteten Manie ür. Bog elleichen auf Damenhüten den Garaus machen wollen. Alle Anerkennung für diesen Äeweis edler Gesinnung, und guten Gefchmacks! ES fehlt jetzt nur noch, daß sich in Chicago auch ein Frauenverein zur endgiltigen Ädschafsung, oder wenigstens, zertwemgen, Abnahme, der Theater-Thurm-' hüte" bildete, und . dann könnte die Chicagoer Damenweilt akter all", mit kleinen oder großen Füßen, als eine der. leuchtendsten Vertreterinnen amerikanifcher Weiblichkeit in das zwanzigste . Jahrhundert hmeinschreiten..Aber davon liegt noch nichts in den Lüften. .- Wenn Sie sich mit recht billigen Frühlingstleidern versehen wollen und in den Besitz eines .Eisenbahn-Freibil-letes.. kommen können, dann rathe ich Ihnen jetzt dringend zu einem Besuch in de?Ga?tensradt. Hier kann ich Ihnen Plätze nachweisen, wo Sie einen vollständigen neuen Adam" für 51.75 anziehen und. behalten können! Doch würde ich Ihnen empfehlen, 'den Anzug sofort wieder einzupacken und erst nach Ihrer' Heimkchr , wieder . anzulegen, sonst können Sie sich bis dahin nicht einmal 'bei 5Qht - mehr ; damit . sehen lassen. . Uebrigens. können .Sie ja spaterhin den Anzug auch noch'auf Maskenbällea - verwenden . - und brauchen dann nur noch die Maöke dazu zu kaufen; f o billig b o,r g t Ihnen noch nicht einmal ein 'Maskenverleiher, einen Anzug, der cmch . etwaö' Effect machen sll. .. , ' , Dagegen hat es miteinem anderen billigen Genuß ein trauriges Ende genommen. Ich habe -Ihnen seinerzeit von-dem 'Krieg zwischen den Wäschereien auf der Nordseite, dem Chicagoer Kleindeurschltnd". . geplaudert. Es kam so -weit, daß man für, lacherlich gerinaeS Geld siÄ nickt nur ''die WeißWäsche. verjüngen' lassen,, sondern sogar auch yeatervillete geschenit verommen oder sich gratis Photographiren lassen konnte, und was der werthvollen Prwilegien mehr sind. . Aber .jüngst M fiel ein Reif in der Frühlingsnacht", da bildete sich nämlich, über. Nacht ein furchtbarer Wäschereien-Trust",' und alsbald wurde . nicht blos der Wegfall aller -jener schönen Vergünstigungen, sondern auch vor Allem ein Hinaufschrauben der Preise um 250 Procent auf einmal angekündigt, und dies soll noch nicht Las Ende sein! ArmeNordseite, es ist noch ein Glück, 'daß die schlitzäugigen Himmelssöhne mit dem musikalischen. Namen noch da sind. -Die g'eßen schon etwas Wasser m das allzuhoch auflodernde Syndicats-Feuer. Bis Sie diesen Brief, zu lesen bekoinmen, ist auch der, Chicagoer St. Pat-ricks-Tag - Rummel - '. wieder' glücklich Überstauden. ' Lrüher ging es urde? Gartenstadt .dabei ganz besonders toll und gefährlich her; feit 1833 aber .ist ran,esMnlaute?.gen)Jrden!'.DaZ eine Guthat ;die. traurig-possenhafte Cro ninMordgeschichte . doch gehabt. I. R. Mängel-der französischen OZarlne. Bei den..uötzt fertig gestellten Schlachlschiffen der französischen Marine haben sich so große Mängel gezeigt daß ihre Verwendbarkeit für den Krieg, in ihrem jetzigen Zustande von Sachverständigen : ernstlich : bezweifelt wird.' -'NeuerdingS'beschäftrgt sich die französische. Presse befonderS mit dem seiner Vollendung entgegen gehenden Schlachtschiff erster Klasse. Brennus-.' Panzerschutz und Armiru.ig, wis.auch die .Seeeigenschaften werden im Gro ßen und Ganzen gerühmt, doch' kommt besonders der letzte Punlt um so weniger zur Geltung, als daS Schlacht schiff infolge, seines ge?inaen Kohlen ZsslMgSvermogenS etnerd',zunverhältnißmäßig kleinen ThätigkeätZkreiS be sitzt und deshalb-"ehezrd.' den Küsten! Vertheidigern sl zu.den panzern gerechner'werdenIiuß. Die ge sa?nmtehlnladung.b6au5t''sich! auf nur 660lTonnen. rn-'welcher -HaS Schiff bei. natürlichern Zug und 'gan zer, Kraft fünf bis, sechs Tage in 17 Knoten Fahrt nur' wenig über 2200 Seemeilen.durchdampfen kann. Diese Leistung kann eS aher auch nur in dem Falle ' wagen, wenn eS sicher ist, am Ankunftsorte Kohle einschiffen zu kön nen. Eine nöch.größere Tragweite er hält dieser Uebeistand durch die Thatsache, daß das' Schiff trotz" dieser geringen Kohlenfassung schon überladen ist und zwar um ziemlich 400 Tonnen. Soll es mithin auf normale Tauchung gebracht? werden, so muß daS Schiff auf drei.. Viertel feines. Heizmaterials rxrzich!enXrmd vranrit aü. feine Stel-' luna alZSHlÄfchiss'erfter Klasse.

Mnen merkwürdigen zorfau oe: ven Stabilitätsproben" im Hafen von Brest erzählt La Marine fran?aise": Mittels Ballast brachte man den .Vrennus" auf 7 Grad Krängung (unter Krängung" Ersteht man die Neigung desSchiffes nach einer Seite), wie es bei fahrten mit ganzer Maschilnenkraft durch Anbordlcgen des Ruders hervorgerufen wird. Hierauf wurde die Hauptbatterie, bestehend aus drei 34 Centimeter - Geschützen, von welchen zwei im vorderen Thurm un iergebracht sind und eins im achteren, senkrecht auf die Kiellinie nach 'der Seite der Krängung gebackst. Das Schiff migte sich hierbei in einer Besorgniß erregenden Weise, so daß die Commission es sür gut fand, anzuordnen. die Geschütze sofort wieder in die Mittelstellung zu backsen. Die Krängung war jedoch zu groß, und die artilleristischen Hilfsmaschinen hatten nicht mehr die Kraft, die Geschütze zu bewegen; das Wasser drang bereits durch die Lancierpforten ein, als man auf das Auskunftsmittel verfiel, 150 ZNann auf die der Krängung abgekehrten Bordseite zu entsenden. Dies genügte, und die drohende Gefahr wurde von dem Schiffe abgewendet. ' Die erwähnten Mängel sind der Aufmerksamkeit des Bauleiters natürlich nicht entgangen, und man bemüht .sich augenblicklich eifrigst, durch mögWichste ' Gewichtserleichterung dem 'Schiffe mehr Kohle zu geben. Nicht

uninteressant scheint der Vorschlag, den ,zur Aufnahme von Wasserballast eingerichteten Doppelboden, deS Schiffes mit Petroleum zu füllen und die Kes'sel für Naphthaheizung einzurichten, 'eine Idee, welche , soeben in Rußland zur Thatsache wird. Die russische Ad. miralität hat sich zur Einführung deS stZetroleums als Heizmaterial auf. den 'Kriegsschiffen, entschlossen, und die , neuen gepanzerten Kreuzer Rostifov .und Rossia" erhalten dafür hergerich'tete Keffel. Wie die französische Admiralität Wm Brennus" der vorliegenden Schwierigkeiten Herr werden wird, darf man mit Spannung erwar'lten: vor der Hand ist daS Schiff in Brest eingedockt, und man hat mit dem . Abtragen feines Oberdecks bereits begönnen; auch der achtere GefechtSmast , fall entfernt werden. - Die Kasse deS BoulangiSmuS Die Frage nach der Herkunft der Mittel für die Boulangistenbewegung, über die im Laufe der Zeit fehr viele Tinte vergossen wurde, ist jetzt als gelöst zu betrachten. Die Herzogin von Uzes hat nach einerBegegnung mit dem Grafen von Paris.die in Coblenz stattgefunden, drei Millionen Franken zu den Kosten dieses Feldzuges beigesteuert, und zwar wurde ükr diesen Zuschuß tm notarieller Vertrag aufgenommen, in welchem der Graf von Paris sich für seine Person und für seine Erben zur Rückzahlung dieser Summe verpflichtete, sobald die Famllie wieder den französischen Thron bestiegen haden würde. Die Urkunde, die vom Prätendenten, dem Herzog von Chartres, und einer Anzahl Häuptlinge der Monarchisten, auch an letzter Stelle von Arthur Meyer, dem Leiter des Gaulois", unterzeichnet war, liegt bei dem Vankhause Coutts. in London in Verwahr. Die . drei MMonen der Herzogin flössen in die Kasse der sogenannten Parallelaction des Voulangismuö. Seinerseits stellte der Graf von. Paris, wie. Herr Arthur Meyer nachträglich mittheilt,- später, am Vorabend der Wahlperiode.weitere vier Millionen zur Verfügung eines großen Wahlausschusses. Dieser Ausschuß blieb in seir.em .Wirken ausschließlich conservatiö. Senatoren und . Abgeordnete waren seine Mitglieder, seines Thätigkeit 'beschränkte sich auf die Wahlen, und der inzwischen ' verstorbene Graf. Martimprey war sein Vertreter . auch , Außen. Es wird neuerdings wieder .'behauptet, der Graf von Paris habe selbst nur L00.000 Franken verausgabt, und" die vier Millionen seien ihm von einem bekannten Finanzmann zur Verfügung gestellt worden, allein Meyer erinnert daran, daß diese Angabe' seinerzeit bereitZ durch den Prätendenten zurückgewiesen wurde. Nach dem Tode des Grafen von Paris fand der Herzog von Orleans unter den Papieren seines Vaters die sämmtlichen Urkunden über seine politischen Schritte. Sobald er von dem Vertrag mit der Herzogin von Uzes Kenniniß erhalten, beeilte er sich, ihr zu schreiben, daß er die Schritte und die Verpflichtungen seines VaterS in Ehren halten halte, sich nie erlauben würde, sie in Erörterung zu ziehen, sondern eS sich zur Pflicht mache, die RllckzahlungZ-' Verbindlichkeit zu achten und ihr feine Unterschrift hinzuzufügen. Erbedaure mir, daß seine Verhältnisse ihm nicht gestatteten, die Summe sofort abzu. tragen, der Herzogin zu zeigen, wie sihr eö ihm am Herzen liege, den Verpflichtungeri feines Vaters nachzukommen. und ihr seine Erkenntlichkeit zu bezeigen für die' Opfer, die sie selbst'gebracht habe, um in ihrer Weise der mo narchistifchen' Sache zu dienen. Er hoffe, mit Gottes Hilfe eines Tages in der Lage zu fein, es nach den Bestimmungen deS Vertrages thun zu können. Falls er aber früher da,u im Stande sein' sollte,' werde er sich beeilen, diese Ehrenschuld zu-tilgen. Die Herzogin von UzeS erwiderte mit dem Ausdrucke des DankeS für die Ehre, die ihr der Herzog erzeige durch diesen Beweis sei ner Treue gegenüber der von ihm vertretenen Sache, die ihr werthvoller sei als die Bestätigung, die er der Schuld ertheilen zu müssen glaube. Sie sei nur zu glücklich gewesen, das zu , thun, vaZ sie zum Besten des Vaterlandes und der Sache, der Monarchie gethan. m Uebrigen würde sie nie von dem Prinzen die Rückzahlung der Summe vor der festgesetzten Zeit annehmen, und auch dann nur zu glücklich fein, zu Gunsten der Armen darauf zu. verzichten.wenn .sie .dadurch diesen Zeitpunkt beschleunigen tonnte, um so den'Seaen

otteS' auf dke' Sache, die ihr fo lyeüer fei wie Frankreich selbst, herabzurufen. Die ehrlichen Anhänger der Republik werden diese Eröffnungen mit stillem

Behagen vernehmen. In den zwei stür- ! mischen Jahren des Boulangismus sind die sieben Millionen des Grasen von Parls und der Herzogin von Uzes geschmolzen wie Schnee in der Sonne. Zurückgeblieben ist nichts als die unerquickliche Erinnerung, eine allgemeine starke Vergröberung der politischen Sitten und außerdem ein sichtbar Häuflein politischer Klopsfechter in der Presse und in der Kammer, die sich in den bewegten Zeiten mit Unterstützung der boulangistischen Kriegskasse einen gewissen, wenig beneidenswerthen Na men gemacht und seither mit Beschimpfung, Verdächtigung und wilden Angriffen auf Personen und Parteien daheim und gegen die Nachbarstaaten in der Runde eine kleine.neuerdings etwas abnehmende Schreckensherrschaft begründet haben. Nach den Erfahrungen dieser Jahre und den Enthullungen über Boulanger, die Boulangisten und den ganzen Feldzug wird sich wohl sobald keine milde Hand mehr aufthun, die für ein ähnliches Unternehmen' freigebig mit Millionen ist Für die Ruhe des Landes und das Fortbestehen der heutigen Staatsform ist das in hohem Grade erwünscht. Auch kann es nicht schaden, daß der Herzog von Orleans, der ja persönlich mehr Unternehmungsgeist bekunvet, als die übrigen Angehörigen der Familie Ludwig Pyilipps, einstweilen kein großes Vermögen zu besitzen scheint. Eine wirkliche Gewähr für sein ruhiges Verhalten ist allerdings damit nicht geboten, denn Napoleon III. war in seinen Prätendententagen sehr viel ärmer. Eine Wiederherste'ng der Monarchie auf Actien wäre vielleicht eines Tages nicht aus geschlossen, allein es müßte doch bis dahin noch viel Wasier die Seine, hinab rinnen. Heute ist man sehr abgespannt, nicht zu idealem Aufschwung geneigt, ganz frei von Opfer- und Wagemuth. aber sehr zum Rechnen angelegt. Jugenvttcne unyolve. In dem Proceß gegen eine Bande jugendlicher Verbrecher, in welchem da? Gericht zu Naumburg in Sachsen soeben sein Urtheil gesprochen hat. ist ein wahrer Abgrund der entsetzlichstenVerkommenheit enthüllt worden. -Ein-in der dortigen Corrections und Landarmenanstalt untergebrachter junger Mensch, Namens Breche!, war im Juli v. I. zu vierjähriger Gefängnißstrafe verurtheilt worden, weil er einen Kameraden. Namens Schorf, im Verlaufe eines Streites mit seinen Hosenträgern erwürgt hatte; zwei andere Insassen der Anstalt, die 17jährigen Junge und Hoffmann, waren gegen' Breche! als Zeugen aufgetreten. Gegen' Ende deS Jahres wurde wieder ein jungerMenfch in der Anstald erdrosselt und Junge, Hoffmann sowie zwei andere Zöglinge der Anstalt, Möbus und Blankenburg, bezw. 16 und 15 Jahre alt, wurden verhaftet. Junge und Hoffmann legten nun das Geständniß ab, daß sie s. Zt. in dem Gerichtsverfahren gegen Breche! falsch geschworen, hätten, . und bald darauf, als sie alle vier processirt werden sollten, erklärten sie, daß die Tödtung SchorssS ein geplanter Mord qewesen sei. .Breche!, dem jugendlichen Bösewicht, war die straffe Zucht in der Anstalt zuwider, er wollte lieber in das Gefängniß gebracht roerden. und daher gab Junge ihm den Rath, den Kameraden Schorf, der nur ein klei nes, schwächliches Bürschchen war, zu ermorden. Breche! wollte erst, nichts davon hören, später ging er jedoch auf den teuflischen Plan ein und versuchte nun bei der ersten Gelegenheit, Schorf zu erwürgen, ließ jedoch von seinem Vorhaben, wieder ab, obgleich Junge ihm immer von Neuem Muth zusprach, indem er meinte: Er ist. schon ganz blau im Gesicht." Am' nächsten Tage erdrojjelre dann Brechel, von Junge wieder aufgestachelt, den Schorf wirklich, wahrend Junge dessen Gesicht mit einem Tuch bedeckte, weil Breche! eS nicht sehen wollte. Die zweite Mordthat war ebenfalls von Junge angezettelt. Er gab den beiden Kameraden MöbuS und Van kenburg, welche auf irgend eine Acife aus der Anstalt fortzukommen fugten, denselben Rath, den er früher schon Breche! gegeben hatte, und ein Käme, rad, dessen, Nachtlage? zwischen dem der beiden Verschworenen war, wurde alS Opfer äuöerfehen. ' Während der Nacht stand nun MobuS von seinem Lager auf und legte, ohne daß daS in festem Schlaf liegende Opfe? envachte, fernen Hosenträger um den HalS .deS .letzteren, .Jetzt hielt MöbuS daS eine .Ende .deS Hofentragers , fest, wahrend Blankenburg daS andere Ende 'immer fester, und fester anzog, bis. daS' Opfer todt war. . tL 4 tf Vas urlvel! oes )er:azls iau:ele gegen Junge und Möbus auf je 15 Jahre Gefängniß, ' Blankenburg wurde zu' 12 und Hoffmann zu'2 Jahren. Gefangniß. verurtheilt. . Auch - Brechel wird noch einmal processirt werden, dieömäl aber unter der Anklage des Mordes. ,' : Unter Soutrole dtö Schatzamtes. Nach eingehenden Be?athung'en un in völliger Uebereinstimmung mit den Secretaren Carliöle und Herbert hat Präsident Cleveland beschlossen, in den Maßnahmen zum Schutze der Pelzrob ben durchgreifende Aenderungen . ein treten zu lassen, und sind bereits die einleitenden '.Schritte .' hierzu gethan worden. Noch während - der - letzten Saison war daZ Marine Departement mit der Ausführung der Bestimmungen des Parisern UebereinkommenS betraut, und hatte dasselbe unter i dem Okrrbefeh! :i Commander Clark ein ewö -den :. Kriegsschiffen : Concord". .Petrel". Marion", Adams" - und .Alert-' sowie vier Kuttern bestehendes Geschwader in dem BerinaZmeer Natio .Hirt,' in der kommenden.-Sajson dage'a:n 'werden nur-vier Äollkutter und 1 5war Sea?". .Conoin". .Rulk" und

Perry" dortselbst Patrouillendienste thun; die betreffende Ordre ist bereits erlassen worden Der englische Botschafter Sir Julian Pauncefote' ist hiervon, in ofsicieller Weiseln Kenntniß gesetzt worden und seine Regierung

entsprechend noksicirt; wie es heißt. wird die Letztere in der kommenden Saison nur ein einziges Kriegsschiff nach dem Behrmgsnuer oeordem, während sie im Vorjahre dortselbst drei stationirt hatte. Es wird allgemein angenommen, daß die absolute Unmöglichkeit, unter den Bestimmungen des Pariser Vertrages der Ausrottung der Pelzrobben in wirksamer Weise Ein halt zu thun, zwischen den Ver. Staaten und England ein Uebereinkommen hat zu Stande kommen lassen, dem zufolge der Patrouillendienst auf die Gewässer in der nächsten Nachbarschaft der Pribylow - Inseln, wo die größten Heerden der Pelzrobben zu finden sind, zu beschränken ist, auf dem offenen Ocean will man aber die Robbenjäger . ungestört ihr Wesen treiben lassen. Zu der Modification des Patrouillendiensteö hat der Bericht deS Assistentfecretärs des Schatzamtes, Hamlin, welcher im verflossenen Sommer die Pribylow Inseln besuchte," nicht wenig beigetragen. Er wies darauf hin, daß die Zollkutter sich viel besser dazu eignen, in der Umgebung der Inseln auf die Robbenjäger Jagd zu machen, und daß bisher die meisten Beschlagnahmen von dieser Art von Schiffen ausgeführt worden sind. Nach Ausweis eines dem Secretär Sresham zugegangenen Berichtes ist im verflossenen Jahre eine bedeutend großere Zahl von Robben erlegt- worden, als ursprünglich angenommen, nämlich ca. 140.000 Stück, und von diesen sind die meisten auf den Londoner Markt gekommen. Unter den Besinnmungen des Pariser Vertrages dauert die Schonzeit vom 1. Mai bis 1. Juli und während derselben darf die ?cobbenjagd nur in bestimmten Gewässern ausgeübt werden. Innerhalb eine? 60 Meilen breiten Zone von den Pribylow - Inseln ist das Todten der Thiere überhaupt verboten worden. . Nun haben aber erfahrungsgemäß die Robbenjäger mit ihren Beutezügen bis zum August und September, in welchen Monaten sie keine Belästigungen mehr zu fürchten hatten, gewartet, und deShalb empfahl Secretär Grefham dem britischen Botschafter, seiner Regierung gewisse Modifkationen deö Pariser Vertrages in Vorschlag zu bringen; Bescheid hierauf ist aber noch nicht erfolgt. -Ob die Beschränkung des Patrouillendienft:s auf die Pribylow-Gewässer den furchtbaren Verheerungen, welche die Robbenjäger unter Mißachtung deö GefetzeS unter den Pelzthieren anrichten. in wirksamer Weise Einhalt thun wird, muß die Zukunft lehren; jedenfalls sollte nichts unversucht bleiben, jum der vollständigen Ausrottung derselben ein Ende zu machen. Teutsche Lscal-Nachrlchtt. provlns VrandenvVrg. Berlin. Die Schneefälle ' dieses Jahres haben der Stadt Berlin bisher rund 780,000 M. gekostet. ES sind etwa 300.000 Fuhren abgefahren worden.' Vermißt wird der Generalagent Ritter. Berliner Vertreter der Firma'S. & E. Herrmann in Frankfurt am Main, . welche am hiesigen Platze eine Corsetniederlage in . der Klosterstraße 26 unterhielt. Der Chef der Frankfurter Firma ist 'Zur Revi. sion der Bücher hier eingetroffen. Wegen Betrugs, der bei Bauschwindefeien verübt ' wurde, ist der Grundftllcksmakle? Guido Löwy zu drei Iahren Zuchthaus und 5jährigem Ehrver-' lust verurtheilt, worden. ' ' Cottbuö. Die .hiesige Strafkammer verurtheilte.' .den des Wuchers angeklagten Kaufmann Lesser zu 14 Monaten Gefängniß und 10.000 Mk. Geldstrafe und den der Beihilfe beschuldigten Gastwirth Wilde zu sechs Monaten Gefängniß und 300 M. Geldstrafe. P ? e n z l a u. DaS hiesigeSchwurgericht verurtheilte den. früheren , Kämmerer Lehmann auS Eberswalde wegen Unterschlagung von der Stadtkasse und der Freimaurerlogenkasse gehorenden Gelde? zu fünf Jah?en Zucht hauS und sechs Jahren Ehrverlust. Vrovin? Vosn. M e s e r i tz. ' Der Kaufmann Moritz PinkuZ in Betsche hat w einem Anfall von Geistesstörung erst seine Thefrau und dann sich umgebracht. . ' Vrovlm OlnnRfR. PrökulL. Ein schweres, Verbrechen ist in Po singen verüb! worden. Die Kathnerftau 'GreitschuZ - und deren älteste Tochter' wurden7- die -Letz-tere im Brunnen ertränkt, : die .Frau auf dem' Felde, mit deutlichen Anzei-' chen' daß ein Mord vorliegt 'aufgefunden.' Die' Untersuchung ist sofort eingeleitet. " . VroVlni V?stprugn. . Ko nitz. i Der ' frühere Rendant der hiesigen -Kämmereikasse Schmidt, welcher in Berlin eine gute. Stellung gefunden hatte, ist dort auf Anordnung der ' Staatsanwaltschaft wegen Unregelmäßigkeiten bei der Zeassenverwaltung verhaftet und' in'S hiesige UntersuchungSgefängniß - eingeliefert -rvor-' den. Provinz Sachsen . Erfurt.- Die hiesige ' Stadtver-ordneten-Versammluna? bat einstimrnia '.die Vorlage betr., die Eingemeindung Jlverögehofenö (1000 Einwohner zählender Vorort) ,- abgelehnt,- und zwar auS sanitären und polizeilichen Beden ken. Mühlhausen. In einer Generälversammlung : deö VorschüßvereinZ -.haben sich dte.elf haftbaren. Mitglieder deZ früheren AuMchtörathZ bereit -er-. klärt, an. den . Verein 20.000 Mark- zu ! M r-;n -' . . . . juim, uus angcooi nary längere? Zveoa.ie angenommen worden. ' " "'Thal e a. H. Ein junget SättiU ner : Namens Karl: Henkel' rourdr, r-aiti mehreren Wunden in der linken Brui

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Rheumatismus, Rheumatismus,

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NheumatiSmuö, Neuralgie, Nückenschuterzen. Neuralgie, Nückeuschmerzen. Neuralgie, Nückeuschmerzeu. Nemalgie, Rückenschmerzen. Neuralgie, Nückenschmerzen.

seite blutend, unweit des HexentanzPlatzes aufgefunden. Zwei Leute aus Thale, die zufällig vorüberkamen, schafften den Verletzten nach dem Hotel zum Hexentanzplatz, woselbst ihm der erste - Verband angelegt wurde. Es stellte sich hierbei heraus, daß die Verletzungen, die Henkel sich in selbstmörderischer Absicht beigebracht hat, nicht lebensgefährlich sind.. Ueber die Gründe, die ihn zu der That veranlaßten, verweigerte er jede Auskunft. Mklnvnrg. M a l ch i n. Der Landrath und Kammerherr Wilhelm von Oertzen auf Lübberstorf, Kosa, Sandhagen und Barstorf ist nach langem Leiden entschlafen. M a l ch o w. Das herrschaftliche Schloß in Wahlow, dem Herrn von Flotow .gehörig, ist ein Raub der . Flammen geworden. Das Gebäude i ist bis auf die Fundamente völlig aus- ; gebrannt. N e u st r e l i tz. Durch eine mächtige FeuerSbrunst sind' dem Amtsrichter in Strelitz alle in Verwahrsam gehaltenen Hypothekenscheine.Testamente, Sparkassenscheine und Gelder vernichtet worden. T e t e r o w. Der Jäger Schneider zu Kl.-Roge, der von einem Gang in die Forst nicht zurückkehrte, wurde später am Rande deö Gehölzes als Leiche ausgefunden. Eine Kugel hatte ihm den Kops durchbohrt. Ob ein Unglllcksfall oder Verbrechen vorliegt, ist bisher noch nicht festgestellt. Warnemünde. Bei AusÜbung ihres Gewerbes ' wurden die Fischer Roschlaub. Meincke und Freitag von einem schweren, böenartigen Schneesturme überrascht, ihr Boot kenterte und alle drei fanden ihren Tod in den Wellen. . Vvovinj Lannnver. Hannove?. De? Compo?iist Jg naz Lachner ist gestorben. Jgnaz Lachner verlebte den Rest seines Lebens verschiedene Jahre in Hannover . zusammen mit seinem Sohne, dem Kunstgewerbemus eumsdirector Lachner, dem öiedervater" des Hannover Män-ner-Gesangvereinö. Mit Jgnaz Lachner ist nunmehr der letzte der drei berühmten Brüder dahingeschieden. Er war am 11. Sept. 1807 zu Rain in Oberbayern geboren. Celle. Letzthin ist, fast 80 Jahre alt, der Oberappellationsrath a. D. von Mandelsloh gestorben. St ade. ;Am hiesigen .Gymnasium sollte neulich die AbiturientenPrüfung unter Vorsitz des Herrn Prodinzialschulraths, .Geheimen Regierungöraths Dr. Häckermann,' abgehalten werden. Letzterer war zur Abnähme der Prüfung' auch bereits hier eingetroffen. Laut Conferenz-Befchluß wurde indessen in' letzter 'Stunde die Prüfung ausgesetzt, da die Abiturienten vier an der Zahl sich, wie man hört, einer groben Verletzung der Schulgesetze schuldig gemacht haben sollen. VrsVin? S4)lftK. Liegnitz. Der hiesige, LazarethInspektor Schulz hat Selbstmord begangen. Motiv: Grobe' Unregelma ßigkeiten in der Kassensührung des Lazarethö. Die hiesige Strafkammer verurtheilte die russisch-polnischen Ärbeiter Johann Salamon und Anton Rexra, die am 10. December vor. Iahreö während eines Streites den Arbeiter Fr. Czerwionka auf der Eisenbahnstrecke Koblfurt-Liegnitz aus einem in voller Fahrt befindlichen Zuge geworfen hatten, sodaß Czerwionka schwere ' Verletzungen davontrug, zu drei Iah'ren Gefängniß. 5i e u s a l z a. O. Aufsehen errea. die beträchtlichen Unterschlagungen eines 19jährien Comvtoiristen Namens EramS :n einer hiesigen Fabrik. Da SramS gegenwärtig bejm Militär sieht, erfolgt die Auslieferung an die CiviWroe, ' Oldenburg. Im verflossenen Mi . ' m i-l 4. - . Jayre qai oer ecepior oer yiezigen , LandeSbank, 'Grovermann, : erst seine dreiKinder und dann sich selbst erschos sen.-' D.Tod .hrer vier Familien-An gehörigen hatte auf daS Gemüth der überlebenden' Wittwe äußerst ' niever.drückend' eingewirkt.' Sie , hat jetzt an ci?t lfx9X ; An ft st a tui uiaiuyc iyit yvf$iuaimi ihrem Leben freiwillig ein Ziel gefetzt. Durch Erhangen machte hier eine Fabrikantenfrau, die Wittwe B. hierselbst,' ihrem Leben , ein Ende. Die Ursache der That ist 'nicht bekannt, umsoweniger,' als .die Lebensmüde in sehr guten Äermögensverhältnissen kbte und sich schon in "höherem Alter besand. ' ' Nuby'S Vile Oupposttorh vird garantirt sür die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, ode? daß Seid wird zurückgegeben. b0CtS. die V05. Schicke zvei Poftmarken für Zirkulare uud Probe an Martin Nudy, regifhirten Apotheker, Laneaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken Oard 'OroS., U. Kiefer Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, SudicmapoliS. Snd " ' UM ' .' Üöufi Nuchd'ß Oeft Havan SizarZ."

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Eisenbahn -Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Bandalia. Abgang Postzug 7 30 S?m rpnv 11 j m Expreß 12 40 3Irn Accomodation 4M Nm Expreß 7 00 Nm Ervrek H 2?Nm Ankunft Expreß 3 35 5?m Expreß i Accomodation 10 00rn Expreß 3 20 91m Schnellzug 6 00m Acumad2tion 7 40 92m Cleveland, Cincinnati, Chicego uni St. LouiS. Jndianavoliö und Cleveland Diviston. Abgang Expreß 415&& Erpreß 10 30 55m Expreß 10 30 Limited Expreß 310 9ha Erpreß 6 40 91m Ankunft Expreß 7 10 rr Expreß 11 30 Cm Limited Expreß 11 20 V Expreß 00Rm Expreß 1100m St. Louis Division. Abgang Expreß 7 30Vm Limited Expreß. II dosan Expreß 1120 9ha Expreß, täglich 11 45 9ha Ankunft Expreß täglich 4 00Vm Expreß . . .. 2 60 91 Limited Expreß 6 80Vm Expreß SOOVm Thicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 4SVm . Accomooanon tagitcy vuoni Accomodation 11 00 rn Poftzug 3 00 9ha Accomsd. snur Ssnntsg). Accomodation 6 35 91 Ankunft-Nushville Accomodatioa. Postzug 11 40 Vm JndlS Acc. (nur Sonnt.). Accomodatioa Accomodation 10 15 9ha Schnellzug 11 105ha Chicago und Cincinnati Diviston westltq. Abgang Accomodation ... 7 10 Vm Schnell.Post 11 60 9ha Lasayette Accomadatioa. ... 6 (X) 5ha Schnellzug......... 12 15 Orn Ankunft-Schnellzug 3 80 Lasayette Accomodation ... 10 45 C Cchnellpost........ 2 50 3ha Accomodation....... 6 16 9! Peoria Division veftlich. Äbgang Expreß 7 25 m Expreß 11 xo oa Danville Accomodation. . . . 5 05 9ha Expreß 11 59 Ankunft Expreß. g 25 m Danville Accomodation. ... 10 35 Expreß 2 60.9ha Expreß 6 65 9ha Peoria Divisnn östlich. Ab gantz Expreß 6 30m Accomodatioa Expreß 3 25 9ha Ankunft Expreß 11 40 vm Accomodation Expreß 10 00 rn Lake Srie und Western. Abgang Expreß 700 a 1209ha xpreß . Expreß . . . , 7 00 9ha SckmellErrirek 5 dir Ankunft Scknell' ErvreS Expreß ...10 20 Expreß 2 50 9ha Expreß....- 20 9! PittSburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 50 Celumbuö Accomodation.. . 8 00 V Expreß 8 30 9ha Nichmond Accomodatioa. .. 4 00 9ha ' Expreß...... 510 9ha Ankunft Richmond Accomodation 8 55 V Schnellzug 11 40 Expreß 12 30 9ha Accomodatioa 8 20 9ha Expreß 6 50 9ha .Expreß 10 15 9ha Chicago Division via Aokoo. Abgang Expreß 11 00 Cm Expreß 11 20 9ha Ankunft Expreß 8 35 m Expreß 3 15 9ha LouiZville Division. Abgang Expreß .' 8 45 LouiSville Accomodatioa.. . 8 10 Schnellzug .8 259! Accomodation .4 01 9h Ankunft-Accomodation 10 20 Schnellzug IQ 60 Accomodation 6 60 9h -Spezial täglich 1100 9h Cincinnati, Harnilto und Sndisnapolls. Abgang Expreß...... 8 40m - Eincinnati Accomodotia . . 10 50 v Expreß. .'. :800 9ha Expre i 4 00 9ha - Expreß ; 6309ha Ynkunft Accomodatioa.. ........ 0 15 Cm Expreß 1145m .Expreß -730 5ha Expreß ....10 55 5ha -'. Erpreß .............. ;-.v.Ja SOL Indianapolit und VincenneS. Wgang-Expreß S 00 r VincenneS Accomodation... 4 005ha Ankunft VincenneS AecomodationlO 40 9ha Expreß 6 00 9ha Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß 35 Expreß 11 15 B Expreß, 6 45 9ha Ankunft Expreß 9 55 . Expreß 2 50 9ha Expreß r... 9 00 9ha Indianapolis, Decatur und Oeßern. Abgang Expreß.... 8C0t Accomodation 8 40Jha w ?'rpb 11 0 9ha Ankunft Schnell. Expreß 8C0Cn .Aecomodation 1040Ca Expreß... 4 60 Louisdille, New Nlbany nud Chieazo. Abgang Expnß 12 35Ca .Erpreß 11 10 . Monon Accomodatum ...... 4 M Ankunft Expreß........ ; 3C0r-j Nonon ettdatisa 11 20? : Cipreß. ....;...' Qn : s mm m - - . . . "i jom my m m . k I l trm ymi&lr U . k - i l. 4f atlMut,.li J Mi buh MM, a . . h n tMrin,cMl X m4wim,Tn.rJS.T4 r um all rM t'Um wark. AU W - -

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