Indiana Tribüne, Volume 18, Number 179, Indianapolis, Marion County, 18 March 1895 — Page 2
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Jndiana Tribüne.
scheint Täglich und Sonntags. Die tägliche Tribüne- kostet durch den Träger ,U EentS per Woche, die eonntagS.Trtbüne' Cent per Woche. Beide zusammen 15 Cents oder es SentZ per rkonat. Per Post außerhalb der tadt ugesch!Zt in Vorausbezahlung $ per (Jahr. Cfftci 10 Süd Alabama Stratze Indianapolis, 2nd., Z8. März 1895. axij o,r suche natyen siayen vcs Piraten Morgan. 'Anvi sacra fanies der fluchwürdige Hunger nach Gold hat tm kleine? 'Häuflein deutscher Abenteurer nach eimein fern im Stillen Ocean gelegenen Eiland getrieben, in dessen Schoß un geheure Schätze, welche der Seeräuber Morgan im Anfang unseres Iah?Hunderts zusammengeraubt hat, begraben liegen sollen. Capt. Gießler ist btx Führer dieser Expedition und Eocos-Eiland, 293 'Meilen westlich von Costa Rica und 500 Meilen von Panama, das Dorado, auf welchem er wie ber mythische Monte Christo nach sagenhaften Schätzen gräbt. Der deutsche Seefahrer ist eine an der Küste desStillen Oceans wohlkannte Persönlichkeit. Vor etwa 10 der 12 Jahren machte er in Panama, in welchem Hafen er behufs Verproviantirung seines Schiffes vor Anker gegangen war, die Bekanntschaft einer alten Spanierin, welche von dem Piraten Morgan abzustammen, behauptete, ihm Mittheilungen von dessen Beutezügen machte und ihm eine Karte gab, welche die geheimen Verstecke des Seeräubers angeblich genau aufwies. Capt. Gießler wäre am liebsten sofort nach Cocos-ENand gesegelt, wenn ihm -dies nicht seine Verhältnisse verboten hätkn. Erst vor zwei Jahren erlaubten ihm seine Mittel, an die Ausführung der abenteuerlichen Erpedition zu denken. Er charterte die Schaluppe Hayseed" ln Stockton und, mit nur geringen Vorräthen versehen, ging er in Begleitung von zwei Mann unier Segel. Nachdem er zahlreiche Gefahren überstanden und im Golf von Californien beinahe Schiffbruch gelitten hatte, erreichte er schließlich die Insel, wo er verblieb, bis seine Vorräthe zur Neige gingen und einer seiner Begleiter starb. Mit seinem zweiten Genossen segelte er sodann nach Punta Arenas, wo er die Concession zur Colonisation der Insel erwirkte. Von seinen wirklichen Plänen 'machte er übrigens durchaus kein Geheimniß, vie Concession soll vielmehr nur dazu dienen, ihn vor Belästigungen irgend welcher Art zu schützen. Seine Vegleiter auf dem abenteuerlichen Unternehmen sind Herr und Frau Sträube mit zwei Kindern, Herr und Frau Meier. Herr und Frau Pfeiffer, Herr Sträube und Frl. Fischer. Die Gesellschaft hat die Fahrt von Panama nach ihrer Insel auf dem Dampfer .Costa Rica" gemacht und an 40 Tonnen Provisionen der verschiedenstenArt mitgenommen. Die Leutchen sind der festen Zuversicht, daß sie in sechs Monaten die Schätze des Piraten gehoben haben werden und als reiche Leute zu der civilisirten Welt zurückkehren werden. Cocos-Eiland. wohin Costa Rica früher seine Sträflinge zu fenden pflegte, ist ein höchst pittoreskes Fleckchen Erde. Eine wohl geschützte sandige Bucht von etwa 200 Fuß Länge ; und 300 Fuß Breite gewährt ausge'zeichnete Landungsplätze. Unweit von dieser Bucht erhebt sich ein Höhenzug, über dessen felsige Abhänge zwei Wasr ferfälle stürzen, um sich mit einem Süßwasser-Flusse zu vereinigen. Ein altes Hauß, das den Beamten der Strafcolonie einst zur Wohnung dienit, ist noch vorhanden. An wilden Schweinen und Turkeys ist aus der Insel kein Mangel, so daß Capt. Gießler und seine Begleiter von Mangel nicht bedroht sind, selbst wenn ihre mitgenommenen Vorräthe auf dreNeige gehen follten. Da die Leute nur ein kleines Boot besitzen, sind sie thatsächlich von der Welt vollständig abgeschlössen und deshalb haben sie mit dem Capitän des Dampfers Costa Rica- einen Contract für ihre Rückbesörderung abgeschlossen. Capt. Gießler ist übrigens nicht der Erste, welcher, ausgezogen ist, um die sagenhaften Schätze des Piraten Morgan zu heben; alle sind freilich mit leeren Händen zurückgekehrt und deshalb ist auch dem deutschen Capitän vor seiner Abreise Mißerfolg als sicher in Aussicht gestellt worden. - Cuba'ö Handel ' Die neuesten Versuche' der. Cubaner, 1.0 r. i ri - cv - c r je.:: i.i.r -c . c... rci paiuafc ouf auziiuuuciu, yuucu in erhöhtem Grade die allgemeine Aufmerksamkeit auf diese größte,' schönste und bevölkertste Insel der Antillen gelenkt. Daß die Spanier Cuba mit eiferner Faust festhalten, ist im Hinblick auf die. reichen Revenuen, welche sie aus dem Lande ziehen, ebenso erklärlich wie die Bemühungen der Cubaner. politischs Selbständigkeit und Befreiung von schweren Abgaben zu erlangen. Die Insel Cuba hat einen Flächeninhalt von 45,000 Quadratmeilen und 1,635.637 Bewohner, von denen 65 Procent der kaukasischen Rasse angehören, während ter Rest sich aus Negern und Chinesen zusammensetzt. Die Bewohner müssen jährlich an Steuern ca. $26,000,000 aufbringen,, von welchem Gelde etwa $6.000.000 zum Unterhalt der 20.000 Mann zählenden Arniee, welche sie im Joche hält, verwendet werden. Außer der Steuerlast hat die Insel eine Schuld von $135.000.000 zu tragen. Nur die außeror- ' entliche Fruchtbarkeit des Bodens setzt die Bewohner in den Stand. Spaniens Forderungen zu erfüllen. Im vorigen Jahr: belief sich der Gesammtwerth aller erportirten Waaren auf $64,721,936, an welcher Summe unser Land rnit 557.024.513. Spanien mit $4.-
361'331.Franlreich mit $698,216 un'v England mit $450.705 , participirte; die Vereinigten Staaten bildeten somit das Hauptabsatzgebiet für den cubanischen Exporthandel. Im Vergleich mit anderenLändern ist derselbe enorm, denn derWerth der ausgeführten Waaren stellt sich auf den Kopf der Bevöl kerung in Groß-Britannien auf $18.64, in Frankreich auf $18.64. in Deutschland auf $16.89, in den Vereinigten Staaten auf $13.92, in Spanien auf $10.67 und in Cuba auf 550. Aus diesen Zahlen folgt freilich nicht, daß die Cubaner sich eines verhältnißmäßigen Wohlstandes erfreuen. dem ein. sehr großer Theil der aus den ezportirten Waaren gelösten Summen fließt in den Säckel der spanischen Regierung. Der Werth der Einsuhr wurde im verflossenen Jahr auf $35.303.055 berechnet. Hieran pzrticipirte unser Land mit nur $9.836.323, Spanien dagegen mit $11.695.806 und England, das aus Cuba nur Waaren im Werthe von $450,705 bezog, mit $3.410.590. Wir kauften in einem einzigen Jahre von Cuba 1,500,000,000 Pfund Zucker im W;rtt von $45,040,333, 16.000,000 Gallonen Melasse im Werthe von $1. 790.624 und über 16.000.000 Pfund 'Tabak im H!erth: .von $10,484.604. Cuba dagegen bezog von uns Fleischund Milchproducte.Eisen-, Stahl und WvllwaattN. Kohle sowie Brodstoffe. , Im Ballon nach dem Nordpol. In der Stockholmer Akademie der Wissenschaften hat der.Ober-Jngenieur S. A. Andrse, ein durch kühne wissenschftliche Forschungen sehr bekannter Mann, einen genau ausgearbeiteten Vorschlag gemacht, das Polargebiet mit dem Ballon zu untersuchen. Die Idee mag im ersten Augenblick phantastisch scheinen, ist aber sogleich von Autoritäten wie Professor Norden skiöld durchaus ernst genommen und wärmstens empfohlen worden. Herr Andr6e stellt vier Bedingungen auf: 1) der Ballon muß eine Tragkraft von etwa 6500 Pfund haben, für drei Forscher Lebensmittel für vier Monate, allerlei Instrumente und den nöthigen Ballast; 2) der Ballon muß dicht genug sein, um 30 Tage und Nächte in der Luft schweben zu können; 3) der Ballon muß irgendwo in den Polargegenden gefüllt werden können; 4) der Ballon muß ein wenig steuerbar sein. Nach dem jetzigen Stande der Vallontechnik können, sagt Anoröe, alle diese Bedingungen erfüllt werden. Die beiden ersten sind, das zeigt besonders die französische Erfahrung, 'durchaus möglich, und Herr Gabriel Yon in Paris hat sich' schon erboten, dem schwedischen Forscher den Ballon für 50.000 Fr. zu liefern. Die Füllung bietet auch keine Schwierigkeiten dar. Zu militärischen Zwecken sind schon transportable Wasserstoff - Apparate hergestellt; man kann auch comprimirten Wasserstoff nach Norden führen. Was endlich die Steuerbarkeit betrifft, so hat Andr6e selbst eine Vorrichtung, die die Brauchbarkeit eines Ballons nicht unwesent lich auszudehnen scheint, wenigstens bei einer seiner Fahrten mit autem Er-
jfolq erprobt. Er läßt lanae Seile vom Ballon her auf dem Boden schleppen; dadurch wird die Fahrt des Ballons gegen den Wind etwas verlangsamt; ein Segel, das über der Gondel angebracht ist, wird dann benutzt, um den Ballon aus der Windrichtung zu entfernen. Mit dieser Einrichtung ist es Andr6e gelungen, seinen Ballon nicht weniger als um 27 Grade aus der Windrichtung zu führen. Andre schlägt jetzt vor, im Sommer 1896 eine Expedition nach den nördlichsten Spitzbergen zu senden. Dort wird der Ballon gefüllt werden; im Juli, be! heller Luft und mit südlichem Winde, segeln die drei Lustschiffer etwa 800 Fuß über der Erde in das unbekannte Polargebiet hinein. Ist die' Schnelligkeit des Windes groß, so werden sie schon nach 6 bis 10 Swn?en beim Vole sein; nach der berechneten mittleren Windgeschwindigkeit dieser Gegenden würde aber diese Reise 43 Stunden in Anspruch nehmen. Die Luftschiffer werden es indessen versuchen, über das ganze Polargebiet etwa drei Wochen hin-' und herzufahren, um dann wenn möglich im westlichen Amerika civilisirte Gegenden wieder zu erreichen. Natürlich wird tos beständige Tageslicht alle Beobachtungen vom Ballon aus sehr erleichtern. Andere günstige Umstände sind die geringen täglichen Temperaturschwankungen, die geringe Regen- oder Schnecmenge, das glatte-Gebiet, das den Seilen kein Hinderniß stellt, endlich die Seltenheit von elektrischen Entladungen wie von Stürmen. Die ganze Expedition würde nur etwa $32,500 kosten. Onkel und Nichte. Vor den Geschworenen zu Aix hat ein Aufsehen erregender Mordproceß in der Freisprechung der Angeklagten seinen Abschluß gesunde. , Vor Gericht stand ein junges Mädchen, Marie Octavie Mattei. die Tochter eines aus Korsika gebürtigen pensionirten Obersten, unter der Anklage, ihren Onkel, Adolphe Mattei, ermordet zu haben. Die Angeklagte war seit langer Zeit als ein vergnügungssüchtiges Mädchen bekannt, das sich in den bescheidenen Verhältnissen ihres väterlichen Hauses recht unglücklich fühlte. Ihr Vater entschloß sich, sie seinem in Nizza wohnenden älteren Bruder, Adolphe Mattei, anzuvertrauen. Octavie amüsirte sich nach Herzenslust in Nizza und knüpfte, schließlich mit ihrem Onkel ein Verhältniß an das nicht ohne Folgen blieb. Adolphe Mattei brachte seine Nichte nach Turin. wo sie von einem Sohne entbunden wurde. DoL Kind wurde zu einer Bauernfamilie auf's Land geschickt und Octavie kehrte nach Paris zu ihrer Mutter zurück.' Octavie fand sich jedoch in den ärmlichen Verhältnissen des . mutterlichen Hauses beengt. Sie reiste nach Nizza, um ihren Onkel
uttv' Äerflhrer zur Zahlung etner großen Summe zu zwingen. Sie traf aber Herrn Mattei nicht an. da er eine Geschäftsreise unternommen hatte. Nun weilte sie ihrer Tante, die bisher nichts von der Sache gewußt hatte, die ganze Geschichte mit. Darauf eilte sie nach Marseille, um dort die Ankunft ihres Onkels abzuwarten. Dieser kam an und stie im Hotel Grignon ab, wohin ihm seine Nichte folgte. Es fand dann ein heftiger Wortwechsel in Mattei's Zimmer statt, in dessen Verlaufe Octavie sechs Revolverschüsse auf ihren Onkel abfeuerte, von denen bereits der erste ihn tödtlich getroffen hatte. In der Verhandlung wurden Briefe verlesen, die ein sehr trauriges Familienbild entrollten und die Geschworenen und das Publikum zu Gunsten der Angeklagten stark beern flußten. Selbst der Staatsanwalt beantragte eine möglichst milde Bestra fung, während der Vertheidiger, M. Masson, für völlige Freisprechung plaidirte, die denn auch unter Beisall des Publikums ausgesprochen, wurde. icaocrnnmxtxxvtT jjrautn.
In Süd-Australien ist vor Kurzem das Frauen-Stimmrecht ; eingeführt worden, und daö Land ist darin dem Beispiele von Neu-Seeland gefolgt, daö bereits durch Gesetz vom 19. September 1893 den Frauen das politische Stimmrecht gegeben hatte. Zwei Monate später haben, zum ersten Male unter Theilnahme der Frauen, die Parlamentswahlen stattgefunden' Die Zahl der eingeschriebenen Wahlberechtigten betrug, wie eine kürzlich veröfsentlichte Statistik darlegt. 302.997. davon 193.536 Männer und 109,461 Frauen. An der ersten Abstimmung betheiligten sich 129.792 Männer und 90.290 Frauen. Da die Zahl der Frauen, die nach ihrem Alter und ihrer Beschäftigung Anspruch auf daSWahlrecht hatten, 130.915 betrug, so ergibt sich, daß 78.2 Procent der. wahlberechtigten Frauen aus eigenem Antrieb ihre Eintragung in die Wählerliste oerlangten; von den registrirten Frauen haben dann 85.13 Procent ihr Wahlrecht wirklich ausgeübt. Von den Männern sind nur 67 Procent zur Urne gegangen. Dieses Ergebniß widerlegt jedenfalls die Behauptung, daß die Frauen das politische Stimmrecht nicht wollen, oder daß sie eS, wenn sie eS haben, nicht benutzen. War die Bethätigung deS Stimmrechts' seitens der Frauen unerwartet lebhaft, so war daö Ergebniß der Wahlen nicht minder überraschend, denn dasselbe bestand in der Vernichtung der gemäßigten Partei und dem Sieg der Radical-Sociali-sten. In England ist es in Folge Hessen zu einem literarischen Streit gekommen, in dem Frau Millicent Fawcett, die Wittwe des ehemaligen General Postmeisters, energisch am Recht der Frauen, trotz des Ausfalls der Wahl in Neu-Seeland, festhielt. Ein Mitarbeiter der Jndependence Beige", Herr Louis Frank, hat sich nun direkt an Sir John Hall in Neu-Seeland ge wendet, um seine Meinung zu erfahren. Sir John Hall, der Urheber deS Gesetzes vom 19. September 1893, ist cm alter australischer Parlamentarier; er war Cabinetschef von 1879 3882 und ist der anerkannte Führer der conservativen Partei in Neu-Seeland. Auf die gestellte Anfrage antwortete Sir .John Hall in einem Briefe rom 30. November 1894, in welchem er zunächst feststellte, daß der Sieg der RadicalSocialisten andere Ursachen habe, als die Betheiligung der Frauen an- der Wahl. So viel man Angesichts der geheimen Abstimmung urth.'ilen könne, hätten die Frauen im Allgemeinen nach der gleichen Richtung gestimmt wie die Männer ihrer Familien, also. ert)einthete Frauen wie ihre Männer, Töchter und Schwestern wie ihre Bäter und Brüder. Nur zwei Ausnahmen gäbe es von diesem Princip. Da. wo ein Temperenz-Candidat aufgestellt war,' haben die Frauen alle für ihn gestimmt, so daß mehrere absolute Gegner v?s Alcohols gewählt wurden. Ferner haden in den Jndustrie-Bezirken diejenigen Frauen.die in Fabriken und Werkstatten arbeiten, meistentheils für die socialistischen Candidaten gestimmt, auch wenn die Männer ihrer Familie keine Socialisten waren. , Daö Ergebniß der Wahl w'are wahrscheinlich daS gleiche gewesen, auch wenn das Frauenftimmrecht nicht eingeführt worden wäre. Zum Schluß hebt Sir John Hall als die wichtigste Erscheinung den Umstand hervor, daß so viele Frauen sich in die Wahllisten einschreiben ließen, obgleichder Termin nur sehr kurz bemessen war. Das beweise,- daß ' die Frauen politische' Rechte wünschen und sie auch benützen wollen. Der Verfuch sei also gelungen und die große Reform habe einen bedeutsamen Erfolg aufzuweisen. Soweit die Ausführungen von Sir John Hall. .Jedenfalls hat durch den Ausfall der Wahl in Neu-Seeland sich Süd-Australien nicht abhalten, lassen, das politische Stimmrecht der Frauen auch bei sich einzuführen. England twist ebenfalls Fortschritte, auf diesem Gebiete auf. . Im Kirchfpiel-Gesetz vom 5, März 1894 ist das Wahlrecht und die Wählbarkeit für Kirchen-, Schul- und Armenräthe nicht bloS den ledigen Töchtern und Wittwen, fondern auch allen verheirateten -Frauen zugesprochen worden, die ein besonderes Eigenthum besitzen.. Zu der ersten Wahl nach diesem Gesetze, die im vergangenen December stattfand', , stellten sich 453 weibliche Candidaten, und von diesen sind 391 gewählt worden, die nunmehr in den 'Kirchen-, Schuf- und Armenräthen von England und WaleS sitzen. Vom übrigen Europa ist namentlich Finnland zu " bemerken, wo Frauen in vielen. Geschäften und Anstalten thätig sind:, der-zweite Kassier der finnländischen Staatsbank ist eine Frau, an der Universität Helsingforö studirten im letzten Jahre 81 Mädchen; die Frauen nehmen Theil an der Pfar-
7?t!v2hl -Nd !2nncn in i ?Hu!- rtno Armenräthe gewählt werden. Im letzten Jahre standen 45 'Frauen arwder Spitze von Arbeitshäusern und 125 waren Mitglieder von Armenräthen.
Weibliche Aerzte in Nußland Es haben sich bekanntlich viele russische Frauen dem medicinischen Studium gewidmet, nachdem im Jahre 1872 an der medicinischen Akademie in Petersburg ein specieller vierjähriger Unterricht für Frauen eingeführt j . V i CS .v. CV (, 1 I lvoroen mal. ui ouyic j-oiu wuiix dieser Unterricht durch einen fünften Cursus erweitert, und im folgenden Jahre darauf unterwarfen sich die ersten Frauen dem vollständigen medicinischen Examen, größtentheils mit glänzendem Ersolge, und kurz nachher gingen sie zum Kuegsschauplatz ao, wo sie während des ganzen Feldzugcs die werthvollsten Dienste 'leisteten; ihr Muth und ihre Opferwilligkeit wurden allgemein bewundert, und Kaiser Alexander II. erlaubte ihnen, sich weibliche Aerzte zu nennen. Seitdem sind Hunderte von Frauen zu Aerzten ausgebildet worden, welche zum größten Theil ihre Wirksamkeit nach den Provinzen verlegt haben; überall werden sie gerühmt wegen ihrer Herzensgüte und ihrer gewissenhaften Pflichterfüllung,' selbst unter den schwierigsten Verhältnissen. Nicht wenige von diesen Frauen haben sich unter den mohamedanischen Bevölkerungen des Reiches, unter den Tataren von Kasan wie auch im Krankensaal und in den transkaspischen Ge bieten, sehr nützlich zu machen verstanden. Im Jahre 1886 wurden diese Curse der Leitung der Militärverwaltung entzogen und die Municipalität von Petersburg erklärte sich bereit, die Kosten für die fernere medicinische Ausbildung der Frauen auf sich zu nehmen, unter der Bedingung, daß ihr die Verwaltung der städtischen Kran kenhäuser überlassen werde. Die Mu nicipalität versprach zugleich, zur Unterhaltung der weiblichen medicinischen Curse jährlich 15.000 Rubel beizusteueriv Die städtischen Krankenhäuser sind nun der Petersburger Municipalität unterstellt worden, und freiwillige Gaben sind in solcher Fülle zum Besten dieser Curse gespendet worden (ungefähr 700.000 Rubel), daß dieselben als völlig gesichert angesehen werden können aber trotzdem werden der Wiedereröffnung dieser nützlichenCurse von unbekannter Seite Schwierigkeiten bereitet, obgleich in den Provinzen ärztliche Hilse dringend nöthig ist. Wie nun verlautet, soll die Aufmerksamkeit der Zungen Kaiserin auf diese Verhält nisse gelenkt werden, und man hosst, daß dann eine Wiedereröffnung der Curse nicht mehr lange aus sich warte lassen werde. Gemeinnütziges. Haushaltsleim. Um GlaS, Porzellan, Kinderspielzeug u. s. w. zu leimen, verfährt man folgendermaßen: .Etwas weiße Gelatine wird in einem erwärmten kleinen Gefäße in etwaZ Weinessig aufgelöst. Mit dieser Lösung leimt man die Gegenstände zusammen. Will man Dinge, kitten, die in's Wasser kommen müssen, so setzt man dem Leim einige Körnchen doppeltchromsaures Kali zu und legt das gekittete Stück für einige Zeit in die Sonne.' Es geht dann auch im Wasser nicht wieder auseinander. Färben von Geflügel. Eine .bekannte Beobachtung ist, daß Kanarienvögel, welche mit CayennePfeffer gefüttert werden, eine rothe Farbe annehmen. Der Cayennepfeffer enthält außer dem'rothen Farbstoff den scharfen Pfefferstoff und Fett. Werden die beiden letzteren Bestandtheile dem Cayennepfeffer durch Auskochen mit Alkohol entzogen, so bewirkt der immer noch roth gefärbte Pfeffer beim Füttern keine Rothfärbung der Kanarienvögel mehn, dieselbe tritt aber kfort wieder ein, wenn dem ausgezogenen Pfeffer Olivenöl beigemischt wird. Das Fett ist also der Träger des Farbstoffes. Werden . reinweiße Hühner mit Cayennepfeffer- gefüttert, so nehmen sie eine blaßrothe Färbung cm, welche in feuchter Luft tiefroth wird. - Der Dotter in den Eiern, folcher Hühner ist tiefroth gefärbt. Auch Färbungen durch Fütterung mitKrapv sind bekannt geworden. y W a ru m gedeihen die Bienen am besten im hohlen Baume? Der hohle Baum M inwendig morsch. Das morsche Holz besitzt die Eigen'-' schaft, daß es die Feuchtigkeit auö der Luft anzieh! und dieselbe bei Hitze und Trockenheit wieder an ' die Luft abgibt. Zu einem.guten Gedeihen ver Bienen gehört ' eine ' gleichmäßige 'Temperatur und dieser gehört nicht blos eine gleichmäßige Wärme,', sondern . auch .'eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Wir müs-sen-also ' bei Herstellung einer guten Bienenwohnung darauf sehen.daß das dazu, verwendete Material Mv im Innern derselben 'durch 'Ausdünstung -der Bienen und des Honigs 'entstehende und von außen eindringende. Feuchtigkeit anzieht und bei großer . Hitze und Trockenheit wieder an die im Innern befindliche . Lufr abgibt. Vertilgung 'der Flechten bei Kälbern. - Flechten bei jungen Kälbern entstehen durch 'Pilze, .welche sich in-der Haut festsetzen und fortwu. chern Man - beseitigt sie durch . Wa-1 schen der .kranken Stellen -mü - emer Mischung von' inem GewichtStheile Carbolsäure, aufgelösten 20 Gewichtstheilen Wasser .oder, durch Ein'reiben mit Carbolöl,. bestehend , aus - einem Theile Carbolsäure -und -10. Theilen Rüböl. Dabei ist eö aber nöthig., daß die Kälber einen reinen Stand ,erhalten und- gleichzeitig bis . zur Heilung täglich mit Seife rein abewaschen und gut trocken- abgerieben werden.'- Durch Bürsten und Anwendung ,'remer,- trockener Streu kann man dem -Auftreten dtS Uebels -häufig vorbeugen. Das Einwachsen der Näaet
Dieses Uebel zeigt sich am häufig sten an der großen Zehe und meistens dann, wenn der Nagel zu kurz abgeschnitten und die Haut durch denDruck engl:n Schuhwerks über den Rand desselben hingepreßt wird. Infolge der Reizung der Haut durch den eingedrückten Nagelrand entsteht gewöhnlich eine sehr schmerzhafte Entzündung mit Vereiterung. Man muß diesem sögenannten Einwachsen sobald als möglich entgegentreten, wenn später der Nagel nicht mit Stumpf und Stiel ausgerissen werden soll. Das beste Mittel, um das Einwachsen zu verhüten, ist. daß man den Nagel in der Mitte längshin mittels eines Masstückchens dünn schabt und den vorderen freien Rand des Nagels so verschneidet, daß die Ecken vor der ausgebogenen Mitte desselben Herborstehen. Dann legt sich der Nagel beim Auftreten der Fußspitze ganz flach und kann nicht wieder einwachsen. Ist der Nagel schon etwas eingewachsen, dann hebt man den eingedrückten Nagelrand in die Höhe und schiebt ein Stückchen Wundschwamm oder Charpie darunter. Beim tiefer Eingewachsensein bringt man ein Bleiplättchen unter den eingedrückten Nagelrand, biegt dasselbe über dem Hautwall um und befestigt es durch Heftpflasterstreifen. Bei geschwüriger Haut müssen öfter Fußbäder genommen werden und bis zur Heilung des Fußes Einwickelungen mit weicher fettbestrichener Leinewand gemacht werden. Ein vollständig eingewachsener Nagel läßt sich nur durch Operation entfernen. Man lasse übrigens den Füßen eine ebenso gute Hautpflege zu Theil werden, wie den Händen und anderen Körpertheilen. Gegen allzu große Schweißabsonderung ist ChromsLure als ein billiges und unbedenkliches Mittel zu empfehlen. Man taucht zu diesem Zwecke in 10procentige Chromsäure etwas Verbandswatte und bestreikt einmal die Fußsohle und die Haut zwischen den Zehen. Man wiederholt dies alle 4 6 Wochen. Bei wunden Füßen nimmt man bis zur völligen Heilung derselben im Anfange nur öprocentige Lösung. Haarausfall. Man wasche in der ersten Zeit den Kopf zweimal wöchentlich mit lauwarmem Wasser und Seife, später nur einmal. Nach dem Waschen trockne man Kopf und Haar tüchtig ab und kämme es aus. Wenn möglich halte man sich dann noch eine Zeit lang mit offenem Haar im Zimmer auf und flechte es dan lose ein. In der ersten Rtit wird der Haarausfall noch derselbe bleiben, jedoch nach wei Wochen spürt man schon eine Befjerung. Das Waschen setze man übrigenS immer fort, wenigstens alle 14
Tage einmal Deutsche Lokalvklchrichten. - X&Ntrttmtra. Stuttgart. ES ist nun endgültig bestimmt, daß daS Fünfte Deutsche Sängerbundesfest in den Tagen boml. bis 3. August 1896 dabier stattfindet. In dem Personale vieler Fabrikbetriebe und gewerblichen Etablissementö macht die Influenza sich in einer Weise geltend, daß ganze Arbeitergruppen feiern. Im Kal. Hoftheater sind gegen ein Dutzend Theaterarbeiter erkrankt, fo daß Soldaten ihren Dienst versehen. Fellbach. Eine WeingärtnerWittwe von hier hat sich an ihrer Bettstelle erhängt. Loßburg, OA. Freudenstadt. Die Leiche des vor Kurzem beerdigten geisteskranken Schuhmachers M. wurde unter Leitung des OberamtsarzteS bon. Freudenstadt wieder ausgegraben. M. war, wie man wußte, schon öfter von seiner Frau und feinen Stiefkindern mißhandelt worden. Nach seinem Tode' liefen dunkle Gerüchte um, daß btx Verlebte keines natürlichen Todes gestorben sei; insbesondere belasteten die Aussagen eines Hausgenossen den Stiefsohn derart, daß derselbe gefäng-' lich eingezogen und. von derK. Staatsanwaltschast dieAuSgrabung und Sekiior. der Leiche angeordnet wurde. Die ältere Stieftochter ist aus Schreck über den Vorfall nicht .unbedenklich erkrankt. . Naold. In Rothfelden kam der Bau-. Friedrich Kohler in betrunkenem Zustande Nachts nach Hause und mißhandelte seinen 13 -Jahre . alten Sohn Philipp in einer Weise, daß dieser, nur mit einem Hemde bekleidet, bei einer Kälte von 23 Grad aus dem Hause flüchtete und Schutz in einem Nachbar-' hause suchte. Der Knabe war nahe' daran, zu erfrieren. . , ; Reichenbach a. F. Hier brannten Wohnhaus' und Scheuer des Bauern Christian Münz ab. Die Entstehungs Ursache ist unbekannt. 0adn Karlsruhe. Nach 'den Lokalblättern tritt im hiesigen Leib-Erena-dier-Regiment .und zwar in der alten wie. in der. neuen Kaserne die Genickstarre auf. Fünf.Mann sind erkrankt, einer gestorben . Adelshe-im7'' Die. Scheune deö Landwirths -. H. Kühner - ist . abgebrannt. -Auch da Wohnhaus ist be schädigt. T" B a l l e n b e r g. Haüptlehrer ch.' ist wegen Sittlichkeitsvergehens flüchtig. . E tz e n r o t h. :;ErhLngt hat sich der Straußwirth PiuS Reiser vor hier. Das Motw zu dieser unseligen That soll auf Schwermuth zurückzuführen sein. H an d s ch u h Ä h e i m.- DaS drei Jahre aZte Söhnchen der Joh. Friedrich Augustin Eheleute ist in der Stube jn Folge Ausströmend von Kohlengasen erstickt.. Löffingen. Der'Candidat der Pharmazie, Erwin Villinger von hier, hatsich in Erlangen erschossen. Mannheim. Der 61 Jahre alte Schlossermeister Zehle' erstickte im Abort eines HaüseS beim" Aufthauen' des Clofets in Folge der sich entwickelnden Kohlengase.. ; ;: ... . . . 'Rümmingen. .Der 65 -Jahre ölte, unheilbar, kränke. Laydwirth Samuel Frey hat sich erbänat. .
Be! allen.
Vergnügungen im Freien kk, wo Einen so leicht ein Unglück 'MMl passiren kann wie z. B. . . .
Verreilkungen, Verstanchungen und Quetschungen "Virnf i - 51. GEL den ersten Platz ein als das beste und sicherste Heilmittel. . . .
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fvtU Städtr. Hamburg. Der Kaufmann Hadler erschoß sich wegen Spielverlusten an der Börse, namentlich in Baumwolle, die auf 1 1-2 Millionen Mark geschätzt werden. Der Verlust schädigt, wie es heißt, nur die Familie. Der Hauptbuchhalter der Dynamit-Aktien-gesellschaft. Karl Zander, welcher, seit 24 Jahren im Dienst derselben steht, hat den Betrag von 630.000 M. unterschlagen. Zander steht im Alter von 68 Jahren und genoß verdientes Ansehen an der Börse. Bremen. Ueber das Vermögen des Weinhändlers Georg Carl Heinrich Rode, in Firma G. Rode in Bremen, Catharinenstraße 7 wohnhast, ist der Conkurs eröffnet. Lübeck. Hier ist der Privatmann Hugo Struck nach langem Leiden im Alter von 76 Jahren gestorben. " Sranshn?ekg. Braun schwe ig. Letzthin fanden v der Strafkammer des hiesigen Landgerichts die Verhandlungen gegen 15 Rangierer, Wagenschreiber, Hülfsrangiermeister u. s. w., sowie drei Frauen statt wegen der großen, umfangreichen Diebstähle, welche in den letzten Jahren auf dem hiesigen Güterbahnhos der Staatseisenbahn verübt wurden. Es waren namentlich durchgehende Wagen nach Beseitigung der Plomben bestohlen worden. Zehn Angeklagte wurden zu Zuchthausstrafen von 1 Jahr bis 3 1-2 Jahren, sechs Angeklagte zu Gefängnißstrafen bis zu '1 Jahr verurtheilt. Zwei Anaeklagte wurden freigesprochen. 0Ixrrlti. Wien. Die wegen Verdachtes der Mitwissenschaft an dem Raubmorde, den ihr Gatte an dem Advokaten Dr. Rothziegel begangen, in Haft genommene Frau Franziska Eichinger wurde wieder freigelassen. ' Das Schicksal der unglücklichen Frau erregt allenthalben das tiefste Mitleid. Budapest. Der sogenannte Lottokönig Melchior Farkas, dessen Proceß seinerzeit so aroßes Aufsehen erregte, wurde aus dem Szegediner Geängnisse entlassen, nachdem er 'eine fünfjährige Kerkerstrafe vollstänn'g abgebüßt hatte. Einem Besucher gegenüber behauptete FrakaS, daß er sich unschuldig fühle und, um seine Unschuld zu beweisen, sofort die Re Vision seines Processes fordern werde. . L e m b e r g. Die hiesige "Polizei verhaftete vier Betrüger, an deren Spitze der Kellner Flitter steht. Sie haben 300 auf mehr als 100.000 fl. lautende Schuldbriefe mit gefälschten Unterschriften eines Erzherzogs und mehrerer hoher Generale in Umlauf gescht. 34mtt. Bern. Die Mllnsterglocken werden wegen Umbau der Thurmwächterwohnung 1 1-2 Monate lang nicht geläutet. Im Alter von 84 Jahren starb der Maler Rudolf Durheim. A a r g a u. Jn Aarburg starb Jnftitutsvorsteher Zuberbühler - Käppiger. B a s e l l a n d. Lehrer Zeller, welcher 1891 mit seinem Collegen Dr. Jenny in Mönchenstein verunglückte, ist in Therwill gestorben. Der Vertrag mit der Vasler Gemeinnützigen Gesellschaft, betreffend das Davoser Sanatorium, ist von ersterer genehmigt worden. Basellanb zahlt Fr." 60.000 an die Kosten und hat Anrech! auf 10 von 60 Sitzen. L uz ern. Jn Luzern starb ZeugHausverwalter Schmid. Wallis. Als Seltenheit wird das gänzliche Einfrieren der Rhone bei Cully gemeldet. Zürich. In Zürich starb Herr Bodmer-Trumpler, Besitzer der schönen Villa Seeburg" in Riesbach. Er war wie sein seliger Vater, Herr BodmerStockar, ein warmer Freund aller schönen Künste und hatin geräuschloser Weise viel Gutes' gewirkt. Die Gabenliste für das eidgenössische Schützenfest in Winterthur weist bis jetzt Fr. 61.666 auf.- - m sV Keine R o s e n o h n e D o rnen. Kohn: 'D'u der'Jtzig'lst durch seine 'Heirath auch nicht auf Rosen zu sitzen gekommen, hat seine - Schwiegermutter bei sich, soll eine böse Sieben sein." Wolf: Nrni, wie heißt?.Will er sitzen auf Rosen, muß er auch sitzen auf Dornen." ' ' ' ' E r r o l l t. Schauspieler (zur Dienstmagd): Lassen Sie Niemand zu mir herein, ich . habe: mit meiner Rolle zu thun!" (Bald darauf komm! ein Herr, der . durchaus den Schauspieler sprechen will.) Dienstmagd: Bitte, kommen Sie gefälligst ein anderes 'Mal, der Herr hat jetzt keine Zeit er rollt V Zettgemäß. Pfarrer: ,Wie heißt der Berg, auf welchem die Arche Noahs stehen blieb?" Fritz (schweigt)' - Pfarrer: Nun, ich' will Dir -zu Hilfe kommen: Auf dem Berge Ära... Ära...." Fritz -(freudig): Tarara bum diäh!" Comptante Waare. Lebemann (nach der Hochzeit' zum Schwiegervater): Ich glaube, die Summe der Mitgift, die Sie mir gegeben ha--den. war nicht- ganz genau " . Bankier:) Genau! Sie vergessen, die zehn Vrocent Diont bei C. O. D." 1 -:
Feine alte
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Eisenbahn-Tabelle
Änlunft und Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. SlSgang Poklzug 7 30 5m vrrpreß ii ou in Expreß 12 40 Nm Accomodation 4 00 Nm Exvreß 7 00 Nm ervrek 11 23 Nm Slnkunft-Expreß 3 35 3? Expreß ia Accomodation 10 00$m Expreß 3 20 Nm Schnellzug 5 00 82m Accomadatum 7 40 Nm Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Cleveland Division. Abgang Expreß 4 15 Sa Expreß 10 30 35m Expreß 10 30Lm Limited Expreß S 10Nm Expreß S40Nm Ankunft Expreß 7 10 Vn' Expreß 11 30 93m Limited Expreß 11 30 Vm Expreß.'... 6 00 92m Expreß... ...HOONm St. LouiS Division. Abgang Expreß .......... .... 730 Vm Limited Expieß HbONm Expreß 1120 91m Expreß, täglich 11 45 Nm Ankunft Expreß taglich 4 00 Sin Expreß 2 50 91 Limited Expreß 6 30 53m Expreß 6 00 Nm Thicago und Cincinnatt Division östlich. Abgang Schnellzug 3 46 Vm Accomodation taglich 7 05 93m Accomodation 11 00 m Postzug 3 00Nm Accomsd. (nur Sonntags). Accomodation... 6 3öNm . Ankunft- Rushville Accomodation. " ' 11 At Vlm viji).. ......... -rnv Jnd'plb Acc. (nur Sonnt.). Accomodation Accomodation ...10 15 Nm Schnellzug ...11 10 Nm Chicago und Cincinnati Division westkiq. Abgang Accomodation 7 10 Vm Schnell.Post . : 11 60 9irn Lafayette Accomadation. . . . 6 00Nm , Schnellzug . ..12 15 Lm Ankunft Schnellzug 3 30Vm Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost 2K09!m Accomodation 6 15 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 25 53m Expreß........... 112592m Danville Accomodation. . . . 5 05 Nrn Expreß 1169 23m, Ankunft Expreß 3 25Vm Danville Accomodation. ... 10 35 Vm Expreß 2 60Nrn Expreß 6 65 91m Vlenirin rri?n?Rn t. WIVIWII vmf . Abgana Expreß 6 30 AmAccomodation Expreß.... 325 9!m Ankunft Expreß 11 40 Vrn Accomodation . Expreß...... 1000 Nm Lake Erie und WeKern. rsr m h m Avgang Cxpreg i w tut Expreß 12092m xprey i w scm - Schnell'Expreß Ankunft-cbnell, Kr : ' Expreß....' .....1020V ' Expreß... .. 2K0Nm . Expreß...... ........ ... 20 Nm PittSburg Cincinnati, Chicago und St. LouiS. . Indianapolis Diviston. Abgang Expreß 4ö0Vm ColumbuS Accomodation.. . S OO Vrn ' Expreß...... 3 30 92m Richmond Accomodation. . . 4 M Nm Expreß...... 6 10 Nm Ankunft Ricbmond Accomodation 8 55 Vm r Schnellzug.. 11.40 Vrn, Expreß . . . : -'-. vr. . .12 30 92m - Accomodation 3 2092m Expreß 6 60 92m Expreß .-r. ; .... v ...... . 10 15 Nm . Chicago Division via Kokorno. 1 Abgang-Expreß 11 00 Vm ' Gnrtk 112s)n Ankunft Expreß ... 3 35 Vm Expreß...' 3 15 92m LouiSville Division. Abgang Expreß 3 45 Vrn LouiSville Accomodation.. . 'S 10 Vrn Schnellzug..... 3 25 92m Accomodation 4 0192m Ankunft Accomodation 10 20 Vnr. Ssfittflliim : lstKstbw ' Accomodation ; 6 60 92m Cpezial täglich 11 OO 92" I "ri wmmmwwwww VW W MVCincinnati, Hamilton und InbianaPoliö. . . ' , - tAbgang Expreß... 3 40 Vrn , Cincinnati Accomodotisn . , 10 60 Vrn " frmre& o rtn ot ................. . owin Expreß 4 00 92m . Expreß ...v 6 30 92m Ankunft Accomodation ...."9 15 Vm Expreß 11 45 Vrn Expreß 7 30 92m Expreß.. ..10 65 92m Erpreß. ....... .........12 SO Vm 3nd:anäpolii und VincenneS.' Abaanä-Ervreß ........ I... .. oam - Zumcennes Accomodation... 4V0Nrn Ankunft VincenneS Accomodationw ISm Expreß 6 00 92m Cincinnati, Wabash und Michiga. Abgang Expreß ... 6L5Vm raft TlTtr 1 Erpreß . . Ankunft Expreß... Expreß u 7tm j 9 65 Vrn . j cn - '4 60 Nm -i 9 00 Nm' Expreß Indianapolis, Decatur und Western. Abgang Expreß Accomodation , Schnell, ErvreK...... 830 Cm ..... 3 40 92m 11 20 Am 3 30 53m ..... 10 40 53m ..... 4 60 93m Ankunft Schnell'Expreß . . . ccomooanon ....... Expreß , l,,tl.!N Qf. CWrC v rrr mivuuy uuv vicego Abgang Expreß 7.12 35 V expreß .1150 V Monon 5sprftnrnSrtion Astn Ankunft Expreß 3 30VM ixontrn ccomooanon 11 m Expreß.... 3 65 92 ff KXW.IW yvmr U Vn Mi Vy Jtkm K .. . Oooa wlo.Tr.7 ,X M work fae M. Umm&mt, " Ta aur ant m.k. a anica, at . caa uack 70a aaicklj kow t w irtm N M ia a d7 at U tait, aa4 aw a. fa a. Both atia. all x. la aas art I ' Aaianca, jm caa taw at aoa, ina all Toar ttia,ar para aMaaaaia ! a Um wora. All t .w. Gn.1 aT k. 1 f 1 .. nf;wur. nart 70, ratMiin . .IITl V i.tVrttvi ' .PMRinii .Miiiii(..tfUl PAKTR'UOJL IUL nuoa m IWSaO) 1 . - ä.S'm .1
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