Indiana Tribüne, Volume 18, Number 178, Indianapolis, Marion County, 17 March 1895 — Page 4

Jndisna Tribüne.

Erscheint Taglich und Sonntags. Die tZzliche Tribüne- kostet drch den Xitgtr ,13 Gents per Woche, die SonntagS'TrtbSne Gents per OoSe. Beide ,usamme 15 Cents der 5 (Str.tS per Vkovat. Per Post auSerhalb de, E:dt zugeschickt in VorauZdezahlung V1 per Jir. . vfftrs, IS Süd Alabama Straße. 3nbiaacpoifo, 3no,7. März 1895, Sonntags - putai. Der Plauderer sieht sich in die schmerzliche Lage verseht etwa? zurück, zunehmen, daS er litzten Sonntag gesagt hat. Er spendete nämlich unserm StaatsZirkus großes Lob und sagte daß die Menagerie sowie die übrigen dazu gehörigen drefsirten Affen, Esel, Schafe, Schv .... sich sehr vohl erzogen benonimen hätten. DieseS muß ich dernentiren und nehme ek auch hiermit feieilich zurück indem ich erkläre: Ein Esel bleibt Esel; auS einem Schas wird kein Salomon und das Schw.... verdient seinen Namen mit Recht, denn et ist ein Schv . . ., und bleibt ein?, selbst enn eS sich auf einem Teppich älzt. Da sieht man mal wieder, wie schnell die angequälte Zivilisation und Dressur sich abschleift und wie flink die Viehche? die Zähne weisen.' . ' Die heillose Keilerei in der IndianerLegislatur der alauer stammt nicht von mir hat mich zu den folgenden rhapsodischen Betrachtungen, frei nach Schiller begeistert. Allerdings habe ich daö ganze OpuS ncch nicht fertig, bin aber im Stande enigftent einige Proben vorzulegen. Elevatorszene, eilerei im Sang sowie Sitzungssaal mit einigen moralischen Betrachtung en frei nach Schiller. Wohl nun kann die Fahrt beginnen; Denkt Herr King und seine Treu'n Doch noch eh' sie sich besinnen Smd sie schon nicht mehr allein. Satt den King heraus, Gott bewahr daS HauS ! Auf und cbroort3 voller Grausen Sieht den Fahrstuhl jetzt man sausen. Qohlthätiz ist der Fahrstuhlschacht, -Wenn ihr den Mensch bezähmt, beaacht. Daß er der Treppen sich entrafft, DaS dankt er dieser HimmelSkraft. -. Doch furchtbar wird die Hinnneltkraft. ' Wenn ÄdsinS sich mit ihr befaßt, Lsn Eachverstandniß keine Spur, . Den Hebel faßt aus VoSheit nur. Wehe, nenn er losgelassen s Lausend ohne kund' e Hand : Durch verschiedene Gelasse " Auf und ab ohn' Wiederstand k Denn Legislativen Haffen Das Gebild von Gov'nerS Hand, 'i In dem Fahrstuhl i" Setzt eS Keile ) Eine Weile i Auf den Rücken, oder auch Auf den Bauch. -: Hort ihr'S rsimmern in dem Ding? DaS ist King ! Schlag auf Schlag Du mein Limmel; Auf d?m dritten Stock herrscht Welch Getümmel. """" V Gänge auf! 3 Staub nallt auf. j Immer dichter hagelt'S Keile, Durch der Gange lange Zeile ' ,' Wächst eS fort mit WindeSeile Donnernd, roie au' HLllenNachen Hort man'S an die Thüre krachen. Kämpfer stürzen, Fensten klirren Jungfrauen jammern, LadieS irren, Vzron wimmert, - Denn ze trummert, Ist ihm von der tapfren Sippe Seine zweite linke Rippe. . Alles schreiet, boxt vnd sichtet, GaShell ist die flacht gelichtet. Durch der Hände lange Kette Um die Wette Fliegt der Spucknapf; ' hoch im Äogen Spritzen Quellen TabakZmogen. Heulend kommt Su'kurS gezogen. ,4 Der dies mit Vergnügen fand. 1 Krachend wie de Meeres Wogen Brechen sie den Widerstand. In deS Sitzungssaales Raume Stürzt die Meute ohne Säumen, Und als ollte sie noch hier Mit sich fort der Botschaft Wucht , Reißen 'n geroalt'ger Flucht, , Wächst nur noch deS RaufenS Gier. Riesengroß ! Hoffnungslos ... Weichet King der Gotterstärke Müssig sie deS GovVr's Werkt Er verhauen untergeh'n. Nun vertagt Ist die Stätte, . . .... Dieser Stürme rauheS Bette, In den oden Sitzungssäle Wohnt daS Grauen Und zerbroch'ne Möbel schauen Stumm hinein. Heil'ge Ordnung, segensreiche Himmels tochter, die daS Gleiche Frei und leicht und freudig bindet, Die der Städte Bau gegründet. Die here n von den Gefilden Rief den ungesell'gen Wilden. Eintrat in deS LtaatShauS Mitten, Sie gewöhnt an milde Sitten. Sie die allertheu'rste Bande Im polit'schen Vaterlande. Der Plauderer. icirit hat Schiller die Vertreter auS der Countro gemeint. A. d. Pl.

2er Noscnmontagözg in Köln. 5kl,. rt Schönste cp der Welt C'ft btr tfafcflffr, Eu lang drr nopp an dn Bod no? Soll bllkvkn en Ehr! In diesem Kernspruch ist die Tcnk. art des echten Kölners in epigrammati scher Kürze gekennzeichnet. Der Gar neval mit seinen bumorsvrülzenden

Cikuncen. seinen von rheinischem , -. w i mi c r.fi :tl I royttnn ourcyweyien axcnicnc i dem eckten Kölner Kinde das Ideal, an i dem sein Herz unwandelbar hänat. Die drei Carnevalstage selbst sind die drei höchsten Festtage, nach denen sich die ganze Zeitrechnung richtet, und der , ttoienmontaasua ist das alännde Gestirn, das'cntrum seiner Faschings todt. Ueber den beuriaen ;sua entroirft die K. Z." das folgende fcs. j sclndeBllo: Ter Zog lütt'.", so geht der Nuf, sich stetig fortpflanzend, durch die wie dauern' dasjckende Mcnschcnmenae. die schon stundenlang die beiden Seiten der Strafn beseht I;alt. Herolde zu Pferde erscheinen, hoch flattert das Banner mit dem gestickten Kölner Wap peii, die Pferde tänzeln zu der Melodie, die ein Trompetercorps, in blau und veiß gekleidet, erschallen läßt. Es- ist das MusikcorpZ der FunkenArtillerie, die nun in ihren prächtigen blau-wei ßen Uniformen dahcrzieht; ihr gebührte der Vortritt, denn Heuer sind es 25 Jahre, daß sie zuerst dem Carneval sich als eine der besten Stützen anbct und zum ersten Male am Zuge theilnahm. Da zeigt sich auch schon der Jubiläums, wagen, ein prächtiger hoher Bau, ganz in blau und treiß gehalten und von ei nem mächtigen zeltartigen Aufbau gekrönt. Ter Hintergrund deS reich de corirten Innern , zeigt die von einem Silberkranz umgebene Zahl 25. . Ter Postillon von Lonjumeau, der sänge, kundige Schwager, ladet zu. einem Postcouvert la Stephan ein, und tatsächlich ist dieses Couvert so reichhaltig, daß auch der Gaumen des ver Oöhntesten Gourmand nichts daran auszusetzen hätte. Wer geringere An sprüche stellt, wird bei den .Wienern in Köln" (Wanderclub - Fortuna), welche die berühmten Heißen", die Wiener Würstel, bei den Klangen eines Musikcorps der Köche darbieten, recht schmackhafte Ware finden. Mallmstei. ner erscheinen hoch zu Roß. Ein Wa gen mit einem Riesen-Teleskop schwankt daher; eS ist .WallensteinS Lager(Närrischer Bundesrath). Ter Held ruht sanft auf seinem Lager, während Seni Wache hält und ab und zu einen Blick durch das Fernrohr wirft; dem griesgrämigen Sterndeuter scheint eS inmitten des Faschingsgetümmels un gemüthlich' zu werden; besser finden sich die Piccolomini zurecht; sie pfeifenganz fidel indem bunten Gewimmel, (iin Musikcorps in prachtvollen alt deutschen Costümen spielt oen relegirtcn Stubenten (Äeustüdter Narrenbrüder), dem Bettelstudenten und dem bemoos ten Haupt eine fröhliche Studenten, weise; diese dringt , bis in Auerbachö Keller, der unS jetzt in humoristischer Weise vorgeführt wird (Gesellschaft Klimm - Bamm). Die Kell:rscene ist wirklich orizinell. In der Höhe erschei neu Mephisto mit Faust, grad: im Äegriff, auf ihrer lustigen Neise Halt zu machen und zu den Studenten hinabzusteigkn. Wieder erklingen die Weisen eines MusikcorpZ, daö in reizendem Nenaissancecostüm einherschreitet. Ritter in prachtvollen Gewändern künden das Nahen eines Fürsten an, und da erscheint auch schon der herrliche Wagen der Clever Schwanenburg (Gesellschaft Narrenzunft). Als Decoration des mit vieler Pracht ausgestatteten - Baues kehrt immer das Schwanenmotw wieder, und dort steht der Schwanenritter selbst, Lohengrin, der zur Clever Burg gezogen ist und. hier von dem Herzog ÄdolfuZ begrüßt wird. Hoch oben auf dem Wagen sehen wir in reizender Nächbildung die alte Clever Burg; die ganze Gruppe ist eins der .prächtigsten Bilder deS ZugeS. Nothltidende LandWirthe von bemerkenSwerthem KörperGewicht auf schweren Gäulen reiten vor dem Barbier von Köln" (Carnevalipischer Stadtrath). Eifrig ist, derselbe beschäftigt, einen Kölner Bürger. Über den Löffel zu barbiren, während den HaupUheil - deö WagenS eine riesige Steuerschraube einnimmt, die sehr stark angedreht, auf die darunter Eilenden eine eigenthümliche Wirkung ausübt. Im Hinterqrunde thront die Gerechtigkeit. Ein Musikcorps im Costüm'fahrender Sancser, gefolgt von Mandolinenspielern, bereitet auf daS Erscheinen M SängerS des classischen Alterthums vor? Orpheus erscheint in reizend:? Begleitung auf der Fahrt zur Unterwelt mit der Leier in der Rechten (Gesellsckaft Maialöckcken). Wohin die Zsahrt ehr, zeigt ein großes Thor, daö eine merkwürdige . Ähnlichkeit mit dem Qunvrofil deS großen städtischen SammelcanilS - hat. Meyerbeer. Wagner, Rossini und Ben Akiba reiten vor dem Propheten" (Gesellschaft Greesberger) her? eS ist aber einer jener Vropheten, von denen daS Sprichwort sagt daß sie in ihrem eigenen Lande nicht besonderö geehrt werden. Vathan der Weises Karmärker . . und Vicarde und die Weiße Dame sind die Borreiter deö Undinen - Wagens (Gesellschaft Ein' tracht); Kühleborn sitzt vorn auf einem ??elsen. die holde Jungfrau thront in der Höhe an einem Brunnen, während auf der Rückseite deSWagenS eine koblensaure Jungfrau" ihr erfriendeS Getränk credenzt. ES. folgt in MusikeorvS der Heroze, dem lichZne drollige Fukarüpv'e Der gemischte Chor- (Gesellschaft Arion) anschließt mit 'dem vielen i Humor . entwickelnden, ; Wagen '.Militärfromm oder Die Kunst, geliebt zn werden-. Nun erblicken wir ein reizende? Bildchen. baS namentlich von der KinderWelt mit Iub:l beqrüßt wird. daS rei?ende Knusperhäuscben mit Sänsel und Gretel: die Heie auckt zum FenSettben

Zzlnaus und siebk, wie die' beiden Kinder sich die Taschen mit Marzipan und Zuck:rkand füllen. Sie ruft: .?nu5ver, knuspcr KnüuSchen, Wer knuspert an meinem Häuschen! Vorbei schwankt der Wagen. Wiedcrum ein anderes Bild. Im schmucken Costüm der Winzer spielt eine Musikkapelle (Musikrern Arion) lustige Weisen. Ter Könrg und die Königin der Thiere traben daher. ibnen folgt Reinecke Zvuchs iEe s I sck'ast snvcntsmöhne). der vor dem Vfta rttirln$ t'mem r.erni rtjpnSn

--r --"- ........ " I ijuiviii Wi thshäuschen, fit. Wieder folgt ' tin Rcitergruppe. die beiden Sckü'ien un der Troubadour, denen sich ein humorvoller Wagen T:e lustigen Weiber von Tahome" anschließt (Gesellschaft Närrische Südwester). Im vlntergrunde erbliat man das Pfand baus, d?n Mittelpunkt nimt eine ?alme ein, an der eine oft genannte . Persönlichkeit sLeist) festgebunden ist. ' während die Tahomeweiber den bekann. ten Grundsatz: Was du nicht willst,' daß dir man thu. das füg' auch keinem andern zu!" drastisch in die Wirklichkeit übersetzen.. ES folgen Landsknechte und Handwerksburschen, die der Heimath" zustreben, nicht der von Sudennann,' sondern der Herberge zur Heimath(Gesellschaft Närrische Genossenschaft). deren Wirth mit einladender Handbe wegüng die müden Wanderer zur Ein kehr auffordert. Opgesplllt met Fleute, Trumme, Schrumm. de kölsche Zunke kumme. Aörop der Kumendant, . Ter Zabel en der Hand, . . Blank de Woob rut und wieß, Knoddepürk mangS un grieS, Und dä Böckem lunk vum Hot, Un dat Oellig.' dat mäht Mot. Unter den Klängen dieses neuen flotten Marsches rückt die Kerntruppe des Prinzen Carneval, die Funken.Jn fanterie, heran. Bald schwärmt dieser,' bald jener Knubbel" auf Befehl des tapfern Commandanten auS, um'einen Sturm auf Mächenherzen zu machen sich Küsse von rothen Lippen zu rauden; die Funkenpost übermittelt die durstigen Killsts-ckoux. Münchhausen, der größte Aufschneider aller Zeiten, wird der bekannten Erzählung ge mäß auf dem folgenden Wagen auS einer Kanone geschossen. Nun folgt der.EeckeN'Bähnchen mit den hilligen Mädchen und Knechten, die ihre altmo dischen Tänze ausführen. Ein schönes Bild bietet sich nun den Augen der Menge. Im reichen Costüm der LandS. knechte schreitet wieder ein MusikcorpS (Gesellschaft Ossian) daher. Herolde, KranztrSger und Äorreiter zeigen an, daß eine der Hauptnummern deS Zu geö, der Prachtwagen des Kölner BauerS (Große CarnevalS.Gefellschaft) herannaht. Bon den Zinnen der alten Befestigung herab grüßt der Kölner Bauer an der. Seite seiner holdseligen Jungfrau das ihm zujauchzende Volk.' Ten Fuß der Festungswerke bespült der Rhein, auf dessen Wellen sich ein mit lustigen Zechern besetztes Boot chaukelt. ES ist ein prächtiges Bild,' lott entworfen und gediegen auSgetthrt. Ein altdeutsches MusikcorpS erscheint; kräftige Gestalten in normannischer Tracht sprengen vor dem Wikinger. Schiff (Ges. Närrische Kochkünstler) da. hin, das nun mit geblähten Segeln folgt, besetzt mit kühnen Nordlandö. fahrern. Wiederum wechselt daS Bild. In reicher Tracht folgt ein orientali. scheS MusikcorpS. Reiter mit Pfauen, wedeln verkünden das Herannahen der Königin von Saba. die auf einem märchenhaft schön decorirten Wagen (Große Kölner CarnevalS'Gesellschast) thront. Sphinxe. Pfauenwedel, Pal. men, Teppiche, alles ist aufgeboten.' um ein Bild orientalischer Pracht und Herrlichkeit zur Anschauung zu bringen.' Reicher noch werden jetzt die Trachten; eö naht Prinz Carneval als Don Juan; ein Trompetercorps hoch ,u Roß in den stadtkölnischen Farben schmet tert seine Fmfaren; eine stattliche Ehrengarde m den vier FaschingSfarben reitet , dem Prachtwagen (gestellt von den vereinigten Dienstags-Ballgesell-schaften) voraus, der sich nun in sei nem ganzen Glänze zeigt. ' ES ist in der That ein Prachtbau, von Meister. Hand entworfen und mit fürstlichem Pomp aSges?attet. Ter Unterbau ttigt die reichen, kühn geschwungenen normen deS Barock; der mittlere Theil, in den einfachern, edlen Formender Renaissance gehalten und mit den Mu. sen besetzt, dient als kräftige Stütze deS sich, über demselben hoch in die Lüfte erhebenden, in Barock reich auSgefüyrten ThroneS, der vom Gott Amor ge krönt ?ird. Vom Thron herab begrüßt Prinz Carneval, in Ausstattung und Maske vorzüglich repräsentirt dutch Herrn Sayser. seine ihm Zujubelnden närrischen Unterthanen, welche die mit vollen Händen von der Höhe herabgiworfenen Procl?mationen An mein Volt- haschen. DaS Ganzi ist ein wunderschönes Bild, das jedes Narrenherz höher schlagen läßt. Pracht uyd (dlanz rauschen vorüber; der ßumor jritt zum Schlüsse wieder in seine Rechte. DaS Kölner Hännes. chen.Theater (Gesellschaft Närrische Mei. stersinger) als Gipfelpunkt ' dramati. scher Kunst, begleitet vom Reisewa'gen der Wittwe Klotz und dem MusikcorpS Sibbe Gebröder-, bildet einen drolligen Abschluß deö großen MaSkenzugeS. .!... m.. Seit alten Zeiten schätzt man schon Die Mischung ächten BluteZ, Drum hält man auch noch heutigen TagS Die Blutwurst für was GuteS. O diese Frauen! A.: Nein! daS ist ja kaum auszuhalten! Meine Frau hat sich schon wieder einen neuen Hut in den ZZops-gesetzt!--S.: Wenn's weiter nichts ist; meine Frau hat sich ihn bereits au f. den füPi aesedt." g--V-jr

L a ch g u st ' l.

Eine ,,nlLß" volle Kcschichte auS Oberbaycrn von ib. Lyn.-z, Die Rest war ein dralles Mad'l und der Bauer, bei dem sie als Sennerin in Dienst stand, war w'hl zufrieden mit ibr. Den 5tüh:n, die ihrer Obhut unterstanden, war's wohl gleichgiltlg, ob ihre Hüterin schön oder haßlicy war, den Bud'n unten im Dorf weniger. Und die meinten von derNesi, ihre )jta' sei so arg lang, daß man sich bei ihr schier furchten that vor'm Müssen. Uno zu was hat der Bub' sein Mad'l, wenn er's nicht gern lütn sollt! Da haben die Stadtleute einSprüchwort: Auch der geringste Topf find't seinen Deckel! Aus unsern Fall übertragen, würd' es h:!ßen: Auch die unschöne Res'l find't ihren Schatz! Und das Sprüchwort traf zu. doppelt sogar, denn mit ein:m ZJtal hatte die schlecht Rest Zwei, die ihr: Neigung ihr zuwandten den Gust'l, den letzten Knecht ihres Bauern, den sie Alle im Dorf wegen seines talpischen Lachens den Lachgust':" nannten, und den wüsten Sepp, den Holzfäller. ES ist wahr, diese beiden Deckel paßten zum. Topf-. Weder Lachgust'l noch Sepp hatten von der Mutter Natur, die sie mit derben Gliedern und stählernen Knochen ausgestattet hatte, die anmuthige Gabe' der Schönheit mit auf die Welt bekommen. Aber die Res'l dachte trotzdem: Ein Schatz ist besser als keiner und wenn's selbst ein häßliches Mannsbild ist, Hauptsache bleibt doch immer der Mann!" Aber welchem von den Beiden sollte sie den noch unangetasteten Schatz ihrer !?eigung zuwenden? Der Lachgust'l konnte besser Zither schlagen als der Sepp, dieser . hinwiederum . verdiente mit seiner Axt manche klingendes Silkerstück' und das erweckte begründete Aussicht auf ein neues Auseniuch, auf einen silbernen Anhenker,' ein Kettlein und was der SehnsuchtS Gegenstände einer oberbayerischen. Dirn mehr, sein mögen! Vorläufig ' begünstigte' die schlaue Res'l deshalb .'noch keinen ihrer Anbeter. ' , Diese wußten bald,' daß jeder . von ihnen auf dem gleichen' Wege dahinzog. Und. eines schönen TageS, da kamen der Sepp. und der -Lachgust'l nach Feierabend auf dem Wege zum Dorf krug aufeinander. Der Sepp ruckte an seiner über die Schultern gelegten Axt, abe? Gust'l schlug nur seine Lache auf. Willst mr 'leicht noch frozeln?' rief der Sej?p drohend. : . Fallt mir not ein!-, entgegnete ider Lachgust'l. Schau. Sepp.. geh her und sei stad. Wenn's noch a blitzsauberes Mad'l war', aber, um die Res'l da wär a Streiterei gir zum Lach'n!- - Dann -halt Dei' Knoch'n von der Alm Büchsenschuß ab!- drohte der Sepp. . Fallt, mir not ein!- lachtd, Gust'l.' 'ö paßt halt zu mir, daS Res'l" Und i zu ihr!- schrie der Sepp.' Alleweil fechten'S .m'r ausl". rief der Gust'l und brach auf'ö Neue in sein Lachen auS. Aber, laß' Dei' Axt ruh'n! not so! Will Dir ein'n Borschlag . mach'n. Sepp , hab' mein Lohn in . der Taschen,., da .drunt' ist's Wirthshaus gangen, m'r.' ein! un probir'n'S mit d'r Maß, wem'S Mad'l gehör'n-soll!- - Z'wegen meiner, gut!- sagte er kurz und ging mit. Der Wirth, schmunzelte, als der Gust'l sein Säckchen mit, den harten Münzen cruf den Tisch warf, und trug Mast für Ma heran. No gilt'S!- fagte der Sepp fang'n m'r an. Und der soll's Mad'l krieg'n, der - ' mehr Maß' halten kann von unZ zwei Leuten.- sagte der Lachgust'l listig und der Sepp schlug ein. Der Sepp trank und machte einen Kreidestrich um den - anderen. Der Gust'l trank nicht die Hälfte und gab immer , mehr Zeiten einer zunehmenden Verauschtheit. Und. alö , des Sepps Augen erst gläsern zu blicken anfingen, da flög der-Gust'l rücklings von. der Bank herunter und schnaxazte lo5. als sei -er unten in -der, Vrettermühle die große, Säge und, hätte einen alten Knorpelstamm vor. sich. . " Der Sepp stand. vergnügt auf, aber seine Beine wollten nicht so recht fort. Einerlei dnr Gust'l hatte er ja doch nun , für immer auZ dem-Felde geschlagen. ... Kaum hatte die Schenkthür sich hinter ibm. geschlossen da .'ging mit dein' Lachgust'l da unter -dem Tisch etwas ganz besonderes vor. Erst machte die Säge Halt, dann öffnet: er ganz munter die Augen und lachte den, verblüfften Wirth an. Und dann stand er auf. zog seinen Janker an. bezahlte den Wirth und schob mit einem Juchzer hinaus, schnellen und' durchaus nicht wankenden Schrittes den Berg hinan. Der Lachgust'l ist närrisch wor'n!" brummte der Dorfwirth. Fallt erst hin wie an g'schlag'ner Stier, daß i denk, er hat an'n 'Mordsrausch, und eh' i a Ave, Maria beten kann, ist er auf und dvon. ' Wer weiß halt wo- ' ,. ! Und , wohin . ging der LachausN? Mit den Wegen und Siegen wohl dertraut, grad' empor, der Alm zu. auf der die schieche Res'l just einen Schmarr'n bereitete und beim Einruhren daran dachte, wer von. den Beken wohl den andern auZ dem Felde schlagen mochte. , Und in dem nämlichen Moment,, in dem der Schmarrn fertig wär, klang draußen ein Juchzer und der Lachgust'l trat ein. Stört uns nimmer, der. Sepp, hab' ihn ausstochen!- rief er und sem Lachen schallte diesmal gar nicht so talkisch, sonderg j klang pfiffig gejrua. r ti"vwri P- Vr '.rT T,wyapi

ZVechsel-Iahre." ES giebt im Lcöm der Fraum eine Periode zwischen dem SG. rnid 55. Jahre, welche ein bedeutendes Ercigniß in deren Existenz bildet und einen großen Einfluß auf deren Glück und Gesundheit auLübk. Dieser Zustand greift in einer ganz beson oerS niederschlagenden Weise daS ganze Nervensystem an und da die Funktion des Magens, der Leber, Nieren und des He? zcnS ausschließlich durch das sympathetische Nervensystem kontrolirt wird, so ist es leicht erklärlich, weshalb Frauen wäh rcnd diese? Periode soviel durch die KrankHeiken dieser Organe zu leiden haben. Dr. Schoop fsnd, daß Leben uud Kraft uf Nervenstärke beruhen und seine Arznei Wiederhersteller ist eine event deckte Medizin, welche diese Leiden heilt durch die Einwirkung auf die Nerven, welche diese Organe kontroliren und wo die Ursache dieser Leiöen zu suchen ist. Diese Ärznei it eine anerkannte Wohlthat für leidende Frauen und ein versuch wird solch?? beweisen. Dr. Schoop'S Wieder Hersteller- ist kein Nervtne- mit wel chem Namen giftige Nervenreimittel bezeich et werden und welche gewöhnuch das Leide nur verstärken, sondern eS ist eme Medizin die zur Kräftigung und Ernährung des geschwöcbten NervenssstemS beiträgt und dadurch die eigentlichen Ursachen deS Leidens entfernt. Ja rothe! oder sranco xer Srei für $1.00.

Dr. Schoop'S Weg weiser zur Gesundheit," ein Buch, velcdeS Mit. theilunaen über die Wechsel Jahre enthält. nebst Proben, werden an jede leidende ffrau fr versandt. Man schreibe an Dr.SÄoov. Box 9. Racine. Wis. Unsere jVfaäarne hlzs ist gerade zurückgekehrt von einer drei wöchentlichen Visite deS Mode-Centre der Erde, wo sie sich die neuesten ErZeugnisse von den ersten Modisten an, gesehen und gesichert hat, mit der Ver einigung der modernsten und ezclufiven Pariser und New Sorker Kleider-macher-Ansichten. Die parlors sind jetzt geöffnet. Buchen Sie Ihre Aufträge so bald alö möglich. TIeue Seiden Neu. Neue Kleiderstoffe Neu Neue Spitzen Neu Neue Besätze Neu Neue Bänder Neu ISJyresiih) Jenes Maria!" rief Res'l. .Hast ihn doch not hin - Aber sie konnte ihre, schlimme Befllrchtung nicht ganz in Worte kleiden, denn alsbald klang ein zweiter, recht heiser klingender Juchzer auf der Mm und in der Thür, , sie mit unsicheren Handen öffnend, stand der torkelnde Sepp. Er blickte auf den lachenden Sustt die auf einen Geist. .Bist Du's waZ thust hier? Mein iZ die SW!" .Mein! sagte ruhig der Gustl.' I haö' mehr Maß trunken - fuhr der Holzfäller auf. JZ schon alleweil richti', aber daZ sab's nöt mehr Mab halten hab' i Du bist b'rauscht i nöt!" triumphirte der Gust'l. .Und's Res'l iZ mein un bleibt's!" Der Sepp wollte mit der Kraft seiner häufte zurückerringen, was Gust'l ihm durch sein: Schlauheit abgetrotzt, aber jetzt warf sich auch die Nes'l rn'S Mittel und nahm Partei für den Gust'l. Und drum blieb'S so, ..der Oepp zog fluchend ab. Der Topf hatte seinen Deckel, die schicche Nesl den Lachgust'l! Ein schwache Geschöpf. Präsident: .schämen Sie sich nicht, Angeklagter, ein schwaches Geschöpf wie Ihre Frau mit Schlägen zu miöhan deln?" Angeklagter (lächelnd): .schwaches Jeschöpf? Haben Sie det ichivache Jeich)pf schun mal jeehn, Herr Präsldent?- Präsident: flem! Angeklagter: JJla dann er !oben'Se mir bloß eme janz kurze Mit.iheilung. Vor drei Wochen habe ick ihr oiegkn lassen uf die Automatenvaze. i:a wog det schwache Jezchöpf mit br lceder 187 Viuad.Drastischer I e w e i ö. Herr (der sich mit 510.000 in die Le. (enZ)ersicherunz eingekauft hat): .Also, wenn ich zum Beispiel nächste Tockie stürbe..." Agent: Würde kch sofort Ihrer Frau einen HeirathZAntrag machen, so sicher ist ihr die 3im!j?! Befürchtung. Sind Sie uch b'i Geheimraths eingeladen? !ctt t Dz::k, nein! Gott seiDank? t zv Ihnen, es wird lustig. So'7 ti'.: heuristisch: Verlosung wird ImI. Darum eben! Wer w?iß. n ': die sechs unverheiratheten :r r?nS. d'. w'kden sollen! L . Lkeese, deutscher Zahnarzt, iOftOhioStr. 9 Meerschaumpfeisen, largedentrc'e pfeifen, Cigarrenspitzen bei W. Rucho, 199 Oft Washington Str.

,

' 'i' imWim' ! K V

im??r. - i'.r.i i" " renzel

WWWM.

.i-f - ; ft j i rtt T; ,i ia.r-LK5l f 13 11 r 1 CvL & V ÄVA b zJR 5A s--icai-. y iW.lS fM?HZMZ -r"- -J iisrS:" x &V?i:!-4Jt'l fe?!s)i'i7".H:. -1 -tr ,- 1 '' ' v....

. .--.:. i , :n zr. , i ijnr a i i, v m

Ro. 1 Wcst Washington Strakc, (I'lerodsrits t!onI Lkulc.)

Ein europäisches Departement. Wechsel, Creiitbriese und Poftanvn. sungen aus alle Städte Europa?. Schisssscheine nach und von Europa. An. und Verkauf ausländischen Geldes.

' f Sllffhsg " ff I V7. O .3 3 s r 3 3 s f &JhßlÜ$iJtWL f 1 leljetlap . ( Jre3!5-Ä..wrVwö a S a o aSffl p 1 ftsiSW NI tz l Wk U - Ss-slil'3!?? Äv IIS .ö ? ' 1 MZM- Zn$sfih Jl lilfli jlTOf&H

Soeben erhalten : Line hübsche Auswahl von Damen-Gürteln und Schnallen Dijouterke aller Art.

llztteles Wnyer nnö Co.,

S und 3i Wcft WÄhwßwJ Strafet.

&

Empfehlen ihr großes Lager von Mnder-WSgen, Stuhlen. Wiegen, Betten. Neuheiten in allen Departements. No. 17 und 1H9 OS Wafbingeon Straße. Die nahrhaftesten, reinsten und schmackhaftesten Biere find :

0M1

COLUMBIA, PALE SZLZS?. Gebraut und in glaschen zu beziehen von der

L D 5 i V,A RheumatiömuS, und Gicht jfrnfm.h. . aiarry. Electro MedicalCo., 60 Fifth LSriÄSt,itS ALoisäiÄ -i.c-x.ti c x L.ruv er.. V BlflCH IU) UlVUVU9 Ul Erkältungen V'unn1 HEäS und alle llrtkll Hulsund Lungenübel. r Hergestellt von No. 35 (Oft TNaryland Straße. Au haben in allm Vvotheken. EIS! EIS! EIS! Wir vkoufen künstl'cbe! EiS für einen Dollar die Tonne (2000 Pfs ) . VerkaufSplätze: Ecke Delaware 6? .MarylandKr., und 181 Weit Ohio Str. Haupt.Ofnce : 22.5 West Walnutsir. Telephon 1093. 9.ShrllAt CinaritSt. Snft'te i, 15 0 0 SNtcheSt 60,000 ! CDH"0- Hob CD-, F. J Beinliard, Deutscher Advokat und Naar Nl. 29 Süd Dclavare Str. Aimmer No. 7, Gebäude der Teutschen gegens. FkurrVerstch' erungZge sellschaft vonJndicma. !

MW

T

m

$Mä

ta Mfu

Brothers.

A

WWP VI 1 il ! HtMM 3 Vl

Telephon 1050.

olle brortfebfn Rienf

yjf ,m xzrr&i: "A -fe (f f es trtritnt Zahnschmerz, ,cM,ke Lre.nuch über Vtci.l'tztU, t. mr

iiti B' "

Elektricität.

Ave.. Chicago, Jll. Agenten verlangt. Wew-Handlung nebst Meinstnve s. 106 u. 108 N. Meridian Str. Telephon N1. JULIUS A. SCHULLEB, Bestellungen roerden nach irgend eine Stadtteil abgeliefert. G. Seukhardt, (Säe tolio S5 WvbU Straße Beste Getränke und Cigarren. XrtLXLC2l. Die feinste Cigarre. ü; Cigarren, Tabak, Naucherartikel, n größter Keyahl bei Q?Z22.a.Q. Z?. Aftrtmm 15 Nord Illinois Straße.

.-V

ßm'Y v

r i nii

; 'd. ir'iVi -inyrt. I

',-irT.,3it,rfr-(r-r,., ...r.