Indiana Tribüne, Volume 18, Number 172, Indianapolis, Marion County, 11 March 1895 — Page 2
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PSH"aP! Andiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntag?. Die tägliche .Tribüne- kostet durch den Träger 12 Cents per Woche, die SonntacSTribüne' 6 entS per Woche. Leids zusammen 1! Gents der 5 Cent per Monat. Per Post außerhalb der Stadt jugeschickt in VorauZoejählung V per Jahr. Zsftco, 18 Süd matama Straße. Indianapolis, Ind., 11. März 1K95. Die Versicherung gegen SlrdeUS lostgkeit. Der in der Swdt Bern gemachte Versuch, die unverschuldete ArbeitZlo sizkeit durch ein System regelmäßiger Versicherung zu bekämpfen, ist in anderen Theilen der Schweiz nicht ohne Rückwirkung geblieben. In den derschiedensten 'Theilen der Eidgenossensind in der zweiten Halste des vorigen und im Anfang des neuen Jahres recht ernstliche Versuche aemacht worden, das so lange für unlösbar gehalten Problem einer ArbeitslosenVersicherung systematisch zu regeln. Ohne unmittelbaren gesetzgeberischen Zweck behandelt die Frage der Versicherung gegen die Arbeitslosigkeit eine in französischer Sprache zu Neuchatel tu schienen kleine Schrift von Louis Egqer. Der Verfasser glaubt, daß auch in ungünstigster Zeit die Zahl der Areitslosen, abgesehen von den Saisongewerben, in den verschiedenen Jndustrien und bei den Ungelernten niemals das Mazimum von 1318 pCt. überschritten habe, und empfiehlt die Vildung freiwilliger Versicherungskassen auf Gegenseitigkeit, am besten im Anschluß an die Krankenkassen. Mit einem Monatsbritrag von 1 Fr., einer Staatssubvention von 4 Fr. per Kopf und geleaentlichen freiwilligen Unterstützungen hofst er. allen Arbeitslosen ' eine wöchentliche Unterstützung von 10 Fr. 80 R. auf die Dauer von 8 Wochen ewähren zu können. Der Staat solle sich gegen seine Subvention eine Controlle übe: diese Genossenschaften aus bedingen. Von irgend welchen praktischen Erfolgen mit diesem auf der freiwilligen Versicherung beruhenden Systeme weiß der Verfasser nichts zu berichten. Weit nachdrücklicher und praktischer hat es der Kanton St. Gallen versucht, die industrielle Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Auf Grund eines am 24. Juni in Kraft getretenen Gesetze, das den Gemeinden deö KantonS für sich allein, oder mehreren zu einem Verband vereinigt, aufgibt, die obligatorische Versicherung gegen Arbeitslosigkeit -für alle Arbeiter einzuführen, deren , Verdienst nicht 5 Fr. übersteigt, wurde ein Statut für die Gemeinden St. Gallen. Tablat und Straubenzell ausgearbeitet, welche eine gemeinsame Kasse zu begründen , beabsichtigten. Das Statut bestimmt im Besonderen, daß bei 3 Fr. Lohn ein Beitrag von 15 Rappen, bei 4 Fr. ein solcher von 20 Rp., bei 5 Fr. ein solcher von 30 Rp. zu leisten ist. Die Entschädigung an Arbeitslose soll täglich betragen für die erste Klasse 1 Fr. 80. für die zweite Klasse 2 Fr. 10, für die, dritte Klasse 2 Fr. 40 und auf höchstens 60 Arbeltstage gezahlt werden. Verheiratete Ausländer müssen ein halbes Jahr, ledige 11-2 Jahr ununterbrochen in einer der drei Gemeinden wohnen, ehe sie dem Verband beitreten können. Die kleine Gemeinde Tablat hat in der Volksabstimmung dieses Statut verworfen. Die Gemeinde St. Gallen hat bis jetzt die Abstimmung noch nicht vorgenommen. Gut Ding will Weile haben. Eine erheblich weitere Ausbildung und Vertiefung hat der Plan einer Versicherung gegen Arbeitslosigkeit durch den Entwurf eines Gesetzes erhalten, welchen der Regierungsrath des Kantons Baselstadt am 8. November 189-1 dem Großen Rathe vorgelegt hat. Nach Vorberathunz dieses Entwurfes durch eine Commission foll die Versicherung einstweilen nur cyif das Baugewerbe und auf alle dem Fabrikgesetze unterstellten Arbeite? usgedehnd werden. Die eigentliche Handwerksgesellen sollen aber vorerst nicht einbezogen werden. Wie in St. Gallen geht auch dieser Entwurf von dem Grundsatz der obligatorischen Versicherung aus. In einem sehr wichtigen Punkte unterscheid det sich aber der Entwurf von dem St. Gallener Gesetze. Er zieht auch die Arbeitgeber obligatorisch zu Beiträgen heran und organisirt die Erhebung der Beiträge nach dem Vorbild deÄ deutschen Krankenkassen - Gesetzes derart, daß die Beiträge für den Arbeitgeber und Arbeiter durch den ersteren zu erheben sind, selbstverständlich unter Verrcchnung der Arbeiterbeiträge auf den Lohn. Die Anstalt soll unter eine Verwaltung', von 9 Mitgliedern, namlich 3 Arbeitgeber, 5 Arbeiter und einen vom Regierungsraih ernannten Präsiderten gestellt werden. Zum Veitritt verpflichtet sind au: Arbeiter der genannten Gewerbe, insofern als ihr Lohn nicht 2000 Frs. jährlich übersteigt. Für die Beitragszahlungen der Arbeiter finb-2 Klassen voraesehen. In die erste Klasse fallen die Industrie- ' arbeite?, in die zweite die Bauarbeiter. Die ersteren zahlen Wochenbeiträge von 20, 30 Rappen, die zweite Klasse je nach ihrer Lohnhöhe 40, 60. 60 Rappen. Die Arbeitgeber zahlen für die erste Klasse 10, für die zweite 'Klasse 20 Rappen. Außerdem werden freiwillige Beiträge und Legate zum Nutzen der Anstalt erwartet. Der Kanton bestreitet sämmtliche Einrich tungs- und Verwaltungskosten und leistet außerdem einen festen Beitrag von W.000 Frs. . Für die Zeit der Arbeitslosigkeit werden keine Beiträge er- . Cöf Yit rtVr??ftTrSn VUiVUV I V IUVU VV V)HMMtHlWVl Unterstützungen ist davon abhängig, ob der 'Arbeitslose ledig oder verheira thet ist, und richtet sich im Uebrigen nach der Höhe des Arbeitslohnes, wel- . chen der Versicherte bezogen hat Die geringste Unterstützung ist 80 R. Dieselb? Ite'M iil.X Uh 6tz R. täslick.
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Ale Unterstützung kann aus die Dauer von 91 Tagen gewährt werden. Mitglieder, welche außerhalb des Kantons Bellbästiaung annehmen, erhalten 1 2 Fr. Zehrgelder. Keine Unterstützen, gen werden gewährt, wenn die Arbeits lostgkeit Folge eines Streiks oder frei, willigen Austrittes ist; wenn die Arbeitslosigkeit Folge von Krankheit oder Unfall ist; wenn der Versicherte weni. ger als 26 Wochen Beiträge bezahlt hat; wenn der Versierte eine ihm an gebotene Arbeitsstelle ohne wichtige Gründe ablehnt. Die Anstalt soll i. nen Reservefonds bis zu 200.000 Frs. ansammeln. Hat der Fonds diese Höhe erreicht, so sollen die Beiträge er. mäßigt werden. Auf Grund eines reichhaltigen Materials wird die Zahl der Arbeitslosen im Baugewerbe aus 66 2-3 geschätzt, in der Industrie aus 11 Procent, woraus sich , ein Durchschnitt von 20 Procent für Basel ergeben würde. Die Zeit der Arbeitslosig. keit wird auf durchschnittlich 67 Tage angenommen. Die Einnahmen der Anstalt werden auf 224.000 Frs., die Ausgaben auf 176.000 Frs. berechnet. Die Stadt Zürich hat während de, Wintermonate 1892 93 und 1893 94 Versuche mit der Unterstützung dez Arbeitslosen auS städtischen Mitteln gemacht. Die Unterstützungen wurden durch eine städtische Commission für Arbeitslose nach feststehenden Grundsähen zumeist in Naturalform vertheil! und saben der dringendsten Noth fit steuert. In einer kürzlich publicirten Schrift hat August, Merk vom Arbeitersecretariat in Zürich die Befürchtung ausgesprochen, daß durch die Einrichtung einer regelmäßigen Versicherung einer rücksichtslosen Bausperulation noch Vorschub geleistet werden könnte. Diesen Bedenken will der Verfasser durch namhafte Leistungen in Natura lien begegnen, sowie hauptsächlich durch die Rücksichtnahme der staatlichen und städtischen Behörden auf die regelmäßig wiederkehrende Arbeitslosigkeit bei der Vertheilung der öffentlichen Arbeiten. Denn das beste Mittel, 'die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, sagt er, sei die Beschaffung von Arbeit. Der Züricher Stadtrath hat sich durch , diese "Bedenken nicht abhalten lassen, auf der von anderen schweizer! schen Städten und Kantonen betretenen Babn rüstig vorwärts zu schreiten. Er hat bei dem großen Stadtrath, der allein kompetent ist, einer Zwangsversicherung die gesetzliche Grundlage zu geben, beantragt: 1) Eine Vorlage betreffend die Versicherung . gegen Arbeitslosigkeit auf Grund der obligatorischen Versicherung aufzustellen; 2) Für, den Winter 189495 die Unterstützung der Arbeitslosen nach dem Vorgange der beiden letzten Jahre zu organisiren. Eine Beschlußfassung des Großen Rathes liegt' noch nicht vor. Man zweifelt nicht, daß dieselbe zu Gunsten des Antrages ausfallen wird. Das Ergebniß der dem gleichen Ziele zusteuernden Arbeiten in den verschiedenen Kantonen laßt sich in folgender Weise zusammenfassen: 1) Die Einrichtung und regelmäßige Wirksamkeitiner Versicherung gegen die Folgen der Arbeitslosigkeit ist nicht mehr. als ein unlösbares Problem anzusehen.? Sie ist aus dem besten Wege, auf localem Boden derschiedenerStädte und Kantone, verwirklicht zu werden. 2) Es sind schon ziemlich übereinstimmende statistische Grundlagen für die Feststellung des Umfangs und der Dauer der Arbeitslosigkeit In den verschiedenen Gebieten, welche die Regelung in die Hand genommen haben, vorhanden. 3) 'Die Versicherung muß eine obligatorische für alle Arbeiter der Arbeitzweige sein, welche sie umfassen soll. 4) Die Versicherung kann nur dann erfolgreich .durchgeführt werden, wenn obliaatorische Beiträge von Arbeitern und Arbeitgebern geleistet werden, denen Subventionen der Gemeinden und des Staates od.? größerer Communalverbände hinzutreten müssen. ' 6) Die Leitung der Versicherungsänstalten wird am besten in die Hand von Arbeitgebern und Arbeitern mit einem von der Gemeinde oder vom Staate ernannten Präsidenten gelegt. 6) Die Versicherungsanstalten, müssen in Verbindung stehen mit den auf gleichen Grundlagen errichteten Anstalten für den Arbeitsnachweis.
Das Vermögen des Erzherzogs Albrecht. Es ist bekannt, daß der verstorbene Erzherzog Albrecht riesige Complexe. Landes besaß und einer der größten Grundbesitzer Oesterreich - Ungarns war. wie denn sein Fideicommiß- und Privatvermögen vereinigt ihn zu .einem der reichsten Leute Europas machte. Der Grundbesitz des Erzherzogs bestand aus den Herrschasten Altenburg mit 36.000 Joch, (ein Joch gleich 1.422 Acre) Bellye mit 110.000 Joch, Teschen mit 112,000 Joch. Saybusch mit 79,000 Joch und Seelowitz mit 12.000 Joch, sämmtliche Besitzungen umfassen demnach 349.000 Joch. Den Grundstock diese: Besitzungen - bildete das einstige Herzogthum Teschen. Dieser ganze ostschlesische Besitz führt den Namen der Kammer Teschen" und schließt großartige Industrieanlagen, bedeutende Brauereien, ferner gewaltige Eisenwerke, zahlreiche. Meierhöfe, Käsereien und unabsehbare Waldungen in sich. In Trzienetz an der Ka-schau-Oderberger Bahn befinden sich die zu diesem Besitze gehörigen erzherzoglichen Hammer- und Walzwerke, eine Bessemer Stahlfabrik PuddelLfen und eine Schienenfabrik Die Besitzung Trzienetz mit ihrem Gewirr thurmhoher rauchender Riesenschlote sieht sich wie eine Stadt im Kleinen ein. In Ustron und Friede! erheben sich erzherzogliche Hochöfen, ferne? umfaßte das Vermögen zahlreiche Erzbergwerke. In Jablunka und Czacza verarbeiten drei riesige Sägewerke den Holzreichthum der erzherzoglichenForste in den Beskiden. In Saybusch in Galizien wird Bier gebraut,. und .hie Erzeugnisse der dortigen Liqueurfahrik
find sehr gesacht. In Ungarn gehörten die Herrschaften; Ungar.-Altenburg und Bellye, in Mähren Seelowitz zum Grundbesitz des verstorbenen Erzherzogs. Altenburg liefert jährlich ca. 2 1-2 Millionen Liter Milch für die Bevölkerung .' Wiens, während Bellye herrlichen Rothwein und guten Hopfen produzirt. Die direkten Steuern auZ allen diesen Gütern und Industrielllagen betrugen in den Siebzigerjahren jährlich die Summe von 630.000 Gulden und sind seitdem wohl noch bedeutend gestiegen. Der auf den erzherzoglichen Gütern betriebene Bergbau umfaßt sowohl den Steinkohlen-, als auch Erz- und Galmeibau. DaS mit dem Bergbau verbundene HüttenWesen umfaßte Hochofenanlagen, Bessemer'eien, Eisen-, Stahl- und Wellblechwerke, dann Maschinenfabriken, endlich Eisen- und Metallgießereien, Puddlings- und " Walzwerke. Die Landwirthschaft umfaßt den Betrieb von Zuckerfabriken, Brennereien, Spirituserzeugung und Käsereianlagen, die Forstwirthschaft den Betrieb von Dampfsägen, Kistenfabriken, Tischlereien und Schindelerzeugung. Außerdem besitzen die erzherzoglichen Dom'anen großartige Spinnereien und Brauereien. Von dem Umsange dieses Güterbesitzes und der auf demfelden betriebenen Etablissements kann man sich einen ungefähren Begriff machen, wenn man hört, daß die Zahl der im Dienste de? Wiene? Cent?algllte? - Direction stehenden Beamten über fünfhundert beträgt und daß zwischen diesen und der Legion von Arbeitern, welche auf den Domänen beschäftigt werden, fünftausend Aufsichtsorgane stehen. Nättberromantik auf Cuba. Wie das schöne Italien, namentlich Calabrien und Sicilien, in Europa
; als das klassische Land des Brigantenthums gilt, so hat auf der westlichen Hemisphäre Cuba seit langer Zeit den zweifelhaften Ruhm, ein Paradies der Ritter von der Landstraße zu sein. Die kubanischen Banditen gehören in der That zu den frühesten Produkten der westindischen Civilisation; sie rec?uti?ten sich anfänglich aus spanischen ! Abenteurern, welche auf der Jagd nach dem Glück mit dem Gesetz in Conflict gerathen waren, do$ hat während der Zetzten Jahrzehnte die Insel selbst sich . in dieser Hinsicht übe?auS produktiv erwiesen. Die Namen Rosello, Barnuedo, Perrico Torrez, Manuel Gar- j cia u. a. m. sind Beweise hierfür, ; fccnn lhre Trager waren viele Jahre ' lang der Schrecken der reichenPflanzer. Wie ferne meh? oder minder beruchtigten Vorgänger soll nun auch der gefürchtete Garcia von seinem Schicksal ereilt worden sein. Vor Jahren bettits war auf seinen Kopf eine Beloh nung von $10,000 ausgesetzt, doch verlachte der kühne Bandit alle Bemühungen der Civil- und Militärbehörden, seiner habhaft zu werden, und trieb er sein Unwesen mit dem größten Erfolge sozusagen unter den Augen der Häscher. Manuel Garcia, der etwa 43 Jahre alt war, war als der Sohn armer Leute im Innern des Landes geboren. Nachdem er eine kurze Zeit Soldat getoesen, wurde er Bandit und durch seine Verwegenheit wie Verschlagenleit, die ihn auch nicht von gewagten Unternehmen zurückhielten, brachte er es bald zum Häuptling einer Bande, die in der Provinz Matanzas, am Fuße der Cienega de Zapata,- ihr Unwesen trieb. Diese Bande befaßte sich nicht mit armen Schluckern, die nur wenige Goldstücke in der Tasche hatten; sie- machte vielmehr nur auf reiche Pflanzer Jagd, um von ihnen ungeheuere Lösegelder zu erpressen. Da Garcia's Raubzüge fast immer den gewünschten, Erfolg hatten, kann es keinem Zweifel unterliegen, daß er auf ten großen Pflanzungen Alliirte hatte, welche ihn über bevorstehende Reisen reicher Pflanzer, die Anzahl ihrer Bealeiter u. s. w. genau informirten und im Falle eines geplanten Ueberfalles vorher warnten. Da seine Bande Zusluchtsorte in unwegsamen Sümpfen' hatte, vor welchen die verfolgenden Soldaten zurückschreckten, bewerkstell!gte er mit seinen Gesellen stets die Flucht, so sehr er auch bedrängt war. Durch seine Erfolge tollkühn gemacht, dehnte Garcia schließlich seine Ezpeditionen über die ganze Insel aus. Seitdem er verflossenen October.den reichen Pflanze?,Antonio Fernandez de Castro auf dessen Besitzung unweit von Hadana überfallen, in dir Wildniß entfährt und gefangen gehalten hatte, bis ihm ein Lösegeld von $20,000 ausbezahlt war, hatten zahlreiche .Detachements Soldaten unablässig auf ihn ?lagd gemacht; diese hätten den kühnen Oanditen wohl, nicht .erwischt, wenn sich nicht in seine? eigenen Bande ein Verräther befunden hätte, de? ihm mit einem wohlgezielten Schusse den Garaus machte. Unter der kubanischen Landbevölkerung galt Garcia als Caballero, doch waren seine bedauernswerthen Opfer anderer Ansicht über ihn. Doch scheint festzustehen, daß e? niemals in ein Wohnhaus b?ach,'.um zu stehlen, und Niemanden behelligte, dessen Freunde und Verwandte nicht wenig stens 51000 Lösegeld aufzubringen im Stande waren. Hatte er in dieser Be Ziehung sich wirklich - mal verrechnet und wurde das von ihm -verlangte Lösegeld nicht prompt abgeliefert oder ein Versuch zur Befreiung des Gefan genen gemacht, so mußte, derselbe eZ mit seinem Leben bezahlen. Dieses Schicksal traf Don Pedro Siza y Ve, lasquez, welcher auf einem Spazierritt unweit von seinem Wohnsitz in Santiago de Cuba aufgehoben wurde. Für seine Freilassung verlangte Garcia 250 Goldstücke (54000) und' Don Pedro ersuchte seinen Agenten Marce lino Paris,, das Lösegeld schleunigst zu beschaffen.' Die Angehörigen deö Gefangenen-vermochtm nur einen Theil dilef Summe aufzubringen und über-
gaben das Geld Garcia's Boten. Als ' eine zweite Aufforderung, den Rest zu schicken, ohne Erfolg blieb, wurde Don
Pedro kaltblütig ermordet. Der in Key West ansäßige und den New For ker Tabak- und Cigarrenimporteuren wohlbekannte Don Manuel Carreng gerieth eines schönen Tages dem Banditen in die Hände und von ihm bzw. seinen Freunden erpreßte derselbe 53000 in Gold; außerdem mußten ihm Hüte, Schuhe, Cigarren, Cigaretten, conservirte Früchte, Käse, Rum. Candy u. s. w. verabfolgt, werden. Wenn Garcia sich mit einer geringeren Summe als 51000 begnügte, so sandte er dem Betreffenden ein höflichesBrieflein, in welchem er um ein Darlehen", dessen Höhe angegeben war, ersuchte. Daß ein solches verweigert werde, ist nicht bekannt. Garcia's kühnsterStreich war unzweifelhaft die Entführung des Senor Herrero. Er durchbrach einen Militärcordon, drang auf Herrero's Plantage und zwang diesen Angesichts seiner Dienerschaft, mit ihm in die Berge zu gehen; mit einem Lösegeld von 510,000 mußte Frau Herrero ihren Gatten freikaufen. Daß Garcia's Boten nicht von den Behörden gezwungen wurden, Polizisten oder Soldaten nach den Schlupfwinkeln der Bande zu geleiten, mag befremden; allein die Pflanzer waren derartig terrorisirt, daß sie den an sie gerichteten Forderungen um Uebersendung von Geld und Provisionen stets auf das Schleunigste nachkamen. Dreyfuö aus der Insel Re. ES ist für französische und namentlich sllr die Pariser Verhältnisse und Preßbedllrfnisse ungemein bezeichnend, daß der Figaro einen Mitarbeiter nach La Rochelle gesandt hat, um Erkundigungen über den ehemaligen Hauptmann Alfred Dreyfus einzuziehen, der in de? Citadelle des Fo?ts Saint-Martin-de R6 untergebracht ist. wo er die Verschiffung nach den Jles du Salut erwartet. Wir theilen aus dem Berichte Folgendes mit: Eine Vergnügungsreise war diese. Erkundigungsfahrt nach der Insel R6 nicht, denn das Thermometer wies 16 Grad unter Null aus, und der Dampfe?, mit dem ich von La Rochelle nach St. Martin überfuhr, war mit Eis bedeckt, wie wenn wir am Nordpol gekreuzt hätten. Außer dieser Gefahr gibt es auch noch andere für die Fremden. die die Insel besuchen. Man hält jeden sofort für einen Freund oderVerwandten von Dreyfus, und in diesem Punkte verstehen die Inselbewohner keinen Spaß. Man hat viel von dem feindlichen Empfange geredet, der dem Dreyfus bei seiner Ankunft auf La Rochelle bereitet worden ist, aber die Vorfälle bei seiner Ankunft auf der Insel N6 waren noch weit schlimmer. Die ganze Bevölkerung . hatte sich versammelt, als der Dampfer mit dem Verbrecher ankam. Die Weiber waren noch viel aufgebrachter wie die Männer, und im Augenblicke, als der ehemalige Hauptmann seinen Fuß auf das Land setzte, ging ein unbeschreiblicher Lärm los. aus dem sich die Rufe: Nieder mit dem Verräther!", Nieder mit dem Juden!" plastisch abhoben. Eine alte Fischhändlerin gerieth in solche Wuth, daß sie ihre Pantoffeln auszog und toem Gefangenen an den Kopf warf. Vor handgreiflichen Insulten wurde er durch seine Escorte beschützt. Was man auch darüber gefabelt hat Dreyfus ist nicht angekettet. Er ist auch nicht auf die harte Kost von trockenem Brote und frischem Wasser gesetzt, wie man in Paris erzählte, ja noch mehr, er ist nicht im Geringsten niedergeschlagen, sondern von der besten Zuversicht, daß seine Unschuld an den Tag kommen und seine Rehabilita tion herbeiführen werde. Dreyfus trägt Civilkleider; auf seinem Spaziergange im Hofe, der für ihn allein reservirt ist, trägt er über seinem Anzuge noch das Kapuzemäntelchen, welches zu seiner Officiersuniform gehörte. Im Weiteren ist er noch dadurch begünstigt, daß man ihm erlaubt hat, hü Schnurrbart zu tragen, während seine übrigen Genossen geschoren und rasirt sind. Schließlich bewohnt er auch nicht das gemeinschaftliche Gefängniß, in dem die übrigen Verurtheilten untergebracht sind. Wenn man die Zugbrücke passirt hat, so, kommt man an den Posten, wo ein Sergeant vom 123. .Jnfanterie-Regi-ment die Legitimation, des Besuchers prüft. Der erste Hof ist den Soldaten des genannten Regiments vorbehalten, dessen Kaserne um den Hof hemm liegt. Am. Ende des Hofes, auf der linken Seile, ist 'eine große mit kastanienbrauner 'Farbe bemalte Thür mit der Inschrift: Depot des Crirninels condarnns aux travaux forcs." Hinter dieser Thüre liegt' der. zweite
Hof mit einer Wache. Dort sind die übrigen Verurtheilten untergebracht.' Um, zu Dreyfus zu gelangen, muß man eine dritte Thür und einen dritten Wachtposten passir'en, . dann endlich kommt man zu dem einsamen Hose, auf den .sich die Wohnung von Dreyfus'öffnet.'. Alles das ist ganz besonders'.für ihn,hergerichtet worden, und man darf wohl, sagen, daß der ehemalige Hauptmann, seitdem er hier wohnt, aus dem Kreise der Lebenden gestrichen ist. ; Die Wohnung besteht aus drei Zimmern; in dem mittleren wohnt Dreyfus. Man bemerkt dort eine eiserne Bettstelle und zwei .Strohstühle.' Die beiden Seitenzimmer werden von je zwei Wachen bewohnt, die den. gemessenen Befehl erhalten habend niemals mit ihrem Gefangenen, zu sprechen, aber ihn Tag und Nacht zu bewachen, ohne ihn auch nur eine. Sekunde aus den Augen zu lassen. Eine komische Einzelheit darf hier nicht vergessen werden. Der Ge-fängniß-OberinspektorGalvini. der bisher seine Mahlzeiten im Hotel zu halten pflegte, geht seit de? Ankunft von Dreyfus' nicht mehr auö .dem .Gefängniß heraus. .E?' ist .in Wahrheit der Gefangene seines Gefangenen. Er rßt ".. ". . .
nickt mehr, er Mast nicht mehr, er thut überhaupt gar nichts mehr, als über Dreyfus wachen. Wenn ich noch hmzufüge. daß die Thüren, die auf den Hof führen, in dem Dreyfus seine täglichen Spaziergänge macht, Der 1 u... CnVi r ,tnVtrt KlX t
liiaUCll lüülüCll Miv, u jvuvtu n. vi greifen, welche umfassenden, bisher un-1 erhörtes Vorsichtsmaßregeln getroffen worden sind, um eme etwaige Flucht des Gefangenen zu verhindern. Dreyfus erhält jeden Tag zweiMahl. Zeiten und legt jedesmal einen guten Appetit an den Tag. Sein Frühstück wird um 9 1-2 Uhr des Morgens auf. getragen. Es besteht aus Fleisch. Suppe und Gemüse. Das Diner findet um 4 Uhr statt und bietet im wesentlichen das Nämliche. Das Fleisch ist ausgezeichnet. Das Getränk der Verurtheilten besteht im Allgemeinen aus Wasser, in den letzten 14 ?-zen vor der Verschiffung jedoch erhalten sie zu jeder Mahlzeit Wein. Jedenfalls ist ihre Kost besser als die der Soldaten des 123. Jnfanterie-Regiments, die die Wache haben. In der Zeit vom 1. 5. März wird Dreyfus auf dem Dampfer Finister-re-eingeschifft werden. Das genaue Datum wird sorgfältig verschwiegen, weil man neue Kundgebungen der Inselbewohner fürchtet. .Der Finisterre" wird gar nicht bis zur Insel R6 kommen, er wird einige Meilen nordwestlich von der Insel Aix halten. Dreyfus wird auf einer kleinen Schaluppe, die von Gendarmen geführt wird. 'an Bord des Dampfers gebracht werden, sodaß jede Einmischung ausgeschlossen ist. Niemals hat die Verwaltung für einen Gefangenen solche Vorsichtsmaßregeln getroffen. Trotzdem wird weder der Commandant Piquet noch der Oberinspector Galvini ruhig schlafen, so lange Dreyfus ihr Schutzbefohlener ist. Vo? einigen Tagen hatte man ihnen bereits einmal eine große Angst eingejagt, indem man behauptete, verdächtige Individuen hätten sich in der Nähe der Citadelle herumgetrieben. Von da bis zum Glauben an einen Ver such zur Befreiung des Gefangenen war nur em Schritt. Wahrend der gan zen Zeit seines Aufenthaltes auf der Jrsel R6 hzt Dreyfus keinen Besuch erhalten. Seiner Frau wurde die Er ff I f S (W lauvnik verweigerl, iyren wann zu sehen." im Deutsche Lokal'Vkachrichten. , Olfevntrnra Jade. Der 23jährige Sohn deö Gemeindevorstehers H. kam auf der Jagd zu Fall, die Waffe entlud sich und der Schuß traf den Unglücklichen in's Herz. Vküringen. C o b u r g. Auf der Eisenbahn strecke Ilmenau Elgersburg ließ sich der ehemalige Bü?ge?meiste? von Elgersburg, Hellmund, vom Zuge überfahren. Die Ursache des Selbstmords sind mißliche Vermögensverhältnisse. Jchtershausen. Der LandbriefträgerM. ist in der Nähe von Eischleben erhängt aufgefunden worden. Sämmtliche Werthstücke und Briefschaften, die dem Beamten Lbergeben worden waren, befanden sich noch unversehrt in seiner Tasche. Familienverhältnisse sollen den Beweggrund zu der That bilden. Jena. Herr Dr. Friedr. Kaufmann, Professor der germanischen Philologie, ist an des verstorbenen Prof. Bechstein Stelle nach Rostock berufen worden. Dr. Berthold Haendcke' Privatdozent für Kunstgeschichte und Archaologie in Jena, ist als außerordentlicher Professor und Director der Kupferstichsammlung nach Königsberg i. Pr. berufen worden. SaäiUtu Dresden. In Loschwitz wurde dieser Tage eine in Mitte' der 60er Jahre stehende Dame aus Polen, Frau Emma Dorothea Kobrzinowski, in ihrer Villa, die sie seit 14 Jahren be. wohnt;, ermordet aufgefunden. Dte Dame, die als sehr vermögend galt, lebte ganz zurückgezogen. Vom Mörder hat man keine Spur. F?eibu?g. Der vom hiesigen Schwurgericht zum Tode verurtheilte Mörder der im Naundorfer Reviere bei Tharandt ermordeten Köchin' Jda Knappe, der Maurer - und Monteur Friedrich August Kretzschmar ist von dem König zu lebenslänglichem ZuchtHause begnadigt worden. Leipzig. Der AufwärterKoecke, der Anfang Januar den Liebhaber seiner Frau erschoß, .-wurde vom hiesigen Schwurgericht zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt., Meißen. Großeö AufsehenderIregt in Cölln und in der Umgegend die Verhaftung ; des früheren- Gemeinde Vorstandes von Niederfähre und' jetztgen Gemeindeältesten, von Cölln, . des Bürgermeisters Zschetzsche. . Derselbe,, linc allgemein bekannte Persönlichkeit und Mitglied ' einer 'bedeutend n Zahl von Vereinen, war unte? Ande?em auch Kassirer des sich übe? ca. 40 Do'?-? fe? erstreckenden .ArmenversorgungSVereins des Amtsbezirks Meißen und sollen bei ihm nach stattgefundene? !cevision an 10.000 M. Veruntreuung z-en. vorgekommen sein. - kVÜMttemvOrs. ' ' Stuttgart. Der F?au deö A?betters Deimold, Staffelstraße 4, wurden Drillinge beschwert. Alle drei Kinder, zwei Mädchen und . ein Knabe, leben und sind munter. i Besigheim.' Auf dem Bahnhof Kirchheim gerieth der. Buchhalter Beutter von Bennigheim unter die Räder eines Zuges und wurde gräßlich zermalmt ' - Freudenstadt. In Cresbach brannte das Wohnhaus deS Polizeidieners total ab. Wie fehr das Wild seine, scheue :Natu? verleugnen sann, beweist ein Fall in Schönmünz. am Fuße der Hornisgrinde. .Dort trieb dt? Hunge? fünf Rehe und.einen Hasen in eine geöffnete Scheuer, wo 'sie lettdem.vom Forstwart gefuttert, werV ...
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Zn den ersten warmen Tagen des Frühjahrs, nachdem wir im Willter schwer und reichlich gegessen, Kommt es häufig vor daß die Leöer nicht richtig aröeitet , es übermannt uns ein chesühk von Müdigkeit weches jedermann wohl bekannt. Mo regulirt euer System und dafür gieöt es kein besseres Mittel als
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Ludwigsburg. Aus Furcht vor Strafe ließ sich in der Nähe der Stadt ein Officrersbursche "des Ulanenregiments hier durch den von Beihingen kommenden Zug überfahren. Nagold. Der von hierdurchgebrannte W. Nudlng, welcher . seiner Mutter ca. 30.000 Mk. stahl, wurde in Antwerpen verhaftet. N ü r t i n g e n. In Neckarthailsingen brach im Hause deö Geometers Mühleisen Feuer aus. In de? dem Wohnhaus angebauten, mit Vo??'äthen alle? Art angefüllten Scheuer fand das verheerende Element reiche Nahrung, und bald war das g?oße Gebäude ein Schutthaufen. Oehrungen. - Als der Aufseher Bräuningr von Hohebuch bei Waldenburg auf einen Fuchs Jagd machte glitt er aus, wobei sich das Gewehr entlud und dieSchrote ihm in dieBrust und in's Gehirn eindrangen, so daß e? sofo?t eine Leiche wa?. R e u t l i n g e n, De? 6jäh?!ge Sohn deö Weingärtners Spannagel kam neulich unter einen Holzschlitten und erhielt so schwere Verletzungen, daß de? Tod eintrat. 0vn. Karlsruhe. In einem hiesigen Gasthof erschossen sich aüZ unglücklicher Liebe Heinrich Bundschuh aus Pannheim und Karoline Lei? aus Wormö. B u r g w e i l r. Das Anwesen des Jos. König ist abgebrannt. Das ist hier der zweite Brand seit fünf Wochen. Die 18 Jahre alte Tochter KLuig's ist verhaftet. Denzlingen. Die Ebeleute Chr. Stuhlinger feierten das Fest de? goldenen Hochzeit. Freiburg. Lieutenant Ratzel, welcher bei Basel seinen Schwager v. Luchaire, einen ehemaligen Ossicier, im Duell erschoß, wurde vor einiger Zeit zu zwei Jahren Festungshaft ve?urtheilt. Diese Strafe trat er um die .Weihnächtszeit an. Am Kaisergeburts tage wurde er benachrichtigt, daß der Rest der Strafe im Gnadenwege erlassen worden sei. Lieutenant Ratzel hat darauf seinen Dienst beim hiesiaen Jnsanterterregiment No. 113 wieder angetreten. Gold scheuer. Wohnhaus. Scheuer und Stallung des RheinarbeiterS Karl HZgel sind abgebrannt. Heidelbe?g. Kürzlich verstarb dahier im Alter von 65 Jahren Juwelier Jakob -Kesselbach, bis 18S1 erster Commandant der Feuerwehr. Maisbach. Der 19 Jahre alt Sohn des Caroussel- und Schießbudenbesitzers Ebner von Nußloch und seine 14 Jahre alte Schwester wurden wegen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet. Mannheim. Der Druckereibe sitzer. und. Redakteur des Bromberger Antlsenntenblattes, Ballhausen, wurde wegen dahier ve?übte? Unterschlagung von Krankenkassengelde?n verhaftet. er Eryever de? stadtischen Absuhranstalt,.Frd. Kraft, stürzte in einem Hause von der Treppe und verletzte sich erheblich. Erschossen hat sich in den Baumschulgärten auf offener Straße der'30 Jahre alte Dr. jur. Adolf Egelhaaf Tauberbischofsheim. Der Bürgerausschuß . hat die unentgeltliche Abtretung deö Geländes für eine Bahn Tauberbischofshelm-Hardheim genehmigt. Radolfzell. DaS Oekonomiegebäude der Schreiner Hamma Wittwe ist abgebrannt. Schaden ,3000 Mk. Frau Hämma ist nicht versichert. Brandstiftung wird - vermuthet. Singen a. Hohentwiel. Buchhalter B. vom hiesigen gräfl. Cenzenbergschen Rentamt wurde wegen namhafter Unterschlagung nach Radolfszell in's Amtsgefängniß abgeführt. StnveI.' .'Bern. Neulich' Nachmittags ist beim Einheizen im Stadttheater Feuer auögebrochen; die Vorstellung mußte abgesagt werden, doch ist der Schaden nicht sehr groß. Ein stadtbekanntes Original, der Völliger Bieri oder .Sagmehl-Ma, ist im Armenhaus von Rüeggisberg gestorben. - A a r g a u. Ein Neubau der Kaserne Brucg ist auf dem linken Aarufer oberhalb deö Parkplatzes geplant. In Aaraü starb Herr ' Banquier Schweizer, - gewesene? Jnspekto? de? schweiZe?ischen Emissionsbanken, - E? war eine Zeit lang Direkto? der, Bank in Zürich. Bis vor Kurzem gehörte er dem , Eidgenössischen Verein an. S t. G a l l e n. Bei Uznach stießen zwei Güterzllge zusammen. Ein Con dukteur wurde lebensgefährlich, ein anderer weniger schwer verletzt.. Der Materialschaden ist bedeutend. Solothurn. Der Solothurner Gemeinderath beschloß die Einführung der gewerblichen Schiedsgerichte.Zürich. Ein Geschäftsreisender aus NLrdling:n fuhr, auf Schlittschuhen von Wädensweil nach Männedorf, brach ein und ertrank., Oesterrekitt. Wien. Hier starb der frühere Eifenhändle? Treitl, welcher' der Akademie der Wissenschaften für astronomische Zwecke eine - Million - vermachte. Niemand ahnte,', daß. der Verstorbene, der sehr, einfach lebte .ein solches Verr T . mögen veian..
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