Indiana Tribüne, Volume 18, Number 169, Indianapolis, Marion County, 8 March 1895 — Page 2
Zndiana Tribüne. Erscheint Täglich uud Sonntags. Die tägliche Tribüne- kostet durch den Träger 13 CentS per Woche, die SonntagSTrtbüne" S CentS per Woche. Beide zusammen 12 Cent? der U CentS per Monat. Per Post außerhalb der Gtabt ingeschickt in Vorausbezahlung 1 per Jahr. ffti 18 Süd SUabama Straße. Indianapolis, 2nd., 8. März 1895.
Professionelle Brandstifter. ' In den General - Assisen der Stadt tiltto ?)or! ist soeben ein Proceß derhandelt worden, welcher dem großen Publikum einen Einblick in das gemeingefährliche Treiben einer Bande ron allunken gewahrte, ore oas an legen von ranoen ais eweroe oet:ittn. Als das Haupt dieser Bande, von denen zwei bereits in dem Zuchthause zu Sing-Sing sitzen, sungirte 'der VersicherungsagentMax H. Grauer und dieser, ein schon bejahrter Mann, dürfte für immer unschädlich gemacht sein, denn er wurde von der Jury der Brandstiftung im ersten Grade schuldig befunden und vom Richter Martine zu 20 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Der alte Verbrecher hatte unter seien Helfershelfern nicht nur gewöhnliches Gesindel, welches die contractlich übernommenen Brandstiftungen ausführte,' nach den Mittheilungen des neuer - Marschalls Mitchell hatte er sogar den Hilfs - Marschall Frank sowie den dem erstgenannten Beamten zeitiveilig beigegebenen Polizisten Lenz als Bundesgenossen gewonnen. Frank und Lenz hatten die Aufgabe, den Häuptling Grauer über die Vorgänge in dem Bureau des Feuer-Marschalls auf dem Laufenden zu erhaljen, so daß die Ergreifung und Ueberführung der eigentlichen Brandstifter nahezu unmöglich wurde. Grauer's Ueberführung gelang auch nur 'nit Hilfe von zwei Staatszeugen, Simon Rosen-bäum-und Levi Weinberg; überaus gradirend und höchst sensationeller Natur waren besonders die Aussagen des Letzteren, dessen Laden Grauer von seiner Bande in Brand setzen ließ. Weinberg hatte durch die Vermittlung von Louis Grauer, einem Sohne von Max. Grauer, auf seinen Laden Bersicherungen !m Betrage von $7000 aufgenommen. Louis Grauer lernte er eher , als den älteren Grauer kennen; dieser Letztere kam eines Tages in sein Geschäft, kaufte einen Anzug im Werthe von $13.50 für seinen Sohn und sagte, er wolle bezahlen, wenn der 'ünzug passe. Da das Geld nicht kam, begab sich Weinberg zu Grauer nach dessen Wohnung, wo er sein Geld erhielt und sich in ein Gespräch einließ. Herr Weinberg, können wir nicht Geschäfte mit einander machen?" fragte Grauer plötzlich, und als Zeuge nicht verstand, auf was Grauer anspülte, begann dieser, ihn in das Treiben der Brandstifter einzuweihen. Ich bin .Adjuster", wir - arbeiten mit dem Feuermarschall zusammen, und es ist weder Gefahr noch Risiko dabei. Wir ZLnnen ihr Geschäft anzünden und Niemand wird eine Ahnung davon haken soll Grauer hinzugefügt haben, und Zeug: bemerkte, daß Louis Grauer die Worte seines Vaters bestätigte. Auch zwei andere Männer, Namens .mrcr.u v ru a: i. . r vcifiujug uiiu uHuoimsu, waren o:i der Unterredung anwesend. Auf Wcmbeig's Frage, wieviel Grauer für seinen Antheil, verlange, erwiderte dieser: Oh, sagen wir $150!" Im weiteren Verlauf der Unterredung bemerkte Weinberg, daß er keine $150 habe, worauf Grauer versetzte, daß er $75 in Baar und einen Wechsel für den Rest acceptiren werde. Lipschlltz holte eine 5100 - Banknote heraus, die er Weinberg bot, Zeuge gab Grauer die Note, der ihm $25 zurückgab. Dann mußte er eine Vereinbarung unterzeichnen. Meinberg schilderte dann, wie er, nach Hause zurückgekehrt, Gewissensbisse fühlte und Reue empfand. Er begab sich zu Grauer nach dessen Bureau und bot ihm die $75 zum Geschenk, wenn er ihm den Contract zurückgeben wolle, aber Grauer suchte ihm seine Bedenken auszureden und versprach, ihn am folgenden Sonntag zu besuchen. Dann kam Rothmann (ein zur Zeit in Sing-Sing sitzender Brandstifter), ostentativ um sich einen Anzug zu kaufen' in Wirklichkeit aber, um sich den Laden genauer anzusehen. Alle seine Einwendungen wurden mißachtet, den Contract erhielt er nicht zurück, und zuletzt kam das Feuer. Zeuge war beim Ausbruch der Flammen nicht zugegen, wußteaber. daß das Geschäft angesteckt werden sollte. Weinend suchte Weinberg den Angeklagten auf. der ihn aber auf die Straße jagte und ihm befahl, ruhig zu sein.' - Wahrend er diese Angaben machte, verrieth Weinberg große Erregung und vermochte oft kaum die Worte, die einen tiefen Eindruck auf alle Anwesenden viachten, über die Lippen zu bringen. Mit der Verurtheilung Grauer's ist das Vorgehen gegen die Bande noch nicht abgeschlossen. Nach dem Dasürhalten des Feuer-Marschalls theilte sich ein gewisser Samuel Milch mit Grauer in die Führung derselben.. Doch konnte dieser bisher nicht vor Gericht g-stellt werden, da er flüchtig ist. Der Tlchtstunden.Tag. Die bisherigen Versuche mit der Einführung des . Achtstunden-Tages haben im Allgemeinen die .Richtigkeit der Behauptung, daß der Arbeiter in der kürzeren ' Arbeitszeit . mehr leiste, bestätigt-. Freilich wird es immer einzelne Betriebe iund Verrichtungen' geben wo .größere 'Geschicklichkeit und ttnstrengung des Arbeiters- kein größes .Arbeitsproduct liefert '- Ist der Erfolg der Thätigkeit von den Leiftunen einer Maschine abhängig, so wird bei gleicher Geschicklichkeit der Arbeiter mit achtstündiger- Arbeitszeit hinter dem anderen .. zurückstehen, : der:,10 Stund, die MgsKne arbeiten lant.
weil eben die' Maschine unabhängig von der Geschicklichkeit des Arbeiters überhaupt in 10 Stunden mehr leistet. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei Arbeitern, die mit ihrer Thätigkeit von chemischen Vorgän?::' abhängig sind Der chemische Procen braucht zu seiner Vollendung eine ganz bestimmte Zeit; er läßt sich weder durch die Gefchickiichkeit. noch durch den Fleiß des Arbeiters beschleunigen. Unter diesen VerhältNissen müßte also der Arbeiter in acht Stunden bestimmt weniger Arbeit leisten, als Jemand in zehn, wenn auch hier bei Einzelnen größere Aufmerksamkeit und Gewandtheit zeitersparend wirken wird. Vo.i besonderem Interesse ist es. daß neuerdings in einem chemischen Werk, dem der englischen ??irma Brunner. Mond & Co.. mit der Einführung des Achtstundcn-Tags oder vielmehr der achtstündigen Schicht ein Versuch gemacht worden ist, der sich hinsichtlich der Zahl der Betroffenen, wie der Ausdehnung es handelte sich um die Verminderung der wöchentlicken Arbeitsstunden von 84 aus 56 leine Abnahme von 33 1-3 vom Hun der:) auf einer breiten Grundlage bewegte. Die Wirkungen dieses Versuchs sind 4 Jahre, hindurch, von Anfang des Jahreö 1890 bis Ende des Jahres 1894, planmäßig und genau beobachtet. Vor November 1889 arbetteten die Leute in zwei Schichten von 7 6 und von 6 7; da aber jede Woche die Nachtschicht wechseln sollte, so mußte beim Uebergang eine Doppelschicht von 24 Stunden stattfinden, die jeden Arbeiter alle 14 Tage einmal traf. Bei - der Umwandlung wurden an Stelle der zwei Schichten drei von je 8 Stunden, eingeführt, nämlich von 62, 210, 10; so. war am Ende der Woche nur eine Doppelschicht von je 12 Stunden nöthig, um den Wechsel zu bewerkstelligen. Die Firma rechnete von vornherein auf eine erhöhte Ergiebigkeit, so daß nur um 35 vom Hundert statt 50 vom Hundert die Zahl der eingestellten Arbeiter vermehrt wurde. Da aber mit der größeren Arbeiterzahl der Fabrik eine Lohnerhöhung erwachsen mußte, so wurden zunächst die Lohnsätze um 10 vom Hundert verringert; indeß bald , wurden die alten Löhne wieder hergestellt, weil sich ergab, daß die Ausgabe an Lohn für die Tonne Erzeugnitz mit der vor dem Versuch sich gleichstellte. Es geht also daraus hervor, daß die achtstündige Schicht auf die Productivkraft der Arbeit sehr günstig gewesen ist, und daß die für jede Tonne Erzeugniß nothwendige Arbeitszeit, in Stunden gemessen, erheblich herabgegangen ist.
.Nach der Art und, Weise, wie sich chemische Processe abspielen, konnte diese erhöhte Arbeitsleistung eigentlich nur I die Folge von gleichzeitigen Verbesserungen der Technik sein; allein: Alle an der Leitung des Werkes Betheilig- . ten betrachten nach sorgfältiger Erwä1 V fls)Afr1MtT "T i Y) i yuuy Vii. jt wfcfcuuyui in uttui. und Apparat seit 1889 als nicht so hinlänglich und bedeutend, um diese Ergebnisse herbeizuführen. Mehr als technischen Ursachen wäre also die vermehrte Thätigkeit der Art und dem Tempo der Arbeit zuzumessen, welche durch den Fleiß und die Energie der Leute direkt wahrnehmbar geworden sind." In socialer Hinsicht haben die achtstündigen Schichten auf die Arbeit;r außerordentlich günstia eingewirkt. Die Leute sind stetiger, fleißiger und nüchterner geworden, ihr Gesundheitszustand und überhaupt das ganze sittliche Verhalten -der Leute hat sich , außerordentlich gebessert. t Die Entartung der Presse. Der Theil der anglo-amerikanischen Presse, der weiß, 'daß sein Leserkreis sich nicht durch übermäßige Intelligenz auszeichnet, und der sich nicht bemüht, seinen Lesern da5 Beste zu bieten, was sie verdauen können, sondern es sich angelegen sein läßt, iyren Geschmack noch mehr zu korrumpiren, ist über dieHochzeit in der Gould'schen Familie vollständig aus dem Häuschen gerathen. Wir begegnen tagtäglich in den Zeitungen dieser Gattung Albernheiten, die geradezu unglaublich scheinen. So wird beinahe eine Spalte der Thatsache gewidmet, daß der Bräutigam aus dem ihm vorgelegten Menu für sein Abschiedsessen eine Weinsorte gestrichen und durch eine andere ersetzt hat. Es muß für die Leser furchtbar interessant sein zu wissen, daß Graf Castellane lieber 1880er Dagonet als Jmoy vin brüt trinkt wir möchten wetten, daß nicht einer von zehntausend New Vorkern die Etiketten dieser Weine je gesehen hat. Und so geht eZ jeden Tag. kein Bekannter des Brautpaares kann sich den Ueberzieher ausziehen, h daß beschrieben wird, wie, wo und wamm er eS gethan hat. Der Gipfel dieses stumpfen Blöd. sinnS wurde erreicht, als 'eine Zeitung ihren Lesern das angebliche Facsimile eines Briefes der Braut an ihrenBräu tigam auftischte. Wir möchten wirklich wissen, ob selbst unter den Lesern jenes Blattes sich Menschen besinden, die glauben, daß Frl. Gould oder Graf Castellane ein solches Schriftstück einer Zeitung zur Veröfsentlichung überlassen würde. Dabei ist der Brief so unendlich dumm abgefaßt, daß man auf den ersten Blick erkennt, wo er herstammt. Aber das ist Nebensache. DaS Merkwürdige. Unglaubliche .ist, daß eine Zeitung die . Ueberzeugung hegt, ihre Leser könnten an derartigen Sachen - Gefallen 'findenVi Wenn , sie das nicht thäte, würde sie das Zeug nicht drucken. JnEuropa,.wo nach Ansicht der Amerikaner so viel Katzenbuckel gemacht werden und '.jeder 'Einzelne sich beeilt, dem ,im Rang ' Höherstehenden die- Stiefel zu wichsen,. wäre solcher Unsinn unmöglich. '.Man ( würde nicht einmal darüber, lachen, sondern den Fetzen mit Verachtung voss.sich werfe. In einer Republik, die auf vollständiper Weichheit aller '.Bürger aufgebaut ist, -'ist -'dieses Geschmacksverirrung geradezu. schmachvoll und erbärmlich. MUl&Mffen gesagt, nM, dak
vle Leser jener Zettungen s?ch für das Gewäsch interessiren. Es mag unter ihnen Menschen geben, die sich daran
ergötzen, gerade wie seiner Zeit die Clauren'schen Romane in Deutschland Leser sanken, aber sie bilden jedenfalls nur einen kleinen Procentsatz der großen Masse. Die Presse, die solches Zeug druckt, hat sich wohl selbst dazu gezwungen. Sie hat lediglich ourcy Sensationen, echte und künstlich aufgebauschte, oder gar gänzlich erfundene, ihren Leserkreis zu erweitern gesucht und sie glaubt ihn jetzt nur erhalten zu können, indem sie sich fortwährend selbst überbietet. Sie hat die schlechte sten Instinkte deS großen Publikums zu befriedigen gesucht, hat sie aufgesucht, um sie kennen zu lernenund hat die Kost zubereitet, die gerade diesem Appetit entspricht. Dadurch begab sie sich aller Möglichkeit, ihren Lesern jemals besseren Lesestoff vorzusetzen, und muß nun immer tiefer hinabsteigen, bis sie thatsächlich unter dem Niveau ihres Publikums angelangt ist. Es versteht sich von selbst, daß eine Zeitung nicht ihre Lesek zwingen kann, das zu lesen, was sie nicht wollen. Sie kann ihnen aber die Kost, die ihnen mundet, so gut wie möglich geben und braucht nicht.darf nicht ihren Geschmack absichtlich und bedacht korrumpiren. Letzteres ist von der Sensationspreffe in den letzten zehn Jahren geschehen. Noch zu Anfang des vorletzten Jahrzehnts hätte der Blödstnn. der jetzt über Frl. Gould und den Grafen Castellane geschrieben wird, in keiner New Forker Zeitung gedruckt werden können. Wenn ein Theil unserer Mitbürger wirklich so unsagbar albern geworden sein sollte, daß er an dem Zeug Gefallen findet, so ist jene Presse daran schuld. Wir wollen es noch nicht glauben, wir wollen an der Annahme festhalten, daß die Sensationsblätter ihre Leser derkennen bis wir vom Gegentheil. überzeugt sind. Es wäre -zu tief beschämend. wenn das amerikanische Volk wirklich nach solchen Neuigkeiten lechzte. (N. Z). St.-Z.) Gegen die Kurzsichtigkeit der Schuljugend. Unsere Schuljugend wird iwzsich tig. Gegen diese Thatsache kann sich nun kaum Jemand verschließen, .denn es liegen aus allen Ländern, besonders aber aus Deutschland Ziffern vor, welchen die vollste Beweiskraft für daZ Auftreten unj Überhandnehmen deZ genannten Uebels inne wohnt. Aber auch ohne diese Ziffern merkt der bloZ oberflächlich Beobachtende, daß ' wir auf bedenklichem Wege sind. In den amerikanischen Volksschulen hat man erst vor kurzer Zeit damit begonnen, dieser Sache etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. . Lange, schon, sitzen in den höheren Schulen die Brillenträger in großer Anzahl, nun tauchen sie einzeln bereits ' auch in den niederen Volksschulen auf. Was soll daZ werden? Kann, darf man zusehen, , wie der edelste. aller Sinne gerade an der Stätte zu Grunde geht, wo Schonung und Pflege jeder guten Gabe so ernste Pflicht sein muß? . Die Kurzsichtigkeit ist das Produkt gar vieler Faktoren. Schlechte, staub! ge und dunstreiche Luft, unzweckmäßige Stellung der Schulgeräthe und .'LehrMittel, verfehlte ; Construktion :' der Pulte, undeutliche Schrift . in den Schulbüchern, Viellesern " daö sind einige von den Ursachen die, man der Schule zur Last legen darf. : Viele Kinder werden auch durch Masern oder Scharlach für ihr Leben lang ,schwachsichtig. Hxrfür kann man die Schule natürlich nicht verantwortlich machen, Wohl' aber konnten die : Lehrer.' .viel Uebel verhüten, wenn sie die Augen -der eben zurückgekehrten' Genesenen .-eine Zeit lang möglichst schonten. - Um auf die. Sünden der Schule zurückzukonnnen.will ich hier: bemerken, daß die Vielleserei die schlimmste-unter den schlimmen ist. Sie . hängt 'einerseits mit einer verfehlten unverständigen Absteckung der' Lehrziele,- andererseitZ mit einer schlechten Lehrmethode zusammen. Ja wahrlich: , die Jugend muß die Sünden und .Schwächen der Schulgesetzgeber und .Lehrer, mit ,dem Ruin des klaren Augenlichtes 'büßen. Denn es steht also:. Beider. Ueberbürdüng der Volksschule mit .Lehrgegenständen, reicht 'der unmittelbare I Vortrag deS Lehrers nicht i mehr auS,-um das Quantum- in die gehörige Form gu bringen. Da wird denn die Schule gum großen Theile. auZ sich selbst .hmaus und in das Elternhaus hinein verlegt; hier aber nimmt, sie. die Gestalt einer reinen Leseschule an und 'entzieht den schonungsbedürftigen Augen ohne Erbarmen die zur, Erhaltung und. Erholung so nöthige freie Zeit. ; l In den Schulen selbst, sind die Dinge oft ebenso'wenig in 'Ordnung. .Dort gibt, eö keine Lehrstunden,- da ist 'Alles Lesestullde. ' Sie lesen Geschichte," sie' lesen Geographie, sie lesen Naturgeschichte, sie lesen Naturlehre, sie lesen Haushaltungskunde, - sie lesen Literaturkunde, sie lesen das Mögliche und daö Unmögliche 'der Lehrer un.die Schüler.- Am Ende werden sie 'alle mit einander blind, und.erst wenn es zu spät ist, merkt man, daß sie die Pfeife viel zu theuer - bezahlt haben." . .'..-" , ' i - j ? , y Diese Erkenntniß liegt freilich für Viele im Verborgenen, .an maßgebender Stelle wird mani zu ' ihr auch schwerlich gelangen. Dafür hält man sich an Ursachen minderen Gewichtes, namentlich an die undeutliche -Schrift in den Schulbüchern. - Ja. weil dieser untergeordneten Ursache ein Hauptgewicht beigelegt wird, so ist bereits die Idee aufgetaucht und, wie eS scheint, mit Zustimmung erörtert worden, die Zahl der Buchstaben gesetzlich zu. fixi. ren, welche im Marimum auf einen Quadratzoll gedruckt werden dürfen. Nun würde eine solche 'Vorschrift bin Augen der Kinder offenbar sehr w:nig nützen; denn nicht die Zahl der Buchstaben mordet das Auge, sondern die Kleinheit derselben, und die Kleine heit wird hier durchauSnjchk durch' die
Zahl regulsrt. Stellt man aus den Raum eines QuadratzollesLO Buch-
staben aus der Garmond-Schrift, so . wird dem Auge damit zu viel zugemu-, thet; 60 Buchfladen aus der Nonpa-reille-oder Diamantschrift aber stnd absolut unzulässig, auch wenn man sie mit Hilfe des Durchschießens" noch so sehr über die ganze Zollfläche ver theilt. Wenn es also gilt, die in Schulbüchern zu verwendende Schrist zu bestimmen, so kann einzig und allein nur die Schriftgröße in Betracht kommen. Und da glauben wir, daß die Behörden im Recht wären, wenn sie als kleinste unter allen zulässigen Schriften die Bourgeois bezeichnete. Jedenfalls muß und wird es früher oder später dahin kommen, daß man die Zulässigkeit der Schulbücher aus dem VerordnunasWege auch von der Einhaltung oestimmt:? Schriftgattungen abhängig macht. Wie will man aber Papier und Druck controlliren? Für den Grad der Reinheit und Weiße des Papiers gibt es keine Skala, ebenso wenig für die Schwärze und Deutlichkeit des Druckes. In diesen Punkten lassen sich nur allgemeine Urtheile fällen; es wird dabei also subjektives Gutdünken stets den weitesten Spielraum finden. Es läßt sich eben nicht Alles chinesisch regeln. Immerhin aber bleibt das Bestreben, eme äußere Ausstattung der Schulbucher zu erzielen, bei der dem Auge keine Gewalt angethan wird, an sich dankens- und. lobenswerth; ein Mißgriff im Einzelnen ist hier viel leichter zu entschuldigen, als vollkommene Gleichgiltigkeit und Unthätigkeit. Mögen deshalb Alle, die es angeht, die Augenfrage unserer Schuljugend , recht ernstlich erwägen. Pencil Vania. Cin Lawinensturz Eine anschauliche Schilderung von einem Lawinensturz entwirft ein Correspondent aus Pflersch in Tirol in Folgendem: Von der Kirche in Pflersch sieht man nordwestlich zwei hohe Bergspitzen, die Weißwandspitze und den hohen Zahn. . Zwischen diesen Felsenriesen liegen in einerBergschlucht steile Bergmähden. Im Winter toben nur zu gern die Lawinen nieder in die Schlucht, Jßgraben genannt. Es war ein Viertel 6 Uhr früh, als die beiden Bergführer Anton Mühlsteiger und Aigner um Heu bergan stiegen. Ihnen folgten bald zwei Kameraden. Durch den gesährlichenJßgraben führte sie der Weg eine gute 1)albe Stunde. Oben wird der Graben immer enger, aber auch immer bedrohlicher. Um behender gehen zu können, legten die Zwei gerade vor der engen Stelle die Fußeisen an.' Nun passirten sie wohlgemuth die Enge, voran Mühlsteiger, ganz nahe hinter ihm Aigner. Sie gingen auf einer Lawine. Einige Schritte noch und Mühlsteiger sieht eine Lawinen-Schneewolke .den Graben in Vlitzeseile herunterfahren. Sein Ruf zum Gefährten war: Renn', die Lawine kommt !" In drei Schritten war er an der Felswand, warf sich nieder und streckte seine Arme und daS Gesicht in die Kluft zwischen der alten Lawine und der Felswand. Er hatte so festen Halt und Athem. Im selben Augenblick sauste und tobte die Windlawine über ihn dahin. Er verlor auf kurz: Zeit daS Bewußtsein. Wie er wieder zu sich kam, merkte er die Kraft der . Lawine und die . überstandene TodeSgefahr. Die Kleider waren ihm rückwärts theilwerse heruntergerissen, der ganze Mensch voll feinen Schneestaubs. Die Kluft rettete ihn vor dem Ersticken, und Fortreißen. Wie. steht es aber mit seinem Begleiter?. Er ruft und schreit und sucht, nirgends eine Spur. Den muß die Lawine fortgerissen haben. Er läuft in aller Hast die Lawine hinunter. Unten hört er Widerruf. Es waren die Stimmen der beiden andern Kameraden, die gelade, bevor- die ' Lawine kam, vom Graben abzweigten.um ihren Weg weiter. zu gehen. Viel wurden diese von der, Lawine nicht belästigt. . Um nicht Lawinenstaub einathmen zu müssen, nahmen sie ihre Joppen über den Kopf und' ließen den grausigen Wind auf den Rucken blasen. Nun gehts zu dreien,- den vierten Kameraden zu suchen. Am Ende der Lawine finden sie ihn, auf dem Rücken, die Füße abwärts.. Ein Arm ist sichtbar. .Mühlsteigerder ihn zuerst erblickt, hebt ihn auf. : Leider findet er kein Leben mehr. Der. Kops, ist zersqlagen, der Unke Fuß ab, ein Blutstrom wegen innerer Verlebung entquillt ihm auZ dem Munde. Die Kleider hat 'ihm die Lawine an dem Körper gelassen, nur die Fußeisen fth.'ten ihm und das Heubindseil,' die Kette und das Heureis (eine Art Gatter, auf dem das Heu gebunden wird). Die Lawine ist weit oben gerade unter dem hohen Zahn" um 1-2 7 Uhr gebrochen, in wenigen Minuten war sie am Ende des Grabens und legte so den Weg von zwei Stunden, zurück. Sie fuhr mit dem armen Aigner Über eine Stunde WegS und schleuderte' ihn über eine 150 Fuß hohe Felswand. Die Weltgeschichte in ZeitungS Berichten. 'In ernster Zeit ein guter Scherz das war die Parole für einen höchst gelungenen. Narrenabend, den die Colleaen vom Chicagoer . Preßclub veranstalteten. Die Chicagoer Abenpost" berichtet über die Affaire daS Folgende: Im Hotel Bismarck-, wo sich die lustige Gesellschaft zu einem gemüthlichen Narrenabend versammelt hatte, konnte man sehen, wie sich in den KLpfen der ZeitungSmenschen die Weltgeschichte spieaelt. Zwar an historischer Genauigkeit ließen die im Dränge der welterschütternden Begebenheiten geschriebenen Zeitungsreferate Manches itt wünschen uvrig.aucy yanen q verchiedene Anachronismen eingeschlichen, mfür entbielttn sie aber eine Fülle von ,sundn 5umor.' der die Äubörer oft zu stürmischen HeiterkeitsauSbrüchen hinriß. : ll da! ist bei einem Nar
renabend schließlich doch die Hauptfache. Ein Fastnachtsspiel war's, welchnn die lustige Idee zu Grunde lag. die ganze Weltgeschichte von der Erfchaffung der Welt bis zur Entdeckung Amerikas in Zeitungsberichten vorzu-
führen, und da die betreffenden Berichterstatter persönlich zur Stelle waren. um ihre Erlebnisse zu melden, fo batten die Gäste Gelegenheit, die allerneuesten Sensationsberichte kennen zu lernen 'in von Herrn Zvr. gne verfaßter und gesprochener Prolog, der den richtigen Grundton für das Fastnachtsspiel angab, leitete den Abend ein. Dann erhielten die Vertreter der folgenden Zeitungen das Wort: Chaotische Staatszeitung. JbiS (Egypten) Mykene Tageblatt, Roman Evening Post, Bremer Nachrichten. Gladsheimer Nordstern, Der Minnefänger, Wormser Abendblatt und Colorado Maduro. Daß die genannten Zeitungen ihre tüchtigsten und würdigsten Vertreter geschickt hatten, bewies der grandiose Lacherfolg, welchen die Neferate der betreffenden Herren erzielten. Gleich der erste Bericht des Herrn Dr. Max Henius über die Schöpfung der Welt, bei welcher er im Auftrage der Chaotischen Staatszeiwng- mit zugegen war, rief stürmische Heiterkeit hervor. Dann folgte Herr Theo. Janssen mit einem außerordentlich gelungenen Börsenbericht über die Weizenspekulationen des smarten" Joseph. Der Bericht war reich an-feinen humoristifchen Anspielungen auf unser modernes Spekulantenthum. Dann kam der trojanrsche Krieg Berichterstatter Herr LouiS Schutt, die Ermordung Caesars als Polizei-Jtem. Da der Reporter" der Roman Evening Post", Herr William Shakespeare, durch verschiedene Umstände verhindert war, personlich zu erscheinen, ,so verlas ein College desselben, und ebensallZ Mitarbeiter der Roman Evening Post-, Herr Gustav Fränkel. den Bericht. Den Vergnügungsbericht aus der nordischen Mythologie lieferte Herr John P. Arnold. Ein wirklich überzeugenderMissionär aus der Zeit Karls des Großen war Herr. Georg Bredemeyer, der seine Reiseabenteuer vortrug. Die Dichtung des MittelalterS war durch Herrn Paul Fiebach vertreten. Herr Otto Schroeder als Martin Luther verlas einen sehr humoristischen Bericht, der Wormser Staatszeitung" vom 18. April 1521. Den würdigen Schluß des gelungenen Fastnachtsspiels bildete die Reisecorrespondenz des Herrn Emil Höchster, der im Auftrage der spanischen Zeitung Colorado Maduro" als Berichterstatter die Entdeckungstour des WelwmsegM Christoph Columbus mitgemacht hatte. Deutsch Loeal-S!aSrlHtn. s rov int Sranvendurg. Berlin. Eine Verhaftung von 25 jugendlichen Burschen im Alter von 12 bis 14 Jahren erfolgte dieser Tage. Die meistens noch die Schule besuchenden Burschen hatten sich zu einer Bande vereinigt, welche eS Hauptfachlich auf Fuhrwerke, auf denen sich Lebensmittel befanden, abgesehen hatte. Besonders Delikateß- und Bierwagen wurden, während die Kutscher ihre Bestellungen ausführten, in frechster Weise geplündert. Wegen schwerer Kuppelei sind zwei Frauen verhaftet worden. Sie haben den Verkehr von Kindern mit Wüstlingen .vermittelt. Eine der Frauen hat. sogar ihre eigene minderjährige Tochter preisgegeben. Mit 10,000 Mk. flüchtig wurde der Kaufmann Albert Franke, Schmidstraße 36. Derselbe erhielt. daS Geld von seinem Prinzipal, einem. Fabrikbescher, mit dem Austrage eingehändigt, dasselbe bei der Disconto-Gesell-schast in der Behrenstraße einzuzahlen. Dies hat er, nicht gethan und ist seitdem verschwunden. - Nauen Seit dem , 1. Februar war , drei Mal in dem Hause deS Schlächtermeisters Zieger Feuer ausgebrochen; der Brand wurde, jedoch je.deS Mal bald gelöscht. - Der Schaden beträgt zusammen etwa 350 Mark. Die Thäterin ist jetzt in der Person des Dienstmädchens Auguste Bäcker von der Polizei verhaftet worden. ' S p a n d a u. Auf dem hiesigen Hauptpostamt wurde ein Geldsaßchen, daS mit einem Inhalt von 10.720 Mark deklarirt und zur Löhnung für die. Garde . Fuß - Artillerie bestimmt war. gestohlen. Der Dieb ist 'in der Person des PostsekretärS Stättke ' ermittelt und sofort verhaftet worden. Spremberg. Die hiesigen Stadtverordneten werden sich mit , dem .Projekt . .der Anlegung einer, schmalspurigen 'Stadtbahn, wie sie Forst , hat. beschäftigen. Die Baukosten sind aus eine Million Mark veranschlagt. ' ' fv0vint Vofn. Jnowrazlaw. Aus. dem hiesigen , Bahnhöfe wurde der Stationsasststent Hermann Noehr von dem B:rliner Eourierzuge erfaßt' und übersahren. ' Dem Unglücklichen wurden Arme und Veine vom Rumpfe getrennt und der Kopf zerschmettert. Der Tod trat auf. der Stelle ein. Vrovln, Mestprugn. Elbing. "Kaiser Wilhelm hat der ' neuen Binnennehrung den zur Wiederherstellung der Hochwasserschäden 'im Jahre 1889 gezahlten Ge, sammtvorschuh von 356.000 Mark erlassen. . ; K a n i tz. Einem armen Ehepaar in Schönfeld war auö Anlaß seiner goldenen Hochzeit von Kaiser Wilhelm ein Gnadengeschenk von 30 Mark - bewilligt worden. Dieser Betrag ist aber nach der bestimmten Erklärung der Leute noch nicht in ihren Besitz gelangt. Ermittelungen über den Verbleib deS Geldes haben ergeben, - daß dasselbe vor einigen Wochen beim dortigen Postamt thatsächlich eingegangen und daß es dem betreffenden Postboten ausgehändigt worden ist. Letzterer behauptet nun. daß der Betrag dem Adressaten auch verabfolgt worden sei und die. bei den Belägen ' befindliche Quittung des .Empfängers von diesem selbst, errübre. . 5su? UntersuSuna
Slsc JACCQia
Rheumatismus, Rheumatismus, Rheumatismus, Rheumatismus, Rheumatismus,
Ä Heilt sicher Neuralgie, Neuralgie, Neuralgie, Nelwalgie, Neuralgie, vieses merkwürdigen Borsalles ist ein Postinspektor aus Vromberg am Orte eingetroffen, und man ist auf den Ausgang der Sache sehr gespannt. Vrsvin, SaZisen. Erfurt. Der hier stationirt gewesene Eisenbahn - Betriebssekretär Kantowski ist' wegen Unterschlagung von 50 Mark amtlicher Gelder zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Der Genannte, ein noch junger Mann und Vater mehrerer Kinder, hatte vor etwa zwölf Jahren ein reiches Mädchen geheirattzet, die Mitgift seiner Frau jedoch durch noble Passionen vttgeudet. Gegen ihn schwebt übrigens noch ein Strafprozeß wegen Unterschlagung von Mündelgeldern. '-Halle. Die Vereinigte " Stralsunder Spielkarten-Fabrik-Aktien-Ge-sellschaft hat die Halle'sche Spielkar-ten-Fabrik Ludwig & Schmidt angekauft. In der Nähe des Dorfes Reußen sind eine ortsfremde Frau und zwei Kinder, die in einem Strohdiemen nächtigten, erfroren. ; Mühlhausen. Der wegen Betrugs und Wechselschwindeleien flüchtige CyruS Andres befindet sich in New York. i Wernigerode. Die Stadtverordneten haben einstimmig die beantragte Zinsgarantie von 300.000 M. zum Bau der Bahn NordhausenWernigerode bewilligt. Vvovlni &ctmx0vcv. Münden. Der Berliner Schnellzug setzte dieser Tage bei Hedemünden den Schlafwagen wegen eines Radreifenbruchs aus. Der übrige Zugtheil setzte die Fahrt nach Münden fort, stieß aber in einer Kurve mit der von Münden abgesandten Hülfsmaschine zusammen. Der Maschinist Köhler und der Heizer wurden schwer, der Assistent Reinhardt leicht verletzt. Ein Hülsszug beförderte Reisende und Verwundete hierher. M e i n e. Zu Abbesbüttel brannte ein Stallgebäude des Abbauers H. Siedentopf ab. Es wird Brandstiftung vermuthet. ; P c i n e. Auf hiesigem Walzwerk erplodirte der sogenannte Schlackenwagen, wobei mehrere Arbeiter durch Verbrennen derart verletzt wurden, daß sie in das Krankenhaus aufgenommen werden mußten. -Schillerslage. August Schill wollte von seinem Anwesen auZ Krähen schießen, kam jedoch infolge des glatten . WegeS zu Fall, wobei die Flinte sich entlud und 'der Schuß seinen rechten Unterschenkel gänzlich zerschmetterte. -. U e tz e. Die 40jährige Ehefrau deS Schuhmachers Wilhelm . Bödecker in Ki-Oedesse stürzte, als sie im Stall über ein Schort steigen wollte, nieder und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, daß sie nach wenigen Minuten verstarb. VrVin? Kclzlesten. B r e S l a u. ' DaS Schwurgericht verurtheilte den praktischen Arzt Dr. Wilhelm Ebstein wegen eines . Verbrechens wider daS keimende Leben zu vier Jahren Zuchthaus. ! B e u t h e n. Als Mörder deS- am 26. November 1894 ermordeten . Maschinenwarters DrzeSga in Karf wurde hier der Ziegelmeister Kurbanek verhaftet. - i' ; :..-. : Forst Nieder!. Eine große .Feuersbrunst ' zerstörte die Eberle'sche Tuchfabrik. Ein einstürzender .Giebel durchschlug ein Wohnhaus, eine Frau und zwei Kinder wurden unter den Trümmern begraben. pvatfim Kt,ln,kaSlstein. Kiel. Der bekannte Dichter und Schriftsteller Gymnasialdirektor Heinrich Keck ist plötzlich im 71. Lebensjahr gestorben. 'Auf der Germaniawerft sind z. Z. in Arbeit begriffen ein Torpedojäger für' die türkische Regierung, ein 1 Frachtdampfer für Hamburger Rechnung, zwei große Frachtdampser für den Norddeutschen Llohd in Bremen, ein Stahlschraubendampfer., für die westafrikanischen Colonien. . Autzerdem werden dort mehrere Kreuzer für die brasilianische Regierung' binnen kurze? Zeit in Angriff genommen. . i D i t h m a r s ch e n. Dem ' Turnverband deö schleswig-holsteinischen WestgaueZ gehören zur Zeit 13 Vereine an. Die Gesammt-Mitglieder-zahl beträgt ca.' 1050, darunter gegen .400 aktive. Turner.Rensefeld. Hier kam beim Hufner Peter Stammer im .Wohnhause ein Feuer zum Ausbruch, wesches aber bald gelöscht wurde.' Reinfeld. Der Umsatz der Reinfelder Sparkasse betrug 'rund 1,022.000 M., die. Aktiva betragen 1,633.000 M.. die Passiva 1.467,000 Mark. - ' Der Enttäuschte bleibt seiner Illusionen sich bewußt, , wie auf dem Meeresgrunde die versunkenen Schiffe ruhen. FalscherVerdacht. Professorsgattin (auf dem Pulte ihreö Gatten das Werk:' Zur Kritik unserer Alten" bemerkend, welches dieser gemeinschastlich mit einem Kollegen herausgegeben): So, also über uns arme grauen schreiben diese BSsewichte!... ?te wartet mrrl . ; ; . . ; . '
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K Heilt sicher "oT 'jr Nückenschmerzen Rückeuschmerzen4 Nückellschmerzen. Rückenschmerzen. Ruckenschmerzen. Marktbericht. Wholesä!e.Pretse. GrocerieS. Zucker : öarter $4.82. Guter gelber 53.45. Gewöhnt, gelber $3.26.. . Kaffee: geröst. Banner, Lion und Java 22. 25e (in 50 Pfd Säcken) Capital 22c Pilot 21jc Dakota 20)c BrazU Lc Getr. Aepfel 6c Pfirsiche 14)e Corimhen 6c Pflaumen 7Zc Aprikosen llc Früchte und Gemüse. epfel per Faß 4.50 Citronen per Kiste $3 50 Orangen per Kiste 53.50 Kraut ver Faß 52.5. Zwiebeln per Faß $1.25 Rüben per Faß $1.50 Bohnen per Bushel $2.00 Kartoffeln per Bushel 7Sc. . Süßkartoffeln per Faß $2.75 ' Mehl. Winter.Weizm pat. $4.00 Frühjahr.Weizen pat. $4.00 Winter extra $2.50 Gewöhnliches $1.75 Roggenmehl $3.10 Hafergrütze $5.75 utter, Eier und Geflügel. Butter, ftische Fountry 10c Eier, frisch, per Du?. 18 Leb. Geflügel: Hühner 7e per Pfund; Spring EhickenS 7c; Hübne 3c ; Turkev Hennen 7c; Enten 6c; Gänse $5.40 per Dutz G. Ecke Obko S5 Noble Straße Beste Getränke und Cigarren. ljvoa.chDr. Carl G. Winter, Arzt und Chirurg. Spezialist sör Augen und Ohren. Sprechstunde von 1J, 15, T 8 Uhr. Zimmer No. 1 im alten Blbliothekgebäude, Ecke Pennsylvania und Ohio Str. Dr. THEO. A. WAGNER hat seine Office nach No. 9 Nord Delaware Str. verlegt, und wird sich freue seine Parteute uud Jreunde dort zu empfangin. Svrechftunden : -10 Uhr Bonn.: $-4Uhr ach.! nntag: ia-Z4ii Uhr Vorm. Telephon 843. Dr I. Tl. Sntcliffe, esciasttat ft& auffifcltcfeliA mit wlSr,ttts uud mit schlecht uud Urtukrauktzette. tto. 95 Oft darfst Cirafte. Offtee-tud : 9 11$ 10 Uhr or. t uir aqin. rag, aus,ok. Xtltß imvu. . Dr. BurShardt, Deutscher Arzt: Ossie und Wohnuug: No. 562 Süd Meridian Otr. Osftee.rude t 8 bi Uhr er. 1 fcli ahr nachm. 7htiöNhritt. evAtaLkSormittag. Teledkon 80. Dr. I. Bühler, 120 MeVarty Str. rechtuudeu: 8 Uhr Bonn.; 3 8 Nhr achm.z 7 Uhr Klcnll. Telephon 144. Gv rech stunden: Sonntags nur Bormittags. Dr. C. N. Schaefer, flrzt und llhirurg, No. 430 Vkadison venue, nahe Morri Str. vrechtwnbe : 8-:80 UirMorgexs, Z-4 Uhr iBmiafl, i uir oeno. Televbo 282. AN IDEAL FAMILY MEDICI NE tror iBdlreatloa. uuiuac. lieadcfce, ConatlpaUon, tfd C.rnnlexlon. OffeattTe Rrcatb, and all Csordera ot tb Etomach, Uvarand fiowtU,RIPANS TABULE9 et senüj ye; prompt fr Pierfart difffcstlon followt their ane Bold VJ drnroista or sont br maiL Box friaJa),?6c Pkjie 'i boxe), 3. w irrwt mnpietn(irwi , - BlPAXa CUEM10AL CO., 5tw Yrk. Z'5ijiJi.kti. 5 sine permanente unr ; ; 0 ux Hartnäckigste Fälle ton SorrHea tnb ' ! Skeet. arattrt t ron 3 lii 6 Sagen ; kein, 1 acr Behandlung ötba und ob, di ' i kelnd, Reinltat be Einnehmen von S. j, j ded. oxatda oder Eandelöl. J.Serre ck E,. o (Crou'l achkolger). pot)eker, ßiari. er. ! tauft so aaca tug gtfUn. , , i The Twentleth Centurj, eine auaneichnete Wochenschrift, welche sornqrtttltcy gqumten Lesern sehr zu enwfeh lm ift. In der Tendenz ,war sezialtftisch, werden doch andere fortschrittliqe Theorie darin unparteiisch besprechen. Nan bestelle dtrett bei der SuQdolül dlloQlrr Co 19 &ar Clecc 2ex
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ndiana nbüne ist daö einzige Blatt in Sndiana, totU iheö die ' Interessen des Volkes gegenüber der Macht d Plntokrattt vertritt. M, Organ des Bolkes und nicht einer Partei oder Parteiin teressen kämpft sie unentwegt für Freiheit .Recht auf allen Gebieten bei Lebens. Die Arbeit des Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes und darum wirken wir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur sreubebringenden Luft, statt zur Niederdruckenden Laß machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, ssllte ek als moralische Pflicht empsinder Leser der Jndiava Tridö zu sei DaS retchhaMge Sonntags - Vlalt bietet eine Fülle unterhallenden Lekekoffet. Der Abonnements Preis der täglichen Tribüne ift 12c. deS SonntagöblattS Je, beider zusammen lg ?tö., per Woche oder SS dtS. per Monat Durch die Poft versandt, kostet daS Tageblatt 93, daS SonntsgSblatt L2 per Jahr, Uibt zusanunen in VsranSbezalunz. rurAfnchen aller Art werden rasch und billig aus geführt Eintrittskarten, Quittungen, Gonüitutlontn, Neöbnnngen, GtschästSZarten, Otitftöpftt Zirkulare, yrogramc n. s. v. für Seschästileute und Vereine erbn geschmackvoll anSzeführt. AS MM WU JudiSLSVsliZ. Jn
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