Indiana Tribüne, Volume 18, Number 165, Indianapolis, Marion County, 4 March 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne.

Erscheint Täglich und Sonntags.

Die tägliche .Tribüne" kostet durch den Träger . 13 CentS per Woche, dle SonntagSTribüne' s llentS per Woche. Beide zusammen IS CentS oder i 5 CentS per VZonat. Per Post außerhalb der Stadt zugeschickt in Vorausbezahlung $ per , Jahr. Mro: lg Süd Alabama Straße. Indianapolis, 2nd., 4. März 1895.

Die Großen und dle Kleinen. Tie Bankerott-Statistik der letzten 13 jahre, welche das Journal of Gern Tnrrce" einer eingehenden Untersuchung unterworfen hat, zeigt, daß, mit AuZnähme großer Schwankungen, welche sich in schlechten Zeiten zeigen, etwa 1 Procent aller Firmen bankerott werden. In den letzten 13 Jahren haben durch schnittlich 142,000 Firmen jährlich ihre Thüren geschlossen, darunter waren 106,000, die ihre Geschäfte abwickelten, weil sie ihren Verpflichtungen nicht nach kommen konnten, oder keine Profite machten. Nur ein geringer Procentsatz dieser Bankerotte war auf Betrug, Mißverwaltung etc. zurückzuführen, er betrug 8 Procent. Aber 9 0 Pro. cent wurde auf ungenügendes Capital" zurückgeführt. Es waren Firmen, die nur $5000 Capital und darunter batten. Bei einem allgemeinen Krach werden natürlich euch größere Firmen in Mitleidenschaft gezogen und dadurch wird der Procentsatz der kleinen Bänkerotte etwas verringert; aber im Allgemeinen und unter durchschnittlichen Aerhältniffen gilt für die kleinen Anfänger die Regel, daß mindestens 95 Procent, ja eigentlich Alle die ziemlich gewisse Aussicht haben, innerhalb von zehn Jahren bankerott zu sein. Einen besseren Beweis dafür, wie das GroßCapital mit Trusts, Monopolen etc. auch das Klein-Capital aushungert und ausraubt, giebt es nicht. Ein Geschäftsmann, der vor 50 Jahren ein Geschäft mit $5000 ansing, hatte die besten Aussichten vorwärts zu kommen, cute ist es so ziemlich sicher, daß ihm ein Großer" den Hals abschneidet. Nehmen wie z. V. an, er finge eine Streichholzfabrik im Kleinen an. Hat er neben seinen $5000 noch ein paar werthvolle neue Patente und ohne solche hätte er gar keine Hoffnung so erscheint bei ihm, wenn er gerade .sieht, daß er vorwärts kommt, ein Agent der Diamond Match Co." Wn: sehen Sie machen ziemlich gute Geschäfte", sagt der Herr, wir wollen Ihnen so und so viel für ihren Krempel geben, so und so viel in Cash" und so viel Aktien der Diamond Match Co." Sie können morgen zu Advokat 3E. kommen und den Contrakt unterzeichnen!" Nein", antwortet der Kleine", ich mache jeden Tag bessere Geschäfte, meine Patente bewähren sich, warum soll ich verkausen?" Auch gut",' sagt der Agent ier Großen". In einer halben Stunde gehen an alle Agenten des Großen" in dem Geschäfts-Distrikt ldes Kleinen" Depeschen: Preise für olle unsere Waaren 15 Procent herabgesetzt." Es dauert keine Woche, so fühlt dies der Kleine", seine Agenten melden rhm, die Hausirer, die Grocer und alle anderen Leute kauften nicht mehr seine Streichhölzer.die der Diamond Match Co." seien billiger. Gut", sagt er, so verkaufen wir auch billiger, will doch sehen, ob die mich unterbuttern können." Aber er hat schon früher, trotz seiner Patente, mit sehr kleinen Prosit arbeiten müssen. Er braucht gewisse Holzsorkn und hat gefunden, daß er da überall wo er kaufen will auf den Großen" stoßt, so geht es ihm mit anderen Rohmaterialien. Er hat weiter gefunden, daß er den Eisenbahnm größere Frachten bezahlen muß, als seine großen Concurrenten, Er braucht oft Geld und muß Zinsen dafür zahlen, das haben die Großen" nicht nöthig oder bekommen es billiger; aber er hat sich trotzdem durchgekrabbelt. Aber nun kommt das Ende: Jedesmal wenn er den Preis heruntersetzt unterbietet ihn der Große". Qx arbeitet mitVerlust. Auch gut", sagt er, eine Weile kann ich es ja aushalten." Aber eines schönen Tag;s macht man ihm die Bude zu. Er ist bankerott und hat nichts als seine Patente. Die müssen ihm doch Geld bringen. Morgen, Herr Kleiner," sagt da ein paar Tage später der Agent der Großen". Haben Bankerott gemacht, wie ich sehe. Bedaure. Hätten vernünftiger sein sollen. Nützt nichts, mit dem Kopf durch die Wand rennen wollen. Hätten Anerbieten annehmen sollen. Geht.wohl schlecht? Nun, wir .wollen Ihnen helfen. Geben Ihnen so und so viel für Ihre Patente und Sie können Vormann bei uns werden. Kein Teufel giebt Ihnen einen Cent für Ihre Erfindung, wir sind die Einzigen, die sie ausnützen können. Machen Sie keine weiteren Dummheiten! " Und er schlägt, ein. . Das ist eine kleine Geschichte von die- : len. Ein Beispiel von den Dutzenden ' von Methoden, wie der Oel-Trust, der ' Zucker.Trust, der Kupfer-Trust und Tausende von anderen Trusts und Mo- , nopolen, die wieder die Neigung zei- ' gen, sich noch zu größeren Combinationen zu vereinen, die Kleinen" fressen. Und das Abhülfemittel ? Nun, die Kleinen" müssen groß werden. Sie müssen da ihre UebermaZt zeigen, wo sie sie noch haben: In den Gesetzgcbun gen, und sie müssen durch Cooperatwn die wirthschaftliche Macht des Großkapitals brechen. ' Elektrische Herstellung deS DiphtyerieHeilmittels. Es ist bekannt, daß Behrings Diph-therie-Heilmittel aus dem Blutserum von Hausthieren, insbesondere Pfer'fc;n, besteht, die künstlich, gegen die Krankheit unempfänglich gemacht worden sind und deren Blutserum dadurch Hit Fähigkeit erhalten hat, bei der Einfübruna in den menschlichen Oraanis-

mu diesen gegen eme nsection mit der Krankheit zu schützen bezw. bei schon erfolgter Erkrankung, wieder zu heilen. Die Vereitung dieses Heilserums ist durch die bis jetzt unumgäng-

liche Benutzung des Thierkorpers umständlich, langwierig und kostspielig. Großes Interesse verdieut daher eine jüngst in der Berliner Klinischen Wochenschnfk veröffentlichte! Beobacytung Srmrnows. daß es möglich ist, ohne den Thierkörper zu Hilfe zu nehmen. das Diphtheriegift mittels des elektrischen Stromes m ein Dlphtheriegegeneist, das Toxin in ein Antitozin zu i i rXj bermanoem. A)a oie oei oem mmunisirungsprocesse imThierkörper sich abspielenden Vorgange einfachen chemischen Gesetzmäßigkeiten folgen, versuchte Smirnow zunächst auf rein chemischem Wcge aus dem Serum sowohl gesunder als diphtheriekranker Thiere das imSerum der immunisirten Thiere enthaltene Diphtherie-Antitozin zu ge lsinnen. Aber erst die Beobachtung, daß daö im Serum gesunder Thiere enthaltene, zu den Eiweißstoffen gehörende Albumin durch den elektrischen Strom in Substanzen umgewandelt wird. die. in den , Thierkörper eingeführt unter geeigneten Bedingungen FiebererscheinungenZ hervorrufen, legte den Gedanken an die Möglichkeit nahe, daß das im diphtheriekranken Serum enthaltene Gift mittels Elektricität in ein Dipbtberie-Antitorin! übergeführt werden könnte. Diese Vermuthung wurde durch die Ergebnisse zahlreicher Versuche durchaus bestätigt. Und noch mehr: nicht nur das Serum diphtheriekranker Thiere, sondern auch mit Diphtheriegift inficirte Eiweißlösungen und Fleischbrühen, die bei der Einführung in den Körper des Kaninchens das Thier in kurzer Zeit dem Tode überliefern, sind, nachdem sie in geeigneter Weise der Einwirkung des elekirischen Stromes unterworfen worden, nicht nur für das gesunde Thier völlig unschädlich, sondern üben sogar bei dem mit frischem Gift inficirten und bereits erkrankten Thier eine ausgesprochene Heilwirkung. Die so mittels des elekirischen Stromes erhaltene Heilflüssigkeit erweist sich hierbei um so heilkräftiger, je giftiger sie vor der Einwirkung der Elektricität war. Ob das in ihr enthaltene Antitozin mit dem durch Vermittlung des Thierkörpers erhältlichen identisch ist, hat man noch nicht festgestellt. Auch ist seine Wirkung auf den menschlichen Organismus noch nicht geprüft. Aus seinem Verhalten gegenüber dem thierischen darf man aber aller Analogie nach schließen, daß es auf den Menschen die gleiche Wirkung wie das durch den Thierkörper gewonnene Antitoxin ausübt. Es ist somit die Hossnung nicht unbegründet, mit Hilfe des elektrischen Stromes die Herstellung eines Heil- und Schutzmittels gegen die Diphtherie wesentlich zu vereinfachen und zu verbilligen und damit seine allgemeine Anwendung zu ermöglichen. Auf ähnliche Weise wie dem Diphtheriegift werden nach den in der obengenannten - Fachschrist veröffentlichen Beobachtungen von Klemperer und Krüger auch den Giften verschieden anderer Infektionskrankheiten durch den elektrischen Strom theils ihre krankheiterregendenz Eigenschaften genmomen, theils (und zwar denen der Pneumonie und der Cholera) ausgeprägt lmmunistrende Wirkungen ertheilt. Die falsche Erzherzogin. Mit den Thaten der falschen ErzHerzogin Katharina von OesterreichEste", deren wirklicher Familienname Dubberstin ist, wird sich demnächst das Berliner Gericht beschäftigen. Die angebliche Erzherzogin hat 3 allerdings vorgezogen, einstweilen von der Bildfläche zu verschwinden, sie ist mit einer Artistentruppe über das große Wasser" in unser Land der Freiheit" gezogen, und deshalb sind zunächst die Genossen, einige Verwandte und ein früheres Dienstmädchen der Vegünstlgung und der Theilnahme am Betrüge angeklagt. Die Entflohene tauchte in Berlin als Artistin Taciana auf, bald aber gefiel es ihr, auch andere Rollen zu spielen, und es dauerte nicht lange, so flüsterten sich ihre Verehrer zu. daß die kleine Künstlerin eigentlich auf der Bühne der Weltgeschichte eine Rolle zu spielen habe. Ein Liebhaber mußte sie einmal in seiner Equipage vor das Palais des bulgarischen Gesandten in der deutschen Reichshauptstadt fahren und vor dem Hause im Wagen warten, während sie selbst in das Haus eintrat. Bald öffnete sie dann ein Fenster des Hauses und rief: Onkelchen ist noch nid).1 hier; komme wieder hinunter!" Nun war ihr hoher Name unwiderleglich bewiesen, und siefand auch Glauben, als sie sich für eine Verwandte des Königs von Bayern", ausgab. Bald trat sie allen ihren Freunden mit der Behauptung entgegen, sie sei eine Erzherzogin von OesterreichEste, und der König von Sachsen und der Fürst von Bulgarien wären ihr als Vormünder bestellt. Ihr unermeßliches Vermögen dürfe ihr erst nach Eintritt der Großzahrigkeit ausgezahlt werden, sterbe sie vorher, so solle das ganze Vermögen dem Prinzen Ferdinand von Bulgarien zufallen. Diese letztere, Bestimmung habe veranlaßt, daß der Bulgarenfürst sie beständig mit einer Horde gedungener Meuchelmörder umgebe, welche ihr noch vor Eintritt derGroßjährigkeit das Lebenslicht ausblasen? sollten. Das Sonderbarste an dieser ganzen Geschichte ist, daß sie ge glaubt wurde, und nicht etwa von der urtheilslosen Menge, sondern gerade von der Elite der Gesellschaft. Unter den Betrogenen bennden sich ein Ge richtsassessor und ein Polizeilieutenant in Berlin. Ein Bankier dessen Sohn mit der angebliche Herzogin ein intimes Verhältniß angefangen hatte. wurde durch die Meuchelmordgeschichte so tief gerührt, daß er irklärte, die arme Herzogin dürfe unmöglich länger ohne Schutz bleiben. Der! Herr Papa richtete der verfolgten Unschuld eine prachtvolle Wohnung em. Duse Fürsorge kostete etwa 90.000 Mark, der Sohn, welKeiKsd toej intimen Be

ziehungen; ebenfalls an dle 'bornehme Geburt seiner Angebeteten glaubte, zahlte 60,000 Mark. Der betrogene Lieutenant hatte der Erzherzogin" sogar Malst'unden ertheilen lassen. Nicht immer trat übrigens Fräulein Dubberstein als Erzherzogin auf, zuweilen

begnügte sie sich auch, mit dem Titel einer Gräfin von Rigano, oder sie trat als Fürstin oder Prinzessin v. Ghika auf. Besonders interessant ist auch die Rolle, welche die Hochstaplerin ihren Verwandten zugetheilt hatte. Diese Leute, die nicht richtig lesen, schreiben und sprechen konnten mußten sich mit Durchlaucht" anreden lassen, und hatten im Uebrigen die Weisung, möglichst den Mund zu halten, damit man ihren geringen Bildungsgrad nicht bemerken sollte. Wenn den Verwandten die ihnen zugetheilten Rollen nicht recht geläufig waren, kam es mitunter zu recht heiteren Episoden. So stellte einmal dieDubberstein einen ihrer Verhrer ihrer Schwester vor, und als dieser galant meinte: Ich bin hoch erfreut, Ew. Durchlaucht kennen zu lernen", erwiderte die Schwester erstaunt: Was für ein Laucht?" Der Dubberstein gelang es, diese Dummheit ihrer Schwester zu verdecken, und der Galan wurde von seinem Fürstenglauben nicht geheilt. Die Dubberstein liebte es auch, iii ihren Roman einen zweiten kleinen Roman emzuflechten, so erzählte sie gern, sie sei mit dem Distanzrittsieger, Grafen v. Staremberg, heimlich verlobt. Die Anklage nennt neun Zeugen, welche der Sirene zum Opfer gefallen sind. Die Verhandlung wird im März stattfinden. Et neues Aergerniß. Das Tagesgespräch in Paris wird von einem neuen großen Skandal beherrscht. Die Absetzung des Generaleinnehmers Jefaias Levaillant gestattet keinen Zweifel mehr darüber, daß die Enthüllungen, die der ehemalige Polizeipräfect und spätere Botschafter Andrieur in seiner Eigenschaft als Anwalt der Civilparteien dieser Tage vor der Strafkammer m dem Processe gegen die Gebrüder Schwob gemacht, nur zu wohl begründet sind. Die Gebrüder Schwob stehen unter Anklage des betrügerischen Bankbruches, der Fälschung und aller möglichen Schwin 'deleien. Sie sind ihres Zeichens Diamantenhändler und Makler und haben mit umfangreicher Wechselreiterei und sonstigen Künsten ein großartiges Geschäft gemacht, in dem viele Millionen umgingen und zahlreiche Geschäftsleute. größtenteils jüdische Glaubens genossen, schwer geschädigt wurden. Ein Theil der letztern wird als CivilParteien von Andneur. vertreten und im Laufe der Rede, die dieser zur Unterstützung seines Antrages hielt, den Proceß vor das Schwurgericht zu verweisen, fielen die schweren Beschuldigungen, die seitdem zur Absetzung Levaillant's geführt haben. Levaillant, der ebenso wie die beiden Schwob israelitischer Abkunft ist, hat von dem einträglichen Posten eines Generaleinnehmers die Stelle des Directors der Abtheilung für Geheimpolizei (la surets gtfndrale) bekleidet. Er stand damals mit den Schwob in sehr vertrautem Verkehr und bezog zeitweise von ihren Geschäften eine Provision von 10 Procent, ohne mit Geld daran betheiligt zu sein. Wie es scheint, hat er die Verbindung seines einflußreichen Postens dazu benutzt, den Schwob bei ihren Processen Vorschub zu leisten. Es geht aus seinen dem Gericht borgelegten Briefen hervor, daß es ihm je denfalls gelungen ist, die Schwob glauben zu machen, daß seine vertrauliche Verwendung bei verschiedenen Nichtern der ersten, sowie auch der Berufsinstanz ihnen den Sieg in einer Reihe von Processen gesichert habe. Thatsache ist, daß die Schwob von 10 Processen, von denen in der fraglichen Correspondenz die Rede ist, keinen einzigen verloren haben. Die Briefe sind sehr belastender Natur. Der Director der gehe! men Polizeiabtheilung, der da als fach verständiger Rathgeber mit genauer Personen- und Menschenkenntniß die Schritte zweier Schurken lenkt, die den Gang der Rechtspflege zu beeinflussen trachten, ist eine Gestalt, die im Criminalroman wahrscheinlich als undenkbar verworfen würde. Der Mann ist früher Präfect gewesen und hat sich neuerdings auf die begehrte Generaleinnehmerstelle zurückgezogen, die jährlich 60.000 Francs einträgt. Außer ihm erscheinen in den Briefen noch zwei Persönlichkeiten in sehr üblem Lichte, Da ist zunächst ein Herr Puibaroud, ein höherer Beamter der Polizeipräfectür, der auch sehr eifrig für die Schwob gearbeitet hat, und dann ein Herr Ayrault, Staatsanwalt, bei der OberStaatsanwaltschaft beschäftigt und Ritter der Ehrenlegion, der von den .Schwob mit unermüdlicher Zähigkeit gefördert wurde: allerlei bekanntePersönlichkeiten wurden auf ihr Betreiben durch Levaillant in Bewegung gesetzt unter anderen die ehemaligen Minister Bourgeois und Thevenet , um ihm zuerst das Ritterkreuz zu verschaffen und ihn dann im Justizministerium zum Director der wichtigen Abtheilung für Criminal- und Begnadigungssachen befördern zu lassen, was allerdings nicht gelungen ist. Inzwischen diente dieser Schützling den beiden sauberen Brüdern als Rechtsbeistand bei ihren fragwürdigen Geschäften, als Vermittler und aelegentlich als Empfehlung. Das Gerede des Tages und die Zeitungen gehen noch eine große Strecke 'über diese Thatsachen hinaus und wollen noch andere höhergestellte Persönlichkeiten in diese Angelegenheit verwickeln, ohne daß jedoch zur Stunde für solche Angaben irgendwie ein fester AnhaltsPunkt vorläge. Herr Andrieux ist durch dtesenSkanfrei wiederum der Mann des Tages und dte Zselschejbe der Interviewer geworden. Er genießt diese Stellung mit demselben Behagen ryke seinerzeit ta der Pznamasache, ist die Zurückhaljuna und die Verbindlichkeit selbst und

reizt' dabei' die Neugierde der Reporter mit orakelhaften und ausweichenden Redensarten, die alles Mögliche glauben lassen, bis auf's Blut. Die ganze Geschichte kommt gegenwärtig so ungelegen als möglich. Grade in dem Augenblick, wo die verschiedenen Rattenkönige von ErpressungLngelegenheiten der Zeitungen, die Schwindeleien bei Gründung der Südbahn und manches andere den Gerichten überwiesen werden sollen, wo man in der Kammer sich anschickt mit der Untersuchung über die Eisenbahnverträge viel schmutzige Wäsche zu waschen, wird dem Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Gerichte ein neuer schwerer Stoß versetzt. Die schlimmsten Feinde der heutigen Staatsform konnten mit ihrer raffinirtesten Bosheit kaum Aergeres ersinnen. als was in den letzten paar Monaten scheinbar zufällig in ununterbrochener Reihe an's Licht gebracht worden ist.

Daö Jubiläum von Neu Braunfcls. Nahezu ein halbes Jahrhundert ist verflossen, seitdem die erste deutsche Niederlassung in Texas NeuBraunsels vom Prinzen Solms gegründet wurde. Diese Gründung fand unter den Auspicien des deutschen Adelsvereins, welchem zahlreiche Repräsentanten der hohen Aristokratie angehörten und an dessen Spitze der genannte Prinz als Präsident stand, statt. Der Verein hatte den ausgesprochenen Zweck, der überschüssigen Bevölkerung des alten Vaterlandes durch Gründung von Ansiedelungen in Amerika eine neue Heimath zu schassen und solcher Gestalt der Armuth unter den unteren Schichten des deutschen Volkes abzuhelfen; ob die Herren die Nebenabsicht hatten, in der neuen Welt für sich selbst Feudalherrschaften zu gründen, mag dahingestellt bleiben. Die mit großem Eifer betriebene Auswanderungspropaganda hatte Erfolg und es liefen zahlreiche Anmeldungen zur Betheiligung ein. Als Bedingung für die Zulassung zu dem Zuge in das Land der Verheißung wurde von Unverheiratheten derNachweis eines BaarVermögens von 300 Gulden verlangt, während jeder Verheiratete das Doppelte besitzen mußte. Dieses Geld mußte am Einschisfungshafen (Bremen) be! dem Verein hinterlegt werden, welcher die angehenden Colonisten an ihren Bestimmungsort schaffte. Für die deponirteSumme bestritt derVerein die Ueberfahrt (60 Gulden per Kopf) vomLandungplatze bis an die von dem Verein errichteten Zelte (10 Gulden per Kopf), und ein Haus oder vielmehr eine Hütte wurde dann dem Einwänderer zu dem Kostenanschlage von 60 Gulden hergestellt. Eine größere oder kleinere Strecke Land, je nach der Größe der Familie, wurde dem EinWanderer von dem Verein schriftlich zugesichert, und er konnte es nach Verkauf von drei Jahren als sein Eien thumj betrachten. Die meisten dieser Einwanderer hatten nicht mehr als die von dem Verein verlangte Summe von drei- resp, sechshundert Gulden. Der Verein verließ sich auf die Regsamkeit und die Ausdauer der Leute, welche die Wildniß zum Garten umgestalten, sollten. In das fremde Land selbst schien der Verein weniger Vertrauen zu setzen, als in die unverwüstlichen Arbeitskräfte der Einwanderer. Er gab den Leuten die bedeutungsvollen Worte mit auf den Weg zur neuen Heimath: Das neue Vaterland jenseits des Oceans wird nur dann gedeihlich empor blühen, wenn die Deutschen auch dort lich als das bewähren, wa? sie stets in de Heimath waren: arbeitsam, bebarrlich. treu der guten Sitte und dem Gesetz." Das erste Schiff mit den deutschen Einwanderern traf im November 1844 in Galoeston ein und am 13. März 1845 langte Prinz Solms mit einer kleinen Anzahl Begleiter am Comal Creek an. wo er die Stadt Neu-Braun-fels auslegte; etwa 150 bis 173 deutsche Männer waren zugegen, als der officielle Gründungsact dieser deutschen Colonie durch einen deutschen Prinzen vollzogen wurde. Die Ansiedler hatten gewaltige Schwierigkeiten zu überwinden und an Entbehrungen reich war ihr Leben in der neuen Welt. Der erwartete Beistand des Adelsvereins blieb aus, Prinz Solms kehrte nach Deutschland zurück und das Häuflein der Deutschen sah sich aus seine eigene Kraft angewiesen. Mit den Indianern lebten sie in gutem Einvernehmen. Unter vielen Leiden und harten Kämpfen haben sich die Ansiedler im Laufe der Zeit emporgearbeitet und heute zählt die Stadt NeuVraunfels etwa 1800, Einwohner, welche, mit wenigen Ausnahmen, deutsch sprechen. Nur zwei Pioniere, welche bei der Gründung der Stadt zugegen waren, leben heute noch in Neu-Braunfels, die Herren H. Steele und H. Heitkamp; auch der Gründer, Prinz Solms ist vor etwa zwei Jahren-auö dem Leben geschieden. Die Bürger von Neu-Braun-fels planen sür den Mai zur Feier des 60jährigen Jubiläums ein großes Fest, zu welchem umfassende Vorbereitungen getroffen werden und welches ein Ereigniß seiner Art zu werden verspricht. NellgionSsreiheit in Nußland. Zu den Besonderheiten des baltischtzn Gebiets deS Zarenreiches gehören neben den Pastoren-Processen auch Processe gegen Eltern, die angeklagt werden, daß sie ihre Kinder lutherisch erziehen lassen, während sie, die Eltern selbst, griechisch-orthodoxer Confession seien.' Wie häufig derartige Processe vorkommen, ist schon aus der Thatsache frsichjlicb, daß in dem kleinen livlandlschenStadtche.n Werro neulich an einem einzigen Tage stehen solche Sachen von einer Delegation des öjlgaschen .BeSirksgefichts verhandelt würden. Ueber alle derartigen Processe, iq denel die

erkennenden Nicyler nur der orthodoxen Kirche angehören dürfen, kann die Presse sehr wenig berichten, da die VerHandlungen immer bei geschlossenen Thüren geführt werden und nur die Urtheilsverkündigung eine öffentliche ist. Diese Processe endigen in der Mehrzahl aller Fälle damit, daß die sür schuldig befundenen Eltern zu einigen Monaten Gefängniß verurthcilt werden und die Erziehung der Kinder ihnen für immer genommen wird. Die Kinder werden entweder orthodoxen Verwandten zur Erziehung übergeben oder, falls solche nicht vorhanden sind, einem vom Gericht bestellten Vormund. Als Angeklagte figuriren in diesen Glaubensprocessen meist Personen deS Bauernstandes; dieselben sind gewöhnlich früher auS irgend einem äußeren Grunde zur orthodoxen Kirche übergetreten, haben sich aber .in derselben nicht heimisch fühlen gelernt und lassen daher ihre Kinder wieder nach den Lehren der luWischen Kirche erziehen, da ihnen selbst ein Rücktritt zur früheren Kirche unter keinen Bedingungen gestattet ist. Häufig tritt auch der Fall ew, daß nur der eine Theil des Elternpaares der orthodoxen Kirche angehört, und die Kinder nach Uebereinkunft der Eltern in den Lehren der anderen Kirche erzogen werden. Dieses ist vor dem Gesetz ebenso strafbar, da alle Kinder in dem Glauben der orthodoxen Kirche erzogen werden müssen, sobald auch nur der eine Theil des Elternpaares der Staatskirche ungehört.

Deutsche Lokal'vkachrichteu. Sauern. München. Der Generaldirektor der kgl. bayer. Staatseisenbahnen, Carl Schnorr v. Carolsfeld, ist nach längerem Leiden gestorben. Dem Schuhmachermeister Jos. Braunschober wurde von dem Prinzregenten für die Rettung des sechsjährigen Knaben Xaver Sailer von München vom Tode des Ertrinkens die Rettungsmedaille verliehen. Burgfarrnbach. Hier ist das Gasthaus zum Bären gänzlich abgebrannt. Der Pächter rettete nur weniq von seinem Mobiliar. Fürstenfeldbruck. Neulich entleibte sich der in weiteren Kreisen bekannte Major a. D. Bauer mittels eines Schusses aus seinem mit Wasser geladenen Jagdgewehre. G e i s e l h ö r i n g. Ein 83jähriger Bräutigam dürfte gewiß eine Seltenheit sein. An der hiesigen Amtstafel befindet sich folgendes Aufgebot: Jos. Probst, geboren 1812, mit Magdalena Bründl. geboren 1860. Lindau. In seiner Wohnung hak sich der seit circa zwei Monaten in einem hiesigen Geschäfte angestellte Handelscommis Gottfried Speiser aus Augsburg erschossen. Motive zur Zeit noch unbekannt. Tölz. Vor beinahe zwei Jahren wurde dem Privatier Korntheuer dam'er, der inzwischen verstorben ist, 10.000 Mk. in Wertpapieren und sehr viele werthvolle Schmucksachen entwendet. Die Gendarmerie fand nun kürzlich gelegentlich einer Haussuchung die sämmtlichen gestohlenen Sachen in dem Hause des VruderS des Bestohlenen, Namens Jos. Korntheuer, zum Weber am See beiGmund, und zwar unter der Thürschwelle veraraben. W i n d h e i m. Ein 18jähriger Bursche vergnügte sich vor einigen Tagen mit Vogelschießen und rief seinen eben vorübergehenden Kameraden herbei, um ihm seine geschossenen Vögel zu zeigen. Er glitt aus, sein Gewehr entlud sich, und die Kugel drang dem Kameraden in die Stirne, so daß der Tod sofort eintrat. Wörishofen. Herr Prälat Pfarrer Kneipp wird demnächst von dem indischen Fürsten Maharaja Gaikwar von Baroda. der im vergangenen Jahre mit einem Gefolge von L3 Personen in Wörishofen zur Kur weilte, für sein Kinderasyl einen zahmen Elephanten im Werthe bon 20.000 Mark als Geschenk erhalten. - Wüv,tn,vra. Stuttgart. Unter den beklagenswerthen Opfern des untergegangenen Dampfers Elbe- befand sich auch ein junger Stuttgarter, nämlich der 15 1-2 Jahre alte Sohn Friedrich der in der Wörthstraße 13 wohnenden Jngenieurs-Wittwe Reichspfarr. Der junge Mann, welcher gerade die Schulzeit vollendet hatte, gedachte bei seinem Bruder in Amerika, der in einer größeren Gärtnerei des ebenfalls aus Stuttgart stammenden Herrn Neuner angestellt ist, sich in diesem Fache auszuvilden. Von weiteren verunglückten Passagieren aus Württemberg wird uns der 36 Jahre alte, verheirathete Schreiner Georg Henne von Feuerbach namhaft gemacht. Aalen. In der Nähe der Station Goldshöfe feuerte ein Unbekannter fünf Revolverschüsse auf ein 19jähriges Mädchen ab, von welchem zwei lebensgefährlich, trafen. Die Ursache derThat ist nicht bekannt und der Thäter noch nicht ermittelt. Crailsheim. Der WagenWärter Maier von hier stürzte in der Nähe der Station Blaufelden infolge Ausgleitens vom Zug herab. Trotzdem er etwa 1 km. weit geschleift wurde, erlitt er, wie es scheint, keine lebensgefährlichen Verletzungen. M ü n s i n g e n. Die vor zehn Jahren .sammt dem Wohnhaus durch einen Brand ze-störte und wieder aufgebaute Hafnerwerkstätte des Hafners Christoph Götz, ist abermals abgebrannt. Im Kreise seiner Familie feierte neulich Kaufmann C. G. Eipper und - Frau, geb. Ruoß, das Fest, der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist trotz seiner 74 Jahre noch so rüstig, daß er neben einer ausgedehnten Feuerversicherungsagentur noch die Stelle des Controlleurs der Obergmtssparkasse .und .die des EelretarS des landwirtschaftlichen Bezirksver eins bekleidet. N a a o l d. Der 16 Wifrüt

Ohne seines

I? U Q

RheumatiömnS. Büdner, Texas. Jahre litt ich an rheumatischen Schmerzen, und war häufig bettlägerig; durch die Anwen bung von St. Jakobs Oel wurde ich dauernd geheilt. Amanda Morton. Aas Alut ist das AlA , T

MMIMH

1W

Dr. August König's Hamburger Tropfen Das bette Mittel dagegen.

Wilhelm Nuding hat seiner Mutter, der Doktorswittwe Nuding dahier, 22.000 Mark in Staatsobligationen sammt Coupons und zu 16,000 Mk. in Staatsobligationen die Coupons gestohlen und machte sich flüchtig. Oferdingen. Bei Altenburg ist infolge der Eisstauung der Neckar über sein linkes Ufer getreten und überfluthei jetzt das Thal 2 km. lang bis hierher. Die Straße OferdingenPliezhausen steht unter Wasser, der Post- und Wagenverkehr ist unterbrochen. vaven. Karlsruhe. In einer der letzten Nächte wurde der Studirende der technischen Schule dahier Ernst Lukas aus Gotha, der sich im Kaffeehause wiederholt gegen den am Nebentische sitzenden Handlungsreisenden Martin Regensheimer aus München flegelhaft benommen hatte, auf der Straße, wo er die Rempeleien fortsetzte, von Regensheimer durch einen Dolchstich in die Hüfte schwer verletzt, so daß an feinem Aufkommen gezweifelt wird. Der Thäter wurde verbaftet. Lietenant v. Kessel, welcher rn Paris mit Lieutenant v. Schönebeck Wege? Spionage verhaftet worden ist, wurde an Deutschland ausgeliefert und sitzt hier in Untersuchung wegen Desertion und Betrugs. Kessel soll in Paris das ihm anvertraute Vermögen seiner Braut im Betrage von 300.000 M. durchgebracht haben. Bruchsal. Im hiesigen Männerzuchthause wurde von dem Sträfling Ratzel, der bei Villingen ein Mädchen auf bestialische Weise ermordet hat, der Aufseher Seithel (aus Zeuthern gebürtig) beim Eintreten in die Zelle mit dem Bettpfosten auf den Nacken geschlagen und schwer verwundet. Mannheim. Landgerichtsrath Dr. Sally Maas in Konstanz, ein Verwandter der Inhaber des falliten BankHauses Salomon Maas, hat den hiesigen Wohlthätigkeitsanstalten und Vereinen, welche durch den Zusammenbruch des Bankhauses Verluste erlitten haben, die Mittheilung zukommen lassen, daß er diese Verluste, soweit sie nicht durch die Concursmasse Befriedigung erhalten. decken werde, und zwar incl. 4 Procent Zinsen. Ein abscheuliches Verbrechen ist hier verübt worden. Der Conditor Hartmann, der in den Baumschulgärten eine Conditorei besitzt, hat der 15jährigen Tochter des Küfers Kälber in Ludwigshafen, welche hier in einer Schuhfiliale des Herrn Altschüler beschäftigt war, Sublimatpastillen verabreicht und sein Opfer dann mißbraucht. Das unglückliche Mädchen ist nach sechstägigen gräßlichen Schmerzen gestorben. Der Thäter ist verhastet. Er sagt, daß er dem Mädchen die Sublimatpastillen gegeben habe, um eine Empfängnis zu verhindern. Ortenberg. Der 64 Jahre alte Taglöhner Karl Frey wurde in einer Straßenrinne todt aufgefunden. Wehrhalden. Der 28 Jahre alte, ledige Emil Sandmann von LochHäuser ist im Schnee erfroren. Wenkheim. In dem nahen bayerischen Dzrfe Neubrunn starben dieser Tage plötzlich zwei junge Leute, Mann und Frau; der Arzt constatirte Vergiftung durch Genuß veralteter hausgemachter Wurstwaaren. Zizenhausen. Der Landwirth Joh. Joos von Vurgihal wurde von dem 16 Jahre alten Karl Kratzer im Walde mit offenem Messer angefallen und zur Herausgabe von 20 Mark gezwungen, worauf ihm Kratzer auch noch die Uhr aus der Tasche zog. Kratzer ist flüchtig. 5dmeft. Bern. Im Alter von 57 Jahren starb dahier Regieruagsrath Eggli. Er war bis vor seinem Eintritt in die Regien,ng im Jahre 1882 Fürsprecher und Oberrichter, gehölte auch eine Zeit lang dem Nationalrat) und .später dem Ständerath an. In Bern starb Uhrmache? Humbert - Droz, einer der Vorkämpfer der UhreninduZtrie in Viel. B a s e l st a d t. Das kantonale Deficit beträgt für 1895 1,694.625 Fr. Luzern. 53 Bürger, meist von Schüpfheim, beklagten sich beim Militärdepartement in Bern über rohe BeHandlung von Seite des Oberstlieutenant Aemp. Die Untersuchung ergab die vollständige Grundlosigkeit dieser Klagen. Ueberdies waren elf der Beschwerdefuhrer zu dem fraglichen Wiederholungskurs gar nicht eingerückt und fünf andere überhaupt nicht dienstpflichtig. Die Leute faßten für die Beschwerde Arrest. ' Schwyz. Zu Tugaen starb ein 83jähriger Knecht; er hinterläßt ein zusammengespartes Vermögen von 100.000 Francs!

Sluby'S Vile Suppository wird garantirt . für die Heilung von Hämorrhoiden und Verstopfung, oder daS Geld wird zurückgegeben. 50 Cti. die Box. Schicke zwei Postmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, registrirten Apotheker,' Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken! Ward Bros., A. Kiefer & Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, Indianapolis, Ind.

Gleichen ist

10

gegen:::

Neuralgie. St. Louis, Mo. Mit Vergnügen empfehle ich die Anwendung von St. & Jakobs Oel gegen neuralgische Schmer S zen. Ich wurde dauernd durch den Gebrauch desselben geheilt. R.G.Trol. Leben des Korpers." . rv Marktbericht. Wholksale.Preisk. GrocerteS. Zucker: Harter $4.82. Guter gelber $3.45. Gewöhnt, gelber $3.26. geröst. Banner, Lion und Java Kaff: zz. zoc ( !N &u Pjv vaaen) Capital 22c Vilot 2izc Sakota 20Xc Brazil 20c Getr. Aepfel öc Pfirsiche 14e Corinthen 5c Pflaumen 7)e . Aprikosen lle Früchte und Gemüle. epfel perFaß$t.50 Citronen per Kiste $3 50 Orangen per Kiste $3.50 Kraut per Faß $2.50. Zwiebeln per Faß $1.25 Rüben per Faß $1.50 Bohnen per Bushel $2.00 Kartoffeln per Bushel 75c. ' Süß.Kattosseln per Faß$!ö.7S " Mehl. Winter-Weizen pat. $4.00 Frühjahr-Weizen pat. $4.00 Winter extra $2.50 Gewöhnliches $1.75 Roagenmehl $3.10 Hafergrütze $5.75 Butter, Eier und Geflügel. Butter, frische Country 10c. Eier, frisch, per Du?. 13c Leb. Geflügel: Hühner 7e per Pfnnk; Spring ChickenS 7c; Häbne Sc; Turkey Hennen 7c: Enten 6 Gänse $5.40 per Dutz. G. Leukharvt, SAL00N. Ecke lOiio L5 Noble Straße Beste Getränke 'und Cigarren. Xsuzicii. Dr. I. Tl. Sntelisse, IffitMHrtt fl wfn.fcn k.u.lil.ariu. " "j iDt WltAi.timiHM alle und mit schlecht, nd Nrtkrakhette. o. 95 Oft Market tratze. Offieerude : 9 II 10 U,r or. HU I Uhr achm. ,,tag ,,. Xilc W ml Dr. BnrShardt, Deutscher Arzt. Osstee und ohns: No. 882 Cüi Meridian Otr. Offteetbe : bt, NH, r. , it Uhr ach. 7nsnhr,l. ,tagsVormittag!. XcIe6ox S80. Dr. I. Biiyker, 180 st MeEarty Oft. vchtnde: s 9 Uhr orm.z Nhr achm.;f-9Nir end. Telephon 144. Sprechstunde: Sonntaa nur BorittaI. Dr. C. R. Schaefer, Drzt und Chirurg. No. 430 Madison venue, nahe MorrtS Str. eprechfinnde: 8-:S0NirVkottI,H-4NN 4YI . M. 1 - m A rw 1 7iumninii;H, ' U9X JRSCNC. elevbo 28. JDr. Carl G. Winter, 5lrzt und (Tbirurg. Tpezialist für Augen und Ohren. Sprechstunden von v 12, 36. 76 Nhr. Zimmer No. 1 im alten Bibliothekgebäude, Ecke Pennsylvania und Ohio Str. Dr, THEO. A. WAGNER hat seine Office ach V!o. 94 Nord Delaware Otr. verlegt, nd wird sich freue seine Piete d Freunde dort zu empfange. Sprechstunden : 10 Uhr erwA J 4 Uhr m.x. . - . . a - 1 a -i , onn.na; 551V 5511 llyr orm. Telephon 848. AN IDEAL FAMlLY MEDICIN E For lBdlgelloa. HUloaueM. lleadaebe, Con.UpaÜom, Baui Covplexloa. Offeaalve Rreath, and all dlsorden ol Ute Btomclt. Liverand Bowela, . RIPANS YABULf S Mt srenÜT ret nromntlT fWfart digeriern followi their um. Bold ' r7 drarcinti ornent hymmiL Box riatai, T5c PaekjLf(4boxea),$S. ur irr ampiee-aares HlPANü CULMICAL CO., SewT.rk. ' Injektion. 5 csinc totrmtintntt nur f Eine permanente nr er annoatflnen aat o wonotnea ttnb S j QUeet, garantirt in von 3 bit 6 Xagcn; eine 2 der Behandlung nöthig, und ohne dt n 5 . . . - T ' : ' The Twentieth Century, rtne aukgneiqnete Wochenschrift, wel utJinirlJ. .n i o.r ' r.t . ' ' : . . y -ji 7 T"ITIV l.tl fortschrtttltch gesinnten Lesern sehr ,u empfe len ift. In der Tenden, ,war sialittis, rer ani werdm dsch andere forttckrittlise Tbtaritn darin unparteiisch bespro f v v vy VVf VWVMt Man bestelle direkt bei htx TTnnTiniHt VTDUXTU Publishing Co-19 Lftn Cfca ä

mi

4

rr ,

Kjr

Itfsffm'

rsiti

ekelnden Stesnttate de nehmen v,n n. Z 1 btU. optiba der Eandeldl I. Ferre & Co. 2 rou'A achfolg.), potSeker. Pari. ,r. j w lauft von allen SCruaaiuen.

&Wt3

- Sie -

ndiann nbüne ift das einzige Blatt in Sndlans, tetU SeS die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der ylntokati rtritt. Als Organ des Wottes und nicht einer Partei ober Parteiinteressen kämpft sie unentwegt für Freiheit. Necht auf allen Gebieten des Lebens. Die Arbeit des -Volkes ift die Schöpferin alles Wohlstandes und darum wirken wir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freudebringenden Luft, ftatt zur niederdrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte eö als- moralische Pflicht empfinde, Leser der Jndiana Tribüne zu sei Das reichZaMge Sonntags - Viatt bietet eine Fälle unterhaltend LeseSoffes. Der Abonnement? Preis der täglichen Tribüne ist 12c, des SonntagsblattS ge, , ' - beider zusammen lg (7ts., per Woche oder Sg OtS. per Monat. Durch die Poft versandt,' koftet daß. Tageblatt gg, das Sonntagkblatt 02 per 2ahr, beide zusammen gg in Vorausbezahlung. VNöKsKlHen aller Art werden rasch und billig ausgeehrt. (JintrittSkarten, Qaitwngsu, Gvnüitntioctnt NeÄnnugeu,. OtsSSstarten, Ori-sJSpse,. Zirkulare, OtOQtG&ZX f, Cfc sür Geschäftsleute und Vereine werdtt geschmackvoll ausgeführt. HH PJliS i! Indi-LSpsliZ, S

m

r

Ji. ( NM,',

i -