Indiana Tribüne, Volume 18, Number 165, Indianapolis, Marion County, 4 March 1895 — Page 1

S. 0 TW s vs AA ss sVO o ks fl i i r ( ' y i r i r m vvr w y w v w W u.. Office: Zlü. 18 Süd Alabama Strahe. Jahrgang 18 Indianapolis, Indiana Montag, öen 4. März 1895. No. 1G5

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Inland. Wett er aus sichten. Kälter und schön heute Nacht; schön und ein wenig wärmer Dienstag. Der Feuerdämon. Chicago, 3. März. Die Globe Molding Works an der Ecke von Henry und Brown Str. wurde heute in Asche gelegt. Der Schaden beträgt $100, 000. T o r o n t o, 4. März. 3n dem von Aounge, Queen, Richmond und Ray Str. eingeschlossenen Block wüthet ein heftiges Feuer. Der Laden von Nob. Simpson, daS größte und werthvollste Gebäude seiner Art in ganz Canada, liegt bereits in Asche. DaS Gebäude war eben errichtet worden und hatte 5300,000 gekostet. Der Waarenvorrath war enorm. ES hat sich ein hestiger Wind aufgemacht, und um 1:40 Uhr Morgens greift daS Feuer noch immer weiter um sich. S a l i n a, Kan., 3. März. Zm Geschäftöviertel der Stadt ist heute Abend ein verheerendes Feuer auögebrochen. Um Mitternacht liegen schon vier der schönsten GeschäftsblockS in Asche. Die Feuerwehr macht heldenhafte Anstrengungen, um der Flammen Herr zu werden, allein eS werden wohl noch mehrere andere Blocks eingeäschert werden. Der Schaden übersteigt bereits $300,000. i Gould'S Eigenthum beschlagnahmt. White Blain, N. S , 3. März. Eine Beschlagnahmeklage gegen alleö Eigenthum deS verstorbenen Iay Gould wurde heute in der Office deS hiesigen County ClerkS durch den Advokaten S.. Morrison au Nett Slots tinett leitet. DaS beschlagnahmte Eigenthum urnfafit das scköne Gut in Codinaton. ctuhsnn Stin. welcke iekt 55rl. -r i -------r -7-- a j Helena Gould gehört. DaS Eouldsche Eigenthum in Weftchester County wird auf $3,000,000 geschätzt. Die Beschlagnahmeklage erfolgte us Veranlassung der Verwaltung deS Soldaten-WaisenhelmS in St. Louiö füt bie Aktieninhaber d Kanws Pacisic Eisenbahn. Der Betrag, den diese Anstalt beansprucht, ist $11,000,000. Vier. Mann g etödtet. Chillicothe, O., 3. März. Ueber ein schreckliches Sägemühlenunglück wird soeben auS Adelphi berichtet, wobei vier Personen getödtet worden sind. DaS Unglück nur die Folge einer Explosion. Die Getödteten find Snyder, Brown, McBride und John McGroomS. Ein Arbeiter, Namens Schmidt erlitt einen Schädelbruch, während ein anderer Mann, Namens Augsburg, ebenfalls, schwer verletzt wurde. Ein Lexow von Nöthen. Omaha, Neb., 4. März. Die Grandjury reichte heute einen Bericht ei über daS Resultat ihrer Unterfuun8.n mw m departementS. Sie ist ZU dem Schlüsse gelangt, daß in der Polizeiforce diel Cvrruption und Ungesetzlichkeit Herrscheu. Die Polizei lasse sich von den Gamblern besolden und, wenn je ein mal ein Sp'elhauS ausgenommen wer den müsse, so werde der Besitzer vorher davon unterrichtet. Die Grandjury pfiehlt eine gründliche Reorganisation deS Polizeidepartements. StraflingSarbeit in Tenn e s s e e. Knoxville, Tenn. 4. März. i xjii Mvy(U4wufcita nwiitii vu wtii h0" werden am 12. März in Chat 0T f . f X . t? ifi T iha.ii T.m I e . .tt.n i istnooga eine jvonicrcnj aogaucn, um darüber zu berathen, waS zu thun sei, wenn der Staat Sträflmge in skinea lenbergwerkm bekchäliige erde I k?!. .Xi k?klB hnrnn 0rrinrn I ZJl IVktU vwnwivv sobald der Staat daS thun werde, so würden sie daS Geschäft aufgeben, denn ehrliche Arbeiter wollen wir Nicht ZU Sklaven machen", sagen sie. Sucht seinen Kollegen. a..m-fl m crn i. (R) O :i t ni ö ö i i, 4. iwiurj. u. . ach"'be. , Alton, 31, ein m:,0v.n ;a k aa' e6a ' I ' Hri. .- o--enz auszuipuren, oer vor z Jayren w .

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Ein Raub der Flammen. A k r o n , O., 3. März. Die Werke der Akron China Co. wurden heute Morgen durch Feuer zerstört. Der Schaden ist $62.000.

Fürchterliche Blutthat. Valleysield Que., 3. März. Eine entsetzliche Tragödie spielte sich gestern Abend in der Ofsice der Morley Cotton Co. ab. - F. ShertiS, der vor einiger Zeit entlassene' frühere Privatsekretär deS Managers, kam in die Office, als Zahlmeister Löwe gerade damit beschäftigt war, den Lohn für die Arbeiter abzuzählen. Man forderte ihn aus, fortzugehen. Er ergriff einen Revolver und schoß den Clerk Lcy zusammen. Auf daS G 'räufch kam der Nachtwächter Leboeuf angelaufen und wurde gleichfalls von dem Mörder todtgeschossen. Ein anderer Clerk NamenS Wilson wurde von dem Unhold tödtlich verwundet. Der Zahlmeister flüchtete sich mit dem Gelde in daS feste Gewölbe, dessen Thüre er hinter sich zuzog. Der Mordbube versuchte die Thüre u öffnen und, alS dieS sich als ununmöglich erwies, ging er fort. Späer wurde er verhaftet. Es stellt sich heraus, daß da Mstiv deS Mörders nicht die Rache war. ES war vielmehr seine Absicht, daS zur Auszahlung der Arbeiter bestimmte Geld zu rauben. ..O Schwefelsäure explodirte. PittSburg, Pa., 4. März. Durch die Eiplosion eines mit Schweelsäure gefüllten Behälters in McKeeöport, Pa., wurden heute 2 Männer, W. H. Morgan und Wm. Nill, getödet, nnd Wm. Laverter und Mike Soveritch schwer verletzt. Die drei Erstgenannten waren Angestellte der National Tube Works und waren damit beschäftigt, eine Waggonadung Schwefelsäure nach einem Behälter der Fabrik zu bringen, bei welcher Gelegenheit der Behälter ezplodirte. Der obere Theil deS Behälters, 2000 Pfund schwer, wurde durch daS Dach deS Gebäudes geschmettert und fiel auf daS Dach eines in der Nähe besindlichen ungarischen Kosthausek nieder. Soveritsch schlief im oberen Stockwerk und wurde durch ein Stück der fallenden Masse schwer am Kopfe verletzt. Wie die Ezplosion entstand, weiß Niemand. Viel Holz. Washington, 4. März. Die folgenden Zahlen zeigen ungefähr die Gesammtverwilligungen der jetzigen Session deS CongresseS : Landwirthschaftlicheö $3,303,700, Armee $23,252.608, Diplomatische und Consular $1.575.075, Distrikt Columbia $5,916,533, Befestigungen $1, 904.557, Indianer $9.976,948, Mili tär-Akademie $424,261, Pensionen 5141,381.570, Postofsice $89.545,997, allgemeine Nachtrag-VerwilligungSbill $8.600,000, Sundry Civil.Bill $47, 140,000, dringliche Nachtrag. VerWilli, gungöbillö, welche zu Anfang der Ses sion passirt wurden, $2,357,321; legiS lative, ezecutive und richterliche Ver willigungöbillS $21,900,000, Marine $29,100,000, permanente jährliche Verwilligungen $113.073.956, Ver schiedeneS $50,000, zusammen $497, 994,604. Ausland. Ist nicht! Sagt der deutsche Re.ichSiaz. Eine böse Schlappe für die Reglerung. Berlin, 3. März. Die Influenza hat die Bevölkerung der deutschen Reichshauptstadt immer noch in den Klauen. Die durch 2nfluenza und ihre Nachkrankheiten derursachten Todesfälle gehen diese Woche in Berlin in die Hunderte. 3m Reichstage sind gewöhnlich nur etwa 40 Mitglieder anwesend. Einige 150 liegen entweder an der Grippe darnieder oder sind in der Genesung von ihr begriffen. Die Gesammtzahl der in Berlin vorgekommenen Erkrankungöfälle wird auf dreißig bis vierzig tausend geschätzt. ES erhob sich in Verbindung mit der Berufung deö StaatSratheS die interessante Frage, ob Fürst BiSmarck immer noch dieserörperschast angehöre. Die Frage i? entschieden vor-

den durch eine Notiz in der Nord- schalls deS alten Kaiser Wilhelm, in deutschrn Zeitung", dahingehend, daß der That stattgefunden hat. Der Richder Fürst nicht nur Mitglied, sondernder wollte sie darauf gegen Bürgschaft sogar Viceprafident deS Staatöratheö i freilassen, allein sie nahm das Aner-

ist. Der Reichstag hat sich in der vergangenen Woche mit den Bewilllgungen für die Marine beschäftigt und obwohl er den Forderungen der Regierung mit Bezug auf die Mittel für die neuen Kreuzer nachgegeben hat, hat er gleichzeitig doch durch die Ablehnung der Bewilligungen für neue TorpedoS bewiesen, daß er nicht blindlings, der Regierung folgt. Fürst Hohenlohe richtete gestern die Bitte an den Reichstag, die Forderungen zu bewilligen. Er sagte, der auswärtige Handel Deutschlands, welcher nicht nur daS Industrieleben, sondern auch die Ackerbauinteressen berühre, bedürfe eineS vermehrten Schutzes, und dieser könne nur durch eine ihren Aufgaben gewachsene Marine gewährt werden. Man habe Schisse von moderner Construktion und moderner Armirung nöthig. Viele von den deutschen Kriegschiffen, welche vor wenigen Jahren noch der Welt Respect eingeflößt hätten, sähen jetzt auS, als ob der erste Schuß sie zertrümmern müsse. Die Regierung verlange keine große Marine, sondern sie wünsche nur die alten und unbrauchbaren Schiffe durch neue zu ersetzen. Er appellire an den deutschen PatrioiSmuS. Die Ablehnung der neuen Torpedoboote durch den Reichstag bildet eine große Enttäuschung für die Marinebehörden. Zwei Torpedoboote hatte man sofort bauen wollen und dieselben sollten die schnellsten Schisse der Marine werden. Sie sollten 25 Meilen die Stunde zurücklegen und im Stande sein, 5000 Meilcn zu fahren, ohne frische Kohlen einzulegen. .. Nach dem Schluß der Debatte über die Marinebewilligungen wandte .sich der Reichstag dem Militärbudget zu. Als .man bei dem Gehalte deS KriegsMinisters angelangt war, brachte der Sozialist Liebknecht ein Amendement mm m v ctn, oemzusolge cic ccuiq Armee in eine Miliz verwandelt werden soll. Er führte als Muster die Schweizer Miliz an und erinnerte daran, daß die franzö fischen Sozialiften mit ähnlichen Vorschlägen hervorgetreten wären. Die Sozialiften wären weit davon entfernt, zu wünschen, daß daö Land sich seiner Wehrkraft begebe, allein der demokratische Geist deö MilizsyfiemS werde die Soldaten gegen die Tyrannei ihrer Vorgesetzten beschützen. Zn Deutschland, so fuhr er fort, ist eS unglücklicher Weise Sitte, ein Prätorianerthum heranzuziehen, um die Armee gegen daS Volk zu gebrauchen. (Laute Proteste.) Herr Baumbach von der Rechten erklärte, eine Miliz lasse sich nur für Vertheidigungözwecke verwenden. Für die Schweiz und die Ver. Staaten möge dieses System auöreichen wegen der günstigen Lage dieser Länder. Nach seiner Ansicht gebe eö keine schlimmere Lage der Dinge, als eine demoralifirte LandeSvertbeidigung, wie sie zum Beispiel die Pariser Commune gehabt habe. Der freisin nize Führer Rickert meinte, er glaube, daß die Franzosen, mit Ausnahme der Sozialisten, einen Krieg mit Deutsch land herbeisehnen würden, wenn sie sicher wären, daß sie eS nur mit Deutschland allein zu thun haben wür den. Er erinnere daö HauS an die Bemerkungen, welche ein Schweizer GeneralstabSofsizier über die Untüch tigkeit der Schweizer Armee gemacht habe. 3n der Schweiz wie in anderen Ländern kämen auch Soldatenmißhand lungen vor und auch unter dem Milizsystem könne eS dem Soldaten pzssiren, daß manihntodtschieße. Unsere Armee, so schloß er, ist gut und stark und wir sind bereit, ihr unsere Söhne anzuvertrauen. Herr von Podbielöki von der konservativen Partei hielt eine ungeheuer energische Rede: Die Sozialisten wollen uns ein ftnmpfeS Messer geben, allein wir wollen ein scharfes Schwert haben, um jede Stunde im Stande zu sein, für Deutschlands Schutz und Ehre mit allem Nachdruck einzutreten." Die Debatte schloß alödann. Die angebliche Gräsin von Perponcher, früher Emma Droß, deren VerHaftung unter der Anklage deS MeineidS bereits gemedlet wurde, hat den Beweis erbracht, daß eine Heirath zwischen ihr und dem Grafen von Perpon'cher, dem Sohne deS früheren Hofmar-

bieten nicht an. Die Anklage wegen MeineidS bezieht sich darauf, daß sie vor Gericht in Abrede stellte, mit einem bekannten Berliner Arzte intime Be-

Ziehungen unterhalten zu haben. Der Doktor ist in München verhaftet und unter derselben Anklage nach Berlin gebracht worden. Emma Droß kam im Dezember 1893 nach Berlin. Sie heirathete den jungen Grafen in Amerika. Die Heirath wurde aber mit Rückficht auf die Familie des Grafen geheim gehalten. Die Mutter deö letzteren ist auö Aufregung über den Skandal schwer erkrankt. Der amerikanische Botschafter gab diese Woche den hiesigen mittel- und südamerikanischen Gesandten ein Di ner. Ver aus Deutscbamerlkanern bestehende Onkel Sam - Club" hat Washingtons Geburtstag in passender Weise begangen. . Der deutsche Export nach den Vereinigten Staaten nimmt stetig zu. Vom 16 bis 20. Februar hat sich der ErPort von Berlin allein nahezu verdoppelt im Vergleich mit derselben Periode deö Vorjahres. t Stewart B l a ck i e. t London, 3. März. Professor Zohn Stewart Blackie ist heute Vormittag um 9 Uhr 45 Min. gestorben. Gestern Abend nahm er Abschied von seiner Familie und sagte, er sei ganz gewiß, daß seine letzte Lebensstunde nahe sei. Er starb ruhig. Professor Blackie war der Sohn eineö Aberdeener Bankiers und wurde 1809 in Glasgow geboren. In Aberbeen und Edinburg wurde er erzogen. Er brachte zwei Jahre auf dem Continent zu, wo er sich mit dem Studium von Sprachen beschäftigte. In 1834 veröffentlichte er eine Uebersetzung von Söthe'S Faust. Er veröffentlichte mehrere bedeutende Werke, u. A. KriegSgesänge der Deutschen", Gesänge und L.'gende deS alten Griechenlandö", Göthe'S Weisheit", daS Le ben von Robert BurnS", etc. n lH John BurnS und Sydney Webb viedererwählt. London, 3. März. Heute waren die Londoner County Council-Wah-len. 3ohn BurnS und Sydney Webb, die thätigsten Sozialisten deö alten CountyrathS, sind wieder erwählt worden. Der Wahlkampf war ein sehr lebhafter und die Betheiligung an der Wahl eine ungewöhnlich starke. Die Konservativen find erbittert über die radikalen Reformmaßregeln, welche BurnS und Genossen einführten. Der alte County-Council bestand auS 82 Progrcfsivisten und 36 Confervativen. Bei der heutigen Wahl werden wahrscheinlich mehr Konservative siegen, da sich die ganze reaktionäre Masse vereinigt hat. Cchisss, Nachrichten. Angekommen in : New I o r k : Aurania" von Liverpool, Zaandam" von Amsterdam. Havre: La Bourgogne" von New Jork, California" von New Or leanS. &it A. Metzger Agentur, Ecke Washington und Pennsylvania Str.. Zweiter Stock. Geld an- und auözuleihen. Erbschaften und Förde rungen pünktlich einkassirt. SchissS scheine aus allen Linien. m ,,, Allerlei. GouverneurMorrill von KansaZ versucht in der Eeträ.ikefrage auf beiden Schultern Wasser zu tragen. Während er für die meisten größeren Städte lib:rale Polizeicommissäre ernant hat, welche auch das letzt zum Gesetz aewordene Spielverbot nicht durch führen werden, hat er in anderen Orten den Muckern den Gefallen gethan, die von ihnen vorgeschlagenen Leute zu Commissären zu ernennen, und dort wird das Prohibitionsgesetz mit dra konischer Strenge gehzndhabt. DieAus sichten, das Prohibitionsamendement zur nochmaliaen Abstimmung zu brin gen, sind trübe. Die Resubmissionsliga hat für ihr Gesuch an die Legislatur statt der erwartet hunderttausend, nur dreikiqtausend Unterschriften auf bringen können, und die Mehrheit der Legislatur steht unter dem Einflüsse der Prvbiöitionisten.

i3on den e s ch w o r e n e n ,tn ZzleZöurg. IllZ.. !ou7dc' Frau Jda ü. Johnson, welche am 26. Dezember I. iwn Mann. Charles Johnson, :i?n reichen Holzhändler erschossen ittk. des Mordes angeklagt. Die

Tsrau war, als stc .Johnson vor nickt qa.z zwei Jahren heirathete, von ihrem ersten Manne geschieden.- .während .obnson Wittwer war. Beide hatten indcr aus erster Ehe und diese sollen )ie Veranlassung zu Streitigkeiten und ',u der Tragödie gegeben haben. Der Bremer Dampfer Karlsruhe", Kapitän Schuckmann, welcher kürzlich in New Jork ankam, hatte am 6. d. M. die Gelegenheit, die Mannschaft! der norwegischen Barkantine Nesgaard", die sonst unfehlbar dem Tode geweiht gewesen wäre, zu retten. An dem genannten Tage befand man sich gegen 11 Uhr Nachts auf dem 49. Breiten- und 22. Längengrade, als man em Schiff erblickte, welches Nothsignale aufgehißt hatte. Man hielt sofort auf das in Gefahr befindliche Fahrzeug an und setzte, sobald man nah: genug gekommen war, ein Boot aus, welches an das Fahrzeua Heranfuhr. Es war dies die norwegische Barlanttne Nesgaard . Kapitän Feiling, die mit einer Ladung Maha-gony-und Cedernholz von Laguna nach Falmoutht bestimmt war. Das Schiff war ein vollständiges Wrack und die Mannschaft war in Folge' unausgesetzter Arbeit an den Pumpen auf den Tod erschöpft. In Folge der hochgehendenWogen gelang es den.braden Seeleuten von der .Karlsruhe" nur unter großen Schwierigkeiten, den Kapitän und d:e sieben Kopfe zählende Mannschaft zu retten. Die See ging lo yocy, oag oie oraoen Bremer Seeeute, wollten sie sich nicht selbst dem sicheren Tode aussetzen, nicht an der Barkantine anlegen konnten. Die Schiffbrüchigen mußten den kühnen Sprung von lyrem leacn TMyrzeuq m das Rettungsboot unternehmen. Kapitan Feiling war der letzte, der das sinkende Fahrzeug verließ. Hiesiges. IBCT Der Schweizerbund hatte für eine Mitglieder und deren Familien gestern Abend in der Mozart Halle eine leine nachträgliche Faftnachtöfeier veranstaltet, bei der eS urgemüthlich herging. In der Mozart Halle hielten gestern der Bäcker-UnterstübunaSverein. der Pionierverein, der Gärtncrverein, der Schweizerbund, der italienische Unterstützungöverein König Humbert" und die Musikerunion Versammlungen ab. Im Progreßklub hielt gestern Nachmittag Merrill MooreS, der Sekretär deö republikanischen CountykomiteS, einen Vortrag über Bänkerotte," worin er Gesetze befürwortete, die eö dem betrügerische Bankerotteur unmöglich machen sollen wieder inö Bankgeschäft zu gehen, aber dem ehrlichen Opfer unglücklicher Finanzoperationen nach dem Fallissement die Wiederaufnahme deö Geschäfts erleichtern sollen. Daß der Vortrag sich über daö Wiederholen von Trivialitäten und abgedroschener, langweiliger Phrasen erhoben hätte, daö zu behaup - ten würde dem Machwerk zu viel Ehre anthun. Und der Mann ist einer der größten in unserem kommunalen politischen Zörael. Man sieht wieder, mit wie wenig Geist die Welt eigentlich regiert wird. Bei deS Diskussion deö VortrageS entwickelte sich gros'e Lebhastigkeit und die Scheidung in ein demokratisches und republikanisches Lager wurde bald augenscheinlich. Da durch war man ja in das richtige Fahr wasser gelangt und eS begann eine kleine Katzbalgerei, im Verlaufe deren man sich mit etlichen unparlamentari schen Prädikaten benamste. Der Red ner nannte z. B. seinen Hauptgegner, Thomas Hudsox, einen Anglomznen, andere wollen so etwas von einem ver dämmten Anzlomann gehört haben, was Hudson zu der mit Stolz geäußer ten Erwiderung veranlaßte, daß er sich in der Gesellschaft Gladstoneö und an derer Anglomanen wohlbesinde und daß er gerechten Stolz darüber em psinde, mit ihnen in einem Athemzuge genannt zu werden. Ob dieser AntWort deö Kandidaten Zobseö vertagte man sich und ging nach Hause mit einem Schütteln deö Kopfeö. Richte Dich auf" ist eine hämische rmaynug an Bleiemgen, die ganz herunter sind, ohne Appetit und entmuthigt. Aber die Art, in welcher Hood'ö Sarsaparilla den schwachen Körper aufbaut und guten Appetit t. r T r giern, in nmnocitai. -r Lefte, Fasilien.ikatanhNittel: y? ??,

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