Indiana Tribüne, Volume 18, Number 164, Indianapolis, Marion County, 3 March 1895 — Page 3
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Genie der TKnt. von tzrnft Ziemin. (14. Fortscdung.) Nein, nein, es ist nicht seine Schuld," entschuldigte sie ihn dann rnit heißem Bemühen, damals als er im Garten um mich warb, wie voll Gluth und Enthusiasmus war er da es ist die unglücZseligeTretmühle, in 'die er sich um meinetwillen gespannt hat. Und nein, und nein, das darf nicht so fortgeben, ich will mich nicht um mein Gluck betrügen lassen, er soll diese Stlavenketten nicht länger tragen! Und ich selbst muß handeln, es zu ändern, er ist zu zart und zu vornehm dazu, mit einer Forderung vor Papa zu treten er bricht auch mit seinem Verleger wohl nicht, um der üblen Nachrede zu entgehen: Breying hat reich geheirathet da gibt er natürlich seine Stellung auf!" Sie wunte nicht, daß sie die Pflanze war, der ein vorsichtige? Gärtner für jedes Reis, das sie treiben will, ein Stöckchen Ansteckt, an dem sie sich nach seinem Willen aufranke daß ihre Empfindungen und Entschlüsse sich ganz nach dem Spalier entwickelten, Äas kluge Berechnung ihr errichtet hatte. . Als sie ihm von diesem Entschlüsse sprach, sah sie, wie sein Auge aufleuchUii. Dieses Aufleuchten war so eigenartig, daß cs ihr auffiel, daß sie sich noch nachher Damit beschäftigte. Sie deutete eZ als dankbare Befriedigung aber es war noch ein andrer Blitz 'darin gewesen, etwas wie selbstgefällige Senugthuung und vorsichtiges SpaIhen. Wie ein harmloses, nninteressirtes Gemüth blickt, hatte sie vergessen, denn auch ihren Bruder hatte sie seit ihrer Hochzeit nicht wieder gesehen so erkannte sie nicht, daß Breying ihr unwillkürlich schars in Auge gesehen, um zu erkennen, ob sie schon soweit sei, eigensüchtige Pläne mit guten Vor wänden und dem Mantel der Nächstenliebe zu verkleiden, oder ob die Besorgniß um ihn wirklich ihr Motiv sei. Aber sie war sich klar, wenn es selbst ein Auffunkeln berechnender Gedanken gewesen, daß sie da mit einer Berechnung zu thun habe, die ihrer beide? Vortheil im Auge hatte, mit jener überlegenen Klugheit, die ihrer beider Loos bis jetzt nach ihrem Wunsche gestaltet hatte. Liebchen, das können wir ja nicht!" antwortete er. Papa ist so genrös gegen uns gewesen " Daß Du Dich plagen mußt wie ein Sklav," unterbrach sie ihn bitter, daß sunser bestes Glück, daß unsre Flitterzeit durch banale Sorgen stört wird! Aber reden wir nicht mehr davon!" Ihre Sprache und ihr Auftreten waren ganz anders geworden in diesen wenigen Monaten sie entwickelte sich ?asch. Kurze Zeit darauf kam Breying in solcher Empörung nach Haus, daß er sich diesmal keine Mühe gab, seine Stimmung zu verbergen. Dieser Mann ist ein Rüpel," erklärte er zähneknirschend, ich will nichts mehr mit ihm zu thun haben ich will lieber Steine klopfen, als seinen literarischen Hausknecht spielen Annie, ich kann nicht mehr ich weiß nicht, was ick thue aber ich setze keinen Schritt mehr in dies Bureau!" Was ist geschehen, Leo?" Ach, wozu Dich an dieser Demüthign g theilnehmen lassen verzeihe mir überhaupt, Liebchen, daß ich nicht vermöcht habe, es zu unterdrücken!" Leo, ich bitte Dich bitte Dich wiederholt, gib die Sache auf. Arbeite zu Haus, bleibe bei mir sorge Dich nicht, wie wir auskommen sollen laß mich nur machen!" Breying schien nicht zu hören, so nahm ihn seine Empörung ein er schauspielerte übrigens durchaus nicht völlig, denn seit seiner Hochzeit war ihm der Kamm wieder geschwollen, war der alte Hochmuth ihm zurückgekehrt, welcher auf dem Grunde seiner Seele schlummerte das hatte natürlich zu Konflikten geführt, ihm die abhängige Stellung verleidet und ihn in derselben unmöglich gemacht. Ohne ihre Pläne ausdrücklich zu billizen, ging er jetzt darauf ein, und sie begannen ein neues Leben. Nunmehr ward die Wohnung durch ein paar Hofzimmer erweitert, vorn alles zur Repräsentation im größeren Stil zugeschnitten nunmehr fingen sie an, die Existenz zu führen, die Anr.it an ihrem Hochzeitstage erträumt, die Existenz, um die sie einst ihre 5iöusinen so beneidet hatte das Leben aus dem Vollen. Wohl arbeitete Breying aber was er jetzt schrieb, war nicht mehr Fabrikcrbeit nach seiner Meinung wenigstens sondern Ringen um die hohe Palme des Ruhms, wirklicher literarischer Bedeutung er strebte nun mehr, ernst genommen zu werden. Und siehe: Es gelang ihm! Bei Tisch, intiT pocnln, ist eine literarischs Verbindung so leicht herzustellen. Die Leute, die ihn um seiner Braut nullen mißachtet, fanden sich wieder bei ihm ein, als es sich herumsprach, wie gut bei ihnen gegeben und getrunken werde. eine wie liebenswürdige Wirthin Frau Gräfin Annie Breying sei und es in nun einmal einem mensckienfreundlichen Manne, der in der rosigsten Nachdinerstimmung ist und auf behaglichem Fauteuil verdaut, unmöglieh, die Arbeit desjenigen, dessen Weine ihm so trefflich gemundet, schlecht zu beurtheilen. Bald stand Breyina fest in einer kleinen Koterie, bald war er wieder in beständiger -Verbindung mit der Presse und zwar diesmal mit den vornehmsten Journalen sein Haus war eben eins der glänzendsten und angenehmsten in Äerlm, oic Gra fenkrone. wirkte mit so ein Ma nuskript mit einem gräflichen Namen
an der Spitze wirkt ganz anders aus den prüfenden Lektor und auf den Lefer ein, als eins von Hans Meier" und, um ihm sein Recht widerfahren zu lassen, was er jetzt schrieb, war
wirklich auch gehaltvoller, als seine frühere Proouttwn. Sem luneres Leben hatte durch die Ehe doch eine gewisse Förderung erfahren der neue Glanz, der seine Person umstrahlte, beflügelte und berauschte seinen spärlichen Genius er war als Mensch mit seinen Erfolaen anwachsen das ermangelte nicht die Rückwirkung auf se?ne Fähigkeiten: ,Es ist doch nicht ganz mehr der M..., den er früher schrieb," sagten die wenien Feinde, die er noch besaß und die es ihm noch nicht gelungen war, durch Liebenswürdigkeit und Speis und Trank zu entwaffnen. Da Ruhm nur ein Hauch auf denLippen der Men qe ist, so ist eben der ein öerühmter Mann, denen Name von allen mit Anerkennung genannt wir). So ging es den Sommer hindurch. Gegen den Schluß der beißen Iahreszeit traten nun Ereignisse ein, die dem glänzenden Leben Einhalt geboten. Erstens war ern 10 großer Theil von Annies Mitgift verbraucht, daß der langjährige Bankier ihres Vaters, bei dem das Gel) angelegt worden. dem alten e::n nach Beraho! einen Brief schrieb, worin er ihm vomStande der Dinge Mittheilung niachte. Die tfclg? davon war, daß Hemrich Graaf sich aus seiner Lethargie aufraffte und seiner Tochter ankündkgte, sie habe bei seinen Lebzeiten auf erne wesentliche Vergrößerung ihrer Mittel nicht zu rechnen. Dies iollte von Seiten des alten Mannes keine Härte bedeuten es war ein Ausfluß seines eingewurzelten Hanges, um sich herum alle und jeden zur Sparsamkeit zu erziehen. Annie hingegen faßte es als eine Kriegserklärung auf; und als Breying das Schreiben las, hatte er jene Empfindunz, die der Ritter des Mittelalters durch Fesifassen des Speeres und der Rowdy unsrer Tage durch Festziehen der Gurtschnalle auszudrücken pflegt, die Emvfindung: Nun drauf jetzt gilt's!" Zweitens traten in Frau Annies Befinden Erscheinungen zu Tage, die ihr für die nächsten Monate Schonung und Zurückgezogenheit nothwendig machten. Welche Veränderung hatte Breyings junges Weiö wiederum in diesen Sommermonaten erleot! Wie war sie aufgeblüht, wie strahlend schön war sie geworden! Aber auch, wie sehr hatte sich der Ausdruck ihres Antlitzes und ihres Auges gewandelt! Die mädchenbafteSchmale des Orals war verschivunden eine angenehme, rosige Fülle hatte sich dafür eingestellt. Alle Hilfsmittel der Toilettenkunst durfte sie verschmähen ihr Teint war wie aus Milch und Blut gemilcht: ihre Haut war wie ein weißes Rosenblatt glatt und frisch ihre Gestalt war die anmuthigste Vereinigung von Schönheit und Kraft. Aber dieses entzuckende Frauenantlitz sah Nie harmlos aus man hatte immer den Eindruck, als ob sie eben jetzt photographirt werden solle, um in einer Galerie berühmter Frauenschönheiten ausgestellt zu werden. Nicht daß sie posirte oder irgend eine Affektation äußerte: aber jeder unbefangene Beobachter sagt: sich, wenn er den Blick auf ihr ruhen ließ: Dieses herrliche Weib denkt in diesem Augenblick durchaus, nicht an den, mit dem sie spricht, oder an das, was sie sagt sie hegt Gedanken und Pläne hinter ihrer matt leuchtenden Stirn, die über diesen Mann und dies Thema hinausgehen Wort und Per son sind ihr nur Mittel zum Zweck. Und doch verargte der Beobachter ihr dies nicht, sondern empfand vielmehr den lebhaften Wunjch. an des andern Stelle vor ihr zu sitzen, mit ihr zu sprechen, ihr Lächeln zu empfangen, von nahem in die klugen gedanken-voll-ruhlen Augen, die so ungewollt bestechend blickten, zu schauen. ' Die Schönheit seine? Frau war es, die Breyings Glück machte, die Welt in lern Haus zog er selbst war in diesem Kreise ein liebenswürdiges Nichts man hielt ihn für unbedeutend, weil seine Produktion ber Tiefe ermangelt: man ahnte nicht, welch ein Genie er war, der geborene König all dieser geistreichen, gelehrten und verdienstvollen Manner, Aber seiner Frau zuliebe that man viele, was ihm zu gute kam; wiewohl niemand auch nur mit dem gering sten Schein der Glaubhaftigkeit sich irgend eines besonderen Entgegenkom mens von feiten der jungen Gräfin hatte rühmen können ihr Ruf blieb über jeden Zweifel erhaben, wie sehr sie auch umwo.'ben ward. Das dritte Ereigniß war das Kommerzienratlis Tod. Unter Astas Pflege hatte der alte Herr seine Augen geschlossen; seine drei Kinder umstanden sein letztes Lager, Asta, die Prinzen in Fedora einst Fritzi von Eretzulesco, Franz, der von Hohenherm telegraphijch herbeigerufen worden war. ebenso seine beiden Schwiegersöhne Marenholz und die sudosteuropaiiche Excellenz. Sein Ver mögen fiel zu gleichen Theilen an seine drei natürlichen Erben. Für seine Arbeiter war ausaicbiq aesorat die Fabrik sollt: unter Leitung des bishe riaen Betriebsdirektors, des alten Pro kuristen und des Rechtsanwaltes, die seit langen Jahren Eberhard Graafs Interessen vertreten hatten, fortüestehen, bis etwa dieses Kuratorium die Ueberzeugung gewonnen, daß. Franz im stand: sei, sie zu übernehmen mindestens aber die nächsten sünfIahre. Dieser Trauersall in - der amil:e nothrzte auch Annie, einige Zeit Re serve zu beobachten. - Zur Beerdigung war Heinrich-Gra herübergekommen freilich nur al einen halben Tag und war soso.
wieder hlnüdergefahi??. f3,a.i e: ch
anstandshalber entferne?, konnte. 'Stxg holz war mit der Zeit seine Heimath seine Nichte und deren Mann seine Famili? geworde?i. In Berlin hatte ihn von den Fernerstehenden bei derTrauerfe:erllchkelt niemand erkannt er war still an Breyings Seite gegangen man hatte das greise, .verfallene Mannchen ruhig gehen lassen und sich nicht weiter um ihn gekümmert. Seine Tochter hatte er nicht gesehen sie war aus Gesundheusruancklen zu Haus geblieben, ihr Vater aber war nicht zu ihr gekommen hatte er ihr eben doch erst den Brief geschrieben. welcher sie zur Sparsamkeit mahnte; und so wollte er allen etwaigen Erregungen aus dem Wege gehen. Asta und Marenholz blieben für einige Zeit in Berlin und nahmen daju in der Thiergartenvilla Quant??. Es war Asta geradezu ein Vedürfniß, hier ein: Zeitlang mit ihrem Eatten allein und ungetrennt zu leben denn seit der Papa so schwach g:n?orden, war sie beständig zwischen Bergholz und Berlin hin und her gefahren, hatte kaum je einmal drei Taa,e oier oder dort festgesessen. Da hatten die Gatten die Fühlung zu einander ein wenig eingebüßt. Dazu drückte auf Ma renholz' ?tlmmuni sein Gau und Haukgenoz,e Heinrich Graaf mehr, als ihm und Asta klar wurde. Gerade in diesem Sommer, da seiner Gattin guter und stärkender Einfluß ihm fehlte, war der stille Verkehr mit dem Greise für ihn unheilvoll gewesen. Oft, wenn der alte Herr stumm auf einer Bank im Garten saß und grübelte. füblte Marenholz einen Stich in seinem Gemüthe, etwas wie einen Vorwurf, daß er leichter mit dem, was ihn drückte, fertig geworden; begrabene Selbstanklage erstand auf; es zog ihn zu dem einsamen Greise, der sich und der Welt nicht vergeben konnte er nahm dann wohl neben ihm Platz, ver suchte ein Gespräch anzuknüpfen, das bald einschlief, und saß nun ebenso stumm voll quälender Gedanken bei ihm, verlor den neuen Muth, den er gefaßt hatte. Jener verzehrte sich langsam in sein:m Gram er aber wagte es. resolut weiterzuleben, die Hände nach dem Glucke auszustrecken! Asta hatte ihn fortgerissen, dama.s er hatte ihr heilig versprechen müssen, zu leben aber dies Versprechen war zu Unrecht gegeben und genommen: Ein Adliger, ein Offizier, der sein Ehrenwort falsch abgegeben, muß sich eine Kugel durch den Kopf schießen, darf sich nicht auf Kompromisse einlassen eine andre Logik gab es für ihn nicht. seitdem er einst denken und fuylen gelernt, gab es für ihn nicht, seitdem er jetzt wieder durch die trübselige Nähe des alten Mannes in die Vergangenheit zurückgestoßen wurde. O, wie er Asta entbehrte in diesem Sommer! Wenn sie zurückkam aus Berlin, zog mit ihr das Lebe", das Glück, das" Licht wieder in sein Haus, in seine i-eele ein ging sie, war alles erloschen. Und doch hütete er sich, sie ulien zu lassen, was in ihm voraing gern hätte er Erleichterung bei ihr gesucht, aber er vermochte seine Sweu ver cirrcr Aussprache gerade über dieses Leid nicht zu überwinden. Sie sah wohl, daß sich Schatten in sein Auze legten, allein bei ihrem zwisehen Berlin und Bergholz getheilten Leben fand auch sie nicht die rechteZeit und Stimmung zu einer gedeihlichen Aussprache, und sie erkannte nicht, wie rasch und drohend die dunkle Wolke wuchs und näher kam. Nun aber hatte sie ihren Gatte bei sich in Berlin nun meinte sie. würde der Druck, den des Onkels Verkehr auf ihn geübt, weichen, ohne Worte und Erklärungen würde sie imstande sein. wieder zu scheuchen, was auf ihm lag. Da geschah es, daß Marenholz bei Gelegenheit des Begräbnisses einen seiner besten Freunde aus der alten Ortl VrtS'r 4r,f 'm err 1 111 Vn t Irf- r Yifr )IU IVUVbl lU, klltltt UlJlKllUyWU V' abschiedeten und ergrauten Oberstlieutenant, den jetzigen Oberst von Oztley. Der Oberst war mit Josephs Vater durch die innigsten Bande der Jugendund Mannesfreundschaft verbunden gewesen und hatte feine Neigung auf den Sohn übertragen. Bei Marenholz' jähem Abschied war dies Band gesprengt worden zetzt bei der Begegnung am Grab: des Kommerz:enraths, rn dessen Hause auch Ostley verkehrt hatte, knüpfte es sich ohne weiteres wieder, einfach durch den stummen Handedruck, den dre Männer tauschten. Es verstand sich danach von selbst. daß Joseph den -alten, väterlichen Freund aufsuchte, daß dieser zu ihnen kam. seine einsamen Tage und Abende durch denVerkehr mit dem jungen Paar angenehm unterbrach. Und die Frage, die Joseph im stillen fürchtete, kam schließlich auch, wie sie wieder vertrauter miteinander plauderten: Nun sage endlich einmal, mein lieber Junge, warum hast Du im Grunde damals so plötzlich quittat?" Marenholz hatte die Antwort vorbe reitet. Wie er sich zur peinlichsten Wahrhaftigkeit erzogen, wich er nicht aus, sondern erklarie mit plötzlich ver finstertem Gesicht: Bitte, erlassen Sie mir, den Grund zu sagen. Er ist nicht ehrenhaft für mich. Ich fühlte mich nicht mehr imstande, des Königs Rock zu tragen. Im äußersten Erstaunen fuhr der Oberst aus, blickte starr in Josephs Augen, die sich vor ihm senkten, und sprach unvermittelt von etwas anderem. Die kleine Szene war von nachhaltigstem Einflüsse auf Josephs Ent schließungen, der sich nur verstärkte, als Ostley in der nächsten Zeit seine Besuche bei ihnen merklich einschränkte und, wenn er da war. eine gewisse leise Gezwunaenheit in seiner Hat ang nicht ganz zu unterdrücken vermochte.
Erst allmählich 'bahnte das alte Verhältniß sich wieder an.
Er hätte nicht aelebt." sagte sich Joseph. Er hätte es nicht gethan, auf ie'de Gefahr hin nicht gethan, wenn aber doch in einem Augenblick besonderster Erregung, dann hatte er es nicht überlebt!" Dagegen vermochte auch Asta in diesen Tagen nichts. Joseph fühlte Peinlich. welcher Abarund ihn von jenem alten Ebremanne trenne, und wußte sich darüber nicht hinwegzusetzen. So drängte sich ihm der Gedanke auf, er r r. . . r v . v i ilc S!. iz;uiuc oern oaiciiiucu yicuuuc wie volle Wahrheit, damit jener entscheide, ob er länger in seinem Hause verkehren koxne oder nicht. Lohl merkte Asta. daß ihr Gatte mit schweren Gedanken und Enischlüssen ranz, allein sie merkte auch, daß er es jetzt bereits vermied, mit ihr allern zu sein, ihr Wesen versöhnend auf sich wirken zu lassen; sie beschloß nun, die aufgeschobene Aussprache herbei zuführen doch verzögert: sich die passende Gelegenheit dazu, da auch sie von der Auseinandersetzung mit ihren Geschwistern lebhaft in Anspruch genommen wurde und Joseph sich ihr unter allerlei Vorwänden entzog. Und ehe sie noch die rechte Zeit und Stunde gefunden, hatte bereits das entscheidende Gespräch der Männer statt. Joseph ging zu dem Oberst sp feierlich und schwer, wie der Büßende vor seinen Gewlssensrichter tritt es hatte ihn überwältigt er mußte es aüssvreeben. damit es ihn nicht erdrücke. !Und die Antwort batte er sich selbst bereits gegeben, wußte, daß auch sein Beichtiger ihm keine andre würde geden können. Oberst von Ostley war in allen Dingen ein milder Mann in einem Punkt aber war er unerbittlich: Ehre verloren alles verloren! Er hörte den jungen Mann, den er wie einen Sohn liebte, ruhig an er widerte ihm nichts, als: Gut, Du .hast Dich nicht erschossen. Du hast Pflichten auf Dich genommen. Deinem Weibe gelobt zu leben: also lebe. Du mußt es, mußt sehen, wre Du es trägst. 'wie Du damit auskommst. Da Du aber Deine Frau nicht mitleiden lassen darfst, mut Du auch danach trachten, Deine altpreußifche Anschauung und Offizlersehre aus Deinem Blute zu hlgen. Geh nach Amerika, England, der Schweiz, Afrika irgend wohin, wo man anders denkt, asslmmre Dich den Leuten dort. Es sind auch Menschen, sind auch brav, sind aber in anderen Ansichten ausgewachsen. Da wirst Du am ebtten damit fertig werden. Den preußischen Adel würde ich ablegen. Und nun. mein armer Junge, lebe wohl. Was Du mir gesagt hast, ist vergessen. Aber ich meine, wir werden uns nicht gut wiedersehen können mein Anblick wurde Dir nach dem, was wir heut verhandelt, peinlich sein!" Er drückte ihm die Hand und Joseph ging. Am nächsten Tage, als Josph heimkam, fand er Karten vor, die derOberst bei ihnen zu einer Stunde, da die Gatten gewöhnlich nicht daheim waren, abgeworfen. Es waren Abschiedskarten. Zwei Tage später schrieb er ihnen beiden von Wiesbaden aus er yabe eine kleine Luftveränderung zur Kur vorgenommen, sei durch einen durchreisenden alten Kameraden zu raschem Entschlüsse, plötzlicher Abreise veranlaßt worden und habe sie nicht mehr daheim getroffen sende ihnen schrift lich seine Abschiedsgruße. Es ist wahr, dachte Joseph, er lugt nicht, er erwartete den Oberst Hoffmann, der sich in Wiesbaden auskuriren will und es ist doch deut lich, 'deutlich genug. Der alte Mann druckte ihm die Pi; siole in die Hand. Joseph, warum verbringst Du Deie Tage und einen so großen Theil der Nachte außer dem Hause? Was babe ich gethan, daß Du Dich mir entmwtr Mit dieser geraden Frage trat Asta am Tage, da sie den Brief aus Wiesbaden erhalten, vor ihren Gatten, entschlössen, ohne Rücksicht darauf, ob sie und er in der rechten Stimmung wären. Den Versuch zu einer Wlederyerstellung des alten Verhältnisses zu machen. das ihnen so rasch und anscheinend grundlos verloren gegangen. Joseph hatte in Gedanken an seinem Schreibtisch gesessen, müßig über einem leeren Briefbogen er erhob sich schnell, ging ihr entgegen, ergriff ihre beiden Hände und sah ihr mit einem tiefen Blick voll hilfloser Seelenqual in die Augen. Gute, liebe Asta bat er. heute nicht! Bitte, heute nicht! Zu Hause bei uns laß uns da miteinander sprechen. Und willst Du mir eine Liebe thun, so laß packen ich kann nicht mehr in diesem Berlin bleiben ich muß nach Hause, heim zu uns, zu Dir, nach Bergholz!" Gut. Joe!" erwiderte sie. Heut ist es schon zu spät wir wollen morgen mit dem Mittagszuge reisen, ich werde bis dahin mit allem fertig sein ich will und muß es, denn ich sehe, Du wirft bier melancholisch! Gehst Du heut Abend aus oder wirst Du zu Hause sein?" Ich weiß nicht, Kind. Ja. ich gehe. nein, ich bleibe ach, Asta. laß. ich weiß noch nicht! Ich komme nachher noch hinüber zu Dir! Am nächsten Morgen es war geaen neun Uhr strich Marenhoiz bleich und urernachtlg durch die Alleen des Thiergartens in ien:r abaeleaenen Partie am neuen See, die um diese Zelt noch völlig todt ist. Es waren gestern Abend Gaste wmmen er hatte mit Kopfschmerzen unruhig ein paar Stunden geschlafen war schon lange auf. hatte daheim einen Brief geschrieben, der immer wie-
fl' der zerrissen worden, der zuletzt T30u) gelungen war und an Asta adressirt nun auf seinem Schreibtische lag. Er überlegte, wie alles gekommen. Er hatte doch selbst geglaubt, überwunden zu haben da, der alte Graaf, der hatte mit seinem unglückseligen Beispiel ihn angesteckt, zum Grübeln gebracht, sein Gemüth aus der Ruhe, die es schon gefunden, wieder aufgeschreckt. Dann die Uebersiedelung nach Berlin, wo alle Erinnerungen lebendig wurden, jeder Schritt, den er that, ein Schritt in sein altes Leben zurück war; der Verkehr mit dem Oberst, das Wiedersehen mit seinen Kameraden, die
Villa, der Garten, die Wege des Tmergartens, es war nicht anders möglich gewesen, als daß die Zeit vor dem Ereignisse, das Ereigniß selbst, sein Seelenzustand nach demselben wieder in ihm auslebten, als sei alles gestern erst geschehen. Die Pflicht aegen Asta aewiß, er wollte nicht unterliegen, er verstand wohl, daß er e5 nicht dürre: aber Verstand und Willen sind schwach, wenn das Gemüth mit seiner dunklen. Macht uns zu einer Tyat drängt. Bei Tage fand er die Widerstandskraft die Rächt aver war seine Herrin, überwand ihn der heutige Mor gen sollte den Anfang des stillenKampses. sollte lem Unterliegen sehen. Er nannte sich feig, daß er seinem Weibe nicht anders lohnte, daß er zu ihrem Schmerze um den Vater den neuen fügen wollte es lag aber ein Druck wie ein Alp aus seiner Seele, der ihn dazu zwcrng die Gewalt der Empfindung, die unwiderstehliche Erpansion der so lange niedergedrückten Empfindung verletzter Ehre drängten jede andre Regung aus seiner Seele. Da, wie er willenlos durch die ein samen Gänge wandelte, auf der Suche nach einem geeigneten Platz, kreuzte er den Reitweg. Pserdegetrappel näherte sich rasch er machte Halt. Es war eine Dame und ein Herr, die vorbeikamen, auf einen erstaunten zweiten Blick erkannte er Fritzi die Prinzessin Fedora vielmehr und an ihrer Seite der Major Kahimadjuga, einen Herrn von der japanischen rfi . r tirjr.-fi rr? . . . esanoiscyasi. ie oeioen waren in t nein eifrigen, erregten Gespräch, wobei der jungen Dame Augen und Wangen glühten, hatten schlecht acht auf tPferd und Weg Joseph wußte den ' 1 ttAlt vrwAp. iv(a hii4i? iihnA V& a.v .,ui;uii ii; 112 vit y iuu.,3, tayiic vui) tiu Wort davon in sein Ohr gedrungen und ein plötzlicher Ekel ergriff ihn. Da sah ihn Fedora, lächelte ihm zu. jhatte einen ungenirten, burschikosen iGruß mit der Reitgerte für ihn, legte leicht einen Finger auf den Mund, um .ihm Verschwiegenheit anzuempfehlen. und sprengte vouber. Joseph stand, blickte ihr nach und seine Empfindung des Ekels steigerte sich zu dem Grade, bei dem wir uns nicht mehr veranlaßt fühlen, das Leben als einen Unwerth von uns zu Irerfen, sondern bei dem es uns mit einemmal zleichgiltlg wird, ob wir werterleben oder sterben, weil beides die Aufregung nicht zu lohnen scheint. Es leben Schlechtere als ich!" sagte er sich. Warum, alfo das arme Weib io in den Tod betrüben, das soviel für mich gethan und jetzt zu Hause packt, um mich aus dieser Hölle Berlin wieder herauszuführen m ein reineres Da.sein!" Er zog langsam die Waffe aus der Brusttasche, ging hinüber an den Rand des Wassers und schleuderte sie hinein. Hatte ich ganz die Besinnung verloren?" schalt er sich dann. Hier, hier. wie ein durckgebrannter Kommis, im 'Thierzarten, auf öffentlichem Wege wollte ich Rem, nein, sollte es ia -sein, so will ich es wenigstens ohne lEclat thun aus Bergholz em Jagdunfall da wir) sie es leichter 'tragen XXI. Es gab Annie doch einen Stich in's Herz, als sie ihren Vater wiedersah - zum erstenmal in fast Jahresfrist, zum erstenmal seit ihrer Hochzeit. Wohl hatte sie gehört, daß er zusam mengefallen sei so aber hatte sie ihn sich doch nicht gedacht. Und doch und doch sympathisch war ihr der Anblick nicht, den er bot das leise Weh des Tochterherzens m ihr ward erdruckt durch .die unangeneh me Empfindung der Gräfin Breying, daß gerade ihr Vater eine so klägliche. verkommende Erscheinung war, vergllchen mit all' den Mannern voll Ele ganz, geistiger Bedeutung und Vor nehmhcit, dre sie scltMonden umdrang ten, in deren Kreis sie die Königin war. wahrend sie diesem armen Greise da nicht viel anders denn als eine Bettlenn nahte. Wenn er so zu uns käme, wie sehr würde er sich und mich lächerlich machen, 'dem Spott aussetzen!" Dieser Einfall zoa ibr durch den Sinn und sie war zufrieden, daß er sich dies c:nsame Gut als Schlupfwinkel ausgesucht. Sie war trotz ihres leidenden Zu siandcs mit dem ersten Morgenzug: herübergekommen ohne Ahnung, daß auch Asta und ihr Gatte heute Mittag von Berlin zurückerwartet wurden. Ihr Mann hatte sie nicht geleitet, sie nur in's Ecuv gesetzt er meinte. ihre heutige Mission an ihren Vater schließe seine Gegenwart aus. Sie kam als Antwort auf seinen zur Sparsamkeit mahnenden Brief, um durchzusetzen, daß er ihre Rente be trächtlich erhöhe. Erst heute früh hat te Heinrich Graaf den Brief erhalten, worin sie ihm ihre Ankunft anzeigte und gleichzeitig bat, sie von der. Sta tion im Wagen abholen zu lassen, da das Gehen ihr in ihremZustande schwer siele. - Der alte Mann hatte Nicht mehr Zeit gehabt, ihren Besuch abzulehnen
konnte nur eben noch um de Wagen
bitten. Aber wie er dann im Vorgarten saß und ihr entgegenharrte, hatte sern armes Herz doch zu wallen begonnen endlia), endlich kam sein Blut wieder zu ihm! Johannes' alle vierzehn Tage unter groszer Strapaze und zweimal ger Rachirahrt aus Hannover wiederholter Besuch machte ihm lange nicht den Eindruck, den das Kommen diefes ihm verlorenen Kindes machte, sowohl er sich's zu verhehlen trachtete. Er bangte vor ihr, er sehnte sich im geheimen nach ihr, er suchte em hartes, murrisches Gesicht aufzusetzen, und doch ging ihm m aller Herzensbeklommenheit eine Freudenfonne auf. als er sie draußen vor dem Garteuthor aus dem Wagen steigen und in all ihrer Schönheit auf sich zukommen sab. Und zumal erzitterte sein Herz, als er ihre Erscheinung musterte und bemerkte, wie diese sich in der allerletzten Zeit verändert hatte. Wie er aber mit seinem schärfsten Blick in ihr Angesicht spähte und darm die Empfindungen las, die seine Erschernung ihr verursachte, da war ihm. als griffe eine Hand der Vereisung m seine Brust, die Hand des Todes und seine geheime bange Freude wich in jähem Ueberzange der bittersten Wehmuth eine fast furchtsame Ahnung des Kommenden durchzuckte ihn? ,Vornehme, schone, herzlose Frau, brqe mir altem Manne nichts den Tod!" Sie setzte ihr gewinnendstes Lächeln auf, wie sie ihm die Hand bot., Eink Grimasse der Falschheit, dachte er, aber diese Grimasse war so lieblich, so bestechend, er erwiderte sie durch einen freundlichen Blick. Verzeih. Papa, daß ich solanae gezögert, Dich hier aufzusuchen," bat sie. .aber Du siehst, wohl, was mich in ver letzten Zeit hinderte! Eigenthümliche Logik warum hätte sie nicht vordem kommen können?" dachte er sagte aber mit dem mildesten Ton seiner Stimme: Es thut Nichts, mein Kind, Dann saßen sie nebeneinander auf der Bank im Vorgarten in der vollen Sonne, die im Herbst so warm ist, wie der Schatten kalt und sprachen von allerlei, nur nicht von dem Grunde ih res Kommens. Sie lobte und rühmte ihren Mann, sie übertrieb die Stellung, die er in der Welt einnahm, sie ließ die vornehmsten Titel und berühmtesten Namen, die bei ihnen verkehrten, durch Seitenpförtchen achtlos in das Gespräch einfließen. Sie glaubte ihm damit zu imponiren unid zu schmeicheln aber des al ten Mannes Empfindungen waren jetzt dre denkbar engsten, rein persönliche, sein Verhältniß zu den wenigen, zu den vier Menschen, die ihm noch etwas waren, Asta, Johannes, Joseph, Annie alles andre war in ihm erloschen, denn Schmerzen machen egoistisch. Daß sein Schwiegersohn durch der Excellenz 1. und des Geheimen Hofraths Z. Besuch ausgezeichnet wurde, daß der duettlrende Prinz I. seiner Tochter Kom plimente gemacht war ihm vollkom men gleichgiltlg. Alles, was er dabei zu bemerken hatte, war der furchtsam-ironische EinWurf: Also dieser Verkehr kostet euch soviel Geld?" Gewiß, Papa, nahm Frau Annie das auf diese Weise von dem alten Herrn selbst angeschlagene Thema auf. gewiß, vorläufig kostet es nur al lern Leos Name kommt auf diese Weise am raschesten rn aller Leute Mund er wird schneller berühmt, als wenn er sich nur auf seine Arbeiten und Leiswngen stützte. Und später in kur zer Frist kommt auch das Geld wieder ein, wenn man die Dinge von diesem untergeordneten Standpunkte aus betrachten will ein berühmter Schriftsteller wird zehn-, ja zwanzigmal so hoch bezahlt, als einer, der nur 0 V V fr V mia Heinrich Graaf schwieg. Die Welt ist einmal so!" fügte sie hinzu. Es entstand eine Pause. Warum hat Dein Mann seine Stelluna aufaeaeben?" fraate damr der Vater. Annie erröthete, zögerte mit derAntwort. Der alte Mann ward aufmerksam. blickte nicht mehr den Vorgarten hinunter, die Buchsbaumgänge entlang, zwischen denen die letzten Astern oluhten sondern warf einen scheuen Seitenblick auf seiner Tochter Gesicht und sah, daß sie in ihren Gedanken ausholte, wie zu einem Schlage. 12? munte es, sagte sie leise, um meinetwillen mein Name brachte ihn um sein Brot! Heinrich Graass Antlitz ward fahler, als welkes Laub. Deswegen!, würgte er heraus. Er wußte nun. sie war gekommen, ihm dies zu sagen und 'damit eineGeld frrderung zu monviren. Und er sag da, unterdrückte das Aechzen seines gepreßten Herzens, war zu stolz, sie merken zu lassen, wie unsäglich er litt. fragte weiter: Und deswegen habt ihr nun das Kapital angreifen müssen. das ich Dir mitgegeben?" Ja!Und was soll werden, wenn ihr über's Jahr oder über zwei Jahre damit zu Rande seid?" Ö, bis dahin bat Leo seine Karriere collenided, das Geld fließt ihm in strömen zu! erw::erte st: zuversichtlich. Wenn nun aber nichi?" Lieber Papa, zürne mir . nicht. kvenn ich gestehe, daß wir es verichmahen, uns darum Sorge zu machen! Ihr denkt, bis dahin bin ich tedt!" metz er hervor. Sie drückt: ihr Spitzentuch, das sie jehr gelegen in der Hand hatte, an chre Äugen. (Fortsetzung folgt.)
Zur die Püche. Wiener Backhühner. Nach
dem die jungen Hühner qereinigt und vier Theile zerschnitten sind, tauch! man sie zuerst in Mehl, dem etwas Salz beigemischt wurde, dami in zerklopfte ganze Eier und schließlich in fein gesiebte Krumen. An Stelle dieser etwas mühsam aus getrocknetem alten Brote herzustellenden Brotkrumen kann man auch ein unter dem Namen Siegler's Panirmehl" im Handel befindliches Präparat verwenden, welches aus Weizenmehl bereitet sein soll und den Hühnern wie auch Coteletten, Fischen, Austern etc. die gewünschte schone goldgelbe gleichmäßige Umhüllunz gibt. Kalbsvögel. Man schneidet aus dem dicken Fkeische des Kalbs schlegcls fingerdicke und dreifinzerbreltc Stucke, klopft dieseloen etwas breit, reibt sie mit Salz ein und macht folgende Fülle. Man wiegt etwas Kalbfleisch, welches von den obigen Schnitten genommen wird, sowie den gleichen Theil Speck recht fein, stößt es mit etwas fein gewiegter Zwiebel und genugend Petersilie, welche beide ganz leicht in Butter geröstet wurden, sowie mit ein wenig Muskatnuß, Pfeffer und Salz und. wenn man es n?ch besser machen will, mit Trüffeln leicht in ei nem Mörser und mengt es "mit etwas saurem Rahm gut unter einander. Nun bestreicht man die Schnitten messe?rückendick mit dieser Fülle, rollt sie zu sammen. umbindet sie Mit einem Faden, gibt die Nollen neben einander in einen Tiegel, in welchem Butter heii, gemacht wurde, und bratet sie auf beiden Seiten hellgelb, druckt den Saft einer halbenCitrone darüber.' gießt eine halbe Tasse guten sauren Rahm undetwas gute Fleischbrühe daran und läßt sie in einer halben Stunde vollends weich dünsten, so daß die Sauce kurz eingekocht ist. Gibt man mit Kartoffeünus. Cho-roladen-Torte. 6 Eidotier werden mit fünf Unzen Eitronenzucke? und dem Saft einer halben Citrone eine kalbe Stunde aerübrr. dann 2 Tafeln geriebener Chocolade dazugethan und ebenso 5 Unzen geriebene Mandeln (auf der Mandelmühle), dann der Schnee von 6 Eiweiß unv eine Handvoll feiner Weißbrotkrumen. Das Ganze wird rn die besettete, mit Mehl bestreute Form gethan und muß dann ungefähr drei B:ertel Stunden backen. Mehlpudding. Man verarbeitet 3 Unzen feines Mehl mit frischer Butter zu einem Teig, gebe diesen in ein halbes Quart gute, kochende Milch und dämpft dieses so lange auf dem Feuer an, bis sich die Masse von der Kasserole löst. Nachdem die Masse vom Feuer genommen und etwas abgekühlt ist, werden 6 Eigelb. 2 Unzen Zucke? nebst der abgeriebenen Schale einer Eitrone hinerngeruhrt und diese zuletzt ml dem M festem Schnee geschlagenen! Eiweiß der 6 Eier vermischt. Der Pudding wird andertbalb Stunden gekiht und mit einer passenden Sauce zu: Tische gebracht. Bei diesem wie bei jedem anderen? Pudding ist zu beachten, daß das. Kochen sofort nach der Mischung mit dem Schnee erfolgen muß. Beim Kochen selbst sind folgende Vorschriften zu 'beachten: Man bestrelcht erne runde. glatte Puddingsform gut mit zerlassener Butter und streut sie mit ErackerS aus, gibt die verschiedenen PuddingsMassen bis auf einen Finger breit unter dem Rande der Form rn diese hinein, stellt sie in eine flache Kasserole oder tiefe Pfanne, welche soviel kochendes Wasser enthalt, daß dasselbe bis an den dritten Theil der Form reicht. Darauf bringt man den Pudding in den Backofen und muß alsdann darauf achten, daß das Wasser zwar langsam siede, iedoch a nicht zu stark koche, rndem sonst die Masse aus der Form her--aus läuft. Sollte das Wasser wahrend des Kochen gänzlich verdunstet sein, so muß genügend kochendes Wasser nachgefüllt werden. Ist der Pudding aus dem Ofen genommen, so stürzt man ihn behutsam aus der Form über die bestimmte Anrichtschüssel, bestreut ibn mit feinem Zucker, gibt entweder die Saure darüber oder servirt solche besonders dazu und bringt das Ganze hierauf zu Tische. Falls der Puddinz auf dem Herde gekocht werden soll, . i i oro r- r5? rr lyul man das nasser IN eine asscroie, welche mit einem gut schließenden Deckel versehen ist, stellt die gelullten Formen hinein, bedeckt die Kasserole genau mit ihrem Deckel und kocht sehr langsam und ebenso lange wie im Ösen: die Deckel dürfen jedoch so wenig wie möglich gelüftet werden. Qranqenpuddina. Ein Vier tel Pfund Zucker, die an Zucker abgeriebene Schale von 2 Orangen werden mit 8 Eigelb schaumig gerührt. 3 Unzen Mehl und ein halbes Quart süßer Rahm gut eingemengt, der Orangensaft. 1 Kaffeelöffel fein geschnittene candirte Orangeblüthe und der steife Sch-nee der Eiweiß hineingemengt und die Masse in eine dick mit Butter bestrichen? und bestreute iy-izm gefüllt und 'drei Viertel Stunden lang gekocht oder gebacken. Ein: Weinsauce wird dazu gegeben. DerTramp. Farmer: Warum sehen Sie sich nicht nach Arbeit um?" Tramp: Ich fürchte mich!" Farmer: Wovor fürchten Sie sich denn?" Tramp: Ich fürchte, welche zu finden." Erster Verdienst. Studiosus: Sieb' mal. Paul, diese 20 Mark! Mein erstes selbstverdientes Geld!" Sein Freund: Womit hast Du denn das verdient?" Studiosus: Leere Weinflaschen habe ich v:r kaust!"
