Indiana Tribüne, Volume 18, Number 160, Indianapolis, Marion County, 27 February 1895 — Page 3
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Sprechstunden Morger 9 bxi 3 Uhr. sond, sbi a Uhr. Mittwoch und Samstag bis lOtUhf dend. Sonntag bt u Uhr. Der einzige Sohn. Vit dem IS. Jab besuchte ich da Kollegium. U- an atarrb. ist in Specialist 'agt, roo ich dafür bebandelt urb Sonnt icdt tabtttn, mnn Veh'rn tn wirrt fich. welch mich sehr unglücklich machle. elso auch wem Freund, eil ich nicht dieselben Vergnügen mitmachen konnte, dazu war ich auch der einzig Sohn u:it mein Eltern thaten Lürobe von mir doffen. Mein Eatarrb war Htn ffabI. mein Lelden n.lVAk.. emiHaniHii h Ft3Lnk Vaa Belt. alss ach von lutotrgiftun. Ich erjdhü nttnrn Catr lleZ. er schielt mich nach Vart ,ur elzandlv. Die Vrofessoren benutz un ircura. rre'Äeä SlljcumattBmal r ngt. r den KeiK, citllen. Uachn. Deutsch land. richin di t,'rankbeit wieder, ich verlor mein Haar. Qefäivüie ,e!iztkn sich am Mund und V ine?.. am LSroer vula und im Gesicht kupferfarbig Jlckn. kurz, ich war rn total Uial Bater kam und nab mich zu berühmten Aerzten V rltn: dies weiger ttA sich jedoj mlch zu behandeln undsazt. weze Unbedachrsamkeit set für mich kein Metrunä mebr. Die rzmetslung brach: meinem Vater tn in Kacht grzlltl Haar. Enn Lohn war hoffnungSlol verloren, in verfault Mass von veulen. ach New York zurückgekehrt, begeaneten wir Prof. La Van Jarine. einen gelehrten Franzosen, welche? faaie. I gäbe ttinea. der mich kunren ttnnt: sei Samtegeriobn. Vanter. sei vor lj Jahr, zurück an ebltch mit Quecksilber oa Prof. Lt icoid currrt wor den. aber letzte Jihr sei e von Lteaem auZgebro cda Ld datt tlun bemahe dt Zunge zerfreHea. Prof Tanglaß St Saad4 wollten ihm die Zunge au Zchnetden. aber dieser rzt hrtltt thn. ohn diese ,u thun, er set berühmt, geehrt undebr lich. Sein am fei Dr. . S. Ibeel. 1311 fslrcb triiif. Vdiladeixhia., Ich rtnnert mich sein Neffen df:er beim NubaZ'-piel eschen z Kzdea rnd sg bewog ich a:e?. mich ihm ,ued. 'nun. 'Dr. Tbel unkrsuckk mich gründlich, elxns reuien Urin und lut. itt jagt : Ut6 ket mir du wirst geholt werden, worauf mem Bater er :'itdrte: Doctor. S' mach an mir einen g!üZli ehen Mzvn nnd fu.i v?r einem fr. brab.A .'. dc g..,,.' edle - Theet, der ebne seine Gleichen sieht, be:lk, mich. "den ei?zien Sodn. Junge Männer, nehmt mewe ,k?una nno anoern a n r n. arnung BHOeeoezu r. ioiti rur ceiaiuiuna. at wird Eu-b kunret rl?ren t Nk Lrk vse ,Ä ; - dem Fridenn'?7 . . L et 1 1 n v. f
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Amerikaner. Roman von Adolf Streckfuß. (Fortsetzung.) einige Sage leM sie i.i froher Zu versicht, wurde dies: gestern grausam zerstört. Am Nachmittzg kam Jobs! in großer Eile, er forderte den Sägemüller. der wie gewöhnlich in d.'rHaus thür stand, auf. schnell mit ihm nach den Altan herauszukommen, er habe ihm Wichtige mitzutheilen. Eine bange Ahnung ergriff die Frau, als sie bemerkte, daß sick, obst in groAufregunq befand. Sie mußte hören, was er ihrem Mann: so WichtigeZ anzuvertrauen hatte; sie eilte nach ihrer Schlafstube, um am Fenster zu lauschen. Nicht MeZ. waZ die Beiden aus dem Altan sprachen, konnte sie verstehen, aber das. was sie verstand, machte ihr das Blut erstarren. Zobst erzählte, dak Doctor Falk beim steinernen Kreuz das Messer des Säae müll:rs gefunden habe. Der Doctor sei ein Spion, der bemüht sei. die Urheber des Postraubes auZzukunden, das gefundene Messer sollte ihm zum BeweisMittel dienen, er werde es dem Gericht übergeben, vorher aber mit dem Doo tor Berg nach der Sägemühle kommen, um vomSägemüller zu erforschen, wem das Messer gehöre. Er sei schon im Wagen mit Doctor Vera unterweas. in spätestens einer halben Stunde werde er eintreffen. Der Sägemüller qerieth über diese Mittheilung in eine fürckterliche Wuth. Er habe schon von verschiedenen Seiten gehört, daß der Doctor Falk umherspionire, sagte er, aber das Handwerk müsse ihm gelegt werden. Erwache durch den Fund des Messers ein Verdacht, dann lasse sich gar nicht berech nen, welche Folgen derselbe habe, auch könne man nicht wissen, was ein solcher Spion noch weiter ausspüren werde. Einen Spion dürfe man nicht schonen, der müsse sterben, ehe er sein: Mittheilungen dem Gericht machen könne. Was die Beiden weiter sprachen, verstand die Frau nicht; aber sie wußte genug, es war ihr fürchterlich klar, daß sie darüber beriethen, wie sie den gefährlichen Spion aus dem Wege räumen könnten. Sie mußte den Beobachter warnen, aber wie sollte sie es thun? Als kurze Zeit darauf, nachdem Jobst bereits die Mühle wieder verlassen hatte. Doctor Berg und Doctor Falk kamen, sprach sie die Warnung gegen Doctor Berg aus; aber noch wagte sie nicht, sie in ganz be stimmte Worte zu kleiden,' noch hoffte sie, durch eine Drohung ihren Mann von der Ausführung seines Vorsatzes zurückzuhalten. In fieberhafter Unruhe verlebte sie den Nachmittag, als ziemlich spät die beiden Gäste schieden und ihr Mann sie begleitete, verging sie fast vor Angst. S7e war eathlos. vergeblich grübelte sie darüber, was sie thun könne, um das geplante Verbrechen zu verhüten.' Und loährcnd sie noch grübelte, war es schon verübt! Sie wußte es, als am Abend ihr Mann verwundet, geführt von dem langen Jobst, zurückkehrte, sie wußte, daß er die Wunde im Kampfe mit dem Doctor Falk empfangen habe, und er bestätigte ihre Ahnung durch die unzusammenhängenden Worte, die er in der Nacht im Fiebenozhnslnn, als sie an seinem Bette wachte, ausstieß., Als sie am Morgen von dem Gerichtsboten gehört hatte, daß Doctor Falk wirklich ermorde! worden sei, da schwand in ,ihr jeder Zweifel.- Der Entschluß, endlich ihr Gewissen von der Mitschuld an so vielen schändlickcnVer brechen zu befreien, die Schuldigen und sich selbst als Mitwisserin und Mit L . ! ! I IHmoige oer oeroienren irafe zu übergeben, stand jeljt in ihr unerschut terlich fest. , Die Frau war mit ihrer ergreifenden Erzählung zu Ende. Der Richter hatte sie durch keine Fragen unterbrochen, er hatte ihr mit schaurigem Interesse gelauscht. Spiegelte sich doch aus ihren Worten das ganze lange Verbrecherleren des sagemullers klar bis in die äußersten Details hinein wieder, gab dieselbe doch ern uuumstobMesBewüs Material gegen die beiden Schuldigen. Ein tiefes Mitleid für die unaliick liche Frau ergriff den Richter, er erfaßte ihre Hand und mit bewegter Stimme sagte er: ' Sie haben eine furchtbar schwere Pflicht erfüllt, dies Bewußtsein muß Sie trösten in Ihrem herben Schmerz Die Frau schüttelte finster den Kopf. Für mich gibt es leinen Trost, sagte sie mit tonloser Stimme. .Aber mm. kubr sie fort, das Qauvt erbebend und den Richter fest anschauend. Einen Trost Libt es doch, den, daß ich durch meia Gestandmß den Unschuldigen von dem Verdacht befreit habe, der viele Jahre lang sein 'Leben vergiftet hat. Sie müssen den Amerikaner auö dem Gefängniß befreien, Herr Richter! Jede Stunde, während der er ungerecht lei det, ist für mich ein bitterer Vorwurf Sie sollen ihn sich nicht länger zu machen haben. Sobald wir nach Wald hausen zurückkehren, soll der Amerika ner aus dem Gefängniß entlassen wer den Sie, Herr Doctor Berg, soller. mit Herrn von Dyssern ihm die Freu denbotsckaft bringen, daß seme Un, schuld klar erwiesen, daß er frn ist. Jede Genugthuung, welche ein Richter irgend zu geben vermag, werde ich freu, dig dem unschuldig schwer Verdächtig, ten geben!" Seit vielen Jahren war die Stadt Waldhausen nicht so belebt .gewesen. Alle Gasthofe waren gefüllt, lm Grel -
seu war auch mcyr oas nelNsie im- f0 fräsiigxestaU war zusam.mena.emcr leer. Aus allenStädten der Pro ba3 hlühende Gesicht .war bleich vlnz und selbst von. weit her, sogar aus nd faltig geworden, aber die schönen. Berlin waren Fremde gekommen, um Augen waren ' unverändert, sie der Schwurgerichtsverhandwngi. belzu, Zckten'noch ebenso treuherilz und Ver, wohnen die endlich den Er nnnalpro. .trauenerweckend'wie-frernd'um ceß abschließen sollte, der seit Iahres schwebte noch dasselbe milde.
: r ' err.!! 7 1 mals em anderer vorder. Mit banaer im i maic, wie xaum jefnAi! uvi. rrnii
Spannung sahen ihm besonders die Platz genommen hatte, schaute er sich , Mann und noch mehr für' sein' HandBewohner von Waldhausen entaegen. nach dem Zuhörerraum um, nicht frech roerk. Als vor etwa einem Jahre sich plötz-!oder herausfordernd, sondern mit einem cvst f lc b , . fif t lich irr Waldbausen das Gerücht der- ruhigen, .beobachtenden Blick Er er-' jZefe Aufathmen ?n Im e nfachrn breitet und sofort seine Bestätigung er- kannte viele alte. Freunde, dann nickte MuU ' hnU Wu er
ui4.u uuvtiuuiuc, wciicuir;, et iqiicii cuicji i iciuiutiusu uiuü s, zu zanoe ourcrg'macb geachtete Sägemüller Schmitz sei voz und sie konnten gar nicht anders, sie 5 4, slm 4 O 4.:jci m r.itri ... . rr . I1 lülll11 lu
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ner Mühle, obwohl er schwer v:?wündet darnieder liege, abgeholt worden, er liege streng bewacht
bracht im städtischen erwartete er ruhig. und furchtlos die vierzig Jahren war, da konnte ich saund werde, sobald seme, Anklage, die von, seiner Unschuld fien. Jetzt bist du gerettet, denn ich erwundung es irgend er machtlos abprallen mußte. fr... m-.r ,z mm, cnni .t
Krankenhause gesaariillze erwunouna es ira w rv l laube. dem Gefängniß überliefert werden. denn nicht der Amerikaner, sondern er sei der Urheber aller der zahlreichen. geimmßvollen Verbrechen, durch w:lche die ganze Gegend seit Jahren in azreaen erhalten worden, da hatte ein starres Staunen sich der guten Waldhausener bemächtigt. Es war zu wunderbar, zu unglaublich, daß der Amerikaner unluldig sein solle, und doch mußte es wohl so sein, war er doch von dem Untersu chungsrichter sofort nach der Ueberfüh rung des Sägemüllers aus dem Ge fangntß entlassen und von semem frü beren erbitterten Feind, dem Doctor Berg aus Nonnenthal, und dem jungen Naturforscher, dem Doctor von Dys fern, im Triumph nach seinem Rothen .fSfllliV aitTlisf mFil firt rnslThn . SVt z: uiivuujK,. icucid iuiii in cgenwart vieler Zeugen sern tiefes Be-. dauern ausgesprochen, daß er durch ein Zusammenwirken vieler ungünstiger Umstände gezwungen worden sei, ihn zu verhaften auf einen Verdacht hin, der sich als vollkommen unbegründet und haltlos erwiesen habe. Dieselbe Erklärung hatte der. Richter auch Abends im Greifen abgegeben vor der zahlreicher als jemals versammelten Stammzesellschast. von der sie dann weiter verbreitet worden war, so daß, die staunenswerthe Kunde schnell von Mund zu Mund weit über' die Grenzen Waldhausens hinaus flog; aber nur zweifelnd wurde sie aufgenommen, denn ein sehr lange tief eingewurzelter Verdacht verliert nicht so schnell die Le benskraft. . Der Amerikaner unschuldig und der Sägemüller schuldig! Auch dies ließ sich kaum bezweifeln, so unglaublich es schien, denn ohne triftige Beweise seiner Schuld würde der Untersuchungsrichter den pachteten Mann nicht imKran renyau e wie einen icyweren Zlleiorecyer r. m bewachen lassen, Niemand als de? Arzt Doctor Settow und die ihn pfle gende graue Schwester hatten Zutritt zu ihm, und sobald er außer Lebensgefahr war, wurde er nach dem alten i Schloß gebracht, um ihm jede Möglich, keit einer Flucht abzuschneiden. Er war schuldig! Seine halb Wahn sinnige Frau hatte ihn verrathen und dem Untersuchungsrichter die Beweise für sein und seines Genossen, des langen Jobst, Schuld überliefert. Gerade noch zur rechten Zeit hatte sie ihr Geständniß abgelegt, denn auf - dem Wege von der Sägemühle nach Waldhausen hatte sie im Wagen ein Herz schlag getroffen und ihrem Leben ein jähes Ende gemacht. Wunderbare Gerüchte über die Ge ständnisse der verstorbenen Müllers frau.
verbreiteten sich inWaldhausen. sie fan-, entschlossen 'gewesen sei. ein neues Leden keine Widerlegung, aber auch keines ben zu beginnen, die Frucht. seiner bisBestätigung, denn über den Proceß ge-l herigen Verbrechen ruhig zu genießen, gen den Sägemüller wurde fortan das! sei ihm plöhlich das Gespenst der Ent. tiefste Amtsaeheimniß beobachtet, selbst! dcckung drohend erschienen, er habe die die Stammgäste vom Greifen erfuhren' frühe. Vksonnenheit verloren und sich nichts über denselben. Der schwatzhafte Entschlossen, den gefährlichen Zeugen, Richter Biederer, der sich so mancher ! der gegen ihn aufstehen könne, aus dem Formverletzungen und Ungeschicklichkei-l Wege zu räumen.- Durch dieses n; i?
ten schuldig gemacht hatte, war nicht mehr Untersuchungsrichter und, sein Nachfolger war die Verschwiegenheit selbst, sogar gegen den alten, hochgeachteten Kreisgerichtsrath Bernau. Nicht ein Wort äußerte er über die Nesultate der zahlreichen Zeugenvernehmungen. nicht ein Wort über die Verböre'des Sägemüllers und de langen Jobst. Der Untersuchungsrichter' und alle Gerichtsbeamten hielten das Amtsgeheimniß streng aufrecht, aber die vielen verschiedenen Zeugen sprachen ost über ihre Aussagen und gaben hierdurch Veranlassung zur Verbreitung zahlloser Gerüchte, die ihren Weg auch in die Zeitungen fanden, welche sich unausgesetzt mit dem interessanten Proceß beschästigten. Es mußte doch wohl ern wunder m i ' - i m . . 'f'.t . w; PUNIl hinkt in der Beweisführung gegen die e-den Verhafteten sein, sonst würde ?n h.rrr4n;.n r,m ,f. be Nicht der Staatsanwalt die Anklage erhob. Jetzt aber war sie erhoben und mit ,,.,,. vm 7. vwö-yv banger Sorge sahen die Waldyausencr der Schwurgerichtssitzung entgegen. Man flüsterte sich zu. die Anklage stehe auf schwachen Füßen. Viele alte Freunde des SägemüllerS gewannen wieder den 'Muth, ihre Stimme für ihn zu erheben, und den alten Verdacht gegen den Amerikaner wieder aufzuftischen. Dies erschien bedeutsam, denn der Sägemüller besaß so viele Freunde, daß eine Anzahl derselben sicherlich zu den Geschworenen gehören mußte. An dem langerwarteten Tage der Schwurgerichtsverhandlung war der Zuhorerraum des großen Sitzungssaales im alten' Schlosse schon gedrängt voll,. sobald er nur eben geöffnet worden war; er konnte die Menge Derer. die zuhören wollten, nicht fassen. Länger als eine Stunde mußten die dicht gedrängten Zuhörer warten, ehe die Verhandlungen begannen. '-Das leise Gespräch ans den Tribü nen verstummte plötzlich, als die Ange tkn au3 bin Gefängniß vorgeführt den und auf der Anklagebank Platz nahmen. Aller Augen richteten sich aus r-.- Gefühl des -Mitleides überkam unwillkürlich alle Diejenigen, die den Sägemüller in früherer - besserer Zeit gekannt hatten und jetzt als Angeklag,n wZ,,? w ! Gr attc traurig v-ränvett, taum k tJ crennn Die frühe? fundliche Lächeln. ? . . ' .1 , sreunollche aazeiN. z.'z Scbmid auf ? s Anklaaebank
"fr r . m..t..j:.. ?.sIl"!.Cr ?nrn.te "?2 t$!Z sein,. aestukt auf sein gutes Gewissen
- . ,n . V f- C. AuctVder lange Jobst war durch die lange Gefangnißhaft so verander , daß er kaum em Schatten seiner sezost war. CC. -fXI.M i.iTa aImI(' Iv Vr iich vvu ü"l.u- 4VUii,fc es nicht, nach dem Zuyorerraum zu blicken, gesenkten -Auges blickte er zu Loden. Auf seinem häßlichen Gesicht lag scharf ausgeprägt der Ausdruck des bösen Gewissens. : Die Verhandlungen begannen; bei der.Ausloosüng der Geschworenen fiel es auf, daß der Vertheidiger des Angeklagten, ein berühmter Nechtsanwalt aus Berlin, keinen einzigen Geschworenen ablehnte, während der Staatsantoalt von seinem Ablehnungsrecht vollen Gebrauch machte. - Viele Zuhörer schlössen, hieraus, day chmiy w gro'keS Vertrauen- auf seine gute isache t; Wnt nTrntfi frntr rn WsTfnn 1 Zlcyer Gegner raune lym gcxci wes den. Mit tiefer, stetig wachsender Spannung lauschten die Zuhörer der Verlesung der Anklage, aus der sie zum ern cm . (V'!. w C f sten Male die Nülle der dem Anaeklaa ten zur Last gelegten Verbrechen, erfuhren. Die meisterhaft ausgearbeitete Anklage stützte sich in dem ersten Theile fast lediglich auf die Aussagen, welche die verstorbene Frau Schmitz vor dem früheren Untersuchungsrichter Biederer und dem Doctor Berg gemacht hatte, Durch diese Aussagen wurde ein grelles Licht auf die ganze Verbrecherlauf, bahn des Angeklagten geworfen, leider sei sie nicht durch einen Eid bekräftigt worden, denn die Zeugin sei gestorben, ehe sie als Zeugin, habe vereidigt werden können. Aber ihre Aussage sei hierdurch nicht weniger glaubwürdig. wenn sie auch vielleicht als ein vollgw tiger Beweis nur dadurch betrachtet werden könne, daß sie in ihrem letzten , .. . i Theile durch anderweitige Äewei e. an j denen sich nicht rütteln lasse und die ' W! UTY Cm Ciif!i W.. I a , rtv -f i i die voue ayryasligiell oer ganzen Aussage bekräftigten, bestätigt werde. Auf diese anderen Beweise ging die ?lnklage dann über, mit lichtvoller Klarheit wies sie nach, wie durch die Entdeckungen, welche Doctor Falk gemacht habe, der Beweis geführt wor den, daß der amuller mit ferner Verbrechen, wie für die meisten seiner früherem den soz:nannten Amerikaner zu verdächtigen, er würd: seinen Zweck, jeden Verdacht von sich abzulenken. wahrscheinlich auch erre'.ck t babn. wenn er n'wM sein, wnn dur5 in neueö Verbrechen, den Mordanfall gegen Doctor Falk, gekrönt habe. Gerade in dem Augenblick, in welchem er verbrechen habe er selbst die nteaung aller seiner srüh:r;n Schandthaten b: wirkt, die Beweise für diese geschaffen und den Verdacht zerstört, der bisher so kunstvoll von ihm atf einen Unschuld!gen geleitet worden war. Als ein Ausfluß voa Gottes Gerechtigkeit müsse es erscheinen, daß in diesem Falle der mörderische Schlag fehlgegangen sei, wenigstens nicht die vzlle Wirkung geab! habe, daß der Angegriffene diesen Streichen nicht erlegen sei. den Angreifer erkannt und durch einen Revolverschuß schwer verwundet habe. Hätte ern ihn, wie alle früheren Opfer der Mörder, der erste Schlag betäubt zu Voden gestreckt, hätte de' Mörder sein schändliches Werk unzestört vollenden können, dann würde der Verdacht, auch dieses Verbrechen begangen-zu haben, wieder den Amerikaner aetrofsen- und ! ueuyr oiesen. oen unschuldigen, aus , mnl atWUtn. Jaiit der Angeklagte sich nicht durch -die I-y.i..r i. r it 5, (m..L u..f.. . ti' It.yuiuyi ja van jjiuiuuciuy ulucelsjen allen, dann würde seine unglückliche rw f t- irf n- -r Ijrau sich niemals enl cywssen yaoen, als seme Anklägerin aufzutreten. Er würde 'dann heute, statt auf der Anklägebank, ruhig in seiner schönen Mühle sitzen-und die Früchte seiner Missethaten ungestört als wohlhabender a. . . mm und aeachteter Mann aenieken. (Fortsetzung folgt.) , Tüs Gespenst. Von A. von Sommerfeld. eTifrt,.T Cis A m.k..n.7 XÄ Ska? quU r blütienduttenden Weraida (alen ck .
wenonen oo,l zusammen oenonrauv ihn ganz bestimmt vor der Thür geverübt hätte. Mit wah-haft teuflischer sehen, in ein weißeö Gewand gehüllt.'. Bosheit und Geschicklichkeit habe ti d:r I." sage ich, und lache dabei." ..der Angeklagte verstanden, audj für dieses Jose lieat unten im Fluß bei den Mischen
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J t)f V V V4 V i 7V lag eine absolute Verneinung feiner4 au'"6l d Fraae. u,',. .!v.i.
Ich glaübe auch nicht daran,' fuhr w'. &( ?nn ich.!nml ein (8. zz::i"x mal untersuchen, wie sich das Tina an v. v. , .v .vv.v faßt. Aber dennoch geschah einmal etwas, . wodurch ich beinahe veranlaßt wurde, an Gespenster ZU glauben, und wie das kam, will ich Ihnen erzählen." vi ivm uiiiti Huyiiium. DieEchatten der ,Urldbäumegen himt mit her lirni itnn htp rirnron ES war inzwischen dunkel geworden. 81Ä mi aus.oer uroe, uno dir prcittn am im Avenoroinoe. - zü) war ZU uo x -.... o v ..-. V . t-v r . m n . - vlst hirtr frtit ,ÄÄ1 r"v7.r.7j;v '3 '::B " r utnv IVl vi wvaiuiiftcu i;u;ic. Wie er mir nun , gegenübersatz mi, seinem braunen, vermittelten, knochig. Gesicht.-in dem die Augen noch im ju. endlichen Feuer brannten, bmohl er .k..:. e. im r r.urJiu. . v,r r.t,rs iuuh uuciiiyiuicii ' batte. füblte icd Bewunderuya für den
t, denn Sie müsals kleines Kind Ti?irf,r iinh Yrinv fiTK t sZIlam ..v.Vv vm vum vit iiuui, Davon will ich aber jetzt nicht erzählen, rhn l v .... ... hv Oiuiiliui Ul liuiii und als ich fünfundfünfzig Jahre alt ar, da verkaufte ich mein kle' Gemt Mr vorthcilhaft und nahm mir . . . ' 1 7 vlc e ötolome n er. wo ick meine ?oae in strammer Landarbeit und in Frie ' . . ' oen zu vollenden, gedenke. : Ja, den kleinen Verkoufsladen Venda" sagt man hier zu Lande, hctte ich damals von Jahr zu Jahr hübscher eingerichtet und vergrößert, und ein Kapital lag bald darin. Ich verdiente viel Geld, mußte aber höllisch arbeiten und oft tagelang unterWegs sein, um die Waaren von der Stadt aus den schlechtesten Wegen' herbeizuschafirn. Meine Frau und mein Sohn -7- er ist zetzt verheirathet hinten i 'r" w - in Santa Eruz besoratcn dann da. heim das Geschäft. Kurz, es, ging alles ...i riM- r:..i! i i' r Ö "r SU . .uie, MlUlmen mir zu meinem OJlücT, unJ bald kamen dieser und iener und boten mir nmanmmttt Summe kür mein äusN,,n r. kaust habe 'ich erst vor.'füns.Jahren, denn da hatte ich das Geschäft nicht . .' ' ' mehr nöthig, und es wurde mir auch zu viel. - .. Aber richtig! . Ich wollte Ihnen ja von dem Gespenst erzählen. Sehen Sie, da kam immer ein Brasilianer zu mir, halb Indianer, halb Mulatte, ein Kerl, der. das verschiedenartigste Blut in den Adern chaben..mußte . trank oft viel Schnaps und war,' wenn er'genug etrunken batte. scblimmer als ein Bieb. Aber wenn er nüchtern war, war er gut! Und arbeiten! Arbeiten konnte der Mensch wie ein Pferds und ich nahm ihn deswegen öfter auf Tagelohn in mein Haus. Eines Tages nun kommt jemand zu mir und erzählt mir: Jose Padciro so hieß der mischblütige Mensch sei oberhalb der Brücke in den Fluß gefallen und ertrunken. Sein Körver, säße unten 'in den aroken Steinmassen, die in der That wahre ... i i.!f . . ä .... f 'i r n m unieriroiscye pomen ouoen, seil, viun. es that, mir leid, denn der Jose wär mir manchmal eine gute Hülse qewcsen. Zwei Tage später mußte ich eine Reise machen, und als ich wieder zu rückkam, erzählt mir meine Frau mit allen Zeichen des Schreckens, der Jose ginge als Eespcnst umher. ,' Sie habe und Krebsen und denkt nicht ans Spa zierenqehen! Wirst wohl geträumt ha. ben, Alte." Aber meine Alte blieb dabei. Sie war abergläubisch wie die Frauen un. seres Standes meist. Ich wurde schließ. lich ärgerlich und-sagte, sie solle mich mit dem Jose zufrieden lassen. . Und einen Taa svater mußte 'ick, eines Geschäfts wegen zu meinem Nach, bar, der eine Viertelstunde entfernt wohnt. Ich verspätete mich und kehrte erst bei voller Dunkelheit gegen 9 Uhr zurück. Ziemlich schläfrig saß ich auf meinem . Esel, der im leichten Trab den ihm wohlbekannten Weg . zurücklegte. Plötzlich, vielleicht 300 Meter von meinem Hause, sprang das sonst so fromme Thier auf die Seite und bäumte, daß ich um ein Haar aus dem Sattel gefallen wäre. Und ich fühlte, wie es mich eiskalt überlief. Vor mir, vielleicht fünf Schritte entfernt, stand im Wege eine weiße Gestalt und Joft" wollte ich rufen, aber da war sie schon wieder verschwunden, und nur die Tunkelheit der Nacht vor mir. Langsam, die Pistole in der Hand, mit dem festen Entschluß, bei nochmaligem Sichtbarwerden auf das Gespenst zu schießen, ritt ich weiter. .Zu Hause sagte ich nichts, aber die Sache wollte mir nicht auö dem Kopf. . .In Wahrheit, ich hatte den Jose er. konnt, und der Jose lebte doch nicht mehr. Man hatte ihn ertrinken sehen und vergeblich nach seinem Leichnam gefischt, der unten im Waner zwischen r Pi. ti ti. ...w ?. cem innern llegenmuszie. uno icy Kng an, an mir selbst lrre zu.werden und an Gespenster zu glauben. ,k-.. Irl.& t..T.i ttci wie wu iuuidc dcuk. Drei Tage später kommt einer der Ko I ( n . ftt ' v - ! ionisien meiner vzzegeno zu mir uno er zählt, sein bester Neitesel sei ihm aestoh len worden. Die Hunde hätten die aanze Nacht gebellt, und da ermfolgedef sen keinen Schlaf fand, sei er aufge' standen und vor die Thür getreten. I rx. I Wt MM r . .Jesus Maria" sagte er und starrte mich mit noch immer bleichem Gesicht an deutlich, sah ich aus fünfzig Schritt Entfernung em Gespenst stehen. Weiß und groß stand dort die Gestalt, die mit einem Knochenarm winkte. ..). : NI ei UZtUg iuj üir Jtuui- u uno rr. 1 r . i. 1 rxf.. : x. v l. o C .". ... s. ach'e in llster Aufregung .., . 5- ,Abnich,z ließ M TO. anderen Tage kehlte mein schönster Reitesel. Sagt, können E.sxenfter m '""e. M ft.1 zwei Rückte aus der Lauer. . In der v -- . . r n dritten Nacht kam das Wespen,: lang, sam auf mein Haus zugeschritten. ' Alle meine Ruhe zusammennehmend, spannte ich den Hahn meiner-Pistole, trat aus meinem Versteck vor und dem Gespenst 1 w n n sl Ve fagte i4 m l . vv ' . ' i' . ... cvo 'mJZ m-h .foM hn triebt 1 .k...(x..(.:rj.M mikk, sZ fipt .)Ui ItVMUt vu, iw, !. " I r-v.ö.--'i-v".J-." . S w I UUC1UIUUUI Utll jjmiiujui l ,v" ' tiü ,; lÄS; 5 Ä m. nd wahrb t,g ,,- . 41. Er . - vi r - v,-- ss s. der tdte sondern d kk Jose Pwr. der. um da! Eespensternate. al ollzähl.g. ,u j. ?d lenarm. den irgendwo usgegr. den Kaben mochte, bei sich krug. i v' CSnNnnfpn in'Ä (ef)tt l 3$ nahm den Halwnken m S mtt .
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und' er gcjtand mir in größter Ruhe alles. Am anderen Tage holte ihn die Polizei, aber au dem Wege nach der Stadt ist er entflohen und hat nie wieder etwas von sich hören lassen. Vermuthlich trug er Geld bei sich, denn ich untersuchte ihn
nicht, und das hat scme flucht ermög. licht. Sehen Sie, das war das Gespen ein einfacher, lebender Hallunke, der seine Helfershelfer hatte, die ihn todt sagten. Nicht wahr. Alte, Tu glaubst auch nicht mehr an Gespenster?" Und die würdige Matrone, die mit einer Flasche Wein auf den Balkon trat, schüttelte energisch mit dem Kopf. Noch lange sprachen wir von diesem und jenem, von Gespenstern und teuf-. lischen Mächten, bis das Kreuz des Suden sich neigte und über die dunklen Urwaldbäume von Santa Leopol. dina das gespenstige Morgengrau huschte. Der Fürst im Klelderspind. Für den nenen russischen Botschafter am deutschen Kaiserhofe, Fürst Lobanow.ist Berlin keine terra incognita, er hat sich dort in seiner damaligen Eigenschaft als Legatwnssekretar bereits in den fünfziger Jahren diplomatische Lorbeeren errungen. Die sogenannten Stieberschen Memoiren .geben Aufklä. rung darüber. Zur Zeit, des Krimlrieges mußte der französischen Regierung viel daran liegen, verourgle Nachnchten über den Stand d?i Dinge in dem belagerten . Sewastopol zu. bekommen, und gelang ihr dies auch durch den damals so großes Aussehen machenden Techenschen Depeschenverrath. Techen, ein ehemaliger Lieutenant, ein Greis von etwa 70 Jahren, wußte sich im Jähre 1855 längere Zeit hindurch in dk.l besitz der Briefschaften des Genera.L v. Gerlach und des Eabinetsrath Niebuhr, der beiden Führer der UltraEonservatlven, zu setzen. Unter diesen Papieren befanden sich Berichte des preußischen Militärbevollmächtigten in Petersburg, Grafen v. Münster-Mein-hövel. welche über die militärischen Verhältnisse in Rußland viel schätzbares Material enthielten. Techen verwerthete die Abschriften durch Auslieferungen an die französische Gesandtschaft in Berlin, welche daraus nicht nur nützliche Information schöpfte über die russische Kriegsführung, sondern auch über' die einseitige Art, wie damals von einigen einflußreichen Männern in Preußen die Neutralität aufgefaßt worden ist. Der vor einigen Jahren verstorbene Herr Rothan. welcher bis 1870 französischer Gesandter bei den Hansestädten war, nahm die werthvollen Schriftstücke durch VerMittelung der Hauptner'schen Eheleute von Techen in Empfang, dem dafür natürlich bedeutende Geldsummen zuflössen. Es war damals die goldene Zeit der diplomatischen Agenten man denke nur an den bekannten russischen Staatsrath Mndworth, der in den vierziger und fünfziger Jahren in Vegleitung von zwei schonen Töchtern an den kleinen deutschen Höfen herumreiste, und dessen mtime Beziehungen besonders zum wurttembergischen Hofe viel besprochen wurden , und unter diesen trat auch ein ehemaliger preußischer Polizeisekretar Namens Hassenkrug hervor, dessen Dienste Rothan ebenfalls in Anspruch nahm. Dieser Hassenkrug stand aber auch im Solde der russischen Regierung und verrieth der russischen Gesandtschaft die ihm von der französischen Gesandtschaft ertheilten Aufträge. Eines Tages, als Rothan in die Wohnung seines Agenten Hassenkrug kam. um ihm Jnstruktwnen und Geld zu einer Reise nach Paris zn geben, saß der russisch: Gesandtschaftsseiretar Lobanow ln einem Schrank und. hörte das ganze Gespräch zwischen Rothan und Hassenkrug auf dessen Veranlassung mit an. Rothan kam bald auf den ihm von Hassenkrug gespielten Verrath, und um sich an ihn zu rächen, wrßte er ihn zu einer Reise nach Paris behufs Ausführung einer geheimen Privatcommission zu btstlmmen. Kaum auf dem BahnHof in Paris-angekommen, wurde Hassenkrug von der Polizei festgenommen und 14 Monate lang eingesperrt. Ob sich der Fürst Lobanow wohl noch-seiner Schrankgeschichte erinnert? Heule brauchen sich die französischen und russischen Diplomaten ihre kleinen Geheimnisse 'enseitig nich' mehr in dem Kleiderspind abzulausch Sonderbare Berufe. Absonderliche Angaben enthalten . die Listen, welche kürzlich bei einer, Volkszählung in Britisch-Jndien ausgefüllt wurden. Ueber den Stand haben sich viele Hindus mit verblüffender Freimüthigkeit geäußert. Eine schöneSeele bekannte sich als von fremden Geldern lebend", ein Anderer, welcher wahrscheinlich derselben Kaste angehört, , bezeichnete sich geradezu als Schuldenmacher ; wieder Einer behauptet, ge Heime Einkünfte zu beziehen. Einige nannten sich in edler Selbsterkenntniß einfach Diebe und bezeichneten ihr (3 werbe noch durch nähere Angaben, wie Wd- oder Dorfdiebe u. s. w. Feinere Jünger Merkurs bezeichnen sich als Iäste" oder Besucher fremder Hä ser". Sodann finden sich viele Angaben von Gewerben, welche im .Westen zwac auch betrieben, zedoch nicht von den Ausübenden so frei zugegeben werden. Neuigkeitserzahler" mit dem er gänzendcn Ausatz von Haus zu Haus aehend", Erfinder neuer Geschichten' sind nickt, selten. Einer gibt an, von den Einkünften seiner Töchter zu leben, Bettler und Nichtsthuer sind .auch als Gewerbe angegeben. Auch durch Wahr sagen ernähren sich Viele ehrlich und au-kommlich. Wettermacher und Sturmverkünder fehlen auch nicht; GU ner bezeichnet sich als Raseur.fur Dfr men : und . Hundescheerer"; Heiraths Vermittler, für dienende Mädchen" hat das schone-Jndurland. auch. ' Em llt derer alter 'Hindu bezeichnet sich endlich als .Vormund mehrerer Kmder !
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