Indiana Tribüne, Volume 18, Number 154, Indianapolis, Marion County, 21 February 1895 — Page 1

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rotliers, Ediwrielles. Die Politische Konstellation fängt an eigenlhümliche Formen anzuneh men. Die Tarissrage, welche seit drei Jahrzehnten die Haupt- und Staatöfrage war, um welche sich daS politische Leben drehte, tritt nach und nach in den Hintergrund, der Turlfgaul ist nahezu zu Tode geritten. An seine Stelle ist die Geldfrage getreten, und ihre Lösung" nimmt die ganze Weisheil unserer Staatsmänner in An spruch. Die Situation ist eine ganz eigenthümliche. Commercial Clubö und Handelskammern mögen Resolu tionen fassen, so viel sie wollen, daS hat nicht die geringste Wirkung. Es fragt sich bei der Erledigung dieser Sache, wie immer durchaus nicht, was für daS Beste deS Landes oder deS Volkes die geeignetste Maßregel ist. das ist gänzlich Nebensache. Es bandelt sich um nichtö als um die Vorheile der Partei. Die respektablen" und angesehenen Zeitungen mögen noch o viel über die Nothwendigkeit guten" Geldes schreiben und noch so viel über die Cranks" schimpfen, welche daS Land durch Einführung fchlech'en Geldes ruiniren wollen, die Tha'sache ist einmal vorhanden, daß die Volkepartei gegen zwei Millionen Stimmen abgegeben hat. daß sie da schlechte" Geld aus ihrem Programm hat, und daß sie gerade dieseS ProgrammpurktcS halber ihre meist. Anhänger unter der Landbevölkerung gewinnt. ES zeigt vo.i Seiten der Häupter der ArbeiterOrganisationen, wie Sovereign, Gom pers, u. s w. wenig Weisheit, daß sie, alles andere ignorirend, diese Förderung zu der ihrigen gemacht und damit vor den Congreß getreten find, aber sie haben eö nun einmal gethan, nnd die großen Staatsmänner in Washington sind nun wahrscheinlich der Anficht, daß die Arbeiterberölkerung deS Lan des sich nichts Bessere wünscht, als die Einführung der Doppelwährung oder gar der Silberfreiprägung. Unter solchen Umständen befinden fiH unsere Staatemänner in großer Verlegenheit. WaS ist für die Partei daS Bissere, der inanzmelt, oder den Bauern und Proletariern zu Gefallen zusein? 2m Bundeösenate ist das Ällberelemcnt sehr stark, aber doch nicht stark genug, um seinen Willen durchzusetzen. DaS HauS hatte gern des Prasiventen Plan angenommen und GotebondS ausgegeben, hat es aber nicht gewagt. So haben wir in der Geldfrage wieder eine Frage, die nicht leben und nicht sterben kann, aber doch kräftig genug ist, die Vkrückflchtigung vlchti gerer Dinge zu verhindern. Ueber die Silberfrage wird die Volköpartei wahrscheinlich ebenfalls stolpern. Ein starke Element dersel den ist dafür, daß alles andere fallen gelassen werde, und daß man vorder Hand alle Kräfte vereinige, um diese eine Frage zu erledigen. Za diesem Elemente gehören die alten Aarrengäule der Pa tei, welche sie als Erbschaft von den Greenbacks übernommen. Ob die Letzteren auS lauteren oder unlautere' Motiven die Partei nach rückwärts führen wollen, daS ist zur Zet schwer zu sagen. Indeß stoßen sie bei den radikaleren Elementen aus hartnäckigen Widerstand. Diese vollen bei der sogenannten Omaha

Plalform verbleiben, welche immerhin noch konservativ genug ist. Erledigt wird die Silberfrage noch lange nicht werden, aber selbst wenn sie e5 wird, dann wird man gewahren, wie

wenig durch Silberfreiprägurg und Doppelwährung gewonnen wurde. Mancher unserer Staatkmanner mag daS emsehen und mit Schrecken an den Zeitpunkt denken, in welchem m,n trotz TN . k . 1 IC . ..v ß:lL..I..!u.!.ui uoppciroaqrung unu uecimpiuyuug fragen wird ; WaS nun ?" In dieser trostlosen Verwirrung und politischen und wirthschaftlichen Un wissenheit giebt eS bloß eine kleine Partei, welche ein fest gefügtes, klare? und auf wissenschaftlicher BasiS beruhendeS Programm hat, und daS ist die sozialistische Arbeiterpartei. Aber diese Partei ist so klein, daß sie vorläufig bloß von agitatorischer Bedeutung ist und keinen Einfluß auf daS Treiben der in der Politik maßgebenden Elemente hat. Wohl gewinnen ihre Anschauungen in immer weiteren Kreisen Boden, aber die Liebe, die man ihr entgegenbringt, ist vorläufig nur eine platonische. ?o wird sich in der nächsten Zeit die Politik zunächst um drei Punkte dreden. 3n der nationalen Gesetzgebung um die Geldfrage, in den Staatslegiöla'uren um die noch wiedermärtigere Temperenzfrage und in beiden um die Be te. Damit aber ist die Politik in permanenten Bankerott erklärt. Die Gegensätze innerhalb der Gesellschaft sp tzen sich immer weiter zu, die Kluft zwischen den verschiedenen Gesellschaftsklassen wird 'mmer größer, die Unzu friedenheit wächst und die Zukunft liegt dorläusig höchst trostlos vor uns. 3nil)lrninjiii1;ifii. Inland: Wetteraussich ten. Kälteres, schöneö Wetter heute Nacht, schön am Freitag. Temperatur: Moximum 40 Grad, Minimum 32 Grad. , Rechtlosigkeit der Wirthe in Iowa. DeSMoineö, Ja.. 21. Februar. Eine Entscheidung des ObergerichtS be stimmt, daß eine Frau Schadenersatz vn jeder Person zu fordern berechtigt ist, welche ihrem Mann Spirituosen verkauft und sie dadurch deS Unter hallS beraubt. Das Odergericht hat nun die neue Regel aufgestellt, daß die Frau nur zu beweisen nöthig habe, daß Jemand ihrem Manne alkoholische Stimulanzen verkaufte und daß daS Resultat Trunkenheit und Nlchtveriorgung seiner Familie ist. Unter dieser Entscheidung, die eine Bonanza für die Akvokaten ist. wird eS bald eine Sinlflulh von Prozessen geben. Der erste Fall dieser Art wurde am 14. d. M. von Lucv B. Decker gegen die Apotheker A. R. Begun & Eo. eingeleitet. 'Die Klage ist, daß die ftinn aus ihrem Gatten W. W. Decker einen arbeitsscheuen Trunkenbold gemacht habe. , ,,,, Die wachsende Noth im Hocking Valley. Eincinnati, 20 Febr. AuS Bucklnadam und anderen wirken im Hockt' g Thale sind Nachrichten einge troffen, nach welcher die Noth unter den dortigen Kohlengräbern entletzUch ist, so daß viele derselben zur Verzmeislung getrieben werden.' Gouvernör Mciilcy ertheilte sofort die Weisung, in Bucklngham LbenSmittel zu kau fen und ihm die Rechnung darüber zuzustellen. Später sandte der diesige UnterstützungS'Ausschuß e ne Wagenladung Leben?mittel an die Stalten des Elends und der Nationalabgeordnete Paul 3. Sorg von Mlddleton wird ein Gleiches thun. Mord in Folge von Famil i e n z w i st. Baltimore, 20. gebr. Ueber eine Familien-Tragödie berichtet eine Depesche au CharleSton, West Virg. : In Ripon, sechs Meilen von dot. ertheilte Robert Hill einem seiner Söhne eine scharfe Züchtigung. Dieser riß sich loS und suchte und fand Schutz bei seiner Mutter, aus welche der Vater nun gleichfalls losschlug. Die T'chter, Cordelia, holte nun einen Revol ver. setzte ihn ihrem Erzeuger an die Stirn und .erschoß ihn aus der Stelle Die Mordanklage gegen daS Mädchen ist bereits erhoben.

Räuberische Negerbanden. ÄllölllNd. Atlanta, Ga., 21. geb. Gouv. Atkinson ist von den Bürgern in Har- Die übermäßige deutsche riS County, welches nahe der Grenze Zuckerproduktio n. A g r a -von Alabama liegt, um Schutz gegen rierhoffnungenund -Be

die Räubereien von Negerbanden an , gegangen worden, die täglich frecher auftreten. Vor etlichen Tagen sehten die Neger daS HauS deS Copt. Clark. deS Kom . m . fy mandeurö der Gordoner Truppen, in Brand, und richteten großen Schaden an. vxt yiwx haben getzelme Ver bindungen geschlossen, und erlauben sich Gewaltthaten aller Art cegea die Weißen, welcher sie an Zahl in dortiger Gegend stark überlegen sind. , Ging lieber. ins Zuchthaus, als daß er ein Techtelmechteleingeftand. Lansin g, Mich , 20. Feb. Gouv. Rich hat heute Harold O. Henderson. welcher als Einbrecher zu dreijähriger Zachthausstrafe verurtheilt war und schon zwei Jahre abgesessen hat, begnadigt. Henderson ist ein Eivil-2n-genieur und hat die Fale Universität absolvirt. Er ist der Sohn reicher Eltern in California, denen das Schick' al ihres Sohnes noch unbekannt ist. Henderson war kein Einbrecher; er besuchte eine verheirathete Frau, wurde van dem Manne erwischt und entsprang durch'S Fenster. Er hatte die Uhr der grau bei sich und dafür ließ ihn der Ehemann als Einbrecher verhaften. Henderson wollte den Ruf der Frau nicht bloßstellen und ließ sich lieber als Einbrecher verurtheilen. Hu ' Chinesische Zöpfe sollender Scheere verfallen. Olympia, Wash.. 20. Feb. 3m Senat brachte heute Campbell eine Vorlage ein, durch welche allen Person n männlichen Geschlechts verboten wird, einen Zopf zu tragen. Zuwider Handlungen sollen mit Geldstrafen von $100 bis $500 geahndet werden Der Zveck der Vorlage ist, die Chinesen auS dem Staate zu vertreiben. Dieser Senator ist entweder ein Humorist oder ein Narr. .,,, Noch mehr Republikaner. Philadelphia, 2l. Febr. Um Mitternacht war kein Zweifel mehr, dß Warmick mit 50 000 bis 0,000 über ExGouvernör Pattison erwählt morden ist. Nooney ist von seiner Pntei stark gestrichen wo'den, er hat aber doch den demokratischen Candidaten Beneffon mit ungefähr 40,000 Stimmen g schlagen. ES sind 12 Polizeirichter, 11 Select Councilmen und 77 CommonCouncilmen erwählt worden, alle republikanisch. DaS Resultat übertrifft die kühnsten Erwartungen. ,, , Ein zweiter Rev. Parkhurst. San Francisco, 21. Februar. Rev. Thomas gilben, Prediger der ersten M. E. Kirche, hat einen offenen Brief an den Polizeichef gerichtet, worin er auf die offene Verletzung von Ordnung und Anstand in den Tender loin Distrikten hinweist, wie der Predrger durch mehrere mitternächtliche E;oeditionen in jene Gegenden sich überz-ugt hat. Er spricht eS offen auS, daß die Polizeibeamten sich fett Jahren von Schutzgeldern, die sie den Lasterhöhlen erpreßten, gemästet haben. und will die Beweise dafür erbringen. Allgemeiner Streik der Bauhandwerker. New g ork, 20 gtbr. Der Rath der WanderDelegat,n ordnete heute Nachmittag einen Streik aller Bau Handwerker für alle im Bau begriffe nen Häuser der Stadt auö Lympilhie für die Electricat WorkerS Union an. Der Streik betrifft 20.000 b,b 25. 000 Mann und dürfte sich morgen auf Brooktyn und Jersey City ausdehnen. Die .Arbeiter am PreSdyterianerGebäude an der 30. Straße und der 6 Avenue legten heute Nachmittag, 200 Mann stark, auf Befehl der WanderDelegaten die Arbeit nieder. . Selbstmord eines russischen Diplomaten. Washington. 20. kxebr. Der erffe Sekretär der hiesigen russischen Botschaft, Herr P. Bogdanoss, schoß sich heute Morgen kurz nach 10 Uhr in seiner Wohnung im fashionablen Viertel der Stadt, F-Straße 127, eine Kugel durch den Kopf. Cr war seit einigen Wochen krank,, und sein Selbstmord wird der Vezwciflung über sein Leiden zugeschrieben. v

fürchtungen.

Berlin, 21. Febr. Seitdem die Agrarier wieder vom Kaiser gestreichelt werden, machen sie auö ihren Plänen kein Geheimniß. Ihr nächstes Ziel ist, durch den Staat, den sie zu beherrschen hoffen, ein Monopol aus den audlandischen Getreidehandel zu erlangen, d. h. eine Berücksichtigung der riesigen Getreide- und Fleisch. Produktion von Amerika, Argentinien, Rußland und andern Ländern die Preise für ihr eigeneö, verhältnißmäßig armselige? Produkt beliebig festzusetzen, damit sie als bevorrechtete Klasse wie in den Feudalzeiten sorglos leben können. So glatt, wie sich'S die Herren einbilden, wird dieS aber nicht abgehen. AIS Ausbeuter melden sich auch die Manchesterleute. Die Nordd. Allgemeine" schreibt heute, daß die Liga der Agrarier wohl da Recht habe, Vorschläge betreffs Besserung der Lage zu machen, eS jedoch dem Kaiser und seinen Rathgebern zukomme, darüber zu entscheiden, ob irgend welche Aenderungen vorgenommen werden sollten. Die in der Sitzung der Agrarier gehaltenen Red n ließen die Deutung zu, daß die Liga sich eine Autorität anmaße, zu der sie nicht berechtigt sei. In dieser S'tzung erregte eine Rede deö BaronS v. Wangenheim, der behauptete, daß infolge der Depression in der Laadwirthschaft Deutschland vom Auslande abhängig wäre, großes Aufsehen. Wenn dieser Zustand fortdauert." sagte er, so können wir Deutschland ganz ruhig zwischen Frankreich und Rußland vertheilen. Sollte es zu einem Kriege kommen, so wird daS Land, ohne Schwertstreich erobert werben.", ' WaS Preußen anbetrifft, so urth'ilt der alte BiSmarck, der allezeit nur Gewaltmitteln vertraut hat und die Schwäche oder daS Unglück seiner Gegner zu benützen verstand, ganz richtig, indem er dem Dr. Hahn sagte, daß, falls die Regierung den Kan'tz'lchen Antrag annehmen würde, sie sich eine Majorität im preußischen Avgeordnetenhiuse schassen würde, besonders falls die Zeiten schlechter würden. ' Der Anstand im deutschen Reichstage. Berlin, 21 Feb. 3m Laufe einer Debatte kam es in F'lge von Bemerkungen deS Abgeordneten Eugen Richter zu einer lebhaften Scene. Er erklärte, Mecklenburg wäre schon längst auSgestorben, wenn nicht so viele außereheliche Geburten vorkämen. Bei diesem Punkt erhob sich der Vertreter Mecklenburgs im BundeSrath, von Oertzen, und protestirte entrüstet gegen Richter'S Angriffe, indem er erklärte, sie überschritten die Grenzen deS Anstände?. Ein furchtbarer Tumult er hob sich auf der Linken und erstickte vollständig die Stimme deS Redners Als die Ruh- wieder hergestellt war, erklärte der Präsident von Levetzow, er bedauere tief die Ausdrucke deS Herrn R'chter, welche unverträglich mit den Verhandlungen deS Hauseö seien. Die Mitglieder der Linken zollten dieser Bemerkung deS Präsidenten lebhaften Beifall. Der Reichstag berieth dann die Vorlage des CentrumömitgliedeS Hitze betreff. Anstellung von Untersuchungen üdkr die industrielle Tätigkeit der arbeitenden Klasse, mit besonderem Bezuz auf eine Reduktion der Arbeitbstunden verheiratheter Frauen. " if Rückberufung derSesuiten. B e r l i n, 20. Februar. Die Nesolution, welche die Aushebung deS Gesetzes über die Ausweisung der 2esuiten empfiehlt, kam heute zur dritten Lesung und wurde vom Reichstag annommen. Die Conservativen, die deut'che Reichspartei, und dieNatiovalliberalen stimmten dagegen. Man erwartet jedoch nicht, daß der BundeSrath daS besetz annehmen wird, da er schon f'üher. seine Zustimmung zur Aufevung des AuSwe,,ungs-Ge,e,es verweigert hat. C h o l e r a i n B r a s i l i e n. N i o d e 3 a n e i r o, 20. Februar. Die Cholera wüthet im VtaateWina Seraeß.

SchiffS'Nachrichten. Angekommen in: Hamburg: Phönicia" von New Sork. New Jork: Noordland" vcn

Antwerpen, Majest:c" von Liv erPool. Im Früdiabr wird Alles viel theurer sein als jetzt. Wer zu kaufen oder bauen gedenkt, spreche sobald alS möglich rov. Auskunft unentgeltlich. A. Metzger, Grund-eigenthumS-Agentur. Allerlei. Neulich fand in der exanischen Staatshauptstadt Aust eine Convention texan'.sch?? ViirZkrmeister statt, um über nothwendige Gesetz bung in Bezug auf incorpornte Städte zu berathen. Es ctot ungefähr 150 incorporirte Städte in Texas und ebenso viele MayorS oder Bürgermeister. Aber von diesen fanden sich nur zwölf in Austin ein. Die Coiwention .hat eine Constiwtion entworfen und andere wichtige Dinge für die übrigen Städte erledigt. Bürgermeister Pearson von McKmney will die Städte nicht mehr haftbar gkhalten haben, wenn Jemand auf eine? schadhaften Brücke ein Bein oder da Genick bricht, weil kein Schadenerja erfolge, wenn so etwas auf einer schlechten Countybriicke geschehe. Bürgermeister Shortrrdge von Gainesville will den Bürgermeistem die JuriZdrctwn über Verletzungen desSonntagsgesetzeS ars schließlich übertragen haben. Das wäre ein gefundenes Fressen für die Bürgermeister der Muckerstädte. Sie könnten da recht hübsche Revenuen ziehen von solchen Wirthm, die ein hohes Brandgeld bezahlen, um am Sonntage verkaufen zu können, wenn' die Polizei die Augen -zudrückt. Das Dutzend Anwesende? debattirte dann noch über Gefundheitsmatzregeln, Stratzenbesprengung und andere wichtige Dinge, gerade als ob sie eine Legislatur wären, und vertagte sich dann bis 'zum August nach Galveston. Der Austiner Bürgermeister McDoncrld, der bei dieser Gelegenheit wieber sei nen Cylinder tief im Genick trug, zeigte ihnen dann den großen ColoradoDamm, bei dessen Anblick sie Alle ausriefen: Solch' einDing müssen wir auch haben, und wenn es tausend Thaler kostet! ' untversitäts-Profes-sor Wüomir Meadenovics in Belgrad wurde plötzlich tobsüchtig; er erwürgte seine Frau, setzte sich dann selbst rnf den brennenden Kochherd und verbrannte in gräßlicher Weise. Die Auswanderung von russischen Juden nach Argentinien soll bis auf Weiteres nicht fortgesetzt werden. In den letzten zwei Jahren sind auf Kosten des Barons Hirsch 3000 Individuen in der genannten südamerikanischen Republik angesiedelt worden, was Z1.885.000 erfordert hat. Da gegenwärtig begründete Aussicht auf eine Besserung der Lage der Juden in Rußland vorhanden sei, so wird vorläufig von neuen Emigrantentransporten abgesehen worden. , Mit Wilddieben geriethen in der DLlauer Haide bei Halle zwei Forstbeamte in einen Kampf. Einer der Beamten, der Forstgehilfe Robe, hatte einen der Wilddiebe festgenommen, der zweite Wilddieb war entflohen, und der andere Forstbeamte folgte ihm. Als nun Robe seinen Gefangenen zum Ortsgefängniß in Diet leben brachte, hörte er plötzlich hinter sich Schriite und erhielt, als er sich umwandte, eine Schrotladung auö dem Gewehr des zweiten Wilddiebes in's Gesicht. Der verwundete Beamte stürzte zusammen," und beide Wilddiebe entflohen nun. Man ist derselben auch bis jetzt nicht habhast geworden. Eine Meldung auS Vatidia besagt, daß ein sassaksch:S Ober hzupt Russin Mlllinz'n g:fangln genommen und nach Ämpenan ge bracht hab?. Dieser Russe ist während der lösten zwei Monate von der indi schen Presse häufig besprochen worden, ohne daß es bis jetzt gelungen wäre, über die rathselhaft: Rolle, die er ge spielt, irgndw!' Ausschluß zu gzben. Es wird behauptet, derselbe habe sich alS russischer Spion in Englisch-Jn dien umhergetrieben, sei, als ihm der Boden dort zu heiß geworden, nach Lombok gekommen, wo er der einfluß reichste Rathgeber des alten Radja ge worden sei und aunerdem habe er regelmäßig den Waffentransvort über Singapore nach Lombok vermittelt. Da man sich nun seiner Person ver .sichert hat, wird der wahre Sachver halt voraussichtlich bald ans Licht kom men. Reiches, rothes Blut wird eben frt rmhtrnnirt6 hftn ÄrirtN'Ä ÄrtrfnhrtrifTrt erttuat.wie äußerliche Sauberkeit durch - J3 ' . - . Häufigen Gebrauch von Seife und Wasser. Dieser große Blutreiniger ..vertreibt gründlich Skrofeln, Salzfiuft ' und allen andern innerliche Schmuj.

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