Indiana Tribüne, Volume 18, Number 151, Indianapolis, Marion County, 18 February 1895 — Page 1
o $ M O rlC rlC 0 k A VV O W W W W Office: No. 18 Gab Lllabama Strafte. Jahrgang 18 Indianapolis, Indiana ZNcmtag, öen 3. Februar 1895. No. 151
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Inland. Wetteraussich ten. Kühleres, schönes Wetter heute Nacht; schönes Wetter Dienstag. Temperatur: Mozimum 3S Grad, Minimum 20 Grad. Bundeshauptstadt. Washington, 17. Febr. Viel zu lachen giebt folgende Geschichte: In dem Tagebuch, worin die Königin Liliuokalani, gewesene Beherrscherin der Kanaken in Hawaii, ihre Erlebnisse verewigt hat, befindet sich folgender Eintrag : Von Präsident Cleveland ein hübsches Geschenk erhalten. Nur Freundschaft hoffentlich, keine LiebeS erklärung." DaS Tagebuch wurde während deS HochserrathS Prozesses gegen Lili verlesen und rief an der erwähnten Stelle eine Sensation hervor Präsident Cleveland erklärt jetzt, daß er der Köaigin nie ein Geschenk gesandt habe. Ob seine Frau dies giern ben wird ? Ende gut, AlleS gut. New I ork, 13. geb. Dem Capitan Baudelon und den Offizieren deö mehrere Tage lang für verloren gehaltenen, schließlich aber eingetrossenen französischen Personen-DamperS La GaScogne" zu Ehren, veranstaltete Herr A. A. Riche in dem Hotel Martin ein Gastmahl. Seit fünf Tagen war der Gastgeber einer der glücklichsten Menschen iu New Sork. AIS die zehn Gäste von der La GaScogne" in voller Uniform den Speisesaal betraten, wurden sie mit Hochrufen auf den Capitän Saudelon begrüßt. Die Damen schwenkten die Taschentücher und reichten den O sizieren die Hand. Darauf tranken sämmtliche Anwesenden aus das Wohlergehen des tüchtigen SchiffeS und seines muthigen LtfedlShaberS. Riche halte seine drei Töchter als Passagiere auf dem Dampfer gehabt und war auS Florida nach New Fork gekommen, um sie abzuholen. 3a den bangen Tagen deS Wartens verzehrte die Angst um daS Schicksal seiner Kiader fast den Vater, und um so größer war leine Freude, als die La GaScogne" endlich eintraf. um Der Brooklyner Streik. New I ork, 16. gebr. Distrikt. Assembly No. 76 der K. of L beschloß heute, den Straßenbahn-Streik in Brooklyn aufzuheben. Damit ist der Ausstand auf die Atlantic AvenueLahn beschränkt. , Edleres Wild. NewSo r k, 16. Febr. Hier herrscht bedeutende Ausregung über die von einer Morgenzeitung aufgestellte Behauptung, die Grankjurv, welche eben ihre Sitzungen beendigt hat, habe den Ex-Mavor Gilroy und die drei Polizeiinspektoren William?,- McLzughlin und Mullroy in Anklagezustand versetzt. Die Beamten deS StaatSanwaltS wollen sich nicht über die Sache äußern, doch weiß man, daß dem Nichter Zngraham bis jetzt noch keine Anklageakten vorgelegt worden find. Wahrscheinlich wird die? auch nicht gescheden, diS die Grandjury den Märztermin antritt. AlSdann dürsten über siebzig Anklagen erlassen werden. Der Sohn Gilroy'S kam heute in großer Aufregung zu HülfSdistriktanwalt Un ger. Er erklärte, so wett seinem in M 0 V t Betracht komme, sei die Geschichte un wahr, und man werde gegen die be treffende Zeitung sofort vorgehen. Mysteriöse Tragödie. Santo n, Mass., 17. Febr. Der 13jährige 3ohn Fleming, ein kleiner. buckliger Zeitungsjunge, der in der ganzen Stadt beliebt war, wurde heute mit einer Kugelwunde im Kopfe in d-m Stalleinter dem Laden der Frau ElliS gefunden. Er lebte noch lange genug, um die Mittheilung zu machen, daß der junge ElliS ihm die Wunde beige bracht habe. ElliS, welcher sofort in Hast genommen wurde, behauptet, Fleming habe mit dem Revolver ge spielt und die Waffe habe sich zufällig entladen. Die Polizei glaubt ihm in dessen nicht, sondern ist der Ansicht daß hier ein gemeiner Mord vorliegt Frau ElliS erzahlt, sie habe Fleming gebeten, aufzupassen, daß ihr Sohn die Ladenkasse nicht bestekle, wie er es . , -r n , .... aon sruoer geloan. Zvcan alauvl nun, ' w 1
daß der arme Junge diesem Auftrag nachzukommen versuchte und daß er dabei von dem jugendlichen Mordbuben über den Haufen geschossen wurde. DaS traurige Schicksal deS kleinen ZeitungSjungen hat hier allgemeine Theilnahme erregt. McBride unschuldig. Columbu s, 17. Feb. DaS Comite voa Fünfen erklärte, heute John McBride, welcher angeklagt worden war, er habe, sich wahrend deS Hockwg Valley Streiks bestechen lassen, für unschuldig und bezeichnete Mark Wilde, welcher die Anklage erhoben hatte, für einen Demagogen. Darauf wurde eine Resolution angenommen, welche McBride ein Vertrauensvotum darbrachte und Wilde aufforderte, sich zu packen. Wilde versuchte sich Gehör zu verschaffen, allein er wurde niedcrgebrüllt und mußte schließlich die Halle verlassen. , Traurige Reliquien. London, 17. Feb. Ein Packet
mit 46 Briefen, welche, von Bremen mit der Elbe" abgingen, ist gesunden worden. Die Briefe find alle an Per onen in der Umgegend von New Aork adressirt. New Iork. 17. Feb. Friedrich Kuehn, der Gatte der mit der Elbe" untergegangenen Frau' Louise Kuehn, egte heute dem Nachlassenschastörichter Papiere vor, auS denen hervorging, daß seine Frau bei den Bankiers Knauth und Kuehn 4,120 Mark deponirt hatte, ferner Dokumente, ln welcher der Norddeutsche Lloy) bescheinigt. daS Frau Kuehn sich auf der. Elbe" befand und nicht gerettet wurde. Die unglückliche Frau scheint eine Vorahnung davon gehabt zu hzben. daß daS Schiff untergehen werde, denn sie sagte vor der Abreise, fulU ihr etwas zustoße, seien bei den genannten BankierS 4100 Mark zu erheben, welche st dort deponirt habe. Der Nachlassenschistörichter hat den Fall in Berathung genommen und will feststellen, welche Beweise genüzen, um den Tod einer Person'gerichtlich festzustellen. Er thut dieS. um auch für weitere Fälle, die sich etwa auS der Katastrophe ergeben mo ge, eine feste Richtschnur zuhaben. Ausland. Mehr Macht für Levetzow. B erlin, 16. Febr. Der Re chStag nahm heute den von dem Centrumsmitgliede Rören gestellten Antrag an, den Präsidenten deS Reichstags mit einer größeren Diöciplinargewalt über die Mitglieder auszustatten. Die So zialisten, dle Radikalen und einige Mitglieder des Centrum? stimmten gegen den Antrag. ,, Deutscher Reichstag und Srlber-Conferenz. Die Sozialisten und Freisinnigen entschieden g egen den Schwindel. B er li n ,16. Febr. Der Sieg der Silberleute im Reichstag, indem sie einen Beschluß auf Berufung einer Münzkonferenz durchsetzten, war keine Ueberraschung. Graf Mirbach hatte, bevor er seinen Antrag stellte, bereits 210 Stimmen für seine Sache gewonnen, darunter die von Alexander Hohenlohe, des Reichskanzlers Sohn. Dieser und viele Andere erklärten sich für den Antrag auS Gefälligkeit, nicht weil sie eine Ueberzeugung hatten oder gar etwas von einer Conferenz erhofften. Mirbach zeigte sich mit seinem Gegenstand, dem er ja seit vier Jahren seine ganze Aufmerksamkeit gewidmet, vertraut und hielt einen recht hübschen Vortrag. Er wieS nach oder suchte wenigsten? darzuthun, daß die GoldWährung Englands Verkehr mit den Silberländern bereits schwer geschädigt und daß die englische Ausfuhr dahin stetig abgenommen habe. Anklang fand er freilich nur bei den Agrariern, den konservativen und bei der Mehrzahl der CentrumSleute. Sozialisten und Freisinnige konnte er nicht bekehren. Pilse machte ihm vor Allem den Vorwurf, daß er weniger ökonomische als politische Zwecke verfolge, und da Theod. Barth ri s: DaS ist ein versteckter Versuch zum industriellen Hochzollschutz. Den Landbauern wird etwaS vorgemacht, so daß sie glauben, man wolle ihnen auS ihren, Nöthen helfen; daS richtige Mittel dazu, die Reform deS ländlichen BefidthumS wird nicht angewendet. Die Ir-r .;V f .?.....-,.-M aoruna mio zum unoeuoo ue
macht. Man schreit nach einer Conserenz Diese wird zu Stande kommen, daS alte Stroh wieder klopfen und kein Körnchen zu Tage fördern.
Kanzler Hohenlohe hat sich zwar bereit erklärt zur Berufung einer Wäh-. rungS-Conferenz, aber in einer so kühlen Weise, daß nur ein Agrarier sich über die wahre Gesinnung derselben täuschen kann. .Wahrscheinlich wird der BundeSralh -mit' derfelbkn kühlen Bereitwilligkeit - dem ReichStagSbeschtuß entsprechen und eine Conferenz berufen lassen. ES ist ein Akt der Höflichkeit und verloren kann ja dadurch nichts werden. SS scheint jetzt festzustehen, daß die Vorlage gegen den Umsturz den Reichs tag glücklich pasfiren wird, denn die Unterhandlungen zwischen der Regierung und den CentrumSführern, besonders Lieber und Groeber, haben zu dem Resultat gefühlt, 'daß der Vorläge einige AmeudementS angehängt werden sollen, welche den Ultramontanen ein Recht geben, -zu sagen, sie hätten im Interesse von Religion und Moral für die Vorlage gestimmt. Die Mebrheit der katholischen Zeitungen indessen betrachtet daS Verhalten der ultramontanen ReichstagSmitglieder als Verrath an d n Prinzipien der Partei und erklärt, daß die katholischen Massen in Deutschland sie dafür verdämmen würden. Indem, die Regierung sich der Unterstützung der Anhänger von Lieber und Groeber versicherte, welche zwischen 30 und 40 Stimmen haben, hat sie die Vorlage schon so gut wie . durchgebracht und , ist nun sicher, daß sie mit guter Majorität passiren wird. WaS die Regierung sonst noch mit dem Centrum abgemacht und welche Concessionen außerdem'noch den Ultra montanen gemacht worden sind, daS ist vorläufig noch nicht bekannt. SudermannS'Heima t h" e u o d er t P ari S. - -: P ar i, 17. Febr. Die ufführnngdeS Sudermannschen Schauspiels Die Heimath" in französischer Uebersetzung im Renaissance-Theater in Paris hat einen großen und in künstlerischer Beziebung unbestrittenen Erfolg gehabt. Sudermann selbst war anwesend, trotz deS geradezu enthusiastischen Beifalls, welchen seine Dichtung fand,' wurde er aber noch nicht gerufen. DaS erlaubte der Chauvinismus den Parisern doch nicht, daß sie einem Deutschen persönlich huldigten. Der ..Pariser Korrespondent der TimeS" schildert übrigens in einer Depesche an sein Blatt seinen von der erfolgreichen . Aufführung, gewonnenen Eindruck dahin, daß dieselbe eine Aenderung in den Ge ühlen, welche bisher zwischen Frankreich und Deutschland geherrscht hätten, anzeige. Infolge verschiedener Beschwerden über die traurige Verpflegung im Preßresiaurant sah sich der Präsident v. Levetzow veranlaßt, die Speisekarte deS Restaurants zu besichtigen. Die Büffetdame glaubte, der Herr Präsident wollte seinen inner: Menscben stärken und bot ihm alS besonders empsehlenöwerth CiSbein an. . "" Schneesturm int südlichen Rußland. London, 17. Febr. Auö Odessa wird gemeldet, daß ein furchtbarer Schneesturm an der russisch, österreichi schen Grenze Hause. Der EisenbahnVerkehr ist unterbrochen und viele Todesfälle hat die entsetzliche Kälte zur Folge gehabt. "" Wollen kein amerikanisches Fleisch. . Pari, 13. Feb. Die Republique Fcancaise, das Organ deS Führers der französischen Schutzzöllner, Meline, spricht über die Bemühungen die Einfahr amerikanischen Fleisches nach Frankreich zu erleichtern und verlangt m r . . e 7 r , .. - loforilge qrille, um cic vitniuqr ge schlachteten amerikanischen ViehS ganz zu verhindern. , Besserung im Befinden deS Papstes. R o m , 17. Febr. 3m Besinden deS Papstes ist eine Besserung eingetreten. Heute empfing der heilige Vater vierhundert italienische Pilger und hielt ihnen eine Ansprache, fyr Empfang dauerte eine Stunde'. -- L S Y Y. Unsere Kalender kür 1895 find größer und schöner alS jemals. Dieselben find gratis zu baden, y.-Metzger Agentur, Odd'gellosS Hall S. Stock.
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Der erst vor einer Woche mit beni Dampfer Parthia" aus Deutschland a.igekomm:ne Karl Fesecke erschoß im Germania Hotel, zu New Fork seinen LandZmann nnb Reisegefährten Wilhelm Becker, worauf er Selbstmord verübte. Das Motiv des Verbrechrns war vermuthlich wüthende Eifersucht. Verslossene Woche quartierte sich Becker, ein stattlichem junger Mann, im Germania Hotel ein und stellte sich dem Gastwirth als ehe. maliger Kaufmann aus Schleswig dsr, der soeben mit der Parthia- aus Hamburg angekommen sei. Moitaz Früh besuchte ihn Fesecke, sein Landsmann, im Hotel, und am Abend darauf kamen ein Mann und eine Frau, die bis spät in die Nacht bei Becker im Zimmer blieben. Nachdem diese Gäste .sich verabschiedet hatten, erzählte Be,cker. die Frau sei Frau Fesecke gewesen und der Vea.leiter ihr Bruder, ein gewisse? Adolph Heuch, der in New York ansässig sei. Frau Fesecke habe früher bei seiner. Beckers. Mutter in Deutschland gewohnt; er schien sehr erfreut, -daß jene thu besuchte. Am nächsten Morgen -gegen 10 Uhr sprach Fesecke im Germania Hotel vor. Er schien sehr aufgeregt und forderte Becker auf. mit ihm auszugehen, aber dieser lehnte ad, und Beide gingen auf Beckers Zimmer. Nachmittags gegen 3:30 Uhr ging der Gastwirth Joseph Verk nach oben, um rein zu machen, und fand die zwei Leichen. Auf Feseckes Brust lag ein Zettel, auf welchem, an seine Frau adressirt, geschrieben stand: Dein lieber, quter Mann muß auf solche Art enden. Dein liebender Karl, 28. Straße 511 Eine ' Stunde nach Entdeckung der That kam Frau Feftcke in's Hotel und fragte nach Becker. Sie wollte ihm sagen lassen, daß Alles eingepackt und reisefertig sei." Als man ihr den Zettel gab, den ihr Gatte an sie hinterließ und sie von seinem Tode unterrichtete, schien sie wenig erregt, wurde jedoch von Krumpfen befallen, als sie hörte. Becker sei ermordet worden. Noch immer kommen auS Nebraska viele Klagen, daß das Unterstützungs - Comite, welches die Vertheilung von Liebesgaben für die noth leidenden Landleute in jenem Staate b:sorgen soll, in. keiner Weise .seiner Aufgabe gewachsen-sei. Während in vielen Counties die .Noth so groß ist, daß die Leute thatsächlich nichts mehr zu essen und auch nur noch getrocknetes Gras zur. Feuerung und Heizung zur Verfügung haben, stehen in Herschiedenen Bahnhöfen ganze große Züge mit Lebensmitteln. Kleidungsstücken. Kohlen, Holz, welche aus anderen Staaten gesandt worden sind. 'ohne daßdas Comite, Anstalten trifft, der Absicht der Geber zu entspreiben. Man kann es daher den durch höchste Noth, Hunger und Kälte -fast zur Verzweiflung ge triebenen Leuten nicht verargen, wenn sie die Geduld verlieren und sich in den Besitz der für sie bestimmten Sachen 5ehen, ohne daß eZ dabei so genau und ordnunosmäßia.. wie es 'dem Hilsomit: beliebt, zugeht. Der Staat Nebraska hat 55,(XX, zur Linderung der Noth bewilligt und der Gesammtbetrag der aus anderen Staaten gesandten Gaben wird auf mindestens eine Million Dollars veranschlagt, so daß Niemand mehr Noth zu leiden brauchte, wenn die Mitglieder des Comites ihre Pflicht thäten. In einem von angesehenen Bürgern üor Lincoln und Alma der Staatsgesetzgebung erstatteten Bericht wird nachgewiesen, faß dort allein. 77 Eisenbahnfrachtwägen ständen, welche alle möglichen Lebensmittel, Kleidungsstücke u. s. w. enthielten, aber nicht ausgeladen werden dürften, weil die Vertrete? des Hilfscomites nichts von sich hören ließen; dagegen treffen täglich Hunderte von Schreiben und Depeschen aus den westlichen Counties ein, worin dringendst um sofortige Unterstützung gebeten wird. Es ist sichtlich nicht die Absicht' der Geber gewesen, die Srndüngen in den Bahnhöfen und LagerHäusern verderben zu lassen. Jetzt soll die Staatsgefetzgebung Abhilfe schaffen, aber die Hungerndci! und Frierenden erhalten deöhalö die so nöthigen Lebensmittel und Kleidungsstücke doch noch nicht, wenn erst die schwerfällige Staatsmaschine r.?ch in Bewegung gesetzt werden soll. 3 n r i fi o i naro ley rer Tage die unverheirathete Elisabeth Berill. 107 Jahre alt. Sie hatte als jun es Mädchen zu Anfang des, Jahrhunderts noch einen Ball mUgemacht. den der Lordmayor von London zu Ehren hes König? George III. veranstaltete. Der Capitän - Lieuten.ant Ludwig Hobein von der deutschen Marine wird als Deserteur verfolgt. Das großyerzogliche Amtsgericht in Schwerin, hat in der ContumacialDesertionsproceßsach- gegen Hokxin sein im deutschenReich beflndlich:s Vermögen, insbesondere zwei ihm gehörige Häuser m Schwerin mit Beschlag beleg. Sapltän-Lieutenant Hobein ist der älteste Officier seiner Charge; ist in der Beförderung zum CarvettenCapitän bereits Übergängen worden, fluf der letzten Reise des Schulschiffes Stein" nach Amerika war er erster, Officier dieses -Schiffes, L :. .
""lEMCD. Erhielt gestern, 5 bend Vorle ung vor ewex 9 o ksmengim Masomc Remple. Gesand heit, Hygr ne und die Entwicklung von Geist und Körver m r-n s in Thema. Ee vertbeilte LeenSmittel a, lie würdigen
Lärmen. Gestern Abend sprach Veno zu einer den Mahonie Temple bis zum letzten Platze sül lenden Versammlung. Er beschreibt die Entwickelung des Charakters von der Jugend bis lUltt 9sstll lirtH tsfitftrtrt fi Xirrrfi nhr.itni t (j " - ...k .V tffcVtlVlogische Karten und Kopfdemonstrationen . sC 1 1 t rr . , i m cm iniereanrerer xorrrag muroe y:er nocy nie gehalten. Veno war Jahre lang Schüler von Prof. S. N. Fomler, Ludgate Hill, London Eng. und heute giebt es hier im Lande seines Gleichen nicht mehr in wissenschaftlicher Charakterdelineation. Sein Charakterlesen" geschieht m t Schnelligkeit . und . Ge nauigkeit, nebst Erklärung. Gestern Abend riß er seine Zuhörerschaft fort, wie einen Mann. Veno berührte die gleichgiltiae Art, mit welcher die Amerikaner ihre Gefundh it be handeln und wies auf die schauderhaften Fol aen bin. Rum ScMuft kanlen bunkerte von Zuhörern auf die Bühne, um seinen Nath emzuyoien. Veno und sein Stab kann in ihrer Ofsice, 31 West Market Str.. konsul. tirt werden. Sprechstunden don9 Ubr Vorm. bis 8 Uhr Nachm. Sonntags 10 Uhr Vorm. bis 4 Uhr Nachm. K o m m t n a ch - 330 Massachusetts Ave zum Ez-Scbwoba-SchulteS Konrad Heetz, wo man die besten Getränke undigarren und stets einen guten . Lunch findet. VoreinigenTagen mußte die unverehelichte Fabrikarbeiterin Emma W. in Berlin wegen eines begangenen Diebstahls eine längere Eefängnißstrafe antreten. Als sie eben im Begriff stand, mit dem Polizeibeamten, der sich zu frühester Morgenstunde in ihrer Behausung zur Abholung eingefunden hatte, das Zimmer zu verlassen, machte sie plötzlich noch einmal Kehrt. Befragt, was sie denn noch wslle, erwiderte sie, daß sie doch ihren Hut aufsetzen müsse. Der Beemte aber winkte lächelnd mit deMorten ab: Ach, das lassen Sie nur; ehe Sie wieder rauskommen, ist der doch längst unmodern!" Einm in Seel scheid ansässigkn Mitkämpfer des 40. Regiments aus dem deutsch-französischen Kriege war beim -Sturm auf die Höhen von Spicheren, als er den verwun deten Hauptmann der 9. Compagnie aus dem Gefechte, zu führen hatte, der rechte Oberarm durch eine Kugel verwundet worden. Die Zrugel .blieb sitzen und schon oft hatte der Veteran Operationen auözuhatten, da es nicht gelang, das Blei ganz aus dem Arme zu entfernen. Da kürzlich die Schmerz'en unerträglich wurden, unterzog sich der Mann einer nochmaligen Operation. Es wurde abermals ein Stück Blei entfernt. Hoffentlich ist er nunmehr von dem tückischen Geschoß ganz befreit. Die himmlischen- Generäle Tschong und Tschen waren, so hatte der VicekLnig Li-Hung-Tschanz berichtet, ruhmvoll in der Schlacht gefallen, nachdem sie mit seltenem Muthe und mit übermenschlicher Tapferkeit gegen die Japaner gekämpft hatten. Die beiden Helden, die während desKamps gewimmels verschwunden waren, wurden allüberall verherrlicht urrv den minder sündhaften, chinesischen Truppen als -leuchtende Muster angepriesen. Plötzlich tauchte, aber nicht nurTschang. sondern auch sein Freund Tschen wie durch ein Wunder wieder auf, Beide gesund und munter und, was noch merkwürdiger sichtlich eine Fügung des Himmels ohne die geringste Narbe am Körper ausweisen zu können. Die beiden, tapferen Generäle hatten sich Nzährend der Schlacht in einen Graben gelegt und diesen erst verlassen, als von der Schlacht nlchtH weiter übrig gebliebm fo?, als keren Folgen, . - m Hood's kurirt. Daß Hooö'S Tarsaparilla kurirt, ist weder eine muffige noch übertriebene Behauptung seiner Eigenthümer. Mittheilungen von Tausenden glaubwürdiger Personen bestätigen, daß xvj ' . r VÜUU o mini, Hood'S Pillen fördern die Verdauung. '
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