Indiana Tribüne, Volume 18, Number 150, Indianapolis, Marion County, 17 February 1895 — Page 7
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JJte Altenburger ZZauern. Mitten im Herzen DeutMands, in $xm reich gesegneten Herzogthum Sachsen - Altenburg, ist d Rest eines Iren VolksstJmmes, der Sorben-Wen-den, übrig geblieben, der in fortdaumder Berührung mit anderen Volks Elementen und von solchen umgeben, dennoch ziemlich bis in unsere Tage fast ausnahmslos an Tracht und Sitte der Väter treu festhalten hat. Au dem Festtagsstaate der Männer gehört die Kappe, ein langer, schwarzer Rock von feinem Tuch ohne Knöpfe, vorn herunter mit Hefteln geschlossen; die Taille ist kurz, die langen Schöße sind mit grauem Zeug, meist Flanell, efütterk, unten sind die Ecken der Ecköbe . etwas zurückgeschlagen und ach außen angeheftelt, damit das grüne Futter gesehen werde; darunter bedeckt der Latz, eine Weste auf dem Rücken zuqeheftelt, die Brust, so daß sie glatt über dieselbe lieg:. Ueber dem Latz liegt die Hosenh.'be. Hosentrage, früher meist aus rothem, später und jetzt aus schwarzem Leder gefertigt. Die weiten Hosen aus Bockleder, zuweilen aus Sammet, reichen bis an das Knie, wo ,sie mit einem Bande oder einem Riemen befestigt werden. Lange Stiefel schließen sich an diese an. Den Kopf bedeckt ein kleines, nie-
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Bauer in der Kappe. toriges Filzhütchen, das einem umgewendeten Suppenteller ähnlich steht; feine Krempe ist ein wenig emporgeschlagen. Bei besonderen Gelegenheiten trägt man anstatt der schwarzen Kappe einen Rock von weißem Zeuge, der sick besonders dadurch auszeichnet, daß die Ae'rmel oben sehr weit auf dem Rücken fast bis zur Mittelnaht reichen. Das Hemd ist von Hausleimd", Hausleinwand, die von selbstgesponrenem Garn früher oft auch selbst gewebt wurde; am Halse und an den Aermeln ist es schwarz oder roth geftickt. Jetzt wird anstatt der erwähnten Röcke oft der Spenzer getragen, eine bis in die Taille gehende Jacke. I m großen Staat. Die Frauen tragen die Haube, ein eng UM den Kopf anschließendes Tuch, welches nach hinten mit dem Nest" abschließt, das etwa eine Viertelelle vom Kopfe absteht und am Ende eine ziestartge Vertiefung hat, die reich mit Perlen oder Seide gestickt ist; von dem felben hängen die Schwänze", zwei lange Bänder ode? Zipfel herab. Die kurze Jacke der Frauen ist in der Regel von sehr buntem, bei Strichen und Wohlhabenden seidenem Zeuge, die Aeinid waren früher ganz kurz und eng. so daß sie den bloßen Arm zum großen Theile zeigten, später lang, weit und am Handgelenk mit schmalen Vändchen geschlossen. Ueber der Brust liegt der Latz, bei den Frauen eine auf beiden Seiten etwas nach innen gebogene Pappe, die mit Stoff überzogen, mit Schnüren' befestigt ist. Oben aus dem Lätze heraus hängen ein Paar sehr breite, kostbare, seidene Bänder. Der Rock ist kurz, er reicht nur bis zum Knie, nach hinten ist er in enge, ganz dicht an einander gefügte Falten gelegt, di: das Kleidungsstück Rückansicht. brettartig fest machen. Diese Falten werden oft zusammengeleimt und, damit sie recht fest halten, mit schwachem Bindfaden durchnäht; vorn besteht der Rock aus dem einfachen Zeug ohne Falten. Ueber den Rock fällt vorn eine feine, häufig feidene Schürze. Die Strümpfe, bei der Festkleidung von weißer, sonst von schwarzer Farbe, gehen bis über das Knie herauf; sie sind jnit Mustern und durchbrochen von feinstem Garn gestrickt. Befestigt werden sie mit bunten Strumpfbändern. Einfache Schuhe vollenden den Anzug; früher wurden allerdings kostbare Sammetschuhe mit reicher Stickerei ge trafen.
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Wenn die Vauernsrau auZgehi. Hai sie daZ aus starkerLeinwand bestehende, Zusammengerollte Negentuch unter den-.
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Auf dem Marktgang. Arm, das sie, wenn es nöthig wird, mantelartig über sich hängt; Regenschirme wurden früher gar nicht getragen. Die Männer tragen fast stets eincn Koöer, einen mit Teckel versehenen Korb, den sie an einem Riemen oder einem schwachen Strick umhängen, bei ihren Gängen mit sich. In ihrer ganzen Glorie zeigen sich die jungen Bauern an ihrem Hochzeittage. Den Kopfputz der Braut und der jungen Mädchen bildet das Hormt, eine Mütze in Form einer runden Schachtel, innen und außen mit rotlem Sammet oder Damast überzogen.' Um dasselbe gehen 13 silberne Bleche, auf deren jedem drei Reihen silberner Knöpfe stehen. Rund herum hängen. Brautpaar. an Henkeln goldene oder silberne und vergoldete Blättchen, in Form von Kirschbaumblättern, die bei jeder Bewegung aneinander schlagen und läuten. Hinten am Hormt befinden sich zwei Zöpfe, jetzt aus Werg geflochten, mit bunten Bändern umwunden und oben übe? dem Hormt zusammengebunden. Zwischen diesen Zöpfen sitzt ein Kränzchen von mit grüner Seid? umwundenem Draht und Silberlahn, während rings breite seidene Bänder herabhängen, von denen zwei unter dem Kinn der Braut in eine mächtige Schleife zusammengebunden sind. Das Hormt erbte als sehr kostbares Stück in der Familie fort und gilt als ein Familienheiligthum. Es existiren Hormie, die über 300 Thaler kosteten. Früher erschien die Braut stets in rother Jacke, mit einem Rosmarinstrauß in der Hand. Die Altenburger Bauern hatten eiett.t alten, jetzt aber ganz verschwunder:en Nationaltanz, den Rumpuff oder die Hauderie. Es war ein einfacher Dreitritt. Erklang die alte, nur aus wenigen Tönen bestehende Melodie, so konnte kein Fuß mehr stillstehen. Jedenfalls war er ursprünglich nur für ein Blasinstrument gesetzt, das nur wenige Töne hatte. Der Takt war der den polnischen Nationaltänzen eigene schnelle Dreivierteltakt; auch dies deut:t auf den wendischen Ursprung des Stammes hin. Früher wurden alle Tanzfeste, b:sonders auch die Hochzeitstänze, mit diesem Tanz eröffnet. Woher der Name Rumpuff kommt, ist unbekannt. Die Altenburger Bauern, Männer und Frauen, sind meist von schönem, schlankem Wüchse; sie gehen stolz einher, breitspurig, wie solche, die ihren eigenen Grund und Boden, unter den Füßen haben. Die Mädchen und Frauen .gehen in der Nationaltracht sehr zierlich, die kurzen Röcke lassen die Beine bis in die Kniekehlen sehen. Dies bewirkt, daß sich Jede bemüht, möglichst sauber und schön auszuschreiten. Es ist ein Menschenschlag, der sich sehen lassen kann. Recht deutlich. Bäuerin: Was fehlt denn meinem lieben Manne, Herr Medicinalrath? Medicinalrath: Er laborirt an einer akuten katarrhalischen Affection der Larynx. Verstanden? Aus der Schule. Lehrer: Anacharsis gab auf die Frage, welches Glied des menschlichen Körpers das beste und welches das schlechteste sei, die Antwort: die Zunge. Wann ist die Zunge denn wohl das beste! Wenn sie gebraten oder geräuchert ist! Tauschgeld. A.: Wie kommt's denn, daß Du aus Afrika so eine rothe Nase heimgebracht hast?" B.: Das kommt vom Elfenbeinhandel her. Sieh' mal, für jeden Elephanten hab' ich eine Flasche Rum bezahlt. Nun kam es aber mitunter vor, daß so'n Zahn kleiner war, als der Durchschnitt, da hab' ich denn immer von der Flasche Rum etwas abtrinken müssen, um 7.:ch! zu viel zu bezahlen.-
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Heine Schreibmaschine. Manche Leute, die mein: Handschrift lesen müssen, beklagten sich öfter über deren schwierige Lesbarkeit, fo daß ich mich endlich veranlaßt sah. eine Schreibmaschine zu kaufen. So nebenbei that ich es auch, weil. ein solches Ding ungemein modern aussieht. Eine Schreibmaschine darf in keinem bochmodernen Schreibzimmer fehlen; sie krönt den Zimmertelegravben, das Telephon und die elektrische Glühlampe. Der Mann, welcher mir dieMaschine verkaufte, betheuerte, daß man mit ihr nach kurzer Uebung weit schneller schreiben könne, als mit der Feder, zudem auch unübertroffen deutlich. Das war mir schon recht. Die Schreibmaschine hatte eine Art Klaviatur, auf welch:? der Verkäufer ein wenig kzerumtrommelte und mir dann ein Blätichen reichte, das in saubereu Antiqualettern meinen Namen und eine kritische Bemerkung über das Wetter zeigte. Hierauf erklärte er mir den Mechanismus und unterrichtete mich eine Stande lang im Maschinenschreiben"; das Uebrige, meinte er, müsse die Uebung machen. Ich übie mich, daß die Maschine förmlich zu rauchen begann und ein Berg von Makulatur anwuchs. Soaar die Nächte nahm ich zu Hilse, bis die Partei unter mir das Dienstmäd chen heraufsandte mit dem Ersuchen, doch nicht länger die nächtliche Ruhe durch den Lärm meiner Nähmaschine zu stören. Ich ließ zurücksagen, daß mir Niemand verbieten könne, in der Stille der Nacht meine Gedanken niederzuschreiben und anderes thäte ich nicht. Endlich glaubte ich so weit zu sein, um den ersten Maschinenbrief wagen zu dürfen, und zwar richtete ich ihn an meinen Freund Hans, der aus den etwa noch vorkommenden Fehlern aewiß kein Aufhebens machen würde. Ich schrieb also: Lieber Has nein, lies Hanf soll heißen Haus richtig Hans! Diesen Beef schrey: ich mit der Ma schiene, die mit Flitzesschnelle arbeitelt. Du klaubst .gar nicht. was mieß (lies: was mit) ihr für Arbeizzeit erspart wird O je, hetzt jabe ich eine tanze z:ile übernungen. weil ich in Gedaken zweimal geduckt habe satt einmal. Aber von solchen Hehlern abgesehen ist die Muschicne sehr wraktisch und auch sür die Lunze (heißt Lunge) so gesund wie die Keilschrift nein Seilschrift lies: Stcilschrift. die eine gerade Faltung des Körpers voraus fetzt. Der Vertäufer sagt, daß man mit der Moschwiene das. was Einer mit der Leder nein: Feder in einer salben Stunde schneibt, in längstens 75 Minuten halt, es soll heißen 305 Minuten nein: 35 Minuten leisen kann. Bis dahin büße ich Dich vielmals als Dein unabänderlicher Feund und Lruder: K. Zu diesem Briefe brauchte ich, genau gerechnet. 2 Stunden 47 Minuten. Jetzt fehlte nur noch die Adresse. Ich beschloß, auch diese mit der Maschine t,u schreiben und begana: Sr. Hohlgeboren. Diese verd Schreibfebler! Weg damit einen neuen Umschlag in die Maschine! Offenbar war ich. um die Sache gut zu machen, allzu sehr befangen, denn nun trommelte ich heraus: St. Wohlgeschnoren. Dann wieder: Sm. Kohlbegoren bis mir nach einer weiteren halben Stunde nichts übrig blieb, als die Adresse mit eigener Hand zu schreiben. Nun. aller Anfang ist schwer, es wird bei fleißiger Uebung schon besser gekien. dachte ich, und ließ die SchreibMaschine in mein Bureau schaffen, um jeden freien Augenblick darauf zu spielen. Kühn oemacht durch einige nicht übel gelungene Briefe nach Art des vorigen, ließ ich mich durch meine Hoffahrt verleiten, das Concept eines Feuilletons über, die zu Neujahr erfolgende Einziehung der Zwanzigkreu-?er-Stücke gleich auf der Schreibmaseine zu entwerfen. Das war mein Unglück; denn ich brachte blos Fol aendes zu Stande: Der letzte WanzZger. So lautet der Kitel einer Gesangsaosse des alten Nikola, die einst viel bewatscht (lies: beklatscht) wurde. Nieder werden die letzten Danziger von der Staatsguldengasse eingewogen und ebenso die sogenannten Puertbaler soll heißen Schusterthalcr sckte (nein, reite) Hierkreuzerstücke. Sie runken hinein in den unerfindli Äen Schund der Zeit wir werden immer (das n fehlt) ihres Gleichen sehen in unserem Vatersande. Anstatt ihrer stümpert (lies: klimpert) in unseren Geldbösen die Fehlerwährung, zu 1000 eine Null aehört fort auf eine Silberbahne, die ihrerseits benanntlich einen falben Gulden werth ist. O schöne kalte Zeit, wohin bist Du entbunden! Wir haben zwar seit der Valutawegnullirung die Goldzährung. aber So weit war ich in ungefähr viertkalb Stunden gekommen. Es ist furchtbar schwer, bei etwas zähen Einfällen flüssig auf der Schreibmaschine zu spielen. Da kam leider auch der Metteur aus der Druckerei und meinte, indem er mir das obige erste Blatt vom letzten Zwanziger" zeigte, da sei ein furchtbar verstümmeltes Teleoramm, man wisse nicht einmal, wo es aufgeaeben worden. . Ich verhüllte meine Schreibmaschine und schrieb nicht weiter. Feiner tm vfindende Leser werden dies begreifen und entschuldigen. Stimm, 'lgsslche!
Der Selbstmord aus Liede.
Bon Cesare Lombroso. Man hat in letzter Zeit so viel über den Selbstmord geschrieben, daß die Psychologen nicht viel Neues mehr darüber zu sagen wissen. Es gibt indeß eine Art vonSelbstmord der Selbstmord aus Liebe welche den Romanschriftstellern und den Dramendichtern unendlich viel besser bekannt ist als den Irrenärzten und Gelehrten; denn die zuletzt Genannten sind im Gegensatz zu den ausschweifenden Phantasien der anderen dahin gelangt, dem Selbst morde aus Liebe die Bedeutung abzusprechen, welche er in Wirklichkeit hat. Es ist also zur Ehre unserer Epoche nicht unnütz, zu versichern, daß die Liebe durch den gähnenden Schlund der Politik und des Geldes noch nicht verschlungen worden und der Selbstmord, der di: Liebe zur Ursache hat, besonders bei den Frauen, noch immer häufig ist. Führen wir zunächst einige Zahlen an. In Italien hat man während der letzten Jahre 569 Frauenselbstmorde auf 2516 Männerselbstmorde gezählt. Wenn wir indeß nur die Selbstmorde aus Liebe in Betracht ziehen,' so sehen wir, daß die Frau 71 bis 75 Procent, der Mann 20 bis 30 Procent ergibt. Unter der Zahl der Selbstmorde, die in Frankreich 25.441 betragen hat, figuriren die Männer mit 19,932 und die Frauen mit 5.869. aber bei den Frauen haben sich 172 also 28 Procent bei den Männern nur 134 also 7 Procent aus Liebe getöd tet. Diejenigen, welche die Genauigkeit der officiellenZahlen und nicht ganz mit Unrecht mißtrauen, greifen besser auf eine Studie zurück, welche Brierre de Boismont über 4,595 Jndividuen angestellt hat, über die er die Gerichtsakten einer Untersuchung untcrziehen konnte. Als vorherrschende Ursachen ergaben sich: Fälle äuslicker Kummer.... LU1 15.7 Proc. Enttäuschung 311 12.53 ,. Liebe 80 13.35 Armuth 282 12.35 Lermö!iövulust 277 12,33 ebcnZüberdruß 237 10.33 Gewissensbisse 134 5,65 Ausschweifung 124 1,24 Trägheit 5 2,45 Ehrgeiz 54 2,35 epiwi 44 1,92 Mangel an Arbeit 43 1,37 ,, Religiöse oder Polnische Ueberjpannhctt 33 156 Stolz 20 1,13 Wie man sieht, nimmt die' Liebe un ter den Ursachen des Selbstmordes die dnite Stelle ein. sie müßt: eigentlich an die zweite Stelle rücken, denn die Selbstmorde, die unter die Kategorie Selbstmorde aus häuslichem Kummer eingereiht sind, haben oft die Liebe zur Triebfeoer. Unter 306 Fällen hat Brierre feststellen können: 117 aus Liebeskummer ohne irgend einen anderen Umstand, 83 wegen Untreue des Geliebten, 63 Ehebruch oder Mangel cineS (Satten, 16 Tod des Bräutigams. 11 ., erzwungener Scheidung, 11 H Llevcsstreikigteiten. 5 Untreue geliebter Personen. Wir haben schon bemerkt, dafc in dieser Hinsicht sich das starke Geschlecht als. das schwächere erweist. In der That tragen die Männer, deren Selbstmorde diejenigen der Frauen um das Vier- und selbst um das Fünffache übersteigen, nur die Hülste und selbst nur ein Viertel zu den Selbstmorden aus Liebe bei. Selbst bei den Wilden f.ndet sich, wie es scheint, der Selbstmord ausschließlich unter den Frauen, und immer ist es entweder Liebeskummer oder Abscheu vor dem Alter und vor der Häßlichkeit, welche ihn herbeiführt. Das ist alles in allem natürlich, da die Liebe, wie Frau von Stael sagt, im Leben der Männer meistens nur eine Anekoote, eine Episode ist, während sie im Gegentheil für die arme Frau etwas sehr Ernstes, ihr Schicksal vorstellt. Lei' dem Manne hat die Freundschaft tiefere Wurzeln als bei der Frau, für welche dies Gefühl nur Formsache ist. Die Geschichte hat die Namen gewisser Männer aufbewahrt, die sich getödtet haben, um, wie Volumnius und Petronius, ihren Freund nicht zu überleben, oder um ihn nicht zu verrathen, oder selbst um ihm ein banales Vergnügen zu machen, wie Antonius. In den Briefen, welche Selbstmörder hinterlassen haben, findet man häufig eine Erinnerung an die Freunde, während das bei Selbstmörderinnen entsprechend niemals vorkommt. Ebenso bemerkenswerth ist es, daß 60 Ehemänner sich todten, um das Hinscheiden oder die Flucht ihrer Frau nicht zu überleben, während bei den Frauen nur je 14 aus derselben Ursache Trost im Tode suchen. DaZ bestätigt sonderbar genug die Beobachtung Dante's, der die Liebe bei den Frauen folgendermaßen charakterisirt: paca iur Se il tatto o l'occhio ipcsso nol n'aecendo (Eine Flamme, welche sainell erlischt, wenn zärtliche jlüsse oder brennende Blicke sie nicht mehr bsleben.) Auf ;:den Fall ist sicher, daß die Lieb: bei den Frauen mehr plötzlich und intensiv als dauernd ist. Man sindet häufig genug Frauen, die sich getödtet haben, nachdem sie von dem Manne, den sie liebten, insultirt worden waren, während andere, weniger heroische, sich aus Aerger verheiratheten. Als Gegensatz zu diesen ruft man sich gerne die Erinnerung an jene Frauen zurück, die den Tod suchten aus Scham, sich dem Geliebten nicht mehr unentweiht darbieten zu können. ' Die Geschichte (die Statistik ist hier stumm) verzeichnet die Namen mehrerer Frauen, die sich den Tod Lieben
haben, um ihre bedrohte oder beleidigte Keuschheit zu bewahren oder zu rächen: Lukrezia, Syrui. Sophronia, die deutsehen Frauen bei dem Siege des Marius, die Byzantinerinnen, von denen Cicero spricht, die heilig: Pelagia und so weiter. Am zahlreichsten sind die Selbstmorde aus Liebe, welche die Flucht oder den Tod der geliebten Person ur VLx fache haben. So schrieb die berühmte Sophie, die Geliebte Mirabcau's, als dieser gestorben war, mit fester Hand ihre letzten Willensäußerungen nieder; dann zündete sie Kohlen an und starb den Erstickungstod mit dem Porträt des Mannes in der Hand, den sie bis zu ihrem letzten Athemzuge nicht aufgehört harte zu lieben. Selbstmord: dieser Art finden zuweilen erst mehrer: Monate nach dem Tode der geliebten Person statt, wenn auf den betäubenden Paroxismus des ersten Schmerzes, die Zerrüttung des weniger heftigen, aber stärkeren üronischeu Kunilners folgt. I. . . besuchte vier Jahre lang ohn? U lerbrechunz !?as Grab der Frau, di: e: verloren hatte. Dann ertrug er es nicht mehr, und nachdem er auf den Grabstein die Inschrift hatte anbringen lassen: Er ist gegangen um die Geliebte wieder zu finden!" tödtete er sich. N. . . hatte keinen ankeren Trost sei! dem Tod: seiner Frau, als die Stellen wieder zu sehen, wo si: ihren letzten Seufzer ausgehaucht hcitte. Gedrängt durch den Besitzer, dies Havs zu verlassen, machte er gleichzeitig seinem Leben ein Ende. Viele todten sich, weil sie es nicht ertragen können, daß die geliebte Person sich entfernt oder sich in die Arme eine? anderen wirft. Ein Argwohn genügt schon zuweilen,' uin den Selbstmord herbeizuführen, und in diesem Fall ist der Selbstmord häufig ein zweifacher oder begleitet von einem Morde. Ich bemerke bei dieser Gelegenheit, daß, während der gewöhnliche Selbstmörder meistens die Einsamkeit aufsucht, um feine traurig: Absicht auszuführen, diejenigen, welche sich aus Liebe tödten, im Gegentheil darnach streben, ihre That öffentlich oder vor der geliebten Person oder in ihrer Wohnung zur Ausführung bringen. Ein Diener sucht aus Eifersucht, einen Kameraden sich vorgezogen zu sehen, den Tod; ebenso stürzt ein Ehemann, nachdem er seine Frau durch einen Bajonettstich verwundet hat. aus Verzweiflung sich aus dem Fenster, weil er nicht auch den Liebhaber niedermachen kann. Gehen wir zu den Doppelselöstmorden über. Ein junges Mädchen von gewöhnlich sehr ruhigem Temperament bemerkt, daß ihce Eltern in eine Verbindung, welche es sehr lebhaft wünscht, nicht einwilligen wollen: Ich bin entschlossen," schreibt sie an ihren Geliebten, mich eher zu tödten, als auf Dich zu verzichten. Gib auch Du mir denselben Beweis Deiner' Liebe!" Der junge Mann willigt mit Begeisterung ein, und alle beide sterben durch Kohlendunst, die eine in dem Arm des Andern. Ein anderes junges Mädchen in Turin sieht seinen Bräutigam zum Militär einberufen; gedrängt durch die Eltern, einen anderen Mann zu heirathen. der viel reicher ist. kann es sich mit diesem Plane nicht befreunden. In seiner Verzweiflung entflieht es mit dem Geliebten, der auf Urlaub ist, auf den Sankt Bernhard. Nach einem Aufenthalt von wenigen Stunden binden sich beide mit Händen und Füßen zusammen und stürzen sich in den Eissee. In einem Briefe an ihre Ellern schreibt die Unglückliche, dafz sie aus Furcht, entweder eine Ehebrecherin oder dem, den sie mehr liebt als ihr Leben, untreu zu werden, vorziehe, ihrcm Leben ein Ende zu machen. Vor kurzem noch lebten zwei zahlreiche und im gewissen Sinne patriarchalische Familien in der lustigen Stadt Jvrea Thür an Thür. Eines Tages mußt ein junger Mann, der zu einer dieser Familien gehörte, nach Turin sich begeben, um seine Studien zu vollenden. Als die Zeit seiner Abreise herangekommen war, bat er seine Mutter, ihm für die Abendmahlzeit eine gewisse Speise zu bereiten, die er gerne mochte. Er verbrachte denAbend damit, sich mit seinem Vater heiter zu unterhalten, verschwand indeß', als die Nacht kam. Ein junges Mädchen der benachbarten Familie, mit welchem er durch eine alt: Neigung verbunden war, bat ebenfalls die Mutter, ihm dieselbe Speise zu machen. Zum ersten Male zog es ein Kleid an, das es selbst genäht und seit Monaten für diesen Tag bestimmt hatte, und fragte die Mutter: Findest Du nicht, daß ich einer Neuvermählten ähnlich sehe?" In derselben Nacht verschwand auch dieses. Beim Anbruch des Tages fanden die beiden von derselben Unruhe gequälten Väter einen Brief, in welchem der Student erklärte, den Tod der Trennung vorzuziehen. Beide eilten an den Fluß, ließen das Bett trocken legen und fanden auf dem Grunde desselben die Leichname der beiden jungen Leute, eng aneinder geschmiegt, das Antlitz verklärt durch ein ruhiges Lächeln. als habe der Tod sie in vollem Glück überrascht. Als die Mutter im Zimmer ihrer Tochter nachsuchte, fand sie dort eine Art Tagebuch, daß es sich schon seit einem Jahr mit seinem traurigen Vorhaben beschäftigt und mit Freude an diesen Tag gedacht hatte. Man wird die Physiologie dieser so allgemeinen Ursache des Selbstmordes leicht begreifen, wenn man sich erinnert, daß die Liebe die Wirkung einer Art Wahlverwandtschaft ist, welche die Gewohnheit noch verstärkt, infolge dessen die Moleküle des einen Oraanismus
sozusagen einen Theil des anöeren Organismus bilden und eine Trennung nicht mehr ertragen. Hierin muß man zunächst die Ursach: des eigenthümlichen Ritus suchen, daß sich die Wittwen in Hindostan und Malabar mit ihren Gatten verbrennen, viel eher als in der religiösen Vorschrift. welche nur di: Gewohnheiten heiligt, viel eher als in dem Absolutismus des Mannes. Wir wissen ja auch in der That, daß die Engländer, als sie diesen barbarischen Gebrauch zu hindern versuchten. ihn selbst mit Hilfe des priest! rlichen Einflusses nicht ausrotten konnten. Als der Lieutenant Carle und der Doctor Kreß sich Mühe gaben, eine dieser Wittwen, welche lächelnd auf den Verbrennungsproceß sich vorbereiteten, zu belehren und sie aufforderten, vorher erst einmal den Versuch zu machen, sich nur den Finger zu verbrennen, tauchte das junge Weib mit einer Miene der Verachtung ihnn Finger in das Oel der heiligen Lampe hielt ihn in's Feuer und antwortete, als sie sah, daß er brannte: Sie mögen sagen, was Sie wollen, aber ich kann nur ihm und keinem Andern angehören. Er allein ist es, den ich liebe' Nach ihm würde ich keinen mehr lieben können!" Sie schichtete darauf denScheiterhaufen bestieg ihn, bettete das leblose Haupt ihres Gatten an ihrer Brust und entzündete die Kohlen mit einem Zündschwamm. Einige Smnden später waren nur noch einige Afchenreste von ihr übrig, über welchen die Brahminen ihre Gebete murmelten. Einen anderen Beweis für die Wirksamkeit dieses Einflusses finden wir wieder, wenn wir ähnliche Gewöhnheiten in Ländern blühen sehen, wo die Religion si: nicht befiehlt: In China zum Beispiel, wo die Wittwen und Waisen sich unmittelbar mit ihrem Ii.ben Todten wieder zu vereinigen glauben, wenn si: sich öffentlich erhängen. Fbenso ist es in einigen wilden Länzern. -In Neuseeland sucht das Weiö ins dem Stamme der eroberungslustizen Hongi auf dieselbe Weise ein Wieersehen mit ihrem Bruder, aber nicht mit threm Marm?, der in der Schlacht getödtet worden ist. Um sich mit diesem schi'er im Lande der Seelen wieder zu vereinigen, ergreift es einen Degen, tödtet mit eigener Hand sechzehn Gcfagene. verwundet sich darauf mit einem Pistolenschuß und erdrosselt sich schließlich mit ihren eigenen Händen. Es ist wahr, man könnte erwidern, daß dies alles sich in barbarischen Ländern ereignet, und daß in unserem civilisirt?n Europa die Wittwen sich ganz anderen Flammen aussetzen als denjenigen des Scheiterhaufens für ihren Gatten. Aber ich erinnere hier daran, daß di: Statistik uns in Italien selbst in den letzten Jahren ein MißVerhältniß in den Selbstmorden aus Liebe bei den Frauen aufweist, ein Mißverhältniß, welches den Unterschied von 20 zu 75 Poccnt erreichen kann. Andererseits hat die alte Geschichte des Xon dolet" (Es schmerzt nicht) der Frau des Poetus und den Tod derjenigen des Poliorketes, des Cmilius Scaurus. des Labeon und des Brutus unsterblich gemacht. Wenn bei den Frauen di: Zahl der Selbstmorde wegen Wittwenschaft geringer ist als die entsprechende bei den Männern, so ist bei ihnen die Zahl der Selbstmorde aus getäuschter Liebe größer, und das bestätigt den oben geäußerten Gedanken, daß bei der Frau die Liebe vielleicht weniger aildauernd.aber intensiver ist. Man erkennt diese Einflüsse sehr wohl in den Ausdrücken, durch welche Selbstmörder die Gedanken zu erkennen gaben, welche sie in dem verhängnißvollen Augenblick beherrschten. Bricrre erwähnt ungefähr ein Dutzend Selbstmörder, 'die bei dem gemeinsamen Tode mit der geliebten Person den Wunsch äußerten, mit ihr begraben zu werden: O Du, wer Du aucki seiest, trenne nicht diejenigen, welche der Tod vereinigt hat. Das ist unser letzter Wunsch. Achte ihn und laß uns in demselben Grabe bei einander ruhen!" Ein: andere Selbstmörderin schrieb: Ich habe Dein Bild mit meinen letzten Thränen bedeckt. Ich habe Alles gethan, um ohne diese Neigung zu leben, so weit meine Kraft reichte, aber ohne Erfolg. Ohne denjenigen, den ich verloren habe, ist mir das Leben unerträglich." Die Moralisten können darüber denken, was sie wollen. Aber in unserem Zeitalter es Geldes und der Agiotage füllen diese schmerzlichen Dramen unsere Augen mit Thränen und das Herz mit tiefer Bewegung. Sie beweisen uns, daß wir auch jetzt noch stark?, ideale, uneigennützige Leidenschaft kennen und für sie sterben. (5iner auö der allen Zclt. Der ehemalig: Bäckermeister ?). in München, ein Mann von 08 Jahren, ist nicht nur ein Feind aller Neuerungen, sondern auch ein gerichtööekannter Hitzkopf, der bei jeder Gelegenheit seine reaktionären Ansichten mit der Faust vertritt, wenn ein Anderoenkender seine Bekehrungsversuche nicht bedingungslos annimmt. Neulich stieg der alte Mann, vor Zorn blauroth im Gesicht, mit der Rüstigkett eines Dreißigers die Treppen im Justizzeb'äude empor, gefolgt von einer Schaar Gerichtssaalbummlcr, deneni die Gestikulationen! und abgebrochenen Redesätze des erregten Herrn ein besonders unerhaltendes Vormittagsvergnügen in Aussicht stellten. Herr Y. kannte aber sein Gefolge, weshalb er sich oben auf der Stiege umwendete und es anherrschte: .Was feit enk Tagdieb'n? Seid's
Afo da? I' versteh' gar net. daß ma' so Malefizhaderlump'n: so 'rumlauf'n lass'n thuat! Frühen hat ma' dös G'sind'l in's Spinnhaus am Anger expedirt, heutzutag braucht Oancr blos a Zehnerl im Sack hab'n, na' g'hört er zur besitzenden Klass' und hat vom Teufi sein Ruah. I' müßt enk a Platz'!, ös Hadernstricker überanand!" Die also angesprochenen: Personen waren entweder von der Wahrheit dieser Worte überzeugt, oder getrauten sich mit dem Alten aus andren Grün--den nicht anzubinden, sondern defilir ten einer um den anderen an Herrn I. vorbei und schlichen in den Sitzungsfaal, als wäre Keiner von ihnen c.emeint gewesen. Als Herr I. nach erfolgten: Aufruf in deu Saal trat, begrüßte ihn der Vorsitzende mit den Worten: Ah, Herr ?)-. wieder ciumal! Nun. Sie haben wie gewöhnlich 5ezen ein Strafmandat Einspruch erhoben Wegen oroben Unfugs wurden Sie 'diesmal zu 25 Mark Geldstrafe verurtheilt. Was wollen Sie vorbringen? Angeklagter: Freili', sag' ! Dösmal fünfazwanz'g Mark! und 's nächste Mal fufz'g Markl und so kemma mir in d' Höch'n. Sie g'spür'n gar nix davon. I' wollt no gar nix sag'n, aber der Titel grober Unfug" g'fallt mir so guet. Wenn a so a Zeitunzsfeinspinner a kritische G'schicht so fein ausdrechselt, 'daß der beste Ncchtsrath kein Parigrafen' dafür kennt, na packt man'n weg'n grob'n Unfug. Wo is denn da 's Grobe? Sehgcn's, so geht's in mein'm Fall aa. I' geh da um drei? in's Cas und trink mein' Schwarz'n. Da setzt sich a Herr an mein'n Tisch mit so an Lodenhavelock, die reinste Roßdecka, der bis zu die Stiefel nuntergangen is. Auszog'n hat er'n net. vielleicht weg'n der Wasch oder 'n Unterg'wand. I' sag' nix, der sagt nir, i' brenn' mein Virtschini an und spuck a paar Mal aus. I' les in der Zeitung a fünf Minut'n, da fangt 'der Andere an: Sie. mein Herr, was erlauben Sie sich? Augenblicklich putzen Sie meinen Mantel ab oder I' schaug'. betracht den Mantel, richtig, da hab' i' auf das Trumm gespuckt, das er nachzog'n hat. Um dem Streit ausz'weichen und weil ich der fällige Theil doch war, tret' i' mit'n Stiefel auf den Mant'lzipfl und sag': IS schon' g'schehg'n. Herr Nachbar! Cn.tschn!digen's, hab's net gern thun! Überhaupt fallt mir grad ein: was wollen Sie denn eigentlich mit diesem oder" Glauben's am End gar, i' kauf' Eahna für die schielige Kotz'n dader. ans die i' net a Mal mein Schnauz! lkg'n möcht, an Buckstinpalctot? Oder soll i' vielleicht g'schwindst beim Roman Mayr a seiden's TLechel kaufa, daß's der greangraugelb'n Färb' von Eahnen Holzknechtsfrack kbcim Abwisch' nix thuet? Vor was tragcn's denn so an Totalüberzuz von dera Läng'n, daß no' an Teppich aa gibt? Schaugcn's, daß 'n auswechseln kinna und thuan's net die anständige Leur' sekir'n! Auf diese Reden hat Jedermann g'lacht inr Caf und der fremde Ke:l springt auf und schütt' mir mein cigen'sGlas Wasser in's G'sicht. Dös is doch a Gemeinheit, wie's im Buch steht, und weil i' halt aa kein Trenser bin, nehm' i mein Noazl Schwarz'n und gieß eahnr in d' Manteltaschen. A Bisserl warm war der Schwarze aa no', da wird der Kerl hupfet und verziaot sich, während Alles Bravo" schreit. - Na, jetz'n moans. di G'schichr kunnt vorbei sein! Aber jetz'n geht'S erst an. I' leg meine Fünfazwanz'ge in's Zuckerplatt'l und geh. Da kimmt die Kellnerin und sagt: Erlauben's! waS is denn mit Eahnan Freund, mit dem Sie sich z'kriagt haben? Der hat zwei Kaffee und zwei ' Arrak, macht Sechzge und Vierzge, dös Markl werd i' doch net büß'n soll'n. Wooos Freund? Wer Freund? I' soll a Markl zahl'n für so an Gauner? Hätt'st Dein Geld verlangt, eh' er abz'schob'n is. Du Gans! sag i'. Jetzt hab'n die Gäst mich derheampelt, daß i' ganz narrisch wor'n bin. Jetz'n is der Geschäftsführer als Schiedsrichter kcmma und de? verurtheilt mi' zu dem Markl: in der Erwägung, daß der Ausgeriffen: durch meine Mitwll!unz veranlag worden ist, das Lokal schleunigst zu verlassen. In der weiteren Erwägung, daß ich der Urheber des Streites durch den Spuck gewesen und in der endlichen' Erwägung, daß durch Zeugen festgestellt worden ist, der Ausgerissene müsse ein Bekannter von mir sein, dcr unsere vertrauliche Annäherung, unter: fremden Gästen nicht gebräuchlich ist. Jetzt hab i' g'mamst wie a Rohrspatz, denn mir alten Kameraden mueß so was passiren. In der früheren Zeit hatt i' ja den G'schäftsführer mitsammt der Kellnerin in Glasvalast ausgestellt gegen Eintritt, eh' i' dös Markl zahlt hätt. Net gnua damit, a Schandarm is aa no g'holt wor'n, i' Hab's Markl zahl'n mücßn und z'letzt kimmt no' der grobe Unfug. Herr I. hatte das Vergnügen, die Strafe aus 5 Mark herabgesetzt zu erlangen. Den Burschen wenn i' no mal siech mit seiner Kotz'n. na bhüer di' Gott, den zoag Zch's auf die alte Manier! so was is' in frühere Zeit'n gar net vorkemma! Mit diesen Worten polterte Herr ?)- weiter.
Ein guter ??!cnsch. A.: .Kennen Sie dm Hcrm nühcr?" V.: O ja! Ich sage Ihnen, das ist ! ?in seelenguter Mensch! Wenn in'- :hm die ärgsten Cr bhciten an den K Pf virft, setzt er stch ruhig nicdcr und nacht ein Gedicht daraus!" Kindliche Drohuna. Emil (der soeben von sttnem Vaterv einem Schriftsteller, gezüchtiat wurde): iWarte nur, Papa, wenn ich einmal ' groß bin, werde ich Recensent!-
