Indiana Tribüne, Volume 18, Number 143, Indianapolis, Marion County, 10 February 1895 — Page 4
JndianQ Tribüne Erscheint Täglich uad SovntagS.
Die tlzliche Tribüne- kostet durch den Ti Sger 12 Cn3 per 120$, die SonniagS Tribüne" S CentS per WoSe. ":ide zufamse 15 Cents oder 55 Cents VttVtor". Ver Psst außerhalb der St?dr zugeschickt t.i JsrauSSezahlung $ per Jahr. - VW: 18 Süd Alabama Stratze. 3dwaspottb, Zns. 10 Februar 1895 Das neue Diphterithis: Mittel. Im Zeitalter deS erumö! Ec: Mter eine! Kinöer.WargenzelS in amtlicher Beleuchtung. Eine Menge Tinte ist zwar in den letzten Monaten d:s dah':ngeschi:in:n JahnS über Professor. Vehrings Liph. i&rixis -.Antitoxin vergossen worden. Doch mangelte es bisher an einer völlig Ihren, zusaininenhängenden und erschöpfenden Darstellung dieses hochwichtigen Gegenstandes, welche dem allgemeinen Publikum inen genauen Begriff von diesem, merkwürdigen Stoff, seine? Bereitung an seinem derühratesten H.'rstellungsort und den mit ihm erzielten Erfahrungen bis auf den heutigen Tag bieten könnte. Diesem Bedürfniß, das gerade vom deutschamerikanisch'n Publikum besonders lebhaft empfunden würd, kommt nun ein sehr dankenswerthe? amtlich:! Bericht entgegen. Der amerikanische Generalconsul in Frankfurt a. M., Her? Mason. hat unserem Staats Departement zum ersten Male benso einaehends wie volksthmllche Mltth:: langen hierüber zugesandt, und kein Consularbericht der neueren Zeit durste so aufmerksam gelesen werden, wie dieser. Nur höchst dürftige telegraphisch: Angaben sind bis jetzt über denselben veröffentlicht worden. Nachstehend sei das reiche und interessante Thatsachen Material in wesentlicher Vollständigkeit den Lesern und Leserinnen vorgeführt: . Es sind zwar schon etwa vier Jahre her. daß Professor Emil Vehrinz tn H:lle die Entdeckung seines Antitoxins a.s e:n:s Vorbeugungs- und Heilungs mittels für Diphtheritis verkündete. Aber lang: Zeit konnt? dieseEntdeckung nur in mehr oder w:n:aer unalauo'.ges Kopfschütteln' hervorrufen, währmd gegenwärtig fast von allen Autoritäten als eine der werthvolliten und merk würdigsten Erfindungen der modernen Hellkunde erklärt wird.' Seit dem internationalen Aerztecongreß in Buda Pest ist die Nachfrage nach diesem Prävarat in. allen. .civilistrten Ländern, in denen man überhaupt. zenen unh::ml ch:n Feind des Menschengeschlechtes kennt, eine außerordentlich - große geworden und steigt noch beständig, und obwohl zur Zeit in Paris, Mailand, Budapest, Be?lin und äs einiaen ame rikanischen Platzen dieser Diphtheritis Tödter erzeugt wi?d. gibt es bis Z:tzt nur einen einzigen Ort in der Welt, wo er in eine? halbwegs den g?oa?tl yen Bedürfnissen entsprechenden Menge bereitet w:rd. Dieser classische Ort sind die Färb teerte zu Höchst am Main, in der Nahe von Frankfurt, eines der ältesten und nichtigsten Laboratorien, das auch so wesentlich dazu beigetragen hat, der deutschen Anilin. - Industrie ihren in der ganzen Welt anerkannten Borranq ju verleihen. Dort wird seit rund 18 Monat.'n das Behrmg'sche Antitoxin unter Leitung eines sehr erfahrenen, don: Dr. Vehrinz selbst ausgewählten Bakteriologen und, unter - Mitwirkung von mehr als 50 Chemikern, Vieharz ien und Gehilfen in immer steiqende? Quantität hergestellt. Oesfnen wi? die Pwrten dieses Wirkungskreises. AuZ kleinen Anfängen ist das Ant: tozin - Departement zu einem der wich tiaen -Zweige dieses gewaltigen Eta blissements geworden, in welchem beständig das Blut von 28 der besten Pferde und ihrer HilfZthiere nutzbar gemacht wird. Anfänglich bediente man sich übrigens des Vlutes von Schafen und Zieqen; da jedoch diese Thure auf der Weide auch Pflanzen fressen können, welche die Qualität ihrer Zellengewebe zu beemtrachtizen geeignet sind, so nahm man zu den edlen Pferden seine Zuflucht, und diese müssen jetzt ausschließlich das Vlut Serum liefern, in welchem das Anti : t?xin entwickelt wird. Sie können auch as größte Quantum B.ut abgeben. . Die Productionsfähiakeit dieses La boratoriumS ist bereits erstaunlich hoch gedrach: worden. Im verflossenen Sepnrnbe? konnten im Ganzen noch nich -mr als 3500 Dosen, Antitoxin geliefeit - werden, und viele Hundert: dringende Bestellungen von Nah und .Fern,iogai i?iel:..t:Iraphiscr.:, sonn "tet richt befriedig.! werden. " Aber wäh rend düs November wu?den bereits 50,000 Dosen geliefert, und geaenwärtig werden jeden Tag etwa 2000 Do.'n erzeugt, und es wird wohl feruerhin allen einlaufenden Bestellunzen genügt werden können. . Unzertrennlich vom Verständniß . dieser, interessanten Industrie ist we tiizstenZ ein elementarer Begriff von der Natur dieses Stoffes und dem eigentlichen Princip seiner Wi?kung. Solche Erklärungsversuche sind schon diel: g:macht worden, und es sei hier nur res Zusammenhanges halber Fol gendes in Kürze bemerkt: Dr. Behrinz 'entdeckte- 'daß. wenn ein von Natur aus für d:e Diphtheritis empfängliches Thier wiederholt mit allmälig gestei gerten Dosen des DlvhiheritisglfteZ geimpst wurde. c3 schNzßlich völlig g:stsest tn dieser Hm sich t wurde, und .zugleich .. in . seinen Zellenaenxben ein
Vnttm Gif! seidl'ches Princip sich ent-
wickelt hatte, welchem die 5?raft lnnewohn!?, das von d:n D:?hlyerlt:s-Va-eitlen ausgesonderte Gif die aner kennt: Quell: d:s Unheils, zu r.cutraisiren oder unschad!ick zu machen. Worin ober diese gifitödt:nde Kraft eizentlich besteht, das hat noch Niemand bestimmt ermittelt. Es lßt sich nur äsen, dan seine Wirkungsweise eine ähnlia:e ist, wie diejenige von EisenHydroxyo als Gegenmittel bei A"s'nikVergiftungen. In diesem Falle oereinbt sich das Oryd chemisch mit dem Arsenik und bildet eine nicht-giftige Verbindung. Aehnlich geht es auch mit den vorliegenden Stoff, dem Antiorin. beim Diphtheritisgift Ei t zu und juxt?, wie versichert wird, ohne alle sonstige Schädigung späterhin. Kein Zucht - Nennpferd ist je mit 'einlicherer Sorgfalt genährt, getränkt und a:pfl:gt worden, als diese Serumm Laboratorium :n Hochit; auch werden nur junge, stari: und absolut gesunde Pferde in Diese auserlesene Schaar ausgenommen. ,und oet allen Vorgängen irr der Vereitung des Heilstosses wl?d e:ne wahrhaft Ideale Neinlichkeit gewahrt. So oft ein neues Pferd aufgenommen werden soll, wir) es erst eine? längeren und genauen Veobachtung unterworfen, und nur wenn man auch nicht das leiseste Zeichen eine? früheren. Krankheit oder Beschädigung an ihm hat wahrnehmen k'önnen.kommt es auf die Liste der Activen". Nunmehr kommt es m seinen numerirten Verschlag, und es wird ihm ein beson deres Buch gewidmet, worin alle Einzelbeiten seiner täglichen Behandlung verzeichnet werden. Das Pferd wird nun zunächst mit einer kleinen oder abgeschwächten Dose Diphtheritisgiftes (von leoenden Bacillen) hoch oben an der Schulter geimpft. Sehr oft wird seine Körpertemperatrr, sein Appetit, der Zustand der Jmpfwunde u. s. w. festgestellt, und Alles genau eingetragen. Nach einiger Zeit wird die Impfung wiederholt, und zwar mit allmälig gesteiger ter Dose. Endlich ist das Thier d:phtheritisgiftfest geworden. Jetzt enthaliut alle seine Körpergeweb: Antitoxin; aber nur das Blut wird benutzt, denn dieses kann am leichtesten ohne Schaden abgelassen werden. Es ist manchmal wunderbar, wie viel Blut einem starken Pferde entnommen werden kann. ohne daß irgend eine physisch; Schädigung zu hl merken ist. Die Bücher in Höchst ergeben, daß einem der Pferd: in zwei Tagen 10 Liter, oder mehr als 21 Pints, Blut abgezapft worden sind! m Durchschnitt liefern, diese Pferde je 25 bis 50 Liter Blut monatlich. Dabei sehen sie all: sehr gesund aus, und manche sind in diesem Opferdienst sogar fett geworden. Dr. Vehrinz selbst hat ein und dasjelö: Pserd nahe zu 4 Jahre lang in dieser Meise b: nutzt, und noch immer ist dieses Thier wohl auf! Manche Pserd: geben übn gens viel stärkeres Serum, als andere. Um genau festzustellen, wann die Glftfestlgkeit eingetreten i und sich das Antitoxin vollständig entwickelt hat. wird eine klein: Menge Vlut abgelassen, das Serum vom Blut geschie den und mit einer bestimmten Menge Diphth:ritisgiftes gemi cht. Mit'die ser Mischung wird ein V:rsuchZthi:r geimpst, meist ein Kaninchen oder ein Meerschweinchen. Erkrankt dieses an der Diptyerltls, so z::gt d::s, daß das Antitoxin noch nicht vollkommen lm Vlut: des VserdeS entwickelt war; erkrankt es aber nicht, so ist die Krast und Güte des Serums zur Genüge darg:than, und von nun an kann das Pferd heilkräftiges Antitoxin liefern. Aus dem abgezapften Blute wird nun im Laboratorium das Serum entnommen, und unt:r der Einwirkung vonHitze die letzte etwa noch vorhandene Spur irgend einer Bacillensorm der nichtet. Als weitere Vorsichtsmaß nähme gegen ein Wiederaufkommen von Vacillen werden 5 Procent Karbolsäure hinzugefügt. Dann kann dieser Stoff an einem kühlen und nicht dem Licht ausgesetzten Orte monate lang aufbewahrt werden, ohne viel von seiner Kraft zu verlieren. Das fertige Antitoxin ist eine klare, b:rnst:insar big:, im Wasser lösbare Flüssigkeit, und dieselbe wird in wohlverschlossenen und versiegelten Normal-Fläschchen aufgehoben. Bis jetzt wird das Antitoxin in ver schiedenen Nummern und Stärkegraden hergestellt, und man unterschttdet dre: Klassen, welche zum Verkauf ge langen. Die No. 1 (mit grüner Etikette auf dem Fläfchchen) enthält 600 Einheiten antitoxischer oder gisttodtender Energie. Sa wird bei milden Er krankungsfällen und für junge Kinder angewendet, wie auch alZVorbeugungs Mittel für gefährdete Kinder und Erwachsene. Ueberhaupt wtrd die Vor beugungskraf! des Antitoxin für zehn, mal so groß erklärt, wie die nachträgt liche Heilkraft. No. 2 (mit w:iß:r Etikett:) entbält 1000 antitoxisch.' Einheiten und ist für altere und erst nach voller Entwicklung der , Diphtheritis in Behandlung g: nommene -Kranke 'bestimmt. No. 3 endlich (mit gelber Etikette) wird für die schwersten, kritischen. Fälle gebraucht. Die allgemein: .Stoffmenge in allen drei Klassen ist dieselbe; jedes Fläschchen faßt 10 Cubikcentimeter oder , ein: Drittelsunz: Fluidum. Professor. Vehring ist aber der Meinung, daß mit der Zeit nur noch ein: einzig:Normalgattunz Antitoxin werde benutzt werden, wobei die nöthige Kraft schon durch, die Wiederholung der Einspritzung zugefügt werde. So würde sich aIro die Quantität stufenweise in Qualität verwandeln (was nur ein neuer Ausdruck eines länast festa'stell- . ten allaeme'.nen Naturgesetzes wäre). Das Antitorin läkt sich übrigens
einer ganzen Reih: Vbandlungen unterwerfen. deren populär: Erörterung hier zu weit fuhr?- würde. EZ läßt sich durch allmälig? oder künstlich beschleunizt: V:rdi:nüun in hohem Grad: cocentcZren, und" man kann t'i in solcher Stärk: herstellen, daz durch ein Zehntel Cubc:nt:m:::r 10 Eubikcentimeter Gifte- neutralisirt w:rd?n könn'n. G:ößt:nth:':ls aber haben di:se Processe ru? ein: e:p:?imen!:l!e Bedeutung, so proß auch ihr mitt:löarer Werth sein kann. So lange die Heilkunde noch keine einheitliche Gatiunz gifttödtendes Serum anwendet, ist es sowohl zu Verhü-tungs-wie zu H:ilzw:ck:n von ..-zßer Bedeutung, daß der Arzt, die Stärke
;'nd den Werth der anzuwendenden Dose für jeden einzelnen Fall mit ab?Iut:r Sicherheit bestimmen kann. Dr. Vehring und Dr. Ehrlich haben daher auch em diesbezügliches Mesungssystem entworfen, wobei sie die Diphtheritisbacillen in Fleischbrüh: züchteten, in dieser Losung em sog:nanntes Normalst schufen . und vas Antitoxin, resp, seine Kraft, in ein zahenmaßlges Verhältniß zu demselben brachten, solcher Art eine Maß-Einheit ür die gisttodiend: Energie h:rstelend. Eine interessant: 'Eigenschaft des Antitoxins verdient noch besondere Erv'ahnung. Man hat nämlich gesunden, daß dasselbe, gleich dem Weine, sich mit dem Alter deroessern kann, borausgesetzt, daß es überhaupt in einen haltbaren Zustand gebracht ist. Bei den erst:n praktischen Anwendungen. als der Stoff nur in geringem Vorrath vorhanden war und Hauptsächlich frisch b:reite!es, auf das Augenblicksbedürfniß berechnetes Se?um benutzt wurde, stellte sich hin und wieder ein leichter Hautausschlaz in. Wie immer, bildete dieser nur ein äußerliches Zeichen einer gewissen inne?en Störung und mußt: dah:r einige Besorgniß erregen. Spätere Erfahrungen zeigten jedoch, daß dieser Ausschlag nicht ent'ieht. wenn man Serum benutzt, welches einige Wochen lang gereift ist. Diese Verbesserung durch das Alter scheint wenigstens für die ersten zwei Monate bestimmt zu g:lt:n, und gegenwärtig wenden gerade die best:n Putschen Aerzte kein frisch b:r:itet:s Antitoxin mehr an, wenn sie g:r:iftes- hab:n können. Deutschland ist gnade ein:s de? Länder, in welchen die Diphth:ritis sich am gefürchtetsten gemacht hat. In manchen Jahren sind 60 Procent der an ihr Erkrankten im deutschen Reiche gestorben, und durchschnittlich hat d'.eser Würger jährlich nicht weniger als 5000 Menschenleben daselbst gefordert. Auf Grund der bereits gewonnenen Erfahrungen mit dem neuen Heilmittel glaubt man, diesen fürchterlich: Trtbut auf w:nizer als ein Viertel herabbrinnen zu können, sobald erst einmal das Antitoxin allgemein im Gebrauch ist. und die Aerzte in den ländlichen Lezirlen ebenso gut, wie die in den Städten, damit umgehen können. Man ist sich indeß darin einig, daß die Sicherheit seiner Wirkung sehr von m zeitigen Anwendung abhängt. Ve kanntlich sind im Lazarus-Hospital in Berlin von 72 diphtheritiskranken Kindern, bei denen das Mittel binnen zwei Tagen nach der ersten Erscheinung der Krankheit versucht wurde, nur 2 gestorben, und Dr. Kossel hat neuerdings die Ueberzeugung ausgesprochen. daß unter solchen günstigen Bedingun aen die Sterblichkeitsrate sich i:d:n falls auf 4 Procent (statt 60!) herabbrinaen lass:. Die leb:nsstatistisch:n Berichte, welche allwöchentlich aus Deutschland nach unserer Bundes Hauptstadt gesandt werden, ergaben im Oktober und November des verfloss nen Jahres zum ersten Male seit mehreren Jahren keinen einzigen Todesfall durch Diphtheritis. in de? Stadt Frankfurt. Eine bedenkliche Diphtheritis - Epidemie, welche kürzlich in Triest ausbrach, ist. wie berichtet wird, l:digl:ch durch Anwendung des neuen Mittels so gut wi: vollständig überwunden worden. Solch: Thatsa chen, wie auch die auZ Paris qemelde ten. sind von g:wichtiz:r Bed:utunz. Ein Mittel aber, welches das Sterben Ieber Nerven " Hin ist etaö LernünftiieS und sollte unS alle intercssiren. Dr. S ch o o v 'S Un tersuchungen haben gezeigt, daß wenn der vauptlinv emcs Armes coer Beines dura schnitten wird, oder wenn ein beständiger Druck auf diese Neivcn ausgeübt wird, die MuSkeln gelähmt werden. Er fand, daß Lcöen uns razt aus NervenstSrke beruhen und dieses ist die Ursache, daß sogenannte Blutrelmgungsmtttel nur vorübergeh--de Linderung gewähren. Er fand ebenfalls, oav ßcnnjie Ncrvcn Ixe Thätigkeit deS MagenS, der Hebet, Nieren uns ander inneren Organe kontroUirm. Dr. Schoov's Wiederhersteller ist aI. V ä4f C i CTO 4 M . i l. wti ein truiiium ui änuucu, tcüCt UM) VllrXtü9 Krankheiten, indem derselbe zur Stärkung v fc ;t.-..-. ni... uuu viiuuiuiiu nerven oeirragr Diese Mcdin ist sein Nervin nd?? ik, . slervrureizmlttet. roo, tklicy, artos, I - i i - - vw. n.nv ' m . st, . ... 9 P - sem u. . to., erzen grn inr uno wenn ou LZerdauunaS Oraane oe finh t xnun als natürliche ftolae der U,!??"ian von Speisen in Blut ein schmacher sein und ausreweioen irunoe yorr oie lzattglM der VerdauungS Organe auf. wen die Nerven geschwächt sind. Ist dies.'S nicht einleuchtend? Dr. Schoop'ö Wieder berste Her verhindert und teilt diese Krankheiten, indem derselbe die nöthige vcervenirasr iqani uno eryair uns Versuch wird dich hiervon überzeugen. Ju gpc teeren der sranco rer t&Tt für tl.00. 'er oeuiiae .e, weiser tir tÄundbeit wclchne die Behandlung mt dielerÄedni atuau beschreibt, nebtt Proben. wetten an irgend eine - . V Tiaren trpt tirslnnt tij Zvcan Ichrnde an Dr. Schoop, Vox 9, Racine, Wis.
Qm. nCL
J XZLP.:.
C WMd
Dr. August König's arnTbiirgep Tropfen.
M
Gegen Dyspepsie Uebelkeit, Diese so gewöhnlichen Krantbelten haben Saueres Aufstoneu, u.s.w. en Uchrrng w Magen. ?er Mäzen- ' ' saft hat nlcht tit zur gesunden Verdau u?g der Speisen nothwendigen Eigenschaften und eine allgemeine Schwäne des Magens tritt ein. Dr. August König'S Hamburger Tropfen reinigen die Säfte. Gegen Leöerleiden. Bilicse Veschrrerden bekunden cin Trägheit deZ Äuö scheirungS'OrganS der Leber und Unregelmäßiakcit in den Funktionen ter versöiedenen zur Bearbeitung der auszesondereen Flüssigkeit testtmni.en Organe. 5Lenn ein Uederfluß von Äalle im Blute zurückbleibt, treten biliöse Beftbwerden auf, welche sich durch gelbliches Ausseben der Haut, u.s. w., anzeigen. AlS ein Mittel gegen diese Leiden sind Dr. August König'S Hamburger Tropfen auf'S Wärmste zs empfehlen. t. Vakobs (Bei Heilt NheumatiSmuS. Neuralgie. Nückenfchmerzcn, Verletzungen.
an irgend welcher gefährlichen Krankheit absolut unmöglich macht, wird wohl niemals ausgeklügelt werden. Dem bisher bekannten Charakter des Behring'schen Antitoxins nach läßt sich nicht annehmen, dab dasselbe in iroend welchen anderen Krankheits fällen, als bei der reinen Diphtheritis, eine heilende Wirkung habe. Wie eS sich etwa zu verwandten Krankheiten verhält, bei denen sich der Löffkr'sche Jacillus n'.cht zeiqt. darüber laßt sich bis setzt nichts Verläßliches sagen; auch bleibt es noch der Zukunft vorbehalten, überhzupt diese Fälle stets genau von einander zu halten. - Noch gibt uns der neue Hellstoss eine Menge Fragen auf. welche nur die viel seitige und sorgfältig, controllirte Erfahrung der Jahre beantworten, kann. Daher kann auch daS Urtheil über den Werth d:S Antitoxins immerhin noch kein nach allen Seiten abgeqrenztes sein. Aber die Thatsachen, welche bis seht üb?r seine Wirkung vorliegen, sind j-denfalls bedeutsam und auf der gan zen Linie ermuthiaend. Der Ruhm des Behring'schen- Ant! torins ist nicht so meteorartiq ausge stiegen, wie derjenige des Koch'schen Schwindsuchts Tuberkulins. welches, sehr gegen den Willen seines Erfinders, so rasch in den? Strudel der überschwänglicksten Reclame hinein?erissen wurde; aber sein 'solides Wachsthum scheint einen' dauerhaften Bestand zu sictan. DaS ist der T?talEindr'7ck d?Z Berichtes vom Seneralconsul Mason. Erfolge des.Anlitorm in un serer Stadt. Seit etwa einem Monat wird tat Mittel hier von eimgen Aerzten ge. rraucht, öle über die bereit damit er netten Erfolge absolut enlhusiaöm rl sittd. ... DaS Mittel ist ein phänomenaler &!0la, den man nicht zu hoch preisen kann," erklärte Dr. vlnk, einer unt rer gesuchtesten Haukärzle. Dle Anwendung dabe aelehrt, daß Fläscbchen der schwacher. Lösuna (rlwa 4N Tropfen) gesunden Kindern cttz örwochsenen emgtspkitzt, dieselben immunisirt. Man erinnere sich deö FalleS der Familie V. in West Ändtanapolis. woselbst auS einer stamilie von neun Personen daS dreijährige Södnchen rkrankt war. Hier zeigte sich die sehr bemerkenöweitbe Erscheinung, daß von tirn übrigen secdö Kindern im Alter von 9 Monaten biS 15 , ahren, die alle ine Einspritzung eihielten, keines trotz der nächsten und direkleften Beiühruna mit dem Kranken die . kleinen Kmoer I (bliesen mit thm in etnern Bett sei Nk von der tückischen Krankhe.it de' fallen rruide. die Mullr dagegen, welche keine Injektion erhielt, von der O'phterilhlS griffen wurde. Dav Ergebniß der Behandlung der bieherlgen gälle ist, daß ein Fall, ob selcht oder schwer, sof.r l in den ersten wt Tagen der Krankheiteerscheinung in Bedandlung genommen, nacd Ver lauf von 43 Stunden eine Btsserung zeigt, weise d,e Lebensgefahr wenig iten ausschließt. Ist natürlich die Zersetzung der Züfle scboi zu weit vorangeschritten, ist einmal Blu'vergifiung eingetreten, oann ist mtt keinem Mittel der Well oas Leben mehr zu retten, und mchlö märe ldörichter als den Feblschlag eines solchen galles einer Wlrkungölosigkeit ökS Serums zuzuschreiben. Samstag vor einer Woche wurde mittelst des AntitözmS daS Leben des jährigen klein. TöchtercdenS von Sergeant gredericks vom Wellerdurcau gerettet. Seit Donnerstag hatte sich die lücklsche Krankheit eingestellt und Herrn Or. Pfaff wollte eS nicht gelingen m,t öllfe der alten Mittel der Krank. Veit Herr zu werden. Da Samstag 'Jtachr, als das Kind aufgegeben war, enr cdloß man sich zur Applikation von Anlitcrin, welches Herr Dr. Pink ieinem Kollegen überlassen kakt? und in öS Stunden war daS Kind nachdem eS nach 44 Ctunc evi-c Gefadr war. Selbst die tückischsten .ie den Hehlkovf.D'vhtber-ti werben rrM iU folg bekamvft, gälle die mer, der luftabschne'denden ti'xfön iiynt deS HalfeS Tracheotomie dsr Jntn. bat'on nöthig machten. Die eminenteste Licht? frt iib so überaus glänzend ittcai rtn neuen Mittels liegt in f,i' ?' krakt zu betlen und :!.- v TTiarcil Oi ist ein großer Z .iun'p!; den i die Hrilwissenschaft erruSki' bal, ein Oft folg der. wie so thltZzlvt, den hohen eruf ,eigt derWohltböte?der Menschheit. , W.
Meerschaumvtkif v'eifen, Vigarrenspitzk Nucho, 199 Oft Bast
beutsöe ei W. 5tr.
Ossencr CÄreibebrtef des Philipp Cauerampfcr.
Mein licwer Herr Redaktionär. . Eigentlich sm ich e arig großes Rindvieh, mit' Respect ze sage. daßichJhnealleS was mich häp pend, uf Jhne Ihr Nos hänge, ader wer kann vor sei Nehtscher helfe. Ich sin emol den Weg, aw:r ich sin schuhr, daß ich bei t lang Schatt nit so viel Truwel hätt', wann ich nit so e arig gutes Herz hätt'. Ich kann emol nit no sage un wenn mich eener fragt: .Phil, was nimmst??" dann sag' ich: Ich lilmme e Vierche!.un wann ich gar keen Dorscht nit hab; blos, for daß ich ten Mann nit insolte duhn. . For den Riesen hen ich schon manchmal en Dust mit heim gebracht, den ich auS lauter Galanirie un Poleitneß kriegt hen. Die Lizzie, was mei Altie-is. die kickt of Kors wie enStier, wanN'ich mich in die Kandischen in's Bett lege. Se sagt immer, es wär e Schehm for en Famillie Vatter, un was sollte die Kinner von so ebbes denke. Ich kann se nit dasor blehm:,- wann se mähd werd, awer ich kann nit helfe. For eens wär'n ich :.or froh, un des 2, wann tch nor wißt, ob der Wedesweiler un die Gang mich werklich no? fühle dehte. Se spreche immer arig scheen un ecksplehne alles in so en rieseneble Weg, daß ich gar nit .denke kann, daß se blos die Jntenschen hawwe könnte, mich bloS zum Sindebock zu mache. Awer wiss Se, wann ich'S emol ausfinne, dann Hot unser Freindschast t Loch un ich stehe alle Ow:nd heim bei die Lizzie. - ' E paar Dag zerick, wie mer auch Widder beim Wedesweiler hocke un Pallitiks tahke. do sagt eener: Ich wischt, Ihr deht emol mit die verdollte Pallitiks stappe; w'cht Ihr denn gar nicks DiehsendeS zu spreche?" DaS iZ so.- sagt der Wedeöwr-iler, mir sin jetzt in die Faschingsstesen un ich denke, mer sollte Widder emol een von die oldfeschende Tricks spiele. Ich will Eich emol ebbes sage: mer wolle unS emol enaskire un dann uff die Stritt gehe, un Ihr sollt surpreist sein, was mir dann for en Fonn hawwe." B:t Tschortsch." hen ich gesagt, so ebbeZ debt ich auch emol gleiche? awer wo solle mer denn den Stoff for die Mä3 kered herkrieae?" Was sell betrifft. sagt der Wedesweiler. deS wolle mer schnell geflckst y:n. Z:erscht mußt Du Dich maskire." Hot er zu mich gesagt, UN mir gehe dann all mit Dich uf die Stritt. Das Ding Hot mich eing leicht un ich sagt: Ja, waS soll ich dcnn anziehe?" Du ziehst meine Aktie ihr Som merstlkdreß an, duhst ihr alt Vannett uf un en Wehl in Front von Dei G: ficht, for daß mer Dei Witzkers.nit sehe kann. Mei Altie Hot puttiniehr dieselwe Scbehv wie Du, enchau xs keen große .Differenz nit." Er Hot gleich die ganze Varderob von d:e Teil sus Wedesweiler erbei geholt, Dreß. Bannett. Skorts, Kohrsett, Wehst. Unner well, korz alles, was dezu be lang: duht, for e Lehdie uffzufickse. Ich hen mei Koht un West ausgezoge; se wollte mich auch mach: mei PehntieZ ausziehe, un se hen gesagt, ich 'deht b bes annerscht defor ankriege, awer ich hen's nit gedahn, indied nat. Well, se wäre auch den Weg sattiZ. feit.' So hen se mich de erscht heZ Kohrsett angezoge un hen's recht klohZ geteid. Schierussalem. ich hen putti niehr kee Luft mehr kriegt. Denn kam die Wehst un se hen e paar Pillers juhse misse, for daz ich e diehsend Schehp kriegt hen. Dann hen se mich Skorts angezoge un dann de Rock, wo zu die We.hst velanqe duht.. Der ganze Stoss Hot mich off Kors nit gefitt un se hen alles mit Pinne anpinn: gemißt. -Ich hen dann des Bannett ufsaesetzt un en Wehl von so ebaut drei ? Yard, um mei lZesicht un mein Kopp ( cbunne. Wie ich denn m den Spie ; q:l geguckt hen, w:ll. ich, muß sage.-ich s hen arig gut geguckt un ich ' :sagt: ! Ich gab waL drum wann mich i die j Lizzieemol so sehn deht!" 'Die Gang iö fast-'gedöst vor Lachen Mev' hen
noch schnell e:n gepackt un dann sm mer uff die Stritt.' Ich hen mich dem WedeSweiler in de Arm gebangt. un die Gang iZ e vaar Steps distant binner unS gange, for .de Fonn ze watsche. Kee. Mensch, wo g'epähßt is, Hot ebbeS genobtist.. So bei un. bei sin mer in mei Stritt komme, - wo ' ich . wohne. In dieNäb von mei Haus war.' kee AescheZ uf die Seitwahk aestreut un es war arig schlipprig. - Uf emol - stellt mick der WedeSweiler e Äein .un.mit en Krach sitz' ich uf die Seitwahk. B:i Tschinko, waS bot deS so weh gedahn! Bleib emol e Minnit sitze, jetzt kimmt der Fonn sagjder Mesönler u
m.
M M MM iMj IM 'äXWfi m WM
Tt2vSOirai)t r.u&Biv wenn Sie von irgend einem keiden Leibes oder Seele
geplagt werden, so empfehlen wir Ihnen dringend, als die einzig zuverlässigen Doktoren
unser Budweiser, Sxezial Breiv, m saiin :s er an v:s nächste" Haus geftrt die Vell q.'ruT:?: nn wie das b-'.er! Mebd.?? kon-.me is. do saot er: Sage Ge Ihn: ?lhr: .s::rschift. eZ wär e L'di? in ??ron! von d:Z .fzau? a'ls?eschllppt." Dann is er fort ua ich h:n auch Niemang mehr von die Gang geshe. Ich hätt' mich gern fortaemaöt. awer an ekaunt von des Kohrsett konnt ich gar nit muhfe. Us inol sin e paar arig sieilisch gedrehte Lehd'.es aus d.'s Haus komme un hen mich ufg?vickt un hen mich inseit gewählt. Dk Leit ben Kompenie gehatt un es wäre schuhr fufzeh junge Lehdies in des Haus. Ich hen mich üf .die Launsch lege misse un se wollte mich mei Bannet un - mei Webl abduhn, awer ich hen's unner keene Z'.rkumsten zS gedahn. Die Meedercher hen mich denn befiehlt, bikohs s: hen gedenkt, ich hätt' ebb:S gebroch:. Bei Schimmern:, hen ich aedenkt, wie soll des ende! Da i sagt eens von die Meedercher: Mehbie. die Lehdie iS zu fest geteid.- un se Hot reitewe gestart, mei Wehst uffzu bottene; ich ben des Meedche eweg ge puscht un dobei sin die Pinne an. mel Skorts uffaange un die Lehdies hen us emol gekrische: Grehjches, deö is je en ?? e l l e r !" Eeeni Hot gefehnti e anneri Hot die Fitz kriegt un de Rest Hot nicks gedahn wie gehallert.- -Ich nnß heit noch nit. wie die so schnell ausgesunne hnl, deß ich kee-Wnmmea war. . Well, ch hen gedacht. Phil, hen ich gedacht, jetzt is es vielleicht Zeit, deß Du Dich driäst. Awer mehbie.' ich hen en Mißtehk gemacht. Uff des Gehalle, von die Lehd'.es kam: t paar Schenk!' männer erbei, wo in e anner Ruhm ge sesse unSigahrs geschmohkt gehabt hen. Die nit faul hen mich verschmisse, deß ich einige Zeit eckspickt hen. deß ich auZ 'em Leim gehn debt.- Mit Sticks.ur Fists hen se uf mich geHaue, als wen? ich von. Eise gemacht wär. ch-sil schuhr, wann ich nit so e sallit Kanstltuhschen bätt. dann wär'n ich nit e.lei davon - kumme. Wie se teierd ' warn mit m!ch Streike, do hen se mich enuu geschmisse un Eener Hot mich noch 'en Kick gewwe,.deß ich bis in die Mittel Stritt gefloge sin. - Wie ich do gelegen hen, kam uf emol die Gang zu mich un d: Wedesweiler sagt: Jetzt, komm mit, Phil, un .ver-zehl-unA de Fonn.-, -Was ich do geynsert hen,. des kann ich nit schniwe, un .ich sin schuhr, Sie dehten's auch enihau nit printe. Ich 'hen die WedesWeilern ihrn Stoff . abgerisse ' un '. hen Balles in die Stritt geworfe.' Danu sin ijt. ' . t.ü wt- jt izq Qcim, awer ouqn imu). uocy auc Bohns weh . von den Fonn, wo ich'ge? habt hen. womit ich verbleiwe ' ' '' Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfe.?.
I
$ mm 0 MiM
sffi 1
mr "vffete
WA 3 sj'.'JT All
&JS?Sa ,fL W MWf2Z
UWAW
Topaz und kager. w li K rx Masken - 6nzüge, Perücken und Masken in großer Auswahl zu haben bei B. Kinkliii, No. 240 Ost Washington Str. (Im za'itm Stock.) Damen N-den hi.T ein speiiell für sie W richtet' Zimmer 0 'ch ts g stund V0 1 Uhr Morge.S bi 8 Ur Adenv. Sonn agS gescdlosseu. . . SNÄSrlriS LoiiäiÄ empfiehlt sich besonders für Erkältungen j und alle Arten s evissojuw . und Lungenübel. Hergellellt von No. 35 Gft ZNaryland Straße. Zu haben in allen Slvo heken. Kommtnach No. 330 Massachusetts Ave. zum Ex-Schwoba-Schulteß Konrad Heetz, wo man die besten Setränke und Eiarren und stets einen guten Lunch findet. EIS! EIS! EIS! Die E Sernie ist ausgezeichnet. Lkache Sie keine Kcntrakte ehe Sie uns gesehe haben. tDüttry Uc30 CDod OfNce: . ;, . No. 223 West Walnut Straße Fred, lein ud AgnZ WZret. e,lietor. Wcin-HandlWg rnbs: Mkinstve TU. 106 n. 108 5k. Naidisn Ctl. Xeitp;cn36i. j ( JÜUUS A. SCIIULLCIL . - Bestellungen werden nach.ifzend esn StadttU abgkllesttt. . Großer Ve?dieyft. Oer n seine Adresse tsed. 'titrn iirt mir per Psst eau uknfr' über et f 4f ee eschSxr. omil irgend eine perso litten oder aeidlichea Selcblechkl' rs 'tkltc lSetle nd dn groe ula,e wL', d IM Dollar ver M,r verdte kz X elfe nnd Pedvel. et erts5af:Y sondern ei ebrltche Seschssr. titzrtl.r,: H,s, M txurn VtWi U
bs. j m Z?i l Z.sj
u
Fri i wii' W-f&i
