Indiana Tribüne, Volume 18, Number 141, Indianapolis, Marion County, 8 February 1895 — Page 2
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Fndiana Tribüne. Erscheint Taglich und Sonntags.
D'e tLzlie Tribüne- lostet durch den Trllger 12 Cents per Woche, die KonntagZ. Tribüne' k Cent? per Woche. Beide zusammen 15 Centö oder es CentS et JKsnat. Per Psst außerhalb der Stadt zugcfchllkt in Vorausbezahlung per Jar. Vfft, Ist Süd Alabama Straße. öndiaapund. 3nt. 8 Februar 1895 !ie Gold au. yr. Auf der unterg:gzng:nen Elbe" sollen sich über eine "üJüüiüii in umz ritznischen Bonds und a&ixhpapiHHi besunoen haben. Auch dies ijt ein Zeiche der Zeit; früher hätte dies eher auf einem Dampfer pajsiren können, der von Nen) Iorl nach Bremen gefahren wäre, anstatt umgekehrt. Dafür, daß man draußen jetzt masfenhaft amerikanisch: Papiere losschlägt und für dieselben in Europa kein Markt gefunden nxrden kann, ist die gegenwärtige Administration nur zum Theil verantwortlich. Man hat seitens ihrer Freunde behauptet, die Entdeckung großer Goldfelder in . Afrika hab: die Leute veranlaßt, amerikanische Papiere loszuschlagen und Minen-Acticn zu kaufen; aber dies ist nur in beschränkter Weise ' der Fall. Minen Actien, und namentlich Goldminen Actien, sind immer ein Spekulations Papier; Amerikaner" waren aber draußen für so gut angesehen, daß sie von Bankiers und Vormündern und Sparern für Wittwen und Waisen überhaupt als sicher: Rentenxapiere, massenhaft gekauft wurden. Dieses Vertrauen in die Amerikaner" ist aber nun erschüttert. Deshalb werden alle Anleihen sicherer europäischer Staaten drei- und vierfach überzeichet; aber wir, glauben nicht, daß man afrikanische Minen - Actien als Rentenpapiere kauft. Der Mann nun, der. soweit namentlich Deutschland in Betracht kommt, am meiste dazu beigetragen hat, dieses Vertrauen zu zerstören, ist unser berühmte?" Landsmann Henry Villard. Er hat sich besonders Deutsch lznd zum Operationsfeld ausgesucht und durch seine Verbindunaen gelang es ihm, Millionen über Millionen herauszuschlagen und seine Papiere wurden als so gut auszeschrieen, daß sie namentlich als Rentenpapiere gekauft wurden. Der Antheil der Deutschen an die Nortbern Pacific" ist so groß, daß Henry Villard, als der letzte Krach kam, an alle bedeutenden deutschen Blätter eine Kabeldepesche sandte, welche den Zweck hatte, die deutschen Actionäre zu beruhigen. Er sei der ehrlichste Kerl von der Welt. Alles sei Verleumdung, und das Beste, was die Stockholder thun könnten, sei, ruhig abzuwarten. Wie gut" dieser Rath war, haben dann die nächsten Monate gezeigt. Nun waren es allerdings nicht nur dieSchwindeleien u.Durchsteckereien in der Verwaltung der Northern - Pacific, sondern auch in denVerwaltungen sehr vieler Bahnen, die Liederlichkeit und Unehrlichkeit, welche sich fast bei jedem Zusammenbruch zeigten, welche den Europäern die Augen öffneten, den Mangel einer genügenden Controlle zeigten und die Inhaber solcher Papiere, die jetzt an den Börsen nur noch als Svielpapier: behandelt werden, zum Verkauf drängten. Die Papiere kehren nach Amerika zurück und wir müssen dafür Gold hv.:n. Da nun aber die Bankiers in Seiten wie den jetzigen ihre Gold-Re-s:r$en nicht zurückgehen lassen, sondern im Gegentheil zu verstärken suchen, so muß das Sckatzamt dazu herhalten, Gold zu schaffen. Wir haben an dieser Stelle schon darauf aufmerksam gemacht, daß die oficielle soz. Handelsbilanz in Wirklichkeit diesen Namen gar nicht verdient; denn es fehlen in ihr eine ganze Menge fehr wichtige Posten. Sie i's z. B. für das lete Jahr noch 264 Millionen zu unserem Gunsten aus. Nun müssen wir aber außer unseren Waaren, nach den Berechnungen von Erperlen, d. h. von den Häusern in New Fork, durch rocl.se das meiste Gold nach Europa gesandt wird, jährlich noch 5350,000.000 in Gold nach dem Ausland senden. Davon sind 100.000,000 für Amerikaner, welche drüben reisen oder von ihrem Gelde leben; 8100.000.000 für Schiffsfrachten. 973.000,000 für Dividenden und Zinsen auf amerikanische Werthvaviere im Besitz von Euroväern, 575 000.000 für Profite europäischer Geschäfte und Corvorationen, welche in Amerika Geschafte machen. Dabei sind die Unterwerthungen noch gar nicht in Betracht gezogen. Die Handelsbilanz zu unseren Gunsten betrug im letzten Jahre nur 5264.000.000. es waren demnach noch nabezu 5100.000.000 von uns durch Gold zu decken. Und dazu kommen nun noch in letzterer Zeit die Beträge, welche für wieder zurückkehrende amerikanische Werthpaviere nach Europa gesandt werden müssen. . . (Eleve. Wächter & Anzeiger".) In Rogau bei Parchwitz in Schlesien ist das 17jährige Kindern?ädchen Wiedennann wegen Mord- j Versuchs an einem Kind: verhaftet wor-; n. B::m Verhör gestand sie. be: ihrem früheren Arbeitgeber, Pferdeknecht Hahn, dessen einjährige Tochter durch Ersticken ermordet zu haben. - Bisher galt als' der höchste bewohnte Punk! der Erde das Buddhisten - Kloster Haule in Tibet. .? welchem 21 Mönche in einer Höhe von 16.000 Fuß leben. Neuerdings aber ist mitgetheilt worden, daß der l:öchstb:wohnte Punkt die 17,417 engZische Fuß hoch belegenen Stolleng!bäude von Daldorrame am Berge Chorolque in der bolivianischen Provinz Cbichas sind, woselbst eine Arbeiier - Colonie, welche die Zinn- und T?K?,& M?! tr2 nffffftn mJJlSUlLWj WMUfcH VWlVirf V Mw Kaufes abbaut, haust. ' 1
(Origlnal-Torrksxendenz.1 Streiflichter von der
Chicago, unter Prinz Carnedals Regierung. So ziemlich die einzige Statt?, wo die Chicagoer, und nicht zuletzt die licben Deutschen, 'sich trotz der Zeiten Sturm nd Drang derweilen noch als Menschm fühlen, ist da, wo sie als Narren auftreten. Nicht im Theater, nicht in der Kirche, noch viel wenige? in politischen oder schöngeistigen Versammlungen kann man im Allgemeinen die Chicagoe? antreffen, welch: die schlechten Geschäfte, das scheußliche Wetter, die erdöeb.'nhaft zerwühlten Straßen, die stadträthlichen Ausverkäufe, die Theuerung und die ganze übrige Misere auf eine oder mehrer; Stunden vergessen können. Weit gefehlt! Denn die Musentempel sind noch schwächer besucht, als in den letzten Monaten des alten Jahres, und sogar die Direktoren der deutschen Volkstheater" mit Tanz und Bier können nicht, bestehen, wenn sie nicht als Weltausstellungs-Bilder-hausirer. Anstreicher oder gar Lotteriezettel - Agenten ihren schwindsüchtigen Börsen e!nigermaß:n"ufh:lfen. Die Kirchen haben nur ihr 'ständiges Publikum, und was -die : Versammlungen anbelangt, so kann ich gegenwärtig nur jedem Vortragsredner, selbst wenn er direct aus Central - Afrika käme, den Rath geben, Chicago aus seinem Programm zu streichen! (Wer's nicht glauden sollte, der mög: sich'z. B. bei Westmark, Holub und dem Ez-Gouverneur Warte erkundigen.) Aber die Maskenbälle, ja. das ist etwas Anderes! Sie erfüllen dieselbe ich möchte beinah: sagen, heilig: Mission, wie im schwülen - Sommer die ebenso zahlreichen Picnics und Volksfeste. Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein." Ueber das Wie könnte freilich oft der Pfandonkel die beste Auskunft geben. Wer hätte aber das gedacht, daß unter Prinz Carnevals Scepter in den Vereins- und Logenkreisen der Gartenstadt fast ein noch lebhafterer Zwist über des deutschen Kaisers Sang an Aegir" entbrennen würde, als im deutschen Reich: selbst? Und das noch dazu, nachdem die Chicagoer sich erst kühl bis an's Herz hinan geen den Herrn der Fluthen" verhalten hatten, als in New Aork und Philadelphia schon seit gerommer Zeit eine Aegir - Schwärmerei ausgebrochen war! Die Hermannssöhne haben mit ihrem Beispiel Freund und Feind angesteckt, und kein Staatsanwalt im lieben Deutschland könnte in so heiligen Zorn über irgend einen Kritiker des kaiserlichen Vardenlttdes gerathen, wie die Chicagoeö Hermannssöhne über einen unternehmenden Turnverein, welcher sich erkühnte, den Aegir-Sang zu einem Maskenball - Lustspiel auszuspinnen, dessen Mittelpunkt Se. Majestät Wilbelm der Plötzliche" selber war, in höchst eigener wohluniformirter Nachbildung und mit der neuesten Himmelanstrebenden Richtung der Schnarrbartspitzen. Aber auch einen solch' grausamen Hohn ihren äg'?erb!g:istert:n Landsleuten und theilweise sogar Mitturnern zu bieten, welche in directen Depeschenwechsel mit dem kaiserlichen Dichter getreten waren! Hoch wallte das Blut der tiefgekränkten Hermannssöhne - Sangesbrüder, die deutschen Zeitunzsredactionen wurden mit Petitionen und Gegenpetitionen bestürmt, und man sprach soaar allen Ernstes von einem gerichtlichen Einhaltsbefehl gegen besagten Turnverein. Aber es ist weder zu einem solchen Versuch, noch auch nur zu einem Duell gekommen. Die Maskenball - Spektakelkomödie wurde proarammgemäß aufgeführt; wem sie gefiel, der lachte sich bucklig, und wem sie nicht gefiel, der ging eben zu einem anderen Maskenball. Die Fehdewogen scheinen sich jetzt so völlig geglättet zu haben, als ob Aegir selber ein Machtwor! oder einen flammenden Blick der Augen über sie geschleudert hätte. Ich habe gefunden, daß Fehden bei den Chicagoe? Vereinsdeutschen: überhaupt viel schneller überwunden sind, als es mir beim Deutschamerikanerthum vieler anderen Städte vorgekommen ist. Es liegt doch seit der Weltausstellung eine gewisse Großartigkeit in jedem Gartenstädtler. Sagte ich Ihnen nicht vorhin etwas von den Nebenberufen der Chicagoer Volkstheater Directoren? Ack. mancher echt: Chicago:?, dessen G:sichtskr:is sich ni: übe? die 190 Quad?ztm:ilen de? Windstadt hinaus v:?!ie?t. wäre vielleicht höchlich erstaunt, von so etwas Lb-erhaupt in einem Briefe geplaudert zu sehen. Denn Chicago ist vielleicht die classischste Stadt der Nebenberufe oder Sonnenuntergangs Berufe (wie man sie ja geaenwärtig in unserer Bundeshauptstadt nennen soll) auf dem ganzen amerikanischen Continent. nicht einmal Gotham mit seinen vielen gelehrten Schüsselwaschern und Kühemelkern ausgenommen. Ich habe hier eine Anzahl Bekannte, die mir im Uebrizen lieb und werth sind, denen ich aber doch möglichst aus dem Wege gehe, aus dem einfachen Grunde, weil ich nicht unaufhörlich Unterhaltungen über die Notbwendigkeit der Feuer-, Lebens- und sonstigen Versicherung oder über die Nothwen digkeit, das Glück zu verbessern, und, dergl. anhören will. Die officiellen" Berufe aller dieser guten Leute haben nicht das Mindeste mit solchen Dingen zu thun; aber ich habe schon so schrecklich viele Sonnenuntergangs - Agenten und Notare unversehens unter ihnen entdeckt, daß ich eine Heidenangst davor habe, irgendwo in Gesellschaft das Gespräch auch nur von Weitem auf einen Gegenstand gefährlicher" Art zu bringen, damit ich nicht noch mehr solcher plötzlichen Entdeckungen mache. Auch habe ich schon manchmal meinem Schöpfer gedankt, daß ich nicht in der Lage war. den Bürgerkrieg mitzumachen, und eine Pension beanspruchen zu können, und mir auch die christlichen Linsen zu Grundeigenthums - Transactionen fehlen. Denn sonst wäre mein Seelenfrieden noch viel mehr qestört. Ach. der Gegenstand ist für
viel: der zw?:-, drei- und viertheiligen Berufsmenschcn eigentlich zu betrübend, als daß man ein Scherzwort
darüber verlieren sollte. 1 Noch in einer anderen geschäftlichen Beziehung ist Chicago heutzutage eine wahrhaft classische Stadt. Noch nirgends sonst auf amerikanischem Boden habe ich den sccondhändigen" Handel 'aller möglichen Arten so schwunghaft entwickelt gesehen. Eö gibt ja auch anderwärts klein: Iüngen, welche z. V. Zeitunzen an Bahnstationen un -menlescn, in möglichst präsentaölenZustand brin?:n und wiede? verkaufen ode? doch Papiergeschäfte damit machen. Aber daß nicht wenig: Straßenbahn - Conducteure ein Nebengeschäf! daraus machen, weggeworfen: und lie-p-ngelaffene Zeitunzen als Aller neue stes wieder zu verlausen, das dürfte denn doch noch kein: so ganz gewöhn I ! liche Erscheinung geworden sein. Freilich, die Leute werden nicht derart honorirt, daß si: zu befürchten brauchte:., durch ein solches Neb:ng:schäft zu üppiz zu werden. Es ist mir, jetzt auch die feindselige! Haltung mancher Straßenbahn - Conducteure gegen ze:tungsHausirende Jungen, auch rvnit diese in keiner Weis: den Passagieren oder sonst Jemandem lästig sind, verständlich ae worden. (Welche amerikanische Stadt wird wohl die erste sein, in der Trinkgelder für Straßenbahnbedienstete aufkommen?) Die riesige Ausbildung dieser Tr'ö del - Industrien muß übrigens den richtigen Bücher- und Antiquitätenschnüfflern Chicago wie ein wahres Paradies erscheinen lassen. Denn wohl kaum in einer anderen amerikanischen Stadt ist ihnen jetzt so vielseitige Gelegenheit, wie hier, geboten, jede vergriffen: Zeitungs- und Magazinnummer, !jede selten gewordene GratisKunstbeilage", kurz, allen möglichen 7wch begehrten Trödel für Geld und ohne gute Worte erwerben zu können, sei er auch schon zerfetzt oder fleckig. So kann man Allem in de? Welt auch ein: ideale Seite abgewinnen! Und die billigen Zweiterhand - Ausgaben von Weltausstellungs - Bildern, die hie? veranstaltet werden, sind schon lange nicht mehr zu zählen. Rauch ist alles ird'sche Wesen." An dieses Dichterwort werde ich gerade in diesem Augenblick wieder lebhaft erinnert, da mich qualmende Rauchwolken bei Hellem Tag: zwingen, ein künstliches Licht auf diesen Brief fallen zu lassen. Wenn Sie je wieder von Erfindungen oder gar von Verordnung zur Unterdrückung des Rauchschadens in Chicago lesen, 'so glauben Sie es ja nicht! Alle Nasen lang muß der vielgeplagte Gartenstädtler entdecken, daß auch in dieser Beziehung noch Alles glücklich beim Alten geblieben ist. Du lieber Gott, was soll man auch Anderes erwarten, wenn Rauchinspectoren" herumlaufen, welche die Leute lediglich zu zwingen suchen, eine bestimmte, andere Kohlensorte zu kaufen, deren Agenten sie natürlich sind! DonnerWetter, da bin ich schon wieder in das sumpfige Thema der Chicagoer Nebengeschäfte gerathen. gestatten Sie mir, mich zu verschnaufen. I. R. Gegen die großen Theaterhüte. Selbst der geouldigste Wurin krümmt sich, wenn er getreten wird,' und der allzeit höfliche Anbeter wird zum ; Ankläger, wenn man ihn fortwährend schlecht behandelt. Vorbei ist es nun mit aller Rllcksich! der lammfrommen amerikanischen 'Gentlemen, sie werden zu bitterbösen Hyänen, weil man. ihnen alle und jede Aussicht geraubt hat. Energisch zerreißen sie die Rosensesselg, welche ihnen consequent die Augen verbunden, sie ermannen .sich zu einer Heldenthat und beginnen einen Feldzug gegen die Frauen, n:ni, vorläufig nur gegen die Theaterhüte. ' Ja, die holoen Dämchen haben esauch ' gar zu arg getrieben, von ihrer Freiheit einen zu ausgedeten." Gebrauch gemacht und schließlich ihre Anforderung an den Raum. d:r ihnen auf dieser schönen Erde rechtmäßig zukommt, durch allerlei künstliche Mittel zu weit und zu hoch getrieben. 'In stolzem Selbstbewußtsein und Ueb:rmuth bliesen und blähten sie sich immer mehr auf, bis die Weiblein allesammt wandelnden Glocken-mit. mächtigen seitlichen Luftballon - Verzierungen und einem geflügelten Wagenrad auf dem Kopfe glichen. Wie , sonst im Lebens so ist auch hier Hochmuth . vor dem, Falle gekommen, d, h. die bösen Herren von der New Jorker und New Jerseyer Legislatur sind nun entschloss sen. die Damen - Hüte yi Falle zu bringen. Es ist den Mannern des Gesetzes bitter Ernst um die gerechte Sache, und in diesem Sinne wurde sie, denn auch von dem Committee on General Liiws in Albany sehr eingehend besprochen. Jeder der anwesenden Herren berichtete, wie oft er in seinem Leben schon durch einen fremden, neidischen Frauenhut im Theater um die größten Kunstgenüsse schmählich betrogen worden ist, so daß nachgerade j die Ausbildung deZ Schönheitssinnes .der männlichen Musentempelbesucher . durch" die umsangreiche-Kopfbedeckung der Damen im Zuschauerraum dauernd i verhindert werde. Dadurch machen 'sich - die Damen eines ' groben Vergehens schuldig und für dieses müßten sie j fortan durch Geldstrafen von 510 bis zur Höhe von zwanzig Dollars bestraft werden. Ferner enthält das zukünftige Gesetz eine Bestimmung für die Besitzer von Theatern und Vergnügungshallen,' welche dahin geht, .daß die Directoren verpflichtet sind, jedem Besucher, dessen Aussicht auf die Bühne durch irgend ein lästiges Hinderniß gestört, ist, den Eintrittspreis zurückzuerstatten. Weiaert sich der Theater - Manager, das Geld herauszugeben, dann kann er zu eine? Buße im vierfachen Betrage ver-. urtheilt werden. So dürften denn in Zukunft die Damen den Theaterleitern noch mehr zu schaffen geben, als bisher. Vorläufig waren diese Herren nur darauf zu achten genöthigt, daß die Damen dom Tbeater nicht zu hoch geschürzt
aus Den weiroeoeuttnoen treuern erschienen sind, jetzt werden dieselben Directoren dafür zur Verantwortung gezogen werden, wenn die Damen im Theater zu hochfliegenden Kopfbedeckungen stöhnen und s ihren RückMännern und ebensolchen Frauen d'e Aussicht zerstören. Wenn je eine Reformbewezunz die Sympathien des großen Publikums auf seiner Seite gehabt hat. so ist es diese der Mitglieder der Legislatur in Albany und Trenton gegen die enormen Aöendhüte der Damen. Jeder Mensch kommt mit dem gleichen Anrecht an Lebensgenuß nicht nur in die Welt, sondern mit denselben Anforderungen an Augenweide und Unterhaltuna. in's Theater. Opernhaus, in die Singspielballe u. s. w. Warum sollte Mann" sich das ruhig gefallen lassen, daß man anstatt der mit dem größten Raffinement unseres JahrHunderts ausgestatteten schönen Gliedmaßen und Gesichtszüge der Künstler auf der, Bühne immer nur baumelnde, nickende Federbüsche, Merkurflllgel und Magenta - Cocarden vor seinen Augen herumflimmern sieht.... Nein, das muß besser werden, und deshalb unterstützen wir gerne die muthiaen Streiter im Kampfe o?:n de unförmigen, unschönen, unkünstlerischen. ungebetenen, undurchsichtigen Tbeaterhüte. Und wenn die Herren in Albany und Trenton ihren Vorschlägen demnächst Gesetzeskraft verleihen sollten, werden die Frauen des Em-pire-und des Staates New Jersey nicht mebr länger zögern, allabendlich respectvollst ihre .ft'ü; aöunebmeä. Wl. V. Staatszlg.) Ter Proeeö Tschebinatz.
In den Verhandlungen d:s Processes Tschebinatz in Belgrad der mit der Verurteilung der Angeklagten wegen Hochvs.rraths endigte, ist ein interessantes Culturbild aus Serbien entwickelt worden. Wenig aufgeklärt blieb dabei das gleichfalls zur Anklage gestellte Giftattentat auf den König von Serbien, wegen dessen auch Freisprechung erfolgte. Sima Gjakovitsch, Bezirissetretär aus Kragujevatz. und Milosch Miskovitsch, Bürgermeister und Bezirksobmann aus Arangjelovatz, wurden des vollbrachten Hochverraths angeklagt, weil sie sich verabredeten und Vorbereitungen trafen, den König Alexander gelegentlich seiner Ankunft in Arangjelovatz am 23. August 1893 zu vergiften und in solcher Weise vom Throne zu beseitigen, um die Dynastie Karageorgiewitsch auf den serbischen Thron zu erheben. Aus den Aussagen des im Kragujevatze? Gefängnisse befindlichen Haidukenchefs Stefan Baschtowan ging, de? Anklage zufolge, hervor, daß Gjakowitsch ihm ein blaues Fläschchen mit Gift gegeben und ihn nach Arangjelovatz zu Miskowitsch geschickt habe, damit ihn dieser bei der Ankunft des Königs in dem Keller unterbringe, wo die Weinvorräthe für die königliche Tafel aufbewahrt werden. Dort hätte Baschtowan genau aufzupassen, aus welchem .Gefäß der Wein für den König eingkschänkt werde, und in dieses Gefäß hätte er das übergebene Gift schütten sollen.. Nach vollbrachter That sollte er sich in das Haus des Miskowitsch flüchten, der ihn auf sicherem Wege über die Grenze nach der Türkei bringen würde, wo er abzuwarten hätte, bis der Umsturz in Serbien vollzogen sei; darauf sollte er in die Heimath zurllckkehren und sammt seiner Familie reichlich belohnt werden. Thatsächlich habe sich Baschtowan im königlichen 'Weinkeller in Arangjelovatz befunden und die vollkommene Möglichkeit gehabt, daZ geplante Verbrechen auszuführen. Er habe wahrgenommen, daß der Wein für den König einem grünen Kruge entnommen werde, und er sei von seiner verbrecherischen That nur deshalb abgestanden, weil er zuvor Ge legenheit hatte, den König ' zu sehen, und ihn Mitleid mit dem jugendlichen Herrscher erfaßte. Darauf habe er das ist- dem Maskowitsch zurückgegeben. Gegen Gjakowitsch spreche noch, daß er auö der Kasse der Kragujevatzer Bezirlsvertretung d:m Baschtowan 200 Fr. angeblich für das 'Einfangen von Haiduken, in Wahrheit aber a!5 Entschadiaung für das versuchte Attentat ausfolgte, und daß er vor der Ankunft des Königs in Arangjelovatz wiederholt dorthin kam und .mit .Baschtowan Zusammenkünfte hatte. - . Die Beschuloigten setzten den Behauptungen per Anklage und den Ausjagen des Haiouken-oefs Baschtowan die enlschiedenjte Ableug.iunz enrgegen. Gjakowttjch behauptete, er wäre im August 1833 in Foge der am 1. April erfolgten Beseitigung des liberalen Rcgimetz von so.cher Begeisterung für den Konig beseelt gewesen, daß er ein berittenes Banverium orgamsirte und an der Spitze desselben den König auf sein:r damaligen Äeise durch das Land begleitete. Der König habe ihm persönlich seinen Dank dafür ausgesprochen. Der zweite Angeklagte, Mistowitsch, berief sich darauf, daß er für den König in. Topola. wo er auf das Grab' des Karageorg . einen Kranz nie derlegte, Wild, und Fische zubereitet habe, woyon der König aß, ohne daß ihm das-Geringste zugestoßen wäre. Er hätte also in Topola reichlich Gelegenheit gehabt, den König zu vergiften, wenn er eine solcheAbsicht gehabt hätte. Andererseits aber lauteten die Aussagen Baschtowan's ungemein belastend. Nach dem Sturze des radikalen Reg:mes zog er als Chef einer Haidukenbände in die Wälder. Im 'verflossenen August erst gelang es der Behörde, ihn mit seiner Bande zu. umzingeln und nach heftigem Widerstände zur Wasfenstreckung zu- zwingen Kaum im Kragujevatzer Gefängnisse untergebracht., machte er freiwillig die Aussa gen, welche zu dem gegenwärtigen Pro? zesse führten." Vor-Gcricht den Angeklagten'' gegenübergestellt, v wiederholte. er Alles genau so. wie es in der Anklageschrift dargelegt war. Die Ar.ge thaten und die Vertheidiger bezeichne
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ten Alles, was' Baschtowan aussagte, als erlogen. Die Thatsache aber, daß der gefährliche Bandit im königlichen Weinkeller zur Dienstleistung zugetheilt war, wurde sowohl vom königlichen Kellermeister als auch vom könizlichen Leibjäger bestätigt. Beide Hofbedienstete sagten aus, sie wären f'örmlich erschrocken, als sie aus dem Munde Baschtowan's hörten, er sei ein gefährItöer Haiduk und bereits dreimal zu Zwanzigjähriger Zwangsarbeit verurtheilt, aber jedesmal aus dem K:r:er entsprungen. Der Bandit rühmt: sich in frecher Weise se'ner verbrecherischen Laufbahn. So lang: ich Gelo habe." sagt: er, leb: ich friedlich. Sobald mir das Geld ausgeht, ziehe ich als Haiduk in's Gebirge und bin König der Berge Gorstt Car. Wo ich auftauche, zittert die ganze Gegend vor mir." Als ihm der Leibjäger Robe!, ein herkulisch gebauter Tiroler, darauf bemerkte, er habe keine Furcht vor ihm. und wenn er ihm im Walde begegnen sollte, würde er ihn' in Stücke reißen, antwortete der Bandit: Du irrest dich, mein Lieber, du weißt nicht, was ein serbischer Haiduk ist." Freilich wiesen die Advokaten, welche die Vertheidigung führten, nicht mit Unrecht darauf hin, daß ein Sträfling kein unbedenklicher Zeuge sein könne. Ebenso 'fragten sie nicht ohne Geschick, wo sich denn in diesem VergistungsProcesse das Gift, das wichtigste Corpus delicti, befindet. Der Advokat Velja Todorowiifch richtete an Bafchtowan direkt die Frage: War Gift in dem Fläschchen. das dir Gjakowitsch gab?" Schlagfertig antwortete er: Gekostet habe ich's nicht, aber Gjakowitsch sagte 'es." Deutsche Loeal?Zaü)ria)te, ITrovim Sranvendurg. Berlin. Der Prediger Dr. Llsco in Rummelsburg ist wegen seiner mit der Auffassung derKirchenbehörde nicht iiber:instirnend:n Überzeugung übe? die Agende auf feinen Antrag vom Amte suspendirt Md in die Discivlinaruntersuchung gezogen worden. Bor einiger Zeit erregte namentlich in Officierskreisen die Nachricht Aufsehen, daß der Lieutenant Graf Friedrich v. Spee vom 1. Garde-Dragonerregi-ment seinen Abschied genommen hätte. Jetzt wird aus Köln gemeldet, daß der 29jähr!g: ehemalige Lieutenant die niederen Weihen erhalten habe. Dieser Tage hat sich die MaterialwaarenHändlerin Frau Bertha Hosfmann, nachdem sie zwei von ihren Kindern vergiftet hatte, aufgehängt. Ihre 12jährige Tochter unö ihren 9jährigen Sohn hatte die Verstorbene, da sie auf die Frage der Mutter, ob sie mit ihr zusammensterben wollten, geweint hatten. zu einer verwandten Familie geschickt. Die Verstorbene soll schlecht von ihrem Mann behandelt worden sein und hat auch mit großen Nahrungssorgen zu kämpfen gehabt. Der große Petroleumlagerhof am Südufer ist in Flammen aufgegangen. Zwei Arbeiter werden vermißt, die durch Unvorsichtigkeit eine Explosion und dadurch den Brand verursachten. Der Scha den wird auf 50,000 Mark angegebkn. Zlrovink Z1nnern. Bu blitz. Gegen den Bllrgermeisier v. Voß von hier ist seitens der Staatsanwaltschaft wegen fahrlässigen . Meineids Untersuchung eingeleitet wor- . den. . i L u b o w. Der Polizei - Sergeant Brink hat auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zu Stolp den muthmaßlichen Mörder, eines vor etwa 15 Iah : ren ermordeten Solingers" (Messer ' Händler) Fürstenberg aus Zanow in der Person.des Carl Machalsky in Lubow verhaftet. Provinz Z?osen. Posen. Zu der in diesem Jahre ! hier stattfindenden GeWerbeausstellung .sind gegen 500 Anmeldungen erfolgt. Das mit einem Kostenaufwand von 500.000'Mark neuirbaute Stadthaus in Posen ist feierlich eingeweiht wori den. Vrovink ONpruNen. ' Tilsit. Der Sohn des Besitzers Thiemoreit aus Heygerey gerieth mit ; eanem Knecht seines Vaters in Streit. Er wurde so zum Zorn gereizt, daß er I ?n f$irliT ftitä St f4itf firtff unS V l ii fciV.4fc a4' VIU HilV den Widerspänstigen . niederschoß. . VrsVitti Oadrfttr., Erfurt. Der Plan der Erbauung einer Bahn' quer- durch den Harz von Nordhausen, nach Wernigerode ist durch . die ' Betheiligung großer Banken gesichert, - Der Chefarzt des hiesigen Krankenhauses, Dr. med. Bock, ist an einer Blutvergiftung, di: er sich wah rend? einer Operation zugezogen hatte, schwer- erkrankt. Der Bund - der Landwirthe der Grafschaft Hohenftein beabsichtigt .in Sachswerfen im Lauf dieses Jahres eine GenossenschaftsBäckerei zu gründen, um den Werth des heimathlichen. Getreides zu. heben. N a u m b u r g. : Zwei hiesig: Mau rer, die vor. .länger denn Jahresfrist mit einem Wittenberger Bauunternehmer nach 'Jerusalem gezogen waren um an dem Bau der dortigen evangelischen Kirche mit zu arbeiten, sind jetzt von dort zurückgekehrt, da es dem Unternehmer gelungen ist. unter den dor tigen arabischen Bauhandwe'rken 'billkgere Arbeitskräfte' zu gewinnen. . Vrovinz Samtener. Hannover. Stattgefunden bat nunmehr die , Überführung bis. früheren Abgeordneten Hans Leuß in das Zuchthaus zu Celle. Derselbe wird dort als Tischler 'in der Strafanstalt beschäftigt.Osnabrück.. Ein Mord wurde hier .in der Nähe des alsen .Bahnhofes an dem Bremser' Heinrich Eickmeyer aus Schinkel verübt. Derselbe wurde in einer Blutlache-liegend virn einem Wächter , todt aufgefunden. Von dem Thäter fehlt jede Spur. Der Verdacht lenkt sich.auf eine unekanntePerson, die von einem Nachtwächter in .de? Nähe des 'Thatortes gesehen" worden ist ,
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Nheumatiömus, Rheumatismus, Rheumatismus, Rheumatismus, Rheumatismus,
4 Heilt sicher Neuralgie, Neuralgie, Neuralgie, Neltralgie, Neuralgie, o ?rovlttf Schlesien. G ö r l i tz. Das hiesig: SZÄurzericht verurtheilte die wegen Saitenmordes angeklagte Schächterwittwe Anna Schiep aus Niesky, welche am 5. September 1894 den Fleischermeister Schiep vergiftet hat,' zum Toe. L i e g n i tz. Vom hiesigen Schwurgericht wurde die Ehefrau des vom Schwurgericht - in ' Brcslau wegen Raubmordversuchs' gegen den Geldbriefträger Hllbner zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilten Malers Teichert von der Anklage des versuchten Mordes freigesprochen. Frau Teichert hatte bekanntlich aus Verzweiflung übe? die That ihres Mannes den Versuch gemacht, sich und ihre drei Kinder durch Kohlenoxydgas zu tödten. S p r o t t a u. Der Monteur Kuntze, der massenhaft vorzügliche Nachahmungen, von Silber- - und Wickelmünzen hergestellt hat, wurde vom Schwurgericht zu fünf Jahren ZuchtHaus, seine Ehefrau wegen Mithilfe zu 1 1-2 Jahren Gefängniß verurtheilt. illjelnprouUti. Koblenz. Dieser Tag: erfolgte in d:r Wohnung der Baronin Herzeele eine Gasexplosion. Ein Postbeamter, der den Knall gehört hatte, schlug sofort ein Fenster ein, stieg in das Zimmer und riß die bewußtlosen Damen aus den Betten. Die herbeigerufenen Aerzte vermochten die Damen in's LeUn zurückzurufen.' Köln. In der Pfarrkirche St. Andreas entstand neulich Morgens, als gleich nach Oeffnen der Kirche die Gasbeleuchtung an der Krippe, angezündet wurde, durch Explosion der Gasleitung ein Brand, welcher indeß druch das muthige Eingreifen des Küsters Herkenrath nur geringen Umfang annahm. Der seit einigen Tagen verschwundene Kassirer einer größeren Etablissements in Bergisch-Gladbach ist auf dem hiesigen Friedhofe entseelt aufgefunden. Eine Untersuchung wurde eingeleitet. M a l m e d y. Zwischen einem Studenten der Medizin und einem Supernumerar des hiesigen Zollamts ' fand aus nichtigen Gründen ein Duell statt, wobei ersterer schwer verwundet wurde. Rheydt. Die Eheleute Joh. Mülen und Sophie geb. Quack, feierten das Fest der goldenen Hochzeit. In ungefähr zwei Monaten sind hier vier goldene Hochzeiten gefeiert worden. Vrsvittx Mestkalen. Ha v ix deck. Hier sind , zwei junge Mädchen im Alter von etwa 13 Jahren auf einer Wiese, in der Nähe des Dorfes, beim Schllttichuhlaufen i durchs Eis gebrochen und fanden den Tod. Zwei junge Mädchen, die bei den Verunglückten waren, fielen auch i in's Wasser, konnten sich aber retten, j I s e r l o h n. Commerzienralh Dr. ffleltmann gab 25.000 M. zum Bau eines evangelischen Krankenhauses. Münster. ' D'e Bergleute Schä del und Strieöer aus Vickern wurden vom Schwurgericht wegen Ermordung ; der Ehefrau des Strieber zum Tode i beurtheilt. Die Näherin Schmidt er'hielt wegen Begünstigung dieser That ein Jabr Geiänoniß. H ö ch st e Freundschaft. Student: Es freut mich außerordentlich. Sie kennen gelernt zu haben, mein Herr. Ich. habe Sie während der kurzen Zeit unfezer-Bekanntschaft so licö gewonnen, daß ich Sie alle Augenblicke snpumpen könnte!" Der kleine Jsidor Silberstein geht bel schönem Wetter mit aufgefpanntem Regenschirm auf dem Markte ;in Krotoschin spazieren. ' Vorüberge'fcnde fragen ihn: Warum gehst Du 'bei dem. schönen Wetter mit. dem Regenschirm?" Darauf die Antwort: Weil, wenn es regnet, tragt ihm der Täte:"Vereitelte Rache. Vfarrcr: Na, Bauer, was ist Euch, denn? Ihr seht ja so mürrisch aus!" d)iiir rcitj; rc,i::.v... vituvi. Ou' wbti 9 vuuy, viyuuuiutii. Habe ich mich das ganze Jahr darauf gefreut, dem Nachbar Franzel morgen aus dem. Kirchtag Eins ordentlich auszuwischen, und nun legt sich, der Kerl gestern hin und stirbt!" - Wedenken Oie, daß die Wiöconson Central Bahn unbedingt daö Zutrauen deö Publikums besitzt, da sie bei Weitem die populärste Linie zwischen Chicago, Milwaukee, St. Paul, MinneapoliS und dem Nord'weften ist und fernerhin als die Pullman Linie zwischen Chicago. Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plätzeu am Superior See angesehen wird. Bedenken Sie ferner daß die Wiöeonfin Central die bedeutendsten Punkte in Wiöconfin berührt, mehr Geschäftsplatze erreicht als irgend eine andere Linie im Nordweften, daß der Speiseroagen feiner ausgestattet ist als irgend einer der anderen Linien, '-gür weitere Auskunft als, Raten, Routen," wenden Sie lich an ben nächsten Ticket Agenten oder an Saö. C. Pond, Gen. Pass. Agent, Nilvaukee Qiö
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rtbünc ist daö einzige Blatt in Sndiana, velHeb di Interessen des Volkes gegenüber der Macht ber Plntokratte vertritt. ZU Oman des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiin teressen kämpft sie unentwegt für Freiheit. MW auf allen Seöietea des Leben. Die Arbeit bei Volkes ist die Schöpferin alle Wohlstände? und darum wirken dir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freubebringenden Lust, statt zur niederbrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte eö als moralische Pflicht axpsind' Leser der Zsdiana Tribüne sei Das reichhaltige Sönntags - Blatt bietet eine Fülle unterhaltenden LeseSoffes. Der Abonnements Preis : der täglichen Tribüne ist 12tr, des SonntagSblatts gc, beider zusammen I I (?tS., Per Woche oder SI VtS. Per Monat. Durch die. Post versandt, kostet .tc Taeblatt SS, das Sonntagkölatt -HI per Jahr, beide zusammen S3 in Vorausbezahlung. rurÄsKchen l; - aller Art werden rasch und billig aus geführt. (LintrittAkaöten, Qnittnnge, 5vvstitutwR, ?IeödrnHen, GeschSseSkarten, . QrUsLöpfe, Sixivilczxtt Arograrsrse n. f. t?. für Geschäftsleute und vereine werden . , geschmaekdoll ausgeführt. 11 HU jgBBIj ZlchkLSNliZ. 3.
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