Indiana Tribüne, Volume 18, Number 139, Indianapolis, Marion County, 6 February 1895 — Page 3

WIRKT WUNDERBAR

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Seschiovr,. Nlind und Salleidn. flechten und alle ttolgcn der leldstdefl,e?u,s und Z?kgen tti Au schweifen? bei verk'klrctbetkn vdr nver deirateten. LuSflüsie Lerenger:mc,kn tte , die nock io verzweifelt sind, kommt vder Tjs schreibt Epr1,stnd'' worfle' biS S Uhr, Adond biZ S Uhr. ittwvch-unv Samstar.z K bi tieUhr iendt. Sonniags 9 til 12 Uhr. Der einzige Sohn. rkit dem lS.JaSr besuchte 14 da oUegium. litt an (iatanf). tetetin Spectaltft'aste, wo ich dafür bkdandelt wurde Konnt nickt studiren. mnn eljirn ver rvtrrke sich, welche! mich seb? unglücklich tnadike. elsg auch ..... . . ; f ix ix IIICIUC (JlIUUVTi U IX lliujl dieielden rguuatn minnachen sonnte, tcjn war ich auch der 'einzige Sonn und mein Eltern t Katen Vroe ton m.r fiofjra.- Mtm Catarrb war ein ftQdef. niet't Leiden - ' . wtt Tirn ttt m r c , h den Teidttde V neekun ttno arioern Man fleckuna und andern L a t t x n. Jch er'Zttte einem Vater all?, er ichic!: mich nach art ur Bebandiung. Die Professoren denud ten Mercury. welches NbeumattSmu er rsuate. n den heißen Quellen. a ch e n. D u t s ch and. erschien die Krankheit wieder, ich verlor mein Haar. Geschwür zeigten sich am Mund und B inen. am SSrver Beulen und im Gesicht kayserfirdige Flecken, kurz, ich toit tn totales Ljrack. Bater kam und nadm mich zu Z berühmt rzten Berlin?: dies weiger ten sich jedoch mich zu behandeln und sagten, wegen .l'ddach:samkk sel für mich keine Rettung mehr. DtSrzweislung brach: meutern Vater in einer Nacht araue, Haar. Sein Sohn war hoffnungilo verloren, eine verfault Mass von eulen. 9liit New Vrk zurückkehrt, bezegneten wir Prof. St Öait Jarine. inen gelehrten Franzosen, welcher fiat. gäde tSintn. btt mich kuriren kannte : sei Schrjohn. Vanier. sei vor li Jahren zurück an g blich mit Quecksilber von Prof. Liico.d curtrt wor n. aber ledkeS Jahr sei eZ v?:l ?"e,iem auZzebro chea und bakte i:im beinah bi jluitn erfiessen. Brrf XouttlslB andZ wollten ih'.n di Zunge au? schneiden, aber dtes rzt hetlkk idn. ohne diese, zu thnn. r sei berühmt, lehrt und kr Itch. En Na m sei Dr. S. ff. "Xbttl, 1317 Vrch Straß,, Vbilakeiphla. Ich ennnertemih ieine L.effen S:er beim fiukdail.-diel gesehen zit dade nnS s? ttvoo ich ?a!,r. mich ja ihm i netz pien. Sr. Z'ottl untasa.bte mich gründlich. edeu,a BtineR Urin und Vl.it. itc Uzte: Bleib belm:r nd du wlr't aelz.llt werden, worauf mem Patcrer ieoert: Toctor. Ei ma.-hen au mir einen glückli chenMaANUNd r:?en nie'ne ror einem fiü de Grade ) 'r. ti: u .. ri'.i nnb ttlt Tö.ek, lr ii; ,. i.i;r?i iH:i.ij..i :i,.k. k,-li tuiA, n einzigen Eobn. Iiknze Männer, nebmt mei UTrnunq und geht zu Tr. Tdeel kur vevandluna. SrwirA iuch kurirea. Geschworen in Ort vor bem ffriedenichk? ? 'S elland. r . f.u. , U AWb UIIV HWtlf VW. . . Jf I g nnlj V". UT Allst Alt.4t tinn 7HliitnitttlitnA

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Amerikaner. Roman von dolf Streckfuß. sjtnrrsfpiinQ.) ' 3n der Thut des Wl'.hue? ftaf.;.ie Giepne nucTnb, d:c 3ia:müis ler schnitz, er lehnte sich g?z?7. fc:n Thürpfosten und überschaute von seinein Ll5bll7.g-p.atz aus b:n Hof ; nichts, was auf demselben vorginz.entzog sich seinen scharfen Augen, dies wußten alle die Zn der Mühle und auf dem Hof beschäftigten Arbeiter, sie . fühlten sich streng beaufsichtigt, sobald ! der Sägemüller scheinbar ganz unbeschäftigt auf seinem Beobachterposten stand, und arbeiteten mit dem doppelten Eifer, denn der Sägemüller war ein gestrenger Herr, der keine Faulheit oder er .f. rr l i ! laaziaiilglell ouieie, wenn er aucq sonst sich immer milde und freundlich gegen seine Arbeiter zeigte. Als der Müller den in den Hof einfahrenden Wagen erblickte und den in diesem sitzenden, die Zügel führenden Doktor Berg, seinen Hausarzt, erkannte, flog ein Lächeln über sein Gesich, er ging den Ankommenden einige Schritt entgegen und als der Wagen vor dem Hause hielt, bot er dem Doktor herzlich die Hand. Willkommen, lieber Doktor!" rief er vergnügt. Jch erwarte Sie schon lange. Ihr Kutscher, der Ihnen auf dem Fußweg vorausgegangen ist, hat Sie wohl, vor länger als eine halb: Stunde angemeldet. Herzlich willkommen und doppelt willkommen, da Sie mir auch einen andern Besuch mitöringen, den ich schon seit acht Tagen sehnlichst erwartete. Irre ich nicht, dann habe ich di: Ehre Herrn Doktor Falk zu begrüßen." Er bot auch Falk die Hand, seine Begrüßung war so herzlich freundlich, so einfach und natürlich, daß sie auf Falk den günstigsten Eindruck machte; als er dem Sägemüller in das freundliche, off:ne Gesicht, in das treue, blaue Auge schaute, mußte er unwillkürlich lächeln über sein durch in:ge hingeworfene Aeußerungen des boshaften, klatschhaften Herrn Ullrich erzeugtes ungerechtfertigtes Mißtrauen gegen den allgemein hochgeachteten Mann, er wunderte sich nicht mehr darüber, daß Doktor Berg empört über dies Mißtrauen war. 3a, Herr Doktor Falk, ich bin Jhnen eigentlich böse, daß Sie nicht eher den Weq nach der Sägemühle gefunden haben-, fuhr Schmitz. Falk kräftig di: Hand schüttelnd, fort. Ich hoffte Sie würden Mich, den alten Freund des Herrn Müller, schon in den ersten Tagen nach Ihrem Einzug ins Rothe Haus mit Ihrem Freunde, dem Herrn von Dyssern, besuchen. Da Sie Z nicht gethan haben, wagte auch ich nicht, Si: zu belästigen und bin deshalb li:ber gar nicht nach dem Rothen Haus gekommen, so sehr ich mich auch sehnte, ven berühmten Dichter von Angesicht1 zu Angesicht zu sehen. Nun freue ich mich doppelt, daß Sie doch endlich da sind. Seien Sie mir nochmals herzlich willkommen!" Die Freude, welche der Sägemllller empfand, war deutlich auf seinem Gesicht zu lesen, sie schmeichelte Falk, der hierfür nicht ganz unempfänglich war; er entschuldigte sich mit einigen Wor ten für . sein langes Ausbleiben damit, daß er mit seinem Freunde Kurt dem Müller seinen Besuch habe machen wollen, in der vergangenen Woche aber nicht dazu gekommen sei, weil er immer allein größere Streifpartien in der Umgegend gemacht hab:. Ich weiß es-, erwiderte der Müller. Ich. hab: täglich von Ihren Streifzügen gehört und wie Sie als ein echter Dichter dieselben benutzt haden, um Land und Leute kennen zu lernen. Jeder Bauer weit in der ganzen Umgegend kennt Sie und spricht von Ihnen, besonders aber 'von dem lebendigen Interesse, welches Sie für unseren unseligen Sicherheitszustand fühlen. Manche Leute wollen sogar glauben, Sie hätten ein höheres, als ein gewöhnliches Interesse, Sie suchten die Menschen auszuforschen und was dergleichen Thorheiten mehr sind. Darüber und über vieles Andere wollen wir beim Glase Wein recht gemüthlich plaudern. Bitte, folgen Sie mir. Auf dem Altan im Garten finden wir einen Platz, ganz geeignet für eine ungestörte. trauliche Unterhaltung. Ich werde Sie führen.-. Er zog Falk und den Doktor voran durch den Hausflur, noch batte er die nach dem Altan führende offen stehende hintere' Haustbür flicht erreicht, als eine andere nach dem Hausflur führen de Thür linker Hand sich öffnete uno a"s derselben seine Frau auf den Flur trat. Sie schaute den Doktor un) ev.f ii n .. t!n.,. t.MTt4.i Ijau um iixujtaucii, iuicitu -unu.,ii an. Ihr Sesuch ist schon doppelt gemeldet worden, Doktor", sagte sie, ohne die Beiden vorher einesGraßes zu wür diaen. Natürlich hat Sie mein lieber Mann mit dem ehrlichsten Gesicht von der Welt .herzlich willkommen geheißen, natürlich hat er sich unbändig gefreut über Ihren Besuch und wirv nun gleich Wein auftragen lassen, um den lieben Besuch zu feiern. ' Ich aber freue mich nicht. Ich wünschte. Ihr Wagen hätte unterwegs die Axe gebrochen. Meinet wegen hätten auch Sie oder JhrFreund dabei ein Bein brechen können, das wäre Ihnen zuträglicher gewesen, als dr Besuch hier in der Mühle.. Sie hätten etwas Besseres thun können, als den. Fremden hierher zu führen. Doktor Berg! Die Mühle ist keine Herberqe! Der Wein, den Sie hicr umsonst trinken, könnte Ihrem Freunde theuer zu stehen kommen. - Ich warne Sie. Doktor Berg, und auch Sie, Herr Doktor Falk, so heißen Sie ja woh! Trinken Sie nicht zu viel und. halten Sie sich den Kopf klar, wenn Ihnen Ihr Kopf lieb ist. Ich will nicht daß Ihnen auf dem Rückweg ein Unglück zustoße. Hörst Du, Mann! Ich will eö nicht."' ... . -

Still. Alte! Zügl: Deine Lunge. oder " rief der Müller mit'dro hendem Tone, die Frau beim Arm pa 6:nd und sie heftig schüttelnd; sie ab.l r'Z sich loZ. Willst Du mir drohen?" schrie sie mit gellender Stimme. Wag: es doch! ann schrei: ich in di: Welt hinaus, daß nein, Du wazst es nicht. Du faan': mich nur mit wüthenden Aü c:n an. Können 31'.! morden, dann lebte ich lange nicht mehr. Aber Du kannst ruhig sein, noch schweige ich, wenn Du mich nicht zum A:uß:rsien treibst. Aber ich ertrage es rnt, daß ne ies Unglück gsch'et. Ich ertrag: t'2 nicht, ich w:rd: sonst wahnsinnig. Hörst Du, Mann ich ertrage es nicht! Und deshalb warne ich Sie, Doktor Berg! Haben Sie den Fremden hierher g:bracht, dann bringen Sie ihn auch sicher nach dem Rothen Hause zurück. Und noch einmal sei es Ihnen gesagt, Doktor Berg, trinken Sie nicht zu

viel! Schlagen Sie dem Heuchler!schen Schuft lieber die Flasche auf den Kopf, wenn er Sie zum Trinken nöthiqt!" Sie lachte scharf, gellend auf, dann trat sie, die Thür krachend hinter sich zuschlagend, in das Zimmer zurück, aus welchem sie gekommen war. Der Sägemüller war, als die Frau so wild drohend zu ihm sprach leichenblaß geworden; aber die Fassung hatte er nicht verloren; sobald die Tbür dröhnend hinter ihr zuschlug, wendete er sich zu Falk und in seiner gewohnten, ruhigen Weise sagte er: Sie sind Zeuge einer traurigen, ja für einen Fremden entsetzlichen Scene geworden, Herr Doktor. Ich mache inir einen Vorwurf daraus, daß. ich Sie vor derselben nicht geschützt habe. Ich hätte meine unglückliche Frau einschließen sollen, denn sie hat, heute ihren schlimmsten Tag. Aber ich thue es so ungern! Wenn die unglückliche Frau der Freiheit beraubt wird, geräth sie in vollständige Raserei, so vaß ich in sieter Sorge sein muß, sie werde sich ein Leid anthun." Sie werden doch endlich meinen Rath befolgen und die arme Kranke eir.er Heilanstalt übergeben müssen!" sagte Dokto'r Berg erregt. Nein, nein! das thue ich nicht, um keinen-Preis! Sie hat ausgeharrt bei mir als mein liebes treues Weib, Quch als es mir recht traurig erging, und nun sollte ich sie jetzt verstoßen, well sie krank ist? Sie wurde verzweifeln. wenn sie in eine Anstalt gebracht würde, ihre einzige Freude ist es ja, hinauszugehen in den Wald, sich Vlumen zu pflücken, aus ihnen Kränze zu winden, um daS Bild unserer armen uns so früh entrissenen Kleinen damit zu schmücken. Und dieser einzigen Freu de, die sie im Leben in ihren lichten Augenblicken noch hat, sollte ich sie b:rauben? Und weshalb? Sie schadet Niemand. So schlimm, wie heute, is! si: selten. Sie belästigt auch Niemand. Wie selten erhalte ich Besuch hier in der einsamen Mühle, und dann 'zieht sie sich fast Zimmer vor allen Fremden scheu zurück.' Meine Leute sind an' sie gewöhnt, sie achten nicht mehr auf ihre wirren Reden, so habe ich denn allein zu leiden, wenn ihre unglllcklicheKrankheit sich zum .wilden Toben steigert. Ich muß ertragen, was Gott mir auferlegt hat. Ich würde mich gar nicht beklagen, wenn mich nicht die, stete Sorge peinigte, daß sie bei einem ihrer Wuthausbrüche sich das Leben.'nehmen könnte. Sie hat schon oft. erst; heute wieder, gedroht, sie werde sich herab-, stürzen vom Felsen. Jedesmal., wenn sie das Haus verläßt, um in den Wald zu gehen, lebe ich in tödtlicher Angst. daß sie nicht wiederkehren werde, und doch darf ich sie nicht' begleiten, denn jeder Versuch, sie zu beaufsichtigen, steu gert ihre Aufregung bis zur Raserei. Es ist ein schweres Unglück,' welches Gott mir auferlegt hat; aber noch immer tröste ich mich mit der Hoffnung, die Gemüths krankheit meiner armen Frau werde bei liebevoller Pflege mit der Zeit, sich lindern. Gott werde ihr wieder volle Gesundheit schenken." Er seufzte recht tief aus vollem Herzen auf, dann aber wendete sich zu Falk. Verzeihen Sie mir, Herr Doktor, daß ich Ihnen ein solches ' Klagelied vorgesungen habe, aber wovon das Herz voll ist, davon fließt der Mund über. Jetzt aber sollen Sie mit meinem L:id nicht länger belästigt werden. Meine arme Frau wird uns nicht fer ner stören, nach jedem Wuthanfall wird sie ruhiger, jetzt sitzt sie wohl in ihrem Schlafzimmer auf dem Bett und starrt eine Stunde und länger träumerisch vor sich nieder. Kommen Sie. Herr Doktor, wir wollen die traurige Scene, die Sie erlebt habzn. b:i eir.em heiteren Gespräch zu vergessen suchen." Er nahm d:n Arm Falls und führte diesen weiter nach dem Altan zu, dem iuifch, auf dem schon für die erwarteten Gäste die Gläser bereit standen. Aus einem Weinkühler, der neben dem Tisch auf dem Fußboden stand, ragten die Hälse mit mehreren Weinflaschen hervor. Die so:b:n erlebt: Scene hatte auf Falk einen ganz eigenen unheimlichen Eindruck gemacht. War die Frau des Müllers wirklich wahnsinnig? Der Müller behauptete es und die Worte des Doktor Berg hatten es bestätigt, auch ihre verzerrten Züge, ' ihre eigentümlich funkelnden Aug:n, ihr stechender Blick und die wirren Worte sprachen für eine 'Geistesstörung. Unwilliürlich aber mußte Falk an die Worte denken,, welche er. vor etwa acht Tagen ecuf der Fahrt nach Nonnenthal von dem alten Herrn Ulrich gehört hatte: .Ich glaube, nicht daran, daß sie verrüclt ist, der Schmitz hat wohl seine guten Gründe, sie dafür auszugeben". - p ungefähr hatte Ulrich .gesagt und unwillkürlich mußte Falk sich , sagen, ' soelche Gründe wohl den Sägemüller k:nxgen konnten, den Glauben zu verbreiten .daß seine Frau wahnsinnig ; sei. .Falls scharf beobachtenden Augen ' war eS nicht entgangen, wie blaß der Sägemüller wurde, als die aufgeregte l k?rau!.ibm drobtemit:dem unvollende

k:n Satze, sie walle tn'die Wett hmausschreien, daß Was wollte sie in die Welt hinausschreien? Was sarchtct: der Sägemüller? Weshalb r-irnte die Frau vor zu vielem Trin!:n? Weshalb fordert: sie d:n Doltor auf, den Freund sicher nach dem Rothen Hause zurückzufahren? Diese Fral?:n wirb:It:n in Falks Kopf, ohne d'.ß er eine Antwort auf sie fi:n l.nnte, aber si: riefen in ihm jenes unbe'timmt: Mi zirpen wieder hervor, trel: durch d'e Vertrauen erweckende (.rscheinung des Säaemüllers für kurze ?.eit erschüttert worden war. Ich' s'g: Ihnen, ich traic ihn nicht, dem Schmitz!" so hatte der alte Herr Ulr'ch gesagt, daran mußte Falk hnken und fast in demselben Augenblick machte er ein: merkwürdig: Entdeckung, die eine Fluth von wirren, durcheinander wogenden Gedanken in ihm erzeugte. l Der Sägemüller hatt: die Gläser für seine Gäste gefüllt, dann reichte er s-alk ein Kistchen mit Eiqzrren. Ich

weiß, Sie rauchen," sagte er. die Kiste öffnend, ich bitte, bedienen Sie sich. Sie können es ohne die Furcht thun, hier auf dem Lande eine nicht rauchbare Cigarre zu finden. Mit Cigarren bin ich ein Feinschmecker, es ist mine einzige etwas kostspielige Liebhaberei, und so kann ich Ihnen denn eine Cigarre bieten.' die Sie 'sicherlich mit Genuß rauchen werden." Als Falk in di: ihm dargebotene Cigarrenkiste blickte, stieg plötzlich in sonderbarer Jdeenverbindung in ihm die Erinnerung auf an den Cigarrenstummel, den er im Walde gefunden hatte. Die tiefdunkelbraune Färbung der Cigarre hatte auch der Stummel gehabt, er. konnte sehr wohl voa einer solchen Cigarre herrühren. Hier ist Feu'er!" sagte der Sägemüller; er bot Falk ein ZündholzSchächtelchen. eS enthielt dunkelrothe Zündhölzer mit gelben Köpfen. Falk fühlte, wie seine Hand bebte, 5ls er die Schachtel nahm, er mußt: seine ganze Willenskraft aufbieten, um äußerlich ruhig und unbefangen zu erscheinen. Nicht so ruhig blieb Doltor Berg, der, als er die rothen Zündhölzer sah, einen lauten Ausruf der Verwunderung nicht unterdrücken konnte. Ro-the-Streichhölzer!"-rief er erregt, woher haben Sie diese merkwürdigen Hölzer?"' Ist an denen etwas so .Besonderes?" fragte der Sägemllller seh'' ruhig. Gut sind sie, das ist wahr, aber doch sonst nicht weiter m:rkwllrdig. Mein Freund, der Amerikaner, hat mir einige Tausend abg:lassen. Er hat einen, großen Posten aus Berlin bezogen. Fall tauschte mit dem Doktor. Berg einen vielsagenden Blick aus, jetzt war die günstigste Gelegenheit, auch Aufschluß. über das gefundene Messe? zu erhalten. Er holte es aus der Tasche und Lffnete.es. um sich. die C'garren-. spide abzufchneid'n, absichtlich hielt er :S dabei so, daß der Sägem'illr e erzlicken mußte. Seine Absicht w'.'.r.de vollkommen er 'eicht. Kaum sah der SazcmÜlle'r das 'Nesser, als er sich vo:be::g!e, um es :inu:r zu betrachten. Sonderbar!iat.lt. er. Das Messer, welches Sie da Ären, komm! mir so merkwürdig bekanut vor. Wollen Sie es mir-einen Auqenölick erlauben?" Falk gab ihm das Messer, er betrachtete es sehr aufmerksam, besonders den Propfenzieher, dann sagte er lächelnd: Es ist richtig, ich kann mich nicht täutscken, Sie müssen das Mesy.z gesunden haben, Herr vorwr tf"." Woraus schließen Sie dies?" Nun aus dem Rost, der das schö tte, theure Messer verunstaltet, er be stätigt nur meine Annahme, daß Sit es irgendwo im Wald gefunden haben, !n welchem es vielleicht mehrere Tage dem Regen ausgesetzt gelegen haben xoird. Ich kenne das Messer genau, es gehört meinem Freunde, dem Amerikaner. Er hat es vor längerer Zeit von einem Haussier gekauft. Er hat es mir damals mehrfach gezeigt, weil es ihm so außerordentlich gefiel. Er war ganz stolz darauf, daß ein ähnliches Messer loohl nicht ganz leicht wieder zu finden sein werde, da es das einzige gewesen sei, welches der Verkäufer besessen Ijafo. Er muß es inzwischen verloren traben. Ich kann mich nicht irren, der 'Propfenzieher ist zu eigenthümlich gei wunden, um ihn nicht sofort wieder zu erkennen." Wieder tauschten Falk und Doktor Berg einen Blick des Einverständnisses cus. jeder Zweifel über den früheren Besitzer des Messers war ja jetzt gehob:n. l Sie haben richtig-gerathen", sagte Falk leichthin. Ich habe daS Messer dar einigen. Tagen im Walde gefunden. Da ich jetzt weiß, w:nn es gehört, werde ich eS gelegentlich' Herrn Müller wieder . zustellen." I Damit werden Sie ihm eine große Freude, bereiten,' er vermißt es gewiß ; schon schmerzlich!" ' Der Müller gab mit diesen Worten das Messer Falk zurück, der es einDeckte, nachdem er semer Cigarre mt Spitze abaefchnitten batte. ' (ftortsetzung folg! ) ..,, DaS Schlimmste. Mani. . (zur Frau): Heute molestirst Du mich aber auch den ganzen Tag. Zuerst' kommst .Du mit der Putzmacherrechnung. dann. zankst Du mit mir übel die Badereise, und nun fängst Du nock gar zu singen an!" . In der Schule. Lehrer: Müller, wie groß ist -die Erde?" -Müller: Die Größe der Erde ist ohn, Ende." Lehrer: WaS ist; das für eine Dummheit?" -Müller: Nun ja, die Erde ist eine' Kugel und eine Kugel hat kemEnoe!' - Beim Pfänderspiel. Junge Dame: Herr Leimiops, Sie ha ben sich versprochen und müssen ein Pfand geben." Junger Mann '(zerstreut): Wie. ich soll gepfändet wer. den? Aber ich bin ja selbst Gerichts. Vollzieher!-' - Verlang: vcuao't Veft Savan? Gt$at

Es flicht mcin kleiner Zalke. AnS dem slbiri.chc-n Ztrüfllngslcbcn. Es war strenger. öd:r Winter, und ich befand mich auf einer Dienstreise in Begleitung des KreiZoeroalters. Wir fuhren n:ch dem . entlegen jlen Winkel Sibiriens, eta 900 Werst in einer Richtung caf d:m Eis: dcZ Fluss:Z dah.n, in eintöniger Tour über eine d:ck: Schn::sch'.cht, zu b:i::.i Seiten die Steinfelsen des Uz'ers, finsie: und wild .herabschauend in ihrer Winterpracht. Sonst g.bl es nichts zu schauen. Der langweilig: Weg ließ auch ti? Vorzüge meines Begleiters um so günstizer schätzen. Es war ein Gr:is von hohem Wuchs, großem' strengen Gesicht, aus dem ein: Nase solio:n Umfangs thervorragie, und kurzzeschorenem Haupthaar, grauem zerstückelten Barte, aber trotz dieses rauhen Aussehens der gutmüthigste Mensch. Es Mit als Junggeselle mutterseelenallein, war ein nlir. int ?insi tmrnnhr N,rn '

W9WW -WWWWV V V VV' ter. nahm Lapowki (Geldgeschenke), von wem und wofür es sein mochte, und hatte sich .dadurch allgemeine Freundschaft und Achtung erworben. Seine drei Schwächen waren: Bären zu erschlagen, ' Lieder zu singen und über Sibirien zu sprechen. Letzteres that, er leidenschaftlich. Wie der größte Theil der dortigen Beamten, war tt ein eifriger Patriot, und wenn er von ' Sibirien und seinen Reizen sprach, so verfiel er sogar in Poesie. Dagegen mißachtete er Rußland. Obgleich er niemals jenseits dts Urals gewesen war, hielt er fest an der Ueberzeugung, daß es dort nur ein Gemisch von Tartaren'und Uebergängern gäbe, das sich! mit dem Stehlen von Taschentüchern oder -Geldbeuteln beschäftige. j Ich neckte ihn, daß Sibirien ja nur ' Rußland nachäffe, daß es nicht einmal ein eigenes Lied usgedacht. daß sew Vater und Lehrer nur d:e Sträflingsetappe sei. Daiüb:r wüthete er, namentlich über Äie Beschuldigung des Liedermangels, und zur Widerlegung sang er. sogar durchaus nicht schlecht, mit feinem greisenhaften, heiseren Basse einige alte russische Lieder unter der eifrigen Versicherung daß dies die ureigensten sibirischen? wären. Wissen Sie.- sagte er plötzlich, ich werde Ihnen eine ' Geschichte erzählen ein wirkliches G:sch:hniß, da werden Sie erfahren, was für Lieder bei unZ gesungen werden." Und er begann also: Es war , noch in meinen jungen Jahren, als ich meinen Dienst in meinem Vaterlande hinter dem Baikal angetreten hatte; ich war damals Vorsitzender unweit ies Karagebiets. ' Ich kannte fast jeden Sträfling von ,Angesicht. und die Sache ist fast vor mir geschehen. Da war einer von den schweren, auf Lebenszeit: Verurtheilten, für welche That, kann ich Ihnen genau nicht sagen aber natürlich für keine Lumperei. . Er war rothhaarig mit ' grau durchmischtem Barte, groß, hager und hatte große, unfreundliche Augen. Er gina stark gebückt und schien über etwas nachzudenken, war sehr ernst und lebte immer ganz abgesondert. In keinerlei Geschichten,' weder mit den Vorgesetzten, noch mit den Sträflingen, war er je verwickelt. Auch wagte sich Kerner an -ihn heran. Alle fürchteten ihn. Erlebte schon sechs Jahre auf der Kara und hätte nach dem Gesetze eigentlich bald zu den Erprobten übergehen müssen. Viele wunderten sich, daß er so lange Jahre nicht'geflohen war. . Der hatte eine Stimme! Ich habe nicht wenig vorzügliche Stimmen gekannt und sang selbst in jungen Iahren nicht schlecht. Aber das war. etwas ganz Besonderes! Man liebt dort den Gesang., gute Sänger finden sich zsammen; doch wenn Wasil Semionitsch zu singen anhob so nannte man ihn dann wurde es plötzlich still.' daß man eine' Fliege hören konnte, an der Thür standen gedrängt Aufseher, Soldaten und Sträflinge und horchten auf fein Lieblinqslied: Es flieht mein kleiner Falke." Nur selten sang er, vergebens umringten sie . ihn oft, denn Alle' lieben dort leidenschaftlich die Sträflingsund Vägabondenlieder, und baten um ein Lied. Monatelang konnte ihn nichts dazu bewegen. Aber dann eines Abends horch da singt er auö eigenem Antriebe und Alles' strömt herbei und umringt, ihn wie gebannt, in lautwser StNe. Einmal sana er ein-Kerkerlied, lanz und trauria. Ich .kann Ihnen - diese Stimme nicht so recht schildern,' halb wie ein macht-.ger Bariton, halb Tenor von ungewöhnlicher Höbe und Reinheit. Es packte mich, faßte, hielt mich 'an der Stelle, ich stand und athmete nicht. Er sana. einförmig,, es schien so einfach, und doch wirkte es. als ob Einem ein Messer, durch's Herz führe. ? Dann plötzlich klingt's v:e Donn:r, daß Dir's bange wird, Du duckst. Dich, als ob Dich Jemand zu Boden drückte, und ' dann tönt's wieder leiser, herzla freundlich, und Du athmest wieder auf. Selbst der Commandant stand di gesenkten Hauptes,' eZ schien auch ihm merkwürdig zu-Muthe. ' . . Da brachte man einst, einen neuen Sträfling, es war. ein. häßlicher' Kerl, nicht, einen Pfifferling werth, schwach, kränklich wie ein halbwüchsiges Kin.d. Er' hätte', sein:' Frau erschlagen, , oder seme. Geliebte, so etwas! Er pflegte viel a lachen und den Arrestanten verschiede Kunststücke zu "zeigen, wie ein'. Clown. Die Gefangenen liebten ihn. denn er war gutmüthig, vertrag lich und unbcholsen. ganz besonders aber, weil er viele Lieder konnte. Seine Stimme war unbedeuiend, schwach' und zitternd, aber unsäglich' traurig und weich. ' i Nun, und ihn gewann Wasil Semionitsch bald lieb, und er wurde sein Bealeiter im Gesänge, und bald stimmten sie gut. zusammen. Der Erste donnert los der Andere stimmt nur ganz leise ein, als ob Du still weinen hörtest, Verstummt der Eint, fängt

rc: nrrecre m iezi:n 2cn aus, una es erklingt dann ein mächtiger Doppelpefang. Und es ging so fort, bis es einst Frühling war, die TaZza erwachte und sich belebte. Aber man- muß wissen, was die r -i e, r i Taiga ist im F:u).:ng! Nun es war F:ühling, ein Feüh-

I : S' Sch? rg:n. warm uno h:u. '):r rrnr rrn..i nicht aan? geschmo.'zen. und in den Thälern sproßte schon das Gras. Man führ.'e aar?z in der Frühe die Sträflinge zur Alb.'it hinaus, wie immer geführt vom Aeltesten und den Soldaten, die sie mit ihren Gewehren L er wieder ab. Sebon hatten Alle die Ohren gespitzt und schickten sich an, vx horchen. ; j Und nun ging das Bitten los: Singe singe!" Der Aelteste selber kommt heran: Singe doch in Christi, Namen, Semionitsch, Dein Lied, oder hast Du uns nur gereizt? Er lchnt es ab und wieder ab. Endlich sagt er zum Aeltesten: Feodor Wasilitsch. bittet mich lieber nicht so, denn wenn ich dies Lied jetzt singe, so wißt dann fliehe ich!" .Der Aelteste lachte. Wie sollte er auch nicht! Sechs Jahre hatte er im Zuchthaus verlebt, hundert Mal die Gelegenheit zu fliehen verschmäht, und da sagt er es heute vorher laut vor den Soldaten und sollte es wirklich wollen! Es war ein Scherz, man sagt ihm lachend: Nun schön so fliehe nur aber erst singe!" Und Jener wiederholt seine Rede: Ich sage Dir g:rad:zu ich scherze nicht, ich fliehe. Die Sache ist so! Ich werde singen, ab:r halte mir die Bedingung: auf die Kugel nimm mich, aber Äie Kolben rühre nicht, daß ich nicht zum Krüppel werde!" Der ; Aelteste lacht immerzu. Schön", sagt er, mit der Kug:l ist's uns auch leichter, die erreicht Dich mit lebender Hand nicht, wie die Kolben!" Während sie so hin und her reden, war der Schacht nicht mehr weit. Es ist 'das so eine Art offener Gang, der in die Erde führt, wo man da: Gold gräbt. Der Schacht war lang und tief und reichte bis an den Fuß des Felsens. Besteigt man den. so zieht sich gleich die Tajga hinterher. . Und nun ruft Wasil Semionitsch seinen Mitsänge? heran, und was sie da mit einander abmachen, ist unbekannt. Verabredung oder stummes Verständniß, ich kann's nicht sagen. Sie singen, sie gehen, singen, und Alle horchen. Jetzt 'sind sie am Schachte, sie lassen sch hinab der Reihe nach. Die anl.rn Sträflilnge bleiben stehen oder seen sich an den Rand des Schachtes, die Soldaten bilden die Kette ringserum, die .Gewehre in der Hand, die Kolben am Fuße, Alles, wie es sich gehört. Sie sehen hinein in die Oeffnung und horchen. Und die Beiden gehen langsam den Schacht entlang und singen ihr Lied. Wasil Semionitsch führt den Ton hoch, immer höher und der Begleiter hält seine Noten. Der Eine verstummt, der Ander', fang! den Ton auf. Und so kling! zusammen, daß man nicht mehr weiß, ob der Eine oder der Anbete es ist, ganz wie eine Stimme. Iktz! nabern sie sich dem Schachtende, es geht wieder beraan, und mit ihnen steigt da Lieb. :r Bealeiter auf Dieser oc:!?, Ja:i öeir'nnja) au; der anderen. Jen.'r steigt langsam hinauf, bleibt dar. sitzen, dieser steigunverdrossen immer schneller schneller, der Gesaia. .rstummt. Da-endlich liust er rasch vor Aller Augen den FclZ hinauf. Er ist auf dem Gipfel. uversehiNZ ist er von Ketten frei er halt si: in seinen Händen. Er schwenkt sie 'über dem Kopfe, schleudert sie weit hinunter im Bogen und schreit mit gellender Stimme: Entflohen!" Da erst, als die Ketten rasselnd auf den Stein schlugen, als er losschrie, da erwachten Alle aus dem Zauber, mi: dem das Lied sie besangen. Schnell die Gewehre an's Auge, sie schießen. Ja, sucht den Wind - im Felde. So ging's mit dem Lied vom Falk:n!" Wie Äenn?- fragte ich, konnten die Soldaten " wollte ich einwerfen. Ja, das ist ja das Wunderbare". unierbrach er mich gleich. Ich kam eben cm inderen Tage dazu, wie der Commandant den Aeltesten ausfragte: So habt Ihr es doch Alle gesehen, Ihr Tummköpfe?- ' Sehr wohl Ew. Hochgeboren." Na. und so entfloh er doch? Und man sah :hn geradezu flehen?" Sehr wohl, Ew. Hochgeboxkn." . Nun, und wie. ging das zu?" Weiß nicht, Ew. Hochgeboren, er hinterging uns, ließ Finsterniß über unser Hirn kommen." ' .Pfui. Eselskopf!" Der Commandant war ganz roth vor Aerger und schwitzte mächtig. Dann erzählte er mir den Verlauf. Ist das nicht zum Ergötzen", sagte er, Alle sagen dasselbe! Ich quäle mich schon den einundzwanzigsten Tag damit ao und höre nur immer hinterging , e. - r ' . uns FnsterNiZZ auf unser HllN. ' ?:yen -?:e tvoy:: iZln 5:eo l! er ihnen gesungen, und sie sn nur so die Ohren und horchen. Es ist zum Tollwerden!" ' Der Aelteste war ein bravcr jRmxi, kein Dummkopf, ich kannte ihn und da stand er wirklich wie ein Tropf und glotzt? den Commandanten an. Der riej absichtlich vor mir all: Soldaten vor Alle sagien dasselbe. " Und fort war entflohen der Falke. Sehen Me. Väterchen. was für Stimmen es gibt bei uns in der Kara!" so beschloß der Verwalter feine Erzählung. 0 T r rw a r t T Meers chaumpseisen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen zc., bei 23 Mucho, 199 Oft Washington Str. '

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