Indiana Tribüne, Volume 18, Number 137, Indianapolis, Marion County, 4 February 1895 — Page 3
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Hazelton. in Vürgrr von Philadelphia beeidig dierbei, bok ich für viele Jahr an allen folgen jugendli Äre Verirrunqm. wie Tchlaflo ffgketr, Nkrge,'ct,IagenI'eik, schwache des anzen Kör k,. urerftiicht nach dem Schlaf und KTkagenschmäebe litt, so daß ich kein Arbeit thun tonnte. 39 av iioo an mii seumL'Vtlzke au?, rhu Nuen davon II dzben. Nacktem sie r!Z4 ' tij&mlx c dt l penommen rat 5ÄÄTirn,' sagkcn sie. ichu,älaek!tt: lKJ'&r& war 1ebo5 im VZkNlb,U rrünin Denn vorder. ulk deiuchkeich Z?k. J. . ZbI 1317 Iren Ztrat. Philadelphia, elcher rNch ach einer gedöriaen u.nrsuchuna bekandklle .und aründlich teilt und teilt um rfini von ahn ilch Leidenden und zum Wodl l!r Menschen aeb ich dtesel jeugnik und bekenne, dak Dr. Xhrtl einen startn und gesunden Mann cul mit f ernactt Hak. Oeotac A. Hazellon. V schworen und kegkaubigt vor mir. John F. Turner, N. Vhlla., Pa. iracb vy feirly intll (p-nt p-ru s iiliri Kl, hn rcii inj rif, lud ho nft.r In.trucliou, t iit ork iudu.lriomly bow to ram 1 i-r 1 Ka Wollara r j. TF.AItl I rn1Ttkto'bri1 mrim tbtr wv torsliiiu. hrprrr tby ÜT..I will alaofuro'V. th ItuAUoavrtmpluym.nt. wbieb yoacaa rarn Ibatamounl V.aaunay furn.aalfa mccaaaftol M aboT. Ea.ily and quickly Kamad. I dawra tut od arorkar trom ab diatricl or ruunly. . kaw. aiCMd taoaai and protol wtta) aoipkymrn! a tarr uW, wh ar makia over a ach. lt a X li W a4 BOLI I. FaU partiealara ruti:. Addreaa at oooa, - C AI IEK- lMi ff 804M. 00 a year 1 brf nf aä, dy John X Coodwin,1roy..Yatoik für na. tttadet. so aa.j not maka aa anuth, bul a cac tearta yoaqutrkly hnw tora.-a Iton C k ß ilar at tlir rrt, an toi aa joa fi mi. 1.. l . . u- a. IiianT'.artp . . ... . - n m-- .... . . . i iuf all yotir tiiu,or tpara niomanu only U Um irk. All ia nw. brca.1 pax fcCÜk , varr anwfcar. 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KMHJWa I Der 11t V ! tt O V UlCXIIClftvX vv v As v vv v v Sicman von Adolf Streckfuß. (ttortsetzung.) - s' ' ? . Sicj2 iicinc nn iinia enlretjc, !d:c f;ä:i wären si: gcföjfe, eint auch Elf: 0 frisch und le&nfctg, wi: früher. pen 525 :aq:3 vcraanen. o:e 02a r.icht die glückliche Gaöe, durch welche ??al! sich auZzzichnete. der. obgleich tief verstinimt durch seine vergeblichen Forschunaen. doch, sich zu beherrschen derstand. Wurde es ihm auch mitunter schwer, harmlos und unbefangen zu erscheinen, so gelang ihm dies doÄ. Zuerst mußte er sich zwingen, in seiner gewöhnlichen Art mit der kleinen Susanne zu scherzen, aber daZ helle, lustige Lachen, mit welcher jedes neckende Scherzwort von ihm aufgenommen wurde, wirkte zauberisch auf ihn. Wenn er dem lieblichen Kinde in das glückselige, strahlende Gesicht schaute, dann wurde er mit fnWarn,"'? von iürer glücklichen Heiterkeit, dann ve schwand schnell jede Spur einer Mißstimmung. Ohne sich ferner zwingen zu müssen, nahm er nicht nur The:l an der lebendige Unterhaltung, er wurde die Seele derselben; für eine glückliche Stunde vergaß er, welche Zweifel und Sorgen ihn während des vergangenen Tages gequält hatten. Um so unbehaglicher aber fühlte sich Falk, wenn er dann wieder allein in seinem einsamen Zimmer war und oft bis in die spate Nacht hinein ruhelos in demselben auf und nieder wanderte. Der Rausch, der ihn umfangen hielt. wenn ihn das silberhelle Lachen der reizenden kleinen Susane bezauberte, verflog dann schnell, er blickte ernüchtert zurück auf seine aufreibende Thätigkeit während des vergangenen Tages und in die graue nebelhaste, durch sei ?.en freundlichen Sonnenstrahl erhellte Zukunft. Er, der früher so ruhig und sicher seinen Lebensweg gewandelt war, hatte den festen inneren Halt verloren, er fühlte sich unsicher, bewegt von sich widerstrebenden Empfindungen. Er machte sich bittere Vorwürfe darüber, daß er Kurt nicht abgehalten hatte von dem Uebersiedeln nach dem Rothen Hause. Hätte er dem Freunde gesagt, der Amerikaner ist der Mörder Deines Vaters, jener unselige flüchtige Karl von Dyssern. dann würde Kurt niemal die Schwelle des Rothen Hauses wieder überschritten haben; jetzt aber war es geschehen und in seiner Unglücklichen Unwissenheit war Kurt mit jedem Tage dem Amerikaner näher getreten, er fühlte sich zu diesem in wunderbarer Weise hingezogen und die Liebe zu der schönen Elfe wurzelte mit jedem Tage tiefer in seinem Herzen. Dies erkannte Falk, -der den Freund mit scharfen Augen beobachtete, und mit Grauen dachte er an den Augenblick, in velchem Kurt zur Erkenntniß kommen mußte, daß er die Tochter des Mannes liebte, der fei.ien Vater ermordet hatte und gegen den er von frühster Kindheit an einen glühenden Haß fühlte. Wie gern hätte Falk den Freund jetzt noch gewarnt; aber er konnte es nicht ohne die Gefahr, daß durch Kurts wild auslodernden Jähzorn alle die Pläne zerstört wurden, die so mühsam aufgebaut waren. Falk verwünschte jetzt diese Pläne, aber er konnte nicht von ihnen lassen, er machte sich selbst die bittersten Vorwürfe, er schalt sich undankbar, treulos gegen den Freund, verratherisch gegen die liebliche, kleine Susanne und zugleich unglaublich thöricht; aber trotz dieser Selbstanklagen beherrschte ihn mit unwi)erstehllcher. seinen Willen vernichtender Gewalt der glühende Wunsch, seine begonnenen Nachforschungen zu einem erfolgreichen Ende zu fuhren. Halloh. Doktor Falk! Da sind Sie ja! Glück muß ein junger Mann haben. Ich fürchtete schon, Sie wurden ausgeflogen sein und ich würde Sie nicht slnden! Doktor Berg warf dem Knecht, der hinter ihm unthätig im Wagen saß. die Zügel zu, die er bisher selbst geführt hatte; mit einem kräftigen Saö
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Theil qtnenimen hätte an d:r allzem::- ril"" rv llnItun mT r flff.h tfil;f5 lhen Hause hat, auch gegen den i.c.l ni.kaiii.ug. vUvi u Ua.i.i uiicj. ..::rf v cm..v .. c.ti.m ernst und schweigsam, w.nn auch alle ZVemuller n Mund zu halten A'itt"t im b''ter'n 0söi2Ä d'e &m chmch hat fifec Ahnung davon, datz dA m diUJl ydV . ... y farmUh Wnir
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sprang er vom Bock herab und mit ei-; ähnliches, habe ich getreulich befolgt; aem zweiten Sprung setzte er über die 'aber acht Tage lang ohne irgend ein niedrige Hecke, welche den Garten des j Resultat. Die Leute lächelten erst über Rothen Hauses von dem breiten nach . meine Behauptung, aber Niemand beWaldhausen führenden Fahrweg'! stritt sie. Ich war schon ganz wüthend, treante. Er hatte vom Wagen aus im! um so mehr, als auch meine ErkundiGarten Falk gesehen und jetzt ging er gung. wo in Waldhausen oder Non auf diesen zu, ohne sich darum zu küm-; nenthal die famosen rothen Zündhölmern, daß er quer über ein sorglich ge- zer zu kaufen seien, fruchtlos blieb, pflegtes. Blumenbeet fort mußte. Niemand, kannte rothe ZündholDoktor Berg!" rief Falk erstaun! zer. nirgends hier in der ganzen Geüber den nicht erwarteten Besuch. gend sollen sie zu bekommen sein. Ich Ja, Doktor Berg in höchsteigener habe kein Talent zum Spitzbubenfän Person, der Ihnen heut endlich nach ger, schon war ich geneigt, die frucht langen acht Tagen den längst schuld! losen Bemühungen ganz aufzugeben, gen Gegenbesuch macht. Ich hätte eZ da machte ich heut Morgen noch einen längst thun sollen, aber offen gestan. Versuch. Ich hatte Geschäfte in Wald den, ich habe eine solche Abscheu gegen Hausen im Greifen, dort traf ich beim das Roth Haus und seine Besitzer, daß Frühschoppen mit meinem College ich mich zu einem formellen Höflich- Settow zusammen. Ich holte gelegen! keitsbesuch nicht entschließen konnte, lich mein Messer hervor und hielt Der Teufel möge alle die verdammten meine Lobrede ganz nach Ihrer VorHöflichkeitsformen holen." , schuft. Settow nahm das Messer Nun aber sind Sie doch gekommen, und nachdem er es betrachtet hatte, gab
und .herzlich willkommen," erwiderte Falk, dem Doktor kräftig die darge botene Hand schüttelnd. Ja, aber nur, weil ich Sie noth. w,ndik, svrecken muft. sonst bätte i
mich wohl schwerlich dazu entschlossen.! Der Amerikaner!" rief Falk erdie Löwenhöhle des verdammten Ame- schreckt und unfähig, seine tiefe Bew?-
rikaners auszusuchen. Hätt: ich Sie.' nickt troffen, dann bätte icb auf Sie aewartet. bis Sie gekommen wären. denn ich muß Sie sprechen, und nun ist es mir dovvelt lieb, dan ick Sie im Garten treffe, denn im Hause haben vielleicht die Wände Ohren und das. was ich mit Ihnen zu besprechen habe, darf Niemand im Rother. Hause hören. Sie sckauen mick erstaunt an. Doktor? Sie werden mick begreifen, wenn icb 5bnen saae. es wird 5!bnen aelinaen. i was Sie so eifrig zu erreichen sick be
mllhcn, Sie werden die niederträchti gen Posträuber entlarven! Ich komme.
ÖCIt Postraubtt entlarven! ch komme. um abzuholen Sie.sollen rnti rnti 3um Sagemuller Schmitz fahren; von dem sollen Sie Gewißheit darüber er halten, wer das Messer verloren hat, welches Sie beim steinernen Kreuze ge funden baben." Sie haben, den Sägemüller ins Vertrauen gezogen' Denk: nicht daran! Ich hatt: Ihnen ja v:rzvroch:n, N:e7.:andem zu verra, forscher un Schriftsteller sind, er ahnt nicht, duß''S:e das verrätherische Messer gesunden haben, um so unbesangener wird er Ihnen sagen, wer es derloren hat." Sie wissen es?" Ja. ich hab- es entdeckt. Dank Jh. rem schlauen Rath. Die Schurken sollen nun nicht mehr lange ungestraft bleiben! Wenn Sie das Messer, welches Sie am Thatorte gefunden haben, dem Gericht überliefern, bricht es ihm den Hals. Aber vor Allem muß ich Ihnen erzählen, wer der Besitzer ist und wie ich dazu gekommen bin, ihn zu entdecken." Nicht hier, wir wollen einen anderen Platz aufsuchen. Hier könnten auch die Büsche, wie die Wände im Hause Ohren haben!" Falk schaute sich bei diesen Worten besorgt um, er stand mit dem Doktor vor einem dicht belaubten Springenstrauch ziemlich am Ende des Gartens da, wo dieser dem Walde abgewonnen war und bald in diesen überging. Er glaubte sich zu erinnern, während seines Spazierganges den langen Jobst hinten im Garten gesehen zu haben aber er hatte sich wohl getäuscht, denn wie sorgsam auch sein scharfes Auge umherspähte,nirgends war eine menschliche Gestalt sichtbar. Trotzdem glaubte er doch keine Vorsichtsmaßregel unbeachtet lassen zu dürfen, er führte daher den Doktor Berg nach dem breiten Mit ielgange, welcher den Ziergarten durch schnitt, hier war er mit dem Doktor in dem Gange auf und nieder wandelnd sicher vor jedem Lauscher, der nirgends ein Versteck gefunden hätte. Als er den Gang erreicht hatte, schaute er sich noch einmal besorgt um. Wirklich, er hatte sich getäuscht.. dort schleicht der lange Kerl, der Jobst, durch das Gebüsch. Er muß in diesem verborgen und ganz nahe gewesen sein", sagte Falk beunruhigt. Donnerwetter, das wäre nichtswürdig! Ich möchte mir die Zunge ab'beißen, daß ich nicht schweigen konnte, ehe ich Sie sicher allein hatte", entgegrete Doktor Berg, sich ebenfalls umschauend. Wahrhaftig, da schleicht der Hallunke! Wie er seine lange Gestalt niederduckt, um nicht gesehen zu werden! Aber ich denke, von dem was wir sprachen, kann er nichts gehört, oder wenigstens verstanden haben. Sehen Sie nur. wir standen dort ganz nahe der Hecke bei dem Syringenbusch. Wenn er hinter dem Busch versteckt gewesen wäre, hätten wir ihn, als wir hierher gingen, entdecken müssen.' Sie jaden sich ja so aufmerksam .umgeschaut, daß er Ihnen sicherlich nicbt entgangen wäre. Er kann nur werter hinten in dem. dichten Buschwerk verborgen gewesen sein und dort kann er nichts gehört haben, es ist zu weit." Weshalb aber sucht er sich vor uns zu verbergen? Weshalb schleicht er so besichtigt gebückt, sich fortwährend dersteckend durch das Gebüsch?" Bah, der Kerl hat ein böses Gewissen. Er hat vielleicht lauschen wollen und möchte nun nicht in den Verdacht kommen, daß er es gethan hat. Jedenfalls aber ist es gut, daß wir ihm aus dem Wege und hierher gegangen sind, wo er uns. nicht belauschen kann. Ich möchte nicht, daß außer Jhnen ein Mensch hört, was ich Ihnen mitzutheilen habe." Sie machen mich neugierig!" Glaube es wohl! Es ist auch merkwürdig genug, was ich Ihnen zu sagen babe. Aber wir wollen uns nicht, lange bei der Vorrede aufhalten. .Also kurzweg hören Sie! Ihren. Rath, mein Messer, den Zwillingsbruder ; des von Ihnen gefundenen, bei jeder passenden unv unpan enden tÄelegenyelt zu zeigen. und zu behaupten, es gebe kein zweites er es mir zurück und lächelnd sagte er: Ein ganz hübsches Mener, aber ein Unikum ist es nicht. Der Herr Müll:r im Rothen Hause besitzt ein ganz ähnliches!" gung zu verbergen." .Ganz recht, der Amerikaner! Set. ! tow erzählte mir, als ich Zweifel in sein Wort setzte, er sei selbst z-lgegen ' gewesen, als vor etwa sieben Wochen . der Amerikaner das sehr auffällige Messer von einem Hausirer gekauft und , r i. - ' r i. . It.. lyn noq oeionoers aus oie meriwurdlge Form des stark gewundenen Psro pfenziehers aufmerksam gemacht habe, Er glaubte endlich sich sogar des Ta- . aes genau zu erinnern, an welchem de? . Amerikaner das Messer kauft 'habe,
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e5 sei am 3. Juni gewesen, darw muv sich nun freilich der gute Settow um mindestens zwei Tage irren, denn am 4. Juni, meinem Gzburtstage, habe ich mein Messer gekauft und mir selbst damit ein Geburtsgeschenk gemacht; am 4. Juni besaß der Hausirer noch bcie Messer, er kann also frühestens- am 5. Juni das zweite Messer an den Amerikaner verkauft haben; aber das ist ja gleichgiltig. die Hauptsache steht fest, das von Ihnen gefundene Messer ge hört dem Amerikaner!" Und er ist auch in der ganzen Umgegend der einz'g: Besitzer rother ZündHölzchen, die er direkt von Berlin bezogen hat!" fügte Falk hinzu. Donnerwetter ! das ist stark !" rief Doktor Lera. Er zitterte vor
Aufregung, als ihm nun Falk erzählte. - ! c. . r t' rL "t. s . . was oer Ameriraner ua;r icu;c Bezugsquellen der ro!hen Streichhölzer gesagt hatte. Und nach dieser Entdeaung haben Sie nickt gleich Anzeige bei Gericht gemacht?" fuhr Doktor Berg erregt fort. Das ist unverantwortlich! Jetzt lst es doch sonnenklar bewiesen, daß der Amerikaner einer der. Banditen ist, welche die Post beraubt haben. Er müßte längst hinter Schloß und Riegel sitzen. Ihn zetzt noch schonen, heißt, sich zu seinem Mitschuldigen machen! Sie sind verantwortlich sür alles Unheil, welches er noch anrichten kann!" Falk schüttelte bedenklich den Kopf. Ich bin überzeugt von seiner Schuld," sagte er; aber beweisen kann ich sie ! noch nicht, nur die schwachen Verdachts- j gründe verstärken, die ohnehin gegen ihn vorliegen." Auch tut, nachdem Sie wissen, daß ihm das von den Banditen verlorene Messer gehört?" Dafür liegt bis letzt nur das Zeugniß des Doktor Settow vor, der sich ' irren kann, wie Sie ja selbst sagen, daß er sich bezüglich des Tages, an welchem das Messer gekaust worden ist, geirrt habe. Nun, Sie sollen bald noch ein anderes vollgiltiges Zeugniß' erhalten! Ich sagt: Ihnen schon, daß ich Sie abholen will zu einem Besuch beim Sägemüller Schmitz. Dann mögen Sie Ihr Messer zeigen. Sagen Sie ihm, Sie hatten es lm Walde gefunden, ich wette darauf, er wird es ganz unbefangen als das seines Freundes, des Amekaners, erkennen. Wenn das geschieht, werden .Sie dann die Anzeige beim Gericht machen?" I werde dann mit meinem Freun de Dyssern mich berathen; aber ich glaube allerdings, daß ich nicht werde länger zögern dürfen, wenn auch durch das Zeugniß des Sägemüllers festgestellt wird, daß das Messer dem Amerikaner gehört." Bravo! Ich brenne letzt vor Ungeduld, den verruchten Kerl im GefängNiß zu sehen. Lassen Sie uns sogleich unsere kleine Reise antreten. Mein Wagen wartet draußen auf de? Straße, ich fahre Sie zur Sägemühle. Dort siebt der Amerikaner mit dem langen Jobst! Donncrwettcr, jetzt glaube ich doch selbst fast, daß der lange Kerl uns belauscht hat. Ich wette darrauf, er stattet eben seinem nichtswürdizen Herrn Bericht ab. Es ist die höchste Zeit, daß der Hallunke unschädlich gemacht wird. Nicht einen Pfifferling gebe ich für unser Leben, wenn der Amerikaner die Gewißheit erhält, daß wir ihm nachspüren." Doktor Berg flüsterte Falk diese Wort zu. als er aus dem Garten auf den Hof tretend den Amerikaner erblickte, der in der Hofthür des Hauses an den Posten gelehnt stand und finste ren Blickes zu Boden schauend zuhörte, während der vor ihm stehende lange Jobst eifrig zu ihm sprach. Jetzt erhob er den Blick, als dieser die beiden aus dem Garten Kommenden traf, wurde der Ausdruck seines Gesichtes noch sinsterer. Er sprach einig: Worte zu Jobst, der sich schnell durch das Hauentfernte, dann ging er den beiden Herren entgegen. Herr Doktor Berg", sagte er, sich zu diesem wendend, sehr ernst und gemessen, ich habe soeben von meinem Knecht gehört, daß Sie für gut befunden haben, den Eingang in meinen Garten durch einen Sprung über die Hecke zu suchen und daß Sie über ein Beet fortgehend mir rücksichtslos meine Blumen zertreten haben. Nur der Rücksicht gegen Herrn Doktor Falk, als dessen Gast ich Sie betrachte, verdanken Sie es, daß ich solche Ungehörigkeit nicht mit fchärferenWorten rüge. Ich muß Sie aber ersuchen, künftig, wenn Sie Herrn Dr. Falk in meinem Hause wieder besucken sollten, den ordnungsgemäßen Eingang durch die Hausthür zu wählen." J.1? werde Ihr HauZ nicht wieder betreten!" erwiderte Doktor Berg mürtisch; zu einer Entschuldigung konnte er sich nicht entschließen, obgleich er fühlte, daß der Amerikaner mit sei nem derben Tadel in seinem voll Recht sei. Dies kann - mir nur angenehm sein, obgleich es Ihnen offen steht, so lange Herr Doktor Falk in demselben weilt und Sie als dessen Gast es besuchen.7 Falk wurde durch den kurzen WortWechsel in peinliche Verlegenheit gebracht. Auch ihn hatte deö Doktor Berg Rücksichtslosigkeit verletzt und noch verletzte es ihn, daß dieser kein Wort der Entschuldigung sagte, obgleich doch das Recht in diesem Falle ganz auf Seiten des Amerikaners war. Wie Berg sonst anch über den Mann denken mochte, das Hausrecht des Besitzers mußte er ehren. Falk fühlte sich verpflichtet, für ihn die versäumte Pflicht nachzuholen. Verzeihen Sie. Herr Müller" begann er, aber der Ameri kaner unterbrach ibn. (Jortsetzung folgt.) - Rückfällige Trinker kurirt. Sarantie daß Alkoholiömuö, Opium- und Tabak Krankheiten kurirt werden. Behandlung und Koft und LogiS $75. Behandlung zu Hause zu reduzirte Raten.- Da Conroalz Institute, Dsight, Sll.
Sauce Tarlure.
Bon Viktor Ra?osi. Michael Paska. der SM'Indler. besaß ein Haus, eine Gattin, eine, Tochter und einen Frack. Einstens besaß er nichts. Dann aber kam die Gattin, nach ihr Haus, bald darauf die Tochter und zuletzt der Frack. All' das sehr war natürlich bis auf den Frack. Denn ein Siebendler und wäre er noch so wohlhabend, braucht nicht gerade unbedingt einen Frack. Allein eines Tages hmg Paska die Siebflechtere: an den Nagel und betrat die öffentliche Laufbahn. Auf der öfentlichen Laufbahn aer vermag sich nur ein Mann zu behaupten, der einen i utaa besitzt. PaZka's öffentliche Laufbahn bestand darin, daß er in Bier- und Kafs.ehauZzescllschaften in politischenFragen mitsprach, daß er oppositionelle Versammlungen besuchte. Mitglied mehrerer Clubs war und sich an allen diesen Orten so grün und blau ärgerte, daß seine besorgnißerregende Fett-! leibigkeit! zusehends dahinschmolz.Hätte ' er sich der Regierungspartei angeschlössen, so wäre er schon längst einem Schlaganfalle erlegen. Als unzufriedener Oppositionsmann aber erfreute er sich einer blühenden Gesundheit. Allmälig kam er darauf, daß er, wollte er sich frei bewegen, unbedingt eines Fracks bedürfe. Daß er bisher noch .an keiner einzigen Deputation theilgenommen, schrieb er nur seiner Fracklosigkeit zu. Zu seinem Namenstage überraschte er sich denn mit einem Frack. Mit einem seidengefütterten, grandiosen Fracke, dessen Gleichen, außer höchstens dem Prinzen von Wales, in ganz Europa Keiner besitzt. Der Schneider selbst, der ihn gebaut hatte,. nahm schluchzend Abschied von seinem Meisterwerk und versicherte, nunmehr ru hig sterben zu können, da er Aehnllches nicht mehr schaffen werde. Als 'bald darauf die feierliche Enthüllung eines lebensgroßen Oelgemäldes unseres Clubpräf.denten, verschärst durch e'm Fest-Essen stattfand, legte Michael Paska zum ersten Male den Frack an. Er war so aufgeregt, wie ein junges Mädchen, das fein erstes langes Kleid erhält. ch Die Sauce tartare ist jenes Ding, das den festessenden Menschen durch's ganze Leben begleitet, von der Wiege bis um Grabe, von den Karpathen bis mi Adria. Die Sauce tartare ist zenes Ding, womit man, wie' allgemein bekannt, den Fisch übergießen soll; womit aber in der Regel der Gast übergössen wird.. Die Sauce tartare wird von den Gastwirthen mit solchen Häufigkeit und mit solcher Massenhaftigkeit verschwendet, als ob die Fische statt im Wasser in der Sauce tartare aufgewachsen wären. . ' . Bemerkenswerth ist, daß die Tartaren von dieser unter ihrer Firma protokollirten Sauce absolut keine Kennt niß haben und daß diese Sauce noch me eines Tartareir Gaumen,' 'benetzt bat. ; Die Zahl der Fische kst Legion; Gott der Herr hat für tausend und tausend Gattungen von ihnen gesorgt; allein die Phantasie der Köche erschöpfte sich an der Einen Sauce; sie würden dir selbst den Walfisch in der Sauce tartare vorsetzen. Die Fische sowohl als die Gäste wären 'dieser ewigen Einförmigkeit schon längst LöeiÄrUssig geworden; doch der Fisch ist stumm wie 'das Grab und der Gast stumm wie der Fisch. So begleitet uns denn dieses unvermeidliche Gebräu bis in den Tod, so wird es auch unsere Enkel und Urenkel begleiten, und so wird auf dem ausgekühlten Erdballe des Nordpols letzte? CUuno beim letzten Abendmahl den le!:n Bissen Seehund in die letzte Sal.e tartare tunken. Nach dieser kleinen Abschweifung wird sich ' Niemand verwundern daß ein Ganz des obgedachten FestessenMei::'s so lautete: Lachs und Forellen mit Sauce tartare." Der Zufair fügte es, daß Michael Paska mein Nachbar zur Linken wur de. Der Kellner begann bei dem mir zur Rechten sitzenden dritten Gaste, einem lemmelfarbigen Herrn, zu servi ren. Sodann näherte er sich mir mit der Ftsch-Schussel und der Sauce Schales Herrn Paska'L bemächtigte sich eine Unruhe. Noch war der Kellner nicht ganz bei mir, da rief er ihm schon u: Wenn Sie meinen Frack befchmu tzen, bring' ich Sie um!" Jawohl, bitte schön" erwiderte b'äfllch der Kellner; ich konnte daraus nicht wissen, ob er gesonnen, sei, dem Frack etwas zu Leide zu thun oder nicht. Nlen kam er zu mir. Ich nahm von der Zrorelle und ließ die Sauce un 'berührt: ich habe deren Fesseln schon längst von mir abgeschüttelt. Der Kellner blickt .auf mich, dann blickt er aus die Sauce-Schale und, verscruttete dabei meine Portion über den drei ten Rücken Michael 'Paska's. Diese eraok sich dort von seinem Hals bis zur Adria. ' RUckwärls am Frack war auch kein einziges Fleckchen be merkbar, das' schwarz gewesen wäre. Noch nie in meinem Leben sah ich einen so künstlerisch vollkommenen Ueber auß. Während der Katastrophe zog Herr PaSka den Kopf zwischen die chul tern ein. dann aber blieb er unbeweg lich sitzen und wies Fischend Sauce zurück. Der totenbleiche Kellner g:na weiter. Nun erst wandte sich Herr Paska zu mir und sagte, daJ Gesicht von einem seligen Lächein verklart: : . 'Gottlob! Die Gekabr schein
glücklich' an mir vorübergezogen zu sein. Meine Drohung hat gewirkt? So ahen Sie denn nichts?" fragte ich erstaunt. Ahnen? Was denn?" Unglückseliger. Sie sehen ja aus wie ein tartarischer Khan von rückwärts!" Wie was was reden Sii da?" Nichts, als daß Sie bis an den Hils in der Sauce stecken." U u un mö glimö glich", stammelte er. Ich schnitt mir einen Bissen Lachs ab. sp!eß!e ihn auf m'In: Gadel und tauchte ihn an H:rrn Paska's Rücken. Darauf zeigte ich ihn dem Unglück liche?. .Bitte, tunken Sie nur weiter" fotarr.ert: er wi: -lsteZabwesen. Dann aber begann Paska mit umflnsiertem Gesicht-ausdrucke frigider Monolog: Aufstehen? ' Oder Nichtaufstehen ?
Stehe ich auf, rinnt die Sauce auf den Stuhl und dann ist meine Hose auch kaput; stehe ich nicht auf. trocknet die Sauce in meinen Frack ein und lst von. da n:m.r wegzubringen.... Aber Hosen besitze ich noch mehrere... Fracke aber nur einen einzigen übrigens kann ich mir auch einen anderen Stuhl bringen lassen: ich stehe auf!" Und sich mit beiden Händen auf den Tisch stemmend, erhob er sich langsam, seierlich. Aller Augen wandten sich ibm verwundert zu: was will denn der Paska, wenn noch Niemand gesprochen hat? Unterdessen rieselte die Tartarensauce . 'langsam, wie ein kleiner Bach von dem Fracke herunter und sammelte, sich auf dem Stuhle zu einem braunen Meerauge an. Da kam m:r em dämonischer Gedanke. Paska hat das Wort!" brüllte ich aus vollem Kehle. Der Siebmacher sank erschrocken aus seinen Stuhl zurück. Das Meaug: spritzte unter :m plötzlichen Druck nach allen Windrosen auseinander. Im Nu wai Ich und mit mir die nächste Tischnachbarschaft tartarisch gefarot. Es ging ein tartarischer Spetakel los, und man wollte Paska vor die Tyure setzen. Nur ich schrie unerschütterlich: Paska hat das Wort! Hören wir Paska!" Endllch erhob sich Paska. Viel zva sehr übergoss. . . ergriffen .... dem allgemeinen Verlangen gehorchend.... obschon ich eigentlich kem Redner bin. . . . aber über und über mit Tartarensaüce Übergossen. . ." Bei diesen Worten wandte er sich um und stellte der großenGesellschaft seinen Rücken vor. Ein mörderisches Gelächter und gleich darauf em r:e,lges Beifall-Klatschen? folgte dieser ersten Tischrede Paska's. Er verbeugte sich nach allen Snten. Am selbigen Tage sprach er noch siebzehnmal. onvoner Ponvcrreyr. Ein interessanter Bericht über die Thätigkeit des Londoner Postamtes während der letzten Weihnachtstage ist soeben erschienen. Es waren mehr als 5000 Personen zeitweilig angestellt, um die vermehrte Arbeit zu bewältigen. Diese Leute wurden, einem Versprechen gemäß, das der Oberpostmeister dem Ausschusse für die Unbeschäftigten gab. aus den .Arbeitslosen gewählt. Im Allgemeinen bewährten die auf diese Weise Angestellten das Vertrauen der Postbehörde; nur in wenigen Fällen kamen Trunkenheit oder Unehrtichkeit vor. Da die Zahl der regelmäßigen Postbeamten 21.000 übersteigt, so war somit eirl Heer von etwa 26,000 Personen in der Weihnachtswoche in Londen allein auf der Post beschäftigt. Im Hauptpostamte von St. MartinsleGrand waren nicht weniger als 4000 Männer mit dem Briefsortiren be schäftigt. Ueber 31 Millionen Briefe waren mehr als zu gewöhnlichen Zeiten zu befördern. Auch die Zahl der Briefe nach dem Auslande stieg in ähnlichem Maßstabe; so wurden nach Neuseeland 183,000 aufgegeben, während die gewöhnliche Post nur 33.000 Briefe umfaßt; nach Australien gingeu 630,000 Briefe, sonst 184,000; nach Amerika 700,000. sonst 223.000. Viele der inländischen Briefe enthielten Aufrufe von Wohlthätigkcitsanstalten, von denen eine allein 118,00 Aufforderungen zu Beiträgen entsandte. Etwa 200,000 Packete wurden täglich bcfördert; im Ganzen etwa 800,000. Ueber 2000 Pc'ckete mehr als zur nämlichen Zeit im Vorjahre wurden von Teutschland empfangen, wahrscheinlich infolge dcr vom Postamte erst kürzlich eingeführten Bestimmung über die Gewichtscrhöhung. 56,000 Briefe waren unbestellbar. Die Sonntagsruhe. A.
zu V.: Sonntag in der Früh so ein kleines Räuschen, Nachmittags ausschlafen, Abendö wieder ein kleines Näuscherl, Nachts ausschlafen, über die Sonntagsruh', geht halt nichts! Bissig. Frl. A.: Warum lachen Sie denn plötzlich sö albern, ge ben Sie Obacht, Ihr wackliger linker Vorderzahn wird herausfallen. Frl. B.: Keine Sorge, ich muß lachen, weil Ihr falscher Zopf gleich herunterfallen wird." . Ungehörig. Chef (zu den beiden Commis, die sich laut lachend unterhalten): Aber, meine Herren, bedenken Sie doch, wir haben äugenblicklich Ausverkauf wegen Todes fall"!" L a k o n i s ch. Gläubiger: Ich war. schon in drei Wohnungen, um Ihnen den Wechsel zu Präsentiren; wie cft ziehen Sie denn eigentlich aus?" Schuldner: Wie's scheint, noch lange nicht oft genug!" n sßMeerschaumpseifen, lange deutstie Pfeifen, Cigarrenspihen :c., bei W. Nnijo, 199 Oft Washington vtk.
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