Indiana Tribüne, Volume 18, Number 137, Indianapolis, Marion County, 4 February 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne.

Erscheint TZglich und Sonntags. Tie ttzUche .Tribüne- kostet durch den TrSzer 13 GentS per Woche, die Sonntags.Tribüne-S Cent prr Woche. Beide zusamen IS Cents oder , es CentZ Per rkoni. Per Post ouöerhalb der Stadt zugeschickt in Vorausbezahlung per Jahr. om Ist Süd Ztlabama Strafze. dnfctatiaouits, 3nß. 4 Februar 1895 ancrlfaniM Weinsiö6e für Frankreich. ' Sei der Neub:pflznzung d:r durch blt NeblzuZ v:rwiistet:n Weinberge Südfrankreichs spielt bekanntlich die yVm?ftTTt VmSrft'rnSaFnfnVr rtttlfris VVikM V IVW WV wm,mvww konischer Weinstöcke, auf die man eintümiföt Neben pfropft, ein: wichtige Nolle. Die dabei hauptsächlich zur Verwendung kommenden amerikanischen Arten sind Vitis riparia und Vitls rupestri3, deren Einführung Millardet, der um die Wiederbelebung ; des französischen Weinbaues hochver-., diente Forscher. 1877 und 1873 em-, Pfahl. Aber diese beiden Nebenarten erwiesen sich doch Häufig als ungenüend; nicht daß die Neblaus ihnen schaden könnte, sondern weil Bodenarten, die eine bestimmte Meng: 51alf enthalten, ihnen nicht zusag?n; die Pflanzen werden auf solchen Böden chlorotisch (bleichsüchtig) und verkrüppeln mehr oder weniger, während der europäische Weinstock auf solchen Bodenarten ge-. deiht. Die Oberfläche des französischen Weinlandes, das aus diesem Grunde : nicht mit Riparia und Rupestris berslarzt werden kann, ist auf eine MilI:on Hektar (ein Hektar gleich 2.471 Acre?) zu schätzen. 1837 forschte Viala im Auftrage des französischen Landwirthschafts-Ministeriums in un . serem Lande nach einer kalkbewohnen-' den Rebenart und fand auch in Texas . in: solche, die vitis Berlandien. Aber diese Art erwies als fast unverwendbar, da si: nur swierig die Pfropfung zuläßt. Zur Ueberwindung dieser Hindernisse hatte Millardet vor Iahren bereits die Kreuzung der einheimischen Minstöcke mit den ameriManischen empfohlen und seit 1880 selbst, gemeinsam mit dem Weingutbescher Grasset. Versuche diese? Art ausgeführt. Durch diee Arbeiten ist zunächst die Frage, wie man das Bleichsüchtigwerden der Weinstöcke auf Kalkboden verhindern könne, vollständig gelöst worden. Schon bei der Kreuzung amerikanischer Arten untereinander wurden bemerkenswerthe Er yebnisse erhalten. Indem Millardet und Grasset zwei amerikanische gegen die Neblaus widerstandsfähige Arten, eine kalkbewohnende und eine kalksliekzende, z. B. Vitis Berlandieri und Vitis Riparia oder Rupestris mit einander kreuzten, erhielten sie Bastarke, die eine hohe WiderstandsfähigZeit besaßen und fast ebenso gut auf Kalk gediehen wie Vitis Rorlandieri selbst. Merkwürdiger als dies war das Ergebniß, das bei der Kreuzung Meier kalkfliehenden Arten, der Riparia und der Rupestris, erhalten wurde. Auch in diesem Falle entstand nämlich ein Bastard, der auf Kalkboden nicht bleichsüchtig wurde. Die Schwierigkeit der Pfropfung, die Vitis Berlandieri und auch einige andere, sonst vortrefflich geeignete Arten (V. rinere. cordifolia, rnonti cola, acstivalis) fast unbrauchbar machte, ist durch die Bzstardirung gleichfalls überwunden worden. Durch Kreuzung dieser Arten mit V. Rupetris und Riparia sind Bastarde entstanden, an denen die Pfropfung mit genügendem Erfolge vorgenommen werden kann. Bei der Kreuzung amelikanischer und europäischer Neben ist in einigen, llerdings verhältnißmäßig seltenen Fällen die Widerstandsfähigkeit des amerikanischen Erzeugers un geschwächt auf den Sprößling überz:gangen. Diese Bastard: sind außerdem der Bleichsucht wenig unterworfen, da sie das Vermögen, auf Kalk zu gedeiUn, zum Theil von dem europäischen Erzeuger ererbt haben; und ferner be wirkt die europäisch: Verwandtschaft, daß di: Pfropfung b:i' ihnen leichter von Statten geht.als bei den rein amelikanischen Unterlagen. Sie sind dafyi auch seit fünf bis sechs Iahren in großem Maßstabe auf Kalkböden angepflanzt, die vorher nicht hatten wieder bebaut werden können. Für die ?nerg:l- und kreidereichsten Böden reichten sie aber bisher doch noch nicht aus. 'Jetzt ist nun auch diese Lücke ausgefüllt worden durch eine Kreuzung zwischen der europäischen EhasselasRebe und der Vitis Berlandieri. Der hieraus hervorgegangene Bastard hat sich selbst auf den kc?lkreichst:n Böden vortrefflich bewährt, sowohl hinsichtlich seiner Widerstandsfähigkeit gegen Bleichsucht und Neblaus, als auch in Betreff der Kraft und der Fruchterzeugung der aufgepfropften Neben. Die durch das Kreuzungsoerfahren erzielten Erfolge sind also jedenfalls bedeutend, wenn auch das größte Ziel, das Millardet anstrebt, nämlich durch die Kreuzung zugleich widerst :ndsfächiqe und genügend fruchttragende, also nicht erst der Pfropfung dürfende Reben zu erzeugen, noch nicht erreicht ist. XU Schicksale der Lmladinistc,;. Ueber die Schicksale der im Omladinaprozeß verurteilten jungen Leute dringt ein Prager idlatt die folgenden Mittheilungen: Vratislaus rnka, ein 28 Jayre alter Mechaniker, derbrachte lange Zeit in Unterjuchungsjhaft, wurde zu jech Monaten schweren Kerkers verurtheilt und starb, bevor er ' . . . . ic Strafe antreten tonnte. iranz Duda, ein löjähriger Schriftsetzer, verbrachte ein halbes Jahr in Untersuchungshaft, wurde so schwer krank, daß er in's allgemeine Krankenhaus überführt werden mußte; kaum etwas era'estellt, wurde er zu 13 Monaten schweren Kerkers verurtheilt, nach der Strafanstalt Bor gebracht, wo er naH

rurzer zzeik naro. zrarur!ä, em 20iähriger Schlosser, verbrachte gleichfalls ein Kalbes ?lakr in Untersuchung,

wo er schwer erkrankte; zu 16 Mona- j ten schweren Kerkers verurtheilt, wurde er. tuberkulös im höchsten Grade, nach Bor gebracht, hier sofort in die Krankenanstalt gegeben und sterbend beanadiqt. Jaromir Hlad. 17 Jahre alt. ein halbes Jahr in Untersuchungs haft, machte in einem Anfall von Schwermuth einen Selbstmordversuch, wurde zu 14 Monaten schweren Kerkers verurtheilt, nach Bor gebracht, wo er irrsinnig wurde gerade in dem Moment. als er entlassen werden sollte. Anton Hajn, ein 25 Jahre alter Redakteur, verbrachte mehrere Monate in Untersuchungshast, wurde zu zweiJahren und zwei Monaten schweren Kerkers verurtheilt, gegen eine 5!aution von 10.000 Guld-n auf freien Fuß gesetzt. Wegen eineZ schweren Brustleidens konnte er bis heute seine Strafe nicht antreten. Josef Skaba, 23 Satot alt, Redakteur, Alois Raschin. Doktorand, und K. St. Sokol, 26 Jahre alter Journalist, verbrachten mehrere Monate in . Untersuchungshaft, wurden .verurtheilt, , die ersten zwei zu je zwei Jahren, der dritte zu zweieinhalb. Jahren schweren Kerkers; sie wurden nach Bor gebracht, wo sie von einer starken Nervosität befallen wurden, so daß sie am Ehriabend in das Gefangenenfpital gebracht werden mußten. J, Heller., ein 18jähriger Bildhauerlehrling, war ein halbes Jahr in Untersuchungshaft und wurde zu 13 Monaten Kerker verurtheilt. In den letzten Tagen wurde er in Bor von Tobsucht befallen, mußte gefesselt uirt unter scharfe Aufsicht gestellt werden. Anton Vesely, ein20iährizer Buch, drucke?, saß ein halbes Jahr in.Unter suchung, wurde zu 19 Monaten schweren Kerkers verurtheilt, erkrankte in Bor. weshalb er am Christabend in das Gefangenenspital geschafft werden mußte. Sein Bruder ?losef Vesely. ein 18jährige? Handschuhmacher, der auch ein halbes Jahr in Untersuchung saß und zu 14 Monaten Kerker verurtheilt wurde, ist ebenfalls krank. Bei rnebreren anderen Jnhaftirten machen sich Anzeichen einer geistigen Krankheit bemerkbar. Alle Gefangenen sind in Einzelhaft. Aber auch alle Anderen, bei denen bisher eine Krankheit nicht festgestellt wurde, sehen furchtbar angegriffen aus, so daß sich mit Bestimmtheit voraussagen läßt, daß sie früher oder später auch krank werden, namentlich gilt das von Jenen, die zu mehrjährigem Kerker verurtheilt sind. Gewerbsmäßige Vrandstifter. Es ist ein osfenes Seheiinniß, daß eine große Anzahl aller Feuersbrünste, welche, in jedem Jahre in den Großstädten unseres Landes materielle Ver luste in Höhe von Millionen verurfachen, auch nicht selten Leib und Leben von Menschen gefährden, aus Brandstiftung zurückzuführen ist;allein zu den größten Seltenheiten gehört die Uebersührunz und Verurtheilung von Brandstiftern. Einem New Sorker Verbrecherpaar dieser Kategorie, Sa rah Silbermeister und Louis Noth mann, ist dieser Tage das Handwerk gelegt worden und zwar auf Grund der eigenen Geständnisse. Die Silbermeister hat seit fünf Jahren das Braud'stiften als Geschäft betrieben und in dieser Zeit mehr als hundert Brände' angelegt, mit Rothmann war sie seit zwei Jahren assoriirt". Zahlreiche Menschenleben geriethen durch die Ver ' brechen in Gefahr, die Vrandleger lleßen sich hierdurch jedoch nicht beirren' und führten alle in ihr Fach schla-i genden Aufträge prompt und discret. aus. Sie sind nun allerdings von der , Nemesis ereilt worden, indem ihnen, eine Zuchthausstrafe von 25, bezie hungsweise 15 Jahren auferlegt wur ' de; immerhin ist es in hohem Grade bedauerl'.ch, daß ein so ungemein ge ringer Procentsatz der Schuldigen von der Strafe ereilt .wird. Diejenigen, welche die Leute zur Ausführung te 3 j Verbrechens drangen, waren nicht min-' der schuldig, als sie selbst, die Crimi-s nalpolizei ist jedoch schon stolz darauf, genügendes Belastungsmaterial gegen sie zusammengebracht , zu haben, und nimmt es als unvermeidlich hin, daß ihr die sonstigen Fische, welche sie von , Rechtswegen ebenfalls in ihr Netz bekommen sollte, entschlüpfen. Nach tu ner Mittheilung des Hilss.DistrictZ. anwalts DaviZ inculpirt das Geständ niß deS VerbrecherpaareZ eine Anzahl anderer Personen, einstweilen weigert er sich aber Näheres mitzutheilen. Die Weigerung ist berechtigt genug, wenn ihr nur später die nöthigen Anklagen l Hebungen und Verurtheilungen folgen. Man vermag sich jedoch unmöglich des Gedankens zu erwehren, daß gerade auf diesem Felde, auf welchem der. Schutz der Allgemeinheit vor Angrif-' s:n auf Eigenthum und Leben ein ganz ! besonders ausgiebiger fein sollte, nicbt die wünschenswerthe Energie entwickelt ' wird. Es ist richtig, daß Ueberführungen wegen Brandstiftungen schwer zu bewerkstelligen sind, meistens lassen sich aber auch die zuständigen Behörden durch, die sich ihnen entgegenstellenden Schwierigkeiten gar zu leickt davon ' schrecken, denursachen der Brande nach zuforschen. . Aluminium für den Schiffsbau. Dre Verwendung des Aluminiums für 'den Schiffs- und Bootbau geschah anfangs nur sürLuxus-Fahrzeuge; seine weitere Benutzung als SchiffsbauMaterial hat bisher nur langsame Fortschritte gemacht. In Frankreich sollen dem ersten kleinen Torpedoboote, welches kürzlich unter so großem Aus fehen auf der Themse seine Probefahrt machte,' fünf weitere folgen und für die Cvlonien sind mehrere zerlegbare Schaluppen, fowie einige Kanonenb'öote, letztere speciell für Madagascar bestellt. Die niederländische Marine laßt ebenfalls für ihre 5olonr zwei

KSnonenbooie bauen, und 'endlich iou auch Deutschland für den Viktoriasee einen kleinen Aluminiumdampfer erhalten. In unserem Lande hatte man dem Aluminium wegen zu geringer Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Meerwasser und zu starken Muschelansatzes 'die Eignung als Material für

.f . Sp den MINIUM slckz rm ceerwaner logar v:ei Dtti geyanen yai a.s öiagi, oer xcaj h:ute allgemein im Schiffbau ve?w:n- , , . . ; . . i . v . oei roirj. x;ic urn.aiamjöjie c;c Wellman - Nordpol - Exp:dltion haben sich sehr gut bewährt, und unter Anderin hat sich auch das Alununiuni an einem s:it 1 1-2 Jahr:n in mittellandi-, schen Meere schwimmenden Naphtav r 0s ff mm ß 9 . r f v 1 1 11 ÜUlifti llil vlUjJtii.i.atil yui halten. Gleichzeitig hat sich an diesem Boote ab:r auch gezagt, daß mfolg: galvanischer Wirkung die Berührung mit anderen Metallen dem Aluminium aefäbrlich werden kann. Ueberall gesayruch wim wn. w.gu nämlich, wo eine Meng- oder Kuvferarmatur auf der Schiffsschale be-, pferarmatur auf der Schiffsschale festigt ist, ist das Metall stark zerstört. und zwar ausfallender Weise Haupt- , i fir rr v . WJhJhkX 5 Ichkint, d:e feuchic, falzgkschan i n ri r "ti' . n 3 v a Ärnfl Ärn' riS?" &Jul ffl!eetaffet U W " e:nnB Jtu? mil'lnn übt Um diesem Angr fs zu beg gne ffi?.!? S.gjSl'tt jjuii wiiujmy;!.. o "l ist überhaupt möglichst Alles aus Aluminium zu machen; wo dasselbe aber au praktischen Gründen nicht anzän gig ist, ist verzinktes Eisen anzuwenden. Wenn man jedoch von Kupfer oder Messing nicht absehen lann oder förtÄ Ä8 IftilZ Unterlegen eines Stuckchens Alum: nlum, roeiHe-' oeni Ängrifs zunaazjt auZzesetz! ist und ausgewechselt werden kann. ist empfehlenswerth. Alle Theile des erwähnten Bootes sowohl unter wie über Wasser, welche dem beschriebenen schädlichen E'.nsluß nicht ausgesetzt waren, haben sich vorzüglich aehaUen. Tle Südgrenze dcö TchneefalleS. Die jüngsten Nachrichten über Schneefälle und Eisbildung in Süd Frankreich, Spanien, Italien ja sogar Nord-Afrika'legen die Frage nahe, wie weit sich im Allgemeinen zur Winters zeit Schnetfälle nach Süden hin aus dehnen. Vorab ist die Meinung, daß auf den Hochebenen des inneren Spa niens Scheefall im Winter etwas Unerhörtes oder auch nur Seltenes sei, völlig irrig. Schon Willkomm hat da rauf aufmerksam gemacht, daß die hohen, gegen den iberischen Abhang hin gelegenen Plateaus fast jeden Winter mit tiefen Schneemassen bedeckt wer'den, welche oft tagelang den Verkehr hemmen. Starke Fröste pflegen sich dort fchon zu Anfang des November einzustellen, und das große Wasseroassln im Buen Retiro zu Madrid ist Wlltt KJ i fc VtVtUV A 44 MVktV I nnfmft ?m 3Wmf .r ,trS mmr

chisre iperyaupl aogezproch.'n. nach Dr. Fi cker die mittlre Grenze

ätere Versuche der deutschen Bebor- -s Schneefälls an der atlantischen haben aber a:z:iat, daß reines Alu- Küst,. auf d'm 35. Br'it:narak und

v j t f v v4 V O gyv , . m . schon zugefroren, so daß darausSchlitt-.' Man ersieht aus diesen, daß der schuh gelaufen werden kann. Die durch Nuhni der Universität seinen Hoheschnittliche größte Kälte .beträgt für ! 13

Madrid minus 7 Grad (Celsius) unter dem Gefrierpunkt, für Vattadolid mi nus 11 Grad, für Granada minus 3 Grad. Wendet man sich nach Süd ' i J w m w j w nuao rar-is ttMu& minimnm m

Frankreich, so findet sich für die nähere .mrn. v? , Umgebung von Montpellier ein durch- vlgnon un.erstutzt. vor dem festge- - tJL ri. cmr .' ifhi'TJ VltT 11 n?n fcöritnT?TT I

i .Tiniiriinzra ira.ir i ii in tttiiittt nrn ttt r o -a n-

nus 13 Grad), und selbst Nizza hat ßergewohnllche Gunstb-zelzunn erminus 1 Grad. In Nord - Italien ist . halten. D:ese Mißbrauch, scheinen un das mittlere Minimum der Tempera ter Johann XXII. fast R:g:l ge'wortur für Mailand minus 10 Grad, für dm zu fem Bals wurden auch die ? Alessandria minus 11 Grad, südlicher. Unwersitatsbe orderung mit Geld er-; in Rom. minus 31-2 Grad, in Pa ' Zaus und bic Unöcrfrorcnheit b Oan lermo endlich 0 Grad. Di: absolut Z'-daten ging schließlich so weit, daß sie tiefste Temperatur in dem Zeiträume gar in S:adt:n promov::en wollten.

von 1856-80 betrug in Mailand mimi 12 fflrflS. in ?',irm mmiS 1 Grad, in Rom minus 6 Grad, in N:ap:l minus 4 Grad. Auf Sicilien kommen Temperaturen von minuS 2 Grad bis minuZ 3 Grad vor. Nach den Un tersuchungen von Dr. H. Fischer ist Schneefall im spanischen Binnenlande zur Winterszeit durchaus nichts Seltenes, ebenso im südlichen Frankreich. Im Winter 182930 lag zu AlarZ 63 Tage lang Schnee, in Marseille sielen in 36 Stunden 20 Zoll Schnee, auch Rom hatte schon eine 5 Zoll hohe Schneedecke. Wenden wir uns mehr ostwärts, so finden wir. daß Konstantinopel im Winter 1857 53 22 Tagemit Schnee hztte, derselbe bedeckte den Boden 40 Zoll hoch einen Monat lang, Häuser stürzten unter derSchneelast in. Das Goldene Horn fror auf. 1700 Fards Länge und 400 Fards Oreite vollständig und konnte zu Fuß überschritten werden. Die Verhältnißmäßig rauhen Winter KonstantinopelZ werten auf der Nordküste Kleinasiens, ebenfalls angetroffen. In Palästina ist Schnee seltener, dennoch kommtauch dort gelegentlich stark Kälte vor. und in der Umgebung von Nazareth sind schon, Mknschv'n erfroren. Selbst in O jdad ist. allerdings sehr selten, zolllofyx Schnee gefallen. Häufiger stellt sich Schnee in Nordafrika ein. Manchmal überzieht eine Schneedecke die Hälfte von Algerien. Im Jahre 1847 wurde die palmenreiche Landschaft am Nordrande der algerischen Sahara mit einer dicken Schneeschicht überdeckt und 1850 fand in Sokna ein so starker Schneefall statt, daß die Bewohner den Einsturz ihrer Hütten fürchteten. - Im Januar 1821 schneite Z in GhadameZ und der Schnee lag einen halbe. Fuß hoch während einer ganzen Nacht am Boden. Das Gebirge der Sinaihalbinsel bedeckt sich regelmäßig im Winter mit Schnee. Nach Burkhardt'Ä Angaben füllt derselbe dann . viele Wege aus und macht den Moses und Katharinenlxrcj unzugänglich. Auf dem Eranischen Hochlande bleiben viele Theile, besonders die centralen. tiefen Regionen, im Winter schneefrei, aber die im Gebirge fallenden Schneemassen sind für das ganze Land von größter Bedeutung, indem sie die Bodencultur ermöalicken. Tim südlicken Cbtna

reicht d:e Grenze des Schneefälls noch etwas über den Wendekreis hinaus. ' Im Gelben Meer ist Schneefall durchaus nicht selten, aber in Kanton und in Hongkong hat man bis jetzt noch nie Schneefall erlebt. Dagegen fiel

in Vokohama 1831 Sckne: bis zu 20 Zoll Höhe. In Nord-Amerika liegt sch.eZt den Mississippi in 31 1-3 g;ai) Uq nördl. Br. Die äukerst: südli- & Grenze von S5ne: und Eis liegt ' '.. . . o ort natürlich näher dem Aequawr. Eharleston aibt es durchschnittlich lle 20 Jahr: Schlittenbahnen, selbst Kingston auf Jamaica hat es schon g.scheit, und in New Orleans blieb Schne: sogar schon Tage lang lieQlXl 2U GcfiCte ver Tordonne. Die von dem Generalrath der Farultaen von Par.s im Jahre 1883 beGlossen? und d:m Dominikanermönch Denifl: anvertraute Ausarbeitung C ,xur:i er-, u der Geschichte der Pariser Sorbonne ist nunmehr vollendet:. S:e bildet dr w v ii Muuitvuiwv vuu it u-wv wiititi und am 1 Menge intenffasia c,r.groß: Quartbände von je 1000 Seiten uuubiuai(it unv uut uuvu uu vw I G.schichie 5 französischen Un!ers,,ä. , j, erste Band beginnt mit einer w vorzüglichem La,:! geschriebenen Eählöng tt Ursprungs d r Pariser Un tät. Die ersten, Dlumenie. i?f,,T Ytirf fcif niii hm Yfir W VIVte Mft V V W V V 1207, also aus der Negierungszeit Philipp August's. Sie wurde damals ' von dem Bischof Eudes als Gemeinschast der Studenten" bezeichnet. Im f f s V . XsmmXXH ' kMtvSk 2 4itm K S Ä Vi,i VtnÄts - Ä h&Äw ,1,91 Kurzdarauf wird die Universität in vier Facultä ien getheilt: Theologie. Dekrete (Rech te), Medizin und Künste. Um diefe Zeit war das Studiencentrum noch auf der Seineinsel in der Nähe der Kirche Notre Dame. Aber da sich bald der Raum als zu beschränkt erwies und sich überdies Unzuträglichkeiten aus 'dem Umstände ergaben, daß die Insel unter der bischöflichen Gerichtsbarkeit stand, s? 7e:!en die Studenten und ihre Pro,'c'c::n allm'äliz auf das linke Ufer hinüber in das heutige Quartier latin. Dieser Einleitung folgt die Wiedergabe von 55 Dokumenten aus der ältesten Zeit der Universität. Die erste dieser Urkunden ist ein Edict deZ Papstes Alexander III.. das Jedem, der kirchliche Gelübde abgelegt, verbietet, die Medicin oder die Jurisprudenz , auszuüben. Es folgen darauf 530 auf die 'Gründung der Universität de zügliche Urkunden, von denen einige ei neu großen geschichtlichen Werth hab:n. Man findet unter diesen dos bekannte Privilegium Philipp August's zu Gunsten der Pariser Studenten und die Schriftstücke Robert de Sorbon's,. nach dem die Sorbonne benannt, wor den ist. Im zweiten Bande wird die Geschichte der Pariser Universität im Mittelaltcr erzählt und. werden auf sie ,, . 4 . L "fr ! bezügliche Urkunden veröffentlicht. uv ailfa' ö; : :. . des 14. Jahrhunderts berzab ! W &PM : u , A . & 1. Mi mw bk 1 4 A M A A - - , Pl I nassen wurden und sonstige ganz aua i-. i1111' Unter diN andttN SchrlststucköN V!?, ' dlent.besondeiS das Edict des Königs ; Philipp . IV. gegen dtt ungesetzliche ' Ausübung des ärzil.chen Berufes Erwähnung. in dem den Zuwiderhandelnden seh? strenge Strafe angedroht werden. Dieses Decrrt wurde - noch durch einen Hirtenbrief des PriorZ des Klosters Ste. Senevieve bekräftigt, durch welchen, einer gewissen Clariffe Faverelle, der ersten klugen Frau, die Ausübung d:r Chirurgie streng untersagt wurde. Jnter:ssant ist auch die unterm 25. März 1303 von den Theologieprosessoren Pbilipv IV. gegebene Antwort, in welcher sie die Ein Ziehung der Liegenschaften der Tempel, ritter vollkommen billigen. Sir stützen; sich auf das Argument, daß diese Liegenschaften den Rittern nicht alZ .Ei j genthum zur freien Verfügung überg:-. gen worden wären, sondern .daß' sie' dieselben nur zur Verwaltung und zur Vertheidigung des Glaubens erhalten! hätten. Dieser Band ' enthält , über-, dies Berichte über berühmte . theologische Debatten, d Frage der Gnaden-' erscheinunaen betresfend. , Deß dritte Band enthält die Darstellung, und Documente über die. Geschichte der Universität im 14. Jahrhundert zur Zeit der Regierung der Valois. ' Es sind in ihm zahlreiche interessante Anekdoten: über die Studenten-Skandale. , DaS Ende des Tociallst".

Die Berliner Anarchisten haben ihr Organ, den Socialist", zu Grabe getragen. Im Luisenstädtischen Concert haus' hatten sie sich vereinigt, um über das Schicksal 'des Blattes zu berathen. Die Anarchisten, denen die Herausgabe der Zeitung immer schiverer wurde. hatten alle Mittel aufgeboten,. um sie zu halten. Nach und nach aber saß schließlich die ganze Redaction in Haft, und in letzter Zeit mußte für jede Nummer ein neuer Sitzredacteu? eintreten, um bald selbst wieder verhaftet zu werden. Die letzte Nummer wurde sofort nach dem Erscheinen, bsschlagnahmt. In der Versammlung handelte es sich um Vt Frage: foll 'der Socialist" weiter erscheinen? Die' Ansichten hierüber waren natürlich ver.schieden, elonders lebhaft rrai ein - : 1

älterer Mann für die Berdehaltung des Blattes ein. Wir arbeiten so lange wie es geht. Geld muß geschafft werden. Im schlimmsten Fall wird bei Muttern gepumpt, die hat noch immer was im Strohsacke! (H:iterkrit.) Wenn dann di: Bude zugemacht wird, müssen wir desto mehr aufklärend wirk:n. Namentlich müssen wir dem Volk plausibcl machen, daß es hie? schon glücklich sein muß und nicht erst Jenseits. Solange das Volk sich auf den Himmel verweisen läßt, hat es kein Recht, sich hier zu ctabliren, und wenn es sich.nicht mit dem Standesamt b: gnügt, 'dann ist es noch nicht i''f für einen Umschwung.- Nur mit der Neliligion glaubt man uns noch eitgezentreten zu können. Darum müssen wir unser Volk dahin binigca, daß es mit unserm Dichter Heine in seinem guten Gedicht sagt: Dm Himmel überlassen wir dm Engeln und den Spatzen". Genosse Landauer erklärte, daß er li vor einigen Sagen noch der Ueberzeugung gewesen sei, daß der Socialist" auf jeden Fall, möge es noch so viele Opfer kosten, aufrecht zu erhalten sei. Nach der letzten Beschlagnahme sei er aber anderer Meinung geworden. Wir können nicht neue Nummern erscheinen lassen, denn wir stehen dem Ruin gegenübe?. Wir können die Schulden nicht bezahlen, und die Expedition ist nicht im Stande, Druckpapier zu beschaffen." Schließlich wurde eine Liquidations - Commission eingesetzt, welche die Verhältnisse des Blattes nach Möglichkeit zu ordnen und die Außenstände, an 200 Mark, einzutreiben versuchen soll. Der Socialist" pellt sein Erscheinen ein. Deutsche Local'TZacyrlken.

vtl S'i'SbU. C u x h a v e n. An einem der letzten Tage, als sehr stürmisches und schneeiges Wetter herrschte, begaben sic& der Lootsaspirant Diedrichs, sowie die drei Feuerfchisfsknechte Stehr, Steffens undPoppe mit einer Lootsensolle in See, um dem bei der Ölte lieaenden Feuerschiff Proviant zu überbringen. Kurz nachdem sie ihr Gewerbe ausgerichtet und daö Feuerschiff wieder'verlassen hatten, wurden sie von einer, Bö überrascht; daS eug kenterte und feine fämmtlickenJnfassen fanden den Tod m den Wellen. &&AjTtt Leipzig. Der hier weilende 24 Jahre alte Student der Medizin Os wald Heyde hatte sich zur Beseitigung eines leichten Unwohlseins in einer hiesigen Apotheke Cocain verschaffen wollen; anstatt des verlangten Medika ments soll man ihm aber Bleiessig verabreicht haben, das zur Einspritzung gelangte. Trotz der sofort aufgebotenen ärztlichen Hilfe und d sorgfältig sten Pflege ist Hyde an den Verderb lichen Wirkungen des falschen Medika ments gestorben. Der Verstorbene war der Sohn eines Gutsbesitzers aus Wurscheck bei Nerchan. Ein Liebes paar aus Halle a. S., der 26 Jahre alte Kaufmann W:egand und die Kellnerin Koeppe, hat in 'einem hiesigen Hotel Selbstmord begangen. Beide wurden' erschossen aufgefunden. ' Blauen. Als letzthin der Kut scher Anton Dürbeck von der Beerdigung seines Sohnes heimgekommen war. trat er seine Arbeit an, verun alückte dabei aber tödtlich beim Herunterlassen eines Fasses in den Keller. Raben au. Dieser Tage wurde oberhalb des Uterbodens an der. Haltestelle der Hainsberg Kipsdorser Se kundärbahn - der frühere Gemeindevorstand Müller aus Spechtritz in ei nem Wasserloche todt aufgefunden. Man nimmt an, daß Müller verun glückt ist. Treuen. Der an der hiesigen Bürgerschule angestellte Candidat deZ höheren Schulamtes, Friedrich Arno Hofmann auö Plauen, ist feit Beginn der Weihnachtsferien verschwunden. Man befürchtet, daß ein Verbrechen oder eine Verunglllckung vorliegt. Z w i ck a u. In den letzten Wochen sind hier auffallend viele, vorher ge fünde Leute infolge Herzschlages plötz lich' verstorben. . 5rsklier,oatl,nm Jollen. Erbach. Letzthin feierte- Herr Bürgermeister. Craß sein 25jährigeZ Amts.Jubiläum. . AuS diesem Anlaß brachten, ihm die hiesigen Vereine alS Vertreter der Bürgerschaft, ein Stand eben dar. Die Häuser waren reich Ulu minirt und, flaggt. Mainz. Auf der Mombacher Straße .wurde . ein Officieröbursche vom Regiment 83 durch vier Stiche tödtlich verwundet. ' Der- Thäter' ist verhaftet. Ein mit diele. Kindern gesegneter' armer Schuhmacher dahie? ist durch den Tod eine? entfernten reichen Verwandten plötzlich zu einem wohlhabenden Manne geworden;' . die ihm zufallende Erbschaft ' belauft sich auf etwa 200.000 Mk. Auf .dem hiesigen Hauptpostamt herrschte kürz lich große Geldnoth. Der die Haupt lasse verwaltende Beamte hatte n'ämlich am Abend die Kassenschrankthüre zugeschlagen,- ohne zu .beachten, daß die. Schlüssel zu dem Kassenschrank in dem Schrank selbst sich befanden. Da die Schlüssel außer dem Schloß auch die Riegel zu dem Kassenschrank zu öffnen haben, stand man am Morgen rathloS vordem verschlossenen Kassenschrank, so daß man beim Ausaang der Geldbriefträger in ziemlicher Ver legenheit um Geld war und die Hilfe der Reichsbank in Anspruch .nehmen mußte. vklnpsals. O t.t e n b e t g. Der Handelsmann Ludwig Straß ist unter Zurüölassung bedeutender : Schulden nach Amerika durchgebrannt. . Ueber sein Vermögen wurde der ConkurS eröffnet. ' F r a n k n t h a I. Margarethe Wüstenfeld. 27 Jahre , alt, von. chier, Dienstmädchen bei. einer Officiersfami lie in Mainz, nahm kurzlich von ihrer Herrfchaft Urlaub.'' Selt "dieser Zeit ist sie sowshl'als auch' ein ' Sergeant, mrtdem'sie ein Liebesverhältniß hatte, verschwunden. .Ob sie sich ein Leid angethan oder - sonst .'etwas vorliegt, ließ sich bis jetzt' nicht feststellend :. Zweibrücken. Letzthin wurde der weaen Urkunden-5?ällckuna ver i

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folgte Schreibgehilf: Hähl durch einen preußischen Gendarm hierher verbracht und in das Untersuchungszefangniß abaeliefert. Das Fabriketablissement der Cichoriefabrikanten Zorn und Kühn brannte völlig nieder. Säumt. München. Die hiesige Velozi ped-Fabrik Gebr. Birtzer hat von einer auswärtigen Militärverwaltung Auftrag zur Herstellung von 3000 Fahrrädern erhalten. In Bogenhausen brannte das Anwesen des Zimmermeisters Michael Reifenstuhl bis auf den Grund nieder. i Amberg. Durch einen Gesteinfall wurde in dem hiesigen Erzbergwerk der Bergmann Johann Braun getodtet, ein zweiter Bergmann schwer und ein dritter leicht verletzt. Die Ursache des Gesteinfalls ist angeblich ein Fehler bei der Ausführung der Zimmerung im Stollen, welcher nachgab. Bamberg. Dieser Tag: warf sich auf dem Nürnberger Geleise der 47jährige Tagelöhner Seb. Rauscher von hier vor dem herelnbrausendenZug auf die Schienen und fand den gesuch ten Tod. Bayreuth. Erschossen hat sich aus Furcht vor einer Strafe der Sergeant Heinemann vom 6. Chevauxle-gers-Regiment. Kau fb euren. 5ln Brüssel . bat sich eine Aktiengesellschaft gebildet, welche die in der Nähe Kaufbeurens ' aufgefundenenBraunkohlengruben aus beuten will. Treuch Hingen. In dem erst vor einem Jahre eingeweihten hiesigen neuen Rathhause hat sich im Bürgermeisterzimmer ein schwerer Unfall zugetragen. Es löste sich nämlich ein 100 Pfund schwerer THUraufsatz und und fiel auf die im Zimmer gerade anwesende Schreinersehefrau Fleischmann. Mutter von sieben Kindern. Die Frau wurde am Kopfe schwer verVrovlni Qannnver. Hannover. Ein Stück heiteren studentischen Lebens spielte sich neulich Abends im Neuen Hannoverischen Festsaale" ab, woselbst mehr als 200 alte Corpsstudenten, darunter viele Herren in hohen Aemtern und Würden, zum fröhlichen Commerse versammelt waren. Das Präsidium führte Oberpräsident v. Bennigsen. Geestemünde. In einem Pisiolenduell tödtete der Capitänlieutenant Burski den Corvettencapitän Mittler. Aus der Schule. Lehrer: Wenn ich sage: Dein Onkel Karl und Deine Tante Emma ist eben zur Stadt gekommen; ist das richtig? Schüler: Nein, das ist falsch; ich hab' ja gar UU nen Onkel Kark und kein Tante Emma! --EinMonstre-Schmugg-ler-Proceß kommt demnächst vor der Gerichtskammer in St. Petersburg zur Verhandlung. Angeklagt sind 42 Personen, darunter 30 Post- und Zollbeimte. 130 Personen sind als Zeugen vorgeladen. Die Schmuggler haben Sridenwaaren eingeführt und als Zollwaaren deklarirt. Der dem Staat dadurch entstandene Saden be!?ägl legen 3 1-2 Millionen Rubel. Ein junger Engländer. Namens Wm. Bean, wurde kürzlich in sterbendem Zustand in das Hospital zu Los Angeles, Cal gebracht. Bean war von dem dortigen Detectiv Auble bei einem Einbruch in der Hillstraße betrossen und da er sich der Verhaftung durch die Flucht entziehen wollte, von dem Beamten niedergeschossen worden. Er gab an. daß ihn Hunger und Kälte zu der verzweifelten That getrieben haben. Währendihmeinst Millionen zur Verfügung standen, muß Ferd':nand Ward, der ehemalige Wall Street-Napoleon", jetzt, nach Absitzung seiner Zuchthzusstrafe. seinen Unterhalt mit $6 wöchentlich bestreiken, die er als Gehilfe in einem Gerichtsbureau in Genesee, N. Y., verdient. So leicht und rasch das Geld in seiner Amteit ihm zufloß, ebenso rasch zerran es wieder; seine jetzige Armuth ist. nebst der überstandenen Freiheitsstrafe, eine. wenn auch schwach: Vergeltung für den Mann, der so Viele, darunter bekannt lich auch General Grant, um Alles gebrachthat , Bedenken Sie, daß die Wiöconson Central Bahn unbedingt das Zutrauen des Publikum? befiht, da sie bei Weitem die populärste Linie zwischen Chicago, Milwaukee, St. Paul, MinneapoliS und dem Nordweften ist und fernerhin alö die Pullman Linie' zwischen Cbicago. Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plätzen au Superior See angesehen wird. . Bedenken Sie ferner daß die Wiöconfin Central die bedeutendsten Punkte in Wisconsin berührt, mehr Geschäftsplätze erreicht alö irgend eine andere Linie im Nordweften, daß der Speise wagen feiner ausgestattet ist als irgend einer der anderen Linien. Für weitere Auskunft al, Raten. Routen, wenden Sie sich an den näch' sten Ticket Agenten oder an , Jas. C. Pond. Sen. Pass. Agent. Milwaukee Wis '

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Ondiana rilbüite ist das einzige Blatt in Satfout, rcel iheö die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plntokratte vertritt. ZU StQan des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiw tereffm kärajzft sie unentwegt für Freiheit n. Recht auf ellen Gebieten det Lebens. Die Arbeit det Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes nnh da rum wirken wir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur fr endebriugeube Luft, statt zur niederdrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesiante, ssllte . ' . eS alS moralische Pflicht empsinde Leser der Jndiana Tribüne zu sein DaS reichhaltige Sonntags - Blatt bietet eine Fülle unterhaltenden Lest ÜosseS. Der Abonnements Preis der täglichen Tribüne ist 12c, des SonntagöblattS Je, beider zusammen 1 1 (?ts., per Woche oder I Gt per Monat. Durch die Poft versandt, kostet das Tageblatt SZ, daS Sonntagtölatt V2 per 2ahr, beide zusammen QG in Vorausbezahlung. rueMchew aller Art werben rasch und billig au$ geführt. (Zlntrtttökarten, Ontttnng, (ZovtQltntiovunt NeÜOÄNgs, GeschSföSkarten, OriefVSpse, Zirkuläre, Vrogrc u. s. c für SeschüstSleutk und vereine txa geschmackvoll ausgeführt. Si Pil&iii Effij r JndisnssliZ. ZzS. GM WWwWmmFW W WmVJ HMM