Indiana Tribüne, Volume 18, Number 135, Indianapolis, Marion County, 2 February 1895 — Page 2
Jndiana Tribüne.
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Mrs. D. war seine ZÄrthin und verstand das c. o., care of, per Adresse, nicht, Lffnete den Brief und übergab ihn ibrem Manne, einem Anarchisten. - 3n' der wegeir Eotin abgehaltenen Bersammlung wollten die Anarchisten erst Eotin hypnotisiren, um ihm seine (3t heimnisse zu entlocken. Als er aber darauf nicht einging, wurde er . mit Gewalt zu einem Geständnib gezwun gen. Estin erzählte, daß er im Mai 1894 nach London gekommen und. zu k5uß von dort nach Eardiff gegangen sei, um auf einem Schiffe Arbeit, zu bekommen. Es gelang ihm nicht und der französische Eonsul in Eardiff habe ihn auf einem Küstenfahrzeug - nach Redon in Frankreich gesandt. - Kaum sei er ein par Tage dort gewesen, als er als Anarchist verhaftet, wurde und 19 Tage Untersuchungshast zu'erleiden hatte. Bon Redön sei'er zu Fuß nach La Rochelle gegangen, wo ihn die Po lizei besser bendelte.-Auf Kosten bei Polizeicommiyars 'Maitin sei er einige Tage lang in" ernem -Msthause derpflegt worden , und., 'der - Eommissär habe ihm sogar 200 Francs monatlich angeboten, wenn er im Auftrag , der pariser Geheimpolizei bei der Ueber vachunq der Londoner Anarchisten helfen wolle. Er, Eotin. habe den Vorschlag angenommen' und fei am 9. Au?ust in London einaetrofsen. . Mehrere Male sei er in Paris gewesen, umBericht zu erstatten. Sein Sehalt sei ans 250 Francs erhöht worden, auch babe ihm 'die Polizei 400 Francs gegeb:n, um einen Laden mit articles de Paris" zu eröffnen. . Die Anarchisten inachen sich jetzt gegenseitig Vorwürfe, vaß sie Eotin haben entschlüpfen lassen. Derselbe soll sich, nur dadurch 'gerettet haben, daß er 'einige .seiner Angreife? cI3 Polize'.sv'ltzel bezeichnete) und : die lIewese dfür zu"erbrlngen versprach. Dies hab: Bestürzung unter den Anarchlsten hervorgerufen und man abe ihn ziehen lassen. '. " -V-" Die W:siminister7Gazet!e",. die zu:rft Zweifel ausgesprochen hatte,. ,be-.-siätiat fetzt, daß eigene Ermittelungen die Richtiakeit d:r ursprünglichen Meldunz ergeben hätten. Obligatorische Vlehverstcherung in der Schweiz. Das schweizerische LandwirthschaftSk:pr!:m:nt hat soeben zu Händen der Canton: eine gedruckte Anleitung zur Einführung der Obligatorischen Vieh-öersicherun-j herausgegeben. Die Anleitung enthält einen Entwurf zu einem cantonalen Eesetz über die Viehversicherunz, ferner Normal-Statuten für die kinz:lnen Vi:hv:rstch:rungsanstaltni und sodann erläuternde Bemerkungen ja den Statutenentwürfen. ' Die, vom Landwirthschaftsdepartement; ' getroffe n:n Vorkehrungen lassen sich erklären aus dem neuen Vundesgesetz vom Derember 18S3 betreffend die Förderung der Landwirth-chaft durch den Bund, welches die Gewährung von Bundesbeitragen an diejenigen Eantone vorsieht, welche die obligatorische Biehversicherung im ganzen EantonZgeöiet ode? in e'chelnen Theilen desselben (Bezirken. Gnneind-en etc.) in'ö Leben rufen, unterstützen und beaufsichtigen. Die Festsetzung der näheren Untersiützungsbedingungen liegt dem Sunbliathe ob. DaZ Bundesgesetz hat den Zweck, der Viehversicherung als, richtizerz landwirthschaftliche? -Einrich-tung zu einer größeren Verbreitung zu verhelfen.' . NHt die directe Unterstützung des einzelnen Landwirths ist von Seiten der Eidgenossenschaft-be-pzdt, sonst konnte man mit gleichem viecht die Unterstützung jedeZ L:benZversicherten, Feuerversicherten- u. s. w. verlangen. Nur die ' obligatsrifchen Viehversicherungen erhalten Vundesunterstützungen. Die freiwilligen Ortsvcnine fürViehversicherünz haben' zwar dielfach wohlthat: ' gewirkt, aber der Sesammtbestand derselben ist immer so ziemlich - derselbe - geblieben. x Entstanden neue Vereine, so gingen dagegen bestehende wieder ein Lnddie Vieh Versicherung blieb" aus eine geringe Anzahl von Aiehbesitzernbeschrankt. Von dem Oblizatormm verspricht man sich bessere Resultate und insbesondere eine stetig zunehmende Ausbreitung. ' Das Vundesgesetz und die einschlägige Voll-ziehung-verordnung .haben tot Gestaltung. des Obligatoriums vollständig den Eantonen anheimgegeben. Die Letzteren haben somit hierin freie Hand und es wird dem Bundesrats kaum einfallen, die Subventionen schon 'jetzt davon abhängig zu machen, daß ein besiimmteZ System 'zu, Grunde . gelegt werde. Die Erfahrung wird auch hier die. beste Lehrmeistern! sein und aus der. Begleichung der verschiedenen Sysieme In der Praxis, werden, sich nach und nach leicht deren Vor- und 9?ach theile ergeben und es wird später möglich sein, darauf Rücksicht zu nehmen.
Unsere Vkarine. Seir geraumer Zeit, beschäftigen sich nicht nur die Beamten, des MarineDepartements, sondern auch die zuständigen Ecngreßcomites in eingehender Weise mit der Frage, ob es sich aus Nützlichkeit- und Sparsamkeitsrücksichten für die Regierung empfiehlt, alle Kriegsschiffe auf Regierungswerf. ten selbst zu bauen'oder den Bau aus dem Eontractwegs zu vergeben. Wie die Erfahrung lehrt, stellten sich die von Eontractoren gebauten Schiffe billiger, als die aus den Schiffsbauhöfen der Regierung hervorgegangenen Fahrzeuge; andererseits aber sind große Summen verausgabt warden, um einige Regierungswerften für den Bau großer Kriegsschiffe einzurichten, und wenn die -Regierung in Zukunft dort keine neuen-Schiffe mehr bauen ließe, wäre ein Theil des verausgabten Geldes verschwendet.' - Welche. Umbände Privat-Etablisse-ments in .die Lage versetzen, Kriegsschiffe billiger zu liefern, als Regie rungswerfte, ist von dem Marine-De-partement nie ausführlich auseinandergesetzt ' worden, allein -der- bekannte Schiffsbauer .Erämp auf dessen Werft eine ganze, Anzahl' unserer großen Kriegsschiffe gebaut worden ist, hat dafür eine durchaus plausible Erklärung aeaeben. Der Umstand, daß die Baukosten auf den Regierungs-Werften sich höher stellend als . auf- Privätwerften", sagte Herr .Eramp neulich in einem Interview züWashingion,ist nicht. .indi viduellenl Beamten des Departements, sondern dem herrschenden -System zur Last zu legen. r Ich " war" wirklich erstaunt, als. ich dieVergleiche über,, die respektiven Kosten dieser ..Tage der Lffentlicht sah. daß der ' Unterschied nicht'größer ist, und hab: bisher die Baukosten der Eincinnati" und Raleigh" für höher gehalten. Politische Rücksichtsnahmen und Einwirkungen deS Militarismus sind die Uebelstände, räit .'deneN'. die Bundes-Regierung zu kämpfen .hat. Die Politik hindert eine wirksame oder doch wenigstens ökonomische Organisation des Arbeiter-Eon tingents, - während .der Militarismus endlose Weitschweifigkeiten im Gefolge hat Raüg-7und-Etiqüette-Fragen, lä stigeForinälitätenwelche bei einem industriellenUnternehmen lähmend wjrken. Ein' jeder Regierungs-Schiffs-bauhof steht unter einem militärischen Commandanten,-- der- in allen Fragen als oberste Instanz qilt. Meiner Ansicht nach ist. der,'Schifksbaumeister die wichtigste Persönlichkeit, 'und. dennoch muß .er sich dem militärischen .ComMandanten . unterordnen. '.' Zerfahrenheit. Widerwärtigkeiten aller Art, BeHinderung deZ Forlschritts in Den Arbetten, und vermehrte 'kosten .sind das ResultatLLenn derContrakior sich gegen die Einmischungrein. militärischer Beämten .'auflehnt, ' dann' gibt es EifersLchteleien,'nielche vor. Jahren sogar mal zu einer'.Räufer'ei führten, bei weleher Eömmydöre' Barron und Con-struktor'-Humphreys einander mit Stockenünd Schirmen bearbeiteten.-' ""Nach dem Dafürhalten des Herrn Eramp sollte '. die Controls über, den Bau,, der Schiffs erfachrenensSchtsfsbaumttftern AberträgÄ ün1z.',soüten dieselben dauernd?iir ihren, Stellungen belassen werden! ' 'Die Schiffsbauhöfe werden stets als Arsenale oder Niederlagen für Kriegsmaterial, als RekrutirungZ Stationen oder ReparaturWerkstätten noibwendig sein, und es dürfte in einzelnen Fällen empfehlenswerth sein, dort Schiffe mit neuer Maschinerie 'yx versehen, oder construktive Aenderungen vorzunehmen. Aus den angegebenen Ursachen werden aber RegierungZwersten im Bau neuer Schisse niemals mit Privat-Etablissements zu concurriren im Stande sein. . Herrn Cramp's Aeußerungen haben den wunden Punkt blosgelegt, aber da Erkennen von Uebeln und da Schaffen von Abhilfe sind zwei gründ verschiedene Dinge. Die höheren Offlciere der Marine streben mit Vorliebe nach Commandanturstellen in Schiffsbauhöfen und der Versuch, ihnen diese angenehmen Commandos zu entziehen, würde selbstverständlich auf entschiedene Opposition stoßen. Auch dürfte es sehr schwer halten, einen Marinesecretär zu finden, der sich deS vcreinigten Druckes. der .Koburger" zu erwehren im Stande wäre. Önkel Sa:n hat ja bekanntlich heidenmäßig -viel Geld, denkt man in den betresfenden Kreisen, und da kommt es auf eine Hand voll nicht an, wenn es sich um die Regierungswerften handelt.' !Zn' Herrn Cramp's Auslassungen ' erscheint besondern Erwähnung werth der Hinweis auf die Verwendung der Schiffsbauhöfe als . Reparaturwerkstätten. DieZ scheint weder vom Departement noch ''auch von den zuständigen Con-greß-ComiteS in gebührende? Weise gewürdigt zu werden, sonst würde man doch wohl darauf abzielende Vorkehrungen treffen. Die Regierung besitzt heute nicht ein einziges Dock, auf dem die modernen Krieasschiffe revarirt werden könnten, während ein sol ches doch in jedem größeren Schiffsbauhof. vorhanden sein sollte. Ferner könnten und in dieser Begehung bat daS zuständige auZ-Eomite ante Empfehlungen gemacht in den Reaienmgswerkstäten - zu Washington penüaend Gescbllde moder Construktion hergestellt werdek, um im Bedürfnißfalle die auS der Wandelsmarine zu entnehmenden, Hilfskreuzer zu armiren. Tie Sluöstcllung von Amsterdam. DaZ E?ecuttv-Comi!e für die AuSstellung von Amsterdam hat jetzt seine vorbereitenden Arbeiten beendet und bereits ist man aus dem Terrain hinter dem Reichsmuseum, wo auch im Jahre 1883 die Weltausstellung stattfand, lebhaft mit" den Grundarbeiten beschäftiqt. Nunmehr kann man sich auch eine Vorstellung machen von dem Unifang, den dieseAustellung haben wird. Schon daö Hauptgebäude wird eine Mäche von 20.000 Quadratmeter &
decken. Wenn man vabei in Betracht zieht, daß dieses Hauptgebäude nur für eigentliche Ausstellungszwecke verwendet wird, da für den Detailverkauf (welcher im Hauptgebäude streng ausgeschlossen ist) ein besonderer Welt-Ba-zar. mit Galerien und Passagen, eingerichtet wird, so muß man erkennen, daß das Comite sein: Aufgabe sehr weit auffaß! und auf große Betheiligung rechnet. Soweit es sich bis jetzt übersehen läßt, wird die internationale Betheiliaung eine sehr beträchtliche sein. Aus Belgien, Frankreich. Jtalien. Amerika, sogar aus China. Japan, Egyp!en und anderen Ländern kommen täglich, Anfragen, und auch die heimisch: Industrie interessirt sich sehr lebhaft für da Unternehmen. Was die hauptsälichsten Anzibungspl'nlte. oder Clous" betrifft. können w'.r Folgendes mittheilen: Die groß: .Attractiori" wird ohne Zweifel: Alt-iHolland in Amsterdam", eine öllt-Amsterdame? Gracht", derrn Schluß eine Gruppe H'iuser bildet, welche links und rechts Zugang gewähren zu einem Marktplatz, mit malerischen Giebeln in alt-holländischem Stil, getreu copirt nach verschiedenen Städten des Landes.- Die Anziehungskraft dieser künstlerisch werthvollen Scköpfung wird erhöht durch Volksspiele und Vergnügungen, welche natürlich im Einklang mit dem Eharakter dieses alt-holländischen Viertels sein werden. Mit der Vorbereitung dieser Veranstaltungen befaßt sich eine speziell dazu eingesetzte Commission. Nicht weniger wird ein transatlantischer Dampfer die Aufmerksamkeit auf sich lenken, erbant nach dem bekannten Typus der Steamer, welche die Nttderland: mit ihren ostindischen Colonien verbinden. .Dieser Damnfer wird -80 Meter lang, 12 Meter breit sein und sich 8 Meter über dem Wasser erheben. DaS Schiff wird in einem großen Bas'sin ankern, so daß man mit Kähnen um den Dampfer rudern kann, welcher ganz genau wie ein PostSteamer eingerichtet und yetakelt sein wird, während die Bedienung in den darauf befindlichen Restaurants und SalonS durch Javaner und Malayen, in deren Nationaltracht, besorgt wird, wodurch die Illusion einer Meerfahrt sich noch erhöht. Abends, wenn die Bemannung tm Takelwerk mit Signallichtern etc. manövrirt, wird sich auf dem Deck ein reges Leben entwickeln. Es werden leinene Zelte aufgestellt, wo man die Musik in dem nahen Pavillon und die Feuerwerke, welche während der Concerte abgebrannt werden, genießen kann. Als weitere Attraktionen nen ncn wir: ein elektrisches Restaurant, in dem die gewöhnliche Bedienung von Kellnern durch ein System von Lifts und elektrischen Leitungen ersetzt wird, so daß man nur aus einen Knopf zu drücken hat, um sofort daöienige vor sich zu sehen, was man wünscht. ?erner sind zu erwähnen: kosmopolitische Straße, Vallc, captif, ein Sportlerrain u. s. w. Schließlich können wir mittheilen, daß zugleich mit der Ausstellung die feierliche Eröffnung des an das Aus stellungsterrain grenzenden MuseumS Suasso für moderne Kunst stattfindet, welches jekt beinah: vollendet ist, und sich würdig den in dem Reichsmuseum angesammelten Kunstschätzen anreihen wird.
Britische PstarisSer. Liebhaber kühner Vermutbungen haben bekanntlich den Satz aufgestHt, die großöritannischen Inseln ., beherbergten gegenwärtig den verlorenen zwölften Stamm Israels. . Die .'Be? hauptung mög: hier ununt:rsuckt bleib:n; richtig scheint nur zu sein, daß alle alt- und neutestamentarischen Pharisäer sich bei unseren Vettern jenseits des CanalZ ein Stelldichein g:ge ben haben. In widerlichste? Weise brüstet sich di:sks Pharisänthum in der Weibnacbts und Reuiahrszeit, wenn Tausende der Enterbten" -zu Festen vereinigt werden, um den oben Zehntausend Gelegenheit zu geben, sicMm Sonnenglanz der selbstgeübten Wohlthätigkeit brüsten zu können. Wohlverstanden, schreibt der ondoner Cor respondent der 'Voss. Ztg.", predige ich nicht gegen die englische Wohlthatigkeit im Allgemeinen, die Großes geleistet hat, wenn auch noch Großes zu thun übrig bleibt, und jn deren Dienst sich Personen beider Geschlechter mit einem fast beispiellosen Opsermuth und einer großartigen Selbstentäußcrunq und Entsagung gestellt haben. WaS. mich empört, sind, diese - Schaustellungen entsetzlichen Elends, hie scheinbar nur zu dem Zweck veranstäl-. tet werden, den oberen Klassen ire Gottähnlichkeit besser zum Bewußtsein, zu bringen. So hatte kürzlich ein Alderman '1300 zerlumpte-Straßenkln' der nach der Guildhall eingeladen. Daß eS Kinder in derartig schmutzigem und zerlumptem Zustand gibt.wie sie zu Tausenden in London herumlaufen, bildet schon an sich einen Schandfleck für die vielgerühmte englische Civil! sation. Sie in einem kostbaren Saal zu vereinigen und dann einem qeladenen' eleganten Publikum zur Schau; zu stellenist aber ein empörendes Phari säerikum. Gleichsam "zum Nachtisch wurde den Kindern der Lordmavor mit all seinen Würdenträgern im Prachtornat gezeigt. Der Zug bewegte .ch durch den Saal, wobei die anwesenden Lebrer und Lehrerinnen - erläuternde Erklärungen abgaben: DieS ist Bill Ionis, der sonst noch viel -erlumpter aussieht; heute hat er sich den Anzug von' Tom Brown geliehen der letztes Mal mitessen dürfte." Dies ist Kittie Smith; ihre Schwester Jane konnte nicht mitkommen, weil die beiden Kinder zusammen nur ein Paar', Schuhe besitzen. Und dazu lächeln die d:n Zug begleitenden Ladies und 'denken bei sich: Ach. was sind wir doch für vortreffliche Menschen,' daß wir solch furchtbar armen Kindern.die zu zweien nur. ein Paar Schuhe haben,' Kuchen und Thee und die Gelegenheit,'. eine wirkliche Lady zu sehen, fleben.-. Wer uö der Nähe beobachtet hat, wie die englische Dccme der Gesellschaft, der i
2)code folgend, Woyltyattgre:: lrewr, wird mich gewiß von dem Vorwurf, zu schwarz zu sehen, lossprechen. Derartige Schaustellungen, wie die vorstehend geschilderte, kommen durchaus nicht nur vereinzelt vor. Ein paar
Tage später fand ein Gegenstuck zu die- ! ser Versammlung wieder in der Guildhall statt, diesmal von der Westmmst. Gaz." zu Reklamezwecken veranstaltet. Man lese folgende AusZ"' aus dem in demselben Blatte veröffentlichten Programm: 4 Uhr 30 Min. AnZunft von 10 Großmüttern" oll -heißen: Insassen von Altw.'ibersvitteln) in Äuildhall. 4 Ubr 43 Min. die Großmütter trinken Tb::. 5 Uhr bis 5 Uhr 30 Min. Aunst der verkrümelten Kinde? m't Muscorps. sowie der vagabundirende Strcißenkinder, 5 Uhr 39 Min. Lo5a-sana. a.esunq:n von den Kindern. 5 Uhr 40 Min. Ansprache von Mr. Boyer, Begründer und Leiter der Mission unter den vaqabundirenden Straßenkindern. 5 Uhr 50 Min. BanZo-Quartett. 6 Uhr 30 Min. humoristischer Vortrag von Mr. Bob Rae. Musikvorträge von verkrüvpelten Kindern, Ansprachen von Geistli chen und humoristische Vorträte wechseln sich dann ab, bis die Großmütter und und die Kinder allen von der Westminster Gazette" . geladenen Anwesenden Gute Nacht sagen und die Absingung des God save the Queen" die Feier schließt. Growüttcr und verkrüppelte Kinder zu Reklauezwecken und zur öffentlick?n Vescheiiittung wohlthätiger Gesinnung zu - ibrauchen. ist wohl das Höchste, was - dieser Beziehung geleistet werden ..i.i. Jn derLovranle. Bulgariens Volksvertreter bieten von allen Parlamenten wohl daS bun-. teste, to sich am wenigsten einheitliche Oild. Neben dem . konservativen Tschorbadschi, dem .Suppen'esser" der Türkenzeit und seinem geldprotzigen Abkömmling, der keine Zeit gefunden, die Schulen Europas zu besuchen, kauert der schläfrige Osmanli, für den der Himmel noch aus sieben Klappen besteht. Dort sehen wir den bäuerlichen Socialisten; ihn haben die. Wucherer zum Socialisten ' gemacht. . Eigenthümlich ist die Anordnung der Rednerbühne. Durch die unaufhörlichen Zwischenrufe der Socialisten und ihrer .Nachbaren, der Unversöhnlichen, wurde sie von ihrem Platze verdrängt und dicht vor und unter dem Präsidentenstuhl angebracht. Die Unterhaltungen zwischen Redner und Präsident wirken geradezu erheiternd. Der Redner muß fast auf oie Brüstung klettern, um den Präsidenten, der sich weit vornüber neiat, zu fehen. Herr Abgeordneter, ich bitte Sie, zur Sache zu sprechen!" schreit der Präsident ver zweifelt zum zehnten Male. Man will uns mundtodt machen!" brüllt foie Opposition; wüster Lärm, Fäuste ballen sich, hundert Arme spielen in der Luft; wüthendes, unverständliches Zwiegespräch zwischen Präsident und Redner, steigender Tumult, der Präsident verläßt seinen Platz, mit den Händen in den Haaren wühlend; er desertirt! er desertirt!" schreien fünfzig Stimmen aus Leibeskräften. Er war allerdings einmal desertirt.der elegante Herr Präsident. Das war 1885, als Bulgariens Volk in Waffen gegen die Serben in's Feld zog. Damals reiste der jetzige Präsident nach Paris; er hatte ein Jahr Urlaub. Das hat man ihm nicht .'gessen, aber verziehen.' Gehen wir nicht in's Gericht mit dem Manne;' acht Wochen Präsident einer solchen Kammer sein, das sühnt viele Sünden. Sein rothes Gesicht ist im Laufe der Sitzung bleich geworden. ' Die''Hauplkampfhähne der SobranZe sind die Jüngern Liberalen und ihr Anhing. Da ist ein junger Advokat, d?r keine Frage, keinen Gesetzesvorschlag versäumt. Er schleppt ' eine ganze Vibliochek von Verfassungsrecht niit sich herum. In dn Hitze des' Gefechis fühlt er sich ganz in .denVerichtssaal versetzt. Er verliest die -Paia-graphen fremder Versassunzen Ich bitte den Gerichtshof..." allgemeines Gelächter Verzeihung, ich bitte die" geehrte Versammlung". . Er wird zum Staatsanwalt und plaidirt gegen den Angeklagten, den Minister.auf erschwerende' Umstände und daZ. höchste Strafmaß. '-Einige .'Redner "haben ' wie auch in anderen -Parlamenten die Gabe, das Haus -schon 'durch ihr Erscheinen auf der Bühne in nervöse Erregung zu v:rsetzen.'Sie .reden lange und. 'langweilig. . Hören.Sie nicht' bald auf, so gibt es regelmäßig einen Skandal. Schluß! Alte. Witze! Unsinn!, Pferdekopf!". -.'Ihr- wollt die .Wahrheit 'nicht hören!" WaS weißt Du von Wahrheit! . Er ist im Irrenhause gewesen! 'Stambulisten! '. Ich werde 'Euch die - Wahrheit . . ' r- '.Ich ; bitte, -den' Redner - sprechen zu , lassen! ' Herr .Aögeordneter, kümmern Sie sich nicht' um die Schrei- !" Er beeidigt uns! Skandal! Tyrannei!" Sie 'beleidigen mich! Tyrannei!" Glocke 'des Präsidenten. Ich bitte um Ruhe! Unterbrechen Sie nicht!" Verbieten . Sie ihm. .die Zeit zu stehlen! Verbiet? Sie ihm die Beleidigungen!"- Ruhe! Jst-'daz eine : Sobranje?" Nein,' das'! sind Spione.- durch Polizei - zusammengetrommelt!" - Tyrannei! ' Gemeinh:?l!" Tyrannei! Jetzt wird er gleich desertiren!" Allgemeines Halloh. es ist nichts mehr zu verstehen außer einem Lolksmane mit einer Mähne, der sein beliebtes: Blutsauger" brüllt. G'.ocke' des Präsidenten, daß man glaubt, die Feuerwehr, jage -durch den Saal.. Jetzt desertirt er wirklich: die Sitzung ist sür zehn Minuten aufgehoben. Griechischer Parlamentarismus. Curiof5 - Sitten herrschen in dn griechiifchen Parlament und eZ gibt kaum etwas Belustigenderes, als. die Guerrillakämpfe, welche Regierungsund Oppositionsmänner in der Kam; mer gegeneinander führen. . Die mimsteriellen Abgeordneten kommen elmäkig in die Kammer, aber die
meisten wohnen den Sitzungen nur in den Wandelgängen und Rauchsälen bei, wo si,: die Redner der Opposition, die die Abstimmung über das Budget verzögern, in den tiefsten Pfuhl der Hölle wünschen. Die Herren, die sich entfernen, übergeben den ministeriellen Whipper" ihre Adresse und werden, sobald ein Abgeordneter der Opposition den namentlichen Auruf verlangt, um festzustellen, ob die Kammer vollzähliz ist, von den'Whippers" schleunigst herbeigeholt. Geradezu köstlich ist die 'Art, wie der namentliche Aufruf vollzogen wird; langsam und feierlich wie ein Trauergesang geht er vor sich, dieNamen werden gewissermaßen skandir!, bis die abwesend gewesenen Herren wieder anwesend sind; aber bald nachdem sie das übliche' paron" (anwesend) gesprochen haben, lausen sie eiligst wieder davon. Dieses unterhaliende Schauspiel wiederholt sich wahrend jeder Kammersitzung einige Male. Aber gerade die Abgeordneten, die den Sitzungen auch nicht ein eiaziges Mal beiwohnen, sind die Ersten, wenn es gilt, der Regierung Vertrauensvota zu ertheilen oder Gesetzentwürfe der Regierung unbesehen" gutzuheißen. Andererseits hat über die Opposition ein gutes Mittel, das sie stets mit demselben Erfolge anwendet, die nunierische Stärke des Cabinets festzustellen. Eines ihrer Mitglieder fordert den namentlichen Aufruf unter dem Vorwände, daß die Kammer nicht vollzählig ist. Da dieser Antrag nicht durch Majontäts - Beschluß zurückgewiesen werden kann, beginnt der namentliche Ausruf. Wie ein Mann verlassen nun alle Oppositionsmitglieder, mit Ausnähme eines einzigen Abgeordneten, der zurückbleibt, um Mogeleien" zu verhindern, den Sitzungssaal und begeben sich in die Rauch- und Lesesäle. Wenn der namentlich: Aufruf beendigt ist, treten sie. falls die Kammer vollzählig ist. wieder ein; falls sie es nicht ist, gehen sie nach Hause. Die Ministeriellen verlängern die Sitzung oft bis zum Sonnenaufgang und müssen oft tagelang 'das ist keine Hyperbel in der Kammer bleiben, um nicht plöklich überrumpelt und gestürzt zu werden.
Deutsche Local-5?achriJten. rottn, iranMnbnrct. Berlin. Die Influenza g:assirt gegenwärtig wieder start in Berlin und tritt besonders stark im Nordosten auf, vielfach einen heftigen Charakter zeigend. Es sind bereits in den letzten Wachen mehrere Todesfälle zu verzeichnen gewesen. Dieser Tage stürzte in dem Buchdruckereigebäude Vernburgerstraße 14 ein Fahrstuhl mit vier Personen, drei Lehrlingen und einem Hausdiener, aus dem 4. Stock in den Keller. Sämmtliche vier Personen 'wurden verletzt. Der BuchHalter Gustav Kreibig hat sein: Frau erschossen und dann mit einer zweiten Kugel seinem Leben ew Ziel gesetzt. Aufsehen erregt in dem Dorfe AltWeißensee der Tod des Rentiers Aug. Meißner. Derselbe hatte sich in seiner Wohnung erhängt. Motive zur That sind unbekannt. C ö p e n i ck. Drei Wilddiebe, Arbeiter aus Cöpenick, sind im hiesigen Stadtforst vom Gendarm Klaus auf frischer That beim Zerlegen eines in Rehschlingen gefangenen Rehes festgenommen worden. Spandau. Nach der hiestgen Festung wurde zur Verbüßung einer viermonatlichen Strafe ein Unteroffiier K. vom 4. Bataillon des 35. Infanterie Regiments- in Brandenburg a. H. gebracht. Er hat diese Strafe erbalien. weil er einem Soldaten in's Gesicht gespieen hat. . Provinz Vosen. Posen. Unter Ausschluß der Oesfentlichkeit - verhandelte - . das Schwurgericht in Gnesen gegen; die Wirthschasterin Marianna Rzeznicka, den Sattler Witold vonTrompczynski, und den Bäcker C.eslauS von.Tromp-. czynski. sämmtlich aus Kletzko, wegen Kindesmordes. Die Rzeznicka wurde zu - sechs Jahren Zuchthaus. Witold von ' Trompczynski .zum .Tode, CzeZlas von Trompczynski wegen Beihilfe zu. drei Jahren Gefängniß verurtheilt. Werschkepchen. Dieser Tage mußte - der 17jährige Sohn . deS B:sitzers' K. trotz seiner' Nervenkrankheit oeim Schlachten eineS Schweines ii hilflich sti. Als der junge Mann den Blutstrom bei dem Thiere hervorquellen sah. mächte das einen so erschütternden. Eindruck , auf sein Gemüth, daß er ylsbald niederstürzte und seinen Geist aufgab. ' . . Pvovlnj vstprenffen. G o l d a p. Auf dem Heimwege von der Jagd wurde ein Gefreiter der 1V. Compagnie deS hier garnlfonlren-. , den Infanterie Regiments vom Feld- , webel derselben Compagnie aus Un'Vorsichtigkeit durch einen Schuß. in denRücken getroffene -'Der Feldwebel-mußte-zur eigenen. Sicherheit verhaftet 'werden, däer sich das Leben nehmen wollte. ' . Vrovinz Mestprenlten. Thörn. In' (3in schelten wurde der Besitzer Adams Nachts aus - dem Hause gelockt,-von mehreren Personen überfallen und m:t .Knytteln, n:edergeschlage. - Am. folgenden Morgen fand man seine Leiche in einem nahenTeiche. 'Adams., Ehefrau und: Tochter wurden unter dem dringenden -Verdacht, die That -begangen zu haben, in Haft ge nommen. ' ' .-. . V trag bürg. In der Nahe' von hier stieß in . Folge falfcher Weichenstellung ein -Personenzug mit drei Sü terwagen -zusammen.- - Die . Maschine und einige Güterwagen wurden' stark beschädigt.. .Der. Locomotivführer und ein Reisender wurden schwer am Kopfe verletzt;' ein'Pöstschaffnererhielt einen Rippenbrüch:- . Vvovltti adjs. Fre'yburg U. Letzthin. fand hier ein, Einbruch in das Amtsgericht statt'- Es 'wurden fut 70,000 Mark Werthpapiere gestohlen. ; Halle. Jn einem Hause an der Universität fand man dieser Tage. nach jOeffnuna der betreffenderg Wohnung
Küsten, Erkältungen. &oi forßnf i nrsißttsiFtin
V'iV'
Aßhma, Aronchitis, gs!s u. Lunzenbeschderdcn Werden geheilt durch RAugMUmmiZ HMÜBURQER BRÜSTTHEE. Fieser tzyee ist aus yeikkräftigen ZSurzekn nd Kräutern zusammcngescht Ein Hacket, clchcö nur 25 Ccntö kostet, Zcistct brc! Mal so viele Dienste wie eine Jlasche Hustcnsyrup. Er wird nicht bei cwicht verkauft, sondern nur in Origtn al.Pncketen. Allenthalben zu ba- , . den bci Apotbekcrn und Händlern in Medizinen. fä
Jedes echte PaSct trögt nachstchcnde Unterschrift.
o?e ei?e o-er 'rwaliere trautem Brink. außerdem in bewußtlosem Zustände deren Bruder und Schwester. Die Beiden hatten sich du Pulsadern aufgeschnitten und außerdem eineDosis Opium genommen. Jn der Klinik, wohin die .'Schwerkranken sofort geschafft' wurden, hofft man, sie am Leben erhalten zu können. . Merseburg. Jn dem Dorfe Rettgenstädt bei Kölleda feierte am C. Januar der Tischlermeister Kaufmann im Kreise von drei Kindern, fünf Enkeln und zwei Urenkeln seinen 102. Geburtstag. Er ist 1793 geboren, hat den Befreiungskrieg mitgemacht. Zu Weihnachten hat ihn der Kriegerbund mit einem Ehrengeschenk von 500 M. erfreut; er hat 1891 die goldene Hochzeit gefeiert und ist noch so rüstig, daß er die 5 1-2 Kilometer bis Kölleda und zurück zu Fuß geht und voriges Jahr e'.nn Anfall von Lungenentzündung überstand. Meklenvnrs G ll st r o w. Der Millionär KrohnBaris, welche? ' unserer Stadt bereits früher ein Schulhaus erbaute, in dem hat ca.. 340 Knaben unterrichtet werden. Hat diesen Schülern eine besonvere Weihnachtsfreude bereitet indem er jedem Kind einen ganzen Anzug, drei Paar Strümpfe und ein Naar Schuhe oder Stiefel überreichen ließ. N e u b u k o w. Auf der Feldmark des Hofes Ravensberg wurde am Wege eine Le'ch'. aefunden. Nach den vorgefundenen Papieren wurde vom Geriete festgeellt, daß der Tote ein Erbpächter aus Dernitt sei. N e u st r e l i tz. ' Hier fa'i man an einem Baume in der Kalkhorsi bänaend die Leiche des Amts-Reiters Carl Tabbert aus Strelitz. Er sollte w Neuzahr pensionirt werden. ' Bittenburg. Der Ritterautsoesiker Brunn auf Korckow ist im Gutsforste mit Wunden bedeckt todt aufaefunden worden. Ob ein Mord oder ein Unglück vorliegt, ist noch nicht festgestellt. Oldenburg. Oldenburg. Jn der Untersuchungssacke gegen den Pastor Partisch bat sich 'herausaestellt. daß Partisch überhaupt keine Examina aemc1" bat. Er lieferte falsche Zeugnisse mit fal schen Siegeln ein, legte sich den Doktortitel eigenmächtig bei, ohne Theologie studirt zu haben. prsVinx Sclxlesw!aVolNein. - A 1 1 o n a. Dr. Wilhelm Laatz ist nach längerem Leiden im 81. Lebens iabre verstorben. Trotz seines hohen Alters war derselbe noch bis an sein Ende in seinem journalistischen Berufe am Altonaer Tageblatt thätig. , E l m s h o x n. Im benachbarten Lobe, zwischen Elmsbocn und Unter fen an der Chaussee belegen sind die Nebengebäude des Hofbesitzers Jacoo Mohr ein Raub der Flammen geworden. Sämmtliches Vieh, darunter O wertbvolle Ochsen, sind verbrannt. F l e n s b u r g. Der Kassirer dcr Natwnalbank in Aar?us, C. E. Stesfersen, ist unter dem Verdaut der Unterschlaguna von 50.000 Kronen verbafkt worden.- Er war mehrere Jahre b:i,der ,Flensburg5r Filiale der dänischen Nationalbank angestellt. Oldersbek. Ein b:i dem Müller P. Kroger beschäftigter Mann wurde durch einen Schlag so 'unglücklich vom Mühlenflügel getroffen, daß er an den Folgen . dieses Unfalls verstarb. ' Ottüvlnse. '. A l t e n b u r g. Der 'Kaufmann Oskar Müller, Besitzer' einer Fabrik ätherischer Oele, hat sich vergiftet. Er hat sich in guten, Vermögensverbältnissen befunden und der bedauerliche Schritt, den er, gethan' hat, ist lediglich auf Krankheit zurückzuführen. ' " - - - - Jena Der Garnisonprediaer 'Dr. A. Kind ist"an" Stelle des verstorbenen Lic. Hoßbach zum Previger an der Neuen Kirche in Berlin gewählt worden. ' Lengöfeld. Die.- Gattin, des praktischen Arzies Dr. Busse, welche an einem 5?uküö:l erkrankt darniederlaa. iUtil UU - nut v.H''lliyuüiiw KXHi ' um's Leben. Dieselbe lag im 'Bette Inm - Alts llnl tft Ti mit Jt sTn.tf und las in e:nem Buche, da s durch eine Bewegung derselben die brennende Petroleumlampe um; im Nu stand das ganzeBett in Flammen, wobei die Frau so 'starke . Brandwunden erlitt, daß sie- eine Stunde darauf veiltarb. 1 . , - j iÜebcuttu&tt, ,.. daß die Wisconson Centra! Bahn unbedingt das. Zutrauen deö Publikums besitzt, da sie bei Weitem die populärste Ante, zwischen ' Chicago, Miiwaukee, St. Paul, MinneapoliS und ' dem Nordwesten ist und fernerhin als die Pullman Linie . zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland,. Duluth und den Platzen am Superior See angesehen wird. ' - Bedenken Sie ferner daß die WiSeonfin Central die bedeutendsten Punkte inWiSconfin berührt,.mehr GeschäftsPlätze erreicht als irgend eine andere Linie im Rordwesten, daß der Speisetsagen seiner ausgestattet ist als irgend einer der anderen Linien. Für weitere Auskunft als, Katen, Routen, äsenden Sie sich an den nachften Ticket Agenten oder an 3aS. C. Pond, Gen. Paff. Agent,' Milwaukee Wib
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VHfMIVl f Baltimore, Md., Ver. St., A. Marktbericht. WSotesale.Vreife. Groeerieö. Zuck: Harter H 82. Guter gelber $3.51. Gewöbnl. selber 13.26. Kaff: geröst. Banner, Lion und Java i. 7öcstnövPZdEaikea) Capital 21)e Pilot 21 c 2?akota I0Zc Braztl 19c Setr. Aepfel 6c m Pfirsiche 14c M Corinlhen 5c m Pflaumen 7)c m prikosm 11)c Fracht und G üse. epfel per Faß M 6itrct en per Kiste $6 f 0 Orangen per Kiste i 00 Kraut ver Faß S1.35. Zwiebeln per Fasi l.00 Rüben per Faß $1.50 Bohnen per Busb'l $2 0? Kartoffeln per Bush "5c. Süb.artoffeln per Faß $2.75 Mehl. Winter.Wcizen pat. $4.00 Frühjahr-Weizen pat. $4.00 Winter ertra $2.) GewöhnlubeS $1.75 Roagenmehl $3 10 Hafergrütze $5.75 Butter. Gier und Geflügel. Butter, friscbe Countrv 10c. Eier, sriscb.ver Du. lc Leb. Geflügel: Hühner 5c ver Pfund. Sta!.. X L.i jb r. ul r m ... wvinij) viucu Qt; v"-. xunev rnnen vc: nren c; Wstnie 5.4n ver Tu Zur Erinnerung ! ökeinen freunden und dem Bulidiln bin nit zur nzeige. daß ich die Wirthschaft. Ghio und Noble Straße. vernommen babe. und mich bemüben rud 'selbe zu einem angenehmen Sammelpl er Deutschen ,u gestalten. este etränke und SiKarreo . Zu zahlreichem Besuche ladet tin Esttlieb Leukhsrdt, Q.t Otto und Noble Strake Or. 7W0. A. WAGNER hat seine Offire ach S5o. 94 Nord Delaware Str. verl'gt. und wird sich freuen seine Patienten nnt greunde dort ju emofonpin. Sprechstunden 9 -ia Uhr Vorm.; i 4Uhr naana.i v"nrags: uyr rm. Telephon S. Dr. Buröhardt, Veutscher Arzt. Osstee und Whug: &e. S82 Süd Mertdlan Qtr. Okfire-Stunden : bis 9 Uhr or. i 611 Uhr aSm. 7MI8nur.tt. eo,tsa,8-V srmtttsg. Teleddo 2ftO. Dr. I. Bühler, 120 OS Me5arty Vtr. vrchStde: S Udr Vor.; Nh, achm.:7-9Uirtentt. Telephon 144. j Evreckkunden: Sonntag nur Vormittag. Dr. Carl G. Winter, Arzt und Vblrurg. Spezialist für Aegen und Ohren. Sprechstunden von v 1Z, Z i, 7 $ Uhr. Office : No. 40. O st Ohio Strafe. Dr. I. Ä. S ntcliffe, ,fch2tttgt oiti(4:tef.Iit alt undärztliS sauern pttt trtif t. uno ariBfrancCcttn o. v V Wartet Ettahe. s Osce'?.:sde : 9 di 10 Ndr er. 11 ait ilzfivx. fctKtac attC?frwm. Tel 5 Dr.C. N. Schaescr, jörzt und EHirurg, s. ASß Madifon Avenue. nahe orriö St,. SrieZ?Sur.de : Nlr Viexttn, 9 4QI c aemirtasii. 7 cer orns. ' nttMttMMHWWWnKnMt1 UW Jniektiou. Eine permanente 5kur der hartnockiastkn Fälle ron Sonorrhea vni i ffii... tiAtt O Ali ti S W - V WH... 1 WM W.W ß WHH.M T AM.... lU.k. I.t .Ikl. aMfe K . ki. ? ekelnd" .'-uttate de einnehmen von ttiu i W K.K tS AVMtt Ha hf IC mm v.f H 4 $trr IX. 2 (tirou'ft .ocfolget), potter, Vat. IScr. j sauft Bau oll. i tun aitifn.- i i a M i inr al pami LY MEDiCINE! IIMCOC. lUPUM, MtWM i.mi.ImIa Itrpa.lTe Itrwala. or lnaictln. uiLionaaräa. and all dlaorden es Ui 6U)Xncii, urer and bowwil - - RIPAKS TABULES AM Mnflff vi-t Trrn t iir . Erfurt HrrfWt !nn fr.l Irw thfiit- tiOA ÄniJ by drunrist er nent bj rnail. Box , H TULLBH f5 rClCH Wtl, - IVt irvm wunuicvrnuuiw V MM M k -T. MM IM AT4 M . Kii'A.i3tiiwuta)j , n-w mmrm The Twentieth t'eutürj, eine auSaezeichnete Wochenschrift welche fortschrittlich gesinnten Lesern sehr zu empfeh len ist. In der Tendenz twar sotialistisch. werden doch andere fortschrittliche Theonln darin unparteiisch besprochen. . Man bestelle deN bei der urnoolat k'ubllskli.er Kor Ll. etr OStt.
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