Indiana Tribüne, Volume 18, Number 131, Indianapolis, Marion County, 29 January 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntags.

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Eine wichtig: Aussage, die in dieser Richtung gemacht wurde, stammt von dem Polizei-Jn-spector Murfow. Derselbe erzäblt: Als er bit Revolverschüsse im Parke hörte, ging er sofort der Richtung, in welcher sie gefallen waren, nach und sah eine sliehe-de Person. Ein altes Weib kam ihm sehr erschrocken entgegen und rief, ein Gendarm hätte das Attentat verübt. Der Polizei Inspektor' behauptet, er hätte dicse Aussage schon vor Jähren bei der ersten Untersuchung gemacht, Stambulow hab: jtdoch in der heftigisien Weise sich gegen eine solche Vehauplang ausgesprochen, ihn persönlich bedroht, und das alte Weib, auf w:lch:S er sich berief, wäre danrals räthselhafter Weise verschwunden. ... Mark Rcrdoslavow, der Prafect der Polizei, deponirt: Nicht nur von dem Jnspector der Polizei, sondern auch sonst wurde vielfach der Cendarm SpaS Andanow der Mordthat verdäch V.qt'. Frau Beltschew. zu der, dieses Gerücht drang, schrieb an Stambulow und ersucht: diesen, Andanow, der auf freiem Fuße stand, verhaften zu lassen. Stambulow antwortet: der MinistersWittwe, es sei kein Grund vorhanden. Andanow zu verdächtigen. Man habe denselben sehr streng: verhört. Bei der Einvernahme wurde Andanow sogar gefolt:rt und geprügelt, um ihn zu ei nem Geständnis zu bringen. Er ge stand j:doch nichts und sei gewiß un schuldig." Der Pr'äsect meint nun, es s:i sicher, daß Andanow weder gefoltert iwch geprügelt wurde, wi: Stambulow behauptet. Er müsse sogar erklären, daß er selbst den Verdacht hegte. Andarww sei schuldig, und er habe, da ein Beweis hierfür nicht vorlag Andanow entlassen. Stambulow verfügte je doch, daß Andanow auf's Neue engt stellt werde. Marko Ra'zoslavow sagie weiter aus. daß der Rerolver, der nach ism Attentate auf fcn Minister gefunden wurde, von Stambulow persönlich aufgefunden würd:, und daß dieser selbst verfügte, daß die Schußwaffe eufoewahrt werde. Ein. anderer Zeuge behauptet, er habe keinen Mörder sliehen, wohl aber einen Gendarmen schießen gesehen. Wichtige? erscheint die Behauptung eines zweiten Zeugen, der sagt, daß er gefoltert wurde, um zu bestätigen. daß aus dem Hause Karawe!ows (dieser wurde bekanntlich wegen d:r Angelegenheit schuldig gesprochen) geschossen wurde. Er hat auch thatsächlich unter Zwang eine solch: Aussag: gemacht. Frau Beltschew, welch: vor und nach dem Sturze Stambulows den heftigsten Verdächtigungen gegen den früher:n Ministerpräsidenten Ausdruck gab, sagte vor Gericht, daß Beltschew sich Wi:d5iholt vor seiner Ermordung beklagt habe, Stambulow hätte ihn ohne j:d:n Anlaß in, den Park und in entZezene Straßen geführt, was Stam bulow anderen Ministern nuht zumuifcxe. Die Aussage der Frau B:ltsckew hat sowohl auf das Gericht wie im Publikum einen viel tieferen Eindruck als cUt früheren Zeugen - Deponirungen gemacht. Dem Gerichte liegen auch zwei Schreiben Stambulows vor; das eine verordnet, Spas Lepafkow so ist der Name -des Zeugen, , der gegen Karawelow aussagte zu isoliren. In einem anderen Briefe an diesen selbst wird gesagt, daß, wenn er die Anklage geqen Karawelow aufrecht erZ)alte, er selbst freigesprochen würde.Diese tetaillirten Aaben aus der schwebenden Untersuchung erregen an sich d:n Verdacht, daß vt tenoenkiös seien. Sie beweisen aber jedenfalls, daß die Machthaber in Sofia entweder von Haß gegen Stmbulow oder von Furcht vor ihm erfüllt sind und ihn. bin Gestürzten, am liebsten ganz un schädlich machen würden. Japanische Mztye. tsr: die Geschichte vom Adler NapolrJ HI. bei seiner Landung in Vonlozne wird man erinnert, wenn man einen Bericht liest, den, Herr Miyoji 3b, Gennalsekretär deS kaiserlichen Eabinets und Mitglied des ' -"attischen Oberhauses, an den Mikado gerichtet bat. Dort wird nämlich erzählt, daß rnan am Tag: der Seeschlacht an der 5)a!umündung, als' es schon dunkel wurde, einen Vogel aus den Wolken mit roßer Kraft niederstießen" und sich auf einen Mast der Kriegsschiffes .Takachiho' niederlassen sah. Dieser Vogel ein Falke ließ sich leicht fangen und die Mannschaft begann eine förmliche Jagd auf-Ratten im Schiffe, um dem glückbringenden Falken frisches Fleisch zur Nahrung zu verschaffen. Dieser heilZoe Vogel", der sich jetzt im Hauptquartier des Mikado befindet, wird von dem General-sek.-etär und Oberhausmitgliede Jto folaendermaken aesckildert: .Mit v

aen glänzend wie Gdld, Klauen schimmernd wie Juwelen, einen Schnabel wie ein Schwert und starken Flügeln bat er ein Ansehen wie ein Herder und ein: vornehme Haltung, als wenn er bereit wäre, der ganzen gefiederten Bruderschaft von China Furcht und Zittern einzujagen. Es ist in Wahrbeit ein Vogel von seltener Intelligenz und Kraft." Der Verfasser des an den Kaiser gerichteten Memorandums weist natürlich auch auf frühere Fälle hin. in denen solche heilige Vögel" den kaiserlichen Waffen Sieg verkündet haben. Was den Fall für die Japaner noch interessanter macht, ist der Umstand, daß das Cchisf. auf welches sich der Falke sekte, der Takachiho" war Taka kzeikt nämlich japanisch ??alke und Takachibo heißt auch ein Berg, auf welchen sich der weise und große -Kaiser Niutoku vom Himmel niederließ sowie dan dieser Kaiser von einem. Könige des damals unter japanischer Herr schaft stehenden Korea einen Falken jum Geschenke bekam. So meldet Herr 3fo. Man sieht hier förmli wie Leaenden entstehen und auf welche Weise der Aberglaube des Volkes ausgebeutet wird. Schmuggler vor Gericht.

. In St. Petersburg ist soeben ein Proceß gegen 32 Personen Kaufleute ertter Gilde. Commissionäre, Postbeamte, Postillone uno Poiltncchte' 'yjr jwVMHIVf i l wwww r 9 l welche des Schmuggels angeklagt waren, beendet worden. Xit Angeklagten, unter denen sich auch deutsche Reichsangehörige befanoen, Yatten unter Leitung eines türkischen Unterthans, Kolof Abraham Melsohn, gemeinsam Schmuggel getrieben und so den Staat um eine Million Rubel ge schädigt. Der Schmuggel geschah in der .Weise, ' daß Postsendungen aus dem Auslande mit Waaren," die eines hohen , Zoll zahlen, umgetauscht wurden gegen Waaren, die niedrig verzollt werden. Etelsohn und ' ein - gewisser Freudenberg verpflichteten sich gegenüöer den Postbeamten, gefälschte Postpacken mit billiger Waare, von genau gleichem Aussehen, mit derselben Marke, demselben Gewicht und denselben Plomben zu beschaffen, wie die zu entwendenden,, resp, umzutauschenden ausländischen Postsendungen.' Dabei versicherten sie die Beamten, die Gefahr' der Entdeckung sei völlig ausgeschlossen. denn bereits 20 Jahre beschäftigte Etelsohn sich mit diesem Umtausch und es sei noch nie .der geringste Verdacht P . 5 , , m . p aufgetaucht Diesen Umtausch auszufuhren, soll Ete.sohn einem Veam-1 ten punavurg -gesagt haben, ist tla K:ndersplel Ganz andere Sachen habe . irLm1 S2nzig:ahr!gen Praxis !vttt .Postbeamten und dem Personal. das die auslandischen. Postsendungen legleitete, ausgeführt. Wir öfsneten sogar -die verschlossenen und versiege! !t:n Posttafchen. vertauschten die Sen - düngen und schlössen und versiegelten . die Taschen wieder mit Nachschlüsseln l und gefälschten Siegeln und stets ist es uns glatt durchgegangen. Man muß : ' v ??--- . -.. !j.i: 1 nur oic qe oerieqen uno oic iid)u ' gen und gewandten Beamten dazu' ha j ben, dann gelingt Alles!" Etelsohn ! und Freudenberg wurden nebst einigen ! Mitschuldigen bereits im Frühjahr 1889 verhaftet, als sie m. Dunaburg ihr Manöver ausführen wollten, aber von einem Beamten, den sie gewonnen zu h-aben glaubten, angezeigt wurden. In dem an eine Firma Daniel Minus" in Riga bestimmten, von einem gewissen Lübek, in , Königsberg abgesandten Packen, entdeckte man 97 Stück Seidenzeug, 6 Stück farbigen Krepp und 22 Dutzend seidene Tücher, w'äh rend in dem- gefälschten Packen sich Laumwollzeug befand, das kaum einen Werth von 60 Rubel repräsentirte und einen ganz geringen Zoll zu zahlen hatte. Deklarirt. hatte der Absender die Waare als Baumwolle im Werthe von 20 Rbl. 75 Kop. Der ausgetauschte Packen mit der Seidenwaare hätte. einen Zoll don 609 Rbl. 7 Kop. zu zahlen gehabt, das untergeschobene Baumwollzeug dagegen hatte an Zoll nicht voll 10 Rbl. zu entrichten. -Nach eingebenden Verhandlungen, welche 10 Tage währten, wurde oaö Urtheil gesprochen. Etelsohn erhielt 2 Jahre 4 Monate Arrestantencompag nie, FreudenbergVerbannung nach dem' Gouvernement Tomsk auf 2 Jahre, mit dem Verbot, seinen Bestimmungsort nach Ablauf der Verbannungszeit im Lauf von 4 Jahren zu verlassend Außerdem haben Etelsohn und Fteudenberg dem Fiskus 510.123 Rbk 63 Kop. zu ersetzen, die sie im Nichtvermögensfalle durch Ljahrige Gefängniß haft abbüßen müssen. Sechs Ange klagten wies das Geriet das Gouv:rnement Tobolök zum Wohnsitz ' an. Eine gleiche Strafe wurde zwei Ange klagten zugesprochen, jedoch mit der Verfügung, daß das Urtheil der Gnade' des Kaisers zu unterbreiten sei, mit der Witte, das Urtheil in dreimonatliche (Zefängnißhaft, ohne RechtSverlust zu rnikdern. Die Strafe von zehn Angeklagten variirt zwischen einem und zwei Jahren Sefanznißhaft. Sieben Angeklagte blieben straflos wegen des jungsten Gnaden-Manifestes, und vier wurden freigesprochen. Nach der Vertundigung des Urtheils spielten sich im GerichtZsaale ergreifende Scenen, ab. Von den Freigesprochenen hoben einige ! die Hände zum Himmel empor, die anderen schlugen emat die Hände' vors Vtti. pjti e - r rr. i. . i . jei(i. Jieiccnöiajie ococuic ' oaa Antlitz aller Angeklagten, der Verurtheilten wie der Freigesprochenen. Freudenruse erschallten auö dem . Zufchauerraume, untermischten sich' mit den hysterischen grellen Aufschreien, dem lauten Weinen der Angehörigen der Verurtheilten. Auf dem Korridor fand diese erschütternde Scene ihre Fortsetzung, wobei .sowohl den -Aus-drücken des Schmerzes, wie der Freude roch freierer Lauf gelassen wurde.-. Der Gerichtspristaw hatte einen schweren Stand. Mein Mann, mein Mann!" so schrieen die Frauen, die einen vor l Freude, die anderen tat Schrnerz hyste

nun ausreieno. Sle alle dränqien gewaltsam zurück in den Gerichtssaal, um nocki einen Blick vom Verurthe'lte zu erhäschen, oder aber, um den Fnigesvrock'enen schneller umarmen, beolückwllnschen zu können. Die aii&er E!?lsohn undreudenberaVerurtheilten baben em Fislus neqeniifcr für 230. 000 Rbl. n basten, dessen Verlust? durch den Gf muaael im WamMhttraoe von circa eher Million Rnbel d"rZl den (?eriiW anerkannt sind. Diele Vrocesckche wird üöriaens noch tH Nachspiel im D!ria.enden"-Senat finden. Ueber TÄlangengift. 5lnr lekien Jahre starb:n in VritischIndien laut der amtlichen Statistik über 23.000 Mensch: an Schlangenbissen, wovon allein 10.707 Fäll: auf die Provinz B:nga.'en kamen; üöeröies wurden viele Fälle gar nicht angezeigt. So ist es' nicht zu verwundern, daß die Forschung nach wirksamen. Mitteln gcaen Schlangengift nicht nackläßt. Wie schwer die Aufgabe ist, geht schon .daraus - hervor, daß man . nicht von .Schlangengift, sondern von Schlanaenaiften zu reden hat. Das Gift fast einer jeden .Schlang: führt den Tod auf eine andere Weise herbei. So tritt nach einem Cobrabisse Lähmung der Athmungsorgane ein, Daboiagift ruft

beftiae Convulnonen hervor, und so weichen. die Erscheinungenbei den ver schiedenen Giften fast immer von einander ab, was natürlich auch auf eine Verschiedenheit des Giftstoffes selbst schließen läßt. Der. Forscher hat also nicht allein für jede . Species ein HeilMittel zu finden, sondern vor allem die jedesmaligen Erscheinungen und die Todesursache festzustellen. - Dies ist aber bisher in den wenigsten Fällen aeschehen. Nicht einmal die -große Streitfrage, ob das Gift direkt, aus die Nerven, oder auf das Blut wirkt,- ob man eines chemischen oder eines physio logischen Heilmittels. bü)arf. ist endgiltia entschieden. .Besondere Beachtung haben die jüngst!von Dr.'Calmett: im Pasteurschen Institut zu Paris gemachten Versuche mit Cobragist gefunden. zumal, da es ihm gelungen ist. daö Gift durch Hinzufügung von Chlorkalk in den Probirflaschchen vollUandig unschädlich 'zu machen. Bisher d die meisten Versuche in dieser Hinsicht gescheitert. Eine Ausnahm: bilden nur die Experimente mit potas3iurn ,per manffanicum, das jedoch als HeilMittel insofern fast nutzlos ist, als es KSaV. i ItUt Vl j.t IVXIII fcM ttnw Werührunq. damit kommt, also keinen grLkeren.Werth als Ausbrennun? oder ; Ausscheidung besitzt. Calmetk .be. ' luvtet, nun, daß durch Einspriung ,ehicr auf ein sechzigste! verdünnten Bfunaton Chlorkalk in' verschiedene .Körpertheile die Wirkung , des Giftes , rstört werde. .Kaninchen undS5)wei. . ntll wurde ein Milligramm Cobragift. .dessen Wirkung man vorher' durch Todtun zweier ' Kaninchen geprüft ! hatte, eingespritzt und "daraus !. eine : CblorkalklLsuna: von. elf Kaninchen und zwei Schweinen,, die so behandelt . . r, . n rvr . -t wurden, starben nur vier Thiere. Auch das Blutserum der geimpften Thiere soll die Wirkung des Giftes zerstören. Einige Einwendungen lassen freilich erheben. Zuerst war das Gift-nicht von einer lebenden .Schlang: g:nom-' men, sondern mehrere Monate oder soaar Jahre alt; und obwohl das Gift' für unzerstörbar gilt, kann eö in der angewandten Form doch wesentlich von dem frischen, beim Bisse eindringenden Gifte verschieden sein. Ferner ist kein Beweis vorhanden, daß die Kaninchen nicht auch ohne die Einspritzung am Leben aeblieoen wären. Wer. länger in Schlangen erzeugenden Ländern gelebt hat, weiß von Hunderten von Beispielen, in denen aus unerklärten Gründen eine Heilung eines nach einem Schlangenbisse anscheinend Sterbenden eintrat. Es steht außerdem fest, daß Cobragift. auf verschiedene Thiere verschiedene Wirkung hat. und selbst beim Menschen sind die dem Bisse folgenden Erscheinung: je nach dem Nervensvstem verschieden. Nach den neuesten Forschungen wirkt Cobrat dadurch,: daß es gewissermaßen eine. Währung verursacht, Und damit ist allerdings zusammenzuhalten, daß auch Chlorkalk die Wirkung thierischer Gährun.und besonders des Speichels verhindert, jedenfalls ist die Entdeckung Dr. Cal. m:ttes bisher wohl die witmlie, die auf- dem undankbaren Gebiete j der Heilmittel gegen Schlangengift g:macht worden ist. ; Sterilisation deS TrinkwasserS. Im letzten Aerzte- und' Naturforscher - Congreß zu Wi:n wurde die Frage erörtert, wie man einem ma?--schir:nden Truppentheile, dessen Bewegungen das Mitnehmen der zerbrechlichen und hemmenden Filter erschweren,: ein gutes, von Krankheitserregern gereinigtes Trinkwasser liefern könne. Für solch: Zwecke war schon seit ein!-' ger Zeit Chlorcalcium und Bromcal'. cium verwandt worden, deren Unschäd lichkit jedoch kineSngs ausgeschlossen war. 2)as; galt noch mehr von den Kupferverbindungen, welche ixt 'Hamburg angewandt wurden und in , seinen Unglückstagen' allgemeine Anerkennung gefunden haben sollen. . Nun.,ist 'der deutsche Professor Sickenberger, der seit, vielen Jahren am pharmaklozischen, chemischen, und botanischen Laborato riuni der Medicinschüle zu Kairo eine sezenöreie Wirksamkeit entfaltet, darauf gekommen, Chlornatronlösung der deutschen Pharmakopöe zur Ent seuchung des Nilwassers anzuwenden. Diese Lösung ist schon seit längerer Zeit unter verschiedenen Namen als Zerstörer von Krankh:its!eim:n b:kannt und' ergab sich als - ausgezeichnet geeignet, um in schwächsten Mengen sich schnell im Wasser zu zertheilen und .die, gewünschte Wirkung hervorzubringen. Die Erfolge, waren glänzend 'Man.vird dieselben um so mehr, schätzen,:v:nn man ' die braun, gelb, bläulich schimmernd oder fahlgrllnen Wogen des ausnehmend verunreiniaten Nils kennt.

die tn 'den Zeiten des tiefsten Wasserstandes selbst durch den Geruch die Luft verpesten und deren süßer Geschmack nur allzu oft die Begleit-Erscheinung einer sehr schlechten Beschaffenheit ist. Ueber die zur Entseuchung nöthige Zeit und Lösungsmeng: geben folgende Versuche Aufschluß: 1. 2 Milligramm Chlor (dazu das Natron) wurden zu einem Liter Nilwasser, das auf 1 Cubikcentimeter 0.55 Gramm Schlamm -

und 3800 Mikroben enthielt, gefügt uno remiaten in eine? ya.ven lunoe das Wasser bis auf 123 Lebewesen (auf , . m m m 1 1 Cuo:lttZt:meter). z. z Al'.Ulgramln Chlor reinigten Nilwässer, das durch Sand filtrirt war und auf den Cubik centimeier 1600 Lebewesen enthielt, in einer halben Stunde bis auf 120 Organismen. 3. 3 Milligramm Chlor zerstörtin in fünf Minuten stet. alle rantb:!tS:rregcr, ob dasselbe filtrirt oder nicht filtrirt war. und das bis zu 3000 Individuen auf den Cubikcentimeter enthielt. Läßt man das Mittel länger? Zeit hindurch wirken, so genügen' selbst gerinqere Lösungen, um den gewünschten Erfolg herbeizuführen. Man knüpft viele Hoffnungen an dies neue Art . der Wasserreiniäung, die zwar den Gebrauch der Filter nicht ausschließt, jedoch mit geringen Kosten erlaubt. Krankheitserreger schnell unschädlich zu machen. (SemeinnülzigeS. ' Zur Vertilgung der Ware n gibt es zahllose Mittel; . außer dem Ausschneiden und Abbinden wird das Aetzen (Beizen) derselben gewöhnlich als Radikalmittel betrachtet. Man betupft wiederholt mit Höllenein und entfernt jedesmal, vorher mit einem Federmesser die schwarzen' Borken, und ,war so lanae. bis die Wurzel zerstört ist. Dieselbe Wirkung hat Essigsäure. welche leichter zu handhaben fit. Salmiak und starker Essig gemischt, taglich mehrmals dick auf die Warzen ge bracht und eintrocknen lassen, vertreibt sie oft 'sehr bald. Ebenso wirkt starke Kochfalzauflösung. Der Umstand,datz die Warzen sehr oft von selbst .und plötzlich wieder verschwinden, hat man chem unschuldigen Volksmittel, und lä ch:rlich:n sympathischen Mitteln,' Besvreungen u. s. w. zu Anseh:n derholfen. - . Schwarz: S ch r e i b t l n t e. wird auö Gerbtinte und Eisenvitriol bereitet. . Erstere liefern am Vortheilhafteten die chinesischen Galläpfel, welch: man gröblich gepulvert und in einem Faß, mit der gleichen 'Menge zerschnittenen Strohs gemischt, mit lauwarmem Wasser auszieht. - Man sucht dabei einen Auszug zu gewinnen, wacher L'biZ 6 Prozent G:röläure entKält. und. versetzt diesen mit einigen Tropfen Carbolsäur: oder Salicylsäure. Auf 100 Theile Gerbsäure braucht man 90 Theile Eisenvitriol. Die Lösung desselben in dem Gallävkelauszug, ist aber sehr blaß und -dunkelt erst auf dem Papier: nach. w:il nch der unlösbare Farbstoff der Galläpseltinte erst durch Einwirkung- der Lust -auf Zene Lösung bildet." Durch Zisenozyd salz: wird er sofort gebildet, aber er scheidet sich dann als flockiger Nieder schlag aus, welcher sich sehr schnell zu Boden setzt und körnige Schrift -liefert. Es ist daber vortheilZiaft. die , Lösung von' Eisenvitriol in Gallävkelauezua mit Bwuholz .(besser Blauholzextrakt) ersetzt, aber die normale Menge Eisen Vitriol anwendet. Man kann Tinte besser, und billiger kaufen, als 'selbst machen.' DieBehandlung der La mv t n.' Sämmtlich: Lampen, ' sowohl aus den Zimmern, als auch diejenigen aus den Ställen und Wirthschastsraumen. müssen am Morgen an einen bestimmten Platz in der Nähe' eines Fensters gebracht werden. Um aber Lamven zurechtmachen zu können,', darf es nicht an dem nöthigen Putzzeu? fehlen, nämlich: L an einem großen Bogen Papier als Unterlage, 2. einem, Dochtabschneide? für Nu'ndbrenner, 3. einer Dochtscheere für, Sradörenner, 4. an zwei .Cylinderreinigern von Borsten, 5. , an zwei Lampenputztüchern,. für Glocke, und Cylinder, an zwei anderen .fünden Lampenfuß etc. zum :Abwischeu des Petroleums, weitem': Putzvavier, gewöhnsicher Watte zum. Auswischen des Schornsteins ' und einer Haarnadel, 6. an einer 'Sicherbeitskanne mit Untersatz, zum- Füllen der Lampen, .7. an .einer . besonderen Schürze zum Lampenputzen und 8. an 'Reservecylindern und Docht. Alle diese Sachen müssen , ihre bestimmten -Platze in Kasten 'oderSchubaden in der Nähe des TischeS hab-n. Besondere Äufmerksamkeit w:nde man, 'dem Abschneiden des Dochtes. zu.- Nur die Flachbrenner werden abzeschnitten und an den Ecken .etwas , abg:rund:t; .der '.Doä)t des . Rundbrenners . wird -durch' den .Docht-' abschneide? von seiner ve'rlöhltiMasse durch Druck , befreit, indem' tnän den Borstentheil in den Schornsteinen steck und schraubend - mehrere Male Hechts herumdreht. Jedes Fäserchenmuß be seitigt Mrden,. dä es - beim .Brennen höbe Flamme verursacht. Und Blaken oeranlaßt. Me schwarzen Dochtthcil chen sind sorgfältiq und am saubersten durch Watte zu. entfernen.., Man lann den.Docht auch mit starkem' Papier ab reiben und muß .dann die obere Fläche .alätten. . Beim' Lampenputzen ; nehme man zuerst sämmtlicheGlocken und Cy' linder vor, wisch: sie sorgfältig ab'und stelle jeden Cylinder in seine Glocke. 3.1 der Fliegenzeit sind sie öfter mit Sodawasser .zu reinigen, nachzuspülen und - zu trocknen. - Etwaige braune Brennflecken an den Cylindern lassen sich mit dem Messer ablratzen oder mit Schmirgelpapier abreiben. Nachdem Vetroleum aufgefüllt ist, werden Lampenfuß und Bassin gründlich ; nachgewischt und gerieben, erst tnit i Paprer und dann mit dem Lappen,' den Man dadurch schont. Da Petroleum Zimmer barzige Theile absetzt, müssen die Bas sins öfter einmal mit Salzwasser 'ge-' reinigt und ' nachgetrocknet' .werden. Auch der Docht, verharzt minder Zeit, läßt sich schwer schraub:nund leuchtet schlechter. Er muZ dann "e6enfalls ge waschen und sehr, gründlich aetrocknet

merven. ganger us v rns s Woc?en braucht er nicht auszudauern und darum auch nicht .über acht . Zoll Länge zu haben.. Noch sei b:im.Putzen der Lampen darceuf zu achten, daß die kleinen Löcher im korbartigen Theil des Cvlinderträgers nicht, zugeschmiert werden. Der Flamme würd: dadurch Sauerstoff entzogen werden. Mit dem Glockenträger geh: man sorgfältig um, die Stäbe brechen leicht ab oder, gehen aus der Löthung, und die Lampe ist in ewiger Unordnung. Sind die Lamven am Morgen gereinigt, so muß jedes Dinq wieder an seinen Platz und die Vetroleumkanne in ein:n kühlen Raum kommen. Gebrauchtes Papier, Dochtabfalle dürfen m:mzls herumliegen bleiben. - Die Petroleumbehälter aus Glas sind mit den Bre:m:rn nicht allein durch eine Schraube, sondern auch eine'Metalleinfassung verbunden.welche aufgegipst ist. Durch die Poren des Gipses dringt aber nach und nach das Petroleum, besonders wenn die Lamven sehr gefüllt werden, und überzieht den Lampenfuß mit Feuchtiakeit, was mann irrthümlicherweife ausschwitzen nennt. Auch lockert sich der Gips durch die Feuchtigkeit.und die Lampe wackelt, worauf. man wohl zu achten hat, um das Unglück zu verhüten. Wird am Abend eine Lampe angezündet, so muß sie des eben Gesagten wegen vorher noch einmal mit einem Lappen abgewischt werden.

Dom JnlanVe. . An der Nähe von Jeffer son. Ja., brannte das Haus von John H. Baldridge nieder. Neun seiner Kinder, im . Alter von 3 bis 16 Iahren, waren der grimmigen Kälte stund:nlang ausgesetzt und erfroren sich die Hände und Füße. Die Kinder befinden sich sämmtlich in sehr kritischem Zustande. AIS Einsiedler ist Samuel Mott' in einer Höhle im Walde bei Vatchogue auf Long Island, gestorben, nachdem er. dort Jahre lang gelebt hatte. ..Roh Hchauene Holzstacke dienten rhm als Tisch und Stuhl und sein Lager bestand aus Zweigen und Blät tern;' doch war er nicht ganz mittllos, da-er einrn Schatz :von hundert Sil-:r-Dollars in der Nähe seiner Höhle vergraben hatte. - Einen schrecklichen . Fund ' lachte dieser Tage die Polizei im Gol- '., den Gate Park in San Francisco, Cal. i Oic fand daselbst die Leiche einesMan v:. ....r..:r:v f.:i cm. ai, uic uajciijuaiu.uy jca mw chen gelegen hatte. Als der Coroner die Leiche, die bereits park verwest war, untersuchte, fand er im Hirnschädel ein Loch, in dem sich ein Nest jungerMause befand. Da -sich in der Nähe des Fundortes eine leere Medizinflasche vorfand, nimmt man, daß Selbstmord vorliegt. Nicht daZ allergeringste An zeichen wurde entdeckt. waZ auf die Spur der Person des Selbstmörders fuhren konnte. FrauMeyer. dieletzte Frau des Giftmörders Dr. Myer, der b:kanntlich vor einigen Monaten von New Aork für Lebenszeit in'Z Zucht. hauS nach Sing Sing gesandt wurde, wird wahrscheinlich in aller Kürze entr lassen werden. Die Frau ist der Mitschuld an den Verbrechen ihres Mannes angeklagt und befindet sich seit dreizehn Monaten in New Fork in Untersuchungshaft. Der dortige StaatSanwalt erklärt nun, die Beweise, die er für die Schuld der Frau einbringen könne, als nicht genügend zu? Mber fllhrung, und da der Proceß voraus sichtlich demCounty New Fork 525.000 kosten werde, so halte er es für das Beste, das Versah-i. einzustellen und Frau Meyer zu entlassen. Er wird in diesen Tagen den nöthigen Antrag im Gericht stellen. . Ueber 3000 Personen wohnten einer ' Massenv:rfammlung : in r.. i t cm rin! i , i.fx.. Bulle in Betreff der Freimaurerlogen und anderer geheimen Gesellschäften aefaßt wurden. - Unter Symptomen der Vergiftung erkrankten in Middletown, Conn., sämmtliche Mitglieder der Familie von George Bozby nach dem Frühstückskasfe und wurden mit Mühe vom. Tode gerettet. Cs ergab sich, dap Jemand in den Brunnen, cus dem das Wasser für den Kaffee geschöpft worden war, ein Pfund Pariser Grün geworfen. hatte. , . . st !!:n5?5 S ch ! s s a war -einst hochberühmt.' Die dort gebcruten Klipper.' welche; - - den oflastatischen . Handel .und . namentlich ltm . Thee Transport-dienten, erregten durch ihre Schnelligkeit' ro "durch ihre feima Linien' die Bewunderung aller seefahrenden Völker. Die. Dampfschiffe haben aber immer mehr, die Segelschiffe verdrängt, da.sie bei Weitem weniger vom Wind 'und Wetter 'abhangig sind und auch für Schissswaarentransporte heute'.die Faluzeit .fast wie für solche auf.u Eisenbahn berechnet wird. Von den .Baltimore? K!ippn hati man cho'rr lanast 'nichts ' mehr gehört und ejt ist auö die letzte Baltimore-Briqg, genannt Stephan Vishop",.w:lche seit etwa 30- - Tagen . zwisch:n i Baltimore und auswärtigen. Häsen fuhr, .den Ele menten. zum . Öpser gefallen, ,'ndem sie auf. der Fahrt von Fink's Island noch Baltimore bis zum Wajjerspleaei niederdrannte. Die Stephen ; Bishop" war die 'letzte , der alten Baltwlorer Br'as urfo hat etwa ein Dutzend anderer überlebt, die all: auf' hoher See .verlorenging'n. ' Ihr Bug war breit, während ihr Rumpf hochgebaut war. .lußerdM hatte sie .außerordentlich ohe Masten. ' Ihr ' Planken i 'waren vom besten Eichenholz. ' In drn 50er ird 60:r fahren wiren diese Brigg? 'i: 'p?vulärst:n Schiffe für den Bei. -5r zwischen den Ver. Staaten. SüdÄmcrika und Wels-I'-.dien. Nensüaumpfeifkn, lange deutsche V keifen, Cigarrenspitzen :c.. bei Wm. i Nucho, 199 Oft Washington 0tr.

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Tlie Charles A Vogeler

Oom Ausland?. nVerlinhatder41 Jahr alte Buchhalter Gustav Kreidig, der seit ungefähr 20 Jahren in dem BankHause Bleichröder angestellt war, jein: 34iährige Gattin nach etwa 13jähriger kinderloser Ehe mit deren Einverständniß qetödtet und dann Hand an sich selbst' gelegt. Kreibig hat in der ersten Zeit seiner glücklichen Ehe dem bestehenden Verbot zuwider auf eigene Hand Spekulationsgeschäfte au der 'Börse betrieben. , Wie er seinen Angehörigen mittheilte, ist dieser Umstand kürzlich in dem Bankgeschäft bekannt geworden und hat dahin geführt, raß x plötzlich zum Januar aus seiner Stellung entlassen wurde. Die Sorge um die Zukunft und Scham und Aeraer.über die Entlassung haben so auf das Ehepaar, einaewirkt. daß Mann und Frau gemeinsam zu sterbzn be schlössen. Nicht geringe Aufreflung herrscht unter den-Stammgästen der feinen, im West:nde von London gelegenen Restaurants, da das OberPoliz:iamt in Scotland Fard und di: Eigenthümer 'der Gasthäuser Drohbriefe, angeblich von Anarchisten, erhalten haben, worin die Schreiber die Absicht kundgeb:n, demnächst Bomben in die Speisesäk derselben zu werfen, und hinzufügen, die Cylinder" seien beinah: fertig. Die Briefe sind von einer italienischen Gruppe vt?n Anarchist:n unt:rschrieben; die P.izei hat sofort die nöthigen Schritte unternomm:n. UM das Publikum g:g:n ähnlich: Fäll?, wie sie in den Pariser Cafös stattfanden, zu schützen. Einengen? a.ltige? Unterschied zwischen jungen und a!t:n, strzpaz:ng:wohn!en Truppen weist die jetzt veröffentlichte Statistik der Krankhei ten in dem französischen Erpeditionscorps von Dahome auf. Während von jungen, ekn aug:hob:n:n MarineInfanterie' LO Procent erkrankten, welche hohe Ziffer man außer der phyfischen geringerm Widerstandskraft auch der.Ung:wohnheit, starken Gemüthsbewegungen zu begegnen, zuschreibt, er krankten von der Fremdenl:gion vsxs 3"5 Procent, und diese Ziffer würde sich noch niedriger gestellt haben, wenn sich nicht, wie 'seiner Zeit nach Tongking, v'.e!e jung: Elsaß Lothringer zur Aufnähme in dieselbe wahrend des Zuges nach Dahome gedrängt hätten. Die Marine - Artillerie hatte 74. die Flotill: 80. die Spahis 62. das Genie 60 yrocent Krankheitsfälle. . JnAntwerpenmehrtsich die Unsicherheit in bedenklicher Weise. Vor einigen Tagen wurden einem Kassenboten der Firma G:v:rs - Hermann an dem Schalter der Nationalbank 7.270 Francs aus der Tasche seines Ueberziehers gestohlen. Ferner drangen Diebe in das Haus des Schiffscapitäns Ninnes in d:r Rue de la Loi und stahlen 10 Antwerpener Stadtobligationen, etwa 17,000 Francs in Papier und eine goldene Medaille, die der Capitän für die Rettung zw:ier nordamerikanischer Fischer erhalten hatte. Mit großer Frechheit op:rirten drei Spitzbuben, anscheinend Holländer, die zum Umsatz ausländischerPapiere" an dem 'Schalter des Wechslers Wirtz in der Avenue de 5Zeyser erschienen waren und die etwa 800 Francs in Bank noten erbeuteten. Während einer von ihnen, mit. Herrn Wirtz am Schalter sprach, schwang sich ein anderer auf ei nen inneren Vorsprung des Schaufensters und zog mit der Krücke seines Stockes die Werthpapiere , an sich, worauf die drei die Flucht ergriffen. Vor einiger Zeit wurde ln London ein alter Mann, der Abends nach, einigen Einkäufen ' nach Haufe ging, von ein paar jungen Burfchm überfallen, zu Boden geschlagen und beraubt. Er war böse, zugerichtet; sein Schulterbein war gebrochen und seine Brust verletzt. Kürzlich standen zw:i der Straßenräuber. Evans und Summers, Beide erst 13 Jahre alt, vor dem City - Richter.' Es entspann sich nun folgender Dialog: Der Richter: Evans ist ein Vorbild der Verdorbenheit für jung: Vursch:n und ich verur theile ihn zu zwölf Monaten har!:r Arbeit und zwanzig Streichen mit der Peitsche.-' Der and:re Ang:!lazte flehentllch: O, Herr, geben Sie nur nicht die Peitsche!" Der Ritter streng: Du trägst kein Bedenken, -Deine Opfer zu mißhandeln, willst aber nicht, daß man Dir das Gleiche, thut? Du klommst neun Monate harter Arbeit und ebenfalls zwanzig Peitschenhieb:! Viele englische Richlersind ftst üb:rz:ugt, daß der Rohheit gewisser Großstadtfrüchtchen nur ein Mittel steuern kann, näm lich Prügel mit der Katz:". . Nudy's Pile Suvvvsttory wird garanlirt für die Heilung von Hamorrboiden und Verstopfung, oder da (Äeld wird zurückgegeben.. 50 (5, g. die Box. Schicke zwei Pottmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, regiitrirten Apotheker, Lancaster. Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Avotheke! Word , Bro., Al Kiefer & Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten.

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