Indiana Tribüne, Volume 18, Number 124, Indianapolis, Marion County, 22 January 1895 — Page 3
-7-. COMSTiPATlON CATARRH of tke STOf.MCH L1VER AMD KIDNEY DISEASSS DYSPEPS1A-DIABETES-GGUT AMD RHEUMATISMTicZ sind e'mi.qc der Krankheiten, ires che durch daö ökarlöbiZdcr Cprndclfalz knrirt ircrdcn. 5Ta:l0c ist in ÜL;iiT lidjfctt das verdampfte, verdichtete, ksngeutrirtc Wasser dcr GputcIqncUc. Eeit Jahrhunderten ccuiefU Karlsbad den Weltruf, gegen alle Krankheiten oben anflegebener Vlit daS schnellst lvirkende, ans die Taner knrirende, natürliche Heilmittel zn liefern. Man hüte sich vor Nachahmnnqen, die als verbessertes ("iniproved") ocer künstliches- Karlsbader Salz, daZ nur auS gewöhnlichem Eeidliy-Pnlvcr nnd Glaubersalz besteht, von gewissenlosen Händlern auf den wohlerworbenen 9iu des ächten Artikels hin verkauft werden. Man nbcrzenIc sich, nnr das ächte, importirte Karlsbader Sprudelsalz, mit dem Sichel der Etadt Karlsbad niio dcr Eignatur von Eiöncr & Mcudelson Co., Agenten, Ner' tyoxt", ans jeder Flasche, zn erhalten. .äiTO TninpTlrrrsi ÄCAYtAlöjnWJtMMSÄ COPYRIGHTS. 451 CA!Y I ORTAIN A PATENT? Fora prompt answpr and an borest epinion, write to il L'N S & CO., who haTe had neariy tifty ycars' experienee tn th0 patent bnsiress. Communications strictly confMentlol. A Ilan!lnck of Information concerninz i'ntents and bow to Ob tain tbem sent tree. Also a catalogue of mecb&n lcstl and scient'fja I oofes sent free. Patents toten tbrougb Munn & Co. recclve fpecial roticelnthe Sripnillic Atucrirnn, and tiins are brouttht widely berore the publicwithout oot to the Inrentor. This splendid paper, Issued weekly. elesamly illostrated. baa br far the lärmest circuiatioa of ar.y sciectiflc work la tfce world. n renr. Sample copies sent fre. liundme I-:.1ition.monthy. $?.50 a rear. tMnple coples. !.' Cents. 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"R1 - . --. i iixit strf Vviladklpia, Pa. . -..-it. l.airs 's genaust in Crntrüa dtr heilen ' ,..iilZ m bruhix:?!lk erjt oller ....:: ;cl sui-3!U Jr. st t iPil tt u: i.it tec aat ötei ::9 t uftit iulit (oic Kit, te 'Jie.t; , k iieauiatue; ftueittc .: n einer Aryanblunq verbindet. Cc leitt Lyph.l.Z. VcZchivure. Wune tir.ft fv-iUieiecn. vletc uns cCt nc'.acn tts eldstdkilkkrung ,ind folgen des ?ls f ir3ifcn5 ti derke,r tke!en vver nnver deirZke?en. Nusfläsie. Verengernniikn etc , ' cie nc 10 revziveneit ,,nv. cwrnt coet streift Cprei stunde" jJJorge fci 3 Uhr, Abenvi diS Uhr. .'ittwZ und Samstags bi 1 Uhr ibendk. SonntagZSbislZUbr. Ein armer aber ebrlicher Jüngltr.z. ?üns Jahr litt ich an Blutvergiftung mit all den schrelichen folgen ; lie b m,ch von Landärzte lino 2peialiiste bel)aneein, die mich mit Mercury und Il?di,l os Potß anfüllten, bis iJ) wie ein l.bendei Gnwouin5. 2,'ikinorver tvar mitAusschlagund Beulen bedeckt, i4 t)Ztke zwei..Ttricture Harnröhren verengerrung" und li't anten Folgender Telbübe flcckuna und hat all Hofsnunz, ,emal lurrtrt ,a werden ausgegeden. V'elnZvreiind ?? L. arn: ad mir 9löO um Dr. ftWNä IhttX. 131? Arch Ztr , i-bi. laocipv". J- iu loiiiuiiircil. w . . l. .. . . r... .. . . i,r -jtJ UllVHUUV (1C ÜIIÜUC 3tt- Dr. Tdeelwarder in X&y ,ig 2Irt der mich gründlich untr,ucyte uns ,agte: Ja, ic lino elvarmii Diigertcvlet, lii Stirnrnste, daß ch m 3 iL?, V fi':7 Ai Sli 11 isc--iuiexutnrv'n . p JH s:r. Tr Tbe. ich bm -zXfj,. in aimer ehrlicher Junge, br -'T-', , T"' sagte, kosten sind dieselben le '-" rniuelu cu! beziblen baar, dl ive.e ibr?krntt:ih beweiscn. bezahlen LlbzablunzS we e JL sü-li mch wie Lkeugedoren nich dem ! 'lcn V,:at dcr Bedandiung. Z,t einent Jalir war ,-.t::,klirir: u-:d hit'.e Sä Pkund zugenommen. t'.t t ci;t-f teict t t, (3otr möcdle ae reiche und cx.'-i i'ci ense dem :celzufuhren. 'i: i;t te- qrosr:!g?le. beste und gutl,erkgfle T?t!l7? t r. 2.pr cialisi UNS treu z-.l seinem Beruf, m ZZv.'M-.litr cer 3' enileit, der sür Jeden thun -!.e, t"as r? fir riJ t i- ti t. (?:n:et ?nrn. t.eitet S:l C Deelng, . P. HarriZd.ir,-. mm immi Prepared accordlng to tb sornioU os iDiuWm. A. IIA30IOXD, la hls laboratory rnt Washington, D. C. CCRRBIII3IE. frorn the bratn, for dl- - of the tirain and ni-rvous ivstt in. i ."1EI1'LI.I fromtbesplnal cord.ror, ella O of tn- cord. (Locornotor-Axtala. etc.) CAROIXE, trorn tb heart, for (Uaeaaet . Of t'io fn-firt. 1 TEKT1NE. frorn the teitea, for la,e, of I i the teatea. (Atropbr of the organ , laipotency, , i OTARIXE. frorn tn oranea, lor aiaeaae , f .... Of the ovarl-i. n i :hc v li.e, tEjToaine. tzz. ' Dos, Flva Drops. Price (2 drachms), $2.50. , 'nirie dose of Crebrlne are acceleratlon 1 Thn nhT-slolodral effects omdaced br a of sie pulae lth fceUag- of follneu and dl-, tention In the hrad. exliiiaratlon of plrita,1 'lnrrt-aacd tirlaary ncrttion, anpneniauoni , of the expulle force f the bladder and , in muscular treirth and endnrance. in. pensuitic aeuon or tue lmcBiinfB. mcrtui i creaaed poirer of Vision In elderljr people,' i an' inrre&sea appente ana oi??i!ve power. , rlth theHammond Aniir.al Extrsct thev wMIl Whi're lorai amrmsts tre not nppiiei , he m'UIed, toreter wltb a!l eulstlnir llteratore , oa Subject, on recelpt or price. oy TUE COLUMBIA CÜEttlCAL, CO F Uashlnclon, O. C. LVWWVft r J'-f kn5 l'tt! foni:ik.daf'ellita ,c""jr;i?yv far . tr ."' rgr, iu. r 'v--'N In, ii.! jio. II.tiu, Tod. 'hio. E.i; r . ., . . , IVh l riia, M ,1,1 tU'IIU, . , , - . rnt. Oiln r fL-rt inr M wM. Wh ? ;ti t ..ti." !, rr over Sv.f . -.. . u iU? cii nj h x' inrk. rr u.ilj caniiur frara i t. IHdnT.AIIfr. Whowyiohow tvr;' Voll ;e. r-.n b. VT nd trt yu. t rli la preniB 3" or all In- lim. l:!jt for work r. Ffcl'nr aplmow ainoaf thm. - r.W u4 w.nJMfuL Particnln fr.
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War wie:r g?g:n ihn ein ichtswürdiaer Veracht verbreitet worden, der se'me Ladüng vor daZ Gericht nöthig machte? in ihrer Herzensangst wendete sich illU ct I o5 st, obgleich sie gegen diesen l'e!5 eine unüberwindlich: Abneigung aefüglt hatte. Der heimtückische, grobe Unecht, der bei ihrem Vater in so gro.er Gunst stand, war ihr im Grunde l:x T?ee:e zuwider, aber ln diesem Au Einblicke konnte sie nur an ihn sich wenden. nur von ihm erfahren, welcke GeMs. den Vater bedrohe. Mit rührenden, flehenden Worten bat sie ihn, tl ihr zu sagen; er aber hatte auf ihre Litten nur die höhnische Antwork, sie nb'jr.c sich mit ihrer Frage doch an ihren Vater wenden, der werde ihr schon sz?n, was sie wissen solle. Er Job st, sei kein? Plaudertasche, und in diesem 55::.ienblick habe er gar keine Zeit zum Schwahsn, er müsse das Pferd einspannen, um dann mit d:m Einspänner unten auf der Straße den Herrn zur sfahlt nach Waldhausen zu erwarten. Höhnisch lachend füczte er hinzu: Fr'aulein Else mög: sich die Zeit nicht lange n?:rden lassen, b!Z der Herr Vater zurückkehre. Elf: ging zu ihrer Mutter; sie send diese allein. Der Gerichtsbote hatte daö Haus schon verlassen, er hatte sich geweigert, das ihm angebotene Frühstück anzunehmen; nur ein Schnäp-chen hatt: er getrunken, dann war er wieder r.aÄ Waldhzusen. zurückgewandert. .Wo ist der Vater?" Else richtete den Auftrac, aus, den ihr der Vater ertheilt hatte mit tiefer Seclenangst schaute sie dabei die Mutt:r an. sie fürchtete, daß diese wie sie selbst von einer namenlosen Angst ergriffen werden würde, zu ihrem Erstaunen aber blieb die Mutter merkwürdig ruhig. Ich ahnte, daß diese Vorladung kommen müsse." sagt: sie ernst, aber durchaus nicht erreat, Jedes neue Verbrechen, welches In dieser unseligen Legend begangen wird, erweckt ja nciturgemäk den schändlichen Verdacht gegen den Vc:ter immer ?üf's Neue. Der Vater hat mir erzählt, daß Herr von Dyssern Dich clng:w:iht hat in die n!ch!swürdig:nt Klatschettien, welch: in W'dhausen über ihn umz:h?n. mit Dir ton ich daher Inhaltlos sprechen. n7.s-rer kleine.-'. Snsanne aber Wollei wir ihr: fröhlich: Unbefangenheit nicht rauben; sie darf nichts von dem Verdacht wissen, der auf dem Vater ruht." Du kennst ihn, Mutter?" Seit Jahren schon. Vor mir hat der Vater nie ein Geheimniß gehabt." Und Du kannst so ruhig sein?" Ja. Ich kenne den Vater, sein: Energie, seinen Scharfsinn. Ich weiß, daß er die neue Anklage so siegreich zurückschlagen wird, wie die früheren. Sie werden nicht wagen,' ihn die Freil.eit zu nehmen, und wagten sie es wirklich, dann werden sie ihn nach wemqen Tazen wieder entlassen müssen. Ich besorge nichts. Mögen die 'Thoren in Waldhausen lästern und klatschen, so viel sie wollen, ihre Verleumdungen verachte ich, w'.e sie der Vater verachi. Die unnatürliche Nuhe der Mutter erschien Else unheimlich. Sie hatte sich in Gedanken darauf vorbereitet, der Mutter, wie der Vater es wünschte, ermuthigend und tröstend zur Seite zu flehen, jetzt aber hätte die Mutter ihr selbst Muth und Trost gewähren köi nen. Sie begriff diese Nuhe nicht und als ihr nun gerade die Mutter ohne alle Erregung von dem Postraube erzählie. was sie von dem Vater schon gestern erfahren hatte, suhlte sie e:n geHeimes Grauen. Sie konnt: es nicht begreifen, daß die sonst so leicht erreg bare kranke Frau mit aller Nuh: davon sprechen konnte, daß auf dem Vater der Verdacht ruhe, er hab: Theil genommen an einem gemeinen Straßenraube, ttuf des Vaters Energie, auf seinen Scharfsinn vertraute die Mutter, nicht cuf seine Unschuld! Sie werden es nicht waqen, ihn zu verhaften! Vei dieser Ueberzeugung beruhigte sie sich; Else cber fühlte sich noch tiefer, qualvoller erregt, als vor der Unterredung mit der Mutter. In peinigender Angst veraiaen ihr die vielen Stunden, die verflossen, ehe der Vater aus Wald pausen zurückkehrte. Er kam zurück, sie hatten es nicht gewagt, ihn zu verhaften. Mit bitterem Spott und tiefer Verachtung sprach er sich gegen die Mutter aus über die Stroköpse beim. Gericht, welch: die Schuldigen nicht zu finden wüßten. Er fragte, ob Susanne, die eben im Garten'beschäfiigt und daher bei seiner An kunft nicht gegenwärtig war, ahne, weshalb er nach Waldhausen gefahren sei, und als di: Mutter dies verneinte, verbot er Else. der Schwester irgend e'.n; Mittheilung über die verrückten Klatschereien der Waldbausener zu machen, das harmlose, fröhliche Kind soll: nicht auch noch beunruhiqt werden iurch diese nichtswüedigen. Redereien. Dann ging er lang: Zeit schweigend, finster sinnend, im Zimmer auf und nieder. Als ihn die Mutter fragte, ob i in Waldbaulen vielleicht den. Doctor
Fälk und Herrn von Dyssern gesehen habe, erwiderte er heftig: Nein! Glaubst Du, ich würde sie aufsuchen, um vielleicht mit kalter Höflichkeit, vielleicht auch mit offener Verachtung von ihnen zurückgewiesen zu werden? Sie haben ihr Versprechen vergessen. $'.1 nein, ich will nicht ungerecht sein, sie dürsen es nicht halten, sie dürfen jezt. nachdem eine
'neue Schuld mir aufgebürdet wird, leine Geme'lNschaft halten mit dem 'von alle? Welt Verfehmten. Selbst wenn Kurt von Dyern rn:.t an die mir aufgebürdet: Schuld glaubte. Nechnung tragen muß er doch als Fremder dem schweren Verdacht, der gegen mich erhoben wird. Er wird nicht wieder nach dem Nothcn Hause kommen. Ich zürne ihm darüber nicht!" Er trat zu seiner Frau und küßte sie auf die Stirn, dann sagte er mit milder, weicher Stimme: Wir haben eiiin schduen Traum geträumt, meine liebe alt: Gertrud. Es war eine Thorheit, daß wir ihn träumten, ich wenigstens hätte wissen sollen, daß wir ausgestolzen sind aus der Gesellschaft! Wir müssen es ertragen! Nur daß unsere Kinder auch darunter leiden sollen, macb! mir Schmerz." Dcr milde Ton, in welchem der Valer sprach, ermuthigte Elsa. Vorher, als er mit düster gefalteter Stirn finster blickend vor sich niederschauend im Zimmer hin und her wanderte, hatte sie nicht gewagt, ihn anzusprechen, jetzt aber fühlte sie den Muth, ihm zu sagen, was ihr das Herz erfüllte. Sie trat zu ihm, umschlang mit den Armen seinen Hals und sich innig an ihn schmiegend sagte sie: Sorge Dich nicht um uns, Vater! Susann: weiß in ihrem heiteren Sinn nichts von Schmerz und Leid und auch ich werd: bald alles Herzeleid vergessen. Ich baue auf Gottes Gerechtigkeit. Ich fühle, ich weiß, es muß Dir gelingen, die schändlichen Verbrecher zu enidecken, durch deren Missethat Dein: Ehre befleckt wird. Was die Nieter in Waldhausen nicht vermögen. Du wirst es vollbringen, wenn Du Dein ganze raft einzusetzen entschlossen bist. Du darfst nicht länger so scheu zurückgezogen von allen Menschen in stiller Einsamkeit leben, Du mußt den Kampf aufnehmen mit den Verleumdern, must selbst den Spuren der begangenen Verbrechen nachforschen. Du n?irst sie finden.Deinem Scharfsinn werden sie nicht verborgen bleiben. Du -wirst sie verfolgen und indem Du die Verbrecher der gerechten Straf: überlieferst, wirst Du das verlorene Lebensglück wieder gewinnen für uns Alle. Ja Vater, ich vertraue auf Gott und seine Gerechtigkeit! Jede Schuld, jedes Verbrechen muß gesühnt werden. Gott kann c nicht dulden, daß Du unschuldig leidest -und die Schuldigen straflos bleiben, et wird Dir beistehen und Deine Schritt: leiten!" Elsa's flehende Viite übt: aus den Vater eine eigene Wirkung aus, zuerst schaute er sie erstaunt aner war sichtlich bewegt, als sie aber mit erhobener Stimme rief: Jede Schuld, jedes Verbrechen muß gesühnt werden", versinsterte sich sein Gesicht, er entzog sich Elsa's Umarmung und mißmuthig szgte er: Ich fühle keinen Beruf, mich zum Spürhund für die Gerich!: herusieben! Ich verachte diese nichtswüroinen Verleumdungen und die Verleumder selbst viel zu tief. u,n mick ntztn sie zu vertheidigen. Wie kannst Du von mir verlangen, daß ich mich aus meiner Einsamkeit aufraff: und mich zu diesen jämmerlichen Menschen geselle, die freilich nicht wagen würden, mich durch eine offene Zurückweisung zu beleidigen, die aber scheu vor mir ausweichen und mir am wenigsten auch nur durch ein Wort ode? eine Miene etwas verrathen würden, wodurch ich mich rechtfertigen oder den auf mir lastenden Verdacht abwälzen könnte. Den Spion soll ich spielen! Nun und nimmermehr! Ich basse alle Spione und Denunzianten! Und nun muthest Du mir zu, ich soll selbst spioniren und denunziren. um mich rein zu waschen. Niemals würde ich dies thun, niemalZ!" Vater Kein Wort weiter! Ich bedarf Deines Nathes nicht und will ihn nicht hören! Ich verbiete Dir. jemals wieder eine ähnliche Bitte an mich zu richten. Ich will der Gerechtigkeit Gottes. auf welche Du so gläubig vertraust. richt vorgreifen dadurch, daß ich selbst ten Spion spiele." Else zog sich sÄ'u von dem Vater zurück. Der sireng: Befehl, welcher !chr Schweigen auferlegte, und mehr noch tu herbe Spott in seinen letzten Worten verletzte sie. Nach einer so harten Zurückweisung konnte sie nicht wagen, den Vater noch weiter zu bitten; aber ihre Ueberzeugung, daß es seine Pflicht fei, seine beste 5raft aufzubieten, um durch Entdeckung der wahren Schuld! g:n die Grundlosigkeit des auf ihm lastendenVerdachtes zu beweisen, wurde durch die Zurückweisung nicht erschüttert. Es war ihr unfaßlich, daß dies der Vater nicht selbst fühlte, und daß auch die Mutter ihm Recht zu geben schien, da sie nicht durch ein einziges i Wort ihm widersprochen hatte. Sie konnte es nicht begreifen, daß ein Mann, der sich sonst' stets so kraftvoll und willensstark gezeigt hatte, sich ohne Kampf dem nichtigen, Urtheil beugen konnte, welches die von ihm verachtete Meng: über ihn fällte. Er wollte sich richt hergeben zum Spürhund der Ge richte, zum Spion und Denunzianten! So hatte er gesagt; aber es war Elfe unmöglich, zu glauben, daß ein so thörichtes Vorurtheil ihn abhalten könne, die wahren Schuldigen zu erforschen. Ein so geistreicher und zugleich praktisch verständiger Mann, wie der Vater, konnte nicht glauben, daß is ein Unrecht sei, den Spuren began sener Verbrechen nachzuforschen, um die Schuldigen der gerechten Strafe zu überliefern. Der Vater mußte andere Gründe haben, die ihn abhielten, ihre Oitte zu erfüllen, und die ihn sogar veranlaßten, diese so hart und grob zurückzuweisen, wie er es gethan. Aber welche Gründe konnten dies sein? Darüber sann, Else vergeblich nach. Sie .hatte ück in VitäiRtttzLÜsZt
an lyren Nähtisch gesetzt und eine Näharbeit vorgenommen, bei der mechanifchen Beschäftigung konnte sie ungestört grübeln. Oft blickte sie von der Arbeit auf, um den Vater zu beobachten, der
wieder schweigend, ruhelos, den sins'.ern Blick zum Boden senkend, im Zimmer ..'uf und nieder ging. Welch: Gründe konnten ihm bewegen? üs war ihr unmöglich, eine Antwort auf diese Frage zu finden; je niehr sie aber nachgrübelte, desto klarer wurde es ihr. daß der Vater nicht nur .ein Recht, sofern die Pflicht habe, j seine Abneigung g.'gen Spionirerei :urXl Denunziantenthum zu überwinIm, eine Pflicht geen sich selbst, gegen ! seine Familie und noch mehr gegen das tanze durch d:e Veroreazen vertenie und zu einem falschen Verdacht gedrängte Volk. Und wenn er selbst diese Pflicht aus Gründen, die nichtig sein mußten, . verletzte, dann ging sie über auf seine Familie, auf alle die. deren Ehre innig verbunden war mit . der seinizen. : Welche Gründe auch den Vater bewe- i gen mochten, niemals konnten sie maßgebend sein für die Tochter, wenn diese die von dem Vater verletzte Pflicht selbst übernahm. Ja, sie wollte eintreten für den Vater! Sein: Ehre zu retten, die verborgenen Verbrecher zu entdecken und hierdurch seine Schulolostgkeit zu beweisen, sollte fortan di: Aufgab: ihres Lebens sein, eine Ausgabe, die vielleicht schwer zu lösen, aber sicherlich nicht unlösbar war! Wie ost schon waren durch die Energie und den Scharfsinn pflichttreuer Männer die verschlungenen, scheinbar völlig verwischten Spuren verborgener Verbrechen aufgefunden und entwirrt worden! Falls Herrlieber Roman enthielt eine meisterhafte Schilderung der glücklichen Nachforschung nach einem von dem tiefsten Geheimniß verhüllten Verbrechen. Ein Unschuldiger stand in dem Verdacht, dies Verbrechen begangen zu haben, der Verbrecher war ein angesehener Mann, der es mit teuflischer .Schlauheit bewirkt hatte, daß alle Spuren seiner That auf den Einen zu deuten schienen. daß auf ihn selbst kein Veroacht fallen konnte. Und trotzdem war es d.'m Verdächtigten g:lunn,'d:eSchllld des schlauen Verbrechers zu enthüllen. Kein Zufall hatte ihn begünstigt, nur fei eigener Scharfsinn. In rastloser. Nie nachlassender Aufmerksamkeit, mit welcher er auch die kleinsten, scheinbar u bedeutendsten Spuren prüfte, kr unerschütterlichen Energie, mit welcher er sie verfolgte, hatte er den glänzenden Erfolq zu danken. - , Else hatte Falk'S meisterhafte Schilderunz mit hoch gespanntem Interesse gelesen, sie stand ihr noch heut lebendig vor der Erinnerung. Schon damals, als sie den Roman las, war ihr der Gedanke aufgestiegen, daß wohl auch das Geheimniß, welches auf den in der Um- i g:g:nd des Rothen Hause begeange-, nen vielenVerörechen ruhte, entschleiert werden könne, wenn ihm mit aleiebem Scharssinn und gleicher Energie nachgeforscht würde, heute lebte dieser Gedanke wieder in ihr auf Sie fühlte sich durchdrungen von der Ueberzeugung, es müsse ihr gelingen, all: Schwierigkeiten zu überwinden, welche sich ihr in den Weg stellen könnten. Sie hatte diese Ueberzeugung schon zu Kurt von Dyssern ausgespro6en; damals freilich hatte sie gehofft, Seite an Seite mit dem Vater, unterstützt von diesem und ihn unterstützend, den Kampf gegen die verborgei'.en Verbrecher aufnehmen zu können. jetzt aber stand sie allein, der Vater hatte si: verlassen, er durfte nicht einmal ahnen, welchen Entschluß sie gefaßt hatte. Nein, ganz allein stand sie nicht! Kurt von Dyssern hatte ihr geschworen, er wolle nicdt ruhen, bis d:e Verbrecher entdeckt seien! Sie sah ihn wieder. wie er si: mit flammendem Auge anschaute, wie er begeistert ihre Hand erzrisf und ihr geschworen, daß er ihr als treuer Freund zur Seite stehen werde! Er konnte nicht untreu werden, er erfüllte seinen Schwur, davon war sie unerschütterlich fest überzeugt. Mochte auch der Vate daran zweifeln, daß er wiederkommen werde, sie wußte, daß er sein Wort nicht brechen könne. Und nicht er allein würde ihr helsend zur Seite stehen, zwei treue Freunde hatte der Vater, die sicherlich die Tochter in der Erfüllung ihrer schtveren Aufgabe unterstützen würden, den Doktor S"ettow und den Sägemüller Schmitz. Der Dol'tor war in der ganzen Umaegend bekannt; er war der beliebte Arzt der Reichen, wie der Armen. Alle vertrauten ihm. Sein Beistand war unschätzbar und gewiß würde er ihn nicht versagen. Mit gleicher Sicherheit konnte Else auf den Sägemüller Schmitz ver trauen. Er war der treueste Freund des Vaters, diesem durch die Dankbarkeit für manchen geleisteten Freundesdienst verpflichtet. Er war ein redlicher, kluger, tüchtiger Mann, dessen scharfer klarer Verstand und dessen groe Herzensgüte Doktor Settow oft . gerühmt hatte. Durch Fleiß. Energie j und Sparsamkeit hatte er sich empor-' gearbeitet. Er genoß in der ganzen Gegend ein unbedingtes Vertrauen, welches er durch seine Redlichkeit euch verdiente. Ihm konnte sich Elfe anvertrauen, sein Rath und seine Hilfe war ihr sicher. (ftortskhuna folqt.) m ,, Nudy's Ptle Suppository wird garantirt für die Heilung von Hamorrboiden und Verstopiung, rder das Geld wird urückgeaeben. 50 C$16. die Box. Söicke ;wei Vostmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rudy, regittrirten Apotheker, Lancaster, Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken' Werd BroS., A. Kiefer k Eo. und Daniel Stewart. Wholesale Agenten, Indianavoliö. Ind. , . .. Schön und rein Soll cal Hau stets sein ! Die besten Bürsten kauft man bei S. Schmedel. 420 OK MeCartv Straße. .
SaS CisenvahnttnalKS von helford.
Ueber die entsetzliche EisenbahnataProphe, welche vom Kabel kurz g:melde! worden, liegen jetzt die folgenden eingehenden Mittheilungen vor: ' Der Erpreßzuz Manchester - London der 'London & North Western-Bahn hatte zur fahrplanmäßigen Zeit Manchester verlassen. Aus Anlaß des WeihnachtsVerkehrs war der Zug sehr stark besetzt, sodaß zwei der schwersten Schnellzuglocomotiven ihn befördern mußten. Die ftahri verlief glatt und pünktlich bis Ehelford, einer 14 Meilen von Crew: entfernter? Bahnstation. Auch hier zeigten die Signale Strecke frei" und da die Bahn dort in trefflichem Stande ist, so blieb die Fahrt gleichmäßig beibehalten. Als der Expreßzug fast innerhalb der Station Ehelford sich befand, bemerkte der Führer der ersten Maschine, daß Handlaternen vor ihm tvie von Wahnsinnigen geschwenkt tanzten; er hörte rufende Stimmen und sah in der wachsenden Dunkelheit in großen Umrissen ein gewaltiges Hinderniß auf dem Geleise sich nähern. Es war zu spät, einen Zusammenstoß zu vermeiden. Was noch möglich war, geschah. , Auf den beiden Locomotiven ertönten die Nothsignale, die Hebel wurden umgelegt und die Bremsen angezogen. ' Die Maschine und die ersten Wagen räumten auch das Hinderniß, aber die Wucht des Zusammenstoßes war fürchterlich. Die Maschinen sielen aus dem Geleise und die mittleren Wagen des Expreßzuges gingen vollständig in Trümmer. Die von der Unfallstelle nicht weit entfernten Bahnsteige wurden mit Holzstücken übersäet und die in der Nähe liegenden Gebäude von den fliegenden Trümmern beschädigt. Di: Lichter in den Wagen waren bei der Wucht des Anpralls erloschen und dazu kam der tödtliche Schreen des furchtbaren Augenblicks. Di.' Verwundeten stöhnten und schrieen um Hilfe; Vahnbeamte gaben, heiser vor Aufregung, Befehle; ' unverletzte Reisende, die ihre Abtheile verlassen konnten, traten verwirrt sich gegenseitig in den Weg. Doch bald kehrte den Manriern die Vestnnung wieder und den Beamten ihr Pflichtbewußtsein. Die Seiden Geleise wurden für nahende Züge durch Signale gesperrt, Telegramme nach Erewe und den nächsten Städten gesandt und Voten nach Chelford und den umliegenden Ortschaften um ärztliche Hilfe geschickt. Bald war keinMangel mehr an hilfreichenHänden. und das nächste Bemühen galt der Verqung der unter den Trümmern Liegend:n. Zuerst wurde eine Dame hervor aezogen. Sie war in schrecklichem Zustand:; beide Beine waren ihr zermalmt und außerdem trug sie noch verschiedene Verletzungen. Sie stöhnt: noch schwach und das wenig: Leben, daZ floch in ihr flackerte, war bald erlosch:n. Der nächste Fund waren zwei Kinder, beide todt. Einem Herrn auZ Harpurgey bei Manchester waren beide Neine gebrochen; in seinem Wagen Hatte sonst Niemand erhebliche Verletzungen erlitten und ein Knabe, der kn seiner Begleitung fuhr, war ganz unversehrt geblieben. Die Aeußerun gen der Sterbenden in ihren letzten Augenblicken sind erschütternd. Einer sagte, eh: er di: Augen schloß: . Grüßt meine lieben Kinder. Wir alle müssen bald sterben." Eines jungen Mannes letzte Worte waren: Sagt meiner Mutter, sie möge sich nicht um mich grämen." Eine Dame, die bald verschied, bat den Arzt, er möge ihr den Hut grade setzen, ehe sie sterbe. Als alle Todten, Sterbenden und Verletzten geborgen waren, ergab sich, daß 14Personen, 9 Männer, 4 Frauen und 1 Knabe, den Tod gefunden hatten und mehr als 40 Reisende mehr oder minder schwer verletzt waren. Ueber die Ursache des Unglück, wurde Folgendes bekannt: Ein nach Manchester bestimmte? Güterzug war in der Station Ehelford auf ein Nebengeleise geschoben worden. Im Lauf der Rangirärbeiten wurde es nöthig, einen leeren .Güterwagen an den auf dem Nebengeleise stehenden Güterzug zu stoßen. . Dieser leere Güterwagen wurde von dem starken Sturmwind über die Ausweichung zurückgetrieben und auf das Geleise getoorfen, auf dem der Expreßzug herankrauste. Excentrische Engländer. Mit dem jüngst verstorbenen Lord Oxford ist wieder einer jener vornehm:n Engländer aus der Welt 'geschiedm. die man als excentrisch" zu bezeichnen pflegte. Oxford war sehr reich und einer i'er gebildetsten und Zennrnißreichsten Männer. Als ganz Zunger Mann, wurde er schon in daZ Parlament gewählt, erklärte jedoch nach Ablauf der ersten Tagung, der er beigewohnt hatte, er begreife ni wie ein geistreicher Mench seine Zeit mit solchen Dingen, wdtschlagen könne. Seitdem hat er sich nie mehr um Politik aekummert, sondern die meiste Zeit fernes Lebens in Italien verbracht. In Italien heirathete seine Frau, ein geborene Lady Jane Grey. ebenso geistreich, ebenso unterrichtet und ebenso excentrisch, wie er selbst. Sieben Tage nach der Hochzeit trennten sich die Gatten schon. Sie' ließen sich nicht scheiden. lebten aber nie mehr zusammen und trafen steh nur. in GeMscbaft, wo sie sich herzlich begrüßten und ms daZ Angenehmste miteinander verkehrten. Lady Oxford leöte'bis zu ihrem Tode ln Florenz, wo ihre SalonS ein Mwürdiqkeit der. Stodt bildeten. Sie empfing von 1 Uhr NacktZ biZ 5 Uhr MorgenZund Alles,'' was an vornehmen 'Eingeborenen und' Fremden in der Mlmenftädt' wär drängte .sich bei t'zr zusammen. Die Verpflegung war ärmlich: Butterbrod und Landwein, aber der' Witz der-Hausfrau, die alle europ'äischm Sprachen '.'mit . gleicher Vollendung . redete und alle , Bonmots kannte, zog mehr an, als die reichste Tafel. ,'Lady Oxford lag während der Empfänge' im - Schlaftock auf einem Rukebett und rauchte die stärksten Ha-danna-Cigarren; auch die- Mehrzahl iörer Q'ifo. rechte nach . LeHeÄraften'.
fragte man die töy nach dem Grund: der Trennung von ihrem Gatten, so sagte st: lachend, er habe ihr N'"' zwei Stücke Zucker für eine Tasse Thee bewilligt, während sie vier gebrauch! l:abe. Der Lord hingegen erzählte, seine Frau sei des Morgens stets ungewaschen zum ersten Frühstück 'kommen und habe den Zucker mit den Finaern aus der Zuckerdose genommen. Er baö: si: darauf g:b:ten, sie möge sich entweder waschen oder die Zuckerzange aebrauchen. Da si: beides abgeschlagen abe. sei die Trennung erfolgt. Jetzt sind Beide todt, und ihr Platz imReich: der excentrics" wird schwerlich ausgefüllt werde.-.. Lord Oxford war ein guter Freund des Herzogs von Sou-
verland, der das Fahren aus Lokomo - i tiden als Sport betrieb, und des Earl of Wimbledon, der die letzten 20 Jahre seines Lebens in einem unterirdischen Palast bei Kerzenein verbrachte und iu unterirdischen Gängen auf Vollblutpferden spazieren ritt, während seine Dienerschaft mit Fackeln Spalier bildete. Ter Zar und die Bauern von roshi. Der Generalgouoerneur von Wilna, Orschewski, wird in Kürze seinen Posten verlassen und durch Aaron Medem ersetzt werden. Die Umstände, die dazu geführt haben, sind wohl dazu angethan, von dem Zaren Nikolaus II. eine mildere Auffassung seiner ZarenMission den unglücklichen Polen gegen über zu erhoffen. Es ist bekannt, daß vor längerer Zeit in demFlecken Kroshi (Gouvernement Kowno) ernste Unruben anläßlich der Schließung der doriiaen katholischen Kirche stattfanden, daß die lithauischen katholischenVauern ihr Gotteshaus mit ihren Leibern deckten und erst Kosaken den Befehl Orschewskis zur Ausführung bringen konnten. Im vorigen Jahre nun wurden die des bewaffneten Widerstandes gegen die Staatsgewalt angeklagten Lauern von dem Wilna'schen Gerichtsfcof abgeurtheilt. Dem Buchstaben deö Gesetzes nach konnte keine Freisprechung erfolgen, aber der Gerichtshof begnügte sich nicht nur damit, aus die zulässig niedrigsten Strafen zu erkennen, sondern machte von seiner Befurjnin Gebrauch, an den Zaren, in dessen Namen der Nichterspruch erfolgt war, durch den Justizminister eine Eingabe um Milderung des Urtheilsspruches ;u richten, da durch die GerichtsverHandlung festgestellt sei, daß die traurigen Vorgänge zu Kroshi auf die erregten Leidenschaften des Volkes, daö sich in seiner Religion bedroht glaubte, zurückzuführen seien, und daß irgend welche politische Motive diesen Unruhen gänzlich ferngelegen hätten. Zudem seien die Schuldigen auch schon durch die lang: Untersuchungshaft bestraft. Generalgouverneur Orsch!':v?l: richtete gleichfalls ein Schreiben an den Justizminister, in welchem er das Gesuch des Gerichishofes höchst abfällig kritisirte und sich in der entschiedensten Weise gegen jede Begnadigung der Verurtheilten aussprach, da er andernfalls das Prestige der Administration nicht aufrecht erhalten könne. Zugleich wünschte Orschewski, daß sein Brief ur Kenntniß des Zaren gebracht werde. Als der Justizminister Murawiew dem Zaren über den Fall Kroshi Vortrag hielt, ließ Letzterer sich ausführlich das Urtheil des Gerichtes vorlegen und äußerte seine Befried:aung über den Standpunkt, den das Gericht in dieser Frage eingenommen habe. Das Gnadengesuch von Seiten des Gerichts selbst könne dem russischen Richterstande nur zur Ehre gereichen. Darauf bemerkte Murawjew. daß ei in dieftr Angelegenheit noch einen Brief Orschewski's erhalten hätte, den dieser zur Kenntniß des Zaren gebracht zu sehen wünschte. Ohne erst einen Blick auf diesen Brief zu werfen, rief der Zar aus: Nicht wahr. Orschewski verlangt natürlich, daß das Gnadenaesuch unberücksichtigt bleibt?" Auf die bejahende Antwort Murawjew's erwiderte der Zar: Nun so brauchen Sie mir den Brief Orschewski's nicht erst vorzuleaen; derselbe ist ohne Folaen zu belassen." In Folge dessen cirkulirte bereits an dem folgenden Tage in der b'öheren Petersburger Gesellschaft daö Gerücht, daß Orschewski unter diesen. Umständen nur den einen AuZweg hat. in aller Kürze von seinem Posten zurückzutreten. .Jetzt i st a u ch e i n e Z a h n. radbahn Treib-Seelisberg-Emmetten geplant. Der Bundesrath beantragte bei den eidgenössischen Räthen, für dieses Bahnproject den Herren M. Truttmann in Seelisberg und A. Wymann in Beckenried die Concession zu ertheilen. Die Länge der Bahn beträgt 12.500 Meter, größte Steigung 20 Procent, die Baukosten, sind u L600,00ö Francs veranschlagt. ii m Bedenken Sie, daß die WiSconson Central Bahn unbedingt daS Zutrauen deS Publikums befitzt, da sie bei Weitem die populärste Mnie zwischen Chicago, Milwaukee, St. Paul, MinneapoliS und dem Nordwesten ist und fernerhin alS die Pullman Linie zwischen Chicago. Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plätzen am Superior See angeschen wird. Bedenken Sie ferner daß die Wisconsin Central die bedeutendsten Punkte in Wisconsin berührt, mehr GeschäftsPlätze erreicht als irgend eine andere Linie im Nordwesten, daß der Speise, wagen feiner ausgestattet ist als irgend einer der anderen Linien. Für weitere Auskunft a!S, Raten. Routen, wenden Sie sich an den nach sten Ticket Agenten oder an Sag. C. Pond. Gen. Pass. Azent, Milwaukee Wis 0.4 Meerschaumpfeifen. lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen ,c., bei Ww. Muck. 19 OK Wasdinaton Str. E. C. Reese, deutscher Zahnarzt, 24 Ost Ohio SK.
Alarm Vcnnsylvcmia und 5si?$. . L'nglijhS O??rn!;OuS. 6 Ecft und ültro Ho??. 7 Nodle und Michigan. 8 ?!ew Jcrseystr. und ??akSusetZ 2s 9 Pine und North, 1U Market und Pine. 11 Hauptquartier deS Feuer-Dttart'mtö. 12 St. Clair und Cost Etr. 12 No. 2 Spr-nhs, Mass. Ave. nahe Noble 13 Tetanxlre Str. und Fort Watzne Ave. 14 too Jersey Etr. und Fort Warme Slve 15 V??u etr. und Massachusetts Lks. 16 Christian Ave. Ash Str. 17 Park Are. und Autler Etr. 13 Columbia und Malott Ass. 19 Archer und John Str. 123 No. 9 Schl?')5aus, 5lsh und 7. St?. 124 slilabaa u,.d Siebente Etr. lio Central und Lincoln Arcnue. IM Landes Etr. und Lincoln 2Xoe. I;i7 Cowmbia und Hill Ave. 128 Central Ave. und Aetzte Str. 1) Au5steUun5Z-Ee5äude. 131 Alabama ud Äcrriion Str. loS Nohampton und Achte Etr. 131 College Ave. und Zehnte Str. 135 Home Ave. und Detan?are Str. IS Alabama und North Str. 137 Nelvinann und Achte Etr. 133 Collece Avenue und Irwin. 21 Illinois und Et. Josevh Etr. L3 Pennsyloannia und Pr.'t Ttr. 24 Meridian und Zweite Sir. 26 No. 5 Svr'nhaus, 6. nahe 5llinoiSstr 25 Misstssi:'xi und Et. Clair Str. 27 Illinois lttd MWaan Etr. 28 Pennsylvania u;.d Zünfte Str. 23 Äississirpi und Äierts Etr. L12 Tenne ssee und William Etr. 213 Pörns!vcnia und Michizn Str. 214 IllinoiZ und Herbert Etr. 215 Oiscnheiniaty für Farbige. 21G Tennessee und Erste Str. 217 Meridian und Siebente. 213 Llisford und Jefscrson Avenue. 31 ?o. 1 Spr'nbS.. Ind. Ave. u.Mich. Lt. 32 Meridian und Walnut Etr. 3i California und Vermont Str. 3Z Vlaks und Nero York Str. 86 Jndiana Ave. und St. Clair Sir. 37 Stadt-Hospital. 83 Blake und North Str. 83 Michizan und Agnes Str. 312 West und Walnut Str. 313 West und Dritte. 314 Siebente und Howard Str. 313 Torbet und Paca Str. . 316 Tennessee und 1. Straße. 41 No. 6 Epr'nhaus, Wash. nahe West Stt 42 Geißendorf und Washington Str. 43 Missouri und Nero yjork Str. 45 Meridian und Washmgtcn Str. 46 Illinois und Cfjio Str. 47 Te.'.nefses und Washington Str. 48 Kinglm'Z Schlachthaus. 49 Jndianola, 3 Squares vom Fluö, 1!2 Missouri und Mnrnland Str. 113 Mississippi und Wabasy Etr. 415 Morris und Church Str. iZI 0. 2. u. W. ZtundöauS. e!U. vom AuZ ?rren-Ä)!. il-k lliicp ?ive. und National Noad. rl No. 4 EpriberchauS, Illinois u. Vsrr!5 52 5 1!i,'.o is und Louisiana Str. 53 West und McCarty Str. 54 S:t und Eouth Etr, 53 Mississippi und öenro Str. 57 Meridian und Näy Str, 53 No. 10 Eä,!auchhs. MorriS u. Mad. & 59 Madison Ave. und Tunlap Str. H2 West und Llocknood Etr. 13 Kenlucky Ave. und Merri2 !?. 14 Union und MorriS Str. !G Illinois und Kansas Str. 17 Montö und Takota Str. 13 MsrriZ und Church Str. :1!I Tennessee und McEarty Str. 521 Meridian und Palmer Et?. "23 Morris Str. und Gürtelbahn. ',21 Mabij'on Ave. und Minnesota Str. 61 No. 2 HaZen. u. Leiter.Haus. Couthstr C2 Vennsrvania Str. und Madison Ave. 63 Telarrcre und McCcrty Etr. 64 East und McCarty Str. 65 Sie Jersey und Merrill Str. 67 Virginia Ave. und Vradsha Str. 63 Easr und Codurn Etr. 69 Pennsylvania Str. und Madison Ave. 512 Mecterr.cn und Tougherty Ett. !13 l?ast Str. und Lineoln La?.e. !I4 East und Beecher Str. 15 Noble und South Etr. 71 No. 3 Epr'nhaus, Wieg Ave. . $vtxtti 72 Gast und Eeorgia Straße. 73 Cedar und Clm Etr. 74 Benton und Georgia Str. 75 Cnglish Ave. und Pine Str. . 73 Dillon und Vates Etr. 73 No. 13 Sxr'nhans, Prospekt u. DiUo 79 Fletcher Ave. und Tillon Str. 712 Cpruce und Prospekt Etr. 713 English Ave. und Laurel Str. 714 Willow und Olive Etr. 715 Shelby und Beecher Str. 716 Deutsches Waisenhaus. 713 Orange und Laurel Str. 721 Lexington Avenue und Linden Straß 723 Fletcher Avenue und Cpruce Straße. 724 Tucker und Dorsey's Fabrik. 81 Market ur.d New Jersey Str. 82 Washington und Delaroare Str. 83 East und Pearl Str. 84 New ?)2rk und Davids. 65 Taubttummen-Anstalt. 56 Ver. Staaten Arsenal. 67 Oriental und Washington Str. 83 Frauen Refonnatorium. 312 No. 8 Schlauchhaus. Ost Wesb. Str. 313 Markst und Noble Str. 314 Ohio und Harren Etr. -Z15 Arsenal Avenue und Ohio Straße. 1 Pan Handle Eisenbahn.ShorZ. 3 Walcott und Carter Str. öl No.7 Spr'nhaus. Maryland nahe Merid. 92 Meridian und (Zeoraia Etr. 93 Meridian und Süd Str. 9t Vsnnsylvania und Louisiana Str. 95 Alabama Str. und Virginia Tse. Spe, ial. Signale. Ersten 2 Schläge, zweiter Alarm. Zweiten 2 Schläge, dritter Alarm. Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1 Feuer aus und Schlauch aufge?i!?eS 3 Schläge, weniger Wasserdruck. 3-3 mehr Wasserdruck. 12 Schlage, 12 Uhr Mittag. Die ersten 12 Signale werden voll, ständig ausgeschlagen, bei den folgend werden die Hundert, Zehner und Eine? Ziffern getrennt gegeben. CARL PINGPANITS Dsntschs uch - Handlung 7 Süd Alabama Straße. Bestellungen und Abonnements auf alle im Zn und Auslande erscheinenden Bach und Zeitschriften werden angenommen und pronP abgeliefert. An und Verkauf alt VKch. Sozialistische atiersrna. 1, rniwi, T u 'j mj - ('S''i--: rs i rzzs-fxivi' rsrt t5? SülflJ
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