Indiana Tribüne, Volume 18, Number 124, Indianapolis, Marion County, 22 January 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und SonntazS.

5Me täzllcke Tribüne- kostet durch den ZiSger 22 GcntS per Woche, die SonntagS'-Tribüne-L (5en!S per Woche. Beide zusammen 12 Gents oder CZ Cents per Monat. Per Post außerhalb der dtait k'Lzcschickt in Vorausbezahlung V per Jahr. Office: IS Tüd Alabama Straße. LndiaaapoUK, Znd., 22 Januar 1S95. 5)55 Lattiche? Anarchiflett'Proccö. Bor dem ch'.ourgerich! in 2iittu!j laUn an 14. Jznucrr die Verhandlungen in dem großen AnarchistenproceK Geronnen, in welchem der Russe JaholfcsSf.) (der falsche Varon Sternbrg) ein: wichiize Rolle spielt. Eine von Polizei aufgefangene Postkarte, durch welche die in d:r Avenue d'Avroy ?u Lüttich wohnende Dienstmagd, arie Wendel, die Vermittlerin des VriefvcrkehrZ zwischen dem flüchtigen Russen JaholkowZky und der Anarchiftenttirttr.it Schleöach, letztere in derblümter Sprache benachrichtigte, daß drei Briefe -des Russen aus Holland einstressen seien, sowie der Inhalt dieser Juries führte zur Verhaftung der meij:;n Angeklagten, von welchen mehrere darauf Geständnisse machten und sich eenseitia. lasteten. Den Anschlag vom 21. April, l. I. auf das königliche Theater hat Jahottowsky verübt, nachdem er die Vomb:. eine an beiden Seiten durch Holzpflöcke verschlossene und ?nit ??ulminat und Nägeln gefüllte .inkröre, selbst angefertigt hatte. An demselben Abend zwei Stunden späte: legt: der 42jährige, aus Köln gebürtige Bergarbeiter Vossen die Tv nr iSt2 vVmä. TZ M!trrrrmt Uii 'V W4 TC44 Gerard. Den Sprengkörper. sters zwei miteinander verbundene, mit Ful minatvatronen, Eisenstücken u. s. w. gefüllte Eigarrenkisten. haben Vossen und der BergmannWestkamp aus Hamkurg angefertigt. Den Anschlag auf die Jakobskirche bekennt der Angeklagte Richard Mü5er mittels elner Bombe fingen zu haben, die ihm Jccholkowsky übergeben hat. Der 20jährige Laussrer Iooris. dcr 35jährige Mechamker Verbist, beide aus Lüttich, und drei andere Personen standen dabei Posien. Urheber des Anschlags vom 3. Mai auf -das Rensonscbe Haus ist nach Aussage Müller's Jaholkowsky, und zwar hat derselbe die Bomb: hierzu im Hotel de h Renaissance zu Mastricht, ron er sich mehrere Tage unter dem Namen Nichter" aushielt, aus eier Blechbüchse und etwa 80 Dynamitvatronen. die ihm Westkamp, dorthin gebracht, herzestellt. Dazu enthielt die Öonifo Bleikugeln, Schuh näg:l, Drahtstücke u. f. w. Die Sprengstoffe zu sämmtlichen Anschlägen .haben die Anceklaaten Vossen, Müller, Westkamp, Wilke und der 40jährige Schuster Vroich aus Aachen am 1. April aus dem Pulverschupp-en einer Grube zu Chevron, wo Vossen früher gearbeitet bat!:, gestohlen. Die übrigen Angellazten sind der mittelbaren oder unmittelbarenTheilnahme an den erwähnien Verbrechen, der Bedrohung u. s. w. beschuldigt. Jaholkowsky befindet sich bekanntlich in russischem Gewahrsam und wird von dem Gerichte seiner Heimath abgeurtheilt werden Aus diesem Grunöe Ißt stine Vernehmung dortselbst stattgefunden und -die betreffenden ProtoZolle sind dM Lütticher Untersuchungsrichte? zugesandt worden. Dirsblben enthalten für die SchwurgerichtsverHandlungen 'höchst wichtiges Material und liefern, 'durch ihre Ausführlichkeit sowie durch das Begleitschreiben des 'Leiersburzer Untersuchungsrichters für außergewöhnlich: Angelegenheiten", Burtsow, den Beweis, daß Rußland dem Treiben der Anarchisten im Westen die größte Aufmerksamkeit schenkt. In dem Begleitschreiben erklärt der Letztgenannte, daß das Zusammengehen der Petersburger und der Lütticher Behörden zur Abkürzung der Untersuchung über so wichtig: Verbrechen unbedingt notbia sei, weshalb eine ausführliche Abschrift 'der Vernehmungen JaholZo.'vsky's folge. Nur die Wichtigkeit der Sache und der dadurch bedingte langsame Sang der Petersburger Unt:rsuchung, der noch durch die nothwendig: Ui.öersetzunz zahlreicher franz'önscher Schriftstücke in'Z Russisch: erschwer! worden sei, habe die Verzögerung herbeigeführt. Die Vernehmunqen Iaholkonzsky's haben am 12. Qct., am 19.. 22., 23. und 24. Nov. stattzefunden. Der Vombenöaron" erklärt, 29 Jahre alt, römisch-katholisch, adlig. Schriftsteller und verhe:?athet zu sein. Seine kinderlose Frau Eva Alexandra 'bewobne das Eigenthum ihrer Mutter zu Adampol, Gouvernement Grodno. Die ihm zur Last gelegte Beschuldigung. in Lüttich eine Verschwörung zur Verheerung, Plünderung und zum . Massenmord gebildet zu Habens bestreite er, da er nicht einmal wisse, welche Personen unter den von der Lütticher Staatsanwaltschaft bezeichneten .15 Verschwörern zu verstehen seien. Sollte man damit Anarchisten meinen, so sei zu bemerken, daß es deren in Luttlch llein über 300 geb:. Auch die Vetbeiliauna an dem Dynamitdiebstahl zu Cbevron stellte er -in Abrede, wie er auch niemanden kennender .denselben verübt habe. - An 10 -Kilogramm Dynamit habe er allerdings eine zeitZana besessen, aber ohne jeden verbrecherischen Zweck. Tasselbe sei ihm von einem deutschen Anarchien Tyeooor , dessen Familiennamen er sich zu nennen weigere, überg:b:n' worden. Nachher kab: er den Sprengstoff m die Maas geworfen. Bon demselben Theodor hab: er auch eine Bombe erhalten, die er aber zurückgegeben habe, da er sie nicht abe gebrauchen wollen. Aon den Änschlagen auf 'das königlich: Theater, die Wohnung des Bürgermeisters, di: Jakoöskirch: und das Rensonsche Haus wisse er nichts. Er hab: der Bastmscben Anarchistengruppe" angehört, die den General Londot und den Senator Longchamps hätten vernichten wollen

ytervon aber angekommen jeien. wett die Häuser zu scharf überwacht worden seien. Zur Zeit der beiden ersten Attentat: sei er krank gewesen. Erst am folgenden Ta?e. am 22. April, habe er von den Genossen Jooris und Matthias . (Berg?) etwas hierüber vernommen. Sicher sei. daß Jooris an dem Bombenanischlag auf daZ Theater theilge-

nommen. Der Anschlag gegen den Bürccrmeiste? sei ausschließlich das Werk der deutschen Anarchztengruppe". Zur Zeit der Erplosion an der akobökirch: während der Nacht vom 23. zum 29. April hab: er sich in dem Gase Angele zu Lutt:ch befunden und sich dann zu seiner Wohnung auf dem Pont d'Avoy begeben wollen.diesen aber von Polizei bewacht gefunden und sich daher noch an demselben Abend nach Maltricht geflüchtet, von welchem ZeitPunkt ab er nicht mehr über die belgische Grenze gekommen sei. In Mastricht babe ihm der deutsche Anarchist Richard Müller, den er dorthin mitgenommen, gestanden, die Bombe an der Jakobskirche gelegt zu heben. Am 28. April, zur Zeit der Explosion bei Renson. sei er in Amsterdam gewesen, doch habe er scbon im April den Richard Müller in Lüttich sagen hören, daß er den Landgerichtsrath Renson durch Dynamit zu tövten beabsichtige. Ueber die Gründe, die ihn bewogen hätten, sich dei. Namen Sternberg beizulegen, verweigert Jaholkowsky vorläufig" di: Auskunft; doch gesteht er, den Genossen di: Erlaubnln ertheut zu haben, diesen falschen Namen unter d in Luttlch vertheilten! anarchistischen Drohbriefe zu sehen. Er habe die Lütticher Anschläg: bedauert, dagegen Wilhelm Broich erklärt, daß er dafür sei, die Spielbank in Monte Carlo rn die Luft zu sprengen. Der Waffenfabrikantensohn Arnold und der Student Leblanc seien keine Anarchisten und völlig unschuldig. Nach seinen Aussagen ist Jaholkowsky bis zum 2. Mai in Mastricht v:rblieben und dann nach Amsterdam gereist. Ueber viele Punkte der Untersuchung verweigert er jede Auskunft. Alle Aussagen des falschen Barons stehen mit denjenigen, der übrigen Angeklagten tn grellem Widerspruch. Tie Pariser WeltauösteUung 1000. Die Preisvertheilung an die Architekten und Künstler, welche die Entwürfe für die Weltausstellung, mit welcher im Jahre 1900 in Paris das neue Jahrhundert inauzurirt werden soll, eingereicht hatten, hat nunmehr im Jndustriepalast stattgefunden. Die drei ersten Preise im Betrage von je 6000 Francs wurden den Herren Girault, H6na?d und Paulin, die zweiten von je 4000 Francs den H:rr:n Eas-sien-Bernard und Coussin, Gauthler. Larch: und Nachon, und Raulin zugesprochen Ferner wurden fünf andere Entwürfe mit Preisen von ft 2000 und sechs mit Preisen von je 1000 Francs bedacht. Nach den Bestimmungen des Wettbewerbes werden alle dies: prämiirten Arbeiten Eigenthum der Staatsverwaltung, die das Recht hat, sie nach ihrem Belieben zu verwerthen und aus ihnen die Einzelheiten zu entnehmen, die ihr für die künftigeAusstellung geeignet erscheinen. EinZwang, einen der preisgekrönten Entwürfe völlig oder auch nur theilweis: zur Ausführung zu bringen, besteht somit nicht. Der Entwurf deI Herrn Girault b hält di: hauptsächlichen! Gebäude der 1889er Ausstellung bei und sieht für den Eiffelthurm, den Jndustriepalast und die Maschinenhalle verschiedene retrospektive Ausstellungen vor. Die Seineufer würden ihm zufolge mit reizenden Anlagen ausgestattet und durch groß: elektrische Werke bei eingebrochener Dunkelheit zu glänzenden Lichtberden umgestaltet werden. Im Entwurf H6nards sehen wir ein mächtiges Gebäude mit drei großen Kuppeln von je 60 Metern Höh:, deren mittlere gerade in die Achse der Esplanade des In valldes fallen wird. Die beiden Seineufer werden durch eine 100 Meter brate Brücke mit drei Bogen ver bunden, während die Gebäude auf dem Marsfeld: ungefähr in ihrer bisherig: Gestalt beibehalten werden. Nur an Stelle der prächtigen Eingangsgall:rie und deö CentraldomeZ wird ein riesiger NeBdau. ern Dom mtt 100 Meter innerer Durchschnitts weite und von 200 Metern Hohe geplant. Durch diesen Dom würde der Eiffelthurm sehr in den Schatten gestellt werden. Auch der Plan der Herren Cassten-Bernard und Coussin sieht einen Ni:sendom auf dem Marsselde vor. Er soll einen Ekktri citäts- und einen Diam.7?.tenpalast ein schließen. An den Uferstraßen sollen mittelalterliche Fest- und Turnierplötze, sowie Anziehungspunkte im Genre der Rue de Caire erstehen. Wie man er sieht, ist in den Entwürfen, welche die ersten Preise erhielten. daZ 1839er Ausstellungs - Panorama wenigsten? theilweise beibehalten worden. Dagegen ist unter den mit den zweiten Prei s:n ausgezeichneten Entwürfen, der der Herren Lärche und Nachon darauf hin entworfen, eine völlig neue Ausstellung zu schaffen. Aus ihm sind der Eiffel thurm, die Maschinenhalle, der Jndu striepalast u. s. w. vom Boden wegra sirt und die dadurch gewonnene Fläcbe ist mit graciösen Bauten, Kiosken u. s. w. ausgefüllt. Wild in Amerika. In unserem gesegneten Lande, w:l ches einst durch seinen Wildreichthum berühmt war, grbt e2 sicherlich Millio nen von Menschen, welche, mit der ein zigen Ausnahme armseliger Häslein und Eichhörnchen, kein jagdbares Thier in d:r Freiheit gesehen haben. Die Pseudo-Nimrods haben eben fast Alles, was da kreucht und fleucht", vernichtet u.selbst d:e in den melltenZtaaten ange nommenen Wildschukgesetze haben bis her nicht viel zur . Vermehrung 'des Wlldstandes beigetragen. Nur in t nen Gegenden, welche entweder von öen Centren der Civilisation sebr wert o gelegen sind oder welche durch Gebirge, j Wälder und .Sümpfe schwer passiröar

H?ya3gsrgw

gemacht werden.glvr es 03 gute Jagoaründe. In einzelnen Theilen des Temperenzstaates par excellenc. Main:, findet der Jäger zahlreiches Rothwild. Bären und nicht selten Heerden von Karibous. welch' lektere auf ihren Wanderungen so weit südlick, sieben. Als veritabl: Varadiese d Jäger gelten die Staaten Arkansas und Qrcgon. X-iv notzrbrüche von Arkansas bieten Bären wie Hirschen gut: Schlupfwinkel, und an Wildkatzen. Opossums und Waschbären feölt es in den ais:n iticvi. s:t Bärenjäger von echtem Schrot und f.i. ti r.! i 1 c jtorn oelreioi 1 ciucir pcii aus vtvi Rücken eines Vferdes. das für diesen Zweck speciell dressirt ist; die weittragende Buchse verschmäht er. seine ewafsnung besteht nur aus Jagdmesser sowie Revolver und eine Meut: Rüden dient ihm zum Aufspüren seines Wildes. Es ist dies ein aefährlicher Sport und nur für einem Mann mit starkem Arm und unerschuttllchem 'euty zu empfehlen. Als der berühmteste Värenjäger wird in Arkansas General Wade Qamvton aevriesen. welcher mit fc:m Messer mehr Bären getödtet haben soll, als irgend ein anderer 'imrod. Noch reicher an jagdbaren Thieren .ist Oregon. In vem .ascave-evlrg: tummeln sich ungezählte Hirsche sowie Bären und an Panthern ist ebenfalls kein Mangel. Der Nimrod. welcher eine Expedition nach dem südlichen Theile des genannten :aa!es unternimmt, darf mitTicherheit darauf rechnen, reiche Beute zu machen. Auch mancheGegenden von Califsrnien bieten gute Gelegenheit zum Ausüben der Jagd, 'besonders w:ro neuerdings aus 'die ungeheueren Schaaren von wilden Gänsen hingewiesen, welch: im Süden dieses Staates überwintern. Die nördlichen Theile von Wisconsin. Minnesota und Michigan, die Gebirgsgeeenden von New Fork und Pennsylvanien gelten, ebenfalls als ziemlich gute Jagdreviere und in den Bergen von Kentucky findet sich Meisler Petz in vereinzelten Exemplaren. Wer ein scharfes Auge, eine feste Hand und' einen gut gefüllten Geldbeutel zur Bestreitung 'der Kosten eines Ausfluges nach den wildreichen Gegenden hat, sin det also immer noch vollauf Gelegen- (:::, dem Jagdsport zu fröhnen. : 2as Drama vonTiakra-Negara. Von glänzenden Heldenthaten, welche öe! der Erstürmung von Tjakra-Ne-gara, 'dem Schlußakte der unter dem Befehle des holländischen - Gennals Vetter nach Lombok entsendeten Expedition, die Haremsfrauen des SultanZ als Vertheidigerinnen vollführt haben, erzählen du neuesten Berichte aus Va tavia. Nachdem eine geplante Ueberrumpelung des Puri", 'das ist des Lustschlosses -des Sultans, nicht möglich war. wurde seitens der Holländer ein regelmäßiger Angriff auf die feind liche Position eingeleitet. Mit ung:heuren Opfern waren die Angreifer bis etwa 1000 Jards Distanz von den Mauern des Schlosses vorgedrungen. Gegen 9 Uhr gab Oberst Swart,ider sich im heftigsten Kugelregen befand, den Befehl zum Sturm. Mit donnerndem hurrab stürzen sich di: Angreifer auf die Pfort.'n und z:rschossenen Mauern. Geschossen wurde nicht mehr, nur Kolben und Bajonnct arbeiteten noch. Kurz vor dem Eingang: zum Palast ereignete sich ein Vorgang, der tieftragisch genannt zu werden verdient. Unt:r Anführung einiger Prinzessinnen drang eine Schaar bildhübscher Mädchen Verwandte des SultanZ und Haremsfrauen mit gefällten Lanzen auf die Truppen ein. , Die Officiere waren durch den Anblick .'anfangs so betrtoffen und von Mitleid bewegt, daß k zauderten, d:n Vesehl zum Feuern zu geben.' Erst als! die todesmuthigen Schönen nur noch wenige Schritte vor der Front sich befanden und abgewendeten Gesichtes, ;nie um die Wunden nicht zu sehen, die ihre Lanzen schlagen würden, gegen die Bajonette vordrangen, erklang das Commando Feuer! Attaguiren!", und nun wurden die armen Geschöpfe wezgemäb! wie Aehren von den Senfen kräftiger Schnitter. Keine blieb' am Leben. Ueber die zuckenden Leichen hinweg stürmten die holländischen Soldaten durch das Labyrinth von Gangen und Pforten bis zum Reduit, welches der Sultan mit seiner Leibwache vertheidigte. Hier brach sich der Sturm. Es mußte erst Artillerie herangezogen werden, um in die starken Mauern und Brustwehren Bresche zu schießen. !Ein Siynal Tief den Rest der kleinen Sturmkolonne ' zur Haupttruppe ; zurück, wo die wackere Schaar mit begeistertem Hurrah empfangen wurde. Am folgenden Tage wurde der Angriff auf das Reduit von Tjakra-Negara fortgesei. Um die Wette kletterten Europaer und Amboinesen an den Sturmlcitern empor, doch kein Schuß siel das Nest war leer. Durch geheime Gänge hatten die Belagerten ihren Abzuz bewerkstelligt. Sofort brach : Generalmajor Segov mit einer Colonne auf und hatte das Glück, den verwund:t:n Sultan nebst einigen Mitgliedern seiner Familie zu umzingeln und zur Uebergabe zu zwingen. Damit war eben der Widerstand noch nicht gebrochen. Der General mußte nochmals mit drei Bataillonen gegen Anak Azung Nengah Karaugh. genannt Kani7.gzu, den natürlichen Sohn des Sultans. d:r sich bei Topati verschanzt hatte, ausrücken.- De? kranke Prinz, der sich dem Tode g:w:iht hatte, ließ sich durch seine Anhänger an die Spitze der zum Lanzenangriff übergehenden Krieger tragen, um die Seinen -zu ermuthigen. Alle fielen. . Unter 62 Todten fand man 43 Frauen. Hiermit fand das Drama von TZakra-Ne-aara einen würdigen Abschluß. Man weiß nicht, wem man die meisteBewunderung zollen muß: . en Kriegern, die für ihre .Fürsten und ihre Freiheit freudig in den Tod gingen und' deren Frauen und Mädchen sich, von demselb:n Geiste beseelt, in diÄajonett: stürzten, oder der tapferen niederländischindischen Armee, die sich so brav schlug, Mann aeaen Mann. oölcky.n Entbeo

IfslMiWll w n

?unaen und' Krankheiten" ihren Verband erschüttert hatten und obgleich sie bei strömendem Regen Tag und Nacht abwechselnd kämpfen und arbeiten mußte. eine Jahnraub-Aera. ES ist, auf den ersten Blick wenigwenigstens, erschreckend, wie zahlreich die Bahnräubereien oder VahnraubVersuche in den letzten fünf Jahren geworden sind. Man kann darnach fast sagen, daß dies: Industrie" mit den f?ortsck:rittzn unserer anderen Jndustrien slott Schritt halte. Mit der Vorführung aller dieser Verbrechen könnte man ein dickes Buch füllen. Es hat an der Jahreswende euch nicht an Versuchen gefehlt, diese Romanzen aus der Wirklichkeit in gedrängte? Kürze zusammenzustellen; doch sei auch davon hie? Abstand genommen. da schon die dürrste notizenweise Zusammenstellung etwa vier Lesespalten in Anspruch nehmen müßte. Das verflossen: Jahr war in dieser Hinsicht ein wahres Gala-Jahr". Es waren in demselben 29 BahnraubAttentate innerhalb der Grenzen unse-' res Landes zu verzeichnen, alsv durchschnittlich jeden Monat zwei bis drei. Aber noch mehr wurde diesbezüglich im VorZahr. im WeltausstellungZjahr, geleistet! Die BahnraubLifle von 1893 weist 33 Fälle auf. also beinahe drei monatlich oder einen auf zehn Tage. Unter diesen waren einige der allerschlimmsten oder doch sensationellsten. Bekanntlich .sind etliche audsgar nicht weit von der Weltausstellungsstadt vorgekommen. , Fast genau die Hälfte hiervon, nämlich 16 Bahnraub-Attentate, zeigt das Jahr 1892 auf, und ganz dieselbe Zahl auch das Jahr '91. Um. noch das Jahr 1890 anzuführen, ereigneten sich .in demselben 12 Bahnraub-Atten-täte. Wie man also sieht, hat. eine fast ununterbrochene Zunahme der Zahl in dieser Zeit stattgefunden, und bereits bat uns auch das neue Jahr wieder einig: Fälle geliefert. Es ließe sich außerdem noch geltend machen, daß bei vielen rechtzeitig entdeckten Bahnsreveleien, mittels Versperrun des Geleises, vermuthlich gleichfalls Bahnraub beabsichtigt war; derartige Fälle sind b:i den. obigen nicht mitgerechnet. Wie groß die Eesammtzahl .der Menschenopfer bei allen den Räubereien war. läßt sich nicht mehr genau feststellen; doch war sie verhältnismäßig gering, und der aufmerksame Zeitungsleser. welcher nach dem Gedächtmß beziffert, und auch alle die nachträglichen Ergänzungen und Verichtigungen in Betracht zieht, wird kaum auf eine höhere Zähl, als 25. für die Jahr: von 1890 bis einschließlich 1894 kommen. Auch ' war der Betrag der geraubten Werthgüter viel .geringer, als man lediglich nach den ersten Sensationsberichten . annehmen konnte. Endlich kamen denn doch die allermeifan Fälle in sehr abgelegenenGegenden vor 'lud zeigen nur, wie groß noch der allgemeine Ell!nb!?g:n-Naum" ist. Llttödruch cineö ?,l;lcanS. Ueber den Ausbrüch des VulkanZ auf der Jns'.l Ambrym liegen nunmehr ausführlicheVericht: des englischen Kanonenbootes Dart" vor, denen in der Hauptfache Folgendes zu entnehmen ist. Das Kriegsschiff lag am Tage des Ausbruchs vor Dip Point, setzte sich alsbald in Bewegung und fuhr die Südostküste entlang, wo in der Nach barschaft des Venbow-Berzes dichte Massen von Rauch und Qualm wahrgenommen werden konnten. Dazu vernahm man ein Gepolter, das wie ferner inne? klang. Nach einer weiteren stunde gelangte das Kanonenboot an eine Stelle, von der aus sirt ein Blick auf die nach dem Meer: sich Einwalzenden Lavamassen bot. Der Wald stand meilenweit in Flammen, ganz: Thalsenkungen füllten sich mit der unaufKaltsam dahinströmenden flüssigen Gluth, während das Getöse, untermischt mit dem lauten Zischen des bochaufschießenden Dampfes, als die Lavamassen in die See stürzten, ein geradezu ohrenbetäubendes war. Die Uhr wies gerade auf di: siebente Morgenstunde, als die ersten Lavaströme das Ufer erreichten, wo sie im Nu die Böschung auf über 30 Äards Ausdehnung mit sich fortrissen.während unter brausenden: Zischen eine Damule emvorschoß, deren Höhe von den Officieren auf wenigstens 5000 Fuß geschätzt wild. Gleichzeitig erfolgten unter Wasser fortgesetzt Explosionen, und Steine und Felsstück: wurden wie Raketen zu Hunderten nach allen Richtuna:n hin emporg:sch!eudert. Die Dart" lag nur etwa eine Viert:lm:ile weit entfernt, zog sich ab:r, als das MeeresWasser siedendheiß zu w:rd:n drohte, weiter auf di: offene See zurück. Die ! Eingeborenen, die vor Schrecken wie betäubt zu sein schienen, rannten währenddem planlos an der Küste' herum, sodaß der Kommandant beschloß, etwas zu ibrer Rettung zu versuchen. Es gelang auch, einig: achtzig an Bord in Sicherheit zu bringen, die svater an einem weiter südlich gelegenen Punkt gelandet und mit Lebensmitteln versehen worden sind. Der Rauch und Qualm gestalteten sich immer dichter, so daß die Sonne den ganzen Tag 'über in so hohem Grade verdunkelt wurde, daß das in kurzer En!f:rnung dali:aende Ufer nur mit Mühe im Äug: beEilten werden konnte. Am folgenden Taae unternahm das Kanonenboot ein: Rundfahrt um di: Insel, ohne jedölb die genaue Ausoruchsstelle entdecken zu. können, dafür war das Meer -?it Tausenden von todten Fischen lrm!i bedeckt. Fortwährend senkten U) dichte Staubmzssen nieder, die !ls und Ufer einhüllten. Dabei 'Ysten sich in regelmäßigen Abständen Glöfce, wie von einem den Me-resbo-:n unterwühlenden Erdbeben. Ueber Stu&t ging di: Dart" nach Port Sandwich und am näölten Morgen kebrte sie nach Ambrym. zurück. Die Bewegung war inzwischen zum Stillstand gekommen, über dem Wasserspie-

ael lagert: indessen noch immer eine breite Dampfschicht; auch zeigte sich.daß die Küste zahlreich: Veränderten erlitten Halle, und diese nicht allein da, wo bisher tiefes Fabrwasser gewesen, eine compacte.zu Fels geworden: Lavamasse sechs Fu'. loch aus den Wellen emporragt. Nun begaben sich die Ofsiciere mit eine? Abtheilung Matrosen U Diö Point an Land, aber auch an diesem Tag: wollte es nicht gelingen, die eigentlich: Eruptionssielle aufzuf'.nden. Gleichzeitig wurde aber die Entdeckung gemacht, daß der vom Verdeck der Dart" geseheneLavastrom nur ein Arm des Haupt stromes gewesen sein müsse. Endlich an einem der so!aenden Tage gelang es nackz einem beschwerlichen Marsche durch das DicZicht und die fast überall nock beißen Lademassen bis zu dem über sechszehn englische Meilen vom Ufer entfernten Krater zu gelangen und bis zu seinem

.Rande vorzudringen, was beiläufig dadurch ermöglicht werden konnte, daß die Ausbruchsstelle sich nur an der einen Seite befindet. Auf dieser Seite ist der Rand des Kraters, der einen Umfang von etwa drei Meilen besitzt, vollständig zertrümmert, wahrscheinlich durL die hervorquellenden Lavamassen: seine höchsteSpitze liegt 2000 Fuß über dem Meeresspiegel. Auf seinem Grunde war die flüssige Lava deutlich wahrzunehmen, während zeitweilig noch 'immer dichter Qualm und Flammen emporstiegen. Der Rückweg war womcs.lich noch beschwerlicher als der Aufstieg, da die Nacht inzwischen hereingebrochen war. doch gelang es allen Tbcilnehmern der Expedition, unver sebrt auf das Kanonenboot zurückzukebren. Der Dart" aing in der Folge nach Port Sandwich zurück, wo seitdem die Mittheilung eingetroffen ist, daß ein neuer, wenn auch weniger verheerender Ausbruch stattgefunden hat. Jmn.erhin ist die Lag: der Eingeboreneu eine nichts weniger als beneidenswerth: und dieselben werden wohl mit Lebensmitteln auf längere ,eit hinaus versorgt werden müssen, da andernfalls eine .ungersnoth ausörechen würde. Deutsche Loeal??aHr!6)ten. velt ituM. Hamburg. Die internationalen Gauner Mesa und Salomon, die mit einem dritten, dem in Rio verhafteten und trok diplomatischer Schritte entlasstnen Rizardini,d:r W'.ttw: Maßmann dabier 150.000 Mark italienischer ; Renten gestohlen hatten, sind in der j Nähe von Paris verhaftet worden und in Zolge von Äusileserungsveryanot'ungen nach Hamburg unterwegs. ' V?rsNk,erkskZN 5)oNtt. Gieben. Dieser Tage wurde hier ein sich als Reisender der Baufirma Holzmänn in Frankfurt ausgebender Mann Nam:ns Debus verhaftet. Derselbe versuchte bei hiesigen Banken gefälschte Wechsel zu Geld zu machen. Der Verhaftete ist geständig. Letzthin fand zwischen Offizieren der Garnison auf einem Walowege, etwa 20 Minuten von de: Stadt, ein Pistolenduell statt. Einer der Gegner wurde leicht verwundet und kam in das Lazareih. Ein Streit im Osfizierskasiao soll den Zweikampf hervorgerufen haben. Kastel. Dem hiesigen Kranken-haus-Verein wurden von einem Ungenannten zur Erinnerung an ein Familienereigniß durch die Post als Weih-nachtZ-Geschenk 5000 Mark zugesendet. Der Verein verfügt jetzt über 34.000 Mark. ' Mainz. Einem hiesigen Ge schaftsmann. der alljäbrlich großeMassen von Maiblumen (getriebene) zur Weihnachtszeit nach Frankreich sendet, wurde diesmal aufgegeben, bei jeder Sendung ein Attest 'beizubringen, daß die Maiblumen keine Rebläuse enthalten. Mehr kann man doch schließlich nicht verlangen. In Finthen wurden zwei Männer verhaftet, die' beschuldigt sind, den vor etwa einem Jahre bei Bodenb:im erschossen aufgefundenen Förster Eschhorn ermordet zu haben. Zlrsvitt? SiNewiS'Lolstekn. F l e n s b u r g. Auf Anregung des Dr. Neidhardt hat sich eine Aktien-Ge-sellschaft mit 100.000 Mark Grundkapital mit dem Sitz Hambura-Altona aebildet, deren Bestreben es sein wird, Heiligenhafen zu einein angesehenen deutschen Kur- und Seebadeort zu machen. Kalte nkirchen. Als in der Schmuckschen Wirthschaft zu Kisdors tm Tanzvergnugen des Klubs Frohsinn" abgehalten wurde, versuchten verschiedene Knechte aus Henstadt, sich einzudrängen. Als sie zweimal zurückgewiesen waren, wurden sie so erbost, daß sie eine Schlägerei in Scene letzten. Ein bei dem Hufner Ahrens in Kisdorf dienende? ostpreußischerKnecht brach während des Kampfes unter den Messerstichen der Gegner blutend und besinnungslos zusammen. Dem Bedauernswertten war eine große Menge von Stichen in die Brust und die Arme beigebracht die seinen Tod herbeiführten. ' Neustadt. Die Fahrpost wurde in der Nähe Logebergs bei Neustadt überfallen; doch kam der Postillon mit dem Verlust des Mantelkragens davon. Der Knecht des Müllers Hansen aus Neustadt wurde bei den Gnissauer Tannen von zwei 'Strolchen angesallen: einer fiel den Pferden in die Züael. der andere griff den Fuhrmann an. Di: Pferd: schüttelten indeß den Angreifer. ab und der.Knech! hieb den anderen über den Kopf, so daß er von ihm loslassen mußte. ' Alkeinhsalk. W e r n v e r g. Der Bauer Herold in Oberköblitz, der mit seinem Vater in Streit lebte, hat sich, als das Ergebniß einer amtlichen Grundstück-Vermessung zu seinen Ungunsten ausfiel, mit einer Axt vor die Stirne geschlagen und fiel blutüberströmt zu Boden. Der des Weges kommende Fturwächter Selch von Oberköblitz wollte schnell ftilse holen, lief behufs Abkürzung des Weges über die erst seit zwei Tagen zugefrorene Naab, brach im Eise ein und ertrank. Der hilfebereite Mann, hinterläßt drei kleine Kinder.

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bekannt auf der ganzen Erde, als

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Rheuntaliinu Neuralgie, Nückcnfihmcrzcn, Verstattchnngen,

VcrsiauchunZkn, Verrenkungen, Frostbeulen, Hüftenfchmerzen, Quetschungen, Zahn-

schmerzen, Brandwunden,

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Kaiserslautern. Der 36 Jahre alte Bader und Barbier Peter Simon wurde, nachdem er eben einen Kunden auf der Salingsmühle rasirt hatte und auf die Straße gelanat war, von einem Herzschlage betroffen und war sofort todt. L a n d st u h l. Der Musiker Ludwig Gehm von Miesenbach schlug dem 26Iahre alten Musiker Philipp Christmann derart mit einem Prügel auf den Kopf, daß der Tod eintrat. Gebm. welcher erst 18 Jahre alt ist. wurde in Landstuhl verhaftet. Zweibrücken. Die 20 Jahre alte Dienstmagd Elisabetha Jene von St. Jngbert wurde des Verbrechens des Kindesmordes unterAnnahme mildernder Umstände schuldig erkannt und vom Gerichtshöfe zu 3 Jähren Gefängniß verurtheilt. Gaevxi. München. Laut des neuen Münchner Adreßbuchs befinden sich in München 2410 Bierwirthschaften und 2350 Vereine. A s ch a f f e n.b u r g. UnlereStadtgemeinde beabsichtigt, für den Erbauer des Pompejanums dahier. fiönn Ludwig I., in der Mitte zwischen der Frie-drich-und Weißenburger-Strake einen Monumentalbrunnen zu errickten. Auf den Brunnen soll die überlebensgroße Statue des Königs in Erz zu stehen kommen und zu dessen Füßen wird eine Nachbildung des Pompejanums angebracht. H a i m b a ch. Letzthin kam der in den 30:r Jahren stehende verheiratete Brenner Keindl von Dengling in der biesigkn Scheid'schen Brenn:r:i beim Schmieren der Maschine der TransMission zu nahe, wurde von derselben erfaßt und derart zu Boden aeschleu dert. daß die Gehirnmasse herausspritzte und der Tod des Verunglücklen sofort eintrat. Keindl hinterläßt eine Frau und drei Kinder. L i ch t e n f e l s. Auf dem hieben Postamt war ein Geldbrief mit 1050 Mark verschwunden. Der Dieb ist in der Person des Postgehilfen Richter ermittelt worden. Nichter befindet sich in Haft. Nürnberg. Der erst: Bürgermeiste? Schuh wurde einstimmia auf Lebensdauer gewählt. Ein Familicndrama hat sich am WeihnachtZabend in der Familie eines hiesigen Kaufmannes abgespielt. Wegen Familienverüältnisse kam es zwischen Mann und Frau zu einem ortwechsei. Der Mann ging in's WirthsHaus und bei seiner Nachhausekunft war die Frau sammt ihrem dreiviertel Jahre alten Kinde fort. Auf dem Tische lag ein Zettel, auf welchem stand, man werde die Frau sammt dem Kinde im Dutzendteich finden. Richtig wurden die Leichen der Beiden, aneinander gebunden, im Teiche gefunden. Pappenheim. Von der Strafkammer des k. Landgerichts Eichstät! wurde der de? fortgesetzten Vesckädigung der hiesigen gemeindlichen Obst-7viUM-Anlaq:n angeschuldigte Buchbalter Josef Eieis aus Driöurg, nachdem er mehrerer d'-ser Frevel aejiondig war, zu 8 1-2 Monaten Eefangntg verurtheilt. R 0 f e n h e i m. Die verdorbene Vrivailere Frl. Fanny Mayr hat dem hiesigen Waisenhaus 10.000 Mark dermacht. ZZ?üritonTvers. Stuttgart. In dem Kräherwald wurde ein seit mehreren Tagen vermißter hiesiger Wirth erhängt ausgefunden. Der Unglückliche scheint die That in einem Augenblick geistiger Verwirrung ausgeführt zu haben. B i b e r a ch. Nach einem Beschluß des Festausschusses wird das nächstjäh rige Liederfest des Schwäbischen Sängerbundes am 21. und 22. Juli abgehalten. E h i n g e n. In Moosbeuren, hiesigen Oberamts, zerstörte eine Feuersbrunst Wohnhaus . und Scheuer des Käsers Johann Bapt.. Schlaußer, sowie das Wohnhaus des AloiZ Ratter. Ludwigsburg. Der 65 Jahre alte Bauer Jakob Großhaupt in Oßweil legte sich neulich Mittags vollständig angekleidet Äett. nachdem er vorher seine Wou,?tcng abgeschlossen und ein Häuflein alter Lumpen mitten in seiner Stube aufgebreitet und angezündet hatte. Der dadurch verursachte Qualm und Rauch hatte den Erstickungstod des alten Mannes zur Folge. M a r s ch a l k e n z i m m e r n. Die Wittwe des Schultheißen Bischer dahier wurde in dem etwa 3 Meter tiefn Schloßbrunnen todt aufgefunden. .Mergentheim. Das Bierbrauer Saufler'fche Anwesen wurde im Auftrage des bischöflichen, Ordinariats von dem Superior des Klosters Sießen um den Preis von 50.000 .Mark angekauft. T e i n a ch. Eine große Freude ist den Teinacher Armen zu Weihnachten bereite! worden. Eine Frau in Eleveland, Ohio, welche letzten Sommer als Kurgast hier weihe, sandte der Gemeinde. 8000 Mark mit der Bestimmung, daß die Zinsen Halbjährlich an die Armen vertheilt werden. , Unterkirchberg. , B:im Fällen von Eichen wurde der GemeindePfleger Stolz von Buch von einem fallenden Stamm erschlagen. -Zimmermeiste? Fundel wurde ein Bein abgeschlagen und sein Sohn schwer verletzt. ,,,,,, .1 .. -' Sause Muqo'ö esi Havanna) gail,"

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