Indiana Tribüne, Volume 18, Number 122, Indianapolis, Marion County, 20 January 1895 — Page 5

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Qirlwer Brief:.

Von Wilhelm Kaufmann. Vrlin, 20. Dec. Vlsrnzrö hat dem jztzigenKalser. a!Z derszlb: noch ein ganz junger Nrinz ton, einmal gesagt: Si: werden, dereinst Ihr eigener NüchZkanzler sein." Damals tüzx Friedrich noch ein gesunder Mann und Älsmarck konnte nicht ahnen, dasz sich an ihm selb't einmal seine Voraussage erfüllen, daß er selb'! das erste Opfer der selb'!herrl'.chen Neigungen des späteren W'.lhelrn II. n?:iden würde. Und doch geschah es so. ViZmarck wurde entlassen unter Forrnen, welch: 'den alten Necken auf's Bitterste empören mußten. Dann kam Caprivi. welcher das schNZlerlgs Amt als Soldat übernahm gehorsam dem Kommando seines obersten Kriegsherrn Aber Caprivl war wenigstens e:n Mann von hervorragenden Geisteszaben. er verstand es. den Willen seines Herrn kraftooll und mit Talent im NeichZtaze zu vertreten. Vor einigen Wochen, wurde Caprivi plötzlich entlassen und zwar in. Unanaden. ganz wie dor.itzm Visinarck. obschon der Kaiser dem 'Kamzler Caprivi noch drei Tage vorher die deutlichsten Benxift kes Vertrauen aeaeben hatte. Und als Caprivis Nachfolger sind nun die Straßburaer in's Neichskanzlerpalais eingezogen, nämlich der Fürst Hohenlohe, ehemaliger Statthalter m den Ne:chslanden. als Kanzler und preußisch?? Ministerpräsident, sowieHerrn? vonKöller. ehemals Hohenlobe's rechte Hand im Elsaß, als preußischer Minister des Innern. Die beiden Herren muß man sich wie eine Firma denken, zu welcher der Seniorpartner den Namen beisteuert und die äußeren Ehren einheimst, der Juniorpartner aber die Arbeitsleistung stellen und die Prügel entgegennehmen soll. Herr von Köller i't der diriairende Geist der politischen Firma. welche gegenwärtig die Gelchlchte des Reichs besorgt, d. h. wenn man von einem dirigirenden Geiste überhaupt reden kann, angesichts der Thatsache, daß der Kaiser sein eigener vielchskanzler sein Will. Als Herr von Koller noch Mitglied des Reichstags war, da hatten die Berliner seinem Namen einen gottvollen Reim angehängt aber Herr von Koller, es wird ja immer döller", und zwar wegen der ebenso hochtrabenden, ls inhaltlosen Reden, welche Koller zu halten pflegte. Nach dem überaus traurigen Debüt des Herrn als Miniskr und Junior-Partner der Reichs kanzlerhrma sagten d.e Berliner Unter Herrn von Köller wird's natürlich döller. Der Volksroitz hat das Richtige aetrofnn. Denn es ist in der That sehr doll" geworden. Die neue Frrina führte sich im Reich-tag ein mit einem Attentate auf die Rechte der Volksöertretung. S:e verlangte, daß der Reichstaz seine Genehmigung ertheilen sollte. zur strafrechtlichen Verfolgung des Abgeordneten Liebknecht, welcher bekanntlich beim Kaiserhoch sitzen geblieben war. Natürlich wurde dieser Angriff vom Neich'tage zurückgewiesen und die neue Regierung dadurv aus Z empfindlichsfc blamirt, der Socialdemokratie aber zu einem riesigen Triumphe ver bolfen. Jet dürfen die socialistischen Vertreter, alle sechsundvierzig, getrost sitzen b!:ib:n. wenn wieder ein Hoch auf den Kaiser ausgebracht wird, sie brauchen nicht, wie es früher geschah. hinauszulaufen, wenn das Hoch steigen sollte. Die Bedrohung des Reichstags mit dem Staatsanwalt geschah von der Firma Hohenlohe-Köller natürlich im höheren Austrag des eig e n t l ich e n Reichskanzlers, d. h. tel Kaisers. Welche Ungeschicklichkeit nicht allein in dem Unternehmen selbst, als auch in dessen Ausführung, d. h. bei Kollers und Hohenlohes Reden zur Vertheidigung dieses ganz haltlosen und frecken Antrags! Sogar die sehr köniastreue Wortführerin der Nationalliberalen, die Kölnisch: Zeitung", erklärt, daß die Eonservativen es jedesmal mit der Angst bekommen, sobald sich Herr von Köller zum Worte meldet. Und das ist heutzutage der Reichsfanzler! allerdings nicht im wörtlich;n Sinne, denn Fürst Hohenlohe ist ja Reichskanzler. Aber auch da,Z ist nicht wörtlich zu nehmen, denn der Kaiser will ja sein eigener Kanzler sein. Die Sache stellt sich also in Wirklichkeit so dar: Der Kaiser ist der eigentliche Reichskanzler, der oberste Leiter und Dirigent der inneren und äußeren Politik Deutschlands, aber er versteckt sich binter dem 76jährigen GreiseHohenlohe, der aenzu so alt, aber nur halb so frisch ist, als es Bismarck zur Zeit seines Sturzes war. Aber Fürst H. deckt das Amt d.ur mit seinem stolzen Namen, die Arbeit kann er nicht leisten, und dafür hat er den Köller. Es ist ein: wundersame Dreifaltigkeit, aber es wäre 'tin doppelter Frevel, wenn man sich eines naheliegenden Bildes bedienen wollte, zumal von Geist in diesem Tii; umvirat auch nicht eine Spur zu ent decken ist. Man muß d-.thalö zu einem andern Bilde greifen, um die Sache zu veranschaulichen. In Deutschland eristirt das Institut der Sitzredakteure. Zum Eitzredakteur qualifizirt sich Je? der. der sitzen kann. Um nu.i den geistigen Leiter einer Zeitung und den Schreiber versüglicher Artikel vor Ungemach zu schützen, wird irgend ein Nobody", den man anständig für seine Zikfertiqkelt bezahlt, als verantwortzicher Redakteur genannt, M dieser lztzt geduldig v?e Strafen ab, welche die hohe Obrigkeit wegen zu freimüthiger Vertretung allgemeiner Interessen delretirt. Herr von Köller hak das Talcnt iu einem vorzüglichen Sitzndakieur. Er muß j:tzt Spießruthen in der sammtkn mui (hftiiTt ne lausen, aus. genommen in der konservativen Presse. Wer aber ist der Träaer des Kanz-

lertitcls, Seme Durchlauch! der Fürst Hobenlohe? Er ist nicht ein ?i-:,n(l ol(l man" von der Vismarck-Glad-stone'schen Sorte, sondern er ist ein Grandseigneur, oder noch besser gesagt, ein grand old good fellow" und in Straßburg war er gewiß amPlatze. Sein Statthaltergehalt von 180.000

Mark gab er dort redlich aus seine j Diners. Bälle und Feste aller Art. welche veranstaltet wurden, um den Eisässern mit dem Glanz: der kaiserlichen Herrlichkeit zu imponiren, d. b. denjenigen vornehmen r n. welche es nicht verschmähen, an der Prunktasel der Nrussiens- zu sitzen. Es war eigentlich eine Grausamkeit, diesen wackeren alten Herrn seine? Straßduraer Sinecure zu entreißen und ih., an die ezponirendste Stelle des Reiches zu stellen. Seine Programmrede bei ErÖffnung des Reichstages enthielt kein Programm, sondern außer Qerbeugunaen vor den Agrariern und den Elerilalen nur die Bitte, daß n-an ihm seine liberal: Vergangenheit nicht übel nehmen möge! Wie lange wird sich diese Reichskanzlersirma halten können? Bis über die im 'Reichstag drohenden Umsturzstürme hinaus? Und wer wird der ?!achfolger weiden? Wieder ein Sitzredakteur? Oder wird der Kaiser endlich einsehen, daß er nicht sein eigener Kanzler sein kann, weil er erstens nicht das 5)eug dazu bat, und weil er zweitens schwerlich die geeigneten Männer finden wird, welche die rein kaiserliche persönliche Politik mit Geschick vertreten können. Jedenfalls wird das monarchische Gefühl, welches in Deutschland schon recht stark erschüttert worden ist, durch die auf nahezu zwei Mill. Stimmen gewachsene Socialdemokratie, durchaus nickt bestärkt durch das offen zur Schau getragene Bestreben des Kaisers. sein eigener Kanzler sein zu wollen". Für jede Dummheit, welche der neue und der neueste Cours beganaen haben, für jede Taktlosigkeit, jeden Minerfolg, wird jetzt dem Kaiser die Urheberschaft zugeschoben. Den preuklschen Ministern sowohl, als dem Kanzler und den Staatssekretären des Reiches wird jede selbstständige Hand lung abgesprochen, sie gelten im Volke nur als willenlose Werkzeuge des Monarchen. Die Au mssung ist ln weite Kreise gedrungen, daß Alles, was ge schieht, auf allerhöchsten Befehl" geschehen ist. Und da nicht viel geschehen ist. was zu loben wäre, dagegen sehr viel, was als Fehlschlug empfunden wird, der Austausch Helgolands gegen Sansibar, die Vorlage des Volks'chulesetzes, der russische Handelsvertrag, m Verbindung mit der jetzt allerdings etwas gebändigten Redewuth des Kaisers. so ist der Kaiser das Ziel zahlloser Klatschereien und Angriffe auch Seitens seiner allergetreuesten Untertbanen geworden. Namentlich t in Süddeu'tschland die Mißstimmung sehr roß. Seit dem Regierungsantritt des Kaisers sind Nicht weniger als fünfzehn preußische Minister abgeschickt worden. Gerade in conservajiven Kreisen wird die rastlose Thätigkeit und das Tag für Tag hervortretende Eingreifen des Kaisers in die Regierunggeschäfte schmerzlich empfunden. Die Höslichkeitsbezeugunen des Kaisers gegen Frankreich mehren sich w auffallender Weise. Zuerst erfolgte die Begnadigung der beiden der Spionage überführten und in Glatz gesan gen gehaltenen französischen Officiere anläßlich der Ermordung von Carnot. Diese That konnte man als einen wirklichen Sympathiebeweis deuten und derselbe hat in Frankreich denn auch wirklich einige Anerkennung gefunden. Dann starb der alte Lesseps und fluzs übersandte der Kaiser dessen Wittwe ein Beileidstelegramm, in welchem der Verstorbene einer der größten Geister" und ein weltumfassendes Genie" genannt wurde. Nun war Lesseps weder das eine noch das andere. sondern er hatte die Ideen eines genialen Mannes sich zu eigen gemacht pne diese Ideen allerdings mit gewaltiger Energie beim Bau des SuezCanals durchgeführt. Lesseps war nur ein tollkühner Unternehmer, ein großartiger Organisator, und er war gleichzeitig einer der rücksichtslosesten Schurken. welche das Jahrhundert bervorgebracht hat. Es geht nicht an, Lesseps Antheilnahme an dem Panamaschmindel :ait der Bemerkung zu entschuld!gen, daß er selbst an die Durchführbarkcit des Projektes glaubte, die Betrüaeeien, zu denen sein Name als Ausbängeschild dienten, waren denn doch zu arg. Und dann starb der hochverdiente und ehrenhafte Präsident der französischen Kammer Bourdette, und sofort mußte Graf Münster bei der Pariser Regierung das tiefe Bcdalrern des deutschen Kaisers bekunoen. Diese wiederholten Veileidsäußerunaeu mächen ja 'dem Herzen des Kaisers alle EKre es ist anzunehmen, daß er über Lesseps falsch informirt war aber ob sie als politisch klug gelten können, ist eine ganz andere Frage. Die' Franzosen sind die eitelste Nation der Welt. Sie streichen solche Liebenswürdigkeiten gewiß fehr gern ein, aber sie haben dabei den Gedanken, der Kaiser, läuft unh nach. tyrtr sie erwidern diese Komplimente nicht nur in keinem Falle, sondern verwahren sich dagegen, daß sie mit Deutschland das Geringste zu thun Kaoen wollen. Wie wurde die Kaiserin Friedrich in Paris behandelt, welcher Sturm brach an der Seine 'au5. als fransosiZche Künstler in Deutschland c,us stellen wollten.ünd sogar derSchauspieler Antoine. welcher vor einigen Monaten in Berlin gastirte, hat die schlimmsten Anfeindungen vqn seinen Landsleusen erdulden müssen, Heute meldet die Vössifche Zeitung"- anläß. lich des Prozesses DreysuZ tn Paris Folgendes: Die Vorstellung, daß Frankreich von Svionen in deutschem Solde er-

füllt" ist, lebt unausrottbar in jedem Franzosen. Sie ist die fix: Idee, die ibn nie verläßt. So wie dieser Gegenstand in Betracht kommt, verliert der Franzose die Klarheit seines Urtheils, ja die Fähigkeit des einfachsten Fl'l--aerns. Wir haben es hier einfach niil einer geistigen Volkskrankheit zu thun, mit einer Massenform des Versal' gungswuhnsinns. Es gibt bochg:b:ldet: Fraazosen, die in Deutschland aelebt habl'n und die Stellung des Of-

f:c:erscoips oe: uns genau kenr.en überdies selbst einer' GesellschaftsklaZse angehören, die ihnen da Recht und die Möglichkeit gab, mit deutschen Ofncieren freundschaftlich zu verkehren. Solche Franzosen hören oder lesen, dc deutsche Garde-Stabsofkiciere jahnlang in Paris als Kasseehauslentc. als Schuster, als Licewirth: thät'.g waren, dann vor Ausbruch des 5kriees plötzlich verschwanden, um wenige Wochen später von ihren vor Verblüffuna starren ehemaligen Kunden als Obersten von deutschen Garderegirnentern. in prächtiger Uniform und mit reichem Ordensschmuck wiedererkannt .;u werden, und sie glauben diese Ausgeburt brüllenden Wahnsinns. Man sragt sie: Wie können Sie. der Sie mit deutschen Officieren befreundet sind, der Sie deutsche Officiere, deren Ehrbegriffe, deren Lcbensaewohnheiten kennen, eine solche Geschichte glauben?" Man erhält die Antwort: Wenn es der Dienst erfordert. thut der deutsche Osficier alles.Man fragt weiter: Und weshalb soll ein GaUeoberst jahrelang in Paris Kellner sein?" Natürlich um zu spioairen." Was soll er aber in inem Kaffeehause ausspioniren, wäbrend er Absynth und Kaffee aufträgt?" Man überwacht die Unterhaltung der Gäste und erfährt sehr viel Nützliches." Und der gebildete, in allen andereri Fragen scharf und treffend urtheilende Mann bleibt felsenfest bei seiner Ueber Zeugung. Es hilst nichts. Gründe anführen oder beweisen zu wollen. Wei einige Erfahrung hat, der wird 'es einfach vermeiden, mit einem Franzoser den Gegenstand des Cpionirens im Gespräche zu berühren." Die Antisemiten haben wirklich Pech mit ihren Führern und Vertretern. Es scheint, daß sich eine große Anzahl Abenteurer und schiffbrüchig gewordene Existenzen dieser Bewegung angeschlossen haben. Ihr Hauptschreier Ahlwardt ist ein Mensch von geradezu haarsträubender Einfältigkeit und dabei von einer Frechheit, welche Alles übertrifft, was die Antisemiten in dieser Beziehung von den Juden behaupten. Ein anderer großer" Mhrer. der namentlich Hessen antisemitir revoltirt hat. wird jetzt van den Oraanen seiner Partei abgeschüttelt, er hat eine Menge schmutziger Wechselgeschäfte aemacht und seinen Freunden große Verluste bereitet, ein dritter antisemitischer Abgeordneter.Leiß in Hannover, ist soeben wegen Meincids. begangen, um ein schamloses Verhältniß und den gräulichsten Vertrauensbruch zu derdecken, zu drei Jahren Zuchthaus verurtbeilt. Von den beiden profesnonellen Judenhctzern Ciman und Cohen in Dresden konnte ich bei früherer Gelegenheit eine Geschichte erzählen uno die Liste ließe sich noch bedeutend vervollständigen. Die Juden können sich dazu gratuliren, daß so viele Gesinnungslumpen und charakterlose Subsekte in der Bewegung gegen sie sich bemerkbar machen. Die Bewegung selbst ist durchaus nicht schwach und würde in der Hand ehrenhafter und charaktervoller Führer durchaus ernsthaft zu nehmen sein. Aber welcher ehrenbafte Mann kann sich an der Schwelle des zwanzigsten Jahrhunderts dazu herzeben. den Juden die Bürgerrechte ahsprechen zu wollen? Mit der Auswanderung aus dem deutschen Reich geht es in Folge der schlechten Zeiten in Amerika ganz gewaltig rückwärts. Im dritten Viertelfahre 1804 verließen nur 9862 Deutfche die Heimath gegen 24.334 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Ganzen sind in den drei Vierteln dieses Jahres 31.102 Deutsche ausgewandert egen 92,756 in demselben Zeitraum des Jahres 1892. Die sehr bemerkenswerthe Thatsache, daß Süddeutschland nur noch einen ganz geringen Bruchtheil der Auswanderer stellt, dauert fort. Das Königreich Württemberg schickte in den letzten drei Quartalen nur 1927 Auswanderer,' Baden nur. 1069. Die Provinz Hannover stellt mehr ' als alle süddeutschen Staaten (mit Ausnahme Baierns) und weit mehr, als das fast dreimal so volkreiche Vaiqn, Diese Bewegung dauert nun schon seit 15 bis 20 Jahren an und d ;c Folge muß sein, daß die Süddeutschen in den Ver. Staaten von dem plattdeutschen Elemente schon ganz bedeutend überflügelt worden sind. m m Stammtisch.Ulk. Wenn der Ner,faft durch die Kehle ;'mnt. macht er auch gleichzeitig die Zunge geschmeidig, und wo munt're Reden ihn begleiten, da fließt manch Tropfen eilend fort!" Wein und Heiterkeit ist nun einmal unertrnnh. So dachte auch die 5ln?lpcünde im Silbernen, Hjlm?., wo, man sich just Sanni beschäftigte, allerlei harmlose,' leine'Scherze auszubrüten. Man, frajgerade dabei, ein großes KMlt.reiber, auf Worte yMstctten, fcje voy vorn, M VHN bintm' gelesen, gleichklingcn. ,,Anar begann der. Tomainensekre rUnd Ctto geben ein Paar!" scherzte der Apotheker weitcr. Bitte Sie, Herr Nachbar!" Der Inspektor xSZpzrie stch: Nichts, leichter ass das: Anna und tto schlie ßen al'o eine l.be!"

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