Indiana Tribüne, Volume 18, Number 121, Indianapolis, Marion County, 19 January 1895 — Page 2

Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und EonntagS.

Die tSzliche .Tribüne- kostet durch den TrSger 12 Cent? per Woche, die SonntagS.Tribüne" 5 Gent per Woche. Leide zusamme 15 llentS der vZ CentS per lsnat. Per Post außerhalb der Stadt geschickt in Vorausbezahlung V per Jahr. sfUi 18 Süd Sllabama Straße. SdiaapoUö, 2ud., 19 Januar ILSö. Sie neuen Büngnisse. Der sogenannte neue Ausblick in der cusÄrtigen Politik erfährt in den Jav.uai Nummern der Monatsschriften vielfach: Beleuchtung. In der New Review- meldet sich Emil Ollivier mit einer Liebeserklärung an England. Er will durchaus die Legende zerstören, als herrsche in Frankreich eine tiefgewurzelte Abneigung gegen. England. In seiner Juaend. 1840, sei dies eininal der Fall gewesen, aber seit dem Krimkriege wäre davon keine Spur mehr vorhanden. Allerdings lasse sich nicht abstreiten, , dab die Franzosen durch die englische Besetzung Egyptens verstimmt seien? aber erstens sei es Frankreichs eigene Schuld, wenn England allein in Kairo sifee: weil Frank reich infolge der Umtriebe Gambetta's akgen Frehcinet eZ verschmäht habe, mit England zusammen vor Alexandrien vorzugehen; und zweitens sei England ine ehrenwerthe Nation, die ihr Wort halten und Egypten mit der Zeit räu-. men werde.' Außerdem habe. England ' ilch in der madagassischen Frage sehr zuvorkommend gezeigt. Ein Krieg. zwischen Frankreich und England sei daher fast undenkbar, wenn auch sonst gerechtfertigte Kriege (Ollivier meint damit offenbar 'einen Krieg gegen Deutschland) von der Vorsehung gut geheißen würden. An de französischeu Nationaljubel über die russische Freundschaft dürfeEngland keinen Anstoß nehmen; es liege, darin nur eine Entschädigung für die vielen Bitternisse, die Frankreich seit 1870 durchgekostet. Die Sieger, statt sich mit ihren Lorbeeren zu begnügen, hätten dazu noch beständige Demüthigungen gefügt; keine Demüthigung aber habe.dieJranzosen tiefe? berührt, als jene, da der deutsche Kaiser den arglosen italienischen Kronprinzen, dessen Vater und Großvater mit den Franzosen auf dem Schlachtfelde von Solferino fochten, in seinem Gefolge über das Schlachtfeld von Metz geleitete. Wenn darauf der Zar, gleicbsam um Frankreich für diese Undankbarkeit zu trösten, ihm sein? Matrosen nach Toulon sandte, so sei der Jubel darüber in Frankreich doch sehr verständlich, und England brauche sich darüber nicht zu beunruhigen. Dagegen würde eine unüberbrückbare Kluft zwischen den beiden Ländern entstehen, wenn England durch seinen Beitritt zum Dreibund? den Siegern ihre Eroberungen gewährleistete. Wichtiger und gehaltvoller ist ein Artikel über das Gerede von den 'neuen Bündnissen" aus der Feder Frederick Greenwood's, dessen Beziehungen AU den leitenden Staatsmännern be sannt sind. Greenwood gibt den völligen Umschwung in den europäischen Machtstellungen zu; nur sei dieser nicht etwa während der Krankheit und beim Tode des Zaren erfolgt, sondern sei schon älteren Datums. Die Ursache dafür erblickt er in der wachsenden Schwäche des Dreibundes, in der zu nehmenden Ueberlegenheit Rußlands, in den Charakter Eigenthümlichkeiten des deutschen Kaisers und schließlich in der Abneigung Esglands gegen jedes förmliche Bündniß. Den Hauptnach druck aber legt Greenwood auf die Charakter - Eigenthümlichkeiten des Kaisers, dem er anscheinend die ganze Verantwortlichkeit für den' jetzigen angeblich bedenklichen Zustand der Dinge in die Schuhe schiebt. Die Lage Deutschlands selbst habe sich während der sieben Jahre seiner Herrschaft ver schlechter!; die deutschen Staaten schienen weniger geeinigt als zuvor; selbst die Fürsten seien unzufrieden, und dazu noch hätten Rußland und Frankreich sich allmäliz, vom militärischen Standpunkte aus, -zur Ebenbürtigkeit mit Deutschland erhoben. Im vorigen Sommer nun, so läßt Greenwood einfließen, sah der Kaiser sich veranlaßt, sich nach neuen Bundesgenossen umzusehen und Frankreich sowohl wie Rußland freundschaftlich entgegen zu fern men. Der Kaiser selbst also hing thatsächlich daZ alte Verhältniß zu dem Dreibunde und zu England an den Nagel; kein Wunder daher, wenn Lord Rosebery sich beeilte, der dadurch drohenden Coalition gegen England zuvorzukommen. . Greenwood ist also d:r Meinung, daß die sogenannte Sen dung des Prinzen von Wales mit der Sache nichts weiter zu thun habe, als gleichsam das Siegel unter vorherig: Verhandlungen zu setzen. Im Grunde eber hält er das neue Einderständniß mit Rußland lediglich für einen Meinungsaustausch, der. in dem Wunsche nach besseren Beziehungen gipfelt; und alles. waS darüber hinausginge, würde jeden weisen Engländer mit Besorgniß erfüllen: und mit Recht warnt er England, sich nicht auf eine solche Abmachung einzulassen, sonst werde es in Zukunft mit Bedauern erkennen, daß seine sichersten Freunde die drei Rationen waren, die es vergeblich baten, dem Dreibünde beizutreten. Zum Schluß sei noch des Artikels eines Diplomaten üb die armenisch: Frag Erwähnung gethan. Der Diplomat streitet dieser Frage jeden reli- , giösen Charakter ab, wenn auch die armenischen Vereine in Rußland und England sich noch so sehr bemühten, ihr diesen Charakter zu verleihen, weil dies das einzige Mittel sei. das christliche Europa gegen die Türken in den Harnisch zu dringen. Der Christ gerieft: nirgendwo auf der Welt ine (o uneingeschränkte religiöse Freiheit, wie !n der Türkei. Die Wurzel des Uebels lieae ausschließlich in der mangelhaften ZZerwaltuna. und darunter leide de?.

türkische Bauer ebenso' sehr wie der armenische. Aus Armenien eine autonome Provinz zu machen, sei unmög lich. weil nirgendwo die Armenier die Mehrzahl der Bevölkerung bildeten. Das einzige übrig bleibende Mittel bestehe darin, den Sultan einfach zur Besserung seiner Verwaltung zu zwingen; zu diesem Zwecke rath der Diplomat der englischen Regierung, die freie Durchfahrt durch den Bosporus und die Dardanellen zu befürworten. Erst wenn russische und englische Kriegsschiffe ihreScheinwerser auf die Schlafzimmerfenste? des Sternen Kiosks richteten, würde der Sultan zur Erkenntniß kommen, daß die Mächte nöthigenfalls ihn zwingen könnten, sein eigenes Haus in Stand zu setzen. Ter HypnotlöMuS vor Gericht.

Nicht nur von dem großen Publikum. sondern auch von Männern der Wissenschaft ist der Strafproceß gegen den Sprachlehrer, Maznetiseur und Hypnotiseur- Lubicz Czynski, welcher, wie das Kabel gemeldet hat, vom Schwurgericht in München zu drei Jahren Zuchthaus und. fünf Jahren Ehrverlust verurteilt worden ist, mit großem Interesse verfolgt worden. Bevor wir auf die den Berichten aus München entnommenen Einzelheit.'n kingehzn. möchten wir zum besseren Verständniß unserer Lcser vorauöschi cken. dab der Hauptpunkt der Anklage dahin ging. Czynski habe der 33 Jahre clten Baronin v. Zedlitz durch posthypnotische Suggestion vm hypnotischen Schlafe eine unwiderstehliche Liebe bei" gebracht, welche es ihm ermöglichte, in intimste Beziehungen zu ihr zu treten, und habe ihr, da sie selbst in Abrede stellt, von Czyns.ki hypnotisirt worden zu sein, in der Hypnose zugleich die Errnnerung an diese su? immer durch Suggestion genommen. Der Thatbestand ist folgender: Czynski ist ein Russe von Geburt; früher besaß er im Wilna' schen Gouvernement ansehnliche Besitzungen, die er durch Hazardspiel verlor. Vor fünf Jahren heirathete er eine reiche Jüdin, verschwand aber bald nach der Hochzeit mit dem größten Theil ihres Geldes, das er mit Dirnen verpraßte. Dann erst entdeckte er seine hypnotische Begabung und nachdem er im Jahre 1892 in Posen hypnotische Vorträge gehalten hatte, wurde er wegen ScHvindeleien aus dem preußischen Landesgebiet verwiesen. Darauf tauchte er in Dresden auf. Auch hier hielt er wieder Vorträge über Magnetismus und Hypnotismus u. s. w., jedoch ohne Versuche, da ihm die Erlaubniß hierzu versagt worden war. Gleichzeitig übte er .als Hypnotiseur Praxis aus und wußte sich durch Wahrsagen Geld zu verdienen. Zu seinen Kunden zählte die auf ihren Gütern in Luga bei Dresden weilende Baronin Hedwtg von Zedlitz. eine sehr vermögende und strengreligiöse Dame, welche den Czynski wegen ihres Ma-aen-und ' Kopsleidens consultirte. Diese Dame behandelte Czynski durch Auflegen der Hände auf Kopf und Magen, gleichzeitig verabreichte er. ihr Arz neimittel. Eines schönen Tages wurde die Baronin durch das Geständniß Czynskis, 'daß er sterblich in sie verliebt sei, überrascht. Trotz dieser Ueberraschung erwiederte 'die Baronin, daß auch sie Liebe zu ihm hege. Von da ab wurde die ärztliche Behandlung eingestellt, gleichwohl aber die Besuche bei Czynski fortgesetzt. Czynski setzte die Werbung um die Hand der Baronin sort. uid alsbald wurde die Verlobung gefeiert, auf Wunsch Czynski, der po Mische" Rücksichten geltend machte, indessen gehenn gehalten. Nun suchte Czynski die Trennung seiner ersten Ehe herbeizuführen, es gelang ihm ab.'r nur, die Scheidung von Tisch und Bett durchzusetzen. Der Verkehr zwi schen Cyznski und der Baronin v. Zedlitz wurde inzwischen immer reger und im Monat December auch sehr intim. Es wurde inzwischen auch nicht verabsäumt, die Heirath zu betreiben. Aber auch diese sollte geheim gehalten werden, ebenfalls aus politischen Rllcksich!en, 'denn er, erzählte Czynski der in ihn verliebten Baronin, sei. der .letzte Sprosse einer fürstlich lithauischen Familie. Ende Januar 1894 begab sich das Pärchen in die Schweiz, und zwar die Baronin Zedlitz nach der Waid be! St. Gallen, während Czynski in St. Gallen selbst Aufenthalt nahm. Hier nun wurde verabredet, die Hochzeit anfangs Februar in München zu halten. Czynski war, um eine zweite Heirath eingehen zu können, vom KatholiziSmuS zum Protestantismus übzretreten. Vor der Hand war e ihm indessen, ehe er die endgiltige Trennung seiner ersten Ehe dem Pande nach heroeiführen konnte, darum zu thun, eine Scheintrauuna vorzunehmen, um die Baronin an sich zu ketten, bis er .die Trennung durchgesetzt hatte. Er tnch l.'te daher,' eim: Persönlichkeit zu finden, welche sich zu btz Rolle eines Geistlichen verstehe und die Trauung vornehme. Czynski fuhr daher in den ersten Tagen 'des Februar nach Wien. In Wien traf er den Agenten und Privatier StaniSlauS Wartalski, dem er seinen Plan mittheilte Er ersuchte ihn, eine Scheintrauung vorzunehmen, und eS gelang ihm, den Wartalski. nachdem er ihm eisten guten Posten auf den Gütern seiner zukünftigen Frau in Aussicht gestellt hatte, zu überreden. Czynski fuhr hierauf nach München, "woselbst die Baronin Zedlitz in Begleitung ihrer Gesellschaftsdame, Frau Elise Rudolf, am 6. Februar einge troffen war und mit ihrem Bräutigam im Hotel Europäischer Hof" Wohnung nahm. ;. Am 7. Februar wurde Wartalski von Wien nach München ge rufen.- Am Morgen des 8. Februar stellte Czynski den WartalZki sowohl der Baronin als auch deren Gesellschaftdame Rudolf und dem Herrn Hofjuwelier Paul Merk als Dr. theol. Sim. Werthemann vor. Die Trauuna wurde in einem Zimmer des genannten Hotels vollzogen. Auf einem Tische stand zwischen zwei Armleuchtern ein Kruzifir, außerdem lag auf demselben eine Bibel. Als T'raiueu-

uen Hatten stet) ZZrau Rudolf. Herr Hofjuwelier Merk und die Kammerjungser :r Baronin eingefunden. Wartalski erschien in einem von Czynski besorgten geistlichen Ornat. Er hielt an die vor ihm knieenden Brautleute eine Ansprache, stellte die

. üblichen Fragen an sie, welche mit 3a" i beantwortet wurden, stntte ihnen die Trauringe an, erklärte sie für ehelich : verbunden und ertheilte ihnen sodann jden priesterlichen Segen. Ueber voll'zogenen Trauakt wurde eine Urkunde errichtet, von den Brautleuten und den Zeugen unterschrieben und mit einem 'Stempel versehen. Auf die Trauung j folgte ein Frühstück, während dessen i der Pastor- Dr. theol. Werthemann. richtig Wartalski, auf den Herzog" und die Herzogin" einHoch ausbrachte. ?l:n Verlaufe des Frühstücks erhielt Czynski ein Telegramm, welches, wie er der Baronin Zedlitz mittheilte, vom Minister Grafen Kalnoky abgesandt worden sei und in dem ihn dieser zu seiner Vermählung beglückwünschte. Der Schwindel wurde schließlich von dem Bruder der, Baronin, dem in BerIin in diplomatischen Diensten stehen den Baron Clemens v. Zedlitz entdeckt ? zur Anzeige gebracht und darauf gegen Czynski wegen Verbrechen wider die Sittlichkeit, Fälschung einer ausländischzn 'ösfentllchen Urkunde. Anstiftung zu einem Vergehen wider die öffentliche Ordnunq und unbefugte Anmaßung eines Titels und Adelsprädicats Anklage erhoben. ' Die Geschworen: waren nicht der Ansicht, daß Czynski sich die Baronin durch Hypnose gefügig gemacht . hatte, und die Verurtheilüng erfolgte nur wegen Jnscenirung der-Trauungsko-mödie. Bon wissenschaftlicher Seite wurde zwar die Vergewaltigung mitt:!st Hypnose drei Sachverstandige j gegen zwei behauptet, aber ein Geschworener gab nach der Verhandlung die folgende Erklärung ab: Was wir da gehört haben.ift 'der Gang von Hunderten und Hundertrausenden von Liebesverhältnissen." Geneigtheit hier. Geneiatheit da! Ein Bischen sentimentale Ueberschwänglichkeit im Ausdruck, die wir aus Lyrik und sittsamer Literatur erlernt haben. Wohin kämen wir, wenn 'die hypnotischen Sachverständigen Recht behalten sollen? Wenn man einmal einem empfind samen, Mädchen schmeichelnd über Haar und Gesicht streichelt, ihm ein paar Kosenamen sagt und dann ein Sachverständiger uns vor Gericht anklagt, wir hätten das Mädchen gewaltsam in den 'Zustand der Unfreiheit gesetzt: Wer wäre da t seiner Freiheit noch sicher. Es hat arg; Consequenzen in Anklage und in S5lbstentschuldigung mit einem solchen Vorgang vor Gericht zu treten und es gibt viele dernünftige Leute.die in diesen Tagen sagten: Wie kann man eine solch: Anklage erheben. Wenn nun eine solche Anklage lediglich vor den juristischen Richter käme und der Angeklagte nicht das nöthige Gegengewicht an Sachverständigen hätte? Bei der formalistischen Art unserer heutigen Rechtsprechung eröffnen sich da Gefahren, die man am Ende des 19. Jahrhunderts nicht sollte befürchten müssen. Noch eine Frage. Wäre diese? ganzeHypnotisirungsproceß gemacht worden,w:nn Czynski ein Nähmädel oder eine Ladnerin verführt hätte? Und im vorliegenden Fall kann man nicht einmal von einer eigentlichen Verführung reden." . Der Wiener Psychiater Dr. Wagner v. Jauregg hat sich über den Fall in folaender Weise ausgesprochen: Es ist unbestrittene Thatsache, daß gewisse Leute nach der Hypnose Befehle, die ihnen von Hypnotiseur suggerirt wurden, ausführen köniun. Allein grade für diese posthypnotische Suggestion, ist es sicher, 'daß die Medien keineswegs ganz widerstandslos sind. Sie behalten im gewissen Sinne ihren Willen und leisten Zumuthungen, die ihrem Ideenaanae diametral entgegen sink, wirksamen Widerstand. Es ist also möglich, einem hypnotisirten Medium zu sugg:riren, daß es nach der Hypnose zu einer bestimmten Stunde an einem bestimmten Orte erscheinen soll. Allein dZ zu erreichen, ist unmöglich, wenn das betreffende Individuum nicht selbst willens ist, den Weg zu thun. Von einer unwiderstehlichen Suggestion im posthypnotischen Zustande, wie sie die Münchener. Anklage behauptete, kann überhaupt nicht die Rede sein. Auf m vorliegenden Fall angewendet, hätte Czynski all: hypnotische und sugzerirende Kraft nichts genützt, wenn H.',dwiz v. Jdlitz nicht von vornherein ihm ihre Reiaung zu?v:nd:t hätte. E?a schwaches Weib ist nicht nothwendig ein schlechtes. Es bedürfte nicht erst d?r posthypnotlschen Suggestion, um die adeliqe Dame in di:sem traurigen Falle demCharlatan gefügig zu machen. Nach dem. was man von ihr hört, nar sie ein WeÄ.. das ?ch dem Manne, der ihr von Licbe. sprach, dem ersten, wenn auch nicht dem besten, in die Arme warf. Das hätte sie auch ohne die hypnotifchen Einwirkungen gethan. Wenn also die Anklage annimmt, daß Czynski der Freiin v. Zedlitz die unwidersteh-, liche Liebe" suggerirt habe, so mag dieö erniaermaßen zur Rettung des schwergekränkten Äd.'lsnamens beitragen, nicht aber, um einen Czynski nach dem Gesetze zu verurteilen. Ist es einerseits klar, daß es für die Liebe der-hoch-geborenen Hedwig zu dem unwürdigen Czynski nicht erst der Suggestion bedurfte, so ist es' anderseits möglich, die Erinnerung an eine stattgehabte Hypnose durch' Suggestion zu benehmen." resen .ür Strohheizung. Ein Fachölatt für Eisenwaaren-Jn-dustrie preist eine Gattung Oefen, die bereits in Nord- und Süd-Dakota ziemlich viele Liebhaber gefunden ha ben,' als eine große Wohlthat für alle Gegenden unseres weiten Westens, wo das Heizunsmaterial sehr spärlich vertreten ist, und eine grimmige Kälte regelmäß 'große Noth verursacht.- -Diese-neuen-Oefen, die übrigens je der Klempner nach Vorschrift herstellen I kann, erfordern lein anderes Heizmate-

rial, als Stroh oder Heu; so lange es also wenigstens daran noch nicht fehlt, würden sie es ermöglichen, der Kälte Trotz zu bieten, ohne daß die kleinen Leute hohe Preise für Kohlen zu zahlen brauchten. Die Oefen sind folgenderart beschaf fen: Der Haupttheil ist eine Trommel aus Eisen- oder Ofenröhren-Blech, zwei Fuß im Durchmesser und vier Fuß oder darüber hoch. Diese steht auf einem Gestell, welches ganz kunstlos, einfach und billig sein kann, aber eine Bedeckung von Eisenblech haben muß, mit einem aufwärts gehenden Rande, welch:r genügt, die Trommel in ihrer Stellung zu erhalten. Die Beine unten sind aus Reifen-Eisen und angenietet. Nach oben ist der Ofen kegelgestaltiz und läuft in eine Ofenröhre ein. und zwar gerade genug fest schließend, um den sicheren Abgang des aufsteigenden Rauches zu ermöglichen, aber nicht zu fest, daß die Trommel bequem weggenommen werden kann, wenn sie geleert und neu gefüllt wird. Durch ein Loch mit einem Schiebthürchen, am unteren Theil der Trommel, kann der Zug geregelt werden. Diese Trommel wird nun mit Stroh, Heu oder irgend einem ähnlichen Stoff g'füllt. und das Feuer wird ganz oben angemacht. Eine einzige Füllung reicht gewöhnlich etwa 6 Stunden. Die ganze Vorrichtung kommt, wie au dem Gesagten zu erkennen ist, sehr wohlfeil, und ihrer allqemeinsten Einführung stebt nickts im Weg. Bis jetzt hat man nur Aeußerungen derBefriedigung über diesen Ofen gehört. VluS dem Soldlande.

Das neueste Eldorado, dasZiel zahlloser Glücksjäger und verkrachter Existenzen, ein Feld härtester Arbeit und meist bitterster Enttäuschung ist die jüngste (aber bei Weitem größte) der australischen Colonien, Westaustralien. Die Goldfunde mehren sich fortdauernd und sind meist von einer Ergiebigkeit, wie bisher sonst nirgends auf der Erde; es werden Nuggets" (Goldklumpen) aefunden, - die bis 90 Procent reinen Goldes enthalten, und einige Glückliche sind über Nacht zu steinreichen Leuten aeworden. Während die jährliche Goldausbeute der Colonieen in 1893 sich noch auf 120.000 Unzen belief. wurden bereits im erstenHalbjahr 1894 über 150.000 Unzen gewonnen; im zweiten wird es das doppelte übersteiaen. Die Bevölkerung wuchs in weniaen Monaten von 61.000 auf 80.000 toei Drittel davon sind männlich), die Staatseinnahmen stiegen in dem einen Jahre von 1893 zu 94 in Australien beginnt das EtatsZahr am 1. Juli von 5.7 Mill. auf 7.1 Mill. Pfund Sterling. Unter den Goldgräbern befindet sich eine ziemlich große Anzahl Deutscher. Einer derselben langte in diesen Tagen in Vrisbane (Queensland) an, nachdem er bereits seit acht Monaten als todt gegolten, und entwarf von seinen Mühen und Erfahrun gen ein gar anschauliches Bild: Vor nahezu anderthalb Jahren kam ich nach Westaustralien und kehre heut ärmer zurück, als ich damals war das ist das Ergebniß meiner schweren Arbeit. Gold gibt es dort, zuweilen in ganz ungeheuren Mengen, daran ist kein Zweifel, aber es aufzufinden, das ist die große Kunst. Ich bin ein erfahrener DiZger und kenne mich im Prospectiren" gewiß gut aus, aber in Westaustralien liegen die Verhältnisse derart, daß alle Erfahrunzen und Kenntnisse nichts, helfen man muß sich eben ganz und gar aufs Glück verlassen. Das Gold kommt nur in .Patches" (Nestr.n, Riffen) vor, und sind diese oft durch weite Entfernungen getrennt. Ich ging zuerst nach Cool aardie; da ist aber nichts zu machen, denn rings umher ist das Land schon Dutzendemal durchstöbert, und alles, was irgendwie entsprechend aussieht, ist bereits ausgenommen. Und dann die wilde Speculation einzelne Bau. stellen gelten bereits 300 b!5 400 Pfd. Sterl. Als der Ansturm nach Sibiria begann, ging ich dorthin mit; die Reise geschieht mit Wagen und Kamelen, da eine Menge Wasser durch die trostlose Wüste mitgeführt werden muß; natürlich verursacht das große Kosten und oft genug kommt es vor. daß man nicht einmal für theures Geld einen Schluck Wasser bekomm!. Der Boden befleht aus losem Sande, in den der Wagen fußtief einsinkt; von Wegen ist kaum eine geringe Spur vorhanden, und doch muß auf diese Spur sorgfältig geachtet werden wer vom Pfade abkommt, dem ist der Tod des VerschMachtenS eder durch Eingeborene sicher. Mir isiZ einmal selbst widerfahren, daß ich 40 Meilen ohne. Wasser wandern mußte. Auf allen Wagen befinden sich daher Bebälter, die etwa 500 Gallonen der kostbaren Flüsnqkei! , fassen kostbar, denn unter 6 Pence die Gallone belommt man überhaupt kein Wasser. Jetzt ist es etwas besser; Destillir-Ap-parate sind ausgestellt, die aus dem Salzwasser der. Seen" eine trinkbare Mssigkeit hervorbringrn.-. Auch nach Kurnalpi ging ich mit; ich fand, dort' Gold, allein die Hitze war fürchterlich.' die Fliegen bildeten eine wahre Land. Plage und das Wasser kostete hier bar 1 1-2 Sh. die Gallone; auch die Lebensmittel waren sehr theuer einen Sack Mehl von 50 Pfund mußte man mit 3 3-4 Pfd. Sterl. bezahlen. Das ! theure Leben irieü mich wie viele andere ' wieder fort nach Hannan, wo man doch ' mit etwa 4 bis 6 Pfd. Sterl. wochentlich leben konnte. Die große Mehrzahl der Dsgger verdient nicht mehr als den ' Unterhalt, viele auch den iicht einmal; Hunderte verkommen und verderben. Wird einmal etwas Nennenswerthes gesunden, so wuo es gar oft am Abend verspielt oder, vertrunken Drinks" kosten in den Kneipen nicht unter einem Sbillina. Deutsche Landsleule trak irä ziemlich häufig, fand aber keinen einzigen, der Glück gehabt hätte.',. Ueberall bilden sich, wenn größere Lager entdeckt werden. Compagnien, und die sckövfen j

das ssett av. Für den einzelnen bleibt wenig übrig und nur die Hoffnung hält ihn aufrecht; kommen Funde wie die Londonderry-Mine ode? die Wealth of Nations-Mine, so fälfrt alles wie wahnwitzig darauf zu; Tausende erscheinen wie aus der Erde gestampft, um noch gierig einige Brocken des glitzenden Gesteins zu erHaschen. Ich kann nur dringend davor warnen, in das Goldland zu gehen; auch deutsche Arbeiter und besonders die so sehr gesuchten Dienstmädchen mögen sich "ja hüten, dahin auszuwandern trotz der unsinnig hohen Löhne, die geboten werden." Die Völker desKattkasuö. In dek letzten Sitzung der Berliner Gesellschaft für Erdkunde machte der russische Generallieutenant a. D. von Erckert fesselnde Mittheilungen über die Völker des Kaukasus, die er während vieler Jahre genau kennen gelernt hatte. Sie zerfallen zunächst in 3 Hauptgruppen: 1) die indo-europ'äischen, 2) die kaukasischen Völker, 3) die Tataren u. a. Unter den indo-europäischen Böllern nehmen natürlich den größten Raum di; Russen ein. Die russischen Ansiedler bewohnen im Nordwesten zwei Drittel von dem unglaublich fruchtbaren, aber noch wenig bebauten Gebiet der schwarzen Erde. Nüssen sind außerdem noch die Kuban- und die Terek-Kosaken. Kosak" heißt und ist übrigens jeder an der feindlichen Grenze angesiedelt: Mann, der dauernd der Gefahr ausgesetzt ist," so daß also beispielsweise auch ein Bauer zum Kosaken aemacht werden sonnte. Indoeuropäisch sind weiter die Armenier, die begabt, gewandt, intelligent, verschlacene Geschäftsleute, dem eigentlichen Kaukasier wenig sympathisch. sind und vielleicht noch eine große Rolle spielen werden, sowie das wilde Räubervolk der Kurden. Die eigentlichen kaukasischen Völker zerfallen ihrerseits wiederum in drei Gruppen: die Georgier im Süden, die Abxazen und Tfcherkessen im Westen, die Tschetschenzen und Lessihier im Osten. Sie alle machen einen menschlich sympathischen Eindruck, sind vornehm, wenn freilich auch unwissend und infolge Wassermangels schmutzig. Bei dett durch die Religion vorgeschriebenen Waschungen zum Beispiel tauchen sie nur die Hände in die Schüssel, und die Weiber lassen das Wasser einfach von den Fingerspitzen bis zum Ellöoaen und umi!ehrt laufen, eine Sitte, die sie auch zum Tragen der Vlockenärmel bewogen hat. Einzelne Völker sind aristokratisch, andere demokratisch. alle sind in der vornehmsten Form gastfrei und so sehr, daß der Bruder selbst den eigenen Bruder erschießen würde, um seinen Gastfreund zu schützen. Im Uebrigen glaubt der Kaukasier Alles, was man ihm erzählt, und hat keinen Begriff von Zeit, Raum und Zahl. Bezeichnend dafür sind folgende kleine Züge. 'Fragen, ob Petersburg so groß sei, wie ihr heimathlicher Aul. sind nicht selten. Einst verbreitete sich das Genicht unter ihnen, daß der Sultan ihnen nach dem Kaspischen Meere Kanonen geschickt habe, worauf sie zum Abholen dorthin Büffel schickten, natürlich auf Nimmerwiedersehen. Auf die Frage, wie alt die Welt sei, antworteten sie 9999 Geschlechter seit Adam". Als nach 'einer Schlacht der russische General den . höchstcommandirenden kaukasischen Fürsten sragte, ob er in seinem für Petersburg bestimmten Berichte die Zahl der gefallenen Türken auf 600 schätzen solle, antwortete Jener: 600? Schreiben We 6000! Wozu sollen wir die Kerle schonen!" Von dem Friedensrichter nach seinen Zeugen gefragt, erwiderte ein Kaukasier: Ich habe Gott als Zeugen. Was willst Du mehr?" Da dieses Zeugniß nicht genügte, lief er 45 Meilen weit nach dem Thatorte, fällte einen jungen Bäumend brachte diesen als Zeugen zurück. Ein Kaukasier, russischer Husarenofficier, war .längere Zeit, in Paris und Berlin. Hier traf er mit, Excellenz Erck:rt zusammen, der ihn u. A. sragte, was ihm in Berlin am meisten ausgefallen sei. ? Die Antwort lautete: 1) D' Menschen unterstützen und h'lfen sich, hier nicht gegenseitig. 2) Roch mehr hat es mir mißfallen, daß man bier di: Töchter ausführt, um sie Z'l verheiraten. Bci uns werden sie einfach gekauft oder c-.eraubt. 3) Am meisten und mißfälligsten siel es mir auf. dak die Männer hir Abends, statt b-:i i'hren Frauen za sitzen, in die Kneipen laufen. Sehr ben-.erkent.O.'rth ist es, daß die bunte persische Tracht, die noch vor 40 Jahren von allen GcusterN' getragen wurde. j:tzt fast v.'rschwunden ist, wahrend die tsch.'rk.'sst'ch: kabordinische Tracks den qanzen Kaukasus erobert. Die xohii O-azen im Westen sind bis auf dr:if.iataus:.d nach der Türkei ausg?nand;rt. und ihrem :ispiele folgen mehr und mhr die aristokratischen, ritterlichen und g'bild.'tcn Tscherkessen. Die Folae davon ist. daß ihre Sprache im Ganzen gibt es etwa 30 kaukasische Sprachen aus stirbt. Deshalb ist es von wissenschaftlichem Werth, diese Sprachen jetzt noch zu erforschen. . Deutscht Loeal-Nayrka)teu. Provinz Vranvenburg. B e r l i n. Der .bisherige' Inhaber eines Bank- und.' .Commission5-Ae-schästs, Bernhard Alexander, ist flücht:g geworden. Er'wär erst im August v. I. aus England nach .Berlin gelommen und hatte durch Inserate kleine 5!apitalisten sür sein Unternehmen zu g.'w'.nnen gewußt, indem er sich Einlagen in beliebiger Hohe hatte geben lassen und mit diesen Summen Spekulationen an auswärtigen Börsen vorgenommen hatte. ' E o ! v e n i ck. Wegm Körperverletzung mit tödtsichem Ausgang- ist em Dachdecker Namens' Gerlgch , verhaftet worden. Er soll durch schwer M15? Handlungen den Tod des Arbeiters Ludwig Marx dahier" verschuldet, haben. Svandau. Nachdem schon vor

Kujken, Erkältungen. Keiserkcitz KeuchhujZött,

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einigen Wochen medrer: Ärbeiiecinnen einer königlichen Fabrik wegen Verbrechen gegen keimendes Leben verurtheilt worden sind, vermuthlich in Folge von Verrath durch di- Angeklagten, sind von Neuem Verhaftungen von Fabrikarbeitennnen nsolqt. In die Angeleaenbeit sind auch Frauen aus Berlin als Rathg:berinnen verwickelt. Werder a. H. Das Fest der goldenen Hochzeit stierte' das Feid. Schulische Ehepaar. Der Jubilar hat lange Jahre als Capitän den Werderschen Obstdampfer Wilhelm I.", der jetzt noch als Logirschiff von den Obstfrauen in Berlin benutzt wird, geführt. Vrovinz Vo,nuern. Straliund. 5kM Interesse der Schifsfahrt soll der Leuchtthurm auf Arkona (Insel Rügen) ein eiepyon bis zur Nettungsstation Putgc:rt:n und der Leuchtthurm selbst demnächst elekirisches Licht erhalten. Das NebelHorn soll dem Leuchtthurm näher gerückt und das jetzt demselben dienende Haus zu? Wärterwohnung hergerichtet werden. I an 0 w. Der frühere Nechtsanwalt und Notar Werth aus Thorn ist hier auf 12 Jahre als Bürgermeister gewählt worden. Er lehnte die Wahl aber ab, weil er inzwischen das Amt als kaiserlicher Nichter in Neu-Guinea erbalten hat. Vrovlnz Z.'osen. L 0 b s e n s. Hier wurde Majorathsherr und Major a. D. von Witzleben zu Grabe getragen. Äirke.. Die Tochter des Arbei- ! ters Piechotta in Groß-Luttom, welche bei Protsch in Tucholke dient, hat sich mittelst schwarzer Seife und Karbolsaure vergiftet. Provinz Oflvveusien. Königsberg. Der Postpraktikant Bardenwerter, aus Hall: a. d. S. gebürtig, ist nach Unterschlagung von Geldbriefen flüchtig geworden. Fischhausen. Zwei Dienstmädchen, welch: bei dem Gutsbesitzer G. in R. bei St. Lorenz dienten, glaubten sich von demselben jungen Manne geliebt, was die Eifersucht des einen Mädchens derart entfachte, daß es beschloß, seine Rivalin unter allen llmständen zu vernichten. Als Letztere Abends mit dem jungen Manne im Hausflur sprach, stürzte das Mädchen aus einem Versteck hervor, überschüttete seine Feindin mit Petroleum und warf dann blitzschnell ein brennendes Streichhölzchen auf dieselbe. Im Augenblicke stand die Angegriffene in hellen Flammen, und bis ihr nun die Kleider vom Leib: gerissen wurden, hatte sie schwere Brandwunden im Gesicht und an den Händen erlitten. , Die Attentäterin wurde verhaftet. Vrsvln, Mestpreusten. D a n z ! g. Zur Gründung eines deutschen Schriftstellerheims ist in Zoppot ein Bauplatz im Werth: von L0.0)0 Mark von einem wohlhabenden Manne unentgeltlich und schuldenfrei zur Verfügung gestellt worden. Das Schriftstellerheim soll dazu bestimmt sein.deutschen. Journalisten undSchriftstellern beiderlei Geschlechts im Alter eine dauernde Zuflucht, sowie kranken Mitgliedern des Schriftstellerberufes unentgeltlichen Badeaufenthalt zu gewähren. Strasburg. Der vor einem Jahre hierher versetzte Hauptmann Kadelbach wurde in seiner Wohnung 'todt aufgefunden. Derselbe hatte sich durch einen Schuß in, die Schläfe getödtet: er ! war der Chef der 12. Compagnie des ! hier liegenden Bataillons des 141. In, santerie-Regiments. Provinz Snchse. .Magdeburg. Am ersten Weihnachtsfeiertäg, Abends, entstand in der Schwefelsäurefabrik der chemischen Fabrik Vuckau ein Feuer, das mit rasender Geschwindigkeit um sich griff und das zur Herstellung von Salzsäure und als Lager dienende Gebäude vollständig zerstörte. Zwei Feuerwehrmänner wurden in Folge Einathmens der giftigen Gase ohnmächtig und einer mußte dem städtischen Krankenhause zugeführt werden. E r f u r t. Der seit einigen Tagen hier .thätige Nechtsconsulent Hermann Moder, dem in letzter Zeit der Erfurter Boden zu heiß geworden war, ist plötzlich mit seiner Familie verschwunden. Zahlreiche Leute, die zu ihm in näherer Beziehung standen, sind stark geschädigt worden. -' ' M ü ch e l n. In der Nähe der Station Neumark hat sich der 22 Jahre alte Landwirth Transchel aus Gröst von einem Personenzug überfahren lassen. , Der schwer Verletzte ist nach der Klinik in Halle gebracht worden, doch wird an seinem Aufkommen gezweifelt. Unglückliche , Liebe soll der Vewcggrund zu der That gewesen sein. , ,, Nuby'S Ptle Suppofltory wird garantirt für die Heilung von Hamörrhoiden und Verstopfung, ib:t das Geld wird zurückgegeben. S0 CtS. die Box. Schicke zwei Poftmarken für Zirkulare und Probe an Martin Rüdy, registrirten Apotheker, Lancaster Pa. Postkarten nicht beantwortet. Zu verkaufen in allen guten Apotheken' Werd Broö., A. Kiefer Ze Co. und Daniel Stewart, Wholesale Agenten, I ,.., -T? C I.

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D.r General , Passagier , Aren! cineS der leitcnlen Bahnsvi:cme r'lalte einem Bericdt' csttter: Jv t sehe au den Zritu g berich ten, d ß der Gese?e tsur' der itfa?äft tu 1 nrm OJifvlIfraft in Betreff d r euttaufchb ren aus allen Bahnen z g brauch. titn (i tlb tut ßuni:a auTacnoinTrc rouice unr iraoifitti lict? im Scrar xasfirt wird. u 6s llfchaft bat oul cjilb darauf rrtren rtt u d das sssti tz sann ilzncn in a wiss n Land'ötyllt n dklsen, ab hier ist s nicht no:yn)end'g je fe. ö. & ahn g lbt 1(X Mcilcn.T'ck ts für iO cu . li nicht avein aus den m.t ihr ve'dvnd,re. Bah'trrs, sondein auch auf den in Goi Petition fhen ten ten o.Uj o tlttjt.it iya-en und -fr iterion Uteau fc;;t , edcn. B. von Cincina in cy L u-s ü:ec N', daz Ticket aL stcllcr.de Bah., od r kie Z-andanz, kie tj 4 oder die Oyis & MisM :i abn zu rns.n. Es ist ebefiUi gut z,vt e ' Lstttsvtlle incm:ali, iWin ca & G iictnn )ti, üer zwei Äahnrn gut ü'.r Et veland nach Clnctna ti üd r jxet bahnen, gut wtfchen Väblurntu-S & (iinci.u.at , zwt ch N Gincinnati Toievo & Tctroit, y ia, fowit die Mittel Itacucn in ritrach: kommen, kaS g tne Je:d g den t, durch taz l.berate oißcjtit der vSinci.inatt. tza n tto & DYiox Äazn. . mtmmwrmimM immimmm) liVllt f rwAiSA? CiC TÜL. - " D!e fune und emzige direkte Ban nech K W. Vestibül Züge fc5rt den Sr.ttanavIiS : No. 80 Chica-o Sfcwiteb, Vestibüle Pullman, EpciZe u.Plorwaz?N täglich. 11 Tnfnnft iSfjtrrtrtn K n. ------ - m m m - 0. 86 Chicago Nacht EMß, Jcsti bule und Schlafwazen täslich... 12.JV:n Ankunft Chicago .. 7.405Jrn o. 10 Monon A. täg!i, ausze . r.ommen SontazZ "... 4.0032m Ankunft in Jndianzxolie : No. 83. 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Du einer Borftabt-Refteenz lj ein Crnamnit unb guta BumVe ton Waffcr, irßen ou Viaitn. Emrvr stvfarn nun Skalier naifi nhrrm fortmrrfpn P.änfn ron Holz, Betreiben eiue Tgiiamo kür elrkrrijche Oxä)t. nö um Bemchk vieler anderer Arbntcu. Ent tViex Wocke bin ,ch ein nach Der HertigsleUung kaksant kirterLuft notor; vor dieser Z ir war ch nur kahl. int UN0 AluiNimum ctjn? curfiellt uno laltinß i.Ia . ä . . i t . tru gii irin. mcuie iLictiur könne levr ciuiq t rianßi tofretn, Dtnn j(t3t, toai):euo Der flauen aion fctan' icnicjt. Lrretvcrdlrnripen cucin, trrxirmrtcr' Contrana, ltte, modwtü n. Fll2more Str., Chicagv,J!I. N.B.-3cö bin (trt ardeilS-1 a j q.n. f,f rUt . fähig. Unsere FamUie i l orjlll0l-rvette:!. wttm rXn. fA Otr4 tMiA-t.f vf.M Die prögte ihrer Hrt der Welt und no ff uic ltC ti cuiiucu TÄ.bkä irzrnv ein ttirt iM ' f Amfortlil niegenety eine? von km auf Vbwege. 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