Indiana Tribüne, Volume 18, Number 117, Indianapolis, Marion County, 15 January 1895 — Page 4

Kunst k5m!ZorinzJ! Telephon 500.

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Die Entscheidung gegen den

SEfiatyov. Daß Superiorrichter Harbeh den Prozeß von Jaö. Hignight, dem Besitzer eines SaloonS an der O. Washington Str., gegen Mayor Caleb S. Denny zu Gunsten der klägerischen Partei entschieden hat, brachten wir gestern schon. anderer Stelle erhält diese Entscheidung, die mit der von der Tribüne vorigen Frühjahrs vertretenen Meinung über das RevozirungsrechtS deö MayorS so ziemlich übereinstimmt, eine sachliche Würdigung. Wir wollen aber nicht versaumen, den für den Getränkehandel und die Werthe ungeheuer wichtigen Entscheid wenigsten? in seinem Gedankengang, wie er in dem umfangreichen Schriftstück deö Richters dargelegt wird, zu bringen. Zu bemerken fei aber gleich hier nicht vergessen, daß es hauptsächlich den energischen Bemühungen der Indianapolis Breving Co. zu danken ist, daß dieser Tesifall überHaupt inaugurirt wurde. Denn diese Gesellschaft war es, die hinter dem Kläger stand und tüchtigen juristischen Rath und Beistand (Spaan & McCullough) sicherte um der Anmaßung und den despotisch-natiristi-schen Gelüsten deS Bürgermeisters durch Richterspruch ein Ziel zu setzen Die Fakta, die zur Einbringung dieses Prozesses führten, sind allbe sinnt. Mayor Denny maßte sich unter einem Paragraphen deS Stadtcharters das Recht an, Saloonbeflhern, die feiner Ansicht nach daö Gesetz zu überlreten pflegten oder pflegen, die Schank lizenS zu entziehen. Er lud Hignight vor sein hoheS Tribunal um an ihm ein Ketzergericht zu vollziehen, doch dieser stellte sich nicht ein, sondern er suchte daS Gericht um einen Einhaltsbefehl, der ihm zuerst temporär, und und jetzt durch Richter HarveyS Entscheid permanent verliehen wurde. - In seinem Entscheide geht Richter Harvey zunächst auf eine Definition veS Rechts deS Klägers, resp. Petenten ein, seine Wirthschaft unter einem ge schlich vorgeschriebenen und beschafften Gewerbeschein zu betreiben. Der Verkauf ron geistigen Eeträn ken ist ein vom Gesetze anerkannter LrwerbSzweig. Der Richter geht dann zur Kritik der hier in Frage kommen sen Stelle deS städtischen Freibriefek über, die dem Mayor daS Recht ver leiht, nach Gutdünken Wirthen ihre Lizensen zu entziehen. Diese Bestim mung widerspreche aber ebensosehr dem Leiste unser freiheitlichen Einrichtn tn und der Bu'zdcskonstitution, wie eS die Funktionen deS Bürgermeifterd als l?Lkutivbeamten um ein Recht vermehre, daS garnicht in sein Domän. gehört und ihm höhere Gewalt verleibt, a!5 dem Stadlralh zustehe. 3n Wirklichkeit sei durch diese Stelle dem Nayor eine unbeschränkte Macht ein geräumt, Wirthölizensen nach seinem Gutdünken zu revozieren, wann, wie und wem er wolle. Der Charter schreibe ihm über die Prozedur garnichtS vor. Er fährt fort : Daraus folgt nothwendig, daß die bezügliche Stelle deS städtischen Frei driess, die dem Mayor ein solches Recht verleiht, nichtig ist und nicht zu Reckt besteht. Folglich ist auch die versuchte Revozirung der LizenS deS Petenten unzulässig und nichtig und Petent hat nach wie vor daS Recht sein Geschäft zu betreiben, solange wie seine LizenS datiri. Vielleicht ist er nicht die geeignete Person, um eine LizenS zu ha ben, aber die Stadt kann, solange der Freibrief nicht amendirt ist, nur gegen offenbare Gesetzesverletzungen desselben unter dem Kriminalrecht vorgehen und ihn bestrafen lassen. Während daS Geschäft den Schutz der Gesetze genießt, so lange eS gesetz mäßig betrieben wird, so kann dagegen nichts destoweniger, wenn eS nicht innerhalb der gesetzlichen Schranken betrieben wird, kraft der vom Staats gesetze verliehenen Strzfgewalt eingeschritten werden, da dieS für alle Bürger ohne AuSnahaie in Ausführung kommt, also keine Beeinträchtigung in dividueller Rechte in sich schließt." Zum Schlüsse sagt Richter Harvey : Ich bin mir darüber vollständig im Klaren, daß die in meinen Zitaten dar gelegten Prinzipien jeden anscheinend bestehenden Widerspruch in den ange führten Präzedenzentscheiden erklären und beseitigen und daß daS Ueberge wicht der Autoritäten in diesem Falle einen Cinhaltöbefehl rechtfertigt." Sozial. Turnverein. Heute Abend Vortrag deö Herrn Rappaport. Thema: DaS Feudalsystem und die Zünfte. Madlson Avenue Spar- und Leih:Verein VI o. 5. Dieser neue Verein wird sich beute, Dienstag Abend, behufs der Annahme der Konstitution und Nebengesehe im Lokal von Caöpar Heß, 507 Madifon Avenue, versammeln. Die Ann-e'e-heit aller Aktionäre ist bringend ti dünscht.

SieIlmM inVercttynng.

Der Winnlc Smltb MordProzeß. Gestern Mittag beendete Vertheidigcr Spaan seine eindrucksvolle, von blendenden Bildern überlaufende Rede an die Jury. Zum Schlüsse derselben machte er in sarkastischer, höhnender Weise daraus aufmerksam, daß die Staatsanwaltschaft vor Beginn des Prozesses habe verlauten lassen, sie beabsichtige zu beweisen, daß der Angeklagte und der Todte sich schon früher getroffen hätten und mit einander bekannt gewesen wären. Nichts von alledem sei vorgekommen oder bewiesen worden. Der Staat habe sich dabei entschieden blamirt und eine Verurtheilung wegen MordeS im elften Grade sei daher schon unmöglich. Im Laufe seiner Analyfirung deS vorliegenden BeweiömatekialS kam der beredte Mann auch auf die Zeugin Myrtle Overturf zu sprechen. Er sagte etwa Folgende? : Nirgends haben wir behauptet, daß diese Frau (Myrtle Overturf) einen unantastba ren, moralischen Lebenswandel qejühit habe und eine morali che, keusche Per son sei, doch auch gefallene Menschen kmder verdienen unsere Beachtung und sollten nicht kalten HerzenS von uns zurückgestoßen werden. Vor vielen Jahrhunderten schleppte ein lärmender Haufe jüdischer Schriftgelehrten und Pharisäer vor die Füße des weisen NazarenerS ein armeS gefallenes Weib, wie die Myrtle Overturf, die man beim Ehebruch betroffen hatte. Nach dem mosaischen Gesetze stand auf deS Wei beS Vergehen der Tod durch Steini gung, während dem Manne eine viel geringere Strafe angedroht wurde. Ich kann mir das hohnlächelnde Heuchlergesicht deS Juden so recht vor stellen, der dem großen Meister die Gschichte von deö WeibeS Fehltritt erzählte und ihn fragte, WaS sagst du, daß wir mit dem Weibe thun sollen?" Und ich sehe, wie der Meister sein durchdringendes mildes Auge, daS mit dem Ausdrucke unendlichen Mitleids und wohlthuender Vergebung auf dem Weibe vor ihm geruht hatte, vi dem heuchlerischen Frager, einem Häupt ling unter den Pharisäern, erhebt, und ich höre ihn sagen Wer unter euch ohne Sünde ist der werfe den er-st.-n Stein auf sie". Und als Zesuö um sich schaute, hatte sich einer nch dem andern auS der Schaar fortgestöhlen. Zum Weibe aber sagte er Ich verdamme dich auch nicht, gehe hin und sündige hinfort nicht mehr". Lassen Sie unö etwaS von diesem Gelst- aus die arme Gefallene, Myrtle Overturf anwenden." 3n der NachmittagSsitzung begann gleich nach Eröffnung der Sitzung Congrcßmann ChaS. L. Henry sein Plädoyer für den Staat. Redner übte in seiner zweistündigen Rede scharfe Kritik an den Aussagen und der Glaubwürdigkeit der Zeugen. E? erklärte, daß der Angeklagte nur dann freigesprochen werden könnte, wenn man seinen (des Angeklagten) Aussagen unbedingten Glauben schenke. Wenn man annähme, daß er die Wahrheit gesagt habe, so hätten die anderen Zeugen gelogen. Aber man müsse im Auge behalten, daß Smith hier als Angeklagter stehe, der eS im Interesse seiner Selbsterhaltung mit der Wahrheit nicht so genau nehme, und daß er nach seiner eigenen schamlosen Aussage in moralischer Beziehung ein sehr lockerer Vogel sei. Die Vertheidigung habe auch nicht den gelindesten Versuch gemacht, daS Zeugniß, daS der Staat über seinen schlechten, verwahrlosten, aller Sittlichkeit und Scham baren Charakter vorgebracht habe, anzufechten.Sie habe wohl gewußt, daß sie dadurch die Sache für ihren Klienten nur schlimmer gemacht hätte, denn dann würde der Staat den Schleier von dem schandvollen Privatleben deö Angeklagten haben fortziehen und eS in all seiner brutalen, unsittlichen Verfassung haben ze'gen können. Nicht weniger scharf ging Redner mit dem Charakter und dem Zeugniß der Myrtle Overturf, der Kurtisane oder Konkubine deS Angeklagten inS Gericht. Bezüglich deS Zeugen Süß, deö Pianospielers, erhob er die allerdings versteckte Anschuldigung, daß dieselbestachen und zum Meineid verleitet worden sei. Eine Begleichung seiner belastenden Aussage vor dem Coroner mit den Aussagen vor Gericht, in denen er offenbar bemüht gewesen wäre, Smith auf jede mögliche Art herauszureißen, zeige daö zur Genüge, doch gab Henry nicht an, wer denn den Süß zum Meineid verleitet habe. Kurz vor 4 Uhr machte Anwalt Henry, nachdem er seine Rede geendet hatte, deu gegnerischen Anwalt Dunean, dem gewiegten Vertheidiger so dieler der schwersten Verbreche Angeklagte? Platz. Er entschuldigte sich, auch ein seiner Zug, zunächst, daß er überhaupt noch daS Wort ergreife, da seine Kollegen ja den Fall schon so meisterhaft dargelegt und beleuchtet I hätten, daß ein Zweifel über die Frei-

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Der Verkauft bei Grocern. sprechung deö Angeklagten kaum mehr bestehen könne. Er nahm dann die einzelnen Zeugen vor und argumenlitte, daß daö Zeugniß von Geo. Süß ganz und gar nicht glaubwürdig sei und deshalb überhaupt nicht in Rechnung gezogen werden vraucye. Äas habe der Staat ja auch selber halb und halb zugegeben. Dagegen habe er für den Angeklagten und Myrtle Overturf ebensoviel zur Entschuldigung anzuführen, wie der Staat gegen ihren Charakter und ihre Glaubwürdigkeit beigebracht hatte. 3a er vertrat die Ansicht, daß sexuelle Ausschweifungen bei Hunderten von angesehenen Bürgern vorkämen, bei Familienvätern, die 'man deöhald doch nicht als unglaubwürdig und unbedingt charakterloS verwürfen dürfe. Er selber kenne von dieser Sorte Menschen eine ganze Anzahl. . Um 6 Uhr vertagte sich daS Gericht, um sich um 8 Uhr wiedereinzusinden. Da Richter McCray von dieser Cztrafitzung keine öffentliche Mittheilung gemacht hatte, so war die Zahl der ZuHörer nur gering. Anwalt Duncan setzte sein Plädoyer fort. Er zog den Ermordeten in sein Argument hinein und erklärte, daß er auch zu der Klasse Menschen gehört habe, die wenn sie nüchtern sind die besten und höflichen Menschen sind, im Zustande der Betrunkenheit aber brutale Eigenschaften entwickeln, streit- und händelsüchtig werden. Er argumentirte, daß Smith nur in Nothwehr gehandelt und dabei Unglücklicher Weise seinen Angreiser getödtet habe. Der Polizei und ihrem Chef gab er einige ironische Scitenhiebe und sagte unter andern : Ich habe von einem Polizeisuperintendenten gehört, der kürzlich einen untergebenen Polizisten vor sich rief und ihm mittheilte, daß eS nicht seine Pflicht sei, alS Entlastungözeuge für die Vertheidigung aufzutreten, sondern er habe nur Belastendes auszusagen." WaS sagen Sie davon, meine Herren? Welchen Ausdruck haben Sie für eine derartige amtliche Auslassung eineS Sicherheit?beamten?" ' Er behauptete, daß der unglückselige Fall nie geschehen wäre, - wenn die Polizei besser über die SaloonS gemacht hatte und sagte : Wenn die Polizei nur halb so eifrig ihre Pflicht gethan hätte, um die Schankgesetze zur Ausführung zu bringen, als sie sich bemühten den Angeklagten hineinZureißen" und ihn und Myrtle Overturf zu unbedachten Aussagen zu verleiten, so stände ich heute nicht hier vor ihnen um den jungen Menschen zu vertheidigen, den ThomaS in seiner Betrunkenheit angriff und zwang, seine Gesundheit und sein Leben vor ihm zu vertheidigen. Er schloß seine Rede gestern Abend um 9 Uhr. Der Saal, wo sich nun bald daö Geschick von Winfred Smith entscheiden wird, war heute Morgen zum Brechen vo?, um daö Schlußplädoyer der Staatsanwaltschaft, daö dem tüchtigen John Clam übertragen war, anzuhören. Herr Clam sprach in meiste?hafter Weise und resumirte, kurze aber treffende Kritik übend, den ganzen Fall noch einmal in einer durchaus sachlichen, vom Ernst der Situation getragenen, klaren Darlegung. Seine Schlußworte an die Jury waren in Ton und Fassung gleich ein drucksvoll, sich von allen Uebertreibun gen fernhaltend. Gebt ihm, dem Angeklagten, den Vortheil jedes vernünftigen Zweifels an seiner Schuld, sage ich. Vergleicht die Kratzwunden auf Smith'S Gesicht mit der Todeöwunöe deS Ermordeten. Erwägt eS wohl und schließt daraus, wer der Angreifer war, der mit dem todtbringenden Messer Bewaffnete oder der Mann, der den Mörder an den Ohren von sich fernzuhalten suchte. Der Angeklagte möchte wohl freigesprachen werden, doch bedenkt, laßt ihr diesen jungen Menschen, der Reichtum, Erziehung und hohe Lebensstellung gemißbraucht hat, zu seinen Eltern zurückkehren, so laßt ihr ihn auf die Gelellschaft loS. Lassen Sie eS die Hunderte von jungen Leuten denn wissen, daß der Tod der Sünde Lohn ist, daß daS Gesetz keinen Unterschied .mackt zwischen Arm und Reich, Hsch und Niedrig. Seien Sie Ihrer Pflicht eingedenk. DaS Blut deö Erschlagenen schreit laut nach Gerechtigkeit, lassrn Sie eS nicht dergebenZ rufen. MeineHerren, ich habe meine Schuldigkeit dem Angeklagten, dem Staat und der Gemeinde gegeyüber gethan, thun Sie die Ihre." Der Richter verlaß dann seine ziemlich ausführliche Rechtsbelehrung, über

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feinste Cracker, der je gemacht wurde. die vorkommenden Rechtsbegriffe, nie Mord, Todtschlag, Nothwehr u. s. w. und dann um 12 Uhr legte er Winsred Smiths Geschick in die Hände dr zwölf Geschworenen, die sich unverzüglich zur Berathung zurückzogen. -m Grunveigth.-ttebertragungen Indianapolis, 14. Jan. '95. Berichtet durch die Alex. Metzger Grunde! genthums Agentur im zweiten Stocknerk der Odd Fellon, Halle, nordöstliche Ecke von Washington und Pennsylvania Str. Emma Florence Kerr an Anna Wilson, Lot 64, McKernan & Pierce'S Subd., Outlot 121. $1000. Elijah Cooper an ZameS 3. BeaSley, Lot 85, McCarty'S 1. Westside Ad. $1000. Christian Gish an CharleS Hagerhorst, Lot 14, Grifft h'S Subd., Sq. 96. $2500. ChaS. Reynolds an Wm. Catherton, Lots 240, 249, 246 und 208, Rey noldS Nord Tuzedo Park Addition. $1000. George Stout an Jsabell Coleman, Lot 631, StoutS Jndiana Avenue Ad. $1200. Robert Emmett an Mary Emmett, Lot 106, SoungS Sub., Outlot 181, Lot 7, BenkeS Sub.. Outlot 7. $1000. Jda Belle English an die Equitable Saving and Loan Ass., Lot 27, Öftermeyer'ö Prospekt Str. Add. $1150. Conrad JennlngS an CharleS M. Roch, Lot 97 in Floral Park Add. $800. Uebertragungen 8; Gesammtwerth derselben $9.650. ,, m $100 Belohnung: SI00. Die Leser dieser Zeitung werden sich freuen zu erfahren, daß eö wenigstens eine gefürchtet Krankheit giebt, welch die Zkitssenfchafl in all' ihren Stufen zu heilen im Stande ist ; Hall's Ka tarrhKur ist die einzige jetzt der är;t lichen Brüderschaft bekannte positiv Kur. Katarrh erfordert alS eine Con nitutionökrankheit eine konstitutionelle Behandlung. Hall'S Ka arrh Kur wird innerlich genommen und wirkt direkt auf das Blut und die schleimigen Oderflächen deö Systems, dadurch tue Grundlage der Krantheit zerstörend und dem Patienten Kraft gebend, indem sie die Konstitution M Körper'S ausbaut und der Natur in ihrem Werke hilft. Die Eigenthümer haben so viel V.r trauen zu ihren Heilkräften, daß sie einhundert Dollars Belohnung für jeden Fall anbieten, den sie zu kuriren verfehlt.' Laßt Euch eine Liste von Zeugnissen kommen. Man adresfire: ftJ. C b e n e h 5: C o.. Toledo. O. IßO Verkaust von allen Apothekern, 76 CentS. Die Legislatur. Gestern Nachmittag um 2 Uhr trat die Legislatur wieder zufammen. Im Hauö wurden 65 ' GefetzeSvorschläge eingereicht. Dieselben wurden an die betreffenden Comites verwiesen. Die Botschaft deS EouvernörS soll nun doch noch gedruckt werden, und zwar 3000 Exemplare in englischer und 2000 Exemplare in deutscher Sprache. Der Sprecher wird heute Nachmittag seine Comiteen bekannt machen. 3m Senat wurden 24 Gcsehentwürfe eingereicht. Senator McHugh von Marion County reichte ein Gesetz ein, daS die Straßenbahngesellschaften zwingt zwischen den Geleisen zu pflastern. Für SchiffSsckeine nach und von Europa, ErbschaftSerHebungen, Ausstellung von Vollmach, ten, Reisepässe, Kaufbriefe etc., wende man sich an P. Psisterer, 70 O. Market Straße. DaS stadtratlillcbe Untersuch? uugS-Comite. Gestern Abend waren die Mitglieder deS Board of Public WorkS vor dem Comite. Derselbe sollte besonders Erklärungen über die Kosten der Straßenreinigung geben. Der Board gab zu, daß die Reinigung der Straßen dieses Jahr etwas mehr koste, dafür seien sie aber auch rein gehalten worden ES kam dabei heraus, daß Dadson einen Kontrakt ausgab, daß ihm aber sein Check für $500 den er alS Bürgschaft für die Ehrlichkeit seit seines Angebots einreichen mußte, zurückgegeben wurde. Ferner kam eS zum Vorschein, daß die Ernennung deS Straßeninspektors Scholl am 29. Januar erfolgte, aber auf den 15. Jan. zurückdatirt wurde um eS zu ermöglichen ihm $100 den Monat zu bezahlen. Herr Äeyer erklärte, baß dieses geschehen sei weil er sich ein Pferd halten müsse.

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